Nr 228 GMes Blatt- Samstag den 29. September 15V. Jahrgang LBtz-O Gießener Anzeiger General-Anzeiger Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen deS In« und Auslände- nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegei. Zcilcnpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamitienotätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für heff. Volkskunde" wöchtl. 4 mal beigelegt. Mezugsprcis vierteljährl. Mk. 2,20 nionatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn,' durch die Abholestellen vierteljährl. Ml. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den -folgonden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Aintr* und Anzergsblatt für den Kreis Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblatter, Der hessische Sandwich Klätter für hefßfche DolKsKun-e. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Heil. Bekanntmachung. Betr.: Maul« und Klauenseuche. In Lich ist in einem Gehöfte die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftesperre verfügt worden. Gießen, den 28. September 1900. Großherzogliches Kreis amt Gießen. __________________v. Bechtold.__________________ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Ringelshausen. Mittwoch, 3. Oktober l. Js. findet die Ueberweisung der neuen Grundstücke und die Versteigerung der Massegrundstücke an Ort und Stelle statt. Zusammenkunft vormittags 9*/, Uhr am Hofgut Ringelshausen, woselbst auch die Versteigerungsbedingungen bekannt gegeben werden. Die Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedingungen: 1. Meliorationsarbeiten können auf den überwiesenen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden. 2. Eigentumsveränderungen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen und Gruben und dergleichen innerhalb der Zeit der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden, müssen die neuen Eigentümer dulden. Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet, bezw. zugeschrieben. 3. Wegen Aberntung der Feldfrüchte sind die Fristen maßgebend, welche beim Ueberweisungstermin verkündet werden. Friedberg, 26. September 1900. Der Großh. BereinigungSkommiffär. Süffert, Regierungsrat. Bekanntmachung. Kiel, 14. April 1900. Wilhelmshaven, 20. April 1900. Im Herbst 1901 wird eine größere Anzahl tropendienstfähiger Dreijährig-Freiwilliger für die Besatzung von Kiautschou zur Einstellung gelangen. Ausreise: Frühjahr 19018. — Heimreise: Frühjahr 5904. Bauhandwerker (Maurer, Zimmerleute, Dachdecker, Tischler, Glaser, Töpfer, Maler, Klempner u. s. w.) und andere Handwerker (Schuhmacher, Schneider usw.) werden bei der Einstellung bevorzugt. Die Mannschaften erhalten in Kiautschou neben der Löhnung und Verpflegung eine Teuerungszulage. Bewerber, von kräftigem und mindestens 1,67 Meter großem Körperbau, welche vor dem 1. Oktober 1882 geboren sind, haben ihr Einstellungsgesuch mit einem auf dreijährigen Dienst lautenden Meldeschein entweder: dem I. Seebataillon in Kiel: zum Diensteintritt L für das III. Seebataillon, sder bemrJ.1, Seebataillon in Wilhelmshaven: zum Diensteintritt für das III. Seebataillon und die Marmefeldbatterie, sder der III. Matroseuartillerie-Abtettuug in Lehe: jntn Diensteintritt für das Matrofenartillerie- Detachement Kiautschou (Küstenartillerie) bis spätestens Ende Februar 1901 einzusenden. Kaiserliche Inspektion Kaiserliche Inspektion der Marineinfanterie. der Marineartillerie. Bekanntmachung? Die Inspektion der Jnfanteriefchulen hat für die diesjährige Herbsteinstellung noch einen erheblichen Bedarf an Unteroffizierschülern und Unterosfiziervorschülern. Junge Leute, welche in eine Unteroffizierschule, bezw. -Vorschule ausgenommen zu werden wünschen, wollen sich alsbald bei dem Bezirks-Kommando in Gießen, Selters- weg 55, persönlich melden. Bei der Anmeldung zu einer Unteroffiziervorschule hat der gesetzliche Vertreter des sich Meldenden (Vater, Mutter oder Vormund) ebenfalls zu erscheinen. Zur Anmeldung find folgende Papiere erforderlich: 1. Konfirmationsschein, bezw. Ausweis über den Empfang der ersten Kommunion; 2. etwa vorhandene Schulzeugviffe; 3. eine amtliche Bescheinigung über die bisherige Beschäf- tigungsweise, über früher überstandene Krankheiten und etwaige erbliche Belastung. Außerdem noch für Uuteroffizierschuleu: einen von dem Zivil-Vorsitzenden der Ersatz-Kommission deS betreffenden Aushebungsbezirks ausgestellten Meldeschein; für Uuteroffiziervorschuleu: 1. ein Geburtszeugnis, 2. ein UubescholtenheitSzeugniS der Polizeiobrigkeit. Der in eine Unteroffizierschule Einzuftellende muß mindestens 17 Jahre alt sein, darf aber das 20. Jahr noch nicht vollendet haben, während der in eine Unteroffiziervorschule Aufzunehmende in der Regel nicht unter 15, aber nicht über 16 Jahre alt sein darf. Gießen, den 14. September 1900. Großherzogliches Bezirks-Kommando Gießen. Detring. Der Diküfloertros im bürgerlichen Gesetzbuch. Ueber die Bestimmungen des neuen Rechts über den Dienstvertrag herrschen noch viele Unklarheiten. Wenn auch das neue Recht gar nicht so viel neues auf diesem Gebiete bringt, so regelt es doch viele Punkte 'ausdrücklich, die im alten Recht ihre Regelung durchs die Rechtsprechung gefunden hatten. Deshalb scheint es auf den ersten Mick, als ob das bürgerliche Gesetzbuch weit mehr Neuerungen |ent» hält, als thatsächlich der Fall ist. Dies gilt besonders von den sogenannten sozialpolitischen Vorschriften des neuen Rechts, die der Bevölkerung mancherlei Kopfzerbrechen zu machen scheinen, trotzdem sie im wesentlichen nicht viel weiter gehen, als unsere frühere Rechtsprechung. Darnach hat der Dienstherr unter gewissen Voraussetzungen im Falle der Erkrankung die erforderliche Aiä <öü( bet den forf Hast irget stand behör « Manu Teilno ich N dal Wi um befi für amt miet an j feierk fe ft, war. ; der boi Ntene $oti< kirtnf predig, fonem Schi 1° 3al sprach Mission Wn W im h Nu ®ebet SeHast »4 3u ehi Bürger, Arrilich ^rde b K K Schul- inzuge in grosser Auswahl! Markus Bauer. Ä Giessen, Kirchenplatz 11. in dem Händeklatschen der Negervölker eine Grunbernpfin- pung der Heiterkeit und des Behagens herausfühlen und so eine Verbindung mit unserem Klatschen herstellen zu können, das bekanntlich außer Zum Beifall, auch zur Begrüßung dient. So werden beliebte Künstler bei ihrem Erscheinen ckrf der Bühne oder im Konzertsaale durch Klatschen begrüßt. Dieselbe Aufmerksamkeit wird beliebten Rednern in Versammlungen erwiesen. daß der Kaiser die Barttracht, in der ihn die meisten Bilder zeigen, nicht beibehalten. Er trägt den Schnurrbart zur Seite gebürstet." ♦ München, 26. September. Der Schenkkellner Matthäus Redl von hier war wegen Betrugsversuchs in Anklagezustand versetzt worden, weil er als Schenkkellner der Bude 6 während des vorjährigen Oktoberfestes wahrscheinlich in vielen, nachweisbar aber wenigstens in zwei Fällen an Gäste statt einer Maß nur eine Halbe, bezw. li/3 Quart Bier abgegeben hatte. Bei der betreffenden Verhandlung stellte sich heraus, daß die Pächter der von der Volksbrauerei errichteten Bude Nr. 6 vertragsmäßig das Bier an das Publikum um 25 Psg. pro Liter abgeben, der Brauerei dagegen 2 7 Psg. pro Liter zahlen mußten, sodaß sie überhaupt nur dann auf ihre Rechnung kommen konnten, wenn das Publikum durch fortwährendes schlechtes Einschenken geschädigt wurde. Das Schöffengericht München I sprach den Angeklagten frei, da kein voller BsweiS dafür erbracht sei, daß Redl absichtlich schlecht eingeschenkt habe. Redl hatte nämlich geltend gemacht, das Bier habe sehr stark getrieben und das Einschenken habe wegen des großen Andranges des Publikums sehr rasch vor sich gehen müssen. — Aus die amtSanwaltschaftliche B unk. b. 1907 ,-B. unk. b. 1904 Die Mischungen von Kaiser’® langjähriger Erfahrung 6844] Gesucht eine ältere, unabhängige Lauffrau oder Mädchen für 1 bis 2 Std. nachmittags. 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