Sonntag den 29. Juli 1900 Nr- 175 Erstes Blatt. OrfOtNt UgM MÜ tuJ«0«K HS Di« Otefrwr »emHitelfttter mtrH* Hm »«jeiger tat *ttr e. glätter ,Sr H. «»ittkundc- 4 Ml Msdeot Alle Lnzeigen-Bermitttuug-stellen de- In- un> ÄuilenHfc nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger mtgcye, ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., au-wLrtS 20 Pfg. ZSezugspretL vierteljährl. Mk. SM monatlich 76 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestele» vierteljährl. Ml. IM monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 virrteljähÄ. mit Bestellgeld. »««ahm« H« Anzeigen zu der nnchmittagS für He ^«eHn Ang «scheinenden Nummer W Benn. W W- «dcheLenge» fpätesten- M vorher. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- «nd Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. R-*e*äsn, eiHitiofi und ®rüder«: Nr. 7. Oratisbeilagr«: Gießener Familienblätter, Der heMhe Kandmirt, Klätter für hePfche UMsKmtde. Adresse für Depeschen: Anzeiger chtetzmi Fernsprecher Nr. 5L Amtlicher Teil- Gießen, den 25. Juli 1900. Bett.: Ermittelung der landwirtschaftlichen Bodenbenutzung im Deutschen Reich. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen e* Me Grosth. Bürgermeistereien des »reise-. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Verfügung vom 18. Juni d. IS. (Gießener Anzeiger Nr. 143) noch im Rückstände sind, werden hieran wiederholt mit Frist von 5 Tagen erinnert. ____________________v. Bechtold.____________________ Bekanntmachung. Zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche wird die Abhaltung des aus den 1. August d. Js. in Wetzlar anstehenden Vtehmarktes an die Bedingungen geknüpft, welche durch meine, den Markt zu Leun betreffende Bekanntmachung in Nr. 168 des diesjährigen KreiSblattS veröffentlicht worden find. Aus der Provinz Oberhessen des Großherzogtums Hessen und dem preußischen Kreise Biedenkopf dürfen Rindvieh, Schweine und Schafe nicht aufgetrieben werden. Wetzlar, den 24. Juli 1900. ______________Der Landratsamtsverwalter.______________ Gießen, 26. Juli 1900. Betr.: Definitorialprüsung der Schulamts-Aspiranten und -Aspirantinnen im Herbst 1900. Die Großh. Kreis-Schulcommissiou Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Bon nachstehender Bekanntmachung der obersten Schulbehörde geben wir Ihnen zur Bedeutung der Jnteresienten Kenntnis. v. Bechtold. ;,;Z' Bekanntmachung. Die diesjährige zweite Definitorialprüsung der Schulamts Aspiranten nud -Aspirantinnen soll Montag, den SS. Oktober, vormittags 8 Uhr, in der Aula des Ludwig Georgs-Gymnasiums (Karlsstraße Nr. 2) dahier beginnen. Unter Hinweis auf § 27 der Verordnung vom 10. Juni 1876, die Prüfungen für das Lehramt an den Volksschulen betreffend, werden diejenigen Schulamts-Aspiranten und -Aspirantinnen, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, aufgefordert, ihre an die unterzeichnete Behörde zu richtenden, mit Stempelmarken im Gesamtbeträge von 1 Mk. 50 Pfg. zu versehenden Gesuche nebst den erforderlichen Anlagen (Seminarabgangszeugnis, beziehungsweise Zeugnis der ersten Prüfung, Zeichnung und Probe» schrift) bis spätestens zum 2S. September bei der betreffenden Kreisschulkommission einzureichen, welche die Gesuche weiterbesördern wird. Alle diejenigen Prüflinge, welche nicht ausdrücklich von der Prüfung zurückgewiesen oder durch besondere Zuschrift der unterzeichneten Behörde aus einen späteren Termin zu derselben einberufen werden, haben sich zu der am Anfang dieser Bekanntmachung bemerkten Zeit dahier zur Prüfung einzufinden. Die Großherzoglichen Kreisschulkommisfionen und die OrtSschulvorstände wollen die Schulamtsaspiranten u. s. w. von dieser Bekanntmachung in Kenntnis setzen. Darmstadt, den 17. Juli 1900. Großherzogliches Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten. Dr. Eisenhuth __d e Beauclair. Gießen, den 26. Juli 1900. Betr.: Die im Art. 33 des Volksschulgesetzes vorgesehene „erweiterte Prüfung-. Die Großh. Kreisschulkommisfion Gießen an die Schulvorstände des KreiseS. Von nachstehender Bekanntmachung der obersten Schulbehörde geben wir Ihnen zur Bedeutung der Jnteressertten Kenntnis. v. Bechtold BekanutmachuuL. In Gemäßheit des Art. 33 des Volksschulgesetzes soll im Lause des Monats Dezember d. I. eine „erweiterte Prüfung" (Prüfung für Hauptlehrer und Lehrer an höheren Bürgerschulen) stattfinden. Unter Hinweis auf § 38 der Verordnung vom 10. Januar 1876, die Prüfungen für das Lehramt an Volksschulen betreffend, werden diejenigen Lehrer, welche fich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, ausgefordert, ihre an die unterzeichnete Ministerialabteilung zu richtenden Gesuche, nebst den erforderlichen Anlagen, bis spätestens zum 18. September d. I. bei der betreffenden Kreisschulkommisfion einzureichen. Den Examinanden wird besondere Verfügung darüber zugehen, ob sie zur Prüfung zugelaffen worden sind, an welchem Tage, und in welchem Lokale dieselbe stattfinden wird, sowie welche Ausgabe sie zu behandeln haben (§ 39 der PrüsungSordnung). Die Großherzoglichen Kreisschulkommissionen und die OrtSschulvorstände wollen die Lehrer von dieser Bekanntmachung in geeigneter Weise in Kenntnis setzen. Darmstadt, 16. Juli 1900. Großherzogliches Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten. In Vertretung: Best. de Beauclair. Bekanntmachung. Betreffend: Die Mgabe der Vermögenssteuer-Erklärungen zum Zwecke der Veranlagung für das Steuerjahr 1901/02. Nach Artikel 19 des Gesetzes die Vermögenssteuer betr., vom 12. August 1899 haben die von der Kommission für die Einkommensteuer erster Abteilung zu veranlagenden, ein jährliches Einkommen von 2600 Mark und mehr besitzenden Betriebsunternehmer (Personen, die Land- und Forstwirtschaft oder ein Gewerbe betreiben), die zum ersten Male mit Anlage- und Betriebskapital zur Vermögenssteuer veranlagt werden, eine schriftliche Erklärung über das im land- und forstwirtschaftlichen oder gewerblichen Unternehmen verwendete Anlage- und Betriebskapital und die es belastenden Schulden abzugeben. Ferner sind nach Art. 25 desselben Gesetzes diejenigen, deren sonstiges Vermögen (Kapitalvermögen usw.) nach Abzug der darauf lastenden Schulden einen Wert von 3000 Mark und mehr hat, zur Abgabe einer schriftlichen Erklärung über dieses Vernrögen verpflichtet. Zu diesen Erklärungen sind die vom Gr. Ministerium der Finanzen festgesetztenFormularien zu verwenden; dieselben sind je nach der Wahl der Steuerpflichtigen offen oder verschlossen spätestens bis zum 31. Juli d. I, ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnorts oder auch unmittelbar bei dem betreffenden Steuerkommissariat abzuliefern. Den außerhalb des Großherzogtums wohnenden Steuerpflichtigen werden die Formularien zu den Steuererklärungen durch die betreffenden Steuerkommissariate zugesendet, an welche die abzugebenden Erklärungen innerhalb vier Wochen unmittelbar einzusenden sind. Nach Art. 32 des Gesetzes sind die Vermögenssteuererklärungen abzugeben: 1. für Minderjährige, für Abwesende, sowie für Personen, die aus anderen Gründen unter Vormundschaft oder Pflegschaft gestellt sind, von deren geschlichen Vertretern; 2. für Nachlaßmassen, die der Steuerpflicht unterliegen, von deren Verwaltern; 3. in allen anderen Fällen von dem Steuerpflichtigen selbst und zwar hinsichtlich seines eigenen Vermögens sowohl, als auch des Vermögens, das ihm nach Art. 10 des Gesetzes bei der Besteuerung zuzurechnen ist. Bei Abgabe dieser Erklärungen ist besonders zu beachten, daß Schulden und Lasten nur dann an dem rauhen Vermögen abgezogen werden können, wenn das Bestehen unddieHöhe dieserSchulden undLasten nachgewiesen wird. c Zwecks Herbeiführung einer zutreffenden Veranlagung des Grundvermögens, bezügliche dessen eine gesetzliche Verpflichtung zur Mgabe von Erklärungen nicht besteht, rst die Einreichung freiwilliger Erklärungen über dre Höhe, den Wert desselben und die es belastenden Schulden in eigenem Interesse des Steuerpflichtigen sehr wünschenswert, da hierdurch unter Umständen einer irrtümlichen Veranlagung und den hieraus erwachsenden Weiterungen vorgebeugt wird Anknüpfend an diese Mitteilungen richten wir an die hiernach, zur Mgabe von Vermögenssteuererklärungen Verpflichteten unserer Bezirke hiermit die Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zu dem angegebenen Termin an die betr. Bürgermeistereien oder direkt an uns gelangen zu lassen. Die bei den Bürgermeistereien einlaufenden Steuererklärungen werden, und zwar insoweit verschlossen, uneröffnet, an die Vorsitzenden der betr. Veranlagungskommissionen abgegeben werden. Die Formularien zu den Steuererklärungen, welchen ein Auszug aus dem Gesetz und der hierzu erlassenen Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnorts zu beziehen. Gießen, Grünberg, Hungen und Nidda, 29. Juni 1900. Die Großherzoglichen Steuerkommissariate I. E. I. E. Krug. Ulrich Frenz. Schmitt.______________ Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 goldener Ring, 1 Herrenuhr, 1 Damengürtel, 2 Handtücher und 1 Laterne. Zugeflogeu: 1 Brieftaube, 1 Kanarienvogel und 1 Papagei. Verloren: 1 Broche, 1 goldener Manschettenknops, 1 Portemonnaie mit Inhalt. Gießen, den 28. Juli 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen- Politische Tagesschau. Ein Tabak-Surrogat-Gesetz verlangt die „Schles. Ztg" Ein Einsender des Blattes äußert sich über die Nachricht, die Sachverständigen aus den Reihen der Tabakindusttiellen, von der Regierung um ihre Ansicht über die verschiedenen Vorschläge zur Aenderung der Zoll- und Steuersätze für Rohtabak und Tabakfabrikate befragt, hätten sich übereinsttmmend dahin ausgesprochen, daß sie keine Veränderung der bestehenden Sätze wünschte«. Er macht deshalb folgendeit Vorschlag. „Die Listen über Einfuhr und Ausfuhr von Roh- tabak und Tabakfabrikaten des Deutschen Reiches vom Jahre 1899 weisen nicht nur eine Verringerung, sondern auch einen auffallenden mehrjährigen Rückgang des Verbrauchs von Tabak und Tabakfabrikaten in Deutschland auf! Daß die Behörden darüber sich blos wundern und, nicht die wahren Gründe des Rückganges kennen, ist bedauerlich. Wir wollen das kaufmännische Geheimnis verraten : Es sind dies die wertlosen fermentierten! Surrogate, die aus Kirschblättern, Weichselblättern, Rübenblättern, Kartoffelblättern und einer großen Menge verschiedener Baumblätter, ferner aus Melilotenblüten (Steinklee), Rosenblättern (eingesalzen), Veilchenwurzelpulvern, Bärenklee, blauem Steinklee (letzterer riecht honigartig, ist süßlich und findet Verwendung für Schnupftabake und für Zigaretten aus Rübenblättern), sowie aus einer Menge Baum-, namentlich Fichtennadel-Extrakten (Abkochungen) u. s. w. bestehen, die zwar versteuert werden, deren Steuerbetrag sich aber so niedrig beziffert, daß derselbe gar nicht in Betracht kommen kann. Aus« diesen Surrogaten werden tausenderlei schlechte Zigarren und Schnupftabake verfertigt und als echte Tabakware beispiellos teurer verkauft. Das Publikum muß nicht wissen, wie Tabak riecht und schmeckt, es würde sonst nicht ganz wertlose fermentierte Baum- und Rübenblätter u. s. w. zu so hohen Preisen rauchen Daß unter diesen Verhältnissen den meisten Tabakindusttiellen nichts daran liegt, Zolländerungen zu beantragen, ist sehr erklärlich. Was unbedingt anzustteben wäre, ist, daß der Verkauf von Tabak und Tabakfabrikaten getrennt erfolgen müßte, und zwar a) ech te Ware, b) Ware aus Surrogaten." Die „Frkf. Ztg." bemerkt dazu: Wenn der Mann Recht hat, scheint man in Schlesien eine edle Tabakindusttie zu besitzen. Es wäre aber grausam, nur deshalb für das ganze Reich ein neues Gesetz zu machen. Genügt es nicht, wenn man den biedern Schlesiern Unterricht darin erteilt, „wie Tabak riecht und schmeckt?" Dann können sie ja Tabak und Kartoffelkraut selbst unterscheiden! Die „Braunschweiger Neuesten Nachrichten" bringen in ihrer am Mittwoch den 25. Juli erschienenen Nummer folgende Aufsehen erregende Nachricht: „In Hannover und in Gmunden spricht man augenblicklich viel von einer angeblich bevorstehenden Verlobung der zweiten Tochter des Herzogs von Cumberland mit einem de r Söhne des Prinzen Albrecht von Preußen. Für heute ist in Gmunden der Besuch des Herzogs von Sachsen-Altenburg angekündigt, in dessen Begleitung fich der Neffe des Herzogs, ein Sohn des Prinzen Albrecht von Preußen, Regent von Braunschwerg befindet. Der Herzog von Altenburg wird im Schloß des Herzogs von Cumberland, der Prinz dagegen im Palais der Kömam Marie von Hannover wohnen. Von Gmunden rerst der Herzog mit dem Sohne des Prinzen Albrecht drrekt nach Kamenz zum Vater des letzteren. Welcher Sohn unseres Regenten gemeint ift, geht aus der Meldung nicht hervor, die Tochter des Herzogs von Cumberland ist die 17 jährige Prinzeß Alexandra. Der Herzog von Altenburg wird bei der Gelegenheit auch der Ueberführuug der Leiche seiner Tochter, der verstorbenen Gemahlin des Prinzen Albrecht von Preußen, in das neuerbaute Mausoleum beiwohnen." Wenn die „Braunschw. N. N." nicht anerkanntermaßen die engsten Beziehungen zum Welfenhause unterhielten — war doch selbst ihr Chefredakteur bei den Hochzeitsfeierlich- keiten in Gmunden zugegen —, so würden wir Bedenken getragen haben, diese Mitteilungen wiederzugeben. Sollten sie sich bestätigen, so bedeutete ihre Erfüllung nicht mehr und nicht weniger als eine volle Aussöhnung zwischen den Hä usern der Hohenzollern und der Welfen. Eben wegen dieser Wichtigkeit bedarf die Nachricht vorerst noch der B e st ä t i g u n g. Deutsches Kelch. Berlin, 27. Juli. Der Kaiser und der Prinz und «die Prinzessin Heinrich besichtigten heute früh 8 Uhr in Bremerhaven die „Batavia" und die „Dresden" und begaben sich sodann wieder an Bord der „Hohenzollern". Um halb 10 Uhr besuchte die Kaiserin den Lloyddampfer „Dresden", während Prinz und Prinzessin Heinrich gleichzeitig dem Lloyddampser „Rl)ein" einen Besuch abstatteten. Dem ersten um 8 einviertel Uhr hier eingetroffenestt Militärzüge folgten bis dreiviertel 10 Uhr in kurzen Abständen, noch vier weitere Militärzüge. Wie die „N. Stett. Ztg." erfährt, hat das Hofmarschallamt dem Magistrat von S t e t t i n die Mitteilung zugehen lassen, daß der Kaiser die von der Stadt angebotene Oderfestfahrt, vorbehaltlich der Festsetzung des Tages, angenommen hat. — Kunhardt v. Schmidt, Gen.-Major und Kommandeur der 2. Kav.-Brig., v. Platen, Gen.-Major und Kommandeur der 10. Jnf.-Brig., und Frhr. v. Sell, Gen.- Major und Kommandant von Glatz, wurden in Genehmigung ihres Abschiedsgesuches mit Pension zur Disposition gestellt. Dem Gen.-Major Bahn, Inspekteur der technischen Institute der Art., wurde mit Pension der Abschied bewilligt. Generalleutnant Freiherr v. Bülow, der bisher mit der Führung des 7. Armeekorps beauftragt war, ist zum kommandierenden General befördert worden. — Im Architektenhause fand heute eine aus allen Teilen des Reiches zahlreich besuchte General-Versammlung des Vereins deutscher Zeitungs- Verleger statt, in der angesichts der noch immer st e i - gen den Papierpreise beschlossen wurde, zwecks Gründung der am 1. September in Berlin zu eröffnenden Paprer - Einkaufsstelle für die gesamte Deutsche Presse eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu bilden. Das erforderliche Kapital wurde in der Versammlung sofort durch Zeichnung aufgebracht. An die Spitze der Einkaufsstelle tritt als Syndikus ein bewährter Papier-Fachmann, Herr Rudolf Lehmann, der Direktor der bekannten Papier-Fabrik Ph. Knoeckel & Söhne in Neustadt an der Haardt. Der Syndikus wird auch bei Errichtung neuer Papier-Fabriken mitwirken und insbesondere auch dahin thätig sein, daß Fabriken, die Zeitungs-Rotations- und Format-Papier noch nicht Herstellen, diese Fabrikation demnächst aufnehmen. Ueber 600 deutsche Zeitungen, darunter die großen Blätter der Reichshauptstadt und der großen Provinzial-Hauptstädte haben ihren Bedarf bereits heute bei der Einkaufsstelle angemeldet. — Nach einer Blättermeldung aus New-York sollte der vollständige Text des Reziprozitäts-Abkommens zwischen Deutschland und der amerikanischen/ Union vorläufig noch nicht bekannt gegeben werden. Welcher Art die geheim gehaltenen Bestimmungen seien, könne (daher nicht gesagt werden, indessen dürfe die Vermutung nahe liegen, daß besondere Abmachungen über das Inkrafttreten der Fleischbeschau-Vorlage und über dre Au s sü h ru n g s b e sti m mu n g ge n derselben getroffen worden seien. Nach von den „Berl. N. N." an hiesiger amtlicher Stelle eingezogenen Erkundigungen rst über die Veröffentlichung des Abkommens noch kein end- giltiger Beschluß gefaßt. Bon geheim zu haltenden Bestimmungen der Uebereinkunft sei hier jedoch nichts bekannt. Ausland. London, 27. Juli. Die „Times" meldet aus Simla vom 26. Juli, daß die Genehmigung zur Aushebung von 3 neuen Regimentern eingeborener Infanterie für den Garnisondienst in den kolonialen Stationen wie Mauritius und Singapore von London eingetroffen sei. Amsterdam, 27. Juli. Gerüchte über eine dem- nächstige Verlobung der Königin von Holland glaubt das „Alg. Handelsblad" bestätigen zu können und fügt hinzu, daß die Königin selber an ihrem nächsten Geburtstage dem Volke den Namen des Bräutigams bekannt geben werde. „ . a.ris, 27. Juli. Der internationale Arbeiterschutzkongreh beendigte heute seine Verhand- lunaeu über den theoretischen Teil des Programms; er imrd sich morgen mit dem wichtigsten und letzten Punkte der Tagesordnung beschäftigen, nämlich mit der Grün- dung des ständigen internationalen Arbeiterschutzamtes. Die zu Beginn des Kongresses gewählte Spezialkommission 1S««MM»* heute abgeschlossen, bestcht kein Zweifel, daß das Plenum deren Projekt gutheißt. v y r • “ verlautet, Oberstleutnant Picqua rt ® 1 <ܰ Rom ernannt worden. ^uli. ,CIherz°g Peter Ferdinand ? ‘ Grobherzogs Ferdinand IV. von Toskana, hat sich mit der Prinzessin Marie Christine v o» S o urb on-Sizi lien, Tochter des Grafen Alfons von Caserta, verlobt. Erzherzog Peter ist als Komponist bekannt. ' Budapest, 27. Juli. Die auf heute abend anberaumt gewesene kirchliche Verlobung des Königs Alexander von Serbien mit Frau Draga Maschin ist verschoben worden und wird wahrscheinlich erst knapp vor der Trauung stattfinden, welche am Sonntag bestimmt stattfindet. Der König empfing eine Deputation Belgrader Kaufleute, die aber anstatt zu gratulieren, um Rückgängigmachung der Verlobung baten, worauf der König ihnen brüsk den Rücken kehrte. Die Stimmung in Belgrad ist fortwährend erregt, besonders wegen des Einlenkens des Königs Alexander in russisches Fahrwasser, wodurch der Einfluß des Oesterreichs-Ungarn) freundlichen Milan unmöglich gemacht werden soll. — Der Führer der Radikalen, Gaya, erklärt, König Alexander betonte, die bisherigen Krisen hätten stets seine Eltern verursacht. Er wolle selbständig das Schicksal Serbiens leiten. — Milan ließ sich heute von der serbischen Nationalbank Frs. 30 000 senden. — Nach dem Kirchenbuche ist Frau Draga Lunjarza Maschin im Jahre 1867 geboren. New York, 27. Juli. Wie der „New-Aork Herald" aus Panama meldet, haben die kolumbische Regierung und die Aufständischen einen Friedensvertrag unterzeichnet, worin sich die Aufständischen bereit erklären, alle Waffen, Munition und Schiffe auszuliefern. Die Regierung gewährt allen, die an dem Aufstand teilgenommen haben, Amnestie, und gestattet ihnen, ihre Schwerter zu behalten. Den Ausländern, die auf Seiten der Aufständischen gefochten haben, wird gestattet, in die Heimat zu- rückzukeyren. Die politischen Gefangenen sollen freigelassen werden. Die Erregung in der Stadt läßt nach. Aus Stadt und Land. Gießen, 28. Juli 1900. ** Hessische Handelshochschule. Mit der Frage der Errichtung einer hessischen Handelshochschule hat man sich bereits früher beschäftigt. Im November 1898 stellte die Handelskammer zu Worms beim Großh. Ministerium des Innern den Antrag auf Errichtung einer solchen Hochschule in Darmstadt. Damals bereits befaßten sich einige HandelS- kamm rn des Landes mit dieser Frage. So stimmte z. B. die H-ndelskammer zu Friedberg, nach dem uns soeben zugegangenen Jahresbericht, für 1899 dem Wormser Vorschlag insoweit zu, als sie erklärte, daß sie die Errichtung einer Handelshochschule in Hessen mit größter Befriedigung begrüßen würde; die F age aber, ob die Handelshochschule in Verbindung mit der Technischen Hochschule in Darmstadt oder mit der Landesuniversität zu bringen sei, überlasse sie dem Gutachten Sachverständiger. — Daß in Frankfurt a.M. vor ein paar Jahren ein gleiches Projekt oufgetaucht ist und seiner Erfüllung entgegenzugehen scheint, dürste bekannt sein. Man hofft dort, in spätestens zwei Jahren akademische Bürger unter sich zu sehen. Wenn übrigens die hessische und die Frankfurter Handelshochschule ins Leben getreten sein werden, hat diese Ecke des Deutschen Reiches, ein Gebiet von etwa 120 Quadratmeilen, nicht weniger als sechs Hochschulen aufzuweisen: das Großherzogtum Hessen drei, ferner Frankfurt a. M., Marburg und Heidelberg. Im Osten (Ostpreußen, Westpreußen und Posen) mit seinen etwa 2000 Quadratmeilen sind dagegen nach Schaffung der Technischen Hochschule in Danzig nur zwei Hochschulen. Die Frankfurter Hochschule wird übrigens so organisiert werden, daß man sie nicht als eine ausschließliche Handelshochschule gelten lassen kann. Besonders soll das weite Gebiet der WirtschastS- und sozialpolitischen Wissenschaften gepflegt werden. * Anerkennung. Am gestrigen Vereinsabend der „Wanderer" wurde dem seitherigen 1. Vorsitzenden, Herrn Wilh. Homberger, in Anbetracht seiner wirklich großen Verdienste um die Hebung der Gesellschaft von Herrn Aug. Wehn, jetzigen 1. Vorsitzenden, im Auftrag des Gesamtvorstandes ein prachtvolles Geschenk mit entsprechender Widmung überreicht. * * Jugendfest. Wie uns von feiten der Schule mitgeteilt wird, dürfen Eltern schwächlicher Kinder sich in der Nähe des Zuges und der Spielplätze aufhalten, um ich ihrer Kinder nötigenfalls annehmen zu können. — Ferner wird in meinem Zimmer der Leib'sch^n Wirtschaft eine Sanitätswache eingerichtet, damit, wenn nötig, sofort Hilfe zurhand ist. * • 25 jähriges Jubiläum. Nachdem es im Februar d. I. 25 Jahre gewesen sind, daß Prälat v. Habicht als Oberkonsistorialrat und Superintendent der Provinz Ober- hesfen gewirkt hat, soll gelegentlich der Augustkonferenz der Oberhesfischen Geistlichen am Donnerstag den 2. August 1900 in „Steins Garten" das 25jährige Jubiläum gefeiert werden. Namens der Dekane und auf Antrag des hiesigen Psarrkollegiums ergeht nun die Einladung zur Teilnahme an der Feier an Behörden, Geistliche, Lehrer, Kirchenvor- teher und Freunde des Jubilars mit der Tagesordnung, die schon im Inseratenteile unseres Blattes bekannt gegeben ist. ** Flottenverein. Ueber die Fortschritte der Flottenvereins-Sache in Hessen lesen wir im neuesten Heft der „Flotte": Im Großherzogtum Hessen haben sich neue Ortsausschüsse gebildet in Schlitz, im Kreise Lauterbach, unter dem Vorsitz des Forstmeisters Stockhausen und in Grebenhain, ebenfalls im Kreise Lauterbach, unter dem Vorsitz des Oberförsters Weber. Der Provinzausschuß für Oberhessen zählt gegenwärtig bereits 2450 Einzelmitglieder und etwa 1200 Mitglieder, die sich in Korporationen dem Verein angeschlossen haben. Nähere Einzelheiten berichteten wir s. Z. im Anschluß an die Generalversammlung des Flottenvereins. ** Patente« und Gebrauchsmuster-Eintragungen. Patent- Ajnmeldung. Aus Rohren und Blechen zusammengesetztes Obergestell für Kutschwagen, Wilh. Romeiser-Friedberg, 18. 9. 99. — Gebrauchsmuster-Eintragungen. Wärmeaustauschapparat mit in Stoffbüchsen geführten Doppelröhren, Hch. Schafsftädt-Gießen, 8. 3.1900. — Verlängerung der Schutzfrist. Acetylengasentwickler usw., R. Welkoborsky-Gießen, 11.6.97, 19.5.1900. ** Landeslotterie. Vom 7. August ab gelangt die 5., also die Schlußklasse der ersten Hessischen Landeslotterie zur Ausspielung. Wer bereits in den Borklassen ein Los gekauft hat, muß es nach den Planbestimmungen, wenn es noch nicht geschehen ist, schleunigst erneuern. Die 5. Klasse ist die Hauptmasse: es kommen in ihr in 7400 Gewinnen drei Millionen 584 400 Mark zur Ausspielung. Für den Spieler liegt in dieser Klasse nicht nur die^Mög- I lichkeit vor, sich im günstigen Falle an einem Gewinn vorr 700 000Mk., 600 000 Mk. oder 500 000 Mk. zu beteiligen, sondern auch die Zahl der mittleren Gewinne ist so groß, daß bereits auf jeden 5. Gewinn einer entfällt, der den Einsatz mindestens um das doppelte übersteigt. Die glücklichen Gewinner mögen aber nicht übersehen, daß der Lotteriedirektion gegenüber nurderJnhaber des Gewinnloses einen Anspruch auf Auszahlung des Gewinnes hat. Wer sein Gewinnlos an sonst jemand ohne Gewinnempfang aushändigt, hat nur noch einen Anspruch an' die Person des Losempfängers. L a u b a ch, 26. Juli. Heute verabschiedeten sich die kleinen Ferien ko lo nist en nach dreieinhalbwöchent- lrchem Aufenthalte von hiesiger Stadt. Wenn auch anfänglich der Himmel für ihren Landaufenthalt nicht günstig war und strömender Regen sie oft in die Stuben bannte^ so war ihnen doch in den letzten 14 Tagen desto schöneres! Wetter beschert, das ihnen ausgedehntere Ausflüge ermöglichte. — Vorgestern und gestern weilten hier etwa 125 Frankfurter, außer den 55 Kindern der Ferienkolonie und 40 Sommerfrischlern (einschließlich Kinder) hatten sich noch in Privathäusern 30 Schüler einer Mittelschule einlogiert, die von hier aus unter Führung des Rektors Zimmermann eine fünftägige Tour durch den Vogelsberg unternahmen. Ihr Weg führt über Ulrichstein, Lauterbach zurück über Gedern nach dem Nidderthal, von Büdingen zurück nach Frankfurt. — Der Stadtvorstand unterzeichnete in seiner heutigen Sitzung den Vertrag mit einer Elektrizitäts-Gesellschaft, die die Einrichtung der elektrischen Beleuchtung für unsere Stadt übernehmen wird, sobald das Elektrizitätswerk in Wölfersheim fertiggestellt ist. () Wippenbach, 27. Juli. Die in unserer Gemarkung gelegene Mineralquelle war schpn einige Mal verkauft und die unbemittelte Gemeinde freute sich ubecr den zu erhoffenden Erlös. Allein der Kauf wurde immer rückgängig, weil die Genehmigung der zustehenden Behörden niemals zu erlangen war. Nunmehr ist auf nochmaligen Antrag des Gemeindevorftandes die Genehmigung von zuständiger Stelle erteilt worden. Büdingen, 27. Juli. Der Einladung zur Besprechung über die bevorstehende Jubelfeier deshieffigeni Gymnasiums war eine stattliche Zahl von Herren gefolgt. Die Versammlung wurde von dem Erbprinzen mit kurzen, kräftigen Worten eröffnet. Hierauf gab Gymnasialdirektor Dr. Mohr zur Aufklärung über die zu erledigendes Fragen einen Ueberblick über die Feier, die am 1. Mai 1872 begangen worden war. Nach ziemlich ausgedehnter Debatte wurde der Antrag angenommen, daß ein Ausschuß von 21. Mitgliedern gewählt werden solle, um die Vorarbeiten für das Fest zu erledigen, mit dem Recht, je nach Umständen sich, durch Cooptation zu erweitern. Gewählt wurden solche Herren, die mit dem Gymnasium in irgend einer unmittelbaren Beziehung stehen. Der Fürst nahm auf Bitte der Versammlung den Ehrenvorsitz an. Denj Vorsitz übernimmt der Erbprinz, sein Stellvertreter ist Gymnasialdirektor Dr. Mohr. Die übrigen Mitglieder des Ausschusses sind die Lebrer und einige frühere Schüler des Gymnasiums, ferner der Bürgermeister und. zwei Gemeinderäte als Vertreter der Stadt. " \ ** Kleine Mitteilungen aus Hesse« und den Nachbarstaaten. Der laut gestriger Notiz in Nidda ertrunkene reisende Kaufmann heißt Sturm. — In der Bauhofskaserne zu Mainz ist unter den Mannschaften eines Zimmers des 3. Fußartillerie-Regiments die Genickstarre ausgebrochen. Die betreffenden Mannschaften wurden in daS Fort Elisabeth verbracht, die Räume wurden desinfiziert. — In der vergangenen Nacht ist der älteste Einwohner in Wetzlar, Schreinermeister Georg Wambach, den Folgen wiederholter Schlaganfälle erlegen. Der alte Herr hatte erst vor einigen Wochen seinen 91. Geburtstag gefeiert. — In der letzten Stadtverordneten-Sitzung zu Hanau wurde der Antrag, daß in Zukunft sämtliche Volksschullehrer, die an Mittelschulen thätig und von der Gemeindesteuer persönlich nicht befreit sind, die Entschädigung erhalten sollen, mit großer Majorität angenommen._________________________ Vermischtes. ♦ Der Vorsitzende des Deutschen Acetylenvereins, Prof. Dr. Dieffenbach, schreibt uns : In der Nr. 164 des „Gießener Anzeiger" vom 17. Juli befindet sich eine Beschreibung des Brandes des HotelsJuliushall in Harzburg, die durch folgenden Satz eingeleitet wird: „Eine fürchterliche Detonation erfolgte am 2. ds. Mts. in dem Keffelraum des Hotels Juliushall in einer Benzintrommel, von der die Beleuchtung für das ausgedehnte Hotel mittels Acetylen bewirkt wird". Erkundigungen ergaben, daß das Hotel Juliushall überhaupt nicht mit Acetylen, sondern mit Luftgas beleuchtet war. Da dieser Brand ziemliches Aussehen erregt hat und die Acetylenindustrie durch die Annahme, daß das Acetylen an dem Brand schuld war, geschädigt werden dürfte, so ersuchen wir höflichst um Richtigstellung. — Was hiermit geschieht. * Absturz. DeL frühere Staatsminister von Delbrück ist bei Tegernsee abgestürzt. Er hat dabei vscirschiedene Verletzungen erlitten, die jedoch nicht le bensgefährlich sein sollen. * Lawin e>n stürz. Eine Gesellschaft von drei Per- sonieü wurde beim Abstieg vom Matterhorn durch eine Lawine verschüttet. Der Führer Alphons Furrer ist tot, pn anderer Führer und ein Engländer sind schwer verletzt. * Havre, 27. Juli. Die Kohlenarbeiter d^s, Hafens sind in den Ausstand getreten. Sie fordern die Einführung des Achtstundentages. * Wien, 27. Juli. In Weidlingen stürzte ein Balkon ein, auf dem eine Wiener Familre gerade beim Souper saß Drei Personen wurden schwer verletzt. SpöchHpiet, Jagd. — Gießener Rudergesellschaft 1877. Unter den tm Schaufenster der Firma W. Reiber, Seltersweg, ausgestellten Preisen für die morgen stattfindende Regatta befindet sich auch die kostbare Meifter- schaftskette, die Herr Albert Rübsamen beim Meisterschaftsrudern für Deutschland in Grünau bei Berlin errungen hat. — Die Mitglieder werden nochmals besonders daraus aufmerksam gemacht, daß die ein*- trittskarten zur Regatta nicht wie in früheren Jahren durch den Gesellschaftsdiener ausgetragen werden, sondern bei Herrn Challier in Empfanz zu nehmen stnd. ET c c 1■ F GG A91Z ist bin sehr gefährliches Produkt, ■ M ™ welches schon viele schwere Erkrankungen und Todesfälle herbeigeführt hat. __^^84__Die Abwelirkonimlesion des Deutschen Easigfabri kanten-Verbandele Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftratze Ä. «ngevot der Ardettnehmerr 2 Heizer, 1 Fuhrknecht, 1 Lauffrau, 1 Dienst» Mädchen, 2 Schreibgehilfen. Nachfrage der «rdeitgederr 1 Drechsler, 1 Heizer, r Küfer für Holz- arbeit, 1 Schneider, 4 Bauschreiner, 1 Hausbursche, mehrere Dienstmädchen, 2 Einleger im Alter von 14—16 Jahren. Lehrlinge! 2 Bäcker. 1 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Friseur, 1 Glaser, 1 Kellner, 1 Kupferschmied, 1 Mechaniker, 1 Sattler, 3 Schneider, 2 Schuhmacher, 1 Schirm- macher, 2 Schreiner, mehrere Spengler gegen tägliche Vergütung. 1 Wagner. Hausverkauf. Das bett Thekla Bär Erben dahier gehörige, am Marktplatz gelegene dreistöckige, geräumige Wohnhaus mit gewölbtem Keller uns großem Bodenraum soll Montag den 6. August, vormittags 10 Uhr, im hiesigen Rathause versteigert werden. Lauterbach, 25. Juli 1900. Großh. Ortsgericht Lauterbach. Stöpler. 5160 ZN 15 Minuten besohlt die Erste SchuMWilnsttllt MMengaste 20 tin Paar Hemostikskl ;n 1,60 MK., „ „ Dmkustikfel „ 1,10 „ „ „ Kindnstiefel o. 50 Ksg. an. JHe ersten zeyn Faare werden gratis gesohlt. siss Hecker & Anacker. Einbruch-Diebstahl. Die Versicherung- Gesellschaft Hamburg in Hamburg, Grundkapital 4,000,000 Mk., versichert Waren, Mobilien, Geld und Wertgegenstände gegen Abhandenkommen und Beschädigung infolge eines Etnbruchsdiebstahls. Die Prämien sind mäßig und die Bedingungen frei von Härten. Polizen zum Selbstausstellen und Prospekte durch die 5008 Keneral-Agentm Kiesten, S. Schmidt, Wäusöurg 16. Gegen Zahlungen von nur 3 Mark Fahrräder prima neue, deutsche, unter Garantie. Joh. Fr. Schaaf, AM renommiertestes Fahrradgeschäft in Gießen, _____________Wetzsteinstraße 44.________[4421____________ Jean Deen & Cie. 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Nachmittags 2 Uhr stellt sich der Festzng in der Ost- und Südanlage znm Abmärsche auf und nimmt seinen Weg durch die Grünbergerstraße nach dem Festplatze. Erwachsenen Personen ist das unbefugte Hereindrängeu in den Zug, sowie daS Betreten der Spielplätze und das Eingreifen in die Spiele strengstens untersagt. An den Eingängen znm Festplatz wird zur Bestreitung der Kosten von allen nicht zum Zuge gehörigen Festteiluehmern ein Eintrittsgeld von SO Pfg. erhoben. Außerdem ist ein Vorverkauf eingerichtet und sind von Montag den SO. Juli bis DonuerStag brit S- August, vormittags 11 Uhr, Karte» k SO Pfg. bei Herrn Christoph Bieker, Kauf- manu, Neustadt 55, Herrn Daniel Heil, Cigarreuhandlnug, Lindenplatz S, Herrn Heinrich Noll, Buchbinderei, Mäusburg 7, und Herrn Ferdinand Schott, Wein-Restaurant, Bahnhofstraße LS, za erhalten. Es wird gebeten, von dieser Gelegenheit recht zahlreiche« Gebrauch machen zu wollen. Auch wird am Festtage Vorkehrung getroffen, noch gelegentlich des Ganges zum Philosopheuwalde Karten k SO Pfg. von mittags 18Vi Uhr bis nachmittags 4 Uhr lösen zu können und zwar in der Ostaulage am Justizgebäude und in der Grünbergerstraße am Anfänge der Moltkestraße. Die vorher gelösten Karten sind an den Kaffenstellen im Walde vorzuzeigeu. Von nachmittags 2y2 Uhr au läßt die OmuibuSgesellschaft ihre Sommerwageu vom Neueuweqerthore aus alle Viertelstunde nach und von dem Philosopheuwalde verkehren, woraus aufmerksam zu machen, wir nicht versäumen wollen. Hausierern mit Luftballons und Lärmiustrumeuteu oder Pfauenfedern ist der Zutritt zum Festplatze untersagt. Gießen, den 27. Juli 1900. 5157 Das Fest-Komitee: Dr. Fromme, Professor. Fuhr, Oberlehrer. Guauth, Oberbürgermeister. Hahn, Oberlehrer. Hartmann, L.hrer. Hechler, Polizeiamtmann. Jauu, Realaymnasiallehrer. Kirch, Stadtverordneter. Professor Dr. LuciuS, Kceisschulinspektor. Dr. Rausch, Rcalgymnasialdirekior. Professor Dr. Schädel, Gymnasialdirektor. Schwall, Stadtverordneter. Schmandt, Stadtbaurat. K. Schmidt, Lehrer. Oberlehrer Dr. Schmitt, Gymnasiallehrer. Wolff, Beigeordneter. ET Schöne Aussicht. -:Z Jetzt mit eines der schönsten Gartenlokale. Heute, Sonntag den 29. Juli er.: Zwei grosse Konzerte. Anfang 4 Mr und 8 Mr. Antritt 10 Mennig. 5166 Hochachtungsvoll A. Kuhnd. Elektrische Anlagen jeder Art und Grösse. Telephone, Feuer- und Diebessicherungen W asserstands-Fernmelder Sprachrohre, Haus- und Hotelklingel-Anlagen Einrichtung von Feuertelegraphen für Städte, Fabriken und Bergwerke. (Anlcrnen der Telegraphisten aul Morse und Klopfer.) Gediegenes Material. Sorgfältige Ausführung. Billige Preise. Karl <*raf, Giessen, Kirehenplalz II ILadeneingaug Sehlossgassel. 8555 3n urrhiiufeii Haferack r Ernte am Nahrungsberg zu verkaufen. 03059 ______ ___ Kaplaneigafie 5. Ein vWpknhck 499-6 billig zu verkaufen. 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Der Finder des Fallschirmes wird gebeten, denselben an den Vorstand abzuliefern, wofür er die ausgesetzte Belohnung erhält._________________________5168 Bin täglich von 8 -i- 9 Uhr vormittag» in Hießen im Gasthaus zum Löwen 1U sprechen. — Aestelluugen können zu jeder Zeit daselbst abgegeben werden. Weiterbeförderung erfolgt sofort. Auswärtige Touren werden von Gießen auS berechnet. 4a«g-Hö«s, im Juni 1900. 887» Dr. Köhler, prahl. Märst. T ödes-Anzeige 5180 uise Noll im 69. Lebensjahre, was wir Verwandten und Bekannten hierdurch mitteilen. Die trauernden Hinterbliebenen 5174 Die Beerdigung findet statt: Sonntag, 29. Juli, vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause Neuenbäue 2 aus. Vie! 4532 Der Vorstand. 5127 SW Das Konzert findet -et ungünstiger Witterung im Gaal statt. Einrichtungen. 595 4169 Th. Brück) Schloß gafft 16. Louis Rothenberger Wwe. Inventur-A us verkauf. Friedr. TeipeL Marktplatz 16 J MAGGI Capitalien Bouillon-Kapseln Gluten-Kakao, I. Bräutigam, Bleichstraße 21. C. 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