?it, 121 Zweites Blatt Samstag den 26. Mai 1900 Amts- rmd Anzeigeblott für den Avers Gieren Kühe jeden Alters. 100 Mk. I. Preis H H 10. 7. I. Preis 100 Mk. neri 75 II. H M 3. w iampjm M Anerkenn. 10 IIU Mk. I. Preis H H Mk. Preis Preis II. n. w Rudingshain 4. 60 Mk. Anerkenn. 1. Mr. w 4. Anerkenn. n Sier H H 120 Mk. I. Preis M // N 100 100 10 10 5. 6, 100 75 75 50 50 1. 2. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 75 50 50 10 10 10 10 H ff 7. 8. III. Preis Anerkenn. 100 75 75 50 30 20 20 20 50 20 20 10 10 30 15 H If 7. 8. 9. 10. 11. 12. 120 90 60 10 10 10 120 90 60 10 10 10 M M 1. 2. 1. 2. 60 40 20 5 5 5 20 15 10 5 5 10 5 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. II. in. in. 3. 4. 5. 6. 7. Aczuysprcis viertcljährl. Ml 2LS monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch bte Abholcstelln» vicrteljährl. Mk. 1,96 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 viertcljährl. mit Bestellgeld. 30 15 5 Schweine. Eber. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de- In- und AuSlandet nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eatgege». ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. •W"vl ill txWV' Mk.. H Expedition und Druckerei: -chnkstraße Ar. 7. II. Preis n. „ Anerkenn. Familien. 1. Repp, Theodor I., Michelbach, 2. Groh, Bürgermeister, Wohnfeld, 3. Wolf, Johann IV., Eschenrod, ßvnahme een Anzeigen zu der nachmittags für den Uzenden Leg erfcheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Lddestelungen spätestens abend- vorher. 1. Gemeinde Stumpertenrod Der Preis wird nicht bezahlt, dafür 2. Pröscher, Gutspächter, Selgenhof 3. Döll, Bürgermeister, Ulfa 4. Fuchs, Wilhelm, Stumpertenrod 5. Gemeinde Eichelsachsen 100 Mk. 75 „ 50 „ 10 „ 10 „ 10 „ 10 „ 10 „ 10 „ 10 „ 10 „ I Erscheint täglich ■ mit Aufnahme dcS Montags. Die Gießener -xmilten-rLtter t erben dem Anzeiger fo Wechsel mit „Hcff. fanbreirt* u. „Blätter ßr heff. BoikSkunde- »ichtt. 4 mal beigelegt. 5. Fischer, Adam, „ 6. Spamer, Georg XII., Schotten 7. Fischer, Adam, „ 8. Wißner, Heinrich, Wohnfeld Schmidt, Heinrich II., Sellnrod Weigand, Johannes, Großen- Linden Faber, Johannes X., Großen- Linden Repp, Heinr. IV. Wwe., Michelbach Lang, Konrad, Betzenrod Schmidt, Wilhelm, Altenhain Müller, Caspar, Altenhain Aff, Peter III., Lauter 1. Gemeinde Großen Linden 2. Dietz, Friedrich, Eschenrod, 3. Gemeinde Wingershausen Lein, Heinrich, Klein-Eichen Familien. Fuchs, Wilhelm, Stumpertenrod Scharch, Heinrich, Stumpertenrod Kromm, Heinrich in., Schotten Hofmann, Heinrich II., Schotten Lein, Heinrich, Klein-Eichen Hofmann, Gebrüder, Schotten Bullen. Anerkennung 20 II. Preis 90 Anerkenn. 30 20 15 Adrefsc für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. 100 100 60 30 30 25 m. tM«M Schulhof, J Leos. I r Schulhof, I Karl. •fern. Gießen, 21. Mai 1900. Der Direktor des Kreiszuchtvereins. Boeckmann. Vogelsberger Rasse. Große Sammlungen. Bildhauer für Kleinkunst, dessen Spezialität Medaillen und Plakette sind und der den ersten Preis von 2000 Mark für seinen Entwurf zu der von dem preußischen Kultusministerium zum Wettbewerb ausgeschriebenen Tausmedaille erhielt, Patriz Huber aus Mainz für Möbel und Innendekoration, Professor Joseph Olbrich, Architekt für Häuser und Innenausstattung, Prof. Hans C h i st i a n s e n, dessen Spezialfach die dekorative Malerei und der Entwurf von Kunstverglasungen sind, Professor Peter Behrens, von Beruf Maler, dessen Können vorzugsweise sich in der angewandten Kunst auf dem Gebiete der Edel- und Unedelmetalltechnik bethätigt, und Paul Bürk, Maler und Zeichner, der namentlich Buchschmuck, den Entwurf von Tapeten u. s. w. Pflegt. Ten letzten vier Künstlern ist gemeinsam, daß sie ihre Kunst in den Dienst aller Zweige der malerischen Technik, der Pflege der Flächenornamente und der angewandten frunft stellen: Stick-, Web- und Teppichmuster, Stoffapplikationen, jeden Gegenstand der Kleinkunst und jeden kunstgewerblichen Gebrauchsgegenstand, gleichviel aus welchem Material (Holz, Glas, Leder, Metall', Thon, Porzellan u. s. w.) sich zum Vorwurf nehmend. In welchem Maße dies im einzelnen möglich ist, darüber .geben die beiden Zeitschriften: „Modernes Kun st gew erbe" (Band 1—3) und „Deutsche Kun st und Dekoration" (Jahrgang 1—3), beide im Verlag von A. Koch in Darmstadt erschienen, Auskunft. Aus dem Vorstehenden ergiebt sich, daß, abgesehen von der Möglichkeit der Entwickelung neuer Industriezweige im Lande, kaum ein Zweig des im Großherzogtum vertretenen Kunstgewerbes und Kunsthandwerks vorhanden sein wird, de>r nicht von der Thätigkeit der Mitglieder der Kolonie neue Anregung zu empfangen und Nutzen zu ziehen in der Lage sein wird. In beredten Zahlen wird dargethan, welche Werte das Schaffen der Kolonie bedeutet und welche Summen hierdurch — und zwar zum weitaus größten Teile in der hessischen Industrie — zum Umsatz gelangen, die sonst 10 Mk. 10 „ 10 M I. Preis II. „ 350 Mk. 250 H 150 M 100 „ 50 M 50 „ Kreuzunge Hofmann, Georg, Ulfa Repp, August, Betzenrod Figge, Karl, Wingershausen Ziegen. Böcke. Ziegenzuchtverein Gießen Adolf, Heinrich, Schotten Ziegen. Rühl, August, Schotten Gratisbeilagen: Gießener Fannlienblätter, Der hessische Zandwirt, Matter für hessische Volkskunde. ___________ 4. Fritzges, Gg. Kaspar, Götzen, M Bullen mit 4 bis 6 Schaufeln. Kriegsgerichtliches Erkenntnis. Durch kriegsgerichtliches unterm 14. Mai 1900 bestätigtes Erkenntnis vom 11. Mai 1900 ist der Rekrut Johann Georg Dönges vom Landwehrbezirk Gießen geboren am 2. September 1876 in Watzenborn Kreis Gießen :n Belohnung chtchosstrch w 1. Scharch, Heinrich, Stumpertenrod 2. Pröscher, Gutspächter, Selgenhof 3. Hahn, Gutspächter, Ulfa Kromm, Heinrich IX., Schotten Kröll, Johs. VI., Rainrod Spamer, Ludwig I., Schotten Stotz, Friedrich Rudolph, Laubach Kalbinnen. 4. 5. 6. I. Preis II. M m. „ Anerkennung II. II. II. H III. ff Anerkenn. n. tf ui. Anerkenn. M fr Meßmer Anzeiger Heneral-Unzeiger 6. 7. 8. 9. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 3. 4. 5. 6. entweder überhaupt nicht oder doch nur zu einem verschwindenden Bruchteil dem hessischen Gewerbesleiß zu Gute gekommen wären. Die i.n weiten Kreisen lebendige Ueberzeugung von. der Tragweite eines derartigen Unternehmens für die irr ihrer Gesamtheit zur Mitarbeit aufgerufene Industrie des Landes hat die Schaffung eines Garantiefonds ermöglicht, zu dem schon jetzt über 250 000 Mark gezeichnet sind. Die Stadt Darmstadt ist daran mit 30 000 Mark beteiligt. Sehr erheblich sind auch die Aufwendungen für die Künstler- kolonie aus der Großh. Kabinettskasse. Zu Lasten derselben wird das Atelierhaus erbaut; das unentgeltlich zur Verfügung gestellte Gelände mit einer Fläche von 3000 Quadratmeter repräsentiert einen Mindestwert von 45000 Mark. Hierzu treten mindestens 6000 Mark an sonstigen Ausgaben, die von der Kabinettskasse anläßlich der Berufung der Künstler für einstweilige Beschaffung und Einrichtung Von Ateliers, Ueberzugskosten u. s. w. übernommen worden sind. Gerade durch ein Verhältnis der hier gedachten Art, durch den steten unmittelbaren Verkehr zwischen dem Künstler und dem mit ihm oder nach seinen Angaben arbeitenden Gewerbetreibenden bei der Arbeit selbst wird die Schulung des letzteren für Verwirklichung der ihm entgegentretenden Kunstbestrebungen am sichersten erreicht, sein technisches Können also am rationellsten gefördert. Ebenso erwartet die Regierung eine gedeihliche Rückwirkung auf unsere Kunstgewerbeschulen selbst von dem bereits in die Wege geleiteten Verkehr der Künstler mit denselben. Ueberdres hat eine größere Darmstädter Firma bereits eine unter Leitung von Professor Olbrich stehende Schule sur Appl'ikationsstickerci für Frauen und M ad- chen eingeridjtet, nicht minder unterhalt d,c Kolonie «ne Lebrwerkstätte mitbezahltenSchulern (met dessen) die ausgebildet, dann selbst wieder die erworbenen Anschauungen im Land nutzbar zu machen berufen, sein werden. 9. 10. 11. 1 w günstig i "unter G. A - BIM. ° Anerkennung 50 50 SRI* Zur Aörberung des Kunstgeweröes im Kroßyerzoglum Kessen. Der zweiten Kammer der Landstände ist eine wichtige KgierungSvorlagc zugcgangcn. Sic betrifft die Fordcr- tatq unscies Kunstqewcrbes. Die Regierung fordert vom Landtage 20 000 Mark. Die Forderung wird damit begründet daß, nachdem durch die Berufung auswärtiger Künstler narli Darmstadt die neuen Bestrebungen auf dem Gebiet des Kunstgewerbes in Hessen eine Vereinigung gefunden trben, von der die segensreichsten Rückwirkungen auf das kunstgewerbliche Können iir Lande mit ^icherhert in erwarten ist, angezeigt erscheine, vielverkprechende An- sinqe durch Uebernahme der den erwähnten Künstlern zu- aesicherten Sustentationsgehalte staatlichersert- zu stutzen -md zu fördern. Hierzu sei ein Betrag von 16 000 Mark erforderlich, während ein Betrag von 4000 Mark für Preise, Konkurrenzen, Beihilfen zu Ausstellungen re. verwendet d>erden chtt. ^r^ungen des Ausschusses hat die Regierung dieser Begründung der Forderung weitere Erläuterungen Eben die in dem nachfolgenden Schreiben der Regierung M den Berichterstatter des ersten Ausschusses zusammen- gefaN worden sind. LZ angängig unb empfehlenswert ist, em Unternehmen, wie die Darmstädter Kunslerkolonre aus staatlichen Mitteln zu unterstütze^. laßt sitz» richtig hüt unter dem Gesichtspunkt der Rückwirkung emes derartigen Unternehmens auf das heimische Gewerbe beantworten, daß eine solche Rückwirkung rm vorliegenden Falle nach den verschiedensten Richtungen und in reichem» Maße eiirtreten muß, dafür bürgt zunächst die Vielseitigkeit der Arbeitsgebiete, auf denen die nach Darmstadt berufenen Mitglieder ^der Kolonie sind: Ludwig Habich der uns Gießenern ja zur Genüge bekannt ist, Rudolf V o s s e l t, Bekanntmachung. B etr.: Bezirkstierschau zu Schotten am 16. Mai 1900. Nachstehend bringe ich das Verzeichnis der bei der Aezirkstierschau des 1. und 3. Körbezirks am 16. d. Mts. zu Schotten verliehenen Preise zur allgemeinen Kenntnis. Die Schau war aus dem Kreise Gießen lediglich mit Vogelsberger Rindvieh beschickt, und zwar mit einer Sammlung von 13 Tieren des Kreiszuchtvereins, und mit einer solchen von 18 Tieren des Zuchtvereins Lauter. Die darauf gefallenen Preise find gesperrt gedruckt. 'Hunter k. ^n6- ssch tnetflüi "uctn.ßyM». Biehl, Bürgermeister, Rainrod Güngerich, GutSP., Oberrseener-Hoflll. fleft- ??l SS" Appel, Jakob, Eichelsachsen „ Schäfer, Konr. Wwe., Großen-Linden Rinder, erkennbar tragend. Jung, Johannes, Bobenhausen II I. Preis Fischer, Konrad IV., Rudingshain II. „ Roth, Friedrich II., Steinbach III. „ Lenz, Karl, Betzenrod Anerkenn. Mettenheimer, Wilh. UL, Eichelsachsen „ Krämer, Bürgermeister, Steinbach „ Weber, Wilh. EL, Eichelsachsen „ Vierheller, Wilhelm, Breungeshain „ Kraft, Peter, Bobenhausen II „ Weber, Heinr. X., Eschenrod „ Gaul, Heinrich, Wingershausen „ Siwmeuthaler Rasse. Kleine Sammlung. unb w •4: ft* 1 Serben, " M; 5t Keil, Karl, Lardenbach, Anerkennung Müller, Theodor, Rudingshain, „ Hofmann, Georg Kd. II., Schotten, M Wagner, Ludwig II., Großen- Linden M Orth, Heinrich II., Altenhain, „ Kühe mit 3 und 4 Kälbern. -5. Jost, Johannes, Eschenrod, 6. Gemeinde Feldkrücken Bullen ohne Schaufeln. Kunkel, Wilhelm, Eschenrod, I. Preis Appel, Johs. IX., Siechenhausen, II. H Strauch, Heinrich II, Eschenrod, III. w Rahn, Karl, Altenhain, Anerkennung Weber, Heinrich VIII, Eschenrod, H Wolf, Heinrich III., N « Kühe mit 1 und 2 Kälbern. 1. Pitz, Christian, Lauter, I. Preis 2. Göbel, Friedrich, Laubach, II. 3. Schlörb, Christian III., Schotten, II. 4. Lotz, Martin, Betzenrod, III. 5. Appel, Jakob II., Eichelsachsen, HL 1. Zuchtverein Schotten II. Preis 2. Bezirkszuchtvereiu Gießen II. 3. Zuchtverein Bobenhausen II III. 4. Zuchtverein Eichelsachsen-Wingershausen Anerk. „ Lauter „ Klein-Eichen—Lardenbach Nahrgang, Heinrich, Stumpertenrod I. Preis Scharch, Heinrich, Stumpertenrod II. „ (Der Preis wird nicht bezahlt.) Hahn, Gutspächter, Ulfa in. „ Hofmann, Rudolf Rainrod Anerkenn. Schmidt, Adam II. zu Adamsmühle Rau, Heinrich I., Eichelsachsen Appel, Jakob II., Eichelsachsen 1. Graulich, Georg, EinartShausen 2. Korell, Johs. I., Ober-Seibertenrod II. „ Appel, Johs. HI., Breungeshain IH. „ Güngerich, Gutspachter, Obernseener-Hof Anerk. Hofmann, Georg IX., Ulfa Biehl, Bürgermeister, Rainrod Sauen trächtig. Mch. 3258 bet Etzed. b. Bl. ei Schüler finden ife. bition d. Blattes. Hytata fdjU. tn in contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldstrafe von Zweihundert Mark verurteilt worden. Darmstadt, den 21. Mai 1900. Gericht der Großherzoglich Hessischen 25. Division. Deutscher Reichstag. 201. Sitzung vom 23. Mai. 1 Uhr. In erster und zweiter Lesung wird der Nachtragsetat, betr. ein neues Kabel nach England, erledigt. Es folgt die dritte Lesung des Nachtragsetats für ib:ie Schutzgebiete. (Vermehrung der Schutz-- trnppen in Kamerun, ferner Verwaltungsausgaben in Samoa.) Abg. Arendt (Np.) wünscht Auskunft über die Meld-t ungen von Zusammenstößen mit den Kongotruppen am Kiwu-See. Kolonialdirektor v. B u ch k a antwortet, es lägen vom Gouverneur keine Nachrichten vor, welche jene Gerüchts bestätigten; diese stammten aus einer Quelle, die sich bisher nicht gerade als zuverlässig erwiesen habe. Abg. Graf Arnim (Np.) spricht nochmals seine Bedenken aus gegen den Modus der Erteilung kolossaler Landkonzessionen. Zu bedauern sei der Mangel an Stetigkeit rn der Kolonialverwaltung; bedauerlich fei ferner, daß in Deutschland vielfach noch so geringes Interesse für die Kolonien jbestehe. Das liege aber daran, daß auf den Gymnasien so wenig koloniale Geographie getrieben werde. Kolonialdirektor v. B u ch k a konstatiert zunächst, daß das vom Vorredner wiedergegebene Gerücht von Erteilung einer großen Landkonzession im Togo an Sholto DouglaÄ gänzlich unbegründet sei. Eine Reform des Kolonialrats sei bereits im Werke. Ganz unwahr fei, daß er die ost- afrikanische Zentralbahn nicht gefördert habe. Im Gegenteil, er habe alles gethan, um dieselbe zu fördern. Unterstaatssekretär Aschenborn giebt zu, daß in ^e.äug auf diese Bahn anfänglich Meinuncksverschieden- hetten zwischen der Kolonialabteilung und dem Schatzamt« bestanden hätten. Dieselben seien aber ausgeglichen durch ' den Reichskanzler, dessen Instruktion dahin ergangen sei, I baß einstweilen eine Summe für Vorarbeiten gefordert und letztere möglichst beschleunigt werden sollten. Eventuell werden™ ^a^lttaS§€tat in Aussicht genommen Abg. Hahn (Bd. d. L.) ersieht daraus, daß zwischen, den einzelnen Ressorts starke wirtschaftliche Meinungsverschiedenheiten bestünden, zum Nachteile unserer nationalen rmd wirtschaftlick)en Interessen gegenüber dem Auslande. Er Wunsche lebhaft, daß Graf Posadowsky, in dessen, Ressort erfreuliche Anschauungen herrschten, diesen Anschauungen allemal zum Siege verhelfe gegen das Schatzamt und das Auswärtige Amt. Weiter wirft Redner der Kolonialverwaltung vor, kolossale Landgebiete weggeschenkt zu haben. Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, er müsse gegen die Behauptung des Vorredners, daß Meinungsver-, schiedenheiten gestünden, welche darin gipfelten, daß die Trager der Verwaltungsressorts verschiedene Politik trieben, entlchiedenste Verwahrung einlegen. Der Träger der I Reichspolitik fei der Reichskanzler, und es würde für eine I höchst bedenkliche Entwickelung gehalten werden müssen, I wenn sich neben dieser Verfassung ein Zustand heraus- I bilden wurde, der nicht dem Geiste der Verfassung ent- I spräche. Für die Politik des Reiches bestehe eine Verant- I Wörtlichkeit nur vor einer Stelle; sie sei nicht geteilt nach Ressorts, nach Stellvertretern analog den M'iniste- I rien. Dieser verfassungsmäßige Zustand müsse unange- I tastet bleiben. Wenn Meinungsverschiedenheiten zwisHn | Ressorts entstünden, erfolge gemeinsamer Vortrag beim I Reichskanzler und dieser entscheide. Dem Vorredner danke I er für das ihm ausgesprochene Vertrauen, möchte aber I bitten, dies Vertrauen zu bethätigen gegenüber den Vor- I lagen, die er, der Staatssekretär, vertrete. (Heiterkeit und I Bravos.) Kolonialdirektor v. B u ch k a führt aus, in seiner Ver- I waltung herrsche durchaus kein Bureankratismus; er habe I auch keine Gebietsteile weggeschenkt. Kleinansiedler hätten I stch nicht finden lassen, und so habe er das Großkapital | I Schriftführern): Das Bureau ist einig, daß das frm.ar beschlußfähig ist. (Beifall.) 9 B D Unter Ablehnung des Antrages Arendt wird 8 i «n-, I verändert angenommen. 8 UR Tie 8§ 2 und 3 werden debattelos genehmigt erwähnten 2lSgW‘ ®8' («P.) seinen oben. Der Antrag wird abgelehnt, der'^Rest des Geseks I wird unverändert genehmigt. 1 Abg. Herold (Ztr.) empfiehlt seine Resolution. | . Trese wird angenommen und sodann das Gesek in I der Gesamtabstimmung erledigt. 9 rcUnJ^,rt ba§ H^s zur Gewerbenovelle zurück. I bwibt nur noch eine durch die vorausgeganqeUen | ^eschlusse erforderlich gewordene Aenderung in den Straf-. 1 bestimmungen vorzunehmen. Mes geschieht ohne Debatte Schließlich wird die Gewerbenovelle fast einstimmia I angenommen. « I . Aeitag 11 Uhr: Nachtragsetat Kabel nach Englands I *n dritter Lesung, Unfallversicherungsgesetze in dritter I Lesung. I Schluß 3 Uhr 45 Min. Sitzung der Stadtverordneten am 23. Mai 1900. I Anwesend Herr Oberbürgermeister G n a u t h, die Herren Beigeordneten Georgi und Wolff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmelius Euler, Faber, Flett, Dr. Gaffky, Hanaus Haubach, Helfrich, Heyligenstaedt, Huhn, Jughardt, Keller, Kirch, Leib, Löber, Orbiq, Petri, Scheel, Schwall und Wallenfells. Entschuldigt die Herren Beigeordneter Grüneberg Stadtverordneten Dr. Fuhr, Grünewald, Tr. Gutfleisch, Heichelheim, Krumm, Loos, Dr. Schäfer, Schiele. Herr W. Heß hat einen Waschküchenanbau an seinem Hause in der Brandgasse nicht nach den Bestimmungen des Baubescheids in Ringofensteinen, sondern in Feldbacksteinen begonnen. Die Versammlung spricht sich für Befürwortung eines Dispenses aus, nach welchem dem Gesuchsteller die Fortführung des Baues in Ringofensteinen gestattet werden soll. Herr H. H e 11 l e r beabsichtigt, an der Ecke der Südanlage und Frankfurterstraße einen Neubau zu errichten. Der wegen Anbau eines Eckbalkons erforderliche Dispens soll befürwortet werden. Nach> einem zwischen der Universität und der Stadt abgeschlossenen, auf 10 Jahre lautenden Vertrag hat die Stadt die Unterhaltung der Anlagen vor dem Universitätsgebäude gegen eine von der Universität zu entrichtende Vergütung von jährlich 150 Mark übernommen. Die von der Stadt bisher aufgewendeten Unterhaltungkosten haben den Betrag der von der Universität bewilligten Vergütung überstiegen. Auf von der Bürgermeisterei an die Universität ergangene Mitteilung, daß mit dem Jahre 1900 der Vertrag abläuft, hat die Universität um Verlängerung des Vertrags auf die Dauer eines Jahres nachaesucht. Die Versammlung beschloß demgemäß. Die landwirtschaftliche Kommission hat die Feldbe- reinigung des links der Lahn gelegenen Teiles der Gemarkung Gießen Beantragt. Die Versammlung stimmte nach eingehendem Referat des Vorsitzenden dem Anträge zu. Die Bereinigung soll unter den bereits für den rechts der Lahn gelegenen Gemarkungsteil festgestellten Bedingungen, in zwei etwa durch die Grünbergerstraße getrennten Abteilungen nach besonderem Verfahren und unter besonderen Kommissionen ausgeführt werden. Die Wirtschaftskonzessionsgesuche von H. Nau (Steinstraße 76), Heinrich Aff (Wolfstraße 21), Wilh. Wagner (Steinstraße 23) werden, da es sich um Uebergang bestehender Betriebe auf neue Inhaber handelt, befürwortet, desgleichen das Gesuch der Albert Köchlin Wwe. um Erlaubnis zum Ausschank von Branntwein über die Straße. Ebenfalls befürwortet werden die folgenden, lediglich auf Ausdehnung des Wirtschaftsbetriebs auf Vorgärten usw. lautenden Gesuche von H. Biermann (Bleichstraße 5), Karoline Zipp Wwe. . (Ostanlage 9), H. Schäfer (Nordanlage 1), Martin Steinmeyer (Grünbergerstraße 24) und | ZU gewinnen suchen. Dieses habe aber keinen Dank ge- I erntet. I Abg. M Üller-Sagan (frs. Vp.) plädiert gegen die | Forderungen für Kamerun und verbreitet sich dann über I die wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben in den Kolonien, I sowie über die Behandlung der Neger. I Der Nachtragsetat wird definitiv genehmigt. | Es folgt die Gesamtabstimmung über das Fleische I beschaugesetz. Dieselbe ist eine namentliche. — Für I das Gesetz werden 163, gegen das Gesetz 123 Stimmern I abgegeben. — Dagegen stimmten die Sozialdemokraten und I die Freisinnigen, sowie die süddeutsche Volkspartei, ferner I die Bündler und ein kleiner Teil der Konservativen, sowie I Einzelne vom Zentrum und den Nationalliberalen. Tas Gesetz ist also in der gestern beschlossenen Kompro- I mißfassung angenommen. Es folgt die Fortsetzung der dritten Lesung der Ge- w db eno bette. I Zu erledigen sind nur noch die Anträge betr. Verbot I bezw. Beschränkung der Mitgabe von Arbeit ins Haus I an Fabrikarbeiterinnen, welche schon ein volles bezw. un- I gefähres Tagespensum in der Fabrik hinter sich haben. Der sozialdemokratische nAtrag Albrecht will dies I obligatorisch int Gesetz aussprechen, dagegen strebt der An- I trag v. Heyl-Hitze jene Verbotsbestimmung nur im I Wege einer dem Bundesrat erteilten Vollmacht an. Für den Antrag Albrecht stimmen nur die Sozialdemokraten, der Antrag ist also abgelehnt. Auch der Antrag v. Heyl-Hitze wird abgelehnt. Es steht weiter zur Beratung Artikel 9 (Strafbestimmungen). Hier entsteht infolge ganz unklarer Leitung der Geschäfte bezw. der Abstimmung über noch vorliegende Anträge seitens des Vizepräsidenten v. Fr ege eine solche Verwirrung, daß Präsident Graf Ballestrem unter allgemeiner Heiterkeit des Hauses einspringen, aber bald vor- | schlagen muß, zur Feststellung der Sachlage die Weiter- i Beratung des Gegenstandes einstweilen auszusetzen. Es beginnt die dritte Lesung der Münzgesetz- . Novelle. In der Generaldebatte übt Abg. Arendt (Rp.) nochmals Kritik an der Thätigkeit der Reichsbank, sowie zugleich an dem bekannten, offenbar von dem Präsidenten der Reichsbank inspirierten Artikel der „Nordd. Allgem. Ztg." Er verbittet sich, daß man ihm den Patriotismus abspreche, wenn er die Schwächen des Reichsbanksystems öffentlich beleuchte. (Während dieser Ausführungen leert sich der Saal bis auf wenige Abgeordnete.) Redner, der im übrigen einen Antrag eingebracht hat, den Zwang, Silber in Zahlung zu nehmen, von 20 Mk. auf 100 Mk. auszudehnen, verbreitet sich eingehend über die ganze Währungsfrage. Abg. Oertel-Sachsen (kons.) bemängelt die geplante Verwendung von'Thalern behufs Vermehrung der Scheide- i münze. Man solle zu diesem Behufe lieber Silber ankaufen, aber die Thaler in Kurs lassen. Die Mehrheit seiner politischen Freunde werde daher gegen die Vorlage stimmen. Ein Teil derselben werde sich allerdings vielleicht noch im letzten Augenblick umstimmen lassen, wenn das Haus wenigstens die Resolution Herold und Gen. annehme, welch« lautet: Durch Annahme dieses Ge- I setzes beabsichtigt der Reichstag keinerlei Hindernis oder I Erschwerung für eine vertragsmäßige internationale Regelung der Währung herbeizuführen. Aba. Lucke (Bd. d. L.) ficht in der Beseitigung der I Silberthaler nur eine Unterstützung der Hochfinanzpolitik I seitens der Reichsbank. Abg. Hahn (Bd. d. L.) verbreitet sich über die Nach- I teile des hohen Diskonts. Damit schließt die Generaldebatte. Abg. Raab (Antis.) beantragt jetzt, zur Gewerbe- [ novelle zurückzukehren. Dieser Antrag wird abgelehnt. Es folgt die Spezialberatung der Münz novelle». I Zum § 1 beantragt Abg. Arendt (Rp.), außer den goldenen Fünfmarkstücken auch die Zehnmarkstücke einzu- I ziehen. Vor der Abstimmung zweifelt Abg. Raab (Antis.) I die Beschlußfähigkeit des Hauses an. Präsident Graf Ballestrem (nach Rücksprache mit | Der geforderte Betrag wird nur für etwa drei Jahre beantragt. Dieser Zeitraum wird lange genug fein, um ein sicheres Urteil darüber zu gewinnen, ob das Unternehmen überhaupt keine dauernde Lebenskraft in sich trägt oder ob es derart gesund und entwickelungsfähig ist, daß du Existenz der beteiligten Künstler durch ihre Arbeit ausreichend gesichert ist. Im ersteren Falle ließe sich eine wettere Bewilligung von Staatsmitteln nicht mehr recht- fertigen, im letzteren Falle ist sie nicht mehr erforderliche und hat sie ebendarum wegzufallen. Tie nämlichen Erwägungen waren entscheidend dafür, die Anforderung ge- rade^jetzt, im Anfang der Dinge, zu bringen. Tw Künstler haben sich auf einen Zeitraum von ebenfalls drei Jahren zur Thätigkeit im Lande fest verpflichtet. Je nach Alter, persönlichen Verhältnissen und dem bisherigen Wirkungskreis sind ihnen für diese Zeit nicht Pensionsfähige Jahresbezüge zugesichert, die ihnen ein 7>.^stmaß der Existenz gewährleisten und die zusammen 16 000 Mark erfordern. Es wird nicht zu bezweifeln sein, daß bei dauerndem Erfolg der ganzen Schöpfung die beteiligten Künstler auch dauernd der Stätte und dem Lande ihres ersten gemeinsamen Wirkens erhalten bleiben. Eine Stellungnahme bezüglich der künstlerischen Richtung der einzelnen Mitglieder der Kolonie bedeutet die nachgesuchte Bewilligung nicht. Zu einer solchen Stellungnahme wurde die Regierung weder sich nock) die Landstände für befugt oder veranlaßt erachten können: sie will die Angelegenheit lediglich unter dem Gesichtspunkt der Steigerung der Leistungsfähigkeit des heimischen Gewerbes durch das Unternehmen betrachtet wissen. Soweit die Ausführungen der Regierung. Der Ausschuß bemerkt nun dazu folgendes: Es handelt sich hier ohne Zweifel um ein bedeutsames Unternehmen, das berufen ist, das Ansehen des ganzen Landes in künstlerischer und kunstgewerblicher Beziehung zu erhöhen und dem einheimischen Gewerbe kräftige Förderung und finanzielle Vorteile zuzuführen. Die Beteiligung der Kolonie an der Pariser Weltausstellung dürfte geeignet sein, die Leistungen der Kolonie rasch in weiten Kreisen befannt zu machen, zumal auch zur Zeit schon das Wirken der Kolonie außerhalb unseres Landes mit hohem Interesse verfolgt wird. Daß es sich hier um Interessen des Landes handelt, dürfte nicht zweifelhaft sein. Man wird es nur billigen können, daß der Ausschuß sich mit der Vorlage der Regierung einverstanden erklärt und die Bewilligung der geforderten 20000 Mark beantragt hat. ____________ ßin Dokument deutscher Kunst. Unter diesem Titel hat der Sekretär der Darmstädter Künstlerkolonie, Wilhelm De i t e r s>^eine kleine Broschüre herausgegeben, in der er berichteMber die im kommenden Jahre in Darmstadt stattfindende Ausstellung^ Es handelt sich hier, so sagt Deiters, um eine Ausstellung fertiger Häuser, kompletter Häuser, fix und fertig vom Keller bis zum Speicher mit allem Zubehör, alles modern, kein Quadratzentimeter unbenutzt, bis auf des kleinste, bis zum Stuhl und dem Geschirr, auf dem serviert wird, alles künstlerisch durchdacht, neuzeitlich durchgeführt. Es wird eine »ganze kleine moderne Stadt entstehen, mit harmonisch verbindenden Saiten und dem Arbeitsheim, dem Ernst-Ludwigs-Hause als Mittelpunkt." — Ueber Geschäftsführung und Finanzierung berichtet Deiters folgendes: Am 1. März errichtete die Kolonie ein eigenes Sekretariat und begann mit der rein geschäftlichen Ausarbeitung des geplanten Unternehmens. An Hand reichen statistischen Materials wurde ein Kostenvorajnschlag entworfen, und ein Gesamtbudget aufgestellt. Leitender Gedanke war dabei stets, das Risiko, welches ein Unternehmen von solchem Umfange naturgemäß mit sich bringt, so klein wie eben möglich zu gestalten, und es wurde ein Modus gefunden, welcher die Finanzierung in außerordentlicher Weise erleichterte, indem sämtliche feste Bauten, d. h. die ganze geplante Villenkolonie, sofort für feste Rechnung einzelner Herren, und zwar größtenteils von Mitgliedern der Kolonie, errichtet werden, und so dem GesamtuntSrnehmen lediglich die Vergütung der Zinsverluste und die Kosten der Wiederherstellung und Abnutzung zur Last fallen. Die Vorteile, welche diese Form bietet, liegen auf der Hand, und das Zustandekommen der Ausstellung ist zum großen Teile hierin begründet. Es konnte nunmehr dazu geschritten werden, den zur Sicherung des Unternehmens vorgesehenen Garantiefonds von minimal 200 000 Mark zu beschaffen. Die Zeichnungen erfolgten mit staunenswerter Schnelligkeit, und als die Kolonie am 11. April an die Garantiezeichner Einladungen zu einer konstituierenden Versammlung ergehen ließ, da war die gewünschte Summe bereits wesentlich überschritten. Die Konstituir- rung erfolgte dann an diesem Tage mit -einem Garantiefonds von 230 000 Mark, und es kann heute als sicher bezeichnet werden, daß dieser Fonds die Höhe von einer Viertelmillion bald weit überschreiten wird, da weitere hohe Zeichnungen noch fortgesetzt einlaufen. So hat denn das Unternehmen seit April eine feste Basis. Die Bank für Handel und Industrie hat in weit entgegenkommender Weise die Vorlage der nötigen Barmittel übernommen, ein von den Garantiezeichnern gewähltes Finanzkomitee besorgt die Kontrolle der laufenden und der Schlußrech?- nungen, und die Kolonie hat die Arbeiten in umfangreicher Weise begonnen. Viel, sehr viel harrt noch der Ausarbeitung, und der laufende Sommer wird noch zahlreichen Freunden und Gönnern Gelegenheit geben, ihre schätzenswerte Hilfe in den Dienst der schönen Sache zu stellen, aber die Kolonie ist voller Zuversicht, daß diese Dienste ihr nicht versagt werden, wenn die Zeit gekommen ist, um darum zu Bitten." — Bemerkt sei noch, daß das Heftchen, in dem über die bisherige Geschichte der Künstlerkolonie eingehender berichtet wird, Interessenten auf Verlangen vom Sekretariat der Künstlerkolonie gratis und franko zugestellt wird. 1100 Mk. von ldlletrii H N ff M ff ff N vom 28. an 2 r der Ausschuß Annahme 1 (1) 1 (1) Henkel 8? Cie., Düsseldorf. 1771 Oessrscher Kof, Muhbach 3632 fietS 2024 im Glas 3133 Procenl Procent 9350 Eier* Geldsortenr MB ä*,s'5 6 Brief 6761 (Nur in Flaiohen.) Vertreter für Giessen und Umgebung: C. Roth II., Giessen. 223.60 Darmst. Bk.-Acnen trnipli'lihiiiih'ii zu der 95.10 86.15 93.00 99.50 000.00 20.41 4.17 6. 9. 12. 15. 18. 21. 24. 27. u ff 1200 1400 1600 1800 2000 2200 2400 2600 2800 37, 3 3V, 4 4 3 3 3V, 37, 4 4 20 Frankm-St. Tngl. Sovereign- DollarS in Gold 1 1 2 1 1 (2) (1) (1) 476 4 3 5 4 1 1 (1) Geld 81.35 84.35 4.177, Brief 16.33 20.45 4.20 Deutsche RcichSanl. Preuß. ConsolS Gr. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unk. b. 1901 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 Jtal. staatSgar. Eisenb. Franks. Hyp.-Bk. unk. b. 1906 96.60 96.85 25.00 41.60 45.70 98.00 00.00 100.00 99.30 99.30 98.95 Schotts Weinstube MnWMt, grgemidkr Sdjan;:u^r. Oesterr. Silberrente Ung. Gold-Rente Portugiesen Mexicaner amort. S. I-III Monopol-Griechen von 1887 Tisenb. Rentenb. Obl. BuderuS Obl. Abendcourser 000.001 Oesterr. Tredit-Actien Zchadeck Wwe. (Frankfurter Hof). — Bezüglich. des Konzessionsgesuchs des Friedrich Köhler (Hammstraße 16) wurde die Bedürfnisfrage verneint. über die Regierungsvorlage, die die Central st eile für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein, sowie den Antrag der Abg. Noack und Genossen, in gleichem Betreff behandelt. Der Ausschuß beantragt Bewilligung eines weiteren Betrags von 5000 Mk. zu Lasten der Ueber- schüsse der laufenden Finanzperiode. — 3. Bericht des Ersten Ausschusses über den Antrag der Abgg. Molthan, Schlenger und Genossen, betreffend Schulverwalter und Schulverwalterinnen. Dem Bericht zufolge ist die Erhöhung der jährlichen Remunerationen der Schulverwalter und Schulverwalterinnen um je 100 Mk. jährlich von der Regierung in Aussicht genommen, sodaß sich der Antrag erledigt. — 4. Bericht des Ersten Ausschusses über 1. die Regierungsvorlage, betreffend den Gesetzentwurf, die Gehalte der Volksschullehrer; 2. den Antrag Backes; 3. den Antrag Molthan, Schlenger und Genoffen; 4. den Antrag Köhler und Genossen; 5. die Vorstellung des Vorstandes des Hessischen Landeslehrervereins hierzu. — Der Ausschuß beantragt, im Artikel 1 zu setzen: Lungenschwindsucht Lungenentzündung DiphthnitiS Gehirnentzündung Krämpfe KrebS Herzleiden LebenSfchwäch« Verbrennung____ Täglich frische Maibowle 83.601 4 57.401 4 Aus Stadt und Zand. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welche« Inhaltes, werden grnndsützlich nicht ausgenommen.) Gießen, 25. Mai 1900. ** SeschichtAkalender. (Nachdruck verboten.) Dor 28 Jahren, im 24. Mai 1872, starb zu Dresden der Maler Jul tu 8 Schnorr von Earolsfeld. Durch feine „Bibel in Bildern" trug er feinen Namen in weite Kreise des Volkes. Er wurde am 29. März 1794 zu Leipzig geboren. _ , n . - Bor 97 Jahren, am 25. Mai 1803, wurde in London der berühmte englische Schriftsteller und Staatsmann Eduard Bulwer geboren, der nicht nur in England, sondern auch in Deutsch' »and viel gelesen wird. Sein bedeutendes Geschick, die einzelnen ©jenen seiner sozialen Romane zusammenzufügen, die treffende Zeichnung der Personen und Charaktere, seine Betrachtungen über lüterartsche und kulturelle Verhältnisse werden ihm stets einen ge- rchteten Platz in der Litteratur sichern. Er starb am 18. Januar 1873 zu Torquay. Sektion Gießen des Hessischen GoethebnndeS. Unsere Anregung, daß eine Sektion Gießen des Hessischen Goethe- bundes ins Leben gerufen werden möge, ist nicht vergeblich gewesen. Von verschiedenen Seiten ist uns bereits mit- ,eteilt worden, daß man zum Beitritt zu einer solchen Sektion bereit wäre. Von Darmstadt aus wird dieser Gedanke mit besonderer Freude begrüßt. Prof. Dr. Harnack, der Vorsitzende des Hessischen GoethebnndeS, teilt uns mit, daß der Vorsitzende jedes ZweigvereinS Mitglied des Ge- samtvorstandes würde. Wir wiederholen, daß der Zweck des Go et heb un des ist, die Freiheit der Kunst, Wissenschaft und Litteratur im deutschen Reiche gegen Angriffe jeder Art zu schützen und weitere Volkskreise zu ernster Würdigung dieser Kunst und Wissenschaft zu erziehen. Die Mitgliedschaft wird durch Zahlung des jährlichen Mindestbeitrags von einer Mark erworben. Der provisorische Brrstand (bis zum Spätsommer) besteht aus den Herren Bader, Gab, EliaS, Habich, Hacker, Hartleb, Harnack, Dc. Heil, Heilbronn, Frhr. von Heyl, von Heffert und Dr. Merck in Darmstadt. Listen zur Erklärung des Beitritts liegen von morgen ab aus: in der Expedition des Gießener Anzeigers, den hiesigen Buchhandlungen, im H»tel „Prinz Karl" und im Klubhause. ** Der Zweiten Kammer der Landstände gingen neuer« diirgS folgende Drucksachen zu: 1. Ein Bericht des Zweiten Ausschusses über den Antrag der Abg. Ulrich und Genossen, betreffend: die Entschädigung unschuldig Verhafteter, der von der richtigen Ansicht ausgehl, daß es viel notwendiger und praktischer ist, eine Entschädigungs- Hfl'cht gegenüber denjenigen anzuerkennen, die unschuldig verhaftet worden, als gegenüber denen, die unschuldig verurteilt waren und mittels des Wiederaufnahmeverfahrens sreigesprochen wurden. 2. Bericht des Ersten Ausschusses Vorlage unter Ablehnung der weiteren Anträge. ** Superiutendeuturkonfereuz. Die diesjährige Superintendenturkonferenz der evangelischen Geistlichen der Provinz Oberhesien wird unter dem Vorsitz des Prälaten D. Habicht am Donnerstag, 2. August, hier stattsinden. Homberg, 24. Mai. Die Bürgermeisterkrisis in unserer Stadt hat in der Art, in der sich der zu Tage getretene Meinungsaustausch zwischen dem Bürgermeister und den städtischen Behörden kundgiebt, den Reiz der Neuheit. Der Magistrat hatte an Herrn Gohlke, der seit 17i Jahren in Homberg als Bürgermeister amtiert, ein Schreiben gerichtet, worin er ihn ersuchte, in den Fällen, wo er eine mehrtägige Reise antrete, die Genehmigung dazu einzuholen, damit für entsprechende Vertretung gesorgt werden könne. Bürgermeister Gohlke beantwortete diese Forderung mit Amtsniederlegung. Diese Anzeige des Bürgermeisters veranlaßte folgenden Beschluß der Stadtverord- neten-Versammlung: „Die Stadtverordneten-Versammlung erklärt das Schreiben der Magistratsmitglieder als durchaus korrekt, angemeffen und sachgemäß in Form und Inhalt, weist demgemäß die in der Antwort des Bürger- beziehen. Im übrigen beantragt nur wenig veränderten anderen Artikel der Regierungs- Schiffsnachrichten. Der Poftdampfer „Kensington" der »Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 22. Mai wohlbehalten in New- Bork angekommen. Geld 16.29 Franz. Banknoten gesucht md. ssttaße 21), Sill), ch um Ueb-M M.befmm in Wwe. uiK; über die Sich den, lediglich r Porgiirten ch (Bleichstraße Schäfer (M gersttaßeHB Summ«: 11 (5) 5 (2) 2 (1) 4 (2) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. S7z und 5 Pfg. H. Arnold IX, Marktstratz« 28. 3097 Frkf. Hyp.Tred. B. unk. b. 1906 92.70 dto. unk. b. 1907 100.00 Deutsche Grdsch.-B. unk. b. 1904 99.50 peiherrl. fliedesel’sche ßurgbrauerei Lauterbach, Hessen empfiehlt ihr Dortmund-Pilsener Bräu (hochfeines Hopfen-Aroma) Münchener Bräu (hochfeines Malz-Aroma) !■ Gebinden und Flaschen, unter Garantie, den sogenannten eohtSB Bleret ia Qualität mindestens vollständig gleich f«,« ÄrSpMi^-Bier ,Burgbräu-Ausstich1 hochfeines and kräftiges 4 Hambrgr. Hyp. Bk. unk. b. 1905 4 Preuß Hyp. A. Bk. unk. b. 1900 4 Pomm.Hyp.A.Bk.unk.b.1904 4 Frkf. Ldw.Tred. Bk. unk. b. 1900 1, I’i' von Seite, ? 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