Sonntag den ‘25. März Zweites Blatt r. 71 1900 2210 Aintr- unb Anzeigeblatt für den 'Kreis Gieren. tt // nzer r< Kaiser U 30. )ril. ör. Kubel. 8218.60 46830 — 48358.— 31050.— 10740 — 2982.— ü t ll ZSezugspreiL viertkljährl. Mk. 2,26 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch bte Abholestell« vierteljahrl. Mk. 1,8t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljähat mit Bestellgeld. 2000.— 85.— Alle Anzngen-BermittltmgSstellm deS In- und AuSlaab«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. erhindert sind, ist eine i in vtoduedenen Ab* ichen Berni W irz: rübel. eMe Prosen hohen nni Einjährig-Pn. r- nni Geometerfacl 17924.— 220.— 2671__ 80.— 2244.40 70877.68 5122 08 127167.94 64272 70 41101.49 1819.63 6490 — 591.— 2500 — 100.— Adreß« für Depeschen: Anzeiger chisßs». Fernsprecher Nr. 61. für das Rechnungsjahr 1900/1901. A. Betriebs-Rechnung. Rest aui vorderen Jahren Gebäude Grundstücke Waldungen Gaswerk Wasserwerk Schlachthaus Jagden Märkte Aichanstalt Waaganstalten Kirchen Friedhöfe Volksschule und Fortbildungsschule Höhere und erweiterte Mädchenschule Realgymnasium und Realschule Handwerkerschule Vorschule des Gymnasiums Aliceschule Oeffentliche Feierlichkeiten Denkmäler SemeinnützigeZwecke außerhalb derstädtischen Verwaltung Straßenunterhaltung Straßenreinigung junb Kehrichtabfuhr Straßenbeleuchtung Oeffentliche Anlagen Brunnen Ausgabe. xM, e) 42244.46 3345.— 10563.58 36885.10 Einnahme. M e) 164200.39 15359.— 27678.94 100500.— 111683.— 73851 50 30805.50 4055 — 2600.— 200 — 4500.— 69042.76 2217.22 1117 44 32842.29 280 — 50.— 5400.— 60.— ■*Be|ee »m Anzeigen zu der nachmittags für bee llbiwilm Be| erscheinenden Nummer M vor«. 10 vtzr. Mlestelimgen spätestens abends vorher. IMaNra, Wgpedition und Druckerei: Ar. 7. Gratisbeilage«: Gießener Zamitienblätter, Der heWchr Landwirt, Klätter für hessische UMsimn-e. * Politische Wochenschau. Gießen, den 24. März 1900. Nach der ganz unerwartet gekommenen Unterbrechung der Beratung des Gesetzes Heinze ist der Reichstag in die Lesung des Etat- übergetreten, und damit hat sich die Physiognomie des „Hohen Hauses" vollständig geändert. 66 ist recht traurig, daß die Reichstagsmitglieder ihrem vornehmsten Berufe, den Reichsetat festzusetzen, so wenig Interesse entgegenbringen, und so zeigte denn auch im Lause der jetzt abgelaufenen Woche der Reichspalast am KönigSplatze eine unheimliche Leere, trotzdem so manche wichtige Punkte zur Debatte standen. Daß die Verhandlungen über die lex Heinze noch immer nachklingen, ist erklärlich; aller Wahrscheinlichkeit nach macht sich in den Anschauungen der maßgebenden Kreise ein Umschwung bemerkbar, und es steht deshalb zu erwarten, daß die ganze Sache im Sande verläuft. Dasselbe dürfte mit den geplanten Bestimmungen des Fleischbeschaugesetzes der Fall werden, soweit sie den internationalen Handelsaustausch berühren. Der Reichstag wird übrigens schon Mitte nächster Woche in die Ferien gehen, nachdem er den Etat erledigt haben wird, überhaupt dürfte in der inneren Politik bis nach Ostern eine Pause gemacht werden, die man mit großer Berechtigung als die Stille vor dem Sturm bezeichnen kann. Der Krieg in Südafrika hat fn letzter Woche keine neuen Phasen zu verzeichnen gehabt: während die Engländer von der Kampfesmüdigkeit der Oranjestaat — Buren erzählen und von deren Bereitwilligkeit, sich zu unterwerfen, trägt man auf der andern Seite große Zuversicht zur Schau, in welcher die Buren durch die mancherlei kleineren Erfolge, welche sie in den letzten Tagen über die Engländer er» tun gen haben, nur bestärkt werden können. Die Friedens- bcslrebungen haben anscheinend noch keinerlei Aussicht; es bleibt abzuwarten, welchen Erfolg die von Transvaal ausgesandte Deputation, die um Intervention der Mächte nachsuchen soll, in Petersburg haben wird. Jedenfalls dürfte sie dort eine sehr sympathische Aufnahme finden. Ob die kühnen Hoffnungen der Engländer, bald in Pretoria einziehen zu können, berechtigt sind, ist sehr fraglich, da zur völligen Vernichtung der Buren-Streitmacht noch viel Arbeit zu leisten ist. Und wer will behaupten, daß sich das Kriegs- glilck nicht wieder von den Engländern abwenden kann? Im italienischen Parlamente geht es zurzeit lebhaft her; man spricht bereits von einer Kammerauflösung. Daß auch wieder von Ministerkrisen die Rede ist, wollen wir nur nebenher bemerken. Auch von dem englischen Parül- ment behauptet man, daß seine Auflösung beschlossene Sache sci und daß die verschiedenen politischen Parteien ihre Vorbereitungen für eine im Juli vorzunehmende Neuwahl treffen. Die sonst noch vom Auslande vorliegenden Meldungen find recht unwesentlicher Natur und tragen meist nur einen Malen Charakter. Wenn auch die politische Situation gegenwärtig eine sehr unklare ist, so scheint die Klärung vorläufig überall hinausgeschoben zu werden. Aber der Zündstoff bleibt aufbewahrt, und cs ist kaum anzunehmen, baß er sich angesichts der Weiterentwickelung der Dinge in Südafrika vermindern wird. Summarische Zusammenstellung aus dem Entwurf des Voranschlags der Stadt Gießen Di« W*ttcr Mtben be* ÄRjtigtr k* mit .Hess. 8«b»irtw e. „Blätter Or heß. HvlkSkunde" 3« Kneese. V°> 2. Otw B ' Quadrille f. U u. tertura tu .Teil* r T- ^nk®. 8. Pofr,;.,: «e. 10. Stepbik-y. ieimit bis Pani , Mopp r. Heynh EnMe SO Pt|, Wehemr Anzeiger Heneral-Anzeiger Lokales und Provinzielles. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 24. März 1900. ** Ruhestandsversetzung und Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 13. März Ben Kreisschulinspektor bei der Kreisschulkommission Dieburg, Schulrat Johann Ludwig Hirsch auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr als 50 jährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. April ds. Js. an, in den Ruhestand zu versetzen, und demselben aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterfteuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. tfrioW &■ Ml -o-modttm W Müiiw ,un% bt\ 1491 >11, KtUM 1. NdetuiselA ,Tlmm B* Damen & Hnere ode Sitzung der Stadtverordneten am 22. März 1900. Fortsetzung. Bei Pos. 4 des Voranschlags äußert Herr Hanau den Kunsch, daß der vom Justtzgebäude nach dem Philosophen- rtiilbe führende Weg beiderseitig mit Bäumen bepflanzt iierben möge. — Herr Wallenfels unterstützt den K-unsch des Herrn Hanau. — Herr Oberbürgermeister tznanth bemerkt dazu, daß vor Jahren bereits der Ver- iü>önerungsverein in diesem Sinne vorstellig geworden; die Stadtverordneten-Versammlung habe aber den Antrag im Jahre 1896 abgelehnt. Der Bepflanzung des Weges stunden mancherlei Bedenken entgegen; beispielsweise sei MH noch im Unklaren betr. der künftigen Stratzeuführung iln Falle der Einbeziehung des in Betracht kommenden Mändes in den Bebauungsplan. — Herr Löb er bittet bor^iuf, das Gelände zwischen der Marburgerstraße und IM Grünbergerstraße bald als Baugelände zu eröffnen. — «ei Pos. 13, Friedhöfe, fragt Herr Schm all an, ob der neue Friedhof vom kommenden Herbst, an belegt werden könne, da mit diesem Zeitpunkte der alte Friedhof bulE belegt sei. — Herr Oberbürgermeister Gnau t h erklärt, daß an eine Belegung des neuen Friedhofes vor dem Sommer 1901 nicht gedacht werden könne. Bis dahin müsse man sich mit Wiederbelegung von solchen Grabstätten des alten Friedhofes behelfen, um deren Instandhaltung sich niemand mehr kümmere. — Bei Pos. 14, V o l ks- und Fortbildungsschulen, fragt Herr Krumm, ob schon Anzeigen über Ungehörigkeiten 1?er Fortbildungsschüler seitens der dieselben überwachenden Schutzleute erfolgt seien. — Herr Oberbürgermeister Gn auth erwidert, daß ihm davon nichts bekannt sei; es sei ihm aber mitgeteilt worden, daß schon die Anwesenheit von Schutzleuten vor den Schullokalen genüge, um Ausschreitungen der Schüler zu verhindern. — Zu Pos. 16, Realgymnasium und Realschule, teilt Herr Oberbürgermeister Gnauth mit, daß der Ausbau der Realschule in eine Oberrealschule ins- Au^e gefaßt fei.,—< Zu; Pos. ^öffentliche Feierlichkeiten, bemerkt Herr Krumm, daß er gegen diese stimme. Weiter fragt Herr Krumm an, wer das Programm für die Volksvorstellungen feststelle; es scheine ihm, daß bei Auswahl der Stücke zu sehr im Sinne des Herrn Stadtverordneten Dr. Fuhr (der Sudermann'sche und ähnliche Stücke ausschließen wolle) verfahren werde. — Herr Oberbürgermeister Gnauth-erklärt, die Finanzkommission habe oie Stücke nur für die zwölf Volksvorstellungen, zu denen die Theaterdirektion fick verpflichtet, ausgewählt; was die Stücke betreffe, die in oen übrigen Volksvorstellungen zur Aufführung gelangten, sö glaube man vermuten zu können, daß in der Wahl derselben für die Direktion die Zugkraft der Stücke mit maßgebend sei; er halte es übrigens nicht für gut, daß sich die Stadt allzusehr um die dem Publikum hier gebotene geistige Kost bekümmere. Wenn das Publikum wissen wolle, welche Stücke die städtische Kommission ausgewählt, so könne man immer einen diesbezüglichen Vermerk in den Ankündigungen machen. — Herr Krumm stimmt diesem Vorschläge zu.— Herr Hau b a ch bemerkt, daß sich auch bei den Volksvorstellungen die Erfahrung bestätigt, daß bessere Stücke nicht besonders zugkräftig seien, iund betont, daß die Volksvorstellungen viel von Leuten besucht würden, die für Theater mehr Geld .ausgeben könnten. — Bei Pos. 24, Straßenreinigung, regt Herr Hanau die Indienststellung von Kehrmaschinen an. — Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt, daß diesbezügliche Erwägungen bereits stattgefunden; die Kehrmaschinen eigneten sich jedoch nur für gepflasterte Straßen mit regelmäßigem Querprofil, für chauffierte Straßen nicht. — Die zu Pos. 25, Straßenbeleuchtung, von Herrn Hanau vorgebrachte Klage über mangelhafte Beleuchtung in der Marburgerstraße, sowie den Hinweis des Herrn Dr. Gaffky auf die unzureichende Beleuchtung der Fußgängerbrücke an der katholischen Kirche erklärt Herr Oberbürgermeister Gnauth demnächst prüfen zu wollen. — Bei Pos. 29, Kanäle, macht Herr Kirch auf den Mangel an Bedürfnisanstalten an der oberen Frankfurterstraße aufmerksam, während Herr Huhn die Klagen von Bewohnern, dieses Stadtteils über ungenügenden Abfluß der Abwässer, die dort in die Keller bringen, zur Kenntnis der Versammlung bringt. — Der Herr Oberbürgermeister erklärt, entsprechende Vormerkung machen zu wollen. — Auf die Anfrage des Herrn Kirch, ob die seinerzeit von ihm angeregte Vermehrung der Droschkenhalteplätze Aussicht habe, verwirklicht zu werden, erklärt der Herr Oberbürgermeister, daß die Angelegenheit noch im Stadium der Vorbereitung sich befinde. — Bei Pos. 46 stellt Herr Krumm die Wiederholung seines Antrages auf Strich der den hiesigen Zeitungen zu zahlenden Vergütungen für die Aufnahme der von der Stadt erlassenen Bekanntmachungen in Aussicht. — Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt hierzu, daß die Vergütung nicht nur für die pflichtmäßigen Bekanntmachungen gezahlt werde, sondern auch für die rein geschäftlichen (Gas- und Wasserwerk re.). — Herr Hau buch spricht sich dafür aus, daß die Bekanntmachungen nur den Zeitungen zugewiesen werden sollten, die eine bestimmte Verbreitung nachweisen können. — Bei Pos. 52, O c t r o i, fragt Herr Hanauan, ob die Neuregelung des Octroiwesens im nächsten Etatsjahre zu erwarten sei. — öerr Oberbürgermeister Gnauth hofft, noch in diesem Jahre entsprechende Vorlage machen zu können.— Bei Pos. 54 empfiehlt Herr Leib erhöhte Trottoiranlagen für die Grünbergerstraße, ferner Anlage eines Trottöir- streifens über den Lindenplatz vom Friseur Gerhardt'schen nach dem Retter'schen Hause. Der Verkehr werde an der bezeichneten Stelle durch Wasseransammlungen beeinträchtigt. — Herr Oberbürgermeister Gnauth stellt diesbezügliche Erhebungen in Aussicht. — Von den noch folgenden Rednern betont Herr Helfrich die Notwendigkeit der Erhöhung des Geländers zum Schutze der Anlagen des Ludwigsplatzes gegen tummelnde Hunde; Herr Wallenfels bemerkt, daß sich der Mißstand auch in den übrigen Anlagen bemerkbar mache; er empfiehlt bessere Beaufsichtigung; Herr Sch mall tritt für den Ersatz ausgehauener Bäume an der Grünbergerstraße ein. — Der Voranschlag wird hierauf mit den beantragten Aender- ungen angenommen. Derselbe hat darnach folgende Fassung: «Ml lsld'Mr SieMb- u-vbl. 30.— Bäche 1630.— __ _ Kanäle 10086 — ■ ■■ Entwäfferungsanstalten 638.76 2960.— Filialarbeitshaus 2960 — 500.— Tonnenanstalt 107.87 180.— Feuerlöschanstalten 3823.31 —.— Faselvieh 1100.— —.— Gemarkungs-, Flur- und Gewanngrenzen, Parzellenvermeffung und Grundbuchskosten 1100,— 100.— Wert- und Schadenersatz von Feldstrafen 100.— —.— Vertilgung schädlicher Tiere 200.— Armenpflege 47350.— 3913.— Versicherung der Arbeiter 6700.— —.— Impfung 500.— 8169.74 (Stiftungen 7370.70 Zwecke des KreiseS und der Provinz 88000.- 1500.— Milttärzwecke 4000.— 6978.— Polizei 60732.43 78.— Oeffentliche Sicherheit 2821.— 8719.— Allgemeine Verwaltung 106704.05 Pensionen und Wttwengehalte 5470.89 12000.— Schuldentilgung 95536.- 630.- Grundzinsen und Anerkennungsgebühr -.40 56 — Einzugs- und Etnschretbegeld —.— 17425.93 Kapllalzinsen 274290.10 113750.— Oktroi 22831.— 7 420.— Hundesteuer 487.33 38.— Anteil an Stemprltaxen für Wanderlager — — 80.- Für die LandeSunioersität 924.46 6779.20 Fleischbeschau 4852.26 400.- Rettungsanstalt, Cholerabaracke, Des- infrkttonsanstalt 1089.80 466.69 Zusammenlegung von Grundstücken 311.56 — Ausgeliehene Kapitalien 949.04 Reservefond 2 000 - —.— Betriebskapital 53955.24 579921.— Kommunalsteuern 21870.— —.— Rente der Oderhess. Eifenbahngelände- Entschädigung 5761.74 B. Vermögens-Rechnung. 316411.21 Rest aus vorderen Jahren 316411.21 949.04 '39897.59 Sttftungskapttalien An- und Verkauf von Gebäuden und 1100.— Grundstücken 16376.32 —.— Erbauung gemeinheitltcher Gebäude u. dgl. 39235.63 10920.- Erbauung von Straßm und Wegen u. dgl. 87975.40 Kanalbauten 303070.63 Erbauung eines Gaswerks 95030.— —.— Erbauung eines Elektrizitätswerkes 300000 — —.— Erbauung eines Wasserwerks 35665 — —.— Anlage eines neuen Friedhofes 96000.- —.— Anlage eines neuen VtehmarkteS 6000- 984054.90 Kapitalaufnahme und Rückzahlungen 55578.75 " Schuldieustnachrichteu. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 13. März den Kreisschulinspektor bei der Kreisschulkommission Schotten Johann Adolf Gunderloch zum Kreisschulinspektor bei der Kreisschulkommission Dieburg, und den Oberlehrer an der Volksschule zu Alzey Karl Backes zum Kreisschulinspektor bei der Kreisschulkommission Schotten, beide mit Wirkung vom 1. April an, zu ernennen. "* Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- h er zog haben Allergnädigst geruht, am 13. März den Regicrungsaffessor Adam Hofmann in Mainz zum Generalrezeptor des Mainzer Universitäts- und Stipendienfonds zu ernennen. *• Aus dem Steueramtsdieust. Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 22. d. Ms den Steuerkommisiär des Steuerkommissariats Oppen heim, Karl Damm in gleicher Diensteigenschaft, mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an, in das Steuerkommissariat Bingen zu versetzen; den Steuerkommissariats- Assistenten bei dem Steuerkomissariat Mainz I, Regierungs assefsor Georg Tag zum Steuerkommissär des Steuer- kommissariatS Alzey und den Steuerkommissariats-Assistenten bei dem Steuerkommissariat Gießen, Regierungsassessor Fritz D ölp zum Steuerkommissär des Steuerkommissariats Oppenheim zu ernennen. *• Kuustvereiu. In der Gemälde Ausstellung im Turmhaus am Brand ist ein Gemälde von Otto Lingner-Berlin „Glaube, Liebe, Hoffnung" neu ausgestellt. ** Stadtthe ater. Morgen, Sonntagnachmittag, geht als l e tz t e Kindervorstellung das Zaubermärchen „Die Puppen fee" in Szene. Die Preise zu dieser Kindervorstellung sind bekanntlich sehr ermäßigt. Abends kommt die Gesangsposse „Unser Herzensfritz" zur Aufführung, welche über eine große Anzahl sehr gefälliger Gesangsnummern verfügt. Die Hauptrollen liegen in den bewährten Händen des Frl. Eichenwald, sowie der Herren Direktor Helm und Wilhelms. Außer der morgigen Vorstellung findet nur noch eine Sonntagsaufführung statt, wovon besonders die auswärts wohnenden Theaterbesucher Kenntnis nehmen wollen. ** Gewerbebank. Wie aus dem Inseratenteil dieses Blattes ersichtlich ist, findet Donnerstag den 28. d. Mts., abends 8 Uhr im Saale des Cafee Leib Hier die Generalversammlung der Gewerbebank statt, und werden die Mitglieder des Institutes erinnert, bei so wichtigen Beratungen und Beschlüssen nicht zu versäumen, die ihnen zustehenden Vereinsrechte auszuüben. Es liegt dies im Interesse der Genossenschaft sowohl, als auch der Mitglieder selbst. — Die auf den 12. d. Mts. anberaumt gewesene außerordentliche Generalversammlung der Gewerbebank war leider recht schwach besucht, sodaß Beschluß nicht gefaßt werden konnte, weil der auf der Tagesordnung anstehende Gegenstand: „Beratung und Beschlußfassung über das abgeänderte Statut", nach § 26 der Satzungen erfordert, daß ein Viertel bezw. die Hälfte der Genossen in der Generalversammlung anwesend sein müssen. — Wenn man, wie es vermutlich der Fall ist, annimmt, daß ein wesentlicher Teil der Mitglieder der Bank von dem Gedanken geleitet ist, die Verwaltung des Institutes ruhe in bewährten Händen, und sei deshalb die Ausübung des Vereinsrechtes zurzeit nicht erforderlich, so ist es auf der anderen Seite nicht erfreulich, wenn in Anbetracht so hochwichtiger zur Beratung und Beschlußfassung anstehender Fragen das allgemeine Interesse eines so großen Institutes, welchem nahezu einundeinhalb Tausend Mitglieder angehören, nicht lebhafter und reger ist. — Es ist immerhin nicht ausgeschlossen, daß in einer schwach besuchten Generalversammlung bindende Beschlüsse gefaßt werden, welche der weiteren Entwickelung des Institutes nachteilig sind, und den Segen und die Wohlthaten beeinträchtigen können, welche die Bank in so hohem Maße unserem gewerblichen und wirtschaftlichen Leben gewährt. ** Zusammen stellbare Fahrscheinhefte. Am 1. April d. I. wird die seither in den Räumen Kaiserstraße Nr. 1 zu Frankfurt a. M. befindliche amtliche Ausgabestelle für zusammenstellbare Fahrscheinhefte nach dem Hauptpersonenbahnhof verlegt, und gleichzeitig mit der Auskunftsstelle für den Personenverkehr daselbst verbunden. Die vereinigte neue Dienststelle erhält die Bezeichnung: „Amtliches Reisebüreau, Frankfurt a. M., Haupt persone nbahnho f." Dasselbe wird zur Abfertigung des Publikums an den Wochentagen von 8 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags geöffnet sein. Das neue Büreau bietet dem reisenden Publikum die Möglichkeit, sich auf dem Hauptpersonenbahnhofe selbst ein Fahrscheinheft zusammenstellen zu können. Außer zusammenstellbaren Fahrscheinheften werden in dem genannten Büreau auch Schnellzug- und Rückfahrkarten für die wichtigsten Verkehrsverbindungen, sämtliche feste Rundreise-, Sommer-, Auschluß-Rückfahr- und Sonderzugskarten ab Frankfurt a. M. ohne Erhebung eines Zuschlags schon 8 Tage vor dem beabsichtigten Reiseantritt ausgegeben. Ebenso sind in dem Büreau Platzkarten für die von Frankfurt a. M. ausgehenden D-Züge schon Tags vorher ohne Erhebung eines Zuschlags verkäuflich; auch nimmt das Büreau Bestellungen auf Bettkarten entgegen, bezw. besorgt deren Vorverkauf gegen Zahlung der tarifmäßigen Gebühren. Zugleich wird daselbst Auskunft über alle Fragen des Reiseverkehrs, namentlich über Tarifbestimmuugen, Fahrpreise, Zugverbindungen, Anschlüsse, zollamtlick)e Abfertigungen, über Verkehrsstörungen und deren Beseitigung u. s. w. unentgeltlich erteilt, wie auch sämtliche Fahrpläne, Kursbücher der Preußischen Staatsbahnen, Fahrscheinverzeichnisse zum Verkauf vorrätig gehalten werden. Hierbei wird ausdrücklich hervorgehoben, daß die in Frankfurt a. M. befindlichen Privutreisebüreaus, insbesondere auch dasjenige der Internationalen Schlafwagengesellschaft, Kaiserstraße Nr. 1, unter den bisherigen Bedingungen und in gleichem Umfange ferner unverändert bestehen bleiben. M. Aus der mittlere» Wetterau, 23. März. Ihre Zeitung brachte kürzlich die Nachricht, daß die Preise der Brennmaterialien weiter stiegen. Wir kaufen unsere Brennhölzer gewöhnlich in den Obersörstereicn Nidda. Ortenberg und Eichelsdorf, wo treffliches Brennholz zu haben ist, das aber auch um 12 bis 25 Prozent gegen früher höher bezahlt wird. Den größten Sprung machte jedoch die Braunkohlengrube „Friedrich" bei Hungen; sie verlangt anstatt 55 Pfg. pro Zentner Briketts jetzt 80 Pfg., also ungefähr 45 Prozent mehr, und trotzdem kann man kaum welche erhalten. — In unserer Gegend schleicht immer noch die Maul- und Klauenseuche umher, wodurch der Viehhandel in empfindlicher Weise beeinträchtigt wird. — Die Fischerei in der Horloff fördert mitunter hübsche Ergebnisie zu Tage; diefir Tage wurde ein Hecht von 15 Pfund Gewicht erbeutet. Der Fischbestand wird aber seit Anfang dieses Jahres ganz bedeutend durch Fisch, ottern geschädigt. Einsender fand hllufig die Reste der geraubten Fische, die Fischköpfe, welche von den Ottern nicht verzehrt werden, auf den Ufern liegen. Die Pächter wurden darauf aufmerksam gemacht. Wenn die Räuber nicht schnellstens beseitigt werden, steht empfindlicher Schaden in Aussicht. Friedberg, 23. März. Am 17. d. M. fand der Schluß des Winterkursus hiesiger Landw. Schule statt. Es hatten sich Herr Ministerialrat Braun, Herr Landesökonomierat Müller, Vertreter der Kreis-, der Stadt- und anderen Behörden, sowie eine große Anzahl Eltern und Freunde der Schüler wie der Anstalt eingefunden. 20 Schüler verließen nach dem ordnungsmäßigen Besuch der beiden Klassen die Schule, während 19 die Unterklassen besuchten. Die Anstalt war diesen Winter mit 39 Schülern die stärkstbesuchte im Lande. Im vergangenen Sommer besuchten 60 Teilnehmer und 38 Teilnehmerinnen die verschiedenen Obstbaukurse, sodaß im ganzen 137 Personen die Anstalt frequentierten. Der Direktor und der zweite Lehrer hatten 146 auswärtige Diensttermine, das technische Personal war an 165 Tagen im Bezirke dienstlich thätig. Das Korrespondenzjournal umfaßt 4006 Nummern. Aus den angeführten Zahlen dürfte hervorgehen, daß der Wirkungskreis der Anstalt sich mit jedem Jahr erweitert, und daß das Personal der Schule im Jnteresie der Landwirtschaft eine umfangreiche Thätigkeit entwickelt hat, wie ja auch die rege Entwickelung des Vereinswesens beweist. d. Wenigs (Oberhessen), 22. März. Hier entstand verflossenen Samstag zwischen zwei Knechten ein Wortwechsel, der bald zur Thätlichkeit ausartete, wobei der jüngere dem andern mit einer Mistgabel auf den Kopf geschlagen haben soll. Der Verletzte machte sich auf den Weg nach seiner Heimat Mittel-Seemen, nachdem er die Polizei von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt hatte. Vorgestern wurde er im Walde zwischen hier und Mittel-Seemen bewußtlos aufgefunden und nach Hause gebracht. Der Arzt, der bald zur Stelle war, erkannte Schädelbruch an der Stelle des Schlages. Innerlicher Bluterguß hat wohl unterwegs Bewußtlosigkeit herbeigeführt, sodaß der Geschlagene liegen blieb, und erst nach zwei Tagen aufgefunden wurde. Heute ist er der Verletzung erlegen, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. (—) Büdingen, 23. März. Herr Oberamtsrichter Rabenau dahier feiert am 25. d. Mts. in aller Stille sein fünfundzwanzigjähriges Dienstjubiläum. Der Herr Jubilar, welcher neben seinem Hauptamt noch verschiedene Ehrenämter bekleidet, hat die größte Anzahl seiner Tienst- jahre (etwa 23) im hiesigen Gerichtsbezirke verlebt. Er ist ein stets hilfsbereiter, freundlicher und humaner Beamter, oer sich der allgemeinen Hochachtung erfreut, und bei seinen Kollegen sowohl, als auch bei seinen Untergebenen ebenso beliebt wie verehrt ist. Die besten Glück- und Segenswünsche begleiten ihn deshalb auch auf seinem ferneren Lebenswege. (?) Mainz, 23. März. Von berufener Seite werden seit einiger Zeit wieder mit dem preußischen Kriegsministerium in Berlin Unterhandlungen geführt, welche bezwecken, den Verkauf des in Kastel frei werdenden Festungsgeländes in schnellere Bahnen zu lenken bezw. eine Norm für die Abschätzung des Geländes zu finden. Veranlaßt sind diese neuerlichen Verhandlungen durch eine sehr bedeutende Firma, die schon große Terrainankäufe in Kastel bethätigt hat und jetzt zur Arrondierung des ganzen militärischen Geländes benötigt ist. — Hier hat sich ein Verband baugewerblicher Unternehmer gebildet, zu dem Zwecke, die gemeinsamen Interessen der Arbeitgeber zu wahren und bei Differenzen mit Arbeitnehmern auf eine friedliche Regelung derselben hinzuwirken. )( Vom Rhein, 23. März. Unter den Flößern des Mittelrheins ist eine Lohnbewegung im Anzug, die hauptsächlich von den auf den Floßdepots in den Häfen bei Mannheim, Mombach und Schierstein beschäftigten Flößern ausgeht.*Dieselben halten einen Tagelohn von 1 Mark 50 Pfennig und freie Kost für unzureichend, zumal die Arbeitszeit je nach der Jahreszeit und dem Wetter gar keine bestimmte Grenze hat und im Hochsommer oft vierzehn Stunden überschreitet. Vom Rhein, 23. März. Die neue Wormser- Straßenbrücke, welche am Kommenden Montag in Anwesenheit des Großherzogs von Hessen und des Ministeriums von Darmstadt feierlichst dem Verkehr übergeben wird, ist etwa 100 Meter unter der bisherigen Schiffbrücke gelegen und hat eine Länge von 750 Meter, wovon indes nur 300 Meter über den Strom führen, während 450 Meter die beiderseitigen Uferzugänge bilden. Bei einer gesamten lichten Breite von 11,50 Meter, hat die Brücke eine Fahrbahn von 6,50 Meter, neben welcher zu beiden Seiten Gehwege von je 2,50 Meter Breite herlaufen. Soweit die Brücke den Strom passiert, ruht sie auf vier Pfeilern, und zwar auf zwei Strompfeilern und zwei Lundpfeilern, wovon die beiden letzteren auf dem rechten und linken Ufer mit hohen Türmen bekrönt sind, durch deren Thordurchgänge man die eigentliche Strombrücke betritt. Die Ueberspann- ung des Rheines, die ähnlich wie bei der Mainzer Straßenbrücke unter der Fahrbahn gelegen ist, ist in sehr leichten Sichelbögen bethätigt, die in der Mitte eine Stromöffnung von 105,60 Meter und zu den beiden Seiten eine solche von je 94,40 Meter lichte Weite haben. Die burgartigen Thortürme auf beiden Uferseiten sind mit Korbbögen mit den eigentlichen Uferpfeilern verbunden, unter welchen Verkehrsstraßen herlaufen. Wenngleich die beiden Auf« gangstürme der Brücke, mit deren Bau im Mai 1897 begonnen wurde, und deren Gesamt-Eisenkonstruktion, beiläufig bemerkt, 1880 Tonnen wiegt, ist der Gesamteindruck des neuen Bauwerkes ein sehr günstiger, und haben die mit dem ersten Preise gekrönten Entwerfer wie Ausführer der Brücke, die Herren Oberbaurat Karl Hofmann in Worms, sowie die Maschinenbau-Aktiengesellschaft in Nürnberg und die Firma Grün u. Bilfinger in Mannheim, ihrem Können und Wissen jedenfalls em bleibendes Denkmal gesetzt. _______________ X. Homberg, Bz. Kassel, 23. März. Die Stadt- verordneten-Versammlung hatte auf Antrag des Magistrats einen Antrag angenommen, nach welchem beim Verkauf von Immobilien eine Gemeinde st euer von einem Prozent zu erheben sei. Gegen diesen Antrag entstand in der hiesigen Bürgerschaft eine lebhafte Agitation; in einer von Herrn Buchhalter Most einberufenen Versammlung wurde nachgewiesen, daß diese Steuer nur einseitig die Besitzer treffe, und darum ungerecht sei. In einer Resolution wurden die Bedenken gegen eine solche Steuer der Stadtverordneten-Versammlung mitgeteilt, welche ihrerseits die Sache einer Kommission zur nochmaligen Prüfung überwies. In der letzten Sitzung der Versammlung stand dieser Punkt wieder zur Verhandlung. Diesmal kam man zu dem Ergebnis, daß die geplante Steuer die Hausbesitzer treffe, und dieselben also ungünstiger stelle, als die übrigen Bürger; die Steuer wurde daher abgelehnt Ferner wurde in'derselbeü Sitzung beschlossen, zu dem Landweg Mosheim—Homberg das erforderliche, in der Homberger Gemarkung gelegene Gelände kostenlos zur Verfügung zu stellen. (?) Fritzlar, 23. März. Der Herr Oberpräsident hat das Gesuch des hiesigen Pferdemarkt-Komitees betr Verlosung von Equipagen, Pferden, landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten, Fahr- und Reitutensilien?c. gelegentlich des diesjährigen, am 11. und 12. Juli stattfindenden Fritzlarer Pferdemarktes genehmigt. — Die Intendantur des 11. Armeekorps erwidernder Landwirtschaftskammer auf eine diesfallsige Anfrage, daß sie dem Wunsche nach Errichtung einer militärischen Ankaufs stelle für landwirtschaftliche Produkte möglichst mit Bäckerei in Fritzlar zu ihrem Bedauern nicht zu entsprechen vermöge. Zur Erleichterung des Verkehrs der kleinen bäuerlichen Landwirte mit dem Proviantamt Kassel empfiehlt die Intendantur die Vereinigung mehrerer Produzenten zu gemeinsamen Einlieferungen bis zur Erreichung von 200 Zentner-Ladungen. m. Aus dem Kreise Kirchhain, 23. März. Die Obstbaumpflege in unserem Kreise hat, wie die jährlichen Obstverkäufe der Gemeinden beweisen, in ben letzten Jahren einen erfreulichen Aufschwung genommen. Auch durch den Verkauf des im verflossenen Herbst geernteten Obstes sind den Gemeindekassen recht beträchtliche Ein nahmen zugeflossen. So betrug der Erlös für das von den Gemeinden im Jahre 1899 verkaufte Obst 10 665 Mk., während im Jahre 1898 etwa 6640 Mk. vereinnahmt wurden. Obwohl der Kreis Kirchhain unter den 22 Landkreisen des Regierungbezirks Kassel an Größe die 19. Stelle ein nimmt, steht er doch in Bezug auf Einnahmen für verkauftes Obst an 4. Stelle, und wird nur von den Kreisen Kassel, Fritzlar und Marburg übertroffen. Fortgesetzt sind unsere Gemeiu^'n bestrebt, die Obstbaumpflege immer mehr zu heben und zu fördern. Dieses anregende Beispiel sucht man auch in Privatkreisen nachzuahmen, wofür der zur Hebung und Förderung des Obstbaues seit etwa Jahresfrist gegründete unter Leitung des Herrn Landrats Frhrn. Schenk zu Schweinsberg stehende und über 500 Mitglieder zählende „Obstbau-Verein für den Kreis Kirchhain" den besten Beweis liefert. AuMg MS den Standesamtsregistern der Stadt Meße». Aufgebote. H März, 17. Johanne« Bär, Cementarbeiter zu Düffeldorf mit Antonie Wagner zu Gießen. 17. Justus Kämmerer, Ingenieur zu Dottau mit Emilie Anna Fasquel zu Berlin. 20 Friedrich Jakob Gliot, Marmorhauer zu Duisburg mit Christine Eckhardt daselbst. 20. Heinrich Rau, Postassistent zu Gießen mit Marie Heßler zu Stangenrod. 21. Richard Emil Hugo Weber, Schriftsetzer dahier mit Katharine Lmse Schneider Hierselbst. 21. Philipp Karl Balser, Rangierer zu Darmstadt mit Johanna Auguste Flander daselbst. 22. Karl Ludwig Rupp«, Metzger und Wirt zu Nidda mit Katharine Emilie Lind Hierselbst, n. Heinrich Konrad Hormann, Bäcker zu Gießen mit Anna Katharme Elisabethe Becker zu Alsfeld. 23. Heinrich Feußer, Taglbhner dahrer mit Anna Elisabethe Katharine Schweitzer Hierselbst. 23. Karl Hemrtq Bender, Fabrikarbeiter zu Oppenrod mit Anna Maria Stem zu Beuem. Sheschlietzuugeu. März, 17. Karl Muhl, Friseur dahier mit Wilhelmme Johann«» Marr hierse'lbst. 17. Heinrich Karl Rothevisch, Bahnarbeiter dahier t* Marie Wilhelmine Jullmann Hierselbst. 17. Otto Peter Von Eiff, Metzger dahier mit Christiane Margarethe Decker Hierselbst. 17. Johann Heinrich Emil Schönewolf, Elektro Techniker dahier mit Amalie Martha Emm- Lein Hierselbst. 17. Wilhelm Karl Berg, Kaufmann zu Höchst a. 9. mit Anna Henriette Christiane Spieß Hierselbst 21. Johann Christi«» Schaal, Artist dahier mit Margarete Marie Anna Katharine Schuchardt Hierselbst. «edorerrr. März, 12. Dem Eisenbahn-Schaffner Wilhelm Schneider eine Tochter, Margarethe. 12. Dem Zuschneider Wilhelm Engelhardt eine Tochter. 15. Dem Instrumentmacher Ludwig Jakob Roth eine Tochter. 16. Dem Lokomotivheizer Heinrich Blank ein Sohn. 16. Dem Kutsch^ Heinrich Bölpel eine Tochter. 17. Dem Bureaudiener Ludwig Adolph eine Tochter. 17. Dem Lademeister Ludwig Germer eine Tochter, Mari«. 17. Dem Postschaffner Georg Dehus eine Tochter. 17. Dem Taglöhn» Heinrich Damm ein Sohn, Wilhelm Karl. 17. Dem Spengler uv Installateur Karl Faber eine Tochter. 18. Dem Hilfsbremser Valentin Faust ein Sohn, Georg Heinrich. 19. Dem SchachtmeA Heinrich Weimer ein Sohn, Georg Hermann Martin. 22. Dem Fabrik«» Adolf Klingspor eine Tochter. 23. Dem Schmied Karl Heinrich Herben eine Tochter. Gefiorberre. März, 17. Karoline Feldhauß, 61 Jahre alt, Privatin dahier 19. Elisabethe Becker geb. Sommerlad, 59 Jahre alt, Ehefrau vor Hilfsweichensteller Christoph Becker dahier. 19 Jakob Krauskopf, " Jahre alt, Taglöhner dahier 19. Amalie Muhl geb ©Urner, 60 Iah« alt Wiliwe des Geh. RegierungSratS Dr. Karl Muhl zu Darmstavr 20 Katharine Otta geb. Wagner, 67 Jahre alt, Ehefrau von Fuhrman, Johannes Otto dahier. 22. Barbara Heiß, 82 Jahre alt, PnvaM dahier. c#*" te #।« * Mrenieckeise mit Wir ersuchen nc Bestellung bei her Lchess. rcheben r I M versenden. De ■/mir, wie seither »den Abonnement klaffen, falls nicht . sprechend ""Mt- Hf* < .,#**'* «* w «' ,, ..«s irbe N Mi, Es liegen me m Frankfurt a. V •Clfr mit dem vierten * ie Adressaten getane Wir beabsich i" befürworten, "W um so wenige' $ W 56 WW mit km K' Dem von ‘innerem Sekrelarn Gießen, zaf hei «fiste v IG) U , I*Ä' Ä «&h. S°"8°L ■Keuer h yer- ;Sr.Z •«.gÄ ;9 «itorteff 5ibÄ "ochniali: ÄÄ,’$ LWtateWJ ^ungünstiger ft JU(^Wr Qbgekfe geschlossen, ?u fr erforderliche, jn j ^e(anbe ioftenlos; J öerr DberpÄ emarkt-Komitees fr- "den, lanbirirti -undReitutensilil 1 und 12. Juli k genehmigt. -? g erwiderte der 2® >ige Anfrage, ' militärischen «nie' möglichst mit?L- )t zu entspreche? )rs der kleinen 1 mt Kassel empfüb- item Produzent! zur Erreich^ «■. hain, A. M ?/? reise hatM/eM ieweist^ selchten Mg Mmen. M em Mst geerMm LeirMche W- ? ihVob \m torä vm mfle W M, Olt. vereinnahmt roui ter ben^tofteijer- ■fy bie 19. Stelle ein- «hmen für ver- Abonnements - Einladung. Der erfreulicherweise andauernde Abonnentenzuwachs "Ars als sprechender Beweis dafür gelten, daß der „Gießener Anzeiger" tat Anforderungen der Jetztzeit Rechnung zu tragen ersteht. Er wird auch weiter ebensowenig Kosten als Mühe scheuen, seinen Beruf als größte Tageszeitung chöerhessens zu erfüllen und jede Gelegenheit ergreifen, die Interessen der gesamten Bevölkerung der Provinz wahr- Mehmen. *• Die „Gießener Familienblätter" wahrhaft unterhaltend und belehrend zu gestalten, den „Hessischen Landwirt" zum zuverlässigen Berater zu befähigen, und durch die „Blätter für Hessische Volkskunde" den Sinn für hessische Eigenart zu erhalten, gilt uns daneben als vor- Ukhmstes Ziel. — Daß mit der MUktzmeudell Kttbreitling Ire Gießner Anzeigers seine Wirkung als Infertionsorgan immer nachhaltiger wird, werden die ihn benutzenden Jnsercntenkreise mit Genugthuung erfahren haben. Wir ersuchen namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post bezw. den Zweigstellen baldgefl. ausgeben zu vollen. Nkllhinjlltrettnde hikstge Ätlmeute« erhallen vom Sage der Bestellung bis 31. Mar^ itn Anzeiger kostenfrei ^gestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe-Ammern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und iien Abonnements betrag durch Quittung erheben lasten, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch u. Steindruckerei (Pietsch Erben). Vermischtes. * Frankfurt a. M., 22. März. Die „Frkf. Ztg." meldet aus New York: Jn San Francisco sind neue Fälle von Vubonenpest vorqekommen. Die Behörden suchen sie zu vertuschen. * Meiningen, 21. März. Die Erörterungen über die lex Heinze lassen es angebracht erscheinen, an eine Verfügung zu erinnern, die vor bald 100 Jahren hier erschien und also lautete: „Unter dem milden Himmel Italiens bedurfte der päpstliche Großvikar jüngst, im strengen Eifer für die Sittlichkeit der Damenkleidung, keiner moralischen Deklamationen, um sie den Schönen Roms zur Pflicht zu machen. Bei unserem rauheren Himmel werden einige unserer hiesigen jungen Damen, welche ihre römischen Schwestern allzu treu zu kopieren sich bemühen, wohl nicht zur Uuzeit erinnert, wenn sie, nach den Erfahrungen, deren Zeugen sie gewesen sind, von den phvsisch- schadlichen Folgen und dem die Gesundheit zerstörenden Einfluß eines allzu leichten Anzuges noch immer sich nicht überzeugt haben — von ihrem Arzt sich deshalb belehren zu lassen. Aus Freundschaft für sie selbst aber und aus Achtung für Sittsamkeit, ohne darüber ebenfalls deklamieren zu wollen, bitte ich dieselben, künftig weder allzu hüllenlos noch allzu fesselnlos erscheinen zu wollen und, wenn sie den Hof besuchen, über die Grenzlinie der Dezenz und Indezenz im Anzug die Frau Lberhofmeisterin von Neube entscheiden zu lassen, um mir die Verlegenheit zu ersparen, ihre Gegenwart verbitten zu müssen. Meinigen, 3. Februar 1801. Georg, H. z. S." * Veni, vidi, vici! Durch dieses kurze „Tele gramm" gab Julius Cäsar vor fast 2000 Jahren dem römischen Senate Kenntnis von seinem entscheidenden Siege über König PharNaces. Einem unverbürgten Gerücht zufolge soll aber der große Feldherr, als er sich nach der Schlacht vor seinem Feldspiegel einen neuen Lorbeerkranz aufsetzte — er trug bekanntlich zur Jnterimsuniform diese leichte Kopfbedeckung —, keine besonders heitere Miene zur Schau getragen haben. Der Lorbeer verdeckte eben nur unvollkommen einen Mangel, der dem stolzen Römer seit Jahren Verdruß bereitet und dessenthalben er erst kürzlich von Cleopatra geneckt worden — den Mangel üppigen Haarwuchses. Was würde Cäsar darum gegeben haben, wenn ihm das Mittel bekannt gewesen, das 2 Jahrtausende später seinen Siegeszug antreten sollte. Wie würde sein Auge geleuchtet haben, wenn ihm ein würdiger Reiseonkel „Javol" offeriert hätte, ein kosmetisches Mittel von allseitig anerkanntem Erfolg. Bon Javol kann man mit einer Variante sagen: Es kam, wurde in Gebrauch genommen und errang den Sieg über alle Vorurteile. Wer sich über dieses vortreffliche Kopfwasser näher unterrichten will, möge nicht versäumen, selbst einen Versuch zu machen. Er wird dann gern in den allgemeinen Lobgesang über das wirklich gute Haarwasser mit einstimmen. Ts muß sich alles wenden. Der bekannte sächsische- Mundartdichter Georg Zimmermann, dem wir schon mancherlei launige Beiträge verdanken, sendet der „Tägl. Rdsch." in Anbetracht des nahenden Frühlings, von dem er übrigens eine bessere Meinung hat, als wir, folgendes Gedicht: Friehlingksgloowe. (Frei nach Uhland.) Der Friehlingk, der hat iewer Nachd Uf eenmal de Oogen ufgemachd Un zeigd sich an allen Enden. Nu, sei willgommen, du FriehlingkSgind! Nu last' Dich umärmeln geschwind, geschwind — Nu muß sich alles, alles wenden. Nu freid sich und juwelt de ganze Meld, Es regt sich in Wald, uf Wiese un Feld — Das Blichen will nich enden. Jn Busche draußen, diheidibum, Da dreht ä Schlawake sein Hemde um — Es dhut sich alles, alles wenden. Wetterbericht. Die südwestliche Hälfte des Erdteils wird von einer umfangreichen Depression bedeckt, welche neben mehreren anderen Unregelmäßigkeiten zwei ausgesprochene aber nicht sehr tiefe Zentren aufweist. DaS eine derselben liegt über Westfrankreich, das andere über dem südlichen Deutschland. Letzteres verursacht auf unserem Gebiete vornehmlich trübes, regnerisches Wetter. Die Temperaturen lagen namentlich unter Tags erheblich tiefer als gestern. An den Hochstationen, wo es nachts neuerdings geschneit hat, ist wieder leichter Frost aufgetreten. Das barometrische Maximum besteht über dem Nordosten Europas fort. Voraussichtliche Witterung: Zunächst meist nock) trübes kühles Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. Xootaoda-fazityt Markus Bauer, Kirchenplatz II. CtaS bringt allen Schwaben und sonstigem H Ungeziefer das gesetzlich geschützte neue Mittel Brückolin. 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Bekanntmachung. Es liegen mehrfache Beschwerden darüber vor, daß die mit den beiden Mittags 8.-Zügen (von Frankfurt a. M. 1 Uhr 20 Min. und Coblenz 1 Uhr 6 Min.) eintreffenden Postsachen eist mit dem vierten Bestellgang, somit kurz vor oder nach Schluß der Geschäftszeit an die Adreffaten gelangen. Wir beabsichtigen, bei Kaiserlichem Postamt eine Späterlegung der dritten Austragung kn befürworten, damit durch diese schon jene Korrespondenz bestellt werde. Dieser Späterlegung sicht um so weniger ein Bedenken entgegen, als diejenigen Postsachen, welche früher der vor- mttags 9 Uhr 56 Min. von Frankfurt a. M. eintreffende 8.-Zug mitbrachte, jetzt hauptsächlich j-djon mit dem früheren 8 -Zug 7 Uhr 20 Min. eingehen. Dem von uns beabsichtigten Anträge entgegenstehende Ansichten wolle man alsbald innerem Sekretariat mitteilen. Gießen, den 24. März 1900. Wat-Reul- und Handelsschule mit Vorschule '• .« Jakob " § Die Schule hat die Berechtigung, für den einjahr.-freiwill. 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