* * Redaktion, Expedition und Druckerei: Schrrtstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familicnblätter, Der hessische Landwirt _________________Matter für hessische Uatbslrunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. * Telegramme des Gietzeuer Anzeigers. London, 25. September. „Daily Mail" meldet aus Lourenzo Marques: Aus zuverlässiger Quelle wird versichert, daß die Buren noch 7000 bis 9000 Mann unter d e n W a f f e n baden, die von S t e j i n und Reitz befehligt werden. Dieselben haben beschlossen, die englischen Verbindungslinien zu zerstören und sich von Zeit zu Zeit nach Norden zu flüchten, wo genügend Futter für ihre Pferde vorhanden ist. Paris, 25. (Äptember. Die Ueberfahrt des Präsidenten Krüger auf einem holländischen Kriegsschiffe erfolgte, wie es hieß, deshalb, weil Beweise vorhanden sein sollen, daß englische Kriegsschiffe den Befehl erhalten hätten, bett österreichischenLloyddampfer „Styria", auf welchem bereits Plätze bestellt waren, auf hoher See an zu halten, zu durchsuchen und sich ev. Krügers nebst dem bei ihm befindlichen Staats- Archiv zu bemächtigen. Deutsches Reich. Berlin, 24. September. Der Kaiser, in deffen Be- gleitung sich Oberhofmarschall Graf Eulenburg, zwei Ad- lutanten, Oberstabsarzt Dr. Jlberg, und als Vertreter des Auswärtigen Amts Botschafter Fürst Eulenburg befinden, wohnte gestern vormittag in R ominten dem Gottesdienste der und unternahm am Nachmittag eine Spazierfahrt nach dem Aussichtsturm auf der Königshöhe. Ausland. 24. September. Die heutige von Singer präsidierte Morgensrtzung des internationalem ^ozra-listen-Kongresses verlief ebenfalls in unbefriedigenden Streitereien um die Zusammensetzung deI Bureaus. Auf einen französischen Antrag hin wurde erst 5,s definitive Bureau ernannt und die Franzosen stritten sich tn einer Sondersitzung ihrer Sektion heftig uur die Wahl ihrer Bureaumitglieder, die nunmehr gleichmäßig aus allen Fraktionen genommen sind. — Die sozialistischen Maires haben gestern abend em großes Bankett abgehalten, zu dem Mch die zum internationalen Kongreß anivesenden fremden Dele- gierten eingeladen wurden. Singer hielt eine kurze Rede in Deutsch, in der er die kommeiide Aktion der Sozialisten in Deutschland schilderte. 5. N5, französischen Soldaten, die bei Repaix in der Nahe von Nancy einen deutschen Grenzpfabk b eschm uüt hatten, wurden auf Antrag der hiesigen deuL schen Botschaft mit 60 Tagen strengem Arrest bestraft. Belgrad, 24. September. Heute erfoigte die Be^ L0Un9^HerA™ Attentatsprozeß verurteil- tert Personen bis auf die des Hauptdenunzianten K'rezorit. den chinesischen Unterhändlern die Auslieferung der ersten Anstifter der Pekinger Verbrechen erfolgen müsse. Die etwaige Ablehnung dieser Forderung könnte eine weitere Erschwerung der chinesischen Frage zur Folge haben. Kiel, 25. September. Der Seesoldat Heinrich Theuer- kauf ist m Peking am Typhus gestorben. London, 25. September. „Morning Post" meldet aus Shanghai: Rußland hat eine Expedition gegen die Stadt Mukden organisiert. Die in Sidsang ein- getroffeneii Truppen Jinb auf Widerstand gestoßen. In den südlichen Provinzen wird infolge Ernennung fremdenfeindlicher Beamten ein allgemeiner Aufruhr befürchtet. London, 25. September. „Daily Expreß" meldet aus Berlin: Die deutsche Regierung habe unter Zustimmung sämtlicher Großmächte, ausgenommen die Vereinigten Staaten, beschlossen, einen internationalenGe- rrchtshof $ur Aburteilung der schuldigen Ehinesen zu bilden. Dieser Gerichtshof wird über die Hinrichtungen zu bestimmen haben. Washington, 25. September. Die amerikanische Regierung hat beschlossen, nur 1500 Mann in Peking zu belassen, die zum Schutze der amerikanischen Interessen als ausreichend erachtet werden. Die Amerikaner werden sich nicht unter den Oberbefehl Waldersees stellen. Ferner beschloß die Regierung, die in den chinesischen Gewässern befindliche Fto tte zu v erstarken, um damit den Mächten zu zeigen, daß die Vereinigten Staaten entschlossen sind, seine Interessen im äußersten Osten zu wahren. Der Krieg in Südafrika. . Eine Depesche des Feldmarschalls Roberts aus Pretoria vom 24. meldet, daß Pole-Carew am 24. früh Komatipoort besetzt und eine große Menge Eisen- ! bahnwagen und Lokomotiven erbeutet hat. Roberts be- । ächtet weiter, daß am 23. September ein Buren-Kommando unter Erasmus die Bahnstation Elandsriver angriff, aber zur ückg e schla g e n wurde, und daß in der Zwischenzeit General Paget das Lager der Buren nahm und 2500 Rinder und 6000 Schafe erbeutete. Elandsriver ist die vierte Station östlich von Pretoria. Eine Petersburger Zuschrift der „Pol. Corr." führt aus, daß ungeachtet der Sympathien der Russen für die -Buren doch Rußlands Politik von dem Grundsatz beherrscht bleibe, das Einvernehmen zwischen den Großmächten ausrechtzuerhalten, zumal da dieses jetzt in China notwendiger sei als je zuvor. Tie Delegierten von 40 Antwerpener Gesellschaften und politischen Vereinen beschlossen die Veram staltung einer öffentlichen Kundgebung gegen die Einverleibung dersüdafrikanischenRe- publiken durch England. Diese Kundgebung soll am Tage der Ankunft Krügers in Europa stattfinden. Ein Zug wird sich durch die Straßen Antwerpens bewegen, und vor dem englischen Konsulate wird dem Vertreter Mrglands eine Protestnote überreicht werden. Die Veranstalter erklären indes, sie hegten nicht den geringsten Haß gegen] I das englische Volk; die Sozialisten werden sich an der Kundgebung nicht beteiligen. Man vermutet, ‘ daß die belgische Regierung sie untersagen wird, um diplomatische Verwicklungen zu vermeiden. -x. Gießen, 24. September Anklage g'egen Eduard t; ^aZmrmerster Lauterbach, wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit zur Verhandlung. 'Als Bei- fitzer fungierten dw Landgerichtsräte Müller und Dr. aI§ Protokollführer Gerichtsassessor Cramer, dre Anklage vertrat Oberstaatsanwalt Dr. Güngerich, Verteidiger war Rechtsanwalt Dr. I u n g. Ms Geschworene tu™?8«? ^Wilhelm Völzing IV., Landwirt zu Groß^Felda 2) Heinrich Reuter V. zu Wieseck, 3) Dr. Franz Kubel zu Gießen, 4) Wilhelm P rösch er IV., Rentner zu Ctk ,r>) Johann Foucar, Postmeister zu Bad Nauheim, b).Fr. Karl Henzerling, Kaufmann zu Gießen, 7) Ernst Windecker, Bierbrauer zu Friedberg, 8) Karl Repp zu Grün- berg, 9) Heinrich Schmidt VI., Rentner in Romrod, I . — D-r „Post" zufolge wird der Kaiser gelegentlich des Besucher aus Schloß Friedrichshos bei der Kaiserin Friedrich am 10. Oktober und folgende Tag- von der Kaiserin begleitet sein. - Wie die „Post" meldet, ist an hiesiger unterrich- teter Stelle Nichts davon bekannt, daß der bulgarisch- rumänische Konflikt dem Schiedssprüche Kaiser | Wilhelms unterbreitet werden soll. i — Das preußische Herrenhausmitglied Graf Conrad Kleist ist m Schmenzin im Kreise Belgard gestern gestorben. . _ Das „B. T." erfährt aus zuverlässiger Quelle, daß die Vorarbeiten für das Gesetz betreffend die Besteuerung des inländischen Schaumweins vollständig beendet find. Nachdem eine erhebliche Erhöhung des Zolles auf ausländische Schaumweine vorgesehen ist, kann nach der Meinung maßgebender Kreise auch auf die Produktion des inländischen Schaumweins eine mäßige inländische Steuer gelegt werden. Es wird angenommen, daß der Gesetzentwurf bereits in der Ausarbeitung begriffen ift und schon im November den dann einzuberufenden Reichstag beschäftigen wird. Hannover, 24. September. An einer ZeitungS- verlegerversammlung nahmen ca. 60 Verleger aus Braunschweig, Bremen, Hannover, Oldenburg und Westfalen teil. Aus der Tagesordnung stand die Besprechung der gegenwärtigen Lage des ZeitungSgewerbeS mit Rücksicht auf die unverhältnismäßige Erhöhung der Papierpreise und des Pvstzeitungstarifs. Am Schluffe der Versammlung gelangte folgende Resolution zur Annahme: M . DteheutigeZeitungsverlegerversammlungempfiehlt denZritunaS- verlegern, tn Nordwestdeutschland überall die Gründung von Bczirks- vereinen ins Werk zu setzen. Sie regt ferner an, daraus später eine große allgemeine Vereinigung ernstlich ins Auge zu fassen. Breslau, 24. September. Hauptmann von Besser hat, wie der „Brest. Gen.-Anz." erfährt, im Jahre 1897 einige Wochen hindurch die zweite Kompagnie des Füsilier- Regiments Graf Moltke, schlesisches Nr. 38, geführt. Er 9at aber in unglaublich kurzer Zeit unverhältnismäßig viele semer Leute mit Arrest bestraft, sodaß ihm das BestrafungS- recht entzogen wurde. Hauptmann Beffer war damals erst zurückge?chickt^°^"^ unb wurde schleunigst wieder dahin Die Wirren in China. ^Wie Oesterreich-Ungarn und Italien, so hat auch Frankreich dem in der Note des Grafen von Bülow gemachten Vorschläge ohnejedenVorbehalt Hu g e sti m m t, da sie schon vor dem Erlaß per deutschen ^cote den in dieser vertretenen Standpunkt gleichfalls pls den einzig richtigen erkannt habe. Die Antworten Englands und Japans find bereits avisiert und Lautert dem deutschen Vorschläge auch durchaus zustimmend. Da auch die russische Antwort inzwischen in Berlin jüber- rerchf ist, steht es außer Frage, daß Amerika mit seiner ablehnenden Haltung isoliert bleiben wird. Man glaubt rn Berliner politischen Kreisen noch, immer nicht daran, daß Rußland Peking räumen wird. Selbst die Meldung von der Übersiedelung der russischen Gesandtschaft nach Trentsm begegnet Zweifeln Wolffs Bureau meldet aus P e k i n g vom 19. Septbr.: sandtschaften sind sämtlich noch hier. — Nach Z." ist die Frage, ob die deutsche Gesandtschaft in Peking bleibt, oder nach Tientsin kommt, noch ent- Meden, Shanghai ist aber jedenfalls noch nicht $in Aus- hw genommen. — Ein Berliner Telegramm der ^,Köln. Ztg." betont, das Bestreben Amerikas, in der Frage der Bestrafung der chinesischen Rädelsführer einer nachsichtigeren Behandlung der chinesischen Regierung zur Annahme ^er9e^en/ sM bedingt durch die ungünstige /Ber- schiebung der Lage, die auf den Philippinen Rach Abtrennung der chinesischen Operationstruppen fühlbar geworden sei. Für die Auseinandersetzung der Mächte frmt ii?ma mache es keinen Unterschied, ob Amerika ferner mit- twer nichst. Für alle Fülle bleiben Kräfte genug verfügbar, um die von der civilisierten Welt erheischte Sühne zu erreichen. — Eine offiziöse Meldung besagt, Deutschland sei weit davon entfernt, zu verlangen, baß auf die Angaben der Gesandten die Schuldigen hingerichtet wurderr Die Gesandten sollten die öffentlichen Ankläger ^ten, und ein internationaler Gerichtshof würde dann die Schuldfrage beantworten und die Strafen aussprechen. Die Hauptsache bleibe, daß die Verurteilung nityt durch Chinesen, sondern durch, die Mächte erfolge. Eine chinesische gegen die Rädelsführer gerichtete Gerichtsverhandlung würde eine gerichtliche Farce sein. Einem derartigen von : Amerika verlangten .Hohne ruhig zuzuschnuen, würde den Wiederbeginn neuer Metzeleien bedeuten. Die von China zu verlangenden Bürgschaften dürften auch Amerika zu gute kommen; indessen bleibe die Thatsache bestehen, daß die amerikanisch^ Kraft bei dem ersten Versuche, Hei einem großen internationalen Unternehmen als Weltmacht neben Len anderen Großmächten sich zu stellen, in überraschender Weise versagte. Ueber die Einnahme der Forts von Peitang werden folgende Einzelheiten aus Tokio gemeldet: Der Angriff begann am 19. September 10 Uhr nachts und wurde elf Stunden lang fortgesetzt. Am folgenden Tage um 8 Uhr morgens wurden die Forts von den deutschen, I russischen und französischen Truppen besetzt. Die Verluste I auf deutscher Seite an Toten und Verwundeten be- I tragen 38 Mann, auf russischer Seite 60 Mann. Ueber die I Verluste der Franzosen ist noch nichts Näheres bekannt. Aus Shanghai wird telegraphiert: Alle Küsten-Be- I Tätigungen sowie die Hafen- und Pangtseforts werden I von^er internationalen Flotte scharf bewacht. Die „Ge- I E™ ^Qwg nach Futschau ab, um dort die Ausschiffung I Munition zu verhindern. Die deutschen I auf ber Pangtsemündung, um diese ^bn«^^^^^^buzer zu schützen. — Wie weiter aus Shanghai gemeldet wird, haben die Russen bei I Ä W eine Minen- I ~ Nach einer Meldung Ä "der Li-Hung-Tschangs, also zuni Vizekönig von Liangkwang I ernannt toorben. Loh rst Mandschn unb frentbenfeinMiA - DerEisenbahnmanbarin Schien g soll, toeUer rS srennblich rst, abgesetzt und zum provisorischen Richter für d-e Provinz Kwangsi ernannt toorben fein. Diese Deara- I dation ist der Vorläufer zu seiner Hinrichtung sobald er seinen neuen Bestimmungsort erreicht hat. I Feldmarschall Graf Watdersee ist von Shanäbai I nach Taka abgereist. ’ I Nach einer Meldung aus Kiel sind die Ersatzmann- I schäften für (brte gefallenen und verwundeten Seesoldaten I heute vormittag nach Cbina abgegangen. • . • Telegramme de- Gietzeuer Anzeiger-. Berlin, 25. September. Me Antwort der fr an- | Kösischen Regierung auf die deutsche Zirkularnote I ist von aufrichtigem Entgegenkommen erfüllt. Die I französische Regierung konnte jedoch nicht umhin zu I erklären, daß sie sich) geioisser Bedenken nickst erwehren I ‘tonne bezüglich der Zweckmäßigkeit der Forderung, daß | unbedingt vor Eröffnung der Auseinandersetzungen mit | Rr 225 Kweit-s Blatt. Mittwoch de« 26. September 150. Jahraaaa 1900 Erscheint täglich -------------------------------------22----L. W Kreßewr AnzergerU Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den C folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. 1 J |P |T (T I Ä TT(XAlle Anzeigen-Bermittlungsstellen des In- und Ausländer Abbestellungen spätestens abends vorher. vfLvTlTT V 1L 1V Lil V L nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. V—Z £ 0 Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Aints- und Anzeigeblatt für den Aweis Giessen. A Ludwig Görnert VIII., Landwirt zu Queckborn, 11) H. 4-4)11. Wrlh. Kotter, Landwirt zu Alten-Buseck, 12) Georg Korell, Bürgermeister zu Sctnvabenrod. ?ta. Dezember; von Hamburg am 17. Oktober, 14. November und 12.. Dezember. Die Packete müssen 24 Stunden ! vor Abgang der betr. Dampfer in Bremen eingehen, um befördert werden zu können. Die Feldpost - Packete werden von den Eisenbahnpostanstalten in Packetsäcke verpackt und nach Bremen an die daselbst bei dem Post-- amt 5 auf dem Zentralbahnhof eingerichtete besondere v.^?vtmelstelle für Feldpostpackete" verschickt. Für die Beförderung in Ostasien hat die Militärbehörde die Ge- Feldpostpackete dürfen bis 5 Pfund schwer, 35 Zenttmeter Feldpostpackete dürfen bisfünf Pfund schwer, 35 Zentimeter lang 15 Zentimeter breit und 10 Zenttmeter hoch fein. Die Verpackung hat in Kistchen oder festen Kartons mit äußerer Umhüllung von haltbarer Leinwand oder Wachs- leiuwand und mit fester Umschnürung zu erfolgen. Zur Aufschrift ist eine genaue und deutlich ausgefüllte Feldpostkarte zu verwenden, die auf der Sendung zu befestigen ist. Die Karte muß außerdem den Absender und den Inhalt angeben. Das Porto beträgt für jedes Packet 1 Mark, die vom Absender zu entrichten ist. Postpacket- vbrefscn werden nicht beigegeben. Eingeschriebene, Wert- und ^Nachnahmesendungen find nicht zulässig. Flüssigkeiten, Lebensmittel und alles, was dem schnellen Verderben ausgesetzt ist, wird nicht befördert. Lttcht zu verwechseln ist dieser Packetdienst der Feldpost mit der einmaligen Gelegenheit zur Verschickung schwerer Packete an die Angehörigen des ostasiattschen Expeditionskorps und des Oberkommandos, welche das Kriegsministerium eingerichtet hat. Hierzu wird das Ende September, etwa am 2/. oder 28. d. M., von Hamburg nach Ostasien abgehende Material - Transportschiff „Mara Kolb", benutzt. Es i dürfen dann an jeden Offizier und im Offiziersrang stehende Mitttarpersonen insgesamt 50 Kilogramm, an tvurbe noch beschlossen, Anschaffung von Original-Alter- andern sroY" B.anj beschränkter Weis- vorzunehmeu, sodaß 6 ‘99 lnJcmer Weise Konkurrenz gemacht werbe6 fi8un^ber'2O2,^'SFtCmbcr' bct ö-strigen Schluß I s er eins für H^resversamnllung bes deutschen ^cretnö für Armenpflege und Wobltbätiakeit Ur Der einstimmig angenommen: die F§sorge fü^dtt (A.menwaisenpflege) ist gesetzlich zulLssia ift Jugend, soweit dies landes- GtMeindewaifenrsteS 'an GememdÄrg^ 6cB (olbele Weaerlnnen unter Leitung eines »W «muMen. 6 °°™ 3«n.r'' b= lfJÄeSÄl!$ Tu-Ä esS1' 5 8 aus Mittels ^er wenig wohlhabenden Gebieten der größeren korporativen Verbände (Landarmen. ! ^ovinzen, Kreise, Distrikte u. s. w.) und wo diese nLt ausreichen durch staatliche Beihilfe zu fördern und zu unterftüfcm. mit h?r °""enärztliche Tätigkeit muß in ständiger Fühlung K'PZegertschen Thätigkett bleiben. Wesentlich aus diesem S h f $,um mindesten in größeren Armenverwaltungen bas System der freien Arztwahl nicht durchführbar. 6 Schatz der Tagung bieten in üblicher Weise der Vollzug der Wahlen, die Mitteilung über die an den Zerem ergangenen Einladungen, das Schlußwort des Vorsitzenden Seyffardt und der Dank der Versammlung für seine vortresfiiche, sachkundige und unparteiische Leitung. Einladungen für die nächstjährige Tagung liegen vor von Mannheim, Heidelberg, Lübeck, Posen; die Wahl des Ortes bleibt dem Vorstande anheimgestellt. Ausnahmsweise wird schon heute die Einladung der Stadt Elberfeld für 1903 angenommen, die in diesem Jahre die 50jährige Jubelfeier ihres berühmten Armensyftems feiert. * * Die Pacht des „Windhofes" übernimmt vom 1. Oktober ab Herr Otto Primfer aus New-Jork. • • Die Ziehungsliste der landwirtschaftlichen Ausstellung«- lottene, gezogen in Darmstadt am 19. und 20. Sep- Umbcr, hängt in den Schaufenstern unserer Geschäftsstelle zur Einsicht aus. Die Ausgabe der nicht lebenden Gewinne erfolgte von Montag, dem 24. September, ab in der Exerzierhalle von morgens 9 bis nachmittags 5 Uhr. Die - Gewinne werden acht Tage, die übrigen Gewinne «ter Wochen lang nach beenbeter Ziehung auf Kosten unb °er G-wmner ausbewahrt. Lebenbe Gewinne, zugehörige Wagen nebst Geschirren ec. werben nach acht Tagen verwertet, unb her Erlös wirb weitere brei Wochen zur Verfügung ber betreffeuben Gewinner gehalten Vier Wochen nach ber Ziehung verfallen bie nicht abgeforberten Gewinne, beziehungsweise bet lebenden Gewinnen der Erlös, SU« Besten beb «usstellungsunternehmens. Die Gewinne werben nur gegen Rückgabe bet betreffenden Lose verab- solgi. Auch findet die Ueberfenbung von Gewinngegenstäubeu «n auswärtige Gewinner nur auf beten Rechnung und Gefahr, sowie gegen Nachnahme der Verpackungskosten statt- dieselben haben ihre Lose an die Generalagentur von L. F Ohnacker in Darmstadt einzusenden. ** Militärpflicht der Volksschullehrer Den jungen Volks sch ullehrern, die von der Be- 24. September. Die wissenschaftliche ^hnrfhnrf Dauerfahrt, welche gestern nachmittag im Sportpark Friedenau von statten ging, ist mißglückt. Die Mer Teilnehmer sind genötigt gewesen, heute morgen in der Umgebung von Bernau zu landen. Nach einer auf hiesigen meteorologischen Institut eingegangenen Nach- kern Unfall passiert, sondern lediglich widrige Linde waren die Ursache der vorzeittgen Landung. . J?vchburg, 24. September. Die seit einigen Tagen von Professor Braun (Straßburg) persönlich geleiteten Versuche mit dem Braunschen System der draht- Telegraphie haben, wie der Hamburgische Korrespondent aus Helgoland meldet, zu dem Ergebnis geführt, daß damit eine fehlerfreie Verständigung zwischen Cuxhaven und Helgoland — Entfernung 62 Kilometer — möglich ist. . Paris, 24. September. Heute vormittag fuhr auf dahnhofe Montparnasse ein Schnellzug, an dem die Bremsen nid)t funktionierten, mit einer solchen Wucht aus den Prellbock, daß er diesen zertrümmerte, dann eine Strecke durch die Halle und endlich! noch einige Stufen der großen Aufgangstreppe hinabfuhr. Sieben Personen wurden verwundet, indes niemand getötet. Dux, 24. September. Der Betriebsleiter Dyk, der bei der Grubenkatastrophe schwere Verletzungen erlitten hat, ist gestorben. Die Zahl der Opfer der Katastrophe beträgt nunmehr 55. Konstantinopel, 24. September. Eine furchtbar e B r a n d k a t a st r o p h e hat den größten Teil der Vorstadt Hassakeui am Goldenen Horn vernichtet. Sieben Straßen Mit 300 Häusern und 50 'Magazinen sind niedergebrannt. Ein großes Fahrzeug mit freiwilliger Feuerwehr an Bord sank am Goldenen Horn Mter. New 9)orf, 24. September. Ein neuer Wirbelsturm hat das ganze Thal von Colorado-River verwüstet. In Concho ist der Schaden ungeheuer. Telegraphenstangen wurden umgeworfen, Eisenbahnschienen vom Wasser förtgerissen. Bis jetzt sind 18 Tote konstatiert. - . T1?a9e VOrbnun9 für bie Sitzung ber Stadtvero rdneten-Ver sammlung Do nn ers- ! .d i 7- S eptember 1900, na.chmittags halb 4 Uhr: 1. Len Wirtschaftsplan für die Waldungen der Stadt fur 1901/1902. 2. Gesuch der Garnisonverwaltung um Erlaubnis zur Erbauung eines Scheibenwerkstätten-Ge- baudes: hier: Dispens. 3. Gesuch des M. Levi um Bau- erlaubms für den Seltersweg; hier: Dispens. 4. Desgl. des Hermann Elle für die Steinsttaße; hier: Dispens. 5. Lesgl. des Karl Berger für den Wieseckerweg; hier: Liepens. 6. Gesuch des Steinbrmchpächters Johannes Hickel Zur Aufstellung eines Steinbrechers im Stadtwalde. 7. Anfertigung von Plänen durch den Stadtgeometer; hier: Rechnung für die Großh. Baubehörde Gießen. 8. Anlage einer Verbindungssttaße zwischen der I^unksurter- und der Bahnhofstraße entlang der Wieseck. Pslasternng der H-rankfurterstraße zwischen den Oberhefsi- schen Eisenbahnen und der Wilhelmstraße; hier: Pflasterstein liefernng. 10. Gesuch des Philipp Wagner um Ueber- n vmi städtischem Gelände am Stadtbach in der Neu- uadt. 11. Gewährung freier Lehrmittel an den Volks- ^ulen; hier: freihändige Vergebung eines Teiles derselben. 12. Uebernahme von Medikamenten-Rechnungen der Apo- an ^sme auf die Armenkasse. 13. Gesuch des Joho. Carle um Erlaubnis zum Wirtschastsberieb im Hause ^uW«lupn insgejamr öu Kilogramm, an Kaplaneigasse 7. 14. Gesuch des Friedrich Kovv um Er- Jcbcn UntreE^p3^r oder Gemeinen insgesamt 30 Kilolau bnis zum Verkauf von Branntwein über die Straße ........ ' “ im Hause Bismarcksttaße 30. 15. Desgl. des Julius Schulhof im Hause Marktsttaße 4. 1x5 vordneter Scheel f. Gestern abend verschied nach längerem Leiden der Kaufmann und Stadtverordnete Richard Scheel im Alter von 64 Jahren Er war geboren am 10. Februar 1837 zu Daaden bei Siegen. Hn dem Verstorbenen verliert die Stadt einen ihre allgemeine Hochachtung genießenden Mitbürger, die Stadtvertretung ihr dienstältestes Mitglied, die Großh Handelskammer ihren zweiten Vorsitzenden und der Er- werbsstand einen überzeugungstreuen und mit vielseitigem Wisien ausgestatteten entschiedenen Verfechter seiner vitalsten Interessen. Die Verdienste des Herrn Scheel als Mitglied der Stadtverordneten-Bersammlung und der Finanz-, ^chul-, Markt- und Vorschlagskommission wurden im ^anuar dieses Jahres, gelegentlich) seines 25 jährigen Jubiläums als Stadtverordneter durch den damaligen Ober- bürgermeister Gnauth in öffentlicher Sitzung gebührend gewürdigt und ihm als äußeres Zeichjen der Anerkennung eine ^ordiniere überreicht. In der Geschichte unserer oft vor sehr schwierigen Aufgaben stehenden Handelskammer, der der Verstorbene seit 1882 als Mitglied und seit 1891 als stellvertretender Vorsitzender angehörte, wird der Name Scheel dauernd eine hervorragende Stelle einnehmen. Wenn die Angehörigen des Handels, der Industrie, des Gewerbes, die Vertreter der Volks- und Fachbildung, des Verkehrs usw. vor bedeutsamen Neuerungen standen, so fanden sie in Richjard Scheel jederzeit einen von jeder Voreingenommenheit freien, fachlich und unparteiisch denkenden und handelnden Berater. Besonderes Interesse nahm er an dem Aufblühen der kaufmännischen Fackj- schule. Auch hinsichtlich seines politischen Bekenntnisses Mgte sich Scheel als Vorstandsmitglied des freisinnigen Wahlvereins in harten Kämpfen als entschiedener Verfechter feiner Anschauungen und nötigte durch die Art, in der er seine Ansichten vertrat, auch seinen Gegnern auf diesem Gebiete Lichtung ab. Auch die Loge Ludwig zur Treue verliert in dem Verstorbenen ein langjähriges, geschätztes Mitglied. Sein Name wird bei der Bürgerschaft der Stadt Gießen stets in ehrendem Andenken bleiben. rechtigung, als Einjährig-Freiwillige dienen zu dürfen, kernen Gebrauch) machen, find dieser Tage Gestellungsbefehle zum 1. Oktober für die Infanterie-Regimenter |tn Darmstadt und Worms zugegangen. Durch die Bestimmungen der neuen Wehrordnung treten die Lehrer nicht aus jeder 'Ausnahmestellung heraus, wie vielfach angenommen wird. Sie brauchen also nichch zwei oder drei ^ahre bei eurer Waffe zu dienen, sondern nur ein Jahr der einem Infanterie-Regiment, wenn sie es nicht vorzrehen, rhrer Dienstpflicht als Einjahrig-Freiwillige zu sor Anker liegende Schiff rudern können; jetzt ist eS zu spät. Wenn die Fahrgäste ruhig geblieben wären, dann wären wir noch zum Ufer hinübergekommen. Durch die Unruhe ist der Nachen umgekippt." Die erst in später Mittagsstunde vernommenen Sachverständigen waren in ihrem Gutachten geteilter Ansicht. Die einen meinten, durch das Einströmen des Wassers an der Steuerbordseite sei der Nachen gesunken, während die andern glauben, daß durch Verletzung Girier Naht am untern Teile deS Nachens, während dieser am Ufer in den Rhein geschoben wurde, das Wasser eingedrungen sei und so den Nachen überlastet und zum Sinken gebracht habe. Alle waren jedoch der Meinung, daß der Nachen nicht überlastet gewesen sei. Thatsache ist übrigens, daß der Eigentümer des Nachens vier Tage vorher mit 14 Personen über den Rhein gefahrm ist. Am Nachmittag begannen die Plaidoyers. Oberstaatsanwalt Dr.Schmidt beantragte, den Angeklagten für schuldig zu erklären und ihn zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten zu verurteilen. Im ganzen Rheinlande sei man damals entsetzt gewesen. Es handelt sich heute nicht in erster Linie um die Opfer oder um deren Angehörigen, sondern um eine bedeutend wichtigere Sache, um die Sicherheit des UeberfahrtsoerkehrS auf dem Rheine. Die polizeilichen Revisionen seien auch nicht mit der nötigen Vorsicht vorgenommen worden. Das Beklopfen des Nachens mit einem Hammer im Waffer sei ungenügend und böte keine Garantie der Sicherheit. Nur der mangelhaften Beschaffenheit des Nachens sei dasUnglück zuzuschretben, der Angeklagte sei verpflichtet gewesen, vor der Fahrt das Boot aus seine Sicherheit zu prüfen. Die Sachverständigen hätten bei der heutigen Besichtigung des Nachens, der im Hof« des Gerichtsgebäudes aufgestellt ist, erklärt, daß dieser unbedingt schon vor zwei Jahren hätte aus dem Verkehre auf dem Rheine auS- geschieden werden müssen. Rechtsanwalt Cause plädierte auf Freisprechung des Angeklagten, da kein Nachweis erbracht sei, daß er das Unglück verschuldet habe. Die geretteten Zeugen könnten sich, nachdem sie die Schreckensnacht hinter sich haben, doch in manchen Punkten irren. Der Nachen sei noch kurz vorher zu schweren Transporten von Sand rc. verwendet worden. In den Schifferkreisen von Bingen sei der Nachen als sehr gut bekannt. Der Angeklagte hätte doch sonst gewiß nicht sein Leben und das seiner Mitmenschen freventlich auf das Spiel gesetzt. Nach längerer Beratung vertagte heute abend das Gericht seinen Urtetlsspruch auf den 1. Oktober. Sport, Spiel, Jagd. -i- Gietzen, 24. September. Die Preisschliefen für Dachshunde, die der „Verein zur Züchtung reiner Hunderassen" gestern auf der „Schönen Aussicht" veranstaltet hat, sind sehr wohl gelungen und haben dem Verein bewiesen, daß er das Vertrauen der kynologischen Welt zu rechtfertigen weiß. Von weit und breit, von Sondershausen, Nordhausen, Braunschweig, Bingen u. s. w., waren Hundefreunde mit ihren Hunden erschienen. Den Preisrichtern, den Herren Orth-Oberschweinstiege und Güngerich-Kloster Altenberg, stellten sich im ganzen 18 Hunde, und es war ihnen bei den vorzüglichen Leistungen, die im Jugendschliefen durchgehend im offenen Schliefen von den meisten Hunden gezeigt wurden, nicht leicht, aus all dem Guten das Beste auszulesen. Die Geldpreise, die der Verein ausgesetzt hatte, waren dank freundlicher Spenden der Gießener Aktien-Brauerei und «iniger Vereinsmitglieder außerordentlich hoch; dazu kam noch eine Anzahl zum Tell sehr wertvoller Ehrenpreise. Das Resultat deS Rrchterspruches war folgendes: 1. Jugend-Schliefen. 1. Preis Mk. 30 riebst Ehrenpreis Mk. 20 „Schnapp vom Jägerhaus" (Besitzer: Jser- mami-Sondershausen); 2. Preis Mk. 20 nebst Ehrenpreis 1 Schreibzeug „Jupp" (Besitzer: L. Benner-Gießen); 3. Preis Mk. 10 nebst Ehrenpreis 1 Rauchservice „Botha vom Jägerhaus" (Besitzer: Jsermann-Sonders« Hausen); RP. nebst Ehrenpreis 1 Rucksack „Ratzmann-Eichhorst (Besitzer: Fr. Schreiner-Gießen); HLE. nebst Ehrenpreis 1 Jagdmesser „Racker. Walhall" (Besitzer: Dr. C. Steffens-Lollar). 2. Offenes Schliefen. 1. Preis Mk. 40 nebst Ehrenpreis 1 Champagnerservice und 2 Flaschen Champagner „Cronje vom Jägerhaus" (Besitzer: Jsermann-Sonders« Hausen): 2. Preis Mk. 30 nebst Ehrenpreis Mk. 20 „Esmeralda vom Westerwald" (Besitzer: Mehl-Bellerhof); 3. Preis Mk. 20 nebst Ehrenpreis 1 Becher „Oelper, rote Hexe" (Besitzer: Rebbe-Oelper); RP. nebst Ehrenpreis Mk. 12 „Erlkönig von Radeberg" (Besitzer: L. Benner- Gießen); HLE. nebst Ehrenpreis 1 Jagdmesser „Racker vom Westerwald" (Besitzer: Mehl-Bellerhof); HLE. nebst Ehrenpreis 1 Jagdmesser „Junker- Racker vom Jägerhaus (Besitzer: Jsermann-Sondershausen); LE. „Hexe- Bingen" (Besitzer: C. Gräff-Bingen); LE. „Lutz vom Mainthal" (Besitzer: W. Heyl-Offenbach a. M); LE. „Oelper-Tigerhexe" (Besitzer: Rebbe- Oelper). 3. Vereins-Sch liefen. Einziger Preis: Echt silberne Medaille „Jupp" (Besitzer: L. Benner-Gießen); Qualif. zum 2. Preis „Erlkönig von Radeberg" (Besitzer: L. Benner-Gießen); Qualif. zum 3. Preis „Ratzmann-Eichhorst" (Besitzer: Fr. Schreiner-Gießen). Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Vietzm, 25. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JL 1.00—1.10, Hühnereier per St. 7-8 2 St. 00-00 Enteneier 2 St. 00—16 H, Gänse- eier per St. 00—00 Käse 1 St. 5—8 H, Kasematte 2 St. 5—6 4» Erbsen per Liter 24 H, Linsen per Liter 34 H, Tauben per Paa? X 0.65—0.80, Hühner per St. X 1.00—1.40, Hahnen per Stück «£ 0 50—1.20, Enten per St. 1.80—2.00, Gänse per Pfund 0.00—0.00 Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 Kuh« und Rindfleisch per Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 50—70 H, Schweim» fleisch, gesalzen, per Pfd. 74 -Ä, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 big 6.00 JL, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. *. 5.50—6.00, Mich per Liter 18 H. Bohnen per Pfund 8—10 S\. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. Neueste Meldungen. TelephonischeMeldrrrlgeudesGietzerrerAuzeigers. Berlin, 25. September. Vizeadmiral Hoffmann ist von seiner Stellung als Chef des 1. Geschwaders entbunden; Prinz Heinrich von Preußen wurde zu feinem ^Nachfolger ernannt. ^.Hongkong, 25. September. Einem Telegramm aus Kattton zufolge ist eine Barke, in der sich eingeborene Christen befanden, bei Kinihuk am Westfiuffe beschaffen worden. Als- daun wurden die Frauen an das Ufer geschleppt und nieder- gemetzelt. Die eingeborenen Christen flüchten nach Kanton. Die Stadt ist ruhig. Ruhestörer treiben sich dort in Scharen umher, haben aber keine Führer. Hamburg, 25. September. Das hiesige Landgericht verurteilte den amerikanischen Vizekonsul Leonhardt, der zwei amerikanische Damen bei einer Erbschafts-Regulierung geschädigt hatte, wegen Un terschlagung zu 15 Monaten Gefängnis und zwei Jahren Ehrverlust. London, 25. September. Sir AsquiS dementierte in einer Wahlrede die Erklärung Chamberlains, der versichert hatte, daß die 200,000 Soldaten, die in Südafrika kämpfen, für die Regierung stimmen würden, wenn sie in England wären. Sir Brodwick wies in seiner Rede aus die Notwendigkeit radikaler Militärreformen hin. Brüffek, 25. September. Der Kassationshof verwarf die Berufung Sipidos. Die Regierung behält also die Befugnis, ihn in einem Besserungshause unterzubringen. Madrid, 25. September. Gestern hat in Zarauz die Beisetzung des Marschalls Martinez Campos stattgefunden. Ministerpräsident Silvela, sowie die Minister des Innern und des Auswärtigen wohnten der Feier bei. Wien, 25. September. Generalmajor Slatin Pascha wurde gestern in längerer Audienz vom Kaiser empfangen und verabschiedete sich von demselben. Slatin stellt sich wieder in den Dienst der englischen Regierung. Er verläßt heute Wien, um sich nach Khartum zu begeben, wo er als General-Inspektor des Sudan dauernden Aufenthalt nimmt. Er behält den Rang eines Generalmajors bei. Wien, 25. September. Die sozialistische „Arb. Ztg.- hält seit dem ersten Bekanntwerden der Dux er Gruben- Katastrophe die Behauptung aufrecht, es seien mehr Bergleute verunglückt, als offiziell angegeben wird. In ihrer letzten Nummer wiederholt sie ihre Behauptung unh sagt, das Personal der Fröhlich-Glück-Zeche betrage, Mann, von denen nur ein kleiner Teil bei Na^ a5öc!?!2 Es seien tatsächlich 123 Mann eingefahren ,un°* öa nur 29 retteten und 8 Brandwunden e^en, so betrage vre Zahl der Opfer 86, von 43 Leichen geborgen wurden. Die Arbeiter ep^ien« sie hätten auf den Gasgeruch aufmerksam stacht, es wurde ihnen aber nicht erlaubt aus^"fahren, sondern besohlen, zur Arbeit zu gehen. Eine halbe Stunde später erfolgte die Explosion. «elgrad, 25. September. Der Geburtstag der Königin Draga wurde gestern im ganzen Lande feierlich begangen. In den Garnisonstädten fanden Militär-Paraden, abends Fackelzüge und Illuminationen statt. Massenhafte Glückwunsch-Adressen und Deputationen trafen ein. Warschau, 25. September. Acht Redakteure polnischer Nationalität wurden hier, angeblich wegen politischer Umtriebe, verhaftet. n w Aausbursche für leichte Arbeit gegen V guten Lohn ges. Bahnbofstraße 59. Vertreter 320 Mk. fKinfad) möbliertes ^Zimmer zu verm. 12/ 4444 Neustadt 77, Mansarde. 6327 Gießen melden zu wollen. 04003 Achön möbliertes Zimmer zu vermieten. 04009 Liebigstraße 66, II. (Offene (i teil en Vermietungen WWWW 10 10 35 10 25 n ff a) Morgenkaffee b) Frühstück . c) Mittagessen d) Vesper . . e) Abendbrod . Pfg. ff n tt 1000 Ltr. Inhalt, mit Luftpumpe zu verk. I erstklassige Fabrik der Nahrungs- I. A. Tröster, Butzbach. Junger Kaufmann zur Führung der Bücher in einem Baugeschäft Gießens zum sofortigen Eintritt gesucht. Offerten mit Angabe der Gebaltsanspr. und Zeugnisabschriften unter Chiffre 8 8 Nr. 6322 an die Expedition d. Bl. erb. Bekannte desselben werden gebeten, seinen Aufenthalt gütigst dort anzugeben. Lin paar junge Hühner entlaufen Geg. Belohn, abzugeben. Mäusburg 3. Sofern im Vorau» für Wochen, Monate, Vierteljahre oder 'fahre -ine feste bare Vergütung vereinbart und diese höher ist, als der für den Versicherten maßgebende Durchschnittrbetrag, so ist diese Veraütuna ru Grunds zu legen. Gießen, den 24. September 1900. O4ulo] Lauffrau auf 1. Oktober ge« ucht.Liebigfiratze 66, II. Großherzoglichs Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Krkanntmachung. Donnerstag -en 27. M., nach, mittags 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 55 1. Haus- und Küchengeräte aller Art, darunter 1 Vertikow, 1 Tisch, zwei Stühle, 1 Spiegel, 1 Tafelaufsatz, 3 Bände Moderne Kunst; volle Kost zusammen 90 Pfg. oder jährlich rund Heizung jährlich..... Beleuchtung jährlich..... Mittelbranche gesucht. Bei Bäckern und Ä » S-ig-rJ-g». | »‘C Ä Eine Mkordpartie Erdarbeiter 6826 auf sofort gesucht. Wilhelmftrahe 2. 03999] Tüchtiger Pf-rdeburfche sofort gesucht. Karl Steinberger. Bekanntmachung, betr.: Festsetzung der ortsüblichen Tagelöhue gewöhnlicher Tagearbeiter, sowie der Durchschnittswerte der Naturalbezüge. Laut Bekanntmachung Großh. Kreisamts Gießen vom 24. März b. I sind die ortsüblichen Tagelöhne gewöhnlicher Tagearbeiter für die Stadt Metzen wie folgt neu festgesetzt worden: 1) für männliche Personen über 16 Jahren 2,20 Mk. Aufruf. Der unterm 24. d. Mts. cntlaffene Reservist Max Schede» dahier wird hierdurch aufgeforderk, sich zum Geld- empfange im Hotel Grotzherzog zu 04013] Unterzeichneter läßt Mittwoch den 26. September, morgens 10 Uhr, Marbnrgerstratze 34 verschiedene Haushaltungsgegenstände versteigern. Gruft Jnghard. Gesucht für einen besseren, größeren Haushalt eine tüchtige, in allen Zweigen des Haushaltes erfahrene Haushälterin gesetzten Alters, welche gut bürgerlich kochen kann und einem Haushalte schon vorgestanden hat. Zeugnisabschriften oder Referenzangabe nebst Angabe der bisherigen Thätigkeit befördert die Exped. d. Bl. u. Nr. 6300. Allen voran an Güte, Dauerhaftigkeit und eleganter Ausstattung, sowie mit den neuesten Einrichtungen für Maschinenstickerei und Festonnierarbeiten versehen, sind die weltberühmten, unvergleichlichen Dürkopp's Nähmaschinen Allein-Vertreter: Job. Fr» Schaaf, N renommiertestes Nähmaschinen- und Fahrrad- 6328 Geschäft in Gießen, 44 Wetzsteinfiratze 44 2. 2 Lastwagen u. v. a. zwangsweise gegen bar versteigert werden. N. B. Die unter ad 1 näher bezeichneten Sachen kommen voraussichtlich bestimmt zur Versteigerung. Gießen, den 25. September 1900. 6819 Seipel, Gerichtsvollzieher. wird von einer ersten Cigarrenfabrik bei gutem Lohn per sofort zu engagieren gesucht. Offerten nebst Zeugnisabschriften unter Nr. 6303 an die Exp. d. Bl. erb. Bezüglich der Durchschnittswerte der Naturalbezüge ist eine Aenderun Nicht eingetreten; dieselben sind z. Zt. festgesetzt: Wohnungen alleinstehender Betriebsbeamten, Gewerbe- und Handlungsgehilfen, Dienstboten rc. jährlich ... 48 Mk. Familienwohnung . 144 „ Freie Kost für männliche und weibliche Personen: ff 1,50 ff 1,20 ff i,oo 15 „ 5 , Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß Lie Neufestsetzung der ortsüblichen Tagelöhne für die Stadt Gießen mit dem 8. Oktober d. I. in Kraft tritt und daß hiernach von diesem Tage ab die Beiträge zu der Invalidenversicherung für Personen, welche einer eingeschriebenen Hilfskaffe angehören, oder für solche, welche der Krankenversicherung nicht unterworfen sind (z. B. Kaufleute, Dienstboten für häusliche Arbeiten, Laufmädchen und Lauffcauen, sowie die sog. un» 1^1101^« airbeiter, Taglöhner, Büglerinnen, Schneioerinnm, Näherinnen und Kochfrauen pp.) betragen: a) für männliche Personen 24 Pfg. pro Woche, d) für weibliche M 20 Pfg. „ „ . rM N.cJn Laub- und Forstwirtschaft beschäftigten Personen betragen die wöchentlichen Beiträge wie seither: für männliche 24 Pfg. und für weibliche 20 Pfg. und Erzieher gehören, soweit nicht ein Jahrerarbeitsverdienft von mehr als 1150 Mk. nachgewiesen wird, zur IV. Klaffe mit einem Beitrag von 30 Pfg. pro Woche. ifttöbliertes Zimmer zu vermieten. •UV 04000 Bahnhofstraße 59, I. 6006] ein schön mödl. Zimmer sofort zu vermieten. Bahnhofstraße 33, im Putzladen. 6296] Ecke Nordanlage-Weserstr. 3 schön mvb!. Wohn- u. Schlafzimmer z. verm. 03997] Schön möbliertes Zimmer zu vermieten._________Kreuz 13, III. MZöbliertes Zimmer zu vermieten. 08998 Neustadt 57. 2) , weibliche „ , 3) „ männliche „ unter 4) „ weibliche „ , SWt. 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September, nachmittags 4 Uhr, in Butzbach vom Trauerhause, Nieder-Weiselerstrasse 46, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. i. a. : C. Melchior. 6325 Butzbach, den 25. September 1900. Frau Antonie Pagenstecher gestern vormittag 3/4ll Uhr sanft verschieden ist. o , Die Beerdigung findet statt: Donnerstag^denr27. September, vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Neuenbaue 6, aus. Todes - Anzeige. * Teilnehmenden Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Gattin, unsere teure Schwester, Schwägerin und Tante Frau Barbara Rost geb. Schrenk nach kurzem, schwerem Leiden im kaum vollendeten 46. Lebensjahre zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Joh. Rost, Viehhändler. Giessen, den 25. September 1900. 6320 Ein kinderloses Ehepaar sucht eine gut möblierte Wohnung (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kabinett) zum 15. Oktober zu mieten. Voraussichtlicher Aufenthalt 1 Jahr. 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