1900 K-lUagS. An.tr- nnd Anzeigeblatt für den Areis Gieren t,k,cn»lfeldmarschall Graf Blumenthal fr Alle Anzeigen-BermittlungSfiellen deS In- und AuSlandett nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg.. auswärts 20 Pfg. ^lhc ^ündes-^otierie. Xlait 22. Stjksdn 1900. nii)tS btmtrll i|, finb mit M Wr: Ctjne 8emhr.> Expedition und Druckerei: Kchulstraße Ar. 7. ta ord, 05282 b. im liSMH mit „Heff. SaeVlirt'' u. „Blätter Mr M «olkSkunde- »Mitt 4mal beigelegt. lg Von D o-ö...... t Entsatz heranrückende Loire-Armee. Der .^eumml erhielt nach dem Frieden eine Staatsdotation und j.jp v,, .w w 21 -DUitti Kommandeur des 4. Armeekorps in Magdeburg. "2,75 3ü3 24 # 69 rt Bielf Ä wurde er zu militärischen Aufträgen nach England hmo 9° 7 aeschM. Kronprinz Friedrich Wilhelm wählte ihn zum Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt Klätter für hessische UolKsKunde. BegnOmf von Anzeigen zu der nachmittag» für den erscheinenden Rümmer bis von». 10 Uhr. »bestellungen fpätestenS abend» vorher. , M ft 200 iß »’ \abne [ *':M Ä M! bb ? < bänt ijSei , ui 6-’ 124 42 l'v, i-n 05 7 , , , z „ 7,. in lM Beitdin Äusbruch des Krieges gegen Oesterreich wurde er Aa 43 57 62, ->euLMlsdabs-Chef der Armee des Kronprinzen, dessen mili- Adreffe für Depefchen: Anzeiger Hieß««, Fernsprecher Nr. 51. Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2,2B monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohu; durch die Abholcstell« vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich C5 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Die Bure«. „Reuter" meldet aus Kapstadt vom 23. Dezember- Daselbst wird befürchtet, die Situation werde ernst. Die: Kolonialbehörden stnd sehr verschwiegen. Die Holländern im Norddistrikt sind sehr unruhig. Man befürchtet, sie werden sich den eingefallenen Buren anschließen. Die Truppenbewegungen sind erschwert, weil mehrere Eisenbahn- strecken durch Regengüsie fortgespült find. Die Buren überrumpelten und nahmen eine zur Landesvermesiung ab- geschickte Abteilung in Philippstown gefangen. Sie gaben diese nach der Zerstörung der Instrumente frei. Aus Kapstadt wird berichtet, daß sämtliche Eisenbahnverbindungen mit Transvaal und dem Oranje-Freistaate abgeschnitten sind, nnd daß fich infolgedeffen die englischen Truppen in der Gefahr befinden, von der Zufuhr von Lebensmitteln und Munition abgeschnitten zu werden. Es bestätigt sich, daß zwischen den verschiedenen Buren - Kommandanten ein förmliches Rendezvous verabredet worden ist, 'sich in der Kapkolonie zusammeuzufinden. ♦ • e Telegramme des Gießen er Anzeigers. Loudon, 24. Oktober. Eine Meldung aus Bloemfontein berichtet, daß die Post aus Kapstadt seit drei Tagen ausgeblieben ist. Die Unruhe wächst immer mehr. Loudon, 24. Dezember. Aus Kradoch wird gemeldet: Bedeutende englische Streitkräfte dringen nach dem Norden vor, um sich den Buren, die durch Afrikander verstärkt find, entgegen zu werfen. Loudon, 24. Dezember. Aus Kapstadt wird gemeldet: Die hier ansässigen Holländer drücken ihre Freude aus über das Vordringen der Buren. Im Distrikt Vittoria- West schlossen sich die Afrikander den Buren an, welche die Eisenbahn Verbindung bedrohen. Die Gefahr ist um so größer, als die Eisenbahnlinien fast gar nicht von bat Buren besetzt gehalten werden. Loudon, 24. Dezember. General Kitchener meldet aus Pretoria vom 23. Dezember: General French bekam heute Fühlung mit Buren-Kommandos unter Delarey und Beyer und brachte ihnen bedeutende Verluste bei. Unter den gefangenen Buren befindet fich auch der Kommandant Kreufe. Oberst KoSville hatte ein Gefecht mit Buren in der Nähe von Bladfontein, in welchem die Buren große Verluste erlitten. Auf englischer Seite wurden nur drei Mann verwundet. Oberst KoSville wurde später von Buren bei Modderfontein wieder angegriffen, doch zogen sich die Buren nach S^ftünbigem Gefecht schließlich zurück. Loudon, 24. Dezember. Die Morgenblätter beschäftigen sich mit der Lage in Südaft^ka. „Daily Expreß" beklagt den Mangel an Vorsicht seitens des Kriegsamtes und wirft demselben vor, die notwendigen Verstärkungen an Pferde-Material sich nicht gesichert zu haben, obgleich da« Kriegsamt längst gewußt hätte, daß die Vorteile der Buren einzig und allein dem Umstande ihrer großen Beweglichkeit zuzuschreiben find. Paris, 24. Dezember. Rochefort, der Leiter des In. tranfigeant, hat an sämtliche Zeitungs-Direktoren in Frankreich und dem AuSlande Briefe gesandt, worin er den im Jntranfigeant gemachten Vorschlag befürwortet, eine Konferenz in Europa einzuberufen zur Organisation einer internationalen Subskription, deren Ergebnis dazu dienen soll, den Buren eine materielle und moralische Hilfe zu- kommen zu laffen. 80 240 47 53 305 (400) 24 [400]« 644 1400] 81 717 53 68 Ml- 0001 59 1500] 60 70 81 I02H 98 400] 405 [400] 13 2869 b’ 150. Jahraan Gießener Anzeiger General -Anzeiger Walter Grosse Frankfi Bekleidungs-Aki Frankfurt a.M., SW Zuschntidt-SüM' Httrm-«. DameM und Wäsche nach unir? Och Mühten t, PatzKuro le Mode de Paris, 1 Ausbildung. Neuei Nleiderbüsten und &- 8105 Me > “We unk «> E. 8« Telterstvez aus Anlaß des Untergangs des Schulschiffs „Gneisenau" dem Kaiser telegraphisch seine Anteilnahme an dem für die deutsche Marine und das Vaterland so schmerzlichen Verlust ausgesprochen hatte, hat, wie die „Weim. Ztg." meldet, von dem Kaiser das nachstehende Dank-Telegramm erhalten: Du hast, lieber Onktt, wiederum die rechten Worte gefurm« für die Heimsuchung, welche der Untergang der „Gneisenau üb« uns gebracht hat und von der mein Herz sich ganz besonders 6roeflt fühlt Habe Dank für dm neuen Beweis Deines treuen Mitempfindens. Wilhelm. u . Anläßlich der Strandung der „Gneisenau" wurde mehrfach die Frage aufgeworfen, wohin die Liebesgaben für etwaige Invaliden und die Hinterbliebenen der Verunglückten zu richten seien. Die zuständige Stelle hierfür ist „Marinestiftung Frauengabe Berlin-Elberfeld", welche unter der Aufsicht des Reichsmarineamtes steht. Zuwendungen au sie sind sehr willkommen und entweder an da« Reichsmarineamt oder an den Vorstand der Stiftung in> Berlin, Voßstraße 25, zu richten. Einer Meldung aus Madrid zufolge fanden btt Taucher zwischen Felsblöcken eingeklemmt eine weitere Leiche- |h| Wh 302 Zweites Blatt. Dienstag den 25. Dezember I Ir«» »etttifl Anzeiger m । toll Ma- 8065 welches hauk- MI chigen ort ob. U, II WJ München, 22. Dezember. Anläßlich des Ablebens des Grafen Blumenthal richtete der Prinzregent an den Kaiser folgendes Telegramm: Die Nachricht von dem Ableben des Feldmarschalls Grafen Blumenthal hat mich] mit lebhaftem Bedauern erfüllt. Ich werde der Person des Verblichenen, der während des Feldzuges 18'0/71 als Generalstabschef der dritten Armee und in späteren Jahren als Generalinspekteur der 4. Armee-Inspektion zu der bayerischen Armee in so nahen Beziehungen stand, stets mit Anerkennung gedenken und spreche Dir zu dem Verluste, welchen Deine Armee durchs den Tod dieses verdienten Generals erlitten hat, mein aufrichtiges Beileid aus. gez. Luitpold. Telegramm deS Gießener Anzeigers. Berlin, 24. Dezember. Der Kaiser hat bestimmt, daß, um das Andenken deS Feldmarschalls Grafen v o n B l u m e n- thal zu ehren, die Offiziere der Armee 8 Tage Trauer anzulegen haben, die für das reitende Feldjäger-Korps, das Magdeburgische Füsilier-Regiment Nr. 36, das Garde- Füfilier-Regiment und das dritte thüringische Infanterie- Regiment Nr. 71 auf 10 Tage auszudehnen ist. Die Strandung der „Gneisenau". Im „Reichsanzeiger" wird ein Bericht über die Strandung der „Gneisenau" auf Grund der bisher vorliegenden dienstlichen Meldungen veröffentlicht. Danach hat fich der beklagenswerte Vorfall wie folgt zugetragen: „Am Morgen des 16. Dezember herrschten auf der Rhede von Malaga schwache nördliche umspringende Winde. Gegen 10 Uhr vormittags schlief der Wind vollständig ein. Kurze Zeit darauf setzte plötzlich eine Boe aus Südost ein, der Wind frischte in wenigen Minuten bis zur Windstärke 8 auf und nahm andauernd an Stärke zu. Der Kommandant befahl sofort bei der ersten Boe, den einen Keffel, welcher Dampf auf hatte, aufzufeuern und die übrigen Keffel anzustecken, um dann in See zu gehen. Inzwischen fing das Schiff bereits an zu treiben. Es wurde daraufhin der Maschine der Befehl gegeben, das Dampfaufmachen so viel als irgend möglich zu beschleunigen. Nach Verlauf von ungefähr einer halben Stunde kam die Meldung, daß die Maschine mit langsamer Fahrt angehen könnte. Da das Schiff mit dieser Maschinenleistung Fahrt vorausmachte, entschloß sich der Kommandant, Kette zu schlippen und frei zu dampfen. Kurze Zeit, nachdem dies geschehen war, versagte die Maschine. Das Schiff trieb nun bei starkem Winde sehr schnell achteraus, worauf der Kommandant den Backbordanker fallen ließ. Der Anker hielt jedoch nicht; das Schiff trieb weiter auf die Ostmole zu. Als der Som« Mandant sah, daß keine Rettung für das Schiff möglich war, ließ er „Schotten dicht" aufschlagen. Kurze Zeit darauf stieß das Schiff mit dem Heck auf die Steine der Mole. Gleich darauf kam von der Maschine die Meldung, die Maschinen - Abteilung liefe voll Waffer. Bei jeder rollenden See wurden die Stöße stärker, und da der Kommandant die Aussichtslosigkeit der Rettung einsah, gab er den Befehl: „Alle Mann aus dem Schiff!" Dementsprechend befahl der Erste Offizier: „Die Steuerbordboote zu Wasser, Leinen an Land geben und an diesen das Schiff verlaffen!" Es wurden von Bord aus Leinen an Land gegeben, nnd an diesen versuchte die Mannschaft sich zu retten. Die ersten Linien wurden von den Spaniern wahrgenommen, die anderen durch die an Land bereits geretteten Leute. Nach Verlauf von ungefähr einer halben Stunde, während welcher Zeit das Schiff stets schwer auf die Felsen schlug, fing es an, langsam zu finken und sank bis an die Höhe der Untermasten. Der noch an Bord befindliche Teil der Mannschaft enterte zum Teil in die Takelage und wurde von dort aus mit Leinen gerettet. Das Verhalten der Besatzung war ausgezeichnet. Die Bevölkerung Malagas leistete von Land aus opferwilligsten Beistand." Nach dieser Darstellung, an deren Richtigkeit Zweifel nicht aufkommen können, trifft den Kommandanten kein verschulden an dem schweren Unfall und seinen betrübenden Folgen. Insbesondere wird die Vermuthung hinfällig, daß das Schiff nicht unter Dampf gelegen habe und darum manövrierunfähig gewesen sei. Thatsächlich hatte ein Keffel Dampf auf, und nur dem Umstande, daß im entscheidenden Augenblicke die Maschine versagte, ist die Strandung des Schiffes zuzuschreiben. Kiel, 22. Dezember. Oberleutnant z. S. Lüdecke ist zum Transportführer der in die Heimat zurückkehrenden Ueberlebeuden des Schulschiffs „Gneisenau" ernannt. Der Großherzog von Sachsen-Weimar, der : Leiche des GeneralFeldmarsckMs Grafen von , ,, ' Btuwi'nMil wird heute nachmittag von Dessau nach Berlin z; Äj y überMMt werden. Hier findet eine Trauerfeier statt, ' »1 ** 4° ' über M moch nichts Näheres bekannt ist. Die Beisetzung atijfittm Stammgute Krampfer bei Perleberg erfolgen. 5 27 58 67 74 83 88 774 98 [4M A o“4t[600] 49 62 64 83 233 448 . h Lue llendorf bei Köthen, 22. Dezember. General- 7(03 57 78 88 8 -^ldlmmschall Graf Blumenthal ist hier vergangene Nacht ft’-4 «1 89 40P [500] 28 4 MW emt s chlafen. >,-5'55 69 sieZ 74 78 93 M 'M 'Mer der letzten Kriegsmänner aus der Zeit der ■H 51 965 69 gropikil Kriege ist nun auch Graf Blumenthal heimge- 1500) 92 96 222 (500] 495 miMflin. 522 42 618 [400] 31 [lOfrJ * * Er war am 30. Juli 1810 in Schwedt a. d. O. geboren i? 38 [400] 66 69 [500]f11 nb li toutöbe im Kadettenkorps erzogen. Mit 17 Jahren 37 42 56 (400] 67 tf® Offizier geworden, trat er 1827 in das Gardereserve- (fetzt i:-j vj 51 5668[400] ww _ -\ 5wr.ijMlilier-) Regiment in Berlin ein. 1837—45 war er 'Adjr.Mt des Garde-Landwehrbataillons in Koblenz. 8luratl)ial studierte in den folgenden Jahren eifrig alle "mIhuww 2164 rn 1® [W -iili[.ttör-tcchnischen Wissenschaften und nahm als Offizier -.195 574 624 37 96 718 37 43».^ -Miilier-Bataillons des 31. Regiments am 18. März ; 1000162 152 92 219 50 [400 « 18488 W Straßenkampf in Berlin teil. Bald darauf wurde y -rk 46 60 741 R 81 [500] 82-ifl MP1M0NN im großen Generalstabe und nahm in dieser '500^64 ^iqcarni’fialft im Jahre 1849 an dem Feldzug in Schleswig M 409 ss7 l'E [Es, und iDl-and teil. Zeitweilig war er dann Chef des Ge- :’1 iki 33 52 74 1/. l.ertKi![Fübe,§ der schleswig-holsteinischen Armee. Zum lO ■>' 0% y 08 568 55 792 < bci.^euttnant befördert, wurde er 1858 persönlicher Ad- 981W 912] i ntamtl des Prinzen Friedrich Karl und kommandierte drei .^,^^61 "200 33 48^ lang das 71. Infanterie-Regiment. Den deutsch,- Pua* ,m Krieg im Jahre 1864 machte er als General- öjef mit und hat als solcher entscheidenden Anteil Sturm auf die Düppeler Schanzen genommen. 70 [500]^ - lasbruch des Krieges gegen Oesterreich wurde er ,N ® &j[500] 63 <9 -.-iK^Mabs-Chef der Armee des Kronprinzen, dessen mili- M ^1000] arisHl Lehrmeister er war und mit dem ihn seitdem iiy ^(490jl‘- ” nie Mße Freundschaft verband. Hervorragend war seine nn, oq 24043000) '.'ditl Mutg an der Entscheidungsschlacht bei Königsgrätz 89,!E., 50^©[4OO)Ä mb IW den Verfolgungsmürschen nach Wien. Nach dem '68SwgjJJ striejÄlant Blumenthal im Rheinland Kommandeur der 4. lMsiion Düsseldorf. Im deutsch-französischen Kriege iourötatt wiederum Generalstabs-Chef des Kronprinzen ^1 um ^«hielt als solcher mit dem Kronprinzen zugleich in r /«6 15 WMioOl 7^lPoriLi^Nvusson das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Seine Leist- ' MO ä9^-'iai5e-|inerTD,ed6ten hier bald ein so allgemeines Vertrauen •' N6 $ * ^5 79 cifetrn Heeresleitung, daß Blumenthals Rat bei allen .. 1 [40° ag820iuid)tiip Entscheidungen hinzugezogen wurde, so vor allem . .72 >4 [10wl 49,57 212 251,bei d!>N!Zasammenbruchder französischen Mach,t bei Sedan. 5168 Ty) g2 (3000) icichist rin der bedeutsam war Blumenthals Mitwirkung bei '100012/n» «nfti-nl der Schließung von Paris und bei den Operationen » 1,Ä?«8e86*Ä« seIe.gfe »um ~ ' 2161»5} VI ’.'Ui ** .kjchM Kronprinz Friedrich Wilhelm "wählte'ihn" zum ' r^K rI ur.iS »nm Der 3 Armee-Inspektion. Seitdem lebte der I'*0' .1^^115'1116 greise Heerführer auf seinem Landsitze ■ (10^ 46 2 V1 .Oilllieiiboorf in Anhalt. ioiK1" 8 Moltke, Roon, Goeben gehörte Blumenthal zu ' 26 : «feen .Führten Offizieren". War er auch nicht wie die ,"0 " , r,i drei 8i>:g ^nannten litterarisch thätig, so arbeitete er doch lOOOli 4951^16sein iSttonq an seiner wissenschaftlichen Fortbildung und . -i die sieben Zwerge. Abends 7 Uhr: Der Troubadour- Freitag den 28. Dezember, nachmittags 3Vs Uhr: Sneewittch" und die sieben Zwerge. Abends geschlossen. bamstaz bt* 29. Dezember, nachmittags 3j Ausständigen wollte die Arbeiten auf einem Dampfer aus Grimsby c/ Ander". Die Polizei schritt mit blanker Waffe ein und zerstreute i ■ Ausständigen, die flüchteten. Die Schlägereien zwischen den drgen und den aus der Provinz gekommenen Arbeitern dauern fort. Antwerpen, 22. Dezember. Terwagne, der sozialistische gfo ordnete für Antwerpen hat, wie man hört, auf privatem Wege den ix bertsminister ersucht, den Conseil de l’industrie et du travail zur kei- legung des Ausstands einzuberufen. Der Minister erwiderte, er hit- an ben Präsidenten des Conseils, Herzog Ursel, geschrieben, aber Hilt: feine Antwort erhalten. — Die „Bayern" vom Norddeutschen Lloyd td mit Hilfenahme der eigenen Mannschaft gelöscht. Der Kapitün hcfft am Weihnachtsabend in Hamburg einzutreffen. Antwerpen, 22. Dezember. (Abends). Jetzt herrscht wlete Ruhe. Rom, 22. Dezember. Der Ausstand in Genua drohte durch In Solidarität der anderen Arbeiter nach ganz Ligurien überzugreisen. Kriegsschiff „Saint Bon" ist nach Genua abgegangen, zwei anbei üehen in Spezia unter Dampf. Heute^empfing Saracco eine Kommissur der Ausständigen unter der Führung des römischen Abgeordneten Saracco erklärte die Zurückziehung des Dekrets der Aufhebung btt Arbeitskammer für unmöglich, gestattete aber die Neukonstruienmg auf dieser Basis. Morgen beginnen die Ausgleichsverhandlungen. Wahrscheinlich wird der Ausstand so beendet werden. Prag, 22. Dezember. Die Berliner Börsengerichte von nnern bevorstehenden Streik der böhmischen Kohlenarbeiter werben on informierter Stelle als unzutreffend bezeichnet. Wohl macht sich rin? $r. wegung für den Achtstundentag bemerkbar, der einen AuSstonb aiJ einzelnen Werken herbeiführen könnte, aber für einen allgemeinen Etw' wie er im Januar eintrat, liegen keine Anzeichen vor. M- M) ; am k Kirchliche Nachrichten. rvavgelistze Gemeinde. L Weihnachtsfeiertag, Dienstag, den 26. Gottesdienst. I« per Stadtttrche. Vormittags 9Vi Mr: Pfarrer Schlosser. Abends 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. I« der Aahanneskirche. Bormittags 9 zche das Mglied Her : stände ausschetdet, und bi i wähl gteitag« i im Sitzungssaale des Sen i finden soll. OnÄ nach S 2 e werden zu dieser Wahl mi : in den Stunden von 10 rstattfindet. Zum Wahlkommiffä Gießen, den 24. Di X Dir Vorstand der isri fckMMW Wie in den bergangt > übenden Jahreswechsels zu Skin ' rme Sabe spenden unb einei Lurch bitfe Ginriitin • WteunfienitoerU llnterstü! sttujahetzbtsucht, so, 1 unb ihrerseits beide öufcen, bett 24. Rmdant Döring, ' Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 8V«% d* 3*/i % Reichaanleihe . . 96.83 3% do 43 90 Gotthardbaho -Aul, Laurahütte 25.30 25.30 Bochum Harpen er . S1.6( Tendenz: still. san>buk wa G 8286 eröffne. stattgefunden. 6260 dnbart haben. 8259 Anfang 8 Uhr. — Gäste willkommen. 8284 8264 8229| Gut frequentiertes ii uev Papierhandlung Seltersweg 36. de. do. do. 87.80 96.75 87.60 93.75 95.00 . 211.10 . 176.20 . 132.50 . 14530 . 148.60 . 143.20 . 153.10 . 199.00 . 180 20 . 170 80 8. 19-20, unk. b. 1905 8. 13, 14 8. 21, 22, unk b. 1905 Mgrrak, Mm, 5 Arrak, SNwediktiner, SUeJermürrz, Mmmel, Kreditaktien . . . Diakonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelßgea. Oeeterr, ßtaatflbahn 4 6/g »V, % PrlWn t zu verzinsen. Ke sselbach, am 24. Dezember 1900. Der Vorsitzende: Schomber II. 8271 per Vorstand. inluiffl solll. bi mtltche rach Z 2 und § 6 der Wahlordnung Stimmberechtigten ueitüm zm dieser Wahl mit dem Bemerken etngeladen, daß die Abstimmung in am Stunden von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags statMfinde - Zenn Wahlkommissär wird Herr Nathan Stamm ernannt. GiLßen, den 24. Dezember 1900. rVorstand der israelitischen ReligiouS Gemeiude Gieße«. I. 93.: N Stamm. 8278 tzn- uni UurHußduffk Kkftlduih. Viir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß wir vom i. Zmmar 1901 an alle Giulagen bei unserer Kasse mit 4 Prozent verzinsen. Darlehen gegen Bürgschaft sind von diesem Ter- mirmrrn mit 5 Prozent und solche gegen Obligationen mit 43/» Willige Anmeldungen erbitte möglichst vorher in meiner Wohnung, 5, zu machen. 8262 . ""-erricht für «inzelNL ««> «xtra-Partten werden zu jeder Tages' zeit uralt, Achtungsvoll Joseph MöhJ, Tuiizlkhkkr. in einem Städtchen der Provinz Ober« Men — Eisenbahn-Knotenpunkt — mit Saal, schönen Räumen und Garten, dazu gehörig die einzige stark benutzte »rücke« Waage am Platze, steht zum Berkaus. Reflektanten wollen sich unter V Z 6 an Haaferrsteirr & Bögler, «rt-tttf., Krarrlfurt a. wenden. Dekanntmachung. Wilhelm Lotz, Forstwart zu Wieseck und dessen Ehefrau Johanna Ottilie Louise Lotz geb. Reuter daselbst haben durch Ehe- und Erbvertrag vom 14. Dezember 1900 vereinbart, daß ür ihre Ehe von nun an die Bestimmungen der Errungenschafts- zemeinschaft des B. G. Bs. Anwendung finden. Eintrag im Güterrechtsregister hat 45.00 m. 45.00 „ 43.00 , 96 50 , 87.50 „ 73.30 . 73.80 M. 73.30 „ 70.30 „ 70.30 „ Zorn Ausschank gelangt ff. Bier aus dem Giessener Brauhaus. Hochachtend Ph. Walter, Wieseck. Einladung , |« GrgäuzuugSwahl deS Vorstandes der israelitische« ReligiouS Gemeiude Gieße«. 61 wird zur Kenntnis der Interessenten gebracht, daß in Gemäßheit t err Beskinmungen der Wahlordnung für die Wahl des Vorstandes der >' ciuMschen Religions-Gemeinde Gießen vom 4. August 1871, in diesem 3a He b:i8 Mitglied Herr Kommerzienrat S. Heichelheim, aus dem Vor« staunde aasfcheidet, und daß die hiernach erforderlich gewordene Ergänzungs- Freitag den 28. Dezember 1900 im t kitzmigssaale des Gemeindehauses, an der Lonystraße dahier, statt- Börsennachrichten. Berlin, 22. Dezember. ltevjürrvrte» einfache und verzierte grösste Auswahl. Hanz-Anlerricht fitnin neuer Kursus beginnt Dienstag den 15. Januar 1901. Gesangverein Heiterkeit. Am 2. Weihuachtsfeiertage: Abmdunlerhattung u. KVriflbescherung Saale des Levz'sche» Felfeukeller. Anfang 8 Uhr. 8270 Der Vorstand. Gesangverein Harmonie. Am S. Feiertage, abeuds 8 Uhr: W eihnachts-Feier Restauratiou Dreher (Bramm'scher Saal) in der Neustadt. 8279 Der Vorstand. ^deilerbcweguilg. ---d," *4 IMiUSw1ll,5* ‘ 8V| c/q Koneolfl . 8 ,J/o do 3^/x 5/o Heseen 5 Italien. Rente 4°/o Griech Monop 3 % Portugiesen 3 *y,j Mexikaner . 4Vi% Chinesen . GÄhckung dou GiSckmvschbksucheil und non Zu- skÄüng von GljickmuschKarteli:u Neujahr 1901. Bi» in den vergangenen Jahren, so bitten wir auch angesichts des bevor- stehckrckn Jahreswechsels zu dem oben benannten Zweck für die hiesige Kleinkinder-Bewahranstalt cinei kbt spenden und einem der Unterzeichneten übermitteln zu wollen. Lurch diese Einrichtung wird der genannten Wohlthätigkeits-Anstalt eine sehr* künscchenSwerte Unterstützung zu teil, und durch Veröffentlichung der «amen btti lebet noch vor JahreSschluß in diesem Blatt wird es allgemein anerkannt, -aß E, Wie mit einer solchen Gabe ihren Namen nennen lassen, von Avstattnng -er» lmj,»hrsbesuche, sowie von gusendnng der NenjahrSkarte« befreit finrr wd ihrerseits beides nicht beanspruchen. Eveßen, den 24. Dezember 1900. lltataint DSring. Pfarrer Guter. Pfarrer Dr. Naumann. Fabrikant Emil «chmall. Liederkranz. Am S. BKeihuachtSfeiertag: Abendunterhaltung iw Cafö Leib.8285 Der Vorstand. >“ Wntm auf fNt mH H,„k jJ* « DtMber. Zerwagne, btt fM ®“nma” hört, auf ptwatel m CcDäeiI de I mdustrie et d: n- Ursel, 'N«n vom Sorttotn ngmen Nomschaft gelöscht. p- m hawbmtz emMeffen. «•lejtmbet. (Arnbis. Zest so Mber. Da Luöstand in 0tmu tz en Arbeiter nach ganz Ligurien Son* ist nach 9tnua abgegrc? r Dampf, heute^nnpfing Enr-i^ R der Führung des römischen Az» ■ Zurückziehung des Dekrets bs! nmöglich, gestattete aber die Stdc :n beginnen die SusgleichsoerhL ^stand so beendet werben. ymbet. Die Balina Börsen: da böhmischen Kohlenarbtiter zutreffend bezeichnet. Wohl itt\‘ htstundentag bemerkbar, der wr i-‘- «führen könnte, aber für «rat, liegen keine Anzech: s:. sich im Kriegszustände befinden sollten, sollen Maßnahmen getroffen werden, die alles verhindern können, was den Vereinigten Staaten zum Nachteil gereichen könnte. , ,p, Berlin, 24. Dezember. Das „Kleine Journal" ist ermächtigt, angesichts der Zeitungsnachrichten und Gerüchte, welche die Person und die Stellung des Ober- Hofmeister der Kaiserin, Freiherrn v. Mirbach betreffen auf das Bestimmteste zu erklären, daß diese Ausstreuungen absolut erfunden sind und jeder thatsächjichen Begründung entbehren. Berlin, 24. Dezember. Zum Tode des Polizei- Direktors von Meerscheidt-Hüllessem geht der Welt am Montag aus bestunterriästeter Quelle die Nachricht zu, daß sich die Verwandten entschlossen haben, die Leiche obduzieren zu lassen, um den böswilligen Gerüchten, welche sich an das plötzliche Hinsch^iden des Toten knüpfen, wirksam entgegenzutreten. Nach erfolgter Obduktion soll die Beerdigung der Leiche am ersten Weihnachtsfeiertage erfolgen. Paris, 24. Dezember. Sin Sekretär des Zaren ist tn Mentone eingetrofsen, um die nötigen Vorkehrungen für die demnächstige Ankunft des Zaren zu treffen. Es wird mit Bestimmtheit mitgeteilt, daß der Zar in Kap Martin Wohnung nehmen wird. Wt$chafts-&ftaig. Hierdurch die Mitteilung, dass ich mit dem heutigen Tage meine Wirtschaft Restaurant Nordpol. 76 Steinstraße 76. Auf vielseitigen Wunsch halte ich während der Feiertage das so beliebt gewordene Bock-Bier aus dem Gießener Brauhaus (Ad. Deuuiughoff) zum Ausschank, wozu ergebens! einladet ____ 05838 I H F Zubereitung für Jedermann höchst einfach. Gebrauchs-Anweisung jeder Flasche beigegeben. u.miiLler anderen bekannten Liköre werden überall gern gekauft und immer tonitfi et» die ßeste« erkannt. Man achte beim Einkauf auf den Namenszug Dr. F. W. Mellinghoff uicchWe sich vor meist minderwertigen Nachahmungen. DMr, Mellinghoff St Co., Gtlljell-FMlk, MckcSurg. Zi-I Flaschen ä 75 Pfg. zu haben in «ietzea bei 8258 Emil Fischbach und Otto Schaaf. 40/g do. 8. 5/6 unk. b. 1904 Si/eO/n de. 8. 7/8, unk. b. 1906 4 0/q D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 8i/,e/o do. unk. 1905 4 0/0 Preusfl. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 8. 15-18 unk. b. 1900 Als saftigen Rotwein mit würzigem Bouquet und hervortretend mildem Geschmack empfehle ich besonders 8269 California Mataro M. 1.— per Flasche exkl. Glas. Aerdirrarrd Schott, Weinhandlung. Dr- Meliinghoff’s l-M- und EiKör-Essenzen L Flasche 75 Pfg., zur leichte« und schnellen Selbstherstellnng von Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 23. Dezember. > ____ n,ch k, Weihnachtsfeier der Konfirmandenvereinigung der LrtkaS- . ftT-Si MMMM findet Areitas den 28. Dezember, nachmittags Ltoh orbtnHi*8, 06ttihi im Schwesternhaus (Johannesstraße) statt. Pfarrer Euler. i8t .»r. «onstrmandensaal, «irchstratze 9. . )iQt 0 Mit, fci 2. WeihnachlSfeiertag, abends 6*/i Uhr, Weihnachtsfeier r “ der 'K'^nmandenvereinigung der Mädchen auS der MarkuSgemeinde. Uruefle Meldungen. - - -bunötn h - -uatnh Berlin, 24L Dezember. Wie die Morgenblätter melden, elfien Ä ^tt9 statMeber Kaiser gestern nachmittag dem kurz vorher ‘ ibttntutC voch ftitiier Reise an die deutschen Höfe zurückgekehrten nn»c Endererschtz ReWrkaizler, Grafen von Bülow, einen Besuch ab und H N übeMeichte ihm persönlich den Schwarzen Adlerorden. ■“'Btlttgen unb Srrl i«, 24. Dezember. Gestern hat in Gegenwart der .Drzewbtr strku kaistzalchm Familie die feierliche Wiedereröffnung der er- MischWg 3eunitrttn Garuisonskirche stattgefunden. outbt Set'lin, 24. Dezember. Wie dem „Berliner Tage- ^bgtlehvt. blaitttt aus bestnnterrichteter Quelle mitgeteilt wird, ist die i Stgiaeruttfl der vereinigten Staaten von Nordamerika enwsschlosjien, ' trotz der heftigen Sprache der englischen Pr^sje v'egen der Abstimmung des Senats über den ^i^Mgua-Kanal bei der Ansicht zu beharren, daß der Äamol «Illen Mächten gleichmäßig frei bleiben soll zur inutfiihini'ertcn Schiffahrt usw. Nur für den Fall, daß die. Zere nigten Staaten mit einer oder mehreren Mächten Klllslhll-Uerkili Gießen. Die Feier unserer diesjährigen Weihnachts-Wescherrmg findet statt am 2. Mittag im Restaaravt Seinrich Zaser, Ueußadt. Gießen, am 17. Dezember 1900. Großherzogliches Amtsgericht. Dekanntmachung. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Oskar Höpfuer von Gieße«, z. Zt. mit unbekanntem Aufenthalt abwesend, ist zur Prüfung der nachttäglich angemeldeten Forderungen Termin auf Mittwoch den 16. Januar 1901, vormittags 9 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgericht Hierselbst anberaumt. Gießen, den 20. Dezember 1900. Neidhart, 8261 Gerichtsschreiber des Großherzogl. Amtsgerichts. Gießen, am 22. Dezember 1900. Großherzogliches Amtsgericht. Kekanntmachung. In das hiesige Güterrechtsregister wurde eingetragen, daß Heinrich Christoph Leutner und dessen Ehefrau Elisabetha Margaretha geb. Fey zu Allendorf a. Lda. durch Ver- trag vom 13. Dezember 1900 Er- rungenschaftsgerneinschaft gemäß der 1519 bis 1548 B. G. Bs. ver- Concordia. Am 2. Feiertag: Weihnachts-Feier int Poftkeller. 8274 sermW jrvM W ?J. S‘/t ® sieben Zwerge. Mnds Die ^e^weni^v4»iki i- r.ü°°r 3», Uhr: 6nttiM" 7 Uhr: So|W|f« f achmMgS 3*/, Uhr: 6wi .raVSbends 7 Uhr: Tibet, nachmittags 3','r .,w rg- 31/, Uhr: Sneeotit - “Ä?Ä: Der 8IU1W .JSd Ä Uhr: 6iet- «Kmds 7 Uhr: D" 3>> Uhr: 6nttc %gW;SÄ .sderSartburg. Ivhr - SUf M: 3aifl' Jr 4®?°8 , e t den 28. 29. unb 60<: *e*^ontafl3L r m 1 Empfehlung*! Diners von >/3l Uhr an. Annerod, den 24. Dezember 1900. 8265 Danksagung. Mitfühlenden herzlichsten Dank aus. 8266 Maner Gussmann und Frau. 8277 NB. Frankfurt a. M. 0 0 v Cmerts mit Firm Giessen. Uer«ttw.rtltch ftt tz« «Umetatn L