Wt 303 Zweites Blatt Freitag den 28. Dezember 1900 150. Jahrgang Gießener Anzeiger 1 j monatlich 75 Psg. Mr mit Svinqcrlohn; Hmeral-Anzeiger Anrts- und Anzergeblntt für den Kreis Gieszen metn. mit cht. 7946] 3tt>ei W litt 6M i-al- ß" durch die Abhvlcstellen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 05 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. 7714 r am Bezugspreis vierteljährl. Ml. 2,20 Alle AnzeigeN'DermittlungSstelleu deS In- und Auslandet nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilcnpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. IMehton, Expedition und Druckerei: Ach.lstr.tze Nr. 7. ■ elrul» e von Anzeigen zu der nachmittags für den fvichpimTag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr, Abbestellungen spätesten- abend- vorher. mit militärischen Ehren nach dem Lehrter Bahnhof. Die Beisetzung findet in Krampfer bei Perleberg statt. An der kirchlichen Feier und der Ueberführung der Leiche nehmen der Kaiser und sämtliche Prinzen des königlichen .Hauses, welche dem Garde-Korps angehören, ebenso sämtliche Prinzen der regierenden Häuser, die Ritter des Schwarzen Adler-Ordens, die Generalität und alle Offiziere der Berliner Garnison teil. Truppen bilden von der Schloßburg bis zur Alsenbrückc Spalier. Wien, 27. Dezember. Als Vertreter des Kaisers Franz Josef begab sich der Korps-Kommandeur Gras von Uexkuell nach Berlin, um an der Leichenfeier für den Generalfeldmarschall Grafen Blumenthal teilzunehmen. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hiete*. Fernsprecher Nr. 51. mid-mB-t-E geüiberimg M Gratisbeilagen: Gießener Familicnblättcr, Der hessische Landwirt, Kälter für hessische Volkskunde. h, sos. W ' und t tiet* erre. «M' l täglich mnl'7vossftoß der Buren einigermaßen gehemmt worden ist, bletiüt Nie allgemeine Lage der Kolonie entschieden ernst. JnMe dessen wird wahrscheinlich bald über die ganze KoM»ie ider Belagerungszustand verhängt werden. ES sei qnt:tr Ärund für die Annahme vorhanden, daß die ganze Sodlonk sich im Aufruhr befinde. Die Gefahr sei größer, fllßl mom in England zu glauben vorgebe. Verschiedene St üulSmänner in Kapland erachten die Suspension der Ver- faf img auf 5 Jahre für geboten. In Transvaal scheinen sich dagegen die Engländer jeh« nicht ohne Erfolg zu behaupten. So berichtet Lord Rüiofyner, der sich in Prätoria befindet, unter dem 22. De- zemckr, daß General French mit den Kommandos von BciM mnd Delarey an den letzten zwei Tagen südlich von M-WteSberg zusammengetroffen und in Verfolgung des Fe Ms begriffen sei, der große Verluste erlitten. Somman» da,a:l ilrceuse und einige andere Buren wurden gefangen ge» noienitrt. Dir Blätter melden aus Kapstadt vom 25. dS.: Die vudia »griffen Stejinburg an und wurden mit großem NaLchmck zurückgeschlagen. Sie flohen in die Zuursberg. öeiqt.— Reuter meldet aus Cradock vom 25. dS.: Eine Tr Wer abteilung mit 7 Geschützen vertrieb am 18. ds. bie i kiiran aus den Bergen nordwestlich von Stejinburg. Bi«^u Engländer wurden verwundet. Die Buren, welche verrs^iedtene Tote zurückließen, zogen sich in die Zuurberg- Dc iifjt zzurück, wo sie am 24. ds. noch verschanzt gewesen seim sollen, ohne Aussicht, sich durchschlagen zu können. Die EniWdir besetzten am 19. ds. Stejinburg. Nn r in der Hauptsache aus aufständischen Kapholländern vt-stichnde feindliche Abteilung, die den Orangefluß in der neu Olendadrift überschritt, verschanzte sich in den ZaK^erg Bergen. Eine Truppenabteilung wurde entsandt, mai fit zu vertreiben. Kitchener zieht mit möglichster Be- jchlimigllng Truppen in großer Stärke zusammen. — ’ 'Jlerta meldet aus Burghersdorf vom 24: Am 23. stieß ein»r ive Husaren und Kolonialtruppen bestehende Abteilung li* ®tikn nordwestlich von Burghersdorf auf ein 300 Mann ’tuEifö $urenlagcr und zog sich nach unbedeutenden Ver- lustjiai zurück. kn Telegramm Lord Kitcheners aus Maamoport vom 24. Uhfiigt: Berittene Infanterie besetzte Britstown ohne auf Widerstand zu stoßen. Die Buren zogen sich in der flywWfil auf Prieska zurück. Verfolgung ist eingeleitet. lord Kittchener hat sich nach De Aar begeben und lettmihoii dort aus die Maßnahmen zur Abwehr des Ein- iaL^deir Buren in die Kapkolonie. — Es stellt sich retzlx! tzraus, daß die Buren auf den Eisenbahnlinien nur wermz schaden angerichtet haben. Die Unterbrechung des VeEs? lft Ueberschwemmungen zuzuschreiben. Der regel- »WV msenbahndienst zwischen Kapstadt und De Aar ist oie^'tk aiufgenommen worden. * * * Telegramme deS Ktetzeuer Anzeigers. Berlin, 27. Dezember. Die Einsegnung der Leiche des Generalfeldmarschall Grafen v. Blumenthal findet morgen vormittag um 11 Uhr in der hiesigen Garnison- Kirche statt. Nach derselben erfolgt die Ueberführung dlfl^- ar.pl W slbon Stunft Lektor ^ Jerßp^ Trei •tod. ie 10, , per US» kbchii' Jimem I unb |8ab loden' I Neu- M un> Intim lftr.2. Immer ■leid 11.48. -.6^ 16^ v°h«' ran»« -aaste Getieralfcldmarschall Graf Blumenthal f. ??- Dezember. Anläßlich des Ablebens des Generalfelomarschalls Grafen von Blumenthal richtete der Prinzregent Luitpold an den Kaiser nachstehendes Telegramm: An Seine Majestät den Kaiser, Berlin. Die kaw ror ÜDUr &em Ab^ben des Generalfeldmarschalls Grafen on Blumenthal hat mich mit lebhaftem Bedauern erfüllt. Fch werde der Person des Verblichenen, der während des i* >nung. I grt-__ Hirnen tupff, inebö Lpril 14, I. »‘A’Kt’ ftel -- 2“Lger, <*! De ist wiederhergestellt. 50lOHOo M*' ei" ‘«flliWtt Hauptmann ' vs-rd- für die enzlischc Armee in Südafrika. Deutsches Reich. Berlin, 26. Dezember. Ter Kaiser empfing am Samstag vormittag den Bildhauer Eoubillier zur Vorstellung einer Broncebüste des Grafen von Berg auf Schloß Burg. Zur Frühstückstafel beim Kaiserpaar waren geladen Gesandter v. Kiderlcn-Wächter, Kammerherr und Intendant v. Hülsen und Geh. Rat Mießnec. Abends 8 Uhr besuchte der Kaiser den Vortrag des Prof. Slaby in der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft. — Der Reichskanzler Graf Bülow ist von seiner acht- rägigen Reise gestern nachmittag wieder in Berlin eingetroffen. Er" hat in schneller Folge die Höfe von München, Stuttgart, Karlsruhe, Darmstadt und Dresden besucht und überall mit den leitenden Staatsmännern der betreffenden Einzelstaaten Fühlung genommen. Es wird wohl keinem Zweifel unterliegen, daß sich dabei Uebereinstimmung sowohl hinsichtlich der im Wege befindlichen auswärtigen Politik als hinsichtlich der inneren Fragen, die auf der Tagesordnung stehen, erwiesen hat. Die Staatsoberhäupter haben den leitenden Staatsmann des Reiches mit den größten Ehrenbezeugungen willkommen geheißen. Tie letzte Station war der königlich sächsische Spof. Wie auch Dresden gemeldet wird, nahmen am Samstag an der Abendtasel in der königlichen Villa Strehlen zu Ehren des Reichskanzlers Grafen von Bülow der Minister von Metzsch, der Gesandte Graf Hohenthal und die obersten Hofchargen Theil. Bei Tische tra^k König Albert auf das Wohl des Grafen von Bülow. Zur Verabschiedung des Reichskanzlers, der gestern Mittag Dresden verließ, hatten sich der Minister von Metzsch, der Oberhofmarschall Graf Vitzthum, der Oberkämmerer Graf Wallwitz und der bayerische Gesandte Freiherr von Viethammer eingefunden. Bald nachdem nun nachmittags Graf Bülow wieder in Berlin eingetroffen war, stattete ihm Kaiser Wilhelm einen Besuch ab und überreichte ihm persönlich den höchsten preußischen Orden,,.den Schwarzen Adler-Orden. Tie Auszeichnung an sich haben seine drei .Vorgänger auch besessen; es ist wohl auch selbstverständlich, daß der Staatsmann, der die höchsten Dekorationen der größeren Bundesstaaten trägt, auch von Preußen dementsprechend dekoriert wird, und daß der Präsident des preußischen Staatsministeriums in dieser Beziehung nicht hinter dem Vizepräsidenten zurücksteht. Daß aber Kaiser Wilhelm sich beeilt, selbst seinen Kanzler unmittelbar nach dessen Rückkehr von der Vorstellungsfahrt und am Vorabend des Weihnachtsfestes in Person den Orden zu- züstellen, kennzeichnet die Beziehungen zwischen beiden und das Vertrauen des Monarchen in die Führung der Geschäfte, wie sie in der auswärtigen Politik seit drei Jahren und seit zwei Monaten auch im Innern sich bewährt hat. Tas System Bülow, welches der Volksvertretung ihre Rechte garantiert, und sich gleichzeitig deckend vor die Person des Monarchen stellt, verdient und sollte Anerkennung finden. Aus der Einführung eines Großadmiral- und Interims-Großadmiral st abes ist ersichtlich, daß die Dienstgrade der Flaggoffiziere (Admirale) unserer Flotte um eine neue Stufe erweitert werden sollen, denn einen Dienstgrad, der jenem der Generalfeldmarschälle oder der Generalobersten der Armee entspricht, gab es bisher im Seeoffizierkorps unserer Flotte nicht. Die neue Tienstgradbezeichnung wird die eines Großadmirals sein. In Zukunft werden mithin die Flaggoffiziere eingeteilt: in Kontreadmirale mit dem Range eines Generalmajors, Vizeadmirale mit dem Range der Generalleutnants, Admirale mit dem Range der Generale der Infanterie Artillerie oder Kavallerie und in Großadmirale mit dem Range der Generalfeldmarschälle. Zunächst wird die Dienstgradabzeichen der Großadmirale nur der Kaiser anlegen, da noch keine Ernennung zum Großadmiral erfolgt ist. Der rangälteste Flaggoffizier der Flotte, der Generalinspekteur der Marine v. Koester, bekleidet nur den Rang der Admirale. Die Tienstgradbezeichnung eines „Großadmirals" findet sich auch in einigen ausländischen Kriegsmarinen. Bei der Einführung dieses neuen Ranges werden auch das Flaggen- und Salutreglement owie die Flaggen als Kommandoabzeichen erweitert werden müssen Die Flagge eines Generalseldmarschglls an Bord unserer Läckeiei erlernen *£5*^5 M'» li verlautet, die Schwadron Yeomanry, welche auf 3ern:&rfiorgung der von Britstown zurückgehenden Buren fe -wischen Kapstadt und M München. 24. Dezember.' Der Prinzregen, ardneie für den verewigten Generalfeldmarschall Grafen Blumenthal achttägige Armeetrauer an. "—■—___ ?3i8i ööüänn S-Zirnmenvohnil« möblim BlJiwt- 7171). Tin schön möfe ]u oermieten. WN- flDöblieiteJ Simmtr w nb 05324 Echillechü?!.- J058] Bt-marckstr. S. Dahiuillg, seither Cpkzm:: I-anb.TkM geeign., ante' -W] Tie TabrikM: lvelcke zur ssrit die Fimü. inne Hal, nebst Bureau, Gti ustv., fmb ganz ober gte 1901 anberlreilig zu btimc eignen sich auch zu jebra V. Näheres Arasksurttttz 5120] 9m Mblichenk: räume in tiodenem, c: Wort zu vemieten. St 6- ,,\i' Anzeichen von der Verschlimmerung der Lage in der Kap-Kolonie sei, und glauben, das Kriegsamt habe die Feiertage durch ungünstige Nachrichten nicht stören wollen. Lord Kitchener ist, nachdem er Niowpoort verlassen hat, nach Norden weitergereist. Nur die Meldung, daß die englischen Truppen sich unter dem persönlichen Befehl Lord Kitcheners befinden, hat die Gemüter etwas beruhigt. Loudon, 27. Dezember. Die Morgenblätter melden aus Kapstadt, daß die Lage im Norden sich verschlimmere. Es befinden sich augenblicklich drei Buren-Kommandos in der Kap-Kolonie und ein viertes an der Grenze. London, 27. Dezember. Aus Las Palmas wird ge» meldet, daß zwei aus Kapstadt kommende Transport- Dampfer mit 503 Kranken an Bord dort eingetroffen sind. London, 27. Dezember. Aus Kapstadt wird gemeldet: Wie hier verlautet, ist eine Schwadron Aeomandry, welche nach Norden fliehende Buren verfolgte, von einem andern Äuren-Kommando abgefangen worden. Rom, 27. Dezember. Der „Popolo Romano" erneuert seinen Protest gegen die Ausweisung von Italienern aus Transvaal und bezichtigt die italienischen Geschäftsträger in London, Kapstadt und Pretoria der Unthätigkeit, wei sie die Forderung der Ausweisung unberücksichtigt gelassen haben. Die Friedeusverhandlungen mit China. Wie aus Peking gemeldet wird, drückte sich Prinz Tsching beim Empfange der Note der Mächte wie folgt auS: „Ich habe die Ehre, die Note zu empfangen, welche die guten Beziehungen zwischen den Mächten und China wiederherzustellen bestimmt ist. Ich werde sie sofort dem Kaiser zustellen und die Antwort den Vertretern der Mächte gleich nach Empfang übermitteln." Lihungtschang war bei der Ueberreichung der Note nicht zugegen, da er wegen Krankheit verhindert war. Die Times meldet aus Peking: Die chinesischen Beamten erklären, die kaiserliche Regierung werde alle Bedingungen annehmen, die die Mächte ihr auferlegten. Die Chinesen griffen eine französische Truppenabteilung in der Umgegend von Tschin-Aschon (?) im Süden von Poatmgfu an. General Bailloud schlug sie nach heftigem Kampf, nahm die Stadt und steckte sie in Brand. Die Chinesen verloren etwa 1000 Mann. Die Franzosen batten keine Verluste. Graf Waldersee meldet aus Peking vom 24.: Die Franzosen stießen am 22. östlich von Taotschou zwischen Peking und Paotrngfu auf angeblich 2500 Mann chinesischer Truppen mit Artillerie. Die Chinesen flohen unter großen Verlusten und unter Zurücklassung von 5 Fahnen und 4 Geschützen m der Richtung auf Kuanhsian. Es handelt sich voraussichtlich um den neu gesammelten Rest schon zersprengter Chinesen. ' Sine starke französische Kolonne marschiert auf Hankau. Das Internationale Friedenskomitee sandte ^""liche Regierungen, in welcher die Be- schlusse der Haager Friedenskonferenz in Erinnerung qe- bracht werden. Die Note nimmt besonders Bezug auf die M^^ungen und Zerstörungen historischer und wissenschaftlicher Jnventanen bei den chinesischen Wirren eint. . - itt. Wn rot - KeWZ 8. g mit et, per ke 24. möbL, eg4l. vohn> hier fier, «len. mag der- LL lung 7886 Vilbel, 18. Dezember. Aepfelbäume, 2562 Birnbäume und 8390 Zwetschenbäume. + Grünberg, 26. Dezember. Nach altem Brauche wird hier am Tage vor Weihnachten ein Kram markt abgehalten. Wie schon in den letztvergangenen Jahren, so waren auch diesmal wieder nur wenige Verkaufsstände aufgeschlagen. In der Stadt herrschte jedoch recht lebhafter Verkehr. Trotz der ungünstigen Witterung der letzten Wochen sind unsere Geschäftsleute mit dem Ergebnis des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts im allgemeinen recht zufrieden. F. C. Laubach, 26. Dezember. Viele Näherinnen haben die Gewohnheit, bei ihrer Beschäftigung Nähnadeln oder dergleichen in den Mund zu nehmen, eine Unsitte, die die schlimmsten Folgen haben kann. Hier erkrankte während des letzten Sommers ein Mädchen von etwa 20 Jahren des öfteren an heftigen Magenkrämpfen. Der behandelnde Arzt veranlaßte zur genaueren Beobachtung die Ueberfüh- rung in das Krankenhaus. Dort kam er schließlich zu der Ansicht, daß das Mädchen irgend einen spitzen Gegenstand verschluckt haben müsse. Die Erkrankte erinnerte sich, im Frühjahr einmal bei ihrer Beschäftigung eingeschlafen zu sein. Als sie erwachte, war die Nadel mit dem Faden, die sie vor dem Einschlafen im Munde gehabt hatte, verschwunden. Der Arzt ließ nunmehr die heftige Schmerzen Leidende in die chirurgische Klinik in Gießen bringen. Hier wurde mittels Röntgen Strahlen der Sitz der Nadel genau festgestellt, und dieselbe durch eine Operation aus dem Magen entfernt, ungefähr 7 Monate nachdem sie verschluckt worden war. Die Näherin kann in einigen Tagen gekeilt m bte Heimat zurückkehreu. ** rM Freienseen hat die Volkszählung das eigentümliche Ergebms gehabt, daß sich die Anzahl der Einwohner (638) gegenüber derjenigen von 1895 nicht verändert hat. Noch auffallender und wohl einzig dastehend ist, daß sich auch die Anzahl der männlichen (285) und der weiblichen (353) Einwohner trotz mancher Verschiebungen nicht geändert hat. ko. Rotterode, 26. Dezember. Ja unserem Walddorfe Aus Stadt und Land. Gießen, 27. Dezember. *• Militärisches. Schade, Vizefeldw. im Landw.. Bezirk Gießen, zum Lt. der Res. des 5 Großh. Regts. Nr. 168, Schiele, Vizefeldw. in demselben Landw.- I Bezirk, zum Lt. der Landw.-Jnf. 1. Aufgebots, Walter, | Dieterich, Lts. der Inf. 1. Aufgebots des Landw.-Bezirks I I Darmstadt, zu OberltS., Kuhl, Wagner, Vizefeldw. in dem- I selben Landw.. Bezirk, zu Lts. der Res. des 1. Großh. Hess. I Jnfant.-(Leib'Garde-)RegtS. Nr. 115, Schönberger, I Vizefeldw. in demselben Landw.-Bezirk, zum Lt. der Res. des Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, I zu Oberlts. befördert. I ** Hessische Landeslotterie. In der heute stattgefundenen Ziehung fielen ein Gewinn A 300 000 Mk. auf Nr. 1665 (Langen). — 1 A 10 000 Mk. auf Nr. 3441 (Darmstadt). - 1 A 4000 Mk. auf Nr. 24 836 (Offenbach). - 7 A 3000 auf Nr. 903, 11 983, 12107, 18 764, 19 586, 23 989, 30 058. — 20 ä 2000 Mk. auf Nr. 2068, 3785, 6104, 7016, 8659, 11 087, 11 978, 12 827, 13 641, 14 752, 15 928, 19 780, 21 278, 21 458, 22 354, 24 759, 25 412, 26 037, 31 842, 32 159. — 31 A 1000 Mk. auf Nr. 1359, 1781, 1976, 2777, 3676, 7221, 8239, 8670, 8932, 10148, 11 105, 12 194, 13 368, 14 246, 15 336, 16 799, 18 346, 21 142, 21 759, 22 466, 23 506, 23 852, 24 127, 24 867, 24 950, 25 401, 26 280, 26 981, 29 673, 31413, 31918. — 40 A 500 Mk. auf Nr. 871, 2024. 2227, 2431, 3385, 3397, 4322, 5489, 5906, 6008, 7046, 2428, 9157, 9214, 9642, 13 727, 14 409, 14 739, 15 118, I 16 177, 16 240, 16 573, 17 543, 17 730, 18 276, 21 708, 22 757, 23 190, 23 717, 24 580, 24 914, 25 599, 25 891, 26 829, 26 294, 26 760, 27 120, 30 515, 31 720, 32 833, (Ohne Gewähr ) ** Aus dem Theaterbureau. Heute (Freitag) geht als neunte Volksvorstellung Charlotte Birch-PfeifferS fünfaktiges Lebensbild „Dorf und Stadt" in Szene. Fräulein Kugler spielt das „Lorle". Das neueste Werk von Otto Ernst „Flachsmann als Erzieher", ist soeben von der Direktion zur Aufführung erworben worden, dasselbe soll in den ersten Tagen des Januar gegeben werden. ** Feldpostauweisuugeu von der Heimat nach China sollen zum 1. Januar eingeführt werden. Zulässig sind Anweisungen bis zum Betrage von 100 Mark einschließlich an die mobilen Truppenteile Des Heeres und der Marine in China. Die Gebühr beträgt 10 Pfennig. § Gröningen, 27. Dezember. Eine Frankfurter Firma hat unterhalb unseres Städtchens einen Basaltsteinbruch erworben, der in Bälde in Betrieb gesetzt wird. Außer Pflastersteinen sollen aus dem Bruch auch Kopfsteine, die, durch Klopfmaschinen in verschiedenen Größen' hergestellt, verkauft werden. Mit dem hiesigen Bahnhof wird der Bruch durch eine Gleisanlage verbunden werden, was einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bietet. Eine größere Anzahl Arbeiter, die eingestellt werden, haben durch das neue Unternehmen einen schönen Verdienst in Aussicht. -i- Ettingshausen, 20. Dezember. Ergebnis der stattgehabten Zählungen: Volkszählung: 519 Personen, abwesend 20, anwesende Zigeuner 12. Viehzählung: 21 Pferde, 420 Stück Rindvieh, 250 Schafe, 342 Schweine, 48 Ziegen, 1200 Stück Federvieh, 19 Bienenstöcke. Obstbaumzählung: 1588 Aepfelbäume, 590 Birnbäume, 2639 Zwetschenbäume, 250 Kirschbäume, 5 Nußbäume. E. Bad Nauheim, 25. Dezember. Der Geh. Oberbergrat Dr. Richard Lepsius in Darmstadt wurde in Ankennung seines unermüdlichen Wirkens zum Wohl und Gedeihen des Bades (Der Genannte ist Erbohrer des Ernst- Ludwig-Sprudels) zum Ehrenbürger der Stadt Bad- Nauheim ernannt. Die Ehrenurkunde wurde Herrn Dr. Lepsius am 24. ds. Mts. durch eine Deputation des Gemeinderats überreicht. Bei der Volkszählung wurden hier 4351 Einwohner gezählt, das crgiebt einen Zuwachs von 291 Einwohnern seit der letzten VölkSzählung von 1895. — Eine kürzlich vorgenommene Zählung sämtlicher Obstbäume in hiesiger Gemarkung ergab das schöne Resultat von etwas über 30 000 Bäumen, darunter 17 015 Kriegsschiffe führte rum ersten Mal Graf Waldersee bei seiner Ankunft auf der ostasiatischen Station, indem für diesen Zweck diese Kommandoflagge erst zur Einführung bei der Marine gelangte. Eine Beförderung zum Großadmiral aus dem Seeoffizierkorps ist wohl zunächst noch nicht zu erwarten, da der rangälteste Admiral z. Zt. nur ein Patent seines Dienstgrades vom 22. März 1897 hat. Auch ehe dem Prinzen Heinrich der Rang eines Großadmirals verliehen werden kqnn, dürften noch Jahre ins Land gehen, da er erst ein Patent zum Vizeadmiral vom 5. Dezember 1899 besitzt. — Tie „Andalusia" ist mit den geretteten Ueber- lebenden der „Gneisenau" nach Wilhelmshaven abgedampft. Tie Behörden und Konsuln wohnten der Abfahrt bei. Die im Hafen liegenden Kriegsschiffe gaben Salutschüsse ab; die Bemannung stand in Parade auf Teck. Posen, 24. Dezember. Als polnischer Kandidat für die hiesige Reichs tags er satz Wahl, die infolge des Todes des Abg. Motty erforderlich geworden ist, ist der hiesige Rechtsanwalt v. Chrzanowski bestimmt in Aussicht genommen. Chrzanowski ist Führer der jungpolnischen Partei und radikaler Deutschenfeind. Seine Wahl scheint sicher. Ausland. London, 26. Dezember. „Daily Mail" meldet aus dem Haag, Prinz Heinrich, der Verlobte der Königin, mache Schwierigkeiten, seine deutsche Nationalität gegen die holländische einzutauschen, er möchte seine deutsche Nationalität beibehalten. Diese Frage wird augenblicklich eifrig kommentiert. L o n d o n, 26. Dezember. Die bekannte „Cheque Bank Ltd." hierselbst hat ihren Betrieb eingestellt und ist in freiwillige Liquidation getreten. Namhafte Fälschungen von Checks der Bank haben diesen immerhin auffälligen Schritt veranlaßt. Haag, 26. Dezember. Herzog Heinrich zu Mecklen- burg empfing heute mittag im Kgl. Schlosse den Besuch dev Präsidenten Krüger und erwiderte am Nachmittag den Besuch. ö Paris, 26. Dezember. Nach einer Blättermeldung ttcht Amnestiegesetz morgen im Amtsblatt veröffent- Paris, 26. Dezember. Die Gemahlin des Kommandanten Cuignet tonnte gestern mit Erlaubnis des Justiz- minifters ihrem Gatten einen Besuch abstatten. Nachher hatte Cuignet eine zweistündige Unterredung mit seinem Anwalt. Ein Untersuchungsrat ist noch nicht konstituiert. Cuignets Angelegenheit wird heute in der Kammer zur Sprache gebracht. ö i s, 24. Dezember. Die deutsche Kolonie ver- anftaltete gestern abend zu Ehren des von seinem Posten scheidenden Botschafters Fürsten Münster im Hotel Con- tinental cm Abschiedsbankett, dem alle Familien-Ange- hoiigen des Botschafters, der bayr. Geschäftsträger Baron Tann, sämtliche Mitglieder der Botschaft, Reichs-Kom- niissar Richter, der Konsul Jecklin und an 200 Herren und Damen der Kolonie beiwohnten. Der Vizepräsident s A Greins, Latterhof, brachte einen Trinkspruch auf Den Botschafter aus, worin er auf die erfolgreiche Wirk- f^nikeit Münsters zum Zweck Erhaltung guter Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich hinwies. Fürst Munster dankte bewegt. Er hob mit Genugthuung hervor, daß er während seiner Thätigkeit bei Präsident Loubet und seinen Vorgängern, sowie bei den Ministern selbst, das größte Entgegenkommen gefunden habe. Das Hauptverdienst an den guten Beziehungen beider Länder gebühre aber dem Kaiser. Man habe in Frankreich ein- gesehen, daß der Kaiser nur jenen Ruhm anstrebe, der durch Werke des Friedens auf dem Gebiete der Arbeit errungen werden könne. Münster schloß mit einem be- : schert aufgenommenen Hoch auf den Kaiser und das , etliche Haus. Sodann brachte der Botschafter einen I akklamierten Toast auf Präsident Loubet ails. i Schließlich! widmete der Präsident des Quartettvereins I GcfQrt), der stets hilfsbereiten Familie Münster einen schwungvollen Trinkspruch. Der deutsche Kaiser verlieh dem Fürsten Münster, seinen 80. Geburtstag feiert, anläßlich seines Rücktritte Die Brillanten zum Schwarzen Adlerorden. P a r i s,24 Dezember. Ein Telegramm der „Aqenee Havas" aus Willemstad (Curaeao) bestätigt, daß Celestino Peraza einen Aufstand gegen die Regierung im Distrikte Guarico (Venezuela) hervorgerufen hat, und meldet ferner daß Pietri ebenfalls einen solchen vorbereite. Rom, 26. Dezember. Eine Bulle des Papstes ver- langert das heilige Jahr für die Katholiken der ganzen Welt außerhalb der Stadt Rom um sechs Monate. Petersburg, 26. Dezember. Wie aus Livadia ge- meldet wird, begiebt sich der Zar Anfang Januar nicht nach Zarskofe Selo, sondern nach Corfu oder Mentone zu längerem Aufenthalt. 1°- Dezember. Im Frühling 1899 eilhcften alle Armee Offiziere eine bedeutende Gehalts- anfbencrung. Ein soeben amtlich veröffentlichter Tagesbefehl de,- Kriegsministers giebt bekannt, daß nun auch Xf’l fjm^eren der Kosakenheere eine recht bedeutende Gehaltsaiifbesferung bewilligt worden ist. Sie tritt vom 19. Dezember an in Kraft. 24. Dezember. Die deutsche Botschaft hat bei der Pforte Vorstellungen dagegen er- hoben, daß eine a conto-Zahlung für einen bei der öiima Cramp in Philadelphia bestellten Kreuzer erfolgt SS™ lert längerer Zeit schwebende ^erbindlich- kelten gegenüber der Firma Kr-upp erfüllt worden sind. R e w ?) o r k, 26. Dezember. Außer Deutschland fragten auch England und Frankreich betreffs Gewährung von Entschädigungen an für Einbußen, die ihre Unter? KEN wahrend des Krieges auf Cuba erlitten hätten Die amerikanische Antwort lautete, daß die Union nur bann die Verantwortlichkeit übernehmen werde, wenn Cuba zu einem politischen Teil derselben werde. ßs ist Höchste Zeit zur Hrrrerremu- der H^ostvestelluug! er büö Msstück „Di' mein schauer ins Theater z ' it- Dir : unter Umständen •Ä find an Scharlach und Diphtheritis 22 starken. Die Schule hat wieder begonnen. r t .Gedern, 26. Dezember. Die Kaiserlicke Postdirektion in Darmstadt hat unseren Ort aus Bitte hin vom 25. ds. MtS. ab wieder dem Landb-N^ des Postamts I Gießen zugeteilt. O Grebenhain, 26. Dezember. Nachdem die Smu. gebäube sowie Güterhallen usw. auf bet BabS Lauterbach—Grebenhain so ziemlich im Rohbau ferZ» sind, bemühen sich viele Geschäftsleute, in der Räbe unk Bahnhofs Gelände anzukaufen, zu Lagerplätzen da unsere Station vorläufig eine Kopfstation ist unk unser Ort schon seither ein bedeutender Berkekrsvla»^. Bis jetzt hat eine große Bierbrauerei, Nikolay in Hanau q t einen Bauplatz erworben, pro Quadratmeter 1,30 M eine Bier-Niederlage und Restauration zu errichten ffi»? die Freiherrn Riedesel zu Lauterbach, welche eine'Ni,L läge ihrer Fabrikate in Ziegeln, Backsteinen usw 2 ihres Bieres daselbst aufbauen. Auch soll das flofaeE an den Bahnhof gebaut werden. Nach dem neuen SlaM Voranschlag ist auch u. a. der Bau eines neuen Amt-aerick/« für Freiensteinau vorgesehen. Man geht mit öew sq' um, dies Amtsgericht hierher zu bauen, da ja M uni-,r Ort eigentlich im Mittelpunkte des Amtsgechllz Herbstein liegt, während Freiensteinau am (gaumt Auch dürfte die Bahn hier eine wichtige Rolle mittelen A Düdelsheim, 26. Dezember. In einer hiesigen Gch wirtschaft gerieten gestern zwei rohe Bürschchen, btitt im Alter von 16 Jahren, in argen Wortftreit, welcher aai dem Heimwege in Thätlichkeiten auSartete. Der eine Butiit, Sohn eines hiesigen Rechners, erhielt von dem andern em Faustschlag in das eine Auge. Der hiesige Arzt legte soson einen Notve;band an und ordnete sogleich die Ueberbringm des Schwerverletzten in die Gießener Klinik an. Wie mac hört, ist die Hornhaut geplatzt, sodaß das Augenlicht d der einen Seite für den jungen Burschen verloren gehen nm) O Keffelbach, 26. Dezember. Dem Beispiel andern Kassen der Gegend folgend, hat auch die hiesige Spar- uni Vorschußkaffe eine Erhöhung des Zinsfußes beschlosicu Vom 1. Januar 1901 an sind alle Einlagen mit 4 Proztvt, Darlehen gegen Bürgschaft mit 5 Prozent und solche gcgin Obligationen mit 4*/a Prozent zu verzinsen. ko. Mainz, 26. Dezember. Die Station WormS hat die Bezeichnung „WormS Hauptbahnhof" erhalten. k Ertta-iieberrafchMg z ■ neuen Anzug" ver rerhält ein Freilos. «Regensburg, 1 streit soll morgen vor : borg I im Bcrgleichsw Mimischen und beteiligte Vieser Streit schon mel btx Agensburg > der vdnen DvnM, M : sowie Stadtamhof, bit i : oberen Donau, besteht. : daß sich ihr Fischereireo ; abwärts bis zum weite, r was von der RegenM ,'rchiffbrnch. 1 faul/ ßüene" ift am "• Mflwit Mcborg gefkm i sind Vm t - }^’nc Insel, wo zwei c ■ beute noch lebend auf . *®'e erfttSol ' b« 3«t Mm 15. »uq tQWlet imitbt, 6, (8920 männliche unb; 1038 (483 „ ‘@«61(1 14022 (7491 n «We Steif», ■'Mriing bet Uermischkes. * Eine große Trauerfeier für den kurz nach seinem 80. Geburtstag verstorbenen Ehrenpräsidenten der Akademie der Künste Karl Becker fand gestern Sonntag, mittag um 12 Uhr in der Halle des MatthäikirchhoseS an der Großgörschenstraße statt. Der Sarg war in der prächtig geschmückten Halle aufgebahrt, ein Berg von Kränzen bedeckte ihn. Zu Füßen lag die gemeinsame Spende W Kaiserpaares, ein Lorbeerkranz mit Marschall Nielrosen unb den Initialen des Kaisers und der Kaiserin mit der front auf den weißen Schleifen. Prachtvolle Kränze mit Schlnlw in ihren Farben hatten die Akademie der Künste, bit nische Hochschule, die Hochschule für Musik, d/e HochMe für die bildenden Künste, die königliche Akademie der bilbtn den Künste in Dresden, der allgemeine deutsche Kunstverm Berlin und München niederlegen lassen. In der zahlreichkn Trauergemeinde sahen wir den Präsidenten der Akadcm^ der Künste Geheimrat Professor Ende, den Direktor der akademischen Hochschule für die bildenden Künste, Prosestor Anton von Werner, Joachim, Radecke, Hartzer, Doeplar b. It- Schaper, den Regierungspräsidenten von Moltke u. a. mehr Die Studierenden der Technischen Hochschule, der Hov schule für Musik, der Hochschule für die bildenden Wt und die Burschenschaft „Silesia" hatten Abordnungen w Wichs entsandt. Die Gedächnisrede hielt Garnisonpfl^ Keßler aus Potsdam, die Gesänge führte der Domchor Während der Ueberführung des Sarges nach der spielte die Musik des 4. Garde-RegimentS zu Fuß 80 Chopinschen Trauermarsch. , * Eine praktische Vorbereitung für die Mnenian' bahn bezweckt ein neues Unternehmen, das unter oi Ra men Berliner Theater-Akademie mit eisen Bühne von Fran Dora Bauer-Sachse, Neue Wuy" . straße 2, ins Leben gerufen wird. Für die Leitung der langjährige Regisseur des Thalia-Theaters m VQ bürg, Herr Karl Pander, verpflichtet worden. - * Nach unwidersprochenen Meldungen verschu've Blätter hat Rechtsanwalt Schnasiß, Vorptze» , des Reformvereins zu Leipzig, das Borstandsmstgl'bo dortigen deutsch-sozialen Vereins, Kaufmann F. unter den schärfsten Bedingungen auf Pistolen H fordert. jft * Sternberg-Po st karten. In und Weise hat ein Berliner Verleger den xjibeiip”. Lucä 18, 16: „Lasset die Kindlein zu mir kommen , wehret ihnen nicht" dazu benutzt, ihn mit einer uni ■ lostkarte auf Sternberg zu verquicken und daraus w ich anzuführen. Das Königl. Polizeipräsidium ha» nach dem Bekanntwerden dieser Thatsache die Ausgabe der Karten an die Straßenhändler w” und die Polizeibeamten sind angewiesen woroe, Karten bei den Händlern zu konfiszieren. Außerdem gegen den Verleger ein Strafantrag gestE * Trier, 24. Dezember. Heute nacht wu cin Tricrschen Zeitung zufolge aus dem hiesigen ^cnciT Kelch im Werte von 1500 Mark, ferner o/.^fsstabes Fransen einer Decke und das Oberteil des^ri . 'ttc ßH aus dem 13. Jahrhundert gestohlen. >tcr xw y ®rün6eta s den ! ö®- 94. K'SKtz W" meiter »rir.a-j weiter ■ »' ‘ «1 ot* faul I i$)W« l«< $ool »-M ,1‘ ba-5 «m ^loterncn, »mrniSüt Melden des den war au(jJF : a v-'i eVt feil M'0- i normalen Anlaus. ' il schberg, - ifofflc ist das beton 'Mau nieder 11statt wurde ein * Myslowitz, 2 'ort »emrichsthaler Pa .‘xinbu erhängt ret wegen Trunks entli * Was ein Th Ke Zeit zur gtnturA ?okSekellvvz'. unb Di»,!. LSSS k ”»•>.«* >'.4i LL.^ ' ^jvkaufkü '01 N>d«Z DtbtU hrn r\ ' i >«U*äS* «■äjü* 8,3 = ? auH>ttuen. “ •?; A4 » »Sh iU bQllcn' ba K«- des r? ft?«|einaB am? oß J? ei!e nichtige M einer: fi?.9"“ r°h- Süch ZL« argen MrtstL, HEchkeiten ausartete. Rechners, erhielt tonbn^ «Mä Der hiG«^ 1 ?>rd ordnete sogleich bieUttt In die Gießener Siitif 0E, ^ geplatzt, fobaftofai JW" Burschen vMi: g’Wfc Dem LA folgend, hat aiH bit hikheL. Erhöhung des ZrnlD k av sind alle Einlaß,:/ Schaft mit 5 Prozent w 4 */i Prozent zu verzinsen Dezember. Die Stator-- iomS Hauptbahnhos" ch MmMs. Irauerfcter für 6er ^xrobios ■ Karl DeLer MM in der Halle des MM ße statt. ®er Santo m rusgebahrt, ein Be^W ißen lag die, rbeerkranz mü MarM^ aiserS und der Kaisem« eisen. Prachtvolle ArW r tte» to «'°d-7-d-r^ , Lochschule für W ist? die königliche Md5 >a, bet «6gm‘*”e b* 1 niebetlegen H”: JL nn^ptafibw'"’ xa* - wS neue; ^"ziade"Ä ^nn,°; ba$ •u t'eiPi’fl/ f ..«.atu- ** ... benuk' .,„ yrf ;u 1 frül ni-raula .-ij-jB.. •re Mtrirjd)’ >; tom einschließen lassen. Man hat von ihm noch ItT ke 1 Lpur. ■Hamburg, 24. Dezember. Der von Newport News h-miiTenfce Hamburger Dampfer „Milano" rannte in der 1-tritt„Nacht gegen das bei Altenbruch ankernde englische Bo^LMsf „Wiscombe Park", von Jamburg nach Sidney beiwt, und beschädigte dasselbe schwer Die Wrs- camilc Park" wurde etwas leck, mußte die Anker schlippen ürtJi? int Schlepptau zweier Dampfer nach Hamburg zurück- feßhen. Die „Milano" kollidierte dann noch mit der eltitMs weiter elbaufivärts ankernden Bark „Weser", von Hamburg nach Hongkong bestimmt; ^die „Weser" wurde fcfthi.ret Xircf und sank nach dreiviertel stunden. Die Mann- sckTiH wurde durch Boote der „Milano" gerettet, spater lififi bet elbabwärts gehende Leither Dampfer „Norty Slifüi" auf das Wrack der „Weser" und nahm die vtiitmcm, den Großmast und den Besanmast der 'Verhaftung eines Seeoffiziers. Eine 1 e«njatiornelte Meldung kommt aus Kiel. Der Ober-- ■ Cl, utitiant zur See Butterlin, Kommandant des 3 Z^ziolffchiffes „Otter" und Referent der Minenversuchs- fownifiion ist wegen begangener Unterschlagungen v..-iha stet und seines Postens bereits enthoben worden. 'Dresden, 24. Dezember Das Bulletin über das B'&Ntm des Prinzen Friedrich August besagt: Das HMmbcin war auch harte ein durchaus befrredtgendes, eA bestt ht kein Fieber, die Wundenheilung nimmt einen norjiiniifen Verlauf. ’ 5. irsch berg, 23. Dezember. Der „Voss. Ztg." zu- saiche »st das bekannte Hotel Weißbachhof m 3 i vilrrhau niedergebrannt. Auch die anstoßende Löitcanfftalt wurde ein Raub der Flammen. ' M y s l 0 w i tz, 23. Dezember. Ein Nachtwächter in >smHeinrichsthaler Papierfabrik hat seine beiden ältesten M iitibt r erhängt und sich dann selbst entleibt, da m iregen Trunks entlassen worden war. ' Was ein T h e a t e r d ir e kt 0 r heutzutage !i inter Umständen alles thun muß, um Zu- scl t euer ins Theater zu bekommen, beweist eine Mitte Jung aus L y cf. Direktor ©trüning macht bekannt, daß er das Volksstück „Die Grille" 'geben und dabei als E/''ira l! eberraschung zum Schluß einen „kompletten 11 neuen Anzug" verlosen wird. Jeder Theaterbesucher er Wt rin Freilos. Mehr kann man nicht verlangen. • He gen 6 bürg, 20. Dezember. Ein langer Rechts- ;t nit soll morgen vor dem königl. Amtsgericht Regens- innig I im Vergleichswege sein Ende stnden. Aus fach- mckWischen und beteiligten Kreisen wird uns mitgeteilt, daß i'i'sel Streit schon mehr als 400 Jahre, seit 1585, leiden der Regensburger Fischerinnung und den Fischern iec oberen Donau, Mariaort, Ober- und Niederwinzer, so «e Stadtamhof, die nunmehrige Fischereivereinigung der id'MN Donau, besteht. Letztgenannte Vereinigung behauptet, aß sich ihr Fischereirecht in der Donau an der Stadtseite abmrM bis zum weiteren Wöhrd (eiserne Brücke) erstreckt, tocikJ wn der Regensburger Fischerinnung bestritten wird. ' § ch i f f b r u ch. Das in Malmö beheimatete Segel- schrm ,Sverre" ist am Freitag während eines Sturmes umwät »Göteborg gestrandet und gesunken. Sieben Mann sii in crilrunken, drei retteten sich auf eine unbewohnte Ile me Insel, wo zwei gestorben sind, während der dritte l)c w noch lebend aufgefunden wurde. »Die erste Volkszählung in Samoa, die in dei-i M vom 15. August bis zum 30. September d. I. vemchattet wurde, hat für die Insel Upolu 17 755 (8W männliche und 8835 weibliche), für Manoua und AMma 1038 (483 männliche und 555 weibliche), für SMli 14022 (7491 männliche und 6531 weibliche), für initi gesamte Deutsch-Samoa also 32 815 (16 894 männliche .mtti 15 921 weibliche) Einwohner ergeben. ' Auch eine Ausstellungsstatistik. Wie viele Lei Mfund in der Pariser Weltausstellung verhaftet worden? . i j Pirifer Polizeipräfektur giebt jetzt hierüber Aufschluß. WiHkird der Zeit vom 17. April bis 31. Oktober gab es die i Etliche Zahl von 13,904 Verhaftungen. Die meisten .ne^ur Vergehen gegen die öffentliche Ordnung (6420), die r.tic Wiftcn (5123) aus Anlaß von Eigentumsdelikten; 1 ILM tonten auf rechtswidrige Angriffe gegen fremde Per- fonattj, 362 auf Sittlichkeitsdelikte zurückzuführen. Eine roiitifriang der Verhafteten nach ihrer Staatsangehörigkeit üi ck,dQß sich die Nichtfranzosen im Großen und Ganzen brarM i-r^alten haben; es waren nur 1189 Fremde unter 8 allen Arretierten. An der Spitze marschierten Belgien und Deutschland mit den Ziffern 360 und 257, wahrend Oester« reich Ungarn und Amerika sich mit der bescheidenen Ziffer von je 44 begnügen müssen. Briefkasten der Mdaktion. M. Fast durchweg wird Venedig als die Heimat des Marzipans angesehen. Nach einer alten Ueberlieferung soll man ihn zuerst dort gebacken haben, zu Ehren des heiligen Markus, des Schutzpatrons der Bäcker und der Stadt, zum Gedächtnis an eine Hungersnot, von der jener Heilige durch seine Fürbitte die Stadt befreite. Deshalb nannte man das Brod Markusbrod, Marei panie. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Sabbathfeier am 29. Dezember 1900. Freitag abend 4 Uhr, SamStag vormittag 833 Uhr, nach mittag2 Uhr, Sabbathausgang 620 Ubr. Nachmittag 2« Uhr Schrifterklärung. Wochengottesdienst: morgens 7*° Uhr, abends 41S Uhr. Universität und Hochschule. Sein 2bjähriges Jubiläum als Dozent an der Berliner Universität feierte der Geheime Medizinalrat Dr Max Wolff, der Direktor der königlichen Poliklinik für Lungenkrankheiten. Der Direktor des kaiserl. Statistischen Amts, Herr Geh. Ober- Regierungsrat Dr. jur. et phil. v. Scheel, wurde von der staatswiffen- schaftlichen Fakultät der Universität Tübingen zum Ehrendoktor ernannt. Diese Ehrung, welche die Wiffenschaft dem Leiter der Reichsstatistik zu Teil werden ließ, erfolgte nach der „N. A. Ztg." unter ausdrücklicher Hervorhebung der ganz hervorragenden Verdienste, die v. Scheel um die Reichsstatistik überhaupt und neuestens insbesondere um die musterhaft durchgeführte Berufs- und Gewerbestatistik sich erworben hat. Bet der Universität Freiburg i. Br. ist dem Privatdozenten der Nationalökonomie Dr. Heinrich Sieveking, dem Dozenten der inneren Medizin Dr. Adolf Schüle und dem Dozenten für Zivilrecht Dr. Konrad Beyerle der Charakter als außerordentlicher Profeffor verliehen worden, Dorpat, 26. Dezember. Wegen Nichtbezahlung der Kollegien- gelder wurden 245 Studenten von der hiesigen Universität ausgeschloffen. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Markusgemeinde. Den 18. Dezember. Ludwig Müller, Bäcker zu Gießen, und Karoline Müller, Tochter des Ackermannes Jakob Müller III. zu Günterod. LukaSgemeinde. ™ Den 16. Dezember. Elias Schön, Etsenbreher zu Gießen, und Margaretha Aff, Tochter deS Ackermanns Ludwig Aff II. zu Queckborn. Getaufte. MarkuSgemetsde. 36, Dezember. Dem Ausläufer Philipp Römer eine Tochter, Luise, geboren den 26. Oktober. Denselben. Dem Fabrikanten LouiS Lenz ein Sohn, Erich August Ludwig, geboren den 7. November. J9’ ^„Ember. Dem Schreiner Ferdinand Sauer eine Tochter, Johanna Luise, geboren den 6. April. LukaSgemeinde. Den 16. Dezember. Dem Metzger Karl Hartmann eine Tochter, Erna, geboren den 28. November. ' Denselben. Dem Bahnarbeiter Konrad Eller eine Tochter, Elfriede Katharina Johanna, gefroren den 11. November. Arbeiterbewegung. Genua, 23. Dezember. Infolge der von der Behörde erteilten Erlaubnis zur Bildung einer neuen Arbeitskammer ist der Ausstand der Arbeiter beendigt. Sandet und Herkehr. Votkswirtschast. - Dem ReichstagSabg-ordmten Fchrn. v. Heyl ist von dem Syndikus des TabakveretnS, Jof. Schlotzmacher, oorgeworsen worden, er habe gesagt, daß er selbst auf die Gefahr einer Revolution in Wrstfalm hin die Erhöhung des Tabakzolleö betreiben würde. Herr v. H-yl bittet nun die ^Nat.-Ztg.", diese Mitteilung wie folgt zu berichtigen: 1. daß ich in meinen Ausführungen über Tabakzoll auf dem Frankfurter Parteitag der Nationalltberalen Heffens die Reichstags- sraktton in keiner Weise engagiert oder auch nur herang^zogen habe; 2. daß ich auf eine Bemerkung deS Herrn Schloßmacher, die Erhöhung des Tabakzolleö würde eine Revolution unter den Nationalliberalen in Westfalen herbrifüh:en, scherzhaft erwiderte, eine solche Revolution würde mich nicht abhalten, meiner Ueberzeugung zu folgen. Beerdigte. Markusgemeiube. e o L Dm 16. Dezember. Karl Nikolai, Dachdecker, Sohn des Dahn- arbeiters Konrad Nikolai und besten Ehefrau Elisabeth, ged. Merker, 23 Jahre alt, starb den 13. Dezember. Matthäu-gemeinbe. Dm 19. Dezember. Richard Pröschold, Schlostermeister, oa* heiratet, 63 Jabre alt, starb den 18. Dezember. ______ Humoristisches. * Unter Kollegen. Dr. A.: ,Dr. X . . . ist zum Bahnarzb ernannt worden. Was sagst Du dazu?" Dr. B: „Hm, das ist eine Art Eisenbahn-Unglück!" * Bitter. Geck (zu einem Fräulein): „Verschmähen Sre mich nicht, ich würde Ihnen ein Licht sein in der Nacht des Lebens!" Fräulein: „Ich danke, ich brauche kein Nachtlicht.^ ■ '«IU- ! ISSSS Neueste Meldungen. Berlin, 27. Dezember. Das „Kleine Journal" meldet aus Mohelew: Ein schrecklichjer Unglücksfall hat sich zwei Meilen von der hiesigen Stadt ereignet. Ein Landwagen, auf welchem fkfy -6 Bauern und 4 Frauen befanden, wurde von einem Schnellzuge erfaßt und total zermalmt. 4 Männer und 3 Frauen blieben sofort tot, die übrigen wurden schwer verletzt. Die Barriere soll nicht geschlossen gewesen sein. Berlin, 27. Dezember. Nach dem „Kleinen Jornal" wurden auf der Grube Brandenburg bei Kattowitz drei Arbeiter schwer verletzt. Berlin, 27. Dezember. Der Polizei-Direktor von Meerscheidt-Hüllessem wurde am ersten Weihnachsts-Feier- tage mittags 1 Uhr an der Seite seiner ersten Gemahlin beigesetzt. Ter Beerdigung Lohnten bei: Rat Dieterici, mehrere Kriminal-Inspektoren und fast alle Kriminal- Kommissare der Kriminal-Abteilung A und B. London, 27. Dezember. Aus Neufundland wird gemeldet, obgleich die englische Regierung ihre Ansicht über die Erneuerung des modus vivende mit Frankreich betreffend die Fischereifrage noch! nicht kund gegeben hat, ist die neuftmdländische Regierung entschlossen, diesen Modus nicht ohne neue Vorteile für Neufundland zu erneuern. * London, 27. Dezember. Nach einer Mitteilung der Blätter soll ein großer Pilgerzug englischer Katholiken von London nach Rom abgehen. Nizza, 27. Dezember. Großes Aufsehen erregte gestern ein Eifersuchtsdrama. Der Graf Jules de Ber- nouilly hatte aus Eifersucht sechD Revolverschüsse auf seine 25 jährige Gattin abgefeuert und sie dadurch getötet. Er stellte sich darauf der Polizei- Washington, 27. Dezember. Die amerikanische Regierung ist entschlossen, an Spanien keine Entschädigung für die während des Krieges gehabten Verluste zu zahlen. Washington, 27. Dezember. Man befürchtet ernste Verwickelungen für den Fall, daß Kuba die ihm auferlegte Entschädigung nicht zahlen kann. Washington, 27. Dezember. Man versichert, daß der deutsche Gesandte dem Präsidenten der Republik Nicaragua mitgeteilt habe, daß die Vorschläge der amerikanischen Regierung betreffend den Ausbau des Nicaragua-Kanals angenommen werden sollen. Börsennachrichten. Berlin, 24.2Dezember. 40/- Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 44 00 M. 4ü/0 do. 8. 5/6 unk. b. 1904 44.00 * 31/0 0/. do. 8. 7/8, unk. b. 1906 41.00 „ 4 ü/0 D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 96 50 » 8i/ o/0 do. unk. 1905 87.50 „ 4 o/o Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 74.50 „ 40/0 do. 8. 15-18 unk. b. 1900 74 50 M. 4 r Kopierpressen. Wasch- nad Wringmaschinen. Waschmangen. ? Hm Wilhelm Grüneberg £ 8292 8291 Gießen, den 27. 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