Kr.»3 ' <1® ^ushaltunjj. NastW lumenlische e*roleum- Kocha^. «Selkäfige Pwtwagen iser"e WasM Mwäi; '«'bei, flifni )a5 Bureau einej: «n Sthrli«g ofe e?öertennk:'- e Med. d. U lmlehrlmq gtiuj. Georg, gtlitrfc-; eimlrhrliag urir Jnflen gefudit, aA, Trotze Wu- ahmachttlebriiiu Semtt, Tlarliß'.'i R«W 0u5 giilo W ifl in der »■ « Ul^lUit iMWnine gM. tW ja». nerie-rlvig iuti Iftltt, WmchL^ W. iriing. ju Cftem einen W tfanblung. Junge L« Stfiulbilbunfl vnsü- direkt melden. BÄanälüi Men. Müchlin, tzytidn, tobiite KirteM //. gesucht. iin «Ug.c^M' ; MggcM (Matm-ötoW* Cfferttn an bie ßrpt- unter v nllug per Ostern gch mE, Wminetan^ Äenen S«< ; toffy'Ä“ lunii 8pri iSta* Fr°u M. 72 MsteS Blatt. Dienstag den 27 März LBOG Meßmer Anzeiger Keneral-^Nnzeiger Anrts- und Auzeigablutt ffir den TLveis Gieren Nczugspreia vicrirljährl. Mk 2,31 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestell« vierteljährl. Mk. 1,91 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Hüt Anzeigen-BermittlungSstellen bei In- und Auslanbei nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilmpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Heeet*< »m Anzeigen zu der nachmittags für bei )efynt~r l*e erscheinenden Nummer bis Norm. M) Ubr. Ml ß Rungen spätestens **M Narher. MMn, Spedition und IcheetOrnhe Ar. 7. GraLsbeilaKk«: Gießener Familienblütter, Der hesßfche Landwirt, MMer für hrstische Volkskunde. Ldreffe für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. 9ü «i-tz-mer HewtNtiiHtter iwrtt* dr» Anzeiger bi W ■* .Heff. h»nd«b*- X. „»älter ► W. »-askunde- VMfl. *wt frttykgt. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Die Abhaltung von Äörterminen zwecks Aufnahme der Zuchttiere in das Provinzialherdbuch im 1. Körbezirk. Die Körkommisfion des 1. Körbezirks (Vogelsberger Vieh) wird nachfolgende Körtermine abhallen: Freitag den 30. März ds. Is., vormittags 9 Uhr, in Lauter; nachmittag« 3 Uhr in Grünberg. Montag den 2. April dS. Is., vormittags 11 Uhr, in Weickartshain; nachmittags 3 Uhr in Stockhausen. Freitag den 6. April ds. IS., vormittags 10 Uhr, in Queckborn; nachmittags 2 Uhr in Göbelnrod; nachmittags 5 Uhr in Beltershain. Dienstag den 10. April ds. IS., vormittags 10 Uhr, in Saasen; nachmittags 2 Uhr in Reiskirchen; nachmittags 4 Uhr in Lindenstruth. Samstag den 14. April ds. IS., vormittags 11 Uhr, in Burkhardsfelden; nachmittags 3 Uhr in Steinbach. Freitag den 20. April ds. Is., vormittags 10% Uhr, in Heuchelheim; nachmittags 5% Uhr in Großen- Buseck. Dienstag den 24. April ds. IS., vormittags 10% Uhr, in Großen-Linden; nachmittags 4 Uhr in Allen« dorf a. d. Lahn. Die Züchter von Vogelsberger Vieh, welche ihre Tiere in das Herdbuch eintragen lassen wollen, werden ersucht, ihre betreffenden Tiere an dem von betr. Großh. Bürger- «eifterei hierzu bezeichneten Ort auszustellen, damit die Arbeiten der Kommission ohne Aufschub erledigt werden können. Anmeldungen zur Körung find an den Borfitzenden dieser Kommission, Herrn Oberamtmann Hoffmann zu hos Gull, oder den Geschäftsführer, Herrn Oberverwalter Seil stein in Laubach, zu machen. (Bei diesen Äörterminen sind ebenfalls die schon aiv gekörten weiblichen Tiere und die von solchen stammende Nachzucht vorzuführen.) Hardt-Hof, den 21. März 1900. Der Präsident drs landwirthschaftl. Verein« für die Provinz Oberheffen. I. V.: Schlenke. FeuiUets«. Briefe aus der Befidenz. Origtnalbericht für den „Gießener Anzeiger". (Nachdruck verboten.) las Heim der Küustlerkolonie aus der Mathildenhöhe. — Gemälde und plastische Werke im Kunstverein. Man wird jetzt unter der Ueberschrift „Darmstadt" Nusiger von Sachen der bildenden Kunst und des rno- Lrrnen Kunstgewerbes lesen, als das in früheren Jahren fahren der Fall gewesen ist. Bei dem Vorhandensein einer immerhin ansehnlichen Hcmäldegalerie fühlten sich einstmals die Gemüter völlig jxrubigt und dachten gar nicht an die Möglichkeit, daß Je Kunst bei uns in Deutschland auch einmal, wie seiner- Ait in Italien im gesegneten Quatrocento berufen sein Ännte, alle Gebiete des Lebens zu erobern, und mit den testen Instinkten und Kräften der Volksseele Fühlung zu gnuinnen. Die Grundsteinlegung für die Arbeitsstätte der Künstlerkolonie, welche am Samstag Nachmittag 5 Uhr programmgemäß in Anwesenheit des Großherzogs vor sich ging iiatt) einen vornehm-festlichen Anstrich trug, bedeutet einen Schritt vorwärts auf der Bahn, deren Ziel kein mderes ist, als Darmstadt, die Residenz des Großherzogs, Weiner Kunststadt zu erheben. Der Grundstock ist gelegt, Miii ist der Anfang, aus welchem alles weitere organisch Zcauswachsen soll — aber durchweg handelt es sich um >re Pläne, um sichere Entwürfe und vor allem um das Miren, welches die Ideen in Wirklichkeit übersetzt. Äb'kßn" von Joseph M. Olbrich, so heißt die kleine Schrift, Sie hauptsächlich für den Großherzog und sonst nur für einem kleinen Kreis von Interessenten bestimmt, in Wort M Skizze die Pläne verdeutlicht und veranschaulicht, nach ioelcchen ffich der allmähliche Ausbau der Mnstlerkolonie »vilZiehen soll. In der von Alexander Koch herausgege- Jene-rt Festschrift, die in Umschlag, Papier, Zeichnungen und Mbentönen first rate genannt werden muß, schreibt Ol- * Vom Kriegsschauplatz. Loudon, 24. März. Aus Äroonstadt ist ein Brief eines Engländers in Bloemfontein eingetroffen, der eine Verwandte des Präsidenten Steijn zur Frau hat. Er be« zeichnet die Stimmung der Buren als sehr zuversichtlich, die Stadt rüste sich zu einem energischen Widerstand, und gleiche mit ihren mächtigen Schanzwerken bereits einer starken Festung. Die verbündetenTruppen seien unter dem Oberbefehl des Generals Joubert völlig einig und ohne Zwietracht. London, 24. März. Der Entsatz von Mafeking dürfte nicht so schnell, wie erwartet wurde, erfolgen. UebrigenS verbreiten die englischen Meldungen, daß das Bedürfnis auf Entsatz in Mafeking nicht mehr so stark sei. Lord Methuen soll sich den richtigen Uebergang über den Vaalfluß, östlich von Fourteen StreamS gesichert und mit einem Detachement eine Flankenbewegung unternommen haben. Die Cityvolontäre schützen die Kommunikation vom Oranjefluß nordwärts. London, 24. März. Die Gerüchte von der Niederlage des Generals Gatacre werden amtlich dementiert; dagegen soll Oberst Plumer von einer Burenabteilung unter dem Befehl des Kommandanten Eloff bei Gaberones ein * geschlossen sein. Wien, 24. März Die österreichisch-ungarische Regierung lehnte aus den gleichen Gründen wie Deutschland die von Transvaal nachgefuchtc Friedensvermittelung ab. London, 25. März. Gestern nachmittag lief folgendes Telegramm von Lord Roberts aus Bloemfontein im Kriegsamte ein: Gestern wurden die Oberstleutnants Grabbe und Codsinglon sowie der Leutnant Lygon und ein Gemeiner während eines Rekognoszierungsrittes, den sie nördlich von Bloemfontein ausführten, von einer Abteilung Buren überrascht. Der Leutnant wurde getötet, die beiden Oberstleutnants und der Gemeine schwer verwundet. Die Buren brachten die Verwundeten auf einen nahe gelegenen Pachthof und verpflegten sie. Dieser Zwischenfall hat insofern Bedeutung, als er die falsche Berechnung der Engländer beweist. Lord Roberts drückte noch vor einigen Tagen in einem Telegramm die Ueberzeugung aus, daß das Gelände 60 Kilometer nördlich von i Bloemfontein von den Buren vollständig ver« i lassen sei und daß alle Buren sich nach Kronstadt zurück- brich: „Endlich eine kleine begeisterte, arbeitsftendige Gesellschaft, in einer Stadt, die so glücklich ist, weder Glaspalast noch Akademie zu besitzen, doppelt glücklich daher, weil damit auch die beengenden Normen und Paragraphen für untere schöne Knnst fehlen. Das habe ich mir immer gewünscht, den freien Rasen, das blumige Feld, ein Land, wo nur vom Hörensagen das große Weben einer neuen Kunst gekannt war." Ein weites, bäum- und blumenreiches Terrain, die Großherzogliche Mathildenhöhe, giebt den Plan. Oben vom höchsten Streif soll das Haus der Arbeit sich erheben; dort gilt, gleichsam in einem Tempel, die Arbeit als Gottesdienst. Acht große Ateliers mit kleinen Meister-Stuben, ein kleines Theater, Turn- und Fechtsäle, gastliche Räume, Douchen und Bader sind in einem Langbau aufgenommen. Im abfallenden Gelände die Wohnhäuser der Künstler, gleich einem friedlichen Ort, zu dem nach des Tages emsiger Arbeit von den Höhen des Fleißes herabgestiegen wird, um den Künstler mit dem Menschen einzutauschen. Alle die Häuschen um ein Forum gruppiert — mit eigenartig angelegten Wegen, Gärten, Beleuchtungskörpern, Brunnen und Blumenbeeten zur Einheit verbunden. Im Häuschen selbst ein eigenartiges Wohnprinzip. Der große Raum (als Raum des Lebens) birgt alles Wohnliche. Dort soll Kunst in Fläche und- Form vertreten jein, Musik gehört, Reden gewechselt, Gäste empfangen, schöne Stunden verlebt werden. Alles andere Raumgebilde betont mehr den Zweck in einfachster Schönheit ,aber bis unter das Dach das Ganze eine Reihe von Stimmungen. In einem Jahr hofft man das Künstlerhans einweiheu zu können. Vor der Hand sind alle Kräfte der vom Großherzog aus Nah und Fern herbeigezogenen sieben Kolonisten noch mit der Arbeit für die P a r i s e r W e l t - Ausstellung beschäftigt. Ein Hauptsrück der von Darmstadt gestellten Beiträge dürfte das von Prof. Hans Christiansen entworfene -und von Fr. Endner (Darmstadt) ausgeführte Fenster mit Kunstverglasungen sein, das für den Empfangsraum der Künstler-Kolonie bestimmt ist. — In der K u n st h a l l e am Rheinthor steht das Leben auch nicht still. Der Vorstand ist gezogen hätten. Es ist aber auch nicht unmöglich, daß dieser Ueberfall nicht von Transvaal-Buren, sondern von Oranje-Buren ausgeführt worden ist, welche sich bei Bloemfontein unterworfen haben. London, 25. März. Aus Ladysmith wird vom 24. gemeldet, daß in der Nähe von Biggarsberg zwischen einer englischen Rekognoszierungs Abteilung und einem Buren« Kommando kleinere Gefechte stattfanden. Die Transvaal-Buren in Johannesberg sind entschlossen, den heftigsten Widerstand zu leisten und jeden Fußbreit Landes bis aufs äußerste zu verteidigen. Sie haben für 6 Monate Lebensmittel und Munition. Man glaubt indessen nicht, daß Johannesburg einen längeren Widerstand leisten wird, sondern daß sich die Buren nach Prätoria zurückziehen und sich dort konzentrieren werden. London, 25. März. Nach Meldungen aus Kapstadt hat Lord Robers bereits den Befehl zum Vormarsch gegen Kronstadt erteilt. Die Gefangennahme des Buren- Korps unter dem Befehl von Olivier wird stündlich erwartet. Berlin, 25. März. Nach einer Meldung der Morgenblätter aus London depeschierte Lord Roberts aus Bloemfontein vom Freitagabend, er habe keine besonderen Neuigkeiten mitzuteilen. Das Land südlich von Bloemfontein sei im allgemeinen beruhigt. Eine Anzahl Waffen wurden abgeliefert, und die Bevölkerung beginne den Vorteil einzusehen, der ihr aus der Einbringung ihrer Produkte. auf den Markt von Bloemfontein erwachse. In den westlichen Distrikten verspreche man sich von den Bewegungen der Truppen gute Erfolge. — Das Kriegsamt macht bekannt, daß General Woodgate, der beim Sturme auf den Spionkop im Februar verwundet wurde, jetzt seinen Verletzungen erlegen ist. Die mißglückten Eutsatzversuche Mafekings. Der Vorstoß des Obersten Plumer von Norden her auf Mafeking scheint vollständig gescheitert zu sein. Wir meldeten bereits, daß ein Teil seiner Truppen unter Major Bodle von den Buren bei Lobatsi geschlagen worden, sodaß er sich auf die bei Gaborones zurückgebliebene Hauptmacht zurückziehen mußte. Inzwischen sind noch folgende Depeschen eingelaufen: Loudon, 24. März. Das Kriegs amt veröffentlicht folgendes Telegramm des Generals Forestier Walker: Kapstadt, 23. März: Erhalte folgendes Telegramm unausgesetzt darauf bedacht, das bilderschauende Publikum einen Blick in die verschiedensten Werkstätten des schaffenden Künstlergeistes unserer Tage thun zu lassen. " In dem Cyelus von A. Männchen (Danzig) der gegenwärtig Hauptraum und Nebenräume füllt, tritt uns eine künstlerische Vollpersönlichkeit und zugleich ein Maler von wunderbar packender Beobachtungsschärfe und Vielseitigkeit der Begabung entgegen. Ob Männchen uns nun die eigentümlichen Licht- und Schattenwirkungen in weiten, hallenden Tonnen- und Kreuzgewölben altertümlicher, deutscher Städte veranschaulicht, oder das weiße Sonnenlicht grell über eine Straße von Tunis hinscheinen läßt, oder in das Innere heimischer Wälder und Bauernhäuser führt — immer ist die Stimmung groß, einfach und wahr. Zu den Künstlern, die Ueberzeugung in der Seele des Beschauers zu wecken vermögen, gehört auch der Bildhauer Robert Caner, aus der bekannten Künstlerfamilie stammend, deren Namen und Werke eng mit dem lieblichen Bade Kreuznach verflochten ist. Von ihm sind ausgestellt zwei Bronzen: von welchen die eine einen kleinen Dieb darstellt, der gekrümmten Rückens, eilenden Laufes, mit listigem Blick sich unsicher nmschauend, das gestohlene Gut — vielleicht ist «es! nur ein Apfel — in Sicherheit zu bringen strebt, während die andere, eine ernste Frauengestalt, zwei Kinder an sich geschmiegt, hilfeflehend die Hände aus- streckend, die „Not" in einer herben und doch noch immer ästhetisch wirkenden Art personifiziert. Die bekannte Ebertsche Ballade kam uns unwillkürlich beim Ayschauen dieser plastischen Gruppe in den Sinn: „Wo schroff die Straße und schwindlich jäh herniedergleitet am Inn, da saß auf der felsigen Bergeshöh am Weg eine Bettlerin." Tief ergreifend in seiner schlichten Innigkeit wirkt auch das kleine Marmors ar kophag-Relief „Abschied" genannt Zwei Freunde reichen sich zum letztenmal die Hand - man fühlt: es ist auf Nimmerwiedersehen. Aus den Gestalten dieser Jünglinge spricht etwas, was an die reine keusche Kunst des Frührenaifsance-MeistersG h i b e r t i erinnert von General Plumer unterm 14.M3rz von Lobatsi: Die Buren drangen heute morgen von Süden her in bedeutender Stärke vor. Sie kamen aus Good Liding. Nach einem heftigen Kampfe mußten sich unsere Vorposten unter dem Obersten Bodle zurück- ziehen. Der Rückzug vollzog sich übrigens in bester Ordnung auf die Hauptstellung. Wir haben den Tod eines Leutnants zu beklagen, mehrere Verwundete werden vermißt. Nachmittags drangen die Buren weiter nördlich vor und beschossen unsere Stellungen von einem Hügel, der unsere linke Flanke beherrschte. Unsere Geschütze antworteten, und der Artilleriekampf währte bis Sonnenuntergang." London, 24. März. Ein Telegramm der „Times J aus Bulawayo meldet, daß die Avantgarde Plumers am 14. März nicht, wie gemeldet, Pitsani erreicht hatte, sondern nur bis sechs englische Meilen südlich Lobatsi vorgerückt war. Die am 15. und 16. folgenden Kämpfe zwangen das ganze Korps, sich unter dem Schutze der Nacht auf Krokodilspool zurückzuziehen und das Feldlazaret bis nach GabaroneS zurückzuverlegen. Es ist ein wenig einleuchtender Kommentar, wenn das Telegramm schließt: „Man nahm an, der Zweck der Burendemonstration nördlich von Mafeking sei die Fortführung der Belagerungsgeschütze gewesen." Ferner ist folgende Nachricht von Wert. Loudon, 24.März. Oberst Plumer ist geschlagen worden, und mußte sich auf Gabarones und von da über den Notwanifluß nach dem Krokodilfiuß zurückziehe«. Der Entsatz MafekingS gilt hier jetzt als völlig aussichtslos. Gabarones liegt hoch oben im nördlichen Betschuana- Land, etwas östlich der Bahnlinie, die, entlang der Grenze des Transvaalstaates verlaufend, Kimberley und Mafeking mit Bulawayo, dem Hauptorte von Rhodesia, verbindet. Der strategische Wert MafekingS besteht übrigens darin, daß es diese Eisenbahn sperrt. Auch die von Süden, von Kimberley aus in der Richtung auf Mafeking vorgegangenen Truppen haben bis jetzt keine Erfolge erzielt. Bis Warrenton, d. h. etwa 450 Kilometer noch von Mafeking entfernt, find fie gekommen, dort aber machen ihnen schon die Buren den Uebergang über den Vaalfluß streitig. Und nicht allein, daß das englische Geschützfeuer bis jetzt vollständig resultat- loS geblieben ist, haben die Buren auch alle über den Fluß führenden Fähren zerstört, so daß dieser nur noch schwimmend zu passieren ist. Daß die Buren hier that- sächlich zu einem ernsten Widerstand entschlossen sind, zeigt folgende Depesche des Reuterschen Bureaus: Warrenton, 24. März. Der Feind richtete gestern gegen die Brückenwache lebhaftes Gewehrfeuer, daS von den Engländern gelegentlich erwidert wurde; Artillerie trat nicht in Thätigkeit. Augenscheinlich wird dem Uebergang über denFluß erbitterter Wid erstand entgegengesetzt werden. Hier sind Nachrichten eingegangen, daß die Farmer an der Nordwestgrenze des Freistaates, welche bereits in ihre Heimstätten zurückgekehrt waren, zurückbeordert wurden und den Befehl erhielten, sich über den Fluß nach Transvaal zu begeben. * * « Telegramme des „Gießener Anzeiger". London, 26. März. Das Kriegsamt veröffentlicht folgendes Telegramm Lord Roberts aus Äloemfontein vom 25. ds. Mts.: Soeben erhalte ich ein Telegramm aus Bulawayo mit Nachrichten des Obersten Baden Powell. Derselbe berichtet hierin u. a., daß bis zum 13. März alles gut ging. Lord Roberts fügt noch hinzu, daß der Gesundheitszustand der am 23. März bei Modder River verwundeten Garde-Offiziere sich gebessert hat. London, 26. März. Aus Rouxbitte wird vom 24. März gemeldet: Das Kommando Olivier mit einer bedeutenden Truppenmacht und 15 Geschützen bewegt sich in der Gegnd von Ladybrand. Eine weitere bedeutende Buren- Abteilung ist ebenfalls an der Grenze des Basutolandes signalisiert worden. Es ist wahrscheinlich, daß diese Truppen von General French abgefangen werden. London, 26. März. Aus Warrenton wird vom 24. März gemeldet: Heute nachmittag drang eine kleine Buren-Abteilung kriechend gegen den Fluß vor, und zwar an der äußersten westlichen Grenze, um sich einer Stellung zu bemächtigen, von welcher aus sie uns besser beschießen konnten. Unsere Truppen bemerkten jedoch das Manöver und eröffneten sofort ein scharfes Feuer gegen den Feind, welches denselben zum Rückzüge zwang. London, 26 März. Die „Times" veröffentlicht folgendeste le^r am in aus Mafeking vom 14. d. M. Nach einer Woche vollständiger Ruhe, während welcher wir glaubten, der Feind habe sich zurückgezogen, um den Operationen des Generals Plumer Widerstand entgegen- Susetzen, haben die Buren ihre Thätigkeit doch wieder begonnen. Die allgemeine Lage ist aber unverändert. Oberst Baden Powel hat einen Ausschuß ernannt, welcher die Lage der Eingeborenen beraten soll. Unsere Laufgräben halten den Feind in respektabler Entfernung und verhindern ihn, einen Sturm auszuführen. Berlin, 26. März. Das „Berl. Tageblatt" meldet aus London: Die Kolonne des Generals Clements besetzte Philippolis ohne Widerstand und erbeutete Wagen, Waffen und Munition. Berlin, 26. März. Der „Berl. Montagszeitung'- wird aus London gemeldet: Der Volks^aad des Oranje-Freistaates wurde fiir den 3. April nach Kronstadt einberufen. Drutsches Reich. Berlin, 24. März. Der Kaiser hatte heute vormittag im Auswärtigen Amt eine Besprechung mit dem Staatssekretär Grafen von Bülow und hörte später im königlichen Schlosse die Vorträge des Kriegsministers von Goßler, des Chefs des Generalstabes Grafen Schliessen und des Chefs des Generalstabes Grafen von Hahnke. Zur Frühstückstafel beim Kaiserpaar waren Reichskanzler Fürst Hohenlohe, der Herzog von Ratibor, Fürst Radziwill, Fürst Herbert Bismarck und andere Fürstlich feiten geladen. — Eine Protesterklärung gegen die lex Heinze hat nunmehr auch eine freie Vereinigung bildender Künstler Münchens an den Bundesrat ergehen lassen. Dieser Protest enthielt ca. 1000 Unterschriften, darunter die ersten Namen der Münchener Künstler. — Die Kaiserin empfing heute mittag im könig- lick)en Schlosse die vom Roten Kreuz für Transvaal ausgerüstete, heute abend nach dem Kriegsschauplätze abgehende dritte Expedition. — Dem deutschen Generalkonsul in K a p st a d t wurde in deutschen Blättern vorgeworfen, daß er Schuld daran trage, daß deutsche Zeitungen in Kapstadt nicht mehr ausgeliefert werden, weil sie zutreffende Berichte und Urteile über den südafrikanischen Krieg brachten. Nach hier eingegangener amtlicher Meldung entspricht die Behauptung über die Zurückhaltung der deutschen Zeitungen nicht den Thatsachem, diese Zeitungen sind vielmehr von dem Kapstädter Postmnte stets rechtzeitig ausgegeben worden. Auch die dem Konsul in den Mund gelegte Aeußerung: „Je eher die hiesigen Deutschen im Engländertum aufgehen, desto besser", erweist sich als unbegründet. — Die „Germania" schreibt: Der Abg. Dr. Lieber ist nunmehr soweit wieder hergestellt, daß er sowohl vormittags wie nachmittags mehrere Stunden außer dem Bette zubringt, und auch mit seinen politischen Freunden Konferenzen abhalten kann. An den parlamentarischen Verhandlungen wird derselbe sich jedoch vorläufig noch nicht beteiligen, sondern in nächster Zeit in seine Heimat Camberg übersiedeln, sobald milderes Wetter eintritt. Ein bestimmter Tag der Abreise ist noch nicht fegesetzt. — Der „Post" wird von wohlunterrichteter Stelle die Petersburger Meldung eines hiesigen Blattes von der angeblich bevorstehenden Abberufung des dortigen deutsch. >7 Botschafters Fürsten Radolin als jeder Begründung i ntbehrend bezeichnet. — Der Stadtverordneten-Ausschuß für die Vorbereitung der Neuwahl des zweiten Bürgermeisters beschloß gestern mit großer Mehrheit, den zweiten Bürgermeister von Königsberg, Brinkmann, zur Wahl zu empfehlen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Nach einem heute eingetroffenen weiteren Telegramm des Gouvernements Kamerun liegen keinerlei Anhaltspunkte dafür vor, daß die Expedition des Hauptmanns v. Besser gefährdet sei. Zugleich werden als-Gegner der Expedition die Mörder des Forschers Conrau, also die Bang-Leute, bezeichnet. Danach ist die Expedition von Besser von der Station Johann- Albrcchts-Höhe aus nach Norden vorgegangen. Seitens des Gouvernements ist ein Bericht über ben Verlauf der Expedition in Aussicht gestellt. Ausland. Wien, 25. März. Das „Wiener Fremdenblatt" bespricht an leitender Stelle die Ablehnung von Friedens- Vermittelungen in der südafrikanischen Frage durch Oesterreich-Ungarn und motiviert dieselbe damit, daß, nachdem die englische Regierung von vornherein jede Vermittelung zurückgewiesen habe, die erste und notwendigste Vorbedingung für eine Vermittelungs-Aktion fehle. Prag, 25. März. Aus Anlaß der Predigten des Jesuitenpaters Freund fanden gestern abend vor der Stadtkirche neuerdings große Krawalle statt. Die Demonstranten riefen: Los von Rom und sangen die „Wacht am Rhein". Die Polizei mußte verschiedene Male einschreiten und nahm mehrere Verhaftungen vor. Budapest, 24. März. Ministerpräsident S z e l l reist heute nach Wien, um dem Kaiser über verschiedene Angelegenheiten Bericht zu erstatten. Rom, 24. März. In parlamentarischen Kreisen herrscht die größte Unruhe. Die Oppositionsblätter verlangen entweder den Rücktritt des Kabinetts P e l l o u x oder die unverzügliche Kammerauflösung. Das Kabinett Pelloux und die Kammermehrheit sind dagegen entschlossen, die Geschäftsordnung uckl jeden Preis abzuändern, um mit der Obstruktion ein Ende zu machen. Jedenfalls sind aber stürmische Sitzungen zu erwarten. Paris, 24. März. Nach einem hier zirkulierendeu Gerücht soll mit Marokko ein ernster Konflikt wegen Besetzung Jnsalahs durch die Franzosen ausgebrochen sein. Paris, 25. März. Oberstleutnant Picquart und Josef Rein ach haben das Blatt „Echo de Paris" wegen eines Artikels, worin sie zu wiederholten Malen als Verräter hingestellt wurden, gerichtlich belangt. Der Prozeß ist auf den 23. Mai anberaumt worden. L a b o r i wird im Namen der Kläger einen sehr bedeutenden Schadenersatz fordern. Paris, 25. März. Der japanische Kronprinz ist heute vormittag hier eingetroffen. Sofia, 24. März. Der Fürst wird sich demnächst mit einer russischen Großfürstin verloben. K o n st a n t i n o p e l, 24. März. Die Pforte teilte den Botschaftern unter Bezugnahme auf die Kollektivnote derselben durch Rundschreibnr mit, daß sie zur Herstellung des Gleichgewichts des Budgets beschlossen habe, vom 1./14. März 1901 a b neue Tarife anzuwenden, und daß die Zollämter angewiesen werden sollen, vom 1./14. Mai 1900 ab 11 Prozent anstatt 8 Prozent vom Werte der eingeführten Waren zu erheben. Die Pforte erwartet, daß die Botschafter diese Maßregel gerecht finden werden, und ersucht dieselben, der Regierung davon Mitteilung zu machen. Lokales rm- Krmmyielles. ** Stadttheater. Auf allgemeinen Wunsch wird am Dienstag, den 27. ds., als letzte Volksvorstellung eine Wiederholung des nach der Donizetti'schen Oper bearbeiteten Vaudevilles „Die Regimentstochter" stattfinden, welche bei ihrer Erstaufführung am vergangenen Freitag einen durchschlagenden Erfolg hatte. Der hohen Kosten wegen muß indes für die bevorstehende Aufführung eine kleine Preiserhöhung eintreten, und es stellen sich die Eintrittspreise auf Mk. 1.20 für Loge, Mk. —.50 für Saal und Mk. —.30 für Gallerie. — Eine der bedeutendsten Novitäten, die zweifelsohne das Jntereffe des gesamten I Theaterpublikums wachrufen wird, steht für nächsten Freitag auf dem Repertoir unseres Stadttheaters, nämlich da- Dreyer'sche Schauspiel „Der Probekandidat". Herr Marlitz vom Frankfurter Schauspielhause wird darin den Schulamtskandidaten Fritz Heitmann spielen. Diese Aufführuli? ist die vorletzte dieser Saison. — Nidda, 25. März. Frühlingsanfang im Kalender ist vorbei, trotzdem ringt noch der Winter hartnäckig mit dem Frühling um die Oberhand. Heute Sonnenschein, morgen Schnee, so wechselt es; dabei bemerkt man seit einigen Tagen an den Spalieren blühende Aprikosen. Der in diesen Blättern kürzlich erhobene Appell, den Raupen zu Leibe zu gehen, kann nicht genug beherzigt werden. Wenn man die Bäume durchmustert, so gewahrt man hie und da vertrocknetes Laub an den Astspitzen kleben. Nimmt man es auseinander, so findet man darin Klümpchen schwarzer haariger Raupen, welche bei Berührung sich bewegen. Diese überziehen alsbald, wenn sonnige Witterung eintritt, bin ganzen Baum und schädigen Blätter und Blüten. — Unjeu Feuerwehr hielt heute die erste Frühjahrsübung. — Die Influenza hat hier und in der Umgegend immer noch nicht nachgelassen; doch sind Sterbefälle seltener. Vermischtes. * Solingen. 24. März. Die Deputation der Stadt, welche dem Kaiser den Ehrenpallasch überbrachte, teilt mit, der Kaiser habe, als Stadtrat Strathmann auf die in die Klinge eingravierte Germania, sowie die Jacht „Hohenzollern" aufmerksam machte, geantwortet „Die „Germania" ist schon da, aber die Flotte muß noch kommen." Bezüglich die den Korb schmückenden Figur des deutschen Michels sagte der Kaiser: „Das ist das richtige Bild vom deutschen Michel; das muß unserem Volke immer näher gebracht werden." * Bochum, 24. März. Auf dem Hochofenwerk Heinrichshütte bei Hattingen stürzte ein Hochofen ein. Zwei Arbeiter wurden getötet, drei schwer und zwei leicht verletzt. Unter den letzteren befindet fich auch der Chef des Werkes. • Berlin, 24. März. Die „Berl. Montags Zeitung" meldet aus Wien: In der hiesigen Eisenfabrik war beim Umschmelzen alter Gewehrläufe eine Kugel irrtümlich im Gewehrlauf stecken geblieben. Dieselbe drang dem Werkmeister Schweigbauer in den Unterleib. Sein Zustand ist hoffnungslos. • Berlin, 26. März. Ein Lustmord ist unweit Grünau verübt und gestern früh entdeckt worden. Die seit vorigem Donnerstag vermißte 43jährige Ehefrau des Schiffers Graßnick aus Gosen wurde bei Eichwalde im Forste vollständig entblößt und mit durchschnittener Kehle tot aufgesunden. * Eine Ueberraschung beim Skat. Als in einer der letzten Nächte die Gäste des Cafe Kerkau in der Friedrichstraße beim Skat im Spielsalon saßen, entstand plötzlich gegen N/, Uhr eine Bewegung im Saale. Etwa ein Dutzend martialischer Gestalten in Zivil drangen von beiden Eingängen in den Salon ein und riefen den überraschten Spielern zu: „Hier KriminalpolizeiI Keiner darf vom Platze' Alles sitzen bleiben.'!" Gleichzeitig, wurden die Aufgänge zum Saal besetzt. Obwohl sich die Herren nichts Schlimmes bewußt waren, da lediglich die durch Anschlag im Casv erlaubten Spiele gespielt wurden, so wurde in der ersten Bestürzung mancher ein wenig blaß. Kriminalkommissar von Manteuffel, der die polizeiliche Neberwachung aller Spielaffairen leitet, trat jetzt vor und ersuchte von Namensnennung eines jeden. Auch wurde eine Legitimation verlangt. Erfreulicherweise hatten alle Gäste — es waren ihxer etwa sechzig — Ausweise bei sich, sie hätten sonst den Weg nach dem Polizeibureau antreten müssen. Herr v. Manteuffel versicherte schließlich, daß die Herren wegen seines überraschenden Besuches und der Feststellung ihrer Namen sich keine Kopfschmerzen zu machen brauchten. Wenige Minuten, nachdem er sich entfernt hatte, wurde an allen Tischen lustig weitergespielt. Es verlautet, daß eine bestimmte, in Spielerkreisen bekannte, Persönlichkeit gesucht, aber nicht gesunden wurde. * Kiel, 24. März. Heute Mittag drang ein anscheinend G e i st e s k r a n k er in das Dienstzimmer des B ürger- meistersLorey und versuchte diesen zu erschießen. Der Thäter wurde aber daran verhindert und festgenommen. Neue Postvorschrifteu. Arn 1. April tritt eine neue Postordnung in .«'raff, die das Verhältnis zwischen Post und Publikum neu .reytt und eine große Zahl von Verkehrserleichterungen bringt. Heber die Neueinführung von Geschäftspapieren, telegraphischen Postanweisungen und Eilbriefsendungen im Ortsverkehr, die Herabsetzung der Gebühren u. s. w. haben wir bereits berichtet; von sonstigen Verbesserungen heben wir folgende hervor. Bei Drucksachen darf man fortan durch Stempel oder Druck hergestellte Zusätze unbeschränkt anbringen. Auch ist es gestattet, in Einberufung^ und Einladungskarten den Namen des Einberufenen oder Ein- geladenen, sowie Zeit, Zweck und Ort der Zusammenkunft zu vermerken. Drucksachen in Form offener Karten dürfen die Größe einer Post-Paketadresse nicht wesentlich überschreiten. Bei Warenproben sind handschriftliche Vermerke in erweitertem Umfange zulässig, auch darf die Aufschrü auf einer haltbar befestigten Fahne von PergamentMl' oder einem andern festen Stoffe angebracht merben- 4° ’ lagernde gewöhnliche Brieffendungen dürfen in der statt des Namens des Empfängers auch einzelne Wdrier oder kurze Sätze enthalten. Die Vereinigung von ^ua‘ fachen, Warenproben und Geschäftspapieren zu einer Sendung ist bis zum Gewicht von einem Kilogramm Pattyasr- Die mit dem Vermerk: „Sofort zum Protest" versehenen Postaufträge sollen fortan nicht mehr sogleich noch ocr ersten vergeblichen Vorzeigung oder nach dem ersten ver aeblich gebliebenen Versuche der Vorzeigung zur Protestant nähme weiterqesandt werden, sondern noch bis Zum öajiunc der Schalterdienststunden an dem bezüglichen Tage bei de w -aberE E" äf/ff, Woler als hiü e*h( b, und ES He' M dein Dü ■ tingjg heu rit den zur E L*"' Wahn ■ neben werden, wenn SÄ i,eZ üMlagcs Wn. .WttchtzeN'gerW -mnen.amMtenra Ibit fich W ¥ ? jjcnbmm.M* .achtens nachdem : Soweit für W«. mir noch zuruMM Strafkamm lbahntransporteS ha Hammer StationSv i£ub»ig Btiegel non Weil zu ötrai im 2 llhr herum - Nation gnade Dien! giert, *hetfd)tntl berg hei, bitfe Richt! Der Stationsvorstehe 2 llhr seinen Qitnft kichhrl big Don jfa । Wil linlnuftnbtn & 'folge btt falffynfliH i Lokomotivführer Gebaui i M m ck faffches E Menagen. Bebauer Ml gegeben, um ba! tt den Zusammenstoß: Oningen; er hat jfj e:n MatMMtt \\ M btt i Bfy Gefängnis ui unter folgender Begi Einlaufen des ( Wlte sich rootjl bato leim Dienstvorgäm Vj. Betreff beSt ferner Jnstrn müssen. Es feien nicht nur kurz hü ff1 ungeschlossene ^rers zu beobacht he.n Übergängen I lebtitttttl herumdre ENiung der Pass »u?a*N?lagteit @ Haft falle. . l Mi, 24. M ia,b Itt* «ZS; EW HK". Ü 5$$ ösfe den 2 Lei. * Schkoßgasse 6. 2317 2312 Ware, empfiehlt Emil Fischbach scheinigt. 2310 (ijnyfe hl uimcn mtbtd? Dt't 3D,7 chtzll btt tbt ki 'm Homberg, ben 23. März 1800. (L. S.) (gez.) Fleischhauer, HilfSgerichtSschr. des Gr. Amtsgerichts. Zur Beglaubigung: Betlstein, Rechtsanwalt. Dem Beleidigten wird die Befugnis zugesprochen, die Verurteilung durch einmalige Nnrückung des entscheiden, den Teiles des Urteils in das Anzeigeblatt für den Kreis Gießen innerhalb 3 Wochen nach Rechts kraft des Urteils auf Kosten des Verurteilten öffentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils be- Cervelat wurst feinste Gothaer, haltbare Winter- e Deputation ^"Pallasch g «tadtrat Strab Germania, foiv« Qtanttocr bte Flotte mtz Mdenben Figy- «Das ist das rit unserem «olle Johannesgemeinde. Otto Peter Bon-Eiff, Metzger zu Gießen und Decker, Tochter des verstorbenen Wirts Johannes ttdonfU« Matthäusgemeinde. Dem Eisendreher Karl Eng ein Sohn, Otto Hchstiues Sauerkraut und grüne Bohne«, feinste Speise« und Salat-Kartoffeln empfiehlt die SmüsehaMuug J. Hanckel, zu Gießen. Den 18. März. Christiane Margarethe Decker zu Gießen. In der Pmatklagesulhe des Heinrich Seipp V. von Rüddirgshausen, Privalklägers, vertreten durch Rechtsanwalt Beckstein in Grünberg, gegen den Heinrich Sohl IX, zu Rüddingshausen, Angeklagten, wegen Beleidigung hat das Großh. Schöffengericht zu Homberg am 20. März 1900 für Recht erkannt: Der Angeklagte wird der ihm zur Last gelegten Beleidigung für schuldig erkannt, und deshalb nach § 186 R. St. G. B. in eine Geldstrafe von 15 Mark, schreibe fünfzehn Mark, an deren Stelle im Falle der Uneinbringlichkeit eine Gefängnisstrafe von drei Tagen zu treten hat, und die Kosten bt» Verfahrens verurteilt. Der Verurteilte hat die dem Pri- valkläger erwachsenen, notwendigen Auslagen zu erstatten. Auszug aus Len Kirchenbücher» -er Stadt Gieße». Evangelische Gemeinde. * Getraute. Matthäusgemeinde. Den 21. März. Johann Christian Schaal, Artist zu Gießen und Margarethe Marie Anna Katharine Schuchardt, Tochter des Dienstmanns Gustav Schuchardt zu Gießen. Markusgemeinde. Den 18. März. Wilhelm Karl Berg, Kaufmann zu Höchst a. M. und Anna Henriette Christiane Spieß, Tochter des Bäckermeisters Georg Spieß zu Gießen Lukasgemeinde. Den 17. März. Heinrich Karl Rethwisch, Bahnarbeiter zu Gießen und Marie Wilhelmine Jullmann, Tochter des verstorbenen Kalkulators Heinrich Jullmann zu Gießen. Den 18. März. Karl Muhl, Friseur zu Gießen und Wilhelmine Johannett« Marx, Tochter des verstorbenen Fuhrmanns PhUipp Marx den 6. Februar. .. e Markusgemernde. Den 18. März. Dem Dachdecker Wilhelm Panz Zwillingstöchter, Elise und Auguste, geboren den 23. Februar. Lukasgemeinde. Den 18. März. Dem Tischler Johannes Pitz ein Sohn, Hans Konrad, geboren den 9. Februar. Denselben. Dem Gärtner Adam Keil em Sohn, Wrllr Philipp, geboren den 2. Februar. . t Denselben. Dem Briefträger Hermann Mickel eine Tochter, Hedwig Katharine, geboren den 21. Januar. Denselben. Dem Wirt Karl Schmitt eme Tochter, Katharme Auguste Hermine, geboren den 8. Februar. Den 22. März Dem Wirt Wilhelm Fischer eme Tochter, Marie Wilhelmine Clisabethe Katharine, geboren den 9. Februar. Johannesgemeinde. Den 18. März. Dem Bahnarbeiter Karl Weber Zwillinge, Katharine Wilhelmine und Karl Friedrich, geboren den 28. Januar. Pferde-FMrit Ziehung 16. Mai, Los- ä 1 M,., H Lose 10 Mk. Porto und Liste 20 Pfg. extra empnehlt und versendet die bekannte Hauptkollekte L. jp, Ohnacker, Darmstadt. Kunst und Wissenschaft. Wien, 24. März. Eine Anzahl Universitätsprofessoren protestierte aus ethischen und ästhetischen Gründen gegen Klimt's für die Universitäts- aula bestimmtes Deckengemälde „Die Philosophie". Verhandlung wegen des s. Zt. gegen den Reichstagsabgeordneten Dr. Lieber verübten Attentats tatt. Der Angeklagte Brand war zur Verhandlung nicht irschienen. Der Staatsanwalt beantragte wegen der Höhe der zu erwartenden Strafen zwangsweise Vorführung zum nächsten Termin. Der Gerichtshof beschloß demgemäß, und verkündigte, daß gerichtlicherseits beim Abg. Dr. Lieber angefragt werden solle, wann er zur Nachkur abreise, um ihn eventl. als Zeugen zu laden, und danach den neuen Termin anzusetzen. Universität und Hochschule. Gestorbenr Der Chemiker Dr. Josef Pohl, der von 1862 bis 1895 Professor an der technischen Hochschule in Wien war, im Alter von 75 Jahren. (Profeffor Pohl war dadurch in Wien eine stadtbekannte Figur geworden, daß er auch im strengsten Winter nur mit einem leichten Sommerrock bekleidet ausging.) Verschiedenes r In Bonn begeht heute Geh. Rat Profeffor der Rechte Hermann Hüffer, der bekannte Literarhistoriker, seinen 70. Geburtstag. — Aus Göttingen schreibt man: Profeffor Dr. O. Bürger, Privatdozent an der hiesigen Universität, hat einen Ruf als Profeffor der Zoologie und Direktor der zoologischen Abteilung des Landesmuseums nach Santiago in Chile angenommen. Den 18. März. Friedrich Karl, geboren den 8. Februar. . ~ r Denselben. Dem Spenglermeister Rudolf Rüdiger em Sohn, Georg, geboren den 20. Dezember. Denselben. Dem Schreinermeister Friedrich Benzler em Sohn, Wilhelm Emil, geboren den 23. Februar. Dem Arbeiter Johann Georg Kaiser ein Sohn, Konrad, geboren Prima Sauerkraut, per Pfund 8 Pfg., [2313 empfiehlt Emil Fischbach. Lstzlarulheinm PfM-Lotterie ----Ziehung L. Mai 1900 = 1 Los nur 1 Mark. 2307 ,em Hochofen stürzte ein f: tötet, drei sitzt- w befindet tz.. :tl. Montags^ Eisenfabrik • >fe eine Atz? eblieben,. « in ben Mit W iv M dau in derKriedck en, tntjlanb plötzlich It. SM ein Dützen! tu von beiden Dr i den Ämäsitz m M nm Pich ititn bit MF ttu nichts äd Anschlag im tofe t; nmte m der trßtn ß. . llebewch^ echchte nonW int Legitimation w Gäste - iS mb !, fie hätten sonst le nun En. bafc W heuen w tu wachen bMW ** ww.K? Wittag M ® J uesenzotll°>"d Postordnung w Ä-JSS Fhürfen tnJW« e!Ä ÄS Städtischer Arbeitsnachweis Gießen •artettftrah 2. Angebot der Arbeitnehmer r 2 Bauschloffer, mehrere Taglöhner, 1 land- »irvschaftlicher Arbeiter, 1 Mechanrkerlehrling, 1 Mädchen nach Ostern für leichtere Hausarbeit, 1 Büglerin, 1 Flickerin, 2 Schreibgehilfen. Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Böcker, 1 Holzdreher, 2 Buchbinder, l tücht. Bauschloffer im Alter von 24—26 Jahren bei hohem Lohne, 1 Maschinenöl offer, 1 tücht. Wagner, 1 Schuhmacher im Alter von 17—18 Jahren, 1 Rock- itbeitcr, 1 Schneider auf Woche, 1 tücht. Bauschreiner, 1 Kutscher, 1 Fahrbursche, 1 landwirtschaft. Arbeiter, 3 Dienstmädchen, 2 Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 per- fifte Herrschafts-Köchin, 1 besseres Hausmädchen. Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Buchbinder, 1 Glaser, 1 Mechaniker, 1 Sattler, lKupferschmied, 1 Schirmmacher, 3 Schneider, 1 Schreiner, 1 Kellner, 2 Schuh- racher, mehrere Spengler gegen tägliche Vergütung, 1 Wagner. Ärmste KeÜwnge» Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 26. März. Wie dem „Berliner Tageblatt" aus Madrid gemeldet wird, erklärte Ministerpräsident Silvela bei der Beratung des Nachtrags-Kredits für die Gesandtschaft zu Marrakesch, die spanische Politik sei die Aufrechterhaltung des status quo und die Autorität des Sultans in Marokko. Er glaube, dies sei auch der Wunsch der Großmächte. Er könne nicht annehmen, daß das jetzige Vorgehen Frankreichs die Aus. rollung der gefährlichen marokkanischen Frage bezwecke, da Frankreich am meisten an der Aufrechterhaltung des Friedens interessiert sei. Berlin, 26. März. Im Rathaussaale tagte gestern eine vom Ko mit6 gegendiederKunstund Litteratur feindlichen Bestrebungen der lex Heinze einberufene Versammlung. Es waren nur Herrn geladen. Davon sprachen: Professor Eberlein, Engelhorn, Vorsitzen- der des Börsen-Vereins deutscher Buchhändler, Direktor Brahm vom Deutschen Theater und zuM Schluß Hermann Sudermann, der die Gründung eines Göthe-Bundes empfahl, dessen nächstes Ziel Rechtsschutz sein soll, wo die lex Heinze übergreife. Einstimmig traten die Versammelten, etwa 700 an der Zahl, darunter auch Adolf von Menzel, Theodor Mommsen, dem^Bunde bei. Berlin, 26. März. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Paris: Siegfried Wagner dirigierte gestern in Paris das Orchester Colonne. Er wurde beim Erscheinen mit Beifall begrüßt, der sich bei der Ouvertüre zum Bärenhäuter wiederholte. Das Publikum bereitete dem jungen Dirigenten eine geradezu stürmische Ovation nach dem meisterhaft ausgeführten Idyll von Siegfried. Berlin, 26. März. Nach einein Telegramm der „Berliner Montagszeitung" aus Paris ruft der Befehl, das Bataillon der Fremden-Legion, das in Oran bereits auf einem Paketboote nach Madagaskar eingeschifst war, zurückzuhallen, große Aufregung hervor, da dadurch die Gerüchte über Verwickelungen mit Marokko bestätigt werden. Wien, 26. März. Der „Montags-Zeitung" zufolge soll Bürgermeister Lueger fest entschlossen sein, seine Stellung niederzulegen. Zu seinem Nachfolger habe erden Antisemitenführer Porzer bestimmt. Rom, 26. März. General Giletta ist vom italienischen Kriegsminister nach Verständigung mit der französischen Regierung wieder znm aktiven Heere berufen worden. Giletta war im vorigen Jahre in , Frankreich wegen Spionage verhaftet und von seiner ; Regierung seines Amtes entsetzt worden. London, 26. März. In hiesigen chauvinistischen i Kreisen macht man in der letzten Zeit große Anstrengungen, um die Reise des Prinzeß von Wales nach Paris zu verhindern. Wie nunmehr aus amtlicher Quelle mitgeteilt wird, begiebt sich der englische Thronfolger auf jeden Fall nach der französischen Hauptstadt. In Hofkreisen versichert man, der Prinz werde während seiner Anwesenheit in Paris die freundschaftlichen I Gesinnungen zwischen beiden Ländern möglichst fördern. Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eines KreisftraßenwartS mit dem Sitz m Klein-Linden ist demnächst wieder zu besetzen. Bewerber wollen ihre Meldungen unter Angabe von Alter und bir- brriger Beschäftigung, sowie unter Beischluß von Zeugniffen bei dem Kreir- Mßenmeister Rohrer in Gießen bis zum 2. April l. Js. einreichen. Gießen, den 24. März 1900. Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen. v. Bechtold. I*. aiin». Sä» Sä, M w«; Ue seltener. De«, 22. März. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Weber eine Tocht-r, Marie, geboren den 14. Februar. Beerdigte. Matthäusgemeind e. Den 17. März. Johannette Christiane Petri, Rentnerin, 72 Jahre alt, starb den 16. März. Mgrkusgemelnde. Den 19. März. Karoline Feldhaus, Privatin, 61 Jahre alt, starb den 17. März. _ ,,, . . . . Den 21. Mürz. Jakob Krauvkops, Taglöhner, verheiratet, 48 Jahre alt, starb den 19. März. , , . Denselben. Katharine Otto, geb. Wagner, Ehefrau des abwesend.n (wo unbekannt) Heinrich Otto. Lukasgemeinde. . . ., Den 17. März Jakobine Güngerich, Tochter deS Landwirts Michael Güngerich, 76 Jahre alt, starb den 16. März. Joh anneS gemeinde. Den 20. März. Elisabeth«- Weller, verw Becker geb Sommer ad Ehefrau des Hilfsweichcnstellers Christoph Weller, 58 Jahre alt, starb den 19. März. __ Kirchliche WchrWrrr. Evangelische Gemeinde. Montag den 26. März, abends 8 Uhr: BibelstUNde *m Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: 2. Theffalonicherbrres. Kap. 2. Die Zeit und die Zeichen der Wiederkunft deS Herrn. Pfarrer Dr. Nauma»n. .ostanstatt zur Einlösung lagern, sofern der Vorzelgetag lilbt schon verstrichen sein sollte. Bei dringenden Paketen !:st die bisher vorgeschriebene Angabe des Inhalts nicht ii t’6r erforderlich. ,, , , < Tie Annahme von Postsendungen außerhalb der Lchal- ttr-Dienststunden erstreckt sich fortan außer auf gewöhnliche Pakete und Einschreibebriefe auch auf Einschreib- talete. Bei einfacher Berichtigung der Aufschrift gewöhnlicher Brieffendungen, ohne daß eme Aenderung des Nahens oder der Eigenschaft des Empfängers emtritt kann tei Absender den Antrag der Bestimmungs-Poltanstalt zu- srtiaen ohne die für Aenderung der Aufschriften sonst wraeschriebene Förmlichkeit beachten zu müssen. Den Inhabern von nicht eingetragenen Handelsfirmen wird der Nachweis der Empfangsberechtigung wesentlich erleichtert. Siir Abholungserklärungen tritt eine Erweiterung insofern ein als sich dieselben auch auf Postsendungen, deren Auf- schrist den Abholer als zweiten Empfangsberechtigten enthalt, imb auf gewöhnliche Pakete für Reisende in Gasthöfen erstrecken können. Die Nachsendung von Paketen und Geld- buefeu auf Verlangen des Empfängers wird nicht mehr van dem Vorhandensein der Sicherheit für das Porto abhängig gemacht. Die Paketadressen und Postanweisungett mit den zur Frankierung verwendeten Marken gehören vom Zeitpunkt der Einlieferung ab der Postverwaltung und müssen bei Abnahme der Pakete oder Empfangnahme des Geldes, sowie auch dann an die Postanstalt zurückgegeben werden, wenn auf die Annahme des Pakets oder die Auszahlung des Betrages verzichtet wird. Das Ablosen von Marken ist unstatthaft. Zu Geldbriefen müssen Umschläge aus einem Stück ohne farbige Ränder verwendet werden, und die Siegelabdrücke müssen sämtliche Klappen des Umschlages fassen. Gewöhnliche Pakete werden bei nicht rechtzeitiger Abholung, soweit sie sich zur Bestellung eignen, am zweiten Tage nach dem Eingänge bestellt, solche, die sich nicht zur Bestellung eignen, ferner Einschreih- scndunaen, Wertsendungen und Postanweisungen indes am achten Tage nach dem Eingänge als unbestellbar behandelt. Loweit für heute. Auf einzelne wichtige Punkte hoffen wir noch zurückzukommen. Gerichtssaal. W. Gießen, 25. März 1900. Strafkammer. Wegen Gefährdung eines Eisenbahntransportes hatten sich am Freitag vor unserer Strafkammer Stationsvorsteher Müller, Hilfsweichensteller Ludwig Briegel und Lokomotivführer Karl Gebauer von Echzell zu verantworten. Am 20. Oktober, nachmittags nut 2 Uhr herum — der Angeklagte Briegel hatte auf der Station gerade Dienst — wurde auf Bahnhof Echzell rangiert, wobei versehentlich die Weiche zur Einfahrt von Friedberg het, diese Richtung sperrend, stehen gelassen wurde. Dec Stationsvorsteher Müller trat etwa 10 Minuten nach 2 Uhr seinen Dienst an, und meldete ihm Briegel, daß zur Tinssahrt deS von Friedberg kommenden, 2 Uhr 24 Min. Tchzell einlaufenden Güterzuges alles in Ordnung sei. Infolge der falschen Weichenstellung, die der den Zug führende Lokomotivführer Gebauer zu spät bemerkte, fuhr der Güter- zug in ein falsches Gleise gegen mehrere dort stehende Merwagen. Gebauer hat im letzten Moment noch Gegendampf gegeben, um das Unglück zu verhüten, war aber, als rr den Zusammenstoß vor Augen sah, von feiner Lokomotive gesprungen; er hat sich dabei einen Beinbruch zugezogen; ein Materialschaden ist nicht entstanden. Die Strafkammer verurteilte nur den Angeklagten Ludwig Briegel zu einer Woche Gefängnis und sprach die beiden Mitangeklagten unter folgender Begründung frei: Der den Dienst kurz vor dem Einlaufen des Güterzuges antretende Stationsvorsteher hatte sich wohl darauf verlassen müssen, daß die Meldung seines Dienstvorgängers, es sei alles in Ordnung, richtig sei. Betreff des Angeklagten Gebauer stehe zwar fest, daß dieser seiner Instruktion gemäß aus die Weiche hätte achten müffen. Es seien aber bei der Einfahrt zur Station Echzell nicht nur kurz hintereinander zwei Weichen, sondern auch zwei ungeschlossene Bahnübergänge seitens des Lokomotiv- süh-rerS zu beobachten gewesen. (Sekundärbahnbetrieb!). Bei dm Uebergängen habe Gebauer sich auf der Lokomotive jedesmal herumdrehen müffen, um das Läutewerk zur Warnung der Passanten an und abstellen zu können. Diese Umstände führten den Gerichtshof zu derUeberzeugung, daß dem Angeklagten Gebauer ein strafbares Verschulden nicht |uc Last falle. Berlin, 24. März. Bor der ersten Strafkammer sand heute gegen den Schriftsteller Adolf Brand die Arvettrrbewegung. Zwickau, 24. März. Amtlicher Angabe zufolge beträgt die Zahl der infolge des Streiks befinitiv ausgesperrten Bergarbeiter bis heute 340. Dieselben verlieren alle Ansprüche an die Knappschastskaffe. Weitere Aussperrungen sollen bevorstehen. Die Ausgesperrten werden durch böhmische Bergarbeiter ersetzt. Telegramme des- »Gietzeuer Anzeiger-. Berlin, 26. März. Die endgiltige Beilegung des Tischlerftrikes ist gestern nachmittag in einer von mehr als 5000 Tischlergesellen besuchten, sehr stürmisch verlaufenen General-Versammlung beschlossen worden Schutz mark von M. 175,— aufwärts, netto Casse» Wo nicht vertreten, liefern direct. Deutsche Triumph - Fahrrad-Werke A.-G., Nürnberg. Das beste Rad der Welt TRIUMPH Die Beerdigung findet Dienstagnachmittag 43/4 Uhr vom Sterbchause, Bleichstraße 16a, aus statt. 2315 TodesAnzeige. Verwandten, Freunden u?d Bekannten die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwiegermutter Frau Msabethe Gerbode Wwe. Leute im Alter von 79 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Die trauernde» Hiuterbttebeueu. Gießen, Friedberg, Bad-Nauheim, Köln a. Rh., den 25. März 1900. - Thüringisches > , .Technikum Jlmenau, Höhere u. mittlere Fachschule für : Elektro- und Maschlnen-Ingenleure, | Elektro- u. Maschfnen-Tochnlker u. -Werkmolat. Nachweis v.Lehretelleh I f.Volontäre* Direktor Jentzen. Tags gesucht. Köekflraße 36, I ist eröffnet Sofort 2 Handlanger bekannt guter Qualität in Tassen. 23H Ende 103/< Uhr. Anfang 8 Uhr präzis. Der Vorstand. 2191 Alte Klinik 2314 4 «D Preisliste gratis und franko. 609 284.9» 000.00 lOesterr. Lredit-Uetien 98 LL 00.06 96.10 86.60 94.00 00 00 010.90 100.04 99.60 98.0V 96.M 24.86 41.60 47.00 Ein Einakter-Cyklus von Hermann Sudermann. Gast: Willy Lohr vom Hoftheater in Darmstadt. Ein gebrauchtes Lpeuglergeschtrr zu kaufen gesucht. Offerten unter Nr. 01185 an die Expedition dieses Blattes. Antritt sofort. Ztesp. la Kamö.Kaus zahlt foL Herren 120 Mk. pro Mona: und hohe Pros, für I 4 Effenb. Rentenb. DeL 14 Buderus Obl. 01023] Einen Schmiedegesellen, sowie einen Lehrling sucht alsbald Wilhelm Schäfer, S- miedemstr , Alten-Buseck. SO Fraukor-Et. Sngl. Evveretgvr Dollars in Gold 01188] Möblierte Zimmer zu vermieten. Hause. Off. u. 0 L. 01187 a. d. Exp. d. Bl. Schtllerstraße 29, 2 Tr. »"."Dcutschr bieickSrml. 5 Prrutz. ÄonfoU B1/, Gr. HMche Obl. ■i Stadt Darmstadt v. 1891 4 Stadt WorrnS unk. b. 1901 chneide- und Mühl-Einrichtungen, KreiSsäge-Anlag«,, Wafler- räder, Transmissionen, Thonwalzen (Ecdmuhlen), Drainrohr- pressen rc. liefern in solidester Ausführung Eisenwerke Kirzenyain & Lollar Hirzenhain (Hessen). 1850 grosse Auswahl in Torten, Kuchen u. Gebacken. Gefrorenes stets vorrätig. Kaffee, Thee und Chocolade t» wnvaxv 's uimrmvt Giessener Stadttheater. Dienstag den 27. März 1900, Letzte Oolks-I-rstellung. 3>te Aegimenlslochter. Vaudeville in 4 Akten, nach der gleick- namigen Oper bearbeitet von Blum Musik von L)onizetti. Preise der Plätze r /oge 1,20 JC, Saat 50 HaLerie 80 A. Billets bei Herrn Ernst Challier, Neuenweg, und abends an der Kasse zu Mk. 4.—, 3.50, 2.25, 1.25, L—, 0.60, und 0.40. Lehrstelle für einen intelligenten Jungen, aus guter Familie, in einer Schlosserei, mit Kost Ziingttkr Techniker ober Architekt, der selbständig arbeiten Ein Portier und ein Hausbursche gesucht. Bürg'er^esellseiia.ft. Dienstag den 27. März, abends V Uhr: Generalversammlung im Frankfurter $of. Tagesordnung: 1. Bericht. 2. Nechnungrablage. 3. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. »er«lt»-rtttchrr ÄfUftrur: H. «»«gier. — Vnsck und verfo, d« vrühi'fch-n sek ©tnnkradcrd (lietfA erben) tn Metzen. . Sie heutige Munmcr «mfaßt 10 Sette«. tzigarrcuverüauf an Wirte, Private rc- Offerten unter 6r. 3114 an G. L 2229 1 Daube & Co., Hamvur-. [2305 Theaterverein. 9. Vorstellung: Mittwoch den 28. März er. Moritnri. Proerut 41/, Defterr. Silberreute 4 Ung. Gold«Rente 3 Portugiesen 5 Mexicaner amort. S. I-II1 4 Monopol-Griechen von 1887 Jüngerer Hausbursche gesucht. [01192] Wäusöurg 13. Mfligen Kausbmschen in ein Kolonialwarengeschäft sucht [2237 Ph. J. Weiss, h Bad.Nauheim, Parkstraße 14.18 Zentner s ■ Wichse roten Dose« mit dem Kaminfeger öleiöt unübertroffen. Dosen a 10 und 20 Pfg. überall zu haben. Fabrikant: 337 Carl Gentner, Göppingen. Schloß Hornau bei Königstein im Taunus. Pension E0- für junge Wädcheu. n Gründliche Ausbildung im Haushalt und Küche. Handarbeiten. Sorgfältige Beaufsichtigung und Pflege. Haus [n schöner Lage, von großem Park umgeben Schwimm« und Turngelegenheit. Bebe Referenzen. 2309 __Frau Margar. AutheS Wwe. Gartenerde und Auffüllboden wird billigst gelieferl. Näheres Baustelle, Johanuesstra'^ neben „Wiener Hof*. 231$ H. Hettler Konditorei und erstes Wiener Cafe FLi» Saselochse, reine Vogelsberger tZ/ Raffe, zu verkaufen bei [01201 Ludwig Braun LI., Staufenberg. Orsterr. EtaatLbahn b. 1886 84 001 Ztal. staattgar. Msenb. 67.901 Frankstr. Hyp. Bk unk. ö. 1906 94.50 Frkf.Lvv.Sred.B.rmk.b. 1906 98 40 bto. unk. b. 1907 100.60 DeutscheSrdfch.B.unk.b.isv4 100.20 kann, mit allen Büreauarbeiten und berl 3 . . . c , PrgxiS vertraut sein muß, u. flott. Zeichner | und lade zu deren Besuch freund- ist, sof. gegen guten Gehalt auf ein Archi-1 liehst ein. tekturbüreau gesucht. Off. m. LebenSlauf I — „ u.Gebaltsanspr. unt.Nr.01 !82 a. d. Exped. 1 lag Der Gesamt-Auflage unserer heurigea Ausgabe liegt ein Prospekt des Betten - Ausstattung-- 230« Geschäftes Fritz Nowack iu Giehea bei. Kursbericht m J. Kurs & Co., Gießen, Kchch-Mr H Frankfurter B5rse vom 24. März 1900. Hroei gut erbQltene Zweiräder, Srennaöor u. Areyse, stehen -tllig i« verkaufe« "2306 _________Seltersweg 28. ‘2026] Ein großer, noch gut nhaltenor GtSschrank billig zu verkaufen. I. Brau«, M^yaerme-ster. 2242] Mehrere einfache' Köchinnen, Wädch. allein, für in nur Seffere Käufer g. Stell, zum 1. April. Näh. Zkfaz.» Iust. Darmstadt, Aictoriastraße 79. 8SÜ* Dienstmädchen *W für jetzt ober Ostern gesucht. 2121 ___Frau B. Kühn, Seltersweg 36. 1306] «Schinnen, Kindermädchen, Mädchen für allein re. finden sofort oder später in besseren Hausern bei hohem Lohn gute Stellung durch Plaz.-Jnstitut Luise Häcker, Viktoriastr. 73, Darmstadt. Wer schnell und billigst Stellung finden will, der verlange per Postkarte die Deutsche ^akanzenpsst in Eßlingen. in ein hies. Kolonialwarenengrosgesch. unt. günstigen Bedingungen gesucht. Schrffll Offert, unt. Nr. 01169 bef. d. Exp. d. Bl. > Varmst. Bk^Netteu 2 unmöblierte Zimmer ober 2 Zimmer mit Küche auf sofort zu mieten gesucht. Offerten unter H. W. 0'194 an die Expedition dieses Blattes._______________ Einzelner Herr sucht zum 1. April in b-;r Nähe der neuen Kliniken möblierte, freundliche Zimmer zu mieten. Offerten unter Dr. L. 01184 bitte an die Exped. dieses Blattes abzugeben. gesucht, und auf Ostern 2 Aeyrlinge. A X* 2213 Geb. Zutt, WkWllder. Restaurant zum Perkea. Ein!»ch1. Modellsjhtkmrx Keute, Wontagaöcnd: gesucht. Hoher Lohn, dauernde Stellung, her rühmlichst bekannten, TV AlmVOlflOrlll H Schafislaedt Masispiei überall beliebten Gebirgler u ULMVvLgvLIÜ 2316 M. MVLUUUIUVUL I in echter Heöirgstracht. oiisv Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. E. H. Müller, Giessen Dampftischlerei und Sägewerk fertigt als Spezialität: 7immorihnron un^ °^ne Futter und Bekleidung nach Mass ti 1111111 Ul IUU1 vU in vorzüglicher Ausführung. Auch halte einen grossen Vorrat in Thüren (gangbarste Sorten), Sockeln, Fussleisten, Profllleisten aller Art auf Lager. Prompteste Anfertigung aller Bautischlereiarbeiten. Ferner empfehle ich den hiesigen und auswärtigen Schreinereien, Glaserereien etc. meine ausgezeichneten maschinellen Einrichtungen für Säge-, Fraise- und | B H’o b e I a r b e i t e n. Kostenloses Abholen und Wieder anbringen der Arbeiten. “oa«o 8120 00.(0 84.10 (O.CQ|4.n,/i 2318] Möbliertes Zimmer iu vermieten. I. __Nahuhofflratze 56. 01190] Ein neu eingerichtetes, gut möb» 11 lierteä Zimmer auf A°nl ,u °°r- tieK-E" hb und ^_Utern Off ?teu6e h"k“ilt fte rwhn ei nN L i«'K >'he!er £ 18m Ötit I" Mänchener Beginn des nächsten 4 monatlichen ÜÄMUUUÜUW , Kursus 698 Braaer-Akademie. as. »prii isoo. Magistratlich gen. Privat-Institut. Prospekte durch Dr. Doemens, München. liersiiiichfiits ItlUlf-dHlltdlC Sti'lleii-WInchi' Itiictiidinljc