Samstag dm 28. April Drittes Blatt Gießener Anzeiger General-Anzeiger Anrts- und Anzeigeblntt für den Kreis Gietzen Politische Tagesschau RtHtoon, Expedition und Druckerei: Kch»tstr«te Ar. 7. in irgend einen praktischen Beruf oder beginnen sie das Studium der Medizin, der Volkswirtschaft oder bergt, dann kommen sie bald zu der Ueberzeugung, daß sie gut thun, den mühsam erworbenen Schlüssel zur Schatzkammer des Altertums fortzuwerfen oder verrosten zu lassen. W 3'tt Mb Mwlt ’ Kontfponbtnfi! 1 btt Slültnltfe „Di k offenbar Dbftaife Verhandlungen des preußischen Abge0rdneten> , •». /-».•«--------[z bie von ber s2lb; tifiüdnf tügtlch ■ni Ausnahme deS Montags. Die S'rßener -».«vitteuvtLtter dkin Anzeiger i»mit Itotoirt* u. .Blätter ! ui BolVIunde- eittl. 4 mal beigelegt. ,„,hme von Anzeigen zu der nachmittags für den Partiten Lag erscheinmden Nummer biS vorm. 10 Uhr. ' Abbestellungen spätestens abend« vorher. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde._________________ Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Schulreform und Reformschule. i. W. Gießen, 27. April. Bezugspreis vicrtcljährl. Ml. 2,90 monatlich 76 Psg. mit Bringerlohn; durch die Abhvlestelle« vierteljcchrl. Ml. 1,90 monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Ml. 2,40 viertetjährl. mit Bestellgeld. t an Wort, blnbtn -? solchm 2dm! jwd Mwstm fmbtn, Ü — Mevschmdm! Si«.. LG Die belgischen Minister haben bei der zweiten Der- I Handlung über die Greuel am Kongo im Namen der I Kongoregierung die behaupteten Missethaten energisch be- I stritten. Allein die Ankläger lassen es an einer Antwort I nicht fehlen. DaS „Petit bleu" veröffentlicht einen sen- I sationellen Brief des kongolesischen Korrespondenten Paul I Conreur, der ungeheueres Aussehen erregt und auch in der I Kammer demnächst zur Sprache kommen wird. Die Greuelthaten bestätigend, ergänzt der Bersasier tue Berichte I über die Art der Gummigewinnung durch folgendes: Wenn I Eingeborene Gummi abliefern, werden sie von Soldaten I umringt und ihre Körbe abgewogen. Enthalten diese nicht volle 5 Kilo Gummi, dann erhalten sie 100 Stockhiebe, ardernfalls Stoff oder sonstige Gegenstände als Bezahlung. Bringen von 100 Einwohnern nur 50 Gummi, so werden diese als Geißeln zurückgehalten, während die Soldaten die übrigen 50 niedermetzeln und ihr Dorf in Brand stecken. Unterwegs werden unterworfene Neger als Hilfs- | truppen eingereiht, mit Lanzen bewaffnet und bei den! Streifzügen gegen die Eingeborenen losgelaffen mit der Erlaubnis ihre kannibalischen Gelüste zu befriedigen und die getöteten Feinde aufzuessen. (?) Der Gewährsmann sendet Duplikat« eines Protokolls des Gerichtsoffiziers Moray mit, welche die Aussagen zweier Sergeanten und I zweier Soldaten enthalten, denen zufolge der Agent Baneycken, Chef der Ndobo-Zone, alle Dörfer von Ambao bis Ndobo anzuzünden und die eingeborenen Männer, Weiber und Kinder niederzumetzeln befahl. Er ließ den Männern die Köpfe abhauen und auf Pfähle stecken, außerdem den Getöteten die Hände abschneiden und die Weiber und Kinder kreuzförmig auf Pfähle spießen. Em zweites Protokoll verzeichnet die Aussagen von sechs Soldaten, wonach Baneycken einen Eingeborenenchef, der sich geweigert hatte, eine befriedigende Antwort über em ver- I schwundenes Gewehr eines ermordeten Weißen zu geben, diesem seinen Stock zehn Zentimeter tief durch den Rücken bohrte. Der Chef wurde spater wegen Flucht- I Versuchs erschossen, geköpft und derKopf auf einen I Pfahl gepflanzt. Baneycken befahl darauf, das betreffende I Dorf zu umzingeln, die Einwohner zu töten, und ihre Köpfe und Hände zuriickzubringen; er drohte, den Sergeanten abzusetzen, wenn er den Befehl nicht erfülle. Baneycken begann seine koloniale Laufbahn in der algcrifchen Misfion in Staonlt, und trat daraus in den Dienst der Antwerpener Handelsgesellschaft. „Petit bleu» verfichert, em Internat,o- nales Untersuchung^ Komitee ei m der Bildung begriffen, welches an Ort und Stelle die Richtigkeit der Anklagen I feststellen soll. ________________________________________ öS5* 2ur Notii * w jidjttnbtn J auf Minden w L beM «nt „« Srtim» 6llte «in wl»16"’ s-KM ülk -M sind eiogetrM iun. Montana» W Inh.: Rob.&üax \M MttWatx 9-B Deutscher Reichstag. 181. Sitzung vom 26. April. 1 Uhr. Der Reichstag nahm das Uebereinkommen des Reiches mit Oesterreich-Ungarn zum' S ch u tz e der Urheberrechte an Werken der Litteratur, Kunst und Photographie in 3 Lesung unverändert an. Darauf trat der Reichstag, m die weitere Beratung der Resolution Remboldt ein, die eine Revision der Bestimmungen zur B e k ämpfungderMaul-undKlau- enseucbe vorschlägt. Abg. Böckel (Anüs.) wünscht, daß vor Erlaß einer Ortssperre Landwirte gehört werden sollen. _ Abg Pachnicke (frs. Vg.) greift auf eine vom Reichsgesund- heitsamt über die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche und die zu ihrer Bekämpfung gebotenen Maßregeln im Jahre 1898 publizierte Arbeit zurück, aus der sich ergeben, daß u. a. gegen die Eisenbahnverwaltung sich hier und da der Vorwurf erheben lasse, daß sie ihrerseits nicht genügend Fürsorge treffe, in ihrem Bereich die Verbreitung zu hindern. In der Hauptsache werde aber die Aufmerksamkeit darauf zu richten sein, den Seuchenerreger zu finden und auf diesem Wege dieser Kalamität zu (Leibe zu gehen. Redner beantragt über die Schluß-- Worte der Resolution Remboldt von den Worten „insbesondere darauf Bedacht zu nehmen" ab gesondert abzustimmen. Abg. Graf Kanitz (kons.) kann sich für eine Milderung der Sperrmaßregeln nicht begeistern. Die Absperrung hat überall da, iwo sie mit gehörigem Nachdruck durchgeführt wurde, auch einen vollen Erfolg gehabt. Es genügt, die Märkte zu schließen, die gefährlichsten Verbreiter der Maul- und Klauenseuche wie der Schchseuche sind die Fellhändler. Abg. Herold (3tr): Vorschriften, die den Besonderheiten jedes speziellen Falles Rechnung tragen, können gar nicht erlassen werden, deshalb müssen die bundesrätlichen Anordnungen und Klauenseuche durch die russischen Gänse verbreitet: hiergegen sei einzuschreiten und nicht immer die die heimischen Interessen schädigende diplomatische Rücksicht gegen das Ausland vorzuschützen. Redner beantragt, den Antrag Remboldt in seinem ersten Teile anzunehmen. Abg. Friedel (nt) regt an, denjenigen, die einen Seuchenfall zur Anzeige bringen, unter gewissen Voraussetzungen eine Entschädigung zu gewähren. Abg. P a ch n i ck e spricht sich für scharfe Grenzsperre in dem Falle aus, wenn von dem Nachbarlande direkt eine Gefahr der Seuchen-Jnvasion drohe. Nach dem Schlußwort des Abg. Remboldt wird der Antrag B o e ck e l gegen die Stimmen einiger Antisemiten abge - lehnt, der Antrag Remboldt in seinem ersten Teile angenommen. Als Material soll dem Reichskanzler überwiesen werden die Petition des ZeNtralverbandes der städtischen Haus- und Grundbesitzervereine zu Berlin, die S i ch e r st e l l u n g der Bauforderungen betr. Das Haus beschließt in diesem! Sinne, nachdem Abg. Werner (Antis.) die Petition empfohlen und bei dieser Gelegenheit die Forderung der Einführung des Befähigungsnachweises für das Baugewerbe erneut befürwortet hat. Ein Antrag Dasbach, die Petition hinsichtlich der Forderung bezgl. der Arbeitszeit dem Reichskanzler zur Erwägung, hinsichtlich der Forderung obligatorischer Gewerbegerichte in Städten von mehr als 10 000 Einwohnern und hinsichtlich der Forderung obligatorischer Ar beiter- A usschüsse als Material zu Überweisen, findet nutzt d'e genuaende Unterstützung, da sich nur 1 Mitglied des Zentrums dafür erbebt (Heiterkeit) Abg. Dasbach ist im Saute uiwt anwesend. 6 Gin" sch-°r. die B-ttti°n ,ur B°rücks.ch..gung -u SW. di- tröst- lose Lage der Näherinnen hin, die geradzn ein Gegen. ’Chki M. Ho un® einWEn -KM tzSW MP, EHolg trjd erst: * «eher »U« 5 A'Nol,ll'’ÄCofW^ Dllr Anzeigen-BermittlungSstrlleu deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Psg., auswärts 20 Pfg. einen allgemeinen Charakter haben. Aus diesem Umstande läßt sich die Thatsache, daß auch die Sperrmaßregeln von den Polizeibehörden ost in zu weitem Umfange angeordnet und durchgesuhrt werden, erllären. Wenn man im Innern mit so icharfen tsperr- maßregeln vorgeht, so müßte doch auch mit der,elben Schärfe die Grenze gegen die Verbreitung der Seuche vom nuslande her geschützt werden. Notwendig ist thunlichste Beschleunigung der Revision. Die Resolution Remboldt ist also anzunehmen, dagegen können wir auf den Zusatz Böckel verzichten. Direktor des Reichsgesundheitsamtes Dr. Koehler: Die . Versuche über die Maul- und Klauenseuche werden fortgesetzt. Ein Haupthindernis der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche liegt darin, daß wir wesentlich empirisch vorgehen müssen. i Aus keiner noch so eingehend ausgearbeiteten Instruktion kann man für jeden einzelnen Fall das Erforderliche herauvnehmen. Ohne die 'Verhängung von Sperren der Gehöfte und Ortschaften werden wir nicht auskommen können: denn es 'Ü^"i einzelnen unwiderleglich erwiesen, daß man sich durch strenge Durchführung der Sperren sehr wohl schützen kann. Ausnahmen kommen natürlich vor, wo verschiedene Stallungen aus demfelben Gehost I siegen. Die Sperre erst abhängig zu machen von der Anhörung weiterer Kreise, die nicht von Amtswegen bereits nut ber B^ kämpfung befaßt find, würde verhängnisvolle folgen Haden VN I die Seuche erkannt, so gilt es, schnell zuzugreifen: es ist weniger gefährlich, .etwas zu weit zu gehen, als zu zögern. Gegen I die Verschleppung vom Auslande ist alles nur mögliche ge- I schehen. Die Kontrole wird streng durchgesuhrt, namentlich bei I der Eisenbahnverwaltung. In neuerer Zeit schweben noch Verhandlungen darüber, welche Maßregeln über die Sammel- I transporte zu ergreifen siiid. Die Maßregeln gegen die. S ch at f * I raube haben sich durchweg als gut erwiesen. Erne Henberung I der Räudevorschristen wäre also nicht ratsam. Eine wichtige I Seite bei der Maul- und Klauenseuche ist die V e rs chl ePPung I durch Milch. 'Es ist vorgekommen, daß die Feststellung der I Seuche zu spät und die notwendigen Vorsichtsmaßregeln Nicht I rechtzeitig genug erfolgt sind in den Dampfmolkereien. Ern I Schutz gegen die Verschleppung liegt in der Erwarmung der I Milch in den Molkereien. Man hat das Bedenken erhoben, daß I die Temperatur von 100 Grad die Ausnutzung der Milch unmöglich machte. Die Versuche sollen fortgesetzt werden, ob I die Erwärmung bis 85 Grad ausreicht. I Abg. Graf Bernstorff-Uelzen (Welfe) ist erfreut dar- I über, daß auch die Frage der Verschleppung der Maul- und I Klauenseuche durch die Dampfmolkereien Gegenstand der Untere I suchung bei der Revision werden soll. Im allgemeinen ist er I für die Aufrechterhaltung der jetzigen Repressivmaßregeln. Wenn I die Sperre auch nicht in allen Fällen den erhofften Wen ge- I bracht habe, so sei sie doch von großem Werte, namentlich wenn I man sie auch wirksamer als bisher gegen das Ausland an den I Grenzen handhabe. Der Antrag Remboldt sei also anzunehmen. I Den Antrag Böckelt hält auch dieser Redner für überflüssig Abg. Rettich (kons.): Maßregeln gegen die Schafseuche I haben sich fin Mecklenburg als sehr wirksam erwiesen und sowohl I hier als in Schleswig-Holstein hat auf diesem Wege der Ver- I breitung der Schafräude gründlich Einhalt aethan werden können. Abg. Lucke (B. d. L.) plädiert für schärfste, rücksichtsloseste! I Grenzsperren gegenüber den Ländern, wo diese Krankheiten epi- I demisch sind, desgl. seien im Jnlande Sperrmaßregeln nut I dann von Wert, wenn sie energisch und streng durchgesührt I werden. Tie Menschen seien die Ueberträger der Maul- und I Klauenseuche: es dauere nicht acht Tage nach dem Schluß des I Frankfurter Marktes, daß in zehn oder mehr Ortschaften der I Umgebung die Maul- und Klauenseuche ausbreche. Abg. Graf Klinckowström (kons.) ist der Meinung, datz I die Fellhändler und die Viehhändler ganz besonders an ber Ver- I schleppuug ber Seuche beteiligt sinb, unb baß biesen Personen | burch bie gesetzlichen Anorbnungen strengstens verboten werben I sollte, bie Viehställe ohne Erlaubnis bes Besitzers zu betreten. I Aber ohne bie strengste Grenzsperre gegen bie verseuchten Nach- . I barlänber sei nichts zu erreichen. Desgleichen werbe bie Maul- leisch-txtract Reisch mit Mohemnlhrttia ibertrifit trotiWgtm Pta btracteanMhThnttrf: it in allen besseren Drogtn, ialwaaren-Handlungennhi h « «ich! ssK» fReime, Gon . «gnet fich J N'5"'cht° Ä Sontta1111 riohuf? "^kvdlLndjsjg »eryaiwiungeii uv» vttwPiiu’/vu " SJWgb» «in ©inten Ihaujes und offiziöse Zeitungssiimm^i m . .ltterarhistonker aitb! ei-. Nild)t des Kaisers, eine durchgreifende Reform des höheren 1 ^lich: " ' Hitkcrichtswesens für die allernächste Zeit anzuordnen I l berichteten, haben die Frage der Schulreform wieder zum I «Hacp stand lebhafter Erörterungen gemacht. Wenn die I 1 « ost ausgesprochene Forderung, den Realgymnasien die I < L'ruchtigung zum Studium der Medizin und Jura zu üer* I . Iltiben, demnächst wirklich erfüllt werden sollte, so ist doch I ■ xt Beginn einer durchgreifenden Reform nicht vor Ostern I , 1901, wo die sich des besonderen Interesses des Kaisers und I Staatsministers v. Miquel erfreuenden Frankfurter I -fiesorinschulen ihre ersten Abiturienten entlassen, zu er* I »artein. Auf jeden Fall aber ist es an der Zett, daß auch I weitere Kreise über das Wesen und die Ziele der geplanten I ^lenrichtsreform näheres erfahren. y I Selbst von den Anhängern der altklassischen Bildung I wirb heute zum großen Teil bereits eingeräumt, daß die I iltklassische Bildung, wie sie auf unseren Gym-I najicn gelehrt wird, den Forderungen des mo-I der neu Lebens, der ungeheuer angewachsenen Be- I beuumg der Naturwissenschaften pnd dem vermehrten Be- I Willis nach der Kenntnis fremder lebender Sprachen, I wichst mehr völlig gerecht wird. Es ist gewiß sehr I Wn, wenn man den Homer und den Sophokles in I Lei Ursprache lesen kann. Wie aber wird gerade das kost- I Wr aller Jugendbücher, die Odyssee, unserer Gymnasial- I nuqen b vielfach verleidet, wie werden die jungen Seelen gemartert und geknickt mit gelehrten Betrachtungen über öijio-n und Krasis, Aspiration und Accente, Muta und I Liquida, über den Gebrauch der Partikeln rc., Betrach- I tiuimrn, zu denen auf einzelnen Gymnasien vier Verst I Somers auf die Stunde den Vorwand hergeben. Noch I Deute wirbelt gewiß manchem von uns der Kopf, wenn wir I iin-j erinnern, wie wir uns damals umsonst Mühe gaben I cchumerken. Weit mehr der Anstrengung wert dünkt doch I oeiDifi jedem gesunden Knaben etwa zu wissen, wie der I litten ceithe Odysseus, gleich einer Fledermaus am Feigen- I Baum hangend, Mast und Kiel beim Auftauchen aus der I «harybdis erreichen, oder wie er sich, herausstehlen wurde I aus der Höhle des einäugigen Menschenfressers. Die außer- mdei itlichen poetischen Schönheiten der homerischen Epen I Milben nur für wenige Lehrer den Gegenstand der Be- I rMtung und der Behandlung. Das aber ist eine gründ- I Mkrhrte Schulmethode. Es ist gegen die menschliche Natur, aus dem Allge- I deinen das Besondere herzuleiten, aus einer Regel den I »tin'/inen Fall zu gewinnen. Vielmehr ist uns umgekehrt Uie Ableitung des Gesetzes aus der Erscheinung angeboren. Mnd, wenn es sprechen lernt, ist weit mehr geneigt Zlt Fehlern gegen eine ihm begreifliche, d. h. aus Beispielen yrtausgehörte Regel. Die Anatomie und Philo- fsoohi'e der Sprache, die Grammatik, ist genußreich str den Forscher, ist unentbehrlich zur vollen Herrschaft über eine Sprache, deren Stoffe man bereits besitzt. Aber | I? ist das denkbar schlechteste Mittel zu deren Erlernung. Aü, ivenn mit ihr begonnen wird, bereitet sie das sicherste hndernis der Geläufigkeit, bis die erlernten Regeln ver- 8:ijen und durch zum Instinkt gewordene ersetzt sind. 3csl>alb wird sie von der Jugend mit vollem Rechte gehaßt M eine verleidende Quälerei, als ein widernatürlicher Z-ifuch, aus den ersten Wurzeln der Sprachkenntnis schon Air Blüten hervorzulocken. Dessen längst inne geworden sind die Lehrer der Neueren Sprachen. Sie haben ihre Methoden ein- ^lichtet nach der Erfahrung, daß jedes Halbwegs veranlagte »nd durch den Gebrauch eine fremde Sprache in weniger aM Jahresfrist mit gleicher Geläufigkeit sprechen lernt wie firne Muttersprache. Aber immer noch sträuben sich unsere »tzqmnasien, die Ersprießlichkeit einer ähnlichen Methode bie alten Sprachen einzuräumen. Immer noch wird 'tos Dach des Gebäudes zum Fundament verkehrt; immer nimmt man auf den untersten Klassen die lateinische Grammatik zur Grundlage des Sprachunterrichts, ja noch jetzt soll es Gymnasien geben, auf denen man die msEtzlichen gereimten Gcnusregeln auswendig lernen laßt, ticse verdummendsten und gräulichsten aller Hirnschrauben bie sich die pädagogischen Folterknechte barbarischer Zchrhunderte ausgesonnen haben. Immer noch nicht für ein genügendes Berdammungsurteil des falschen Ver- sahrrens gilt die Thatsache, daß nach 7 8 jähriger Lehrzeit ton zwanzig Abiturienten noch nicht einer eine solche K'lmufiqkeit im Lateinischen und Griechischen besitzt, wie Heber junge Kaufmann binnen Jah^sfrist zu er» twrÄen pflegt von jedem Sprachlehrer im Englischen und -ranizösischen; Sprachen, die uns allerdings näherstehen, ober: gewiß nicht um das Siebenfache leichter sind. Und treten unsere „fertigen" Gymnasial-Primaner hinaus ins Leben, 6 Dienst ErmdM- uv WbtiRouto > n M Me, i 31. Man fett woQ IMe abgeben. Offerten öch Wieber^l Sugattg । Abgang j Hand am 81. LifiO frft *>Ä8' W Unter Stjugn, itebetrelfienben, r Wr inne i P M®i vidiigenfa v»» CUtn, Stenl Aln I. Dr n SWaüen L Fabrtlationi * Ärenmater » Konto für S « Spareinlage " ftontfrftorre - Unkosten-Koi Aus Stadt und Land. («uouyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 27. April 1900. GeschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Bor 128 Jahren, am 28 April 1772, wurde der verdienstvolle dänische Minister Friedrich Graf v. Strurnsee nach einer unter Angst und Ent- dehrung 5 Wochen lang auf der Festung Kronenburg ertragenen Hast als Opfer einer Verschwörung des beleidtgien Adels und als Hochverräter hingrrtchtet. Siruensee wurde am 5. August 1737 zu Halle g. d. S. geboren. •* Sottnie. Sie 2. Klasse der ersten Hessischen X.anoedlotterie kommt am 7. nächsten Monats zur Ausspielung. Das ganze in Gestalt von Gewinnen zur Ausspielung gelangende Kapital beträgt 4 446 000 Mk. und davon gelangen nach Auszahlung der Gewinne erster Klasse ,m Betrage von 136 452 Mk. noch 4 309 548 Mk. in den folgenden Klassen zur Ausspielung und zwar in der 2. Klasse nicht mehr auf 33 000, sondern nur noch auf 32 100 Lose und in den folgenden Klassen auf jedesmal noch je 900 Lose weniger. Wie groß der einem Loskäufer durch Aufgabe seiner Beteiligung an der Lotterie in einer Nachklasse erwachsende Verlust ist, kann man daraus erkennen, daß der Spieler mit einem Zehntellose erster Klasse im Preise von 3,30 Mk. an 900 Gewinnen im Betrage vom 136452 Mk. teilnimmt, während er mit einem für alle Klassen bezahlten Zehntellose im Preise von 16,50 Mk. an 11000 Schisssnachrichteu Der Postdampfer „Noordland" der „Red Star ßinie*, in werpen, ist laut Telegramm am 25. April wohlbehalten in New'?M angekommerr. Clws/vic^- wwc) S nacfv Sfcoao in cvjenvc U. Zavfvuö eBawr 11 diz StaStRiwAi cKvtflCrU29 b/rferben und erklärt deren gesetzliche Festlegung schiffeOfordern. müffe man vollwertige Reserve- l l er-Fuldafinhet den Umfang der Materialreserve sehr hoch baffen. Wozu konserviere man denn sämtliche alten Schiffe? Diese leFÄnn?"/*!3 Matenalreserve verwendbar. Jetzt wachse die Zahl beI Se»etzllchen Dauerzeiten. Diese abgängig wer- roütbcn gewiß für die Kreuzerflotte noch als Materialreserve zu brauchen fein, mindestens zum Schutz der lokalen Inte- reffen einzelner Auslandsstationen. 1x5 N"Sch^fch4°1Lݰn m°sim^' man in 3»=™ “f r°r-S^ifskn?ch7ut"u^-nL aef‘"e s-i-n -nmd°--ri°gsb--uch- fnrrf.,r^* fffeIrctät 2i meint, man müffe sich über das Minimum solcher Schiffe einigen. Ueber den Ersatz der Ausland ssck i f f 3 entspinnt sich eine längere Debatte. u 91 a n o 0 । q i n a lönne ?°8 sei, werde man bewilligen, deshalb «eben <£n hhSL QUf C,n J.° großes Programm ohne weiteres ein- b,cIera Pwgramm liege eine große Bindung. Er halte die Ä ft /r " “arfe$t "'blen Punkten für möglich. @r hlllte ES. derAuslands-Flotte nicht für nötig b« TüAttnS6 ben Auslanbshanbel, sonbern dieser beruhe auf flteC ^usteute. Eroberungen wolle man doch im I Ngmug-o-hmL $ fCinet $!ein,,n9 Wen AuSl-NdSschiff- b°. Wunsch der Dmtschm im Ausland- nach llnS» R» 2.,bmc ’eine8™eS8 m auSr-,ch-nd-m Maß- erfüllt werden. N? repräsentieren unser Ansehen. Mit alten Kasten I ttnne man dasselbe nicht angemeffen vertreten. Die Verhältnisse in 1 SE srÄÄ Machtentfaltung auch in solchen Fällen nicht, -Ä i? br Ä ? feL ®r beb°uerc' baß der Ersatz der Auslandsschiffe I nrx fpdtm fire0onnen werden könne. Abg. Frese hat von den I chinesischen Verhältnissen eine andere Anschauung als Müller-Fulda I ®r es nicht für richtig halten, die Entwickelung des deutschen I Sanbelä dort ohne ausreichenden Schutz zu lassen Unsere bisherige I Auslandsvertretung sei durchaus unzulänglich gewesen, aber I lebet einzelne ^all zeige, wie nötig und nützlich sie sei. Abg. Prinz I Erfahrung lehre, wie schwer es sei, in Bezug auf die I bfS ?lPe s’m DOtau8 Bestimmung zu treffen, aber bedeutungslos I feien diese keineswegs. 3 1 Abg. Richter erklärt, ein Zukunftsprogramm für die allerdings I notwendigen Auslandsschiffe sei unmöglich, da die Verhältnisse und An- I zu sehr wechseln. Staatssekretär Tirpitz führt aus, die Verhältnisse m Ostasien weisen auf eine Vermehrung der Schiffe hin. I ^ler-Fulha wünscht, daß die Interessenten an den Auslandsschisien I ju den Lasten herangezogen werden. Man müsse die Leistungsfähigkeit I bet Heimat nicht übermäßig anstrengen, denn verhältnismäßig bestände ^bhr Rot als bei den einzelnen Ausländsdeutschen. I Cs handle sich m erster Linie um die Geschicklichkeit und Intelligenz I bet Kaufleute und Industriellen, die durch die Kriegsschiffe nicht ersetzt I »der ergänzt werden können. 1 e I „„ ..2lb9- st"se: Mit Hilfe der Kreuzer allein breite sich der Handel I "‘ft m^r0&^-cer Jönne auf diese Hilfe keinesfalls verzichten. I ®cr Nutzen des Auslandshandels komme der Heimat zu gute, damit I trage er indirekt zu den Lasten bei. % 2)1L$<^LC: ®ie be"ffche Konsularvertretung könne der I nicht entraten, m dieser Beziehung sei bisher viel zu wenig | geschehen, selbst Italien leiste mehr. 8 9 | t l ab^- Kardorff bemerkt, daß er eine auch mir teilweise Ab- I "huung der Vorlage im Hinblick auf das Ausland sehr bedauern würde. I Frankfurt a. M., 25. April. Im Zoologischen Garten giebt die Kapelle Samstag einen Operetten- Abend. Sonntagnachmittag und -abend ist Doppelkonzert der Gartenkapelle mit der Musik des 81. Infanterie-Regiments. Außer den jüngst neu angekauften Tieren weist der Garten jetzt auch eine Anzahl hier geborener junger Tiere auf, die munter in die im schönsten Grün prangenden Anlagen schauen und natürlich die Besucher ganz besonders anziehen. Wer hätte nicht seine Freude an einer Schar junger Lämmer, die lustig zwischen ihren Müttern herum- springen, toer bliebe nicht kopfschüttelnd vor der eigentümlichen Erscheinung einer Känguruhmutter stehen, der ein Junges aus dem Beutel guckt. Solcher Mütter hat der Garten gegenwärtig zwei. Reizend ist auch eine kleine Sumpfantilope, die dieser Tage zur Welt kam und ihrer Mutter in der Färbung sprechend ähnlich sieht. Frankfurt a. M., 25. April. Hier tagte derVer- einzur Förderung des Arbeiterwohnunas- ^lL gilt.. Verhandlungen war u. a. erschienen alv Vertreter der Regierung und als Vertreter der Landes- Versicherungsanstalt Darmstadt, Regierungsrat Dietzer. Landesrat Dr. Schröder (Kassel) sprach über die c*ra s. eures Vereins zur Bekämpfung der Schwindsuwt«"^^ im Regierungsbezirk Kassel uL im Mntu^a??/ Hierauf gab Oberpräsident Graf Zedlitz-Trützschler Freude darüber Ausdruck, daß in der von Lungenheilanstalten die Provinz Hessen-Nas m Ehrender Stelle stände. Stadtrat Dr. Flesch Qn Dr- H?hn (Ruppertshain) sprachen über die Erfo Heilanstalt Ruppertshain im Taunus. Es wurde bek^i-^ einen Provinzialverein für Hessen-Nassau zu gründen '?' .-R^chmittags- Sitzung behandelte Oberbüraerm ' ■'" Adickes die ,,Wohnungsfrage und die städtischen ^''7 Lungen . Oie städtischen Verwaltungen können itoor\a(' Unterlagen schaffen durch Beschaffung billigen uÄL« 5en Baulandes, ferner durch Beseitigung des Unfn ^^bhmertums, sonst aber sei die u entbehrlich. Landesrat Dr. Schröder sprach über h.p V^ 9 rufc bE" »«■ Mch-r auf die Verhältnisse zu Zwickau und Chemnitz. Abg. Hi tz e (Ztr.) meint, es möchte sich empfehlen, die 2rn9w^n^ltvan btar Kommission zuvückzuverweisen. fJfUSnk?tbeä^,un9en Zwischen den Abgg. antraa fd,Ue6t blc $<^uffion. Der Kommissions- anlrag wird angenommen. -- Darauf aelanat ein tagungsantrag zur Annahme. T 9 9 lH Si§ Än V^9'- Bbitag 1 Uhr (Interpellation Deinhard: ”5" wann ist die in Ausucht gestellte Abänderung der Wein- Zesetzgebung zu erwarten?" Petitionen.) Vermischtes. ** A n s i ch t s p o ft k a r t e n. Im Jahre 1899 wurden I Joe&en erschienenen Zusammenstellung u L Ansichtspostkarten versandt: vom Brocken 808 (XX) hOm Niederwalddenkmal 281000, von der Schneekoppe 202000 I Wartburg 173 000, vom Kyffhäuser 17 1 000, ^»/ I re \ 000, vom Feldberge im Taunus unö bcc I Rudelsburg je 60 000, vom Jnselsberge 53 000, Dom seibd I berger Schlosse 40 000. I • Postraub. Der Postbote Heinrich ClaeS in Münftrr r. W. hat einen Diebstahl von 130000 Mark ein Z?standen. Er war bis vor kurzem Postillon, wurde bann Posthilfsbote am Bahnpostamt und leistete Hilfe bei dci Stadtbnefbestellung. Nachdem er angeblich wegen Streitig kecken mit einem Kollegen seinen Dienst aufgegeben, zog e; durch mehrfache Ankäufe von Grundstücken rc. die Ausmerk samkeit der Behörde auf sich. Er ist unter anderem gegen wärtig Besitzer von zwei wertvollen Mietshäusern. Seir großer Aufwand veranlaßte schließlich die Behörde, bw Ursprung der Geldquelle nachzuforschen. Da man seinen Angaben, daß das Geld teils aus einem LotteriegewiMr, teils von einer Erbschaft herrühre, keinen Glauben beimaß. so wurde er nebst seinem Bruder Joseph verhaftet und sofort dem Untersuchungsrichter vorgeführt, diesem hat Heiw rich Claes nach längerem Leugnen den Raub eingestanden, er räumte auch ein, daß er eine Barsumme von 90000 Mk. in einem ihm gehörigen Hause versteckt habe. Eine Durchsuchung des Hauses bestätigte seine Angabe. Das Geld wurde auf dem Boden unter den Fußdielen vollzählig aufgefunden. Der mitverhaftete Bruder, Botenmeister Josef Claes, scheint an dem Diebstahl nicht beteiligt gewesen zu sein, weshalb er demnächst wieder in Freiheit gesetzt werden rbnU.lfte-. D'- Postbehörd- wird übrigens so ziemlich schad- qooon^nf"' a Üben der aufgefunbenen Summe non Mk auch die Häuser und sonstige Liegenschaften des Verhafteten beschlagnahmt worden sind. $ Erteil' ut zchesM bi4£ «ttW *.»6 ' * ob" Mrn, @ro M___ Mr 1 rchagrn mit. hab iMMnnbrrV iPchnnhMnlc Kandwirtschast. — Der „Reichsanz." meldet \ Saatensianb in Deutschland Mitte Apnl: Winterweizen 2,7; Winterpelz 2,5; Winterroggen 2,9; tllee 3,0; Suzem 2,7; Wiesen 2,8. Infolge langer Dauer des Sintert büeb die gesamte Vegetation erheblich zurück. Mit der Bestellung der Sommerfrüchte konnte erst kürzlich, stark verspätet, begonnen werden. Die Saatenstandsnote des Weizens, obgleich besser, als die des Roggens, ist im Vergleich mit den Weizenernten der Borjahre dir schlechteste seit der Einrichtung der Saatenstandsberichte. __________ Handel und Verkehr. Volkswirlschafl. Frankfurter Böwe vom 86. April. Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult April 0.55 %, do. per ult. Mai 1.90%, do. per ult. Juni 0.06%, Diskonto-Kommandit per eil. April 0 55'Vo, do. per ult Mai 1.80%, do. per ult. Juni 0.00° ;• Lombarden per ult April 0.30/o, do. per ult. Mai 0.70%, do. per ult Juni 0.00%. Spanier per ult. April 0.00. Notierungen: Kreditaktien 228.10-228-00-0, BtekonU»- Kommandit 188.40-10-000, Staatsbahn 185.70-00, Gotthard 142.00, Lombarden 27.20-00.00, Ungar. Goldrente 97.50, Italiener 95.20, Sproz. Mexikaner 25.80, Oesterr. Coupons 84.%, Amerik. Coupon* 4.19, Privat-Diskont 4%% G. 1V<—2®/4 Uhr: Kreditaktien 228.20-40-000, Diskonto-Kon- mandit 188 10-187.80-188.60, Stoatsbahn 185.80-133.80, Lombardei —. Northern gestern 76 60. Biehmärkte. S Butzbach, 26. April. Der heutige Schweinemarkt war mit über 70 Wagen Vieh befahren Es kostete das Paar Ferku 30—50 Mark und Springer 60—80 Mark. Der Handel war ziemlich lebhaft. _ Kronen-Marke. RenommserlesSes deutsches Fabrikat Köpenicker Mk. 3.40. 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Bitte auf Schutzmarke zu achten, da ähnliche Packele mit geringer Qualität zum /X Aktiva. I; Kassa Konto , «Effekten-Konto , Konto für Kautionen , Gmndstück- und Gebäude. Konto „ Maschinen Konto , lltenftlien.Konto , Inventarien-Konto |, Fabrikations-Konto Brennmaterial-Konto .Konto für Wagen , Spareinlage-Konto „ Konto-Korrent-Konto . Ankosten-Konto P. H. Schrauth, Neuwied a. Rh. größte Dampfseifenfabrik mit elektrischem Betrieb. Gegründet 1830. Hochfeines Zamkrant und grüne Bohne«, feinste Speise- und «alat-aartoffelu empfiehlt die SmSsthMliiig J. Hanckel, 2317 Schtoßsaffe 6. 4.60. .3.00. 3 80. 5.50. Hustav Walter, MLuSburg 13. In unserem Güterrechtsregister wurde eingetragen: Durch Vertrag vom 21. April 1900 haben Wilhelm Kehler und dessen Verlobte Marte Wagner, beide m Großen-Linden, für ibre bevor- stehtnde Ehe EcxungenschaftSgemein- schüft gemäß 1519—1548 d. B. G. B. vereinbart. Gießen, am 21. April 1900. Großh. Amtsgericht. 3103 Nenester vervollständigter Placat- F ahr plan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Giessen, Frankfurt a. M., Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Laubach und Londorf ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Bieberthalbahn, zum Preise von 20 Pfg. in der Expedition des Giessener Anzeigers vorräthig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des Giessener Anzeigers bezogen werden. Fussbodenanstrich: Berufteiulackfarbe, lose gew., 90 Pfg., über Nacht trocken, hochglänzend, Spirituslacksarbe, lose gew., 75 Pfg., sofort trocken, hochglänzend, Pinsel, Oelfarbeu, Lacke re. Artikel zum Putzen: Zkuhpomade und Aerrzirr, Aeuflerfchwämme, -Loder, Wiener Z^rrtzkalk, Hlein, Wraucht zum Wuhe« jeder. 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Wir suchen ein für unsere Kasse geeignetes Haus zu erwerben. A.flektauten wollen ihre Offerten bis zum 5. Mai l. Js. auf unserer kaffe abgeben. 3116 Offerten behufs Neubau sind nicht ausgeschlossen. Der Vorstand. Das beste Waschpulver ist und bleibt Schrailth’s Gemahlene 5Vs und 5 Psg. H. Arnold H, Marktstratze 28. 3097 - w «tyw W bo«nL>'8rotfen ,7 Schn«!,,- Ibberm'iWuJ£r lil S tm ?qi* inlel5berge 53 000,t Heinrich Claesch- [ fon 130000 a- ”1* NHoh,$r 311 und leistete M j, m "angeblich n*n Dienst auh'*ä Grundstücke« Munter, sollen Mik-Lm. > schließlich jiM ch)usorsche». m aus man Lsttmeg chre, ftintn Miuhnk Mir MV!/ nirl/aftet mM/, -iesm hat tz fßf itn Raub eingchabk SarsumM von MM erstellt habe, (hnt ir 'eine Angabe. W Fußdielen vollM-ü 'Uder, Aotenmch' ! nicht beteiligt g«? in Freiheit gesef! wi ÄüM zierch ls. Mrhmdeneo 5« t:; und soMe HMM wordtkl D. Stenographie - Unterricht. Am 1. Mai eröffnen wir für Richlmitglitder einen Anfangskursas ilbtt Gabelsberger'schen Stenographie. Das Honorar beträgt 6 92L Anmeldungen werden unter Angabe der Adresse durch Karte an bm Vorsitzenden, Herrn Dr. Pitz, erbeten. Braunkohlca Vcrkauf. Auf der Fürstlichen Grube Wölfersheim ist der Verkauf von Braunkohlen- vreßsteinen, soweit der trockene Vorrat reicht, eröffnet und es kosten vorläufig 100 Stück (--- 2 Centner) gegen bar 1 Mk. 22 Pfg. und auf Kredit 1 Mk. 26 Pfg. Die holzigen Kohlen werden zu 3 Mk. bezw. 3 Wit. 20 Pfg. pro Raummeter (— 6 Centner) abgegeben. . Mit dem 1. April hat auf den Fürstlichen Werken eine neue Kreditpenode begonnen und es wird Kredit nur gegen neue Bürgscheine gewährt. Grube Weckesheim, den 25. April 1900. 3096 Die Fürstliche Bergverwaltung. --- per Vorstand itt MMrei-Kea-ssensihast, e. G. m. n. Kmgen Wkrheffey. von Ovett. Hetnr. Schmidt I. O. Klingeihöfter. W. H. Bender II. PH. Seibert II. und >^ihbii,? iQunip, ex? tz handelt? ■ und bi, ch ÄrA« »St Gartensand fc.fi e & Material, stets M haben. Anfubr pro:: pt und billig. 30o9 C. 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