Nr. 2t GMes Blatt» ^reitaa den 26. Januar Alle AnzeigeN'VermittlungSstellen dcS In- und Auslande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Aezugspreis Vierteljahr!. Mk. 2,2S monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle« viertcljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierleljährt. mit Bestellgeld. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den fügenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abend- vorher. Erscheint täglich mit Ausnahme dcS Montags. Die Gießener »«mitiruvkätter werden dem Anzeiger ton Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter Mr Hess. Volkskunde" »öchtl. 4 mal beigelegt. Meßmer Anzeiger Keneral-Anzeiger Arnts- unb Zlnzergeblcrtt für den Hrds Gieren. --I ■ ........ Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar. 7. . Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mittler für hessische UolbsKunde. Adreffc für Depeschen: Anzeiger Hieß«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Die Handelskammerwahlen betreffend. ' Beiden am 22., 23. und 24. d. Mts. vorgenommenen Wahlen sind zu Mitgliedern der Handelskammer zu Gießen gewählt worden: 1) im Wahlbezirk „Gieße« Laub": die Herren: Hermann Steinecke zu Lollar, Firma -•>* Eisenwerke Hirzenhain u. Lollar, und Ludwig Rinn zu Heuchelheim, Firma Rinn u. Cloos; 2) im Wahlbezirk „Grüuberg": >.Herr LouiS Moll zu Grünberg; 3) im Wahlbezirk „Lich'Huugerr": Herr Heinrich Jhring jun. zu Lich, Firma I. H- Jhring zu Lich. Es wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß die Wahlprotokolle nebst Anlagen drei Tage lang, nämlich den 29., 30. und 31. ds. MtS., zur Einsicht der Wahlberechtigten in dem Geschäftszimmer unseres Bureau- varstehers dahier offenliegen, und Einwendungen gegen die Wahlen oder die Gewählten binnen dieser drei Tage, bei Vermeidung des Ausschlusses, bei uns vorzubringen sind. Gießen, den 25. Januar 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: vr. Wagner. Gießen, den 25. Januar 1900. Betr.: Wie oben. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald, soweit sie Ihre Gemeinde betrifft, ortsüblich veröffentlichen. I. V.: Dr. Wagner. Gießen, 23. Januar 1900. Betr.: Die Ausführung des Jnvalidenversicherungsgesetzes, hier den Kreis der nach dem Jnvalidenversicherungs- gesetz versicherten Personen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Gr. Bürgermeistereien nud örtl. Juva« UdenversicherungSstelleu der Landgemeinden deS Kreises, sowie au die Vorstände der Betriebs- Fabrik-) Krankenkassen von Rinn nud ClooS zu Heuchelheim und der Maiuweserhütte zu Lollar. AuS Anlaß der stattgehabten Aenderung der Gesetzgebung auf dem Gebiete der Invalidenversicherung hat das Reichsversicherungsamt eine Umarbeitung und Ausgestaltung seiner „Anleitung betreffend den Kreis der nach dem Jn- oaliditäts- und Altersversicherungsgesetz versicherten Personen vom 31. Oktober 1890 (Amtliche Nachrichten des Reichs- Versicherungsamts, Jnvaliditäts- und Altersversicherung 1891 Seite 4) veranstaltet. Die Neubearbeitung ist erschienen unter der Bezeichnung: „Anleitung, betreffend den Kreis der nach dem JnvalidenversicherungSgesetz vom 13. Juli 1899 Reichsgesetzblatt S. 463) versicherten Personen" vom 19. Dezember 1899 und kann von der Buchhandlung von A. Asher u. Cie. in Berlin W., unter den Linden 13, bezogen werden (Einzelpreis 80 Pfennig, bei Entnahme von 50 Stück je 70 Pfennig, von 100 Stück je 60 Pfennig, von 300 oder mehr Stück je 50 Pfennig.) Dieselbe ist auch abgedruckt mit den übrigen von Reichswegen ergangenen Ausführungsvorschriften zum JnvalidenversicherungSgesetz in Nr. la der Amtlichen Nachrichten des Reichsversicherungsamts vom 2. Januar l. Js. und wird auch demnächst in dem von dem Vorsitzenden des Vorstandes der Jnvalidcnversicherungs- anstalt Gr. Hessen, Regierungsrat Dr. Dietz, bearbeiteten Werke zum Abdruck gelangen. Die „Anleitung" bezweckt, einmal die in der Rechtsprechung des Reichsversicherungsamts herausgebildeten Grundsätze in übersichtlicher Weise, insbesondere unter Hervorhebung der allgemeinen Gesichtspunkte, zusammenzustellen sodann aber auch für die zum Teil recht schwierige Aus- der neu eingeführten Rechtsbegriffe z. B. „Anwartschaft auf Pension", „Werkmeister und Techniker", „sonstige Angestellte deren dienstliche Beschäftigung ihren Hauptberuf irc ?cCl"'«.,,^e^rcr ""d Erzieher" vorbehaltlich der instanziellen Entscheidung - einen ersten Anhalt zu gewähren. Nach § 155 Abs. 1 Satz 4 des Jnvalidenv?rsicherungs- gesetzeS sind vom 1. Januar 1900 ab die zur Entscheidung von Streitigkeiten der dort erwähnten Art berufenen Der waltungsbehörden an die vom Reichsversicherungsamt aufgestellten Grundsätze gebunden. Als „Grundsätze" in diesem Sinne sind nach der Auffassung des Reichsversicherungsamts nur solche Grundsätze zu verstehen, welche in instanziellen Entscheidungen des Reichsversicherungsamts ausgesprochen worden sind. Dem- gemäß würden die außerdem in der Anleitung, insbesondere bezüglich der neuen Rechtsbegriffe und ' Vorschriften des Jnvalidenversicherungsgesetzes, enthaltenen Ausführungen die Bedeutung von „Grundsätzen" erst dann erlangen, wenn sie späterhin vom Reichsversicherungsamt instanziell bestätigt werden. Daß es übrigens dem Reichsversicherungsamt Vorbehalten bleibt, von Fall zu Fall darüber zu entscheiden, inwieweit etwa auch die durch instanzielle Entscheidung festgestellten Grundsätze infolge der Umgestaltung des Gesetzes der Berichtigung oder einer Abänderung bedürfen, ist selbstverständlich.' - <4 Wir empfehlen Ihnen, sich mit den betr. Vorschriften vertraut zu machen und sich danach zu bemessen. v. Bechtold. * Englische Freundlichkeiten^ Gießen, 28. Januar 1900. Im letzten Viertel des vergangenen Jahres veröffentlichten große deutsche Zeitungen einen Artikel aus einem der angesehensten englischen Wochenblätter, der „Saturday Review", der in seiner unerhört scharfen Tonart gegen Deutschland das Aeußerste leistete. Wir nahmen s. Z. auszugsweise von dieser Auslassung Notiz und kommentierten sie auch in einem längerem Artikel. Angesichts der Sprache der „Times" anläßlich - bc-r Antwort des Grafen vo.^. Bülow auf die Interpellation wegen der Beschlagnahme deutscher Dampfer scheint es aber angebracht, den'ganzen Artikel der „Saturday Review" vom September 1897, der noch heute den Anschauungen eines großen Teiles des offiziellen und des inoffiziellen England entspricht, sine ira wiederzugeben. Er lautet in sinngetreuer Uebersetzung: Der alte Weise von Europa hat gesprochen. England hat daher die Aufgabe schweigender Ueberlegung und Vorbereitung. „Das Gespräch zwischen dem Kaiser und dem Zaren"*), sagte Fürst Bismarck, wie die „Times" zitieren, „muß England zum .Hauptgegenstand gehabt haben. Der alte Staatsmann hat das Wachsen der Reiser, die er in den preußischen Stamm eingepflanzt hat, verfolgt; er weß, daß die Fürstentümer und Provinzen des deutschen Reiches zu einem kraftvollen, organischen Ganzen geeint sind. Er weiß, daß Rußland, gestaltlos und unermeßlich, eine nicht zusammendrückbare, aber lenkbare Flüssigkeit, den Grenzen Deutschlands ferngehalten werden kann, während sie langsam und unaufhaltsam durch den Balkan dem Meere zufließt. Dort, in einem den deutschen Interessen entrückten Winkel, mag Rußland den Feinden Deutschlands mit explosiver Gewalt begegnen. Und Frankreich? Erinnert Bismarck sich nicht, daß es Frankreich einst schwer wurde, die Einheit Deutschlands als fait accompli anzuerkennen, daß ihn dies mit einem „vorsichtigen Mißtrauen" erfüllte und daß er deshalb zu Ferry sagte: „Suchen Sie sich Kompensationen. Gründen Sie Kolonien. Nehmen Sie außerhalb Europas, was Sie wollen; Sie können es haben?" Und daß Ferry, ohne daß Bismarck „je daran gedacht hätte, ihm auch nur die geringste Schwierigkeit zu bereiten — ganz im Gegenteil — Tunis erhielt"? Und, hätte er hinzufügen können, Tonkin. Frankreich, beschäftigt mit Tunis und seinem Tonkin, und Rußland, ruhig nach Osten und Süden geschoben, überließen Deutschland die leichte Aufgabe, friedlich auf seinen strotzenden Geldküsten zu sitzen, während seine Kaufleute den englischen Handel kaperten und seine Diplomaten Englands Diplomaten in ununterbrochene Zwistigkeiten mit andern Ländern verwickelten. Fürst Bismarck hat das längst erkannt, was die englische Nation endlich zu begreifen beginnt, daß in Europa zwei große, unversöhnliche Mächte sich entgegenstehen, zwei große Nationen, die die ganze Welt zu ihrer Provinz machen und von ihr den Handelstribut erheben könnten: England mit seiner langen Geschichte erfolgreicher Angriffe und mit seiner bewundernswerten Einsicht, daß es mit der Verfolgung seiner eigenen Interessen Licht verbreitet über Völker, die in der Finsternis wohnen, und Deutschland, Knochen von demselben Knochen und Blut von demselben Blute, mit geringerer Willensstärke, aber, vielleicht, mit durchdringenderer Intelligenz, Konkurrent in jedem Winkel des Erdballs. In *) Vom 7. bis z'lm 11. August 1897 verweilte das deutsche Ktiserposr bekanntlich in Rußland. (D. R-d.) Transvaal, am Cap, in Zentral-Afrita, in Indien und im Orient, auf d'en Inseln der Südsee und im fernen Nordwesten, wo immer — und wo wäre sie dies nicht — die Flagge der Bibel gefolgt ist und der Handel der Flagge, dort kämpft der deutsche Reisende mit dem englischen Hau- sierer. Wo es eine Mine auszubeuten oder eine Eisenbahn zu bauen gilt, ein Eingeborener von Brotfrucht zu zron- servenbüchsen, von Mäßigkeit zum Branntwein zw bekehren ist, suchen der Deutsche und der Engländer sich den Rang abzulaufen. Eine Million winziger Streitigkeiten bilden die Ursache zu dem größten Kriege, den die Welt sehen wird. Wenn Deutschland morgen vernichtet würde, gäbe es übermorgen in der Welt keinen Engländer, der nicht reicher wäre. Völker haben jahrelang wegen einer Stadt oder eines Erbfolgerechts gestritten; sind sie nicht gezwungen, zu. kämpfen wegen zweihundertundfünfzig Millionen Pfund jährlichen Handels? Es liegt etwas Pathetisches in der Weise, in der der greise Staatsmann gleichzeitig das rasche Hereinbrcchen der Katastrophe, die er als erster geahnt, und das Abbröckeln der Schutzvorrichtungen bemerkt, die er gegen ihr Eintreten getroffen. Betrachten wir zuerst das Nahen des Ereignisses. Bor zehn Jahren (1887) wäre die Idee eines Krieges zwischen den beiden großen protestantischen Mächten, die sich so gleich sind in Temperament und in. Fähigkeiten, jedermann, den Fürsten und vielleicht einen oder zwei wachsame Engländer ausgenommen, unmöglich erschienen. Vor drei Jahren (1894), als die „Saturday Review" gegen die traditionelle deutschfreundliche Politik Englands zu schreiben begann, stand sie isoliert unter den leitenden Organen der öffentlichen Meinung. Als im Februar 1896 einer unserer Korrespondenten, in einer Betrachtung der europäischen Lage, Deutschland für Englands ersten und unmittelbarsten Feind erklärte, hielt mau diese Aeußerung für eine individuelle Ueberspanntheit. Einen Moment später wurde in einem Londoner Tingeltangel die ueutsch e Fla g g c a u s g ezi sch t, und als an einehr Sonnabend im April ein Abendblatt seine Zeitungs- trägcr mit dem Rufe aussandte „Krieg mit Deutsch- l a n d", stand der Handel in Edgware Road still, um ihnen Beifall zuzujubeln. Die.......Thorheiten Wil- helm's des... (die durch Punkte angedeuteten, gröblich beleidigenden Epitheta lassen wir weg. Red.), die deutschen Pläne im Transvaal, die deutschen Brüche internationaler Gesetze in Zentralafrika, jenes Benehmen in allen diplomatischen Beziehungen, welches Bismarck das „ungebührliche Nörgeln der Engländer" nennt, der notorische Einsatz deutscher Politik im Gesandtschaftsrate zu Konstantinopel, und vor allem die Art und Weise, in welcher England die Erkenntnis der thatsächlichen Ausdehnung der deutschen Handelskonkurrenz beigebracht worden ist, all das hat das Seinige gethan: jetzt erkennen England und Deutschland gleicherweise die unmittelbare Wahrscheinlichkeit des Krieges. Was Bismarck erkannte und was auch wir vielleicht bald sehen werden, ist nicht nur der gegenwärtige scharfe Konflikt der Interessen Englands und Deutschlands, sondern auch, daß England die einzige Großmacht ist, die gegen Deutschland Krieg führen kann, ohne furchtbares Risiko und ohne daß der Ausgang zweifelhaft ist. Deutschlands Dreibundsgenossen können ihm gegen England nichts nützen: Oesterreich, weil es machtlos ist, Italien, weil es sich nicht gegen einen Angriff von Frankreich bloßstellen darf. Die Vergrößerung der deutschen Flotte hat nichts anderes bewirkt, als daß Englands Schlag desto wuchtiger auf Deutschland niederfallen wird. Die deutschen Schiffe werden sich bald auf dem Meeresgründe ober unter Bedeckung a uf dem Wege nach englischen Häfen befinden. Hamburg und Bremen, der Kieler Kanal und die baltischen Häfen liegen unter den Kanonen Englands bis. zur Erledigung des Schadenersatzes. Wenn unsere Arbeit gethan ist, haben wir nicht einmal nötig, Bismarcks Worte an Ferry zu ändern; wir sagen zu Frankreich und Rußland: „Sucht Euch Kompensationen. Nehmt innerhalb Deutschlands, was Ihr wünscht; Ihr könnt es haben." Gegen das Nahen eines solchen Unglücks für Deutschland und eines so sicheren Triumphes für England erblickt Bismarck keine Hoffnung in den Unterhandlungen zwischen Frankreich und Rußland. „Ich fürchte, daß alle diese Bemühungen sich als ganz vergeblich erweisen werden. Eine ernstliche handelnde Entente mit einem ganz bestimmten Programm, und einem großen Teil durchdringender Einsicht und Zähigkeit würde erforderlich sein, um ein Resultat zu erzielen, das eine Mäßigung englischer Prätensionen bewirken könnte. Ich bin vollständig davon überzeugt, daß Deutschland dies nichd erreichen wird". Und ferner: „Gewiß, der Zeitpunkt ist sehr günstig, den Engländern den Suez-Kanal und Egypten wieder pbzunehmen; ich glaube jedoch nicht, daß Frankreich dieser Frage irgendwelches leidenschaftliche Interesse ent- vr. Leyds sagte, England ringsteu Zweifel hegen. es seine Armee könnte Transvaal, selbst wenn * Vom Kriegsschauplatz. DaS „Reuter'sche Bureau" in London hat am Dienstag bei dem bis oben herauf zugeknöpften KriegSamt Erkundigungen über die Lage am oberen Tugela eingezogen, aber nur bezüglich des auswärts verbreiteten Gerüchtes von einer Niederlage Bullers und bezüglich der weiteren Meldung, Dundonald sei mit 1600'Mann in Ladysmith eingerückt, erfahren, daß daS Kriegsamt weder der einen, noch der andern Meldung Glauben beimißt und meint, daß die Meldungen zu Börsenzwecken verbreitet worden seien. DaS Kriegsamt erwartet vor zwei oder drei Tagen keine entscheidenden Nachrichten von Buller oder auS Ladysmith, da Bullers Operationen notwendiger Weise ausgedehnter Art seien. Da Buller weiter schweigt, Reuter aber, wenn er sein Nachrichtenbureau nicht ganz diskreditieren will, reden muß, läßt er sich seit einigen Tagen Telegramme über Prätoria-Lourenco Marquez aus dem Burenlager Lokales und Ursvinfielles. •• Stadttheater. Die nächsten Vorstellungen finden erst wieder am kommenden Sonntag statt. Nachmittags wird als Kindervorstellung zu ermäßigten EmtrUts- preisen das Märchen „Der gestiefelte Kater" gegeben, während abends wieder eine der großen Gesangspossen »ur Aufiührung gelangt, welche bei unserem Sonntagspublikum so sehr beliebt sind. „Der Postillon vom Ausland. Rom, 24. Januar. Selloux beabsichtigt, behufs Reorganisation der Artillerie, durch Verkauf aus Fortifikationsgründen aufgelasiener Festungen und von außer Gebrauch gesetzten Gewehren alten Systems die hierzu nötigen Mittel zu beschaffen. , _ * Paris, 24. Januar. Im Assumptlonisten-Prozeß wurde heute abend das Urteil gefällt. Sämtliche 12 Angeklagte wurden wegen ungesetzlicher Vereinigung zu je 16 Franks Geldbuße bestraft. Außerdem lautet das Urteil auf Auflösung des Ordens. . Madrid, 24. Januar. Die Begnadigung der verurteilten Anarchisten von Montjuich sollte heute erfolgen. r „ Konstantinopel, 24. Januar. Hier fofl em neuefi Garde-Kavallerie-Regiment in der Starke von etwa 500 Mann errichtet werden. Sättel und Zaumzeug beabsichtigt man in Berlin zu bestellen. Athen, 24. Januar. Wie verlautet, willigte die deutsche Regierung darin ein, daß ein deutscher Offizier ^ Leitung des großen Generalstabes der griechischen Armee übernimmt. 9^Abg.^r h iele (Soz.) hält seine Behauptung unter Namensnennung ausrecht. . „ , • Abg. Dasbach (Zentr.) bezeichnet ein Reichsberg- qesetz als unumgänglich notwendig. In demselben mußten strenge Strafbestimmungen enthalten sein, denn durch gelinde Strafen lasse sich die Prositwut nicht zur Innehaltung der gesetzlichen Vorschriften bewegen. Die Debatte wird geschloffen. - Nach den Schlußworten des Abg. Sachfe (Soz.), der unter anderem von dem Leibesumfang des Abg. Oertel spricht, bemerkt Präsident Gras Ballestrem, der Vorredner habe von der körperlichen Beschaffenheit eines Abgeordneten gesprochen. Er bitte, daß die anderen Herren nicht dem Beispiele des Abg. Sachse folgen. Denn wohin solle das führen! (Beifall.» Die Anträge werden alsdann mit dem Zusatze Letocha angenommen. — Morgen 1 Uhr: Beratung der lex Heinze. Schluß 5 Uhr. schicken, wo man die Oeffentlichkeit weniger fürchtet als in | Spearmans Camp. Und das hat noch etwas ganz besonderes für sich. In England und namentlich außer Eng land mißtraut man schon längst den Nachrichten I aus englischer Quelle, während man zu der Wahrheitsliebe der Buren mehr Vertrauen hat Meldungen aus dem Burenlager werden also überall für l bare Münze genommen, was den großen Vorteil hat, daß man sie zu Gunsten Englands umredigieren kann. Die burische Flagge deckt dann auch dieses Schmuggelgut ebenso wie die Zusätze des amtlichen Zensors. Diese Nachrichten sind mithin, namentlich wenn es sich um burische Verlust- I riffern handelt, erst recht mit Vorsicht aufzunehmen. Unsere telegraphische Nachricht von vorgestern über die eklatante Niederlage Bullers begegnete hier lebhaftem Zweifel, namentlich abends nach Eingang> der „Frankfurter I Zeitung" — was nämlich nicht in der „Frankfurter steht, I glaubt ein richtiger Gießener überhaupt nicht-- die fern Wort von dem Siege der Buren enthielt. Auf unsere telegraphische Anfrage am gestrigen Morgen bei unseren Bureaus in Frankfurt und Berlin wurde uns die Richtigkeit der Meldung bestätigt, mit dem Hinzufügen, daß alle süddeutschen Blätter die Nachricht ebenfalls bereits enthielten. Desgleichen lesen wir in einem Leipziger Blatte von gestern abend: . o London, 23. Januar. General Joubert wies den erneuten Versuch der Generale Warren und Hart, seinen rechten Flügel zu umgehen und den Spionkop wegzunehmen, zurück, und wars beide südwestlich zurück, sie vom Zentrum abschneidend, nachdem er Clery erlaubt hatte, etwas vor; idringen. Bullers einzelne Korps find dadurch ge- trennt und sein ganzer Operationsplan ist vereitelt. Bullers Augriffskraft scheint erschöpft. Das ist fast wörtlich unsere Meldung von gestern. Jetzt kommt nun auch das auf demselben Standpunkt wie die „Franks. Zig." stehende „Berl. Tagebl." mit folgendem Telegramm: Brüssel, 24. Januar. „Nachts eingetroffene Depeschen aus Pretoria bestätigen die Nachricht von dem endgiltigen Scheitern des Vormarsches des Gene- rals Warren gegen Ladysmith. Die Buren schreiben sich den vollständigen Sieg zu. Die Armee Warrens erlitt derartige Verluste, daß fie bis aus weiteres kampfunfähig ist." London, 24. Januar. Dem „Standard" Mrd aus Ladysmith vom 22. Januar gemeldet, die Einschließung sei d ichter als je. Das Bombardement dauere I fort. Wie aus Prätoria gemeldet wird, versuchte die Besatzung von Ladysmith während der Kämpfe am Samstag I eine Demonstration, die aber durch /die Wachsamkeit der verdoppeln würde, nicht besiegen. London, 25. Januar. Um 11 Uhr erklärte das Kriegsamt, daß bis jetzt keine Depesche von Buller ein- g elauf en sei. Inzwischen hielten sich gestern seit mittag mehrere Minister in Erwartung neuer Nachrichten fast ununterbrochen im ^^räude des Kriegsamtes auf. Die militärischen Klubs waren mit Wartenden dicht an gefüllt. Die Abendblätter erklären den gestrigen Tag für den sorgenvollsten seit Beginn des Krieges. Loudon, 25. Januar. Unterm 24. wird auS Kapstadt gemeldet: Man erwartet hier mit größter Unruhe die Nachrichten über das Vordringen Bullers am Spionkop. Mehrere einflußreiche Mitglieder des Afrikander-Bundes organisieren eine Bewegung, welche bezweckt, beim ersten Eintreffen über einen Waffen- Erfvlg der Engländer eine allgemeine Intervention zur Herbeiführung des Friedens zu bewerkstelligen. London, 25. Januar. Die „Times" berichtet vom Modder River, daß einige Ueberläufer, welche im englischen Laaer eingetroffen seien, berichteten, daß der Gesundheitszustand imBurenlager bei Magersfontein viel zu wünschen übrig ließ. (?) Es herrsche daselbst der Typhus und andere Krankheiten. Gemüse fehle vollständig, (?) nur Fleisch sei vorhanden. Der Gesundheitszustand im englischen Lager sei befriedigend. (Natürlich!) (Einen großen Teil der englischen Depeschen lassen wir unberücksichtigt, da der Inhalt so nichtssagend und geradezu lächerlich ist, I daß wir es für nicht angebracht halten, unseren Raum mit derartigen durchsichtigen Renommier- oder Beschwichtig- unasnachrichten, die nicht den mindesten thatsächlichen Hintergrund haben, zu füllen. Wir können unseren Lesern auf die Dauer die Lektüre von derartigem Material auch nicht zumuten. Die Redaktion^___ Deutsches Reich. Berlin, 24. Januar. Der Kaiser hörte heute morgen die Vorträge des Chefs des Zivilkabinetts v. LucanuS und deS Ministers des Innern Freiherrn v. Rheinbaben, um 11 Uhr wohnte der Kaiser einer Probe im Schauspielhause bei. Abends gedachte der Kaiser den Vortrag des MajorS Dickhut vom Großen Generalstabe über die Schlacht bet Roßbach in der militärischen Gesellschaft zu hören. — DieWahlprüfungs-Kommission deS Reichstages hat die Wahl des Abgeordneten Grafen Dön- Hosf-Friedrichstein beanstandet. — Wie die „Post" erfährt, ist dem in der Delagoabat aufgebrachten deutschen Segelschiff „Hans Wagner" von den britischen Behörden in Port Elisabeth aufgegeben worden, die von^ihnen als Kriegskontrebande bezeichneten Güter zu löschen. Das Schiff ist darauf weiter* $ s £_ Gegen den verantwortlichen Redakteur des „Simplicisfimus" ist wegen einer in Nr. 43 des genannten Blattes gebrachten Illustration „Im Himmel" das gerichtliche Verfahren auf Grund des „groben Unfug"- Paragraphen eingeleitet worden. ,,.. Berlin, 24. Januar. Den „Berl. Reuest. Nachr. | wird bestätigt, daß eine Reform der Eifenbahnper- sonentarise beabsichtigt sei. Es finden gegenwärtig Erwägungen in dieser Angelegenheit statt. Näheres darüber ist noch nicht bekannt. Berlin, 24. Januar. Wie aus -Straßburg berichtet wird, trat Domkapitular vr. Jrder ln Beglei ung des Domherrn Adloff die Reise nach Rom an, um als Delegierter I des Straßburger Domkapitels für die Beibehaltung des Priesterseminars und gegen die Errichtung einer I katholisch-theologischen Fakultät an der Uni* I versität beim Papst zu wirken.__________ Leute *) . I Loudon, 24. Januar. Aus dem Burenlager bei Ladysmith wird über Lorenzo Marquez berichtet, daß I die Engländer mit mehr als 30000 Mann und 40 Kanonen I einen verzweifelten Versuch machten, die Anhohen am I Tuqelaflusse zu nehmen; die englische Artillerie habe I dabei das ärgste Feuer entwickelt, welches man int gegenwärtigen Kriege gesehen habe. Dreimal hatten die I englischen Regimenter die Anhohen gestürmt, I wobei sie stets durch neue Truppen verstärkt wurden; I jedesmal aber sei der Angriff durch die Buren I unter Botha, General Burgher und Lukas Meyer zurückgeschlagen worden. Als der zehnstündige Kampf aufhörte, waren die englischen Ambulanzen sehr beschäftigt. * ♦ * Telegramme des „Gieheuer Anzeiger". Berlin, 25. Januar. Das „Berl. Tagebl." meldet aus Brüssel: In den Kreisen der Transvaal. Gesandt- schäft wird die Kriegslage dahin zusammengefaßt, daß der Umgeh ungsplan Warrens endgiltig gescheitert ist. Warren muß jetzt einen verzweifelten Front- augriff gegen die sestePosition derBuren wagen, weil sonst das ganze Armeekorps Bullers mit dem Tugela im Rücken in eine äußerst gefährliche Situation gerät. Man zweifelt hier, daß das Korps etne derartige Aufgabe wird erfüllen können. — Alle Nachrichten über eine bevorstehende Friedeusvermittelung seien leere Kombinationen. Paris, 25. Januar, vr. Leyds erklärte einem Korrespondenten der New Yorker World, daß die Buren jeder Zeit bereit seien, einen annehmbaren Frieden zu schließen, (»gl. oben) obgleich sie über das Endresultat des Krieges zu gunsteu Transvaals nicht den ge- gegcnbringt. Es hat vielleicht Rocht, °bzuw°rten daß wir D-ÄÄWEW« Wühlen des deutschen Kaisers das deutsche Reich gebraclch, lirrb iur Zeit, wo England zur Einsicht erwacht i|t, MB es unvermeidlich ist, und gleichzeitig Eng- lands beste Hoffnung „Germamam esse delendam . «m 23. Auausi folgte d^m Besuche des deutschen Kaiserpaares am rutst'chen Hose der Besuch des Präsidenten der französischen Republik. — Deutscher Reichstag. 184. Sitzung vom 24. Januar. 1 Uhr. Bei überaus schwach besetztem Hause wird iu der Etals- I beratung sortgefahren, und zwar beim Etat für das Reichsschatzamt. . c M I Abg. Lucke (wildkons.) will daraus aufmerksam machen, wie sehr im Ausschank der Branntwein verfälscht werde. Redner bemängelt ferner das Maischraumsteuer- I gesetz, und empfiehlt daran anschließend eine Reform der I Branntwein - Steuer - Gesetzgebung Daß das Gros der deutschen Landwirte kein Interesse am Getreidebau bezw. I Getreidezöllen habe, wie jüngst einmal wieder behauptet I worden fei, sei ein Märchen. Entgegen der Angabe des I Abg. Steinhauer behaupte er, daß es dem Bauern im all- I gemeinen schlecht gehe. , . I Staatssekretär v. Thielmann entgegnet dem Vorredner, daß bezüglich einer etwaigen Verfälschung des Branntweins das Reichsschatzamt nicht zulässig sei. Von Schwierigkeiten, die den Brennern durch Handhabung der Maischraumsteuerkontrolle bereitet würden, sei ihm, dem Redner, nichts bekannt. Er werde diesbezüglich aber Umfrage anstellen. r . . . . . Der Etat des Reichsschatzamts, sowie derjenige der Reichsschuld umd des Rechnungshofes werden genehmigt. Sodann wird die Beratung der Anträge Agster und Lenzmann auf baldigsten Erlaß eines Reichsberggesetzes fortgesetzt. — Es liegt dazu ein Zusatzantrag Letocha (Zentr.) vor, auf baldigen Erlaß einer Verordnung zum Schutze von Gesundheit und Leben der Arbeiter in Zinkhütten. । Abg. Thiele- Halle (Soz.) führt aus, die Gesund- heitsfchädlichkeit im Bergbau sei größer, als in jedem anderen Gewerbe. Abhilfe könne nur geschehen durch sorgfältigere Kontrolle. Im Oberbergamtsbezirk Halle seien allerdings die Löhne etwas gestiegen, aber nur m Verbindung mit einer entsprechenden Erhöhung der Leistungen. In den Gruben der Mansselder Gewerkschaft mußten Kinder Kilometer weit schwer beladene Hunde in einem ganz niedrigen Gange ziehen, noch dazu mit dem rechten Bein au den Hund gekettet. Redner hält für wünschenswert die Abschaffung des Akkordsystems zu Gunsten des Gedinge- snstems, pro Tag 4 Mark. i ... Abg. Franken (nl.) wendet sich gegen die neulichen Ausführungen des Abg. Sachse, namentlich gegen dessen Angaben über die aroße Rentabilität des Bnybau^. Abg. Hilbek (nl.) giebt zu, daß die Arbeitsverhaltnisse im Mansselder Bergbau sehr ungünstige eien Aber es dürfe nicht übersehen werden, daß der Mansselder Bergbau mit sehr vielen Schwierigkeiten zu kämpfen habe, und daß er den Betrieb würde einstellen müffen, wenn diese Schwierigkeiten für ihn noch erhöht würden. Keinesfalls gehe es an,' im gesamten Bergbau den Akkord zu beseitigen. In seinen weiteren Ausführungen wendet sich Redner gegen den Abg. Sachse. Abg. Arendt (Rp.) legt lebhafte Verwahrung gegen eine Angabe des Abg. Thiele ein, daß jede Kameradschaft monatlich 20 Mark Bestechungsgeld an den Steiger ab- Vorposten vereitelt wurde. — Das von General Buller in früher Morgenstunde hier veröffentlichte Telegramm wirkt deprimierend. Die „Times" erklärt, es könne die schwere Spannung nur erhöhen. Klar sei, daß General Warren in den letzten 2 Tagen nicht avanciert sei; man müsse das Resultat des Angriffs, auf den Spwn Kop mit Mut und Kaltblütigkeit erwarten. So lange diese Stellung nicht genommen sei, und deren Verteidiger nicht zersprengt und aufgerieben, könne der Entsatz von Ladysmith nicht als gesichert betrachtet werden. — Wie ein von der Delagoabai in Kapstadt angelangter Reisender erzählt, wüßten die Buren nicht, was sie mit öci ausländischen militärischen Ratgebern anfangen sollten. Dieselben beanspruchten große Rücksichtnahme, ihr Rat basiere aber auf ganz verschie- denen taktischen Anschauungen. Wie hierzu dem „Berl. Tagbl." aus London telegraphiert wird, soll Die Regierung Transvaals in der That Dr. Leyds ersuch haben, keine sogenannten militärischen Ratgeber nach Transvaal zu schicken, sondern nur Leute, die schießen, in den Bergwerken arbeiten oder Explosivstoffe fertigen könnten. (Praktische V*’ ^aUtth $,'" >■■ "d au« Sa». «*t Unruh '»» Wu ®Nto« bts 9?n9. Mfy fot; «»« Baffe*. t®t,”= 3iht. friedens W UM 6 d-r Sijunk. 'lagersfonteik ®8 herrsche da- ; Rankheiten. lt. Neisch sei vor- m englischen •) (Elm großen »r unberückschi^, Nu lächerlich ist, unseren Raum mit oder Teschmichch- "fäch/ichen Hinternseren Lesern ans 'aterial auch nicht chligt, dehuss Re- durch Verkauf aus ngen und von außer Systems die hierzu ionisten«Prozeß UL Sämtliche 12 t Bereinigung zu je itm lautet das Urteil abigung der vn- juidj fofltt fyutt , wi 'm** bnTMr vvn etwa und Zaumzeug beab. •t, willigte diedenW • Offizier die Lei- ! der griechischen MU «.*■** , t SbtinkM ™ bt w Sch-H'A^ Lortr-g d!- MM Iber bi i ®Nl b“ -st i“ iffton Mn @raft» m „ e>ans Wagon hiü>std°r°u!°>" q>,battt«r bt,8 m btt 43 Wf. 5^>* der E's^.^Mrt'S "* w „»« - b‘ »i- »‘7;na -in-? d-r ttnl' uitat °n ____— MiellrS- ®orC"S",iltau«( $ gegedeN' Gießen, Airchenplatz u- 678 Bücher. DeKanntmachung am 674 Roth. 6.i‘linniitmiiiljiiniicii // H Bettenhausen, den 23. Jan. 1900 Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen. Eichen. Grubenholz, EicheN'Bauholz, Fichten-Bauholz, Hainbuche Fichtenstangen im fm H sollen 30 25 7 5 40 Dresden, 25. Januar, 2 Uhr 45 Min. Die Mutter der Kaiserin, Herzogin Adelheid von SchleSwig-Holfteiu, ist heute Vormittag W/i Uhr gestorben.____________ Mäyrisch-Ostrau, 24. Januar Die Situation hat sich gebessert. Die Zahl der Einfahrenden hat sich vermehrt. Sowohl die Arbeiter, wie auch die Gewerke beabsichtigen, em emzuberusendes Gelegenheit für Braut« u. Privatleute, bill. u. gut einzuk. Durch GelegenhettSr. überf. w. sehr billig abgeg. 20 Nußb. Muschelschr., 10 ausnahmSw. gr u. br. Garderobeschr., einige kompl. Schlafz., auch g. Betten m. Sprungr. u. Roßh.« Matr. Mk. HO, Divan, Büffel, Vertikow zu allen Pr., Nußb. mit Muschel Mk. 45, Kommode, Kanap., Spiegelschr. m.Ernstall- glas u. Muschel Mk. 65, a. eine Partie etw. gebr. d. Umtausch o. Wegzug, babei 2 Betten zu Mk. 50 und sonst, mein'. Frankfurt a. M., Langeftraße 68, Hinterh. Trambahn biß an Zeil. [980 Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau .Herold'. Berlin, 25. Januar. Ueber die Flotten-Vorlage wird heute im Bundesrat die endgiltige Abstimmung ftattsinden. Der Bundesrat hat der „Nationalzeitung" zufolge einige Veränderungen an der Flotten-Vorlage vorgenommen, die in der Abweichung der vor einigen Tagen veröffentlichten Zahlen der Kosten von denjenigen Zahlen, welche in der ersten Etatsberatung mitgeteilt worden waren, zum Ausdruck kommen. Morgen wird die Vorlage dem Reichstage zugehen. Chemnitz, 24. Januar. Die „Allg. Ztg." berichtet auS Teplitz: In Aussig und Brüx ist Militär ausgeboten, doch ist vorläufig noch alles ruhig, da sich bei den Streikenden noch kein Mangel an Existenzmilteln bemerkbar gemacht hat, was jedoch nächste Woche eintreten dürste. Morgen tritt das Einigungsamt zusammen. Die Arbeit- gebet, welche mit den Arbeitern nicht eher verhandeln wollen, als bis diese die Beschäftigung wieder ausgenommen haben, werden unter dem Druck der Negierung doch nachgeben müsien. Mittel von auswärts fließen den Ausfiändischen nicht zu; nur die englischen Kollegen sandten ihnen 60,000 Kronen. Der Streik hat sich bis Falkenau und Karlsbad ausgedehnt. Die Betriebseinstellungen nehmen zu. Der Ausstand wird voraussichtlich zwei Wochen dauern. Man glaubt, daß die Feiernden eine teilweise Lohnerhöhung bei wöchentlicher Auszahlung durchsetzen werden. Die Streikenden sind voller Zuversicht und glauben drei b,s vier Wochen durchhalten zu können; von der letzten Löhnung hätten sie noch Mittel für vierzehn Tage. Bisher sind im Nordwesten des böhmischen Bezirks 23,000 Mann, im Falkenauer 6000 in den Ausstand getreten. In den Versammlungen der Arbeiter herrscht große Begeister- ung. Sie wollen im Laufe dieser Woche in keinem Punkte nachgeben. Der Zusammentritt des Einigungsamtes dürfte an der Wahl des Vor- Einigungsamt zu beschicken. Telegramme des „Gießener Anzeiger". Prag, 25. Januar. Hier stellten nahezu alle Zucker-Raffineri eey gleich den gemischten Zucker-Fabrikanten Böhmens den Betrieb ein. — Aus Mährisch-Ostrau wirt) gemeldet: Bisher sind siebzehn streckende Arbeiter wegen Mißhandlung nicht streikender Arbeiter em- geliefert und zu Arreststrafen von 14 Tagen bis zu 8 Wochen verurteilt wordrn. Die Stimmung unter den streikenden Arbeitern ist eine sehr gedrückte. Es wird allgemein versichert, die Arbeiter hätten lieber bis zum Herbst gewartet. Auch die Sozialdemokraten waren gegen den Streik in diesem Augenblick und in diesem Umfange. Die tschechischnationalen Komitees trieben allein zum Ausgange. In Ostrau und Karmin streiken allein 35,000. Budapest, 25. Januar. In hiesigen sozialistischen Kreisen verlautet, daß, falls der Streik in Böhmen fortdauere, die Arbeiter der Bergwerke der Staatsbahn-Gesellschaft tn Arna und Reschitza, ca. 4000 Mann in den Streik eintreten werden. In Totis wurden 4 Personen, welche Kohlenarbeiter zum Streck veranlassen wollten, polizeilich ausgewiesen. (D u t t e l o u i) zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch, daß es in der Brandgasse schallt und im Chausseehaus widerhallt. Markus Bauer Spezialität in feiner Kinder-Garderobe. Suömisflons-HerKauf bereits gefällten Kotzes. In dem Gemeindewatd zu Bersrod sollen: I. 7 Nadel-Stämme von 15 bis 18 cm Durchmesser, bis 22 m lang und 2,54 fm haltend; II. 465 Nadel-Derbstangen von 9 bis 14 cm Durchmesser, bis 20 m lang und 76,46 fm haltend auf dem Wege der Submission verkauft werden, und sind Gebote m verschlossenem und portofreiem Schreiben mit der Aufschrift „Holz-Submission bis spätestens den 8. Februar 1900 bei unterzeichneter Großherzogl. Bürgermeisterei einzureichen. Später eingereichte Gebote bleiben un« berücksichtigt. Das Holz kann auf Wunsch vorher vorgezeigt werden, und die Bedingungen auf hiesiger Bürgermeisterei zur Kenntnis gelangen. Die Eröffnung erfolgt am 9. Februar 1900, vormittags 10'/, Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Büreau zu Bersrod. Bersrod, am 24. Januar 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Bersrod. Paris, 25. Januar. Trotz des amtlichen Dementi hält die „Patrie" die Meldung aufrecht, daß nach Madagaskar 5000 Mann Verstärkungen gesandt werden sollen, darunter ein Kolonial Regiment, zwei Bataillone der Fremdenlegion, eine Genie-Kompagnie nebst chinesischen Erdarbeitern und zwei Batterieen. Der Gerne- Oberst Joffre soll mit der Errichtung eines befestigten Lagers bei Diego Suarez betraut werden, wo die Ve- stärkungstruppen untergebracht werden sollen. Das Blatt bemerkt dabei, diese Maßnahmen bezweckten, Madagaskar gegen einen englischen Handstreich zu schützen. Loudon, 25. Januar. Morley hielt vor seinen Wählern in Forvar eine Rede, in welcher er die Regierung heftig angriff und den Krieg als eine Schandthat derselben bezeichnete. versteigert werden. Zusammenkunft bei der Lache Kuhweg vormittags 10 Uhr. tn der grjnagcg«. Samstag den 27. Januar 1900. Vorabend 5 Uhr, morgens 8<6 Uhr: Geburtstagsfeier Tr. Majestät des deutschen Kaiser-, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 6 Uhr. Goitndienst btr israelitischen KeligionOtzeftLschAft. Sabbathfeier am 27. Januar 1900. Freitag abend 4« Uhr, Samstag vormittag 8« Uhr: Feier des Geburtstages Dr. Majestät des deutschen Kaisers, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 5" Uhr. Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 4So Uhr. W echter NuPaomstan-tisch zu besserer Einrichtung paffend, fast neu, billig zu verkaufen. Näheres in der Expedition d. Bl. Stadt. Schlachthaus. Freibank. 671 Heute und morgen: Kalbfleisch 45 W- Landwirtschaftliches. 93 lanuar. Der Ausschuß des landmirts chaf t- si»,.,^r?v?nzialvereins hielt gestern im Hotel „zum Prmzen Karl l'ch.e" ® b „ Vorsitz des Vizepräsidenten Herrn Oekonomurat ne Sitzung ab, der auch Herr Ministerialrat Braun, Herr ^^^Lnomierat Müller und Herr Generalsekretär Dr. Müller bei- ©ä wurden zunächst wieder über 200 neue Mitglieder ausgenommen die Mitgliedcrzahl ist also innerhalb emes Jahres von 1300 auf 2100 gestiegen. Von der reichhaltigen Tagesordnung erwähnen wir folgendes: Für die Errichtung einer Iungviehweide 'M sud östlichen Teile der Provinz ist von der Gräflichen Solms Laubach scheu . - Leitern Ktandesberrschalt der größte Teil des Gutes Wernings gepachtet sitzenden lchettern. roorbeV ’ Der vorgelegte Pachtvertrag wurde genehmigt. An Stelle Mährisch eines eingegangenen Zuchthofes f ü r Vo g e l s b e r g e r V i e h soll ein neuer bei Herrn Mühlenbesitzer Repp in Homberg a. O. errichtet I werden es wurden die hierfür nötigen Mittet bewilligt und das Prä- I stdium beauftragt, die weiteren Schritte in die Wege zu leiten. Eine I -br: eingehende Verhandlung entspann sich über die Frage wegen E r- r ich tun 0 einer L an d w i r t s ch a f t s k a m m e r für das ganze Gebiet unseres Großherzogtums. Nachdem die II. Kammer des Landtags in seiner letzten Session den Beschluß gefaßt hatte, die Großh. Reaierung zu ersuchen, dem Landtage eine diesbezügliche Vorlage zu machen entstand für die landwirtschaftlichen Vereine und daher auch I für den diesseitigen Verein die Aufgabe, sich mit dieser Frage zu befassen Die Errichtung einer Kammer, aber mit Aufrechterhaltung der drei Provinzialvereine, wurde von der einen Seite als ein Fortschritt in der Entwickelung zu einer beruflichen Standesvertretung der Landwirte begrüßt, während das Bedürfnis von der anderen ©eite bestritten wurde. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Der Vertreter der Großh. Regierung, Herr Ministerialrat Braun, betonte, daß seme Ausführungen nur mehr einen informatorischen Zweck hätten. Em weiterer Gegenstand betraf die Erlangung der Rechtsfähigkeit des Provin« zialvereins. Es wurde beschloffen, das Präsidium zu beauftragen, die nötigen Schritte zur Eintragung des Vereins bei dem Amtsgericht Gießen zu thun. Der letztere Ort soll als Sitz des Vereins angenommen werden. Von den geschäftlichen Tagesordnungsgegenständen dürfte be. sonders ein Beschluß interessieren, der dahin geht, Herrn Professor Or. Winkler-Gießen die nötigen Mittel zur Durchführung eines Versuchs zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche zur Verfügung zu stellen. Herr Professor Dr. Winkler vertritt bekanntlich die Ansicht, daß Milch von an Maul- und Klauenseuche kranken Kühen, ordentlich abkocht, an andere Tiere verfüttert, Immunität für diese Krankheit erzeuge. Würde diese Ansicht richtig sein, so hätten unsere Landwirte in verseuchten Orten ein einfaches Mittel, um sich von dieser verderblichen Krankheit zu schützen. Montag den 29. Januar Markwald Bettenhausen Unserem lieben Ehrenmitglied 0310 Arbeiterbewegung. Wien, 24. Januar. In Kladno bemühte sich Statthalter Coudenhove vergeblich, die Eigentümer der Kohlengruben zur Beschickung des gesetzlich vorgesehenen Einigungsamtes zu veranlassen. Die Ver« emigung der Gewerken erklärte die Forderungen der Arbeiter für unerörterbar. Nach dem „Neuen Wiener Tageblatt ließ der Statthalter auf der Strecke Pilsen-Fürth 40 Wagen Kohlen die für Bayern bestimmt waren, festhalten. Die Meldung von Umstellung des Eisenbahnbetriebes zwischen Jicin und Nimburg wegen Kohlenmangels wird für unbegründet erklärt. Die Staatsbahnen kauften m Ungarn 1000 Wagen Kohlen. In Ostrau trifft heute der Jufttzmimster em, um E ÄT I" »eratung mit bem böhmischen Statthalter erklärten die Gewerke von Kladno, nicht eher in Unter- Handlungen eintreten zu wollen, als bis die Arbeiter die Arbeit wieder ausgenommen hätten. Am Ausstande sind beteiligt in PÄ™u=Rarroin 25,000, in Kladno 10,000, in Nordwestböhmen 18,000, m West^hmen 5000 Kohlenarbeiter. Seit Samstag werden die Kohlenzüges von^Boden. bach nach Deutschland nicht mehr abgefertigt. D'e größte Kohlennot herrscht in Prag und Pilsen. Aus Ungarn wurden 7000 Waggon Kohlen nach Oesterreich verkauft. Müncheberg" nennt sichdie Posse d--nLchst-nSonntng, wozu d-r Andrang wieder sehr. M 1™ »'»• kommender Woche findet -m zw->m°l>g-S Gast'p,cl der rühmlichst bekannten Künstlerin Frl. Clara Drucker statt, au welches wir schon jetzt Hinweisen wollen. nn. Darmstadt, 25. Januar. Die 6. evangelische Landessynode erledigte heute morgen unter dem Vorsitz des Präsidenten Dr. Weber die Wahlen zu den einzelnen Ausschüssen. Die Sitzung wurde um V210 mit einem Gebet des Synodalen Aulber eröffnet. Nach dem Wahlvorschlag der zwei größten Gruppen der Synode wurden hierauf gewählt: In den Finanz-Ausschuß die Synodalen Brand, Hager, Wahl-Langen, v. Bernhardt und Lucius. In den Gesetzgebungs-Ausschuß die Synodalen Hallwachs, Koch, Wahl-Schlitz, Dornseiff und Jaudt In den 3. Ausschuß: die Synodalen Pullmann, Pfaff, Lahr, Bernbeck und Kutsch. In den Synodal-Ausschuß die Synodalen Stamm-Gießen, Wahl-Schlitz, Weiffenbach und Aulber. Zu Ersatzmännern: Graf, Dingeldein, Eck und Stamm-Stockstadt. Zur Luther- Stiftung wurden gewählt: Prälat Habicht,' die Synodalen Dornseiff, Wahl-Hausen. Für die innere und .äußere Mission: die Synodalen Hager, Dornseiff, Löhl, Hof und Klein. - Eingegangen ist em Antrag des Synodalen Wahl und Genossen auf Herbei- führung einer allgemeinen Statistik über die Zahl der erwachsenen Kirchenbesucher für das laufende Jahr. Nachdem noch Präsident Weber mitgeteikt, daß der Finanzausschuß sich in nächster Woche mit dem Budget beschäftigen I werde, vertagt sich die Synode bis zum 13. Februar d. I • Bestellungen auf zur Hess. LandeS - Lotterie werden prompt und diskret ausgeführt. 0305 H. Wallach, GelterSweg 62. Holzversteigerttng in der Kürzlich Solmsischen KSersöksterci -lich. Es sollen versteigert werden: . . Montag den 6. Februar, von vormittags 9Vi Uhr an, in dem 2)l^ttift6d)eitboi?:1 58 rm Buchen, 2 rm Eichen; Knüppelholz: 62 rm Buchen, 32 rm Eicken 60 rm Nadelholz; Stöcke: 24 rm Buchen, 31 rm Eichen, 130 rm Nadelholz; Neiüa' 1700 Wellen Buchen, 2000 Eichen, 3800 Nadelholz, 650 Weichholz. 5 Stück Fichtenstammholz = 1,07 fm; 1119 Fichtenstangen = 21,63 fm. (Baumstützen, Wagner- und Weißbinderstangen rc.) Die Zusammenkunft ist aus der sog. alten Laubacherstraße, dort, wo dieselbe von dem Fußweg Lick—Harbach gekreuzt wird. . Dienstag den 6. Februar, von vormittags 9 Vs Uhr an, tn den Distrikten Konzebühl mit Seeberg rc., Graudorn und Mühlberg, sowie am Breitenrod und Kreuzacker: _ . oo rc;. „ Scheitholz: 253 rm Buchen (daS Hambuchen-Rundschett nicht), 22 rm Eichen (darunter 4 rm schönes Werkholz im Konzebühl), 3 rm Nadelholz (rund), 4 rm Birnbaum, 2 rm Linde, 14 rm Erlen (rund); Knüppelholz: 84 rm Buchen, 55 rm Eicken, 45 rm Nadelholz, 12 rm Birken, 12 rm Birnbaum, 5 rm Linde, 21 rm Erlen Stöcke: 139 rm Buchen, 126 rm Eichen, 70 rm Nadelholz, 47 rm Birnbaum, 7 rm Linde, 1,4 rrn Erlen; Reisig: 2640 Wellen Buchen, 5410 Eichen, 2120 Nadelholz, 60 Birken, 620 Birnbaum, 50 Weichholz, 560 Erlen. 1 Fichtenstammholz 0,15 fm. Die Abfuhr des Holzes über die zum Albacherhof gehörigen Aecker kann nur bei hartem Frost, oder vor der Bestellung oder nach der Aberntung geschehen. Das Holz aus dem Seeberg kann über den Teichdamm gefahren werden, deffen Wiederherstellung im Frühjahr geplant ist. s , Die Zusammenkunft ist auf dem Teichdamm beim Konzebühl. An das Holz am Seeberg wird nicht herangegangen werden. Lich, am 23. Januar 1900. " 676 __Jürftliche Hberförsterei.__ Heute Donnerstagabend: große Stnimng ledeMWn SiheW, per Pfund 27 Pfg. "W 0310 Kölner Konsnm-Anstalt (K. I. Kackenberg). Hausabbruch. Das Haus Marktstratze 8 soll auf den Abbruch verkauft werden. Offerten sind bis zum 1. Februar spätestens beim Eigentümer oder dem Architekten Gust. Hamann, Bergstraße H, abzugeben. Nähere Auskunft ebendaselbst. 075 T.Asm der Hessischen Landes« JUVStv lotterte jetztzu haben bei Joseph Stern, 0278 Kollekteur, Reuen-Bäue 2. Schöner, großer Papageikäfig billig abzugeben. 0303 Näheres in der Expedition d. Bl. Emma Seuling » Maschinenstrtckerei Wetzfteiustraste 45 empfiehlt große Posten la. wollene Strickgarne in allen Farben u. 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Verantwortlicher Redakteur: H Koegler. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch. und Skeindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Are heutige Wummer umfaßt 10 Seiten Contentia (Wohlthätigkeitsverein). Samstag den 27. Januar, auf der Schönen Aussicht: Wdele KappellßhMg. Anfang 6.89 Uhr. 683 Der Vorstand. zur Kesstschen Landes-Lotterie sind eingetroffen. 686 Entart Balmer. Kostfektioii™ . . Kobk 16 Kobe 10-14 die KInsk 7 das Kleid 18 6.50 Meter O.T5 ® Ein Hühnerhund, W weiß mit braunen Flecken am Kopf, • Vorderblätter und Rücken, anscheinend noch jung, zugelaufen. W Burkhardsfelden, am 24. Januar 1900. gä 679 Hoffmann, Bürgermeister. Kölner Konsum - Anstalt C. F. Hackenberg Bahnhofstraße 21 Lindcnplah 12 offeriert: Petroleum, la. amerikanisches Satatöt . . . per Liter 80 Pfg. Zucker, gemahlen Aüööt ... 62 ~ ' Spiritus, denaturiert " " 48 empfiehlt sich zum < Bezüge von Losen zur ersten Klasse der Grotzh. Hefi. Landes-Lotterie. Ziehung 9. April 1900. 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