150. Jahrgang Mittwoch den88. November Zweites Blatt Nr 279 !?i LGichmerAnzÄM . 8!}ML8ele* in »Sch«. 4 «al beigelegt. ' X t , beifltiegt. wöchtl. Aenerat-WlMer Anrts- und Anzeigeblntt fCir den Ureis Gieszen. Amtlicher Heil vvrgenommen werden. Verzeichnis der Mitglieder der Zählungs-Kommissionen für die Viehzählung am 1. Dezember 1900 Namen der ZählnugSkommissioreu E Gemeinden b. M tqUcber. a. Vorsitzende. 7 Q 1. 1. Hch. Rück, 2. Hch. Kauß. Vrrüm 1. 1. 1. 1 1. 1 1. 1. 1. 1. 1. 1. Hemd« WmMlI 1. 1. 1. 1. 1. 1. 1. 1. 1. 1. 1. 1. Marktßrch i )0000000( Aczugsprel^ oierteljährl. Mk. 2M monatlich 75 Psg. mit BringerlohIt; durch die Abholestelt» vierkeljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 n.cctktjähU. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-BermittlungSstellm M In« und AuslantzeA nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgift». Zeilenprei«: lokal 12 Pfg., auSwärt« 20 Pff. Bekanntmachung. Viehzählung betreffend. t #tig. iithschl? 6WW- Ludwig Schön II., 2. Ludwig Richm, 3. Ludwig Dorfeld I Karl Nicolaus II., 2. Ludwig Rcuschling L, 3. Heinrich Haas XIII. Gustav Stoll, 2. Phil. Rudel II., 3. Ludwig Schmidt. In Gemäßheit des § 5 der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für die Ausführung der Vieh« zählung erlaffenen Bestimmungen, bringen wir nachstehend die Namen der Vorsitzenden und Mitglieder der von uns eingesetzten Zählungs-Kommissionen unter Beifügung der Namen der Ortschaften und Gemarkungen, für welche die Wrttftien, Expedition und Druckerei: -chutstrahe Ar. 7. einzelnen Kommissionen eingesetzt sind, zur öffentliche Kenntnis. Gießen, 23. November 1900. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Bechtold. Gratisbeilagen: Gießener Familienblatter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. , »WM & » 6 ,n„ polte"1 iere" r W WÜT griff W „ MM" •■•.►'„äff Sektion 6 D.tOt.1 Do Ni"'/ 29. $oDen-: 8V1 UhN vkkti-I' SoNN<6 '”?,Ku6 ie Seklionsniitglttder Johs. Fruster, 2. Ludwig Launspach II. Wilh. Meusel, 2. Karl Hahn, 3. Gg. Friedrich Müller. Hch. Röhrig, 2. Wilhelm Aff, 3. Karl Hornmann. Johs. Becker, 2. Phil. Kutscher II., 3. Wilh. Scheld. Johs. Gg. Bommersheim VIII., 2. Hans Gg. Knorr, 3. Gilbert Same». Wilh. Otto II., 2. Ph. Lepper, 3. Johs. Lindenstruth V. Hch. Rumpf II., 2. Hch. Weisel III., 3. KaSpar Müller II. 1. Johs. Horn II., 2. JohS. Schepp I., 3. Hermann Becker. 1. Wilh. Stein, 2. Fr. Konrad. 1. Wilhelm Albach, 2. Hch. Weimer II., 3. Ludwig Grölz 1. Balth. Sarnes III., 2. Martin Grieb, 3. Adam Gorr III. 1. Johs. Hch. Weisel, 2. Hch. Löbrich II., 3. Johs. Müller. 1. Gg. Walter, 2. Johs. Sann II., 3. Kaspar Keil III., 4. Hch. Keil V. : Beigeordneter Kissel, 2. Ludwig Wallbott IV., 3. Franz Stumpf. 1. Hch. Wagner VIII, 2. Peter Seipp. 3. Wilh. Müller III. 1. Stadtverordnete Euler und Helfrich, 2. Feld-Geschworene Steinberger und «Simon. 1. Julius Kuhn, 2. Peter Seip, 3. Konrad Schepp. ■ ,,, 1. Hch. Wagcnbach IV., 2. Chr. Schmidt V., 3. Konrad Hof II., 4.^Konrad Wagenbach, 5. Phil. Schmidt LIK 1. Hch. Faber I., 2. Gg. Deru II., 3. Ludwig Menges I. 1. Ludwig Stein I., 2. Emil Zöckler, 3. Theodor Stein. 1. Chr. Karl Bender, 2. Adam Engel II., 3. Jakob Bingel. 1. Hch. Stark, 2. Chr. Münch, 3. Wilhelm Schombcr. 1. Konrad Münster, 2. Konrad Albach V 1. Otto Hofmann, 2. Wilh. Reichhardt 1. Gg. Weisensee, 2. Ludwig Albach, 3. Peter Kornmann. 1. Hch. Schombcr, 2. Johs. Balser VII., 3. Ludwig Launspach IX. 1. Georg Klöpper, 2. Ferd. Kröll, 3. Wilh. Becker I. 1. Ernst Jnderthal, 2. Ludwig Bornmann, 3. Wilhelm Seipp. 1. Aug. Emrich, 2. Hch. Metzger I., 3. Hch. Meckel IV. 1. Hch. Dietz VII., 2. Hch. Krug III., 3. Peter Grün. 1. Ludwig Krämer I., 2. Gg. Erdmann, 3. Johs. Schwarz III. Hch. Schepp V., 2. Karl Damm, 3. Konrad Erbes. Johs. Groß IIL, 2. Adam Becker, 3. Johs. Neunobel. Gg. Müller IV., 2. Hch. Müller II., 3. Hch Mack. Jakob Benner, 2. Joh. Ph. Reuschling, 3. Phil. Hofmann VI , 4 Philipp Rmn X Wilh. Laux II., 2. Wilh. Grieb III., 3. Adam Laux, 4. Peter Jung XL D. E. Seibach, 2. Fr. Bach, 3. Karl Jockel IV , 4. Rudolph Köhler. Otto Reitz, 2. Phil. Koch, 3. Karl Dcsch. Balth. Schaaf, 2. Peter Becker. Johs. Gg. Schmidt, 2. Ludwig Weigel IX., 3. Philipp Jung IX. Hch. Kd. Niclas, 2. Gg. Gustav Gerhardt, 3. Johs. Walther. Johs. Müller XXIII., 2. Johs. Wagner IX., 3. Johs. Stern IV. Jakob Fritz, 2. Hch. Bender VII., 3. Hch. Roth 1., 4. Hch. Krämer 1. Hch. Schudt, 2. Hch. Feldmann IL, 3. Peter Aff II., 4. Peter Stock II Johs. Gg. Martini IIL, 2. Johs. Seipp XIII., 3. Karl Schmidt. Verwalter Büchsenschütz, 2. Herrn. Jhring, 3. Hch. Zimmer XI. Edg. Menz II., 2. Ludwig Deines I., 3. Kaspar Scheld. Karl Schmidt IIL, 2. Ludwig Geißler IIL, 3. Phil. Schmidt V., 4. Ludwig Hofmann III. Ludwig Deuber, 2. Karl Göbel I. 3. Joachim Rabenau III. Karl Theiß, 2. Hch. Schäfer I., 2. Hch. Cratz II. Johs. Schäfer II., 2. Ludwig Röhrsheim. David Heß IV., 2. Johs. Damer IIL, 3. Jost Gontrum I. Karl Knoll, 2. Hch. Engel, 3. Nicolaus Spieß III Johs. Hau, 2. Hch. Walther L, 3. Wilh. Wirth IV. Hch. Metzger IIL, 2 Hch. Koch I., 3. Hch. Serth. Beigeordneter Bommersheim, 2. Joh. Fr. Koch IIL, 3. Herrn. Philippi 1. Phil. Hch. Hublitz, 2. Karl Schneider, 3. Wilhelm Beltzcr. 1. Joh. Hch. Dappcr, 2. Heinrich Becker VI., 3. Otto Fritz. 1. Hch. Rau, 2. Johs. Schwarz, 3. Karl Rühl. Bekanntmachung, bie Aenderung der Postordnung vom 20. März 1900 betreffend. Die nachstehende Verordnung des Reichskanzlers bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 23. November 1900. GrvNerzogliches Kreisamt Gießen. . v. Bechtold. Berlin W., 14. November 1900. Ae«der««g der Postordnung vo« 20. WLrz 1900. Vom 1. Januar 1901 ab wird auf Grund deS Z 50 des Gesetzes über das Postwesen deS Deutschen Reiches vom 28. Oktober 1871 die Postordnung vom 20. März 1900, nachdem der Bundesrat, soweit erforderlich, seine Zustimmung erteilt hat, wie folgt, geändert: Im § 8 erhalten die Bestimmungen unter b. Drucksachen als außergewöhnliche Zeituvgs- beilagen — Absätze XIV bis XVII — nachstehende Fassung: XIV. AIS außergewöhnliche Zeitungsbeilagen werden solche den Bestimmungen unter I und II entsprechende Drucksachen befördert, die nach Form, Papier, Druck oder sonstiger Beschaffenheit nicht als Bestandteile derjenigen Zeitung oder Zeitschrift erachtet werden können, mit welcher die Versendung erfolgen soll. XV. Jede Versendung außergewöhnlicher ZeitungS- beilageu muß von dem Verleger bei der Verlags-Postanstalt unter Entrichtung der Gebühr für so viele Exemplare, als der Zeitung rc. beigelegt werden sollen, vorher angemeldet werden. DaS Einlegen in die einzelnen ZeitungS- rc. Exemplare ist Sache des Verlegers. XVI. Außergewöhnliche Zeitungsbeilagen dürfen nicht über zwei Bogen stark, auch nicht geheftet, geklebt oder gebunden fein; die einzelnen Bogen müssen in der Bogen« form Zusammenhängen. Die Postanstalten sind zur Zurückweisung solcher Beilagen befugt, die nach Größe und Stärke GeS Papiers oder nach ihrer sonstigen Beschaffenheit zur Beförderung in den Zeitungspaketen nicht geeignet erscheinen. XVII. Die Gebühr für außergewöhnliche ZeitungS- beilagen beträgt 1/4 Pf. für je 25 Gramm jedes einzelnen BeUage - Exemplars. Ein bei Berechnung des Gesamtbetrages sich ergebender Bruchteil einer Mark wird nötigenfalls auf eine durch 5 teilbare Pfennigsumme auswärts abgerundet. Der Reichskanzler. I. V.: von Podbielski. Bekanntmachung. AuS Anlaß der Mittwoch, den 28. dss. MtS. statt- sindenden Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes bleibt das OrtSgericht Gießen an diesem Tage geschloffen. Gießen, den 27. November 1900. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Gros. Deutscher Reichstag. Berlin, 26. November. Bor fast leerem Hause begründet Abg. Graf Oriola (nat.) seine Interpellation, ob die Vorarbeiten für die in Aussicht gestellte Revision der Militär Pensionsgesetze beendet und ob ihre Einbringung in dieser Session zu erwarten sei. Tie Thronrede Habe leider ihre Ankündigung nicht enthalten, trotz der Dringlichkeit der Sache und der unbestrittenen Notwendigkeit der Revision, angesichts der vorhandenen Rechts- Verwirrungen und der Härte und Unbilligkeiten, die Namentlich auch für die Witwen und Waisen vorhanden Deien. Die Pensionen und die Reliktenversicherung müßten öen heutigen Lebensverhältnissen entsprechen. Reichsschatzsekretär Frhr. v. T h i e l m a n n erwidert, 4>aß die Vorarbeiten im Gange sind, daß es aber zu Feuilleton. Frankfurter Oper. Ambroise Thomas' „Mignon", die in Deutschland als angebliche Verballhornung der Goethe'schen Romansigur anfänglich arg Verketzerte, ist nun schon ein volles Menschenalter auf allen Opernbühnen der Welt heimisch, ohne sich im geringsten auögelebt zu haben, und auch am SamStag erquickten sich an dem wundersamen poetisch musikalischen Gebilde die Herzen und Sinne der . zahlreichen Besucher der Frankfurter Oper. Mit der Titel- partie trat Fräulein Schacko hervor, mit schönstem Erfolge. Schon über ihre kindlich anmutige Erscheinung war die Poesie des rätselhaften Kindes ausgegossen. Auf ihrem von glänzend schwarzen Locken umrahmten Antlitz lagen träumerische Melancholie und stille Wehmut. Aus chren tiefen, feurigen Augen blitzte die Leidenschaft. Ihr Spiel war dnrchdacht und entschieden, Haltung und Bewegungen nicht ohne Grazie, wenn auch nicht von italienischer Geschmeidigkeit. Neben dem kindlichen Trotz vergaß sie nicht die Angst vor dem gebietenden Zigeuner, später schien der Ausbruch ihrer Verzweiflung natürlich und wahr, und endlich war die von schweren Leiden Genesende von krankhafter Ueberreiztheit. Musikalisch war chre Leistung die eines voll abgerundeten starken Talentes. Der Wutschrei im 3. Auszüge war von erschütternder stimmlicher Wucht und Größe, ihr durchaus unmanirterler Vortrag den Situationen immer glücklich angepaßt, ihr Piano von wundervoller Klangfülle. Mit größtem Beifall wurde die reich beanlagte Künstlerin überschüttet; ihre Mignon war aber auch von voller künstlerischer Gediegenheit. Den Wilhelm Meister gab Herr Pichler »it großer Vortrags- und DarstellnngSknnft. Er ist freieiner Vorlage an den Bundesrat noch nicht habe kommen können. Greife man aber bessernd in die Pensionsverhältnisse ein, so müsse das auch auf die Zivilpensionen wirken, im Reiche wie in den Einzel st aalen, und das würde sehr große finanzielle Wirkungen haben. Der Reichsinvalidenfonds sei schon jetzt über seine verfügbaren Mittel hinaus in Anspruch genommen. Man müsse sich also sorgsam überlegen, wie weit man gehen solle. Er weise die Verdächtigungen zurück, daß es ihm an Wohlwollen 'für die Militärpensionäre fehle. Er könne für diese Session eine Vorlage noch nicht zusagen. Abg. Rickert (Fr. Vgg.) spricht den dringenden Wunsch aus, daß es noch in dieser Session zu einer Vorlage komme. Man müsse die Lage der Militär-Invaliden bessern und dürfe nicht kleinliche finanzielle Bedenken haben. Im vorigen Jahre betrug der Ueberschuß im preußischen Etat 85 Millionen, in diesem Jahre soll der Ueberschuß noch größer sein. Dieser Mann dort (Heiterkeit) zieht die Millionen ein, die Steuerzahler haben davon gar nichts. So gehen die Dinge nicht weiter. Wir haben keinen Grund, die Matrikn la r beiträge nicht schärfer anzufassen. Für diesen Zweck würden, denke ich, die Herren im Bundesrat auch für eine Reichseinkommensteuer von den Wohlhabenden zu haben sein. (Heiterkeit links.) Drängen wir darauf, daß die Vorlage noch in dieser Session an uns kommt. Abg. Fritzen (Z.) äußert sich in gleidjem Sinne und wünscht ii. a,, daß den Invaliden, die nachher in den Staatsdienst treten, nicht die Militärpension gekürzt wird. Tas Reich müsse und könne für diese Zwecke Mittel ausbringen. Abg. Dr. Der te l (Bd. d. Landw.) schließt sich den Klagen über das mangelhafte Entgegenkommen des Reichs- st. atzsekretärs an, nimmt aber gleichzeitig Finanzminister i. Miquel dagegen in Schutz, daß er an der finanziellen Zurückhaltung schuld sei. Dr. Miquel würde freigebiger fein, wenn man in den finanziellen Forderungen für Kanalzwecke zurückhaltender wäre. (Heiterkeit.) Abg. v. Vollmar (Soz.) spricht aus, daß das Reich hier eine Ehrenschuld einzulösen habe. Das Elend der Kriegsinvaliden müsse auch abschreckend auf bie in den Krieg ziehenden Soldaten wirken. Abg. Eickhoff betont gleichfalls die Notwendigkeit einer bald einjubringenben Vorlage, entsprechen!) bem einstimmigen Wunsch des Reichstages. Abg. Prinz zu Schönaich-Carolath (nat.): Es ist der ausbrückliche Wille, daß hier endlich Remedur eintritt. Wenn es mit einer ganz neuen Gesetzgebung nicht geht, so komme man doch endlich mit einer Novelle, die wenigstens die Kriegsteilnehmer sicher stellt. Von den Kriegsteilnehmern sind eine ganze Reihe nicht notiert, erhalten also die 120 Mark nicht, ohne daß ihnen ein Grund für bie Verweigerung angegeben wird. Die Kriegsteilnehmer sind jetzt alle im Alter von 50 bis 60 Jahren und gerade diejenigen, welche früher keinen Lärm von ihrer Krankheit gemacht, bei denen sich aber jetzt bie Symptome der Krankheit unb bie Gebrechen des Alters zeigen, sind am schlimmsten daran. Das Geld muß für diese Zwecke flüssig gemacht werden, meinetwegen durch eine Steuer. Es wäre eigentümlich, wenn bas Reich bei einem Etat von zwei Milliarben nicht einige Millionen übrig haben sollte, um bie Invaliden ausreichenb zu versorgen. Es muß ihnen auch bie Militärpension unverkürzt neben ihrem Zivileinkommen gelassen werben. Auch eine Entschädigung für bie Nichtbenutzung bes Zivilver- sorgungsscheines ist notwenbig. Es ist ein trauriger Zu- ftanb, baß unsere Veteranen und ihre Hinterbliebenen in Deutschland schlechter bastehen, als in bem besiegten Frankreich. Abg. Dr. Arendt (Rp.) würde auch einer neuen Steuer das Wort reben. Es wirb Sache ber Einzella n d t a g e sein, auf eine schnelle Erledigung ber Sache hinzuwirken. Die Uebereinftimmung bes Reichstages sollte die Regierungen veranlassen, unverzüglich die Vorlage einzubringen. Abg. Werner (Antis.) bebauert ebenfalls die Verzögerung der Angelegenheit und bie baburch herbeigeführte Mißstimmung in weiten Volkskreisen. Wie solle ber junge nach China gehenbe Soldat Mut finben, wenn er sehe, wie schlecht zu Hause für die Kriegsinvaliben gesorgt werde? Abg. Graf Oriola roenbet sich scharf gegen ben Schgtz- lich für diese jugendliche Rolle schon etwas zu alt unb zu umfangreich. Sein Organ ist flüssig, wenn auch nicht eben noch befonbers groß unb voll, so doch wohlklingend, und seine Tongebung tadellos. Sein Stimmklang ist hier und da etwas gaumig, seine Deklamation meist scharf und schön, sein Sprechen ist allerdings etwas mangelhaft. Im Ganzen war sein Wilhelm von gewinnender Frische und Natürlichkeit, nicht ohne Vertiefung und psychologische Verfeinerung. Vorteilhaft wirkte der gramvolle, von Herrn Brinkmann mit edler Stimmgabe, wenn auch leider etwas steifem Spiel zur Darstellung gebrachte Lothario. Ebenso waren der Laertes des Herrn Schramm und der Friedrich des Herrn Hauck anerkennenswert. Einen schönen und vollen Erfolg, gesanglich und darstellerisch, errang Frl. v. Bonomi a. G. aus Köln als Philine, deren ganze kokette, tändelnde, liebenswürdige Art bei völliger Beherrschung der Formen bestens zum Ausdruck kam. Hohes Verdienst erwarb sich die Kapelle um die lebensvolle Ausführung der an schönen und eindrucksvollen Melodien und harmonischen Effekten reichen, aber auch Flachheiten und unvermittelteUebergänge aufweisenden Musik, die Regie durch eine prächtige, malerisch-stimmungs- volle Ausstattung. —o. Weiynachts^Litteratur. Von Goethes Faust (erster und zweiter Teil in einem Bande, geb. 3 Mk.) ist soeben eine Tehr schöne Ausgabe bei Carl Krabbe in Stuttgart erschienen. Wie ganz anders als in den vielen billigen Klassiker-Ausgaben a la Reclarn sieht uns von diesen delikaten und doch nirgend mit unnützem Schmuck überladenen Blättern bas herrliche Gedicht an. In derselben vornetzn>-gediegenen ':r,P M P4'" &r d > (cSe ^itl ™ felretär und erklärt dessen Behauptung, daß seine BvV- würfe gegen bie Finanzverwaltung auf die Wirkung nack außen hin berechnet seien, als eine Verdächtigung, die e« zurückweise. Präsident Graf B a l l e st r e m erklärt, daß er di, Worte des Schatzsekretärs nicht so aufgefaßt habe, afe ob dem Grafen Oriola eine Verdächtigung vorgeworferi werden sollte, sondern so, daß dessen Worte nach außer, eine solche Verdächtigung hätten erregen können. Andern« falls würbe er bie Worte des Schatzsekretärs als mit de» Drbming bes Reichstages unverträglich bezeichnet habe». Hierauf geht das Haus zur ersten Beratung ber See« mannsorbnung unb der zugehörigen Entwürfe über. Abg. Dr. Seniler (natl.) rühmt das sozialpolitisch Wohlwollen der Vorlage, er trage aber doch manche Bedenken, so namentlich gegen die unbedingte Sonntagsruhe für das Laden und Löschen der Schiffe, die int Auslände die deutschen Schlifft schlechter stelle, als die Schiffe ander» Länder. Derartige Dinge seien international au regeln. Ebenso bie Beschränkungen ber Arbeitszeit, bie Mhe- fristen unb anberes, was besonbers für bie kleinen und mittleren Betriebe bedenklich sei. In Bezug auf die lieber stunden ist Redner gegen die Ueberstundenbezahlung ber Offiziere, welche deren Stellung herabdrücke. Die $. schaffung einer besonderen Reichsinstanz zur Kontrolle bei Ausführung der Seeunfallverhütungsvorschriften fei unnötig, da die Seeberufsgenossenschaft diese Zwecke schm erfülle, bie das dringlichste Interesse habe, durch streu«! Aufsicht über die Schiffe Seeunfälle zu verhüten. Weite, hin äußert er sich gegen das Koalitionsrecht ber Seeleute, benen man damit in fremden Häfen ein Danaergeschenk mache. Abg. Frese (freif. Ver.) ist der Meinung, daß mar mit den Schutzmaßregeln in der Hauptsache nicht über bie Vorlage hi'nausgehen bürfe unb betont ebenfalls, dcch Sonntagsarbeit nicht zu vermeiben sei. In ber Sonbn bezahlung ber Ueberftunben ber Offiziere sieht er eine tze fährbung ber Disziplin. Die von ber vorjährigen Kom rnission geforberte Teilung ber Ruhezeit im Dienst sei aus kleinen Schiffen nicht burchführbar. Man müsse darauf achten, daß die deutsche Rhederei gegenüber der ausländischen konkurrenzfähig bleibe. Der Entwurf fei im ganzen trefflich durchgearbeitet. Abg. Rettich (kons.) ist für die strikte Durchsührunz der Sonntagsruhe und ebenso im Gegensatz zu ben Vor rebnern für Bezahlung ber Ueberftunben ber Offiziere. Darauf wirb bie Weiterberatung auf Dienstag ver tagt. Außerdem Rechnungsfachen unb Privatversicher ungsgesetz. 6 GeMA 9(H| . qenchtS 0*1 ! seither unter, 4 L-erM" '"I । -Usern und öM I M besteht au| i Aßlar, Wert ZV »Mrn. I ! Cdoi । tmbtttn Din, « tonnt; wenig:« I • ich reibt, daß pt| I paschen M-I : aber bei einer n| 8 Oelonowen in I i glänzend bewiel ' seitherigen Frei» 1 flüfaufttntä . nieder, 2kl* : gesehen haben, x i mit verbundenen! «fltrjie den betret :ihre Sesuche abftc Worms, < i j d) a f f u n g ü o 1 Höbe zum Se Hand gestern im Ans Stadt und Kand. Gießen, 27. Novenckrv. ** Aus bem Militär Wochen blatt. Frhr. v. Senarclens-Grancy, Oberst, beauftragt mit den Funktionen eines Gen.-Adjutanten des Großherzogs von Hessen, wurde unter Ernennung zum Gen.-Adjutanten desselben, zum Generalmajor befördert; Frhr. v. starrt, Rittmeister a la suite des 2. Groß. Hess. Drag.-Regts. (Leib-Drag.-Regts.) Nr. 24 unb Flügeladjutant Sr. Kgl. Hoheit des Herzogs von Sachsen-Coburg unb Gotha, als Eskabr.-Chef in bas 3. Schles. Drag.-Regiment Nr. 15 ver | setzt. Weise, Hauptmann unb Komp.-Chef im 3. Großh. ( Hess. Jnf.-Regt. (Leib-Regt.) Nr. 117, zum überzähl. Majqr beförbert; Thümmel, Hauptmann im 3. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Leib-Regt.) Nr. 117, zum Komp.-Chef ernannt; Freiensehner, Leut, im 4. Groß. Hess. Jnf.-Regt. (Prinz Carl) Nr. 118, a la suite des Regts. gestellt; Frhr. v. B u b b e n b r o ck, Major im Magbeb. Hus.-Regt. Nr. 10, unter Entbindung von bem Kommando als Adjutant bei ber 9. Div., zum Stabe bes 2. Großh. He//. Drag.-Regts. (Leib-Drag.-Regts.) Nr. 24 versetzt. Fr^r. v. Preuschen, Hauptmann unb Batterie-Chef im 1 Großh. Felbart.-Regt. Nr. 25 (Großh. Art.-Korps), als Adjutant zum Generalkommanbo bes 11- Armeekorps ko in inanbiert. Frhr. v. bem Bussche-Lohe, Ober!, im 1. Garbe-Feldart.-Regt., unter Enthebung von dem Kom- manbo zur Dienstleistung als Assist, bei ber Art.-Prüs- ungs-Kornrnission unb Beförderung zum Hauptmann ohne Patent mit einem Dienstalter vorn 1. Oktober b. I., als Batteriechef in bas 1. Großh. Hess. Felbart.-Regt. Nr. 25 (Großh. Art.-Korps) versetzt; Erbgraf zu Erbach- ■ —S? Liebhaberausgabe unb zu demselben Preise bringt die gleiche Verlagsbuchhandlung HeinesBuch derLiede * heraus; zu Geschenken in solchen Kreisen, die Schönes und I Ebles auch aus schöner und edler Schale genießen möchten, ohne sich doch von allzu prunkvollem Gewände den Inhalt verhüllen zu lassen, seien diese Ausgaben angelegentlich empfohlen. P a u l H e y s e', Fräulein Johanne.— A u f d e r Alm. Illustriert von Fritz Reiß, Friedrich Spielhag e n, D i e Dorfeoquette. Jllustr. von H. Hübner, Richard Voß, Südliches Blut. Römische w vellen. Illustriert von Carl Zopf. Jed^r Band biw 2 Mk. Verlag von Carl Krabbe in Stuttgart. Tie 9e" nannten drei Schriftsteller stehen bei dem deutschen W Publikum seit vielen Jahren in solcher Gunst unb Ansehen, daß die Ankündigung dieser Neuheiten genW, ihnen eine große Schar von Liebhabern zu erwecken. _^r bekannte Krabbe'sche Verlag hat bie Werke auch äußerlich geschmackvoll ausgestattet unb mit Illustrationen schmücken lassen. Emil Palleske, Schillers Leben 11,1 * Werke. 15. Auflage. 50 Bogen in Leinen g^b 6 Ml., Verlag von Carl Krabbe in Stuttgart. Zum 15. Mw unternimmt Palleskes bekanntes Werk seinen Gang s ber beutschen Leserwelt — ein gutes Zeichen für D Schriftsteller, der es verstauben hat, ben Deutschen seine Lieblingsbichter nach Leben unb Werken so barzusteue - baß Herz unb Gemüt sich erbauen an bem lebenswarmen Bilbe bes Dichters. Ein gutes Zeichen sinb diese mim sich wieberholenben Auflagen auch für das deutsch ~ei Publikum; es zeigt damit nicht nur, daß es jcincoiur | ters Schiller nicht müde wird, sondern ebenso, oap I eine gedrängte, klare, anregend geschriebene Biograp- I versteht. ; gezogenen Perl üvorliegenden 2j billiger licjern I! letit möglich \\\ i wMen mußer - «uch noch jo FinanMslchuf 1.0 OtK) Gentner I Nüfigen Kohle, • Neigung haben I lick billiger ob, i wird bie Stabt üeserung Don vi machen und si müsjen gestehen, 1 Wir das geplant > bedenklich halte 1 der Stadt nur - Aaren ebenfal 1 was ihnen u. a i Acnern, ber h, 1 vitteUe etijaltei Mw burd) bas 8 leichte D IfW zwischen ein Fami •wntommen von ums Tase \ W'envater, ber i^r hat. Schi » «!’ b«6 hier , •XVxX*L . ? lebiqeg " 'M StatI, ’ Die ».S.'s.’ü 1 er (Ar mi K°hl, Mir °“6 ""-schreibe, te* * < JSi"« ffiÄj ;l ^Obe ’m welch« Besuche bei der Fischer aus und eingingen. Den Herr habe ihr gleichzeitig versprochen, daß er ihr mehrere tausend Mark geben würde, wenn sie näheres über die Fischer mitteilen könnte. Durch einen Zufall ist die Zeugin nach ihrer weiteren Aussage mit dem Detektiv-Direktor Schulze bekannt geworden und habe sich bereit erklärt, einige Recherchen anzustellen, wobei sie allerdings gleich gesagt habe, daß sie einem so reichen Manne gegenüber nichts umsonst thue. Sie sei dann nach Frankfurt a. O. gefahren, habe dort nach dem Maler recherchiert, habe auch Ermittelungen angestellt und im ganzen etwa 350 Mark erhalten. Zeugin unvereh. Id» Brauer ist diejenige Person, mit der Herr Stierstädter zugegebenermaßen außer mit Frau Hausmann auch noch in unzüchtigen Verkehr getreten ist. Die Zeugin macht über diesen Punkt von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch, da Stierstädter verheiratet ist. Sie sagt aus, daß die Eallis früher mit Bestimmtheit den Angeklagten Sternberg wiedererkannt habe. Als sie im Krankenhause lag, und den Besuch der Zeugin und der Frau Hausmann erhielt, habe sie direkt gesagt: „Und wenn ich mit dem Krankenwagen hingefahren und zum Termin hinaufgetragen.werden müßte, so werde ich sagen, daß es Sternberg sei." Es kommt darüber zu sehr heftigen Auseinandersetzungen. Die Callis behauptet, sie habe nur gesagt: Wenn er es ist, dann sage ich es auch. Die Zeuginnen Hausmann und Brauer widersprechen dann sehr lebhaft. Die Callis habe neulich nod} zwei Stunden vor ihrer Aussage drüben in der Konditorei heftige Anschuldigungen gegen Herrn Sternberg erhoben und gesagt, es sei Sternberg, der Jude müsse ins Zuchthaus, er habe ihr Leben vergiftet. Die Callis behauptet darauf, di? Frau Hausmann habe sie betrunken gemacht, das thue sie öfter, wenn sie jemand aushorchen wolle. Frau Hausmann bestreitet das und der Vorsitzende konstatiert, daß die Callis bei ihrer neulichen Vernehmung einen betrunkenen Eindruck nicht gemacht habe. Die Callis wiederholt aber, daß der Maler, der bei der Fischer verkehrte und mit ihr zu. thun hatte, Herr Sternberg nicht sei, sondern viel jünger gewesen sei. Frau Hausmann habe aus Aerger darüber, daß sie kein Geld von Luppa erhalten habe, sie aufgereizt, Herrn Sternberg möglichst hineinzulegen. Frau Hausmann erklärt dies ihrerseits für Unwahrheiten. Tie Sitzung wird auf Dienstag vertagt. Vermischtes. * Rom, 25. November. Die Tiber ist in fortwährendem Steigen begriffen. Biele Ortschaften sind bereits überschwemmt. Auch die Umgebung des Pantheons steht unter Wasser. In den Häusern herrscht großer Mangel an Trinkwaffer. Wien, 25. November. Im Ampezzo-Thale ist starker Schneefall eingetreten. In vielen Ortschaften liegt der Schnee 12 Clm. hoch. ♦ Charkow, 25. November. Im chemischen Laboratorium des Technologischen Instituts fand eine furchtbare Gas-Explosion statt. Drei Studenten wurden gelötet, zwei erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Der Saal ist zerstört. 5 n ö e r g, Leut, a la suite der Armee, zum Oberleut. üiSrdert; Weber, Hauptrn. und erster Offizier des Dnndcpots der Großh. Hess. (25.) Division, unter Beizung seiner bisherigen Uniform, zur 2. Traindepot-Di- mon versetzt; Dobers, Feuerwerks-Oberl. bei der 25. Kid-Art.-Brigade (Großh. Hess.), zum Feuerwerkshaupt- Ktin befördert; Frhr. v. Gall, Fähnr. im 1. Großh. Jnf.-(Leibgarde-)Regt. Nr. 115, zum Leut, befördert; »Lchultzendvrff, Werneburg , Unteroffiziere im 1 drosch. Hess. Feld Art. Regt. Nr. 25 (Großh. Art.-Korps^, Lu Jähnr. befördert; Eltze, Vizefeldwebel im Landw.- Itjid Prenzlau, zum Leut, der Reserve des 3. Großh. Wtij. Inf.-Regts. (Leib-Regts.) Nr. 117 befördert; Kisch er, Oberleut, im 2. Großh. Hess. Drag.-Regt. (Leib- Lrag.-Regt.) Nr. 24, ausgeschieden und im Ostasiatischen Neiter-Regt. angestellt. ■* Gesellschastsgrundung. Unter der Firma „Wetzlarer Brüche Werke M. Hensoldt & Söhne, Gesellschaft mit Lkschränkter Haftung", wurde mit dem Sitz in Gießen eine HcseSlschaft gegründet und zum Handelsregister des Amts- »qmchtS Gießen angemeldet. Die Gesellschaft betreibt die fflithrrr unter der Firma M. Hensoldt & Söhne, optische LnMtten in Wetzlar geführte Fabrikation von optischen •W:rn und Instrumenten. Der Aufsichtsrat der Gesell- Jföift besteht aus den Herren M. Hensoldt sen. in Wetzlar, Albert Zobel- Gießen, Rechtsanwalt Grünewald« Gießen. Bad-Nauheim, 24. November. Daß unsere großen ÄMr rauer Oekonomen außer mit dem Pflug auch noch mit Kiiibmn Dingen umzugehen verstehen, ist hinlänglich be- -M ^gehörig,,, r-^9 btt., L) rt ,ic“"tainqtVand>’ 'er Schm. lE" . »er Arbeit l“ ”? Mdkrz -j"'M ine t SSkm i-ni-h-l! dich ° ^alltionsrechi der n ein Danaergis , y Meinung, das 'der Hauptsache nich, se und betont ebensall- fei 3n der ,cr sieht er eir e der vorjähriger, • r Ruhezeit im Dienst k. u9rbai. Man müsse t- erei gegenüber der aM Der Entwurf sei bn^. . für die sttikte DvMn >o im Gegensatz zu to leberstunden der lfjizM iberatung auf Dienstag -fachen unb fyioatoerjr M W. tzirtzrv, 27. K'.. ärwochenbls// ), Oberst, beoi/.^ mit। tauten des Nt)eW ng zumDMMM.' esörder/. ifr h r. v. w. •>. M Hess. Tiag.i mb Mgeiadsutant eck M-Eoburg und Hvltc Iwatz.-^tzMent dir. id ^vmY.-Chef im 5 on dem Kommmc i Stabe des 2.W; Nr. 24 vM-k -M. bei H«®- üom 1. Oktobers i Erbgraf zu - Diedrich $ W % uft!. von l eite- ichesBlu. 1 * Lttgart. :abbe w putsch tehen Änfl 3 n ^' .Meuheiteu -s na bifF , »[Rica“,, k r 5 * , Lebe" Sch'l'n Leine" W 'Lrt 3«»^ inrf’eisS kannl. weniger bekannt dagegen war, wie der „Bad N.-Anz." i'chreibt, daß sie auch mit der Handhabung von Champagner- fflaschcn zum — Dreinschlagen bewandert sind. Dies wurde «der bei einer neulichen gemütlichen Zusammenkunft mehrerer Ärkonomen in unserer Kreisstadt in einem dortigen Hotel zlällMd bewiesen. Aus irgendwelchem Anlaß waren die Whnigen Freunde in Streit miteinander geraten und im Aufvusten die Champagnerflaschen auf die Köpfe Nieder. Bewohner verschiedener Wetterauer Dörfer wollen grschk n haben, wie die Chaisen ihre verwundeten Herren Mit verbundenen Köpfen heimbrachten. Auch sollen einzelne Ntrzte den betreffenden Ortschaften mehr als sonst üblich ihre Besuche abstatten. Worms, 24. November. Der Antrag auf An- fchasfung o o n Kohlen durch die Stadt und A b - gübr zum Selbstkostenpreis an Minderbemittelte flanb gestern im Finanzausschuß zur Beratung. Aus den Msl-genen Verhandlungen ging hervor, daß nach einer ooilie genben Offerte die Stadt die Kohlen bedeutend billiger liefern kann, als dies den hiesigen Kohlenhänd- tlern möglich ist, die ihr Personal, Miete und Steuern Labilen müssen und für sich selbst auch auf einen, wenn «ch noch so geringen Verdienst, angewiesen sind. Der Zinainzansschuß beschloß, bevor er an den Ankauf von 110OK) Centnern Kohlen herantritt, sich nochmals mit den Hcsigen Kohlenhändlern in Verbindung zu setzen, ob sie Äcigning haben, die Kohlen an Minderbemittelte wescnt- idi billiger abzugeben. Besteht diese Neigung nicht, so wirb die Stadt von der ihr vorliegenden Offerte auf An- üjkmng von vorläufig 10 000 Centner Kohlen Gebrauch Gchen und fiez 511111 Selbstkostenpreis abgeben. Wir Wsjen gestehen, so schreibt die „Worms. Volksztg.", daß iM d as'geplante Vorgehen der Stadt für nicht ganz un- "bköknklich halten; denn die Kohlenhändler würden mit btt Stadt nur dann konkurrieren können, wenn sie ihre •Sorem ebenfalls zum Selbstkostenpreis ablassen wollten, icti ihnen u. a. auch wegen der ziemlich hohen städtischen cpueril, der hohen Arbeitslöhne rc. unmöglich ist. Unbe- 1 rnittclte erhalten ihren Bedarf an Brennmaterial ja ohne- ilif? durch das Armenamt unentgeltlich, und es wird auch iHne leichte Aufgabe sein, genau festzustellen, wo die ßtiknze zwischen Mehr- und Minderbemittelten zu ziehen i st. da ein Familienvater mit einem Kinde und einem flNintmnmen von 1200 Mk. unserer Meinung nach den .1 bnnipl ums Dasein leichter besteht, als etft anderer Fa- t n Üientxiter, der einen Gehalt von 1800 Mk. und acht .1 Huber hat. Schließlich darf man aber auch nicht vereisen, daß hier ein Präzedenzfall geschaffen würde, da tii r Sozialpolitik der Kommune auf eine sehr bedenkliche iMit führen kann, denn was heute mit Kohlen geschieht, mb man nächstens auch mit Brot, Fleisch, Petroleum, ^Wzereiwaren rc. verlangen können. -ko. Dingen, 26. November. Heute nacht wurde der 3Äjchrige ledige Kutscher Hermann Julius Kutz aus Targo- miiio im Stalle seines Dienstherrn, des Großgrundbesitzers uiii 1. Beigeordneten F. C. Geromont, ermordet auf- gielunden. Die sofort eingeleitete Untersuchung führte •itin der Nacht zur Entdeckung und Verhaftung des ÄWrderS, des 24jährigen Knechtes Heinrich Mörs- düöiser auS Bockenheim, der im Berlaufe eines Disputs di^IkMtscher in bestialischster Weise mit einer Mistgabel eiic^IagcB hat. Frankfurt a. M., 24. November. Der gesamte nächst- jWg- KohlenPedarf für das 18. Armeekorps wiith aus England gedeckt. Trotz dreimaliger Sub- nnsfiomsschreiben war keine Offerte zur Lieferung dieses .Mihlcivbedarfs eingelaufeu, so daß sich die Militärverwaltung sMßlich genötigt sah, sich auf freihändigem Wege mit KHHlen zu versorgen und zwar, da keine inländischen Kohlen mejr zu haben waren, mit Kohlen auS England. Die $trma. Kleinschmidt in Frankfurt hat den Bezug der eng- lilschn Kohlen vermittelt, und die ersten Abschlüffe find biutttts» in Lieferung, die zurzeit in Kastel und Frankfurt aefl großen Schleppkähnen unter militärischer Kontrole eirtlobeen werden. •* Kleine MtleUungen aus Hefieu und den Nach-ar-aateu. DirO»ttsgruppen Mainz, Alzey, Worms und Darm- flR-abt des Alldeutschen Verbandes eröffneten in diesem Mmtl ihre Winterversammlungen mit einem Bortrage des Mr. Liehr über die chinesische Frage. — Das Ritterkreuz 11 Muffe des König!, bayerischen Militär-BerdienstordenS G im« Rittmeister Kraemer in Darmstadt, Flügel-Adju- des Großherzogs, verliehen wsrden. Koloniales. — In Kamerun sind anscheinend abermals zwei Weiße von Eingeborenen niedergemetzelt worden. Die „Mitteil. d. D. Kol.-Ges." berichten darüber: AuS Kamerun wird unS der Tod der beiden Angestellten der Kamerun-Htatellandgefellschast Kasch unb Arnold auf telegraphischem Wege übermittelt. Die Todesmseche ist nicht angegeben; doch ist die V-rmutung begründet, dah beide Herren feindlichen Eingeborenen im Busch zum Opfer gefallen sind. Im Juli halte Kasch von Edea aus den Sannaga aufwärts eine Expedition in das Innere unternommen und in Sakebayrme, vier Tagcretstn aufwärts Ede», eine Faktorei angelegt. Die ersten Berichte, Die Kasch an die Gesellschaft etnsandte, lauteten seyr günstig, ließen jedoch erkennen, daß Schwierig ketten mit den Negern nicht ausgeschlossen sein würden. Wahrscheinlich ist Arnold zu feiner Uaterfiützuna htnausgesandl worden, und auf dies- Weise sind beide in treuer Pflichterfüllung auf einem der Vorposten der Ziollisation ihrem Berufe zum Opfer grfallm. Prozeß Sternberg. Berlin, 26. November. Der erste Zeuge ist heute ber Versicherungsagent Siegfried Hofmeister, der eine von den Personen ge wesen sein soll, die Beeinslussungsversucl^e bei Blümkes gemacht zu haben. Er erklärt, daß er eines Tages von einem Herrn ausgesucht worden sei, der zunächst bat, sich nicht vorstellen zu brauchen, der sich später Jänicke nannte. Dieser sprach davon, daß ein Herr von einem Kinde falsch belastet werde. T-as Kind befinde sich bei Blümke, der Kanzlist in der Versicherungsgesellschaft „Prometheus" sei, und es komme darauf an, daß die Wahrheit ans Licht gebracht werde. Herr Jänicke habe ihm ferner gesagt, er dürfe nicht vom Wege der Wahrheit abweichen, denn er werde von der Polizei beobachtet. Der Zeuge hat sich dann, wie er bekundet, an Blümke herangemachl und so gethan, als ob er sich nach den Verhältnissen der Gesellschaft „Prometheus" erkundigen wolle. Für seine Thätig- keit in dieser Sache habe er hundert Mark im Ganzen erhalten. Sowohl der Vorsitzende als auch der Staatsanwalt macl>eii den Zeugen darauf aufmerksam, daß die ganze Sache doch sehr bau ad) aussehe, als ob Herr Blümke bestochen werden sollte. 'Ster Vorsitzende betont ferner, daß ein demnächst zu vernehmender Zeuge Bergmann allerlei bedenkliche Aeußerungen von ihm bekunden werde. So solle er einmal gesagt haben, daß Blümke leicht 10000 Mk. und er selbst 30 000 Mk. verdienen könnte, so daß beiden geholfen wäre. Zeuge Fritz Wolf ist Juserateuagent und kennt Sternberg seit langen Jahren. Aus Ersuchen des Herrn Luppa hat er sich bereit erklärt, Ermittelungen in der Woyda-Sache anzustellen, weil, wie er sagt, er selbst wie andere Leute Sternberg des ihm vorgeworfenen Deliktes nicht für fähig hielt. Seine Aufgabe sei gewesen, Personen, die nicht polizeilich gemeldet waren, auszukundschaften. Gr habe Reisen nach Frankfurt a. O., Hamburg ic. gemacht und dafür tägliche Spesen von 20 Mk., in Summa 3000 Mark erhalten. Richtig sei es, daß in den Gesprächen von ihm der Gedanke der Begründung eines Konfektionsgeschäftes, bei dem Herr und Frau Blümke eine Vertrauensstellung erhalten könnten, ventiliert worden sei, er bestreitet aber die Behauptung, daß er dabei Herrn Blümke 15 000 Mk. versprochen habe. Zeuge Blümke hatte in seiner früheren protokollarischen Vernehmung eine derartige Behauptung aufgestellt, er schränkt diese jetzt ein und erinnert sich nur, daß von 15 000 Mk. die Rede gewesen sei, ohne zu wissen, in welcher Beziehung dies geschah. Auf weiteres Befragen giebt der Zeuge Wolf zu, daß er die Blümkes dreimal ins Theater geschickt habe. Er behauptet, draß dies auf Freibillets geschehen sei. Richtig fei auch, daß die Zimmervermieterin des Zeugen Stoff zu einem Kleide zu Frau Blümke gebracht habe, das sie sich von dieser machen lassen wollte. Sie habe aber den Stoff wieder mitgenommen, da es ihr unheimlich war, als sie merkte, daß bei Blümkes ein Mann, der ein Kriminalbeamter war, auf Strümpfen hin- und herhuschte und horchte. Dieser Kriminalbeamte war Herr Stierstädter, wie dieser ohne weiteres zugiebt. Der Angeklagte Sternberg wünscht genau zu wissen, was der Zeuge eigentlich bei Blümkes wollte. Der Zeuge erklärt, daß er die Bekanntschaft anknichfeu sollte, um herauszuhorchen, ob ein Komplott vorliege. Die Punkte, die zu recherchieren waren, seien gewöhnlich auf einem großen Bogen verzeichnet gewesen, in den er zumeist bei Herrn Luppa, mitunter auch bei dem fldechtsauwalt Dr. Werthauer Einsicht genommen. Er habe sich bann die betreffenden Notizen gemacht und seine Nachforschungen angestellt. Der nädjfte Zeuge ist Kaufmann FritzHäusler. Er ist mit der Margaretha Woyda bekannt gewesen und von dem Zeugen Wolf angegangen worden, sich näher mit der Margarathe zu befreunden und zu versuchen, durch diese etwas über die Frieda Woyda und deren etwaigen Verkehr mit Sternberg zu erfahren. Er habe schon vorher mit der Margarethe Woyda einmal gesprochen, daß eir sich ein Geschäft kaufen wolle und baß sie vielleicht bei ihm Wirtschafterin werden könnte. Als er mit Herrn Wolff bekannt wurde, habe er diesem gesagt, daß er mit der Margarethe Woyda bekannt sei und sie heiraten wolle. Er habe darauf von Wolff 50 Mk. Spesen im voraus erhalten. Ter Zeuge behauptet, daß er gar nichts in der Angelegenheit gethan habe, und da er gar nichts ermittelt habe, habe er die 50 Mark zurückzahlen sollen, habe es aber bisher nicht aethan. Durch nochmaliges Befragen des Zeugen Häusler wird festgestellt, daß dieser durch einen von einem Freunde geschriebenen Brief einmal vergeblich, versucht hat, mit Margarethe Fischer zusammenzukommen. Hierauf wird Dr. med. Ludw. Hahn vernommen. Es ist dies der Herr, der etwas von einem Doppelgänger Sternbergs soll befunben können. Da nach ber Bekundung des Zeugen dieser Doppelgänger ein „tiefer Vierziger" gewesen sei, so betont der Staatsanwalt, daß es der „Nuttenjäger" nicht gewesen sein könne. Frl. S e b e Bieber ist Inhaberin eines Pensionats. Fräulein Fischer hat vier Wochen bei ihr gewohnt. Eines Tages ist nach der Bekundung der Zeugin bei ihr ein Herr erschienen, der vielleicht der jetzt in Paris »veilende Ebstein gewesen sein mochte, unb habe sich erkundigt. Gerichtssaal. ' Elberfeld, 26. November. In dem Militär-Befreiungs- Prozeß ist der Hotckirr Ott vom „Europäischen Hof" mit seiner Beschwerde beim Oberlandesgericht in Köln wegen Abweisung der Wiederaufnahme seitens des Landgerichts Elberfeld durchgedrungen. Der Prozeß wird wieder ausgenommen werden. Kirchliche Nachrichten. EvangelisSe Gemetudr. I« der Stadtkirche. Mittwoch den 28. November, vormittags 10 Uhr, aus Anlaß des Geburtstage- Ihrer KSnigl. Hoheiten des Grof- herzogs und der Großherzogin: Bereinigter Civil- und MilittirgotteSdienp. Pfarrer Dr. Grein. Aus dem Geschästsleben. — Bon einer Frau erfunden, nicht von unpraktischen Theoretikern sind zwei Küche^Neuheiten, welche unter dem Namen „Bl'tz- rührschüffel" und „Amerikaner Quirltops" in den Handel kommen. Ersterer, ein Teigrührapparat aus Smail mit Zahnrad-Getriebe, kürzt das langweilige und anstrengende Rühren von Kuchenteichen, Mayo- naisen rc. wesenllich ab, da man solche mit dieser Schüsiel in wenigen Minuten leicht und schaumig rührt; letzterer, ebenfalls aus Email, dient zum Schneeschlagen (in */a Minute steifer Schnee;, sowie zum Heißquirlen von Chokolade, Warmbier, Chaudeau, Crömes rc. Ein Hinweis auf diese Neuheiten ist gerade bei der bevorstehenden Weihnachtsbäckerki, wo dieselben unseren Hausstauen gute Dienste leisten dürften, angezeigt. Zu beziehen sind die Artikel durch bessere Haushaltungsgeschäfte, oder, wo nicht erhältlich, auch direkt von der Fabrik R. v. Hüners- dorff Nachf in Stuttgart. Spiflplra der nrremigtra Frsuksurter StEtzeattr. Opernhaus. Mittwoch den 28.November*): „Die lustigen Weiber von Windsor". DonnerSteg den 29. November: „Rotkäppchen". Freitag den 30. November geschossen. Sam*tag den 1. Dezember: „Die Zauberflöte". Sonntag den 2. Dezember, nachmittags 3», Uhr: „Die Geisha"; abends 7 Uhr: „Rotkäppchen". Montag den 3. Dezember geschloffen. DtenStag den.4. Dezember: „Sibelio*. Schauspielhaus. Mittwoch den 28. November *): „CharleyS Tante"; oorhe,: „Der eingebildete Kranke". Donnerstag den 29. November; „JohanntSfeuer". Freitag ben 30. November: „Die Weber? SamStag den 1. Dezember: Zum ersten Male: „Frau Königin", vorher: „Das Abschiedssouper". Sonntag den 2. Dezembn, nachmittags 3'/, Uhr: „JohanniSfeuer", abends 7 Uhr: „Fran Königin", vorher: „DaS Abschiedssouper". *) Anfang, wenn nicht »r.derS bemerkt, um 7 Uhr. Gewarnt wird das Publikum ▼or Ankauf minderwertiger Nachahmungen des gesetzl. geschützte«, feinen Pflanzenfettes Palmin. Dasselbe ist in Originaltafelpackung in Kolonialwarenläden zu erhalten. Preis 6ö Pfg. das Pfand. Palmin bräunt un! schmeckt vortrefflich. Man nehme stets ein Viertel weniger wie bei Verwendung von sonstigen Back- ued Bratfetten. Allen Magenleidenden sei Palmin besondere empfohlen, d» leicht verdaulich. 6289 Seide, Schwarze Seide,) 1.50, LOO und 2,2! I die Bluse Mk. 3.60, 4.80 und Mk. 6,1 Seiden-Keste | da, Kie.d . 10-, 14.- , „ ie ff Carl ÄiHvack 7687 Frisch eingetroffen: etaae, 7 flimmer mit allem Zulcli cn . L . - '__— m/s nUfl 111 h/f* /ÄSIÄ-ZündeTJ 7704 ab Ariedberg bitt. M»dtz«d«ik s Soeben wieder eingetroffen: 7189 » Die LlnhWttiukm 7881 von Pressant Ucvinictn tuten MAGGI Dersliiikdeilts Merveilleux, Damass6, Mk. Damasse, wundervolle, grosse Dessins, per Meter Mk. 3*80, reeller Wert Mk. 6 Maggi zum Würzen, Maggi'ö Gemüse« und Kraftsuppen, Maggi s Nouillon'Kapseln, Maggi's GlutewKakao bei tiust. Walter, MäuSburg 13. ® 08 8 lern Äpotheler UellMngsrevis lO^er-Rechnuna IMifdin, | das Meter , | 90 pfg- Mk. 1.2V bis 7, s ® s V ® y Spezialiti.1 Seidenstem K *6 04 S Illustriert« Kataloge und Beschreibungen gratis. * Otto Pickert, Giessen, Bahnhofstraße 22, II. Baldigste Bestellung geboten. Der Verkauf beginnt Dienstag den 27. November a. c. Zunächst kann nur die Sorte III abgegeben werden. Die andern Sorten werden nächster Tage erwartet. Grünbergerstratze 5 ist der 2. Stock sofort zu vermieten. Näheres im 3. Stock. 6873] Die 8R«• Conrad Dietz, Bankgeld ohne Wohnung, zu vermieten- _ Näheres in der Expeditto^^ Obn-Kl öAeh.er; die f schast dem & ^Silberne Kren -wütigen dem Alsbach, dem 14 Sonnenstratze 14 empfiehlt ihr großes Lager in Stühlen reinseidene Merveiileux, in rosa, mais, blau, grün reinseiden Taffet, für Blusen und Kleider Gießen, den 26. November 1900. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.. Wolff. Nähmaschinenhandlung und i \ Reparaturwerkstätte X\, 11, Ladeneüigang SchloBegasee /■ .-7^—..--- T=Ä.VV Verkauf von Hausbraudkohlen durch die Stadt Gießen. Infolge StadtverordneleiuBeschlusses vom 8. d. Mts. ist im Hospital» Hof, Seltersweg Nr. 1J, bis auf Weiteres ein Verkauf von Haus brandkohlen eingerichtet worden. Es steht uns zu diesem Zwecke vorläufig eine Menge von 2000 C?ntncrn Hrusbrandkohlen — im Laufe der Wmtrr- Monate beziehbar — zur Verfügung. Der Verkauf dieser Hausbrandkohlen findet nur im Hofpitalhof täglich von 11 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags in Mengen von nicht unter 1 «ud nicht über 5 Centuer an solche Familien statt, welche ein nachweisliches Einkommen von unter 1500 Mk haben. Diej nigen Familien, welche von dieser Ver» günstigung Gebrauch machen wollen, haben dem den Verkauf überwachenden Kommissionsmitglied eine von Großh. Bürgermeisterei Gießen einmalig auszustellende Bescheinigung vorzuzeigen, welche daselbst durch Vorlegen der letzten Steuerzettel» der direkten Steuern zu erwirken ist. Ein Weiter« verkauf ist untersagt. Die Preise — Selbstkosten — verstehrn sich gegea bar an Verkaufsstelle: für Nußkohlen Größe III zu Mk. 1,15 für den Centner Seltersweg S 2 eine ».Zimmerwohnung mit Wasserleitung und allen Bequemlichkeiten, völlig neu hergerichtet, an ruhige Leute zu vermieten. Näh. Brandplatz 10, Kontor. „Erda!“ vorzügliche Nähmaschine für Familie und leichte Gewerbe Meisterhafte Konstruktion. Exakte Justierung. Verwendung des denkbar beeten Materiu Jeder Erda-Maschine wird ein t 'patentierter selbstthätiger Nähstotihal gratis beigegeben. 04980] Habe noch 300 Cklllutt vorm. (ßuehner Wiesbaden. Elektrische Licht u Kraft- Anlagen in jedem Umfange. Centralen für Städte. Lieferung sämmtlich. Bedarfs-Artikel. Ingenieur-Besuch und Projekte kostenfrei. Kismirrckherluge, Heringe in Aspik, Bratheringe, neue ruff. Sardinen, Bücklinge 3 Stück 20 Pfg., RoUmöpsk per Sliid: 6 pfg., la. holl. Vollheringe per Stück 6 Pfg. empfiehlt zu billigsten Preisen 7385 Ph. Heermann, SelterSweg 88. Telephon 257. R. 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