»8i MeiieaJ) ^-Ulr,s» 1 e/swerk w 8 rnik made. Del, ädliche ihren Bit a denn: ^Uttoefhnk101 •r^4öbe Sä» Engeh 31, b. Soüngg hlwarenfabrii-.' ■d an Private, I irtei« hx PW» unb D» ^nDertrelkt» lietiee ssirmt« i. Jaloufittvch iige unter Ä.^c M A *SS5**J tienbert^ ftt. 47 Zweites Blatt Sonntag den 25. Februar 1900 Amts- und Anzeigeblutt ffly den Aveis Gieren Sfle Lnzrigen-Ber«itMmgSft*A« deS In- und Auslande- nehmen Anzeigen fit den Metze »er Anzeiger entgegen. Aeiienpr«S: lokal 12 Pfg., otttoärtS 20 Pfg. Aezugsprei» vierteljährl. Mk. 2,2« monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle» »ierteljährl. Mk. 1,98 monatlich G6 Pfg. ®* Postbezug Mk. 2,40 Vierteljährt, mit Bestellgeld. ■eee|*e wen »nz.igen zu der nachmittag« für de» lal^ntm T*e erscheinenden Nummer bis eorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens ofcenbt vorher. erscheint tägNch mit Ausnahme deS Montag«. Die Gießener AamikienStätler »erben dem Anzeiger Nn Wechsel mit „Hess. 8od daß nur die Rückficht auf sein hohes Alter ihn ver- «lassen könnte, seine Demission zu geben. Die politische Situation ist übrigens zur Zeit wieder verworren, so daß es wahrlich keine große Befriedigung Währen kann, an der verantwortlichen Stelle des Reichs- lanzlerS und preußischen Ministerpräsidenten zu stehen. Ä>oS Schicksal der Flottenvorlage scheint doch nicht so kicher zo st in, daß nicht Konflikte zwischen Regierung und Parlament befürchtet zu werden brauchen; jedenfalls bedarf es zor glücklichen Durchdringung des Gesetzes auf beiden Seiten lvriser Mäßigung und großen Entgegenkommens. Daß die Lage sehr schwierig ist, geht auch aus der freilich noch nicht bestal tgten Meldung hervor, die Kanalvorlage solle im Ab- geord netenhause in dieser Tagung nicht mehr beraten, son- vkni erst in nächster Session erledigt werden.^ Nicht unbeachtet ist es geblieben, daß Fürst Hohenlohe bri der Beratung des Antrages auf Aufhebung des Diktatur- parazraphen in Elsaß-Lothringen ziemlich schroff alle derartigen Wünsche zurückwies, während er bei früheren Gelegenheiten wenigstens Entgegenkommen in Aussicht gestellt hatte. Diese Wandlung hat bisher noch keine Aufklärung Pfunden; jedenfalls aber bleibt der Antrag auf Aufhebung Ausnahmezustandes in den Reichslanden nach wie vor in ein frommer Wunsch. Im benachbarten Oesterreich ist der Reichsrat wieder Mm Mengetreten, ob zu positiver Arbeit, muß die Zeit lehren. Vorläufig hegt man ja die Hoffnung, daß die cötsslon ruhig verlaufen werde. Die vom Ministerpräfi. ! leiten v. Körber abgegebenn Erklärung hat im allgemeinen einen guten Eindruck gemacht, der zu den besten Erwart- i ingen berechtigt. Freilich hat der am österreichischen Staats- ISkper zehrende Nationalitätenhaß schon oft einen Strich llmch die sorgfältigst aufgestellte Rechnung gemacht. Nach wie vor ist das Hauptinteresse der ganzen gern lbeten Welt den Ereignissen in Südafrika zugewendet. Fast schien es so, als begänne auch den Engländern der Erfolg -D winken, wenigstens wurde von ihnen der Entsatz von z Amberley so ausgelegt, als ob damit der Rubikon über- s'Wkitten, und der Weg zum Siege gebahnt sei. Noch freilich HLU sich keine Hoffnung verwirklicht, und die Buren zeigen fisch vorläufig immer noch überlegen. Jedenfalls aber darf mm den Ereignissen der nächsten Tage eine entscheidende Weitung beimessen oder doch wenigstens eine Klärung üilxk die Frage, ob der Entsatz Kimberleys tatsächlich ein Gcielg für die Engländer war oder nicht. Daß die allgemeinen Sympathieen fortgesetzt den Buren 6 Men, braucht kaum besonders betont zu werden. Daran HA auch die Thatsache nichts zu ändern vermocht, daß Mr. Gh-mberlam aus der gegen ihn gerichteten Anklage der WiIrrhausopposition siegreich hcrvorging und seiner Wider- sorchtr Herr werden konnte. Aber auch ihm wird hoffentlich efltaal der wohlverdiente Lohn werden. Deutscher Reichstag. 153. Sitzung vom 23. Februar. 1 Uhr. Präsident Graf Ballest rem macht Mitteilung von dem Ab- Abg. Kruse (nl.) Das Haus ehrt das Andenken des ”«>rtGenen durch Erheben von den Sitzen. —, Tages-Ordnung: Fortsetzung der Beratung des Militärt Kapitel „Militär-Geistlichkeit". Die Kommission beantrag- eine Resolution, derzufolge dafür Sorge zu tragen sei, daß veuivoRbaten keinerlei Vorschrift darüber zu machen sei, und keinerlei UvIMc-ung darüber stattzufinden habe, in welcher Sprache sie beichten «tre gröber (Zentr ) stellt als Anlaß zu dieser Resolution einen Emq vom 22. April 1899 fest, einen Erlaß des Kriegsministers, der fv7«!ll mcht zu beanstanden, aber von den unteren Behörden mehrfach »Mw oeerschärft worden sei, daß der katholische Divisionspfarrer nur ’®ei “ra 1 beichten lassen dürfe, welche nur polnisch sprechen. 3151 (Merstadt habe man Leute, die nur polnisch sprechen, nicht nach Wittenberg zur Beichte fahren lassen, weil sie schon zweimal im Jahre gebeichtet hätten. Solche Vorschriften dürften um keinen Preis gemacht werden. An der Schwelle des Sakramentes müsse der militärische Vorgesetzte Halt machen. Generalleutnant von Viebahn entgegnet, daß der Militärver- waltnng ein Eingriff in das Sakrament durchaus ferugelegen habe. Den katholischen Soldaten sei die ungehinderte Ausübung aller ReligionS- pfiichten voll und ganz gesichert Den Fall der Kontrolle bitte et, Redner, gänzlich von allem übrigen zu treünen; dieser Fall stehe ganz vereinzelt da und sei ernstlich gemißbilligt worden. Minister von Goßler erklärt, die Einzelfälle seien bent Armee« bischof übergeben worden. Er, Redner, müsse anerkennen, daß er mit dem ganzen Verhalten der katholischen Militärgeistlichen in jeder Beziehung zufrieden sei. Abg. Sroeber (Zentr) bemerkt noch, daß die katholischen Soldaten in Wittenberg ein ganzes Jahr lang jede geordnete Seelsorge entbehren mußten. Minister von Goßler plaidiert für eine einheitliche Militärkirchenordnung für das Reich. Abg. Lingens (Zentr.) beschwert sich darüber, daß bei Mischehen von Militärs Machinationen von evangelischen Pfarrern stattfanden, um den katholischen Teil von der Erfüllung seiner kirchlichen Vorschriften abzuhalten. Redner geht dann noch auf Einzelfragen der Seelsorge im Heere ein und, äußert sich gegen das Duellwesen. Minister von Goßler betont nochmals, daß er stets bemüht sei, den katholischen Soldaten die Teilnahme an gottesdienstlichen Verrichtungen am Sonntage zu ermöglichen. Abg. Müller-Sagan (frs. Vg.) tritt warm für die Resolution ein. Abg. Groeber (Zentr.) wünscht noch, daß am Sonntag keinerlei Dienst, auch nicht Strafdienst, die Teilnahme am Gottesdienst unmöglich mache. Abg von Janta-Polczynski (Pole) dankt dem Abg. Gröber für dessen Eintreten zu Gunsten der polnischen Soldaten. Damit schließt die Debatte. Beim Kapitel „Militär-Justiz-Verwaltung" wird auch der Etat für das Reichsmilitärgericht mit zur Beratung gestellt. Abg. Müller-Sagan (frs. V.) spricht seine Ansicht dahin auS, daß die M>lttärrichter gegenüber den entsprechenden Zivtlrichtern viel zu gut wezkämen. Beim Kapitel „GelLverpflegrrng" liegt eine Resolution Hoffmann-Halle vor, betreffend Gleichstellung der Rotzärzte aller Kontingente tm Gehalt mit den Veterinärärzten der baverischen Armee. Die Resolution will ferner das Studium für die milttärtierärztliche Laufbahn von dem M»1uritätszeuSnts einer Vollanstalt abhängig maßen, und die Studterzeit auf 9 Semester erhöhen. Abg. Basfermann (nl.) ist mit der Resolution einverstanden. Abg. Roon (kons.), als Referent, stellt fest, daß die Kom- misston nur dem ersten Teil der Resolution zugestimmt, aber gegen den zweiten Teil sich ablehnend verhalten habe. Ebenso hab« die Regierung diesem zw.iten Teile widersprochen. Abg. Hoffmann-Hall (südd. V.) empfiehlt feine Resolution. Abg. Eickhoff (frs. Vp.) ist mit getrennter Abstimmung über die beiden Teile der Resolution einverstanden. Die Abstimmung über die Resolution wird bis zur dritten Lesung ausgesetzt. Weiter empfiehlt Abg. Basfermann (nl.) eine von der Kommission beschlossene Resolution, betr, Versetzung der Stabshoboisten in die Servisklaffe der Feldwebel. Auch hier erfolgt noch feine Abstimmung. Beim Kapitel „Naturalverpflegung" wüst Abg. Müller- Sagan (frs. Dp.) auf Zeitungsangaben hin, wonach eine Firma Wiedemann zahlreiche Kantinenpachten an sich zu bringen bemüht fei, bezw. die Lieferung von Waren für Kantinen. Die Firma selbst drücke ihrerseits die eigentlichen Lieferanten, während sie selbst durch ihre Gebote die Kanttnenpachten in die Höhe schraube. Das bringe wieder die Gefahr, daß die Kantinenbeköstigung sich verschlechtere, resp. verteuere. M«jor Wandel entgegnet, d-e Heerekverwaltung hab- direkt mit dem Kantinenwesen nichts zu thun, habe aber Grund, anzu- nehmen, daß die Regimentschefs ein Augenmerk daraus haben würden, daß nicht durch unzweckmäßige Verpachtung der Kantinen die Soldaten benachteiligt würden. Nach weiterer kurzer Debatte vertagt sich das HauS auf morgen 1 Uhr. T.-O-: Fortsetzung der Beratung; außerdem die noch unerledigten Reste des Etats des Reichsamts des Innern. Schluß gegen 6 Uhr. * Born Kriegsschauplatz. Man darf sich nicht verblüffen lassen durch Lord RobertS' Siegestelegramm, das die vorhergegangenen für die Buren außerordentlich günstigen Meldungen aus englischer Quelle zu dementieren scheint. Es wird gut sein, die amtliche Meldung und die nichtamtliche, wie das „Reutersche Bureau" sie ausgiebt, gegenüberzustellen. Privat. Amtlich. London, 22. Februar. (Privat-Telegramm-) Roberts telegraphiert ans Paardeberg vom Mittwoch: Ich war glück- lich, zu bemerken, daß die Stellung des Feindes ohne schwere Verluste nicht zu nehmen war. Ich entschloß mich daher zum Anfall (?) und beschoß die Stellung des Feindes mit Ar tiüerie, indem ich gleichzeitig seine Verstärkungen beschoß. Das Resultat ist prächtig: der Feind London, 22. Februar. (Meldung des „Reuter'fchen Bureaus".) Feldmarschall Roberts telegraphierte ausPaarde- berg vom 21. d. M, er habe, da er sich nach sorgfältiger Rekognoszierung der feindlichen Stellung am 20. d M. überzeugt hatte, daß dieselbe nicht ohne schweren Verlust zu nehmen sei, beschlossen, den Feind mit Artillerie zu beschießen und seine Aufmerksamkeit den Ver- wurde geschlagen und entfloh nach allen Richtungen, seinen Vorrat, sowie viele Tote und Verwundete hinterlassend. Ich «achte 50 Gefangene, die erzählte», sie wären zwei Tage vorher mit der Bahn aus Lady- frnith angekommen. Die eng- lifchen Verluste waren: Hauptmann Campbell und Leutnant Houston getötet, vier Mann stärkungen des Feindes zuge' wandt, welche nach allen Rich- tungen vertrieben wurden und bedeutende Verluste erlitten. Fünfzig Buren seien gefangen genommen; dieselben sagten aus, daß sie vor 2 Tagen von Ladysmith angenommen seien. Auf britischer Seite seien 2 Offiziere und 4 Mann leicht verwundet. leicht verwundet. Wir haben es hiernach mit einem am 21. Februar (Mittwoch) stattgefundenen Kampfe bei Koodoosrand zu thun, bei dem nicht etwa, wie die private Meldung vermuten lassen könnte, die Gesamtheit des Feindes, d. h. die ganze Streitmacht Cronjes geschlagen wurde und die Flucht nach allen Richtungen ergriff, sondern lediglich die zu Cronje's Hilfe von Süden herangerückteu Verstärkungen unter Botha, welche nach englischer Angabe bedeutende Verluste, darunter 50 Gefangene, erlitten. So lange nicht eine andere Darstellung von burischer Seite vörliegt, muß man zugeben, daß die Buren hier eine Schlappe erlitten haben. Von einem Sieg Roberts' aber über die ganze Cronje'sche Armee kann noch nicht im entfernteste» die Rede fein. Roberts selbst sagt, daß er die feindliche Hanptstellung für unangreifbar hält. Er hat dieselbe nur mit Artillerie beschossen, aber ohne Resultat, und sich damit begnügt, mit Uebermacht über das kleine Botha'sche Hilfskommando herzufallen, das zu zersprengen ihm natürlich leicht werden mußte. Cronje's Hauptmacht ist noch völlig intakt und keineswegs umzingelt. Meloet „Reuters Bureau" doch ausdrücklich: „Im übrigen (d. h. nach der Gefangennahme der 50 Buren und der Zerstreuung der Truppe Botha's) ist die Stellung Cronje's unverändert. Dies der Stand der Dinge am Mittwoch, dem 21. Februar. Ja, nach Brüsseler Meldungen wäre das Bombardement Roberts' nicht nur wirkungslos geblieben, vielmehr hätte Cronje's Division French unter großen Verlusten zurückgeschlagen. So lautete auch eine unserer gestrigen Privatnachrichten. Die dem „Siege" Lord Roberts' voraufgegangenen Tage waren für die Engländer entschieden verlustreich, namentlich der 18. und 19. Februar (Sonntag und Montag.) Da fielen nach amtlicher Angabe 9 Offiziere und wurden 39 verwundet, eine Verlustliste, in welche die Regimenter Wales und Essex, sowie die berittene Infanterie noch gar nicht eingeschlossen sind. Mögen nun auch nicht 100 Offiziere und 1500 Mann getötet, 52 Offiziere und 600 Mann verwundet worden sein, so ist es doch zweifellos, daß die Engländer sehr stark mitgenommen wurden. Diese burischen Erfolge wurden dann am 21. (Dienstag) wieder durch die Zersprengung von Bothas Hilfskorps zum Teil ausgeglichen. Die Palme des Sieges kann man also noch keinem der beiden Heere zuschreiben. Sie stehen sich nach wie vor kampfbereit gegenüber, die Entscheidung steht noch aus. Wir lassen nunmehr zum besseren Verständnis der Lage einen Ueberblick über die Ereignisse bis zum 20. Februar .(Dienstag) folgen, an welchem Roberts seine Rekognoszierungen macht und die Toten bestattet wurden: Am Abend des 15. (Donnerstag voriger Woche) setzte Cronje seinen Train, bei dem sich also auch die schweren Geschütze befinden müssen, während das im Norden von Kimberley aufgestellte Positionsgeschütz wahrscheinlich mit der Eisenbahn nach Vryburg abgeschoben wurde, nach Osten auf das Nordufer des Modder zu in Bewegung. Am 16. (Freitag) morgens stießen britische Kundschafter auf seine Nachhut, und es entspann sich ein Gefecht zwischen ihr und der 13. Brigade unter General Kelly Kenny, der bei dem Vormarsch auf Kimberley an der Klip Drift auf dem nördlichen Ufer des Modderflusses stehen geblieben war. In diesem Gefecht gelang es den Briten, den Schwanz des langen burischen Wagenzuges abzukneifen und angeblich 120 Wagen zu erbeuten, das Gros des Trains aber vermochten sie nicht zum Stehen zu bringen, und dieses ging noch an demselben Tage durch die weiter östlich gelegene Klipkraal Drift auf das Südufer des Modder, um die über Emmaus und Petrusberg führende direkte Straße Modder River-Bloemfontein zu gewinnen. Berittene Infanterie und eine Batterie der Briten, die über Klip Drift zurück Über den Fluß gegangen waren, um den Buren südlich von Klipkraals Drift den Weg zu verlegen, kamen zu spät, um den Uebergang zu stören. 'Inzwischen scheint Kelly - Kenny den Rest seiner 6. Brigade herangezogen zu haben, die Hochländer-Brigade von der Division Methuen's ging in einem Gewaltmarsch auf dem Nordufer des Modder vor, um bei Koodoos Rand den Fluß zu überschreiten und Cronje zu überholen; noch weiter ausholend soll French mit seiner Kavallerie, die sich inzwischen nördlich von Kimberley, in der Hoffnung, das schwere Geschütz der Buren abzufassen, nutzlos ermüdet hatte, auf dem Nordufer vorgestoßen sein, um nach lieber« schreitung des Flusses sich Cronje in den Weg zu stellen, und schließlich ist auch Lord Roberts mit der 7. und 9. Division den abziehenden Buren auf dem Südufer nachgeeilt, sodaß Marschall Roberts für die Verfolgung Cronje's über ungefähr 30 000 Mann verfügen dürfte. Am 18. dsS. ESonntag) war Cronje auf demSüduferinvollem Abzüge, Kelly-Kenny, bei dem sich auch Lord Kitchener befand, war ihm dicht an den Fersen. Hier setzt nun folgender telegraphischer Bericht aus englischer Quelle ein: London, 23. Februar. „Reuter's Bureau- berichtet unter dem 20. dsS. Mts. aus Paardeberg Drift: Cronje'S großartiger Nachtmarsch von Magers« fontein wird, obgleich der Beginn erfolgreich war, doch, wie es nunmehr den Anschein hat, wahrscheinlich unheilvoll werden. (?) Die Hauptmacht der Buren ist in einem von der britischen Artillerie beherrschten Versteck im Bett des Modder-Flusses einge- schlossen (?) Die Vorgänge am Sonntage (18. Febr.) geben ein Zeugnis von der mutigenHaltung des auf dem Rückzüge besindlichen Feindes ab, der, obgleich er ermüdet und erschöpft war, sich dennoch tapfer zeigte. Die Spitze der britischen Infanterie besetzte eine Drift, und eö gelang ihr, den Feind zu umzingeln, der durchweg mit ausgezeichneter Bravour kämpfte. Die Infanterie versuchte einen Angriff auf das Lager, der jedoch mißglückte. Einige Wagen der Buren fingen Feuer, und die Flammen ermöglichten der britischen Infanterie, bis spät nachts ein furchtbares Feuer in das Lager der Buren zu werfen. (Aber erfolglos. D. Red.) — Die Morgenblätter veröffentlichen folgendes Telegramm aus Capstadt vom 22. d. MtS.: Cronje hat (am 20.) um 24 Stunden Zeit zur Beerdigung der Toden gebeten. Es wurde ihm erwidert, er müffe bis zum Ende kämpfen oder sich bedingungslos ergeben. — „Daily News" berichten vom Modder- River unter dem 21. h. Mts.: Cronje, dessen Streitmacht auf 8000 Mann geschätzt worden sei, habe, nachdem er zuerst die auf feine Bitte um 24 Stunden Zeit zur Bestattung der Toten von den Engländern gestellte Forderung einer bedingungslosen Uebergabe abgelehnt habe, später Boten in das englische Lager mit der Meldung gesandt, daß er sich ergeben wolle. Hierauf sei ihm erwidert worden, er möge in das englische Lager kommen. Cronje habe es mit dem Hinzufügen abgelehnt, er sei mißverstanden worden, er wolle bis zum Tode kämpfen. Hierauf fei das Feuer wieder eröffnet worden. London, 23. Februar. „Daily News" berichten vom Modder-River unter dem 21. d. M.: Das Lager des Feindes befindet sich auf der nördlichen Seite von Koodoosberg-Drist. Zuerst hielt er auch die Hügel am südlichen Ufer besetzt, doch wurden feine Truppen aus den meisten der $ügel am Samstag vertrieben. Am Sonntag kam General French mit Kavallerie an und am Montage wurde die Einschließung vervollständigt. (?) Montagnachmittag ersuchte Cronje um einen Waffenstillstand. Die Kanonade dauerte noch am Dien Stag morgen fort. Diese Darstellungen verhehlen — und zwar schwerlich unabsichtlich — die „beträchtlichen Verluste", welche nach amtlichem Eingeständnis die Engländer am 18. und 19., auf dem ebenen Gelände vorrückend zu beklagen hatten. Auch erwähnen sie nicht die schwere Verwundung des Generals Macdonald. Daß Cronje um 24 Stunden Waffenstillstand gebeten hat zur Beerdigung der Toten ist nichts Auffallendes — nur zeigt es, daß er verlustreich gekämpft hat — höchst auffallend aber ist es, daß Cronje der Waffenstillstand abgeschlagen worden ist. Wiederholt im Verlaufe des Krieges erbaten die Engländer Frist, um ihren Toten die letze Ehre erweisen zu können, und die Buren haben sie als etwas Selbstverständliches, stets bereitwilligst gewährt. Uns will eine derartige Barbarei unglaublich erscheinen. Wir trauen sie Lord Roberts, der ja sehr frommen Sinnes fein soll nicht zu und erwarten mit Bestimmtheit, daß die Mel« drug des englischen Blattes ein striktes Dementi erfährt. Die Lage in Kimberley schildert folgende Mitteilung: London, 22. Februar. Feldmarschall Roberts telegraphiert dem Kriegsamt aus Paardeberg unter dem 22. d. Mts.: General Methuen berichtet aus Kimberley, die Zufuhr von Lebensmitteln und Fourage werde schnellstmöglich betrieben. Es würden genügend Kohlen vorhanden sein, um die DebeerS- Minen binnen zehn Tagen in betrieb zu setzen, und dadurch die große Not zu lindern. Die Hospital« einrichtungen würden als vollkommen bezeichnet, es seien 45 Pflegerinnen vorhanden; den Verwundeten gehe es gut. Methuen hofft, Priska und das anstoßende Gebiet bald beruhigt zu haben. Nach anderweitigen Meldungen vom 22. Februar sollte im Gegenteil Kimberley wieder von den Buren eingeschloffen sein. Möglich ist, daß MethuenS Rapport von einem früheren Tage ist, und daß sich die Lage seitdem zugunsten der Buren geändert hat. Jedenfalls muß man weitere Nachrichten abwarten. Englische Blätter geben die Sache der Buren be- reitS verloren. So wird berichtet: London, 23. Februar. Der „Standard" schreibt: „Was auch die Buren thun mögen, sie können doch nicht ihre Sache gewinnen. Obgleich wir vor ihrer Ausdauer und ihrem Mute, womit sie ein verlorenes Spiel spielen, Achtung haben müffen, muß man doch bedauern, daß sie nicht zu der Einsicht gelange«, für die Wahrung ihres guten Rufes genug gcthan zu haben." Vorsichtiger ist der militärische Berichterstatter der „TimeS^'. Er sagt in seinem heutigen Artikel: „Der von uns erzielte Erfolg, auf den wir lange geduldig gewartet haben, darf uns nicht die vielen noch zu Überwindenden Schwierigkeiten übersehen lassen. Alles spricht für die Notwendigkeit, den Krieg so schnell als möglich zum Abschlüsse zu bringen, wozu weitere Anstrengungen und mehr Truppen unzweifelhaft erforderlich sind." * ♦ Telegramme deS „Wietzener Anzeiger". London, 24. Februar. Das Kriegsamt bringt noch keine Bestätigung über die von verschiedenen Blättern gebrachte Meldung von der Uebergabe Cronjes und seiner Truppen. London, 24. Februar. Die „Times" berichtet aus Ladysmith vom 22.: Unsere Pickets haben drei bewaffnete Leute gefangen genommen, welche wahrscheinlich Erkundigungen über die Stärke unserer Verteioi- gungswerke einziehen sollten. Einer von den Leuten hatte ein Hospital-Abzeichen und ein Ambulanzzertifikat in der Tasche. Dies ist ein weiterer Beweis, daß die Ambulanzzeichen als Mittel benutzt werden, um Söldner durchzu- schmuggeln. Das Bombardement des Feindes war gestern lebhafter als seit einigen Wochen. London, 24. Februar. Die Aufregung der Bevölkerung in Erwartung der Bestättgung der Niederlage Cronjes ist unbeschreiblich. Dichte Gruppen aus allen Kreisen der Bevölkerung belagern förmlich das Kriegsamt, um sofort das Resultat der Schlacht am Modder River zu erfahren. London, 24. Februar. Lord Balfour erklärte heute nacht im Unterhause, das Kriegsamt habe keine Nachricht erhalten, daß General Cronje sich nach einem vergeblichen Rückzugsversuch dem General Roberts ergeben habe. London, 24. Februar. Nach einem Telegramm aus Pietermaritzburg vom 22. wird die Entsetzung von Ladysmith st undlich erwartet. Die Buren ziehen sich zurück. — Aus Durban wird gemeldet, daß das Zulu- Land jetzt von Buren vollständig gesäubert sei. — Nach einem Bericht aus Kimberley nahmen die englischen Truppen 64 Buren gefangen. London, 24. Februar. „Times" melden aus Arundel vom 22.: Eine Rekognoszierungs - Truppe marschierte gestern abend auf dem Wege, welcher Coles- berg mit Hannover verbindet. Die Kolonne wurde von, dem Oberst Handerson befehligt. Die Buren wursden überrascht und ihre Stellung bombardiert. Die Buren zogen sich nach dem Norden zurück. Berlin, 24. Februar. Dem „Berliner Tageblatt" wird aus Brüssel gemeldet: Bis zum 23. nachts hielt die Armee Cronjes tapfer stand. Das weitere Schicksal derselben hängt von dem reckstzeitiaen Eintreffen der Generale Botha und Lukas Meyer ab, welche mit 6000 Mann nach Bloemfontein abgegangen sind. Die Kriegslage ist unverändert. Deutsches Reich- Berlin, 23. Februar. Die „Post" erklärt, die Nachrichten über angebliche Rücktrittsabsichten des Reichskanzlers und seinen vermutlichen Nachfolger, seien mit äußerster Vorsicht aufzunehmen. Insbesondere trage die Angabe, der Statthalter Fürst Hohenlohe-Langenburg sei für das Amt des Reichskanzlers ausersehen, den Stempel einer Kombination deutlich an der Stirn. Die neuerlichen Gerüchte über einen bevorstehenden Wechsel auf dem Posten des Reichskanzlers und Ministerpräsidenten seien weiter nichts, als eine umgemodelte Form der schon früher aufgetretenen Behauptung von Meinungsverschiedenheiten im Schoße der Regierung. Man wünsche in manchen Kreisen eine größere Einheit und Geschlossenheit in der Leitung der Reichspolitik, wie der preußischen Politik. Diese Empfindung trete jetzt besonders lebhaft hervor, weil man besorgt, in Preußen möchte durch Verfolgung der Kanalpolitik der Durchführung der Flottenverstürkung Schwierigkeiten bereitet werden. Die Gerüchte, daß die Staatsregierung von der Vorlegung des Kanalplanes in der jetzigen Tagung des Landtages abzufehen gewillt fei, dürfte z. Zt. den Thatsachen nicht entsprechen. Die Staatsregierung sei noch immer mit der Vorbereitung der Kanal- vorlaae beschäftigt, und es sei kein Beschluß der in Rede stehenden Art bisher gefaßt. Das genannte Blatt ist der Ansicht, der Reichspolitik würde nur dann gedient sein, wenn auf eine weitere Erörterung der Kanalvorlage im Landtage bis nach dem Jahre 1903 verzichtet werde. — Die Wahlprüfungs-Kommission des Reichstages hat die Wahl des Abg. Dietrich (kons.) für gütig erklärt. — Das Befinden des Abgeordneten Dr. Lieber ist, wie die „Germania" berichtet^, heute wieder erheblich besser. Ein leichter Fieberanfall in der vorletzten Nacht ging bald vorüber und hat das Fortschreiten der Besserung nicht aufgehalten. Die heutige Nacht verbrachte der Kranke fieberfrei und in stärkender Ruhe. Der Stand der Kräfte ist durchaus befriedigend. Wenngleich noch nicht alle Gefahr überwunden zu sein scheint, so wächst doch die Hoffnung auf Genesung von Tag zu Tag. Berlin, 23. Februar. Der Kronprinz ist von Plön in Kiel eingetroffen, um sich vor seiner Abreise nach Potsdam vom Prinzen .Heinrich und dessen Familie zu verabschieden. — In der Budgetkommission des Reichs- ersuchte heute vor Eintritt in die Tagesordnung der Vorsitzende v. Kardorff die Kommission, ihm zu ge- statten, dem auf dem Wege der Besserung befindlichen ^geordneten Dr. Lieber die Glückwünsche der Kommission zur Genesung zu übermitteln. Die Kommission erteilte einsttmmig die Ermächtigung dazu. Hieraus wurde die Beratung des Marine-Etats ßortgeßetzt. Der «est des Otli- nariums wurde durchweg unverändert nach den Ansätzen der Regierung genehmigt. Es folgte die Beratung ßL einmaligen Ausgaben. Die ersten 17 Titel wurden willigt und die Weiterberatung aus Dienstag vertagt. — Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt, daß die mehrst kundgegebene Stellung der Staatsregierung zur Äanaf Vorlage sich in keiner Weise geändert habe. Die Entscheidung über den genauen Zeitpunkt der Anbringung der Vorlage könne selbstverständlich erst nach vollständiger Fertigstellung aller angekündigten Einzelvorlagen getroffen werden. Schon aus diesem Grunde kann die Nach, richt nicht zutreffend sein, daß die Gesamtvorlage in de« Kabinett des Kaisers zur Beschlußfassung sich befinde. Da. mit würden auch die an diese Nachricht geknüpften Ve». mutungen von selbst fortfallen. — Für die dritte Lesung der Lex Heinze hat, dem „Lok.-Anz." zufolge, der freie Ausschuß, der sich aus 9)^ gliedern der beiden konservativen Parteien, des Zentrum« und der Nationalliberalen im Reichstage gebildet hat, beschlossen, einerseits den Wohnungsparagraphen, anderer, seits den Arbeitgeberparagraphen und die Erhöhung ßes Schutzalters fallen zu lassen und auch den Theaterparv. graphen wesentlich abzuschwächen. Auf dieser Grundlage, die nahezu alle von der Regierung als unannehmbar be« zeichneten Beschlüsse zweiter Lesung wieder beseitigt, hofft der Ausschuß, eine größere Reichstags-Mehrheit für bk Verabschiedung der Lex Heinze zu finden. — Der Staatssekretär des Auswärtigen, Gras Bülow, hat heute, dem „Lok.-Anz." zufolge, nachdem er vollständig von seiner Krankheit wieder hergestellt ist, die Geschäfte seines Ressorts in vollem Umfange wieder übernommen. — Die 20. Reichstagskommission beendigte heute die erste Lesung des Gesetzentwurfes, betr. die Patentanwälte. Im Z 21 wurde der Geltungstermin des Gesetzes auf den 1. Oktober 1900 bestimmt. § 22 ift f» gestaltet, daß diejenigen Patentanwälte, welche am 1. Januar 1899 für eigene Rechnung thätig sind, ohne Ablegung einer Prüfung in die Liste der Patentanwälte ein« getragen werden. Auslanö. Wien, 23. Februar. In der heutigen R e i ch s r a t s - sitzung begannen die Jungtschechen mit der Obstruktion, indem sie die Debatte über das Rekrutengesetz durch namentliche Abstimmungen verhinderten. Wien, 23. Febrrmr. Der ruhige Verlauf der ersten Reichsratssitzung macht einen günstigen Eindruck. In parlamentarischen Kreisen hofft man, daß der vermittelnde Einfluß, welchen der Polenklub und die katholische Volkspartei ausüben, die Tschechen von der Obstruktion abhalten wird. Dem Beschluß des böhmischen Feudal - Adels, der Regierung die Unterstützung zu verweigern, wird kein Wert beigelegt. Budapest, 23. Februar. Die Gerüchte, die Regierung beabsichtige die Verstaatlichung der Privatbahnen werden offiziös dementiert. London, 22. Februar. Die Nachricht der in ihren Hofmitteilungen häufig durch besondere Unzuverlässigkeit ausgezeichneten „Truth", daß die Königin bei ihrer bevorstehenden Reise nach der Riviera französisches Ge- biet nicht berühren, sondern über Vlissingeu, Brüssel, Straßburg, Luzern und Mailand reisen werde, nürd von gut unterrichteter Seite bestätigt. Man wird sich in Frankreich wahrscheinlich diese Abweichung vom gewöhnlichen Reiseplane um so mehr merken, ate auch in dem sonst hierzulande für kurze Ausflüge sehr beliebten Paris die Zahl der englischen Reisenden Heuer gar?- auffallend rar sein soll. Ein Bekannter, der im Grand Hotel vor einigen Tagen abstieg, erzählte, es seien dort im ganzen nur fünf Engländer gewesen. Der Krieg Hatz selbstverständlich viel damit zu schaffen, wie er überhaupt die gesellschaftliche Routine der Zugvögel des Vergnügens nach manchen Seiten sehr empfindlich gestört hat. Die Haltung der französischen Presse England gegenüber im gegenwärtigen Kriege hat aber ebenfalls einen großen Aw teil dabei. Die Pariser Preßkosaken, die ihre Vaterlandsliebe nur durch lästerliches Schimpfen kundgeben zu können wahnen, haben besonders gegen das Pariser Luxusgeschäft schwere Sünden auf dem Gewissen. Erst haben sie durch jahrelanges Wüten die harmlosen deutsck)en Vergnügungsreisenden von Paris verscheucht, und nach anderer Richtung abgeleitet, und neuerdings, wo Deutschland etwas Schonzeit genießt, kommen die Engländer an die Reihe. So geht Denn die Königin nach Bordrahera und wird weder auf der Hin- noch Rückreise französischen Boden betreten. Kaiser Wilhelm und Prinz Heinrich die greife Ahnfrau in Straßburg auf der Durchreise begrüßen werden, ober ob erst auf der Rückreise in Darmstadt eine allgemeine Familienzusammenkunft stattfinden wird, darüber wird man in Deutschland jedenfalls ebenso früh unterrichtet fein, wie hier. Lord Salisbury, der aud) in sonstigen Jahren um diese Zeit gewöhnlich unpäßlich gemeldet wurde, und selbst wenn hier wichtige auswärtige Fragen schwebten, nach seiner Besitzung Beaulieu am Mittelmeerstrande abdampfte, bleibt diesmal ganz zu Hause, und wird sogar den größten Teil seiner Zeit in der Hauptstadt verbringen, und später, wenn die Osterferien kommen, einige Wochen auf Schloß Walmer bei Dover verweilen, das fein Amtssitz in der Ehrenstelle als Lordwardein der Cinque Ports ist. Für die Amtsgeschäfte ist das selbstverständlich unendlich viel besser als die Ausflüge nach der Riviera. Wie es scheint, befindet sich aber Der Premier auch gegenwärtig in außergewöhnlich guter Gesundheit. < -I___1 - - ____K, - ..t -t U - AMMS UN- fWttJKTO. Gieße«, 24. Februar 1900. ** MUitardieustuachrichte«. Müller, Bizefeldwedel im Landwehr-Bezirk Altenburg, zum Leutnant der Reserve des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Groß. Heff.) Nr. Nb. Benz, Vizefeldwebel im Landwehr-Bezirk Danzig, zum Leutnant der Reserve des 4. Großh. Heff. Jnf.-Regts. (Prinz Karl) Nr. 118. Rademacher, Vizewachtmelster im Landwehr-Bezirk I Kassel, zum Leutnant der Reserve deS 1. Großh. Heff. Feldarl.-Regts. Nr. 25 (Großh. «rt.« Korps). Doeckel, Leutnant der Infanterie 1. Aufgebote Wdwlhl'E^ p»«'- Sn* -°S- ®‘ 111 nürfjäns S fiplt (W ® w. 1«» Md!» । M unt> Albert Dieb ffiWrL ttlcgrwW1 L ivrr »O 6«rS * Lingesanou Gebildete Mensä mn Md dabei doch hc L't welchesGherdem vMit aMtchnet, W w« fct Tirckm mm vüim. Ganz be* ynr „Bollsvorstellung " Nachdem die < iin ihr Bett zurückge' Pumpstation aW i i ben fünf Tagen t mb 35400 ftubifrv ttmMMich ''M '* 6iltu M' ; fluchten BereinSade Lbenö einer unsere Wftnbet. 6t fanbte Mitgliedern eine He. Posttarten durch di nit je einer 5 Pfg.- »icht durchstächen Wi kn binpsängern der fernen nicht ein dinji »hhmen. Man naljm >r fyrfammhing $n g lene Sfyneifyleien toi fap. Doch erfahren t Der BereiMrnd ist \ a'efener ttttaal starte fchr animiert Verläufer bei Tric den erwünscht , + Mit, 23. Fel »llldruch ist noch nad cad ix der W von! «Wer einer M aufac der §pur. x btanfeüerg, 2 mrfchr von hier, Hr m w der Graste $ zu «ach Güsten abgefüb sicher ist sehr erfr g. ^fenbach, ? «~ rtMverordnete L'" Ulrichs fexs? SÄ SS» MMroanbt, V? «1=611 OiteT pW “'■•"ft '■Ä •" alten >*W lÄ'"6utS Kb K'Ä« HM W^ext. Stadtverordneter Ulrich hat deshalb eine Be- HRvetbe beim Kreisamt eingereicht. Der Oberbürgerineister zMIfich an das Ministerium um Verhaltungsmaßregeln g-Mndt, das Ministerium jedoch die Einmischung abge- haben. g^aimen. (Drst. Ztg.) A Mainflingen, 23. Februar. Sin interessanter Witchtsstreit mit der Stadt Aschaffenburg ge- IWe neuerdings zum gerichtlichen Abschlüsse. Zum Bau b ior alten Aschaffenburger Mainbrücke hatte nämlich seiner- hiesige Gemeinde einen Zuschuß geleistet, und da- dtiilch die ihr urkundlich zngestandeue Gerechtsame erworben, fili ilpe Bewohner und deren Fuhrwerke und Vieh auf ewige Zeiten vom Brückengelde befreit zu sein. Diese alte Wuchtigkeit wurde auch seit urdenklichen Zeiten von der ÄßchHenburger Brückenverwaltung unbeanstandet respektiert, MS dia an Stelle der alten Brücke getretene neue Main- bikicke dem allgemeinen Verkehr übergeben war. Seitdem auch die hiesigen Gemeindeangehörigen zum üblichen SSriitengelbc herangezogen. Unter Berufung auf die alte utigen Reichs^, ™ mit bet Cbjtiub t Miulengesttz betten. ruhige Merlan, bu macht einen ginnig» drehen hoyi mm bai \ der Polu/5^ u»b bk ie LschM ton ki Cl Beschluß bis bLhmWn ie UnlaMMtz p utv Tie Geckchte, die Wt ichung ber^tito' ntiert. Xadnify der m ibta nbere UnjuDerläjjigln Königin bei ihre ieta stanMchetz v x MMtztn, ibtüU b tchen rotdt, iwi tätiat. Mcui mit fii t Ävwetchung M gi' im so mehr mzrfm. öS r kurze AuWDrehen Reisender bekannter, beiW । Nvrschr von hier, Hr. Gr. wegen dringenden Verdachtes, tznalanb WuAr b xe an der Straße Ruttershausen Wismar verübten B a u m- fftivel begangen zu haben, durch die Großh. Gendarmerie , erzählte, es few 'n jemefen. Der W affen, wie er üb* igoögel des «ergnflfl» M gestört hat. " i® »“"gs (»riK gti. k«b| Gießen abgeführt. Die eifrige Verfolgung des Buben- MaLes ist sehr erfreulich. Offenbach, 22. Februar. In der heutigen Sitzung V6» Stadtverordneten wurde auf Antrag des Stadtverord- nie ten Ulrich ein Ausschuß eingesetzt, der die Angelegenheit b-Meröfsentlichung der städtischen Anzeigen rin sozialdemokratischen „Offenbacher Abendblatt" prüfen «itml Der Sache liegt ein einstimmiger Stadtverordneten- Hjrtflhluß zu Grunde, der die Bürgermeisterei beauftragt, d-iie Bekanntmachungen außer der „Offenbacher Zeitung" *id) dem „Offenbacher Abendblatt"" zu den gleichen Be- bthmngen zu überlassen. Dieser Beschluß wurde vom Ober- b*igermeifter Brink nicht zur Ausführung gebracht. Auch ktanbe den Stadtverordneten die Einsicht der Akten ver- kd Landwehr-Bezirks Friedberg, zum Oberleutnant be- ftvert. Frank, Leutnant der Infanterie 2. Aufgebots H 2andwehr Bezirks Gießen , der Abschied bewilligt. Dem Lijetoachtmeister Will im Großh. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 8.) die Erlaubnis zur Anlegung der silbernen Medaille am Stiibe des Kaiser!. Russ. St. Stanislaus-Ordens verliehen. *♦ Befihwechfel. Das Dr. Klewitz'sche Anwesen, Süd- «lage 10, ging gestern für den Preis von 98 000 Mark lidcn Besitz des Herrn Karl Bieler in Gießen über. — Mchdem wegen nicht erfolgter Wirtschaf^kon-ession an den Mn wer I. Seibel, dessen Kauf des M. Scheel'schen Hauses ridaängig wurde, kaufte derselbe gestern das Besitztum des WmhändlerS Kupke ^Zur Ludwigsburg- Ludwigsplatz 13 Wegen, für 57 000 Mark. Unsere in Nr. 44 des „G. A.- enthaltene Notiz Mr. Gelände-Erwerb in der Wilhelmstraße ergänzen wir da- jm, daß nicht 1000 sondern ca. 2000 Quadratmeter :Dnöin von Herrn Bankier Grünewald zu dem mitgeteilten 'fliesse angekauft worden sind. ** Stadttheater. Es ist nicht ausgeschlossen, daß »n erste Held und Liebhaber des Nürnberger Stadttheaters, öt-rr Hubert Dietzsch, hier an der Stelle seines vor- ,ihn gen Wirkens noch einmal spielen wird. Herr vieissch hat telegraphisch in Nürnberg um Nachurlaub er- hudit und wird, falls man ihm diesen bewilligt, am nächsten Mittwoch, den 28. ds. Mts. in seiner Glanzrolle, nämlich „Pfarrer Hell"" in dem Anzengruberschen Volksstück ,6er Pfarrer von Kirchseld", auftreten. Mit dieser Rolle •MR Herr Dietzsch kürzlich auch am Nürnberger Stadt- i Heater einen durchschlagenden Erfola. ** Eingesandt. Das wirklich gute Volksstück .«kbildetc Menschen" mit seinem schlichten, ein- •«cheri und dabei doch höchst wirkungsvoll spannenden Jn- : teilt, welches Außerdem sich durck) charakteristische Lebens- -mhrheit auszeichnet, ist seit seiner Erstaufführung im cLadttHeater nicht wieder auf dem Spielplan erschienen. •Die Direktion würde sicherlich einen guten Griff thun, :oenn sie dieses Stück zur nochmaligen Aufführung bringen t oiirbf. Ganz besonders dürfte sich dies „echte Volksstück" ijiir „Vvlksvorstellung" eignen. **■ Nachdem die Flüsse W i e s e ck und Lahn wieder rai ihr Bett zurückgekehrt sind, konnte die städtische Pumpstation außer Bettieb gesetzt werden. Es wurden iw beri fünf Tagen vom 19. bis 24. Februar im ganzen ■Hinb 35 400 Kubikmeter Wasser gefördert, also pro Tag ' Mchjchnittlick) 7080 Kubikmeter (70 800) Hektoliter). ** Eine« ganz eigenartigen Tric, um einen zahlreich be- sjnthte» BereinSabend herbeizuführen, hatte für gestern • ütnb einer unserer zahlreichen VereinS-Vorstände ange- iwenbet. Er sandte im Laufe deS Tages seinen ca. 100 tMitgliedern eine liebenswürdig abgefaßte Einladung auf * Marte* durch den Hektographen vervielfältigt, beklebt mit je einer 5 Pfg.-Marke. Da das Wort Postkarte aber nicht durchstrichen war, erhob die Kaiser!. Reichspost von ilen Empfängern der Karte je 5 Pfennig Strafporto, von Innen nicht ein Einziger sich weigerte, die Einladung anzn- wihmeu. Man nahm sich, wie auf Verabredung vor, in blit Versammlung zu gehen, und dort dem Vorstand gerade Heine Schmeicheleien wegen des bezahlten Strafportos zu |'iigen. Doch erfahren wir, daß es bei der Vornahme blieb. SIS« BereinSabend ist sogar gestern bei lange nicht dage- r«jener überaus starker Beteiligung seitens der Mitglieder sW animiert verlaufen. DaS zweite mal allerdings wird tier Tric den erwünschten Erfolg wohl schwerlich haben. > Lollar, 23. Februar. Zu dem kürzlich gemeldeten ßkiubruch ist noch nachzutragen, daß das entwendete Fahr- rab in der Nähe von Bellnhausen, eine Stunde von hier, uanter einer Hecke aufgefunden wurde. Den Dieben ist man a«f der Spur. x btaufenHerg, 23. Februar. Heute wurde ein junger -U- Tf. ~ ®.e. dik $1” Hi. i LÄy "Sierun, “ ' «HL .Ä M^bet ft* hstaae ne£ ?etntTU und die fficünbfß auch denÄ^S 1 •?eM 'Öusmärtioen, ®T. «*'Ä ®«te, welche «' ? , finb, ber wtentamwiii »enjalti einen fft*» iHbieiW«*' pjen kundgeben i.^ das Pariser ien. Erst haben n deuhchen LergA' mdü»chmd--"A Teutjcklmd ber an bie N1. -Jjv Md wird w Sollen detnt« l K9te,'e Z bentiiffl c‘ „ wird, M* rül) unten* in »SM 1 Ä Srotz Umfladt, 22. Februar. Der hiesige Ortsgewerbe- 'u v^titabtvimn beabsichtigt den Bau eines neuen Gewerbeschul- ^somnien, eiM^. h^,s eS. Der Verein hält im Frühjahr eine Ausstellung '^wellen, das s^„" vi-m Lehrlingsarbeiten ab. — In unserer Stadt, sowie in L.hi her d'»tn-rachbargemeinden sind am Montag die Störche an- Urkunde verweigerte indesieu vor einiger Zeit der hiesige Metzgermeister und Gastwirt I. A. Horn, welcher die Brücke häufig benützt, die Auszahlung des Brückengeldes zwecks Erlangung einer gerichtlichen Entscheidung über die schwebende Rechtsfrage. Bei der schon im September 1899 diescrhalb am Schöffengericht zu Aschaffenburg erfolgten Verhandlung gelangte die im Besitze der hiesigen Gemeindebehörde befind« liche Urkunde als Beweismittel zur Vorlage. Die Entscheidung wurde damals behufs Einholung eines diesbezüglichen Gutachtens der bayerischen VerwaltungSinftanzen ausgesetzt. Auf Grund dieses Gutachtens wurde nun bei der vorgestrigen Schöffensitzung zu Aschaffenburg die Klage der Stadt Aschaffenburg kostenfällig abgewiesen, und das Recht der freien Fahrt über die Aschaffenburger Main« brücke für die Gemeinde Mainflingen anerkannt. □ Mainz, 23. Februar. Für die in die Strecke Mainz—Bingen einmündende neue Bahnlinie Gau- alg es heim —Kreuznach sind jetzt die Detailpläne fertiggestellt, aus welchem sich ersehen läßt, welche Richtung die neue Bahnverbindung einschlägt. Dieselbe zweigt von der Linie Mainz—Bingen auf dem Bahnhof Gaualgesheim links ab, wendet sich stark westlich in geringer Steigung nach dem Scharlachberg,, und führt in scharfer Kurve, nach Süden wendend, bis zur Station Gensingen. Von Gensingen nimmt die Bahn ihren Weg über Ippesheim, Planig nach Kreuznach, mündend in die alte Nahebahn, am Bahnhof Kreuznach-Bad. Die Linie überschreitet nicht die Nahe, sondern bleibt immer auf dem rechten Ufer. .— Eine größere Anzahl (55) bedeutender Eisenfirmen teilten durch Zirkular ihrer hiesigen Kundschaft mit, daß sie in Folge der in ganz ungewöhnlicher Weise andauernd steigenden Preise für Koks und Roheisen gezwungen seien, auf die seitherigen Preise für Bau- und Maschinenfach einen Aufschlag von 2 Mk. per 100 Kilogramm eintreten zu lassen. — In dem nahen Weisenau ist man in den Kalksteinbrücheu der Filiale der Mannheimer Portland-Cementfabrik gestern bei Abbauarbeiten auf eine große römische Lagerstätte gestoßen. In derselben hat man eine große Menge intereffanter Schmuckgegenstände, und zahlreiche wohl erhaltene Thon- und GlaSgefäße gefunden. UnwersttSt und Hochschule. — Berufe«» Der vor kurzem zum a.-o. Profeffor beförderte Germanist an der Univeifität Straßburg, Dr. Eugen Joseph, hat einen Ruf an die Universität Marburg erhalten, und wird ihm folgeleisten. — DerschtedeueSr Am kgl. Orientalischen Seminar zu Berlin werden, wie die „Boff. Ztg.* berichtet, vom Sommersemester des Jahres 1900 an auch national-ökonomische Vorlesungen speziell für die Hörer des Seminars gehalten werden. Zum Zweck der Abhaltung dieser Vorlesungen ist vom Kultusministerium Profeflor Dr. Georg Adler in den Lehrkörper des orientalischen Seminars berufen worden. Adler war früher a.-o. Professor der Nationalökonomie an den Universitäten Freiburg (in Laden) und Basel. Dort hatte er auch den bekannten Gesetzentwurf betreffend obligatorische Arbeitslosenversicherung verfaßt. Kunst und Wissenschaft. — Müpzauktion zr» München. Am 5. März 1900 und folgende Tage kommen unter Leitung des Experten Otto Helbing in München die Münzsammlung des Herrn Otto Hartmann in Holzminden, sowie die nachgelassene Sammlung des Herrn G. Lochner in Wien zur Versteigerung. Diese Sammlungen enthalten Münzen und Medaillen verschiedener Länder des Mittelalters und der Neuzeit, sowie auch eine Anzahl alter griechischer und römischer Münzen. Der Katalog umfaßt in 2532 Nummern weit über 5000 Münzen und Medaillen und ist gratis zu beziehen durch den Experten. Wie«, 23. Februar. Der Direktors des Karl-Theaters, Jauner, hat sich erschossen. Arbeiterbewegung. Btpttp, 23. Februar. Die streikenden Tischler Berlins hielten heute vormittag ein« allgemeine Versammlung ab. Es wurde berichtet, daß die Streiklage eine günstige sei, da schon nächste Woche aus London 50,000 Mk. hier eintreffen werden, und die Arbeiter aufgefordert, im Streik auszuharren. — In Zwickau nimmt der Streik dem .Tagebl." zufolge, fortwährend ab. Gestern streikten 28,9, heute morgen 23,4 Proz. der Bergarbeiter. — Aus der Vereinigten Friedrich- und Czechen-Steinkohlengrube sind 30 Proz. der Tagesbelegschast und 30 Proz. der Nachtbelegschaft nicht eingefahren. Halle a. S., 23. Februar. Aus Meuselwitz wird gemeldet, daß gestern die Arbeiter der Prehlttzer Braunkohlen-Aktien-Gesellschaft, der Grube „Fckbtschritt" und der Grube »Vereinsglück- in den Streik eingetreten sind. Für heute erwartet man den Ausbruch deS Ausstandes auch auf den Gruben »Glückauf" und „Union", sowie auf der „Friedensgrube". Bis heute abend dürfte wohl der größte Teil der gesamten hiesigen Arbeiterschaft ausständig sein. Handel und Verkehr. Uolkswittschafl. Frankfurter Börse vem 83. Februar. Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult. Februar 0.400/y, do. per ult. März 1.80 o/e, do. per ult. April 2.8C%. Diskonto Kommandit per ult. Febr. 0.40%, do. per ult. März 1.60%, do. per ult. April 2.40% Lombarden per ult. Februar 0,40% do. per ult. März 0.95%. Deutsche Bank per ult. März O.%> Dresdener Bank per ult. Febr. 0 00%, Berliner Handelsgee. per ult. Febr. 0.00. Notierungen: Kreditaktien 236-20-10-70, Diskonto-Kom- mandit 195.50-70-00, Staatsb. 140.30-00, Gotthard 142.30 Lombarden 29.50-00, Ungar. Goldrente 98.80, Italiener 94 60, 3proz. Mexikaner 26.30, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 4%%. 1% bis 2% Uhr: Kredit 236.70-000, Diskonto 195 70-00-00. Staatsbahn 140.30-50, Lombarden 29 50-30-90, Barl. Handelsg. 000, Bochumer —.— t 24. Februar. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. v* v.80-0.90, Hühncrei-r Per St. 6—7 4, 2 St. 00—00 H, Enteneier 1 St. 0-0 A, Gänse, eiet per St. 6-00 Käse 1 St. 6-8 Käsematte 2 St. 5-6 4, Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 H, Tauben per Paar •* 1.(0—1.20, Hühner per St. X 1.20—3.20, Hahnen per Stück 1.20—2.00, Enten per Et. X 2.00—2.40, Gänse per Pfund ** Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4, Kuh. und Rindfleisch per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60—72 A, Schweine, fleisch, gesalzen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—64 Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 bii 4.50 Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 6.50—7.00, Milch per Liter 16 A- Tabak. Mit Ausnahme von ca. 300 Zentnern, die noch in Herxheim liegen, ist der 1899er Einkauf als geschloffen zu betrachten. Mit dem Einwicgentder Tabake in der Pfalz geht es flott vorwärts. Es wäre nur zu wünschen, daß die Tabake besser abgehängt worden wären. Man kann den Produzenten, die fast alle für eine gute Abhängung sehr bemüht waren, einen Vorwurf nicht machen; die Tabake hatten eben seit langer Zeit unter der sehr ungünstigen Witterung zu leiden. Was die Qualität anbelangt, so läßt solche, wie schon in früheren Berichten erwähnt, zu wünschen übrig, sie ist sehr kräftig und schlecht brennend. In alten Tabaken ging es im Laufe der Woche ebenfalls sehr lebhaft zu und wurden außer den von uns schon gemeldeten Verkäufen noch ein größerer Posten -an Fabrikanten zu 28—32 Mark zu Einlagezwecken verkauft. Es wurden ferner einige Partien alter Tabake zu Schneidgutzwecken und Zigarrentabake von Händler zu Händler gehandelt. Unsere vor einigen Wochen schon bekundete Ansicht, daß die Fabrikanten, wenn sie sich die neuen Tabake gründlich besehen haben, sich den alten Jahrgängen gerne zuwenden werden, scheint sich immer mehr zu bewahrheiten. Wir sind der festen Ueberzeugung, daß in nächster Zeit größere Umsätze hierin vorkommen werden, vorausgesetzt, daß die Spekulanten und Händler die Preise nicht zu hoch spannen. In Pfälzer Rippen flau. Lose feine 8,50—9 Mark, gebündelte 10—11 Mark. Wetterbericht, lieber Zentral- und Südwest- Europa lagert ein Gebiet hohen Druckes, in dessen Innern aber die Verteilung der Barometerstände unregelmäßig ist. Insbesondere befindet sich über Südwest-Teutschland ein sekundäres Minimum. Das Ostseegebiet wird von der Depression bedeckt, die gestern über Skandinavien lag. Tic britischen Inseln und Frankreich stehen unter dem Einfluß einer weiteren Depression, deren Zentrum noch auf dem Ozean etwas westlich von Irland liegt. Auf unserem Gebiete fielen während der Nacht und vormittags vielenorts Niederschläge. Die Temperaturen sind allenthalben gestiegen. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch wechselnde Bewölkung. Ziemlich mildes Wetter und einzelne Niederschläge. Ururflr Meldungen. Depesche« des Bureau , Herold *. Berlin, 24. Februar. Dem Reichstage ist der Gesetzentwurf, betreffend die Bestrafung der Entziehung der elektrischen Kraft, zugegangen. Berlin, 24. Februar. Nach einer Mitteilung des „Vorwärts" wurde die gestrige Nummer des Anarchistenblattes „Neues Leben" wegen des Leitartikels: „An die Arbeiter" beschlagnahmt. Der Redakteur des Blattes, Großmann, wurde verhaftet. Das Manuskript des Artikels wurde nicht gefunden. Berlin, 24. Februar. Wie die „Bosfische Zeitung" berichtet, hat in dem Disziplinar-Prozeß gegen den Privat- Dozenten Dr. Arons das Staatsministerium dahin entschieden, daß Dr. Arons auf gehört habe, Privat- Dozent zu sein. Das Urteil ist bereits durch Vermittelung des Universitäts-Kuratoriums ausgefertigt worden. Paris, 24. Februar. Habert, welcher gestern zu sechs Jahren Verbannung verurteilt wurde, verließ nachts Paris und ist heute früh in Brüffel eingetroffen. Derselbe gedenkt 14 Tage in Brüssel zu verweilen und sich bann nach San Sebastian zu begeben. Paris, 24. Februar. In den Wandelgänaen des Senats, in denen das Urteil gegen Habert gesprochen wurde, erörterten gestern Senatoren gruppenweise die letzten Telegramme vom Kriegsschauplätze. Die allgemeine Ansicht war die, daß im Falle der Niederlage Cronjes und der Vernichtung seiner Armee ein Vermittelungs- Versuch von der russischen oderamer i ka n i s che nf Regierung gemacht werden wird, um die Einstellung der Feindseligkeiten zu erwirken. ®in früherer Minister erklärte, er sei überzeugt, daß England keinerlei Einmischung, welcher Art sie auch sei, sich gefallen lassen werde, sondern sich die Entscheidung über die Feindseligkeiten Vorbehalten werde. Die Einstellung der Feindseligkeiten in diesem Augenblick würde eine thatsächliche Volkserhebung in England zur Folge haben, und weder die Offiziere würden sich jetzt einem Rückzugsbefehl fügen. London, 24. Februar. Eine große Versammlung von englischen Katholiken wird heute stattfinden. Der Zweck dieser Versammlung ist, gegen den Osser- vatore Romano und andere katholische Organe der römischen Presse zu protestieren wegen der von diesen Blättern gegen England eingenommenen Haltung. Die Kritik dieser Blätter hat hier die größte Erregung bei den englischen Katholiken, welche den Krieg billigen, hervorgerufen. Der Versammlung wird der Herzog von Norfolk präsidieren. Kunst-Ausstellung. ausstelluag im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geäffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfgi an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. Unübertroffen zur Haut- u. Schönheitspflege. $Myrrholin-Seife Als beste Kinderseife ärztlich empfohlen. Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schulstrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trauerbriefen und Danksagungskarten, welche auf Wunsch couvertirt geliefert werden. Giessen, den 24. Februar I$00, 1480 Salvator in Flaschen und Shphons ä S Liter. 1477 «| Emil Schmall, Kksßscher Kos. 1468 Sasvator-Bier in Afaschen a 45 ^fg. auf Wunsch frei ins Kans geliefert. 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Hesangverein Karmonie Sonntag den 585. Februar, abends 8 Uhr: Es scheint, daß dieser Wechsel dem Einsender des Eingesandt in Nr. 44 des Gießener Anzeigers nicht behagt Ob es aber dec „Würde des Handelsstandes" entspricht, daß dieses Unbehagen sich in der bdWbbn Weise Ausdruck verschafft, darf ich der Beurteilung des Lesers überladen. Derselbe wird auch crmchen können, inwiefern es von öffentlichem Interesse sein soll, ob ein Kaufmann beim Verkaufe seiner Ware „zudringlich' ist oder nicht. 97/4 ES ist übrigens durchaus unwahr, daß ich selbst beim Verkauf meiner Waren zudringlich sei. Jemanden, der Waren bei mir gelaust, dann aber die Annahme verweigert hat, unter Androhung gerichtlicher Entscheidung zur Abnahme aufzufordern, war mein gutes Recht.' welches ich notfalls gerichtlich zum Austrag bringen werde. Daran wird auch das Est gesandt nichts ändern. Jeder Kaufmann, der sich nicht zum 'besten halten taffen will, wird in gleicher W-ise verfahren. — Jeder Unbefangene aber wird vor Fällung eines Urteils nicht nur eine Seite, sondern beide Teile hören. Der Verfasser des Eingesandt hielt das für unnötig; das spricht weder für seine Unbefangenheit, noch für seine Unparteilichkeit. Im Nebligen darf derselbe versichert sein, daß sein Eingesandt mich nicht davon abhalten wird, auch in Zukunft mit allen Kräften mich meinem Berufe zu widmen, selbst auf die Gefahr hin, daß ihm das unangenehm ist. Auch beho.lt' ich mir vor, sobald ich seine Persönlichkeit festgestellt habe, ihm Gelegenheit zu geben, seine Handlungsweise zu verantworten. Joseph. Gießener Freiwillige Feuerwehr. Montag ben 5. März, abends 81/2 Uhr: Außerordentliche Kauptversammtung bei Kamerad Grün. Tages.Ordnung: 1. Ersatzwahl der Vorstandes. 2. Verschiedene,. Gießen, den 24. Februar 1900. 0722] Kleine Wohnung an einzelne Leute zu vermieten. Näh. Afterweg 15. AeflaurationHtoyal. Montagabend: U1V Metzelsuppe. *93 Morgens Wellfleisch mit Kraut. la. AMlittkl zum Einkochen, so lange Vorrat, per Pfund 80 Pfg. 1469 H. F. Nassauer Reuenweg 15. Ml Schlachthaus. Freibask. 1344 Heute und Montag: Ochsesflkisih 50 Ufa. Kalbfleisch 45 Pfg. I Tmz-WeMt. Schüler werden zu jeder Zeit für dm neuen Tanz-Sitisus angenommen Douneustratze S. NN Joseph Möhl, Tanzlehrer. Hotel Schütz Montag den 26. Keöruar, abends 7 Ahr: gilt Wdcin * 13« sai, Ai,Marine, Dichter, W «J« von* W6, «■ ntUB' Site noch in ntc aei .der Artikel Lolis m : tetiS Echo gesunden jener Artikel selbst. .Lotis waren in der 'ße Zenmd Me V i PMirü» btt \vs - ftglich echMtn, 1 Sussaß abdruckte, i ihn - sicher nii i£oti gehört eben !«r nicht daS Rech Werblich zu blamic . Loti als i Berlin zu. Er m Glichst schnell über meWkommen. Di ivn ben tieffinnigftet vfyn an her ftanji leer vor drei Stunde Mndnte, bemerkt Pl M «M M ersla iRordWchtin; ma ! Dann geht es die f iJlbsse, und durch lc - Morgen in Berlin ■ :daß Deutschland ein °in dem nur unzähli j Hüttenösen ein unn W nun Berlin \t\\ Der erste Blick i>'aner- am Badnhv sitzen in •W Wütxv, ■ 1 W elrvas vvrstu Öligen trügen 1 Todes - Anzeige. Theilnehm enden Verwandten, Freunden und Bekannten die achmernliche Nachricht, dass unser lieber Vater, Grossvater, Schwiegervater und Onkel Herr Peter Herbert heute vormittag 10 Uhr im Alter von 84 Jahren nach längerem Leiden sankt entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Herbert, Famile Fritz Roth. Große Auswahl in Regen- und Sonnenschirmen, Strümpfe« uud Trikotageu, Sport- und weißen Hemde», Arbeitshemden, Kragen- und Manschetten, Kravatteu, Handschuhen, Korsetten re. 8. Abraham Bahnhofstraße 2 1474 Lehrling1 i aus hiesiger Familie für ein feines Herrengarderobegesckäft gesucht. Derselbe erhält freie Kleidung. Selbstgeschr eb. 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Kah, ' Äaintar «AM Ünb ich Nu Mir sos SÄ Danksagung. . a ^ör J’ic, ^elen Beweise herzlicher Teilnahme bei de» uns betroffenen Verluste, sowie für die zahlreichen Blumenspenden und ins. besondere für die trostreichen Worte deö Herrn Pfarrer Hellwig am Stabe sagt innigsten Dank w Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Daupert. Wieseck, den 84. Februar 1900. 147g im BereiuSlokal (Wiener Hof). Der Vorstand 1 s111 a 0713] Kl. Mansarbenw. alsbald zu verm. I. Atzbach, Grünbergerstr. 10a. 0701] Kleines Familienlogis zu vermieten^______________Ebelsiratze 34. 0702] Möbl. Zimmer mit Kost sofort zu vermieten._________Lindenplatz 7. 0704] Möbl. Zimmer zu vermieten. ___Dammftratze SS, I. 1471] Möbl. Zimmer zu vermieten. Verdingung der Lieferung von 42 lfd. m Zement« rShren von 0,25 w l. W. und 9 Kopfstücken, 180 lfd. m von 0,30 m I. W. und 49 Kopfstücken, 348,5 lfd. m von 0,40 m I. 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