Mittwoch den 27 Juni 1SM>O Gießener Anzeiger Generat-'UHeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kveif «stiefzen. teg 20. rrftirtrtß A8<»«g»,reis vierteljährl. Mk. 2IS monatlich 75 Pf>. mit vringerlohar durch die LbholefteLt» viertetjährl. Mk. IM monatlich 66 PfH. Bei PoftbezvD Mk. 2,40 vierteltSH-L Mit Bestellgeld Alle Lnzei-en-vermittlmlgSftellerl der In- trat ÄulUeNl rühmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgefta« Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pf>. R(>iWw, Expedition und Druckerei: >4*C|t66e Ar. 7. Luuohme *»i Anzeigen zu der nachmittags für do» laichender» Dach «scheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. NLdestoLnngen spätesten» adendS vorher. Adresie für Depeschen: Anzeiger $<*■. Fernsprecher Nr. 5L nommen. Das kann uns Deutschen nur genehm sein, da dieser Staatsmann ein entschiedener Freund deS Dreibundes ist. Visconti Venosta war einer der Minister des Kabinetts Pelloux, die am wenigsten zu Konzessionen an die äußerste Linke bereit waren. Als Saracco ihn zuerst um den Eintritt in sein Kabinett anging, wies er auch auf die Schwierigkeiten hin, die ihm aus seiner Stellung zu der Frage der Geschäftsordnung erwachsen müßten. Saracco erwiderte, diese Frage werde in einer der Würde des Staates und des Parlaments entsprechenden Weise gelöst werden. Visconti Venosta aber erbat sich Bedenkzeit. Es ist kaum glaublich, daß er sich nun zur Preisgabe der konservativen Prinzipien entschlosien hat, durch deren Betonung er wesentlich mit beitrug zum Falle deS Kabinetts Pelloux. Mit BiScontt Venosta ist also eine Art Kampfministerium erstanden, das gegenüber der äußersten Linken die Machtmittel der Regierungsmehrheit gegebenenfalls wohl energisch anzuwenden nicht zögern wird. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der heMhe Kandwirt, Matter für hessische DsülsknuLe._________________ farbenprächtigen Aufzug der Zünfte fehlten auch nicht die Maler, Tischler, Schuhmacher und Schiffer. Ein Herold mit dem Naffauer Banner, sowie Gras Eberhard von Königstein, der Gewalthaber von Mainz, kündigten das Herannahen des Kurfürsten Adolf von Nassau an, der von zahlreichem Gefolge sowie von Patriziern und Patrizierinnen seiner Residenz Eltville umgeben war. Ein Winzerzug, der einen mit einem Ladfaß beschwerten reichqeschmückten Wagen begleitete, that dar, daß unter Kur» fürst Adolfs Regierung der Weinbau bereits m hoher Blute stand und Scharlachberger, Eifeler, Rochusberger und Schloßberger schon hohen Ansehens sich erfreuten. Der Prachtwagen der Moguntia hatte die sinnbildlichen Gestalten von Kunst, Wissenschaft, Handel und Gewerbe ausgenommen. Der Aufzug der Schützengilde mit Deuter, Scheibenträger, Prunkbahre mit Pilsen, Schützenkönig uno Gefolge, Armbrustschützen und Gildemeister gab dieser Epoche einen wirkungsvollen Abschluß. (Durch die Einführung der Reim- und Sing- schulen fanden Musik und Dichtkunst eine weite Verbreitung in den bürgerlichen Kreisen der Städte. Der Sage zufolge soll die erste Singschule durch Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob, zu Mainz gegründet worden sein. In besonders hoher Blüte stand der Meister- gesang im alten Nürnberg, als dort Hans Sachs neben seinem ehrsamen Schusterhandwerk auch die edle Voetcrei ausübte. Der Meistergesang hatte seine bestimmten Regeln, deren Inbegriff Tabulatur hieß; der Anfänger hieß Schüler, wer die Tabulatur inne hatte, Schulfreund; wer vorfingen konnte, Dichter; wer eine neue Weife zu finden wußte, Meister. Bei dem Preissingen wurden nach dem Richter- spruch des Werkmeisters die Preise verteilt.) In der Gruppe der S i n g e r z u n f t finden wir Schüler, I Schulfreunde, Dichter und Meister. Auf dem Wagen der I Meistersinger hatten Hans Sachs, Hans Rosenblüt, Han« I Folz und der Werkmeister Platz genommen. Nach einer I Gruppe Landsknechte unter Führung des Feldobrifien Georg I von FrundSberg mit Trommlern und Pfeifern, Beutewagen I und Markedentergefährt wurde der Sch emb artlauf I (Schembart = Schönbart -- Maske) veranschaulicht. Er I stellte den Mummenschanz dar, aus dem sich das sogen. I Fastnachtsspiel herausbildete, der Anfang des weltlichen Schauspiels in Deutschland. Vorreiter waren Schelm und Schalk. (Eine Hauptrolle in der deutschen Litteratur von | 1450—1460 spielte die Satire. Die Werke satirischer I Richtung, welche die Zeitgebrechen mit beißendem Witz geißelten, die Laster als ..Narrheiten" verspotteten, fanden I durch die Buchdruckerkunst schnelle und weite Verbreitung, I und waren von eingreifender Wirkung auf die Kultur- I entwickelung. Einer der ersten Satiriker war Johann I Fischart au« Mainz, daher der „Mentzer" genannt. 1519 I erschienen die gesammelten Schwänke des Till Eulenspiegel I in Druck und fanden bald große Verbreitung.) Im sagenumwobenen „glückhafft Schiff" hatten sich die Satiriker jener Zeit zusammengefunden. Berühmte I Buchdrucker, darunter Heinrich Quentell aus Köln (f 1501) I und Johann Froben aus Basel (1460—1527) folgten ls,dlMW M Ehepaar nach ^fragen Mchch U,: -rschet*t täglich mit Ausnahme deS Die Gießener AEMikioStätter «Htbtn dem Anzeiger ta wechsel mit „Heff. ?*nb»irt* ». „Matter Hess, •odlhmtx* »ichtt. 4 mal btigtlegl. m. 147 Crstes Blatt. lwuu ituntaNr.. «ito. ÄuSbüfe auf tailb: V ob. FaprügesM csk M au die EM dar dem Schiff. (Im Dienste der Buchdruckerkunst empfingen Maleret, Holzschneide« und Kupferstecherkunst neue Anregung und Förderung.) Der Wagen Buchillustration gewährte den Meistern jener Künste Platz: Wohlgemuth, Dürer, Raimondi, v. Leiden, Holbein, Beham). (Aus der Flugschriftenlitteratur, aus den Meßanzeigen und den Berichten (Relationen) über die Jahresbegebenheiten entwickelte sich die eigentliche, regelmäßig in kurzen Zeiträumen erscheinende Zeitung. Einen großen Aufschwung erhielt das Zeitungswesen durch die Post, die sich neben dem Vertriebe auch häusig noch mit der Herstellung der Leitungen b-saßte, da in den Poststnben die neuesten Nach- richten zuerst bekannt wurden. — Das Aufblühen der Buchdruckerkunst und des Druckschriftenhandels hatte alsbald die Censur im Gefolge, welche die Schere abgab, der Presse die kaum entfalteten Schwingen zu beschneiden.) Als Begründer des ersten regelmäßigen BnefpoftkurseS (1516) erschien Franz von Thurn und Taxis, ihm folgten Postreiter, Postwagen und Reisige. Die Gruppe Zeitungswesen brachte die ersten Verleger von Zeitungen m Erinnerung, u. a. Michael Aitzing aus Köln, der 1583 die Relatio Hiatorica herausgab. Den “nb Zeitungskrämern folgte der Sensor, assistiert Gerichtsboten und Henkersknechten. Eme Jahrmarktsgruppe brachte fahrendes Volk, Gaukler, Zigeuner, Wahrsager, Kesselflicker u. s. w. ini; Konzert ' **®> liiier fcL 1 ^ankfwt •Krau88e. Dem Festzug war folgender Grundgedanke zu Grunde gelegt worden: | Zeitgenossen Gutenbergs und die Nachwelt huldigen dem Erfinder der Buchdruckerkunst vor seinem Denkmal. Der Huldigungszug soll zugleich den Fortschritt veranschaulichen, den Wissenschaft und Kultur durch die Erfindung der Buchdruckerkunst gemacht haben. Dem Reichsherold und Reichsbannertrager folgte als erste Gruppe die der Typographie, das Alphabet, die sinnbildliche Darstellung der beweglichen Lettern. Hinter dem Emblem der Buchdrucker ^ritten die Schüler Guten berqs: Johann Neumeister, Heinrich Keffer, Berthold Ruppel, Johannes Bone, Heinrich und Nikolaus Bechtermünze, Wigand, Spieß u. a. Den ersten Wagen nahm im Fonds die mit einem Strahlenkranz gekrönte sinnbildliche Gestalt der Buchdruckerkunst, die Typographia, em, wahrend un Vordergrund eine bekränze Druckpresse aufgestellt war. Die Genoffen Gutenberg«, Johanne« Fust und Peter Schoffer, sowie die Schüler desselben, Joh. Menkel undAlbrecht Pfister, nahmen den Wagen ein, dem selbständige Mainzer Drucker und Gehilfen, teils zu Pferde, teils zu Fuß, folgten. (Graf Adolf von Nassau, der an Stelle des vom Papst ab- gesetzten Diether von Isenburg zum l^zbischof von Mainz ernannt worden war, überfiel und eroberte am 28. Oktober 1462 die Stadt, aus der viele der dort arbeitenden fremden Gesellen entflohen, darunter die meisten Buchdruckergehilfen. Durch die Flucht der Drucker fand ihre bisher geheim gehaltene neue Kunst alsbald die weiteste Verbreitung. Adolf von Nassau, der in Eltville ferne Residenz aufschlug, ernannte Gutenberg zum kurfürstlichen Hosdienstmann. Al« nach Adolfs Tode Diether von Isenburg wieder Erzbischof wurde, gründete dieser die Mainzer Universität. Die Regierungszeiten dieser beiden Erzbischöfe haben imi Zuge deshalb besondere Berücksichtigung gefunden.) Zunächst er« schien Kurfürst Diether von Isenburg mit glänzendem Hofstaat. In langer Reihe folgten ihm die damals zumachtiger Entwickelung gelangten Zünfte mit Fahnen und Tmb^men, zu Fuß oder zu Wagen Erzeugnisse ihrer Kunst zur Schau tragend : die Küfer und die Kaufleute waren mit prächtigen Wagen, die Metzger mit Feststieren vertreten. In dem sr- iricli 1*^* Wohl« le Wirkung 1Magen veftragt- eatoeU ^ekt ib qlejje" Weilet M | Iesttage im „goldenen Mainz", m. Mainz, 25. Juni. Gutenbergsestzng. Webeu der gestrigen glänzend verlaufenen akademischen Feier und dem Huldigungsakte an dem Gutenbergdenkmal ist als Dauptteil des hiesigen Festes der historische ^estzug anzusehen, der sich heute vormittag in einer Ausdehnung« von über 3000 Meter durch die Straßen von Mainz bewegte. Wer seiner Zeit die historischen Jestzuge in Heidelberg, Köln, Wien u. s. w. gesehen hat und heute m Mainz diese Veranstaltung zu schauen Gelegenheit hatte, wird ohne weiteres Mainz die Palme zuerkennen. Hervorragenderes geleistet zu haben als die genannten übrigen Städte und zwar nicht allein was die Größe und Ausdehnung des Zuaes anbelangt, sondern auch wegen dessen Farbenpracht, Kostümreichtums und historischer Treue. Der Zug, der von dem herrlichsten Wetter begünstigt war, brauchte zum einmaligen Vorbeizug über zwei stunden und wickelte sicht trotz seiner Ausdehnung und trotzdem in den Straßen wohl 100 000 Personen zirkulierten, ohne die geringste Störung ab, wie überhaupt hier während der ganzen festlichen Veranstaltungen die größte Ordnung herrscht und trotz des gewaltigen Menschenanstroms bis letzt nicht das kleinste Unglück zu verzeichnen ist. Amtlicher Heil. Gießen, den 22. Juni 1900. Bttr.: Das Landgestüt, insbef. die Bedeckung der Stuten durch die LandgestÜtSbeschäler. Das Großhenogliche Kreisamt Gießen au die Grohh. Bürgermeistereien deS Kreise». Wir sehen der Einsendung der Verzeichnisse der von Ihnen ausgestellten Bedeckscheine binnen 8 Tagen entgegen. v. Bechtold. Gießen, den 23. Juni 1900. Bk-tr.: DaS Gesetz betr. Aenderungen im Münzwesen vom 1. Juni 1900; hier Einziehung der Zwanzigpfennigstücke aus Nickel. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a» die Grotzh. Bürgermeistereien «ud Kirchen- Vorstände des Kreises. Durch den Artikel HI deS Gesetzes, betreffend Aender- migen im Münzwesen, vom 1. Juni 1900 (Reichs-Gesetzbl. S. 250) ist das Gesetz, betreffend die Ausprägung einer Ni ckelmünze zu zwanzig Pfennig, vom 1. April 1886 (XeichS-Gesetzbl. S. 67) außer Kraft gesetzt worden. Die Zwanzigpfennigstücke au« Nickel sollen nach Absatz 2 dieses Artikels auf Anordnung des Bundesrats mit einjähriger Enlösung, jedoch nicht vor dem 1. Januar 1903 außer Rar« gesetzt werden. Nm diese Außerkurssetzung allmählich vorzuberetten und die Verwendung des Metall« der Nickelzwanzigpfennig. Me zur Prägung anderer Nickelmünzen leichter zu gestalten/ ist schon jetzt die Einziehung dieser Münzgattung intf Auge gefaßt. Wir empfehlen Ihnen daher, die Ihnen uetetfte|cnben Rechner anznw-ls-n, die bet ihnen w^anbmtn Md die eingehenden Nick-lzwanztgpsenntgstück- nicht wieder im verausgaben, sondern von Zeit zu Zeit der ReichSbank Lufül)tetL Die Reichsbankhauptkasse sowie die Zweig- aii.stalten der Reichsbank mit S-ffeu-tnnchwng werden Zivanzigpsennigstücke auS Ntckel >n beliebiger Hohe auch - Liber den in Artikel 9 des Münzges-tz-s vom 9 Jul.1873 b-zeichnet-n Betrag von 1 Mark hinaus ,n Zahlung nehmen Md diese Stücke in beliebigen Mengen gegen andersi Reichs- mckelmünzen, Thaler oder ReichSstlbermünzen umtauschen, soweit d?e Bestände an solchen Münzsorten die» zulassen, v. Bechtold. Gießen, den 23. Juni 1900. Betr AuSsührung des Jnvalidenversicherungsgesetzes; hier: Berstcherungspflicht. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen bie Mrvtzh. Bürgermetstereleu de» Kreise». Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 2'6 Mai l. IS. (Gießener Anzeiger Nr. 124) noch nicht entsprochen haben, werden an deren Erledigung erinnert. v. Pechtold.___________________ ~ Politische Tagesschau. _ ar „ n r rh i ft e n 61 o 11 e „Neues Lebe n" be- , ,De"! Vutenberafeier nichts anderes, als einen deutet die Gu t en v er g se j Das „Neue Leben" Anlaß zurBe hetzu Lobeserhebungen", die an- f5$' hp^500 i äliriqen Geburtstags Gutenbergs „in die läßlich,des 500lay g nicht „hinzugeben", weil r?tnfptliinrfi die Presse mit geringen Ausnahmen „allen oiucl)! heute gjeottion, der Bolksbelügung s elbMchtrgen Zwecken der^^ea^on,^ ^^ibt das >ue nnb Volksverdummi o^dien erwähnenswerte Druck- Leben weiter - ,,0ch Gutenbergs hervorging, war das schrift, d)° -US d-r ON-zm Outenv-E^ «Bibel, die bis reaktionärste und Auflaaen zur Verrohung uni/ hergesteNt rmrd . finden, wo die Reaktion ihre seren einerS Teil dort, wo die Arbeiter mit Orgien sei , ihren Leithammeln auf eine spätere! Leeren Phrasen von iy sollen die Anarchisten sich vertröstet . Millionenschrei des un- nncht ruhig gefallenlasten -- und intellektuellen 6ewo en sich verbreitend von Zone' M?Zone^allen^Unterdrückten bk Freiheit, den Tyrannen «in Mene tekel kündend. Es ist genug. Die Kabinettskrifls in Italien ist beendet. Visconti- Menosta hat wiederum das Portefeuille des Aeußern uber- JamStagabenb im Rr r filt vttlavscht. S-üct flown Qttgfra ’efarefabrt ju Derpok baUgt 19,11. in in tzMien i- litil jitiWfli liHelE« jiTungNt- au^.:r. irtnb, , Qbyiaeben luW6 LehE-me W en ab an Landwirtschaft. Markus Bauer Gießen, Airchenplatz \\. 245 300 326 340 350 700 720 800 820 880 Vor Apotheke Der 5 mittag» Sie für de» verlegt. Äie' Ho Hitg fittl G Die Gruppe der Dichtkunst umfaßt u. a. Lodovico Ariosto Torquato Tasso, Martin Opitz, Miguel de Cervantes, Lope de Vega, Calderon de la Barca, Milton, Corneille, Molisre, Racine. Der Wagen gilt dem ersten Dramatiker der modernen Welt: William Shakespeare (1564-1616); er enthielt die Hauptgestalten seiner Dramen: Romeo und Julie, Hamlet und Ophelia, Othello und DeSdemona, John Falstaff. (Der Welthandel, deffen Entwickelung durch die Buchdruckerkunst mächtig gefördert wurde, ist das wefent- uchste Hilfsmittel der Kulturerhöhung. Eine der blühendsten deutschen Handelsstädte im 16. Jahrhundert war Augsburg, wo die Kaufherren Welser und Fugger zu großem Ansehen und Reichtum gelangten. Von hervorragender Bedeutung rm Welthandel war die Hansa, die große deutsche Städtevereinigung, die im 16. Jahrhundert ihre Machthöhe er- rerchte.) In der Gruppe Augsburg und Hansa er- buckten wir die beiden Fugger und die beiden Welser, den Erzherzog Ferdinand von Oesterreich, Gemahl der Philip- ; pme Welser, den thatkräftigen Führer der Hansa, Jürgen Wullenweber, Bürgermeister von Lübeck, ferner^die Bürgermeister von Köln, Braunschweig und Danzig, die Hauptstädte der Hansa und Vertreter der Hansastädte Hamburg, Bremen, Rostock, Stralsund, Stettin Magdeburg, Wismar, Greifswald, Hildesheim, Lüneburg. Das Hansaschiff wurde von Vertreterinnen der Schifffahrt treibenden Hansa- stadte eingenommen. Spezial-Geschäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener Werkstätte. vH gn» SpqiM Br-»«» ______ meiste Die Gruppe der Wissenschaft vereinigte Studenten, Magister und Professoren, unter diesen Johann Reuchlin (1455—1522), EraSmuS von Rotterdam (1467—1536), Thomas MoruS (1480—1535) u. a. Der Wagen enthielt die sinnbildlichen Gestalten der drei oberen Fakultäten der alten Hochschulen: Theologie, Jurisprudenz, Medizin. Nikolaus CopernicuS (1473—1543), Galilei (1564—1642), Johannes Kepler (1571—1630) und Isaak Newton (1643—1717) schreiten hinter dem Wagen würdevoll einher. (Unsere ständigen und gelegentlichen Herren Mitarbeiter werden ge- beten, bet Einsendungen stets nur eine Seite ihres Manuskripts w beschreiben und die Rückseite frei zu lasten im Jntereffe der schnelleren Druckherstellung.) Pslizelvö oxWß ’ Provinzial verordnetet Innern vo rer Gemi V bi» 8 Uhl nicht mit waren, M V den Elter, mit einer mit entspr $3- küadigmg Sie, ln Mi«« 96 mit A in Rl Gießen, 26. Juni 1900. I m * Der Zweiten Kammer der Laudstäude gingen folgende I V^mgen zu: 1. Vorstellung der Gemeinde Dauernheim I und Umgegend, betr. die Errichtung einer Beschälstatiou. I Dauernheim liegt im Mittelpunkte von vier Beschälstationen, I und zwar in der Entfernung, bis Berstadt 3 Stunden, I Alsheim 3 Stunden, Hirzenhain 3% Stunden, Nieder- I Wöllstadt 4 Stunden, also ein Zeitverlust für eine jegliche I Zufuhr zum Beschäler, einen ganzen Tag, was sich dadurch I begründet, daß der Beschäler, bis man aus den fernsten gelegenen Orten zur Station kommt, schon in Anspruch ge. I uommen ist, und auch vielleicht noch einer oder der andere aus den nahe gelegenen Orten zuvor angekommen, folglich mutz man die gesetzliche Zeit abwarten, und kann vielleicht noch nicht einmal den Beschäler haben, welchen man sich erwählt hat, was sich verschiedene mal wiederholen kann. Wetter hat man eine kaltblütige Stute, so wird es möglich, ms diese so einen entfernten Weg zurückgelegt, der Roß der I Stute vorbei ist und wieder unverrichteter Sache zurückfahren, bezw. reiten muß, und die Pferdezucht wird dadurch erschwert und im großen ganzen geschädigt. — 2. Regierungsvorlage, betr. den Gesetzentwurf, die Abänderung des Hundesteuer-Gesetzes vom 12. August 1899. Der aus Anlaß der i Steuerreform den Ständen vorgelegte Entwurf eines Gesetzes, die Hundesteuer betreffend, enthielt eine Befreiung von der Steuer für Hirtenhunde, und ferner eine Befreiung zu guasten der Besitzer von einsamen Bauernhöfen und Mühlen. Nun wird vorgeschlagen, die Befreiung nur für solche Personen eintreten zu laffen, die infolge ihres Berufes oder Gewerbes einsam wohnen, und ein Einkommen I von weniger als 2600 Mk. versteuern. - 3. Bericht des Ersten Ausschufles über die Regierungsvorlage, betr. die I Verwendung von Ueberschüffen an Eintrittsgeldern und I allgemeinen Studiengeldern bei der Technischen Hochschule I aus den Etatsjahren 1898/1899, 1899/1900 und 1900/1901. — 4. Regierungsvorlage, betr. die Ausbeutung des Kohlen- I selbes der Braunkohlengrube Ludwigshoffnung. — 5 Re- gierungsvorlage, betr. die Tiefbohrung auf Sool- und Thermalwasser in Bad-Salzhausen. Die Versuchsbohrungen raI^?ufctt ^ben die dortigen geologischen Ver- hältniffe soweit geklärt, daß eine Tiefbohrung auf Sool- und Thermalwasser an einem geeigneten Punkte unternommen werden kann. Durch eine Bohrung, die der Sa- liuen-Jnspektor TaschL Ende der fünfziger Jahre nieder- gebracht hatte, wurde bereits damals eine Soole von 26 @rab Celsius Wärme in 130 Meter Tiefe nachgewiesen. lvf,au? auf Grund der allgemeinen geologischen Ber- hältniffe der Wetterau anzunehmen, daß durch eine Tiefbohrung zu Bad-Salzhausen warme, kohlensäurereiche Sool- waffer zutage gefördert werden können. Die Kosten der Tiefbohrung und der eventuellen Verrohrung des Bohrloches werden ungefähr 75,000 Mk. betragen; die Kammer Zustimmung erteilen, daß ein Betrag von 75,000 Mk. für eine Tiefbohrung auf Thermalwasser in Bad-Salzhausen zu Lasten der Ueberschüffe der Hauptstaats- I kaffe verausgabt werde. — Vorstellung des Fußgendarmen Rückel i. P. in Gießen wegen Penfionserhöhung. — 7. Regierungsvorlage betr. den Gesetzentwurf, das Eigentum an Kirchen, Pfarrhäusern rc. (Begründung folgt.) ** Domsanger Konzert. Man schreibt uns: Die König- lichen Domsänger aus Berlin werden in ihrem am Montag I bem 9. Juli in Steins Saalbau stattfindenden Konzerte I I auch eine der schönsten Chorballaden von Fr. Hegar zum I I Vortrag bringen. Wenn diese auch ursprünglich für großen I I Chor berechnet ist, so wird doch die Wiedergabe derselben | I durch die acht Herren des König!. DomchorS in allen uns I vorliegenden Rezensionen als eine Glanzleistung geschildert. Das herrliche Werk, reich an prächtigen Tonmalereien, verdient es aber auch, von tüchtigen Künstlern zum Gegenstände des eingehendsten Studiums gemacht zu werden. Wie plastisch steht vor uns das Grafenschloß aus stolzer BergeS- höhe m,t dem träumenden Alpensee zu seinen Füßen. Bor unserem geistigen Auge erscheint die Heldengestalt des Grafen Rudolph, wie er sich mit Rittern und Roffen aus dem Grabe erhebt, Herrn Monfort schlägt und Siegesbanner wehen läßt. Deutlich glauben wir den Grafen mit dem ! Nebel, feucht und schwer, wieder zur Tiefe finken zu sehen, I und vernehmen endlich in der nach dem Kampfe einge- treteven weihevollen Stille nur das kosende Flüstern der wilden Rose, die fich an den Epheu schmiegt. ** Unsere Schutzmaunschast trägt seit einigen Tagen an Stelle des schweren Waffenrockes eine leichte, blaue Bluse, die der Litewka der Landwehrmänner ähnlich ist, und in den heißen Sommertagen eine wahre Erleichterung für die Schutzleute sein muß. Das sehr kleidsame und bequeme Kleidungsstück ist von der hiefigeu Firma Markus Bauer (Kirchenplatz) angesertigt. •• Militärisches. Tröger, Hauptmann und Chef der 4. Kompagnie Jnf.-RegtS Nr. 168 (Butzbach) wurde nach ! Offenbach als Chef der 6. Kompagnie desselben Regiments und Hauptmann Schmitz von dort nach Butzbach als Chef der 4. Kompagnie versetzt. " Die Herbstübungen der 21. Division finden in dresem Jahre teilweise bei Usingen statt. Am 25. August beginnen die RegimentSübungeu unseres Infanterie Regts. „Kaiser Wilhelm", das mit zwei Bataillonen in Usingen selbst emquartiert wird. Das 1. Bataillon Jnfant.-Rgts. Nr. 168 (Butzbach) rückt am 1. September ins Manöver I und bezieht zuerst in Nieder-Eschbach Quartier. Hierauf 1 solgen ebenfalls dort die Hebungen der 49. Infanterie- I Brigade, die bekanntlich aus drei Regimentern (Leibregi- I ment Nr. 115, Regiment „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 und I Regiment 168) zusammengesetzt ist. Die Brigade-Uebuugen । Lich an 1200 500 Kolnhausen — __ Arnsburg — __ Hofgüll — — 3m 17» Jahrhundert wurde die deutsche Sprache durch das stark in Aufnahme gekommene Einmischen von Fremdwörtern bedrohlich entstellt. Um dieser „Betwelschung" entgegenzuwirken, bildeten sich gelehrte Gesellschaften zur Reinhaltung und Ausbildung der Sprache, so der Palm- orde» und die Pegnitzschäfer, deren Gründer im Zuge in wirkungsvoller Staffage nicht fehlten. Dann erschien Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst von Brandenburg (1640-1688) mit glänzender Suite. Einer der bedeutendsten Mainzer Kirchenfürsten war Johann Philipp von Schönborn. Ein kräftiger Förderer der Wissenschaften, zog er die hervorragendsten Talente Deutschlands an seinen Hof. Er richtete in seinem BrStum zahlreiche Volksschulen ein, gründete das Mainzer Waisenhaus und verhalf Handel und Industrie zu bedeu- tendem Aufschwünge. Mit Recht ist ihm deshalb ein Ehrenplatz im Zuge eingeräumt worden. Joh. Ludwig Gleim und dem Halberstädter Dichterkreis folgte, eskortiert von schmucken Leibgardisten mtt prunkvollem Gefolge, Friedrich der Große. Borreiter eröffneten die Gruppe des Fortschrittes, rn denen wir Hugo Grotius, Friedrich v. Spee, DeSkarteS, Spinoza und ThomasiuS gewahrten. Auf prächtigen Wagen erblickten wir die sinnbildlichen Gestalten Fortschritt, Aufklärung, Erkenntnis. Voltaire, Franklin, Linus, Rousseau, Kant folgten den Wagen. Kaiser Joseph II. von Oeste rreich (1780—1790) brachte der Buchdruckerkunst ein hohes Jntereffe entgegen. Bon Offizieren und Soldaten umgeben, führte er in wirkangS- I vollem Aufzuge sich der Nachwelt ins Gedächtnis zurück. I Um die Wende des 18. Jahrhunderts hatte die klassische I Ätteraturepoche ihren Mittelpunkt bekanntlich in Weimar. ! Erne Postchaise mit der Herzoginwitwe Amalie von Sachsen- 1 Weimar, ein Jagdzug, Herzog Karl August von Sachsen- I Weimar, Herzogin Luise von Sachsen-Weimar usw. ver- I gegenwärtigen diesen Zeitabschnitt. Tubabläser und griechische Jünglinge und Mädchen I leiteten die Gruppe deutscher Klassiker ein: Auf I dem Wagen der Pallas Athene hatten Klopstock, Lessing, I Schiller, Goethe, Sebastian Bach, Mozart und Beethoven I Platz genommen. Zu Pferde folgten Theodor Körner, die 1 Sftfcomer Jager, Friedrich Ludwig Jahn und die Burschen- I schafter. I Bannerträger und Buchbinder mit Emblemen kündigten I des Wagens Lipsia, mit der sinnbild- I .Gestalt der Stadt Leipzig und den Repräsentanten I des Leipziger Buchhandels an. Berühmte Verleger, Schrift- I gießer und Schriftverbefferer, Drucker und Setzer, Kupfer- I Wer, Formschneider, Xylographen, Alois Sennefelder, der I CrpnbeT der Lithographie, Friedrich König, der Erfinder I der Schnellpresse, u. a. traten auf den Plan. ^derne Typographie versiunbildete I Photolithographie, Autotypie, Karten-, Noten- und Farben- | moderne Kunst kennzeichnete die! Entwickelung der Kunst und des Kunstgewerbes. .. Die vorletzte Gruppe brachte in farbensattem Bilde I eie Huldigung der heutigen Kulturwelt. Die I ^«tsche Staatengruppe, der Germaniawagen und Studentenabordnungen bildeten den Beschluß -Zuges, an dem etwa 3000 Personen, 442 Musiker 49 Wagen und 760 Pferde teilnahmen. , Der Großherzog betrachtete mit der Kron-! Prinzessin von Griechenland und der Prinzessin I Friedrich Karl von Hessen mit kleinem Gefolge von | ®er Fürstentribüne vor dem Gutenbergdenkmal den Zug. ■ ' Die Zeit des Humanismus wird durch Ulrich von Hutten (1488—1523) und Franz von Sickingen (1481—1523) eingeleitet. Ueber dem umkränzten Bilde Luthers standen die Worte „Die deutsche Bibel". Frauengestalten stellten als deutsche Schrift, Humanismus und Glaube dar. sm Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaatrv. m ^»/I.^urktmeister Wagner in Hanau den lOjäbrinen D., dem das Herumstreifen in Feld und Wald und m der Messe als etwas bedeutend Angenehmeres aU in die Schulegehen erscheint, zwangsweise zur Schule I Kien Ee, ergriff das darob entsetzte Bürschchen ein A^ffer und wollte sich beim Herannahen des Beamten den Hals abschneiden. Das rasche Eingreifen des Beamten sowie des seit zwei Jahren krank im Bette liegenden Vaters der aus dem Bett ausstieg, verhinderten den Jungen an Vorhaben. Er hatte sich bereits einen Schnitt bei- gevracht, der aber nur die obere Haut durchtrennt hatte. — Das Korps „Teutonia" feiert vom 31. Juli bis 3. Auaust x Marburger studentische Korporation das Fest T J5jai§cöeg? bestehens. Der Festzug findet am2. August abends 6 statt. — In Marburg wurde am Samstag em junges Mädchen verhaftet, das im Verdacht steht, feine ?£ .5, kürzlich tn der Entbindungsanstalt geborenen Kinder (Zwillinge) getötet zu haben, Das Mädchen fuhr nämlich mit den beiden Kindern in den Taunus und kehrte dieser Tage mit den Leichen derselben zurück. — In Bad-Nauheim findet am 28. Juni, wie wir bereits mitteilten, die Taufe des neuen Sprudels abends 7 Uhr statt. — Die ärztliche Untersuchung des aus dem Bahnkörper bei Mom- vach als Leiche aufgefundenen Hilfsweichenstellers Peter Sänger aus Heidesheim hat ergeben, daß der Mann infolge eines Schlaganfalles plötzlich gestorben ist. Eberstadt ab 1116 415 q-»* ^Ul”‘ Dem Privatdozenten an der Technischen Hochschule und Oberlehrer am Realgymnasium Dr. Greim zu Darmstadt wurde die Bearbettung meteorologischen Beobachtungen bei dem hydrographisLen ^agen" Abteilung für Bauwesen nebenamtlich über- R. RodenbachW., 24. Juni. Me Kirschenernte hat bei uns begonnen; sie fällt verschieden aus. Bei btw einen Baumbesitzer hat der Frost geschadet, und die Ernte h? gering, bei dem anderen ging der Frost vorüber, und die Ernte ist reich Das Pfund Kirschen wird mit 20 Pfg. besohlt, die Früchte sind infolge des rauhen, trocknen Wetters nicht sehr stark entwickelt, aber recht wohlschmeckend, unfere Landwirte sind rührig geworden, sie laden großv (fuhren mit Kirschen und fahren bis weit über Fuld« hinaus wo das Obst sehr freudig begrüßt, gut bezahlt und der Zwischenhandel vermieden wird. In Himbach, wo ebenfalls bedeutende Kirschbaumanlagen sind, ist man mit der Ernte auch! zufrieden; die Himbacher handeln mit ihren Erzeugnissen nach^ Hanau und Frankfurt. _ . Vom westlichen Vogelsberge, 24. Juni, ^oeit emer Reihe von Jahren hat der „Gießener Anzeiger" au die ausgezeichneten Grassämereien hingewiesen, wekhe m den Schneisen unb auf den Waldwiesen unseres Gebirges gedeihen. Diese Sämereien wurden in der Regel von Firmen angesteigert, die weit entfernt wohnen, aber gule Ergebnisse erzielten; um so mehr konnten solche Ergebnisse für nahe wohnende Firmen erwartet werden. Nun haben auch, wirklich zwei oberhessische Firmen, eine m Calbach und eine andere in Friedberg, große Ankäufe gemackst, wodurch die Grassamenindustrie in unserer Gegend entsprechende Anregung empfängt. Obstdurchschnittspreise vom 25. Juni, mitgeteilt von der Zentralstelle für -Obstverwertung zu Frankfurt a. M., bei der inzwischen wieder zahlreiche Adressen von Abnehmern für Obst aller Art eingelaufen sind. Kirschen, süße, je nach der Sorte der Zentner 10—18 Mk.; Kirschen, sauer, je nach der Sorte 12—20 Mk.; Erdbeeren 32 Mk.; unreife Stachelbeeren 10—12 Mk. Angebot in Kirschen besonders stark. ziehen sich sodann nach Limburg hin. Hier werden am 22. und 23. September beide Divisionen des 18 9 1 meekorps gegeneinander operieren. ' Xt ?"*gt6tne Reffte. D-lnkirk, N. ' Kath. Balser aus Hattenrod; Tonawauda, N. B betha Dietz, geb. Spohr aus Schwabenrod, 77 O, Elisabetha B-rger, geb. Zaubert aumb petn, 72 ^xahre alt; Wheeling, W. Sa., Dietrich Söm? aus Kesselbach, 68 Jahre alt ’ K.P. Lich, 24. Juni. Som 1. Juli ab werden , Muschenheim undNeumühle von d» Landbestellbeztrk der Postagentur in LangSdors abgejirt. unb bem bes Postamts inLich zugeleilt. Vonbemgl^,! äL^n,toal ^rd eine werktäglich zweimalige Lanbp? gerichtet— ®’t folgenbem Gange eii Vermischltt. Gerüchte über ein Attentat, auf den Kaiser m Kiel verübt sein sollte, wartti am Sonntag und Montag in Kiel und Berlin verbreite! ä e'n £id,t 5U konstatieren war, bestätigt en sich glücklicherweise nicht. °in Äiel gaben die Anfragen über ein Attentat auf Kaistr Wilhelm der dortigen Polizeidirektion Veranlassung zu der Erklärung daß das Gerücht auf reiner Erfindung beruhe Vermutlichi sei dasselbe dadurch entstanden, daß'eine Au- zahl von Berliner Kriminalbeamten zu den Festlichkeiten entsendet wurde. Diese Entsendung findet übrigens ;edes Jahr während der Kieler Woche statt. Der Kaiser ist wohl auf. -k iS; t6 • «• s» »b Ult ?. 1^*» . """ «&$■ Aaaau ben iS Mn m Frld^. *** *mL' 8toatigfitoei|e ,Dr :\ °b Asche L M« des «2 n* bd9t> nn Sette liegenben Itnbetten btn Krens einen 6te e $aui dntchtrenill; jo» 31. jun che Korporation W estzug fubttaiS.li durg tenrbeaagj*; s im Lerdacht sich, Anstalt geborenen fc J? Wchen sch M» Taunus und mir bereits utnlin, mdS 1 llhr sM. -V n Lchkörper da N» HilfSveichenstelleri W n, daß btt Rann inV. 'den ift. I HttVnVUitil rrM \e\n Mr, iura . md Vertin üerte, iht zu konstatieren w, ertoeife nicht. Zt in Attentat auf Saisti :on Veranlassung zu ta iner frfinbung beruhe Händen, baß eine Stirn zu den FestlhMen «\t Wzeubmg W ’M ii. A-rirlch-»»'" oerschieden aus. vei v geschadet, und die M ; »er W "ftÄ kiM mdwM je d-s raute J* aberre4lrtl*5 twtte, I« *K ÄtfS ;.S@; "chei h-udel-»«’’’ 'ianKer«e der,Meßen« °LÄZS (Illi«*!!# 11 "S iberfieifif* »SS- p-ts? *.«S der le 127^f «nfl^1' 10-12 3*u f,— -M* tf e fürTneberfradqx un£. Cas$ef. 3811 MKUMDNK" pr. Theitihartlt’s 2. Q> a 5 3354 3 5" w x e® Neuheit! Neuheit! Neuheit! f. Schran’h, Neravied a. Rh. in Schuster’s Kaffee Schuster* ! Bonn in mpostehlt in stet» frischer Röstung 1750 Bohntraark«. BÄ Acker Acker Acker Acker ßebotz- Marke. ■3ä£tfic6» Stobt KtioH • 3C OO0 I Vorrätig In des Apotheke« und Drogerien. 3. CD: lur 28 »/n _ 1599 qm hia 0 L' schulpflichtige Kinder dürfen in der Zeit von 8 Uhr abends <» OQ ^lelbst, n »t8nri?r außerhalb der elterlichen Wohn- oder Werkstätt< 5 ut biVeibli5/10 ~ 193 qm waren beschäftigt, oder zum Austragen von Back. Flur 29 Nr. ioo»/i0 — 1262 qm Acker , ^lch, Zeitungen oder anderen Gegenständen verwendet werden. amOhleberg, rechts des ^rdkauler .. M A Zuwiderhandlungen gegen die Vorschrift des $ 1 werden an e r ®Cfld den Eitern, Pflegeelt-rn und Vormündern, sowie an den Arbeitaebern bufigem Ortsgenckt öffentlich meist- mit einer Geldstrafe bi» zu 30 Mk. oder im Falle der Nnrin^i^Ä^ b'elend unter den alsdann bekannt ge- «ntt entsprechender Haststrafe geahndet * Uneinbringlichkeit I A^rd^m Bedmgungen freiwillig $ 3- Diese Polizeiverordnung tritt zwei Wochen nach ihrer Ve- ^en, den 21. Juni 1900. kküadigung im ^Gießener Anzeiger" in Kraft. lSroßh. Orisgencht Gießen. Gießen, den 22. Juni 1900. ~ --------— Großherzogliche Bürgermeisterei Sichen. Mittwoch iw 11. Juli 1900, iß ' 9RnfH I. . ^^ch^ittag» 2Va Uhr, ----y’ "" -ü50tib auf hiesigem Ortsgericht daS der 1 I ^nft H^fch Ehefrau, Mathilde geb Bekanntmachung. b0™ ®itut 3^pfa.rit 'f1 Mittwoch de» 27. l. MtS. v-rhindert. Bor- P1“1 1 qm ®oftaUc in ra“ b« «enT,» .tCn 1 3mWetu.it, wird deshalb öst-n.lich m.MS v-rft«i„--, w«d-n »m?«? a "ann‘e“ $°8 auf den Rachmitttag (5—6 Uhr) Gr°ßh. Orizg-richt sich-n. eu 9I- . , _______________Gros. 4294 «Sieben, am 25. Juni 1900. 4422 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. jttöllÖJ I. B.: Wolff. I Mittwoch den 27. Juni er., nachmittags prüziS 4 Uhr anfangend, werden I MSbel, HauSgerätschafteu, Weine, I Champagner, Kartoffeln und ein I Pianino an Meistbietende gegen Bar-1 Zahlung öffentlich versteigert. 4414 | Ebelftrahe 14, II. o Altberühmte Mineralquelle I. Ranges. auBgefQhrt von der 4424 4486 Herm-Crmttkil / __uß.u» tuffua 3765 4287 Alleinvertrieb: Ernst Balser, «äusburg. 3765 empfiehlt billigst 299 Schutz- nausen Sie nur 428« Professor Freytag 1876. Professor Bischof 1825. 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