I9oe Donnerstag den 26 April Erstes Blatt. erswep Zln»ts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren II« Äct ! In K&nunm Metalle'. Wp-on a er in »1-Oefe kich dttoritti 5fra esc« uui> K»i« Fachleute irnltr toiii IM »edaktion. Expedition und Druckerei: Kchukstrabe Ar. 7. Alle Anzeigen-Lermittlun,-stellen deS In- und AuSlande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., «m-wärtS 20 Pfg. Ldrefie für Depefchen: Anzeiger Hietzen. Fernsprecher Nr. 5L Gralisbeilagen: Gießener ZauntienbläUer, Der hessische Landwirt, Klätter für hesslsche Volkskunde._______________ Aczngrpreis vierteljährl. Ml. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abholeftellen »ieneljährl. Pik. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Ml. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Telegramme deS Gießener Anzeigers. Loudon, 25. April. Aus Kronstadt wird gemeldet, daß dort ein Bure, der den Eugländeru als Führer diente, zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, was gegenüber den Urteilen, die die Engländer gegen die Dienste ihrer StammeSgenossen betroffenen Buren, die Muß- Engländer sind, fällen, sehr mäßig ist. London, 25. April. „Daily Mail- veröffentlicht cm Telegramm von Lady Sarah Wilson aus Mafeking, in dem berichtet wird, daß die Garnison sich seit einiger Zeit mit Hafer ernährt, und der Gesundheitszustand sehr viel zu wünschen übrig läßt. Loudon, 25. April. Das Kriegsamt veröffentlicht folgendes Telegramm Lord Roberts aus Bloemfontein vom 24. April: Die Umgehungsbewegungen der Generale Brabant und Hart haben großen Erfolg gehabt, weil die Generale in heliographischer Verbindung mit dem in Wepener eingeschlossenen General Dalgety standen, der ihnen mitteilte, daß alles wohl sei. Die 11. Division unter dem Befehl des Generals Pole-Carew und die 2. Kavallerie-Brigade unter dem Befehl des Generals Fr euch sind gestern mittag in Toedekeluk eingetroffen, ohne bedeutenden Widerstand zu finden. Eine heliographische Verbindung ist auch mit dem General Rund le hergestellt worden. Berittene Infanterie unter dem Befehl des Generals Hamilton bemächtigte sich der Wasserwerke von Sannahsport und der umliegenden Höhen. Hamilton wurde dort von einer geringen feindlichen Truppenmacht angegriffen. Die 9. Division ist in östlicher Richtung vorgegangen, um die Kolone Hamilton und die Brigade Met hu en zu unterstützen. Die 9. Division bemächtigte sich einer Höhe, die eine Brücke über den Modder-River beherrscht. Loudon, 25. April. Nur einige Morgenblätter besprechen das Telegramm Lord Roberts. Dieselben drücken ihre Zufriedenheit darüber aus, daß die Umgehungsversuche der Engländer gelungen sind und die englischen Truppen eine Anzahl wichtige Stellungen eiu- nehmen können. Nichtsdestoweniger stellten sie fest, daß ; bie Buren hartnäckigen Widerstand leisteten, j Gleichzeitig drücken sie ihre Unruhe aus über das ! Schicksal MafekingS und glauben, daß es dem General Carrington nicht gelingen wird, die Stadt zu entsetzen. Kapstadt, 25. April. Die Zahl der morgen auf dem Dampfer „Bavaria- nach St. Helena abgehenden gefangenen Buren beträgt 1050 Mann. — Wie es heißt, besitzen die englischen Behörden sogenannte schwarze | Listen, auf denen die Namen von 11,000 „Rebellen- des Kaplandes und der Natal-Kolonie verzeichnet sind. — Die Transvaal-Regierung soll beabsichtigen, 25 gefangene Freistaatburen wegen Verrats abzuurteileu. Gießener Anzeiger Henerat-Anzeiger jene Angaben auf Grund einer amtlich angestellten Unter-, I suchung. Die Firma Kyno chand Co. hat mehrere Millionen I Patronen an die Regierung von Transvaal geliefert, und I die Erklärung Arthur Chamberlains, daß dies nicht wahr sei wird daher hinfällig. Nach Angabe der „Volksstem" foll sogar Minister Chamberlain selbst als Mitinhaber der Firma Kynoch and Co. den betreffenden Vertrag mit unterschrieben haben. Vor wenigen Wochen ließ Chamberlam amtlich durch seinen Sekretär gegenüber den Gerüchten, wonach er mit seinen Verwandten an der Waffenfabrik von Birmingham beteiligt sei und den Krieg nnt Transvaal, angezettelt habe, um der Waffenindustrie aufzuhelfen, versichern, daß er kein wie immer geartetes Interesse an irgend welchen Waffenfabriken und Unternehmungen habe die zu der Regierung in einem vertragsmäßigen ^r^umJHteljen. Auch im englischen Unterhause kam kürzlich die geschäftliche Thätiqkeit Chamberlains zur Sprache. Chamberlam ist an der Bank of Afrika mit erheblichen Betragen beteiligt, ! sein Bruder ist Direktor dieser Bank. Als Chamberlain gefragt wurde, ob eine „Bankfirma, deren Hauptbureaus sich in Kapstadt und Johannesburg befinden, für die Transvaalregierung während des Krieges Munzgeschafte aus- qeführt habe," mußte er diese Frage bejahen und auf erneute Anfrage zugeben, daß die Bank of Afrika es gbwese" sei, die solche Geschäfte gemacht habe. Nach europäisch- kontinentalen Begriffen ist ein Mini,ter, der durch seine I Brüder und durch seine Besitztitek beteiligt ist an umfangreichen Geschäften mit einem Staat, den er mit Krieg zu überziehen gedenkt, der diesem feindlichen Staat Zitronen I liefert und Geld vermittelt, eine ungewöhnliche Erscheinung. Daß der betreffende Minister derartige Geschäfte rundweg I ableugnet, kann nach seiner sonstigen Handlungsweise allerdings nicht gerade auffallen. Deutsches Keich. Berlin, 24. April. Der Kaiser hat am heutigen Todestage des General-Feldrnarschalls Grasen v. Moltke in der Kapelle zu Creisau auf dem Sarge des Entschlafenen einen Kranz mit Schleife niederlegen lassen. Auch von Verwandten und Deputationen wurden Kranze gespendet^^^ „Volkszeitung" werden allerlei Gerüchte verbreitet, als habe sich auch der Kaiser gegen die lex Heinzeausgesprochen. Man erzählt, daß der Herrscher dem Fürsten Hohenlohe zum Geburtstage am 31. März ein Album mit Kopien von Gemälden, die in den königlichen Schlößern hängen, überbracht habe. Als Fürst Hohenlohe das Album aufschlug und ein WatteauscheS Bild mit ziemlich nackten Figuren betrachtete, habe er lächelnd zum Kaiser gesagt, es sei nur gut, daß die lex Heinze noch nicht m Kraft sei, worauf der Herrscher ziemlich unumwunden sein Mitz- sallen über die „thörichteu" Beschlüsse der dritten Lesung ausgesprochen habe. „ — AuS Anlaß der Großjährigkeits-Erklärung । des Kronprinzen findet am 6. Mai vormittags H W)1 in der Kapelle des königlichen Schlaffes hier ein feierlicher Gottesdienst und unmittelbar darauf im Weißen Saale Gratulations-Cour beim Kaiserpaar und dem Kronprinzen statt. Im Anschluß daran werden die Botschaster und die anderen Chefs der hier accreditierten Missionen dem Kronprinzen vorgestellt. Die Kaiserin Friedrich wird an den Feierlichkeiten teilnehmen und der Herzog von York, I der Sohn des Prinzen von Wales wird als Vertreter der I Königin von England dazu eintreffen. — Die Meldung, daß der Pariser Aufenthalt I des Fürsten Hohenlohe sich bis zum 3. Mai erstrecken werde, erscheint der „Germania" sehr unwahrscheinlich, da I beim Wiederbeginn der parlamentarischen Arbeiten die Anwesenheit des Reichskanzlers in Berlin um so mehr erwünscht, I wenn nicht geradezu notwendig erscheine, als in den nächsten I Tagen die wichtigen Kommissionsverhandlungen über die I Flottenvorlage stattfinden sollen. Daß es Privat-Ange- I legenh eiten seien, die im gegenwärtigen Augenblick einen längeren Aufenthalt des Fürsten Hohenlohe in Paris ver- I anlaßt haben könnten, sei kaum anzunehmen. - Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Im Auftrage I des Kultusministen begaben sich der Dirigent der Medizinal- abteilung, Geh. Rat Förster, in Begleitung des Geh. Rats Kirchner zum Zwecke der Informierung über verschie- I dene Einrichtungen nach Dresden, München, Stuttgart und IDarmstadt. — Im preußischen Abgeordnetenhause wurde heute der Antrag Hirsch (fr. Vp.) betreffend die Gewäh- I rung von Reisekosten an tüchtige und befähigte I Landwirte, Handwerker und gewerbliche Arbeiter I zum Besuche der Pariser Weltausstellung aus Staats- I Mitteln nach längerer Debatte angenommen. Es folgte I der Antrag des Grafen Kanitz auf Annahme einer Novelle I zum Rentengütergesetz. Der Antrag wurde in erster I Lesung erledigt, und wird demnächst zur zweiten Beratung I kommen. Der folgende Antrag Globecki (Pole), die Re- I gierung wolle einen Gesetzentwurf vorlegen, wodurch die I Vermittlung der Rentenbanken auch für die Ab- l lösung dauernder Lasten herbeigeführt werden soll, I wurde mit großer Mehrheit angenommen. — Mehreren Blättern zufolge wird in unterrichteten I parlamentarischen Reichstagskreisen angenommen, daß die I Beratungen der Budgetkommisfion über die Flottenvor- I läge vom 25. ds. Mts. ab nur einige Sitzungen in An- I spruch nehmen werden, sobald eine besriedigende Lösung der I Deckungsfrage gefunden worden ist. — Wie die Abendblätter melden, ist die Jnterpella- I tion der Konservativen betreffend das Fleischbeschan- I gesetz vorläufig zurückgestellt worden, und dürfte nicht so- | bald zur Beratung gelangen. — Die „Berl. Pol. Nachr." schreiben: Von dem Fonds I der französischen Kriegskostenentschadigung von I fünf Milliarden existiert der Kriegsschatz in feiner vollen I Höhe von 120 Millionen Mark. Die ReichSschuldenkom- I Mission konstatiert in jedem Jahre das Vorhandensein deS I Betrages. Der Reichsinvalidenfonds, der ursprünglich nnt 561 Millionen Mark dotiert wurde, verringert sich der I Natur der Sache nach und wird schließlich, wenn er seinen Zweck erfüllt hat, gänzlich eingehen. Außer diesen beiden I Fonds wurden aus der französischen ^^skosteuentschädigung I dotiert der Festungsbaufond, der R^chstagSgcbäudefonds I und der Reichseisenbahnbaufonds. Bon diesen war ber von R14 bis kiL hochfeinste^ | Znbefc erprobt undW ^lzwaren ia6 VadtbütttN, HM SjS** itniN W ünsef^ „„tm. °°° b" "<*”«««• MS«M> 1-8 *>*” ‘num”" b'* °°"" 10 U6t- Abbestellungen jpätestenS abend- vorher. Der Krieg in Südafrika. -Et Spannung erwartet man den Ausgang der I tärnSfe um Wepener. Bis jetzt liegt noch kein An- .ei.üen vor, aus dem sich auf einen wahrfcheinlichen Ersolss I Englischen Waffen schließen lietze. Im Gegenteil sck^i- I neu ffic schon vereinzelte kleine Schlappen erlitten zu haben, I Ehrend die Garnison von Wepener unmittelbar vor der! I -austrophe stehen dürfte. . ... I ^lus Bloemfontein erfährt allerdings der „Stand<^d , I iah die Buren aux> der starken Stellung im S u d o st e n I vor Bloemfontein vert rieb en wurden Am I Sonntag ritt die vierte Reiterbrigade nach der Basutoland- I mr ;e mit der Absicht, den Höhenzug im Osten der Straße i von Bloemfontein nach Dewetsdorp zu umgehen, g^ich- I iritia marschierte die 18. Jnfanteriebrrgade nach Riet- I ontcin, um die Verbindung mit der von Ferreira kom- I menfoen Gardebrigade zu bewerkstelligen. Die vereinigte^ I Arr itkräfte sollten die Kopjes säubern und womöglich die I ftunnn einschließen. Die Flankenbewegung der englischen; I «owillerie mißglückte infolge des heftigen Geschutzfeuers I der Buren von Leeuwkop, worauf General Pole-Carew I mit Stephensons Brigade im Halbkreise von Westen vor- I liiie, um die Kopjes einzühüllen. Der Angriff begann I mit der Beschießung der Farm bei Kronespruit. Unter I kr Deckung der Felsen eröffneten die Buren ein heftiges I Sfutir aus Mausergewehren und schweren Geschützen. Da! I tie Dunkelheit ein trat, schienen die Buren im Besitz ihrer I Mung bleiben zu sollen, aber kurz vor Sonnenuntergang I ver! rieb das Regiment Essex die Buren vom Paardekraal, I einnit Vorsprung des Leeuwkop. _ Ter in dieser Meldung genannte General T. E. Ste- I vhensohn ist der Kommandeur der 18. Brigade. Genessal I <7 B. Dickson führt die 4. Brigade der Kavalleriedivi- I jwr Frenchs, Oberst Alderson das sogenannte 1. Korps btc Division berittener Infanterie, die Generalmajor Knie Hamilton kommandiert. , Nach einem Telegramm aus Maseru vom 23. ziehen sich die Buren vor dem von Süden gegen Wepener vomückenden General Brabant zurück ^Meldung laut ct: „Die Buren räumten in der Nacht ^ushman k^ unb. zogen sich den ganzen heutigen Tag langsam, vor den anrückenden Truppen der Generale Brabant und hart zurück. Die englischen Truppen werden für die Nacht 13 Kilometer von Wepener Halt machen ,, Dailv Telegraph" erhielt aus Boshof eine Depesche, k i daß die Buren Methuen K Rolon ne in Boshof umzingeln Ihr nächstes «agier ist fünf Meilen entfernt, doch ist die Verbindung mit Kimberley noch offen. * * * Die Buren Huben schon bisher eifrig die Fabrikation lotu Gschossen während des Krieges sich angelegen sein Iass.cn, nunmehr wollen sie auch mit der Vervollständigung ihres Ge chützparkes vorgehen. Die „Times" meldet aus Lourenzo Marques: Den ausländischen Artillerie-Fach- Itiitten ist es gelungen, in Pretoria eine Geschützgießerei mlyurichten, in der große Geschütze hergestellt werden. erste derselben ist jetzt nach dem Oranje-Freistaat ab- yq-angen. römische Korrespondent der „Daily Mail" hatte mit Major v. R e i tz e n st e i n eine Unterredung. Dieser halte, Ver Krieg könne drei oder vier Jahre dauern, Eng- leitti werde gewinnen, aber nur nach großen Opfern an i'lb und Menschen. Die Buren verständen von der Kriegskunst nichts; auch seien sie ohne Disziplin. Die .Kommando- Hfrrer seien untereinander eifersüchtig; jeder halte sich Üc einen großen General. Major v. Reitzenstein läßt der htferfeit der englischen Offiziere und Mannschaften volle Gerechtigkeit widerfahren. Der berühmte, in Kanada ansaffige englische Staats- Mtslehrer Godwin Smith veröffentlicht im neuesten ^e?wyork-5>erald" einen längeren Artikel über den Buren- Sica In demselben verurteilt Godwin Smith den Buren- ineg in noch schärferer Form, wie Mommsen, indem er in als einen zweiten Jameson-Raubzug bezeichnet und er- fönt, daß jeder anständige Engländer sich des zwischen Manb und Portugal wegen des Truppendurchzuges ge- nofifencn Ueberemkommens schämen müsse. lieber Chamberlein als Geschäftsmann aus London folgendes geschrieben: Als Ende No- tmber von deutschen Zeitungen unter Angabe bestrmmter kiwzelheiten festgestellt wurde, daß die Ff^ua Kynoch and ko. in London, deren Direktor Arthur Chamberlain, em fhuber des Ministers, ist, eine große Patronenlieferung fit die Buren durch ein niedriges Gebot in Konkurrenz Wien eine deutsche Fabrik erlangte und mit Hilfe deutscher Kiffe nach den südafrikanischen Hasen absandte erließ ßrr Arthur Chamberlain durch das „Reutersche Bureau" turn Erklärung und versicherte, es ser Unbegründet daß v. fim verflossenen Frühjahr den Buren eine erhebliche IirnjH von Patronen geliefert habe. Nunmehr bestätigt KS! halbamtliche Organ von Transvaal, „De Bolksflem", nen idcnW billigen Pch aau jun. HM Nk. 96 tägNch Ausnahme dcS Monlagö. Die Gießener Nveikieublätter incxn dem Anzeiger r Srchstl mu „Hess fcnix.DirtN n. „Blätter ßl tjeff. BollSkunde" ^hü.4«al d rigelegt. auch tragen könne. Er versicherte uns, wir brauchten gar keine Angst zu haben, der Kahn sei großgenug. Tiädtj letzte Fonds zuerst aufgebraucht. Der Reichstagsgebäudefonds hatte seinen Zweck erfüllt, als das Reichshaus am Äönigsplatz in Berlin seiner Vollendung entgegengeführt war. Was schließlich den Festungsbaufonds betrifft, so befinden fich in den Etats der letzten Jahre unter den Einnahmen noch bestimmte Summen, welche als Rückerstattungen auf die aus diesem Fonds geleisteten Vorschüsse bezeichnet werden. nommcu. Im Saale des Gesellschaftsvereins findet dagegen ein Festmahl für Se. Kgl. Hoheit den Großherzog statt, zu dem die Ehrengäste, Stadtverordnete, der Denkmals-Ausschuß usw. besondere Einladungen erhalten werden. — Um 3 Uhr nachmittags findet alsdann ein gemeinsames Bankett aller hier anwesenden Veteranen mit Musik in Steins Garten statt, zu dem der Großherzog mit Gefolge sein Erscheinen in Aussicht gestellt hat, um dadurch den Veteranen des denkwürdigen Krieges 70/71 Dank und Anerkennung zu zollen. — Bei eintretender Dunkelheit ist dann abends Doppelkonzert auf dem Marktplatz mit Beleuchtung des Denkmals und des alten Rathauses vorgesehen. .Die in echter Bronze ausgeführte, von der Ruppschen Erzgießerei, Inh. Hans Klement, in München gegossene Figur des Denkmals ist gestern angekommen und dürfte beim Lesen dieser Zeilen aus dem Sockel ihre Aufstellung gefunden haben. — Es wurde weiter beschlossen, an die Einwohnerschaft unserer Stadt einen Aufruf zur Ausschmückung der Häuser und Straßen zu erlassen, um unfern Landesherrn und die alten Kämpfer um Deutschlands Macht und Einigkeit in gastfreundlicher und herzlicher Weise zu bewillkommnen, sowie weiterhin die Geschäfte, Fabriken, Schulen usw. um eine Schließung der Geschäfts- , räume an diesem Tage cmzugehen. — Die Vorarbeiten für die Feier sind in vollem Gange. Die städtische Vertretung hat in hervorragender Weise durch Stiftung der Gedenk tafeln sowie Uebernahme der Feier ihr reges Interesse 6e- thätigt. Und so erübrigt nur noch, daß die Einwohnerschaft Gießens sich erinnert, daß es eine Ehrenpflicht ist, den hieher kommenden Kriegern aus der großen Zeit 1870/71 durch eine freundliche Aufnahme wohlverdienten Dank und Anerkennung zu zollen, damit der gute und alte Ruf Gießens als bewährter Feststadt sich auch diesmal in neuem I stimmte Aussicht gestellt hat und auch Prinz Wilhelm von Hessen der an ihn ergangenen Einladung Folge leisten dürfte; ebenso werden Vertreter des Ministeriums sowie I unserer hessischen Schwesterstädte und andere Ehrengäste ' erwartet. Die Krieger-, Veteranen- und Militärvereine, die Studierenden, die Schulen, Sport-, Turn-, Schützen- und Gesangvereine sind zur Spalierbildung eingeladcn, und die Anmeldungen sind bereits zahlreich eingelaufen. Auch der Verein für Erhaltung hessischer Landestrachten hat sich in dankenswertester Weise zur Verfügung gestellt; über 100 Personen in hessischen Landestrachten speziell aus dem Kreise Gießen werden sich in ihren kleidsamen Trachten beteiligen. Die am Spalierbilden Beteiligten gruppieren sich nach der Enthüllung zu einem Zuge, um am Denkmal an Sr. Kgl. Hoheit vorbeizumarschieren. — Nach der Enthüllungsfeier findet auf Oswaldsgarten große Parade unseres Regiments statt, an der sich auch die hier anwesenden Veteranen kompagnieweise, wie sie den Feldzug mitgemacht haben, beteiligen werden. Die Aufforderung zur Teilnahme an der Feier haben die auswärtigen Veteranen des früheren II. Großh. Hess. Jnf.-Regts. mit Freuden begrüßt und die Zusagen zur Teilnahme sind über alles Erwarten zahlreich ausgefallen; es dürften über 800 alte Krieger aus allen Teilen und Gauen Mittel- und West- Deutschlands am 10. Mai in Gießen zusammen kommen, um gemeinschaftlich, vielleicht zum letztenmale alte Erinnerungen auszutauschen und alte Kameradschaft wieder aufzufrischen. In dankenswerter hochherziger Weise hat die Stadtverordneten-Versammlung beschlossen, die Veteranen als ihre Gäste anzusehen und ihnen ein gemeinsames Mittagsmahl (Festessen) darzubieten, das sich auf die verschiedenen hiesigen Lokale verteilen wird. Hierfür; sind Steins Saalbau, Kaffee Leib, Kaffee Ebel, Hotel Ein- zwischen wieder nach oben gekommenen Kahnes erfaffei. In seiner Nähe sieht er einige Gestalten und spricht übit sie, so rasch es ihm möglich ist, die General-Äbf'v- l u t i o n aus. In dieser Sekunde hörte er, wie einn die Anfangsworte eines lateinischen Gebetes he? vorstößt, ein anderer (wohl stud. theol. Badior) in rührender Bruderliebe aufseufzt: „Meine arme Schwester". ;)i gleich ruft wenige Meter von ilfm entfernt, eine driitr Gestalt: „Kommen Sie hierher, Herr Niel". Dann toutx alles st i l t. Unter Aufbietung aller .Kräfte hielt f i Frühmesser Niel am Kahn, bis er endlich in Aßmcmr? hausen gerettet wurde. L. Gestern fand in Geisenheim ein feierliches quiem für die Verunglückten statt. Sieben Vereine ds Verbands der katholischen Studentenvereine Deutschland hatten Vertreter mit Fahne und Wichs entsandt. " Nassovi- Gießen, Thüringia-Marburg, Arminia, Walhalla, leut^ nia, Brisgovia und Germania. Diese nahmen um dr Altar herum Aufstellung. Der Gottesdienst wurde do- dem geretteten Benefiziaten Niel unter Assistenz zwei'- Kapläne gehalten. Die Kirche war kaum groß genug, un die Zahl der Leidtragenden zu fassen. Nach dem Wv* dienst wurde in dem Frankfurter Hof von dem Leiter d« letzten Binger Ferienkommerses, cand. jur. Schrick, i* übliche Trauersalamander kommandiert. von uns vm Scherze: „So wollen wir uns denn nachdem Jenseits fahren lassen". Am Rhein angekommen, fragten wir den Schiffer ausdrücklich, ob der Kahn uns * Zum Konitzer Mord. Nach einer Meldung ov Könitz werden die Leichenteile des ermordeten Winter M Beerdigung noch nicht freigegeben. Das Leichengefolgt wird nach der unter der Bevölkerung herrschenden (Stimmig einen kolossalen Umfang annehmen. Mit Rücksicht hieran wird die Freigabe der Leiche verzögert. * Zum Selbstmorde des Dr. jur. Walte Nothnagel, des einzigen Sohnes des berühmten Pw feffors der inneren Medizin und Klinikers an der Wievk Universität Hofrats Dr. Notnagel, der sich in einem cd gelegenen Teil des Praters durch einen Revolverschuß tötet hat, gehen dem „B. T." aus Wien folgende Einztl heiten zu: Zwei Knaben, die dort spazieren gingen, fatyn im Gebüsch einen elegant gekleideten jungen Ma'.r mit einem Revolver in der Hand, den er gegen die redtti Glanze bewahrheiten möge. *♦ In der „Sieg-Lahn-Ztg." finden wir nachstehenden Artikel über die alten, schlechten Wagen, mit denen der Zug, der 6.40 Uhr abends ab Gießen fährt, ausgestattet ist, ein Zustand, über den auch wir lebhafte Klage zu führen haben. Der Artikel sagt nun: Als ein Kuriosum muß eS bezeichnet werden, daß der Personenzug Nr. 2427, der abends 6.40 Uhr von Gießen nach Betzdorf fährt, gestern Personenwagen 3. Klasse mit sich führte, die durch Oel- lampen beleuchtet wurden. Diese Wagen mögen vor etwa 30 Jahren einmal für Nebenbahnen angeschafft worden sein; sie sind die elendesten aller Rumpelkasten, die wir noch auf deutschen Bahnen angetroffen haben. Der betreffende Personenzug vermittelt den Anschluß von der Lahnbahn, bezw. Coblenz, Ems usw. nach dem Siegerland, und es ist ein wahrer Skandal, daß dem reisenden Publikum derartige elende Personenwagen zur Verfügung gestellt werden. — Wir können der „Sieg.-Lahn.-Ztg." nur beistimmen, da wir in dem 8.16 vorm. von hier nach Frankfurt gehenden Zuge ähnliche Erfahrung gemacht haben. Sch. Darmstadt, 25. April. (Telephon-Meldung des Gieß. Anz.). Der national-liberale hessische LandtagSabge- ordnete Brauereibesitzer August Breimer aus Beerfelden ist gestern im Alter von 75 Jahren nach längerem schweren Leiden gestorben. Er war Inhaber des ersten Starkenburger Wahlkreises Beerfelden-Hirschhorn-Wimpfen und gehörte dem Landtag seit 15. Februar 1888 an. Im Vorjahre war er zum zweitenmal gewählt worden. )( Mühlheim am Main, 24. April. Lehrer Büttner, seit drei Jahren an der hiesigen Kreis-Erziehungsanstalt, wurde nach Offenbach versetzt. Ein geeigneter Ersatz ist bis jetzt noch nicht gefunden. Die Anstalt zählt gegenwärtig 56 Zöglinge. (?) Heppenheim a. d. Bergstr., 24. April. Wegen den unter unserer Jugend herrschenden Masern mußte der Beginn des neuen Schuljahres einstweilen verschoben werden. — In unserer Nachbargemeinde Hambach er- h ä n g t e sich der im Greisenalter stehende frühere Kirchendiener Kunkel. — Gleichfalls durch Erhängen machte die Frau eines Bauern zu Hambach ihrem Leben ein Ende. Der Grund ist Lebensüberdruß, weil sie sich mit ihren Stiefkindern nicht vertragen konnte. Mainz, 24. April. Gegen die Veranstalter des vorjährigen Kongresses der Radfahrer-Union in Mainz ist eine Klage angestrengt worden. Mehrere Lieferanten können nicht zu ihrem Gelde kommen. In der Klageschrift wird der Vorwurf erhoben, daß die Verklagten weder von dem Konsulate Mainz noch von der Gesamt-Union beauf- h SÄ’« Ausland. Loudon, 24. April. Der Herzog von Argyll ist gestorben. Er war 1823 geboren, hielt zu den Liberalen, war Großsiegelbewahrer, Generalpoftmeister, Staatssekretär für Indien u. s. w. Sein Besitz umfaßt 170000 Acres und seine Sammlungen bergen kostbare Schätze. Der Herzog von Argyll war ^dreimal verheiratet, zuerst mit einer Tochter des Herzogs von Sutherland, dann mit der Tochter sdes Bischofs von St. Albans, der Wittwe des Oberstleutnants Anson und seit 1895 mit der Tochter eines Herrn M'Neill. i'tr.: r», r m 8li Ni *k« z-idst ®il6en, >074 — Das neugegründete Blatt „Daily Expreß" macht in seiner heutigen ersten Nummer mit einer, Berlin Montag den 23. April datierten Depesch e des deutschenKaiserS für sich Reklame. Der Kaiser wünscht darin dem „Daily Erpreß" guten Erfolg, da das Blatt ein gutes internationales Einvernehmen fördern wolle. Dann heißt in der Depesche wörtlich weiter: „Sagen Sie dem britischen Volke, meine erste Hoffnung ist jetzt wie immer die Erhaltung meine zweite die Be- |UUV ^tvulx> ©uumuu, stunee stajjee ycoei, yorei ^rn- £utJLr Beziehungen I Horn, Hotel Großherzog von Hessen u. a. in Aussicht qe- zwrschen Deutschland und Großbritannien.'------- ~ - ' “ - - •- Zwischen diesen beiden Nationen besteht kein wesentlicher Grund einer Differenz, noch sollte ein Grund zu einer solchen entstehen; zwischen ihnen sollte es keine Rivalität geben, sondern nur freundlichen Wettbewerb in der Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts der Völker". Der Berliner Korrespondent des „Daily Expreß" fügt hinzu, der Kaiser habe ihm dies Telegramm „durch einen seiner vertrautesten Minister" übermitteln lassen. Der Korrespondent erwähnt auch, daß er mit Bülow und Richthofen Unterredungen gehabt habe. In Wirklichkeit wird fich die Sache wohl etwas anders verhalten, als sie von dem englischen Blatte dargestcllt wird. Möglicherweise ist der Vorgang ähnlich gewesen, wie bei der Absendung des Telegrammes an ein New Yorker Blatt, als Kaiser Wilhelm nach seinem Besuche iu Windsor Ende November v. I. England verließ. Wie damals Baron Eckardstein, hat vielleicht auch jetzt ein Diplomat aus der Umgebung des Kaisers den Ansichten desselben Ausdruck gegeben. Daß die in der Depesche des englischen Blattes ausgedrückten Ansichten denjenigen des Kaisers im Allgemeinen entsprechen, ist allerdings nicht zu bezweifeln. — Zwischen mehreren europäischen Mächten finden Unterhandlungen statt wegen einer gemeinsamen maritimen Aktion zur Sicherung der arggefährdeten Ausländer in China. Nordamerika lehnte die Beteiligung ab. Brüssel, 24. April. Vor überfüllten Tribünen nimmt Das Unglück von Bingen. Wir erhalten von geschätzter Seite folgende Zuschrift. L. Der gerettete Frühmesser Niel erzählte vorgestern die Einzelnheiten des Ka h n u n g t ü ck s fotgendermafM Als wir den „Englischen Hof" verließen, bemerkte einn tragt gewesen seren, die Kongreß-Angelegenheiten zu »t scheiden weder Vertrage abzuschließen, nod) Bestellu^ Zu erterlen. Sie werden beschuldigt, auf allgemeine Kiu Ausflüge ins Rheingau unternommen und Gelage aeopv ferner die Liste der Garantiezeichner gefälscht dadurch, daß sie willkürlich Namen und Beträge in die eingetragen hätten. (Frkf Ztg.)^ ' I , ** Kleine Mitteilungen aus Hesse« und den Rachbarftactr ! Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Leb-f stelle an der Volksschule zu Alzey mit einem Anfana;, halte von 1200 Mk. jährlich ist erledigt.! Die Stelle soll r einem Lehrer besetzt werden, der die erweiterte (Oberlebr'- Prüfung bestanden hat. Ihm können die Funttionen en, Oberlehrers an der Schule gegen eine Remuneration:r 600 Mk. jährlich übertragen werden. — Der Mitbesitzer Göttmann aus Zotzenbach wurde während eire Bahnfahrt durch einen Schlaganfall getötet. — prächtigen Auerhahn erlegte Dr. Scharffenberg im walde zu Michelstadt. — In Grünberg wurde is Hause des Herrn Krüder ein erfolgloser Einbruch verüi: der jedenfalls der Kasse der Distriktseinnehmerei galt. - Am Freitag fand in Ettingshausen die Bürgen m e i st e r w a h l statt, bei welcher Johannes Keil 56 Stimnm der seitherige Bürgermeister Görnert und der Beigeordnn Keil je 28 Stimmen erhielten. Da dem Johannes 8, eine Stimme an der absoluten Majorität fehlte, so siM zwischen Johannes Keil und dem Beigeordneten Keil - Bürgermeister Görnert schied durchs Los aus — Stichml statt. — Sicherem Vernehmen nach soll in Wetterfelk im Anschluß an die Dreschmaschinen - Genoffenschaft vv Molkerei-Genossenschaft gegründet werden, um tu. Landwirten zu Wetterfeld und Umgegend Gelegenheit l bieten, ihre Milch beffer zu verwerten, als seither. - Zu Steindorf schlug der Blitz am Montag in einen Sichln- stamm von 1 Meter Durchmesser mit solcher Wucht, tat nur noch ein etwa 2 Meter hoher Stammrest, bestehend ane vier Holzsplittern, übrig geblieben ist. — In Mainflingen fanden, den „Neuen Heff. VolkSbl." zufolge, zahl- reiche Vernehmungen durch die Großh. Staatsanwalschaft statt, in deren Folge ein angesehener Bürger im Alter von nahezu 70 Jahren durch die Gendarmerie zur Unu- suchungshaft nach Seligenstadt abgeführt wurde. £ ! ist verdächtig, Verbrechen gegen die Sittlichkeit in mehrem Fällen verübt zn haben. , .7 vfä EM" «r. (.jwi Ä^tilS die ui, * Ä«* n®* ‘ SrCt Sä*1 Ltr wE j frei -er rtf «IW |1 edid «• I”" M er ßnnt r sM Samunt fir den * M W 9 Znaßbug brich ' Sirifitz t^lobinttn hörigen Dynum her AschaM jroti babtt bt' Asm MU W * ftmt Mord aus tyfjannti und Mr doi geordnete- M in gewissem Nn L« Schlaslofigke \i tintm achttö FMm Seckrn von rrliAsein Nächte.vor del Wn wib falt gehörten glaubt vor, afle seine 0 Endn zu toi ßeäir chm den deni toutbt btr Wände und uns chi des seiner Fn Sohn. Diesn to Wt* w btt Tlube 1 »ordeie nun du /Achen Sol f(,a sollen : « w tau 2$ bis rr tobt dem n Mörder auf bie THi Mutter Licht, auf stiegen mir ein. Daß nun ein junges Ehepaar auf das Gebühren seines Hündchens hin wieder ansgestiegen jti, wie es der Berichterstatter eines Frankfurter Blattes zu melden wußte, ist wohl schön ausgedacht, aber nicht wahr BrS etwa zur Mitte des Stromes ging die Fahrt glücklito von statten. Die Einzelnen unterhielten sich gemütlich gesungen wnrde nicht. Da bemerkte auf einmal Beiiesiz-m Nrel, daß seine Fuße naß wurden, und sagte das den anderen. Trotz.dieser aufregenden Mitteilung bewahilen alle verhältnismäßig große Ruhe. Niemand sprang auf, niemand verließ seinen Platz. Noch ein paar Bootr- längen ftlhr man weiter, als plötzlich von allen Seiten Wasser eindrang. Alle schrieen auf. Im selben Augenblick ist das Boot versunken. Der Veuefizio/ tauchte gleich wieder auf und kann den Rand des in die Kammer die Verhandlungen der Interpellation des Abg. Lorand über die Grausamkeiten am Kongo wieder auf. Der Minister des Auswärtigen verliest einen langen Brief der Regierung des Kongostaates, welcher gegen die Angriffe Lorands in der vorigen Sitzung der Kammer protestiert. Darauf erhebt sich der Kriegsminister, um im Namen der Armee den Offizieren, welche sich am Kongo befinden, seine Huldigung auszusprechen und gegen die Angriffe auf die Armee zu protestieren. Danach spricht Ban- dervelde, der u. A. sagt, KöuigLeopold, der Civilisator des Kongo, sei selber der größte Elfenbein- und Kautschukhändler. — Der König ernannte den Prinzen Karl Anton vonKohenzo Ilern-Sigmaring en zum Ehren ob erst des zweiten Änien-Regiments. Wien, 24. April. Der Vorschlag, die Königgrätzer Straße in Berlin in Kaiser Franz-Josef- Straße umzutaufen, wird vom Prager Tschechenblatt „Narodni Lisch" benutzt, um weitere Forderungen aufzustellen, durch deren Erfüllung Preußen seine Freundschaft gegen Oesterreich beweisen solle. Das Tschechen- blatt will in ironischer Weise darthun, daß das deutsch- österreichische Bündnis mit dem historischen Verhältnis beider Reiche im Widerspruch stehe, indem es verlangt, es sollten in Berlin noch andere Straßennamen beseitigt werden, die an die Kämpfe Preußens gegen Oesterreich erinnern. Ferner müßten die österreichischen Kanonen von der SiegsSsäule und das ganze Denkmal Friedrichs des Großen entfernt werden. Endlich sollte Preußen, nm die Ehrlichkeit seiner Freundschaft für Oesterreich zu beweisen, Schlesien und die Grafschaft Glatz zurück- geben, die ohnehin zu den Ländern der böhmischen Krone gehören. Aus Stadt und Land. •* Aus dem Militär Wochenblatte. Verliehen: das Ritterkreuz 1. Kl. mit Eichenlaub des Ordens vom Zähringer Löwen dem Obersten v. Waechter, Komm. d. Füs.- RegtS. v. Gersdorff (Hess.) Nr. 80; versetzt: Zahlmeister Urban vom Heff. Jnf.-Regt. Nr. 118 zur Intendantur des 18. Armeekorps; Zahlmeister Graulich vom Jnf.- Regt. Nr. 168 zum Jnf.-Regt. Nr. 118; ernannt: der kontrolführende Kaserneninspektor Fischer in Gießen zum Garnison-Verwaltungsinspektor. ** Kriegerdenkmal-Ausschußsitzung. Unter dem Vorsitz sdes Stadtverordneten Kirch fand gestern abend eine Sitzung des Denkmals-Ausschusses im Sitzungssaale der Stadtverordneten-Versammlung statt. Man nahm zunächst die Mitteilung entgegen, daß der Großherzog Jeine Anwesenheit bei der Enthüllungsfeier in b e * fe'ÄhJ 1 ‘•’aJU'jk. — V \ M kh g. -ihrer iu ‘Nl %$«S Ntbt 5 Ä aetötet. VÄ* Kk AktSeinneh^, tiefen die J 3°W»eil56L ^°.dev jJJ Maiontiit fehl,, -.' deigeordne,-. e ^rchS Los aus - r>. A soll in Stu,. sMev-GeuossM Mündet »tr^ a Mgegend M;- verte«, als seL n Montag in (w er mit solcher L ;®***m» oen ist. _ oj j, Großh. ®-7. - hener Bü^- Gendarm v-. ldt abgeDu HM die §DM in «chu .fÄ0rt t-Sfffi s*M men. jur. $il d-« »WS, ?ohllt? fl0 der tb ^inl fi-6 in igel, WvE JSj K'«' 1 btöer 0a i Ätyrtr, eite folgend Wt.-? iet etÄt 'oot/. .uLb yA^itai tliefoen, Willi • )ir uns denn NM. i 'Im Rhein angelvir cklich, ob der Ach uns, wir brauchte, igroßgenug.. a\ Mtzes EhesM nnsWüe^ > Frartsurter Wlii.- Zgedacht, aber nicht k j ging die Fahrt glit ferkelten fid) genur 6te auf einmal Nmi den, uni) jagte daa , Mitteilung bewahr, ihe. Niemand jprci . ^lod) ein paar Mi ^Matten Zei/e ijm 4 \tlbci ;\wVv । tfttiu den Md dtt ommem r gestalten und F ist, die Genera! künde hörte ei,« inischenGct-^ d. theol.Bad'0l ', eine arme i ihm entfernt, j* r, öevr 9hel;.^, ung aller.WJL $ er endlich m V ■■ n hei mein E S-M erti* . Diese nahmen mar. knnm^^. sKs ?5, cand. ur. nmandierr^^- Kchläfe erhob. Die Knaben liefen erschrocken davon, — hörten noch einen Schuß krachen und verständigten den nächsten Sicherheitswachmann in der Hauptallee, der dann beit Selbstmörder mit durchschossener Schläfe und zer« ichmetterter Hirnschale fand. Ein vom Polizeikommifsariat deS Praters herbeigeholter Beamter erkannte nach den lZrfitenkarten und Adressen mehrerer Briefe, wer der Selbstmörder fei. Als Ursache des Selbstmordes tuird ein Liebesverhältnis zu einem Mädchen bezeich. nd, das er wegen ihrer sozialen Verhältnisse und wegen ihres Vorlebens nicht heiraten konnte. Dr. Walter Nothnagel soll durch dieses Verhältnis auch in finanzielle Schwierigkeiten geraten sein, doch hatten zwei Finanz- männer bereits die Ordnung derselben eingeleitet. Nothnagel war 26 Jahre alt, hatte sich den juristischen Studien girvibmct, die Staatsprüfungen mit Auszeichnung bestanden uni) war als Konzipist bei der Finanzprokuratur zu Wien nsgetreten. Er veröffentlichte kürzlich ein juristisches Werk iber Besitz und Eigentumsrecht, das lebhafte Anerkennung sMd. Er beabsichtigte, sich als Privatdozent an der Prager deutschen Universität zu habilitieren. Man fand bei der Leiche Walter Nothnagels einen Brief, in dem ein Ltrwandter ihn aufforderte, sich vor der Abreise nach frag zu ermannen und dem drückenden und unwürdigen Lu beSverhältnis zu entreißen, ferner Briefe über seine pekuniären Verhältnisse, endlich zwei geschloffene Briefe Malter« an seinen Vater und einen Professor, dem er schrieb, er könne von dem Mädchen nicht laffen. Seine Schulden, die durch das Liebesverhältnis verursacht sind, sollen etwa 30000 Gulden betragen, eine geringfügige Summe für den Vater, dem er sich aber nicht entdecken wollte. Hofrat Notuagel, der zu einem Konsilium nach Straßburg berufen war, kehrte Sonntag nach Wien zurück. * Gleiwitz, 24. April. Heute mittag gegen 1 Uhr explodierten auf der Georg von Giesches Erben gehangen Dynamit-Fabrik Alt-Berum bei Tichan in der Waschanstalt mehrere Zentner Nitro-Glycerin. Zwei dabei beschäftigte Arbeiter wurden buchstäblich in Atome zerrissen. Die Detonation war so stark, daß man sie fast 25 Kilometer weit gehört hat. * Freudenstadt, 24. April, lieber einen Fall von Nord aus religiösem Wahnsinn wird gemeldet: Johannes Finkbein er, Holzer und Küfer, 44 Jahre alt und Vater von sieben Kindern, hatte bis vor kurzem ein geordnetes Familienleben und stand bei seinen Mitbürgern in »gewissem Ansehen. In den letzten Wochen litt er sehr an Schlaflosigkeit und fuhr deshalb nach Kannstatt, wo er in einem achttägigen Aufenthalt in der Heilanstalt von Fcüulein Seckendorf Hilfe suchte. Er kam aber mit Spuren vor religiösem Wahnsinn nach Hause. Schon Tage und Rächte .vor der schauerlichen Bluttat kämpfte er mit dem Vosen und hatte „Erscheinungen", an die auch seine Angehörigen glaubten. Am Abend des Verbrechens gab er m„ alle seine Angehörigen segnen und bei ihnen den Teufel Quittreiben zu wollen. Es mußten alle nieberfnieen. Er ftedlte ihnen ben Finger in ben Hals, unb wer sich wehrte, dem würbe der Kopf rechts unb links an die Tischecken, tobe unb auf ben Stoben geschlagen. So trieb er es zuerst bei seiner Frau. Als biefe floh, ging es an ben 17jährigen Schn. Dieser wehrte sich unb floh auch, ber Vater ihm nach. Untnrbeffen flohen verschiebens Kinber, so baß nur noch 3 in der Stube waren. Der Vater kehrte zurück unb ermordete nun durch Erwürgen, Treten und Schlagen seinen irrigen Sohn Eberhard, dessen letzte Worte gewesen lein sollen: „Golt sei mir Sünder gnädig". Hierauf ging it am den 2jährigen Knaben Wilhelm. Dieser wurde, wie cuS den Verletzungen zu schließen ist, an die Wand geschlagen, dis er tobt war, unb bann zum Fenster hinausgeworfen, tot bem er später gefunben würbe. Hierauf ging der Mörder auf bie Suche nach dem ältesten 17jährigen Sohne °uf die Bühne. Er verlangte dann von seiner hochbetagten Kuller Licht, unb als sie kam, packte er sie, würgte sie unb schlug ihr ben Kopf auf die Treppenkante, bis sie scheinbar tobt liegen blieb. Sie hat sich aber wieber erholt und ihre Verletzungen sind scheinbar nicht lebensgefährlich. Während dieser Zeit hatte sich ber 12jährigc dritte Sohn, der in ber Stube geblieben war, versteckt und wurde glücklicherweise von bem unmenschlichen Vater in ber Stube nicht mehr gefunden. Erft als später Hilfe kam, entdeckte man den armen Jungen zitternd unb bebend unter einem Bett. Inzwischen brachten Nachbarn Hilfe, die Thür wurde eingeschlagen, und der Mörder konnte gefesselt werden. * Budapest, 24. April. Bei dem heutigen Duell zwischen dem Redakteur des „Pestl Naplo", Vesce, und einem Redakteur des „Magyar Orcgo" wurdeo beide verwundet. Vesce erhielt einen Hieb über die Nase, der andere wurde am Kopse ziemlich schwer verwundet. Universität und Hochschule. — Ernannt: Der Privatdozent Dr. Josef Müller zum a.-o. Professor der philosophisch-theologischen Propädeutik und spekulativen Dogmatik an der Universität in Innsbruck. — Berufen: Der Privatdozent der Nasfischen Philologie an der Universität Freiburg i. Br., Dr. Kalbfleisch, als a. o. Profeffor an die Universität Rostock. Er hat den Ruf angenommen. — Habilitiert: In der philosophischen Fakultät der Züricher Hochschule Dr. phil. et weck. Arthur Wreschner als Privatdozent für Psychologie und systematische Philosophie. — Der aus verschiedenen Prozessen bekannte Pfarrer a. D. Wilhelm Thümmel (Remscheid) als Privatdozent für Kirchengeschichte und praktische Theologie an der Friedrich Wilhelms-Universität in Berlin. — An der Universität Marburg Lic. theol Rudolf Knopf mit einer Antrittsvorlesung „über die soziale Zusammensetzung der ältesten heidenchristlichen Gemeinden". — Gestorben: Der Direttorialassistent bei den königlichen Museen in Berlin, Dr. Fritz Krebs im Alter von 33 Jahren. — Dr. E. Hartig, Profeffor an der technischen Hochschule in Dresden und Mitglied des kafferlichen Patentamtes. — Verschiedenes: Aus Jena teilt man mit: Prof. Dr. Sind, der Direktor des hiesigen mineralogischen Instituts, hat eine Forschungsreffe nach dem Sudan unternommen. — Mit Beginn des Sommersemesters treten in den Lehrkörper der Universität Jena Dr. Hartmann, Assistenzarzt der chirurgischen Klinik, und Dr. Rabe, Assistent am chemischen Laboratorium, als Privatdozenten ein. — Der o. Professor der Philosophie, Dr. El. Bäumker, an der Universität Breslau hat den an ihn ergangenen Ruf nach Bonn, als Nachfolger Neuhäusers, abgelehnt. — Der verstorbene Naturforscher und Direktor des Pariser Museums der Naturgeschichte, Alphonse Milne-Edwards, ist 65 Jahre alt geworden. Er war Mitglied der Acadömie des Sciences und der Aoadömie de Mödecine. — Das Unterrichtsministerium in Wien hat dem Pensionierungsgesuch des Profeffors Schenk, des Vorstandes des embryologischen Institutes, vom 1. Mai ab stattgegeben. — Aus Tübingen berichtet man: Dem Privatdozenten und Assistenten am chemischen Universitätsinstitut Dr. Bülow ist Titel und Rang eines a. o. Professors verliehen worden. — Der Physiker der technischen Hochschule in Dresden, Professor Dr. Trepler, der Erbauer des physikalischen Instituts der Universität Graz, tritt am 1. Oktober von der Profeffur zurück Sein Nachfolger wird, der Nationalzeitung zufolge, Professor Dr. W. Hallwachs, bisher Profeffor der Elektrotechnik. Kunst und Wissenschaft. Weimar, 23. April. In Gegenwart des Großherzogs und des Erbgroßherzogs fand heute die 36. Generalversammlung der deutschen Shakespeare-Gesellschaft statt. Präsident Oechel- häuser erklärte die Finanzlage für ausgezeichnet unb verkündete das Ausschreiben eines Preises für eine wissenschaftliche Arbeit. Den Festvortrag hielt Bulthaupt über „Raum und Zeit bei Shakespeare und Schiller". Nachmittags findet ein Festeffen statt Abends wurde im Hoftheater „Timon von Athen" in Bulthaupts Bearbeitung gegeben. — In Karlsruhe ist der greise Dichter Wilhelm Gehring, 85 Jahre alt, gestorben. An die 10. in Prag abgehaltene Versammlung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft schloß sich ein Besuch der zoologischen Station in Triest, deren 25jähriges Bestehen gefeiert wurde. Statthalter Graf GoeS begrüßte die Gesellschaft, worauf Geheimrat Schulze- Berlin dankte. An den Unterrichtsminifier v. Harte! wurde ein Be- grüßungstelegramm abgesandt. Gerichtssaat. A Laubenheim bei Mainz, 23. April. Der Schuhmacher Jakob Molsverger aus Meuth, der sich auf Wanderschaft befand, erschwindelte in den Gemeinden Bodenheim, Laubenheim, Gonsenheim, Finthen und Mombach aufgrund eines gefälschten, angeblich von einem Geistlichen ausgestellten Zettels, nach dem ihm seine Hofraite abgebrannt sei, von den Bewohnern zumteil recht erhebliche Unterstützungen. Die Polizei aber störte bald sein einträgliches Geschäft und nahm den Gauner fest. Wegen Urkundenfälschung und Betrugs wurde er zu 2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust verurteilt. - Gleichzeitig wurde ein Schwindler ganz ähnlicher Art, der Taglohner Wilhelm Schuhmann aus Wendelsheim zu l'/r Jahren Zuchthaus, 300 Mk. Geldstrafe und 5 Jahre Ehrverlust verurteilt. Sch. hatte sich Ende 1899 in Gensingen und Freilaubersheimf bei verschiedenen Landwirten als Gesindevermieter auSgegeben und bei einer Reche von Herrschaften Knechte und Mägde vermietet, sich Spesen auszahlen und obendrein auch noch beköstigen laffen. Die betrogenen ^.andwirte warteten vergeblich auf das vermietete Gesinde. ________________ Sprechstunden der Redaktion des Gießener Anzeigers täglich (mit Ausnahme von Samstag und Sonntag) von 6—7 Uhr nachmittags. Eingang von der Kaplancigaffe aus. Familien Nachrichten. Geboren: Herrn Josef Rauheim in Darmstadt ein Sohn. Herrn Adolf Engel in Aiedberg ein Sohn. Herrn Simon Eichelberg in Wetzlar eine Tochter. Verlobte : Therese Kolz, Ernst Helmers, Gießen-Karlstadt a. M. Frieda Guthof, Julius Seelig, Darmstadt Mannheim. Gestorbene: Herr Christian Karn in Wetzlar. Herr Peter Kapsar in Wetzlar. Frau Auguste Schneider in Darmstadt. Herr Adam Biringer in Darmstadt. Frau Marie Jäger in Darmstadt. Frau Sara Feuchtwanger in Frankfurt a M. Frau Katharine Hamm in Darmstadt. Herr Adam Biringer, Maschinensabrikant, in Darmstadt. Frau Marie Jäger, in Darmstadt. Herr Ludwig Dauber, Kriegsrat in P., in Darmstadt. Herr Philipp Marheineke, in Darmstadt. Herr August Heidelbach, in GethürmS. Herr Wilhelm Altvater, in Darmstadt._____ Neueste Meldungen. Dep eiche» deS Bureau ,$etolb'. Berlin, 25. April. Der „Pariser Figaro" erklärt wiederholt, daß Kaiser Franz Josef nach Berlin eingelaben worden sei unb knüpft baran bie Unterstellung, baß eine Nichteinlabung deS Königs Humbert von Italien vorliege unb baß bieseUnterlassung in Italien als tiefe Kränkung empfunden werde. Dem gegenüber betont bie „Post- nochmals, baß in ber ganzen Angelegenheit niemals eine Einlabung erfolgt ist. Der Besuch des Kaiser Franz Josef ist lediglich auf deffen eigene Initiative zurückzuführen. Loudon, 25. April. Nach einem Telegramm aus Shanghai meldet die dort erscheinende „China Gazette-, zwischen ber russischen unb der chinesischen Regierung sei eine Convention abgeschlossen worden, wonach Rußland die Genehmigung deS Baues einer Eisenbahn von Peking nach Kiachta erhalte. Nominell sei gemeinschaftliche Kontrole zur Bedingung gemacht, doch werde die Bahn thatsächlich unter alleiniger Kontrole der russisch- chinesischen Bank stehen. Die Konzession ist noch nicht ratifizirt. Brüssel, 25. April. Exkommandant Lot Hai re, der bekanntlich beschuldigt wird, einen großen Teil der Greuelthaten in dem kongostaatlichen Mongalla-Gebiete verübt zu haben, traf gestern ans Afrika in Antwerpen ein. Wien. 25. April. Entgegen den in den Blättern verbreiteten pessimistischen Meldungen wird in Regierungskreisen versichert, daß der Ministerpräsident v. Körber fest entschlossen sei, vor dem Wiederzusammentritt des Reichsrates die Verständigungs-Konferenz einzuberufen und ihr den Sprachengesetz-Entwurf der Regierung vorzulegen. Wien, 25. April. Dem „Neuen Wiener Tageblatt" wird aus Rom gemeldet, daß der Herzog von Aosta in Vertretung des Königs zur Großjährigkeits-Erklärung des deutschen Kronprinzen sich nach Berlin begeben wird. Brünn, 25. April. Infolge plötzlichen Wasser- Einbruches sind sämtliche Schachte der Rositzer Kohlen- Gewerkschaft außer Betrieb gestellt worden. Kunst-Ausstellung. ausstelluDg im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 ühr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg^ an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garterrftrahe S. «rt-ebot der Nrbeitrrebmrr: 1 Weißbinder, 1 Fahrbursche, 1 Kinder- ii-Oen, 1 Laufrnädchen, 1 Strickerin, 1 Näherin. -rachfrage der Arbeitgeber: 1 tücht. Tapezier und Polsterer, 2 Schuh- ucher, 2 Schneider, 2 Pferdeknechte, 10 Taglöhner, 1 Kutscher, mehrere Dienst- dbdben für Küche und Hausarbeit, 2 Kindermädchen, 1 Laufmädchen, 1 Frau zum ^ckuustragen. Bekanntmachung, beit.: Das Einhalte« der Taube« während der Saatzeit. Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Art. 79 des ZWrafgesttzes aufgefordert, ihre Tauben von jetzt bis 10. Mai in den KOgen einzuhalten. Uebertretungen dieser Vorschrift müssen nach Maß- gjtbe des Felbftrafgesetzes zur Anzeige unb Bestrafung gebracht werben. Gießen, den 25. April 1900. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Kaufmännische Fachschule. Das Gommer-Gemester unserer Schule beginnt Dienstag den L Mai, abends 8 Uhr. Wmricht wird erteilt in Schönschreiben, Rechtschreiben und 8tn«ographie (Gabelsberger). Gleichzeitig wird auch wieder ein lLiikmichtS-Kursus im Maschinenschreiben abgehalten. Anmeldungen werden vom 25. er. an — Steinstraße 19, II — Funes am 30. April, abends von 9 Uhr an, im Lehrsaal I der Schule - Korbanlage 15 — entgegen genommen. 3062 Die Schnlkommisfiou der kauf«. Fachschule. WlWtnWAW Verdingung von Fuhrlöhnen. Dar Fahren der drei städtischen Gießfäffer soll wiederholt und zwar auf unbestimmte Zeit im Wege der öffentlichen Verdingung vergeben werden, wozu Termin auf Samstag, 28. April d. A., vormittags W/8 Uhr, anberaumt wird. Die Bedingungen liegen zur Einsicht der Jntereffenten auf Zimmer Nr. 7 bei uns offen und find Angebote auf Vordruck bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsftist 14 Tage. Gießen, 23. April 1900. Das Stadtbauamt. ________Schmandt._____3034 DeKanntmachung. Die am 19. und 20. April 1900 in den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. d. Lda. ab- gehaltene Holzversteigerung ist ge« nehmtgt. Treis a. d. Lda., 24. April 1900. Gr. Bürgermeisterei Treis a. b. Lda. Benner. 3071 Arbeitsvergebung. Die zur Revacatur der Waffer- leitung in Rödgen erforderlichen Arbeiten sollen Samstag de« 28. l. Mts., mittags 1 Uhr, in dem Gemeindehause daselbst öffenllich in Accord gegeben werden: 8026 veranschlagt zu Erdarbeiten Mk. 117.— Jnstallationsarbeiten „ 78.— Chauffier- und Pflasterarbeiten , 65.25 Gießen, den 24. April 1900. Senßfelder, Kreisstraßenmeister Bekanntmachung. 3>onu• /Line Kante Mist zu verkaufen. [01783]__________Bruchstratze 12. 01779] g-rüh. Rofakartoffeln, zum Setzen, verkauft Dienstmonn Ikarpf» 01788] Hut eryattenes Nett, zwei- tbür. KtetderschranS, Aafchmaschine und große Maschmaugek zu verkaufen. B Näheres in der Expeditton d. Bl. 2901 MASblterteS Zimmer zu vermieten. 01765]Asterweg 26. 3070 An Sabelsbngn Sttvsgra-Hkll-Nnei« m Sikßkll. •9 statt. 3052 01789 Frankfurter Börse vom 24. April 1900. 01772 || Prosch Procent skrankf. Hyp.-Bk. unk. b. 1906 94.00 4 Frkf Hvv.Cred.B. unk. b. 1906 93.40 4 dto. unk. b. 1907 100.00 4 4 >.°B. unk. b. 1904 99.50 Deutsche Grdsch Ach M-Amheim Geldsorten: > \ Berantwvrtlich für kn allgemeinen Teil: P. Witiko; für den Anirigenteil: HanS Beck. Mietgel nche (Offene Stellen Knnf'Gesnche vkrschirdents Iler miet unn en 20.41 4.17 97.00 86.60 93.40 000.00 000.00 00.00 4 58.10 4 l ■ «J co. 600 bis 1000 Quadratmeter groß, außerhalb der Stadt gelegen, zu kaufen gesucht. Offerten unter A. M. 3067 an die Expedition d. Blattes. 4 V- 4 3 5 4 Abendcourse: 000.001 Oesterr. Credit-Actien Das Gri •« die Ort Ab 25. April befindet sich meine Wohnung Sonnenftratze 31, 2. Stock den Vorsitzenden, Herrn Dr. Pitz, erbeten. Gießen, 24. April 1900. Die Beerdigung findet Donnerstag den 26. April, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Löwengaffe 9, aus statt. Die traneendeu Hinterbliebenen. Gießen, Straßburg, den 25. April 1900. der in seiner freien Zeit Bücherarbeit besorgt. Schriftliche Angebote an die Expedition d. Bl. unter v. 2. 3068. Deutsche Reichsanl. Preuß. Consols Gr. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unk. b. 1901 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 Jtal. staatsgar. Eisend. Sie wol Ausinerksamke erwähnten Zk B'ffe nicht v fP'rrung her ordnen, bis bii Elches Zeug^ *• Wird •wnungtn des i“ entsprechen. geb. Keck. Um stille Teilnahme bitten .«te I Vision und Spesen, der den Bezirr speziell I auf dem Gebiete der Volksverficherung « durchzuarbeiten hat. Auch Nichtfachleute können eingewiesen Aages-Hrdnung: 1. Rechnungsablage. — 2. Sommerfest. — 3. Verschiedenes. Der Vorstand. -rtchnd: Da nüimchr o itibto grtnrba w miV-W-.r 8twM W ®' ^Aichttitv üot dir BkstiMllNgm »erben,' dir W mit her KsiM IM Xft M.' ttatü tootlitu ünter einer ster wir, baß die KuSbtuä) bet 6 @ic6en, Gro Artr.i M Mchbe« in mb flantnltufy fabtn feflgtjkHt 8 des Susschre M 6. M 18? ldeise Gießen nu der Führer btrjell rierarM versehe Nt von Maul, solches Zeugnis ^liznaGchtspe dn OrtSpolizrib^ w dessen @emai >>rd. Zuwider in § 66,4 des Stück für Stück 15 Psg. Martin Schwab aus Hlröerach. Vorläufige Anzeige! Blondin kommt Blondin kommt Auf dem Hswaldsgarten trifft die wettberühmte Blondin-Mans-Trenppe dieser Tage oi Füßbodeuaufillch Bernsteinlackfarbe, lose gew., 90 Pfg., über Nacht trocken,hochglänzend, Spirituslackfarbe, lose gew., 75 Pfg., sofort trocken, hochglänzend. Pinsel, Heffarven, «Zacke:c. bill. GustavWalterJHäaöbnrgl:!. Brirj 16.31 20.45 4.20 I*«* Stenographie - Anterricht. Am 1. 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Waldteufel. 8. Hab’ ich nur deine Liebe, Lied aus Boccaccio t. 8dd3 vJ’ mit Käbineit tu^bennieten. [01752 I g. Studentenlieder, Potpourri t. Kehlmann. 10. Waldglöckchen, Polka Näheres im „Aeutfcheu Kaiser". | T 8bala- Anfang 8 Uhr. Entree 80 Pfg,