ZN Gießener Anzeiger 1900 Uch»l. 4 mal beigrlegt. General-Hinzeiger Anrts- und Anzeigeblutt fflt den Ttveis Gietzen sprechenden Nachweisung vor der Reparatur oder vor ber Direktion Starkenburg zur Vornahme der Reparatur oder W »nb Zr« Aiezugrprets vierteljährl. Mk 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholrstekle» viertetjahrl. Mk. 1,90 monatlich 66 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 viencyLhrL. mit Bestellgeld. Lüe Allzoigen-vermittlung-stellen deS In- und AutlaadeL nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. g rDaltton, Lspedition und Druck««: Schnk-r-tze Nr. 7. Nachdem das Erlöschen der Seuche inOber-Seemen, I sprechenden Nachweisung vor der Reparatur oder vor der Kreis Schotten, amtlich festgestellt worden ist, ist die an- I Anschaffung die Genehmigung der Großh. Provinzial- geordnete Gehöftesperre wieder aufgehoben worden. Unter dem Viehbestand zu Unter-Seibertenrod, Kreis Schotten, ist die Seuche amtlich festgestellt und über Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Mütter für hessische Uotkslmnde. __________ einer Weise ausstellen (das heißt gewissermaßen im praktischen Gebrauch) die tveit besser ist, wre die bisherigen Ausstellungskasten, Pyramiden rc. Und wie angenehm und anregend ist diese Form für den Beschauer, alles fertig' zu sehen wie es in den Gebrauch kommt, jedes Zimmer als abgeschlossenes Ganze, keine endlosen Hallen und Säle, die ermüden und verwirren. Und dann dazwischen sorgfältig gepflegte Gärten und Anlagen, schattige, ruhige Plätze und Wege, und verstreut dazwischen Unterhaltungen und' Vergnügungen aller Art. Auch großartige Restaurationen werden neu errichtet, in denen wiederum jedes Stück neu und in künstlerischer Weise hergestellt, zugleich ein Ausstellungsobjekt ist, diese aber sind natürlich nur Provisorien, die nut Schluß der sechs Monate dauernden Ausstellung wieder abgerissen werden. — Die Bauten sind schon seit einigen Monaten in Arbeit und man hofft bis zum Herbst mit dem Rohbau fertig zu sein, um dann den Winter über die innere Einrichtung aufzustellen und zu vollenden. Finanziell ist das Unternehmen ausgezeichnet fundiert, denn allein für die Provisorien ist ein Garantiefond gezeichnet, dessen Höhe bis jetzt eine viertel Million erreicht hat, während der Hauptteil, die Villenkolonie, für feste Rechnung der späteren Besitzer erbaut wird, also keiner besonderen Garantie bedarf. Wir werden über die Einzelheiten noch eingehender berichten, vorläufig wünschen wir dem Unternehmen flotten Fortgang und recht zahlreiche Beteiligung aus allen Kreisen der Industrie, des Gewerbes und der Kunst. Deutscher Reichstag. 180. Sitzung vom 25. April. 1 Uhr. Das Haus fährt in der Generaldiskussion des sog. Reichs- seuchengesetzes fort. Abg. Schrader (frs. Vgg.) bedauert, daß die Vorlage ja spät dem Reichstage vorgelegt worden ist, so daß ihre Erledigung nur mit Mühe herbeizuführen sein dürfte. Auch in dieser Vorlage trete wieder der in der letzten Zeit immer deutlicher wahrnehmbare charakteristische Zug hervor, die Reichskompetenz aufs äußerste einzuschränken. Daß damit auf dem Gebiete der Abwehr der Seuchen nicht viel gewonnen wird, leuchtet ein. Es werde nicht die leiseste Neuorganisation für die Zwecke des Gesetzes in Aussicht genommen, das Reichsgesundheitsamt werde nut der Frage überhaupt nicht befaßt, es spiele eine ganz passive Rolle. Alles Heil werde von der Polizei erwartet. Im übrigen werde das meiste den Landesgesetzen bezw. dem polizeilichen Verordnungsrecht der Einzelstaaten überlassen. Mit dem Ein- Äbrefie für Depeschen: Anzeiger Hletze*. Fernsprecher Nr. 51. zur Anschaffung der Sammelbüchsen einzuholen.- Sie wollen Ihre Dienstanweisung vom 18. April 1890 hiernach ergänzen und vorkommenden Falls nach dieser Bestimmung verfahren. v. Bechtold. Ktteratur. Zur modernen Dramaturgie. Studien und Kritiken über das deutsche Theater von Eugen Zabek. Oldenburg, Schulz'sche Hofbuchhandlung, ungeb. 5 Mark. Eugen Zabel hak das Beispiel Frenzels, seines Vorgängers in der Theaterkritik bei der Nationafzeitung, gern ergriffen g. * af Hefa, B«, Bekanntmachung. Am Sonntag, 29. d. M., nachmittags 3 Uhr findet eine Versammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins in Langsdorf in der Wirtschaft von Adam Roth I. statt, zu der die Mitglieder deS VereiuS und jedermann, der sich dafür interessiert, freundlichst eingeladen ist. Tagesordnung: 1, Vortrag des Gr. Direktors Herrn Dr. v. Peter von Friedberg über: „Die landwirtschaftliche Fachausbildung der jungen Bauernsöhne, ihre Notwendigkeit und deren Wirkung in technischer, sozialer «nb allgemeiner politischer Beziehung." 2. Ueberreichung der den Ackerbauschulen vom landwirtschaftlichen Bezirksverein als Andenken gewidmeten landwirtschaftlichen Lehrbücher durch den Herrn Direktor der Gr. Landwirtschaftsschule in Friedberg. 3. Beratung über sonstige Gegenstände. Gießen, den 25. April 1900. Der Direktor des landwirtschaftlichen Bezirksvereins. v. Bechtold. erloschen. Gießen, den 23. April 1900. Großherzogliches KreiSamt Gießen, v. Bechtold. unbedingt ö** eben, W *jeW Rud0li M°S5i I EckeSal*1' tinn bis IV'W nbiejefjW—- «d MAK 8 ctr.: Lehrerkonferenzem I verseuchte Gehöft die Sperre angeordnet worden. , t I Nachdem in mehreren Gehöften zu Ulrichstein, Kreis Sroßh. Kreis-Schulcommssion Metzen Schotten, die Seuche ausgebrochen ist, ist über die genannte m die Echnlvorstäee^e^rmd^ Bürgermeistereien Wartung ineS-uch- und dessen Dramaturgie eine eigene nachgesandt. Zuerst: erschien ein „zweiter Teil", in dem er das fremde Theater mit seinen Einflüssen auf die deutsche Bühne darstellte. Diesem Bande ist nun der „erste" gefolgt. Hier liefert Zabel ebensowohl Studien über Hauptmann, Sudermann, Wilbrandt rc. wie über Moser, l'Arronge, Lindau u. a. Er ist jedoch weit entfernt, diese „Macher" zu überschätzen. Er weiß nur als ein feiner, langjähriger Kenner der Theaterpraxis genau, welchen Wert auch solche Schriftsteller besitzen, und wieviel mancher von ihnen lernen könnte, dessen Stücke an litterarischem Werte die Stücke dieser weit überragen. Zabels Kenntnis der Theaterpraxis beweisen z. B. seine Aufsätze über die „Kunst des Vortrages"« und „Zur Charakteristik des Bühnenerfolges". Das Buch! ist aus für Zeitungen geschriebenen Feuilletons zusammen- gestellt. Seine Darstellung ist durchweg leicht und flüssig; er plaudert liebenswürdig und lebhaft, geistreich und fesselnd. Ein liebevoll und warm geschriebener Aufsatz feiert den Kenner der Dramaturgie Karl Werder. Zabeli läßt Sudermann volle Anerkennung zu teil werden., Hervorheben möchten wir auch noch die Schauspielercharakteristiken am Schluß, die auch dem Nichtkünstler interessant sein werden. Karl Heinr ich. Erzählung von Wilhelm Meyer- Förster. Illustriert von Adolf Wald. Geheftet Mk. 3.—, elegant gebunden Mk. 4.—. (Stuttgart, Deutsche Verlags- Anstalt.) Der Erzähler hat hier eine köstliche humoristische Erzählung geschaffen, die sich sofort das Herz des Lesers eröffnen wird. Die farbige Poesie Heidelberger Korpsstudentenlebens und das abgemessene höfische Zeremonielr mit den goldenen Ketten fürstlicher Repräsentation, schaumende Jugendkraft und Lebenslust gegenüber den Pfluyren der fürstluhen Stellung bilden in. feiner Abtönung den Hintergruno, von dem sich der DteMd der ^bp-inz Karl Heinrich, und die tragische Gestalt seines Memory wirkungsvoll abheben. Innahme ein Anzeigen zu der nachmittag- für den facndm Tag erscheinender. Nummer bi- »arm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abend» vorher. Ausstellung 1901 in Darmstadt. In aller Stille bereitet sich in unserer Residenzstadt nm Kunstereignis vor, das schon jetzt die Aufmerksamkeit «eiter Kreise fesselt. Vor Jahresfrist berief bekanntlich H Großherzog eine kleine ausgesuchte Schar junger Künstler nach Darmstadt und stellte ihnen gewissermaßen die «usqabe, durch künstlerische Beeinflussung der Industrie md des Gelverbes für das allgemeine Wohl zu wirken. 6im Winter hat genügt, um diese Aufgabe in feste Formen ni kleiden, denn die Künstler-Kolonie bereitet für das irchr 1901 eine Ausstellung vor, wie sie wohl eigenartiger nicht gedacht werden kann. Keine Ausstellungshallen, küne Ausstellungsstände oder dergleichen sind gedacht, nein, dne Ausstellung fertiger Häuser, eine kleine st ob er ne Stadt, in der jeder Stuhl, jede Decke, ja jeves Tischgerät künstlerisch durchdacht, neuzeitlicl; aus- »e'sührt ist. Jedes Stück des modernen Haushaltes kommt »ur Bearbeitung und jeder auch noch so kleine Teil soll kiimstlerisch und praktisch erwogen sein. Vor allem aber itie Häuser selbst werden Beachtung verdienen, denn es herben keine Ausstellungsbauten im gewohnten Sinne, nicht provisorische Schöpfungen, sondern feste bestehen il,übende Billen gebaut, die später dazu bestimmt sind, tttm lustiges Künstlervölkchen zu beherbergen. Aber bann liegt eine sehr praktische Seite dieser eigenartigen Aus» frftnng, denn die Häuser sind von vornherein verkauft mb bilden für das Unternehmen kein weiteres Risiko als »ss. Abnutzung und die Zinsen aber nAts weiter; auch iiric die ausstellenden Industriellen und Gewerbetreibenden Kittet die Form etwas Neues und Vorteilhaftes. Wahrend K jeder Ausstellung bisher besondere Stücke hergestellt Mürben mußten, deren Verkauf oft sehr fraglich ist, wird biur der größte Teil aller ausgestellten Gegenstände gleich gekauft und der Aussteller hat Gelegenheit, weitere Zdiücke fest in Bestellung zu bekommen, er braucht also ftrinc Opfer pt bringen und kann seine Erzeugnisse in Bekanntmachung. Der hessische Landwirtschaftsrat beabsichtigt mit der tm | September l. IS. zu Darmstadt stattfindenden landwirt- I schaftlichen Ausstellung eine Verlosung zu verbinden. Großh. Ministerium deS Innern hat die nachgesuchte I Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der I Bedingung erteilt, daß bis zu 80000 Lose zu 1 Mk. das Stück, ausgegeben werden dürfen, und mindestens 50 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose im Großherzogtum gestattet worden. Gießen, den 24. April 1900. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Bechtold._____________ ' Gießen, den 25. April 1900. Betr.: Die Dienstanweisung für die Großherzoglichen Hessischen Bürgermeister, die Verpflegung armer Waisen; hier: die Anschaffung und Unterhaltung der Waisenbüchsen. Daß Großherzogliche Kreisamt Gießen | ®ä Ne Grohh. Bürgermeistereien des Streife»« Es hat sich als notwendig erwiesen, den § 33 der Dienstanweisung für die Gr. Bürgermeister die Verpflegung armer Waisen betreffend vom 18. April 1890 durch nachfolgenden Zusatz, zu welchem Gr. Ministerium des Innern die Genehmigung erteilt hat, zu ergänzen: „Sobald die Reparatnr- oder Anschaffuugskosten für I die in einer Gemeinde aufzustellenden und zu unterhaltenden I Büchsen im ganzen für ein Rechnungsjahr mehr als 20 I Mark betragen werden, ist unter Beifügung einer ent- göttlicher Gell. ffitefcex, 25. «pril 1900. *ft* Wenbet bötte btnfr ' Rasen nach ben f . > Näheres durch foL ' Eonnenftraße 21 ücht'S- Arb-c läget und U Mstigung beim fek Ende« am Fel!. . "S gesucht. MW 5] Glasmacher, Lehrjungm fuit «M Stellung ui aötinWnbem, .,i •faltnunUt Jh.OVlW «rjq Sitses AkaM tthUw n ota W «ußhUfr grtzA - Ltrphanstrajil^ MH« Ws «WS.S 1 MSargerjlrch ■ einem jungen IMM tUung per >■ Juni. M- Frau -Mahttg» 1 »erlva äMM Lakanjenlrste'. Die diesjährigen FrühjahrSkonfereuzen sollen statt- I ^”1. Für den Bezirk Grünberg am 30. April b. I., I vormittags 10 Uhr, tm Hotel „zum Hirsch« m I Grünberg; . 2. für ben Bezirk Lich-Hungen am 3. Mat d. I., I vormittags 10 Uhr, im „Holländer Hof" zu Ltch. Die Herren Referenten werden ersucht, ihre Referate I j, ben Konferenzen bereit zu halten. An die Konferenzen schließt sich em einfaches Mittag- effei: in vorerwähnten Lokalitäten an. I Sie wollen die Lehrer Ihrer Gemeinden entsprechend fcbmiten. v. Bechtold. Gießen, den 25. April 1900. Metr.: Den Rundgang der Feldgeschworenen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen av die Großh. Bürgermeistereien deS Streifes. | Es steht bezüglich einer größeren Anzahl von Ge- 1 tneimben die Berichterstattung über die Beseitigung der bei dm letzten Rundgang der Feldgeschworenen gefundenen An- släi'de noch aus. , , .a Sie wollen dies, soweit es noch nicht geschehen ist, Wunigst nachholen. v. Bechtold.__ Bekanntmachung Betr.: Die Maul- und Klauensenche. Degen Ausbruchs der Seuche zu Ober-Ohmen, iceiS Alsfeld, ist Gehöftesperre angeordnet worden. Nachdem die Seuche in einem Gehöfte zu Leusel, Nettis Alsfeld, festgestellt worden, ist Gehöftesperre ange- irtonet worden. In einem Gehöft zu Nie der-Weisel, Kreis Friedberg, ist die Seuche auSgebrochen und Gehöftesperre verfügt voirden. Herborn, 24. April. Gestern nachmittag hielt, wie tut im „Herb. Tgbl." lesen, der Abg. Stöcker einen Bo:- trag. Er erschien in Begleitung von Herren aus Dille> bürg. Vor Beginn des Vortrages nahm Dr. Burkhart das Wort. Er meinte, Stöcker habe die Herzen der Weste- Wälder erobert. Das genannte Blatt begleitet dflerbind diese Behauptung mit einem Fragezeichen.' Hierauf ergrif Herr Stöcker, vor ungefähr 50 Zuhörern, das Kor Er schilderte seine Verdienste an der sozialen Getzgeöum und wie er zuletzt wieder, neben dem CentrumSmann Kotre1 für die Lex Heinze gekämpft habe. Die konservative Parte sei dem Lauf der Zeiten nicht gefolgt, habe sich den Agrariern hingegeben, und dabei daS Verständnis für den vierte Stand verloren. Der Liberalismus habe abgewirtschaftt, seine Zeit sei vorüber. Er nehme sich nicht der Schwache an und schütze sie nicht, Geld zu verlieren. Die größe Gefahr sei die Sozialdemokratie. Deren Idee werde i 10, 20, 30 Jahren das große Land durchdringen, ab-r dann vor der christlich-sozialen Partei Halt machen, urS Letztere werde das Feld beherrschen. Christentum uiv Sozialismus müfleu zusammen wirken, Religion und Poliik verquickt werden. Die Religion sei der Sauerteig und de Reden das Mehl. Der Sozialismus im Alten Testamerl sei viel bester, als Alles, was wir an sozialen Gesetzt haben. Im alten Testament sei es Gesetz, im Neuen Testament nur Pflicht. DaS Alte Testament bestimme, das Gck soll bei der Familie bleiben, es soll nicht Haus zu Hais und Acker zu Acker gekauft werden, die Aehren soll dick* nicht auflesen, sondern den Armen lasten, und habe Gvt verboten, Zinsen zu nehmen. So sei es recht, nur keire Reichtümer sammeln, das Beste sei ein schöner, gleicher Mittelstand. Hieran kehrten bei uns die Neichen sich Sie sorgten nur für sich und häuften Schätze auf Schätz!- *• Die Nachtfröste des Frühjahrs, die großes der jungen Pflanzenwelt, sind nun wieder gekomvry -- M dm Stau wald, Distrikt -9 6UW M bii 21 cm Dm M 26,b 25 etfid NZ dit 17 m lang bä der u weiflttel mz Steafmbe l^roßh. Bürg Die Flotten-Vorlage in der Kommission. I . 2W der Budget-Kommtsston des Reichstages wurde die Be- I der Flotteu-Dorlage fortgesetzt. „Zur Ergänzung des Mate' rtalS über $ 1, zur Spezialdebatte, hat Abg. Müller-Fulda (Zentn) I neue Fragenan die Regierung gerichtet: 1. Wodurcherklärt I ^°twenbigkeit einer doppelten Schlachtffotte? KSnnte die I ^bllcht der verbündeten Regierungen nicht auch dadurch erreicht I bEstehendeSchlachtflotte unter Beibehaltung d?r I V '".Aufklärungskreuzern und eine« Flotten- Ä/?. runächst eine Vermehrung um acht «inten- I erfährt und später die acht Küstenpanzer durch weitere acht Linienschiffe ersetzt werden? 2. Ist dieGeschwade^ I *0" Etnienschiffen unbedingt erforderlich, oder könnte auch fö.ln der sranzöfischen Marine übliche Stärke von sechs Linien I Geschwader, eventuell wenigstens für die Reserve. Schlachtflotte genügen? 3. Welche Gründe werden für die gesetzliche Festlegung der Materialreform geltend gemacht; weshalb kann solche I Mil 9 lährltchen Festsetzung durch den Etat vorbehalten I bleiben i Die Kommission beriet den vierten Abschnitt des Diskussionsplcms über: Durchführung der Vermehrung. Hier sollen folgende Fragen er- ortert werden: In welcher Weise gedenken die verbündeten Regierungen den Pachter len zu begegnen, die auS der Verstärkung der Flotte für die Landwirtschaft zu befürchten sind? Sind die verbündeten Regierungen geneigt im Interesse der Landwirtschaft: a) eine Marimal- präsenzzlffer, für Heer und Flotte zusammen berechnet, zu gewährleisten welche die Zahl der für beide Zwecke auszuhebenden Mannschaften «ufern erträgliches Maß beschränkt? b) für eine angemessene Erhöhung der Schutzzölle auf landwirtschaftliche Erzeugnisse bet den bevorstehenden Handelsverträgen energisch einzutreten. , . % ^.üUer-Fulda w^ist auf die Aufregung hin, welche die andwirtschastlichen Kreise ergriffen habe, besonders infolge der ungeschickten Agitation des Flottenvereins, der die Notwendigkeit der Flottenvorlage auch durch die Notwendigkeit der Getreideeinfuhr motivierte. Die Bauern seien erklärlicherweise dadurch sehr beunruhigt, da sie ja schon jetzt ihr Getreide nicht preiswert abzusetzen vermögen. Er verweise auch auf die Ausführungen des Vorsitzenden des Bundes der Landwirte, der im Plenum klar gelegt habe, daß die Flottenvorlage der Landwirtschaft große Nachteile bringe. Die Vorlage werde den Arbeitermangel vermehren. . ^g. Graf Klinckowström (kons.) hat sich davon überzeugt, daß die Stimmung der Landbevölkerung wenig flottenfreundlich sei namentlich habe das die Flottenagitation bewirkt und der Hinweis auf die Getreidezusuhr. Er sei überzeugt davon, daß die durch di« Vergrößerung der Flotte bedingte Politik die Landwirtschaft zurücksetze. Jemehr Handel und Industrie blühe, umsomehr sei die Regierung zur Hintansetzung der landwirtschaftlichen Interessen geneigt. Die konservative Partei behandle die Flottenfrage in erster Linie als nationale Frage, doch dürfe man die Interessen der Landwirtschaft nicht außer Acht lassen. weiterer Debatte über diesen Gegenstand geht die Kommission zur Erörterung der Frage der angemessenen Erhöhung der Schutzzölle auf landwirtschaftliche Erzeugnisse beiden bevorstehenden Handelsverträgen über. Abg. Müller-Fulda (Zentr.) hält für notwendig, die Landwirtschaft bei den bevorstehenden Handelsverttägen durch angemessene . 6ecütfW9en. Staatssekretär Frhr. » Thielmann: Ein Beschluß der Regierung liege noch nicht vor. ®r könne nur erklären, daß die verbündeten Regierungen nicht die Absicht haben, die Landwirtschaft zu schädigen. Sr ist persönlich der festen Ueberzeugung, daß die Verbündeten Regierungen versuchen werden, bei den neuen Tarifen die Landwirtschaft besser zu stellen, als es jetzt der Fall ist. Abgeordneter Gröber (Ztr.) wünscht eine offizielle Erklärung des Bundesrats. Die Regierung schweige sich über die Deckungsfrage aus, fte nehme offenbar die Sache zu leicht. Abg. Richter erklärt, er habe noch J° öLcIe ®rünb e gegen die Flottenvorlage gehört wie heute. Das Bedenkliche bei der Sache sei, daß wir vor neuen Handelsverträgen ständen, also jetzt kein klares BUd haben, wie sich dw Einnahmen des Reichs aus bett Zöllen von 1904 an gestalten werben. Abg Gröber (Ztr) betont, daß eine Bewilligung der Flottenvorlage ohne gleichzeitige Festlegung der Deckungsfrage unmöglich sei. Etwaige Mehreinnabm». Steuern gedenkt ferne Parier zu gunfien der Arbeiter zu v"wem». Sehe' Eabltarr , £ier-A k W tu «W)?*1 etü m „ in Stadt %sj.< K- Äff* »ff# Lii l*, * L E ar S'E H > eine Pa t» ßtiibau J bt» Amtz üom l.N rmchM di- D m Iah friere gefloM « ttstr JMMch $ Wtyt- - Butzbach h 1,219,945 M! ber herein ve er einen Rnri zeichnen, welch, solche Schwank luiglei^ung bei M W noch roenbung des i 3132 B13$ mrgeschlagen: biribtnbenbttefy bt I ^bg- Ae ttich (kons.) spricht sich durchweg zustimmend zu de» I Einzelheiten der Vorlage aus. I . , ^9- E> asse : Es besteht ein dringendes Bedürfnis dafür, I ra” die deutschen Dampfer regelmäßig bis nach Kapstadt I ^ufen. Südafrika bietet dem deutschen Gewerbefleiß ein qana I ausgezeichnetes Absatzgebiet. 2169. Fr e s e (frs. Vg.-: Der Ausdruck „größere Leistungen" I müttte praäijiert werden. Das Anlaufen von Swakopmund ist I wahrscheinlich schon wegen der geringen Wassertiefe nicht an» I gängig, außerdem würde dadurch ein Aufenthalt von mindestens I zwei Tagen entstehen. Jedenfalls sollte der Versuch gemacht I w^den, im Plenum weiter zu verhandeln, erweist sich als un- I gangbar, so wäre eine Kommission von 14 Mitgliedern zweck- I mäßig. I '•> A ren d t (Rp.) steht der Vorlage mit ganz besonderer I oreuoe gegenüber. Daß die Begrüiidung auch auf die Gold- I m 1011 i F1 Transvaal hiuweist, erfüllt mich mit | lSenugthuung; wir haben eine Auffrischung aus den Goldbestän- I oen des Transvaal, die jetzt leider unzugänglich sind, sehr nötig, 1 uno es mochten sich dann neben den so glänzenden Wirtschafts- Zgbbm'sen der Reichsbank vielleicht auch bessere wirtschaftliche I Verhältnisse lin allgemeinen in Deutschland ergeben. Minifterialdirektor Kraetke: Mit Kamerun und Togo I ^oen wir monatlich zweimal regelmäßige Verbindungen : auch I rwftchen Kapftadt und Swakopmund besteht eine Verbindung außerdem geht allmonatlich von Hamburg und Bremen ein Dampfer nach Swakopmund. Abg. Müller-Sagan (frs. Vp.) beantragt Kommissions- beiatung und ist der Meinung, daß diese Linien angesichts der Entwickelung der afrikanischen Handelsbeziehungen sich ohne Subvention erhalten können. Fritzen-Düsseldors (Ztr.) ist der Vorlage sehr ge- | ^lgt uini würbe auch bereit sein, sie ohne Kommissionsberatung Lu oerabschi^en, ba aber von anderer Seite ein Antrag auf Kommissionsberatung gestellt ist, und die Vorlage auch eine bauernde Belastung des Reichs involviert, schlagen wir vor, sie der Budgetkommisfwn zu überweisen. , Abg. Hahn (Wild) tzveist darauf hin. daß die Deutschostaftika- LTI ganzen Reihe wichtiger Artikel keine Zunahme ^5>uttchen Exports von 1891 bis 1898 herbeigeführt habe; er erklärt die Erhöhung der Subvention in der Hauptsache als eine ^besgabe für ^e Ostafrikalinie Herr W ö r m a n n fei zu sehr Interessen verguickt, er sei Mitglied von Gesell- ^ E e^s^ü^^st Africa Compagny u. a„ in denen crl Rhodes die Hauptrolle spiele. Dieses Verhältnis nrL ^ormannschen Geschäftsverbindungen komme ihm außer- ordentlich bedrohlich vor. Herr Wörmann habe an der Spitze fe'fSÄUr9err .Protestler gegen die Reichstagsbeschlüsse zum Fleischbeschaugesetz gestanden. (Redner wird vom Präsidenten stehlt erinnert, baß das Fleischbeschaugesetz nicht zur Debatte Damit schließt die Diskussion. — Persönlich bemerkt Abg. Arendt: Herr Müller-Sagan hat sich schließlich /inen Esel Zurückgezogen. Ich habe auf diesen Esel n^§ Edern und ersuche den Abg. Müller-Sagan, den Esel weiter zu geben. (Große Heiterkeit.) überwiesem toirb einer Kommission von 14 Mitgliedern Schluß nach' 5 Uhr 30 Min. mit Sitzung: Donnerstag 1 Uhr. (Literatur-Konvention mit Oesterreich-Ungarn, Beratung der zum Etat gestellten und nicht erledigten Resolutionen betr. die Maul- und Klauenseuche rc.) grinst in die persönliche Freiheit, die ja sehr erwünscht wäre, müsse man sich absinden, denn ohne diese Befugnis lasse sich nichts erreichen. r- Abg- Äösfel (Rp.): Was uns vorgelegt ist, kann ftran als ein Reichsseuchengesetz nicht bezeichnen, denn die Hauptsachen, die in einem solchen enthalten fein müßten, fehlen in bem Entwurf. Das gelbe Fieber, bie Lepra sind in ber Vorlage aufgenommen, ohne bah sie boch für Deutschlanb als gemeingefährliche, epidemische Krankheiten angesprochen werden können Dasselbe gilt vom Flecksieber. Gefahrbringender ist die Pest, am gefährlichsten die Cholera, die ja auch 1893 den Anstoß zur Einbringung des ersten Entwurfs im Reichstage gab. Die Begrenzung des Kreises der ansteckenden Krankheiten auf diese beiden letzt envahnten scheint mir doch viel zu enge. Wir haben eine ganze Zahl epidemischer Krankheiten im Lande, dw ebenfalls vorgegangen werden muß; dazu gehören ^dtHus, Scharlach, Kindbettfieber 2c. Dazu kommt bie Tuberkulose, von ber ebenfalls im Gesetze keine Rebe ist, obwohl auf en Todesfälle im Reiche immer ein Tuberkulosefall ent» A m„Außer der Tuberkulose finb bie Geschlechtskrankheiten unb ^ s.? .?0llsnius hervorzuheben; biefe brei finb weit gemein» ruifxfc0 $ ^e sechs in der Vorlage aufgeführten. Die beste Gewähr gegen die Verbreitung ber Seuchen von ausländi- Men Seuchenherden aus im eigenen Lande sind eine bessere Xb a sserver 0 r du u n g eine allgemeine deutsche Brunnen- bessereWohnungsfürsorge, mindestens eine allgemeine Neuordnung für die Aufführung von Wohnhäusern. Im großen und ganzen kann ich mich also für I •lc Vorlage nicht sehr erwärmen. a!L9C-"?’aJTd lfrs. Vp.): Den elenden Wohnungs- verhaltnissen die vielfach vorhanden sind, kann ein Reichsseuchen- Borlage'^au?^ ®er Redner spricht sich für die Annahme ber b o ldt (3tr.) 6ält für bie Vorlage eine «°m- von 14 Mitgliedern für genügend. ™ gebt an eine Kommission von 14 Mitgliedern. — Ohne Debatte überweist das Haus sodann die Vorlage betr. (Srganjung des Etats für 1900 der Budgetkommission. — Es I 5l9t?nAo r gunz ungdesEtatsfürdieSchutzgebietel ftir 1900. Dieselbe fordert für Kamerun einen weiteren I Zuschuß von 865 300 Mark und stellt für das neue Schutzgebiet | u einen Etat auf, der mit 252 000 Mark bei 52 0M Mk. rneichszuschutz balanzrert. bemängelt die Forderung für Kamerun. I Kolonialdirektor v. Buchka: Das Hinterland von Kamerun 9^’inÄen'i_unb. kulturfähig zu machen durch große ÄraffJh1 »ertrag der Südwestaftika-Kompagnie mit der I »,-^p ^^Qrniek abgeschlossen zu einer Zeit, zu der bem I SS?'Eliifluß auf bie Südwestafrika-Komdagnie nidjt zustanb. ^eßt ist dies anders geworden. Wir haben durch I unfere Kommissare einen Einfluß gewonnen. Der Vertrag ist I u?Eda"erlich, aber es war nichts zu machen. Die Befürchtungen für die Zukunft sind aber unbegründet, wir werden alles aus- I fSn § in unfcrer Macht steht, um unseren Einfluß zu ver- I „ , (•) ^runberg, 25. April. Die Bewohner der fltu- • n ^eute vormittag durch Feuerlärm ti- schreckt. Ein etwa 8 jähriger Knabe hatte in Abwesenheil feiner Mutter ein Feuerchen gemacht, bie Flammen schlumn in ein in der Nähe befindliches Gesäß mit Oel. Es märt tvohl größerer Schaden entstanden, wenn nicht beherztt Leute aus der Nachbarschaft herbeigeeilt und die Flammci, erstickt hätten. Die Feuerwehr, die bereits alarmiert toai brauchte Infolgedessen nicht in Thätigkeit zu treten. Lehramtsassessor Th. Koch, der Dr. Meyer auf feintr ätzten Forschungsreise in das Innere Brasiliens begleitete, hat nun wieder Verwendung im Schuldienst am Gymnasium zu Offenbach gefunden. bm. M a i n z, 24. April. Die viel erwähnte B l a d s cht Millionenerbschaft kommt trotz der längst eingt- troffenen Ermächtigung immer noch nicht zur Auszahlung. i o ^^^.^bschastspfleger, der wegen eines formellen Fehlers Schwierigkeiten macht und den auf Mainz em- fallenden Teil der Erbschaft nicht zur Auszahlung bringen tütll. 2)« Stadt Wain$ wird wahrscheinlich genötigt fest, den Klageweg gegen den Erbschaftspfleger zu beschreite,!, was nochmals einen schönen Betrag an Kosten verschling wird, da der auf Mainz entfallende Teil der Erbschaii nahezu 300 000 Mark beträgt. Bingen, 25. April. Die Landtags-Ab geordneter Pennrich und Genossen haben bei der z,veiten Kamme: der Stände einen Antrag unterbreitet, betr. Freigat: der Ueberfahrt Bingen-Rüdesheim; auch fc'i den betreffenden Behörden die strengste Haiidhabung bc in Bezug auf die Kontrole bestehenden Vorschriften eit geschärft und die Einführung eines staatlich organisiert«i Rettungsdienstes ins Auge gefaßt werden. - Da bei dem Unglück bei Rüdesheim mit dem Leben davon g kommene Schiffer Hauck liegt schwer krank darnieder. ? r.n ‘m (Rp.): Kamerun ist eine unserer aus- Kolonieen und ich halte eine Verstärkung der Schutz- ""vve^dieses Gebiet prinzipiell für angemessen. In den H eB. rwei, drei Jahren wird uns übrigens sicherlich eine Nach orderung unterbreitet werden, denn Kenner behaupten, baß man nich?^^p.?Ä-ss^b Pazifizierung burchzufuhren, wenn man nicht mehrere Millionen aufwendet. In den Lasten ber m?rhlnter9?9rf° ter 45 ^sellschaften zu Beiträgen herangezogen werben. Auch muß bie Kolonialverwaltung ganz genau kon- «n°f.’eitenö der Nord-Kamerungesellschaft in Bezug auf Besitzergreftung re. geschieht, weil sonst die Gefellschafte» zu sehr einen Monopolcharakter annehmen würden. Er sei an f?^pf Unternehmen irgendwie beteiligt, unb er °uf die Gefahr hm baß bann Herr Richter wieberhoke: Natür ch, dort ist nichts zu holen, darum hält sich Graf Arnim von allen dieien Dingen fern! (Heiterkeit.) 0nias!bireS0-^ D" ? u510: Die Heranziehung ber Gesell- ci? U bcr Schutztruppenvermehrung ist unthun- dch, weil bie Ausdehnung ber Besatzung des Schutzgebietes auf ^,r9mfa,£.e^bamaua den Konzessionen nichts zu thun hat. Der Norbwestkamerungesellschaft smb nicht bie betreffenben Land- L°wen als Eigentum verliehen, fonbern sie hat innerhalb bieses Gebietes belhmmte Rechte verliehen erhalten; von der Geltend- machung eines Eigentumsrechtes kann gar nicht die Rede sein. Die Ueberlassung von Kronland an die Gesellschaften wird an . bie strengsten Bebmgungen geknüpft, unb bie Wieberübernahme ; Laubes )orote bie Erfüllung ber Vorschrift, baß bas Laub i »innen einer gewissen Frist in Kultur genommen wird, werben in jebem Falle ftchergestellt. Abg. Eickhoff (frs. Vp.): Gegen ben Etat für Samoa laben wir nichts einzuwenben, bie Forderung für Kamerun muifefn wir aber beanstanden, beim es ist über bie Verwenbuna •er gerorberten Summe im Dispositiv bes Etats fast gar nichts • zelagt. Schon im laufenden Etat ist bie Schutztruppe um 100 Mann vermehrt worden, jetzt entwickelt ber Gouverneur von Kamerun uns bie Notwendigkeit eines weiteren Vorgehens in ba^ Penne-Gebiet, um bie beutsche Herrschaft auf biefem Gebiete, ^./pA^bnber Machtentfaltung ohne Gewaltmaßregeln auch thatsachlich auszubehnen. Was unter „entsprechenber Macht- eutfaltung ohne Gewaltmaßregeln" zu verstehen ist, ist vorläufig I »eheimniß ber Kolonialverwaltung. Die Erschließung bes Hin- terlanbes von Kamerun burch eine militärische Machtentfaltung I t\lOxbern'J?eintanUnä 'Elbst unbebingten Kolonialfreunben I nicbt ber richtige Weg. Der Handel in diesem Gebiete soll nach I len Verhandlungen der Budgetkommisfion gar nicht so bedeutend £‘n- ^warten von der Verstärkung keinerlei Fortschritte für bie wirtschaftliche Entwickelung Kameruns. I Kolonialbirektor v. B uchka: Die Situation, bie ber zwei- I Jiahge Felbzug bes Majors von Kamptz herbeigeführt hat, ist I •ic, baff ber beutsche Einfluß ausgedehnt ist bis weit in bas I *mlCTAanb (,tnein- Dieser Vorteil ist aber auf bie Dauer nicht I ' wenn nicht die neugegründete Station Garua durch I «ne Verstärkung ber Schutztruppe gesichert wirb. „ Abg. Graf A r n i m: Wir auf dieser Seite werben keines- I wegä durch militärische Aspirationen zur Bewilligung veranlaßt, I Jmibern wir finb bringenb baran interessiert, baß bie Lanb- I 55" k ie*rt Wlrb' .unö bie wirtschaftliche Entwickelung in I ^eger pariert ber Autorität, I i?^hlPirb abor btc Schutztruppe auch zu einem Kultur- I hager, ja sogar zum Zentrum derselben. f Ergänzungsetat geht an bie Bubgetkommission. — Den I kfeten Gegenstand ber Tagesorbnung bilbet bie erste Lesung bes I rTff L L Postdampfschif; sver bin du n r a t 1 « /tach ber Vorlage soll nach Ablauf bes zur 3eit I besteheuben Vertrages bie Einrichtung unb Unterhaltung einer ! 14 tägigen PKdampfschiffsverbinbung mit Ostasrika unb e uer I Mvöchigen Verbindung mit Südafrika auf bie Dauer bis m I 15 Jahren burch die Erhöhung ber jetzigen Subventionen hnn I 900 000 Mark um bie Hälfte auf 1350 000 Mark geliefert werben. Diese Verbinbungen können abwechselnb burch eine von I Osten unb von Westen um Afrika fahrenben Hauptlinie unb I eine vom Suezkanal nach und von Ostafrika fahrenbe Zweiglinie I hergestellt werden. Die Fahrgeschwindigkeit für neuzuerbauenbc I schiffe soll erhöht werden unb im Durchschnitt minbestens be- | tragen auf ber Hauptlinie ziwschen Neapel unb Dar es-Salaam I 12, sonst 10 einhalb Knoten, auf bcr Nebenlinie 10 Knoten. | Der Weg ber Submission soll verlassen werben. Aus Stadt und Kaud. (Anonyme Sinsendnngekr, gleichviel welchen werden grundsätzlich nicht aufgenommenJ Gieße», 26. April 190b. ** l^PffPlf********' (Nachdruck verböte«.) Dor 109*1. am 27. April 1791, wurde zu CharlcStown Sam. Morse ffnbtr b£8 elektromagnetischen Schreibtelegrapbm, geboren ®(flnbung und Derbessernngen machten den Telegraphen iu bebiutfamen BerkehrSmitiel, wie wir ihn heute kennen. Mors» am 2. April 1872 in Newyork. t’< manchem Gärtner und mancher Blumenfteundin berrst!»! schwere Enttäuschungen; doppelt willkommen dürfte da,- Mittel sein, durch das man den Eintritt der Nachtßv- vorher bestimmen und seine Lieblinge vor ihnen fjk, fa»n. Wte der Direktor des Botanischen Gartens . rl68!6«' Professor Drude, in langjährigen BeobachtuW, festgestellt hat, kann sich ber Gärtner schon am Mittag ihr bte Temperaturverhältnifse ber Nacht orientieren. E- k darf dazu eines feuchten Thermometers, d. h. eines Ther^ Meters, deffen Quecksilberkugel mit feuchter Gaze umwuntu Z'eht man von der Höhe, bie es um Mittag M 4l/t Grad C. ab, so erhält man die Temperatur £ kommenden Nacht bis auf 1/2 Grad C. annähernd. %< das feuchte Thermometer um Mittag beispielsweise 5 GraU so kann man für die Nacht % Grad C. erwarten,. - Temperatur, wo sich auf den Blättern bereits Rauhreis u büben beginnt; es gilt also, leicht erfrierende Pflau» kmder durch Decken, Sträucher, Bestreuen mit Torfmull jit schützen, und die leicht transportierbaren wieder in bat roärmcnbe ober Zimmer zurückzubringen, fit Methode Drude's ist von dem Genfer Gelehrten Kammermm entdeckt worden, nnd hat sich bisher bei allen Beobachtungki als durchaus vertrauenswürdig erwiesen. •• Unfall. Ein Arzt aus Gießen geriet gestern avend an der Konstablerwache in Frankfurt a. M. unttr eine» elektrischen Trambahnwagen. Er kam ohne erheblich! Berletzungen davon. sei da- Verhältnis in England und Amerika lobens* Die christlich soziale Partei wirke hier anSgleichend il. Sie Stritt btt 1 1 bunfi fituttlütm t Mammen Wu? W mit Del U tf- n, wenn nicht btfy geeitt nnd die ’ bereits ator-.- itjälißteit zu x : Dr. Meyer das Innere Wr rendung im W!b«v 'Ntl, dje nun lieber Öt^n‘ fifnrn .l fitfon te*« k b.««5" ।•» Ldli,g7 i M* Bto§ ‘»««8, b.5X ;b" ?«”» 2 »le N* iS? 5. »'H-Ä “’äMfWfeSS, ®r“b ®. n»» 8 ^ttn bereits Siri S "sriereck r 'freuen mit lorr «Portierbaren wi^ > ”®er zurückziibiii.'. 'Ufer Gelehrten S^ bei allen JBw:- nviesen. 118 ließen g(r , l» Frankfurt th Ec kam chch ^bU| te ( * K ; in Segen, sie arbeite weiter und werde ihr Ziel erreichen. *t !V Ausführungen der Vorredner trat Pfarrer Siefm,2ß fassen geil in Emericheuhain entgegen. Er bekannte >dnljy'. sj als positiven Christen und konservativen Mann; erkenne ll6,On>n andren Abgeordneten Hofmann als durchaus tüchtigen ^ichtaetreuen Herrn, als Ehrenmann; er habe ihn gewählt, ■ l werde ihn wieder wählen. u 6 lamm. ? ■ meine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Lei Vilbel wurde die Leiche des seit 1. Apcil vermißten Irftwirtes Wiegand von Rendel, über besten Vermögen '3 April das Konkursverfahren eröffnet worden ist, in itr Ridder gefunden. — In Nied er-Eschbach entstand ,, ber Hofraite des Bürgermeisters Richter Großfeuer. An «r Retten der Stroh- und Futterartikel war nicht zu denken, 35 Bildner wurden ein Raub des Feuers. Der Schaden > Stroh Futterartikeln und Maschinen wird auf circa 3000 Mk. berechnet. Ein der That verdächtiger früherer Knecht Richters ist in Haft genommen worden. — Bei ha„au brach am Sonntagnachmittag in der sogenannten ^mse, unweit des Kinzigheimer Hofes, ein ziemlich be- btutenber Waldbranb au«. Durch Landrat von Schenk, ter zufällig mit seinem Wagen die durch den Wald führende Zu aße passierte, wurde alsbald die Bruchköbeler Feuerwehr m Brandstätte beordert. Auch die Hanauer Feuerwehr •iltr herbei. Nach etwa eineinhalbstündigem Bemühen ge- Iwg es, das Feuer zu hemmen. Die Brandfläche erstreckt sich über eine Parzelle von ca. 15 Morgen. — Der fiskalische Weinbau im Regierungsbezirk Wiesbaden hat nad dem Bericht der Rechnungskommission für das Jahr von, 1. April 1998-99 mit 135000 Mk. die größten Mehrer ahmen der Domänenverwaltung ergebe». — Im Alter von fast 79 Jahren ist in Hannover am Montag der innere LyceumS-Direktor, Professor Dr.Wilhelm W i e d a s ch, gestorben. Er war in W e tz l a r geboren, wo er auch feine erste Jugenderziehung genoß. Von 1839 bis 1843 studierte Mdasch in Marburg und Göttingen Philologie und Geschichte. — Der Geschäftsbericht des Vorschußvereins zu Artz buch besagt, daß im Berichtsjahre der Umsatz auf 1,219,945 Mk. gestiegen ist. Von Geschäftsverlusten ist der Verein verschont geblieben, nur im Effektenbestand hat er einen Kursverlust von ca. 4893 Mk. 30 Pfg. zu verzeichnen, welcher Betrag dem Spezialreservefonds der für solche Schwankungen der Werte im Effektenbestand zur rlu-gleichung bestimmt ist, abgeschrieben wurde, so daß der- ftlfoe jetzt noch 13,544 Mk. 91 Pfg. beträgt. Zur Ver- roenbung des Reingewinns von 7706 Mk. 74 Pfg. mit 31312 Mk. 13 Pfg. Uebertrag aus voriger Rechnung wurde Vorschlägen: 7 Proz. Dividende von ca. 73,000 Marl ditfidendenberechtigte Stammanteile mit Mk. 5110, Mk. 500 Zlt'.chreibnng dem Reservefonds, Mk. 2200 Zuschreibung dem Spezialreservefouds, Mk. 3038,87 Uebertrag auf neue Rechnung, zusammen Mk. 10,838,87, welcher Vorschlag Genehmigung fand. — In Weitershain starb der Bürgermeister Faul stich. Vermischtes. * Entdeckung spanischer Goldminen. Das klassische Land der Stierkämpfe steht anscheinend vor einem Glücksfall, der unter Umständen seine bedenklich zerrütteten Finanzen in einen Ueberfluß verwandeln kann. In der Provinz Lugo, 20 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, wurden bedeutende Goldminen entdeckt. Verschiedene englische Ingenieure sind in Castro Rey angekommen, um weitere Untersuchungen anzustellen. Ein hervorragender Mine- ralog, der die Goldfelder besuchte, erklärte, sie zählten zu den reichsten der Welt. Die Analysen ergaben durchschnitt lich 6 bis 8 Unzen Reingold auf eine Tonne Quarzerde. Einige Proben ergaben sogar bis 74>/2 Unzen. Die Aus beute wird bald beginnen. Jagd und Sport. Turnerisches. Der Mittelrheinische Turn- kreis, welcher das Gebiet des' Großherzogtums Hessen, den größeren Teil der Provinz H e s s e n - N a s s a u , die Regierungsbezirke Koblenz und Trier und das Fürstentum Birkenselo umfaßt, hat nach der statistischen Erhebung vom 1. Januar 1900 in 18 Gauen und 633 Vereinen eine Gesa in t Mitgliederzahl von 62 802, wovon 23 200 Turnende, 8669 Zöglinge, 51238 Steuerpflichtige und 2557 Vorturner, was gegen den Stand vom 1. Januar 1899 einen Zuwachs von 19 Vereinen und 1923 Mitgliedern, aber nur 613 Steuerpflichtigen ausmacht. Im Jahre 1899 sind in den Vereinen 3914 Vorturnerstunden und 56 364 Vereinsturnabende abgehalten worden. Die im Turn- kreis bestehenden grauen Abteilungen zählen dermalen- 720 Mitglieder, die durchschnittlich an 40 Abenden im Jahre turnten. Bon den 633 Turnvereinen besitzen 197 eigene Turnplätze, 105 eigene Turnhallen, während 4b Schul- oder Gemernde- Turnhallen benutzen. Trotzdem die Zahl der veremsergenen Turnhallen stetig, wenn auch langsam zunimmt, sind doch weitaus die meisten Vereine gezwungen, Mangels geeigneter Turnräume im Winter den Turnbetrieb zu beschränken, wenn nicht ganz ausfallen zu lassen. 45 Vereine berichten, daß sie im' Winter nicht turnen. Ein schneidiger Reiter ist Leutnant S u e r m o n d t, das wissen alle, die sich für Rennbahn und Pferdesport interessieren. Was er aber am letzten Sonntag in Frankfurt vollbracht hat, dürfte ihm erneute Bewunderung eintragen. Im Taunushürdenrennen war er auf Diamant im Sattel und dem Pferde rutschte während des Rennens das Kopsstück des Zaumzeugs. In diesem kritischen Moment hielt der Reiter dem Wallach das Gebiß mit der Sand im Maule fest und brachte ihn so glücklich als Sieger iiach Hause. — In demselben Rennen startete auch Die Nacht, eine Stute im Besitze des Herrn Poppelbaum von hier Dieses Pferd hat neulich im Training einen außerordentlich! großen Sprung ausgeführt. Es sprang unter Leutnant Frhrn. v. Maercken in der Arbeit beim Nehmen der Mauer über zehr» Meter weit. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Ri.briksteheadetr Artikel »bencimmt die Redaktton Einerlei Verantwortung.) Ulte»»Br»seck, den 25. April isoe. Die durch den kiesigen OrtI führende KreiSslraße befindet sich schon seit Jahren in einem Zustande, der sie zu Zeiten Nicht passieren läßt, ohne den Fußgänger emem Bade auSzusetzen. Man oUle doch meinen, daß eine Gemeinde d,e lühr Uch ungefähr 1800 Mk. an die Kreiskasse abführen muß, auch Anspruch darauf erheben darf, daß die Straße so im Stand gehalten wird, da8 sie dem öffentlichen Verkehr entspricht. Als die Gemeinden noch ihre Straßen selbst verwalteten, hat es, wenigstens am hiesigen Urte, solche Mißstände nickt gegeben. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, daß baldige Abhilfe geschaffen werde. Ein Einwohner von A.-v. Wöchentliche Uebrrsicht der Todesfälle in Gießen. 18. Woche vom 16. April bis 21. April 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, inll. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 12,58%g, nach Abzug der Ortsstemden 6,30%q. Kinder Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Es starben an: Zusammen: Erwachsene: 1. im Lebensjahr: 2 vom —15. Jahr: Lungenschwindsucht 1 (1) 1 (1) — — Influenza 2 1 — 1 Zellgewebseiterung 1 (1) 1 (1) — — Lebensschwüche 1 (1) — 1 (1) — Unbekannte Ursache 1 — 1 — Summa: 6 k3) 3 (2) 2 (1) 1 Handel Md Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom SS. April. Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult April 0.55 o/g, do. per ult. Mai 1 80%, do. per ult. Juni 2.70* ,, Diskonto-Kommandit per ult. April 0 55%, do. per ult. Mai 1.65%, do. per ult. Juni 0.00*/. Lombarden per uU. April 0.30 /o, do. per ult. Mai 0.70%, do. per ult Juni 1.05%. Spanier per ult. April 0.00. Notierungen: Kreditaktien 228.80-90-80-00, Diskonto- Kommandit 189.60-181.50, Staatsbahn 136.40-00, Gotthard 142.00, Lombarden 27.20-00 00, Ungar. Goldrente 97.75, Italiener 95.10, Sproz. Mexikaner 25.80, Oesterr. Coupons 84.%, Amerik. Coupons 4.18% Privat-Diskont 47/i»%. l%-2% Uhr: Kreditaktion 228.80-50-000, Diakonto-Kem- mandit 188 50-188 Staatsbahn 00.00, Lombarden 27 20. Limburg a. b. Lahn, 25. April. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter Roter Weizen 13.50 M-, Weißer Weizen —Mk-, Korn 11.88 Mk., Gerste —M-, Hafer 7.15 Mk., Erbsen —Mk., Kartoffeln Mk. ^M'eyer^ Konversation (auoh t» üntautk Uten-nWerk*) sowie alle andern Bücher I ,36" laftrt gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an -> BL b. Bperllnf, Buchhandlung, Stuttgart VH. * chwlrl, W- flehenden Borst.' eines staatlich «p- i mit dem Wr. schwer krank W Wunden. erwähnte Vstch nt trotz der längst tit| noch näht zur SuW'- ber wegen eines somit und den auf Mainz u. 1 zur Auszahlung 6m; hr/cheinltch genötigt k t'Dsleaer zu beschick g an Kosten verschling! >nde Teil der Srbjte (6g. Stiätt «» io Don ßetten «i** , Tir 8'i;- rage« nahm u5 habe WA Slatf big*“, -agezeichen- $* f -LS. gefolgt- ha^ st !$,r,ldh«bt «bl*'"' ätnu« rJU' iu verlieren' i'. e Land d . ■Syg». iBfteö Auer'sches Gasgkühricht. Wir empfehlen: Gasglühlicht-Garnituren brftehend aus Brenner, Glühkörper und Cylinder (Marke D. G. A.) zum Preise von zusammen Mk. 3.— Glühkörper, bei uns abgeholt, zum Preise von „ 0.50 „ durch uns aufgesetzt, zum Preise von „ 0.75 Bei gleichzeitigem Aufsetzen mehrerer Glühkörper «ach Zeitaufwcnd, sofern solche Berechnung vorteilhafter für den Abnehmer ist. Cylinder (Marke D. G. A.) Mk. 0.30 Jenaer Hartglaseylindee » 0.50 Wir machen darauf aufmerksam, daß unsere Glühkörper vor dem Aufsetzen mit dem Preßgas-Apparat ausgeglüht werden, wodurch eine größere Haltbarkeit und höhere Leucktkraft derselben erzielt wird, und daß das Auffetzen der Glühkörper nur durch geschulte Leute erfolgt. Gießen, den 24. April 1900. 3053 Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. ernarzef nM a ee an i? I H 2331 Kgl Bayr. Mineralbad Brückenau Wernarzor Wasser ist von hervorragender Heilwirkung bei harH*aurer Diathese, Gicht, Nieren-, Stele-, Gries- u. Blasenleiden, sowie allen übrigen Erkrankungen der Haruorgnne. — Dio Quelle ist seit Jahrhunderten medizinisch bekannt. Erhältlich in allen Apotheken u. Mineralwasserhdlgen. Schutzmarke Aach neueren Erfahrungen ist Wernarzer Wasser auch ausserordentlich wirksam zur Anfsiugung plcnritischer P.xsndnte. Slenograptzie ■ Unterricht. Am 1. Mai eröffnen wir für Nichtmitglieder einen Anfangskursns in der Gabelsberger scheu Stenographie. Das Honorar betragt 6 Mk. Anmeldungen werden unter Angabe der Adreffe durch Karte an den Vorsitzenden, Herrn Dr. Pitz, erbeten. Gießen, 24. April 1900. so?o Der Meisberger Kttoaßraphku-Kttkm is Sitßkv. Einkassi®r®r. Wir suchen per sofort einen tüchtige» umsichtige» Einkassierer für bte Stadt. Kaution von 200 Mark eftorderlich. 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