Freitag den 27. Juli 1900 Erstes Blatt. Nr. 173 Gießener Anzeiger General-'Anzeiger AezugsprelL vierteljährl. Mt. SM monatlich 75 Pfß. mit Bringerlohnr durch die AbholeftrS« vierteljährl. Mk. IM monatlich 6b Pitz. Bei Postbezug Mt. 2,40 üierttliW. mit BestellgeS. Alle Anzeigen-BermitllungSstellen deS In« und Hii8t«nb* nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger fntgefta, Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., anSwärlS 20 Pfg. U«»«h»e Hi Lnzetgen zu bet »achmKtagS fit bw I«| «scheinenden Nurn»« bi» nenn. >• »beKeZungen iPitteftenS **b» w*cr. ftMtfcd tLgNch eit LnLnnhM« deS Kttttog». Die Oie-ener y«*ic«»ir*ttct Mtitn de« Anzeiger ke W wt .Heff. »tobeirr n. ^BlLlter Mc hei»- 8*iKfunDeN MAchN.4«nl bcigekgt Amts- unb rliizeigeblatt für den Kreis Gieren an Mto>, MpedNion und Druckest: OchekO^chtze Ar. 7. znzustimmen. M r,, , Im Anschlüsse hieran kam der Vorsitzende einem Wunsche des durch Unwohlsein am Erscheinen verhinderten Grafen zu Solms-Laubach Erlaucht nach!, indem er dessen Standpunkt zur Sache mitteilte (dahin gehend, daß man wohl ein Siechenhaus bauen solle, jedoch nur für die Kategorien von bedauernswerten Leuten, die wie Epileptiker :c., in den ländlichen bestehenden oder zu errichtenden Graüsdriüum»: Gießener Famitienblätter, Der heßWe Landwirt, Mütter für hePfche UMstumde.______________ Adresse für Depeschen: Anzeiger $l4*e Fernsprecher Nr. 5L werde Geheim er Oberbaurat von Weltzien wies darauf hin, daß er in seinem Gutachten über die Platzfrage den Platz in Gießen um deswillen nicht erwähnt habe, weil derselbe ganz andere Vorteile biete als alle übrigen Platze, schon namentlich wegen der Nähe der Kliniken und der Stadt selbst. Bei Grünberg habe er neben den Vorteilen auch die Schattenseiten der Plätze geschildert, dagegen habe er den Platz in Lich als den geeignetsten befunden, wenn nicht Gießen in erster Linie in Frage kommen solle. Bürgermeister Weidner: Es sei gesagt worden, dem betreffenden Orte erwachse durch die Errichtung der Anstalt kein Vorteil. Es sei dies aber doch der Fall, und die Stadt Gießen wisse dies ganz genau. - Die Darmstädter wollten die Anstalt nicht in ihrer Gemarkung haben. Gießen sei der teuerste Platz, in Grünberg seien die Produkte billiger wie in Gießen, und dies spreche nicht für Gießen. Es liege gar kein Grund vor, von dem Lande ab- ruseben und er bitte, den Kommissionsantrag anzunehmen. Mühlenbesitzer Falck: Die Kommission set der Ueberzeugung, daß. der Platz in Gießen nicht fehlest, sondern nur der mindestwerteste sei gegenüber den anderen Plätzen. Auf dem Lande konnten sich die Siechen ungeniert und frei bewegen, was ber Gießen nicht der Fall sei Er habe dreimal den Gießener Platz angesehen und sich einmal durch die Soldaten durchürbeiten müssen, urtt zu demselben zu gelangen Erhalte'den Platz fir ungeeignet. Er'habe aus'statistischen Quellen dte Nahrungs- mittelpreise festgesetzt und gefunden daß Milch, Butter, Eier, Brot und Fleisch in der Stadt teurer sei tote aus dem Lande, und das gäbe schon einen Ausschlag von etwa 6000 Mark. Er könne keinen Grund finden, der zu Gunsten Gießens spreche und er bitte, sich mit dem Kommisfions- । bericht einverstanden zu erklären. Oberbürgermeister Gnauth: Geheime Ober- ; baurat von Weltzien habe in seiner Vorlage über die Platz- Anstalten keine Aufnahme finden konnten), und bemerkte I ferner, daß Seine Durchlaucht der Fürst zu Solms-Hohen- I solms-Lich einem Wunsche des Ortsvorstandes willfahrend, I das Gesuch der Stadt Lich befürworte. Das Wort wurde hierauf Herrn Justizrat Dr. Geyger erteilt. Derselbe hat Bedenken, ob der Platz I in Gießen die nötige Ruhe habe, die die alten Leute be- I dürften. Jedenfalls müßte dort ein großer Garten an- I gelegt werden. Für das Land spreche u. a daß man bort 1 eine kleinere Anstalt einrichten könne und die Leute sich I dort freier bewegen könnten. Er sei der Meinung, man I solle lieber an verschiedenen Orten kleinere Anstalten errichten. Auch könnte man Sieche in Familien geben, wo I dieselben sich noch etwas beschäftigen könnten. Geheim e Regierungsrat Dr. Braden bemerkte, daß die Notwendigkeit der Erbauung enter Stechen- anstalt vorliege und daß von feiten des Kreisamtes Friedberg vor langer Zeit die Anregung hierzu gegeben worden sei. Unzweckmäßig sei, die Anstalt auf einzelne Gemeinden zu verteilen, da nicht nur alte Leute in die Anstalt kommen würden. Diese blieben wohl meistens in der FamUte. Man müsse sich sagen, daß es eine Notwendigkeit sei, eme An- | statt zu erbauen; er habe mit Interesse den Parschlag des Provinzialausschusses gelesen und gefunden, daß Gießen geeignetste Platz für die Anstalt sei, da in Gießen sich alles vereinige zum Besten der Siechen. Oberbürgermeister Gnauth weist daraus hm, daß die Kosten erheblich größer würden, wenn man zedem Kreis eine Anstalt geben wolle, da doch jebe Anstalt ihr Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude haben müsse. Auch I halte er die Unterbringung von Siechen m Privatpflege nicht für möglich, , K Bürgermeister Weidner hebt hervor daß es sich eigentlich nur um die Platzfiage handle. Die Notwendigkeit der Errichtung eines Siechenhauses hege vor. Cr habe sich bemüht, bezüglich der Platzfiage m Gießen nut der Kommission eine Verständigung zu erzielen, aber er sei mit der Kommission der Ueberzeugung, daß in dte Nahe der Kaserne eine solche Anstalt nicht gehöre. Ande^wo I seien derartige Anstalten nicht in den Städten errichtet, sondern auf dem Lande. Er finde es für unrichtig, die I Siechen in einer Stadt unterbringen zu wollen, da doch I auf dem Lande allein! Erholung gesucht werde. Grunberg I biete einen der schönsten Plätze, und er bitte die Herren von I Gießen, ihren Antrag fallen zu lassen und dem Antrag I der Kommission, der auf Grünberg laute, zuzustimmen. Oberbürgermeister Gnauth bemerkte, daß I Medizinalrat Dr. Eschhacher-Freiburg in fernem Jahres- I berichte sage, der Grund der billigen Verpflegung sei nut | darin zu finden, daß sich die Anstalt in der Nähe einer I großen Stadt befinde, und Medizinalrat Dr. Ludwig zu I Heppenheim habe seine Ansicht dahin ausgesprochen, daß I die Anstalt nur dann gedeihen könne, wenn ste m oder doch I ganz nahe bei Gießen errichtet werde. Auch der Pro- I vinzialtag in Darmstadt habe die Errichtung emer Stechen- I anstatt für die Provinz Starkenburg unter der Bedingung I beschlossen, daß dieselbe in der Nähe von Darmstadt erbaut frage betont, daß gerade die Nähe der Kliniken es wünschenswert erscheinen lasse, die Anstalt in der Nähe der Stadt zu erbauen. Das Exerzieren gehe jenseits der Straße aus dem Trieb! vor sich und sei für die Anstalt nicht störend. Nicht die materiellen Vorteile, sondern das Interesse der Siechen, das «Nein maßgebend sei, habe ihn bewogen/sich fürs Gießen- auszusprechen. Dort seien auch die Nahrungsmittel nicht so teuer wte Herr Falck glaube, wenn größere Abschlüsse gemacht würden; die Milch für Stadtarme koste z. B. im Liter 13 Pfennige Bürgermeister Zimmer bemerkt, daß die Wasserfrage für Grünberg geregelt sei, da dreimal so viel Wasser geliefert werden rönne als notwendig wäre. Die Stadt Lich könne dies) nicht bieten. Da sich die vom Provinzialtag ernannte Kommission einstimmig für Grunberg ausgesprochen habe, so bitte er den Provinztattag, zu beschließen, daß das Siechenhaus in Grünberg zu erbauen sei. Es entspinnt sich nun noch eme längere Debatte darüber, ob für den Fall, daß Gießen nicht als Ort für die Erbauung der Siechenanstalt bestimmt werden solle, die Stadt GießeN und event. auch die Stadt Frredberg und der Kreis Lauterbach als berechtigt angesehen werden könnten, sich von der Beteiligung an den Kosten dieser An- | statt zurückzuziehen und ähnlicheAnstalten für' sich zu errichten, und ob es in diesem Falle zweckmäßig sen überhaupt die Errichtung einer Siechenanstatt zu beschließen. An der Diskussion beteiligten sich die Abgeordneten Arnold, Gnauth, Geißler, Dr. Gutfleisch, Dr. Geyger, Falck, Schmal- bach und Weidner, sowie der Großh. Kxeisrat Dn Wallau, welch' letzterer noch besonders betonte, daß die, Snche nur I dann gefördert und den Siechen am zweckmäßigsten geholfen werde, wenn die Anstalt in Gießen.erbaut wi^de. I Nachdem diese Debatte beendet war, schloß der Vor- I sitzende die Verhandlung und richtete an den Provmzialtag 3,Will der Provinzialtag die ^richtung emer Pro- vinzialfiechenanstalt in Grünberg beschließen? Für diesen Antrag sttmmten 7 Abgeordnete, bei der Gegenprobe waren 9 Abgeordnete dagegen; 3 Abgeordnete enthielten sich der Abstimmung. Der Antrag ist somit gefallen. Hierauf stellte der Vorsitzende folgende weitere Fragen den Provinzialtag: . , „ 1. Will der Provinzialtag die Errichtung eurer Pro- vinzialsiechenanstalt für zunächst 250—300 Pfleglinge nach Maßgabe des vorliegenden generellen Planes, jedoch unter Berücksichtigung der in Anregung gebrachten Abänderungen (cfr. Pos. I. des Protokolls vom 16. Juni 1900) in Gießen und zwar auf dem von der Stadt Gießen unentgeltlich angebotenen Gelände beschließen? 2. Will der Provmzialtag den Provinzialausschuß er - mächttgen, die zu rund 600 000 Mark veranschlagten Anlagekosten — insoweit dieselben nicht aus dem eigenen Vermögen der Provinz bestritten werden können — durch Aufnahme eines mit höchstens 4 Prozent zu verzinsenden und mit mindestens einhalb Prozent jährlich zu tilgenden, Mlehens zu beschaffen und danach die Anstatt iw Rahmen dieses Gesamtkredits zu erbauen und bezugsfertig herzustellen? t , 3. Will der Provmzialtag die von den verpflichteten Armenverbänden für die Pfleglinge zu vergütenden Pflegekosten auf 10 Mark pro Monat (120 Mark pro Jahr), diejenigen der Pfründner, welche in einzelnen kleineren Zimmern untergebracht werden sollen, dagegen auf 30 Mark pro Monat (360 Mark pro Jahr) festfetzen? Ueber jede der einzelnen Fragen wurde besonders nb- qestimmt, und sämtliche Fragen wurden gleichmäßig mtt je 13 Stimmen bejaht. Drei Abgeordnete enthielten sich der Absttmmung. _ , Ta von 19 anwesenden Abgeordneten 13 bie vorstehenden Fragen 1—3 bejaht haben, so ist die nach Art. 38 Abs. 2 der Kreis- und Provinzialordnung erforderliche Stimmenmehrheit von zwei Drittel der Mstimmenden vorhanden, und somit die Erbauung der Provrnzralsrechen- anstalt in Gießen beschlossen. Hierauf erklärte der Vorsitzende die Sitzung des Provinzialtages für beendet. Der Vorsitzende ; Die Urkundspersonen: v. Bechtold. L. Heyligenstaedt. Rabenau. Protokoll der dreißigste» Sitz»»g des Provi»zialtagS der I Provinz Oberhefseu. Geschehen Gießen, den 4. Juli 1900. 1. d^r^Vorsitzende: Großh. Provinzialbirektor Geheime-! rat von Bechtold, 2. Großh. Regierungsrat Dr. Wagner, Gießen, 3. .Großh. Kreisrat Geheime Regierungsrat Dr. Braden, I 4. Großh. Kreisrat Dr. Melior, Alsfeld, 5. Großh. Kreisrat Dr. Wattau, Lauterbach, 6. Großh. Kreisamtmann Bohn, Schotten, 7. der Provinzialbaubeamte Großh. Krersbau-^nspektor I Stahl, Gießen, 8. Geheime Oberbaurat v. Weltzien, Darmstadt, 9. Medizinalrat Dr. Haberkorn, Gießen, 10. die Provinzialtagsabgeordneten: Bürgermeister Alles, Nieder-Florstadt, Bürgermeister Arnold, Alsfeld, Heinrich Brauer, Ober-Ofleiden, Beigeordneter Braun, Nidda, Mühlenbesitzer Falck, Friedberg, Bürgermeister Fendt, Schotten, Bürgermeister Geißler, Lollar, Justizrat Dr. Geyger, Assenheim, Oberbürgermeister Gnauth, Gießen, Justtzrat Dr. Gutfleisch, Gießen, Kommerzienrat Heyligenstaedt, Gießen, Graf Oriola, Büdesheim, Gutsvachter v. Oven, Hungen, Oberamtsrichter Rabenau, Büdmgen, I Landgerichtsrat Dr. Schäfer, Gießen, Bürgermeister Schmalbach, Crainfeld, Ingenieur Schiele, Gießen, Bürgermeister Weidner, Herchenhain, Bürgermeister Zimmer, Grünberg, 11. die Mitglieder des Provinzialausschusses.: Gutsbesitzer Schade, Altenburg, Bürgermeister Stöpler, Lauterbach, Gutsbesitzer Oekonomierat Schlenke, Hardthof, 12. der Protokollführer: Büreauvorsteher Schiffme. Der Vorsitzende begrüßte die Erschienenen und stellte die Beschlußfähigkeit des Provinzialtages, fest. .Es fehlten entschuldigt die Abgeordneten Geheime Kommerzienrat Buderus, Hrrzenhcnn, Mühlenbesitzer Erk, Nidda, Justizrat Jöckel, Friedberg, Bürgermeister Ohnacker, Nreder-Ohmen, Johannes Rerbling L, Brauerschwend, Graf zu Solms-Laubach, Erlaucht, Kommerzienrat Trapp, Friedberg, Kommerzienrat Wenzel, Lauterbach, Bürgermeister Zinser, Schlitz. Hierauf wurden die Mgeordneten Kommerzienrat Heyligenstaedt und Oberamtsrichter Rabenau zu Urkundspersonen bestellt. „r Der Vorsitzende erklärte hierauf dre Beratung über Errichtung einer Provinzial-Sichenanstalt für eröffnet und leitete dieselbe mit der Bemerkung ein, daß der Provinzialausschuß eine Ausgleichung der vorhandenen Differenzen ersfieben und dem Provinzialtag neuerdings eine Ausführung des vorliegenden Projektes, unter erheblicher Abänderung der ursprünglich angeforderten Summe vorgeschlagen habe. Bezüglich der Platzfrage sei zu bemerken, daß der Provinzialausschuß auf seinem früheren Beschluß beharre. Dem Zwecke, den die Anstalt erreichen solle, sei damit am besten gedient. Der in Gießen ausersehene Platz entspräche allen Voraussetzungen die in einem solchen Falle zu stellen seien. Die Bestrebungen, durch Errichtung der Anstalt an einem anderen Ort der Provinz dem betteffenden Städtchen einen materiellen Vorteil zuzuführen, seien gewiß wohlgemeint, es frage sich aber, ob der höhere Zweck, eine Anstalt von Bedeutung in einer ganz besonders dazu aeeigneten Stadt tote es Gießen in der That sei, nicht schwerer ins Gewicht falle, als die Zuwendung vermeintlicher finanzieller Vorteile an einem anderen Orte der Provinz; er bitte, den Anträgen des Provtnztalausschusses Der Protokollführer: Schiffnie.___. Bekanntmachuuk. Betr.: Die Kontrollvorschriften über das Reinigen von Bierdruckapparaten; hier: die Bestellung eines Kontrolleurs in der Stadt Gießen. Zur Vornahme von Revision der in hi-fig-r Nadt im Gebrauch befindlichen Bierdruckvorrichtungen suchen wir eme fachmännisch gebildete Persönlichkeit. Jn- Bewerber belieben sich bis 15. August dsS. IS. unter Angabe ihrer Ansprüche bei unterzeichneter Behörde zu melden. Gießen, den 25. Juli 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Milosch damals nicht nur hochbetagt — er stand im Alter von etwa achtzig Jahren — er litt auch an einer uu- heilbaren Krankheit. Er starb am 26. September 1860. Sein zweitältester Sohn Michael, der bereits nach der Thronentsagung seines Vaters im Jahre 1839 und nach dem Tode seines älteren Bruders Milan (dieser starb am 8. Juli desselben Jahres) kurze Zeit regiert hatte, übernahm die Regierung zum zweiten Male nach dem Ableben, seines Vaters. Die Jahre, die er im Exil verlebt hatte, waren für ihn nicht nutzlos vorübergegangen. Er hat sich im Ausland eine vielseitige und gründliche Bildung angeeignet, trat äußerst human und freundlich auf und war für das Wohl seines Landes aufs beste bedacht. Er war mit einer Gräfin Hunyadi vermählt. Die Ehe war aber nicht glücklich, sie blieb auch kinderlos. Indessen war 'doch der Fürst eine zu fein gebildete Natur, um öffentliches Aergernis zu geben. Seine Gemahlin lebte getrennt von ihm in einem Badeort, und es ist eine Ver- läumdung, wenn ichrn eine Liebelei mit seiner Cousine nachgesagt wird, die mit ihm gleichzeitig im Park von Toptschiden am 10. Juni 1868 ermordet wurde. Eine zweite Dame, die gleichfalls von den Kugeln der Mörder getroffen worden war, kam mit dem Leben davon. Sie Bekauotmachung. Der Ortsvorstand zu Hungen beabsichtigt, mit dem am 17. September d. IS. zu Hungen stattstndenden Prämiierungsmarkte (Faselschau) eine Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen Geräten zu verbinden. Großherzogliches Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 5000 Lose, zu 1 Mk. das Stück, ausgegeben werden dürfen, und mindestens 60 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose in der Provinz Oberhessen gestattet worden. Gießen, den 24. Juli 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Die Frauen im Hause Obreuowitsch wäre die passende Ueberschrist für ein überaus inhalt- reiches und interessantes Kapitel in der Geschichte des modernen Serbiens. Es ist merkwürdig, welche bedeutende Rolle die Frauen in allen politischen Wandlungen dieses Landes gespielt haben, seitdem es von der Familie Obreiw- witsch regiert toirb; Auch das Schicksal des Königs Alexander, der trotz seiner vierundzwanzig Jahre bereits eine politische Vergangenheit hat, scheint sich jetzt durch eine Frau erfüllen zu wollen. Ter Begründer dieser Dynastie war der Bauer Milosch Obreuowitsch, der diesem Familiennamen zu Ehren seines Halbbruders, Obren, bei dem er gedient hatte, sich beilegte. Seine Teilnahme an dem Aufstande gegen die türkische Herrschaft ist geschichtlich bekannt. Milosch war nach unseren Begriffen ein ungebildeter Mensch, da er weder lesen noch schreiben konnte. Die Regierungsdekrete pflegte er nach Analphabetenart mit drei Kreuzen zu zeichnen. _ Nichtsdestoweniger war er ein Mann von großer Tapferkeit und vieler Begabung, ein geborener Staatsmann und Organisator. Außer seiner serbischen Muttersprache sprach er nur noch ein wenig russisch: als er jedoch bei einem Besuch in Petersburg wegen seines schlechten Russisch von den Würdenträgern des dortigen Hofes etwas gehänselt wurde, wies er die Hofschranzen so derb zurück, daß ihnen dch Lust verging, ihn fürder zu necken. Zu Hause ließ er sich stets aus guten deutschen und französischen Büchern vorlesen, d. h. die Vorleser mußtenj ihm den Inhalt der Bücher ins Serbische übertragen. In der kleinen, aber gewählten Hausbibliothek des Fürsten, die noch jetzt im Parkhäuschen von Toptschider aufbewahrt wird, finden sich gute nationalökonomische Schriften in deutscher Sprache und — die Werke Voltaires! Man tarnt; süh! soweit ungefähr denken, wessen Geistes Kind dieser Bauer war. Seine Frau, die Knjäsin Militza, war ihm durchaus ebenbürtig. Ebenfalls einer Bauernfamilie entstammend, war sie voller Thatkraft und überaus mutig, dabei poütrsch sehr rege; sie unterhielt sogar oft hinter dem : Rucken des fürstlichen Gemahls Beziehungen zur Oppo- i fitum. Sie wußte, daß. der Fürst es mit der eheliche Treue nicht allzu genau' nahm. Darüber setzte sie sich aber tn der Regel hinweg; nur durfte es zu keinem Skandal kommen. Eines Tages brachte sich Fürst Milosch ein hübsches „Stubenmädchen" von auswärts mit, mit dem er vor aller Augen eine Liebelei anfing. Fürstin Militza verbot dies der Schönen, und als diese trotzdem dem Fürsten ihre Gunst zuwandte und damit noch prahlte, schoß die betet» Militza das Mädchen nieder und verließ das Haus. Milosch geriet in Wut, als er von dieser schrecklichen That erfuhr; er eilte der Fürstin nach und schwor hoch und teuer, er werde sie niederschlagen, wann und wo er ste treffe., Indessen floh die Frau nicht weit. Kaltblütig wartete fte den erzürnten Gatten ab und deutete ihm kachelnd an, daß er höchstwahrscheinlich den sehnsuchts- voll erwarteten Stammhalter mit erschlagen werde. Mi- kosch war besänftigt; er küßte der mutigen Dame die Hand und brachte sie in sein Haus zurück. . kluge Frau hörte aber Frau Militza nicht auf, mit den Gegnern ihres Mannes, denen sein strenges und eigennütziges Regiment verhaßt war, zu intriguieren. Sie hätte Milosch zur Abdankung gezwungen h^rVU^nb f,tble Regentschaft für den unmündigen Erben hatte fuhren können. Endlich, war die Sache so weit ba$ rebl,e,..ef^Wina den Fürsten Milosch ab- («nniipj5!1"6 ®riI°t2lnSl vom 12. Juni 1839, daß er zu !eincsB n“cWer jung verstorbenen Sohnes Milan W?wÄs1« bsm Bescheid angenommen, daß er und die Fürstin das Land zu verlassen hätten Tip föfuhfrh I «na schickte eine Abordnung an den Fürsten um chm d e Landesverweisung mitzuteilen. 'Milosch empfing die Leute sehr rilhig und äußerte vornehm: „Ich drünci?mick nickt n-' 9 wUfs s^1' ?^e .""ch glücklicher zu werden, iswo- ™ " »-eS 'Sm™“ »»‘SÄWiR öffentliche Ruhe zu sorgen hatte, wurde streng verbot^ dem abgesetzten Fürsten fürstliche Ehren zu erweisen. ' Bekanntlich wurde der alte Milosch Obreuowitsch, nach- I verlotterten Karageorgewitsch völlig abgewirtschaftet hatten, am 23. Dezember 1858 wieder auf den Thron Serbiens berufen. Er hatte zwar versprochen konstitutionell zu regieren, aber es fiel ihm sehr schwer' sich in die neuen Verhältnisse zu schicken. Am meisten ärgerte er sich darüber, daß ihm die Finanzverwaltuna monatlich seine Civilliste auszahlen ließ. Indessen war trug noch fünfundzwanzig Jahre später die irgendwo in ihren Körper eingekapselte Kugel mit sich herum, „als ein abschreckendes Beispiel serbischer Grausamkeit in der Politik", wie sie sich auszudrücken pflegte. Die Dame erwies sich durchaus würdig, als die gewesene Freundin des unglücklichen Fürsten Michael zu gelten, da sie eine Frau von vornehmer Gesinnung war. Wie wenig Wahrheit an dem Gerede von dem Liebesverhältnis des Fürsten mit seiner Cousine war, zeigte das Benehmen der Fürstin, als sie die Nachricht von der Schreckensthat in Toptschider vernahm. Ihr Arzt hatte davon in der Zeitung gelesen ! und eilte zu der Fürstin, um zu erfahren, ob sie bereits : von dem Morde gehört hatte. Diese, der ebenfalls die Mordthat mitgeteilt worden war, empfing den Arzt mit Entsetzen: „Was sagen Sie zu dieser Belgrader Gemeinheit?" war das Einzige, was sie hervorbringen konnte. Erst später hat die serbische Nation erfahren, was sie an dem milden und hochherzigen Fürsten verloren hatte. ___________Schluß folgt._______________ Politische Tagesschau. Die Eisenbahnmiuister der deutschen Staaten scheinen sich im Erlaß von Verfügungen und Reformen überbieten zu wollen. Unlängst hatte bekanntlich der preußische Verkehrsminifter, v. Thielen, das Grüßen der Eisen- bahnbeamten zum Gegenstand einer Verordnung gemacht. Sein bayerischer Kollege hat auch sofort einen alten Erlaß wieder aufgefrischt, in dem es heißt: „Man hat die Wahrnehmung gemacht, daß einzelne Abfertigungs- oeamte bei Ausübung ihres Dienstes eine nachlässige und gleichgiltige Haltung beobachten, den Uniformrock offen tragen rc. Da dies Gebühren geeignet ist, das Ansehen der Beamten auch in den Augen des reisenden Publikums zu schädigen, ... so bringt die Generaldirektion in Erinnerung, daß sämtliche Abfertigungsbeamte beim Verkehren von Zügen mit Personenbeförderung künftighin unter Wahrung einer dienstgemäßen und dienstförderlichen Haltung in geschloffenem Uniformrock oder geschloffener Bluse mit einfarbigem, dunklem Beinkleid und roter Mütze zu erscheinen haben. Wird dabei der Dienstmantel getragen, so ist unter diesem der Dienstrock oder die Bluse geschloffen zu halten Das Tragen von Hausschuhen im Zuge ist unter allen Umständen verboten. Gegen Zuwiderhandelnde soll mit Strenge eingeschritten werden." Und angesichts solcher Verordnungen behaupten nörgelnde Menschen noch, daß unsere Eisenbahnminister die Bedeutung des Wortes, nach dem unsere Zeit im Zeichen des Verkehrs steht, diesem also alle erdenklichen Konzessionen gemacht werden müssen, nicht richtig ersaßt haben. Daß das Gegen- teil der Fall, beweist doch zum Ueberfluß auch die Meldung, wonach für die Beamten des höheren Dienstes der bayerischen Staatsbahnen demnächst neue Titel geschaffen werden sollen, und zwar sollen die Sekretäre der Generaldirektion und der Oberbahnämter den Titel „Assessoren" erhalten, die Inspektoren des inneren Dienstes bei der Generaldirektion und den Oberbahnämtern „Direktionsräte 2. Kl.", die Oberinspektoren aber Direktionsräte 1. Kl. oder Regierungsräte werden. Der Titel Direktionsräte bei den Oberbahnämtern würde allerdings die Umbenennung der Oberbahnämter in „Direktion" bedingen. Die bisherigen Generaldirektionsräte würden den Titel „Geheime Regierungsräte" bekommen. — „DirektionSrat" klingt ganz besonders schön. Winston Spencer Churchill, der Kriegsberichterstatter der „Morning Post", ist nach London zurückgekehrt und hat einem Vertreter der Zeitung allerlei Eindrücke und Ansichten über den Krieg in Südafrika mitgeteilt. Churchill sieht nicht den Krieg, sondern nur die große Operationen für beendet an. Ein gewisser Teil des Buren- Heeres sei unversöhnlich, und dieser werde bis zum Tode kämpfen oder bis er in eine solche Lage g-drängt worden sei, daß weiterer Widerstand hoffnungslos wäre. Die gewaltige Ausdehnung des Landes mache es sehr schwierig, mit diesen Leuten fertig zu werden, doch da jetzt die Bahn zur Truppenbeförderung verwandt werden könne, sei die Frage der rückwärtigen Verbindungen nicht mehr von so vitaler Bedeutung, besonders da die Natal- und Freistaatlinien in englischen Händen seien. Wahrscheinlich würden sich die nächsten britischen Operationen gegen die Delagoabai-Bahn richten, lleber die Lehren des Krieges meinte Churchill, daß der Kavallerist, dem Lanze und Säbel nur ein Hindernis fei, mit feinem Karabiner dem Gegner gegenüber sehr im Nachteil sei. Die Kavalleristen müßten eine gute Feuerwaffe erhalten, und nicht die Infanterie müsse reiten, sondern die Kavallerie schießen lernen. Es sei Unsinn, zu behaupten, der Bur sei ein berittener Infanterist; er sei Kavallerist, ein vorzüglicher Reiter. Der Verwendung der berittenen Infanterie zu Zwecken, zu denen sie nicht bestimmt gewesen, seien einige der „unglücklichen Zwischenfälle" zuzuschreiben. Die Verwendung der Artillerie, die älter als die der Buren wäre, sei nach falschen Ideen geschehen. Das Mausergewehr habe eine bessere Ladevorrichtung, als das Lee- Metford-Gewehr, außerdem fei ersteres mehr für den Durch- fchmttsschützen, letzteres für den besseren Schützen geeignet« Die britische Armee stände im Punkte der Bewaffnung siebenJahre hinter denZeiten zurück. Die Zwischenfälle an der Bahnlinie seien hauptsächlich dem Stab zuzuschreiben. Dann hätten Lord Roberts' und Lord Kitchener'S persönlicher Einfluß hauptsächlich dazu beigetragen, daß die großen Vorteile errungen wurden. Aus Stadt und Kand. Gießen, 26. Juli 1900. ** Das Regierungsblatt Nr. 55 vom 23. Juli hat zum Inhalt: Bekanntmachung, die Ausgabe von Schuldverschreibungen aus den Inhaber betreffend. ** Vom Gewerkfchaftskartell. Wie wir hören, hat sich Herr Gewerbe-Inspektor Engeln bereit erklärt, Sitzungen des Gewerkschastskartells, in denen gesetzliche Bestimmungen zur Diskussion stehen, sofern ihm Einladungen dazu zugehen, beizuwohnen. Dieser Entschluß des Herrn Gewerbe-Inspektors ist u. E. nur zu billigen, und kann zur Vermittlung der Gegensätze zwischen Arbeitgebern- und Arbeitnehmern nicht unwesentlich beitragen. ** Prüfung für Hauptlehrer rc. Nach Artikel 33 des Volksschulgesetzes soll im Laufe des Dezember d. I. eine „erweiterte Prüfung" (Prüfung für Hauptlehrer und Lehrer an höheren Bürgerschulen) stattfinden. Unter Hinweis auf § 38 der Verordnung vom 10. Januar 1876, die Prüfungen für das Lehramt an Volksschulen betreffend, werden diejenigen Lehrer, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, aufgefotbert, ihre an die Ministerial- abteilung für Schulangelegenheiten zu richtenden Gesuche nebst den erforderlichen Anlagen bis spätestens zum 15. September d. I. bei der betreffenden Kreisschulkommission einzureichen. ** Lehrerpenfio«. Von der Schulbehörde ist nun an- geordnet, daß den alten pensionierten Lehrern Hessens nunmehr der pensionsfähige Anschlag der Wohnung mit ihrer andern Pension regelmäßig ausbezahlt wird. Seither war sie nur zweimonatlich erhältlich. Von jetzt ab beziehen die pensionierten Lehrer sie monatlich aus Großh. Hauptstaatskasse bezw. Distriktseinnehmerei pränumerando. ** Kindergarten. Einen freudigen Anblick bot uns vorgestern der Ausflug der Zöglinge des Kindergartens von Fräulein Thielmann nach dem schön gelegenen Philosophenwald, um dort das So mm er fest zu feiern. Die stattliche Zahl von Kindern, begleitet von den Eltern, zeigte uns ein Bild der inneren Herzensfreude der Kleinen, im Bewußtsein, geschmückt und gefeiert zu fein. Die Bewegungsspiele sanden bei der sie umstehenden Zuschauerschar lauten Beifall. Die Leiterin, die trotz ihres jugendlichen Alters doch außerordentliches Verständnis für die bildende Erweckung des kindlichen Gemüts hat, zeigte damit die schönen Erfolge, die sie mit ihren Zöglingen im Kindergarten gemacht hat. Nachdem nun die fleißigen Kleinen ihr Bestes zur Erfreuung der Eltern gethan, wurde ihnen seitens der Leiterin eine kleine Erinnerung mitgegeben, die von Liebe und Anhänglichkeit zu ihnen zeugte und bei Allen erneute Freude hervorrief. Und so sand das schöne Fest ein allgemein befriedigenden Abschluß, und es hat wieder gezeigt, wie gut unsere Kleinen im Kindergarten aufgehoben und welch ersprießliche Fortschritte unter den Kleinen zu verzeichnen sind. ** Wohlthätigkeils Verein Contentia. Wie wir hören, giebt der Wohlthätigkeits-Verein „Contentia" am Montag, vem 30. d. tDi. in Steins Garten ein großes Wohl- thätigkeits-Konzert unter Mitwirkung der RegimeutS- kapelle des hiesigen 2. Großh. Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Krauße, sowie des Bauer'schen Gesangvereins und jedenfalls auch der Gießener Turnerschast. Da der Reinertrag zugunsten der nach China gegangenen Freiwilligen, speziell derAngehörigendeshiesigenRegimentS verwendet werden soll, ist dem Verein eine recht ergiebige Einnahme zu wünschen. Alles Nähere ergeben die erscheinenden Annoncen. ** Ausgabe neuer Briefmarken. Die Ausgabe der neuen Briefmarke zu drei Mark ist zum 1. August zu erwarten. Der Zeichnung der Drei-Mark-Marke ist ein Motiv von einem größeren Bilde von W. Pape zugrunde gelegt: sie zeigt die Enthüllung des Denkmals Kaiser Wilhelms des Großen in Berlin und trägt die Inschrift: 1797— 22. März 1897. Ihre Fatbe ist violett. Die Ausgabe der Briefmarke zu 5 Mark ist auf den 1. September festgesetzt. Im Herbst ist dann die Ausgabe der besonderen Briefmarken und Wertzeichen für unsere Schutzgebiete und Postanfialten im Auslande zu erwarten. Laubach, 24. Juli. Dem schriftlichen Maturitätsexamen hatten sich am hiesigen Gymnasium 6 Abiturienten unterzogen, 5 derselben unterwarfen sich dem mündlichen Examen, bei dem als Vorsitzender der Prüfungskommission Gymnasialdirektor Prof. Dr. Balser fungierte. Sämtliche Examinanden bestanden die Prüfung; 3 werden Jurisprudenz, 1 Mathematik, 1 Forstwirtschaft studieren. Unter den Abiturienten befindet sich auch der jüngste Sohn des hiesigen Grafen. Angersbach, 22. Juli. Ein Beispiel seltener Diensttreue und Beständigkeit fand am 21. ds. Mts. auf der Freiherrlich Riedesel'schen Ziegelei bei AngerSbach durch die Feier des Arbeiterjubiläums des Arbeiters Johann Georg Eifert von Angersbach die verdiente Würdigung. Eifert ist feit 50 Jahren ununterbrochen in dem genannten Etablissement als Arbeiter thätig; er hat die Ziegelei in ihren bescheidenen Anfängen gesehen und arbeitet heute noch in dem Großbetrieb tu ungestörter Rüstigkeit fort, allgemein geachtet und durch seine Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit von seinen Arbeitgebern anerkannt und wertgeschätzt. Dies zeigte der Verlauf der Feier, zu der sich auch die Mitglieder der Freiherrlichen Familie, Major Friedrich Riedesel Frei- Herr zu Eisenbach, Rittmeister Hans Riedesel Freiherr zu Eisenbach und Albrecht Riedesel Freiherr zu Eisenbach, der Freiherrliche VerwaltungSches, Forstmeister Eulefeld, sowie KreiSrat Dr. Wallau einsanden. Letzterer überreichte vor dem versammelten Ziegeleipersonal dem Jubilar die Verdienstmedaille „für treue Arbeit". -z. Geilshausen, 24. Juli. Schöne Steuerblüten treibt die Vermögenssteuer schon. Vor uns liegt das Schreiben eines Vorsitzenden einer Steuer-Veranlagungs- kommission, worin es heißt: „Zu Ziffer 1, 5 wäre anzugeben, in welcher Weise die hier aufzunehmenden Kapitalansprüche bewertet wurden. Hierfür ist in erster Linie der Rückkausswert, d. h. der volle Betrag, zu dem die Versicherungsanstalt die Police zurückkaufen, würde maßgebend, dessen Nachweis dann noch zu erbringen wäre. Eine Anrechnung mit 2/3 der Summe der seit Beginn der Versicherung eingezahlten Prämien oder Kapitalbeiträge tritt nur ein, soweit sich ein Rückkaufswert nicht feststellen läßt. diesem Falle wäre noch anzugeben, seit wann, mit welchem Kapitalbetrag, gegen welche jährliche Prämien und aus welchen Zeitpunkt versichert wurde." Fehlt also bloß noch: die Police ist aus dem Steuerkommiffariat zu deponieren, das Geld wird ev. durch das Steuerkommiffariat nach Abzug der gesetzlichen Verwaltungskosten vermittelt. Das ist wirklich eine nette Vormundschaft! Da die Angaben aber ganz richtig angegeben waren, so wurde dies dem betr. Steuerkommiffariat per Postkarte kurz mitgeteilt, worauf ein unfrankiertes Schreiben des Inhalts eintraf: „Da das Schreiben der dienstlichen Form entbehre, werde es hierdurch zurückgegeben". Stehen die Steuerzahler in dienstlichem Verhältnis zum Steuer- ^ommiffariat? -m Vom höheren Vogelsberg, 25. Juli. Bei der nun schon geraume Zeit andauernden, fast tropischen Wärme können die Bewohner des höheren Vogelsbergs mit ihrer Heuernte endlich zu Ende kommen. Der Schnitt fällt im Vergleich zum Vorjahre spärlich aus. Die Kartoffelfelder zeigen durchweg ein sehr gutes Aussehen, sodaß eine reichliche Ernte dieses namentlich für die gering bemittelten Klaffen so bedeutenden Nahrungsmittels, zu erhoffen ist. Darmstadt, 24. Juli. Unter herzlicher Anteilnahme seiner Freundes- und Bekanntenkreise wurde gestern abend aus dem Bessunger Friedhöfe der am Samstag nach längerem Leiden verstorbene Profeffor Dr. Karl Landmann zu Grabe getragen. Zahlreich vertreten waren besonders das Lehrerkollegium des hiesigen Realgymnasiums, an dem der Verblichene zuletzt gewirkt, und die Vorstände des hiesigen Litterarischen Vereins und des Richard Wagner-Vereins Darmstadt. Profeffor Landmann, der am 8. Febrnar l. Js. seinen 70. Geburtstag feiern durfte, hat als Lehrer, bezw. Direktor in den Städten Offenbach, Worms, Gießen, Groß Umstadt und Darmstadt lange Jahre in reichem Segen gearbeitet. Nach seiner Ruheftandsversetzung entfaltete er eine ausgedehnte litterarische Thätigkeit in zahlreichen wissenschaftlichen und musikalischen Zeitschriften, die seinem Namen über die Grenzen unseres engeren Vaterlandes hinaus einen guten Klang verschafften. Sein Lieb- lingsgebiet war die altgermanische Sagenwelt, und die eingehende Beschäftigung mit ihr machte ihn früh zum warmen Verehrer Wilhelm Jordans, für den er wiederholt in Wort und Schrift eingetreten ist. bm. Mainz, 25. Juli. Der frühere hessische Notar, Justizrat Dr. Lipp old, eine weit über die Grenzen von Mainz bekannte und hochgeschätzte Persönlichkeit, begeht morgen in voller Rüstigkeit seinen 90. Geburtstag. Dr. Lippold, der in früheren Jahren Notar in Oppenheim war, gehörte zu der Deputation, die im Kriegsjahre 1871 dem General v. Werder einen Ehrensäbel überreichte, weil durch dessen thatkräftiges Eingreifen verhütet wurde, daß sch l[aniÖ^e @cneraI Bourbacki die deutsche Grenze über- Mainz, 24. Juli. Als kürzlich aus China die Nachricht emtraf, daß in Peking sämtliche Mitglieder der deut- scheu Gesandtschaft und die zu ihrem Schutze in Peking befindlichen Mannschaften der deutschen Marine ermordet worden seien, wurden auch die Namen jener Mannschaften veröffentlicht, unter welchen sich auch die Söhne zweier Mainzer Familien befanden. Der Vater eines dieser jungen Leute, der um das Schicksal seines Sohnes sehr besorgt war, hat sich nun bald nach Bekanntwerdung dieser Schreckensnachricht an das kaiserliche Marineamt gewendet und unter Zugrundelegung der gemeldeten Mitteilungen die Anfrage an dasselbe gerichtet, ob auch sein Sohn sich unter den Opfern von Peking befände. Dem Vater des jungen Mannes wurde darauf von dem Kaiserlichen Marineamt die Mitteilung, daß eine offizielle Bestätigung derRieder- metzelung der Schutztruppen der Gesandtschaft bis jetzt nicht eingelausen sei. Frankfurt a. M, 24. Juli. Gestern vormittag wurde die zur Feier des 25jährigen Bestehens des „Vereins zur Pflege der Photographie und verwandter Künste" ver- anstaltete und unter dem Protektorat des Prinzen Fried- rtch Karl von Hessen stehende Photographische Ausstellung in Frankfurt eröffnet. Ueber dreihundert Aussteller find in den einzelnen Gruppen vertreten, die in eine Abteilung für Berufs- und eine für Amateur-Photographen, eine für wissenschaftliche und Fachphotographen, photographisches NnterrichtSwesen, historische Entwickelung der Photographie und photographische Bedarfsartikel zerfallen. Die Ausstellung gewährt einen erschöpfenden Ueber- blick über den derzeitigen Stand der Photographie und weist eine Fülle brillanter unv origineller Aufnahmen, Bilder, Reproduktionen und sonstiger Erzeugnisse auf, die zum größten Teil die künstlerische Vollendung des Photo- graphischen Berufes demonstrieren. Das Arrangement verdient Anerkennung; ein elegant ausgestatteter, mit zahlreichen Photographien, darunter einem ausgezeichneten Bilde des Protektors, versehener Katalog erleichtert das Verständnis. Hanau, 24. Januar. In einer Eingabe an den Landwirtschaftsminister erörtert die Handelskammer zu Hanau die seit nicht weniger denn 28 Jahren andauernde Liquidation der deutschen Viehversicherungs-Gesellschaft „Pan", die s. Z. auf Gegenseitigkeit b gründet war. Die Mitglieder der Gesellschaft und ihre Rechtsnachfolger, die seit 1872 von der Gesellschaft nichts mehr gehört halten, wurden — und zwar zum Teil erst 1895 — mit einer Aufforderung des Liquidators zur Einzahlung eines Nachschusses von 7 Prozent der Versicherungssumme überrascht. Das Verlangen gründete sich auf einen Erlaß des Landwirtschaftsministers vom 29. April 1893, in dem konstatiert wurde, daß die bedauerliche Höhe dieses Nachschuffes die Folge der früheren langjährigen Verschleppung des Liquidationsverfahrens sei und diese wieder damit Zusammenhänge, daß infolge der „jetzt" (also 1893, nach 21 Jahren!) aufgegebenen Ausfassung, als ob die Staatsaufsicht über Versicherungsgesellschaften aus Gegenseitigkeit durch den Liquidationsbeschluß ohne weiteres erlösche, die Geschäftsführung des früheren Liquidators lange Zeit hindurch jeder staatlichen Einwirkung und Kontrolle entzogen gewesen sei. Nachdem dann durch das Eingreifen der Aufsichtsbehörde ein „geordneter Zustand" herbeigeführt sei, lasse sich erwarten, daß die Mitglieder der Gesellschaft die in ihrem eigenen Interesse liegende Beschleunigung des Liquidationsverfahrens durch prompte Einzahlung der von ihnen erforderten nach Lage der Sache nicht zu vermeidenden Nachschüsse zu fördern geneigt sein würden. Was bedeutete nun die Zusicherung, daß durch das Eingreifen der Aufsichtsbehörde ein geordneter Zustand herbeigeführt sei? Die Liquidation konnte bis heute nicht abgeschlossen werden, nach wiederum 7 Jahren! Zwar blieben Klagen wegen der Einzahlung nicht aus, zumal der frühere Liquidator vielen Versicherten s. Zt. erklärt hatte, sie seien aus der Versicherung endgiltig ausgeschlossen und brauchten in Zukunft keine Zahlungen mehr zu leisten, eine Erklärung, die natürlich nicht rechtsgiltig war, aber bei den beteiligten doch zum Rechtsirrtume führen mußte. Auch der neue Liquidator gab bei den Quittungen über den siebenprozentigen Nachschuß eine gleiche rechts- ungiltigc Erklärung ab. Abgesehen davon wird die heutige Geschäftsführung dadurch gekennzeichnet, daß einigen Mitgliedern der Nachschuß nach drei Jahren wiederholt ab- gesordert wurde und die Reklamation bei einem, der die Zahlung geleistet hatte, nach einem Jahre — der Fall mußte erst der Aufsichtsbehörde vorgetragen werden — de« Erfolg hatte, daß zunächst eine Rate zurückgezahlt wurde, der Rest wieder erst nach einigen Monaten. Ein weiteres Beispiel: in dem Rechenschaftsberichte vom 1. Mai 1899 sind 975,75 Mk. an Tantieme verzeichnet und die Aufsichtsbehörde hat die Verteilung dieser Tantieme als berechtigt anerkannt, während Tantiemen sonst nur zu gewähren sind, wenn eine Gesellschaft Ueberschüsse verzeichnen kann. Die Verwaltungskosten betrugen bei 31504,68 Mk. Passiven und 29582,47 Mk. Aktiven, die der Rechenschaftsbericht vom 1. Mai 1899 ergab, in dem letzten Jahre bis dahin 15199,90 Mk. und wurden für ein weiteres halbes Jahr mit 6800,45 Mk. eingestellt, so daß sich heute die Passiven gegenüber den Aktiven gewiß schon wieder dermaßen erhöht haben, daß eines TageS ein zweites Verfahren für die Erhebung von Nachschüssen einzuleiten ist. Gegen eine Kritik schützte sich der Liquidator dadurch, daß er seit dem 1. Mai 1899 die Abschrift der Rechenschaftsberichte verweigerte, was die Aufsichtsbehörde guthieß. Das Verfahren wird iu beteiligten Kreisen mit berechtigter Empörung erörtert; es handelt sich um zahlreiche Gewerbetreibende und Landwirte im Stadtgebiete, für die das Opfer auch kleinster Beträge äußerst empfindlich ist. Von einem Verschulden ist die Staatsregierung nicht freizusprechen, weil fie in irriger Auffassung die Aufsicht über die Gesellschaft und über das Liquidationsverfahren 21 Jahre unterlassen hat. Die Handelskammer beantragt daher, die Staatsregierung möge in dem Etat für das nächste Jahr den erforderlichen Betrag für die endgiltige Abwickelung des Liqnidationsver- fahrens in Höhe von ca. 11000 Mk. vorsehen. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Vor einigen Monaten wurden einem Metzgermeister in Mainz 1500 Mk. durch Einbruch gestohlen. Der eigene Sohn des Metzgers hat jetzt der Polizei angezeigt, daß er den Diebstahl ausgeführt habe. Der junge Mann soll nicht ganz zurechnungsfähig sein. Arbeiterbewegung. Amsterdam, 24. Juli. Das Militär wird aus Rotterdam heute und morgen zurückgezogen. Heute morgen %7 kam es nochmals zu einem Zusammenstoß zwischen Arbeitern und einem Manne, der während des Streiks bei der Holland-Amerika-Ltnte arbeitete. Der Angegriffene verteidigte sich mit seinem Revolver und verletzte einen unbeteiligten Arbeiter lebensgefährlich. Fünf Personen wurden verhaftet. Wöchentliche Ueberfichl der Todesfälle in Meßen. 29. Woche. Vom 15. bis 21. Juni 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800 (incl. 1600 Mann Militär) SterblichkeitSziffer: 14,67, nach Abzug der Ortsfremdm 10.48 o/«. Kinder A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebracht« Krank« kommen. ES starben an: Zusammen: Erwachsene: 1.2 im vom ebenSjahr: 2.—1b. Jahri Altersschwäche Tuberkulose deS 1 Bauch- 1 — — fellrS 1 (D 1 (1) - — Krebs 1 (1) 1 (1) — — Hitzschlag 1 1 — — Diarrhöe 2 — 2 — Bronchitis 1 — - 1 Summa: 7 (2) 4 (2) 2 1 Kandel und Verkehr. Uolkswirtschast. Frankfurter Börne vem 25. Juli. Wechsel auf New-York zu 0.00-00. Prämien auf Kredit per ult. Juli 0.800/», do. per ult Äug. 2.50%, Diskonto-Kommandit per ult. Juli 0.75 %, do. per ult. Aug. 2.40%, Lombarden per ult Juli 0.00%, do. per ult Äug. 0.80%. Deutsche Bank per ult. Juli 0.00 %. Notierungen: Kreditaktien 208.30-20-50, Diskonto- Kommandit 175.30-49, Staatsbahn 139.80-00, Lombarden 25.50-00, Italiener 92.90, Spanier 71.90-00, Bproz. Mexikaner 25.50, Bochumer 196.50-30-197.30 bz., Laura 214.70-215 bez., Harpener 187.50-90 bz., Gelsenkirchen 193.50-70.00 bz., Ungar. Goldrente 00.00, Gestern Coupons 00.00, Amerik, Coupons [0.00, Privat-Diskont 4 % bz. 1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 208.50-000.00 bz., Dig- konto-Kommandit 175.50-000.00 bz., Staatsbahn 139.50-000,00 bz., Lombarden 25.60, Laura 00.00. Submission „Die Lieferung von Weißzeug, Bettwerk, Kraukeukleideru, Stoff zu Stores, neuen Roßhaarmatratzen und das Aufarbeiten von Roßhaarmatratzen für die neuen Kliniken in Gießen soll auf dem öffentlichen Submissionswege für das Rechnungsjahr 1900/1901 vergeben werden. Bezüglich der Lieferungsbeding- ungen ist der Erlaß der Großh. Ministerien vom 16. Juni 1893, das VerdingungSwefen betr., und deffen Anlage A maßgebend. Die Lieferungsbedingungen und Musterstücke find auf dem Verwaltungsbureau genannter Anstalt an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 6 Uhr einzusehen. Offerten mit der Aufschrift «Lieferung von Weißzeug rc." sind verschlossen bis zum Montag deu Sv. Juli 1900, mittags 12 Uhr, unter Beifügung von Stoffmustern an die Großh. Ver- waltung der neuen Kliniken ein- Hureichen. Zuschlagsfrist bis zum 11. August 1900. Die Lieferung kann auch vertellt vergeben werden. 4901 Gießen, den 14. Juli 1900. Großherzogl. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. 11‘iiiplcliliiihhii Zwiebelkuchen Montag, Mittwoch und Freitag, von 9 Uhr ab. 4684 Hofbäcker Noll, Mäusburg 12 “»Weinessig vorzüglicher Einmackessig, 5052 alle Gewürze empfiehlt Otto Schaaf, Seltersweg 39. Neue Kartoffeln Krührosa, 100 Pfd. 3 Mk. 25 Pfg. frei ins Haus geliefert. Bestellungen nehmen die Milchverkäufer entgegen oder per Postkarte. 02998 Hofgut Friedelhausen. I. Keifer, SlllrMter. Gesclligkeitsverein Gleiberg. Einladung zur Generalversammlung am 28. Juli d. Js., nachmittags 4 Uhr, auf der Burg Gleiberg. Tagesordnung: Wahl des Vorstandes. Feststellung des Etats pro 1900/01. Rechnungsablage pro 1899/1900. Geschäftsbericht pro 1899/1900. Bauangelegenheiten. Der Vorsitzende: von Bechtold. 4867 Hemdblusen für Damen und Kinder, Kinderkleidchen, Knaöenvlusen, Knaöenwaschkleider etc. verkaufe wegen vorgerückter Saison zu herabgesetzten Preisen. 5086 Julius Schulze. Telephon 240. Gasihaus zum weissen Ross Neuenweg. Warmer Krateu ä Portion 20 Pfg. RauWsch nach Hamburger Art ä Portion 10 Pfg. Warme Flrischwarst ä Portion 10 Pfg. 4967 Iermißt wird! niemals der Erfolg beim Gebrauch von Radebeuler Therrschwefel-Zeife v. Bergmann & Go., AadeSeuk-Aresden Schutzmarke: Steckenpferd. Es ist die beste Seife gegen alle Arten Harttunreiuigkeiterr und HantauS» schlägt, wie Mitesser, Alanen, Ak-chteir, A knicken, Nöte des Hestchts rc. ä St. 50 Pfg. bei: Emit Sender, Zl.A.WSbs, Hark Sckwaaö und Htto Schaaf, Drog. 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Kriegemarsch und Schlachthymne aus „Rienzi“. 5112 Anfang S Uhr. Eintritt 50 Pfg. Bier im Glas. Giessen Telephon 21 Rheinwein, weiss, Fässchen 25 Lit. Mk.20 Kistchen 24Fl. „ £0 Itlrthttttttrt im ersten Stock, bestehend WN^UUUA aus 5Zimmern, Badezimmer und sonstigem Zubehör, ist per 1. Oktober zu vermieten. A. Kautz, Westanlage 62° 4934] Durch Abzug des Herrn I. Möhl ist das zweite Obergeschoß m dem Hause Nordanlage 7, mit 6 Zimmern, Bad, Balkon und allen sonstigen, der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen, per 1. Oktober oder früher zu vermieten. Birkenstock & Schneider. schöne 5-Zimmer-Wohnung, 2. Stock, Dz, verm. «oeiheftr. 4«. 4870 4554] Zwei elegante 5- bis 7-Zimmer- wohnungen, mit allen Bequemlichkeiten, Balkons, Badezimmer rc., sind per sofort oder später zu vermieten. LouiS Lotz, Bahnhofstraße 22. 4935] In unserem Neubau Frank- urterstraße ist per 1. Oktober eine Vier- Zimmerwohnung, nur an ruhige Leute, zu verm Birkenstock A Schneider. 5017] Schöne 6—7 - Zimmerwohnung im 1. 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