arL »acl "°*°s 85. Wer mit ihm x,. ferner bei; m. L°°« J*** 1843 - Saak altnng uti büto M itbiwtt 2108 2 VorßM. älMk. narktei. tze EmMhancwl] LuMWonis-fiefleNliij' Geschäften wiibeide d Bnchaeker / Wersweg 16 liei den LoieiMV’A W >ee 10 Hk. 11. kpril 1900. en and krifiP bl> Rotb gleich 1 bocbte'oe8 r. ia) Bräu '# ZZ6' o8;,rno., itr. 71 lßiPes Blatt. Sonntag den 25 März Arnts- und Anzeigebl^tt für den Avers Grefzerr. ''.eetwsf“ a. Rätter !»r M »vlWunbt- vichS *mi ktykgt Kwatftg«. R»v <6hj-mcT »«»Mteeftitter wttcn kw Uüzeiger Lllr Anzeigen-Bevmittlung-tzellen deS In- und HuMantat vehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auSwärlS 20 Pfg. Z3ezug,prei, dierteljährl. Mk SM monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohnr durch die AbholesteLe« vierteljährl. Mk. 1,96 monatlich 66 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Dttrteljä|rt. mit Bestellgeld. teitNM *•* «-zeigen zu der nachmittags für den 7-,^- fcg »scheinenden Nummer bis »ernt. 10 lthr. spätestens ebe**6 »orher. Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger «AbHbv, «gxMtWn und Druckerei: Ar. 7. ...................■■■■■■■ Gretisbeilsge«: Gießener Farnilienbiätter, Der hessische Landwirt, Mittler für hessische Volkskunde. >^s^*!MEu«05Kitr££RsvcM8eew&MBKi9Qc*MmBBiMaMHmamHmaHB Adresse für Depeschen: roälte. Abg. Schmidt-Frankfurt (Soz.) meint, dieses Gesetz schaffe zwar wiederum eine neue privilegierte Kaste, aber er freue sich, daß es wenigstens gelungen sei, einige Härten aus demselben herauszuschaffen. Uebrigens fei ja von der Reichsregierung versichert worden, daß der Mangel einer Patentanwaltskammer nur ein Provisorium sein solle. Abg. Kirsch (Zentr.) entnimmt aus den Worten des Borredners, daß dessen Partei für das Gesetz stimme und erklärt das gleiche bezüglich seiner Freunde. Abg. Möller-Duisburg (nL) stimmt ebenfalls für das Gesetz und hofft, daß es bald gelingen möge, den Patentanwaltsstand zu sanieren. Abg. Hoffmeister (srs. Vg.) befürchtet, daß die Vorschriften über bi; theoretische Vorbildung der Patentanwälte dazu führen würden, daß nur sehr wenige in Zukunft diesem Erwerbszweig sich zuwenden würden, denn die Vorbildung sei eine zu zeitraubende. Es würde also ein Mangel an Patentanwälten zu befürchten fein. Einigermaßen beruhigt werde er aber durch die Uebergangsbestimmungen. Abg Oertel-Sachsen (kons) teilt mit, daß seine Freunde das Gesetz annähmen, obwohl sie den gestern beschlossenen Zusatz, der den Begriff des unwürdigen Verhaltens begrenzt, nicht billigen könnten. Derselbe s ei mindestens überflüssig. Abg. Liebermann ö. Sonnenberg (Antif.), deffen neulich im „Vorwärts" mitgeteilte lyrische Lieder gestern der Abg. Heine als Beitrag zur lex Heinze erwähnt hatte, bemerkt, diese Gedichte seien einem Cyclus „Babel" aus der Gründerzeit entnommen und müßten also in diesem Zusammenhänge verstanden werden. Der Cyclus schließe mit den Worten: „Möchte sie alle der Teufel holen I" Und damit schließe auch ich. (Große Heiterkeit). Das Gesetz wird in der gestern beschlossenen Fassung angenommen. Auch das Gesetz betr. Bestrafung der Entziehung elektrischer Arbeit wird definitiv in 6. Lesung genehmigt. Es folgen Petitionen. Zunächst wird die kürzlich begonnene Beratung''''ortgesetzt über eine Petition betr.Wiedereinführung der Prügel- st r a f e. Die Kommission beantragt Uebergang zurTages- ordnung, wogegen Abg. Dittel Ueberweisung „als Material" an den Reichskanzler beantragt und empfohlen hatte. Abg. B e ck h (frf. Vp.) verneint den Erziehungswert von Prügeln und betont die Gefahr einer Ueberschrcitung der richtigen Grenzen Und wenn man auf Messerstechereien verweise, ja — solle denn eine Rohheit durch eine andere Rohheit gesühnt werden ? Abg. Himburg (kons.) ist der Ansicht, die Gegner der Prügelstrafe behandelten diese Frage doch zu theoretffch; sie sähen die Menschen nicht so, rote sie seien. Redner wendet sich dann noch den neulichen Ausführungen des Abg. Groeber zu. Abg. Bebel (Soz) führt aus, die Kreise, aus denen heraus jetzt die Wiedereinführung der Prügelstrafe verlangt werde, seien dieselben Kreise, welche gegenüber ihren Arbeitern und Arbeiterinnen Prügel für erlaubt hielten. Die Antragsteller übersähen ganz, daß ja jetzt schon Prügel als Disziplinarstrafe in den meisten deutschen Staaten in Gebrauch seien. Redner verbreitet sich weiter eingehend über das Ge- fängniswesen, wobei er bemerkt, daß unzulängliche Kost viele das Gefängnis als Todeskandidaten verlassen lasse. Eine Reform des Gesäng- nivwesens sei unerläßlich. Abg O e r t e l-Sachsen (kons.) meint, Rohheiten müßten mit Prügeln bestraft werden, und er nehme da auch nicht Rohheiten von Personen aus gebildeten Ständen aus. Eine Bemerkung Bebels, „tout Berlin" wisse, auf wen die Rohheit der Denkmalsbeschädigung in der Siegesallee zurückzuführen sei, treffe auf ihn, der doch auch zu „tout Berlin" gehöre, jedenfalls nicht zu. Verschiedene Gefängnisgesellschaften hätten sich für Prügelstrafe in besonderen Fällen ausgesprochen. Auch Tolstoi sei entschiedener Freund der Prügelstrafe. Abg. Pachnicke (frf. Vg.) betont, der Herr Vorredner habe verschiedene Fälle von Rohheiten angeführt, wo die verhängten Strafen ganz ungenügend gewesen seien. Da muffe man aber doch zuerst die Zusammenhänge kennen, um zu beurteilen, ob nicht der Richter Anlässe gehabt habe, milder zu verfahren. Als Disziplinarmittel sei die Prügelstrafe entbehrlich, und zwar um so mehr, als auch die bundesrätlichen Vereinbarungen vom Jahre 1897 über den Strafvollzug eine ganze Reihe anberroeiter wirksamer Disziplinarmittel enthielten. Abg. Gröber (Ztr.) bemerkt, die Prügelstrafe sei bekanntlich schon einmal aufgehoben und bann mieber eingeführt worden aus denselben Gründen, die man jetzt von den Antragstellern höre. Und bann habe man sie infolge der gemachten Erfahrungen doch wieder aufheben müssen. Das Zentrum werde jedenfalls gegen den Antrag Oertel stimmen. Tolstoi falle aus einem Extrem in's andere; jetzt wolle er als Strafen überhaupt nur Bambus und Todesstrafe. Damit stelle er sich ganz auf den Standpunkt von China. (Heiterkeit). Weiter sprachen noch Abg. Werner (Ant.), Abg. v. Kardorff (Rp.) für den Antrag Oertel, worauf noch heftige Auseinandersetzung«n zwischen den Abgg v. Kardorff (Rp.) und Graf Stolberg (kons.) einerseits und Bebel (Soz.) andererseits folgen wegen des letzteren Aeußerung über die Urheberschaft an den Verstümmelungen der Denk, mäler in der Siegesallee. Der Antrag Oertel wird abgelehnt und über die Petition zur Tagesordnung über gegangen. (einige weitere Petitionen betr. den Vogelschutz nerden ohne erhebliche Debatten erledigt. Morgen 1 Uhr: Seemannsordnung. Schluß 6 Uhr. * Vom Kriegsschauplatz. Londim, 24. März. Hier liegt noch keine amtliche Bestätigung über dieGefangennahme desGene- rals Gatacre und deffen Stabes vor. — »Daily News" erfährt, das KriegSamt erhielt gestern die Meldung, daß Mafeking entsetzt worden sei, wollte sie aber nicht veröffentlichen, bis sie bestätigt worden ist, da ihre Form die Möglichkeit eines Irrtums zulaffe. — Der „Lokalanz." läßt sich aus London telegraphieren, daß nach einer Meldung aus Ladysmith die Engländer nordwärts mit den Buren in Fühlung stehen. Kleine Abteilungen des Feindes sind ständig auf den BiggarSbergen mit Geschützen in Bewegung. Am Mittwoch wurden englische Patrouillen 15 Meilen nördlich von Ladysmith beschossen. Der Stationsvorsteher von Besters wurde in der Nacht zum Donnerstag von Buren angegriffen und mußte nach Ladysmith flüchten. * * • Telegramme des „Gietzeuer Anzeiger". London, 24. März. Nach einem in der zweiten Ausgabe der „Times" veröffentlichten Telegramm aus Bulawayo hatte die Avantgarde des Plumer'schen Korps am 14. Marz nicht, wie damals gemeldet wurde, Pitsani erreicht, sondern war nur bis sechs englische Meilen südlich von Lobatsi vorgerückt. Die Kämpfe am 15. und 16. zwangen das ganze Korps, sich unter dem Schutze der Nacht bis nach Crocodil Pool zurückzuziehen und ihr Feldlazarett bis nach Gaberones zurückzuverlegen. Es ist ein wenig einleuchtender Kommentar, wenn das Telegramm mit den Worten schließt, mannehmean, der Zweck der Buren- Demonstration nördlich von Mafeking sei die Fortführung der Belagerungsgeschütze gewesen. London, 24. März. Unterm 22. März wird aus - Warrenton gemeldet: Gestern wurde bei Fourteen Streems von her 20. Batterie, unterstützt durch eine leichte Reitertruppe, ein Aufklarungszug unternommen. Es erfolgte ein scharfes Artilleriegefecht, welches den ganzen Vormittag währte. Der Feind hatte vier Geschütze im Kampfe, deren Feuer aber wirkungslos war. Nachdem der Zweck erreicht war, zog sich die Äufklärungstruppe zurück. Während des Gefechts operierte eine Plänkler-Abteilung zu dicht am Flußufer und begegnete einzelnem Feuer. Sie konnten sich nicht zurückziehen, und da es unmöglich war, sie ohne Verluste zu befreien, mußten sie bis zur Dunkelheit in ihrer Stellung" verbleiben. — Zwei Bewohner von Vry- burg erklärten, die große Kanone von Kimberley wurde durch Christiauia nach Pretoria geschafft. — Nach demselben Blatte wird aus Bloemfontein vom 22. März gemeldet : General Pretyman geht langsam mit der Beruhigung des Landes vor. Fast sämtliche früheren Landdroste sind wieder eingesetzt, der Zolldienst nach dem alten System wieder eingerichtet, und ein lokaler und auswärtiger Postdienst wiederhergestellt. London, 24. März. Das -Kriegsamt veröffentlicht folgendes Telegramm des Generals Forestier - Walter7 Kapstadt, den 23. März, 5 Uhr 45 Min. nachmittags: Erhalte folgendes Telegran-.m des General Plumer unter dem Datum des 14. März aus Lobatsi: Die Buren drangen heute morgen aus südlicher Richtung in bedeutender Stärke vor. Sie kamen aus Good Liding. Nack) einem heftigen Kampf mußten sich unsere Vorposten unter dem Befehl des Obersten Badle zurückziehen. Der Rückzug vollzog sich übrigens in bester Ordnung auf die Hauptstelluug. Wir haben den Tod eines Leutnants zu beklagen. Mehrere Verwundete werden vermißt. Nachmittags drangen die Buren weiter in nördlicher Richtung vor und beschossen unsere Stellungen von einem Hügel, der unsere linke Flanke beherrscht. Unsere Geschütze beantworteten das heftige Feuer. Der Artillerie-Kampf währte bis Sonnenuntergang fort. — London, 24. März. Die Morgenblätter veröffentlichen ein Telegramm aus Kapstadt vom 23. März über ein Gefecht, welches General French östlich von Bloemfontein mit dem Feinde hatte. Es handelt sich wahrscheinlich um die zahlreichen Burentruppen, welche sich, wie vor einigen Tagen gemeldet wurde, aus Oranje River zurück- zogeu und deren Bewegungen wir von den Höhen des Basuto-Landes beobachtet hatten. London, 24. März. Aus dem Bur en lag er bei Kronstadt wird über Pretoria vom 23. März gemeldet: Die Buren werden in großer Anzahl mobil gemacht, und scheinen entschlossener als je, den Krieg fortzusetzen. Der Aufruf Krügers hat den besten Erfolg erzielt. Es heißt, daß die Regierung fest bleibt. Die Engländer sind noch immer in Bloemfontein und arbeiten im Süden an der Wiederherstellung der Eisenbahn von Normals Pont. Wir haben bis jetzt noch feine Bestätigung über die Gefangennahme des Generals Gatacre erhalten, doch berichtet man uns, daß bei Lobatsi drei Engländer, darunter ein Leutnant von unseren Truppen gefangen genommen worden sind. Wir erbeuteten 14 Kisten Munition und viele Pferde. Ern Aufruf des Präsidenten Steijn teilt den Bürgern des Freistaates mit, daß sie ihre Militärpflicht erfüllen urüssen- Niemand dürfe den Engländern Hilfe leisten und die Waffen niederlegen, außer wenn er durch dringende Notwendigkeit dazu gezwungen ist. Diejenigen, welche diesen Befehl überschreiten, werden wegen Verrats mit den schwersten Strafen bestraft. Wien, 24. März. Die von den Skodaschen Werken abgelieserten Kanonen sollen angeblich für eine chinesische Firma nach Shanghai bestimmt sein. Es wird beabsichtigt, diese Angelegenheit zum Gegenstände einer Interpellation im Reichsrate zu machen. Ausland. Graz, 23. März. Einer Blättermeldung zufolge sandte die Firma Skoda in Pilsen 45 schwere Geschütze samt Munition mittels Eilzuge^ nach Triest. Die Sendung ist für die Engländer in Südafrika bestimmt. Der Reichstagsabgeordnete Lemisch forderte den Minister-Präsidenten telegraphisch auf, die Sendung zu sistieren. Offiziös wird behauptet, daß die Sendung für die österreichische Kriegsmarine bestimmt ist. Nizza, 23. März. Anläßlich des demnächst erfolgenden Besuches der russischen Mittelmeerflottc werden in Lm und IW i ist bl Heer und Marine. — Betreffend die Zulassung von Zahlmeistern der Armee zu den Stellen für mittlere Verwaltungsbeamte und Verleihung des Obel' zahlmeistertitels an ältere Zahlmeister veröffentlicht das „Armee-Verord.-Bl." folgenden kaiserliche Erlaß : „Ich bestimme, daß fortan die Zahlmeister o Armee bei nachgewiesener Befähigung zum Uebertrut die Stellen für oie mittleren Beamten der Miiitärvttwcu» tung zugelassen werden. Besonders sind ihnen die Sten bei der General-Militärkasse und der Zahlungsstelle o 14. Armeekorps, den Intendanturen (Sekretariat), Gar son-Verwaltungen und Garnison-Lazaretten zu er chuev - Die für den Uebertritt maßgebenden Bedingungen sind vom Kriegsministerium, unter Wahrung der berechtigten x) teressen der Militäranwärter, festzusetzen und Mir z» Genehmigung vorzulegen. Zugleich genehmige JO), W Zahlmeister, bic den obersten drei Gehaltsstufen angehorcn- und sich nach jeder Richtung in ihrer Stellung beway» Gerichtssaal. ** Strafkammer. Einen vergeblichen Handel versuchte gestern der des Diebstahls im Rückfall glatt überführte, nahezu.70 Jahre alte Ta^elöhnet Michel Schäfer von Friedberg erst mit dem Staatsanwalt und dann mit dem Gerichtshof wegen der Höhe der erkannten Strafe abzuschließen. Er hatte einen halben Zentner Kohlen auf dem Bahnhofe Friedberg gestohlen und mußte dem Gesetz zufolge, wenn man nicht mildernde Umstände zuließ, mit einem Jahre Zuchthaus bestraft werden. Der Staatsanwatt plädierte wegen des geringen Wertes des gestohlenen Gutes für milde Beurteilung des Falles und beantragte, auf die gesetzlich niedrigste Strafe von drei Monaten Gefängnis zu erkennen, welchem Anträge der Gerichtshof auch entsprach. Schäfer wandte sich an den Staatsanwalt unmeinte jovial, das sei doch zuviel für einen Diebftaltt, dessen Wert nur 70 Pfg. betrage; „lassen Se, Herr Staatsanwalt, doch ebbes ab!" Lächelnd erklärte dieser fein Bedauern, die Sache nicht billiger machen zu können. Nun ging Schäfer an den Präsidenten des Gerichtshofes und erklärte, er habe ja nicht aus Wollust, sondern aus Not gestohlen, er bäte dringend, ihm doch von der Strafe etwas abzunehmen. Als man seitens der Richter dem Verurteilten klar machte, daß er eigentlich mit Zuchthaus halle bestraft werden müssen, wenn das gestohlene Objekt seine» geringen Wertes wegen die Zubilligung mildernder Umstände nicht zugelassen, erkundigte sich der alte Mann gleit, wo er die Strafe abbüßen könne, und als man ihm mib* teilte, dies könne er in Butzbach machen, schien er zufrieden. An einem erneuten Versuch, einen Handel wegen der Höhe der Strafe zu beginnen, wurde der Verurteilte durch den Gerichtsdiener verhindert, der ihn am Arme nahm und zum Saale hinausführte. Hamer Wea 1 in< -wi ;tl>Ä 1’21 6f“‘ lw Buche: ia»n 13 < Keisi Sinin® Wien bon ll'LOOch», " $ Om f Wh W "-Ä'L den Häfen Villefranche und Ajaccio Festlichkeiten zum Empfang derselben vorbereitet. Brüssel, sämtliche Komitees, welche sich zur Unterstützung der Buren gebildet haben, organisieren für den Ostermontag ein großes Meeting, in welchem verschiedene hervorragende Redner sämtlicher politischer Parteien das Wort zu Gunsten des Friedens ergreifen werden. Tas Meeting dürfte ungemein imposant werden, da Delegierte aller Provinzstädte daran teilnehmen werden. A m st e r d a m , 23. März. Das Kriegsschiff „Ser- dang" hat in Butirika Marinetruppen gelandet. Die Eingeborenen Patoas erzählten, die O'ffiziere des Kriegsschiffes „G e n e r a l P e l" seien gleich nach ihrer Gefangennahme ermordet worden. Elf Mörder wurden an Bord des „Serdang" gebracht. — Wie der „Harlemer Courier" berichtet, seien die Offiziere von den Eingeborenen verzehrt worden. Paris, 23. März. In der heutigen Kammersitzung nahm die Regierung einen Gesetzentwurf an, der der Kolonie Madagaskar erlaubt, eine Anleihe von 16 Millionen Francs zum Bau von Eisenbahnen zu machen. Alsdann wurde die Interpellation des Antisemiten Ferette diskutiert. Der Interpellant hielt eine längere Rede, in welcher er versuchte, den Handelsminister Millerand zu kompromittieren wegen seines Verhältnisses zu den beiden französischen Handelskammern in Brüssel. Er stellte fest, daß Meinungsverschiedenheiten zwischen Delcassee und Millerand bestehen, weil der eine-Roland befürworte und der andere Gerard unterstütze. Delcassee ergriff das Wort und erklärte, er habe der Handelskammer, welcher Roland präsidiere, die Unterstützung der französischen Regierung verweigert, weil diese nur eine solche den amtlichen Handelskammern gewähre. Millerand erklärte, eine Unterstützung der Regierung sei Roland unter der Bedingung versprochen worden, daß er seine Verleumdungskampagne gegen Gerard einstelle. Roland habe aber keine Unterstützung erhalten, weil er der Bedingung nicht nachgekommen sei. Die Interpellation sei also gegenstandslos. Die Mitglieder der französischen Kolonie besäßen im Auslande das Recht, mehrere Handelskammern zu gründen unter der Bedingung, daß sie den Vorschriften der Regierung nachkommen. Nach längerer Beratung, während welcher mehrere Abgeordnete den Vorsitzenden der zweiten Brüsseler Handelskammer Roland gegen die Anschuldigungen Fe- rettes verteidigten, zog Ferette die Interpellation zurück. Die Kammer begann alsdann die Beratung der Interpellation des Grafen Aulan über die mißbräuchliche Verleihung des Ordens der Ehrenlegion seitens Millerands an verschiedene Kaufleute und Industrielle, speziell an den Leiter der Schneiderfirma Paquis! Die Regierung erklärte, nur die einfache Tagesordnung annehmen zu können, welche denn auch mit 271 gegen 226 Stimmen zur Annahme gelangte. Eine weitere Interpellation über die Vorgänge auf Martinique wurde auf Montag vertagt. Petersburg, 23. März. Offiziöser Mitteilung zu- zufolge stehen Verhandlungen mit dem Vatikan, betreffend die Ernennung eines katholischen Erzbischofs für Petersburg unmittelbar bevor. Konstantinopel, 23. März. Der russische Botschafter telegraphierte den Wortlaut der Konvention, durch welche die Russen das ausschließliche Recht zum Bau von Eisenbahnen im nordöstlichen Klein-Asien erhalten, nach Petersburg und ersuchte um die Erlaubnis der Unterzeichnung der Konvention. Die Unterzeichnung soll gestern erfolgt sein.. Deutsches Reich. Berlin, 23. März. Die Kaiserin hat heute vormittag die für die Pariser Weltausstellung im Kaiserlichen Gesundheitsamte vorbereiteten Gegenstände eingehend besichtigt. — Am nächsten Sonntagmittag findet im Rathause die von dem Komitee unter Vorsitz Sudermanns vorbereitete große Prote st Versammlung gegendieLex Heinze statt. — Die Osterferien des preußischen Abgeordnetenhauses werden voraussichtlich am 6. April beginnen und, wie im Reichstage, etwa bis zum 24. April währen. — lieber das Schicksal der Expedition v. Besser berichtet die „Nordd. Allg. Ztg.": Nach einem Telegramm des Gouverneurs Köhler, derzeitigen Vertreters des Gouverneurs v. Puttkamer in Kamerun, sind bei der Expedition, welche unter Hauptmann v. Besser zur Bestrafung der Mörder des Leutnants v. Queis und des Forschers Conrau entsandt worden ist, die sämtlichen Offiziere, Hauptmann v. Besser, die Leutnants Buddeberg und v. Petersdorfs und der Assistenzarzt Dr. Dittmer verwundet worden. Der letztere ist schwer verwundet und nach Kamerun zurück- aebracht worden, lieber die Einzelheiten der stattgehabten Kämpfe liegen noch keine Mitteilungen vor. In Kamerun selbst ist Regierungsassessor Freiherr v. Gagern am Hitz- fchlag gestorben. — Die „Bert. Reuest. Nachr." veröffentlichen den Wortlaut des Trinkspruches, welchen der Reichskanzler Fürst Hohenlohe bei dem zu Ehren der Akademie der Wissenschaften gegebenen Festmahl gehalten hat. Darnach sagte der Fürst u. a., er sei alt geworden in dem Glauben an den Fortschritt der Menschheit, an den aufsteigenden Fortschritt. Nun gestehe er, daß sein Glaube in den letzten Jahren etwas erschüttert worden sei. Der naturnotwendige Kampf ums Dasein habe in neuerer Zeit eine Richtung, eine Form angenommen, die an Vorgänge in der Tierwelt erinnere, und die einen Fortschritt in absteigender Linie befürchten lasse. Da sei es denn wohl- thuend, zahlreiche hervorragende Vertreter der Wissenschaft hier versammelt zu sehen und daraus die tröstende lieber» zeugung zu schöpfen, daß noch genügend geistige Kraft und Macht vorhanden sei, um die drohende Flut der materiellen Interessen auf ihr richtiges Maß zurückzudämmen. — Im Laufe dieser Woche weilten zwei bayerische und zwei württembergische höhere Postbeamte in Berlin, um tvegen Einführung des Postcheckverkehrs in Bayern und Würt temberg auf gleicher Grundlage wie im Neichspostgebiet zu verhandeln. Aus Reuß altere Linie Die Mitteilung des orthodoxen Missionsblattes „Wächter unterm Kreuz", Fürst HeinrichXXII. beabsichtige, abzud anke n und sein Land der Krone Preußen zu überlassen, ist, wie man dem „Berl. Tgbl." aus Greiz schreibt, zwar in der auswärtigen Presse als Aprilscherz charakterisiert, wird aber dort viel besprochen, da man weiß, daß das genannte Preßorgan mit gewissen Greizer Kreisen engste Fühlung hat. Bei der hohen Auffassung, die der Fürst von seinen Regentenpflichten hat, glaubt hier niemand, daß er denselben ohne die unbedingteste Notwendigkeit entsagen würde. Man meint nun hier vielfach, daß der Fürst diese Notwendigkeit in einer Reihe fast hochtragisch zu nennender Umstände finden könnte, die sich an seine Person und an das Fürstenhaus gekettet haben, und die nicht zum mindesten darin gipfeln, daß die stark zunehmende Schwerhörigkeit des Fürsten naturgemäß immer mehr zu dessen geistiger Vereinsamung beiträgt, und daß der Thronerbe, der letzte männliche Sproß des Hauses, von Körper ein kräftiger, blühender Jüngling, infolge einer in frühester Jugend durchgemachten Krankheit der Sprache nahezu beraubt ist und in völliger geistiger Umnachtung lebt. Sollte ein Rücktritt von der Regierung hiernach vielleicht doch in Frage kommen, so ist man hier im Land überzeugt, daß eine Bereinigung mit Reuß jüngerer Linie unter allen Umständen das Letzte wäre, was uns passieren könnte, vorausgesetzt, daß nicht etwa die Hausgesetzgebung für den Fall des Erlöschens der einen oder der anderen Linie eine solche Vereinigung direkt vorschreibt. Was die übrigen, den Hauptteil des Fürstentums umschließenden Staaten anlangt, so sind die persönlichen Beziehungen der beiden Häuser Reuß ältere Linie und Sachsen-Weimar seit etwa zwanzig Jahren auf ein Minimum herabgesunken. Auch zum Hof in Dresden ' find seit dem Ableben des Königs Johann die Beziehungen nicht mehr die alten. Aus allen diesen Thatsachen will man in unserem Ländchen folgern, daß für den Fall der Uebereignung au eine andere Krone nur Preußen in Betracht kommen könnte, dessen Kreis Ziegenrück mit der an ihn angrenzenden Enklave-Burgk, dem Sommersitz und Lieblingsaufenthalt des Fürsten, in den freundnachbarlichsten Beziehungen steht. fr ** Militärdienst Nachrichten. (Aus dem Militär-Wochenblatt.) Charles de Beaulien, Oberst, beauftr. mit der Führung der 25. Feldart.-Brig. (Großh. Hesi.), zum Kommandeur dieser Brig. ernannt. — v. Hartmann, Obcrstlt, beauftr. mit der Führung des 1. Großh. Inf. (Leibgarde) RegtS. No. 115, unter Ernennung zum Kommandeur desselben, zum Obersten befördert. — v. Dewall, Oberstit. u. Kommandeur des Großh. Hess. Train-Bats. No. 25, tin Patent s. Dienstgrades erhalten. — v. Lepel, Haupte, und Komp.-Thef im 1. Großh. Hess. Inf. (Leibgarde-) Regt No^ 115, als Adjutant zur 3. Div. kommandiert. — Frhr.. v. Ungern-Sternberg, Hauptm. und Komp.-Chef im Jnf.-Regt No. 167, in das 1. Großh. Hess. Inf. (Leibgarde-) Regt. No. 115 versetzt. — Flies, Hauptm. ä la suite des Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hefs.) No. 116, zum Mitglied beim Bekleidungsamt des Ul. Armeekorps ernannt. — T hüMimel, Oberlt. im 3. ®ro$. Hess. Jnf.-Regt. (Leib. - Regt.) No. 117, zum überzähl. Hauptm. befördert. — Schotte, Lt. in dems. Regt., als Erzieher zur Haupt-Kadettenanstalt kommandiert. — Bauer v. Bauern, Lt. im 1. Großh. Hess. Inf. (Leibgarde-) Regt. No. 115, bei der Gewehrfabrik Erfurt zur dauerndes Dien st lei st ung kommandiert. — Peppler, Bizewachtm. im Landw.-Bezirk Gießen, zum Lt. der Res. des Westfäl. Drag.-Regts. Ro. 7. — Frhr. v. Wangenheim, Vize- wachtm. im Landw.-Bezirk II Darmstadt, Schmitz, Vize Wachtmeister im Landwehr-Bezirk Wiesbaden, zu LtS. der Reserve des 2. Großh. Hess. Feldari. Regts. No. 61, Koerner, Vizewachtm. im Landw.-Bezirk IV Berlin, zu» Lt. der Res. des 1. Großh. Hess. Drag.-Regts. (Garde- Drag.-Regts.) No. 23, Diehl, Vizefeldwebel im Landw.- Bezirk Frankfurt a. M., zum Lt. der Res. des 4. Großh. Hess. Jnf.-RegtS. (Prinz Karl) No. 118 befördert. — Lange, Lt. im 3. Großh. Hess. Jnf.-Regts. (Leib-Regt.) No. 117, zu den Res.-Offizieren dieses Regt, übergetreten. — Zahn, Major z. D., mit Pension und der Uniform des 2. Großh. Hess. Drag.-RegtS. (Leib-Drag.-RegtS) No. 24, Kettenbach, Lt. der Res. des 3. Groß. Hess. Jnf.-Regts. (Leib-Regts.) No. 117 (Mainz), v. Hahn, Oberlt. d. Inf. 2. Aufgeb. des Landw.-Bezirks I Darmstadt, Cellarius, Hauptm. der Inf. 2. Aufgeb. des Landw.-Bezirks II Darm stadt, diesem mit der Erlaubnis zum Tragen seiner seitherigen Uniform, Joseph, Hauptm. d. Fußart. 1. Aufgeb. des Landw.-Bezirks Gießen, diesem mit der Erlaubnis zum Tragen der Landw.-Armee-Uniform der Abschied bewilligt. — Dr. Richler, Stabs- und Bats Arzt beim Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) No. 116, zum Oberstabsarzt 2. Kl. und Regts.-Arzt bei dem Magdeburg. Huf. Regt. No. 10, Dr. Schön (Gießen), PeterS, Dr. Heyer (I. Darmstadt), Unterärzte der Res., zu Afsist.-Aerzten befördert. — Bet der Kadetten-Verteilung 1900 wurden die Kadetten Riedesel Frhr. zu Eisenbach u. Altenburg dem Großh. Hessi Feldart.-Regt. Nr. 25, Graf zu Sayn- Wittgenstein-Berleburg dem 1. Großh. Hess. Inf. (Leibgarde-)Regt. Nr. 115 als charakter. Fähnriche, der Portepeeunteroffizier Geppert dem 2. Großh. Hefs. Feld- art.-Regt. Nr. 61 als Leutnant zugeteilt. Lokales und Krovimietles. ** Stadttheater. „Die Regimentstochter", Vaudeville, nach der gleichnamigen Oper Donizettis bearbeitet von Blum. War die große Beliebtheit der Benefizi- antin, Frl. Marie Eichenwald, oder das Stück selbst die Ursache, daß das Theater gestern abend so gefüllt war? Wir glauben, beides wirkte zusammen-. Frl. Eichenwald hat uns so manchen Abend dieses Winters durch ihr stets ansprechendes Spiel und durch ihren Gesang erfreut, daß es selbstverständlich für jeden nicht dringend verhinderten Theaterbesucher war, an ihrem Ehrenabend nicht zu fehlen. Und dann, wie viele in Gießen werden die Regimentstochter noch nicht gekannt haben! Sie nahmen deshalb gern vorlieb mit der Vaudeville-Bearbeitung der Oper. Aber auch die Kenner der Donizetti'schen Oper werden^ihre Freude gehabt haben an den schönen Liedern, welche aus der Oper mit herübergenommen sind. Frl. Eichenwald besitzt die wesentlichen, für die schauspielerische Darstellung der Regimentstochter notwendigen Eigenschaften, und ihre zwar nicht große, aber wohlgeschulte und sympathische Stimme überwand glücklich alle gesanglichen Schwierigkeiten der Partie, sooaß der starke Beifall, der ihr zu teil wurde, und die überaus zahlreichen Blumenspenden — wir zählten mindestens ein Dutzend — wohl verdient waren. Die große Rolle des Sergeant Trouillon hatte in Herrn Direktor Helm einen sehr guten Vertreter, und in der des Haushofmeisters Philippe schuf Herr W i l h e l m i eine so ergötzliche Figur, daß ihm der Beifall auf offener Szene nicht ausblieb. Ausgezeichnet, wie wir das von ihm nicht anders gewöhnt sind, war auch Herr Henry als Antoin. Die übrigen Rollen sind klein; nur die der Marchesa ragt noch etwas hervor, xind diese hätten wir freilich lieber in anderen Händen, als in denen von Fräulein Rux gesehen. Die Dame bringt für die Rolle so gar keine Begabung mit, ihr Spiel war unnatürlich kalt, und ihr Lachen an verschiedenen Stellen sehr wenig am Platze. Der Schauspieler soll sich doch zu beherrschen verstehen, auch wenn es ihm einmal schwer wird, ernst zu bleiben. Die Direktion batte für eine gute Ausstattung Sorge getragen, doch fehlten, wie man erzählte, im letzten Augenblick die Soldaten für die schönen, neu beschafften Uniformen, sodaß unter den Theaterbediensteten noch eine große Aushebung vorgenommen werden mußte. Die deutsch-französischn Beziehungen müssen doch noch nicht die allerbesten sein, wenn das 116. deutsche Regiment dem 2. französischen die leihweise Hergabe einiger Soldaten verweigert. Auch in der letzten Vorstellung des Theatervereins wurde das Fehlen der sonst die Garderobe bedienenden Soldaten viel erörtert. — Schade übrigens, daß die letzte Volksvorstellung schon gegeben ist! Die Regimentstochter wäre cit> ausgezeichnetes Stück für eine solche. Vielleicht entschließt sich die Direktion aber, noch eine allerletzte zu veranstalten? MD snTovuerStagdeM' ]M0O, m wW UMLauzjuW 26 nn * -118 nn scheit und Kch Nchr. Suchen: 980 m vch Lil, 28 jmÄi 18 M M N ASM ' :(3emtinbmlb Mt Mfahrt nach dm £ inmfborf, Kinzenbach Ärofborf, ben 23. Der Siirgetn Ltchteittha M* m timriiW M 1. Attichh. gi Iw. d. Mtö. Begii '.'12 H, Im Gaschos . W W. Wcheu: 58,5 nn DnH Met; N'cheir: 82 nn Mhi Etochh n. 26 Mel: 68,t) m Derb 6tcholzund2 J- NM- La «• d. Ws. z, wnnittasuoity, a- Wchu-UHm w Wtt U. W: 3 Sttme 6,18 fm, ( = 38,9 fm = 3,58 f WStLl —'9,08 fff I. bis III, m NM,. ---«MWtjenu * ■ssS .; m übtt> ’,n dein . Reo,' mmanbiert. - m'1 Pefr Inf. (ßeidj ßehhfiUtbaueri111 P.Wtt, Vizevch mct Res. des 4 ?2nyyeiM M Schmjk i- w«6aben, zu U, No.! IV Berlin Drag.-Regis. (@: jefelbmebel im Lav er Res. bei 4. @r: . J18 befördere WN&. CM4h eje5 Regt, übtrgtiiiy w unb btt üch b-Drag.'RWL-- pah, Dberl’,’ armstadt, CM,-/ lndtv.-BeM^M Tragen M v l-d. Fchtt 1. luigtl mit htr tMnif M btr 5M N btin Snf.tftgt. }.o. 116, zum Oberem Bjbtbw^V BlUx4,I)t.$)0)u M^nMMdrü. ) wurden die Wtt u. Sltenburg ba , @rnf ju Eayl 0a# Hess, litt. Fähnriche, b( I. Är^h. W. Fel! M. Toebliito N*1 ** n MM M über retMiHel rnroaft und dm m ier erkannten 6tw Zentner Kohlen ® ,nb mußte dem Ges" W'Mde zuließ,»' M.TerAuMnwr tz^^MenrnM und beantragte, aus er cei Monaten (MN1" er ben'^Ä* [et Hu eim DebM lasfenÄ^rÄE "E«-^L?v> ^r*ri*ß**; S, «t. ?W«"rhf2f. rZK Sä» ,KiW Ä olgendf ,rtan d'" ueb6 alnte" ? ^efl K ;. kA-K ZM KehN"A-lI»nS6 ihrer Hben, vom Kriegsministerium zu Oberzahlmerstern be- jicdert werden. Die Oberzahlmeister haben auf den Epau- liits und Achselstücken zwei goldene Rosetten zu tragen. Arbeiterbewegung. Berlin, 23. DUirz. Nach einer Meldung der Voss. Z'g." =65 Mährt,ch-Ostrau ballen bet der heutigen 8 Ü9blW tm Ost- eiotete bereits fünf Schäch-e ganz regelmäßige Anfahrt, während il< übrigen Schächte fast regelmäßige Anfahrt zeigten, dagegen nicht fr Ostrau-Gebiet. Aus dem Geschäftsleben. ww Jpterefle der guten Sache nehmen wir hiermit wieder- i^raniassung, die geehrten Hausfrauen auf die ganz vorzüglichen Eigenschaften der amerikanischen Brillant-Glanz-Slärke von .tzittz Schulz jun., Leipzig, aufmerksam zu machen. Jede m< vermag beim Gebrauch dieser amerikanischen Glanz-Stärke Ml und sicher die schönste Plältwäsche — mit oder ohne Glanz - zu erzeugen, und ist dabei — auch für die ungeübte Hand — ih Mißlingen vollständig ausgeschlossen. Der große Erfolg, den Mi Erfindung der Firma Fritz Schultz jun., Leipzig, überall er niuaen, hat leider viele wertlose Nachahmungen im Gefolge gehabt, Bnb «S liegt deshalb tnf Jnterefie der Hausfrauen, beim Einkauf MonbttS auf die, jedem Packet aufgedruckte Schutzmarke ^Globus" enb Firma „Fritz Schulz jun., Leipzig" zu achten, um diele enerikanikche Glanz Stärke auch sicher echt zu erhalten. Letztere ist in Packeten st 20 Pfg. überall in den meisten Kolonialwaren-, Drogen-, Seiftn- ic. Handlungen zu haben. Ärmste WeidAngn. Depesche» deS Bureau .Herold'. Berlin, 24. März. In der 14er-Kommission des preußischen Abgeordnetenhauses wurde gestern abend die Beratung des Gesetzentwurfes über die Waren« hauSsteuer fortgesetzt. Absatz 2 von § 2, wonach überschießende Beträge deS Umsatzes von mehr als 25,000 für volle 50,000, und bei Umsätzen von mehr als einer Million überschießende Beträge von mehr als 50,000 für volle 100,000 gerechnet werden sollen, wurde abgelehnt. Die nächste Sitzung ist auf den 29. März anberaumt Berlin, 24. März. Der Abgeordnete Dr. Lieber hat sich, dem „Lokal-Anzeiger" zufolge, von seiner Krankheit soweit erholt, daß er morgen abend die Reise nach Camberg antreten zu können hofft. Berlin, 24. März. Nach einer Meldung aus Rom wird daselbst offiziös der Besuch des Gesandten des Oranje-Freistaates Hendrik Müller bei Visconti Benosta bestätigt. Der Minister des Aeußern habe nur seine im Parlament gegebene Erklärung wiederholt. Wien, 23. März. Hier geht das Gerücht, die Regierung werde gleichzeitig mit der Sankion der Wahlreform den Gemeinderat auflösen und Dr. Lueger zum Regierungskommissar bis zu den Neuwahlen ernennen. Budapest, 24. März. Die Stadt Rosenberg steht in Flammen. Paris, 24. März. Madame Loubet, die Gattin des Präsidenten, besuchte gestern die Weltausstellung, speziell die Anlagen im Garten der Tuilerien. Sie spendete vor ihrem Verlassen der Ausstellung eine Summe von 200 Fr. für die Nahrungsmittel-Gesellschaft. Belgrad, 24. März. Der serbische Gesandte in Cettinje, Oberst Maschin, überreichte dem Fürsten von Montenegro sein Abberufungsschreiben. Die Beziehungen zwischen Serbien und Montenegro sind damit abgebrochen. THEE-MESSMER Berühmte Mischungen Mk. 2,80 und 3,50 per Pfund. Probepackete 60 und 80 Pfg. Zu haben bei den Niederlagen von Meffmers Thee. llcrllcinrnniiuii Hotzversteigerung M Donnerstag dem LV. März 1900, von vormittags 9 Uhr ab, bei Wirt Lauz zu Wißmar. Eichen: 26 rm Nutzholz, 2 m lang, -68 rm Scheit und Knüppel, 466 rm Reiser. Buchen: 930 rm Scheit und Knüppel, 28 rm Stöcke, 1895 rm Reiser. Da» Holz liegt in den Distrikten Ackert, Buchwald und Breiteroth, ®em eindewald Wißmar, an guter Äbfi hrt nach den Orten Launsbach, Klosdorf, Kinzenbach u. s. w. Krofdorf, den 23. März 1900. Der Bürgermeister. 2206 Lichteitthaeler. HoiMstkigttlMgkN im Mnhtnnilii Wiinchhchhausen. 1. Areuuholz. Freitag den "30. d. MtS. Beginn: Mittags 12 Uhr, im Gasthof „Australischer Hof" daselbst. Sichen: 58,5 rm Derbholz, u. 239 rm Reiser; AlHen: 82 rm Derbholz, 19 rm Stockholz u. 268 rm Reiser; Mel: 68,5 rm Derbholz, 14 rm Stockholz und 252 rm Reiser. 2. Autzhotz. Samstag den 31. d. Mts Zusammenkunft: vormittag« 10 Uhr, auf der Chaussee Detzlar —Gießen vor dem Wald, Distrikt 14. wichen: 3 Stämme II. Klaffe — 5,18 fm, 60 Sk. III. Kl. --- 38,9 fm, 22 St. IV. Kl. ----- 3,53 fm u. 25,5 rm Nutzholz; Slabel: 49 Stämme III. u. IV. Kl. = '9,08 fm, 705 Stangen I. bis III. Kl. U. 42,5 rm Nutzholz. 2276 Groß-Rechtenbach, 23. März 1900. Das Bürgermeisteramt, hohversteigerung iiKrüflilhkm ürnirrc litt gart en: Freitag, den 30. März d. I., nach Siiammentunft um 10 Uhr vormittags Em Hirtenbach-Pflanzgarten a. Weickarts- himer Weg, l.inAampertrlhor: rm Buche: liSSckeiter(teilweiseWerkholz), 75Prügel, «I Stöcke, 81 Reiserprügel; 2. im Wikd- ftuderg: rm Buche: 35 Stammprügel, lil Stammreiser (Schichten), 21 Zopf- cm; 24 Fickten-Derbftangen = 1,69 cbm; am Süßekopf: 13 Eicheu-Abschnitte ■in 29—57 cm Durchm. — 12,39 cbm Kneift Schnitt- und Glaserholz), 490 Siilen von 8—15 cm. Mitt.-Drckm. = 5i,i)0 cbm; rm Buche, Elche rc.: 20 Prügel, lOSlörfc, 44 Reiser; rm Erle: 29 Prügel, 14Reiserprügel; 4. in Tauöhaus rc.: 13 ra Nadelholz-Nutzprügel (3 m lang); s Fichtenstämme = 1,06 cbm, 22 Flchten- Äeibltangen = 0,80 cbm; 24 rm Buchen- 5. im Aiegethüttergrave« (Süße- !isi la): rm Bucke: 100 Scheiter, HO prügel, 23 Stöcke, 87 Reiserprügel; 6. üu8 verschiedenen Distrikten: Kohlreifer unb Lesholz flächenweise. 2)a8 Eichen- und Fichtenholz unter Dir. 3 kommt mittags bald nach 12 Uhr an Ort und Stelle zum Ausgebote. La ubach, 21. März 1900. 227 Gräfliche Oberförsterei. Milmr-Dttstchttuus. Dieostag den 27. März, nachmittags 2 Uhr, werden im Hause Moltkestraße 6 basier, wegen Wegzugs des Herrn Fabrikanten Busch, eine ! größere Partie gut erhaltener Mobiliargegeustäude, worun- er «. a. 1 großer Ausziehtisch ür 18 Personen, 1 rotes Plüsch Sopha, 3 dto. Stühle, 4 Tische verschiedener Gröhe, 1 Weißzeug-Nähmaschine, 1 patentiert. Kinderschreibpult, 1 Partie Gartenmöbel und Gartengeräte, 2 Fahnen (schwarz-weih-rot), 1 Fahrrad, L Gras-Mähmaschine, 1 eichene Waschbütte, 1 Jagdmuff, eiserne nud hölzerne Weiu- schräuke, Herren-Stiesel und Kleider u. w. öffentlich, meistbietend gegen Barzahlung versteigert. Schneider, 2286 ________gerichtlicher Toxator.________ Versteigerung. Dienstag den 27. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ick Neu- tabt 55 dahier, gegen Barzahlung: a) 1 Vertikow, 1 Sofa, 1 Klappsessel, 1 Kleiderschrank, 1 Spiegel, 1 Wasch- Komode rc. b) 14 Bände Brockhaus' Konversationslexikon, 1 Partie Sckuhwaren,i Break und 1 Kleiderschrank. 2285 Born, Gerichtsvollzieher. (Ijlllpfflllllllljlll Im Laden des Emil Orbig, Bahnhofstraße 31, werden 2284 GeNöse-uMstklmserlitn zu ermäßigten Preisen abgegeben. Aie Konkursverrvattung. Konfirmandku-Klcider werden billig angefertigt, sowie auck alle anderen Kostüme. 01171 ________Näheres Lahnstratze 10 III. AürSchuhmacher! Wegen Aufgabe d. Artikels gebe vorrät. Schäften unter Fabrikpreis ab. [2288 Wilh. Herbert, Marktplatz 2. Pstanzenkübel, Rosenpfähle empfiehlt billigst 2298 Wilh. «ohlermann, Neustadt 12. 20 000 rote Betten wurden Vers., ein Beweis, wie öelievt m Netten sind. Ober-, Unterbett u. Kiffen 12'/,, prachtvolle KotekSetten nur 17Ve, Kerrschaftsvette« 22'/, WK. Preisliste grat. Nichtp. zahle Betrag retour. A. Kirschberg, Leipzig, Biücherstr. 12. Beste Qualität 1873 Möbel, Polstttmreu unb fertige Ketten in unerreicht großer Auswahl. äW Staunend billig. A. Grünebaum, Bahnhofstraße 35. 011521 Alle Sorten Garten-, Baumund Bleichpfähle, sowie Hacken- und Gabelstiele, Bohnenstangen, Erbsenreiser und lange Obststangen empfiehlt Ä. Gerth, Neustadt 71. Gelegenheltskanf Zu enorm billigen Preisen verkaufe einen großen Posten 5 Sommer-Handschuh e Z 2299 Strümpfe, Socken, Korsettschoner etc. J. Kaan jr., am Im;. Für Ratten unb Mäuse. Maffenvertilgungsmittel mit wirklicher Witterung find Rattenwürste „Glires“ für Menschen und Vieh unschädlich. Alleinige Fabrikanten R. Paul & Co. Leipzig, st Mk. 0,80, 0,60 und 1,00. Zu haben in der 1086 Hirschapotheke Dr. Julius Caesar. RcdStarTine 11 Rothe AJ Stern jj Linie Perschitdents Red Star Linie in Antwerpen, Joh- Fr. Schaaf in Giessen H. KHppstein in Langsdorf. nach in Marburg i. Hessen, Universität und Garnison, zu verpachten durch 2300 Joh. Fr. Schaas, Gießen. Besitzer Rumänischer Rente bestellt No 36 d. Neu. Börsenzeitung. Versand gratis u franco d d. Expedit. Berlin, Zimmerstr. 100. 2016] Für die Restauration Lonys Kerkeller wird ein tüchtiger W- Pächter -« alsbald gesucht. Näheres Hosmaunstrafte 14. ßvmnsKiisiet er^lt flUtc uyUlIlddldSl in einer Beamtenfamilie. Auf Wunsch Ueberwachung der Schulaufgaben, event. Nachhilfestunden, durck einen Philologen. 2266 Wo? sagt die Expedition d. Bl. Konsolidierte 5% Mexikanische äussere Anleihe von 1899. Nachdem die definitiven Schuldverschreibungen der vorbezeichneten Anleihe erschienen sind, können die in Deutschland ausgegebenen Interimsscheine vom 26. März 1900 ab 2283 bei deih Unterzeichneten zum Umtausch in Originalstücke eingereicht werden. Giessen, im März 1900. Aron Heichelheim. Bonisacius-Ouelle Bad Salzschlirf. Die General-Bertretuug für unsere berühmte Bonifacius-QueLe befindet sich jetzt in der Handlung natürlicher Mineralwäfier und Kohlensäure _____ von Herrn J. Weisel, Soulleußraße 6, wo dasselbe auch zu Original-Preisen abgegeben wird. 2296 Die Bruuueu- und Bade-Berwaltuug. Drucksachen für den Privatbedarf als: Vlsitkarten, Verlobungskarten, Vermählungsanzeigen, Gratulationskarten, Einladungskarten, Trauerbriefe, Danksagungskarten, üoehzeitszeiturigen etc. liefert rasch und billig in jeder Ausführung die BrUhl’sche Univ.-Druckerei (Pietsch Erben), Schulstrasse 7. Pianinos von Mk. 400.— an. Harmoniums von Mk. 90.— an. Flügel Grosse Auswahl. Hoher Bar-Rabatt. Günstige Ratenzahlungsbedingungen. Freie Lieferung überallhin. 10 jähr. Garantie. Gespielte Instrumente zu allen Preisen von Mk. 50.— an. Pianos und Harmoniums zu vermieten. Reparatur-W erkst&tte, in welcher jede Reparaturen Pianos und Harmoniums aufs beste ausgeftthrt wird. Aufpolieren von Pianos. Klavierstimmen im Abonnement und auf Einzelbestellung. i Wilh. Rudolph, Seltersweg 91. Wie schönsten Saison Jleuheiten in ■Herren ^ngugstoffen Ä» empfehlen in reichhaltige)' Auswahl 2270 erhalten. «ircheuplatz 2. Tl/allthorstrasse //. Tß/alltfiorstrasse //. aus geführt von der 22(13 Anfang präzis */j5 Uhr. Entree 30 Pfg. 5656 Dr. Kübel 2281 Montagabend: Arnold. Aliccstraße 27, I. 2274 Wolfstraße 24. 01161 Zimmer Nr. 15. 2292 Börse vom 23. März 1900 a 4 Monopol-Griechen von 1887 VtllaGklliRs HvpBk. unk. b. 1905 ip. «.®tunL b. 1900 > 4 4 ired.Bkarnkch.1900 • tlMoiütti 28 60 000/ o | rcfPrv grfbit/gi-tkv Darrnv. Bk Rctien llvvmichuuu'ii 'n u er Ium fcn Stell cii=(61'111(1)? Wietgvlurlfe 11 er ei ne 4 4 t-C e rudcrS erhallen. Aestauratlou Keröert. Braver lange W Ahbach, Marmor- u. Steinmetzgesch. Oester?. GtaatSbahn v. 188t 84.1014 Eisenb. Rentenb. Obi. Jtsl. ftrwUgar. Eisenb. 57.901 4 BuderuS Obl. f^*sssj StMtteokes Technikum Limbachs Maschinenbau. Elektrotechnik. Hoch- und Tiefbau. » Staatlich» Aafalcht AffgFW rragr.kwtMln. ■HBR Mr Eilljähligk. KÄLÄÄ straße 39, 1, nächst ber alt. Kas. 01158 2014] Ein frbl möbl. Zimmer zu vermieten______Bahnhofstraste 27, II. 2291] Einfach möbliertes Zimmer zu vermieten._____________Neuenweg 60. Für Einjährige. Ä? Christ. Anlll, vis-ä-vis der neuen Kaserne. 01167] Ern möbl. Zimmer zu vermieten. ___Sr. Schmidt, Neustadt 1, III. Ein schon möbl- Zimmer m. yrUhUlL guter Pension, am liebsten an eine Dame, per 1. Mai zu vermieten. Brief ®r ' 00.001 81 20 00.10: 84.1® co.oojt.i?1/. Für Schneider! Einen tüchtigen Arbeiter auf Werkstatt, sowie einen Lehrling sucht 01170 _____I. Becker, Bahnhofstraße 8 III. Bereius-iener gesucht für den Gesangverein Sängerkranz. Näheres Marktplatz 15. 2302 Eine Truthenne, gute Brüterin, verkauft 01175 _______Juugblut, Promenadebaus. 01069] Ein gut erhaltener Restau- rationSherd zu verkaufen. Näheres Wallthorstratze 27.__________ 01084] Aammsiraße 16. Ein Wohnhaus mit 3 kleinen Wohnungen unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei Emil Euler, Asterweg 15. Für Einjährige. • Zwei Uniformröcke, noch wenig getragen, ein eigener Helm rc. billig zu verkaufen. Näberes in der Exped. b. BI. 01102 0813] Harzer Kanarienvögel, gute Sänger, auch Weibchen, zu verkaufen. ______________Sonnenstrahe 18. 01146] Kleines unb großes Sofa, sowie ein Bett unb sonstige Möbel zu verkaufen. _____Westanlage 44 11. Junger Teckel, schwarz mit rostbraunen Abzeichen, entlaufen. Abzugeben 2297 ______________Ludwigstraße 26. 01160] Anständiger Arbeiter kann Logis 01153] Kleine Wohnung zu vermieten. ____________________Marktstraße 25. Kinnes logis zu vermieten- 2290 A. Dietz, Schützenstraße 14. 1010] Kleines Logis sofort zu vermieten- ______________________Nenkadt 30. 01166] Eine Wohnung mit Wasser zu vermieten. Näh, ^.öweugaffe 20, I. 01178] Für Einjähr. «Freiw. schon möbl. Zimmer in nächst. Nähe der Kaserne. Zu erfragen Neuen Mäue 21 im Laden. 01168] Schön möbl. Zimmer event. mit Kabinett in der Nähe der Südanlage zu vermieten. Neuen ZSäue 43, pari. 01178] Stübchen mit Bett zu vermieten. Sonnenstraße 28.'