«Per 1. W. ... . jährige n MbhenSü^ ZIAr Sj’Sfc 11118 All teil fS? ^pnl zu betmii’1; !S*®% feS'en. 5 5 Zimm des Bahnhof Oiflr. >le mM I«L [Wtoh kjffrti, CHntta iuia utotyttitini' 6i. ohrihaw vlqt, in behtm . gui rentitreni), bei i kaufen, änfraiw h Sie lhoedilio» b. m\t WWN, pitiü hr^ütz 6M 8kit l/JMtti, in OrUW nit gutcr Cffttltn uottt I.IN prtiüon la. Xoütttmt-, *W MM t:'; IN. . , in dn SFPrtitw« KihuhmO' «ufflobe b.jHitrü .-. - uytttKadM'- i, Herbert, M« • • 1 - V*Av 24 L 115.»'" fllft taPrffcoW- 1K. 1UF i^ E M'W; bo. SMchn i^ Hotthardbahn. । Princ hevr? • W-$' , Donau ;W!- Löln-Mden. sbst- M’Äi rück. fts> y^hHlO Ä jpailWb.L ? 12^ jii Erstes Blatt. Nr. 73 Mittwoch den 28» März 1900 twiaW* e. Lllr Lnzrigui-BermittlungSstellm drS In- und ÄuSIeM »rhmnl «nzeigkn für den Gießener Anzeiger entgcgai. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auSwärtS 20 Pfg. Sfjnflsprcis vierleljährl. Mk 2,M monatlich 75 Psg. mit Bringerlohnr durch die Abholeftell« vierteljährl. Mk. IM monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. »••WteMitUt Werd« dem Anzeiger ,gWr w» Anzeigen zu der nachmtttag- für de« Jrfr—»- leg »scheinenden Nummer M vorm. 10 Uhr. HM*lungtn spätesten» ***» -rher. Meßmer Anzeiger Henerat-Anzeiger Aints- und Anzeigeblntt für den Ttveis Gieren. MchMii«, eptMtba und ®ru*r*t: Nr. 7. Adreß« für Depeschen: Anzeiger chtrhrr». Fernsprecher Nr. 51. GratisdeiüM«: Gießemr FamiUenülätter, Der hessische Landwirt, Mütter fix hrWhr UMstmndr. Deutscher Reichstag. 176. Sitzung vom 26. Marz. 1 Uhr. TaseS-Ordnung: Erste Lesung des Entwurfes eine» Seemannsordnung in Verbindung mit den drei Äebengesetzen: betr. Verpflichtung der Kauffahrteischiffe zur Mitnahme heimzuscl-asfender Seeleute, zweitens betr. Stellenvermittelung für Seeleute, und drittens betr. Abänderung seerecht- licher Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Abg. Frese lfrs. Vg.) geht auf die Vorlagen eingehend ein. Dieselben brächten dem Schifferstande eine Reihe von Verbi, sserungen. Was die Petition von Schiffsbediensteten, Stewards, welä>e auch den Schiffsofsizieren zugerechnet werden wollten, anlange, so werde sich wohl in der Kommission Herausstellen, dah das nicht angängig sei. Für eine wesentliche Verbesserung rite er die Musterung auf Zeit, statt wie bisher, auf eine Reise. 33 regele die Frage der Ueberstunden; im § 34 seien von ter Vergütung für Ueberstunden ausgenommen die „unmittel- fciren" Vorbereitungen für die Abfertigung des Schiffes. Das Wort „unmittelbar" müsse wegfallen, weil es zu gummiartig fe i. Wenn es im § 35 jjeifje: Der Bundesrat bestimmt, unter welchen Umständen die Mannschaft an mehr als zwei Wachen zu gehen hat, so meine er, es würde besser sein, wenn das im Gesetz selbst bestimmt werde. Was § 79 anlange, so werde der- v. lbe sicher den Züchtigungen etwas Einhalt thun. Die See- schöffengerichte und das Koalitionsrecht seien in den Entwurf nicht ausgenommen. Daß das Koalitionsrecht auf See nicht statthaft sei, erkenne er als richtig an, wie es aber damit stehe, ob nicht das Koalitionsrecht gegeben werden könne, so lange die Seeleute an Land seien, das werde in der Kommission näher zu erörtern sein. Was die Stellenvermittelungs-Vorlage an- linge, so wäre die völlige Freigabe dieses Gewerbes ebenso zu verwerfen, wie eine Verstaatlichung desselben. Redner be- gvüßt noch die Bestimmungen des letzten Nebengesetzes (seerecht- liche Vorschriften im Handelsgesetzbuche) mit Freuden, namentlich auch diejenigen über den Bergelohn und über die Beteiligung der Mannschaften daran. Er beantragt schließlich Ueber- Wetfung der Vorlagen an die Kommission. Abg. Rettich (fonf.) erkennt die Vorlage als eine vor- tnesflich ausgearbeitete an und meint, sie sei von hoher sozialpolitischer Bedeutung. — Abg. Metzger (Soz.) bemerkt, die Seemannsordnung sei, so wie sie vorliege, mehr im Interesse der Rheder gestaltet, als in dem der Seeleute. Sehr zu bedauern sei die Nicht-Anf- n«hme der Seeschöffengerichte. Was dagegen geltend gemacht lüerbe, besonders die hohen Kosten, sei alles ohne Gewicht. Den dorren Rhedern natürlich gefalle das Fortbestehen des jetzigen Zustandes ganz vorzüglich. Ganz unmöglich sei es, daß den kaufmännischen Konsuln im Auslande eine solche Seemanns- aiutliche Macht nach wie vor verbleibe. Wer weiß, wie oft es vorkomme, daß Seeleute mit ihren Beschwerden, gleichviel ob ib>er Verpflegung oder über Behandlung, einfach von der Schwelle ter Konsuln im Auslande weggewiesen würden. Auch die Bestimmungen über die Sonntagsruhe seien ganz unzulänglich, ferner wird die Anrechnung des Wachdienstes nur bei Ausdehnung desselben über zwei Stunden vom Redner bemängelt, wie lemn überhaupt die Arbeitszeit im Hafen zu lang bemessen fei. Durchaus unzulänglich seien die Bestimmungen über die Disziplin. Unbedingt müsse der Kapitän gezwungen fein, jede Beschwerde, jede Mißhandlung im Schiffsbuch zu protokollieren ini b eine Untersuchung zu veranlassen. Notwenbig sei das Ko- ilötionsrecht für die Schiffsleute, zumal angesichts dessen, baß soeben erst die Hamburg-Amerika-Paketfahrtgesellschaft ihren säintlichen Kapitänen und Offizieren mit Entlassung gedroht habe, falls sie nicht aus dem Verein Hamburger Kapitäne und Oiiiiiere ausschieden. Und weshalb? Weil dieser Verein Ach in einer Versammlung durch Resolution abfällig über diese See- iicmnsorduung ausgesprochen habe! Die Kontrolle der aus- fonfenben Schisse durch die Versicherungsagenten des Norddeutschen Lloyd sei ganz unzureichend. Auch auf das Wasser und den Proviant müsse sich die Kontrolle erstrecken. Redner verbreitet sich schließlich noch über Fälle von Mißhandlungen an bord, über Todesfälle und Selbstmorde durch Ueberbordspringen als Folge solcher Mißhandlungen. Seine Freunde würden an den Forderungen ihres 1898 er Entwurfes festhalten. Würden di§ie nicht erfüllt, dann habe seine Partei kein Interesse an vieler Seemannsordnung. Abg. Spahn (Zentr.) erklärt sich mit einer Reihe von rcituninungen der Seemannsorbnung einverstanben. Durchaus notwendig ^seien bessere Vorschriften zu Gunsten der Sonntags- mhe und ^onntagsheiligung für den Seemann im Hafen. Tas llniüefen mit den Heuerbaasen müsse gründlich reformiert werten. Die Erweiterung der Vorschriften über die Disziplin dahin, daß auch den Schiffsoffizieren die Disziplinargewalt über» tragen werben könne, sei notwenbig. Was bie Seeschöffengerichte «»lange, so begreife er nicht, weshalb man nicht wenigstens im intern solche Gerichte solle bilden können, zumal, nachdem ein» ml gegen die bisherige Rechtsprechung durch Seemannsämter solches Mißtrauen bestehe. Staatssekretär Graf Posadowsky widerspricht demBer- Imgen nach Seeschöffengerichten. Was die Sonntagsruhe an- kngc, so könne über die Arbeit an Sonntagen keine Vereinbarung Ithrotfen werden, sondern nur über die Arbeit an Wochentagen, kiw Koalitionsrecht aus See, halte er, Redner, für unmöglich; dkn» der Beruf des Seemanns sei ähnlich dem des Soldaten, straffe Disziplin sei nötig, weil der Seemann ebenfalls stets for dem Feinde stehe. Deutschland stehe in Bezug auf die Zahl her Schiffsunfälle günstiger da als fast alle anderen Länder, ras vorliegende Gesetz bedeute einen großen Fortschritt, und er Hill« dringend, dasselbe noch in dieser Session zu erledigen. Abg. Müller -Duisburg (nL) äußert seine Genua- Auing darüber, daß die heutige Verhandlung über einen so teihrittenen Gegenstand eine so ruhige sei. Das gewährleiste m Zustandekommen dieses Gesetzes. Im einzelnen sei er im wesentlichen mit dem Abg. Frese einverstanden. Die disziplinäre Zwischeninstanz, die Schiffsossiziere, sei auf den heutigen großen Schiffen unentbehrlich. Auch die Vereinbarung über die Arbeitszeit, durch Vertrag, sei jetzt noch nicht zu entbehren. Sehr dankenswert seien die Vorschriften über das Heuerbaaswesen. Was Abg. Metzger über mangelnde Kontrolle der Seetüchtigkeit, über Sargschisfe, gemeint habe, treffe doch nicht für Deutschland zu. Daß unsere Schisse seetüchtig auslaufen, dafür sorgten schon die Agenten des „Germanischen Lloyd". Abg. Lingens (Zentr.) wünscht, daß das Gesetz noch in dieser Session zustande komme. Er spricht sich für Verkürzung der Arbeitszeit aus. Abg. Raab (Antis.) ist im großen und ganzen zufrieden nvit der Vorlage, hält sie aber für verbesserungsfähig. Unerfüllbar bleibe leider eine sehr wichtige Forderung, die der Schriftlichkeit des Heuervertrages. Außerdem werde in gar zu vielen Punkten die freie Vereinbarung zugelassen. Die Ausdehnung der Disziplinargewalt auf alle Schiffsoffiziere gehe zu weit; höchstens dürfe nchch dem Obermaschinisten für seine Maschinenleute eine solche Gewalt übertragen werden. Redner erklärt sich bann auch gegen Prügel als Disziplinarmittel. Es gebe auf dem Schiffe so viele andere Mittel, die einen Mann geradezu wahnsinnig machen könnten. Geh. Rat von Jonquieres erklärt gegenüber dem Abg. Metzger, die Hamburg-Amerika-Paketfahrtgesellschaft habe ihre Kapitäne und Offiziere nur davon verständigt, sie würde, wenn sich solche Vorgänge wie letzthin im Verein der Kapitäne und Schiffsossiziere wiederholen würden, in Erwägung ziehen, ob sie das Verbleiben ihrer Offiziere im genannten Verein noch dulden könne. Weiter tritt der Kommissar noch einigen Bemerkungen der Abgg. Metzger und Raab entgegen. Abg. Schwarze (Soz.) spricht sich besonders gegen die disziplinären Vorschriften und gegen die Verweigerung des Koalitionsrechts aus. Abg. Hahn (Bd. d. L.) bedauert das Vorgehen der Ham- burg-Amerika-Paketsahrtgesellschaft, die keinesfalls berechtigt sei, ihren Angestellten den Beitritt zu dem betreffenden Verein zu verbieten. Zu bemängeln sei an dem Gesetz, daß es zu häufig „Vereinbarungen" zulasse. Auch sei die Zulassung von Heuer auf unbestimmte Zeit zu verwerfen. Die Vorlage wird an eine besondere Kommission verwiesen. Morgen 3 Uhr dritte Lesung des Etats. Schluß 6 Uhr 45 Min. * Vom Kriegsschauplatz. London, 26. März. Zu dem in der Nähe von Bloemfontein am Freitag geschehenen blutigen Vorfall wird aus London telegraphiert, daß es Mannschaften der Johannesburger Gendarmerie waren, welche einen englischen Offizier erschossen, und drei andere mehr oder weniger schwer verletzten. Als die Buren der Engländer ansichtig wurden, ergriffen fie scheinbar die Flucht, machten dann plötzlich Halt, und schossen auf etwa 300Iards. Wie „Daily News" melden, sind binnen 5 Minuten alle Engländer in den Sand gestreckt gewesen. Die Buren sollen sich mit größter Freundlichkeit der verwundeten Feinde angenommen haben. — Wie dem „Standard" telegraphiert wird, haben die Freistaatburen den Telegraph zwischen Bloem- fontein und Kimberley wieder zerstört. — Ein Londoner Telegramm des „Berliner Lokalanzeigers" besagt, daß die Abreise Lord KitchenerS aus dem westlichen Aufftandsgebiet anscheinend das Zeichen zum Wiederausbruch des Afrikanderaufstandes gegeben hat. Zwischen Kenhardt und Van Wyks Blei haben die Kapburen starke Verschanzungen aufgeworfen und Griquatown ist wieder von den Buren besetzt worden. — Nach Depeschen aus Lourenzo Marques beträgt die Zahl der Europäer, welche daselbst durchreisen, um sich der Burenarmee anzuschließen, 400 bis 500 monatlich. Französische und deutsche Dampfer landen jede Woche Freiwillige für die Verbündeten. Der französische Dampfer „Gironde" landete eine ungewöhnlich große Anzahl Passagiere, zumeist Franzosen, Holländer und Belgier. Eine hier vertretene französische Firma importiert mit jedem Dampfer Munition, die als Zement, Oel oder Ziegel signiert ist. Diese Ware wird dann ganz offen nach Pretoria weiterbefördert. * * • Telegramme des „Gietzeuer Anzeiger". London, 27. März. Aus Kimberley wird vom 26. ds. MtS. gemeldet: Die Zahl der Europäer und Eingeborenen, welche sich in schlechten Verhältnissen befinden, ist sehr bedeutend. Lord Methuen hatte bereits Vorkehrungen getroffen, um Die Bedürftigen nach Kapstadt zu senden, aber die Behörden vonKapstadt sträubten sich gegen dieAufnahme derselben, indem sie erklärten, Kapstadt sei bereits übermäßig mit Flüchtlingen angefüllt. Loudon, 27. März. Aus Barkley West wird von gestern gemeldet: Ein Buren-Kommando von 400 Mann hat Papkued wieder besetzt und alle Rebellen dieses Distriktes wieder an sich gezogen. London, 27. März. Trotz aller gegenteiligen Meldungen hat die Proklamation des Marschalls Roberts an die Freistaaller bis jetzt noch keineswegs den gewünschten Erfolg gehabt. London, 27. März. Lord Salisbury sandte sofort nach dem Eintreffen der Nachricht über die Verzögerung des Urteilsspruches des Berner Schiedsgerichtes in der Delaaoa-Bay-Frage ein Telegramm an den englischen Vertreter in Bern, in welchem er diesen aufforderte, sich sofort an zuständiger Stelle über die Ursachen dieser neuen Verzögerung zu informieren. Gestern »abend «empfing das Auswärtige,9lmt dieAntwort des englischen Gesandten in Bern. Hierin erklärt dieser, daß die Verzögerung durch unwichtige Veränderungen des Urteilsspruches verursacht worden ist. Das Urteil selbst ist, was die Hauptsache und sogar, was die Nebensachen an» langt, unverändert geblieben, und in gut informierten! Kreisen versichert man, daß der Urteilsspruch am Donnerstag oder spätestens am Freitag erfolgen wird. In gut unterrichteten Kreisen erklärt man es für unrichtig, daß die Verzögerung durch eine Erhöhung der Entschädigungssumme hervorgerufen worden ist, welche an die englische Eisenbahn-Gesellschaft seitens Portugals gezahlt werden soll. Die Höhe der betreffenden Entschädigungssumme ist bereits seit langer Zeit festgestellt und wird nicht mehr geändert werden. » London, 27. März. Tie „Times" meldet aus Bloemfontein: Der Zustand, der in dem okkupierten Teile des Landes obwaltet, macht einen längeren Aufenthalt der Hauptarmee dortselbst notwendig, damit sich die Wirkung der Proklamation allmählich geltend machen kann. Es droht die Gefahr einer ernsthaften Belästigung unserer Kommunikationswege, falls das Gebiet im Rücken der vorrückenden Truppen nicht absolut pacifiziert ist. Das beweist die Thatsache, daß der Feind vielfach in fliegenden Departements über das Land verteilt ist, wie dasjenige, dem am Freitag die Garde-Offiziere zum Opfer fielen. Ein Bericht der „Daily News" betont ausdrücklich, es sei grundfalsch, die Freistaat-Buren als halb gegen ihren Willen vom Präsidenten Steijn in den Krieg verwickelt hinzustellen. Die Freistaatler sind in Wirklichkeit schon von dem Augenblicke an, wo die Frage sich erhob, in corpore für den Krieg gewesen, namentlich auf Betreiben ihrer Frauen, welche die Ärgländer noch mehr hassen, als die Männer. Deutsches Reich. Berlin, 26. März. Der Kaiser hatte heute vormittag im Auswärtigen Amt eine Besprechung mit dem Staatssekretär Grafen Bülow und hörte alsdann im Königlichen Schlöffe die Vorträge des Chefs des Civilkabinets v. Lucanus, des Chefs des MarinekabinetS, Frhr. v. Senden- Bibran und des Staatssekretärs Tirpitz. — Der Besuch der kaiserlichen Familie auf Schloß Urville in Lothringen ist, wie der „Post" mitgeteilt wird, auf den 15. Mai festgesetzt. — Zu den bereits bekannt gewordenen Nachrichten von dem Mißgeschick der Strafexpedition unter Hauptmann v. Besser in Kamerun wird in einem auswärtigen Blatte mitgeteilt, daß der Führer der Expedition v. Besser nicht blos verwundet, sondern tot sei, ebenso höchst wahrscheinlich noch einer der Leutnants; auf jeden Fall sei kein Offizier mehr kampffähig. Auch viele von den Hauffa- Mannschaften seien tot oder verwundet. Zu diesen neuesten Meldungen sprach sich Kolonialdirektor v. Buchka einem Mitarbeiter des „Lok.-Anz." gegenüber dahin aus, daß nach den der Regierung bis heute vorliegenden Nachrichten für eine d erartige Auffassung jeder Anhalt fehle. Die letzte amtliche Nachricht besage, daß es den Verwundeten besser gehe und daß soweit sich dies vom Gouvernementssitz aus übersehen lasse, sich die Expedition in einer Bedrängnis nicht befinde. Die Truppe habe die Mörder des Kaufmanns Conrau bestraft. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Gegenüber wiederholt auftauchenden Gerüchten über einen angeblich bevorstehenden Wechsel auf dem Posten des deutschen Botschafters in St. Petersburg sind wir in der Lage, festzustellen, daß es sich dabei um falsche Ausstreuungen handelt und von einer Abberufung des Fürsten Radolin nicht die Rede ist. — Eine fürstliche Verlobung, die eine gewisse politische Bedeutung hat, ist die des Prinzen Max von Baden mit der Prinzessin Marie Luise von Cu mberland. Der am 10. Juli 1867 geborene Prinz ist ein Neffe des regierenden Großherzogs, dessen am 27. April 1897 verstorbener Bruder Wilhelm mit Herzogin Marie von Leuchtenberg vermählt war. Man erinnert sich noch des Aufsehens, das vor nicht langer Zeit die Aufhebung seiner Verlobung mit einer russischen Großfürstin machte. Seine Braut, Prinzessin Marie Luise- ist am 11.Oktober 1879 als älteste Tochter des Herzogs Ernst August von Cumberland geboren, ihre Mutter Thyra ist eine geborene Prinzessin von Dänemark und Schwester der Kaiserin-Mutter von Rußland und der Prinzessin von Wales. Diese von wütendem Deutschenhaß beseelte weibliche Verwandtschaft, deren Einfluß auf die europäische Politik vormals sehr bedeutend gewesen ist und bei dem hohen Alter der Königin Viktoria möglicherweise bald wieder seine frühere Bedeutung gewinnen wird, läßt die angebahnte Verbindung nicht ohne einige Besorgnis betrachten. Ob die offiziöse Beschwichtigungssentenz, daß der Herzog von Cumberland seine Einwilligung nicht gegeben haben würde, wenn er sich nicht noch weiter und eutschiedener mit der gegenwärtigen Gestaltung der Verhältnisse in Deutschland ausgesöhnt hätte, einen erheblichen Wert und ob sie überhaupt irgend einen Wert hat, darf bezweifelt werden. Eine etwas bessere Bürgschaft als diese Erwägung liegt in der That- sache, daß die Verlobung unstreitig nicht ohne Zustimmung des Kaisers vollzogen worden ist. Ebenso wird der Großherzog von Baden (der bekanntlich mit der einzigen Tochter des Kaisers Wilhelm I. vermählt ist), ein Fürst von erprobter vaterländischer Gesinnung, niemals seine Einwilligung zu einer Verbindung geben, gegen die er von nationalen Gesichtspunkten aus Bedenken hätte. Und dies um so weniger, als Prinz Max bei der Kinderlosigkeit der Ehe des Erbgroßherzogs präsumtiver Thronerbe des badischen Landes ist. — Bischof v. Anzer ist gestern hier angekommen. Im Laufe des heutigen Nachmittags sollte der Bischof vom Staatssekretär Grafen Bülow und vom Reichskanzler Fürsten Hohenlohe empfangen werden. Vor etwa drei Wochen war Bischof v. Anzer in Rom und wurde auch vom Papst in längerer Audienz empfangen. — Wie das „Berl. Tgbl." meldet, haben die Kronprinzessin Stephanie und ihr Gemahl in Syrakus Wohnung bestellt. Vorher besucht das neu vermählte Paar Rom und Neapel. Ausland. Paris, 26. März. Graf Christiani, der neulich begnadigt wurde, hat sich nach dem Süden begeben. Während seiner Gefangenschaft war ihm erlaubt, Civilkleider zu tragen. Des weiteren war ihm gestattet, seinen Schnurrbart zu behalten, auch brauchte er keine Arbeit zu verrichten. Seine Zeit füllte er mit Lesen und Malen aus. Es verlautet, Präsident Loubet habe ihn bereits früher begnadigen wollen; einige seiner Minister wären jedoch damit nicht einverstanden gewesen. Paris, 26. März. Die „Libre Parole" wurde vom Abgeordneten Joseph Fabre um 100 000 Franks Schadenersatz verklagt wegen eines Artikels, in welchem Fabre beschuldigt wurde, 26 Aktien einer von Arton gegründeten Finanzgesellschaft gekauft und nicht bezahlt zu haben unter dem Hinweis auf seine Eigenschaft als Parlamentsmitglied. Paris, 26. März. Der Zustand des in Fontainebleau an Lungenentzündung erkrankten Exbotschafters Grafen Benedetti ist hoffnungslos. Lokales und Provinzielles. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welche« Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen«) Gießen, 27. März 1900. •• Realschule. Unter dem Vorsitz des Herrn Direktors Dr. Rausch fand gestern die mündliche Abgangsprüfung statt. Es unterzogen sich derselben 12 Schüler, welche sämtlich bestanden. Fünf waren von der mündlichen Prüfung vollständig befreit. Die Namen der Bestandenen, mit Angabe des von ihnen gewählten Berufes, sind: K. Am end (Kaufmann), A. Bötz (Kaufmann), W. Gorr (Techniker), K. Kahle (Lehrer), W. Linkmann (Elektrotechnik), A. Jakob (Kaufmann), I. Rinn (Geometer), A. Rücker (Chemie), I. Schäfer (Postfach), H. Schüttler (Mili- lär), H. Borbach (Techniker), H- Wolf (Pharmazeut). Der erfreulicherweise andauernde Abonnenten- zuwachs darf als sprechender Beweis dafür gelten, daß der „Gießener Anzeiger" den Anforderungen der Jetztzeit Rechnung zu tragen versteht. Er wird auch weiter ebensowenig Kosten als Mühe scheuen, seinen Beruf als größte Tageszeitung Oberhessens zu erfüllen nnd jede Gelegenheit ergreifen, die Interessen der gesamten Bevölkerung der Provinz wahrzunehmen. Die „Gießener Familienblätter" wahrhaft unterhaltend und belehrend zu gestalten, den „Hessischen Landwirt" zum zuverlässigen Berater zu befähigen, und durch die „Blätter -für Hessische Volkskunde" den Sinn für hessische Eigenart zu erhalten, gilt uns daneben als vornehmstes Ziel. — Daß mit der zunehmenden Verbreitung des Gießener Anzeigers seine Wirkung als Jnsertionsorgan immer nachhaltiger wird, werden die ihn benutzenden Jnserenten- kreise mit Genugthuung erfahren haben. Wir ersuchen namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post bezw. den Zweigstellen balbgefl. aufgeben zu wollen. Neu- sfinzutretende hiesige Abonnenten erhalten vom Tage der Bestellung bis 30. März den Anzeiger kostenfrei zugestellt, Wie wir auch gerne bereit sind, Probe-Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weiter senden nnd den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, Zolls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. .Verlag des „Gießener Anzeiger". th. Die Dahrlehnskafseu haben ohne Frage volkswirtschaftlich viel Gutes. Daß aber, wo viel Licht ist, es auch an Schatten nicht fehlt, wird so recht bei einem kürzlich in Niedergemünden ausgebrochenen Konkurs über das Vermögen eines Viehhändlers illustriert. — Der Gemeinschuldner verfügte bis in die letzte Zeit vor seiner bei Gericht angemeldeten Zahlungseinstellung häufig über große Geldmittel; er schleppte zwar bei seinen Zahlungen etwas, doch machte er selbst bei bedeutenden Posten, wenn er einmal zahlte, stets reinen Tisch, so daß seinen Geschäftsfreunden der Konkurs ganz unerwartet kam. Alle die Leute, welche dem Viehhändler beim Handel häufig große Kredite gewährt hatten, konnten dessen Fallissement einfach nicht begreifen, da ihnen bekannt war, daß keine großen Schulden für Vieh vorhanden waren. Im ersten Prüfungstermin vor Gericht wurde das Rätsel gelöst. Von den vorhandenen 51000 Mark unbevorrechtigter Schulden waren nämlich 33000 Mk. gegen Bürgschaft verschiedener Personen bei Darlehnskasien kontrahiert, und zwar sind dabei nicht weniger als 4 oder 5 derartige Kassen beteiligt. Selbstverständlich verlieren diese bei dem Bankerutt nicht einen Heller, wohl aber diejenigen, welche diese Kredite durch die leichtsinnig übernommene Bürgschaft ermöglicht haben. Leider befinden sich unter diesen Bürgern Leute, welche durch den Verlust schwer betroffen werden. — Auch in Gießen sind in den letzten Wochen eine Anzahl kleinerer Geschäftsleute in gleicher Weise schwer hineingefallen. Es kann gar nicht ost genug vor diesen sogenannten Gefälligkeiten gewarnt werden. Der dieselben Gewährende denkt dabei oft nicht daran, daß er eventuell dabei zu Verlust kommen kann. Bei diesen Bürgschaften und Wechsel-Verpflichtungen wird besonders von Handwerkern und kleineren Geschäftsleuten geradezu unsinnig draus losgeschrieben. □ Aus dem Lahuthal, 25. März. Das Bohren von Brunnen wird in hiesiger Gegend immer mehr gebräuchlich. Seither waren es hauptsächlich die tiefer gelegenen Orte Mainzlar und Ruttershausen, welche mehrere Brunnen bohren ließen. Nun ist man auch in dem viel höher gelegenen Staufenberg der Sache nähergetreten, indem der Besitzer des dortigen Sägewerks, Herr Heinrich Geißler, kürzlich einen solchen bohrtzp ließ. Das Ergebnis war, daß dieser Brunnen in einer Tiefe von 33 Meter soviel Wasser liefert, daß er den an ihn zu stellenden Anforderungen im vollsten Maße genügen dürfte. Auch die v. Rabenauische Nachlaßverwaltung läßt soeben in der Nähe des Herrschaftssitzes Friedelhausen einen Brunnen bohren, und ist man, da man dort die Arbeiten erst vor einigen Tagen ausgenommen hat, noch zu keinem Enderesultat gekommen. Wie man hört, haben sich derartige Brunnenanlagen in Mainzlar, wo man schon vor mehreren Jahren bohren ließ, nur bewährt. Auch zeichnen -sich dieselben vor den gegrabenen Brunnen durch eine viel billigere Herstellung aus. x Aus dem Lumdathal, 25.- März. Im kommenden Sommer sollen in unserem Thale viele Männerchöre erklingen. Das diesjährige Sängerfest des Ohm-Lumdathal- Sängerbundes wird im Juli zu Kesselbach abgehalten. Der Gesangverein „Liederkranz" in Treis feiert am 17. Juni sein 25jährigeS Stiftungsfest, wozu bereits die Brudervereine der Umgegend eingeladen sind. Ein weiteres Sängerfest findet im Juli zu Mainzlar statt. P. Friedberg, 26. März. Wir machen darauf aufmerksam, daß am nächsten Montag den 2. April ein achttägiger Kursus für Obstweinbereitung an der Gr. Obstbau- und landw. Winterschule beginnt. Vormittag von 9 bis 12 Uhr finden Vorträge, Nachmittag voni 3 bis 5 Uhr Uebungen und Demonstrationen im Laboratorium und Keller statt. Anmeldungen hierzu nimmt die Direktion der Anstalt, die zu jeder gewünschten Auskunft bereit ist, entgegen. §§ Crainfeld, 24. März. Zur Ergänzung des kürzlich gemeldeten Brandes einer großen Bauernhofraite dahier, muß mitgeteilt werden, daß es der Gendarmerie in Grebenhain gelungen ist, den Anstifter des Brandes zu finden und zwar in der Person des 18jährigen Dienstknechtes des Abgebrannten Konrad Prächter, Johannes Ortwein von Bolkartshain (Kreis Schotten). Nachdem derselbe etwa 3 Stunden vor der Gendarmerie im Verhör war, hat er die Thal eingestanden. Der Brandstifter soll ein sehr verwegener Bursche sein und die That aus Rache begangen haben. Seine Dienstherrschaft hatte ihm an dem betr. Tage zur Tanzmusik 5 Mark gegeben, darnach hatte er noch weiter 2 Mark verlangt, welche er jedoch nicht bekam, und dürfte dies der Grund zur That gewesen sein. Der Thäter hat seiner Dienstherrschaft schon mehrmals Schaden an Vieh u. s. w. zugefügt. § Aus dem Kreise Alsfeld, 26 März. Recht unangenehme Erfahrungen machten zwei Züchter reinen Rassengeflügels aus unserem Kreise auf Geflügelausstellungen. Der eine von beiden hatte einen Stamm Hühner auf die Geflügelausstellung nach Köln geschickt. Ta ihm der wertvolle Stamm unverkäuflich war, so hatte er den Verkaufspreis mit 150 Mark notiert. Hierbei war aber ein Versehen unterlaufen, nämlich nach dem Hunderter war ein Komma gekommen, so daß der Preis mit 1,50 dastand. Der Ausstellungsvorstand, der die Verkaufsabteilung über sich hatte, sah allerdings ein, daß in der Preisangabe ein Versehen unterlaufen war, und korrigierte den Preis mit 15 Mark. Da aber der Stamm schon mehrmals mit den ersten Preisen auf Ausstellungen prämiiert worden war, und der Hahn des Stammes allein 30 Mark wert war, so hätte die Verkaufsabteilung wissen müssen, daß ein Aussteller für einen solchen Stamm nicht einen solchen Spottpreis nimmt. Andernfalls mußte er auch naturgemäß erst. vor dem Verkauf der Hühner bei dem Besitzer derselben wegen der Preisangabe anfragen. Daß ein solch billiger Stamm bald Liebhaber findet, läßt sich leicht denken, und der Stamm ging für den Spottpreis ab., Zü^ seiner nicht geringen Ueberraschung erhielt der Aussteller für seinen Stamm erstklassiger Rassehühner den Verkaufspreis mit 15 Mark zugesandt. Der Ausstellungsvorstand, der den Fehler begangen, mußte Entschädigung zahlen. — Ein anderer Züchter hatte die Geflügelausstellung zu Wetzlar mit entern Stamm Rassenhühner, bestehend aus einem Hab» und Dter Hennen, beschickt. Statt an ihren richtigen'Bestimmungsort in unserem Kreise gingen die Hühner durch einen Irrtum nach Hanau. Nach dieser Irrfahrt kamen sie auf der rechten Bahnstation in einem Zustande an, dec ihren Besitzer nichts weniger als befriedigte. Tiefe' Unzufriedenheit steigerte sich aber noch vielmehr, als bei Aussteller beim Oeffnen des Korbes das Fehlen des besten Huhnes von deut Stamme bemerkte. Ta die Oeffnung in der «Anwesenheit von Zeugen geschehen, so wandte ji* der Besitzer unter deren Angabe sofort an den Ausstellunas- vorstand. Die Sache hat bis jetzt noch nicht ihre Erledigung gefunden. Solche Vorkommnisse liegen ja wohl im Bereiche des Zufalls, aber sie müssen doch mit allen Mitteln zu vermeiden gesucht werden, sollen anders nicht die Aussteller die Lust am Ausstellen verlieren. (-) Worms, 26. März. Die neue Straßenbahnbrücke über den Rhein wurde heute mittag mit außerordentlichen Festlichkeiten dem Verkehr übergeben. Zu der Feier trafen der Großherzog nebst Gefolge, sowie Staatsminister Roth« und mehrere Ministerialräte um 12,45 Uhr auf der Station Rosengarten ein und fuhren in offenem Wagen über die alte Schiffbrücke nach der linksseitigen Brückenrampe, wo der Großherzog zunächst eine Ehren-Kompagnie abnahm. An dem Wormser Brückenturm wurde sodann der Groß- Herzog von dem Staatsminister Rothe und den Behörden empfangen und begrüßt, worauf von dem Sängerbund Worms ein Weihegesang vorgetragen wurde. Nach dem machte der Chef der Bauleitung, Oberbaurat Jmrat, dem Großherzog die Meldung, daß der Brückenbau vollendet, und die Betriebsübergabe erfolgen könne. Sodann brachte Ministerialrat v. Biegeleben eine Urkunde des Großherzogs, welche später von dem Landesfiirst mit dem üblichen Spruche in den Schlußstein der Brücke eingefügt wurde, zur Verlesung, worauf Staatsminister Rothe in Vertretung des noch etwas leidenden Finanzministers eine längere Ansprache hielt, in welcher der Staatsminister in großen Zügen die Geschichte der neuen Brücke, deren Entstehung und bereit Bedeutung für das Hessenland, als neuen Verbindungsgliedes zwischen den Provinzen Rheinhessen und Starkenburg, schilderte. Nach Einfügung des Schlußsteines durch den Großherzog taufte sodann Staatsminister Nothe namens des Letzteren die Brücke „Ernst Ludwigs-Brücke" und übergab dieselbe unter lebhaftem Böllerschießen und dem Geläute sämtlicher Glocken der Stadt dem Verkehr. Während der nun folgenden Besichtigung der Brücke fetzte sich eine unterhalb Worms vor Anker gelegene Flotte von zirka 25 großen und kleinen Dampfern in Bewegung und fuhr in reichem Flaggenschmuck und unter lautem Böller- getöne durch die Brücke, dem Großherzog salutierend. Tie zahlreichen, reichgeschmückten Schiffe gewährten mit den dicht von Menschen besetzten Ufern von der hohen Brücke herab besehen, ein prächtiges, farbenreiches Bild. Nach der Besichtigung der Brücke begab sich der Großherzog zunächst zu Freiherrn von Hehl und dann zur Festtafel in das Rathaus. Zu dieser Festtafel hatte die Presse feinen Zutritt, mithin ist auch keine Möglichkeit vorhanden, über Reden und sonstiges bei der Tafel zu referieren.^ Um 5 Uhr fand sodann Festvorstellung im städtischen Spiel- und Festhaus statt, unb wurde als solche die einaktige komische Oper von Leyen und A. von Beauplan „Die Nürnberger Puppe" gegeben. Der Oper voraus ging eine Begrüßungshymne, ein von Fräulein E i ch e l s h e i m gesprochener Prolog und der Huldigungsmarsch von Richard Wagner. Mit Einbruch der Dunkelheit fand nach der Fest- oorstellung Beleuchtung des Lutherdenkmals, des Ludwig- denkmals, des Domes, des Rheinufers und der Liebfrauen- • kirche statt. Besonders effektvoll war die Beleuchtung der Ufer mit der sich im Rhein spiegelnden Liebfrauenkirche. Zahlreiche Privatgebäude waren auch sehr nett beleuchtet, wie überhaupt ganz Worms heute ein Sonn- und Feiertagsgewand angelegt hatte. m. Borken (Hessen), 26. März. Ter Gewerkschaft Arnsbach zu Kassel ist auf Grund präsentierter Mutung uttter dem Namen „Eduard" das Bergwerkseigentum in in einem Felde in den Gemeinden Borken und Gombeth (Kreis Homberg) znr Gewinnung der dort vorkommenden Braunkohlen von dem Königlichen Oberbergamt Klaus thal verliehen worden. Das durch Sitnationsriß des näheren bezeichnete Feld hat einen Flächeninhalt von 2171 412 Quadratmetern. [] Homberg (Bez. Kassel), Ein sehr bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich Sonnabend nachmittag auf der Straße zwischen Reddingshausen und Remsfeld. Der feit einer Reihe von Jahren bei dem Herrn Oekonomen Pfeiffer zu Mardorf in Dienst stehende, aus Uttershausen gebürty Knecht hatte eine Fuhre Reisholz im Walde geholt. Än einer abschüssigen Stelle der Straße mit dem Hemmen dcs Wagens beschäftigt, kam dieser ins Rutschen und traf bin Fuhrmann so unglücklich, daß derselbe infolge der hierbei erlittenen Quetschungen seinen sofortigen Tod sand. Ter hart geprüften, in Mardorf wohnhaften Familie des ver- unglückteit wurde dann am Abend der treu sorgende Gatte und Vater als Leiche ins Dorf gebracht. — Ein weiterer Unglücks fall, der zwar nicht einen so schweren Ausgana nahm, aber doch ernste Folgen mit sich brachte, trug sich am selbigen Tage in der Nähe hiesiger Stadt zu. Em Schreinergeselle fuhr mit einem beladenen Handwagen du Bahnhofsstraße herunter und hatte, wie dies leider oft im Gebrauche ist, bei stark abfallender Straße sich auf das Wägelchen gesetzt, demselben nur hin und wieder soviel als möglich die Richtung gebend. An einer Kurve aber verlor der junge Mann die Macht über sein dahinrollendes Fuhrwerk, stürzte mit demselben die Böschung hinab und zog sich hierbei einen Beinbruch zu. — _____ Vermischtes. * Kempten, 24. März. Die Strafkammer verurteilte heute den Kaplan Ed. Schön von Seifriedsberg wegen fortgesetzter Verbrechen wider die Sittlichkeit, begangen an Konfirmandinnen, zu zwei Jahren Gefängnis. (Lex Heinze). * Oberhof, 26. März. Der Hofmarschall der Königin Wilhelmina der Niederlande hat gestern im Hotel WUnscher tu Oberhof für die Zeit vom 15. Mat bis 15. Juni d. I. Quartier für die Königin bestellt. sfe«< Wt “ £< ta’binte*' NM >°ch«A^ Sbeß4^ ZM A-D ??’a; $a:*s !e”*be. L bÄr«‘ 3mru,J Brückenbau vollw h2\®°bonn Nbdesdroßhtt-:' dein üblichen^ W tocürbe- zur! Vertretung fs eine längere: atsnnmster in Ä deren EntL enlonb, als neuen J l,rW RheinheU. Snng des Schluß u c>taatsminls!n r: -tollt Ludivy- ten^Böllersch.' ’r Stadt bt* !:<. tigung der fe ■. fer gelegene gich K 'ton in Senkung d unter lautem Mi heW/MM A> k ge*ten mit ben eon bet hohen fluidt ’nrcidjK W M ito bn Uto M MW in lütte die ^xe^e \(w ichkcit vorhanden, iibr ?/ zu xeicritien. U- im Wüschen epi S solche bie einaffu . non Bauplan „1 Cper vorauf ging ei ifein Eicheishei, iMüych vonM: it \ax\b nach der sieh .eMüis, des' Mch es unb berÄGiiem at die Wim ber Wen udi sehr nett WM, i ein Sonn* unb M äirz. Der TeE d präsentierter Nur, ; Pergmckcigenm n Lorken unb ber dort vorkommi' en Oberbergamt B» urdi Situationen? » »inen Flächen^-' 6in W *5 benb n**" , und $ems|t». ‘ ierroO**'"Ä ä Uttersha-i^ g VmitW« ■Mbe in olge der !w UZ W SS-fS SL-ö res» -SÄ-»' lies, y »«■me , h,r flltlto 15,>'■ iieD(rigjf pB Jrt, * Stuttgart, 26. März. Die ersten Flugversuche mit dem Luftschiffe des Grafen Zeppelin sollen va Juni statt finden. * Ellwangen (Württemberg), 24. Watt- Der „Jpf", W katholischeSBlatt, meldet, daß er fernen Geschafts- ,eiter, den Faktor Abele, infolge einer gegen diesen em- zeleiteten Untersuchung wegen SittlichkertSvergehens entlassen hat. (Wieder lex Heinze.) * Weimar, 24. März. Gegen den Urheber der falschen Nachricht im „Fränkischen Kurier", daß die „thürtn gisch en Regierungen beschlossen hätten, gegen die „lex Heinze im Bund-Sra« zu stimmen, ist ein Strasoersahien wegen »loben Unfugs veranlaßt werden. * Berlin, 26. März. Nach einer Meldung aus Oberhausen brannte das Warenhaus der Gebräder Alsberg vollständig au6. Die Ursache ist Surzschluß. Die Firma war gegen Warenschaden allein auf 300 000 Mk. versichert. Die von der Brandstätte ausgehende Gluthitze sprengte die Fensterscheiben zahlreicher Nachbarhäuser. Die Funken beschädigten mehrere Dächer. * Tie zehn Gebote. Die Frau Professor mußte verreisen: da ihr Mann sehr vergeßlich ist und seine Frau nur schwer entbehren kann, schreibt sie ihm folgende zehn (Mote ans ein Stuck Papier, welches er jede Stunde lesen muß: 1. Gebot: Wenn Anna (das Dienstmädchen) des Norgens klopft, stehe gleich auf und vergiß nicht, dich zu waschen. 2. Gebot: Laß dir von Anna gleich den Kaffee ein gießen, damit du, wenn du die leere Tasse siehst, nicht atlllubsk, du hättest schon getrunken. 3. Gebot: Wenn du zur Porlesung gehst, behalte nicht deine roten Pantoffeln an uni) wickele dein Frühstücksbrot nicht in die neueste Zeitung. Laß; Asina lieber gleich das Brot in deinen Mantel stecken, damit du es nicht im Schlafrock behälft. 4. Gebot: Vergiß nicht, zu Mittag nach §aufe zu kommen, geh nicht in ein verkehrtes Haus, und klingele nicht immer Parterre anstatt im ersten Stock. 5. Gebot: Gib Anna nicht das ganze Fleisch zu Mittag und iß in Gedanken nur Kartoffeln. Schenke bas Bier nicht ins Salzfaß, statt ins Glas. 6. Gebot: Lege dich nach Tisch nicht schlafen, wenn du Stunden zu geben hasit! Wenn du irgend einen falschen Ueberzieher ange- zozen oder einen verkehrten Hut aufgesetzt hast, dann vergiß nicht, Anna gleich damit in die Universität zu schicken. Leu giß auch uick)t, dich am nächsten Tage beim Eigentümer zu entschuldigen. Stöcke und Schirme nimm gar nicht mit. Losß dich lieber naß regnen. ^7. Gebot : Wenn du Besuch be- kouunst, stecke nicht die brennende Zigarre in die Hosentasche oi)-t ins Tintenfaß, leg sie aus den Aschenbecher. 8. Gebot: L.v'nn du des Abends noch ausgehen willst, vergiß nicht den Hausschlüssel. Vergiß nicht, dein Bier zu bezahlen und reine nicht fremde Herren mit „Herr Oberkellner" an! 9. «Sebot: Vergiß nicht nach Hause zu kommen und zieh dich aamz aus (auch die Stiefel), bevor du zu Bett gehst. Laß biv Licht nicht brennen und vergiß deine Nachtmütze nicht! IG. Gebot: Wenn du mir schreibst, vergiß nicht Re Adresse, fliehe auch eine Marke auf das Couvert und laß Anna den Vries in den Kasten stecken. Vergiß nicht, daß ich wieder- fonnme. Deine Eulalie. Universität und Hochschule. Darmstadt, 26. März. Einem Gerücht zufolge droht unserer Hochschule, die in den letzten Jahren nicht am wenigsten durch ihre vorzüglichen Lehrkörper zu ungeahnter Aule gelangt ist, ein unersetzlicher Verlust. Professor P f a r r , ach dem Gebiete der Wasserkraftanlagen wohl einer der bedeutendsten Fachmänner, hat einen Rus nach Stuttgart erhalten. Dieser Mann hat es verstanden, sich in der kurzen Zeit seiner Lehrthätigkeit die Liebe und Verehrung seiner Kollegen und Schüler in reichstem Maße zu gewinnen. Wie verlautet, sollen Professor Pfarr bedeutende Mittel zur Einricksiung eines Wasserbau-Laboratoriums bewilligt werden. In akademischen Kreisen besteht die sichere Zuversicht, daß die Hochschulbehördcn trotzdem Mittel und Wege finden werden, diese Autorität dauernd an die hiesige Hochschule zu fesseln. Ernannt: Professor Karl Theodor Gaedertz zum Oberbibliothekar der Berliner kgl. Bibliothek. — Der bisherige Privatdozent in der juristischen Fakultät der Universität Bern Dr. Max Gmür zum a. o. Professor. Gestorben: In Berlin, am 28. ds, Dr. W. Marcuse im Alter von 40 Jahren. Der Verstorbene war früher im physiologischen Laboratorium der Universität Breslau und vordem an der Deutschen Zoologischen Station in Neapel thätig. — In Wien der Professor der Paläontologie Oberbergrat Dr. W. H. Waagen Waagen war in München geboren, studierte auch dort und wurde im Jahre 1864 zum Doktor der Philosophie promoviert. Zwei Jahre später habilitierte er sich an der Münchner Universität für Paläontologie und wurde Lehrer der Naturgeschichte beim Prinzen Arnulph und der Prinzessin Therese von Bayern. 1870 nahm er einen Ruf als Assistent-Superintendent an der Geologioal Survey of India in Ealcutta an, mußte jedoch nach wenigen Jahren Indien aus Gesundheitsrücksichten verlassen. 6r begab sich nach Oesterreich, habilitierte sich 1877 als Dozent für Geologie an der Wiener Universität und erhielt 1879 die Professur der Geologie und Mineralogie an der deutschen technischen Hochschule in Prag. Im Jahre 1889 wurde Professor Waagen an die Wiener Universität berufen. Verschiedenes. Professor Heinrich Dernburg der Pandektist an der Berliner Universität, feierte sein oOjäh- riges Doktorjubiläum. — Tas Vorlesungs-Verzeichnis der Universität Göttingen für das Sommersemester 1900 ist erschienen und vom Sekretariate kostenlos zu beziehen. Heer und Marine. — Die Personalveränderungen im Heere, welche der Kaiser am Geburtstage Kaiser Wilhelms I. vollzogen hat, sind, soweit sie in der soeben ausgegebenen Extra-Ausgabe des Militär-Wochenblattes enthalten, nicht sehr umfangreich. Drei Brigaden wurden neu besetzt: Oberst v. Werder, Kommandeur des 1. hessischen Infanterie-Regiments Nr. 81, wurde unter Beförderung zum Generalmajor zum Kommandeur der 44. Jn- fanterei-Brigade ernannt, Oberst G a e d e , Komniandeur des 23. Infanterie-Regiments, mit der Führung der 84. Infanterie-Brigade beauftragt, und Oberst Kühn, Kommandeur des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 6, zum Kommandeur der 7. Feld- Artillerie-Brigade ernannt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. In der Sladtkirihe» Mittwoch den 28. März, abends 6 Uhr: 5. Passivus» andacht. Pfarrer Dr. Grein. Xotifirmandtti-Mge Markus Bauer, Kirchenplatz II. — Rührei a u f Feinschmecker-Art (Original- Rezept). 6 Personen. Zubereitungszeit 15 Minuten. 6 Bücklinge werden von Haut und Gräten gelöst und zurückgestellt. Eine halbe Pfundbüchse Erbsen wird geöffnet, und der Inhalt zum Ablaufen auf ein Sieb gegeben. Nun werden 8 Eier mit Salz, Muskat und 8 Eßlöffeln Milch tüchtig in der Bratpfanne zu einem guten Rührei gebacken. Dann giebt man die Erbsen und Bücklinge dazu und noch einen Eßlöffel frische Butter, rührt alles vorsichtig durch einander und bäckt es noch einige Minuten durch, damit alles gut vermengt und heiß ist. Zuletzt träufelt man 2 Theelösfel Maggi darüber, doch vorsichtig, daß nicht alles aus eine Stelle kommt, rührt es nochmals gut durcheinander und richtet die Speise ausgehäuft aus einer runden Bratenschüssel an. Rings herum legt man euren Kranz von Mettwurst oder Schinkenscheiben.M. v. B. Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schulstrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trauerbriefen und Dankeagungekarten, welche auf Wunsch couvertlrt geliefert werden. Kerufir Mel-ungk« Depeschen deS Bureau .Herold'. Berlin, 27. März. Der hier weilende Bischof von Münster wird vom Kaiser am Donnerstag empfangen werden. Berlin, 27. März. Heute tritt die Budget-Kommission des Reichstages zusammen. Wie der Börsen- Kourier hört, wünscht die Regierung und legt lebhaften Wert darauf, daß die Kommission zum mindesten bis zum Donnerstag zusammenbleibt, um die Flotten-Borlage in der General-Diskussion so weit wie möglich zu fördern. Es ist anzunehmen, daß Graf Bülow und Admiral Tirpitz in die Debatten mehrfach eingreifen werden. Am Donnerstag findet ein parlamentarisches Diner beim Staatssekretär Nieberding statt, am Freitag beim Admiral Tirpitz und am Samstag beim Grafen Bülow. Nach dem „Lok.-Anz." hat sich der Zentrumsabgeordnete Müller-Fulda nunmehr bereit erklärt, die Berichterstattung über die Flotten-Verhandlungen des Budget-Ausschusses des Reichstages zu übernehmen. Eger, 27. März. Das von der Bezirkshauptmannschaft erlassene Verbot der Aufführung von Halbe's Jugend wurde auf Beschluß der Stadthalterei aufgehoben. Das Stück erzielte bei der gestrigen Aufführung einen beispiellosen Erfolg. Paris, 27. März. Das bekannte Jesuitenblatt „La Croix" wird aus den Händen der Assump- tionisten-Brüder verschwinden. Seine Redaktion wird von jetzt ab vollständig weltlich sein und durch einen Verwaltungsrat geleitet werden. Paris, 27. März. Der Berichterstatter für die Affaire Philipp hat seinen Bericht noch nicht beendigt. Der Rat der Direktion des Marine-MinisteriumS wird sich am Sonntag vereinigen, um sich über die Anfertigung dieses Berichtes schlüssig zu machen. Bis jetzt geht aus der Unter- suchung hervor, daß die Angelegenheit einen bedeutend ernsteren Charakter trägt, als man bisher angenommen hat. Loudon, 27. März. Aus Shangai wird von gestern gemeldet: Der englische Kreuzer Hermione hat Befehl erhalten, nach Taku aufzubrechen. Gerüchtweise verlautet, daß ein englischer Missionar in der Provinz Tientsin getötet worden sei. Andererseits wird versichert, daß die Entsendung des Kriegsschiffes mit dem Vorhaben der europäischen Regierung, gemeinsam mit der chinesischen Regierung vorzugehen, in Zusammenhang stehe. In den hiesigen ZZaröier- und Krifier- geschäflen findet für Bedienung in und mßer dem Kaufe vom 1. April f. I. aö eine geringe Preiserhöhung statt. Gießen, im März 1900. 2362 Mit Kardikl- u. FnßttgWstsinhabel. Lohrinden - Berkaus. Ahrdt 12/13jährig, ca. 80 ( Zentner, Altevkwchen 18 , „ so „ Distrikt Bilzrain, w 16 „ ,120 „ „ Buchenberg, Altenstädten 16 , ,270 n Bermoll 15 „ „ 60 ff Erda 18 , , 60 „ , Lochskopf, n 19 , „180 , „ Hollerberg, Hohensolms 15 „ „ 30 n Mudersbach 15 ,, n 160 V imtlich Qualttät I unb Taxe überall 3 Mk. pro Centner. Ober- Imp, löjährig, ca. 20 Centner, Qualität II, Taxe 2 Mk. pro Gentner. Schriftliche Angebote nehme ich bis Samstag den 81. b. Mts. mittags 12 Uhr, «tKegen. Höchstgebote über der Taxe erhalten im Termin den Zuschlag. Hohensolms, den 10. März 1900. 2329 Der Bürgermeister: Huttel. Töchter-Institut, WkrsKaße 24. Junge Mädchen, die Ostern die Schule verlassen, und solche, die aus Ge- !un bheitsrücksickten durch wenig Stunden gefördert werden sollen, finden Ostern «uffnahme zur weiteren Ausbildung in allen Fächern. t Aegirm des Ilrtterrichts am 30. April. Außerdem wird Unterricht erteilt in Sprachen, Musik, Malen und Hand- Zweiten, auch in Einzelkursen für Damen. Ilür -»»«artige ^enston im Kaufe. 2333 Gewerbebank ju Gießen eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Die verehrlichen Mitglieder werden hierdurch nochmals auf die Donnerstag den 29. Mar; d. I., abends präzis 8 Uhr, im Festsaale des Cas6 Leib dahier stattfindende General-V er Sammlung mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß die Einladung mit Der Tagesordnung dazu bereits in den Nummern 68 und 71 d. Bl. erschienen ist. Gießen, am 27. März 1900. Heweröeöank zu Hießen eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Carl Loos, Vorsitzender. 2321 Verkauf von Z8au- u. Auhhokz lws dem Illlioerßtatswalde beiCstldtk». Station der Marburg—Cölber—Creuzthal. Gffenbahn. Dienstag de» 10. April d. 38., von morgens 10Vr Uhr an, sollen in der Siegfried'schen Wirtschaft zu Caldern und zwar aus )en Forstortm 4a, 6a, 8a, 8b,1 9b — Knochendelle, Grube, Hungert — öffentlich meistbietend verkauft werden: Eichen: 41 Stämme von 2 bis 11 m Länge, 18 bis 80 cm Durchmesser mit 53,68 fm, 14 rm Nutz- schcit, 1 m lang. Buchen: 104 Stämme von 4 Bermittelungsstelle für de« An- nab NerkMf von Zuchtvieh der Kogelsberger Mb Simmeuthaler Kiubviehraffe. (Geschäftsstelle des landw. Vereins für die Provinz Oberheffen in Alsfeld.) *er beiden in der Provinz gezüchteten Raffen können WUU/VIV4.V fortwährend von unS nachgewiesen werden und zwar find z. Zt. bei unS gegen 60 Simmenthaler und 20 Vogelsberger Zuchttiere angemeldet. Nie Vermittelung ist unerrtgettttch. "^0 2339 Hchmrsteigerung. Montag den 2. April d. I. wird im hiesigen Gemeindewald folgende» Holz versteigert: 398 rm Nadel-Knüppel, hiervon sind 33 rm 3 und 4 m lang; 83 „ Nadel-Stöcke; 3500 Nadel Wellen. Die Zusammenkunft ist nachmittags 2 Uhr beim Pflanzgarten. Großen-Linden, 24. März 1900. Gr. Bürgermeisterei Großen Linden. Leun. 2325 Hchversteigerung. Die Gemeinde Odeuhauseu hat 3 fm Eichen- und 34 fm Nadelholz- Stämme zu verkaufen. Angebote sind bis zum 3. April l. IS., abend» 6 Uhr, an mich einzureichen. Da» Holz liegt in den Distrikten Sackbändel und Junkerwald, Gemeindewald Odenhauftn. Krofdorf, den 26. März 1900. Der Bürgermeister. 2330 Lichtenthaeler. i bis 11 m Länge, 21 bis 34 cm Durchmesser mit 43,05 fm. Besonders wird darauf aufmerksam gemacht, daß starke Eichen zum Verkauf kommen, welche sich für Küfer, Wagner, Schreiner rc. eignen. Der Herr Förster Keller in CUdern erteilt auf Ansuchen nähere Auskunft über die Hölzer. 2332 Marburg, dm 22. März 1600. Königliche Universttäts-Kaffe. Otniiifchliiiiiicii Grosser Erfolg wird, erzielt mit Herrn. Musche's FleiSChCOIlfCCt TCtet absolut sicher alle Nagethicro. Alle nnae- renMittel weit übertreffend. Beweis: Die vielen Dankschreiben. Pack0.60u. 1,00. Echt nur von Herrn. Muiche, Magdeburg. Hier zu haben bei A. Noll II., Drogerie zum roten Kreuz, Bahnhofstraße 51. 2328 21« Wilhelm, Orbig Nachf, Markt 7 * $eutW 1 Pfxnd Gießen, den 26. März 1900. 2354 2322 15 bis 20 tüchtige Arbeiter 2356 bei Wciuert, Neuenweg 9. Die Beerdigung findet Mittwochnachmittag V,3 Uhr statt. Farben, Lacke, Firnisse Jarkettwachs, Statzlfpähne, Umset 2341 2342 ZSicseL. 2260 Mottkestraße 8. verdienen. 01225 gegen guten Lohn. 2327 Glaser Morrikendamer (1187 in der Westaulage, in bestem baulichen I Mm-nmach-r, fdbftänbi«« Mryablung iu tiertaufen. «nfragen unter ZK-5 an.» Arbeiter, Hoch, Anzahlung zu verkaufen. Anträgen un W. 01181 durch die Expedition d. Bl. Meck. Glaserei, Wetzlar. 2335 TO 36 bis 38 Pfennig. 2343 Zimmer Nr. 15. 2252 Ver«twortttchcr Wtbeftcur: H. teefler. — Druck urI »erlag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Srden) in SieHeu. llfrfdjirhriics j (Offene stellen Äelleit-Gchichk 3 n n er turnten Uermielnngen = eL Pfund Butter Zu melden vormittags von 8 bis 10 Uhr im Gasthof „Lindenhos", Zimmer 8, bei Rößler. Georg Hieronimus, Kofzi»mer«aker, Iriedßerg (Hessen). 01210] Guten Stalldünger verkauft Kennel, Riegelpfad 30. und ein AuhrLuecht gegen guten Lohn gesucht. «Laßt, Dampfbaggerei, 01203 Frankfurterstr. 151. Die trauerudeu Hivterbliebenev Steinbach bei Gießen, den 26. März 1900. Die Beerdigung findet Donnerstag den 29. März, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Neuenbäue 12, aus statt. Ein braves Hausmädchen von 15 bis 19 Jahren zum l.Mai gesucht. Frau Gewerbe-Inspektor Engeln, 2353 Westanlage 49 II. kostet nur 65 Pfg. und ist in den Kolonialwaren« und Butter« Handlungen erhältlich. 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Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung von dem heute morgen Va5 Uhr nach langem, schwerem Leiden erfolgten Ableben unserer unvergeßlichen, innigst geliebten Gattin, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante frmi Käthchen Becker, geb. Rotz. Um stille Teilnahme bitten Die tieftrauerndeu Hiuterbliebeueu. Vorzüglicher deutscher und franz. Kognak ärztlich empfohlen die Flasche von Mk. 1.50 an in gut gelagerter Qualität stets vorrätig bei 2106 A. & G. Wallenfels, W einhandlung Telephon 40. Markt 21. Für Hotels u. Restaurants Vorzugspreise. Prompter Versand nach auswärts. 01200] Ordentlicher Junge wird gegen hohen Lohn als Hausbursche gesucht. Gebrüder Stamm. 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