treffe für Depeschen: Anzeiger Hletze«. Fernsprecher Nr. 51. unantastbare Sterberente, (je nach Wahl 500, Lebenslagen 1000, 1500, Redaktion, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar. 7. Bezugspreis viertcljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahrs, mit Bestellgeld. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Alle Anzeigen-Bermittlungsstellen des In- und Ausländer nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärt- 20 Pfg. ** Die Sterbekasse des Bundes Deutscher Gastwirte (Juristische Person, Sitz in Darmstadt) hat im Jahre 1900 nicht nur sehr gute Geschäftsergebnisse, sondern auch einen ganz erheblichen Neuzugang • zu verzeichnen, den sie ihrem segensreichen Wirken, besonderen Vorzügen und ausgezeichneten Stand verdankt. Der sehr günstige Rechnungsabschluß pro 1899, sowie die gesamte Kaffe wurden von Rechnungsrat Kirchberger von der Badischen Regierung eingehend geprüft, und für richtig und gut geführt be« funden; der 1899er Ueberschuß betrug Mk. 97 460. In ersten Hypotheken wurden Mk. 131 700 neu angelegt. Immer mehr deutsche Gastwirte sichern mit den so unbedeutenden Beiträgen ihren Familien den so wertvollen Schutz der BundeSsterbekasse, die in den 7 Jahren ihres Bestehens ca. Mk. 1 300 000 an die Hinterbliebenen verstorbener Bundesmitglieder ausbezahlt hat; dabei ist der Reservefonds jetzt auf mehr als 600 000 Mk. gestiegen. Wem das Wohl seiner Lieben am Herzen liegt, wird sich nicht lange besinnen, und ihnen die in allen ~ ' Drittes Blatt. DomierÄaa de« 27. September 150. Iahraana «MM» I 2000, 2500 und 3000 Mk.) sichern, und dabei das Bewußtsein empfinden, ein gutes Werk gethan zu haben. ** 3» Amerika verstorbene Hessen. Piqua, O.: Konrad I Fuhr, 72 Jahre alt, aus Homberg; JohnStown, Pa.: Marie Lichau, geb. Götz, 55 Jahre alt, aus Rodheim: I Bingham, Township, Mich.: Louis Größer, 66 Jahre I alt, aus Kirtorf. I H. Friedberg, 23. September. Ihre 15. Sitzung hielt I die hiesige Handelskammer am Donnerstag ab. Betr. die Neugestaltung des Zolltarifgesetzes sprach die Kammer einstimmig die Ansicht aus, daß an dem seitherigen Tarif der langfristigen Handelsverträge feftzuhalten sei. I Hinsichtlich der Frage, ob die Verzollung nach dem Brutto« oder Nettogewicht geschehen solle, wurde der bisher üblichen I Verzollung nach dem Bruttogewicht der Vorzug gegeben; I ebenso erachtete die Kammer die Beibehaltung zollfreien Einganges der Verpackung, sowie die Gewährung von Zoll- I krediteu für durchaus notwendig. Die Kammer nahm von I den wesentlicheren Vorschlägen einzelner hessischer Handels- I kümmern zum Handelskammergesetzentwurf Kenntnis und I delegierte den Vorsitzenden, den Sekretär und Herrn Joutz I Zum demnächst stattfindenden Hessischen Handelskammertag. I Ferner beschloß die Kammer, im Anschluß hieran den An- I Antrag der Handelskammer Gießen auf Einführung einer weiteren Briefbefiellung mit Empfangsbestätigung zu unterstützen; auch den Antrag der Redaktion der Zeitschrift „Der Manufakturist" nebst Genoffen zu unterstützen, wonach durch bundeSratliche Bestimmung zu §§ 41a oder 105b der Gewerbeordnung gestattet sein soll, die bei Eintritt der Sonntagsruhe in offenen Verkaufsstellen schon anwesenden Kunden zu Ende zu bedienen. Zum Antrag der I sächsischen Handels- und Gewerbekammer auf Ermäßigung I der Kohlentarife, der durch die kürzlich eingetretene Einführung der Rohftofftarife zum Teil erledigt ist, stellte die Kammer die weitere Forderung, an zuständiger Stelle « &ec Kohlen Ausfuhrtarife zu beantragen. Auf Veranlassung des Herrn Karl Vorbach in Okarben beschließt die Kammer, bei der Kaiser!. Ober-Postdirektion vorstellig zu werden, für ftühere Nachmittags-Postbestelluna m Okarben Sorge zu tragen. Zur Umfrage des deutschen Handelstags, betr. Einrichtungen zur Förderung des auswär- I *T9cnJ)anbelg, beschließt dieKammer sich ablehnend zu verhalten. 11. Betr. Errichtung einer Reichsbanknebenstelle in Friedberg berichtete der Vorsitzende über die seitherigen Schritte und die allgemeinen Bedingungen einer Errichtung ^ner Nebenstelle. Die Kammer beschloß einstimmig mit der Reichsbankhauptstelle in Frankfurt a. M. in Verbindung zu treten. Es wurde hierbei ausdrücklich betont, daß seitens der Handelskammer keine finanzielle Beihilfe oder Garantie geleistet werden könne. 12. Nach einem kurzen Referat des Sekretärs nahm die Kammer die von dem Verbände mitteldeutscher Handelskammern ausgestellte Gebührenordnung für die Revisionen des Gründungsherganges von Aktiengesellschaften anch für den Bezirk der Kammer an. 13. Zum Schluß brachte Herr Schäfer (Büdingen) einen Antrag gegen die von der Vereinigung deutscher Stearinkerzenfabriken befürwortete Erhöhung des Zolles auf Olein, sowie eineu Antrag gegen die Erhöhung auf Wolle, sowie Herr Enge (Schotten) einen Antrag wegen Beförderung von Packeten ein. Diese 3 Anträge sollen in der nächsten Sitz- ung beraten werden, während die Kammer aus «ntraa Engel alsbald beschloß, die Eisenbahndirektion Frankfurt a M. zu ersuchen, die Rückfahrkarten Frankfurt—Friedberg— Scholten auch aus der Strecke Schotten-Gelnhausen- Frankfurt zuzulassen. * ' M^nz, 24. September. Am Samstag abend fand eine von etwa 60 Weinhändlern besuchte Versammlung statt, m der die Konstituierung eines Vereins Mainzer Weinhandler beschlossen wurde. Der Verein soll die 6b°lelnsamen Interessen Der Mainzer Weinhändler nach allen Richtungen hin vertreten. f .Homburg v. d. H., 22. September- Die Grund- £et^l%9Un£ SUTtt Neichs-Limes-Museum auf '“h9 Ä bekanntlich am 11. Oktober,vormittags knhorr -cm' ben Vorbereitungen wird fest gearbeitet. ^AEmerster Iwan Sch)ulz leitet den Massenchor von ^O Sangern, dre em griechisches Gebet und ein Weihelieb Prof. Mommsen weilt zurzeit hier und besuchte dre Saarburg. Intendant von Hülsen trifft am 26. ds. Zur Probe hier ein. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. . m Oktober tritt der langjährige Leiter des Gymnasiums m Marburg, Geheimrat Dr. Buchenau, in den Ruhestand. Ihm zu Ehren veranstalteten sämtliche Klaffen des Gymnasiums einen Fackelzug. — Der Tagelöhner Peter Gießen, 26. September 1900. **«WKtig für Rekruten. Die zur Ableistung ihrer Militärpflicht demnächst einrückenden Rekruten werden gut thun, ihre Quittungskarten über die gezahlten Beiträge zur Alters- un d Invaliditäts- Versicherung, soweit sie solche besitzen, sorgfältig aufzubewahren, da dieselben nach der Mtlassung und bei Wiedereintritt in versicherungspflichtige Beschäftigung abzugeben sind. Die Militärdienstzeit wird den Versicherten so angerechnet, als hätten sie während dieser Zeit ihre Beiträge bezahlt. ** Der Wetterwitzvold Falb hatte auf den letzten Sonntag einen kritischen Termin gelegt. Seine Prophezeiungen für den 18.—25. September lauten: Der kritische Termin des 23. macht sich, obgleich er theoretisch zweiter Ordnung ist, durch sehr starke und ausgebreitete Landregen und stellenweise auch durch starke Stürme vom 24. ab geltend. Die Temperatur geht empfindlich zurück." Der vergangene Sonntag war ein wundervoller Frühherbsttag und der Montag brachte uns bei einer Wärme von 16» R. wiederholt Gewitter. Verselbständigung der Kirchen. Wir erhalten aus Kreisen der evangelischen Geistlichkeit den nachstehenben Artikel, den wir, ohne die Ansichten des Herrn Verfassers zu den unsrigen zu machen, der Oeffentlichkeit übergeben, weil er eine .neue Verfügung des Großh. Ministeriums zum Gegenstände hat, die unseres Wissens nach von keinem Blatte, selbst nicht in der Fachpresse, behandelt worden ist. Der Artikel lautet: Die Selbständigkeit der Kirchen ist schon seit längerer Zeit ein Hauptthema der kirchenpolitischen Erörterungen. Besonders lebhaft wurde Pas Für und Wider int Parlament und in der Landessynode besprachen, seitdem die iGehalts- erhohung der katholischen und evangelischen Geistlichen auf der Tagesordnung steht. Auf der einen Seite ist man der dw Kirche völlig vom Staate zu trennen, diese stch selber überlassend, daß sie allein für ihre Bedürfnisse Sorge trage. Hier übersieht man völlig den historischen Zusammenhang zwischen Kirche und Staat und zieht pabei ntcht m Anrechnung, daß die Kirche so viele klagbare Forderungen an den Staat hat, daß es einen Akt brutalster Gewalt bedeutete, wollte man sich über die der Kirche zustehenden RechMitel ohne weiteres Hinwegsetzen. Diese Art der Gesetzesgebung käme Napoleonischer Praxis nahe. Auf per anderen Seite soll der Staat der despotische Herr der Magd Kirche sein, dem letztere stets tzu Diensten stehen und alle seine Befehle ausrichten und begründet diese Stellungnahme einmal dnvch die Superiorität des Staates über die Kirchs und dann durch die Gewährung staatlicher Subventionen an dieselbe. Auch, nach dieser Richtung acht man gewiß zu weit. Diese beiden Vorsprünge des Staates vor der Kirche berechtigen ersteren noch lange Nicht, in die innersten kirchlichen Angelegenheiten sich einmischen zu dürfen. Als ob auch durch staatliche Subventionen jede .wissenschaftliche, industrielle u. dergl. Genossenschuft ihrer Selbständigkeit sich begebe! , Wahrheit liegt auch, hier in der Mitte. Wir können Streben nach größerer Unabhängigkeit und Selbständigkeit nicht verdenken und glauben es ihr gerne, wenn sie behauptet, zur besseren Entfaltung ihrer Lebenskräfte, zur intensiveren Einwirkung derselben auf das Volksleben einer größeren Freiheit zu bedürfen. Es scheint ja allerdings die Zeit, da sich die Kirche der Fesseln des Staates entledigen kann, noch sehr weit hinausgerückt, wenn auch Anzeichen vorhanden sind, daß die Zeit doch rroch einmal kommen werde. Thatsächlich ist die Lage der Kirche fast unerträglich. Zu einer jeden Ausgabe des Lokalkirchenfonds ist die Genehmigung des zuständigen Kreisamtes erforderlich das die Vorschläge prüft und genehmigt. In der Vermögensverwaltung ist das Kreisamt die dem Kirchenvorstand I vorgesetzte Behörde. Dadurch ist die Stellung des Pfarrers I zum Kreisrat gar oft eine recht merkwürdige. Bezüglich! I der kirchlichen Vermögensangelegenheit hat er als Unter- I gebener die Entscheidungen des Kreisrats entgegenzu- I nehmen, während er in seiner Haupteigenschaft als In- I Haber des geistlichen Amtes dem Kreisamte koordiniert I ist und beide Aemter vermittels Dienstschreiben miteinan- I der verkehren. Und es ist nicht als selten vorkommende | Ausnahme zu berichten, wenn fast mit derselben Post zwei I Schreiben eintreffen, von denen das eine an den Kirchen- I Vorstand mit der üblichen Befehlsform beginnt, während I das andere dem Pfarramt in „ergebenster" Weise seine I Anträge und Ersuchen übermittelt. Doch dies nur nebenbei I «ls Kuriosum. Daß die Kirche in der Lage und im stände wäre, die I Vermögensverwaltung selbständig in die Hand zu nehmen, I sollte doch jeder Einsichtige verstehen. Und schon in der I im Jahre 1894 geschlossenen vierten evangelischen Landes- I synode war von dem Synodalen Rieger ein Antrag über I die anderweitige Regelung der kirchlichen Vermögensver- I waltung eingegangen, der ein lebhaftes und berechtigtes I Interesse hervorrief und in der Tagung auch eine an- I gemessene Behandlung erfuhr. Die ganze Materie wurde 1 einer Kommission übergeben, die für spätere Zeiten ae- I eignete Vorschläge bringen solle. Leider ist von den Ar- I beiten und praktischen Erfolgen nichts mehr in die Oeffent- I lichkeit gedrungen. Ungefähr 7 Jahre sind darüber hin- I gegangen. Bvr kurzem wurde nun ein Ausschreiben des I Ministeriums an die Kreisämter folgenden Inhalts ver- I öffentlich!: „Auf Antrag des Großh. Oberkonsistoriums und in I sachlicher Uebereinstimmung mit diesem und dem Bischöf- I liehen Ordinariat haben wir zunächst probeweise und bis I ans weiteres die nachstehenden Aenderungen der hin- I sichtlich der Verwaltung des Vermögens der I evangelischen und katholischen Kirche bestehenden Be- I stimmungen beschlossen: ' | , 1. Wir empfehlen Ihnen, die Dekanate in allen den- I ; jem^en auf die kirchliche Vermögensverwaltung be- I • zü glich en Fällen zu hören, in welchen nicht etwaige I ’ Gründe entgegenstehen. | 1 GratisbrilagenI GiekemrchüNlMenkiätte^ Der hessische Kandwirt, __Mittler für hessische Volkskunde M. 226 Erscheint täglich ▲ v ä x, - -----— mit Ausnahme des Ä M Kreßener A msmer Henerat-Iii^eiger Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Glichen. 2. In denjenigen nicht dringenden Fällen, in welchen die Dekanate zu hören sind, berichten die Kirchenvorstände nicht an das Kreisamt, sondern an das Dekanat, und das Kreisamt antwortet dem Dekanat, nicht den Kirchenvorständen. Indem wir Ihnen empfehlen, hiernach zu verfahren, sehen wir bis zum 15. Oktober 1901 Ihrem Berichte darüber entgegen, ob sich die vorstehenden Anordnungen bewährt haben, oder welche Anordnungen Sie zu beantragen veranlaßt sind." Dies ist die erste Wellenbewegung des ins Wasser geworfenen Steines, ein ganz kleiner Anfang, der an sich völlig.wertlos ist, wenn nicht darauf ein größerer Fortgang folgt. Denn dieses Ausschreiben beläßt das Schwer- ! gewicht der Entscheidung den Kreisämtern, während den Dekanaten nur gestattet ist, ihre Meinung zu äußern, die aber von den Kreisämtern kurzer Hand verworfen werden kann. Eine selbständige Entscheidung ist den Dekanaten nicht zugebilligt. In der Praxis wird sich das Ausschreiben so ausnehmen, daß den Dekanaten nur die Vermittlerrolle zugestanden ist- sagen wir besser, die Dekanate sind Briefträger, und in allen Fällen, in denen Kreisamt und Dekanat verschiedenerlei Meinung sind, wird dieses jenem sich bereitwilligst unterzuordnen haben. Anders wäre es gewesen, wenn den Dekanaten die selbständige Entscheidung bis zu gewissen Beträgen eingeräumt worden wäre; dann wäre ein kleiner Erfolg zu verzeichnen gewesen. So wie die Sachlage jetzt ist, hat sre für sich keinen Wert, ihre alleinige Bedeutung besteht darin, daß die Materie überhaupt einmal in Angriff genommen und.wenigstens eine Veränderung der Berichterstattung der Kirchenvorstände herbeigeführt ist. Auffallend ist, daß bei diesem Ausschreiben das Mi- ntstermm in s a ch l i ch e r U e b e r e i n st i m m u n g mit J^nt Ober - Konsistorium gehandelt hat. Hat die oberste Kirchenbehörde nicht gewagt, einen weiter gehenden, etwa m der Richtung des oben angeführten sich bewegenden Antrag bei dem Ministerium zu stellen? Die Lage ist eine provisorische. Bis zum Oktober nächsten Jahres haben die Kreisämter ihre Erfahrungen nebst etwaigen Berbesserungsvorschlägen der Staats-Re- ' Sprung zu unterbreiten. Wir sind gespannt darauf I was für das Jahr 1902 bezüglich, der kirchlichen Vermögens- Verwaltung zu erwarten steht. £and wir k na«» pcru-Giiatio nur JüHornmarke. -WW 6181 Niederlage bei Bär & etterhahn, Gietzen, Nordavlage Gentners 4170 Th. Brück, SchloUasse 16 Ireiyerrl. Wiedescl'sche Kulsverwattung, Stockhausen bei Lauterbach, Oberhessen. Zu h 6213 mei 6 GÖPPINGEN in den Geschäfte] in roten Dosen mit dem ir.integer I5auer aus Jugenheim geriet in einer Maschinenfabrik in Darmstadt zwischen einen 24 Zentner schweren gußeisernen Deckel und ein eisernes Rad. Er wurde derartig an der Brust gequetscht, daß er eine Stunde darauf im städtischen Krankenhaus verstarb. — Bon einem Güterzuge wurden am Donnerstag bei Limburg 3 Streckenarbeiter überfahren und getötet. — Die Stadt Mainz beabsichtigt, von der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft die Mainzer Straßenbahn zu erwerben, um sie elektrisch zu betreiben. Die Gesellschaft hat dafür Mk. 2 400 000 gefordert. Es ist. fraglich, ob die Stadtverordneten soviel bewilligen. — Ick'Mainz hat sich ein auf Besuch weilender junger Mann mit Phosphor vergiftet. Der junge Mann war erst kürzlich aus einer Irrenanstalt entlassen worden. — Zu dem in Frankfurt Aufsehen erregenden Falle Marx wird mitgeteilt, daß seine Spekulations-Verluste bei einem dortigen Bankier sich auf Mk. 148 000 belaufen haben. Einen Teil davon hatte M. bei seinem freiwilligen Tod noch nicht berichtigt. Seine Börsen-Spekulationen datieren übrigens schon Jahre zurück. U. a. soll er vor fünf Jahren bei einem anderen Bankier Spekulationen in Minen unternommen haben, die ihm der Bankier damals aus „Freundschaft" vermittelt haben will. — Die alte Schiffbrücke in Worms ist nunmehr samt allem Zubehör unter den Hammer gekommen; der ganze Erlös betrug nur Mk. 19 250,60. Die Zahl der Steigliebhaber war sehr gering; 6 Brücken- joche mit 18 Schiffen sollen noch einmal zum Ausgebot kommen. An einen sensationellen Vorfall erinnert ein in Berlin vorgekommener Selbstmordversuch, über den, wie folgt, berichtet wird: Elise Sänke, die vor 5 Jahren ihren Geliebten Dr. Steinthal erschoß, versuchte in der kSonntag, sich durch Oeffnen der Pulsadern und Gift das Leben zu nehmen. Dr. Steinthal hatte schon wahrend seiner Studienzeit Beziehungen zu Elise Sänke unterhalten, obwohl er wußte, daß sie unter der Kontrolle der Sittenpolizei stand. Schließlich wollte er jedoch der Geliebten, von der er in unbegreiflicher Verirrung als Student auch Unterstützungen angenommen hatte, den Laufpaß geben. Darüber kam es am 18. August 1895 in der Wohnung des Arztes zu einer blutigen Auseinandersetzung, die mit dem Tode Dr. Steinthals endete. Elise Sänke, die damals ungefähr 25 Jahre alt war, tötete ihn nach kurzem Ringen durch einen Schuß in die Brust. Zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, verbüßte sie nur Vk Jahre, dann wurde sie begnadigt. Ueber den Beweggrund zu ihrem Selbstmordversuch verweigert sie der Polizei jede Auskunft. Die Ermittelungen ergaben, daß er in einem gescheiterten Heiratsplane zu suchen ist. Ein Witwer, ein ehrbarer Arbeiter, hatte sich der Näherin zugewandt, die Beziehungen zu ihr jedoch vor ungefähr einem Monat abgebrochen, nachdem die Vergangenheit seiner Braut zu seiner Kenntnis gelangt war. wte kommst Du zu so schwanenweisser Wäsche ? „Sehr emfttoh, lieber Schatz, ich habe ehren Veraueh mit i>r. Thompson’® Seifenpulver, Schutzmarke „Schwan“, gemacht In Zukunft werde fcb kein anderes Seifeepulver wieder benutzen“. jj UebetaU käuflich! (Hessen) zw. Darmstadt n. Heidelbergg ™ ***** Hotel u. Pension „zur Krönet tiommerfrische. Pensionsprospekt u. Führ. grat. Bee.: G. Diefenbach. Zur Herbstdüngung empfehlen 6237 Peru - Ouano (Füllhornmarke) zu 8,50 Mk. pro Centner, bei Abnahme von 10 Ctr. und mehr billiger. A. Kröll Söhne, Gieße«, Seltersweg. Emil Horst, Giessen Cementwaren- und Kunststein-Fabrik Liebigstrasse 43/45 und An den Bahnhöfen. 5658 Nasche Lieferung in gediegener Ausführung zu billigen preisen. Grosses Lager In Trittstufen, Platten, Daohfalzziegeln, Krippen, Trögen usw. 'S Xaiaaoletim A h r«m Netegerr ganzer Atmmer, und Linoleum-V orlagen. SW“ DaS Belege« ganzer Zimmer wird fachmLrmisch anSgeführt. Nefereaze«: Psychratrrsche Kltmk, Physikalisch-chemischeS Institut, Universität- Bibliothek, Kreisamt rc. rc. Aus dem Geschäftsteben. Weltausstellung erschien ein interessantes ibre «e,re' die in Berlin, Singen, Kewpltal und Paris Ä haben. In 32 Bildern werden die Fabrik- S“beliebten Maggi'schen SpeziaMSten, fer Dureaux an den genannten Orten oorgeführt. ^Schlußbilder z-igen die Stallungen und die Rinderherden der “rk ?us dem schön -usgestatteten Album erhält man einen überrascheudrn Ueber blick über die große Ausdehnung und Mann'.gfaltigkeit der rühmlichst bekannten Werke der Firma Maggi. erzeo Bürsten strich schon tlekck halhbarelf M Jiaisergarten. ftnjig schönster ‘ßartenaufentfialt. W” Saat-Roggen aus verkauft! Zur Saat offeriert: Kirsche’* Sheriff-Weizen, äußerst winterhart und ertragreich, fast nie !SeKn 6?rO wn? weizen> Wi Spätaussaat sehr empfehlenswert, per 50 Kilo Mk 9.76 ab Bahn Lauterbach. Säcke berechnen billigst. Unser Saat- ?r ? Darnmadt mehrfach prämiiert, ist gewindfegt und trieurt und eignet stch besonders zum Samenwechsel, weil in Höhenlagen gewachsen. Ntteratur. q,;®;11 i’,er( D-rlagsbuchhandlung Georg Wigand iw « ■tolr' ba6 Ende Oktober |bei ihr der m Erinnerungen des langjährigen früheren mirh4„nh® Lanb I" dEng, v. Brand, erscheinen unter dem Titel: „Dreiunddreißig nR.nk.11 m *81‘ ekn ■ , ?us zirka 400 Seiten in gi. 8« s^duch wird geheftet 6.50 Mk, gebunden 8 Mk. Eosten. Zwei wettere Bande, die das Werk absckließen MirfLDnCI!nmJahre erscheinen. Wir dürfen wohl annehmen, daß diese Erinnerungen des hervorragenden und gründlichen Kenners ostasiatisch?r Ver- haltntsse auch in unserem Leserkreise gerade gegenwärtig lebhaftem Interesse begegnen werden, und behalten uns vor, auf das Werk noch zurückzukommen. 'parterre. Jos. Mark parterre. Speaial-Wäsche-Aussteuergeschäft. Anfertigung sämtlicher Herren-, Damen- und Kinberwäsche. Komplette Arautausstattungen. § Durch Ersparung der Ladenmiete sind die Preise bedeutend ermäßigt. Csmrts mit Firma Otto Höller, Kllar Kandeksgärtner empfiehlt sich zur 03975 Anlage llid IHmdhallmig turn ©Arten rmter Zusicherung promptester Nedieuuug. Verbindung mit der Stadt durch eigenes Fuhrwerk. ter »■ 1 'n - A ... MD -- : ■' '-! 7, Bruder Schmidt empfehlen zur bevorstehenden Jahreszeit ihr reichhaltiges Lager in Oeäeil jeglicher Ausstattung und Systeme. Irische Oefen in schwarz, vernickelt und Majolikabekleidung. Kegulier-Oefen in schwarz und vernickelt. Amerikanische Dauerbrand-Oefen mit Sicherheitsregulierung, schwarz nnd vernickelt. Feuergerätschaftei^ Kohlenkasten. Ofenschirme von 4 Mk. an. Feuergeräteständer. Ofenvorsetzer. Aschenkasten. Kohlenfüller. Verdampfschalen. Coakskasten. Kohlenlöffel und Schürhaken. 2iss Grosses Lager in Maus- imd Küchengeräten. Waschmaschinen. Blumentische. Wf A« Emaille- u. Nickelwaren. Wringmaschinen. Leitern. Jrtll Stahlwaren. Berndorfer Reinnickel-Kochgeschirre. vcr.nkwortlich für feen tUaemeiwn »ein P. ÖHHtpftr fee* WttySgsntiti; Teck. — Druck unfe «srlrs feer DcLthr'schm '.lnisersttSit^Such- uafe Gtewferuckerei (Ptitsch LrSeu) in Girstm.