ia??eutuch. jeater-Oekorationen 18 und franko. uar- vormittags avt statt. \ a* Rhein. m uö,ni5M' Mert zu 772 .L, r;-umruj/e ™# Ausführung. oncert ider t-Vereins dM b Wt, iftsvereins l 3. M. (Sopran) ITt a. M. (Klavier). . . Edw. Schnitz, . . Riob. Wagner. . H, t. Kon. . J. L. F. Olflck. Edw. ScWtx. Jok. Ertiime. re\my. , . Oskar Wagner. . . E. d’Albert. Ed. Kremser. Aimd Maillart. Franz Liszt. 8. Rachmaninoff. Edw. Orieg. Franz Liszt. Ed. Köttner. Konr. Kreutzer. H. Zöllner. adentenkarten Mk. L • jfasikatienbandlung von 'ässe zu haben - “ 780 den..3,t f niU0I«P^; Nr. 24 Awettes Blatt 15>OO Dienstact den 30. Januar Bezugspreis Vierteljahr!. Mk. 2Lg monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle» vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen des In- und Auslände» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Erscheint täglich «nt Ausnahme des MontagS. Die Gießener A«mikte«vrStter werden dem Anzeiger tm Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter fflr heff. Volkskunde" «öchtl. 4 mal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abends vorher. Meiner Anzeiger E-eneral-Anzeiger Amts- und Zlnzeigeblutt Mv den Aee!s Greben. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchutstratze Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familientilütter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hessische UotKsKunde.__________________ Adresie für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Heil. Auszug aus der von Großherzoglicher Abrechnungskammer revidierten Rechnung der Provinzialkasse Oberhefsen pro 1897/98. 1. Kassevorrat aus vorhergehenden Jahren . 13 832 23 2. Ausstände „ „ M . 4096 15 3. Beiträge der Kreise....... 222 000 — 4. Kapitalzinsen......... 9 256 50 5. Prozeßkoften....... 664 60 6. Beitrag aus der Staatskasse zu Straßen- fcv neubauten......... 46 000 — 7. Einnahmen des chem. Untersuchungsamts 4 035 86 8. Ersatzposten.......... 592 92 12. Zurückzuempfangende Kapitalien . . . 133 41 Summe der Einnahme 300 611 67 Ausgabe. 14. Besoldungen..........2 175 — 15. Diäten und Gebühren......1 413 91 16. Botenlohn und Berkündigungskosten . . 266 21 17. Für Bureaubedürfnisse und Gerätschaften 336 43 18. Unterhaltung der Kreisstraßen .... 133857 93 19. Neubau von Kreisstraßen..... 99 211 84 20. Beiträge zu den Kosten der Naturalver- pflegungSstationen ...... 4 095 84 20 a. Beitrag an den, Verband evangelischer Rettungshäuser und Erziehungsvereine 100 — 20b. Beitrag an den Oberhess. GeschichtSvereln 300 — 21. Kosten des chemischen Untersuchungsamts 6 722 60 22. Uneinbringliche Posten und Nachlässe . . 29 50 23. Auszuleihende Kapitalien...... 46 000 — Summe der Ausgabe 294 509 26 Abschluß. Die Gesamt-Einnahme beträgt 300 611,67 Die Gesamt-Ausgabe beträgt 294 509,26 „ Verglichen bleibt Rest 6 10,241 JL und dieser besteht in: . a) barem Vorrat 1593,91 JL b) liquidierten Ausständen 4508,50 „ Gleiche Summe wie oben 6102,41 JL Gießen, den 27. Juli 1899. Der Rechner der Provinzialkasse für Oberhessen. (gez.) Grüne berg. Revidiert, ohne daß sich für den vorstehenden Abschluß eine Aenderung ergeben hat. Darmstadt, den 6. Dezember 1899. Großherzogliche Abrechnungskammer, (gez.) Lorbacher. In Gemäßheit des Art. 93 bezw. 43 der Kreis- und Provinzialordnung wird der vorstehende Auszug zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Gießen, den 25. Januar 1900. Der Vorsitzende des Provinzial-AuSschusies der Provinz Oberhessen. v. Bechtold. Gießen, 29. Januar 1900. Betr.r Definitorialprüfung der Schulamtsaspiranten und Aspirantinnen im Frühjahr 1900. Die Großh. Kreis-Schulcommission Gießen au die Schulvorstände und Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie etwaigen Interessenten in Ihrer Gemeinde zur Kenntnisnahme Mitteilen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Die diesjährige erste Definitorialprüfung der Schulamtsaspiranten und -Aspirantinnen soll Montag, den *7. Mai d. I., vormittags 8 Uhr im Schulhause der Landesbaugewerkschule in Darmstadt, N e ck a r st r a ß e 3, ihren Anfang nehmen. Unter Hinweis auf § 27 der Verordnung vom 10. Juni 1876, die Prüfungen für das Lehramt an den Volksschulen betreffend, werden diejenigen Schulamts-Aspiranten und -Aspirantinnen, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, ausgefordert, ihre an die unterzeichnete Behörde zu richtenden, mit Stempelmarken im Gesamtbeträge von 1 Mark 50 Pfg. zu versehenden Gesuche, nebst den erforderlichen Anlagen (Seminarabgangszeugnis, bezw. Zeugnis der ersten Prüfung, Zeichnung und Probeschrift) bis spätestens zum 7. April bei der betreffenden Kreisschulkommission einzureichen, welche die Gesuche weiterbefördern wird. Alle diejenigen Prüflinge, welche nicht ausdrücklich von der Prüfung zurückgewiesen oder durch besondere Zuschrift der unterzeichneten Behörde auf einen späteren Termin zu derselben einberusen werden, haben sich zu der am Anfang dieser Bekantmachung bemerkten Zeit dahier zur Prüfung einzufinden. Die Großh. Kreisschulkommissionen und die Ortsschulvorstände wollen die Schulamtsaspiranten u. s. w. von dieser Bekanntmachung in Kenntnis setzen. Darmstadt, den 12. Januar 1900. Großh. Ministerium des Innern. Abteilung für Schulangelegenheiten. Dr. Eifenhuth. de Beauclair. * Unterredung mit Dr. LeydS. Der Gesandte der Südafrikanischen Republik Dr. Leyds ist in Berlin eingetroffen. Kurz nach seiner Ankunft empfing der Gesandte einenMitarbeiter des „B. L. A.", der die hochinteressante Unterredung wie folgt schildert: „ES wird Ihrer Anwesenheit in Berlin, Exzellenz, eine hohe politische Bedeutung beigemessen. Vor allem wird Ihre Reise mit Befürchtungen bezüglich der Delagoa Bay in Verbindung gebracht." „Sie befinden sich da vollständig im Irrtum. Meine Anwesenheit hat mit der Politik nichts zu thun. Ich bin einer Einladung des Reichskanzlers zu dem heute stattfindenden diplomatischen Diner gefolgt. Das ist alles." „So reisen Exzellenz sofort wieder ab?" „Nein! Ich bleibe erst noch einige Tage hier, ohne jedoch auch in dieser Zeit irgend welche politischen Absichten zu verfolgen. Was sollte ich denn auch thun? Der Krieg geht weiter, und alles, was von Vermittlungsversuchen, den Kampf zu beenden, gesagt wird, ist leere Kombination, so weit es uns angeht. Wir haben gar keine Veranlassung, jemanden anzurufen. Geht doch alles vortrefllich, und es wird, wie ich hoffe, auch weiter trefflich gehen." „Aber Sie dürften sich doch irgend eine Vorstellung gemacht haben, dem Kampfe ein Ziel zu setzen?" „Wir haben alles in Hülle und Fülle und dies noch auf lange hinaus." „Und unter welchen Bedingungen denken sich Exzellenz den Friedensschluß?" — „Ich kann da selbstverständlich nur eine rein persönliche Meinung äußern. Aber das glaube ich jedenfalls, daß England einen guten Teil des früher uns entrissenen Gebietes zurückgeben muß. Weiter ist es ganz selbstverständlich, daß wir unseren Stammes- genoffen, die sich jetzt uns angeschlossen haben, jede Garantie verschaffen, daß ihnen auch nicht ein Haar gekrümmt werde. Einen Frieden ohne solche Garantie wird es niemals für uns geben. Ueber eine absolute Selbständigkeit der beiden Republiken ist wohl kein Wort zu verlieren." „Angesichts solcher Bedingungen dürfte England aber doch alles aufbieten." „Mag es doch! Sie sagen, man verlange in London die Mobilisierung aller Milizen. Was wollen solche Truppen auSrichten, wo die reguläre Armee nichts zu leisten vermocht hat?" „Aber Ihre Taktik, Exzellenz, wird auch hier vielfach nicht verstanden, z. B. Ladysmith —" „Ja! WaS wollen Sie — Wir haben es zum Gefängnis für zehntausend Engländer gemacht. Lasten Sie sie nur ihre Vorräte aufessen, statt der unserigen. Denn führen wir sie gefangen weg, so muß Transvaal sie ernähren." „Und Kimberley, Mafeking? —" „Auch Gefängnisse! — Kimberley ist sogar ein fideles Gefängnis! Und unser übriges Vorgehen — Ja! Das ist eben unsere Taktik, die durch das Terrain bedingt ist, und uns weiter vorwärts bringen wird." Lokales and UrooWeUes. * * Für das 13. deutsche Bun desschießen, das in den Tagen vom 7. bis 15. Juli d. I. in Dresden gehalten wird, ist das F e st p r o g r a m nt nunmehr festgesetzt worden. Im Verlaufe des 7. Juli (Samstag) werden die ankommenden Schützen auf den Bahnhöfen begrüßt, und abends 8 Uhr findet in der Festhalle Empfang statt, der in Konzert und Kommers bestehen wird. — Sonntag den 8. Juli ist früh 7 Uhr ein Weckruf durch die Stadt, von verschiedenen Musikchören auszuführen, vorgesehen. 9 Uhr 30 Min. stellt sich der Fe st zu g in der Ringstraße und 10 Uhr 30 Min. erfolgt der Abmarsch durch die König- Johann-Straße nach dem Altmarkte, wo die Begrüßung der Teilnehmer durch die Stadtvertretung und die Ueber- nahme des Banners stattfinden wird. Danach marschiert der Zug durch die Wilsdruffer Straße, Ostra-Allee und Friedrichstraße nach dem Festplatze. Um 1 Uhr ist Fest- b a n k e t in der Festhalle mit Tafellonzert und nachmittags Konzert im Freien. Um 5 Uhr soll das Konkurrenzschießen (unter Umständen Eröffnung des Festes in Gegenwart Sr. Majestät des Königs und des Hofes) und um 6 Uhr das allgemeine Schießen beginnen; um 8 Uhr ist die Becherverteilung vorgesehen, und von da ab bis 11 Uhr Konzert in der Festhalle. Von Montag den 9. Julr an bis Sonnabend abends 8 Uhr wird täglich von 7 bis 12 Uhr 30 Min. und von 2 Uhr 30 Min. bis 8 Uhr geschossen. An jedem Tage sind mittags 1 Uhr ein Banket in der Festhalle und von 4 bis 7 Uhr Konzert auf dem Festplatze in Aussicht genommen. Außerdem wird am Montag abends von 8 bis 11 Uhr ein Gesangskonzert (Julius-Otto-Bund) in der Festhalle und am Dienstag den 10. Juli abends von 8 bis 12 Uhr ein Monstrekonzert in derselben Halle sein. Mittwoch den 11. Juli wird vormittags von 10 Uhr an die Generalversammlung des deutschen Schützenbundes abgehalten, und nachmittags von von 4 bis 7 Uhr wird ein großes Schautürnen und Fechten, sowie abends ein großer Festtommcrs in der Festhalle unter Mitwirkung von Gesang- und Turnvereinen (Dresdner Sängerbund) veranstaltet. Donnerstag den 12. Juli wird der gesamte Festplatz von 9 Uhr an festlich illuminiert sein und Konzert in der Festhalle stattfinden. Freitag den 13. Juli ist großes Feuerwerk und in der Festhalle eine Gesangs-Aufführung (Elbgau - Sängerbund). Für Sonnabend Den 14. Juli ist ein Besuch der Bastei in Aussicht genommen, und zwar wird 1 Uhr 30 Min. die Abfahrt mit Dampfschiff, und am Abend die Rückfahrt gleichfalls mit Dampfer erfolgen. Für die Festteilnehmer wird sich hierbei ein herrliches Schauspiel entfalten, indem die Höhen des Elbthales mit ihren Wäldern und Landhäusern, die Ufer mit ihren idyllischen Ortschaften beleuchtet werden. Diese Beleuchtung bietet ein ungemein malerisches Bild von eigenem Reiz. Abends 8 Uhr ist für diejenigen Schützen, die sich nicht an der Fahrt beteiligen, Konzert in der Festhalle, auch wird ihnen das Schauspiel eines auffahrenden Luftballons geboten. Sonntag den 15. Juli wird vormittags die Preisverteilung in der Festhalle vorgenommen; um 1 Uhr ist das Schlußbanket und nachmittags sind Volksbelustigungen. — Dieser Hauptwoche geht außer einem am 24. Juni abzuhaltenden Probeschießen eine Vorwoche (vom 1. bis 7. Juli voraus, in welcher in der Festhalle ein Banket und zu Ehren der Kom> missionsmitglieder ein Kommers stattfinden wird; auch sind zwei große Volksbelustigungen in Aussicht genommen, die wahrscheinlich am 1. und 4. Juli abgehalten werden. Das ist in großen Zügen das Programm für das Bundesschießen, für dessen glanzvolle Ausstattung die Ausschüsse besorgt sein werden. Aus dem Programm geht hervor, daß alles aufgeboten werden soll, um den Schützen den Aufenthalt in Dresden so angenehm als möglich zu machen. ** Die A u s st e l l u n g s g e g e u st ä n d e für die Marine-Ausstellung, die am 2. Februar im früheren Palais des Prinzen Karl zu Darmstadt durch Se. Königl. Hoheit den Großherzog von Hessen eröffnet werden wird, sind Ende voriger Woche in 7 Waggons von Dortmund hier eingetroffen und gelangen gegenwärtig unter der sach- kundigen Oberleitung des Herrn Geh. Regierungsrats Professor B u s l e y von Berlin zur Aufstellung. Derselbe hatte auch die Dortmunder Ausstellung, wie uns von dort vorliegende Berichte melden, in musterhaft übersichtlicher und anschaulicher Weise arrangiert; in 12 Tagen wurde dort, trotz der niedrigen Eintrittspreise, eine Einnahme von 27 000 Mk. erzielt'. An einem der Tage nach Eröffnung der Ausstellung wird Herr Professor Busley, dem der Rus eines vorzüglichen Redners vorausgeht, im großen Saale des Darmstädter Saalbaues mit Beziehung auf die Marme- Ausstellung einen Vortrag halten über das aktuelle Thema: „Der militärische, wirtschaftliche und handelspolitische Wert einer starken Flotte", wozu jedermann freien Eintritt haben soll. Um der Jugend den Bejuch der Ausstellung möglichst zu erleichtern, wurde dre dankenswerte Bestimmung getroffen, daß beim Besuch ganzer Schulen und Schulklassen unter Führung der Lehrer d e einzelnen Schüler und Schülerinnen an Wochen - nur 10 Pfennig Eintritt zu zahlen haben. Der 64 Seiten starke rcidi illustrierte Ausstellungs-Katalog soll an die 50 Pfennig Eintritt zahlenden Besucher der Wochentage umsonst abgegeben werden. Wie wir aus dem vornehm W ausgestatteten Büchlein ersehen, wird die aktive deutsche I Flotte auf der Darmstädter Marine-Ausstellung in ihren besten Typen und in einem bisher nie dagewesenen Umfange zu sehen sein. Zunächst sind votreffliche Modelle von 7 Panzerschiffen ausgestellt, und zwar das ^nnen- schiff „Kaiser Wilhelm II.", dessen Schwesternschrffe „Kaiser Friedrich III.", „Kaiser Wilhelm der Große" und „Kaiser Karl der Große" sind. Diese Linienschiffe von 115 Meter Länge und einer Maschinenleistung von 13 000 Pferdestärken, womit sie 18 Kuoten in der Stunde zurucklegen können, sind in den Jahren 1898 1900 ^rtrggestellt und bilden die 2. Division des 1. Geschwaders. Vier weitere Schwesterschiffe «dieser Klasse sind noch im Bau. Etwas älter sind die Linienschiffe der Brandenburg-Klasse mit den Modellen der „Brandenburg" und der Schwesterschiffe „Kurfürst Friedrich Wilhelm", „Weißenburg" und „Wörth". Die Schiffe sind 1893-^-94 vollendet und bilden die 1. Division des 1. Geschwaders. Bei 108 Meter Länge und Maschinen von 9000 Pferdestärken laufen sie 16 Knoten in der Stunde. Das Linienschiff „Sachsen" mit den Schwe- sternschiffen „Bayern", „Württemberg" und „Baden", das eine Geschwindigkeit von 14—15 Knoten hat, stammt aus den Jahren 1878—84. Durch den Umbau in den Jahren i 1895—98 haben diese Schiffe ein vollständig verändertes Aussehen erhalten, indem die vier Schornsteine auf einen reduziert sind und fast alles Holzwerk beseitigt, sowie neue ! Kessel und^Mnfchinen eingebaut wurden. Zu den Küsten- ! Panzerschiffen ist „Siegfried" mit den Schwesternschiffen „Beowulf", „Fritjof", „Hildebrand", „Heimdall", „Hagen", „Aegir" und „Odin" zu rechnen. Diese Panzerschiffe sind 73 Meter lang und laufen 13 Knoten. Sie sind indessen mit der stärksten Artillerie ausgerüstet und erst in den Jahren 1890—94 vollendet. Modelle von den Linienschiffen „Oldenburg" und den Panzerkanonenboten „Bremse" und „Wespe" vervollständigen diesen Teil der auserlesenen Sammlung. W. Friedberg, 28. Januar. Vom März bis September hält die Großherzogliche Obstbauschule hier einen ordentlichen Lehrgang zur Ausbildung im Obstbau ab. Außerordentliche Lehrgänge von kürzerer Dauer für Baumund Straßenwärter, Obstweinproduzenten, Geistliche, Lehrer und sonstige Freunde des Obstbaues finden in den Monaten März, April, Mai und September statt. Der Obstbau in unserer Provinz breitet sich stetig mit der Ausbildung von tüchtigen Obstbaumwärtern aus; denn seitdem man in fast jeder Gemeinde eine für Baumpflege zuverlässige Persönlichkeit hat, wagt man wieder größere Anpflanzungen, während früher die Leute durch die Unkenntnis auf dem Gebiet des Obstbaues von Pflanzungen abgehalten wurden. — Nieder-Wöllstadt, 28. Januar. Unsere Molkereigenossenschaft ist infolge Beschlusies der Generalversammlung in Liquidation getreten. Nach den Vorgängen bei der Verwaltung, die in den beteiligten Kreisen und da- rüber hinaus so viel Staub aufgewirbelt haben, blieb wohl kein anderer Schluß. § Melbach, 28. Januar. Für unsere Gemeinde ist jetzt mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern ein Ortsbaustatut erlassen worden, das in 27 Paragraphen sehr eingehende Bestimmungen enthält. △ Von der mittleren Nidda, 28. Januar. Seit die Nidda mit Hochwasser geht und die Wiesengründe unter Wasser gesetzt hat, sind die großen Scharen von Wildenten und Schncegänsen, die sich seither in den Wassertümpeln und auf den mit Wintergetreide ausgestellten Aeckern tummelten, verschwunden. — Bei den bisher abgehaltenen Holzversteigerugen wurden hohe Preise erzielt, obgleich der diesjährige Winter ein recht gelinder ist, und wenig Holzverbrauch veranlaßt. ** Laub ach, 29. Januar. Zur Vorfeier von Kaisers Geburtstag fand Freitag, den 26. d. M., abends einhalb sechs Uhr im Zeichensaale des hiesigen Gymnasiums ein Festaktus statt. Des beschränkten Raumes halber konnte der Eintritt nur gegen vorher gelüste Karten erfolgen. Die Feier in dem festlich geschmückten Saale begann mit den Gesängen des gemischten Chors: „Wenn ich nur dich habe" von R. Succo und '„Ave verum" von ! Mozart und dem Gesänge für Männerchor: „Ruhmvoll strahlest du, Salamis" aus „der rasende Aias" von Karl Schmidt. Sodann wurden durch Schüler der Sexta bis Untersekunda Gedichte vorgetragen. Hierauf spielten die Herren Gymnasiallehrer Schmidt und Müller vierhändig das Vorspiel zu der Oper: „die Meistersinger" von Wagner. Die Festrede hielt Gymnasiallehrer Kullmann. Der Vortrag führte den Zuhörern vor Augen, wie es im Anfänge des vorigen Jahrhunderts aussah. Er gab ein ergreifendes Bild von der Schmach, die der große Napoleon Preußen zufügte, und schilderte die Charaktere des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. und seiner Gemahlin, der unvergeßlichen Königin Luise. Als eines Tages die edle Königin Napoleon^als er ihr eine Rose überreichte, um Magdeburg bat, entgegnen der übermütige Corse, er verehre zwar in der Königin-die schönste aller Frauen, aber Magdeburg fei ihm rüehrAvert als hundert schöne Königinnen. Am Schlüsse ermahnte Redner zur Treue gegen den Kaiser, der «uch eine stärkere Flotte brauche, um Deutschland auf seiner Höhe zu halten. Nach dem Hoch der Versammelten auf den Kaiser schloß die Feier mit dem allgemeinen Gesang des Liedes: „Heil dir im Siegerkranz". — Am Geburtstage des Kaisers fand eine allgemeine Feier im Schützenhofe abends statt, wobei Bürgermeister Jochem in zündender Rede auf die Errungenschaften des vorigen Jahrhunderts hinwies. Der Musikverein trug durch seine Weisen viel zur Belebung der Feier bei. Den Schluß der hiesigen Kaisergeburtstagsfeiern machte am Sonntagabend der Kriegerverein durch Aufführung eines patriotischen Schauspiels im Schützenhof. □ Langsdorf, 25. Januar. Entgegen den aus aller Welt gemeldeten hohen Holz Preisen haben wir von hier aus das gerade Gegenteil anzuzeigen. Denn die am 22. Januar stattgehabte Bau- und Werkholzversteigerung ergab ein so geringes Resultat, so daß auf Montag den 5. Februar eine abermalige Versteigerung anberaumt werden muhte. L. Lißberg, 28. Januar. Auch bei uns wurde eine Holzversteigerung abgehalten, bei welcher Brennholz und Bau-, Werk- und Nutzholz zum Ausgebot kam. Die | Versteigerung war von Kaufliebhabern aus Bergheim, I Ortenberg und Lißberg besucht, die Preise waren mäßig. I Man nimmt jedoch allgemein an, daß bei den Hauptver- I steigerungen, wo die Hölzer erster Güte zum Ausgebot ge- I langen, hohe Preise erzielt werden, weil die großen, holzkonsumierenden Geschäfte von auswärts hohe Preise in ihren Submissionskäufen anlegen. Q Burkhards, 28. Januar. Die am vorigen Freitage im Fürstlich Stollberg'schen Forstrevier Gedern abgehaltene Holzversteigerung war sehr gut, besonders von Leuten aus der Wetterau, besucht. Für Brennholz 1. Klasie wurden im Durchschnitt 9 Mk, für Brennholz zweiter Klasse 7 bis 8 Mark geboten. . I N. Nidda, 28. Januar. In letzter Zett sind wieder I bedeutende Geländeankäufe für unser schönes Bad Salzhausen gemacht worden, und zwar von Grund I besitzen: aus den Gemarkungen Kohden, Geiß-Nidda und I Nidda. Auf diese Weise erhält Salzhausen eine eigene I Gemarkung, welche sich nach und nach hübsch abrundet. I Wohl dreißig Ankäufe sind in den letzten Wochen wieder bewerkstelligt worden, welche eine sehr große Arbeitslast verursachten, die indesien durch den Herrn Badekommissär I zur Zufriedenheit aller Beteiligten ihre Erledigung fanden. Die Arbeiten an dem Wasserwerk ruhen eine Zeitlang, I werden aber im Frühjahre mit erneuten Kräften weiter- I geführt. Auch bei den Heilquellen sind Tiefbohrungen in I Aussicht genommen Wenn wir recht berichtet sind, ist für I Salzhausen die namhafte Summe von rund 120.000 Mk. I zur Verwendung in Aussicht genommen, womit sich etwas I auSrichten läßt. Mainz, 27. Januar. Zu dem Vorfall im I Ober-Olm er Walde teilt das „M. Tgbl." noch fol- I gende Einzelheiten mit: An dem betreffenden Unglücks- I tage waren nachmittags die Landwirte Schnorrenberger, I Wilhelm, Adam und Jakob Schott, sowie Adam Wolf aus I Essenheim, welche sämtlich Jagdpächter sind, auf die Jagd I gegangen. Die Grenze ihres Jagdgebietes befindet sich I eine halbe Stunde vom Walde entfernt, wurde jedoch von I Schnorrenberger mit zwei seiner Gefährten überschritten, I so daß die drei Männer in das Jagdgebiet eines Mainzer I Pächters eindrangen. Der Jagdhüter Englert hörte abends I nach 5 Uhr im Walde einen Schuß fallen. Da in letzter I Zeit auf dem Mainzer Jagdgebiete stark gewildert wurde, I ging der Aufseher dem Schalle des Schusses nach, und I stieß so im Walde in einiger Entfernung auf Schnorrenberger in Begleitung eines anderen, welche den Boden | absuchten. Nachdem er einige Schritte weiter gegangen, hörte er auf seiner rechten Seite ein Geräusch, als er sich nach demselben umdrehte, erblickte er einen Gewehrlauf, der direkt auf ihn gerichtet war. Zu gleicher Zeit vernahm er die Worte: „Schieß ihn in den Kopf!" Schnell entschlossen riß er sein Gewehr von der Schulter und schoß dasselbe in der Richtung des auf ihn gehaltenen Gewehrlaufes ab. Nach dem Krachen des Schusses hörte er einen Schmerzensschrei und den Ruf: „Heute mußt Du noch Dein Leben lassen!" Englert eilte nach Finthen, woselbst er die Gendarmerie benachrichtigte, und ging mit dieser und anderen Leuten in den Wald zurück. An der Thatstelle konnten sie niemand entdecken, als sie aber einige Schritte aufwärts gingen, fanden sie mitten im Wege Schnorren- | berger tot in seinem Blute liegend. Ein Gendarm hielt die ganze Nacht im Walde die Wache an der Leiche. Am anderen Tage wurde durch die Gerichtskommission am I- Thatorte festgestellt, daß Schnorrenberger an beiden । Händen durch den Schrotschuß verletzt und außerdem, daß der Schuß in die Brust in die Herzgegend eingedrungen war, ebenso hatten Schrotkörner den Kopf verletzt. Aus den Verwundungen an der Leiche ging unzweifelhaft hervor, daß Schnorrenberger, der gewohnt war, links zu schießen, mit beiden Händen sein Gewehr erfaßt und im Anschläge lag. Gestern abend wurden durch die Gendarmerie l:i Essenheim Haussuchungen abgehalten. Zu bedauern bleibt, daß wegen eines armseligen Häsens oder eines Rehes ein Menschenleben zum Opfer fallen mußte. Fulda, 26. Januar. Gestern morgen wurde der erste Teil der Horaser Eisenbahnbrücke über die Fulda, die eine Länge von 90 Meter, und eine Höhe von 18 Meter hat, ausgewechselt. Die äußerst schwierige Arbeit, das Wegschieben des alten Teiles, sowie das Einsetzen des neuen I Teiles nahm nur fünf Minuten in Anspruch. Fabrikbesitzer I Jucho aus Dortmund, der Unternehmer der Brückenerneue- I rung, sowie Ingenieur Jöster leiteten die Verschiebung. Die Regierungsräte Stündeck aus Frankfurt a. M. und I Hennig aus Fulda, einige Offiziere vom Eisenbahnregiment I Berlin, sowie andere sachverständige Herren wohnten den I interessanten Arbeiten bei, die ohne jede Stockung glatt vor sich gingen. Ein Extrazug fuhr sofort mehrere Male über I die Brücke hinweg, die sich felsenfest zeigte.__ Znr^Feuerbestattung. (Bon einem Theologen.) In dem in Nr. 20 d. Ztg. enthaltenen Artikel über die I Feuerbestattung ist die neuerliche Stellung der Krrchen- I behörde dieser Sache gegenüber gekennzeichnet — als prm- I zipiell die frühere, in der Praxis aber von früher ab- I weichend. Es wird nunmehr dem Geistlichen gestattet, die I schon früher bewilligte amtliche Beteiligung — Trauer- I feier für die Angehörigen auch außer dem Hause in der Leichenhalle des Friedhofs, aber nicht an demselben I Tage, da die Verbrennung stattfindet oder doch mehrere Stunden weiter als letztere, zu gewähren. Der Akt der I Verbrennung soll dadurch isoliert, als unchristlich dar- I gestellt werden. , • .. _ . w Uns und gewiß vielen Christen wäre es sympathischer gewesen, man hätte dem Ersuchen des Offenbacher Kirchenvorstandes entsprochen, und dem Geistlichen legliche Be- | schränkung aus dem Wege geräumt. Gesteht doch die Kirchen- I behörde offen zu, daß das Verlangen eines Christen, nach I seinem Tode verbrannt zu werden, noch lange feine Los- I sagung vom evangelischen oder christlichen Glauben be- I dinge. Wie schon in einem früheren Artikel von mir gesagt: I der Geistliche predigt für die Hinterbliebenen, tröstet und | richtet auf, hat er sein „Amen" gesprochen, so ist sein Amt Kirche und Schule im einen zu beziehen. der 1: Strich rr 3 Das Kans brr Trausoaal-Grsanbtfchast in Krüssrl. Zu den Häusern in Brüssel, die gegenwärtig im Vordergrund des Interesses stehen, gehört der Wohnsitz Dr. Leyds, des Vertreters der südafrikanischen Republiken. Nicht nur, daß sich im Hause ein lebhafter Verkehr entwickelt, auch vor dem Hause herrscht regeS Leben und Treiben, denn jeder hofft, hier Neuigkeiten vom Kriegsschauplatz zu erfahren. Wir führen unseren Lesern daS Haus der Transvaal Gesandtschaft in obigem Bilde vor. 9 „Werden bereits definitiv angestellte Lehrer au8 anderen Gemeinde« in solche Gemeinden versetzt, so ist ihnen bei Einreihung m die Gehaltsstufen ihre gesamte Dienstzeit in Anrechnung zu bringen/ Einschaltung eines Artikels 7a: bie Auszablung des Gesamtgehaltes der Lehrer und Lehrermnn, in allen lanbgemeinben geschieht durch die Staatskasse, welche die von den Gemeinden zu leistenden Beitrüge zu den Besoldung« 2"^n Antrag des Abgeordneten Backes dahingehend, Groß« herzogliche Regierung zu ersuchen, an geeigneter Stelle dahin zu wirke, daß den Haltestellen-Aufsehern der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft auf den Stationen Stockstadt a. Rh., Wolsskehlen, Weiterstadt, Worte „und zwar" bis Bei der Zweiten Kammer der Stünde sind eingegangen: I. Ein Antrag des Abgeordneten Backes zum Gesetzentwurf, betreffend die Gehalte der Bolksschullehrer folgenden Wortlauts: Ich beantrage: Artikel 1 Absatz 1 erhält folgende Fassung: „bie definitiv angestellten Lehrer an Volksschulen haben - " — Gehalt von 1100 Mk. . OliedE^de ^n,p''HU e JPareib Wp- ® e .Asse haben d wtcn 2 ° W zeigt voi sind keine Feuemas! ^tin.27. ö-nu' gsa schm Heeres, die MN Uten will, roirb W Berlin, 2/. W eines M des verflossenen Mhu mkivürdlgenMlchnst Mstmierter bester hm Gnädigster Herr Amm meine « W M nM M weil ich geMm, bv schuldig. Ich habe t And entfernt, wege besoffen gewesen und jc> ich als redlicher M mit ansehen, denn Jh wollen doch keinen Bi unschuldig leidet, im besoffen. Ich habe 17 schuldig geschmachtet, । gefallen, und es ein löt Artikel 2 Absatz 2, Satz handelt"; eventuell folgende Faffung: „und zwar mit Unterscheidung, ob eS sich um eine Wohnung für einen Lehrer mit eigenem Hausstande oder um eine Wohnung für einen Lehrer ohne solchen handelt". Artikel 2 Absatz 2 letzter Satz in folgender Fassung: Im Falle des Widerspruchs des Gemeindevorstandes oder der beteiligten Lehrer entscheidet der «re,San-schuß und m der Rekursinstanz der Provinzialausschuß, bezw. baß Ministerium, Abteilung für Schulangelegenheiten." Zu Artikel 5 : an Stelle des vorletzten Absatzes des Artikels 7 tritt D-rnh"^ wil f'“”. vorüber. Das folgende besorgen andere, ob es nun Be-l erdigung oder Verbrennung ist. Für den Auferstehungsglauben ist die Verbrennung keineswegs störend. Werden doch auch Ueberreste von von Bränden verzehrten Menschen ÜÄbcr Hoffnung der Auferstehung beigesetzt. Es werden aber in der Angelegenheit noch ganz andere Anstande kommen. In den Krematorien selbst sind Raume zur Abhaltung von Leichenfeiern — diese sollen offenbar nicht benutzt werden, obwohl sie gewiß würdig ausgestattet sind. Ferner: Wie steht es mit der Begleitung der Leiche vom Sterbehause nach der Leichenhalle, wo die ^dacht statthaben soll? wie mit dem Geläute, wo es noch üblich ist ? Ich habe Geistliche behaupten hören, sie dürften, wie sie die Freiheit hätten, die Beteiligung zu verweigern, auch das Geläute verweigern. Dadurch aber werde der Verstorbene geradezu geächtet. Wie mancher sogenannte Christ aber wird mit Sang und Klang beerdigt, der seiner Kirche nicht im geringsten Ehre gemacht hat. Es steht fest, die Verfügung der Kirchenbehörde ist sehr gut gemeint, auch im Sinne der Mehrzahl der Geistlichen — aber sie leidet an dem Vorwurf der Halbheit. Hier gilt es nur ein entweder — oder. Schon die Gewißheit, daß die Leichenverbrennung nie allgemein werden wird, allein des Kostenpunktes halber, und die That- sache, daß in solchen Dingen Druck Gegendruck erzeugt, hätte dazu führen sollen, den Geistlichen die Beteiligung in fraglicher Sache mindestens nicht zu verwehren. Die katholische Kirche hat es an Klarheit wenigstens nicht fehlen lassen, als sie ihren Geistlichen die Beteiligung verbot. — 4.— 6. 1200 7.- 9. ff • 1400 10.- -12. ff H 1600 13.- -15. ff n 1800 16.- -18. ff n 2000 19.- -21. ff w 2200 22.- -24. ff w 2400 25.- -27. ff n 2600 vom 28. ■ an ff ■ 2800 i trägt, dessen den Namenszug J. von Liebig nur uns von unserem rühmten Mitbegründer und langjährigen wissenschaftlichen Leiter verliehen worden ist. Cotngagnie Liebig •75 MU einen grundgütigen König und Herrn. Nun da sie mich! also gedehmütigt sind die auf das' Kriminal noch nicht kontent, nein sie diktieren mich nod) vor mein unschuldiges Leiden von wegen der gestohlenen Band dreißig Stück Hiebe und der Affendarius meint, ich werde sie entblößt auf die Maschine erhalten, dies ist mich zu viel! und verlange ich garnichts, wie mich bei meiner Unschuldigkeit auch zukömmt. Dero Exzellenz geht also meine Bitte von wegen Ew. königlichen Majestät Gnade zufließend mich zu beehren, und mir von allen Spitzbübereien frei zu helfen, wie mein gnädigster Herr König und Herr Kriminal audj an anderen Kanaillen verübt haben. In Verantwortung Einer hochlöblichen Behörde verbleibe ich aus verehrungswürdigen Respekt Jhro Majestät allertiefster Diener und Pantoffelmachergeselle Liebenau. Berlin den 8. März 1810. Liebig’s Fleisch-Extrakt wird aus bestem Ochsenfleisch nach dem Verfahren hergestellt, welches der grosse Chemiker Justus von Liebig für unsere Fabrikation ausgearbeitet hat. Liebig’s Fleisch-Extrakt wird wegen seines grossartigen Erfolges jetzt vielfach durch Surrogate und minderwertige Fleisch-Extrakte zu ersetzen versucht. Die sogenannten Suppenwürzen werden nicht aus Fleisch bereitet, sie geben folglich nicht Fleischbrühe, wie Liebig s Fleisch-Eztrakt, und können zur Fleischbrühe nur als Zuthat, als Ersatz für Suppenkraut, Gewürz und Salz dienen. Die unter allerhand Phantasienamen neuerdings angepriesenen Fleisch-Extrakte, welche angeblich sämtliche Nährstoffe des Fleisches enthalten sollen, sind im geraden Gegensatz zu dieser Reklamebehauptung mit viel Kochsalz und Wasser verdünnte, dann mit etwas (chemisch zersetzter) Eiweisssubstanz wieder dick gemachte Präparate, welche nur wenig über 50 Prozent Fleisch-Extrakt, und zwar ungenannten Ursprungs, enthalten. Liebig’s Fleisch-Extrakt ist von solchen Surrogaten leicht zu unterscheiden, da es allein Auszug aus den Kirchenbücher« ter Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. JobanneSarmetnde. Den 21. Januar. Dem Taglöhner Pettr Schneider e n Sohn, Ludwig Ricdard, geboren den 29. Oktober 1899. Denselben. Dem Bautechntker Karl Wehrum ein Sohn, Karl Ludwig, g-boren den 1. Januar. Mtlltärgemeinde. Dm 21. Januar. Dem Sergeanün Karl Heinrich Jockel d* Sohn, Kart Ludw'g Konrad August, geboren den 17. Dezember 1899. Den 23. Januar. Dem Leutnant Otto Btermann ein Sohn, Adols Karl Gisbert Günther, geboren den 6. November 1899. Beerdigte. MatthäuSgrmeindk Den 23. Jannar. Margareie Hauck, Privattn, 84 Jahre alt, fiarb den 20 Jannar. Den 26. Jvnuar. Johannes Lipprrt, Weißbinder, 60 Jahre alt, fiarb den 24. Januar. LukaSgemetnbe. Den 26. Januar. Josef Haggenmüller, Lokomotivführer i. P.. 76 Jahre alt, starb den 24. Januar. JohanneSgemeind«. Den 24. Januar. Karoline Preim, geborene Drohne, Schauspielerin, Witwe des Schauspielers Ehristtan Pietm, 58 Jahre alt, starb dm 21. Jannar. iti'tinj? Theater. Welches Werk von Richard Wagner halten Sie für das beste? Auf diese Rundfrage, die Hugo Tornicich in Triest hat ergehen lassen, hat er sechszig Antworten bekannter Musiker und Musikschriftsteller erhalten und diese jetzt in einem Buch mit obigem Titel veröffentlicht. (Triest, Earl Schmidt.) Mit überwältigender Mehrheit haben sich die verschiedenen Richtungen angehörigen Befragten für die „Meistersinger" erklärt. Dies Ergebnis wird wohl vielfach, namentlich unter den Laien, überraschen. An zweiter Stelle in der Abstimmung kommt „Tristan und Isolde", die wiederholt mit den „Meistersingern" zusammen gewählt wird. Nur ganz vereinzelt werden „Lohengrin" und „Tannhäuser" genannt. So schreibt z. B. Weingartner: „Von den Jugendwerken der „Tannhäuser", von den späteren die „Meistersinger". Der „Ring des Nibelungen" und von ihm die „Walküre", die das Publikum im Theaterbesuch zweifellos bevorzugt, hat bei dieser Konkurrenz nur gar wenige Stimmen auf sich vereinigt, darunter namentlich diejenigen der Italiener. eidenstoffe, Sammle von Elten & Keussen und Velvets M« ecti. unser MustersorttmuU. Gft i« HtL dir gegenwärtig in Qthört btt MW mW« to*® kbhiittt BttW '»*' scht reges Leben M uigkeiten vo° W unteren Lesern dar 'n n igem Undenheim, Gau-Bickelheim, Wahlheim, Kettenheim, Kempten Hohen- Tülzen und Dornheim die Rechte in Bezug aufStellung und G halt Sieber zuerkannt werden, welche sie vor Inkrafttreten ^ Betr.ebsge- meinschaft bereits erworben haben, wie auch dahm zu wirken, event. »ernten »u !onn«n rtnelm Backes dahmg-h-nd. Gr°b- , .9 an geeigneter stelle dahm zu wirken, ,u «in. GA-w-rladest-lle möglichst bald "richtet werde pensionierten Beamten, betreffend ihre - 5 Vorstellung der staatlich bestätigten Sffenb ihre Besoldungsverhältnffse. - 6. V o r st e l l u n g Forfiwane, bet N »rjeb6erg, betreffend die Verunreinigung der Ufa. —" 7^"?Erstellung des Gendarmeriewachtmeifter i. P Delp in Gernsheim bett, seine Pensionserhöhung^• Vermischtes. ♦ Quedlinburg, 27. Januar. Auf, in den Kampf! Um stck) und den ihrigen eine aufregende Ab- jchiedsszene zu ersparen, haben sich in aller Stille ein hiesiger Bäcker- und ein Sck)iniedelehrling auf den Weg begeben. Der Bäckerlehrling that noch ein Uebriges und erleichterte die Kasse seines Vaters um 500 Mark. Um bei ihrer Ankunft auf dem Felde der Ehre sofort in Aktion treten zu können, haben die Beiden ein Jagdgewehr mitgenommen. Das zeigt von Kenntnis der Sachlage, denn Jagdgewehre sind keine Kontrebande, so daß eine Beschlagnahme der Feuerwaffe seitens der Engländer ausgeschlossen ist. * Berlin, 27. Januar. Die alten Fahnen der Zeughaussammlungen sind im Laufe der Zeit stark brüchig geworden. Man beabsichtigt daher, sie nach Möglichst it tvieder herzustellen. Es,handelt sich im Ganzen um 1070 Fahnen; die Wiederherstellung dieser eindrucksvollsten und denkwürdigsten Ruhmeszeichen des brandenburgisch-preußischen Heeres, die man vor dem gänzlichen Zerfall be- wahren will, wird wohl vier Jahre in Anspruch nehmen. Berlin, 27. Januar. Aus hinterlassenen Papieren eines hohen preußischen Justizbeamten aus dem Anfang des verflossenen Jahrhunderts wird die Abschrift folgender merkwürdigen Bittschrift zur Verfügung gestellt: „Wohl- ofsektionierter bester Herr König und Stadtgerichtsdirektor, Gnädigster Herr Kriminal'. Ihre Exzellenz werden mich meine allergnädigste Bitte gewiß nicht abschlüglich ab- schlagen; denn ich bin der Pantoffelmachcrgeselle Liebenau. Ich bin um nichts und wieder nichts ins Loch gestochen, meil ich gestohlen, dies ist aber nicht wahr, da ich unschuldig. Ich habe von dem Posamentier Sasse 6 Ellen Band entfernt, wegen Betrunkenheit, weil ich jener Zeit besoffen gewesen und mich nicht mächtig. Diesen Diebstahl, so ich als redlicher Mann unternommen, kann ich wohl so mit ansehen, denn Ihre Majestät der Herr RegierungHrat wollen doch keinen Bürger in der Not zu Nahe treten, der unschuldig leidet, und aus Versehen gestohlen, weil er besoffen. Ich habe 17 Tage in dem mörderlichen Loche unschuldig geschmachtet, das mich das Fleisch von den Rippen gefallen, und es ein Hund hätte rühren müssen; geschweige Gerichtssaal. Marburg, 27. Januar.' Eine besonders für Waidmänner interessante Verhandlung beschäftigte gestern das hiesige Landgericht. In der Gegend von Falkenberg liegen die sehr wildreichen, ca 1100 Acker großen, früher von Alvensleben'schen Waldungen, die jetzt einem Herrn W. aus Caffel gehören. In des letzteren Diensten steht nun ein Jagdaufseher, und dieser hatte sich gestern morgen wegen Jadvergehens zu verantworten. Der Sach- Verhalt ist folgender: Am 4. August verfolgte der Jagdaufseher in seinem Jagdrevier einen angeschossenen starken Rehbock, der aber plötzlich wechselte und in das Nashäuser Jagdrevier lief. Ersterer achtete dies nickt und folgte nack, befand sick aber plötzlich dem nachbarlichen Jagdpäckter, einem Dr. K. aus Caffel, gegenüber. Letzterer machte ibn auf seinen Fehler aufmerksam und nahm ihm das Gewehr. Am anderen Morgen suchte ein von dem Jagdpächter beauftragter Mann aus NaShausen nach dem Rehbock. Hierbei traf er den Jagdaufseher, der daS Tier auf dem Rücken hatte und ge- mütlick durch das ,hm am Tage vorher verwiesene Gebiet ging. Der Ja gdaufseher wurde angezeigt und vom Schöffengericht in Homberg zu vierzehn Tagen Gefängnis verurteilt. Außerdem beschlagnahmte das Gericht das Gewehr. In der heutigen Berufungsinstanz bewilligte man ihm die Zurückgabe der Schießwaffe, im übrigen blieb es jedoch bei dem ersten Urteil. - ob -z Ehrten Werden Mere 2^« i> ,n|ta»e en ,Si“r U, 6 der W ' Noch ühlirf. - "gern, auch »ä'nannte " '“«er Kirche 8tz bnte allgemein wer- LsL di- t toenigften; nicht " d>- SeteiligiJj Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vem Ä7. Januar- Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult. Januar 0.40%, do. per ult. Februar 1.80%, do. per ult. März 8 %, Diskonto Kommandit per ult. Jan. 0.40%, do. per. ult. Febr. 1.60%, do. per ult. März 2.70J/o* Lombarden per ult. Jan. 0.35%» do. per ult. Febr. 0,75%. Notierungen: Kreditaktien 234.10-000, Diskonto-Komman- dit 193.50-90-00, Staatsbahn 136.00-00, Gotthard 141.60, Lombarden 28.10-00-00, Ungar. Goldrente 99.45, Italiener 94 10, 3proz. Mexikaner 26.30-00, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 3%—3%% 1% bis 2% Uhr: Kredit 234.10-00, Diskonto 193 70- 194.10, Staatsbahn 136.00, Lombarden 28.10. Sietze«, 27. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.70-0.85, Hühnereier per St. 8—9 4, 2 St. 00-00 H, Enteneier 1 St. 0—0 Gänse- eiet per St. 6—00 H, Käse 1 St. 5—8 Käsematte 2 St. 5—6 4, Erbsen per Liter 20 4, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar X 0.00—1.1 0, Hühner per St. X 1.00—1.20, Hahnen per Stück X 1 20—2.00, Enten per St. X 2.00—2.40, Gänse per Pfund X 0.50—0.60, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 60—72 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—60 H, Kartoffeln per 100 Kilo 3.90 6iB 4.50 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 6.50—7.00, Milch per Liter 16 H. Zur Aufklärung! P " >vf3Q pj *41 Liebig’s Fleisch-Extrakt ist reine konzentrierteste Fleischbrühe^ welche alle Bestandteile einer solchen rein und unverändert enthält. 54 BoMtSe ' ' 1400 , ' 1600 , ' ' 1800 , ' " M ' r 1200 « ' " 2400 ff ■ * 2600 . ' * 2800 ff W®-* _ . anbeten ie w nb8* per Pfd. 14, 17, 25, 30 Pfg. per Pfd 14, 18, 22 D Aug. 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Dresdener . . Mitteldt. . . . Nationalbk. . . Oest.Cred.-Aci. hbrtrit.fctiti Kleyer Fahrrad Henninger Brauerei. . Farbw. Höchst. Nordd. Lloyd . Bochumer Guß Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. Tours 2O./l.| 94.70 93.80 99*.— 98.50 164.65 168.45 144.40 208.— 112.95 193.50 162.90 114.70 146 2b 234 — 192.80 139.— 390.10 123.90 264.80 193.60 205.50 t vom 27./1. 94.50 93.50 99*— 98.— 155.— 168.- 144.90 208.10 112.90 193.90 163.40 116.40 146 50 234 10 200.— 137.- 389.50 123.50 266.70 197.— 208.50 I 4 4 5 37. 3 4 5 3 27, 8 Ber. Königs- u. Laura . . . Siskvü.')ltirs. Oest. Staatsb. do. Sudbahn Gotthardbahn. Jura«Simplon Princ Henry . in Procentc». Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Regul. Cöln-Minden. Madrider. . . Mein. Th. 100 Gefiert, o. 1860 Oldenb.TH.40 Raab-Grazer . Türk. sts. 400 per Stück ta Mk. Ansbacher st. 7 Augsburg, st. 7 Brschw.Thlr20 Freiburg, fs.10 Malländ.fS.10 Meininger fl. 7 Pappenh. fl. 7 Venediger L. 80 Tonrks 20. 1 | 259.50 136.75 28.— 147.90 113*70 143.90 130*— 135.50 41.80 134.— 141.50 99.55 122.60 41.50 25 60 133 95 24.10 13.10 24.— 24.20 23.20 t 000 27 1. 261 Tiy 136.- 27 80 141 60 113 80- 143.8b 130 89 134 70 41 59 134- 141 — 128 75 121.80 42,60 26.70 133.70 24.50 13 20 25- 23- V Torrese vom 1 Tovrss vom i p» •xmrft vom Z L 20./1 I 27./1. 20./1.I 27./1. 20./1. 27./1. Stuiiftfim. 4 8 Ung. Goldrte.. do. Anl. 99.35 82.— 99.45 81.90 tifnl.'lrinii. Dimtsch«. 4 L,Atsch«. 98.75 99.10 4 do.Staatsrte. 95.05 95.05 4 Hess. Ludwigs- »Ve D. Reichs.Anl. 4'/, do.E.B.Gold bahn v. 68/69 —.— 4 8 do...... 89.05 89.00 v. 89 . . . . 101.40 100.50 4 do. v. 75/78 . —.- 81/, Preuß ConsolS 98.80 98.95 6 Arg. inn. Anl. 85.60 —.— 4 Allg.dt.Kleinb. 98.20 98.05 4 8 do...... 89.05 88,95 47, do. äuh. v. 88 73.50 78.20 miiiMif»«. 37, 87, Badische oL86 —. — —.— 6 ChinefischeAnl. 98.20 98.40 4 Elisab.-B.strfr. 100.05 100.20 4 87, Bayr.St.-Obl. 96.95 96.75 4 Egypt. unific. . Mexico v. 99 . 106.65 106.00 4 Kaschau-Oder- 37. 4 a.Heff-Sl.-Obl. —.— —.— 6 97.65 99.«0 bergcr v. 91 _ — 87» do...... 96.50 96.50 6 do. Ser. I-III 41.80 42.00 4 Lombarden. . —.— —.— 87, 8 do...... 86.10 86.10 3 do. Silber. . 26.45 26.70 3 do...... 71.70 71.60 4 »7 Württemberg. —•— 97.90 4 Oest. Staatsb. 99.75 99.80 6 * ■liaufclfd)«. Griech.E.B.v. 4 37« 87. 87, 4 87, 4 Darmstädter . 1 1 1 I 1 I 1 I 3 3 do. i-vin . do. v. 85 . . 85*86 89.70 85 20 4 87, 4 1890 .... Griech.Monop. 39.26 39.70 Gießener (alte) 93 50 1 1 ' f 1 3 3 do. Erg.-Retz Prag-Dux 96 . 87.75 78.20 87.60 78.25 37 5 8 Italiener Rte. do...... 1 1 \ ! 58.40 Mainzer . . . —.— 100.80 3 Raab-Oedenb. (alte) . . . 76 30 76.- 4 4 4 47b Oest. Goldrte.. Oest. Silberrte. 100.40 99.10 100.80 98.80 Offenbacher. . Wormser . . . — 1 1 ’ s 1 3 4 do. v. 97 . . Rudolf Gold . 72.60 100 50 72.70 100.30 37 47» Portug. Staat 36.60 36.00 87, 4 3 Jtal. gar.E.B. 68.15 58.00 37 B 6 do...... Rum. am. Rte. 23.95 95.95 95 30 Lissaboner . . Rom n—vni 68 — 95 20 69.10 95.15 so Lioorneser . . Sicil. v. 91 . 61.30 96.40 61.10 96.60 4 87 4 Ruffen v. 80 . 99.30 100.10 47, Buenos - Aires 76.50 5 ToScanier . . 97.35 9 Löb 87, Schweden v 80 97 — 97.10 x h 4 Ruff. Südost . --. —— 98.25 -4 Serben v. 95 . 61.20 62.15 4 do. Südwest 100.10 j Spanier . . . — — -- — 4 S.-Braunf.. . — —.— 4 Rjäsan > UralSk 98.30 98.40 4 6 i Türk.Zoll-Obl. ; do connXit.C. 100.10 100.46 87 do...... —.— 93.56 4 Wladikawkas . 98.40 98.50 37 1 26.40 26.26 37 do. Lich . . . —,— 5 Anatolier. . . 99.60 102.10 31/ 1 do. Lit.D. —.— —.— 37 1 Vfnbg.-Bierst. I 86.86 89 50|3 Salon.-Mon. 58.— 68.20