M 277 Zweites Blatt. Sonntag den25. November 15V. Jahrgang Kießener Anzeiger Heimat-Anzeiger ß^fchelnl itgNch Hit Ausnahme des AontagS. Die Gießener -«mittrn-lülter »erlen dem Anzeiger ta Wechsel mit „Hefl. Lindwirt" u. „Blätter für hefl. Volkskunde" »Schtl. 4 mal beigelegt. Alle Anzeigea.BermittlungSftelle« deS In« und LuSUurdes «hmen Anzeigen für ben Gießener Anzeiger cntgegau ZoilenpreiS: leUl 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. ZSezugspreis viertcljährl. Mk. 2LV monatlich 75 Pfg. mit Brrngerlohn; durch die Abholestelle» »ierteljährl. Ml. 1,9» monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahrs, mit Bestellgeld. Annahme von Anzeigen za der nachmittag- für bea s«tß«d« tag erscheinenden Nummer bi- Dorrn. 10 ühr. Abbestellungen spätesten- abend- vorher. Amts« unb Anzeigeblatt für den Kreis (Niefzen. Hebettba, Expedition und Druckerei: Fchnlstraste Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblättcr, Der hessische Landwirt, KMter für hessische Uolkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger frUfM. Fernsprecher 9tr. 51. Amtlicher Ml. Gießen, 20. November. Netr.: Die Gemeinde-Boranschläge pro 1901/1902. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen av die Großh. Bürgermeistereien deS KreiseS. Wir erinnern die mit der Einsendung rubrizierter Semeinde Boranschläge noch rückständigen Großh. Bürgermeistereien an die baldigste Vorlage derselben. v. Bechtold. Bekanntmachung. Aet r.: Gesuch der „Augusta-, Allg. Deutschen Invaliden- und Lebensversicherungs-Aktien Gesellschaft in Berlin um Zulassung zum Geschäftsbetrieb im Großherzog, tum Hessen. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß Acotzh. Ministerium deS Innern der „Augusta", Allg. Deuischen Invaliden- und Lebensverstcherungs-Aktien-Gesell- schast in Berlin, die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb im Vroßherzogtum unter den üblichen Bedingungen auf Wider- m| «erteilt hat. Gießen, den 21. November 1900. Großherzogliches Kreis amt Gießen, v. Bechtold. Gießen, 20. November. Set r.: DaS Formular zu den Anträgen auf Versicherung der Gebäude. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Der Antrag auf Versicherung von Gebäuden ist von kn Eigentümer oder Nutznießer schriftlich bei der Großh. Lürgermeisterei des belegenen Gebäudes einzureichen oder ins dem Bürgermeisterei Bureau zu protokollieren. Nur .trr schriftlich gestellte Antrag hat die Folge, daß das Ge- dlude von dem gestellten Antrag ab, als versichert erachtet trieb. Es erscheint daher notwendig, daß Sie stets mit itui nötigen Antragsformular versehen sind, und ist ins- tksondere die Lieferung deS Formulars durch die Bau- Wtzer, wegen zu Tag getretener Unzuträglichkeilen, für Üit Folge untersagt. Sie wollen daher Ihren Bedarf an Formularien — in größeren Gemeinden für etwa ein Jahr, in kleineren frli mehrere Jahre — alsbald bei der Großh. Brandver- scherungskammer anmelden und immer vor gänzlichem Ver- lktuch auf Nachbestellung von Formularpapier bedacht sein. Insbesondere weisen wir darauf hin, daß die Einigung mündlicher Anträge in das Verzeichnis der gestellten Versicherungs-Anträge unzulässig ist, und die erwähnte gesetzliche Wirkung der begonnene« Versicherung nicht haben kann. v. Bechtold. Bekanntmachung. Bor Weihnachten wird der Verein nachfolgende Vorträge halten lassen: 1. zu Beltershain am Sonntag, dem 25. November, nachmittags 4 Uhr in der Wirtschaft von Max Becker über „Jungviehaufzucht-. 2. zu Grüningen am Sonntag, dem 2. Dezember, nachmittags 4 Uhr im Rathaussaal über „Viehzucht insbesondere Schweinezucht undSchweine- mästung" von Herrn Oekonomierat Leithiger. 3. zu Annerod am Sonntag, dem 9. Dezember, nachmittags y34 Uhr in der Wirtschaft von PH. Mohr VIII. über „Züchtungsgrundsätze- von Herrn Oekonomirat Leithiger. 4. zu Utphe am Sonntag, dem 9. Dezember, nachmittags Va4 Uhr im Lokale von August Neunobel über „rationelle Boden-Bewirtschaftung" von Herrn Direktor Dr. v. Peter in Friedberg. 5. zu Treis a. d. Lda. am Samstag, dem 15. Dezember, abends 7 Uhr in der Wirtschaft von Wilhelm Benner über „Düngung der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen" von Herrn Landwirtschaftslehrer Neichelt in Alsfeld. 6. zu Staufenberg am Sonntag, dem 16. Dezember, nachmittags 4 Uhr im Burgsaale über „Frucht- Folge, Viehfütterung und anderes" von Herr» Oekonomierat Leithiger. Ich bitte die Herren Bürgermeister der Vortragsorte und der Nachbarorte um Bekanntmachung im Orte und lade jedermann, der sich für die Vorträge interessiert, dazu ein. Gießen, den 19. November 1900. Der Direktor des landw. Bezirksvereins. v. Bechtold. Bekanntmachung. Zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche wird die Abhaltung des auf den 28. November ds. Js. in Wetzlar anstehenden Diehmarktes an die Bedingungen geknüpft, welche durch meine, den Markt in Leun betreffende Bekanntmachung in Nr. 168 des diesjährigen Kreisblattes veröffentlicht worden sind. Der Auftrieb beginnt um 9 Uhr vormittags. Aus der Provinz Oberhessen des Großherzogtums Hessen und den preußischen Kreisen Marburg, Biedenkopf, Usingen und Weilburg und den Orten Allendorf der Bürgermeisterei Greifenstein uud Hörnsheim der Bürger« meifterei Rechtenbach dürfen Rindvieh, Schweine und Schafe nicht aufgetrieben werden. Ferner ist das Durchtreiben von Tieren dieser Arten durch Allendorf der Bürgermeisterei Greifenstein und HörvS- heim der Bürgermeisterei Rechtenbach diesseitigen KreiseS verboten. Wetzlar, den 19. November 1900. Der LandratSamtsverwalter. Gießen, den 24. November 1900. Betr.: Die Vertilgung deS Frostnachtspanners. Das Großherzogliche Kreisamt Gieße« se feie Großh. Bürgermeistereien des KreiseS. Soweit Sie unserer Verfügung vom 8. Oktober l. I. — Gießener Anzeiger Nr. 238 — noch nicht nachgekockme» sind, erinnern wir Sie an deren alsbaldige Erledigung. v. Bechtold. Deutscher Reichstag. Berlin, 23. November. Die Beratung des NachtragsetatS für die China-Expedition wird vor ziemlich leerem Haufe fortgesetzt. Abg. Dr. 5)ässe (natl.) sieht durch die Regierungszusage in Bezug auf die Jndemnitätssorderung die Ver- sassungsbedenten in per Hauptsache als beseitigt an. Der Redner bekennt sich als entschiedener Anhänger der Weltpolitik, die er auch ans den Schutz des kleinen Mannes angewendet wissen will, an dem es bei den aus Trans- vaalAusgewiesenen gefehlt zu haben scheine. Gegenüber Singer behauptet er, daß die großen Steigerungen im Erwerbsleben wesentlich dem Arbeiter durch Steigerung der Arbeitslöhne zu Gute gekommen seien. Dr. Hasse wirft den Sozialdemokraten weiterhin vor, daß sie immer die Anwälte der Feinde des deutschen Landes, diesmal der Boxer, sind. Er ist Anhänger einer besonderen Kolonialarmee. Staatssekretär Frhr. v. R i ch t h o f e n bestreitet, daß die aus Transvaal Ausgewiesenen schutzlos geblieben seien; das Auswärtige Amt und das Konsulat in Kapstadt seien in vollstem Maße für die Leute eingetreten. Man könne aber nicht völkerrechtlich alle Ausweisungen als ungerechtfertigt ansehen, sondern müsse die Entfernung solcher Ausländer vom Kriegsschauplatz als gerechtfertigt anerkennen, bei denen die näheren Umstünde dazu drängen. Dagegen sei man gegen grundlose und mit. übergroßer Härte erfolgte Ausweisungen nachdrücklich in London eingetreten und habe besonders entsprechende Entschädigung gefordert. Zu dieser habe sich die englische Regierung auch bereit erklärt und über bm Modus । der Entschädigung werde zur Zeit verhandelt, wobei. Gießener Stadttßeatcr. Wathan der Weise. Dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen von G. 6. Lessing. „Golt sei ewig Dank, daß Ihr doch endlich einmal uiieberfommt!" Das find die Worte, mit denen Lessings „Nathan der Weise" anhebt und mit denen das ganze ge- Lllnkenschöne dramatische Ged!cht auf der Bühne vom Mimen sinlneich genug begrüßt wird. Und Nathan darauf in der iug wägenden, Wort und Gedanken wendenden Redeweise Lessings: „Warum endlich? Hab' ich denn eher kommen wollen? iina kommen können?" Nun genug, er ist gekommen, und es freut uns besonders, daß man ihn dem Volke gab. Das leuchtende Vorbild aller dramaturgischen Kunst ist uns heute voch Lessing, und bei Aufführung seiner Dramen, namentlich aber seines „Nathan", ist man berechtigt, schon aus tzitsem Grunde höhere Anforderungen an dte Darstellungs- mb die Regiekunst zu stellen als gewöhnlich; dem größten Muster deutscher Dramaturgie gebührt dte höchste Pietät, Lit 'höchste Anspannung aller mitwirkenden Faktoren. Und A man nicht dem Volke das Beste bieten, was man zu hat? r . . _ . Freudig ist festzustellen, daß der Gesamteindruck, den man. von der gestrigen Vorstellung erhielt, recht günstig war, M er unsere Erwartungen weit übertraf. Man empfand ■ti- !hier war von den verschiedenen Seilen fieißig gearbeitet »ofben. Man bemühte sich, der würdigen Aufgabe so sehr lvii möglich gerecht zu werden, und der schöne Erfolg blieb nicht aus, wenn sich auch die Regie von den G- silden deS Frohsinns eines erhabenen Geistes in Einzelheiten bis an die Grenze des Reiches lächerlichen Scherzes ableiten ließ und der an sich schon in einem Teile des Publikums vorhandenen Stimmung, als befände cs sich einem Lustspiel gegenüber, vielleicht nicht immer ganz gewollt, stellenweise einen kleinen Schritt entgegenkam. Herr Liebscher besitzt viel Gutes für den Nathan. Er bot uns eine markante Greisengestalt, einen würdigen Träger der Lessing'schen Toleranzidee. Er war nicht, wie mancher anerkannte Virtuose, ein nur kluger, oder gar nur ein geistreicher Nathan, sondern in Wahrheit ein „Nathan^ der Weise" in feiner schlichten, ruhigen, aber doch eindringlichen, wohl Überlegten und w-hl pointierten Sprechart, — dabei ein kluger Kaufmann und dennoch wandelnd auf der Menschheit Höhen. Die unendlich große Menschenliebe von Lessings Nathan weckt unser tiefstes Empfinden. Darum bemühte sich auch Herr Liebscher- er hat den zahlreichen feinen Schattierungen des Charakters dieses großen Juden mit Verstand und respektabler Treffsicherheit nachgespürt. Vielleicht hätte er eine kleine Dosis mehr an Milde und Güte, an Wohlwollen und Freundlichkeit, auch seiner Dienerin gegenüber, seiner Charakterisierung beimischen und etwas mehr von der Weltgewandtheit des vielgereisten Kaufmanns zeigen können. Aber er vermied vor allem einen sehr beliebten Fehler: er wurde nicht pathetischer als es die Rolle nun einmal erfordert, wurde aber dabei auch dem erhabenen rednerischen Schwünge der Dichtung gerecht, ebenso wie er diesen, wo es erwünscht war, zu einfacher Schlichtheit in der Sprache abzudampfen wußte, sodaß er verschiedene schöne Wirkungen erzielte, die des großen Beifalls, der gespendet wurde, wert waren. An der antithetisch zugespitzten Sprache des Dichters zeigte er weniger Freude als an ruhigem, würdigem Redefluß. Die berühmte Erzählung von den drei Ringen, dieses über alle Kritik erhabene Evangelium, war in Herrn Liebschers Darstellung wirklich schön, er trug es in einfacher Schlichtheit vor und darum gerade erzielte es die rechte Wirkung. Allerdings verdienen die besonders schönen Schlußverse größere Hervorhebung. Und da, wo Nathans Wesen sich am herrlichsten uns erklärt, indem wir ihn im 4. Akte das Leid seines Lebens klagen hören, vermochte er jenes tragische Mitleid einzuflößen, das uns erst ganz nahe rückt dieses Ideal edlen Menschentums, das nicht im Sonnenschein des Glücks, sondern in den Gewitterschauern schwerer Schicksale reift. Bon der Kongenialität großartigen Humors, durch den ein hoher, in sich selbst beruhigter Geist die Welt anzuschauen und „in der Erscheinungen Flucht- das Ewige vom Wandelbaren zu sondern pflegt, mußten wir freilich absehen. Aber diese besitzt selbst nicht Lewinsky, noch weniger Possart oder Pohl; Sonnenthal kommt ihr wohl am nächsten. — Herrn Liebscher, der sich bemühen möge, seine dialektischen Eigenheiten los zu werden, gebührt für feinen achtunggebietenden Nathan lebhafter Dank. Die rauhe Jugend und Tugend des Tempelherrn, da» unliebenswürdige, scheinbar vorurteilslose und doch so vorurteilsvolle Selbstbewußtsein des christlichen Ordensritters und die gewinnende Geradheit des Menschen traf Herr bi Balthyni verschiedentlich. In seinen Ton des allerdings die Fixierung schwer sei, wo die nötigsten Be- keg'e fehlten. Dbg. Schrader (freis. Vereinig.) vertritt den Verfassungsstandpunkt in Bezug auf die Indemnität und wendet sich gegen die Hofkamarilla, unter der alle Ministerpräsidenten zu leiden hätten. Abg. Bebel wendet sich gegen die gestrigen Ausführungen des Grafen Lerchenfeld, nach denen schließlich eine ganze Armee-Reorganisation durchgeführt werden könne, ohne daß man den Reichstag vorher befrage. Gegen Lieber citiert er dessen Aeußerungen auf dem Katholikentage, daß das Zentrum den Luxus einer selbständigen Politik habe daran geben müssen. Das Zentrum, die maßgebende Partei, wahrt nicht mehr die Rechte der Volksvertretung! Gegenüber dem Kriegsminister vergleicht er die Boxer mit dem Landshurm von 1813 und bezeichnet es als ungerecht, ihnen nun die ganze Schuld aufzubürden. Unwiderlegt sei, daß vor den chinesischen Ausschreitungen wehrlose Chinesen von deutschen Soldaten erschossen wor- beif sind. Ein Bericht der „Kreuzztg." über die Belagerung von Peking auf Grund der Aussagen des österreichischen Gesandtschaftssekretärs konstatiert, in welcher unerhörten und unverschämten Weise die europäische Presse gegen die Chinesen gehetzt hat und sagt, der österreichische Gesandtschaftssekretär und seine Gemahlin stellen entschieden in Abrede, daß die Belagerung so blutig und so verzweifelt war, wie es die Presse geschildert hat: daß sie erst, als sie die Schilderung ihrer Leiden lasen, eigentlich Angst bekommen haben (Heiterkeit.) Tie Hunnenbriefe seien nur zu wahr und der Zusammenhang der darin geschilderten Kriegführung mit der Pardonrede sei nicht abzuweisen. Redner verliest zum Beweis dafür einen neuen Hunnenbrief, der die Abschlachtung von Weibern und Kindern schildert und ausdrücklich auf jene Ansprache Bezug nimmt. Bedenklich seien die Ausführungen des Kriegsministers, die so klangen, als sehe man den Krieg als ein Glück an. Bei der Bremerhavener Kaiserrede könne man nicht entschuldigend sagen, es sei nur eine Soldatenrede. Der Kaiser spreche immer als Kaiser und soll als ganze Persönlichkeit behandelt werden. Wirkliche Kulturaufgaben würden durch die jetzt übliche Raub- und Eroberungspolitik nicht erfüllt. Wenn die M i s s i o n ä r e auf eigene Gefahr als Privatpersonen nach China kommen, sei nichts dagegen zu sagen, aber zu verurteilen sei es, daß sie als politische Agenten fungierten und daß man von staats- wegen für sie eintrete. Diese Behandlung des Missionswesens sei ein politisches Handelsgeschäft zwischen Regierung und Zentrum. Der Redner verbreitet sich ausführlicher über das Missionswesen und schildert das Verhalten des Bischofs Anzer, der sich als Mandarin in einen chinesischen Dampfer einaedrängt habe. Wie würde die baierische Landbevölkerung Li-Hung-Tschang empfangen haben, wenn er als baierischer Mandarin aufgetreten wäre. (Heiterkeit.) Mit der christlichen Toleranz sei es nicht weit her und dem chinesischen Aberglauben sei der in K o nitz zu tage getretene Aberglaube mindestens ebenbürtig. Den Vorwurf der Vaterlandsfeindschaft, der ja schon den ersten Christen gemacht wurde, weise er zurück. Er werde nur verlangen, daß man gerecht prüfe und nicht nur auf die Stimme der Leidenschaft höre. Die „Kreuzztg." giebt zustimmend eine Rede des englischen Oppositionsmannes John Morley wieder, der die englischen Minister eine elende Bande nennt, ein Ausdruck, den ich nicht gebrauchen würde, weil ich mir sofort einen Ordnungsruf vom Präsidenten zuzöge. (Große Heiterkeit.) Bebel giebt dann längere geschichtliche Ausführungen über die Kommune, bis Präsident Graf B alle str em ihm zuruft: „Jetzt können wir wohl die Kommune verlassen". Nun verweist der Redner auf den Grafen Pückler, und polemisiert gegen Bassermann, dessen Partei die Jnteressenpolitik der Besitzenden auf Kosten des armen Mannes, die Liebesgaben- und Lcbensmittel- verteuerungspolitik mitgemacht habe. Den Arbeitern, die solche Leute wiederwählen, müssen die Götter ihre Dummheit verzeihen. (Heiterkeit.) Die aufsteigende Sozialdemokratie werde über diese untergehende Partei zur Tagesordnung übergehen. Es freut uns, daß Herr v. Kardorff China gegenüber das Recht der Expropriation reklamiert hat; wir werden das Recht auf-Expropriation eines -Tages hastenden UeberschwungeS gefiel er wie gewöhnlich. Schade, daß Herrn di Balthynis Physiognomie so wenig geeignet ist. finster zu scheinen,: man würde an seine Finsterheit auch bei ernsthafteren mimischen Anstrengungen nicht glauben. Daß Nathan den Tempelherrn einmal „groß und erhaben" nennt, sei Herrn di Balihyni ins Gedächtnis gerufen. Er möge auch erwägen, daß echte Kunst weniger scheinen will, als sie ist; aber sie ist weit mehr, als sie scheine. Herr Marlitz und Frl. Korn bildeten das Sultans- geschwisterpaar. Es ist anzuerkennen, daß Herr Marlitz sich bestrebte, über die Repräsentation hinaus bis zur Charakteristik vorzudringen, daß er des Sultans Ruhm zu „stehen" trachtete. Frl. Korn gelang das äußere Auftreten einer orientalischen Prinzessin recht nett. Der „dicke, rote, freundliche" Patriarch des Herrn Reinhardt sand bei der großen Masse des Publikums nahezu lärmenden Beifall. Das satirische Urbild des Dichters wurde freilich in dieser Darstellung ganz verschleiert. Den „guten, wilden" Derwisch und die Recha habe ich leider nicht gesehen, da ich nur einigen, den mittleren Hauptszenen beiwohnen konnte. Herr Kirchberg behandelte die Rolle des Klosterbruders mit ungewöhnlichem Geschick. P. W. Konzert der Weiningrr KosKapesse. Gießen, den 24. Oktober 1900. Wohl nie war in Gießen früher Gelegenheit geboten, ein fremdes Orchester unter seinem eigenen Dirigenten sich in einem Symphonie Konzert produzieren zu hören, ein Borzug, der ja meistens nur größeren Städten zu Gute kommt. Gestern bot sich endlich auch einmal für die hiesigen Musikfreunde eine derartige Gelegenheit dar, uud zwar war es die Herzogliche Hoskapelle zu Meiningen, die in Steins Saalbau unter der Leitung ihres rühmlichst bekannten Dirigenten, Generalmusikdirektor Stei.nbach, ein für uns iu Anspruch nehmen. (Heiterkeit.) Kardvrff vermutete in meiner Rede bestimmte Vorschläge. Nur wenn einmal das Reichskanzleramt in unseren Händen ist (große Heiterkeit), dann überlassen Sie es uns nur, welche Richtung wir der deutschen Politik geben werden. Wir hegen seit langem den Verdacht, daß unsere Partei beim Kaiser verleumdet und verhetzt wird. Wenn es in Bezug aus Berichterstattung so weiter geht, wie bisher, so wird uns nur Wasser auf unsere Mühle getrieben. (Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Reichskanzler Graf Bülow: Wenn der Vorredner unsere Chinapolitik hart und grausam nennt, so berufe ich mich ihm gegenüber auf einen Brief, der vor mir liegt. Ich habe im allgemeinen nicht die Gewohnheit, mit Briefen zu operieren (Heiterkeit), ich will aber einmal von dieser Gewohnheit abgehen und dasselbe Mittel wie Bebel anwenden. Freilich handelt es sich nicht um einen Hunnen-, sondern um einen Chinesenbrief: Der hiesige chinesische Gesandte ist wirklich ein sehr netter Mann (Heiterkeit), ein unterrichteter, ein wißbegieriger Mann und ein kompetenter Beurteiler chinesischer Verhältnisse und unseres Vorgehens gegen China. Ja, er ist noch kompetenter als Herr Bebel, denn er ist doch ein geborener Chinese (stürmische Heiterkeit), während Bebel nur ein freiwillig gouvernementaler Chinese ist. (Erneute Heiterkeit). Vor mehreren Tagen erhielt ich einen Brief des chinesischen Gesandten, voller Anerkennung für unsere Politik gegen China. In dem Briefe heißt es!U. a.: Während der vergangenen Jahre haben Deutschland und China immer die freundschaftlichsten Beziehungen gepflegt. China ist Deutschland zum allergrößten Dank verpflichtet, auch dafür, daß durch dessen Vermittelung nach dem japanischen Kriege die Provinz Schantung China erhalten blieb. Aus diesem Dankgefühl heraus hat China bei der Pachtung Kiautschous den deutschen Wünschen Rechnung getragen. Seit Abschluß des Pachtvertrages über Kiautschou sind alle Meinungsverschiedenheiten zwischen der deutschen und der chinesischen Regierung geschwunden. (Lachen bei den Sozialdemokraten.) Der Gesandte kommt dann auf meine Zirkularnote zu sprechen und weist darauf hin, daß nach der von mir abgegebenen Erklärung die Befreiung der Gesandtschaften und die Unterdrückung der Unruhen der Zweck der Expedition gewesen sei. Dann ist Bebel auf die Reden zu sprechen gekommen, die der Kaiser in Bremerhaven und Wilhelmshaven gehalten hat. Wenn er gesagt hat, daß, als die Rede in Bremerhaven gehalten wurde, die Europäer in Peking schon befreit gewesen wären, so ist das ein Irrtum. Damals waren wir überzeugt, daß sämtliche Europäer bis auf den letzten Mann niedergemacht waren. Das wurde von der ganzen europäischen Diplomatie angenommen, auch in allen Hafenstädten und von allen Kabinetten. In London sollte sogar ein Trauergottesdienst abgehalten werden. Wenn Bebel besser informiert war als ich — vielleicht erhält er direkte Nachrichten aus China (Heiterkeit) — dann hätte er uns informieren sollen. Die Kaiserrede in Wilhelmshaven sei unmittelbar nach Eintreffen der Nachricht von der Ermordung des Gesandten gehalten worden, und da müsse das Blut schneller durch die Adern jagen. Bedauerlich seien die Angriffe auf die deutschen Soldaten. Bisher .sei kein unwürdiges Verhalten von deutschen Soldaten nachgewiesen worden. Jede Ausschreitung würde geahndet werden. Aber es zeuge nicht von bon sens, wenn in der bisherigen Weise unser Heer geschmäht werde. Der Genius des deutschen Volkes und oer gute Ruf des Heeres bürge dafür, daß in unserem Heere Humanität mit Entschiedenheit verbunden würde. (Beifall.) Kriegsminister v. G o ß l e r erklärt, daß in Bezug auf die Behauptungen in den Hunnenbriefen die Untersuchung eingeleitet sei. Vorerst aber liege noch kein Beweis vor. Friedlichen Chinesen geschehe nichts, die Boxer aber seien keine reguläre Truppe, und verdienen dafür den Tod, wenn man sie mit den Waffen in der Hand ergreife. Von den Bebelschen Ausführungen könne er nur die Worte unterschreiben: „Unser Kaiser ist ein ganzer Mann". Abg. Bachem verteidigt das Verhalten der Missionen. auserlesenes Konzertprogramm uns Gießenern vorzuführen unternommen hatte. Da über die Leistungsfähigkeit dieses ausgezeichneten Orchesterkörpers an dieser Stelle schon mehrfach die Rede war, so begnügen wir uns mit der kurzen Bemerkung, daß wir in dem gestrigen Konzert alles das in reichem Maße vorfanden, was man heute von einem gut geschulten Orchester zu verlangen pflegt und hohe technische Fertigkeit in allen Jnstrumentengruppen und einmütige, musterhafte Unterordnung der Einzelnen gegenüber den Weisungen des Dirigenten. Daß Fritz Steinbach als Kapellmeister, wenn auch nicht überall in der Grazie seiner Bewegungen, so doch in jeder anderen Beziehung zu den hervorragendsten Vertretern seines Faches zu rechnen ist, darüber kann für den kein Zweifel herrschen, der ihn und andere Koryphäen hat dirigieren sehen. Seine Direktionsweise ist zielbewußt und energisch; mit Taktstock und Auge beherrscht er sein Orchester mit unbeschränkter Sicherheit, und da seine Musiker nicht nur seine Eigenheiten kennen, sondern auch mit Liebe und Hingebung seinen Anordnungen folgen, so sind Erfolge wie die gestern in Steins Saalbau erzielten, leicht begreiflich. Webers Ouvertüre zu „Euryanthe", die das Konzert eröffnete, wurde mit außerordentlicher Frische gespielt und war, wenn auch einige Einzelheiten etwas gesucht erschienen, eine schöne, einheitliche Leistung. Dasselbe möchten wir von der v-äar-Symphonie (opua 73) von BrahmS behaupten, von der besonders die beiden Ecksätze, sowie daS Allegretto grazioso den Beifall des Publikums iu hohem Grade erweckten. Das O-äur-Konzert für Flöte von Mozart, von dem besonders der erste Satz ansprach, gab Herrn Kammer- musikuS Manigold schöne Gelegenheit, sein Können auf diesem, im allgemeinen selten gehörte« Instrument in vorteilhafter Weise zu zeigen. Der zweite Teil des Programms enthielt ein Konzert Abg. Bebet verwahrt sich gegen den Vortvurs, baf er die Armee als solche herabgesetzt habe. Wenn bet Kriegsminister die Richtigkeit der erwähnten Soldate^» briefe bezweifle, weshalb gehe er dann nicht mit Klage», gegen die Blätter vor? Darauf wird die Diskussion geschlossen und der Nachtragsetat der Budgetkommission überwiesen. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Interpellation über die 12 000 Mark-Affäre. Koloniales. — Der neue Kolouialdirektor. In fber „Dt. Kolouial- zeitung" wird der Wortlaut zweier Antworten bei Kolonialdirektors Dr. Stuebel auf Eingaben der Gesellschaft mitgeteilt. Die eine bezieht sich auf dieSicho rung des deutschen Einflusses bei Erteiluvz von Konzessionen. Sie lauten in dem wesentlich«, Teil: Die Kolonialverwaktung sieht es als ihre vornehmste Aufgabe bei Verleihung von Konzessionen an Gesellschaften ebensowohl den Aui- gleich zwischen dem höheren nationalen Interesse und den dringende« wirtschaftlichen Bedürsniffen eines jeden einzelnen Schutzgebietes zu finde«, als auch das allgemeine wirtschaftliche Jntereffe des ganzen Schutzgebietes nicht über den an Gesellschaften zu verleihenden Sonderrecht« aus dem Auge zu verlieren. Im Hinblick auf diese Aufgabe kann fir die neuerliche Anregung, welche diese wichtigen Fragen in dem Schoß« der Kolonialgesellschaft gefunden haben, nur mit Genugthuung begrüß«. Die vorliegenden Beschlüsse werden ihr die Durchführung der Äufgak wesentlich erleichtern. Auf die Mitteilung von dem Beschluß der Gesellschaft, der deutschen Reichsregierung aus dem Vermögen der Den. schen Kolonialgesellschaft den Betrag von 100000 Mark behufs Beendigung der Vorarbeitens'zum Bau der Eise» bahn Dar-es-Salaam-Ukami zur Verfügung zr stellen, antwortet der Kolonialdirektor: Ich darf Euere Excellevz zunächst bitten, dem Vorstande für bi> opferwillige Bethätigung des Interesses, welches die Deutsche Kolonial- gesellschast der wirtschaftlichen Entwickelung von Deutsch-Ostafrika auch in der vorliegenden Sache entgegenbringt, den Ausdruck meines aufrichtigen Dankes übermitteln zu wollen. Die Gründe, welche dir Kolonialverwaltung veranlaßt haben, von dem Anerbieten keinen Gte brauch zu machen, liegen in der Rücksicht, die die Kolonialverwaltung auf die Stellung des Reichstags zur vorliegenden Frage in seiner letzten Tagung zu nehmen hat, und find im Schoße der Versammlung selbst bereits zur Sprache gebracht worden. Ich knüpfe im übrigen an dir vorstehende Mitteilung die Bemerkung, daß ich in voller Uebereinstimmung mit der Deutschen Kolonialgesellschaft den Bau von Eisenbahnen für dir wichtigste Aufgabe halte, die der Kolonialverwaltung für daS ostafrikanische Schutzgebiet vorliegt, und daß ich die bestimmte Erwartung fjtge, es werde in kurzer Zeit gelingen, die für Durchführung dieser Autzak geeigneten Mittel und Wege zu finden. -....... ' ■' ■ '------------- Prozeß Sternberg. Berlin, 23. November. Der Vorsitzende teilt mit, daß eine Anzahl ein gegangener Briese Teile der Akten geworden sind in der Untersuchung ssache gegen den Kriminalkom- missarius Thiel, der in der Nacht verhaftet worden ist. Staatsanwalt Brant erklärt, er halte es für seine Pflicht, mitznteilen, daß die Verdachtsgründe gegen den Kriminalkommissarius Thiel wegen Verbrechens gegen die §§ 346 und 332 Str. G. B. sich inzwischen derartig verdichtet haben, daß er in dieser Nacht verhaftet uns die Voruntersuchung wegen Verbrechens gegen ihn er öffnet worden ist. Die ärztlichen Sachverständigen Dr. Störmer und Dr. Moll richten an Frau Huth und Frau Blümke eine große Anzahl von Fragen, die sich auf den Gesundheitszustand der Woyda'schen Familie, insbesondere der verstorbenen Mutter der Frieda Woyda beziehen. Frau Koslowski, die. in der Teltowerstraße ein Geschäft hat, wo Friede Woyda öfters einkehrte, bekundet, daß diese während^ ersten Prozesses ihr erzählt habe, „sie wäre das Ä mit dem Herr Sternberg das alles gemacht hat . das gewesen ist, hat das Mädchen nicht erzählt, ebensowenig hat sie gesagt: „Es ist ja schrecklich, wenn solche Dinge passieren", worauf das Mädchen erwiderte: „Nicht wahr?" , .... Zeugin Margarethe Woyda, die noch nicht 16\aw rige Schwester der Frieda, äußerte sich über den Besuch, in G-dur für Streichinstrumente von Bach, danae macabre von Saint Säens, Faust's Traum- und Sylventanz aus „Faust's Verdammnis" von Berlioz und das Meistersinger- vorspiel von Richard Wagner. Sämtliche Darbietungen trugen den Stempel hoher Vollendung, und wenn wir ans dem Konzert von Bach das Violinsolo des Herrn Sonzert- meisters Wendling als wohl gelungen hervorheben, so ist dies nur eine besonders hervortretende Einzelheit, denn gut war thatsächlich alles. Die feinen Jnstrumentationsesirfte der beiden französischen Tondichtungen kamen prachtvoll zur Geltung, und im Meistersingervorspiel möchten wir neben den anderen Vorzügen das Eine betonen, daß bei allem Forte der Blasinstrumente die Streicher keine Einbuße erliM und daß die Wiedergabe des Ganzen wohl gelungen Das Publikum zeigte sich hervorragenden Leistungen geß»’ über entsprechend dankbar und spendete reichlichen Beifall- der sich am Schluß des Konzertes zu viermaligem Hervor^ ruf des Herrn Steinbach steigerte. B. 8. Kunstausstellung im Turmhaus am Braud. künftige Woche ein Wechsel der Gemälde erfolgt, sei noch einmal auf die jetzt ausgestellten, zum Teil sehr interessante" Bilder hingewiesen. Besonders hervorzuheben sind 7" Pastellbilder von Meyer-Zürich, meist farbenprächtige Laudschaftsstudien, denen aber auch ein mit großer Lieve gemaltes Genrebild „die Alten und der Tod" sich anrech- die Landschaften von Hamacher und drei Bilder des ultra' modernen L. Dettmann, die bei manchem ein Kopfschüttel» exregen, jedenfalls aber durch die Keckheit deS Kolorits iwpo* nieren werden. Freunde der guten alten Zeit werden sich mev an den Blumenstücken und Stillleben von E. Dingel der erfreuen, auch gern bet den schönen Reproduktionen Handzeichnungeu verweilen, die das kunstwissenschaflury Institut der Universität ausgestellt hat. ! SiMklagte behau) ö bod) ganz unlogi auf den will, eflra zu d< lood) ganz unlogi h)ort ausgehalten Habe feine Zeit, laicht. - Die 3eu Ms Belastu Ludwig berno 1 Seite beeinflußt, W 1» 3‘"8Ä Bä MMerthaue 'Hecherungen sS» W* * >»"°A n* i , .... isgllis teil z A »bell* ; U’trofte"' del l! zArcrnberg 8* j ggliuermann noch Vfabc den Herrn MA.-A.Dert i i.n einem 1 । richen Alters id :u haben, fcn ' od g das Mcidcm 1 fc'mkben gewei Der Angell 1 «erflam, daß ! mit ihr in eh lemaß viel mit die Mert dabei foioenig tounbt’d f । trilcn Lerhanölun । oder geboten tot 1 Urenbergs dies mit dem sie m daß sie mit de and nie mit 1 dabei trotz ernst I ßcidter ihr voi so den Mann 11 den Namen „9h- «nr gesagt zu „Mtten/äger" d und ein Pincem flanieren pflege. Sternberg mit denn letzterer tr Paar und sei e Letzterer erklärt Men „Ottens. 1 yitb an bie ße 8 fragen, bie jebi Die ßeugin 1 «Mag frfl-g Aus . ” Dn Zweite IBouap ( ----.--^ttv q I, «Ufa hst-Car *1% <. 1 täte Euler Hierselbst «eborerre. Cigarren 5785 && & jr Brandplatz. 7081 Vchlotzgaffe. Vielfache, ist erhältlich Frische Eier LL 05012 Frau Belloff, Sonnenstr. 28. in Packeten von 60 Pfennig an in Apotheken und Drogerien. Bürgermeister de- LreiseS Gieße«, betr. das MeffungS- verfahren bei Bau- und Nutzholz, des Inhalts: die Zweite Kammer wolle die Regierung ersuchen, ohne Verzug die durch Amtsblatt Nr. 19 vom 20. Juni 1900 veröffentlichte Maßregel, das MeffungSverfahren bei Bau' und Nutzholz betreffend, alsbald — und zwar sowohl für Staats- als auch für Kowmunalwaldungen zugleich — wieder zurückzunehmen. 2. Eine Vorstellung der Kreiskonferenz der Bürgermeister des Kreises Gießen, betreffend die Unterrichtszeit in der Fortbildungsschule, mit folgendem Wortlaut: Die neuerliche Anordnung (Vcrf. Großh. M. d. I., Abt. für Schulangelegenhetten, vom 5. Oktober 1900, M. d. I. I- 24525), daß die Fortbildungsschule in der Regel um 7 Ubr abmbd iu ichltehen, hiernach also diese Schule schon mittags abzuhalten sei, hat im ganzen Lande ein solch großes Mißfallen bet den Beteiligten erregt, daß die unterzeichnete Kreiskonferenz der Bürger, meister deS Kreises Gießen eS für ihre Pflicht erachtet, diesem Unwillen, wenigstens soweit der Kreis Gießen in Betracht kommt, hierdurch schärsstm Auvdruck zu verleihen. Wie eS auf vielen anderen Gebieten des StaatSlebenS als ein großer Fehler zu be- trachten ist, die verschieder.tlichsten Verhältnisse, Zustände, Personen u. s. w. nach einer einzigen Schablone zu behandeln, so auch hier. Dem Handwerker, dem Handelstreibenden u. s. w. der Großstädte mag diese, ihren Berufsgenossen in den Kleinstädten eine andere Stunde gelegener sein: da läßt fich nichts generalistcren. Vollends aber muß der Bauernstand und der Landbewohner es notgedrungen ablebnen, nach der großstädtischen Schablone br handelt zu werden. Denn mehr wie jemals, mangeln dem Bauern die Arbeitskräfte. Da wäre es denn gar sehr vom Uebel, wenn ihm auch die Hilfe noch entzogen würde, die ihm beim Viehfüttern und den Hofarbetten des NatzmittagS durch seine Söhne und Kleinknechte angedetht. Die Kreiskonferenz ist gewiß keine Feindin allgemeiner Volksbildung, aber ste erachtet eS doch auch dringend an der Zett, warnend den Ruf zu erheben, dm Guten nickt zu viel zu thun. Besonders dringend bittet sie die Schulbehörden, wie geschehen, nickt kurzerhand zu verfügen, ohne wenigstens berufene Vertretungen des Volkes vorher befragt zu baben- In diesem vor- lieaenden speziellen Fall aber bittet die Kreiskonferenz: Hohe Zweite KEmer der S ände des Großherzogtums Hessen wolle tilcnbB die Großberzogltche Negierung ersuchen, es in die freie Entschließung der örtlichen Schulbehörden und der Gemeindeverwaltungen zu legen, zu welcher Tageszeit die Fortbildungsschule ab- -u b a 3/ ©in* 2(ntrag der-Abgg. Molthan und Genossen, betreffend die Errichtung einer Handelshochschule in Hessen, und zwar in Mainz. 4. Eine Anfrage der Abgg. Schill und Diehl betreffend die Fortbildungsschule: Die Unterzeichneten erlauben sich nachfolgende Anfrage an tote Regierung zu richten: Durch die Bestimmung der oberen Schulbehörde ist bei der Fortbildungsschule die Einrichtung getroffen worden, daß die Schule schon nachmittags um 5 Uhr ihren Anfang nimmt, anstatt, wie früher dieselbe erst abends von 7 bis 9 Uhr abgehalten wurde. Ist der Regierung bekannt, welcher Nachteil und welche Unzufriedenheit diese Bestimmung bei Arbeitern, wie Arbeitgebern hervorgebracht hat, da hierdurch die jugendlichen Arbeiter mitten aus der Arbeit heraus- geriffen, und die Arbeitgeber gezwungen werden, auf die Arbeit dieser ärmeren Fortbildungsschüler zu verzichten, die doch diesen Verdienst zur Unterstützung ihrer Familien so nötig haben? In all' den Betrieben, wo diese jugendlichen Arbeiter in Arbeit stehen, als in der Landwirtschaft, im Handwerk, in Fabriken findet dieser Mißstand statt, und fehlt es dadurch den Arbeitgebern an Arbeitern und den Arbeitern an Verdienst. Die Unterzeichneten erlauben sich daher Großherzogliche Negierung zu ersuchen, eine Aenderung bezüglich des Beginnens der Schule eintreten zu lassen, damit der Nachteil und Schaden der Arbeiter wie Arbeitgeber beseitigt, und Zufriedenheit derselben wieder einkehrt. 5. ein Antrag des Abg. HaaS-Darmstadt betreffend die Förderung des landwirtschaftlichen Verkaufs des Getreides und anderer landwirtschaftlicher Erzeugnisse, des Inhalts, die Kammer möge die Regierung ersuchen, in das Staatsbudget für das Jahr 1901/1902 den einmaligen Betrag von 500 000 Mk. zum Zweck der Förderung der Errichtung von Genossenschaftlichen Kornlagerhäusern einzustellen. 6. Ein Antrag des Abg. Wolf, betreffend Zusatz zum Artikel 41 des Feldbereinigungsgesetzes vom 28. September 1887. An den Schluß des angeführten Artikels fqö folgender Zusatz ge macht werden: „Werden Grundstücke so verteilt, daß die neuen Teile mit den Nachbargrundstücken dauernd wirtschaftlich vereinigt werden, so ist die Teilung bis zu jedem beliebigen Flächenmaß zulässig. Die Bestimmung über die zulässige Mindestfläche bei Waldvertetlung findet nur da An- Borhäuge, Portieren, Gobelins, Tischdecken, Linoleum (Reste sehr billig), November 15. Dem Installateur Karl Belloff ein Sohn. 17. Dem Oberkellner Curt Viehweg eine Tochter, Auguste Martha Johanna Margarethe. 19. Dem Spenglermeister Christian Arnold eine Tochter. 20. Dem Zahlmeister Erich Saxe ein totgeborener Knabe. 21. Dem Kaufmann Bernhard Quink eine Tochter, Marie Josephine Ottilie. Dem Schreiner Karl Peter eine Tochter. «eftorbene. November 18. Elisabeth Georgine Feldhaus, 13 Jahre alt, Tochter von Wirt Louis Feldhaus dahier. 19. Katharine Völkner, geb. Nagel, 67 Jahre alt, Privatin dahier. 21. Ernst Möser, 74 Jahre alt, Rentner dahier. . Heule eingetroffen r 05909 Erffrischungslikör „Brennende Liebe“. Gasthaus- Ritter,Steinbackb.Gießen. Vermischtes. • Könitz, 23. November. Dieser Tage stand die Frau Martha Maßloff, die Frau des kürzlich wegen Meineids verurteilten Bernhard Maßloff, vor dem Schöffengericht, um sich wegen Diebstahls zu verantworten. Sie hatte diesen Diebstahl Ende August begangen und gestand ihn während der Verhandlung schließlich ein, worauf sie vom Gericht zu einer Woche Gefängnis verurteilt wurde. Bei dieser Gelegenheit trat durch Bekundung mehrerer Zeugen zu Tage, wie schlecht der Vater der Angeklagten, der Ehemann, der ebenfalls zu Zuchthaus wegen Meineids verurteilten Frau Noß, von Frau und Töchtern behandelt wurde. Unter anderem wurde erwiesen, daß Frau und Kinder den alten Mann längere Zeit gezwungen hatten, in einem Stallraum zu nächtigen. An einem der besten Abende machten die Fortbildungsschüler vor dem Hause des FleischermeisterSAdolph Levy eine antisemitische Demonstration und erfüllten die Straße mit „Hepp Hepp"-Geschrei. Hinzukommende GenSd armen stellten die Ruhe her; anstatt Verhaftungen vorzunehmen, was nur langwierige Prozesse zur Folge gehabt hätte, griffen die GenSdarmen ein Paar der Hauptschreier aus der Menge heraus und applizierten ihnen einige tüchtige Ohrfeigen; die Menge stob auseinander, und die Demonstration hatte binnen zwei Minuten ein Ende gefunden. Aus Stadt und Fand. Gießen, 24. November. •• Der Zweiten Kammer der Laudstande gingen folgende Klagen zu: 1. eine Vorstellung der Kreiskonferenz der Wind & Wetter können die Widerstandsfähigkeit eines guten Sckub- lederS kaum zerstören, so lange dasselbe gut gepflegt und vor allen Dingen mit Gentners Schuhfett Plasmon wirksamstes und billigstes Nähr- u. Kräftigungsmittel. PLASMON enthalt Eiweiss und Nährsaize der Milch in löslicher, geschmack- und geruchfreier Form, kann jeder Speise ohne Gesohmacksstörung zugesetzt werden, erhöht den Nährwert der Speisen um das Wclie, Ziegen» und Angorafelle, 7506 Bettkolter, Steppdecken. Th. Brück, Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen. «ufgevote. . . November 3. Heinrich Haberkorn, Sergeant in Butzbach mit Mane Bolpert Hierselbst. 20. Wilhelm Rieß, Schneider dahier mit Lmse Elisabeth Johanna Helene Heck Hierselbst. Karl Martin Schäfer, Eisen- dreher dahier mit Margarethe Katharine Simon hrerselbst. 22. Georg Schambach, Lokomotivführer in Biblar mit Wilhelmine Heinrich « Heppenheim a. d. W. Georg Bernhard Hill, Gerber in Eberstadt mit Margarethe Schmitt in Eberstadt. Karl Heinrich Dietz, Postbote m Darmstadt mit Wilhelmine Elisabeth Katharine Henriette Weber hierselvst. Sheschlietzungen. November 17. Georg Karl Kreuder, Prokurist dahier mit Elisabeth Sophie Raabe Hierselbst. Johannes Friedrich Wenzel, Hausbursche dahier mit Johanna Keil, Witwe Hierselbst. Heinrich Karl Mart« Christian Wilke, Bürgermeisterei-Gehilfe in Bad-Nauheim mit Marie Sämtliche Backzuthaterr empfiehlt daS Dogen- und EhemikaliengefchLft Seltersweg 39. Otto Dchaaf. 7461 NM" Fast verschenkt! 375 Stück nm 3.50 Mk. 1 reiz, vergold. Uhr mit prackwoller Goldmkette, genau gehend, 3jähr. Garantie; 1 pracktv. Collier aus orientalischen Perlen, mob. Damenschmuck für Arm, Hals oder Haar, mit Patentverschluß; 1 hocheleg. Nlckeltaschen- meffer (amerik. Fabrikat); 1 prachtv. Lederbörse; 1 ff. Cigarettentasche (Neuheit)' 1 hocheleg Cigarrenspitze mit Bernstein; 1 feines geb. Notizbuch; 1 Oarmtut ff. Doublögold-Manschetten- und Hemdenknöpfe mit Mechanik; 1 sehr eleg. Damen- Broschnadel, letzte Neuheit; 1 prachtv. Tascken-Toilettenspiegel mit schön. Elm; 1 ff. wohlriechende Toilettenseife; 1 prachtv. Kravattennadel mit Simili-Brillant, sehr täusch; 112 sehr nützliche und praktische engl. Gegenstände für Korrespondenzgebrauck und diverse <50 Gegenstände, in jedem Hause unentbehrlich. Alles zusammen mit der prachtvollen Uhr, die allein daS Geld wert ist, ift vor Postnachnahme für 3.75 Mt. nur kurze Zeit zu baben von dem Central-Exporthaus H. Brenner» Krakau Nr. 9895. — Für Nichtpaffendes Geld retour. — ttttb Haarausfall. Georg Lotz, Bahnhofstraße 28. Shampooiig (Damen Kopfwäsche«) 1 Mk. Aestes Wittel gegen Schuppen Buchweizenmehl 1 pMt.wffen. I. M. Schulhof. ales. -tueE.r "Sorten ' 'Äs’ ÄS*““» Wereffe des 8QJ £ in dem 6- em Beschluß der Gesellst :u6 dem Vermögen der D 'etrag von 100000 M zm Bau der Ei! am zur Versügung itrettor: B W bitten, dem Vorstände st 'i, welches die Deutsche •! "0Ita8'h,f tti*1'*1" fr tiliv irrte. "'S;W kl, hfl' ieruberg. Berlin,23. Aver. mit, daß eine Anzal Akten geworden jt : gegen den AriniU )er Mi verhaftet !» fort, er halte es für' ^röachtsgründe gegei. ^aen Verbrechens y sich inzwischen V: dieser Nacht verhaft: verbrechens gegen - ldigen Dr. Stornier uni! Frau Blümer auf den Gesunbhc^-. ^besondere der ziehen. FrauKo-^-. in StfW.ri 'del, dchev «»’***• ■ dve »°ch £# M üb-r d^ (Thranfett) in roten Dosen mit dem Kaminfeger eingefettet wird. Ueberall käuflich * 10 und 20 Pfg. Fabrikant: S37 Schutzmarke. Earl Hentner, Göppingen. 1,1 bei Ange kl. Schweding ihr eines Tages gemacht Hat, uj sich nach der Frieda zu erkundigen. Frieda habe ihr ej wiederholtes Befragen immer gesagt, daß es ihr bei z-r Masseuse Fischer sehr gut gefalle. Was bei der Fischer Mainq, habe Frieda nie erzählt. R.-A. Dr. Werthauer tiontragt die Vorladung der drei betreffenden Mädchen «iz Zeuginnen Staatsanw. Braut widerspricht diesem imrafle. Schließlich lade man Fioch die ganze Sä,ule vor. wirklich Frieda Woyda nach dem ersten Sternberg- Pkvzeß unanständige Redensarten gemacht haben sollte, i.iuäre das ja kein Wunder. Ein Mädchen, das solche Verhandlung mit anhört, muß ja verdorben werden. R.-A. 2t Werthauer: Dann muß festgestellt werden, ob die «eusjerungen nach oder vor dem Sternbera^Prozeß ge- Htn sind. Der Gerichtshof behält sich den Be- |6u§ über den Antrag vot. Frieda Woyda bestreitet «^schieden die behaupteten unanständigen Redensarten gemilcht zu haben. , „ ... Die nächste Zeugin, die 16 fahrige Flo ter, ist von •it Callis mit zur Fischer genommen worden, um sich -um Modellstehen zu melden. Sie haben dort einen Herrn oiiqctroffen, der ihnen 2 Mark zur Fahrt gegeben und bemcrkt habe, er habe keine Zeit. Dieser Herr sei, wie die Zeugin bestimmt behauptet, Herr Sternberg gewesen. Sie sei mit dem Mädchen Spuermann noch ein zweitesmal bei der Fischer gewesen, höbe den Herrn aber nicht angetroffen. — Auf Befragen W R.-A. Werthaü er giebt die Zeugin, die sich jetzt keinem Erziehungsstift befindet, zu, trotz ihres jugendliche:, Alters schon viel mit Männern sich Herumgetrieben zu taben. Kriminalkommissar v. Tresckow teilt mit, oaß das Mädchen eine Kostgängerin der alten Kupplerin Äitjfcben gewesen sei. r . c Der Angeklagte Sternberg macht Darauf auf- mrkiam, daß die Zeugin mit der Ehlert bekannt sei, mi ihr in einem Stift zusammensitze und sich natur- ßtiniiß viel mit ihr über diese Dinge unterhalte. Daß bie Ehlert dabei auch seinen Namen nenne, sei doch eben- jiiDenig wunderbar; denn diese habe ihm ja in der ersten Verhandlung 14 Tage lang gegenüber gesessen. Der llMklagte behauptet ferner, daß die Aussage der Zeugin doch ganz unlogisch sei. Sie behaupte, daß der betr. Starrn, auf den sie etwa zwei Stunden gewartet haben 2oill, extra zu der Fischer hingekommen sei und es sei Loch ganz unlogisch, daß derselbe Mann sich einige Zeit »ort aufgehalten, um dann den Mädchen zp sagen, er Habe keine Zeit. Jedenfalls sei er der angebliche Mann mcht. — Die Zeugin wird vereidigt. Ms Belasttingszeugin wird die 16jährige Elise Ludwig vernommen. Sie erklärt, daß sie von keiner ■Idtr beeinflußt, ihr auch von keiner Seite Geld gegeben .Her geboten worden sei. Sie soll in der Photographie Sternbergs diesen als einen Mann wiedererkannt haben, mit dem sie mehrfach verkehrte. Sie bekundet bestimmt, -aß sie mit Herrn Sterrnberg nie etwas zu thun gehabt inb nie mit ihm unsittlich verkehrt habe. Sie bleibt Itoben trotz ernster Vorhaltungen, auch nachdem Herr Stier- jübtrr ihr vorgehalten, daß sie in der Photographie -ja den Mann wiedererkannt habe, der bei den Mädchen Iben Namen „Nuttenjäger" trage. Die Zeugin behauptet, ;«ur gesagt zu haben, das Bild könnte vielleicht den tenjäger" darstellen, der gleichfalls einen Spitzbart «nb ein Pineenez trage und in der Passage herumzu- Ilmieren pflege. Jetzt sehe sie aber bestimmt, daß Herr Remberg mit diesem „Nuttenjäger" nicht identisch sei, Ifcnr letzterer trage einen rötlichen Spitzbart, habe volleres Saar und sei etwa 10 Jahre jünger als Herr Sternberg, toterer erklärt, daß er das größte Interesse daran habe, liefern „Nuttenjäger" herauszubekommen, und richtet des- |afb an die Zeugin eine ganze Reihe darauf bezüglicher gragen, die jedoch zu keinem Ergebnis führen. Die Zeugin wird vereidigt und die Sitzung bis auf »instag^ halb zehn Uhr vertagt. Für Kaiser’» Brust-Karamellen Kf aflcjA notariell öegk. NlLang 7hall Zeugnisse «Sdunch anerkannt. Ri'ig dastehender Beweis für sickere &l’e bet HuSen, Heiserkeit, Ittarrhund Der schleimurrg« Paaket 25 Pfg. bei: Wallenfels in Kletzen, Markt 2i. Telephon 46. Wr. Wallenfels in Hießen, fitä. Wallach in Hießen. «!Mg Lein in «puugen. 7042 kaufe« TX ii Sie preiswert und BJ A T j A Lindenplatz, Ecke Wallthorstr. ± , . __ .ths? yp ® DN Mff1 1 * S. C. Antritts-Kommers 7644 I. A.: Stlebeling HntM« Der S. C. zu (Messen. Das präsidierende Korps Starkenburgia. b®«« UV ”ni 2fl I (U-rtnWl "* gj^tfliN Seine lieben E. M. E. M., A. H. A. H. und auswärtigen i. a. C. B. i. a. C. B. erlaubt sich unterfertigter 8. C. zu dem am Montag* dem 26. d. Mts., abends 8 h. c. t. 4 im Saale des Cafe Leib stattfindenden £ S. C. Antritts-Kommers z ganz ergeben st einzuladen. ▼ Die Probe findet ausnahmsweise 7656 Montag den 26. November statt. Georg Marx Wwe. Warktstraße 12 empfiehlt Warktstraße 12 alle Arten Spielwaren für die Puppenküche, sowie Kochherde mit Blech-, Kupfer-, Nickel- und Emaillegeschirr in größter Auswahl zu billigsten Preisen. 05017 OO00Q0OO0Orxr0000vOOOQ0O00 Feldstecher Operngläser Barometer Thermometrographen Thermometer Reisszeuge Brenn-Apparate Kompasse Stereoskope Laterna magica Dampfmaschinen Dampfschiffe Experimentierkasten Elektromotore Lupen, Lesegläser Mikroskope Elektrisier-Apparate Salon-Lünetten Goldene Brillen und Pincenez empfiehlt 7648 g Emil Schmidt, Neuenweg 16. g ooooooooooooooooooooooow An Giessen und Umgegend! Da es mir nur möglich ist, nur noch zu diesem Jahrmarkt für dies Jahr nach Gießen zu kommen, so im Voraus decken, umsomehr, da ich wollen Sie Ihren Bedarf an tvUJuyiUUlllI Ihnen außerordentl. preisw. offeriere: von 0.50 Mk. an, , 0.90 „ „ , 1.50 „ „ „ 0.75 , „ . 2.50 , , Damen»Hausschuhe, mit Filz und Gummisohle, » (Stramin und warm Futter) (schwarz mit Lederbesatz) Herren-Hauöschuhe (warm) Spangenschuhe Schnür- und Zugstiefel, mit Lederbesatz u. warmem Futter, , 3 — ’ UlUe anderen Schuhwaren für Erwachsene und Kinder zu bekannt billigen Preisen. Nur einen Tag zum Jahrmarkt, 7683 am 28. November — auf Oswaldsgarten “A. Springmann; 7637 Wollene Schlafdecken Baumw. Schlafdecken Biber-Betttücher Steppdecken Bet decken Bet vorlagen Tischdecken in großer Auswahl. C. Röhr & Co. Champoonicrcii (Namenkopswaschen) bei sorgfältigster Ausführung 1 Mk. empfiehlt [6122 Herrn. Plank Ww. orrr Sperlal-Aamenfriseurgeschäft. aluc Arten Haararbeiteu, wie Zöpfe, preher, Locken etc. werden schon und dauerhaft angefertigt. Gummischuhe^ in großer Auswahl empfiehlt 05001 Franz Neumeier, Sonnenstr. Korbsessel Blumentische Puppenwagen Sportwagen Kinderftühle Treppenleitern Reisekörbe Holzkoffer Fleischmulden Waschbntten empfiehlt billigst 7639 Louis Lony, Bahnhofstraße 27. 0 6 0 0 0 o 0 s 0 0 0 0 0 0 CO CO co BMW ^18'7^ Q Kaffee v. unerreichter Qualität bei Q Q Markt 4, J.M. Schulhof, Tel. 119. Q ocx»oc»oc»oooöoc Empfehle zu Weihnachten Kissen- eiusätze, drei« uud viereckig, Spitzen aller Art, Läufer, komplette Garnituren, Taschentücher, ShawlS, geklöppelte und spanische. Trübgewordene Spitzen werden billig abgegeben. frflö SHmidtz 7496 Teufelslustgärichen 26. Milchzucker chemisch rein IfonS« sowie alle übrigen Mtt-Mhlmttel, feinsten Medic.-Leberthran, medic. Weine etc. empfiehlt die 7144 Löwen-Drogerie W. Kilbinger. Nordstrasse 58. 25000 Betten Beweis, wie beliebt m. Betten sind. Gr.Ober-,Unterbett u.KiSSOn I2i ..Prachtv. Hotelbetten I7> '2. Botho Herrschaftsbetten 22',2^. Bettfed. 46^., 86# 1,10. Halbd. 1,86 u. 2,36, feinste 3,60. Merrl. Sohlafdeoken 3,65. BothoWolls. Steppd.6,76 Bettbezug u. K. 4 .M. Betttücher 1,76. Prima 2.76. Bettfedern-Musteru. Preisliste gratis. Ntohtpass. zahle Betrag retour. Kirschberg, Leipzig. 36. Indwlpsburg. jtcnchelhdia Schöner Ausflugsort, ff. Bier ans dem Gießener Brauhaus. Gute Küche. 6905 Zöpfe, Dreher, Haar Uhrkettev, Toup^s, Scheitel u. Perrückeu werden billigst angefertigt. Spezialität in grauen und weißen Haaren bei 910 H. Tichy, Skliersmg 43. Mk. 1.25 für die Vl (7* Ltr.) Fl. Mk. 0.75 für die 7a Fl. Maltoumink ans Matz H Sherry-Art Tokayer-Art < 4t Portwein-Art. <► Rein, nahrhaft und bekömmlich. Aepols in den Apotheke«, Arogenhand- lungen, kessere« Aotonlalware«- und Aetikatetzgeschäslen. 7333 Sind Sie Taub?? Jede Art von Taubheit und Schwerhörigkeit ist mit unserer neuen Erfindung heilbar; nur Taubgeborene unkurirbar. — Ohrensausen hört sofort auf Beschreibt Euren Fall. Kostenfreie Untersuchung und Auskunft Jeder kann sich mit geringen Kosten zu Hause selbst heilen. Dir. Balten'« Ohrenhellanstalt, 5£S La Salle Ave., Ohloaffo, Jll. 7 3it verhüllten Karzer Kanarienvögel, prima Sänger, auch Weibchen, zu der- kaufen Sonnenstratze 1«. Hausverkauf. Mein in bester Lage befindliches HauZ, zu jedem Geschäftsbetrieb geeignet, will ich verkaufen. 7567 H« L. Bereit, ________AlSfeld, Marktplatz. 7573] Eichen pol.Bücher-od Jnstiumenten- schr., vorz. gearb.,zu verk.Stephanstr.41,IlI Taselklaviev noch sehr gut erhalten, besonders für Vereine geeignet, ist zu verkaufen. 7623 Näheres in der Expedition d. Bl. /Line fast neue. eiserne Bettstelle mit Matratze zu verk. Afterweg 41. verschiedenes MF* Viele Kranke leiden anr Mattigkeit, Abmagerung, Angst- und Schwindelgesühl, Gedächtnisschwäche, Ku-zathmigkert, Herzklopikr. Kopfweb, Migräne, Rückenschmerzen, Magenbeschwerden, schwacher Verdauung, Appetilmangel, Blähungen, Sodbrennen, Erbrechen rc und stechen oft langsam dahin, ohne de« wahren Grund ihrer Leide« zu ahnen uud das richtige Heilmittel zu finden. Em belehrendes Buch mit KrankheitSbesckreib- ungen versendet an jedermann gratis und franko <670 Die Verwaltung der Emma- Heilquelle, Boppard. An und Verkauf von gebrauchten Möbeln, Ete^r-> «leider«, Wäsch-, c>-f-n MJJ i Gold- und Silbersachen, Antiqu^ täten, Metallen, Eisen, Lumpen u»d «nochen, sowie Uebernahme gaupr Einrichtungen. 595 Louis Rothenberger V»e Ei« Kemhardilltt §nnii entlaufen, hört auf den Namen .Barry'. Gegen Belohnung abzugeben Walltysr- ssraße 27. Henkel, Gastwirt und Metzger. akad. ausgebildete Schneiderin nimmt noch Kunden an. Red Star Linie in Antwerpen, Joh. Fr-Schaaf in Giesseo H. Klippsteln in Langsdort «teinvraste 27, ni. ’ nach NMLff Garten ftjft "LüSM Off u. 8 05007 an die Exoed, b »erwtwertü* ftr Ha el|mci*c «Ml: P. BhHh W Ha es^saWk4**» Med*| ut mu. »atxknuhxd «c^a> to <►*** ($lanbi Hich idie köstliche Lus ie alles verkläi trostvollen Haut k er den elenden ! ßmll einemmal ü w*)n 3a()c ju 3al •hm Silber [tuet W aVieNe- *u ?es sptze, kin ^mderhaft. flafd *) ffiit sind in bi L' 18. d. M. ö£ d' ^ntrs, hier zum eimal die fcwt.:r; -lach einem Jthir begegnete arm Wegrande lächeln glotzte Mmntzige Stroh! llMnnd des Men braune Gesich vo -Kops unaiishörlic Mtolanb suhlte sic 5 ! «» wiede MAP Meie nie sj nT di- mt! ’n e k p