Dienstag den 26. Juni fr*. 146 Zweites Matt 1006 Gießener Anzeiger General-Anzeiger rsweg tz, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giefzen 1 Will den Dezugspreis virrteljährl. Mk. 2,84 monatlich 15 Psg. mit Bringcrlohn; durch die Abholestell« vierteljährl. Mk. 1,94 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteltährl. mit Bestellgeld. Alle Lnreigen-BermittlungSstellm deS In- und «uSlandai nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenprriS: lokal 12 Pfg., outroärt? 20 Pfg. MMa, AchPedition und Druckerat: Ar. 7. leeeHit »ee Anzeigen zu der nachmittags für da« MtzeNd« leg «icheinenden Nummer bis »orm. >0 Uhr. MGißilungen spätestens adeudS »vrher. Gralisbrilagr«: Gießener ZamiUenßlätter, Der hessische Landwirt Ktätter für hessische Volkskunde._________________ von 14 bis 17 cphm gesucht. Christ. Duill, neue M. Ldrrst« für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 5L rrscheiwl :*gn<6 eit Ausnahme des MantagS. Die Eichener pe »tlteußkätter «erden dem Anzeiger ü «MW wt „Htff. ßudwtrt" u. ^Blätter ► H«A. Volkskunde" *NL4wA deigelegl. *<•» essen »EN «la ja *■» »ehe „ *4erTRe555 nonenbootes Dank dafür wissen, daß sie dem Ruhmes- kränze ihres Vaterlandes durch )hre glänzende Haltung ein neues Blatt eingefügt und dem berühmten Namen ihres Schiffes Ehre gemacht haben. . Weiter meldet über dcke Verluste bei Taku ein Telegramm des russischen Vice-Admirals Alexejew aus Port Arthur vom 20.: Die Verluste des englischen Kriegsschiffes Algerine betrugen: zwei Offiziere und vier Matrosen verwundet; vom französischen Kriegsschiff Lion wurden drei Matrosen verwundet. In Spandau sind infolge der bevorstehenden Expedition nach China nicht allein die Militärwerkstätten, sondern auch private Betriebe stark beschäftigt. Sämtliche für Ostasien erforderlichen kleineren Geschäfte müssen nämlich in vollkommen wasserdichten Kisten mit Zinkeinlage verpackt werden. Von diesen Kisten werden viele Tausende gebraucht und ohne Ausnahme in Spandauer Privat-Betrieben hergestellt. Die großen Geschosse werden m Körbe verpackt. Die Verladung der fertigen und verpackten Geschosse nebst Munition wird unausgesetzt betrieben. Die Züge gehen von Spandau direkt nach dem Abfahrtsplatz der unter Ordre für China gestellten Schiffe. —Nach einer Meldung aus Kiel setzte der Kaiser die Abfahrt des er st en Seebataillons auf nächsten Samstag- morgen fest. Tie Stärke des Seebataillons beträgt nach der Ankunft sämtlicher Freiwilligen des Landheeres 1200 Mann. Die abgehende Pionier-Kompagnie erhält Kriegsstärke. Auf einem Lloyddampfer ist eine vollständige Batterie eingebaut. Die Lloyddampfer „Frankfurt" und „Wittekind" verbleiben in China bis zur Beendigung des Krieges. Im englischen Minister rat wurde am Samstag die Entsendung von 10000 Mann der südafrikanischen Truppen nach China beschlossen. Zwei Kreuzer, die augenblicklich in Kapstadt liegen, sind ebenfalls nach dem Golf von Petschili beordert worden. — Aus Allahabad wird gemeldet, Lord Kitcheuer sei mit Rücksicht auf die ost- asiatische Krisis zum Höchstkommandierenden in Indien ernannt worden. Der französische Marineminister wird in den nächsten Tagen einen Nachtragskredit zur Deckung der durch die Truppensendungen nach China entstandenen Kosten verlangen. Die Voranschläge für 6 Monate betragen 3% Millionen Franken. Der französische Kolonialminister bringt ebenfalls in der Kammer eine Nachforderung wegen der Vorgänge in China ein. DaS österreichische Kriegsschiff „Maria Theresia" ist nach China ausgelaufen. In Rom verlautet, es werden zwei Bataillone Jnfan- terie der erythräischen Kolonie mittelst Dampfer der „Na- vigatione" nach China transportiert werden. Der in Perim stationierte Kreuzer „Carlo Alberto" wird das nach China bestimmte italienische Kreuzergeschwader in Colombo erwarten, um es nach China zu begleiten. Nach Petersburger Meldungen ist der Zar entschlossen, im Einverständnis mit England, Deutschland und Frankreich die chinesische Frage zu lösen. Der Kriegsminister Koropatkin habe die Mobilisierung aller sibirischen Linienregimenter angeordnet. Ein im Petersburger „Regierungsboten" veröffentlichtes längeres Communiqus teilt zunächst mit, daß die kaiserliche Regierung seit dem ersten Eintreffen beuuruhigender Nachrichten aus China nicht gezögert hat, durch ihren Pekinger Vertreter von bet chinesischen Negierung energische Maßnahmen zu Wiederherstellung der Ordnung zu verlangen. Gleichzeitig erhielt der dortige Gesandte von Giers den Auftrag, die Aufmerksamkeit des Tsungli-Yamen auf gefährliche Komplikationen zu lenken, welche der chinesische Fremdenhaß unausbleiblich nach sich zieht, und die chinesische Regierung für alle Folgen der Unruhe verantwortlich zu machen. Leider erschien die Nachlässigkeit der provinziellen Würdenträger in den Augen der Ausrührer als eine Begünstigung ihrer verbrecherischen Thätigkeit, die zudem bei den Regierungstruppen Sympathie fand. Der Aufstand nahm mit jedem Tage größere Dimensionen an. Am 25. Mai brannten die Boxer die Kirche in dem orthodoxen Dorf Danti on nieder und dürften das Gebäude der orthodoxen geistlichen Mission gleichfalls niederbrennen. Das Lebeu und Eigentum der in Nord-China lebenden russischen Unter- thanen erschien ernstlich bedroht. Da zur Disposition des russischen Gesandten nur 75 Mann waren, hielt die kaiserliche Regierung es für notwendig, zum Schutze der russi- scheu diplomatischen Vertretung und zur Sicherung des Lebens und Eigentums der russischen Untertanen entschiedene Maßnahmen zu ergreifen. Nach der Schilderung der Vorgänge bei Taku schließt das Comminiqus mit nachstehenden Worten: „Aus dem oben Dargelegten geht hervor, daß die in die benachbarten Territorien eingedrungenen lohltha^E' „nerstag * i,ä,rtaca°'. ikb ignoriert. Die Angabe des Datums fehlt auch in einem Tele- irc-tmn aus New York vom 23., das Friedrich Brown, der Seiner drr Mechodisten-Mission in Tientsin, dem „New York Journal" von Tschifu gesandt hat; es lautet: „Ich fiitfTam soeben aus Tientsin auf einem deutschen Kanonenboot. Die Stadt wurde mehrere Tage von chinesischen Truppen beschossen. Das ganze Fremdenviertel ist zerstört. Leutnant Wright 6ort der amerikanischen Flotte und fünfzig H rinesoldaten , die zum Beistand abgesandt worden Untren, wurden teils getötet, teils verwundet. Die «mnition ist verbraucht. Die G a rni s o n l e i d e t schrecklich Hilfe ist dringend nötig." (Wenn Kanonen- bvo.te bis Tientsin herankommen können wie hier gesaat wird so darf man annehmen, daß auch, fie in das Gefecht einbegriffen und den Bedrängten frische Munition gebracht kalken s — Andere Telegramme aus Shanghai vom 22. - M berichten: Während der vergangenen drei Tage ist tirntfin unaufhörlich bombardiert worden. Sämtliche Ge- davide der englischen und französischen Niederlassung find untter schwerem Verlust von Menschenleben zerret worden. Die Stärke der chinesischen Truppen inner- kal i) der Stadt beträgt mindestens 15 000 Mann. Schwere schütze sind auf den Mauern der Eingeborenenstadt ,osickert und schießen die fremden Konsulate eines nach »cm andern in Brand und Trümmer. Die Europäer tuchen m Stadthaus Sicherheit. Die Chinesentruppen haben die kfiten Geschütze und Flinten neuester Konstruktion. Die küssen haben sich am Bahnhof verschanzt und leisten bis letzt einer überwältigenden llebermackst erfolgreich Wider- ßLmd. Von Peking oder Admiral Seymour lerne Nachricht. Ein Reuter-Telegramm aus Shanghai vom 23. ds. nelbet- Tientsin wurde am Donnerstag durch die chineft- che'N Truppen unter Prinz Tuan mit 4o Kruppschen Zciinnellfeuer-Geschützen angegriffen. — Nach einem Tele- famm aus London meldet ^„Lloyds Agent" aus Niut- T)!ivang: Die chinesische ^taatsbahn zwischen Mentfin und Niutschwang ist cm mehreren Punk- !Ü,b?er stört 'Der britische Konsul suchte telegraphisch um ein Kriegsschiff nach, erhielt aber keine Antwort An- Linend übnläßt mau den Hafen den russischen Schiffen. Nfische Truppen find von Port Arthur und vom Norden ' sifnrnnrfdie begriffen. — Eine in Taku am 22. d. M. 3 M)r 50 Min. nachmittags aufgegebene Depesche be- fcut* Ein neuerlicher kombinierter Versuch, Tientsin »entsetzen scheiterte. — Am 23. bemühten sich M russische und amerikanisch« Sollten, die Behexung * mentfin aufzuheben. Chinesische Truppen verzerr, "maber den Weg. ihre Artillerie war gut postiert unsere 'riionen konnten sie nicht zum Schweigen bringen. Es Lb uns nichts als der Rückzug übrig. Dieser vollzog itther größten Ordnung. Es wird Mitgeteilt, daß l^ntiin sich^wacker gegen die Angriffe der Chinesen hielt ranzösische Viertel wurde stürnuisch angegriffen und mm n^brscheinlich in Flammen auf. Nach dem Gefecht « r^d?7in Panzerzug. der Rekognoszierungszwecken diente, »» den Chinesen zur Entgleisung gebracht. Die europai- Wn Truppen sammeln sich zu emem neuen heftigeren L-riff gegen Tientsin. — Die von Sibirien nach China fühSden Telegraphen-Linien sind durchwegs wieder be- ^°'Aus'Shanghai ift ferner folgende dort aus Tschifu gegangene amtliche Meldung übermittelt worden: Am 20. d. M. ist ein Zug mit 400 Russen und 130 Marine- oldaten nach Tientsin abgegangen. Die Eisenbahn ist bis halbwegs von dort benutzbar. Von da ab wird die Kolonne zu Fuß weitergehen. Die „Daily News" meldet aus Shanghai: General Yung stellte in einer Audienz bei der Kaiserin dieser das Oberhaupt der Boxer vor. In Peitaiho wurden dieTongshan-Grubenzer- st ö r t. Der französische Vizekonsul in Mongtse übermittelt ein Telegramm des Konsuls Francois vom 1. Juni aus Yünnanfu (also ein dem von Delcasse in der Kammer mit- aeteilten Telegramm vorhergehendes). Francois giebt hierin seiner Besorgnis Ausdruck, daß aus Furcht vor dem Kriege ein Aufstand gegen die Beamten ausbrechen werde. Er glaubt ferner, daß man ihn und feine Begleiter zurückhalte, weil man befürchte, der Krieg werde sofort nach seiner Abreise ausbrechen. Francois verlangt, daß man in Peking Maßregeln treffe und daß französische Truppen nur auf seine ausdrückliche Forderung hin die Grenze überschreiten sollen. In einem Telegramm des Vizekonsuls von Mongtse datiert vom 20. Juni, sagt dieser, daß infolge der Bemühungen der Mandarine die Ruhe in Mongtse wiederhergestellt sei. In Yünnan, von wo zwei Europäer angekommen seien, sei die Lage unverändert. Vier Chinesen, die an den Brandstiftungen in Yünnan teilgenommen, seien hingerichtet worden. Der „Exchange Company" wird aus Shanghai geweidet, daß fast alle Fremdenkonzessionen in Weihaiwei von den Boxern verbrannt worden feien. Das Reuterfche Büreau bemerkt dazu, daß ihm hierüber nichts vorliege. (Bei dieser Meldung liegt wahrscheinlich eine Verwechslung mit Tientsin vor. Vorder Erwerbung des Hafens durch England wohnten dort überhaupt keine Ausländer.) Inzwischen scheint Lihungtschang sich doch entschlossen zu haben, dem Hilferuf der Regentin Folge zu leisten und nach Peking zu eilen. Wie aus Berlin gemeldet wird, hat die dortige chinesische Gesandtschaft sowohl vom Vizekönige Linkunyi in Nanking wie von Lihungtschang selbst ans Kanton diese Nachricht erhalten. Li fügt hinzu, er beabsichtige, zuerst den Aufstand der Boxer zu unterdrücken und dann die Verhandlungen aufzunehmen. Ferner spricht er, wie wir bereits mitteilten, den Wunsch aus, daß die europäischen Mächte von der Absendung weiterer Truppen nachi China absehen nlöchten. So lange man ihre Gesandten in Peking absperrt und ihre Staatsangehörigen in Tientsin und anderwärts niederschießt, werden die Mächte diesem Wunsche wohl schwerlich willfahren; immerhin aber darf der abermalige dringende Hilferuf nach dem Manne, der nicht nur schon mehrfach die Dynastie gerettet, sondern sich auch mit den Mächten auf einen verträglichen Verkehrsfuß zu stellen gewußt hat, als ein Zeichen dafür gedeutet werden, daß in Peking Reue eingekehrt ist und die tfrifiy sich! zu lösen beginnt. Die „Hongkong Daily Press" bestätigt nochmals, daß Lihungtschang am 21. Juni mitteilte, er habe von der Kaiserin den Befehl erhalten, sich nach Peking zu begeben, die Boxer zu unterdrücken und den Frieden mit den Mäckften herzustellen. Er reife am 27. ds. von Kunton über Hongkong und Shanghai ab. Ueber das Gefecht bei Taku ist in Berlin beim Reichsmarine-Amt am Samstag nachmittag die folgende Wiederholung einer am 17. vom Ches des Kre uzer- geschwaders über Port Arthur abgefchickten Depesche, die bisher nicht angekommen war, eingetroffen: „Um 12 Uhr 50 Min. nachts eröffneten die chinesischen Forts das Feuer auf sieben Kanonenboote im Fluß. Die Forts wurden nach sechsstündigem harten Kampf besiegt und besetzt Der Kommandant des „Iltis" war die Seele des Unternehmens, er hat hervorragend und glänzend gekämpft, auf dem „Sitte" sind Maschine, Kessel, Schiffskörper und die 8,8 Ctm.-Geschütze unbeschädigt, die 3,7 Ctm.-Geschütze und der Aufbau sind stark beschädigt. Gefallen find: Oberleutnant Hellmann, Büchsenmachermaat Bästlein, Obermatrosen Sokopf, Bothe, Maas, Johannes, Matrose Lahnsoff, Oberheizer Holm; schwerverwundet: Kommandant Kovettenkapitän Lans, Obermatrose Splinter, Matrose Schoppengerd, der Berichterstatter des Ofiasiatischen Lloyds, Herings; leichtverwundet sind zehn Mann. In der letzten Stunde war Oberleutnant Hoffmann Kommandant; die Haltung der Mannschaft war glänzend. Sieben Tote und 14 Verwundete, also 21 Mann von einer Besatzung von 125 Mann, das ist sehr viel, und es zeigt, daß sich das deutsche Kanonenboot in einer außergewöhnlich exponierten Stellung befunden haben muß. —< Oberleutnant Hans Hellmann war, wie uns aus Berlin gemeldet wird, am 6. Dezember 1873 in Neisse, Provinz Schlesien, geboren. Der Kaiser verlieh dem Kommandanten der „Iltis", Kapitän Lans, den Orden Pour le merite. Die Dekorierung des Kommandanten wurde der im Kieler Hafen liegenden Flotte durch Flottensignal bekannt gegeben. Ueberall in Deutschland wird man dem Kommandanten, den Offizieren und der Mcmnschaft des kleinen Ka- N mlfyt M lerüt toem hoben. Moltleöu russischen Truppen durchaus keine China feindlichen Ziele verfolgen, im Gegenteil, die Anwesenheit der Truppen in dem befreundeten Staate kann in Anbetracht der gegenwärtigen aufregenden Ereignisse der Pekinger Regierung nur wesentliche Dienste im Kampfe mit den Aufrührern erwarten, und die Herstellung der gesetzlichen Zustände im eigenen Interesse Chinas nur beschleunigen lassen." * * * Telegramme des Gießener Anzeigers. London, 25. Juni. Das Marineamt hat gestern abend ein Telegramm des KontreadmiralS Bruce vom 23. Juni erhalten, worin er bestätigt, daß zwischen den internationalen Truppen vollständiges Einvernehmen herrscht, und mitteilt, daß 200 Mann des ersten chinesischen Regiments aus Wei- Hai Wei in Shanghai eingetroffen sind. Nachrichten aus Tientsin fehlen noch immer, nur wird bestätigt, daß die fremden Konsulate eingeäschert sind. Der Versuch, am Freitag Tientsin zu entsetzen, ist gescheitert. London, 25. Juni. „Daily Mail" berichtet aus S h a n g a i, Prinz Tuang habe seine Armee in acht Kolonnen geteilt. Seine Truppen seien vorzüglich bewaffnet. — „Daily Telegraph" meldet aus Hongkong, daß Lihung- tschang morgen nach Peking abreisen wird. London, 25. Juni. Wie aus Shanghai gemeldet wird, hielten die fremden Konsuln eine engere Konferenz ab, in der die Lage besprochen wurde. Das Resultat der Konferenz ist noch nicht bekannt. — Gerüchtweise verlautet, daß Prinz Ching, Vorsitzender des Tsung-Li-Aamen ermordet worden sei. Die Unruhen, in den zentralen Provinzen nehmen immer mehr zu. Die Beschießung von Tientsin ist wieder ausgenommen worden. Frauen und Kinder haben schwer gelitten, da sie nur schlecht geschützt werden konnten. Zwei Offiziere des französischen Kreuzers „Barfleur" find am Freitag getötet worden. Paris, 25. Juni. Die Regierung mobilifierte zwei Regimenter Marine-Infanterie, die nach China abgehen sollen. Paris, 25. Jnui. Nach einer Depesche des „Figaro" ließ Lihung-Tschang die Mächte bitten, die Affaire in Taku nicht als casns belli zu betrachten. Die englische Regierung soll eine dahingehende Erklärung gegeben haben, falls der Beweis geführt werden sollte, daß der Angriff vor Taku nicht auf Befehl der chinesischen Regierung erfolgte, vorbehaltlich aller Ent- schädigungs - Ansprüche. Die gleiche Haltung habe auch DelcaffL eingenommen. Paris, 25. Juni. Wie der „Figaro" meldet, hat fich Großfürst Alexis, der fich zum Besuche der Weltausstellung hier aufhielt, nach China eingeschifft, wo er den Oberbefehl über die russische Flotte inPort Arthur übernehmen wird. New dort, 25. Juni. Eine Bestätigung der Blättermeldung, daß 50 amerikanische Soldaten in Tientfin getötet und verwundet seien, ist bisher nicht eingetroffen. Rew-Pork, 25. Juni. Die Methodisten erhielten aus Shanghai die Mitteilnng von der Ermordung zweier Missionare und ihrer Frauen. — Die Regierung hat dem General Mac Arthur Befehl gegeben, die amerikanischen Truppen, die heute von Manila nach China abgehen sollen, auf 4500 Mann zu erhöhen. Der Krieg in Südafrika. Bom südafrikanischen Kriegsschauplätze sind keine besonders interessanten Nachrichten eingelaufen. Soweit bekannt wird, wird Lord Roberts seine Operationen gegen den _ Kommandanten Botha auf einige Tage verschieben müssen, um seine berittene Infanterie nach Süden zu senden und frische Remontepserde zu erlangen, da die meisten Pferde unbrauchb ar geworden oder e i n - gegangen sind. Die Vereinigung des Generals Bullex mit der Kolonne Hamilton wird ebenfalls erst in acht bis zehn Tagen stattfinden können, da Buller bei seinem Vordringen auf zahlreiche zerstörte Brücken und Straßen stößt. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Pretoria vom 19. Juni: Ein vollständiges Netz wird nach und nach! um diie Stellung De Wets durch die Streitkräfte der Generale Buller, Brabant, Rundle und Methuen gezogen. General Botha erklärte, er sei geneigt, die Uebergabe zu vollziehen, doch stelle sich dem der Präsident Krüger entgegen, der darauf bestehe, daß! man ihm gestatte, im Lande zu bleiben; auch bilden die Operationen des Generals De Wei einen Grund für das Widerstteben Bothas, zu einem Abschlüsse zu kommen. A m st e r d a m. Große Bestürzung ruft hier die Nachricht hervor, daß Lord Roberts im Begriff steht, 1400 Angestellte der südafrikanischen Eisenbahnen nach Europa zu schaffen, weil diese sich geweigert! haben sollen, in englische Dienste zu treten. Diese Ausweisung wird für ein neues Vergehen der Engländer gegen das internationale Recht und das Privatrecht angesehen, 9a die Bahnangestellten freie Bürger sind. Eine diesbezügliche Interpellation im holländischen Volksraad wird wahrscheinlich stattfinden, da sich unter den Ausaewiesenen zahlreiche .Holländer befinden. ... Die angeblichen Giftgeschosse der Buren sind mrzuch ini Laboratorium der großen Londoner Zeitschrift „Lancet" untersucht und als g ä n z l ich u n s ch ä d l i ch be- funden worden. Die von den Buren benutzten Mauserge- sollten mit einer Schicht von giftigem Kupfersalz, öwor von essigsaurem Kupfer, überzogen sein, der auf .B.eiV”gcftcrit ro,erben könnte, daß die Geschosse mit Essig in Berührung gebracht worden wären. Die Untersuchung hat eine völlig harmlose Aufklärung ergeben. Die Buren haben ihre Geschosse i» «eschmolzenos Parassin ge- steckt, um den Nickelmantel gegen Rost zu schützen. Die grüne Farbe findet dieselbe Aufklärung, wie an einem Messingleuchter die grünen Tropfen einer Kerze. Deutsches Reich. ™ Berlin, 24. Juni. Aus Kiel wird vom 23. Juni gemeldet: Zur gesttigen Abendtasel bei dem Kaiser war der Vorstand des Norddeutschen Regatta-Vereins geladen. Heute besuchte der Kaiser das neue Klubhaus des kaiserlichen Nachtklubs und die kaiserliche Werft. Die heutigen Wettfahrten des Norddeutschen NegattavereinS waren von gutem Wetter und kräftigem Westwind begünstigt. Bei der Sinnen* regatta starteten 22, bei der Wettfahrt der Sonderklasse 16 Yachten, unter denen sich die „Samoa" des Kaisers, der diesem Rennen mit dem Verkehrsboot „Hulda" folgte, befand. — Prinz Kanin von Japan traf heute abend hier ein, und wurde von dem Prinzen Heinrich und einer Ehrenkompagnie empfangen. Beide Prinzen fuhren zum Schlosse, wo die Prinzessin Heinrich den Prinzen Kanin empfing. Später begaben sich beide Prinzen an Bord der „Hohenzollern". — Der Kaiser sandte auf das Danktelegramm des Großherzogs vo «Oldenburg an den Kaiser für die Teilnahme an der Beisetzung des Großherzogs Peter aus Kiel folgendes Telegramm: „In wahrer Freundschaft mit dir verbunden, ist es mir ein Herzensbedürfnis gewesen, deinem geliebten Vater die letzte Ehre zu erweisen. Sein Hinscheiden hat mich tiefbewegt; denn ich weiß, daß dein edler hochgesinnter Vater, dessen ganzes Leben seinem Lande und dem großen Deutschland gewidmet gewesen, auch mir von Herzen zugethan war. Sei versichert, daß ich seiner nie vergessen werbe/ — Die Kaiserin wird am 20. Juli mit den jüngeren kaiserlichen Kindern auf Schloß Wilhelmshöhe zu längerem Aufenthalte eintreffen. — Nach einer Meldung aus Erfurt ist als Präsident des Reichsmilitärgerichts Frecherr v. Gemmingen, Kommandeur der 38. Division, in Aussicht genommen. Von anderer Seite wird mitgeteilt, der Ches des MilitäKabinetts, v. Hahnte, sei für diese Stelle auS- ersehen. — Wie in politischen Kreisen erzählt wird, war Kaiser Wilhelm einer der ersten, der dem Z'aren anläßlich des Todes des Grafen Murawiew eine in besonders herzlichen Ausdrücken abgefaßte Depesche sandte. Der Kaiser soll darin nicht nur sein Bedauern über den herben Verlust, den der Zar durch das plötzliche Hinscheiden seines Ministers erlitten, Ausdruck gegeben, sondern auch der Thatsache mit Genugthuung gedacht haben, daß russische und deutsche Soldaten in dem Kampfe bei Taku Schulter an Schulter ihre gemeinsame Feuertaufe erhalten hätten. — Die gestern unter dem Vorsitz des Fürsten Hohenlohe abgehaltene Sitzung des Staatsministeriums dauerte fünf Stunden. Außer den Ressortministern nahmen die Staatssekretäre Graf Posadowsky, Nieberding und Frhr. v. Thielmann teil. Wie verlautet, standen die Reform der Eisenbahnpersonentarife, die Tarife für Kohlentransporte und das Gesetz über den Schutz des Urheberrechtes zur Beratung. — Der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe ist gestern nach Ragaz in der Schweiz abgereist. — Anläßlich feines 10jährigen Ministerjubiläums nahm gestern Finanzminister Dr. v. Miquel die Glückwünsche seines Ressorts entgegen. Der Unterstaatssekretär und die Direktoren statteten dem Finanzminister in den Morgenstunden ihre Gratulationen ab; die Unterbeamten seiner nächsten Umgebung hatten den Arbeitstisch ihres obersten Chefs mit einem hübschen Blumenstrauß geschmückt. Dr. v. Miquel gedenkt noch etwa vierzehn Tage in Berlin zu bleiben und alsdann seinen Sommerurlaub anzutreten. — Wie der „Post" mitgeteilt wird, ist zum Unterstaatssekretär im Kultusministerium Ministerialdirektor Dr. Kügler ausersehen. An dessen Stelle soll der Geh. OberregierungS- rat v. Bremen aufrücken. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung des Schwarzen Adlerordeus an den Generalinspekteur der Kavallerie, General Edler v. d. Planitz. — Der preußische Landwirtschaftsminister Frecherr v. Hammerstein hat die Landwirtschaftskammern ausgefordert, je einen hervorragenden Sachverständigen nach Paris, bezw. Frankreich zu senden, um die landwirtschaftlichen Teile der Weltausstellung und weiterhin die landwirtschaftlichen Verhältnisse Frankreichs eingehend zu studieren. Der Minister erwartrt dann später über diese Beobachtungen ausführliche Berichte zu erhalten. — Zum Präsidenten der Zentralgenoffenschaftskasse als Nachfolger des verstorbenen Freiherrn v. Huene ist Dr. Karl Heiligenstadt ernannt worden, der dem Direktorium dieses Instituts bereits seit dem 1. Oktober 1895 ange- )ört hatte. Bremen, 23. Juni. Abg. Broemel-Stettin eröffnete heute )ie Generalversammlung des Vereins zur Förderung >er Handelsfreiheit. In warmen Worten gedachte Broemel Bambergers. Gothein - Breslau entwickelte in anger Rede des Vorteil des Nationalwohlstaudes am Außenhandel. Els Millionen Menschen bezügeu ihr Ein- bmmen aus diesem. Don dem Ausfuhrwert bestehen drei Milliarden aus Arbeitslohn. Der zweite Redner, Alexander Meyer, sprach in gleichem Sinne. Die einstimmig angenommene Resolution lautet: Deutschland sei ohne den Außenhandel unfähig, die zunehmende Bevölkerung zu ernähren. Die Sicherung diese- Außenhandels sei die wichtigste Aufgabe der deutschen Handelspolitik. Langsich- tige Handelsverträge feien unerläßlich. Der zweite Gegenstand, betr. Minimal- und Maximaltarife, wurde von der Tagesordnung abgesetzt. Sigmaringen, 23. Juni. Heute sand die Beisetzung der Fürstin-Mutter von Hohenzollern in Anwesenheit des Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen als Vertreter des Kaisers, des Großherzogs und der Großherzogin von Baden, des Königs und Prinzen Ferdinand von Rumänien, des Grafen von Flandern, des Prinzen Albert von Belgien, des Herzogs Robert von Württemberg, den Prinzen Albert von Sachsen und anderer Fürstlich« ketten statt. Das Totenamt hielt der Erzabt des Kloster- Benreu ab. München, 24. Juni. Der Inspekteur der Fußartillerie Generalleutnant v. Keller, wurde in Genehmigung seines ?^1bdsgesuches unter Verleihung de- Michaelordens 1. Klaffe mit Pension zur Disposition gestellt. Die Wieder« Verwendung des Generals im Aktivdienst bleibt Vorbehalten wenn seine Gesundheit sich bessert. - Rege Thätigkei," herrscht derzeit im Komitee für den 6. Internationalen KatholikenKongreß, der im September in München stattfindet. Bisher find nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Oesterreich, Ungarn, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Italien Anmeldungen zur Beteiligung elnge- troffen. Der Kongreß gruppiert fich in zehn Sektionen Wie man vermutet, wird sich die römische Kurie durch einen außerordentlichen Legaten vertreten lassen. Ausisud. London, 23, Juni. W?ie' die „Times", erfährt, teichtete bie marokkanische Regierung am 9. ds. an die f r an z 0 s i sch e R e g i er u n g die formelle Forderung um Anrufung eines europäischen Schiedsgerichts über die Streitfragen, die durch die französischerseits erfolgte Besetzung der jO a s e n von Tuat Fidikelt und Gurara sowie bie Distrikts von Jgli zwischen beiden Regierungen erwachsen finb. u Grüssel, 24. Juni. König Leopold wird am 30. b. M. Bab Gastein verlassen unb sich nach Paris begeben, wo er eine Woche verweilen wird. Paris, 24. Juni. Präfibent Loubet beqab sicü heute anläßlich ber sechsten Wieberkehr bes Todestages des Präsidenten Carnot in bas Pantheon unb legte an ber Grabstätte einen Kranz nieber. Gestern abenb wohnte ber Präsibent Loubet ber Galatafel bei, bie ber Kammev- präsibent Deschanel in seiner Wohnung gab. Circa 2000 Personen hatten hierzu Einladungen eryalten. den Gärten fanb eine Vorstellung, betitelt „Toute la France", statt, in per von ben besten französischen Künstlern eine Apotheose ber Weltausstellung bargestellt wurde. Marseille, 24. Juni. In einem gestern ftattge- habten Duell zwischen einem früheren nationalistische Gemeinberatsmitglieb unb bem republikanischen Journa> listen Verby wurde ersterer am Oberarm gefährlich verwunbet. Wien, 23. Juni. Exkönig Milan hatte heute mittat eine einstünbiae Konferenz mit bem Minister bes Auswärtigen, Grafen Goluchpwski Unb wurde nachmittags in offizieller Form vom Kaiser in längerer Privat- Audienz empfangen. — Der deutsche Botschafter, Fürst zu Eulenburg, stattete dem Ministerpräsidenten von Koerber heute nachmittag einen längeren Besuch ab. Wien, 23. Juni. Einer Petersburger Meldung ber „Polit. Korr." zufolge wirb ber zum zeitweiligen Verweser bes russischen Ministeriums des Aeußern ernannte Graf Lamboborff dieselbe friedliche Polittk wie Graf Mu- rawjew befolgen. Petersburg, 24. Juni. Hier tagte ein Komitee, KU dessen Mitgliedern u. a. ber Justizminister Murawjew, ber Minister bes Innern Ssipjagin und Minister v. Plehws gehörten. Dieses Komitee beriet über die Einführung! des Russischen als Geschäftssprache bei unseren Behörden unb schlug vor, baß bas Oekonomiedeparte- Ment unseres Senats vom 1. Oktober an alle Schreiben an ben Kaiser russisch abfassen soll. Ferner soll bas genannte Departement von 1905 an bie Protokolle russisch führen unb im schriftlichen Verkehr mit bem Senat von 1903 an bis russische Sprache anwenben. Der Kaiser genehmigte diese Vorschläge. — An ber hiesigen Universität werden von kommenbem Semester an Vorlesungen üben finisches Verwaltungsrecht gehalten werden, um) ben Russen zu ermöglichen, nötigenfalls sich um höhere Aem ter in Finland bewerben zu können. Aus Stadt und Land. Gieße«, den 25. Juni 1900. ** Erstes Dünsbergfest. Das am gestrigen Sonntage stattgehabte Dünsbergfest, hatte sich eines sehn lebhaften Zuspruchs zu erfreuen; infolge ber noch eingetretenen guten Witterung fanben sich zu Beginn des Nachmittags zahlreiche Teilnehmer ein. Bei ben Klängen ber trefflichen Bauer'schen Kapelle würbe ber Zubrang gegen 3 Uhr schon so groß, daß kaum an ben zahlreichen Tischen ein Plätzchen zu finben war unb nun das Publikum sich im Walbe zu lagern begann, ber infolge des immer schöner geworbenen Wetters ganz abgetrocknet war. Die Mehrzahl ber Besucher stellten bie umliegenden Ortschaften, teilweise in ihren schönen Trachten; doch war der Besuch von Wetzlar, Gießen und Marburg auch ein sehr guter. Gastwirt Ludwig Schlierbach von Bieber hatte für die leiblichen Genüsse in ausgiebigster Weise gesorgt, und als wir schon spat am Abend ben Berg verließen, herrschte noch bie fröhlichste Feststimmung. Wie wir hören, wirb oben auf ber Spitze bes Dünsberges noch ein größeres Stück Walb abgeholzt unb baburch ber Festplatz wesentlich vergrößert. Wünschen wir, baß alle Festlichkeiten, bie bork tattfinben, einen ebenso schönen unb munteren Verlauf nehmen wie bas erste Dünsbergfest. ** Ortsgewerbeverein. Am Sonntag vormittag 11 Uhr würben int Gewerbeschulgebäube burch ben Bor-i sitzenben ber Kommission für bie Gesellenprüfungen, Kommerzienrat Heyligenstaebt, in Gegenwart sämtlicher Lehr- unb Prüftmgsmeister, sowie ber Kommissions- und Vorstanbsmitglieber, ben zur Prüfung angemeldeten neun Prüflingen ber Gesellenbrie f auf Grunb ber vorausgegangenen Prüfungsarbeiten feierlich überreicht. Herr Heyligenstaebt ermahnte in einbringlichen Worten bie Prüflinge unb machte sie besonbers auf die wichtige Bedeutung dieses Abschnittes in ihrem Leben auf- 'merksam; denn wer unterlassen würde, diese Prüfung ab» zulegen, könne nach dem Handwerkergesetz tünftig auch nicht bie Meisterprüfung absolvieren unb nicht bie Berechtigung zur Anlernung von Lehrlingen erwerben. Die Lehrlingszeit ist billig, bie Meisterzeit oftmals sehr teuer, wenn man in ber Jugend sich nicht praktisch und theoretisch so weit ausbilbet, um ben naturgemäßen Kampf aus nehmen zu können. Möge einem jeden erspart bleiben, zur Erkenntnis erst in ben Jahren der Selbständigkeit zu gelangen; dann ist es zu spät und ba» S btt «t e «VÄ ■ Ä*Ä ^Umbtr 'iJil- SÄ «Stuj h$.« LZU W b*n Jhj* ‘-te llen wird. ^’ lt ^oubet beofif xrkehr des L/ $QS^ »nb £■ ..S^obenbl "L bieder^ Wohnung gab r. «k n9» betitelt i französischen 9 bargestellt n>ch /wem gestern s- wheren nationale- epublikanischen & Oberarm gefähi ilan hatte heuten >em Minister bei t b wurde nachvm^-: r in längerer $rin utscheBotschastei.V Ministerpräsident ». längeren SeM;1 Osburger!?&j tu m zeitweilizkn rmän Aeußern ern« (r 1 Politik wie 0ioi iier tagte ein Miln fftijminiffa 3ta?.- unb Winijte r v.W ar bie Ginfütytn fpra^e bei un]t\\ 15 Cefottomieb^oit l w M ÄüsteÄena mi 'M bai genM »Wie russisch W >em Senat von 1903 c Der Kaiser genelpni? en Universität iw. Borlesungenüdn ;t gehalten mben, io ensalls sich um W> können. LW. ja, «L Jm ■ ft. ’M m 9*; fit, fjatte fid> eine ; . infolge ber *- Wn sich z» «E'i T ein. Set bm * Ile mürbe berg ftnim an be"Ät SZx en: doch war d? , aftsfe DeI^ten5 K' ie wir Horen- , noch -B'S»* !*wafSS» «LZfF ’äs?; üM-Äb^S eierl^ "j„driiE «b«te K, HU «e «e "Em Lebe"5 litte» in ^r $rüpi"^. wurde. W Jupn J fÄS; rtiu«9 * lüfifrt'Li SÄÖ SS'i*!’ «J5>- Rachholeu bekanntlich eine schwere Sach^. Leichter wird es aber werden, wenn Wan aud); als Gehilfe neben seiner praktischen Thätigkeit sich theoretisch weiter ausbildet, und dazu bieten die gewerblichen Lehranstalten allerorten volle Gelegenheit. Nach den Prüfungsberichten seitens der Prufungsmeister sind den Prüflingen folgende Noten zuerkannt worden: 1) Friedrich Lenz-Gießen, Schreiner, „Mit Auszeichnung", 2) Karl Gerlach-Krofdorf, Zimmerer, „Sehr gut", 3) Heinrich Müller-Krofdorf, Maurer, „Gut", 4) Wilhelm Volkmann-Krofdorf, Maurer, „Gut", 5) Jakob Naumann-Weidenhausen, Schreiner, „Gut", 6) Albert Beil- Gretzen, Glaser, „Sehr gut", 7) Louis Vogt-Gießen, Metzger, 8) Heinrich, Ämend-Gießen, Schlosser, „Bestanden", 9i Louis Berg-Gießen, Schlosser, „Bestanden". Nachdem der Prüfling Louis Vogt im Namen seiner Kameraden der Handwerker-Kommission, wie den Lehr- undPrüfungs- meistern gedankt hatte, schloß die einfache aber würdige Feier derer st en Gesellenprüfung. Möge künftig in den beteiligten Kreisen durch Einsicht und Verständnis es dazu kommen, daß kein Lehrling mehr, ohne den Gesellenbrief sich erworben zu hoben, die Werkstatt verläßt und die Wohlthaten des Handwerkergesetzes sich dadurch zu Nutze macht. •• Akademisches Konzert. Wie aus dem Inseratenteil unserer heutigen Nummer ersichtlich, findet am Dienstag den 26 d. Mts. in Marburg das 6. Konzert des dortigen Akademischen Konzert-Vereins im Museumssaal, abends 1 , Uhr, statt. Wie alle bisherigen musikalischen Ver- cinstaltungen des Vereins, zeichnet sich auch dieses Konzert durch ein geschickt zusammengestelltes und äußerst gewähltes Programm aus. Da die Züge zur Hin- und Rückfahrt uuch von hier aus sehr günstig liegen, dürfte den hiesigen Kunstfreunden ein Besuch dieses Konzertes sehr zu empfehlen sein. *’ Erledigte Stelle» im Bezirk des 18. Armeekorps. Amtsgericht Limburg (Lahn), Kanzleigehilfe, 5 bis 10 Pfg. für die Seite Schreiblohn. — Meschede, Amtsgericht, Lohnschreiber, 70 Mk. monatlich. Sindlingen, Bürgermeisteramt, Bürgermeistereigehilfe, 900 Mk. — König!. Eisenbahn- Direktion Frarkfurt a. M, 30 Anwärter für den Bahnwärter- und Weichenstellerdienst, 700 Mk. Anfangsgehalt »nb der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. — Niedermarsberg (Kreis Brilon), Direktion der Provinzial-Jrrenanstalt, Lagermeister, bis 1500 Mk. Gehalt. — Im Kaiser!. Ober» vostdirektionsbezirk Dortmund, Postschaffner, 900 Mk. AnfangSgehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. — Km Bezirk der Kaiser!. Ober.Postdirektion Frankfurt a. M., 3i Briefträger und Postschaffner und 3 Landbriefträger, nrstere je 900 Mk., letztere je 700 Mk. und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. — Wiesbaden, König!. Polizei- Erektion, Schutzmann, 1200 bis 1600 Mk. Gehalt und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. — Frankfurt a. M., städtisches Gewerbe- und Verkehrsamt — Marktpolizei — Markt-Aufseher, 2500 bis 3700 Mk. Gehalt. Bad-Nauheim, 24. Juni. Vom Gemeinderat wur- b-en zur Erweiterung des Amtsgerichtes rund .37 800 Mk. z enehmigt. Ferner »vurde nach- dem Beispiel der Städte Vutzbachj und Friedberg der ortsübliche Tagelohn der kriännlichen erwachsenen Arbeiter auf 2.50, derjenige der jmgeren Arbeiter aüuf 1.50, für erwachsene weibliche Arbeiter auf 1.50 und für jugendliche Arbeiterinnen auf 1 Mk. festgesetzt. — Bis zum 21. Juni sind 9248 Kurgäste hier zur Anmeldung gekommen; davon waren am genanntem Tage nod) anwesend: 5434 Personen. Vom 1. April bns einschließlich 21. Juni wurden 98092 Bäder, darunter 3089 Freibäder, gefertigt. Abgegeben wurden am:15. Juni 19900 : 2636, 16 .Juni 2688, 17. Juni 1957, 18. Juni 2745, 199. Juni 2724, 20. Juni 2456, 21. Juni 2561 Bäder, in Summa 17 767 Bäder. — Freitag vormittag verunglückte eiin Mann von Ober-Mörlen Namens Scherer an einem Neubau in der Mühlstraße dadurch, daß er vom ersten Stock in den Keller fiel. Der Bedauernswerte, der ins städtische Krankenhaus gebracht wurde, hat nach ärztlicher Aussage eine Gehirnerschütterung davongetragen. ö- Ilbeshausen, 24. Juni. Auf der Bahnbaustrecke dc?s Unternehmers Ernst Sohre, (des Veranstalters der ZßchlittenPartie, wegen der gegen ihn Anzeige wegen groben Uirfugs erstattet sein soll), löste sich im Distrikt Hassel bei einer Erdfahrt auf einem sehr hohen Damm 16 gefüllte Erdwagen plötzlich von der Maschine los und rollten Mein bergab auf eine etwa 15 Meter hohe Brücke, die infolge der Wucht zusammenstürzte. Sämtliche Wagen nrurben hinabgeschleudert und schwer beschädigt. Zwei Mbeiter saßen auf den Wagen. Der eine sprang ab, ohne Ächiaden genommen zu haben, der andere dagegen kam fo1 unglücklich zu Fall, daß er ein Bein brach. Der Schaden ivird sich auf 2000 Mark beziffern. () Bleichenbach, 24. Juni. Gestern mittag gegen. | Uh* zog ein Gewitter von Nordwest nach Süden, drehte sich dann plötzlich nach entgegengesetzter Richtung. Eingänge des Ortes raste dann urplötzlich ein Wirbelwind daher, Spuren enormer Verwüstung hinterlassend. Baume von Mannesdicke wurden aus der Wurzel gedreht und A)—30 Schritte fortgeschleudert. Ein Mami wurde zu Boden geschleudert. o-. Altenschlirf, 24. Juni. Heute fand hier das Be- ztrkskriegerfest des Bezirks Herbstein verbunden mit Fahnenweihe des hiesigen KriegervereinS statt. Obwohl in der verflossenen Woche der Himmel ein trübes Gesicht machte und sich in Strömen ergoß, so heiterte sich doch gegen Mittag der Himmel wieder auf. Vor Beginn der Festlichkeit vereinigten sich die Präsidenten der einzelnen Kriegervereine zur Bezirksversammlung. In der» selben wurde an Stelle des scheidenden Bezirkspräsidenten Oberförsters Weber Postverwalter Breitwies er von Grebenhain mit großer Majorität als Bezirkspräsident gewählt. Nachmittags gegen 2 Uhr wurde an der Straße nach Nösberts zu der Festzug aufgestellt. An demselben beteiligten sich zahlreiche Vereine. Unter den Klängen der Musik, ausgeführt von der Kapelle des Artillerie Regiments Nr. 47, bewegte sich der stattliche Festzug durch die schön geschmückten Straßen des Ortes nach dem Festplatz. Hier wurden die Anwesenden zuerst durch den seitherigen Bezirks- Präsidenten Oberförster Weber begrüßt. Er schloß seine Rede mit einem dreifachen Hoch auf unseren Kaiser und Großherzog. Sodann überreichte eine der Festdamen die noch unenthülte Fahne des hiesigen Kriegervereins dem Präsidenten Herrn KlaaS. Pfarrer Kullmann verbreitete sich in einer längeren Rede über die Wichtigkeit der Fahne sowohl beim Truppenteil als auch bei einem Verein; sodann enthüllte er die Fahne, die auf der einen Seite den hessischen Löwen mit dem Spruch: Gott, Ehre, Vaterland, auf der anderen Seite die Germania mit den Worten Metz, St. Privat, Orleans, Gravelotte in den vier Ecken trägt, worauf die Musik spielte: Deutschland, Deutschland. Mit Konzert und Tanz auf dem Festplatz schloß die Feier. Gegen Mitternacht verabschiedeten sich die meisten Vereine mit dem Bewußtsein, einen vergnügten Tag unter Kameraden verlebt zu haben. A Babenhausen, 24. Juni. Der am 11. Juli 1868 zu Offenbach geborene Regierungsassessor Philipp Georg Kuhl, zuletzt als Obersteueramtsassistent in Mainz beschäftigt, wurde, wie wir bereits mitteilten, seit einigen Tagen, nachdem er seines Dienstes entlasten war, vermißt und im „Süddeutschen Polizeitelegraph" wegen Betrugs verfolgt. Die Vermutung, er habe sich wohl ein Leid an- gethan, hat sich nicht bestätigt. Kuhl wurde vielmehr gestern in einer Wirtschaft unserer Nachbargemeinde Langstadt von dem hiesigen Gendarmen Hebeisen verhaftet und nach dem Seligenstädter Amtsgerichtsgefängnis eskortiert. Der inhaftierte Regierungsassessor war früher hier als Steuerkontrolleur thätig und wollte anscheinend der alten Heimat einen Besuch abstatten. Kuhl entstammt einer hochgeachteten Familie. Sein Vater war zuletzt Realschuldirektor in Darmstadt. Dieburg, 24. Juni. Beim heutigen Gesangwettstreite errang der Gesangverein „Fr o hs i n n" -L o n d o r f in Klasse 3 den zweiten Preis bei sehr starker Konkurrenz. Es sangen in dieser Klasse 18 Vereine. Der Preis besteht in einem prächtigen Trinkhorn. Den Ehrenpreis des Großherzogs errang der Gesangverein „Frohsinn"- Bieber. Mainz, 25. Juni. Bei dem anläßlich der Gutenberg- Feier auf dem hiesigen Sportplatz veranstalteten großen Radrennen stürzten in der letzten Runde des letzten Rennens drei Tandem-Fahrer. Sehr schwer verletzt wurden Simon-Frankfurt, Duill Gießen, sowie ein Knabe, der angefahren wurde. Die Verletzten wurden ins Hospital gebracht. Die übrigen vier Gestürzten kamen mit leichten Kontusionen davon. Mainz, 24. Juni. Der Kaiser kommt am 16.August nach Mainz zur Truppenschau auf dem großen Sande. Einem noch ziemlich unsicher auftretenden Gerüchte nach soll er dann aber auch am 18. August nochmals hierherkommen. >. > > ■' ' —......... ■ ■ ■ । ii » Vermischter. * Köln, 23. Juni. Bei einem Mittags über Köln und Umgegend herniedergegangenen Unwetter richtete eine Windhose im benachbarten Mülheim a. Rh. großen Schaden an. In den FabriketablistementS stürzten Schornsteine ein, Lagerschuppen wurden weggefegt. Der außerhalb | der Stadt liegende Schlacht- und Viehhof wurde arg mitgenommen, einzelne Gebäulichkeiten sind vollständig zerstört. Auch mehrere Personen sollen zu Schaden gekommen und einige durch herabstürzende Steinmaffen schwer verletzt worden sein. • Straßburg, 23. Juni. Wie dem „Elsässer- aus Gerardmer gemeldet wird, hat sich der Leutnant des 152. Jnf.-Reg. Geschwind erschossen. DaS Motiv des Selbstmordes ist unbekannt. Kandwirtschast. — Heu- und Strohankauf. Das Proviantamt Hanau hat mit dem Ankauf von Heu neuer Ernte begonuen, setzt aber auch den Ankauf von Roggen Langflroh alter Ernte fort. Bei gutem Wetter kann jeden Tag eingeliefert werden. Schnelle Abfertigung und sofortige Bezahlung wird zugesichert. Bei Bahnsendungen ist die Adresie für den Frachtbrief: Hanau Bahnhof Nord. Das Heu muß aut gewonnen, auch ohne jeden Zweifel trocken fein und aus süßen Grüsern bestehen; daS Stroh muß gesund und ohne Mäusefraß sein. — Jede weitere Auskunft wird von dem genannten Amt mündlich wie schriftlich erteilt. Sport, Spiel, Jagd. — Bei dem gestrigen Radrennen in Mainz errang unser bekannter Rennfahrer Karl Duill, Mitglied der „Sßanberet*, G. R. ©., den Gutenbergpreis. Er siegte in überlegener Weise mit mehreren Radlängen gegen sehr starke Konkurrenz. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 25. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr mittags: Master 15-, Luft 17«. Rübsamen'sche Badeanstalt. Neueste Meldungen. Mainz, 24. Juni. Der Großherzog, ber mit seinen Ministern bei der Huldigung am Denkmal erschienen war, verweilte mit dem Oberbürgermeister an den Stufen des Monrrmentes, solange die Kranzabgabe sich, vollzog. Unter den Kranzspendern waren Vertreter mehrerer deutscher Großstädte, wie Berlin, Leipzig usw., ferner Abordnungen der Hochschulen Leipzig, Heidelberg, Sonn, Gießen, Marburg und Tn r m st a d t, von denen zum Teil die Rettoren im Ornat als Sprecher auftraten, sodann ausländische Delegierte aus Oesterreich, England, Rußland und den Balkanstaaten. Den Nachmittag füllte das große F e st m a h l in der S t a d t h a l l e aus, bei benf über anderthalbtausend Personen speisten. Der Premierminister Rothe, Oberbürgermeister Dr. Gaßner, Dr. v. Hase- Leipzig, Buchdruckereibesitzer Rohrer-Brünn, Gemeinderat Hierhammer-Wien, Universitätsrektor Prof. Dr. Netto- Gießen und Geh. Kommerzienrat Michel-Mainz hielten die Tischreden, von denen besonders die der österreichisch- deutschen Verbrüderung gewidmeten stürmischen Beifall ernteten. Während und nach dem Bankett hielten die Buch^ druckergehilfen ein Typographenfest in der Neuen Anlage, das sehr volkstümlich, sehr fröhlich und sehr johannistäglich verlief. Den Schluß des heutigen Festtages bildete ein «großer Volkskommers in den Räumen der Stadthalle. Erst spät trennte man sich, um sich für morgen, wo der große Kostümzug stattfindet, zu rüsten. Berlin, 25. Juni. Dieser Tage wird der Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, General-Major von Liebert, in der Heimat zurückerwartet. Wie dem „Berl. Tageblatt" zufolge verlautet, dürfte er nicht mehr auf seinen Posten zurückkehren. Er wird voraussichtlich das Kommando einer Division erhalten. Könitz, 25. Juni. Die Untersuchung schwebt gegen den Schlächtermeister Hoffmann noch immer. Gestern haben zahlreiche Verhöre stattgefunden. Dem Militär ist der Besuch der außerhalb gelegenen Lokale verboten. Die Stadt ist ruhig. Gerüchtweise verlautet, Graf Pückler-Kl- Tschirne treffe in den nächsten Tagen ein. — Der Kantor Littfark wurde am Samstag wegen wissentlichen Meineides in zwei Fällen zu 2 Jahren 9 Monaten Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. — Es liegen hier zurzeit 200 Gendarmen. Paris, 25. Juni. Etwa 100 Studenten der schwedischen Universität Upsala find gestern hier eingetroffen. Eine Delegation der Pariser Studenten hatte sich lzum Empfang am Bahnhof eingefunden. Paris, 25. Juni. Der Marineminister hat Befehl gegeben, in Cherbourg und Brest den Bau von zwei neuen Kreuzern von je 12,416 Tonnen mit einer Geschwindigkeit von 21 Knoten in Angriff zu nehmen. Die Kreuzer sollen je 29 Millonen Francs kosten und die Namen Jules Ferry und Leon Gambetta erhalten. Auf Mark 1,000,000 47 Anleihe der Mt Mi*ii|rii in Hessen oom Jahre 1900 unkündbar bis 1906 nehme ich Zeichnungen zum Course von 98.10% franko plus Zinsen von heute bis zum 28. Juni 1900 knttgegen. J. Grünewald, KMgWst, Gießen, den 25. Juni 1000. Bahnhofstraße 50. Kursbericht m J. Kurz <6 Co., Hießen, Kchahofssraßr 63, Frankfurter Börse vom 28. Juni 1900. 4 Ung. Sold-Rente 3 Portugiesen Stadt WormS unk. b. 1901 31/* Franks. Hyp.-Bk. unk. b. 1906 3'/, Frks. Hhp. «red. B. unk. b. 1906 unk. b. 1907 dto. Deutsche Grdsch.-B. unk. b. 1904 99.20 ® elMor ttn: flktt »rief Americ. 4.17 Darmst. vk.-Aetim ooo.ee 4 4 5 4 98.09 00.00 3 3 Mexicaner amort. S. I-LTI Monopol-Griechen von 1887 93.20 92.60 99.70 100.00 99.30 99.30 99.00 Brief 16.84 20.38 4.20 Procent 41/, Oesterr. Silberrente 20 Franken-St. Lugl. Sovereigns Dollars in Gold et» 81.26 84.20 4.168/, Adenveoxrser 000.001 Oesterr. Lredit-Attim Procent 81/, Deutsche ReichSaul. 3 Preuß. TonsolS 4 Hambrgr. Hhp. Bk. unk.b. 1905 4 Preuß. Hyp. A. Bk. unk. b. t 900 4 Pomm. Hhp. A. Bk. unk.b. 1904 4 Frks. Ldw.Lred. Bk. unk.b. 1900 96.20 96.40 24.25 40.70 45.00 95.00 86.95 93.00 99.50 98,85 38/, Gr. Hessische Obl. 4 Stadt Darmstadt v. 1891 4 Oesterr. EtaatSbahn v. 1885 82.50 4 Sisenb. Rentenb. Obl. Jtal. staatSgar. Eisend. 00.00 4 BuderuS Obl. 16.30 Franz. Banknote« 20.34 Oesterr. dto. ausgeführt von der 4424 4422 Entree *75 Pfg. für Nichtabonnenten. Anfang 8 Uhr. 4420 Gieße«, am 24. Juni 1900. Traber, Branddirektor. General-Depot in Giessen: Jean WeieeL 4409 E 4. 6. 6. 7. 4412 SOOOlOiKXSQCXXXXSOQKXXSGOa x ODS [4421 Wetzsteinstraße 44. X3OCK3 XXXXX3CXXXXXXXX3ÖOOICX Zu haben bei Herren-Chemisettes I in affen Weiten. 2606 in verkaufen Ffellen-Gesnche iruuf Gelnche likrslhitdenes Mermietunyen (Offene Stellen MAGGI Herren-Faltenhemden von Mk. 2.60 an bis Mk MAT" Anfertigung nach Matz. "W Taschentücher für Dame«, Kerren und Kinder weiß und farbig, in jeder Preislage Herren-Kravatten reiche Auswahl, allerneueste Fa-ons u. Genre für Sieh- und AmkegKragen. Korsetten für Dame« und Kinder Tadelloser Sitz, gute Fa?ons, gute Stoffe und gute Arbeit Herren-Manschetten 1U 35, 50, 65, 85 und 100 Pfg. in diversen Weiten und Fayons. 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Brahms, op. 74 Nr. 2, Choral-Motette: 0 Heiland, reiss die Himmel auf, für vierstimmig gemischten Chor a capella. 2. Lieder-Vortrag des Herrn Kammersängers Cronberger. a) Fr. Liszt: Es muss ein Wunderbares sein. — b) Fr. Schubert: Der Neugierige. — c) L. van Beethoven: Der Kuss. — d) Rob. Schumann: Wanderlied. 3. Klavier-Vortrag des Herrn Professor Jenner, a) Dom. Scarlatti: Sonate c-dur (B. & H. Nr. 32). — b) Joh. Seb. Bach: Gavotte und Musette g-moll aus den englischen Suiten. — c) 6 Jenner: Thema und Variationen f-dur. Lieder-Vortrag des Herrn Kammersängers Cronberger. a) Pet. Cornelius: Komm, wir wandeln. — b) Joh. Brahms: Mainacht. — c) E Steinbach. Rothaarig Bouillon-Kapseln Gluten-Kakao. 9915 Gust. Walter, MäuSburg 13. Bekanntmachung. Der Jmpfarzt ist Mittwoch den 27. I. Mts. verhindert, vormittag» die Impfung abzuhalten; her Impftermin Wirb deshalb für de« genannte« Tag auf de« Nachmitttag (® 6 Uhr) Pflichtfeuerwehr. Donnerstag den 28. d. 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Eristmt hier noch ria Artilime-VkremN O266, Kleiner Foxterrier, weiß mit schwarzgefleckt, auf den Namm „Mali" hörend, entlaufen. Gegen gute Belohnung abzuqeben Dl, y . Dem s deutet die ^aß zur erklärt, „je Mich des hineir W heute i 'Estsüchtiq ww tot.bie, ^aktionärsi §eute in ' ^erblödum ^ergeftent' Ue leien q Orgien feg W U " 'M Wtene°.