I Uhr, 4867 ri« alle 11, »eiotte. tragen. itUe ten. 4409 es 503S es. M8 t J* 's Kopses"- M da MM ch M d° . unb i»«1 "'d°ch ß° B bilf*7 Ata.irt uit werdet wh d^e > ÄerünM' E O lth^M -'N. priest werden- M Bd >«Kb" II/ Nr. 171 Erstes Blatt. Mittwoch dm 25. Jul! i»oe Gießener Anzeiger General-Anzeiger Alle Anzngen-BermtttlungSstellen deS In» trab Äuitanl* nt^men Lnzeigm für den Gießener Anzeiger mtgrge. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfß. AezugspreiL vierteljährl. Mk. 2M monatlich 75 Pfg. mit Brtngerlohn; durch die AbholesteL« vierteljährl. Mk IM monatlich 65 Pf§. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierletjähstL. mit Bestellgeld M«««hme »mi Anzeigen zu der «^mittag» für d« 4«4fme bei Die »Hfwtr KamtttenStütter wrbcp dem ünzeiger '» »echfti mit „Heff. Äardmtrf 1. ^Blätter >Re HNi. SvM künde- 4«1 deigelegt. Amts- und Anzeigeblatt M* den Ureis Gietzen. 'WM—g1' 1 ■ ----u™-'1 H*e8*e, tzx?xoinon und Druckerei: FOscSttttze Ar. 7. Graüsbeilagr«: Meßeuer FamMenblStter, Der heWche Aandwirt, Klätter für Hessische Volkskunde. treffe für Depeschen: Anzeiger Kte-M. Fernsprecher Nr. 5L Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betreffend: Die Abgabe der Vermögenssteuer-Erklärungen zum Zwecke der Veranlagung für das Steuerjahr 1901/02. Nach Artikel 19 des Gesetzes die Vermögenssteuer betr., vom 12. August 1899 haben die von der Kommission für die Einkommensteuer erster Abteilung zu veranlagenden, ein jährliches Einkommen von 2600 Mark und mehr besitzenden Betriebsunternehmer (Personen, die Land- und Forstwirtschaft oder ein Gewerbe betreiben), die zum ersten Male mit Anlage- und Betriebskapital zur Vermögenssteuer veranlagt werden, eine schriftliche Erklärung über das im land- und forstwirtschaftlichen oder gewerblichen Unternehmen verwendete Anlage- und Betriebskapital und die es belastenden Schulden abzugeben. Ferner sind nach Art. 25 desselben Gesetzes diejenigen, deren sonstiges Vermögen (Kapitalvermögen usw.) nach Abzug der darauf lastenden Schulden einen Wert von 3000 Mark und mehr hat, zur Abgabe einer schriftlichen Erklärung über dieses Vermögen verpflichtet. Zu diesen Erklärungen sind die vom Gr. Ministerium der Finanzen festgesetztenFormülarien zu verwenden; dieselben sind je nach> der Wahl der Steuerpflichtigen offen oder verschlossen spätestens bis zum 81. Juli d. I., ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten Hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnorts oder auch unmittelbar bei dem betreffenden Steuerkommissariat abzuliefern. Den außerhalb des Großherzogtums wohnenden Steuerpflichtigen werden die Formularien zu den Steuer- erklücungen durch die betreffenden Steuerkommissariate zugesendet, an welche die abzugebenden Erklärungen innerhalb vier Wochen unmittelbar einzusenden sind. Nach Art. 32 des Gesetzes sind die Vermögenssteuererklärungen abzugeben: 1. für Minderjährige, für Abwesende, sowie für Personen, die aus anderen Gründen unter Vormundschaft oder Pflegschaft gestellt sind, von deren gesetzlichen Vertretern; 2. für Nachlaßmassen, die der Steuerpflicht unterliegen, von deren Verwaltern; 3. in allen anderen Fällen von dem Steuerpflichtigen selbst und zwar hinsichtlich seines eigenen Vermögens «, als auch, des Vermögens, das ihm nach Art. 10 setzes bei der Besteuerung zuzurechnen ist. Bei Abgabe dies er Erklärungen i st besonders zu b e ach ten, daß Schulden und Saften nur dann an dem rauhen Vermögen abgezogen werden können, wenn das Bestehen und dieHöhe dieserSchulden undLasten nach - gewiesen wird. Zwecks Herbeiführung einer zutreffenden Veranlagung des Grundvermögens, bezüglich- dessen eine gesetzliche Verpflichtung zur Abgabe von Erklärungen nicht besteht, ist die Einreichung freiwilliger Erklärungen über die Höhe, den Wert desselben und die es belastenden Schulden in eigenem Interesse des Steuerpflichtigen sehr wünschenswert, da hierdurch^ unter Umständen einer irrtümlichen Veranlagung und den hieraus erwachsenden Weiterungen vorgebeugt wird. Awknüpfend an diese Mitteilungen richten wir an die hiernach zur Abgabe von Vermögenssteuererklärungen Ver- tftüfyteten unserer Bezirke hiermit die Aufforderung, ihre 9er, wählbar bis zu dem angegebenen Termin atr Die betr. Bürgermeistereien oder direkt an uns gelangen Ku lassen. Die bei den Bürgermeistereien einlaufenden Steuererklärungen werden, und zwar insoweit verschlossen, uneröffnet, an die Vorsitzenden der betr. Veranlagungskommissionen abgegeben werden. Die Formularien zu den Steuererklärungen, welchen ein Auszug aus dem Gesetz und der hierzu erlassenen Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnorts zu beziehen. Gießen, Grünberg, Hungen und Nidda, 29. Juni 1900. Die Großherzoglichen Steuerkommissariate I. E. I. E. Krug. Ulrich. Frenz. Schmitt. Samsun und sein Hinterland. (Wirtschaftsbrief aus Kleinasien.) Samsun, Juli 1900. Die gesamte nordanatolische Küste von Eregli bis Trapezunt trägt einen gemeinsamen Charakter. Bergreihen, im westlichen Teil mehr mit scharfen Zackungen und tiefen Einrissen, im östlichen Teil mehr gewellt und mit kegelförmigen Häuptern, sowie mit weiten Thalfurchen durchzogen, umgürten die Küste und schließen das Hinterland durch ihre hohen Erhebungen vom leichten Verkehr mit dem Meere ab. Saftige, wildreiche Waldungen von Eichen, Linden, Buchen, Edeltannen, Kiefern und Fichten krönen die Höhen. Waffergesättigte Thäler laden zur Bestellung. Bald dringen kleine schmale Rinnsale durch die Felsspalten zum Meere, bald zeigen sich rauschende Flüsse, die, an hundert Stellen an geradem Lause von den Bergen gehemmt, in vielfach gewundenen Linien zum Meere durchbrechen müssen. Breite Deltaniederungen, mit Eichendickicht und Schlingpflanzen bewachsen, hier und da von Mais- und Tabakseldern bedeckt, von Fieberdünsten überlagert, kennzeichnen die Mündungen eines Kysyl und Jeschil Irmak. Keine langen, schräg ins Meer hinauslausenden Klippen, unter deren Schutz größere Hafenbecken stehen können. Der Bos tepe burun vor Sinope ist die einzige solcher Bildungen. An der Nordwestküste mangelt jedweder tieferer Einschnitt; an der Nordostküste zahlreichere Einbuchtungen, aber diese in weite Halbkreise sich formend, daß allen ungünstigen Winden ein Spielplatz geboten ist, so solche von Riseh, Trapezunt, Tireboli, Kerasund, Ordu, Unieh, Samsun. Mäßig besiedelt ist das Küstengebiet selbst. Die zahlreichen Bergzüge, die Kämme, Zacken, Kuppen, Hänge und jähen Senkungen wehren größeren Siedelungen. Erst aus den Hochebenen hinter den Küstengebirgen dichtere Bevölkerung und häufigere Stadtgruppierungen. Alle lebhafteren, wohlhabenderen Ackerbauzentren und Sitze des Warenaustausches und Kleinindustrie liegen im Inneren, so Safranboli, Kastamuni, Tosfia, Bojabad, Mersiwan, Amasia, Tokat, Siwas. Alle nennenswerlec: Hafenplätze der anatolischen Nordküste erfüllen die Ausgabe, die Bodenerzeugnisse des Hinterlandes in Empfang zu nehmen und dorthin europäische Waren zu verteilen. AmaSra dient der Gegend von Safranboli, Jneboli der von Kastamuni, Sinope der von Bojabad. Die größten Flächen, die reichsten Gebiete, die bedeutendsten Binnenstädte Nordkleinasiens bestreicht jedoch Samsun. Das ganze Land, das nördlich von Jüsgad vom Halbkreislauf des Kysyl Irmak umschlossen wird, Jüsgad, Siwas, Tokat, Amasia, und das ganze hochfrucht, bare vom Jeschil Irmak und seinen zahlreichen Nebenflüssen gespeiste Gebiet gehört zur Handelszone von Samsun. Seit Mitte des Jahrhunderts hat Samsun das nicht so bedeutende, durch seinen sicheren Hasen überlegene Sinope überwunden, lieber Bojabad kommt der Einfluß Sinope's nicht hinaus. An den schroffen Uferwänden des durch wenige Brücken gezähmten Kysyl Irmak müssen die Handelszüge von Sinope Halt machen. Im Lause der letzten zwei Jahrzehnte hat sich ein gewisses Aufblühen Samsuns vollzogen. Der Entwicklung der Tabakpflanzungen von Samsun und dem nahen Basra und der Vervollkommnung der Getreide- und Obstkultur von Amasia darf man diesen Ausschwung zuschreiben. Denn kein Transitverkehr wie in Trapezunt setzt hier die HandelSkräste in gute Nahrung. Unter den kleinasiatischen Tabaken haben die von Samsun und Basra den besten Ruf. Nach Deutschland (seit Berührung Samsuns von der Deutschen Levantelinie meist über Hamburg), Oesterreich, England, Rußland gehen bedeutende Quantitäten des Produktes dieser Gegenden. Der Ertrag von Samsun betrug im Jahre 1899 in 160 Ortschaften mit ungefähr 5500 Pflanzern bei einem bebauten Flächenraum von etwa 11000 Dönüm (1 Dönüm — 937.8 Hektar) ca. 2 000 000 Kilo. Die Pflanzung des Tabaks geschieht zumeist aus einem wenige Kilometer breiten Küstenstreifen, besonders aus den Nordhängen der Küstenberge, und in den Niederungen der Flußdeltas. Nur längs der Flußläufe reicht seine Kultur etwa einen Tagemarsch ins Innere hinein, am weitesten beim Kysyl Irmak, und zwar bis zu einer Entfernung von 80 Kilometer von der Mündung. Eine der vier unter Leitung der ottomanischen Tabakregie in der Türkei arbeitenden Tabakfabriken (Sa- lonik, Smyrna, Konstantinopel) befindet sich in Samsun. Schon vom Schiff aus drängt sich die nüchterne Massivität des Gebäudes in das anmutige Stadtbild hinein. Dem Besuch der Fabrik habe ich interessante Einblicke in die Methoden der Verarbeitung zu verdanken. Eine Anzahl mächtiger Säle fassen die ca. 500 Arbeiter, die als Tabaksortierer, -schneider, -Verpacker und Zigarettenmacher thätig sind. Der Verdienst der Tabakleser, die sich aus den erfahrensten Kräften rekrutieren, beträgt 8 bis 12 Piaster pro Tag. Die Zigarettenmacher arbeiten im Akkord. Die Geschicktesten können 3000 Stück pro Tag liefern, was einem Gewinn von 131/2 Piastern entspricht. Für den Orientalen stellen diese Löhne eine hochbegehrte und reichliche Einnahme dar. Das Füllen und Verkleben der Pakete liegt in der Hand von Kindern. Hauptsächlich Armenier und Griechen, wenig Türken sah ich unter der Schaar. Mit affenartiger Gewandtheit liegen die meisten dieser Thätigkeit ob, und vermögen so ca. 2000 Pakete täglich fertig zu stellen (pro 1000 2 bis 2i/2 Piaster). Ein deutscher Ingenieur hat die Leitung der Fabrik in Händen. Er hat eine ungemein ingeniöse, höchst komplizierte Maschine erfunden, die automatisch das Wägen des Tabaks, Füllung des Pakets, Schließung und Beklebung desselben vollzieht, und an 25 000 Pakete den Tag liefern soll. Die Maschine ist bereits patentiert, und wird gegenwärtig hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit in der Konstantinopeler Tabakfabrik erprobt. Die zweite Quelle zunehmender Wohlhabenheit Samsuns ist der Getreide- und Obstexport. Amasia gibt sich als Mittelpunkt dieser Kulturen. Besonderes Augenmerk gebührt diesem Ort, da dort eine Anzahl deutscher Familien ansässig sind. Wunderbar sind hier die Erträge von Weizen und Gerste (15 bis 20 Körner auf eines in guten Jahren), ebenso in Tokat und Siwas. Jährlich 10 Millionen Kilogramm Weizen und Gerste mögen au» diesen Bezirken über Samsun ausgesührt werden. Jammerschade, daß der Anschluß der Gegend von Siwas an die anatolische Bahnlinie Konstantinopel-ESkischehr-Angora in unsichere Ferne gerückt ist. Zur Erntezeit ist die Straße von Samsun nach Amasia täglich von ca. 400 Fuhrwerken belebt. Die Mühlenindustrie würde bei einiger Anstrengung in Samsun wie im Hinterlande sichere Zukunft haben. Klimatisch stellt sich der Strich von Amasia für europäische Ansiedler durchaus günstig. Mir steht bei dieser Erwägung lebhaft vor Augen, was in dem hinsichtlich Klima und Bodenbeschaffenheit ziemlich gleichen Transkaukasien die Arbeit von drei Generationen schwäbischer Bauern in 13 blühenden Dörfern zuwege gebracht. Welche glänzende Kulturarbeit vermöchten solche in Gebieten zu leisten, wo sie nicht eines Tages der Russifizierung zum Opfer fallen müssen. Das Ansehen des Deutschen Reiches und sein im nördlichen Kleinasien stärker eingreifender Handel möchte es wohl vertragen, wenn ein konsularisches Netz gebildet würde. Als Generalkonsulat hätte dann Trapezunt auszutreten, dem sich als Vizekonsulate Erserum, Samsun und das bereits bestehende Wahlkonsulat in Amasia unterordnen würden. Dr. H. Grothe (in der „Allg. Zlg.") Die Wirren in China nnd die evangelische Mission Man «schreibt uns aus Kreisen der evangelischen Geistlichkeit: Die tragischen Ereignisse im fernen Ostasien nehmen, das Interesse jedes Deutschen in vollstem Maße gefangen. Ist es doch, wie wenn ein Vulkan, seither trag und leblos, nun plötzlich aus seiner Tiefe die feurige Masse schleudert, die mit elementarer Gewalt alles Heben in seinem Bereiche unbarmherzig vernichtet. In diesem Augenblick, wo die Entrüstung über den perfiden Treubruch, den Blutdurst und die teuflische Grausamkeit des auf seine 3000 Jahre alte Kultur überstolzen Chinesenvolkes jedes deutsche Herz erfüllt, ist von gewisser Seite eine traurige Debatte auf die Tagesordnung gestellt worden, die geeignet ist, in nicht orientierten christlichen Köpfen Verwirrung anzurichten. Als nämlich die Wirren in China begannen, erhob sich natürlich die Frage nach der Ursache derselben, und merkwürdigerweise wurde ein Teil der Schuld auf die Thätigkeit Pier christlichen und besonders auch der evangelischen Mission zurückgeführt. (So Herr v. Brandt, der Vorvorgänger des ermordeten Gesandten v. Ketteler in der „Finanzchronik" re.) So «wenig derartige Anklagen geeignet sind, solche evangelische Christen in ihrer Liebe zur Mission irre zu machen, die über die Bestrebungen, Arbeit und Methode derselben orientiert sind, so sehr sind leider solche allgemeine und bis jetzt durch nichts begründete Urteile imstande, bei anderen Verwirrung anzurichten. Ja viele, die der Missionsarbeit indifferent oder, wie überhaupt jeder religiösen Betätigung, unsympathisch gegenüber stehen, sind noch im Herzen sehr befriedigt über ihre seitherige Haltung. Hier sieht man ja wieder einmal, wie verkehrt und utopisch diese Missionsarbeit ist, und wie aufgeklärt man war, sich von ihr fernzuhalten. Wir (beschäftigen uns hier nur mit den Vorwürfen, die gegen die evangelische Mission in China erhoben 167 Gießen, Uirchenplatz u- Markus Bauer Spezial-SeschSst in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Ma^ in eigener lverkstätte. Politische Tagesschau. Aus idem Großherzogtum Hessen wird einem Berliner Blatte geschrieben: Der in letzter Zeit in unserem P.arla- Veraleichen an, wenn man eine andere Erhöhung von Gehältern in Betracht zieht, die die hessische Regierung insceniert hat, als die für die Lehrer: wir meinen die kürzlich erlassene Gebührenordnung für d i e Bürge r m c i st e r der Landgemeinden. Dadurch sollte beispielsweise nach einer Festsetzung des Kreisamts Offenbach das Gehalt des Bürgermeisters von Neu- I s e n b u r g auf 4 5 0 0 M a r k erhöht werden, was gegen früher eine Erhöhung von über 2000 Mark bedeutet. Hierzu kommen aber noch verschiedene Nebeneinnahmen, die weiter bestehen bleiben, so daß, sich das gesamte Gehalt nach einer Angabe der Frankfurter „Kleinen! Presse" auf über 7 000 Mark belaufen dürfte. (Die so vicleii Staub aufwirbeknde Besoldungsvorlage für Lehrer hat eine Skala von 1100 bis 2800 Mark in etwa dreißig Dienstjahren vorgesehen.) Der dortige Gemeinderat setzte das feste Gehalt des Bürgermeisters nach gütlicher Ver- einbarung auf 4000 Mark fest, hätte er das nicht gethan, dann wäre die Gehaltseinstellung von 4500 Mark durch das Meisamt erfolgt. Das Schönste an der Sacl)e ist aber, daß diesem Posten auch feruerhin uoch der Charakter als Ehrenamt gewahrt bleibt. In dieser Gemeinde spielte sich kürzlich ue,ch ein anderer Vorfall ab, der schon mehr an die Lehrerbesoldungsdebatten erinnert. Letzthin hatte eine Festsetzung der Wohnungsvergütung für Lehrer und Schulverwalter durch den Schulvorstcrnb stattgefunden, bei dem lerstere 350 Mk. und letztere 175 Mk. erhalten sollten. Hierbei bewiesen nun die Gemeinderäte, daß sie sparen können, denn sie ermäßigten diese Sätze auf 325 Mk. (früher 300 Mk.) bezw. 162 Mk. (früher 150 Mk.) und erübrigten dadurch insgesamt 440 Mk. gegen den Voranschlag. Die abgelehnte Mehrforderung, die 20 Personen zugute ge kommen wäre, hätte 875 Mark betragen; die vorerwähnte Gehalt erhöhung eines einzigen Gemeindcbeamten betrug p^igegeu fast das D o p p e l t e der „gesparten" Summe. Aus Stadt und Land. Gieheu, den 24. Juli 1900. ** Das Regierungsblatt Nr. 54, vom 21. Juli, hat zum Inhalt das Gesetz, die Fortführung der Grundbuchkarten und der bisherigen Grundbücher betreffend. ^Gesellschaft für Erd -und Völkerkunde. I Am Samstag beschloß die H a u p t v e r s a m m l u n g nach I Genehmigung der Rechnung für die Zeit vom l.Oktober I 1899 bis 30. Juni 1900 die Gründung einer Zeit-I s ch r i s t, die in zwanglosen Heften nach Maßgabe der vor- I handenen Mittel undl des einlaufenden Materials erscheinen I und im wesentlichen der Förderung der Geographie des I Großherzogtunis dienen soll. Sie wird Einzelabhandlungeu I und Karten über Hessen und einzelne Teile des Großher- I zogtums, vielleicht auch der benachbarten Landschaften I bringen und die über Hessen erschienene geographische und I verwandte Litteratur besprechen. — Am Sonntag fand I sodann der Sommer ausflug der Gesellschaft statt, I der trotz der vorhergegangenen heißen Tage und des am I Morgen eingetretenen Regens verhältnismäßig recht gut I besucht war und zur Befriedigung der Teilnehmer verlief, I zumal da sich von 2 Uhr an das Wetter aufklärte. Die I Mitglieder der Gesellschaft begaben sich um 12 Uhr 8 Mm. I mit dem Zuge nach Zell-Romrod, besichtigten das Jagd schloß Romrod, nahmen den Kaffee in dem Saale der I Wwe. Hofmann und hörten dann einen Vortrag des Lehr I amtsassessors G. Krausm üller aus Homberg a. d. O., I be^ Leiters der dortigen Bürgerschule, über die „Volks- I dichte der Provinz Ob e r he s f e n", insbesondere über den hohen Vogelsberg und das nördliche daran an- I schließende Gehänge um Alsfeld, Lauterbach und Schlitz. I Da die diesem Vortrage zu Grunde liegende Arbeit vor- I aussichtlich in dem Organ der Gesellschaft erscheinen und bei dieser Gelegenheit hier ausführlich erörtert werden soll, so beschränkt sich die heutige Berichterstattung auf diesen Hinweis. Nach dem mit lebhaftem Beifalle auf- genommcuen Vortrage begaben sich die Teilnehmer teils I zu Wagen, teils zu Fuße nach Alsfeld und besichtigten dort unter/Führung von Dr. Karl Ebel und mit gütiger I Erlaubnis des Oberbürgermeisters von Alsfeld das Rathaus und das Museuni, die mit Recht geschätzten Häuser der Stadt, sowie die alten und modernen Inschriften aii der Hauptkirche. Um halb sieben Uhr vereinigte ein gemeinsames Essen die Ausflügler im „Deutschen Haus", und um 8 Uhr 20 Min. führte sie der Zug m das an diesem Abend aus Anlaß des Radrennens und des Schützenfestes I fast großstädtisch belebte Gießen zurück. Klein-Linden, 23. Juli. Wie wir bereits mel- deten, feierten die Philipp Weigel IX. Eheleute gestern ihre goldene Hochzeit in voller Rüstigkeit. Der Orts- | geistliche überreichte als ein Geschenk vom Großherzog dessen Bild mit eigenhändiger Unterschrift. Auch ein Gluck- lvilnschschreiben, daS im Auftrag des Großherzogs verfaßt worben war, würbe vom Geistlichen verlesen. Der Krrchen- vorstand übergab eine prächtige Bibel, der Geistliche em Ehristusbild und im Namen des Dekans em Erbauungs- schatzküstlein. Auch von Verwandten und Freuiiden wurde das Ehepaar reich beschenkt, und es traf eine ganze Anzahl Glückwunschbriefe ein. , Fellingshausen, 21. Juli. Die Firma Rinn und Eloos-Heuchelheim, die Eigarrenfabriken in Heuchelheim, Wißmar und Waldgirmes besitzt, vor einigen Wochen die Eigarrenfabrik Ehr. Bischoff in Hausen bei Gießen erwarb, kaufte dieser Tage die Hofraite der Lehrerwitwe Kling i)ur und beabsichtigt, auch in diesem Anwesen eine Cigarren- I fabrik zu errichten. , r wf. 0 Schotten, 23. Juli. Gestern wurde auf dem Alte- I burgSkopf ein Volksfest abgehalten, wozu Gäste aus der I Nähe und Ferne erschienen waren. Auch ein Gesangverein I aus Grünberg war anwesend und trug verschiedene recht I ansprechende Lieder vor. Der AlteburgSkopf liegt etwa I 20 Minuten von hier, und es besindet sich dort eine schone I Felsenpartie, in deren Mitte ein nettes SchwetzerhauSchen I steht, Hundert Meter davon an der Straße besindet sich I das Lehrerheim. I r Bad Salzhausen, 22. Juli. Der Zudrang zu I den Bädern war in diesen Tagen ein ganz außerordent- I kicher. Während in sonstigen Jahren täglich biS zu 1-0 I Bäder 'verabreicht wurden, betrug die Zahl mancher Tage | in diesem Monat 160. Bei der geringen Anzahl der Bade- sein bassen, geben aber zu, daß durch ine Art ihres Tor> geheus, besonders durch die Verquickung von Politik und Religion (Thätigkeit des Bischof Anzer) Verstimmung m gewissen chinesischen Meisen entstanden sein kann. So wurde bekanntlich nach der Ermordung katholischer Mlssi-o- nore die Besetzung von Kiautschou herbeigefuhrt und.mit chiiichMu Sühncgcldern dcs öfteren Suh gebaut. Doch ist auch das nicht ine direkte Ursache der Mission in China jemals gebeten, bafs die Politik ihr zn Hilft käme oder hal ste sich in politische Tinge selbst eingelassen ? N"mals. Immer hat sie, vertrauend auf die Macht des göttlichen Wortes, auf weltliche Hilfe verzichtet. Wie oft wurde w früherer. Zeit ihrer Thätigkeit von Staats wegen sopar Mißtrauisch begegnet. Das ist ja nun anders geworden. In den maßgebenden Kreisen (die Reden des Kaisers bezeugen es) ist das wärmste Interesse für die christliche Mission vorhanden, und seit den letzten Jahrzehnten und Jahren hat sich, die Erkenntnis in immer größerem Maße Bahn gebrochen, wie unentbehrlich die Arbeit der Missionare, als der Pioniere der Kultur, für die heidnischen Völker, besonders zellen — es sind ihrer nur 17 — mußte deshalb von srüH morgens bis spät abends gebadet werden. Der für diesen Herbst projektierte Bau eines neuen Badehauses ist nick-r mehr aufzuschieben. Im ganzen wurden in diesem Jahre bis jetzt ca. 3600 Bäder verabreicht. -w. Kohden, 22. Juli. Gestern erhängte sich hier ein 70jähriger Mann. Er bezog Altersrente, die er aber stets vor Empfang schon in Alkohol umsetzte. Von den Seinen ihm gemachter Vorhalt und Unwillen über den Mangel weiterer Mittel, seinem Hang fröhnen zu können, ließen ähu Hand an sich selbst legen. -e- Nidda, 22. Juli. Unsere Bevölkerung hat seit Eröffnung der Bahnstrecke Friedberg-Nidda und der Ein- führuiig der Eisenbahngemeinschaft sich so vermehrt, daß die Räume der 4. Schulklasse zu kleiii geworden sind. Nun steht die Stadt vor der Frage, ob sie neue Räume fduffen ober dem im Schulhause wohnenden Lehrer für die ihm rechtlich im Schulhause zustehende Wohnung andere genügende Räume mieten soll. Die ganze Unannchmlichf- keit wäre vermieden worden, wenn man vor einigen Jahren statt des einen aufgebauten Zimmers für die höhere Bürgerschule einen ganzen Stock auf das Schülhaus gesetzt hätte. § Romrod, 23. Juli. Unter starker Beteiligung der hiesigen Einwohner und zahlreicher Gäste konnte der Alsfelder Zweigverein der Gustav-Adolf-Stistung in dem mit Triumphbogen, Fichtenbäumen und Flaggenschmuck reich ausgestatteten Romrod sein JahreSsest feiern. Schnell war die geräumige Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt, sodaß manche stehen mußten, um dem Festgottesdienst, der um 2 Uhr seinen Anfang nahm, beiwohnen zu können. Nach der von dem Ortsgeistlichen, Pfarrer Klingenschmidt, gehaltenen Liturgie begrüßte der Vorsitzende des Zweigvereins, Dekan Wörißhofser-Groß-Felda, die Festversammlung, die der folgenden, von echt evangelischem Geiste getragenen Festrede des Pfarrers Volz-Schwarz andächtig lauschte, der aus Grund von 1. Kor. 13, 13 von Glaube, Hoffnung und Liebe sprach. Aus dem von Pfarrer Jäger-AlSseld vorgetragen n Jahresbericht war zu ersehen, daß die Opferfreudigkeit der Evangelischen für die Diasporagemeinden, wie im allgemeinen, so auch besonders im Alsfelder Zweigverein in stetem Wachsen sei. Der Gottesdienst wurde durch das von dem Kirchengesangverein exakt ausgeführte Lied: Wie schön leuchtet der Morgenstern verschönert. — Gegen 5 Uhr versammelte man sich in dem von dem Großherzog- persönlich zur Verfügung gestellten, von alten, mit prächtigem Grün umrankteit Mauern umgebenen Schloßhofe. Darum galt die erste Ansprache, die des OrtSgeistlichen, dem Landes fürsten, ans den ein dreifaches Hoch ausgebracht wurde. Pfarrverw. Wagner-Billertshausen, ein Sohn des früheren Romröder Pfarrers, versetzte die den ganzen Schloßhof art. füllende Versammlung im Geiste hinein nach Oesterreich, wo mächtig der Rus „Los von Rom" erklingt und bereicherte seine Ansprache durch verschiedene Bilder aus der oster-- reichischen Uebertrittsbewegung. Gegen Schluß dieser Rede । war der von einer in der Nähe stattgehabten Kirchenvisitationsreise herbeigeeilte Prälat D. Habicht-Darmstain erschienen. Dekan Wörißhosfer begrüßte und feierte ihn sofort in einer längeren Ansprache, woraus der Prälat selber das Wort ergriff und sich als den einzig Ueberlebenden beit im Jahre 1843 in Frankfurt zusammen gekommenen Gründer der Gustav-Adolf-Stiftung vorstellte. Von der westfälischen Diaspora entwarf Ps rrer Diesenbach-Eudorf verschiedene Bilder. Auch in dieser Nachversammlung trug der im Grün des Laubes fast völlig versteckte Kirchengesangverein verschiedene geistliche und weltliche Weisen vor. Mit dem Gesang der ganzen Versammlung: Ach bleib mit deiner Gnade wurde das Fest geschlossen. , §§ Vom oberen Vogelsberg, 22. Juli. Dieser Tage bereisten der Fürst zu Birst ein, Ministerialrat Braun aus Darmstadt, Rechtsanwalt Dr. Gut fleisch aus Gießen, Oberbürgermeister Adickes aus Franksurt a. M. u. a. m., verschiedene Orte unseres oberen Gebirges, nämlich Salz, Ober-Moos, Bermuthshain, Hartmannshain usw. Gerüchtweise verlautet, daß ein weiterer Ankauf von Quellen in. hiesiger Gegend für das Tiesbauamt Franksurt a. M. beabsichtigt sein soll. Der Fürst von Birstein kaufte schon. I vor mehreren Jahren Quellen in der Nähe von Salz an.. dm. Mainz, 23. Juli. Wie der allgemeine Verlaus I bes Gutenbergfestes als ein in jeder Beziehung ge» I kungener bezeichnet werden muß, so erweist sich nach bev I Rechnungslegung auch das finanzielle Ergebnis als sehr günstig. Bei sämtlichen Veranstaltungen wurden kleine Ueberschüsse gegen die im Budget vorgesehenen Beträge erzielt, sodaß bas Fest mit einem finanziellen Ueber- schuß abschließt.. Mit bem Beginn ber kommenden Woche I ist ber Ausschuß, der die finanzielle Leitung des Festes in Händen hatte, bereits in der Lage, sämtliche aus dem Feste erwachsene Verbindlichkeiten zu decken und die gesamten I Rechnungen abzuschließen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft Frankfurter Börne vom Ä3. Juli» Wechsel auf New-York zu 0.00-00. , . Prämien auf Kredit per ult Juli 1.I0°/o, do. per ult Äug. I 2.600/o, Diskonto-Kommandit per ult. Juli 1.10%, do. per ult. up. 2.60< Lombarden per ult Juli 0.40%, do. per ult. Äug. 0.90%. Douteoho B^por ultB Juli OrOOiÄHen 207 80.207 fr. I Kommandit 175.30-174-90, Staatebabn 139.90-30, Lombarden 25^60-00, Italiener 92.80, Spanier 71.90-00, Sprm. Meztkanor 25 40 Bochumer 196.30-5.80 bz. Laura 212.80 P, 70 G.„ Harpenor 186 70-10> bzg.r Gelsenkirchen 193.80-00.00 bz., Ungar. Goldronte 00.00 Oestorr I Gönnens 00 00 Axnerik. Coupons 0.00, Privat-Diskont 4° o G. Coupons 00.00,g/Amen« ^.^n 207.10-206.70-207.10 bz. Dis- I konto-Kommandit 174.80-175.50 bz., Staatsbahn 139.40-50 bz., Lom I barden 25.50 bz., Laura 00.00. ________ auch für unsere Kolonien ist. Das ist ja nun gewiß erfreulich, nur muß die evan- I aeüsche Mission die hier drohende Klippe vermeiden: Sie muß wie seither sich von jeder Beeinflussung durch die I Politik frei halten, muß besonnen und selbständig bleiben I und den unter den Heiden wohl traurigsten Eindruck nicht I aufkoinmen lassen, als ob sie mit.Hilfe des kleinkalibrigen I Gewehres und des Maximgeschützes Missionsanstalten er- I richten und Seelen bekehren wolle. . Das war seither nicht und darf nicht m Zukunft sein. Und weil e S nicht war, darum sind jene Behauptungen, als ob die evangeliscl)e Mission mit Anteil habe I an den entstandenen Wirren, so unbegreiflich und gegen- I standslos. . , r £ . Wir verweisen zum Beweis für die besonnene Art der I evangelischen Mission und des Gesagten auf die „Satzungen der englischen China-Jnland-Mission". Dort heißt es. I ' ,Der Missionar darf sich aller Vorrechte bedienen, die von feiner I eigenen oder der chinesischen Regierung angeboten werden; aber er darf keinen Anspruch auf Hilfe oder Schutz erheben, obwohl er m Lagen I kommen kann, wo er darum als um eine Vergünstigung bitten muß. I Beschwerden bei den Konsuln oder bei den chinesischen Beamten, um I die Bestrasung von Missethätern zu erreichen oder um die Durch- I fechtung wirklicher ober vermeintlicher Rechte zu erlangen, I find zu vermeiden. Sollten Unruhen oder Verfolgungen entstehen, I so darf eine freundliche Vorstellung an die chinesischen Beamten des I Ortes gerichtet werden. Aber wenn diese nicht helfen, so müßen die I Leidenden die Sache in Gottes Hand stellen. Unter keinen Umständen I darf ein Missionar auf seine eigene Verantwortung eine Beschwerde an I die britische oder irgendwelche andere europäische Behörde richten." • • • I „In den vergangenen 35 Jahren sind 125 Stationen in zehn der I Provinzen errichtet und im Laufe dieser Arbeit, die meist weit außer- I halb des unmittelbaren Einfluffes von „Kanonenbooten" geschah, hat I nur einer unserer Missionare sein Leben durch Gewaltthat des Volkes I verloren." „Da die Mssionare niemals versuchten, sich mit I Gewalt irgendwo aufzudrängen, ist es ihnen gelungen, überall I Freunde zu werben, und indem sie in ihrem besonderen Gebiete als I Diener des Evangeliums arbeiteten, haben sie die Chinesen daran ge- I wöhnt, daß Ausländer unter ihnen wohnten. So ist zum großen TeU I die Furcht vor dem ausländischen Barbaren geschwunden, diese Haupt- I schwierigkeit mit der wir zu kämpsen hatten." (Citiert nach der „Christ- I lichrn Welt" Rr. 28, S. 669). , p . Also in ben letzten 35 Jahren hat diese eine genannte MissionSgesellschast nur einen Arbeiter durch Gewaltthat verloren, während in der letzten Zeit Hunderte, ja I wohl Tausende Christen von fanatischen Horden wie das Gras zusammengemäht werden. Und die Ursache dieser I Revolution? Sie liegt einmal in den faulen sozialen Ver- I hältnissen des Riefenreiches selbst, und sodann vor allem in dem fanatischen Fremdenhaß, der geschürt gerade 1 von den Beamten, Gekehrten und Gebildeten des Volkes, in den letzten Jahren besonders erstarkt durch bie vielfachen wichtigen politischen Ereignisse, die durch das Vorgehen der Großmächte hervorgerufen wurden, und schließ^ lich klug benutzt von Gewalthabern, die die Macht an sich au reißen suchten, seinen elementaren Ausbruch gefunden hat. ES sei hier auf das Urteil eines gewiß wohlunterrichteten Mannes, des ehemaligen Redakteurs des „Ostasiatischen Lloyd", Rudolf Zabel, hingewiesen, der u. a. schreibt: Die Feindseligkeiten der Boxer gegen die chinesischen Christen ; haben weniger in dem Umstande ihren Grund, daß diese ^ute Christen sind, alS vielmehr darin, daß sie mit den Fremden gemeinschaftliche Sache machen. Als „fremde Teufel", nicht als Prediger des Christentums werden die Missionare in erster Linie angesehen, trotzdem sie chinesische Kleider und künstliche oder natürliche Zöpfe tragen. Und da sie die am weitesten vorgeschoben Vorposten der fremden Kultur sind und wehrlos unter Millionen von Feinden sitzen, darum werden sie auch zuerst angegriffen. (Gittert nach der „Christlichen Welt Rr. 28, S. 666). t . r Die europäischen Mächte haben bas Ehiueseurerch wie ein unmündiges Kiub behanbelt, mit bcin man so ziemlich machen kann, was man will, unb nun sinb biesem Kinde über Nacht bie Zähne gewachsen. Wir wünschen als Deutsche nichts sehnlicher, als baß die blutigen Kämpfe bald ein Ende erreichen mit der gerechten Sühne für bie Schmack), die dem deutschen Volke wiberfahreii ist, und daß als der ersten eine die deutsche Flagge auf ben Mauern von Peking ihre stolzen Schwingen entfaltet. Mer als evangelische Christen wünschen wir, daß man die evangelische Aiission mit unbegründeten Vorwürfen verschone, die sie nicht verdient. Und wenn die blutige Ernte zu Ende ist, die jetzt dort heimgethau wird im fernen Osten, dann wird die evangelische Mission sich keine Sühnekircheu bauen lassen. Aber sie wird mit ungebrodienein Mute und neuer Thatkraft und hoffentlich noch größerer Unterstützung wie seither aus der Heimat ihre Friedensarbeit beginnen. Denn wir Evangelische müssen Mission treiben ■ober wir müssen unseren eigenen, religiösen Bankerott erklären. *) Die Redaktion des „Gieß. Anz." sieht sich veranlaßt, zu betonen, daß sie in Obigem nur die Ansichten des Herrn Einsenders wiedergiebt, sich selbst aber gegenüber den evangelischen und den katholischen Missionen jedes Urteils enthält. v« Hi, nicht Wt ‘•4ütt ■««bet 5°» den «bet 1 'onneu, tajtit ■ dn Gn- bafc "i>- »in Mffen > ihm neWid>= ^Jahren e höhne >us gesetzt >Wg der der Aiz- 'S in dem Muck reich fyttß toar - dn M m. Nach hmdt, ge- 'eigvereins, vlung, die Wen Fest- te/ der auf snung unti lsseld öor- die Opsir- gemeinden, >er Zwch- M htfy ihrlr Lied: - Gegen Nroßherzoz prächtigem !. Darm >m Landesacht würbe, es stüherm chlcM^ ^erreich, bnächrrte btt öfter - bieftr Rede len Kirchen- ä-Damstadt ierte ihn so- M selber tbenben bet M Gründer wchstschen verschiedene der m Grün gverein ver- W dm Ge- 'itintt @nob? alb ‘fiÄÄ fl.Ä 00.00' 0 -oct \ L DÜ- >.20^0./'M bzi text $tm auS Gießen, M. ii. a. ®v lautlich Salz, sw. 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