1900 Samstag den 28. April Meßmer Anzeiger 1 etc. Mneral-Anzeiger Aints- und Anzeigeblatt für den Itveis Giefzen 1B< Anzrigrn-BermittlungSstellen M In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilcnpreiS: lokal 12 Pfg., auSwLct« 20 Pfg. Itbätion, Expedition und Druckerei: KchntSraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienbtätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. r tint lügtlch c» iluSnahmc des Diontag«. j tie Gießener «„ilteuötStter toicxr. dem Anzeiger tos Achsel mit „Hess. fJihnlPHt" u. „Blätter ffflrMI- BolkSlunde" vtal.frt 4 mal btigdeflt. llimlntt von Anzeigen ja der nachmittag« für den f Atnbtr Lag erscheinender. Nummer bi« vorm. 10 Uhr. ’ Abbestellungen fparestenS abend« vorher. Zzezngsprcis vierteljährl. Ml. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abhoiestell« vierteljährl. Btt. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierleljährl. mit Bestellgeld. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. önfl na=h ------_ ESS Der Krieg in Südafrika. Die Buren haben, wie wir bereits gestern mitteilen .muhten, in der Nacht zum Mittwoch die Belagerung vsri Wepener aufgegeben und sich nach Angabe des Ueldmo rschalls Roberts in Stärke von etwa 4000 bis 5W Mann am Mittwoch früh in nordöstlicher Richtung aiL.s brr Straße nach Ladybrand zurückgezogen. üBäitbemm haben also infolge ihrer Abneigung gegen die Ofitnfiüc die Buren eine für sie günstige Kriegslage nJit ausgenutzt, obgleich sie über genügend Streit« k,Äste verfügten. Außer den 4000 bis 5000 Mann von ktzrpcmr konnten sie 7000 Mann dem von Westen gegen rSchmer vorrückenden englischen General Rundle gegenüber» Mleu. Trotzdem haben sie sich fast nut auf die Ab- a, ihr beschränkt. Die Gesamtverluste des in Wepener sMzeschlofsenen englischen Obersten Dalgety beziffern sich 161(33 Tote und 132 Verwundete. Ueber die Kämpfe um Dewetsdorp (auf dem LStge uon Bloemfontein nach Wepener) berichtet „Reuters W Bteai“ aus dem Burenlager: General Dewet erfuhr dlwch Späher am Donnerstag nacht, daß eine englische Meiling gegen DewetSdorp vorrückte; sogleich brachen die Waren auf, um die Engländer abzufangen und trafen Frei- leilig früh auf dem Schlachtfelde ein. Ein Kopje, daS Stemmanbant Cronje nicht rechtzeitig besetzt hatte, nahmen d ltt Engländer ein. Die Buren beschossen daS brittsche Lchr mit Granaten bis zum Einbruch der Dunkelheit. Lehrend der Nacht kamen 15 Engländer, die vom Weg 3'Nomnten waren, zu Fuß ins Burenlager und bei Tages- ainbd) trafen noch 13 weitere ein. Am anderen Morgen f,!taMen die Engländer Kavallerie aus, um die Buren zu Mvzeh«n; darauf schickte Dewet den Kommandanten Weffels nirt br ri Kanonen vor, um dem Feind entgegenzutreten, der, dlw tt keine Geschütze hatte, zum Rückzug gezwungen wurde. Mied) andauerndem Geschützfeuer zogen die Engländer ihr L!«zir hinter die Hügel zurück, während die Truppen (Mein von den Verschanzungen abgaben, um die Aufmerk- von dem ernstlich beschädigten Lager abzulenken. DÖiit Sturen verloren 3 Tote und 12 Verwundete. Die Msluste der Engländer sind nicht bekannt, sie ließen jedoch, M ihre rechte Flanke zurückgehen mußte, eine Anzahl Tote dem Felde zurück. Feldmarschall Roberts telegraphiert, wo dm Kämpfen, die der Besetzung von Dewetsdorp vor- amchkgangen, wurden 1 Offizier getötet und 2 Offiziere «1311)22 Mann verwundet. Ans London wird gemeldet, man hofft auf englischer daß General French die nach Ladybrand unter» iwtajj befindlichen Buren an der Basutogrenze ab- f ilfottibeu, daß Hamilton Thabarchü erobern, sofmi! den dort stehenden Buren den Weg nach Norden v'trilegen wird. Aas Dewetsdorp wird telegraphiert: Alle ver- scWcnen englischen Kolonnen rücken vor. Alle west- Hlioten Verbindungslinien sind in englisch en Rauben. Die Buren haben zwar nur einen schmalen Mtnifen, auf dem sie „entwischen" können, ihre MWzmgslinie geht aber über zerklüftetes Gelände, das sich zrp erfolgreicher Nachtrabsverteidigung vorzüglich eignet utiB die englische Kavallerie an wirksamer Ent- f c:i Itumg hindert. D»er Berichterstatter der „Times", der von Jammers- Mafeking im Basutoland ritt, drahtet von dort 3E1 215. April, daß er Brabants Vorhut vier Mtilsn südlich von Wepener begegnete. Sie hatte b:orei erfolgreiche Scharmützel mit den Buren atm JiNNstag, Sonntag und Dienstag mit einem 23er» luch v m 22 Toten und Verwundeten. „Die Eiu- sckfliefßung von Wepener ist vorüber." Der üEcei 5000 Mann starke Feind zog sich vor urnfami Augen unverfolgt längs der Straße nach LcMr.md zurück. Verschiedene Londoner Morgen- Äu?6* W. 98 Erstes Blatt. ich etlenw*^3* lenommen. Anna Kra^ Sy» Wh meb.Öi ;9Mrtitel einen Lehrling Schulbildung. ifc 1 m allen lauiniirik irb iugeficbett. EchW-' nttemanv & bo,. Deutsches Muh. Berlin, 26. April. Aus Karlsruhe wird von heute gemeldet: Der Kaiser traf um 2 Uhr 20 Mm. hier ein. Er wurde von der Groß Herzogin am Bahnhofe empfangen. Auch Prinz Max war zur Begrüßung erschienen. Nach herzlicher Begrüßung erfolgte die Fahrt zum Schloß. Eine zahlreiche Bevölkerung bildete Spalier. — Der Kaiser hat den preußischen Kultusminister ermächtigt, die in den Statuten und Ordnungen der Lan- desuniversitäten, der Akademie zu Münster und des Lyceum Hosianum zu Braunsberg enthaltenen Bestimmungen, die den Gebrauch der lateinischen Sprache in UniversitätS- und Fakultätsangelegenheiten betreffen, im Interesse der umfassenden Anwendung der deutschen Sprache nach Benehmen mit den beteiligten akademischen Behörden aufzuheben und, soweit erforderlich, durch andere Bestimmungen zu ersetzen. Der Kultusminister hat infolge dessen die entsprechenden Maßnahmen veranlaßt. (Die Beseitigung dieses alten Zopfes begrüßen wir mit besonderer Genugthuung. D. Red.) — Es wird bestätigt, daß sowohl Kaiser Wilhelm wie der Zar anläßlich des siebzigsten Geburtstages des Kaisers Franz Josef, um ihn zu seinem Festtage zu beglückwünschen, im Laufe des Sommers, jedoch nicht gleichzeitig und nicht genau zum Geburtstage, nach Oesterreich kommen werden. Näheres über Zeit und Ort der Begegnungen ist bisher nicht bestimmt. — Aus der Hofansage des Oberzeremonienmeisters Grafen August Eulenburg für die Feier der Großjährig» keitSerklärung des Kronprinzen geht hervor, daß unter andern auch die Offiziere der 2. Kompagnie des 1. Garde-Regiments zu Fuß zur Teilnahme an der Feier befohlen sind. Hieraus ist also zu schließen, daß der Kronprinz nach der Feier in diese 2. Kompagnie des 1. Garve- Regiments eingestellt werden wird, während er bisher wie pittW blätter drücken die Befürchtung aus, daß, wenn die Buren- 1 olonnen vom Süden nach Thabanchu und Ladybrand ungefährdet kommen, sie wieder rechtzeitig entschlüpft sein lürften, weshalb weiter nördlich die Umgehungstaktik noch» mals versucht werden müßte. An baldige Reparatur der Bloemfonteiner Wasserleitung ist nicht zu denken, da die Buren sämtliche Klappenventile der Dampfmaschinen des Pump» merkS nach Prätoria geschickt haben. Daß sie die Werke nicht vollständig zerstörten, wird dadurch erklärt, daß zwei hervorragende Buren dort Hauptsteuerzahler sind. Ein Gutsbesitzer bei SannahS Post, der in dem Verdacht stand, den Buren bei dem Fang des britischen Convois geholfen zu haben, wurde verhaftet und sein Gut eingeäschert. Ein entsetzliches Unglück hat sich im Regierungsarsenal der Buren zu Johannesburg zugetragen. Am 24. d. M. hat eine große Explosion das Gebäude völlig zerstört. Zehn Personen wurden getötet, 32 verletzt. Die meisten Verunglückten sind französische und italienische Arbeiter. Die Ursache der Explosion ist noch nicht bekannt. Sofort nach der mit einem furchtbaren Knall erfolgten Explosion standen sämtliche Häuser in der Nachbarschaft in Flammen. DaS Geschrei der Frauen und Kinder in den anstoßenden Straßen erhöhte die allgemeine Bestürzung. Die Ambulanzen der Gesellschaft vom Roten Kreuz leisteten den Verwundeten gute Dienste. In Alival North sind nach einer „Reuters-Meldung vom Mittwoch zwei aus der Kapkolonie stammende Kundschafter eingetroffen, die den Buren, die bei Wepener standen, entkommen sind. Sie sagen, daß der Kriegsrat der Buren den von den Engländern in Wepener eingesetzten Landdrost Vanderhoven zum Tode verurteilt hat. Westlich von Kimberley haben die Buren m der Nähe von Windsorton ein neues Lager errichtet. Ihre dortigen Streitkräfte in Stärke von 500 Mann bestehen nach einer Mitteilung der „Daily Mail" aus Kimberley aus Aufständischen aus Prieska, Campbell und Griqua- town, die mit ihren Frauen und Familien nach Norden ge- ^o^^ur"Beurteilung der Aussichten des Krieges wichtig ist eine „Times"-Nachricht aus Lourenzo Marques: Die Buren-Regierung sammle große Mengen von Vorräten in den Depots des Distrikts von Lydenburg an, was die Annahme bestätige, daß die Buren die Beragegend als ihre letzte Stellung ansehen. Inzwischen werde das Gelände rings um Johannesburg und Pretoria stark befestigt. Ueber Zwistigkeiten im Kapmintsterrum berichtet das „Reuterfcl-e Büreau" aus Kapstadt. Es verlautet, zwei Minister seien für Annexion der Republiken, während zwei andere Minister scharf für Erhaltung der Unabhängigkeit der Republiken eintreten und einer sich neUt3m^Londoner Unterhaus erklärte Wyndham, in den Mitteilungen zwischen dem Kriegsamt und Lord Roberts zeige sich in keiner Weise, daß die strategischen Bewegungen infolge Mangels an Remonten oder rollenden Eistnbahnmaterials verzögert oder geändert seien. Die Gesamtzahl der seit Beginn des Krieges na-h Südafrika bereits gesandten oder zur Versendung beschafften Remonten betrage 42 000 Pferde und 23 000 Maultiere. Soweit die Regierung wisse, fei die von Roberts zu erledigende Schwierigkeit nicht in erster Lime durch bie Frage der Remonten oder des rollenden Eisenbahnmaterials hervor- gerusen sondern durch die Thatsache, daß Roberts Bloemfontein erst nach einem Marsche und Kampfe nahm, der einen Monat lang fern der Eisenbahnlinie geführt werden mußte Seit jener Zeit war Roberts beschäftigt, sich der Eisenbahnlinie zu bemächtigen und sie auszubessern, die Operationsbasis von Kapstadt nach Bloemfontein zu verlegen und schließlich die einzelnen Abteilungen des Feindes zu schlagen, die die rückwärtigen 2Zerbindungen bedrohen. Die ersten drei dieser notwendigen Vorbedingungen des Vormarsches seien, wie man glaube, abgeschlossen. Die vierte scheine in befriedigender Weise vorwärts zu gehen. Ueber die Operationen bei Magersfontein gab Roberts gar keinen Kommentar. Das Washingtoner Staatsdepartement übersandte dem Friedens-Büreau Bern den aktenmäßigen Bericht, aus dem hervorgeht, daß Lord Salisbury am 13. März dem nord- amerikanischen Gesandten erklärte, England könne keinerlei Vermittelung seitens einer fremden Macht im südafrikanischen Kriege annehmen. An Dr. Leyds wird zu seinem vierzigsten Geburtstage von München eine Glückwunschadresse, die von allen Schichten der Mvölkerung unterzeichnet worden ist, nach Brüssel abgehen. L« ** «xp Wien WöDtn ' aenowoi=r. । eMge" " g M " Bekanntmachung. Setrefsend: Maul» und Klauenseuche. 31 Allertshausen ist in einem Gehöfte die Maul» .vLd Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftefperre angeordnet »erben. Gießen, den 27. April 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. 'likäHli Augen-Wil rti MMn, trelM todit unb M in !{! roirb bei bofffl M fniierifamilie M, VM WnttraM M Telegramme des Gießener Anzeigers. London, 27. April. Ein höherer General der sich bisher über den Krieg äußerst informiert gezeigt hat, resümierte bei einem Interview über die nächsten Pläne Roberts seine Meinung dahin, daß der Vormarsch Robert» über den Van Reenenpaß erfolgen werde. 25000 Mann sollen in Bloemfontein zurückbleiben und mit dem Reste der Armee von etwa 60000 Mann würde Roberts einen Scheinmarsch auf Kronstadt antreten, dann scharf abbiegend durch den Vanreenenpaß marschieren, und über Natal in Transvaal einfallen, und auf Prätoria marschieren. Dieser Weg biete große Vortelle, well die Kommunikationswege für die Herbeischaffung von Vorräten kürzer seien, und das stark befestigte Kronstadt ganz umgangen werde. London, 27. April. Aus Dewetsdorp wird vom. 25. gemeldet: Die Truppen des Generals Rundle sind mittag» in Dewetsdorp eingezogen. Der Ring der englischen Truppen um die Buren zieht sich immer enger zusammen und man glaubt, ^daß diese durch ihren zahlreichen Train gehindert, sichnichtwerdenretten können und das Schicksal Eronjes erleiden werden. Lo n d o n, 27. April. Aus Dewetsdorp wird gemeldet: Die Buren, die in die Gegend von Ladybrand geflüchtet waren, wurden vom General French verfolgt. London, 27. April. Die heutigen Morgenblätter sind über die militärischen Ergebnisse der Truppen des Lord Roberts sehr zufrieden und glauben an einen baldigen großen Sieg der englischen Waffen. London, 27. April. Aus Bloemfontein wird gemeldet: Die Zahl der Freistaatler, die ihre Waffen bereits an die Engländer abgeliefert hatten, jetzt aber trotzdem wieder in die Reihen der Buren eintreten, nimmt täglich zu. Ueber zwei Drittel der gesamten Bevölkerung des Freistaates ist den 23uren freundlich gesinnt. London, 27. April. Lord Roberts meldet aus Bloemfontein vom 26.: General ihamilton hat die Buren gestern aus ihren starken Stellungen bei Jsraelpoort ver— Wepener ist vollständig entsetzt, ebenso der ganze Süden vom Feinde geräumt. Mehrere Buren- Kommandos in der Nähe von Dewetsdorp sind verschwunden. Bei Boshof haben die Buren eine englische Kolonne, die von Bultfontein nach Hoopstradt marschieren wollte, zurückgeschlagen P« gönn, Grdeollichtt AiWik re gesucht oon M im«, SchWmM, Eines fadiHttltljrlinj fuii 3. ßogtlf Tmiim > ihflinit W c6 land gegenüber Ausdruck gegeben wird. Der Arsikel bespricht ferner den letzten Bericht des britischen Handelsattaches in Berlin, und beglückwünscht Deutschland zu den in dem Bericht eröffneten wirtschaftlichen Aussichten. Schließlich wird bezüglich her Flottenvorlage betont, daß Deutschland wohlüberlegt handle, wenn es zur Sicherung seines ausgedehnten überseeischen Handels und zur Erledigung seiner vielen politischen Aufgaben, die sich aus seinen maritimen Interessen ergeben, die weitgehendsten Vorkehrungen treffe. Brüssel, 26. April. Bei her Fortsetzung der Dis- kussion der Interpellation Lorand über die Greuel am Kongo erklärt der Minister des Aeußeren, daß der König auch nicht eine Aktie der Antwerpener Gesellschaft besitze. Lorand sagt, wenn das Ministerium nicht volles Licht schaffe, müsse es das Ministerium der abgehauenen Hände genannt werden. Er beantragt eine Tagesordnung, die die Regierung zur Untersuchung über die Ausdehnung der Mißstände und zu deren Unterdrückung auffordert. Woeste bekämpft Lorand, und fordert einfache Tagesordnung. Letztere wurde, nachdem die Rechte den Schluß der Diskussion erzwungen hatte, angenommen. — In parlamentarischen Kreisen wird die Möglichkeit einer Ministerkrisis ernsthaft besprochen. Der Antrag Colfs, die militärische Dienstzeit auf 15 Monate festzusetzen, hat die Mehrheit der Rechten für sich. Pans, 26. April. Die Angelegenheit der beiden Brüsseler Handelskammern ist durch die heute veröffentlichte Verfügung erledigt, die Rolland den Außenhandelsratstitel aberkennt. Millerand hat diese Maßregel schon vor vier Wochen als vollzogen angekündigt, obschon sie es damals noch nicht war. In dem mehr- monatlichen Streite hat Minister Delcassä Millerand besiegt. Madrid, 26. April. Gestern abend ging das Direktorium der National-Union auseinander. Wie verlautet, habe es schwerwiegende Entschlüsse gefaßt, und wolle demnächst dieselben in einem Aufruf an die Steuerzahler bekannt geben. Die Regierung beschloß, alle Zeitungen zu unterdrücken, die sich hiermit beschäftigten sollten, uud drahtete an alle Gouverneure, um einer etwaigen Steuerverweigerung energisch entgegenzutreten. — Die Gendarmerie entdeckte in einer kleinen Ortschaft bei Barcelona eine Niederlage von 500 Gewehren, die, wie es scheint, für die Carlisten bestimmt waren. Neapel, 26. April. Der Unterrichtsminister, Guido Baccelli, Präsident des Kongresses zur Bekämpfung der Tuberkulose, richtete an die Deutsche Kaiserin folgendes Telegramm: „Die Königin Margherita ist in Neapel wie seinerzeit Eure Majestät in Berlin die Patronin des Kongresses zur Bekämpfung der Tuberkulose. Vom Glanze des Thrones umflossen, wirken Eure Majestäten an den Völkern, die Sie beide lieben, in größtem Segen inmitten der Bewunderung der ganzen Welt." — Fürst Ferdinand von Bulgarien stattete heute nachmittag dem König und der Königin einen einstündigen Besuch ab, den der König erwiderte. Wien, 26. April. Israel Araten, der Vater der im Krakauer Kloster zurückgehaltenen Michaline Araten, wurde heute vom Kaiser in Audienz empfangen und erflehte von dem Vaterherzen und der Gerechtigkeitsliebe des Monarchen Hilfe. Auf die Frage des Kaisers, ob die Behörden alles Erforderliche gethan, bemerkte Araten, daß der Justizminister zwar bestimmte Weisungen gegeben, daß aber die zugreifende Hand vermißt würde. Der Kaiser versprach Araten, der in großer Bewegung auf die Knie sank, daß er sich genau über die Angelegenheit informieren und Anweisungen an die Behörden erteilen wolle, damit sie ihre Pflicht und Schuldigkeit thun. Konstantinopel, 26. April. Der Vize-Admiral Ahmed Pascha wird in den nächsten Tagen nach Amerika abreisen, um im Auftrage des Sultans ein Kriegsschiff zu bestellen. In den Kaufpreis werden die amerikanischen Forderungen im Betrage von 90,000 Dollars hineinbezogen. Hierdurch soll ein Präzedenzfall zu etwaigen Reklamationen anderer Mächten vermieden werden. Konstantinopel, 25. April. Infolge der von der amerikanischen Gesandtschaft ergriffenen Schritte wegen der Vorfälle von Alexandrette gestattete die Pforte die Einschiffung der zwei in Amerika naturalisierten armenischen Familien. Die Gesandtschaft wartet den Konsularbericht ab, um Genugthuung zu verlangen. In Alexandrette ist der amerikanische Konsul von der Polizei gelegentlich Der Einschiffung der beiden armenischen Familien nach Amerika mißhandelt worden. Die Polizei wollte den Armeniern nicht den Erlaubnisschein zur Abreise erteilen. — Die serbische Gesandtschaft übermittelte her Pforte eine Beschwerdenote wegen Tötung zweier serbischer Gendarmen anläßlich eines Konfliktes der Grenze, in der die Bestrafung der Schuldigen r Bezahlung einer Entschädigung an die Hinterblieb„^ verlangt wird. Petersburg, 26. April. Großfürstin Alexanb- P etrowna, Witwe des Großfürsten Nikolai Nikolajews des Heiteren, die als Nonne in einem Kloster in fr.? lebte, ist vergangene Nacht dort gestorben. Aus Stadt und Kaud. (önotipme Einsendungen, gleichviel welcher» Inhalt" Werver» grundsätzlich nicht ausgenommen.) ' Gießen, 27. April 1900. ** Konzert. In den „vier Jahreszeiten^ vom 1. Mai ab eine russische Konzert-Grs^,' ! schäft Romanow und ein Stockholmer ! Qartett für kurze Zeit Konzerte geben. Den „Sei / N." zufolge hat sich die russische Gesellschaft rasch die tz^. des Publikums erworben. Nach dem „Dortm. Anz."»^ auch dem Stockholmer Damen-Quartett der beste Ruf vv'i auf. Das Repertoir der Sängerinnen ist ein sehr umfo^ reiches und enthält nicht nur eine große Anzahl schwediste- Lieder, sondern auch das beste, Nws deutsche K'ornponislen wie Abt, Koschat, Beschnitt, Waldmann, Pfeil usw. o- schaffen haben. Die Sängerinnen treten in ihrer reizens Nationaltracht auf. Die Photographien sind im 6ckL. fenster des Herrn Gust. Sonntag, Neuenbäue, ausgestellt ** Seiltänzertruppe. Wie aus dem Inseraten,^ ersichtlich, beginnt die Blondin-Maus-Truppe am Samstag t- 28. d. Mts., abends 8 Uhr mit einer Gala-Eröffnungsvorsletbr,- bei der wir Gelegenheit haben werden, den König der Seilt«^ Mr. Blondin, in seinen schier unglaublichen Originalprodu^ bewundern zu können. Der Eintrittspreis ist von der Tmlü« erheblich herabgesetzt worden, damit jeder Gelegenheit haben sich für billiges Geld aufs beste zu unterhalten. Schlitz, 26. April. Ueber den hiesigen Aufenlh:. des Kaisers ist noch zu melden, daß die AuerhahniM in den gräflichen Forsten ein gutes lÄgebnis gehabt 1^ — Gestern zum Mittagsmahl spielte die Fuldaer Regi- ments-Kapelle (47. Artillerie) auf der Terrasse der Halles bürg. Nachmittags gab sich der Kaiser mit der gräflidun Familie im Park dem Lawn-Tennis-Spiel hin und macht- dann mit den Görtzschen Herrschaften eine Ausfahrt nco den umliegenden Burgen. Den Abend verbrachte ber föiiü im Kreise der gräflichen Familie im Schlosse. sch. Darmstadt, 26. April. Unter zahlreicher Are./, gung hiesiger und auswärtiger Leidtragenden sand beute to: mittag halb 11 Uhr auf dem hiesigen Friedhose die feietM Beisetzung der gestern hierherverbrachten irdischen Ueberrefie te nach schweren Leiden in Gießen verstorbenen Geh. MeK zinalrates ordent. Prof. Dr. Heinrich Bose statt. Nach dn Grabrede des Pfarrers Vogel, der besonders Boses außerordeni- liche Tüchtigkeit, wie seine Einfachheit und Bescheidenheit als Mensch schilderte, betrat Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Löhlein als Dekan und Vertreter der Universität die Grabstätte, um dem Entschlafenen herzliche und ergreifende Worte des Abscbie des zu widmen. Während seiner 22jährigen Thätigkeit an bcr Landesuniversität habe der Entschlafene ui nimmer rastenden Fleiß und Eifer in nie ermüdender Thätigkeit an sich, wie an seine Umgebung unb seine Schüler stets bie höchsten AnfmKr ungen gestellt unb badurch wie burch seine Ruhe und Sichtig und Energie erstaunliche Resultate erzielt. Als echter und eifriger Schüler Bernhard von Langenbecks habe er mit feiner sicheren Hand zu geeigneter Zeit einzugreifen gewußt und unfag bar viel gutes gestiftet. Seinen Schülern war er ein strenger, aber gerechter und liebevoller Lehrer. Unzählige seiner Säiü ler, die aus seinem reichen Wissensborn geschöpft, werden nie Resultate seines Strebens zum Wohle der Menschheit in alle Welt tragen. Wie int Frieden, so wirkte er auch zu diriegszeiten als Samariter ber Menschen unb stellte sein reiches Können in den Dienst ber Verwundeten und Erkrankten. So groß und b» deutend er aber auch als Leuchte der Wissenschaft war, so hervor ragend seine praktischen, erzieherischen Resultate in allen FaH kreisen rückhaltlos anerkannt wurden, so einfach, schlicht ui) bescheiden trat er jederzeit als Mensch auf. Als treuer, biedern Charakter stellte er sein eigenes Interesse und seine Person iebr zeit zurück vor dem allgemeinen Interesse. Sein leutseligs Wesen eroberte ihm die Herzen aller, die mit ihm Umgang hattet Charakteristisch war seine wahrhaft echte deutsche Treue, bie it» vor allem auszeichnete, treu in allen Lebenslagen, treu m Freund wie als Mensch überhaupt, wird sein Andenken au t* Ludoviciana unvergeßlich bleiben. — Hierauf legte Ein! Linkenheld als Vertreter einer Deputation der klinisch.: Studenten der Landesuniversität mit einer tiefempfundenen lH-- spräche einen prachtvollen Lorbeerkranz auf das Grab. — W: bemerkten noch an der letzten Ruhestätte des Verblichenen de Vertreter des Ministeriums und der Med^zinalbehörde, den A- jutawten des Prinzen Wilhelm von Hessen dcri v. Zangen, den obersten Vertreter unserer evangelischen Lande- kirche, Prälat D. Habicht, eine Anzahl Professoren der Ur= versität, u. a. Geh. Rat Gaffky, hiesige und auswäm Aerzte und Freunde in Zivil und Uniform, die alle berbeig«’- waren, um dem teuren, unvergeßlichen Freunde die letzte G& zu erweisen. _____________ ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaats Durch Marburg fuhr am 26. b. Mts. ein von 3Herr« besetztes Automobil, bas auf ber Rückfahrt von Berlin nch Paris begriffen war. Die Hinfahrt soll in 5 Tagen gemar: worden sein. — In Offenbach wurden an einem Tc* nicht weniger als drei Fahrraddiebstähle ausgeführt. K' nächst wurde mit unglaublicher Dreistigkeit aus dem Sta' haus, direkt vor den Augen der Polizei, ein Brennaborr im Werte von 150 Mk. gestohlen. Das Rad hat gern Lenkstange, schwarzen Rahmenbau unb schwarze Felgen trägt die Fabriknummer 52365 und die Polizeinuw^ 6237. Ferner wurden vor dem Amtsgerichtsgebäude rü vor einer Wirtschaft in der Ludwigstraße je ein Faho» gestohlen. — Als Einleitung zu den vom hessischen w schichtsvereine für diesen Sommer geplanten Besuche« hessischer Burgen hielt am 24. d. Mts. Archiv Dr. Theuner im Schlosse zu Marburg einen reich besucht Vortrag über mittelalterliche Burgenkunde. — Bezirk» konservator Dr. Bickell sprach über bie Geschichte der B Marburg. — In Steinau brannte der weithin befar» Bienenstand von G. Hartmann am Sonntag Abend w» ständig nieder. Honigvorräte, Maschinen, WachSvorr» Waben und nahe an 60 Bienenstöcke sind vollständig nichtet. Möchte es doch der Polizei gelingen, den ruchie Menschen zu ermitteln, der diesen Brand verursachte. Hei»» Hartmann erwächst ein Schaden von 5—6000 Mk. 26. I SEzn hiesigen [miaboit bie /.- cherbrachtcn Än liebemi ießen Dtrjbrbtnen M fyeiniitffliiftM Mix l, ^7^-Mvs Boses achmdtt w# und difchvbmW i M-Rat W. Ti. Lvhli llnivnM die AMn,. ) eigresiende AvM des fii ter 22jährigen ThätiM c itfflaiene in nimmer rfö nber tätigten an sich, • (er stets Öre höchsten A Sriefkasten. A. ft. Die neuen Postwertzeichen pflegen die Postämter vorläufig nur bei Abnahme größerer Mengen zu verabfolgen. Universität und Hochschule. Labilitiertr Dr. Heinrich Danneel als Privatdozent für »Mockemie an der Technischen Hochschule in Aachen. -verschiedenes r Dom 25. bis 28. Juli wird m Liverpool nrk hem Borfitz Listers eine Malaria-Konferenz abgehalten. Li soll über die Zoologie der Plasmodien, die Pathologie, Diagnose, v«xhylaxe und Therapie der Malaria verhandelt werden. Kunst und Wissenschaft. -eivzia, 25. April. Eine große offizielle G u t e n b e r g f ei er ^dans Anlaß des 500 jährigen Jubiläums der Erfindung der Buch- taadertaftft Mitte Juni hier stattfinden. Zur Feier werden große Bor- Daunen in jeder Preislage billigst bei C. Röhr & Co. iwtii \txto und St . oXt M cher un W n mit -\t MWM Wubl link neu LchÄm ß»ar er tin fr:: r Lehrer. IWige fron Wissensborn Ä * •' im Wohle beiWti-'' i, so wirkte er £ und stellte sein ; und Erkranktem Äte der Wissenschaltm/-' chüs-ben Resultatni ^ - t wurden, so einsa^ is Mensch aus. W te- Znlnesse und feine V neinen m aller, die nut MM jhrbaft echte deutsche Do ? jn allen Lebenslagen rhaupt, wird sem Ändert iS»«1 auf Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 29. April. Misericordias Domini. Gottesdienst. 3» >tt Etadtkirche. Bormittags 91/« Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Bormittags 11 Uhr: Kinderkircho für die Markusgememde. Pfarrer Dr. Grein. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Tugend der MarSkusgemeinde im Konfirmandensaal, Kirchstraße. Pfarrer Dr. Grein. I» der Johanneskirche. Vormittags 9V, Uhr: Pfarrer Euler. Bormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die LukaSgememde. Pfarrer Euler. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirchlichen Trauung auch ein kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat, und wird dringend gebeten, eS rechtzeitig — spätestens eine Woche vor der Trauung — bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen. Katholische Gemeinde. Gerichtssaal. Trier, 26. April. Ein unerquicklicher Prozeß hat in den letzten ■ E«$en vor dem hiesigen Schöffengericht gespielt: eine Klage des ^Dasbach gegen einen früheren Redakteur der „Trier. Landesz.", m nach seiner Entlassung aus der Redaktion einen Brief voll Be- ndigmngen veröffenllicht hatte. In der Verhandlung wurden I.cilrtiije Zeugen über geschäftliche Verhältniffe und die politische Lfitigkeit deS Abg. Dasbach, insbesondere auch über seine Stellung ' niuthulb der Trier Zentrumspartei vernommen. Die Vernehmung ütiaB, wie wir in der »Köln. Volksztg." lesen, die auch sonst bekannte mb r amentlich bei den letzten Reichstagswahlen scharf in die Er- (jtinurig getretene Thatsache, daß Herr Dasbach infolge der Art fernes Hifftdenß bei einem Teile der Trierer Zentrumsparte, sehr un- ist M°,°ndast>i. m dir Stinagegt. nachmittag- 4 W e*rik‘M^^b6^U »« MorgengotteSdienst am Sabbaih u» 8 /> Uhr. Gottndirust ttr irraelMschea Sabbathfeier am 28. April 1900. Freitag abend 7« Uhr, SamStag vormittag 8 Uhr: Predig', nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 890 Uhr WochengotteSdienst morgens 6“ Uhr, abends 8 Uhr^ Buren- Ein ganzes Heer können Sie unterhalten mit den Ersparnissen an werden, wenn jedermann nur die weltberühmten l>urK FP 1317 bei Job. Fr. Schaaf in Gie«8eB, Wetzstemstrasse 44, kauft. gefto^cn. t^cW hmenbau «»’l nnr dm ■ ein p w M | itimg i“ hielt ■ÄsW I KSc' SamStag den 28. April. _ , Nachmittags um 4niina für das aesamte Buchge- Jm Zeitalter der Lex Heinze. Kathryn: Warum wohl die Blätter im Herbste sich rot sären? Zaneta: Vermutlich ist cs die Schamröte, die sie empfinden, über ihre nackt werdenden Zweige. (Münchener Jugend.) . Uebersetzungsbeispiele zum Ueberseben. (Frei nach einer französischen Grammatik.) Wer hat das Bild gemalt? — Der Verbrecher hat das Bild gemalt. — Was ist auf diesem Bilde? — Eine Venus ist auf diesem Bilde. — Wer hat die Hosen und Röcke gemalt? — Ein anständiger Mensch hat sie gemalt.--Suid Sie der Scharfrichter? — Jawohl, ich bin der Scharfrichter. — Haben Sie ein Beil? — Ich habe ein Beil, ein Rad und Spieß. — Wen wollen Sie köpfen, rädern und spießen. — Ist der Scharfrichter ein braver Mann? — Jawohl, er ist ein braver Mann. — Wir lieben den Scharfrichter, und alle unsere Freunde, Nachbarn, Kinder und Verwandte lieben ihn. — — Wo ist der Schwan? — Der Schwan ist im Teiche. — Wohin will der Schwan? — Der Schwan will zur Leda. — Wo ist der Staatsamvalt? — Der Staatsanwalt ist in Moabit. — Wohin werden wir den Schwan bringen? — Wir werden den Schwan nach Moabit bringen. — Der Tüncher streicht die Wand. — Das Schifi streicht durch die Wellen. — Der Zensor streicht die Dichtung. — Was hat der Zensor in der Hand? — Er hat den Rotstift in der Hand. — Wieviel Rotstifte hat der Zensor? — Er hat tausend Rotstifte. — Was macht er mit tausend Stiften? — Er streicht damit tausend Werke. — Wird der Zensor müde? — Nein, der Zensor wird nie müde.--In der Stube des guten Holländers befinden sich viele Fliegen. — Auf der Friedrichstraße befinden sich eben- soviele Mädchen, als sich in der Stube des guten Holländers Fliegen befinden. — Wer hat die Fliegen gezählt? — Die Fliegen hat der Schiffskapitän gezählt und die Mädchen hat der : Stöcker gezählt. Doppelter Schmerz. Pfarrer: Na, Jochem, wie geht's denn Eurer Frau? Jochem: Ach, Herr Postur, die is hüt nacht gestorwe. (Er beginnt zu schluchzen). Pastor: Nun, dann müßt Ihr Euch fassen und den Schmerz zu ertragen suchen! Jochen: Jo, aber die Gemeinheit is, sie hätt mir nicht gesagt, wo I sie ihr gespoartes Jeld vergrowe hätt? FürdieBuren sind als letzte Gaben eingegangen und abgesandt worden: Von O. G. in Gießen 2 Mk„ vom Krieger- I und Gesangverein Saasen 6.30 Mk., von T. H. B. in Oppenrod 1 1 Mk., zusammen 9.30 Mk. - Es sind mithin von der unteo- I zeichneten Ortsgruppe insgesamt abgesandt worden 1789.08 Mt. I Gießen, 25. April 1900. k 3 «r sn DieO rtsgruppeGießendesA. D. V. Wetterbericht. Das nördliche Minimum schreitet ost- I wärts ins Innere von Rußland ab. Auf seiner Rückseite ist I per Luftdruck im Steigen, indes das barometrische Maximum sich I vom Nordwesten her nach dem Kontinent herein ausbrettet. Da- I gegen hat sich jenseits der Alpen die bereits gestern dort. ge- I legene Depression erhalten, sodaß heute vom Nord- und Westfuße I des Gebirges ziemlich steile Gradienten bestehem Bei dieser I Druckverteilung ist auf unserem Gebiete beträchtlich kühleres I Wetter eingetreten. Im Alpenvorlande und rm Gebirge hat es I nachts und stellenweise auch am Morgen geschnett. Mssch- I lande hat es indes rasch wieder aufgeklärt. — Voraussichtliche I Witterung; Vorerst noch ziemlich kühles Wetter mit wechselnder I Bewölkung und stellenweisen Niederschlägen. ________________ Tüchtiger Arbeiter ffiiebigffci. Pferdeknecht O1826Cint Lickerftr. 19. Kleinstückarbeiter für dauernde Besckäfriaung sofort gesucht. Louis Katz, Mäuslmrg 16. Tüchtige MaWiikUNhemneu finden dauernde Arbeit. Verdienst wöchentlich HO bis 30 Mk. Bevor- zugt werden tüchtige Weißzeug» Näherinnen. 3114 ITC. Levi, Schimsadrib. 01822] Mehrere tückt. Mädchen erh. fof. gute Stell, durch Frau Hägele, Sandg. 22. PYRAMIDEN^, Giessen, den 26. April 1900. 3110 als nnge u. Pl W l 3121 Mr. Handschuhe, e Strümpfe. K Trikotagen. K Handschuhe. « Strümpfe O Handschuhe V s QD s in <3 A. Holterhoff Söhne 20 Seltersweg 20 2605 Handschuhe. G Strümpfe. » Trikotagen. K Handschuhe. H Strümpfe Vermietungen Mietgel nche LL) e e* - CR ® ES Mttstaatlu fit bas flatn > alle Behörde -tttis bts MW • mit alleiniger Ausm ■ Grund des § 60 bei! i tyril 1892 eine tot Flamen „ftaailidje Ze Wiogtum Wen" siih Wrben und St ubrn Trohherzoglicher i zeit durch krllärung I treten. Die Beerdigung findet Samstag den 28. April, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Liebigstrasee 71, aus statt. .Eine Wohnung von 3 bis 4 Zimmern mit Zubehör per 1. Juli zu mieten ge. suckt. Offerten mit Preisangabe unter P. P. 0200 an die Expedition d. Bl. Möötiertes Iimmer mit Kabinett in guter Lage von einer Dame gesucht. Eventt. mit Pension. Bleichstratze 24, II. Aerren Aandschuhe Von 25 Pfg. bis Mk. 1.25, in schwarz und kouleurt. 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Naumann für ditrostreichen Worte am Grabe sagen den herzlichen Dank 2000 Die trauernden Hinterbliebene«. Aormak-Kemden leichten, dünnen Kammgarn-Hual. stets am Lager. Hurnerjacken Aamm-Gtacs-Handschuhe schwarz und kouleurt von Mk. 1.25 an bis Mk. 3.—. yMunb Derren-Glacs-Dan-schuhe schwarz und farbig zu Mk. 2.— bis Mk. 3.—. Kr&uter-Thee.Raee. Knöterich (Polrgosum evlo.) Itt ein vorzOglHausmittel bei el.Er- Kränkungen der Luftwege. Dleaee darob seine wirksamen Eigenschaften bekannte Kreut gedeiht l> einzelnen Oiatrloten Russlands, wo ea eine Höhe bla zu lltr. erreicht, nicht zu verwMhsela Bit dem In Deutschland wachsend. Knöterich. Wer daher a. PhthitU, Lu ftrührcn-fBronchial-, Katarrh, Lung enspiuen-Affectionen, Kehlkopffeiden, Asthma, Atkemnoth, Bru*- beklemmung, Husten, Heiserkeit. Bluthusten eto. eto. leidet, namentl. aber lerjenlg. welcherd.Kelm z.Lungenschwindsucht In sich vermutet, verlangeu.bereite eich d. Absud dies. Kräutertees, w. echt I. 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