Donnerstag dm 27. September 150. Jahrgang 190® Nr. 226 Zweites Blatt Heneral-Anzeiger An»ts- und A»zeig6 einigen Ersatz boten. Interessant waren z. B. die vergleichenden Untersuchungen der Lichtentsaltung verschiedener Beleuchtungsarten nach der Jntensivität der Schalten- Wirkung der verschiedenen Bauobjekte, von dem Eiffelturm aus beobachtet, und die Mitteilung, daß die seit Jahren viel von sich reden machende, sog. Nernst-Lampe bis jetzt dasGute gehabt, ihrem Erfinder, Prof. Nernst in Göttingen Millionen eingetragen zu haben, während die Allgemeine Elektricitatsgesellschast sich immer noch befleißigt, die Entzündung der elektrischen Lampe mittelst Schwefel- holzes und dergl. durch vereinfachte, praktisch bewährte elektrische Zündung zu ersetzen. Dem Gießener Ver- tret er war bei der Festlichkeit die angenehme Aufgabe zugefallen, den städtischen Behörden der Stadt Straßburg zu danken für-den freundlichen Empfang; fein Hoch auf bie &tabt von „Meister Erwins Dom», „der Burg des Lichts" fand lebhaften Wiederhall bei den Festgenossen. Hoffentlich ifl der im nächsten Jahre in Gießen stattfindenden Wanderversammlung eine gleich freundliche Ausnahme be- schieden, wie dies in den beiden letzten Jahren in Worms und m Straßburg der Fall war. Bukarest, 25. September. Der am 12. Oktober w des Cw^/"^n K ammer werden außer der Verpachtung Pachtuna^derbVe^n?^o^ / Gesetzentwürfe über die Ver^ «nfnnhm? 1 «Ie?”rqueöctt der rumänischen Docks und bÄ™ oon 250 Millionen Lei unter- I , 2145 neuen und den 1689 beendeten Konkursverfahren betrafen.- Phpsische Personen . 1714 Nachlässe.....318 Handelsgesellschaften 89 Genossenschaften . 4 andere Gemeinschuldner 20 | Köln, 25. September. Hier tagte der Verband der deutschen Arbeitsnachweise. Me Verhandlungen begannen unter großer Beteiligung in Anwesenheit von Vertretern des preußischen und österreichischen Handelsministeriums. In der Eröffnungsrede wies der Verbands- vorsitzende,. Dr. Freund-Berlin, auf die bedeutende Entwicklung hin, die der öffentliche allgemeine Arbeitsnach- weis in den letzten Jahren genommen habe, und betonte, daß der Verband auf unparteiischem Boden stehe. Namens der Regierung hieß Regierungspräsident v. Richihofen die Versammlung willkommen, wobei er namentlich« die soziale und etlnsche Bedeutung des Arbeitsnachweises hervorhob Darauf begrüßte der Bürgermeister Becker die Versammlung. Bei der dann borg en omm en en Wahl wurden die bisherigen Ausschüßmitglieder wiedergewählt. Der Verband empfahl nadji längerer Beratung die Schaffung einer Zentralstelle für $bne Arbeitsnachweise, sowie die Gründung möglichst vieler Filiale^ in den Städten und auf dem ^ande. Ferner wurde empfohlen, für die B e s ch a f s u n g landwirtschaftlicher Arbei ter zu sorgen, um die Stellenvermittelung nach dem Auslande regeln zu können. Nürnberg, 25. September. Me Jahresversammlung des Zentralverbandes der Ortskrankenkassen hat heute ihre Wünsche zur Kr an kenVersicherungs- Novelle formuliert. Es wurde ferner beschlossen beim Erscheinen der Novelle einen allgemeinen Krankenkassen-Kongreß nach« Leipzig einzuberufen. St. Privat, 25. September. Das vom 3. G ard e- Regiment z. F. den gefallenen Kameraden er- richtete Denkmal ist heute vormittag enthüllt worden. üatsbruch darstelle. Wenn aber andererseits Krüger einfach als ein hochgestellter Ausländer betrachtet irrerbe, der Erholung und Luftveränderung suche, so fei es nicht zulässig, daß er wertvolles Staatseigentum im Reisegepäck mit.(sich führe. Für diesen Besitz sei England heute nach Einverleibung Transvaals mit verantwortlich, und es würde in seinem Rechte sein, wennj es darauf bestände, daß die portugiesischen Behörden auf dieses Gut die Hand legten und es England auslieferten. Die Sache sei von nicht geringer Wichtigkeit und erheische schnelles Einschreiten, wäre es auch nur der armen Beamten des weiland Transvaal- stagtes wegen, denen man ihre rückständigen Gehälter vorzuenthalten suche. Lord Roberts teilte den nicht unterworfenen Burghers in einer Proklamation mit, daß sie sticht in die Verbannung gesandt würden, falls sie sich noch .freiwillig unterwürfen. Roberts hofft, durch diese Versicherung die Unterwerfung zahlreicher noch kämpfender Buren und Burghers zu erzielen. Roberts schifft sich, wie weiter aus London gemeldet wird, am 3. Oktober in Kapstadt ein. Oberst Girouard, der militärische Chef des Eisenbahnwesens auf dem Kriegsschauplätze, ist in Kapstadt pinge- l troffen und zwar, wie verlautet, um sofort Schritte für die l Rückkehr des Grubenbezirks zum Friedenszustand einzuleiten. Zunächst sollen 10 000 Tonnen Lebensmittel nach der Grubenstadt geschafft werden, worauf die Beförderung der Grubenleute, der Kaufleute und der Ladengeschäftsleute erfolgen soll. Erst nach ihnen würde gegen Ende Oktober I vic Beförderung der übrigen Flüchtlinge, im ganzen noch I etma 20 000 Personen, an die Reihe kommen. Der an der I Grenze befindliche Korrespondent des Reuterschen Bureaus I melbet, daß beim Sab ifluß an der Grenze auf trans- I vaalschem Boden ein Gefecht stattgefunden hat. Musiktribüne ist in Oppenrod passiert. — Die großherzoglich hessische Domäne hat, wie verlautet, ein größeres Weingut in Oppenheim mit fünfzehn hessischen Morgen Weingärten in der Oppenheimer und der Dienheimer Gemarkung angekauft. Vor etwa Jahresfrist hat die Domäne ebenfalls einen größeren Komplex Weinberge in der dortigen Gegend, in der Gemeinde Bodenheim gekauft. — Der Rechnungsabschluß der städtischen Verwaltung in Mainz über das abgelausene Jahr ergab infolge der in allen Verwaltungen erzielten Mehreinnahmen einen bis jetzt noch nicht erreichten Ueberschuß von mehr als 700 000 Mk. — Aus Hanau wird geschrieben: In unserer Stadt der Goldschmiedekunst wird der 400jährige Geburtstag Bene- venuro Cellinis festlich begangen werden, und zwar am 3. November in Form eines großen Kommerses, der alle, die zur Kunstindustrie Beziehung haben, vereinigen wird. Zweibrücken, 25. September. Beim gestrigen'Rennen stürzte Siegfried in Bayern beim Nehmen eines Hindernisses, glücklicherweise ohne sich erheblich zu verletzen. Gleichfalls stürzte beim Nehmen eines Hindernisses Leutnant Frhr. v. Seldeneck, der anscheinend schwer verletzt ist. zusammen drei Monate. Das Urteil lautete in jedem Fall auf drer Wochen, zusammen auf einen Monat Gefängnis. In der Begründung heißt es, daß die Artikel die schwersten Beleidigungen gegen die Behörden enthielten. Dem Oberlandes-Gerichts-Präsidenten von Marienwerder, der Staatsanwaltschaft von Könitz und dem Polizeipräsidenten von Berlin wurden die Publikations- Befugnis in der „Germania" und der „Staatsb.-Ztg." sowie der „Konitzer Ztg." zugesprochen. N. «■ w ’N«, :1 ttfa "■ $»|t w. tob M eit einstig. ■e 1901 'Euvgev, jetzigen ordern^ mben all- Erträge ’ ein be» nWih urih Be- ©fubitn • 8. die Ratten« ifieltnrn i jetzt . Nernst 'end die bewährte r Set» Mbe zu- ßburg^ aufiit 'Nr fentlich benbea me be» Vom- eidenstoffe, 'XXT.ISMP Sammte von Elten & Keussen und Velvets nzesst» ) nach eibete, wurde ab uu» ,e btffl inerfn *6 tfS «d 8«; Stwoe lrschev mit den Jägerei 6t VIII. :n einen le Mzie en einen Mag in g ItintY eiten so- sei. Die Senauere w N *n telnrob [te. Tagen irnberg' änschei, gatt® ! eine deren anard M a )tr* erhastt". W®* btW X 1'6 M Kunst und Wissenschaft. Telegraphie ohne Draht. Fortgesetzt sind Bestrebungen im Gange, die bedeutenden wissenschaftlichen Errungenschaften bezüglich der Telegraphie ohne Draht I mehr und mehr der Schiffahrt nutzbar zu machen. Der | Norddeutsche Lloyd hat solche Versuche schon unternommen I und. dem NautischM Vereine folgenden Bericht über den I Ausfall derselben zugehen lassen: Die durch uns eingerichteten Stationen für drahtlose Telegraphie nach dem System Marconi auf der Insel Borkum und dem Feuerschiff „Borkum Riff" sind nach längeren Versuchen am 15. Mai der Oeffentlich-keit übergeben worden. Ein Tag- und Nachtbetrieb hat sich leider wegen Mangels an geschultem Personal noch nicht sofort einrichten lassen: daher werden bis auf weiteres Meldungen von in der Nähe des Feuerschiffs passierenden Schiffen nur in der Zeit von 6 Uhr früh bis 8 Uhr abends ausgenommen und nach der ,Insel Borkum weitergegeben. Auf der Insel Borkum ist in etwa 50 Meter Abstand vom Leuchtfeuerturm für die Ems ein 130 Fuß hoher Mast errichtet, von dessen Spitze ! littet isolierte Drähte nach! den Marconi-Jnstrumenten, dre in einem abgekleideten Raum im Feuerturm Aufstellung gefunden haben, geleitet sind. Der Großmast des ijt vermittelst einer aufgebrachten Stenge auf 100 Fuß erhöht worden. Mit diesen Höhen ist es dem Führer unseres Dampfers „Kaiser Wilhelm der Große", welches Schiff ebenfalls mit den Marconischen Instrumenten ausgerüstet ist und den Großmast zur Befestigung der ^.ertungsdrähte benutzt, gelungen, eine Verbindung mit der Insel Borkum bis auf 29 Seemeilen und mit dem Feuerschiff bis auf 31 Seemeilen zu erreichen. — Mit drahtloser Telegraphie nach dem S y st e m S ch ä f e r wurden vor einiger Zeit ebenfalls Versuche angestellt. Ru diesem Zwecke war auf dem Riesenkrahn des neuen Kaiserdocks in Bremerhaven eine kleine Stenge errichtet und am Fuß dieses Krahns ein Deckhaus ausgestellt, in welchem die Instrumente untergebracht waren. Die zur Verfügung stehende Höhe betrug 150 Fuß. An Bord unseres Tenders „Seeadler" war der Mast vermittelst einer auf- gebrachiten Stenge auf 100 Fuß erhöht. Mit diesen Höhen ! gelang es, eine gute drahtlose Verbindung bis zum Rote- sand-Feuerturm, Entfernung 25 Seemeilen in der Luftlinie zu erreichen. Weitere Versuche mit drahtloser Telegraphie nach: dem System Schäfer werden unternommen Für diese Versuchte ist in der Nähe der neuen Wartehalle des Norddeutschen Lloyd in Bremerhaven ein 200 Fuß hoher Mast errichtet und vermittelst einer neuen Stenge der Mast auf dem Tender „Seecchler" auf.150 Fuß erhöht Ar hoffen, mit diesew Höhen eine gute drahtlose Ber- standigung bis zum Weser-Außenfeuerschiff, Entfernung 32.5 Seemeilen in der Luftlinie, zu erreichen * Die Enthüllung einer Gedenktafel zum Andenken an die Besteigung des Watzmanns durch den deutschen Kronprinzen Wilhelm und dessen zwei Brüder sand am Donnerstag auf der höchsten Spitze des Hockeck statt. Eine an gleicher Stelle schon angebrachte Tafel erinnert an die am 30. Juli,1872 durch den Kronprinzen Friedrich Wilhelm, den späteren Kaiser Friedrich ausgeführte Besteigung. * Marquette (Michigan), 25. September. Ein furchtbarer Sturm verwüstete die Gegend am oberen See und richtete großen Schaden an. Zugleich zerstörte der Sturm eine große Naturmerkwürdigkeit, nämlich die sogenannten gemalten Felsen. Dieselben bilden eine sieben englische Meilen lange, stark zerklüftete Felsenkelte, welche dle wunderlichsten Formen aufweisen. Uermischtes. • Eine Tragödie aus dem Leben. Ueber einen erschütternden Vorfall, der sich im Hessischen ereignete, wird geschrieben: Em grauer Nebelschleier hat sich über die Berge ge,enkt. Auf den Wiesen erheben sich weiße, feuchte Dünste und langsam rollt das dunkle, kleine Flüßchen dahin. Am Horizont erglänzt ein rötlicher Streifen, ein Abschiedsgruß r^c^^^enven Sonne. — Durch die dämmernde Land- schäft wandern die aus der Stadt zurückkehrenden Fabrik, arbeiter ihrem Heim entgegen. Sie sind totmüde, hungrig und durstig und eilen auf kurze Stunden nach Haus, zur Ruhe, um morgen wieder ihr freudloses Dasein zu beginnen. Am Ufer des Flüßchens stehen einzelne Menschen. Immer mehr der Vorübergehenden sammeln sich dort an — eine Leiche wird geländet. Der Körper eines halberwachsenen Mädchens wird in das Gras gebettet. Die zerrissene ärmliche Kleidung, das magere Gesichtchen, von blonden, triefenden Haaren umrahmt, zeigen an, daß es ein Kind des Volkes ist, das den frühen Tod in den Wellen gefunden. ES wird dunkler und nebliger. Ernst und schweigend bereiten die Umstehenden jetzt eine Bahre, um die Tote in das Leichenhaus am Friedhof zu bringen. Keine Heimat, keme Anverwandten! Es war ein armes, elternloses Schopf, im Waisenhaus erzogen, und erst seit Ostern in Stellung. Selbst noch ein Kind, mußte es dort die Kinder der Bauersleute warten und pflegen. Eines Tages fehlt dem Bauer Geld aus seinem ledernen Beutel, der aus dem Tische lag. Es wird alles durchsucht, aber nichts gefunden. Jctemand außer dem armen kleinen Kindermädchen ist in der Stube gewesen. Es scheint außer Zweifel, daß sie das Zweimarkstück entwendet habe. Unter Thränen beteuert sie ihre Unschuld, aber niemand glaubt ihr. Der Bauer I sagt sie in seiner Wut aus dem Haus. Wer weiß, was I in dem unglücklichen heimatlosen Wesen vorging, bis es den verzweifelten Entschluß faßte, in denTod zu gehen? Schon am nächsten Morgen wird der Armensarg mit dem Uymachttgen Körper im äußersten Winkel des Friedhofes, bei den Selbstmördern, beigesetzt. Um dieselbe Zeit sieht der Bauer, tote sein zweijähriges Kind mit etwas glänzen- dem spielt und es im Sand ein- und ausgräbt. Es ist das fehlende Zweimarkstück. Scheu und beschämt schaut er sich nach allen Seiten um. Da niemand in der Nähe ist, steckt er schnell das Geldstück in seinen ledernen Beutel. * Kreuznach, 24. September. In der Notwehr hat I in vergangener Nacht der Feldschütze Bauer den Taglöhner Völker erschossen. Völker, ein bereits 50mal bestrafter Mensch, war Jnsaffe des städtischen Asylhauses, Bauer dessen Aufseher. Am vergangenen Mittwoch war Völker I von der Strafkammer zu Koblenz wegen Mißhandlung und thätlicher Beleidigung Bauers, der ihn auf Grund eines Haftbefehls festnehmen wollte, zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte deshalb Bauer Rache geschworen und mehrfach geäußert, er werde ihn totschlagen. Seit dieser I Zeit trug Bauer einen Revolver bei sich. * Sin ergötzlicher Vorfall hat sich in einer Dorfschule des Kreises Bunzlau zugetragen. Der zweite Lehrer des Dorfes wär vou der Ableistung [einer sechswöchigen Hebung in die Heimat zurückgekehrt. Die ^Schul- kmder hatten es sich nicht nehmen lassen, ihrem Lehrer ^^ ehrenvollen Empfang zu bereiten. Sie hatten fleißig ?le Honde gerührt und überall im Klassenzimmer Mlumen- & angebracht. Nicht nur die Eingangsthür, sondern Di? Katheder jund Stuhl waren mit Gnirlanden geschmückt, arasi Ueberraschung des Lehrers hierüber war lauf nahn^ Schulstunde einen urgemütlichen Ver- Schüler P)« diverse Liqueure. Todes-Anzeige. Heute mittag 5 Uhr entschlief sanft meine liebe Frau, unsere gute Mutter 04085] Zwei unmöblierte Zimmer zu vermieten. Frankfurterstratze St. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem UNS so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Sohnes und Bruders, sowie für die zahlreichen Blumenspenden und für 1>ie trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Euler sagt innigsten Dank Elise Heckmann. Die trauernden Hinterbliebenen» Einbruch-Diebstahl. Die BerfichernngS Gesellschaft Hamburg in Hamburg- Grundkapital 4,000,000 Mk., versichert Waren, Mobilien, Gelb und Wertgegenstände gegen Abhandenkommen und Beschädigung infolge eines Einbruchsdiebstahls. Die Prämien sind mäßig und die Bedingungen frei von Härten. Polizen zum Selbstausstellen und Prospekte durch die 5006 Kcneral-Agentur Kießen, A. Schmidt, Wäusöurg 16° Bekanntmachung. Samstag den 29. September, nachmittags 3 Uhr be# ginnend, soll das Obst von den städtischen Bäumen in der Verlängerung der Alicestraße, am Krofdorser Weg, am Wiesecker Weg, in den Anlagen vor dem Friedhof, am Steinbacher Weg, am Lutherberg, an der Licher Straße, am Anneröder Weg und im Lärchenwäldchen, sowie einiges Absallholz von den Bäumen in der Ostanlage an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Weiter werden gegen 4 Uhr im Bürger- meistereihof einige Körbe Aepfel versteigert. Die Zusammenkunft ist aus der Frankfurterstraße, an der Kreuzung mit der Alicestraße. Gießen, bett 25. September 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. aus dem öffentlichen Submifsions- wege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Offelten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 17. Oktober d. I., vormittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 27. Oktober. Gießen, den 22. September 1900. Großherzogl. Verwaltungs - Direktion der chirurgischen und ophthalmolog. Univ.-Klinik. 6339 Vergebung. Für das Großh. Provinzial-Arresthaus dahier soll die Lieferung von ea. 1OOOO Kilo abgetrock- ueter, guter Speisekartoffelu im Verdingungswege vergeben werden. Versiegelte Angebote und Proben fir.d kostenftei bis zum Eröffnungstermine Mittwoch den 17. Oktober 1900, vormittags 10 Uhr, auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft dahier — Justizgebäude, Zimmer Nr. 43 — nieder« zulegen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerial- erlaß vom 16. Juni 1893, das Ver- dingungswesen betr., enthaltenen allgemeinen und den von dem Unterzeichneten ausgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft eingesehen und gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden können. Der Zuschlag bleibt 3 Tage vorbehalten. Gießen, 25. September 1900. Der Großh. Oberstaatsanwalt. Dr. Güngerich. 6336 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenftrabe 2. Angebot der Arbeitnehmer r 1 Kellner, i Taglöhner, 1 Büreaudiener, 1 Aufseher, 1 Schreiberlehrling, 1 Kontoristin, 1 Ladengehilfin. Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Buckbinder im Alter von 18—20 Jahren, 2 Drechsler, 1 Rahmenmacher, 1 Sattler für Geschirr- und Wagenarbeit, 1 Tapezier, 1 Sckuhmacher, 2 Vauschreiner, 3 Hausburschen, 4 Taglöhner, 2 Pferdeknechte, 1 Lagerarbeiter, 1 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen. Lehrlinge r 2 Bäcker, 1 Buchbinder, 1 DreckSler, 1 Friseur, 1 Glaser, 1 Kellner, 1 Kupferschmied, 1 Mechaniker, 1 Sattler, 3 Schneider, 2 Sckreiner, 2 Schuhmacher, mehrere Spengler gegen tägliche Vergütung, 1 Wagner, 1 Schirmmacher. H. E. Jughardt & Ernst Balser Kollektur der Kess. Landeskotterie empfehlen Lose zm 2. Lotterie. 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