Str. 145 Zweites Matt Sonntag den 24. Juni i$»oa Gießener Anzeiger General-Mutiger Aints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen AZcrugrprcl» viertrljährl. Mk. 2LO monatlich 75 Psg. mit Dringcriohn; durch die AbholrsteL« vierteljährl. Mk. 1,96 monatlich 65 Pjg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierlcljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzttgen-LermittlungSstellm deS In« und AuSlandeD nehmen Unzeigen für den Gießener Anzeiger eatgege». Zeilenpreis: lokal 12 Pf-., auswärts 20 Pfg. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der heMche Landwirt, Klätter für hestische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger chtess«. Fernsprecher Nr. 5L |aee|ee Anzeigen zu der nachmittag- für da» Tag «scheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Ubr. W*lmiflcn spätestens abend- vorher. HebnM», G-Peditton und Druckerei: Nr. 7. ssrfcheint tägNch eit Ausnahme de« Montag-. Die Gießener kr> ernste Vorgänge ereignet haben. Darüber rnel- äet Taily Expreß aus Shanghai vom 21.: „Tientsin wurde -am11-5. Juni pon zwei Seiten von Boxerbanden angegriffen. .Eie beschossen zunächst die Eingeborenenstadt an zwölf Äl en nno rückten dann gegen die Fremdenniederlassung vor. Die Eisenbahnstation, die am linken Peiho-Ufer, der Zremdenstadt gegenüber, liegt, war von einer russischen jrup'penabteilung von 2000 Mann mit 10 Geschützen besetzt. -Is Die Boxer dort ankamen, gaben die Russen hintereinander. 50 Salven ab, ihr Feuer scheint den Boxern unec- fciarttet gekommen zu sein, es richtete ein großes Blutbad an; etwa 300 Boxer wurden getötet, 200 ver- auttoet. — Der „Times" wird ebenfalls aus Shanhai Don ibemfelben Tage bestätigend telegraphiert: „In der •$a(61 des 15. Juni richteten die Boxer in Tientsin in der ^jngseborenenstadt große Verheerungen an. Die fremden Zru ppen erwiesen sich stark genug, die Frern- Seirniederlassungen zu schützen". Seitdem scheinen die Boxer ihre Angriffe auf die Nie- Äcrla ssung fortgesetzt zu haben, denn Reuter berichtet aus: Min vom 21. ds., Tientsin sei zwei Tage lang. Aelchossen worden, die Verluste sollen 100 Mann ftetraiaen, und der amerikanische Admiral Kempfs telegrafiert vom 21. ds. über Tschifu amtlich nach Washington: tie Chinesen bombardieren Tientsin. Das amerikanische, Konsulat und ein großer Teil der Fremden-i Niederlassung sind zerstört. Eine Hilfs truppe, bmunter 130 amerikanische Soldaten, geht nach Tientsin ab — Weiter wird aus Shanghai telegraphiert: Während ÖM Boxerangriffs auf die ausländische Niederlassung in «iemlsin suchten die europäiscl)en Frauen und Kinder die omie Nacht Schutz in der Goedenhall. Am Samstag ver- ffkß?m alle englischen Frauen Tientrn mit W Ulen Zuge. Sie erlebten aufregende Abenteuer und imre ii nie durchgekommen, wenn ihnen die ch i nesis ch e n Lrupp e n nicht geholfen hätten. Die Boxer machten miederholt Versuche, den Zug anzugreifen Em Panzerzug ,stit«ch Tientsin abgegangen. - Die gestrigen Londoner Mkndolätter melden aus Shanghai, m Tientsm seien 1500 gurlanber massakriert worden. Der Chef des deutschen Kreuzergeschwaders m ^.aku Ml^t- Ein am 20. d. M. abends aus Tientsin angekom- mier 'französischer Offizier berichtet: Tientsin wird seit to Tagen von den chinesischen Truppen beschossen. Die »mition ist knapp. Die „Irene" ist am 21 d M. Mitz S) Seesoldaten eingetroffen und sofort mit 380 Eng-' Widern und 1500 Russen zum Intsatze von Tientsin, utoeirütft Die Eisenbahn ist von Taku bis lo Klm. von L „rsin im stände. Von Peking und den dorthin gesandten- Men liegt keine Nnchrick)t vor. Da- Befinden der V-r- "ÄiS erSam' 22. d. M. im Landaner Unter- fafs- Gestern hat ein in Taku eingetcossencr Lauser eine Mi richt über die Lage in Taku gebracht. Danach wurden Zfe Stobt mehrere Angrisse ausgefichrt, aber zuruck- «Maaen Am 17. d. M. beschossen die Chinesen die Frem- ^r^iederlassungen. Eine aus 175 Mann bestehende Me die aus Oesterreichern, Engländer, Deutschen und Weitern sich zusammen.etzte, gns, die chineftsche Mtli- Ächule an und zerstörte die dortigen Geschütze und - -t e die Verteidiger der Schule. Sie b r a n n t e diese 4mt den dort besindlichen Schtehvorraten nieder. Außer-. 1™ machten sich die Russen, die 4 Feldgeschu^ hatten Uomders verdient. Die Verluste betragen: 1 Engländer! m7nd 5 verwundet.. Während der zum ,17. ver- ;iHfitetn die Chinesen sich der Schiffbrücke zu bemächtigen, twrboen aber mit Verlusten zuruckgeschlagen, darunter soll sHerin General befinden. , Nus Tientsin kommt weiter die Meldung, daß reguläre ..chiefsische Truppen die Stadt bombardieren und die Lage dort sehr kritisch ist. Nach der Schätzung des britischen? Kontre-Admirals Bruce standen am 21. Juni etwa 3000 Mann fremder Truppen in Tientsin, doch war seit dem 16. Juni von dort keine Nachricht in Taku eingetroffen. Im Jahre 1896 lebten in Tientsin 852 Ausländer, darunter 380 Engländer, 200 Amerikaner und 60 Deutsche. Seitdem hat sich diese Zahl, besonders die der Deutschen, erheblich vergrößert. Nach einer Meldung aus Bremen ging der „Weserztg." von einer Shanghaier Firma ein Telegramm zu, laut welchem das G e s ch ä f t im Norden Chinas st i l l steht, die Lage in Tientsin und Peking als sehr ernst, in Shanghai und im Jangtse-Flußgebiet als nicht bedrohlich für die Banken erklärt wird. Die Sicherheit der chinesischen Anleihen sei nicht gefährdet. Inzwischen ist, wie Reuter aus Shanghai meldet, das dortige Konsularkorps am 21. zu einer Beratung über die Lage zusammengetreten. Man war der Ansicht, daß das Fehlen von Nachrichten aus Peking von übler Vorbedeutung sei, und stellte fest, daß das Darniederliegen des Handelsverkehrs 20000 Kuliarbeiter brotlos mache. Die Konsuln beschlossen, den Doyen der Konsuln in Tschifu telegraphisch zu ersuchen, sich mit den dienstältesten Seeoffizieren in Taku wegen sofortiger Unterstützung in Verbindung zu setzen. Die Konsuln glauben, daß man eine direkte Verbindung mit Peking schaffen könne, und haben (b,en chinesischen Eisenbahndirektor Scheng um bezügliche Mitteilungen ersucht. Daß es binnen 14 Tagen nicht möglich gewesen ist, von Taku mit dem nur 127 Kilometer entfernten Peking Fühlung zu nehmen, und daß selbst die Verbindung mit Tientsin (50 Kilometer) verloren gehen konnte, sind Zeichen, wie bedenklich die Lage nach wie vor ist. Inzwischen wird hoffentlich eine schnelle Dampferpoft zwischen Taku und Tientsin eingerichtet worden sein. Ein Schiff, das 15 Seemeilen in der Stunde zurücklegt, würde für die Strecke 17 Stunden gebrauchen. Aus den übrigen Teilen Chinas lauten die Nachrichten beruhigender. Dem alten Lihungtschang dürften die Bitten der fremden Konsuln, in Kanton zu bleiben, sehr gelegen gekommen sein. Er soll ihnen bekanntlich nachgegeben und sich entschlossen haben, dem Befehl der Kaiserin, nach Peking zu kommen, nicht Folge zu leisten. Der Vorwand wird ihm um so willkommener sein, als auch er kaum im stände sein dürfte, die von den Mandschu in Peking verfahrene Karre wieder ins Geleise zu bringen, und er deshalb von seiner Vermittelungsmission am Ende doch nur Undank geerntet hätte. So lange Li in Kanton ist, darf man vertrauen, daß dort im Süd- westen die Ruhe nicht ernstlich gestört wird. Dasselbe gilt von den Vizekönigen am Yanatse; so lange Liukunyi üt Nanking und Tschanschitung in Hankau den Willen dazu haben, wird die Ordnung dort erhalten bleiben. Auch dem Vizekönige von Szetschuan, Kuei, einem Mandschu, soll es gelungen sein, den Aufruhr niederzuschlagen, und die energischen Vorstellungen der französischen Regierung werden sich vermutlich auch bald in Yünnan bemerklich wack-eu. In Shanghai, dem größten Vertragshafen, soll keinerlei Gefahr drohen; wie Reuter meldet, sind die britischen Marinemannschaften, die in W u s u n g, dem Seehafen Shanghais, zum Schutz der Telegraphenstation an Land gegangen waren, nach Shanghai zurückgekehrt. Die Missionare der großen amerikanischen Station in Tung- tschou, dem Flußhafeii Pekings, die in den ersten Tagen des Aufruhrs zerstört wurde, weilen wohlbehalten in Weihaiwei. Die „Central News" meldet aus Hongkong von Donnerstag nacht: Es verlautet, daß eine Rebellion in Samchueii, der an Kaulung angrenzenden Provinz, ausgebrochen sei. Man glaubt aber, daß die Rebellen keine Boxer, sondern Mitglieder einer chinesischen Handelsgesellschaft sind. — Wie Man aus Wiesbaden meldet, wurde beim Aufstand in China der Ober- i n g e n i e u r der Bahnlinie Peking-Hankow, Otto O s s e n t ermordet. Ein am 19. d. M. über Shanghai an die Brüsseler Verwaltung der Eisenbahn Peking-Hankow gelangtes Telegramm aus letzterem Orte besagt, daß die Arbeiten auf dem südlichen Teile der Strecke, also nördlich von Hankow, ruhig fortdauerten. Seit mehr als einer Woche sind in Brüssel feine anderen Nachrichten über die in China befindlichen Belgier eingegangen. ♦ » * lieber das Gefecht bei Taku meldet noch das Schiff Lady, das aus Taku in Shanghai eingetroffen ist, folgendes: Das Ultimatum der vereinigten Flottensuhrer an die Kommandanten der Forts besagte, wenn die Forts nicht bis Mitternacht des 16. Juni kapitulierten, würde am 17. Juni um 2 Uhr das Bonkbardement beginnen. Die fremden Schiffsoffiziere suchten um Mitternacht den chinesischen General auf und fragten ihn, was er zu thun gedenke. Der General erwiderte, er wolle den Kampf aufnehmen. Um 1 Uhr eröffneten die Chinesen das Feuer. Der erste Schuß ging durch das Takelwerk der englischen Korvette Alaerine. Englische Einwohner von Tientsin und Taku befanden sich an Bord des amerikanischen Kriegsschiffes Monocacy, das getroffen wurde, ohne daß jedoch erheblicher Schaden angerichtet worden wäre. — „Daily. Expreß" meldet aus Shanghai: Der britische Zerstörer Whiting erhielt von Taku eine Granate zwischen die Kessel. Dieselbe explodierte nicht. Der Schaden wurde ausgebessert und Whiting ist glücklich in Wei-hai-wei angekommen mit der unkrepierten Granate in seinem Raum. Dem deutschen „Iltis" wurde der Schornstein zertrümmert und das Schiff über und über mit Schnellfeuergeschossen überschüttet. Die russischen Kanonenboote Gilyak und ftoreje& wurden von den Chinesen speziell aufs Korn genommen. Die Schiffe erwiderten das Feuer erfolgreich — Nach einer Dalziel-Meldung aus Shanghai soll der Kommandeur des deutschen Kanonenbootes Iltis den Wunden, die er beim Kampf gegen die Takuforts erhalten hat, erlegen sein. Daß Kapitän La ns sich im Gegenteil wohl befindet, beweist ein von ihm nach Wesel gerichtetes Telegramm, vom 21. d. M. Es scheint, daß nicht die Munitionskammer das Kanonenboots Korejez aufflog, sondern daß das Kanonenboot durch einen glücklichen Schuß ein großes chinesisches Pulvermagazin xines Forts auf* sprengte. Das in der Nachbarschaft der Küste während derMnonade gesunkene 'Schiff lvav der Frachtdampfer einer chinesischen Gesellschaft, dessen Kapitän, ein Engländer, den Tod sand. Von den großen Schiffen nahm nur das britische Schlachtschiff erster Klasse Centurion über die Kanonenboote hinweg an der Beschießung teil. Die britische Schaluppe Algerine lag im Kreuzfeuer zweier Forts und entging dem Verderben nur durch Versagen der feindlichen Scheinwerfer. Inzwischen fährt die chinesische Presse Shanghais unentwegt fort, allerlei wilde Gerüchte über die Vorgänge in Peking in die Welt zu setzen, einige davon verzeichnet die „Times". Sv wird dort behauptet, in der Maiidschupartei seien ernste Zwistigkeiten auGgebrochen, und im Paläste zu Peking herrsche Verwirrung. Die Kaiserin-Regentin schicke sich au, zu fliehen. Prinz Tuanshutung und Kangyi seien entschiedene Widersacher Yunglus und der Gemäßigten, die dem Throne raten, die fremden Mächte zu versöhnen. Kieler Marinekreise behaupten, der deutsche Kreuzer „Hansa" bohrte in den chinesischen Gewässern ein chinesisches Schiff in den Grund und kaperte ein anderes. 50 Chinesen sollen getötet und 70 verwundet worden sein. • * • Aus Kiel wird geschrieben: Die augenblickliche Lage erinnert an die aufregenden Tage in Kiel nach der Besetzung von Kiautschou. Unkontrollierbare Meldungen über die Entsendung einer Reihe von Kriegsschiffen wurdeu verbreitet, in den Kasernements herrschte eine aufreibende Thätigkeit. Wahrheit und Dichtung waren kaum zu unterscheiden. So geht es jetzt wiederum. Heute heißt es, daß mehrere im Auslande stationierte Kreuzer Segelordre nach China erhalten haben; bis zur Stunde sind jedoch keine Entscheidungen getroffen. Die Ausrüstungsarbeiten auf Fürst Bismarck und Luchs werden mit regstem Eifer fortgesetzt. Man beabsichtigt, einen Teil der in der Heimat noch verfügbaren Kreuzer in Seebereitschaft zu setzen und nach China zu entsenden. Außer den veralteten sog. Panzerkreuzern König Wilhelm, Kaiser und Deutschland liegen in Kiel, Danzig und Wilhelmshaven die großen Kreuzen Kreya und Viktoria Luise, die kleinen Kreuzer Prinzeß Wilhelm, Oberber, Bussard, Gazelle, bfe veralteten Arcona und Alexanorine, sowie eine Anzahl wenig geeigneter ehemaliger Avisos. Welche und wie viele dieser Schiffe ins Ausland gehen, dürste in den nächsten Tagen bestimmt werden. Die Indienststellung der Neubauten Niobe und Nymphe wird beschleunigt. Anläßlich des Schich'als des neuen Iltis vor Taku, dem der Kaiser eingedenk des' tragischen Untergangs des alten Iltis und seiner heldenmütigen Besatzung ein lebhaftes Interesse seit Anbeginn, entgegenbrachte, sei folgende Erinnerung aufgefrischt. Der Monarch beauftragte seine drei ältesten Söhne kurz vor der Abfahrt des Iltis, dem Kanonenboot und dessen Mannschaft in seinem Namen einen Besuch abzustatten. Er telegraphierte dem Kommandanten, Korvettenkapitän Lans, als der Iltis abn 6. Februar 1899 nach China abging: „Jchj wiederhole den Abschiedsgruß, den ich durch den Besuch meiner drei ältesten Söhne an Bord meines Schiffes Iltis seiner Besatzung zum Ausdruck bringen wollte, und hoffe, daß diese dem klangvollen Namen Iltis Ehre machen wird". „Wir werden", antwortete Kapitän Lans, „eingedenk der hohen Verpflichtung, die uns der Name Iltis auferlegt, die Abschiedsworte unseres kaiserlichen Kriegsherren als einen Segensspruch mit auf die Reise nehmen mit dem Gedanken, nicht schlechter sein zu wollen, als die Besatzung des ttlten Iltis". Kommandant und Mannschaft haben, ihr Wort nach deutscher Art gehalten. Der zur FührunL beider Seebataillone ausersehene Inspekteur der Marine- Infanterie v. Höpfnerist erst im Mai d. I. zum General- major befördert, nachdem ihm kurz vorher der Rang und die Befugnisse eines Brigadekommandeurs verliehen waren, v. Höpfner ist der zweite Inspekteur, sein Vorgänger war Oberst v. Rogues. Er erfreut sich des besonderen Ver- trauens des Kaisers, den er auf ausdrücklichen Wunsch während der beiden letzten Nordlandreisen begleitete. Von Höpfner werden Unerschrockenheit, Geistesgegenwart und' nie versagender Eifer nachgerühmt. Die Meldungen zum freiwilligen Dienst in China sind beim Gardekorps außerordentlich zahlreich. Es bieten sich bei allen Regimentern so viele Mannschaften an, daß der Bedarf hrei-- ünd vierfach gedeckt werden konnte. Vom Garde-Pionier-Bataillon gehen ein Leutnant, ein Feldwebel, 66 Unteroffiziere und Mannschaften nach China. Mitgendmmen wird auch ein Mannschafts-- und ein Gerätewagen. Vierzehn Garde-Artillerie- Regimenter stellen zusammen eine kriegsstarke Batterie, jede Batterie durchschnittlich vier Mann. Von dev Garde-Infanterie giebt jede Kompagnie einen, jedes» Regiment zwei bis drei Mann ab. Die bereits im zweiten Jahre dienenden Freiwilligen müssen sich zu einem dritten Dienstjahre verpflichten. • e Die „Berl. N. N." bemerken, daß zwischen den Mächten bisher keinerlei Unterhandlungen über eine Reform des chinesischen RegierungSsystems in dem vom französischen Minister des Aeußern Delcassö in der Kammer angedeuteten oder in einem anderen Sinne stattgefunden haben. Das Ableben des Grafen Mura- wiew werde voraussichtlich keine wesentliche Veränderung der Haltung Rußlands zur Folge haben, da bei der Sinnesart des Zaren kaum anzunehmen sei, daß die vom Kriegsminister General Korpatkin repräsentierte Aktionspartei an'S Ruder gelangen wird. Graf Murawiew habe sich an der Bekämpfung der fremdenfeindlichen Bewegungen in durchaus korrekter und loyaler Weise beteiligt, und es liege kein Grund zu der Annahme vor, daß sein Nachfolger die Politik Rußlands in andere Bahnen lenken werde. — Wie das „Berl. Tagebl." erfährt, beschränkt sich die Aktion der Mächte in China vorläufig auf drei Punkte: Erstens Entsetzung von Tientsin und Peking; zweitens Erlangung von Genugthuung für die schwere Verletzung europäischer Interessen und drittens Schaffung von Garantieen gegen die Wiederholung ähnlicher Vorgänge für die Zukunft. Darüber hinaus hat man noch keine Entschließungen gefaßt. Auf die weitere Haltung der Mächte würde es namentlich von Einfluß sein, was inzwischen in Peking sich ereignet hat. — Die „Times" erklärt, es sei gegenwärtig jeder Grund für die Annahme vorhanden, daß die Mächte angesichts der gemeinsamen Gefahr für die Zivilisation treu und fest zu einanderstehen, und es könne nicht bezweifelt werden, daß ihre vereinigten Anstrengungen binnen kurzem irgend eine Ordnung aus dem Chaos entwickeln werden. Aus London wird gemeldet: Annähernd tausend Matrosen, sowie eine große Abteilung Seesoldaten sind von Portsmouth zum Dienst in der chinesischen Station beordert worden. Ebenso ist nach Plymouth der Befehl ergangen, die Marine Artillerie und Infanterie für sofortige Ver« wenduug bereit zu halten. — Die portugiesische Regierung hat die Absendung einer militärischen Expedition nach China zur Verstärkung der Garnison von Macao be- schloffen. — Der österreichische Kreuzer „Maria Theresia" erhielt gleichfalls Befehl, sofort nach China ab« zugehen. Heber Japans Rüstungen wird aus Yokohama gemeldet: Es wird tiefstes Geheimnis beobachtet, doch sind bereits 15 große Transportschiffe gechartert, 5 Kriegsschiffe abgegangen und 12 zum Abgänge fertig. Einige von ihnen werden nach Formosa gehen, um im Falle einer Teilung Chinas Fokien zu beherrschen. Im ganzen wurden achtzehn Kriegsschiffe in Dienst gestellt. — In einem Interview behauptete der japanische Militärattache in Wien, Oberst Fudij, Japan habe bisher nur 1000 Mann in China gelandet. Er vertritt die Ansicht, daß Admiral Seymour infolge von Proviant- und Waffermaugel und schlechten Straßen Peking nicht erreichen kann und zum Rückzüge gezwungen sein wird. Der Kampf vor Taku sei nicht auf Befehl der Kaiserin, sondern vom chinesischen Kommandanten auf eigene Faust erfolgt, wodurch die Affaire viel von ihrer ernsten Bedeutung verliere. ♦ * Telegramme des Gietzeuer Anzeigers. Berlin, 23. Juni. Ueber die Verstärkungen der deutschen Kriegsschiffe in China sind sehr viele falsche Nachrichten in die Welt gesetzt worden. Zunächst ist es ganz ausgeschlossen, daß von unserer Schlachtflotte etliche Panzer nach China entsendet werden. Auch die Absendung der beiden eventuell noch zur Verfügung stehenden Kreuzer „Victoria Luise" und „Freya" ist niemals ins Auge gefaßt worden. Die Kreuzer „Gazelle« und „Niobe" sollen später ins Ausland gehen, wahrscheinlich nach Ostasien als Ablösung für „Irene", doch werden noch Wochen hingehen, bis die Kreuzer seeklar sind. Wir haben mit „Fürst Bismark" und „Tiger" bereits 9 Schiffe in Ostasien. Wilhelmshaven, 23. Juni. Die Nachricht, wonach der Kapitän des „Iltis", Korvetten-Kapitäu Lans, bei guter Gesundheit ist, wird bestätigt. An amtlicher Stelle liegt bereits eine gleiche Meldung vor. Kiel, 23. Juni. Laut Polizeiverfügung sind sämtliche Arbeiten zur Mobilmachung der Marine-Infanterie und Ausrüstung der Kriegsschiffe für die Reise nach China für morgen gestattet. Der kommandierende General des IX. Armeekorps von Massow trifft heute zum Vortrage beim Kaiser ein. Stuttgart, 23. Juni. Vom württembergischen Armee- Korps meldeten sich gegen 700 Freiwillige zum Eintritt in die mobilisierten See-Bataillone und zum sofortigen Abgang nach China. Loudon, 23. Juni. Den Blättern zufolge berichtet Lihung-Tschang an sämtliche chinesischen Vertreter im Auslande, er empfehle ihnen, den fremden Regierungen seinen Entschluß, in dem jetzigen Konflikt eine vermittelnde Rolle übernehmen zu wollen, mitzuteilen, und sie aufzufordern, die Wiederherstellung der Ordnung durch weitere Truppensen düngen nicht zu beeinträchtigen. London, 23. Juni. Aus Shangai wird vom 22. Juni gemeldet: Fünf chinesische Kriegsschiffe find heute bei Wouchung ausgelaufen. Von den englischen Offizieren über den Zweck ihrer Fahrt befragt, ..erklärte der chinesische Kapitän, er hätte den Auftrag erhalten, den Aufstand der Boxer zu unterdrücken. Loudon, 23. Juni. Unter Lord Salisburys Vorsitz fand gestern nachmittag ein Kabinetts rat statt über die chinesische Krisis. Vorher hatten der französische Botschafter und der chinesische Gesandte Konferenzen mit Salisbury. Der Premierminister erteilte dem Kabinett beruhigende Versicherungen über das Einvernehmen aller Großmächte und erklärte, keinerlei neue Informationen über die Lage in Tientsin und Peking zu besitzen. London, 23. Juni. Aus Tschifu wird gemeldet: Ein amtliches Telegramm berichtet, daß die russischen Truppen, die sich am Bahnhofe in Tientsin befinden, sehr in die Enge getrieben find, und daß eine sofortige Truppenverstärkung notwendig ist, um dieselbe frei zu machen. (Man merkt die Absicht.) Die Verluste sind bedeutend. Die Eisenbahn zwischen Tongtin und Ching- nang-Chung ist immer noch im Betrieb. Loudo», 23. Juni. Ein Telegramm aus Bombay berichtet, daß 13 Schiffe für den Truppentransport nach China gechartert worden sind. Sechs derselben befinden sich augenblicklich in Kalkutta. Rom, 23. Juni. Offiziell wird die unverzügliche Abfahrt von vier Panzerkreuzern nach China be« stätigt. Petersburg, 23. Juni. Nach einer an maßgebender Stelle eingelaufenen Depesche aus Shanghai bestätigt es sich!, daß die Gesandten in Peking unversehrt sind. Washington, 23. Juni. Hier traf ein Telegramm des Admirals Kempff ein, das mitteilt, daß in Tientsin der amerikanische Konsul, 40 anglo-amerikanische Missionare und eine größere Anzahl von Privat- Personenermordet worden seien. Die Nachricht wurde dem General Mac Arthur nach Manila mit der Anfrage übermittelt, ob er Truppen entbehren könne, damit diese nach China gesandt würden. Das Telegramm führt aus, daß nicht die Boxer, sondern chinesische Soldaten in Tientsin auf die Europäer schossen._______________ Der Krieg in Südafrika. Bei Pretoria hat eine zweitägige Schlacht stattgefunden. Nachdem die fünftägige Waffenruhe abgelaufen war, machte die Armee Roberts' am Montag einen allgemeinen Vorstoß, um Botha, der mit 8000 Buren eine fast unangreifbare Stellung auf einem Höhenzuge, 12 Meilen ostwärts von Pretoria, inne hatte, anzugreifen. Die Schlacht wütete bis Mittwoch. Die Buren leisteten an jedem Punkte hartnäckigen, zuweilen verzweifelten Widerstand, aber die britischen Truppen drangen unwiderstehlich vor. Stellung um Stellung wurde genommen und die Buren auf allen Punkten mit empfindlichen Verlusten geschlagen: aber sie kämpften entschlossen. Ein Nachhut- gefecht fand bei Bronkhorst Spruit am Mittwoch statt. Die Buren nahmen den Kampf entschlossen an; Hamiltons Kavallerie und Huttons berittene Infanterie umgingen indeß die Burenstellung wiederum, worauf die Buren sich allgemein zurückzogen. Donkerbrook war der Schauplatz eines anderen Treffens, wobei die Buren von starken britischen Streitkräften aus ihren verschanzten Stellungen vertrieben wurden. Eine Anzahl Buren wurde gefangen genommen. Der britische Verlust wird auf 120 Tote und Verwundete geschätzt. Die Schlacht dehnte sich über ein Gelände von 20 Meilen aus. Die Buren zogen sich in der Richtung auf Middelburg zurück. General Buller meldet aus Kaatbosch vom 22. ds.: Die Infanterie ist, nachdem sie 22 Meilen marschiert war, heute hier eingetroffen. Die Kavallerie besetzte Stander- ton, ohne Widerstand zu finden. Der Feind ist gestern abgerückt, nachdem er die Eisenbahnbrücke in die Luft^gesprengt und noch weiteren Schaden angerichtet hatte. Baden-Powell meldet aus Rustenburg, er habe bei seiner Rückreise aus Pretoria die Buren in friedlicher Stimmung gefunden. Während seiner Abwesenheit seien der Kommandant Steijn und zwei Feldkornets gefangen genommen worden. Bei dem Verwalter des Rustenburger Distrikts seien an 3000 Gewehre abgeliefert. Nach einer „Times"-Meldung aus Lourenzo Marquez soll die Transvaal-Regierung in großen Finanz- nöten sein. Der Präsident suche demselben durch die Ausgabe von Schatznoten abzuhelsen, das Publikum wolle die Roten aber nicht annehmen. * * • Telegramm deS Gieherrer Anzeigers. London, 23. Juni. Der Korrespondent des „Daily Expreß" in Paardeberg berichtet, daß die Marinetruppen, die unter dem Befehl des Generals Buller standen, nach Durban zurückgekehrt sind. — Der „Westminster Gazette" zufolge dürfte Krüger bis zum 12. Juli den englischen Truppen in die Hände gefallen und damit der Krieg be- endet sein. _________________________________________________ Politische Tagesschau. Die Ereignisse in China drängen zwar alles andere in den Hintergrund, weil dabei ganz Europa im höchsten Grade mtereffiert rst, aber darum darf man doch xxuhv dw Krisen außer Ackst lassen, die in einzelnen Ländert herrschen. In Spanien ist z. B. die politische Situation sehr unsicher, und das Kabinett Silvela steht auf jehr schwachen Füßen, insbesondere seitdem die Königin-Re gentrn neuerdings mit dem alten Sagasta in Berbindun« getreten ist. Das österreichische Ministerium liegt ebenfalls in Agonie und harrt seiner Auslösung. Eingetreten fink Kabinettskrisen in Portugal und in Italien, von denen die letztere für uns wettaus die interessanteste ist. Pellour hat seine Demission eingereicht und der Senatspräsident S a r a c c o ist mit der Neubildung des italienischen Kabinetts beauftragt worden. Wir erinnern daran, daß die vor kurzem in Italien vollzogenen Parlamentswahlen nicki zu Gunsten der Regierung ausfielen, und wenn die letztere auch immer noch eine Mehrheit in der Kammer besitzen wird, so war die Positton des Ministeriums doch auch gefährdet. Pelloux sah wohl ein, daß ein gedeihliches >?u- sammenarbeiten zwischen ihm und der Volksvertretuna unmöglich sein würde. Er hatte der Opposition bereits großes Entgegenkommen zeigen müssen und wollte darin wohl nicht weiter gehen. Bekanntlich ist die äußerste Linke stark gekräftigt aus dem Wahlkampfe hervorgegangen, womit die Regierung jetzt rechnen muß. Daß die Lage schwierig ist, geht wohl daraus am besten hervor, daß auch C r i s p i wieder als künftiger Ministerpräsident im Vorder- tteffen stand, und es ist noch garnicht gesagt, ob er nicht doch wieder berufen werden muß, das italienische Staatsschiff zu lenken, falls es Saracco nicht gelingt, ein Kabinett zu bilden. Crispi hat zwar viele erbitterte Gegner, aber ihm steht eine reiche Erfahrung zur Seite, und er hat schon oft in der Bresche gestanden, als es galt, die Regierungs geschäfte unter besonders schwierigen Umständen zu über nehmen. Die Kabinettsbildung ist bekanntlich in Italien stets mit größeren Schwierigkeiten verbunden, weil zu viele politische Gruppen vorhanden sind, an deren Spitze ehr geizige Führer stehen, die nur um hohen Preis für die Untersttitzung der Regierung zu haben sind. Jede italienische Regierung beginnt ihre Thätigkeit mit großen Versprechungen, ohne sie halten zu können. Die soziale Lage der Bewohner des Landes bedarf dringend der Verbesserung wie denn überhaupt noch manches im Argen liegt. Des künftigen Ministeriums, nimmt es seine Aufgaben ernst, harrt deshalb eine schwere Arbeit; es muß sich erst zeigen, ob Saracco Thatkraft genug besitzt, um sich des in ihn gesetzten Vertrauens würdig zu zeigen. Vorläufig komm es hauptsächlich darauf an, daß er die richtigen Männer auswahlt und sie gn den rechten Platz stellt. Hoffentlick gelingt ihm das! Deutsches Reich. Berlin, 22. Juni. Der Kaiser hörte, wie der „Reichsanzeiger" aus Kiel meldet, gestern abend an Bord der Yacht Hohenzollern den Vortrag des Staatssekretärs Grafen Bülow. Heute regnet es, wie weiterhin aus Kiel gemeldet wird, seit dem ftühen Morgen ununterbrochen. Der Kaiser bestteg um 10 einhalb Uhr vormittags die Yacht Meteor zur Teilnahme an der Regatta auf der Kieler Föhrde. Wegen des flauen Windes wurde der Meteor durch ein Torpedoboot an den Start geschleppt. Staatssekretär Graf Bülow begleitete den Kaiser auf der Segelfahrt der Yacht „Meteor". Heute nachmittag kehrte der Kaiser mit dem „Meteor" hierher zurück und besuchte die nritkon- krrrrierende englische Yacht Sybarita, die wegen Havarie das Rennen aufgeben mußte. Am Abend begab sich der Kaiser nach der Marine-Akademie. — Die erste Seeregatta des Kaiserlichen Yacht-Klubs, die für alle Klassen offen ist, begann, wie aus Kiel gemeldet wird, bei flauem Ost-Süd-Ost und unaufhörlichem Sturzregen heute morgen 10 Uhr. Der Kaiser segelte an Bord seiner Yacht „Meteor" mit und hielt sich int Regenrock an Deck aus. „Comet", „Sybarita" und „Commodore" starteten ebenfalls. — Die Länge der Bahnen beträgt für die erste und zweite Klasse 31 Seemeilen und geht bis Stollmgrund-Feuerschiff, ebenso für die dritte und vierte Klasse, nur lvird hier die Bahnlänge auf 21 Seemeilen verkürzt. Die kleineren Klaffen bleiben auf der Kieler Bucht und segeln 10 Seemeilen, ungefähr bis Laboe. — Wie aus München gemeldet wird, begiebt sich Prinz Rupprecht von Bayern einer Einladung des deutschen Kaisers folgend, zu den Regatten am nächsten Mittwoch nach Kiel. — Auf die von der am 19. Juni in Pritzwalk tagenden 54. Jahresversammlung des brandenburgischen Hauptvereins der Gustav-Adolf-Stiftung an den Kaiser crbgesandte Huldigungsdepesche ist folgende Antwort ein- > gegangen: „Der Kaiser und König lassen dem brandenburgischen Gustav Adolf-Verein für den treuen Gruß gelegentlich der diesjährigen Jahresversammlung bestens danken, Der Kaiser begleitet die ernste Arbeit des Gustav Adolf-Vereins in der Provinz Brandenburg mit lebhaftem Interesse uii> wünsckstsder Gustav .Adolf-Sache immer weitere Ausbreitung zum Segen der evangelisck)en Kirche." — Das preußische Staatsmini st erium trat heute nachmittag 3 Uhr in seinem Dienstgebäude unter dem Borsitz des Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. — Der „Post" zufolge ist der frühere Staatssekretär des Reichs-Marineamtes, Admiral H o l l m a n n aus dem Präsidium des deutschen Flottenvereins aus- geschieden. — Zürn Ableben des russischen Ministers des Aeußern, Grafen Murawiew (sprich: Murawjoff mit dem Accent auf der letzten Silbe. D. Red.) schreibt die „NorddeutscheAllgemeineZeitung": Der dabiB gegangene Staatsmann war ein überzeugter Vertreter der Grund-Anschauung, daß dem deutschen und russischen Reich die Möglichkeit, ja die geschichtliche Besttmmung gegeben sei, in ungestörtern Frieden und freundwilliger Nachbarschaft ihren Kultur-Aufgaben zu leben. Zu den gegenwärtig zwischen den Höfen wie oen Kabinetten von Berlin und Petersburg bestehenden vertrauensvollen Beziehungen hat Graf Murawiew während seiner kurzen aber erfolgreichen Laufbahn in vollem Maße beigetragen- — Bürgerliche Generäle giebt es im deutsa^ Heere nach der Rang- und Quartierliste im ganzen nämlich 14 unter 77 Generalleutnants und 55 unter 19» Generalmajors. ,Jm Vorjahre gab es in der gesamten Generalität 63 Bürgerliche. Unter den Obersten sind Ä«»i ÜÄ beä “Sä* "N°rn bäftk "'“'UnenÄMi ;SÄ ^rium bl5 Ififiä?-’ ’€ hervorge?2/ ;tNb«Ql: ™ .hervor, U* S ft«*' oba" !”ä ifolieni eini* *terte fc? ^Mde?L Ä,\S'«U ’J Mstanden , oftairntliA >.,. Kunden, iveilti; ' Jn deren 6pjb, ! hohen Preis ft ^bn sind. Jede I 'g'eit mit großer ? En. Die sozMk ngend der Verbch- 1 !m Argen liegt feine Aufgaben es muß sich erst < ’t um sich deS i- lgen. Vorläufig K ' die richtigen Platz stellt, fofc. lrich. aiser höitr, vir v gestern abend an ag des Stwtfyhitc Tie weiterhin an- fr argen ununterbrch! r vormittag die sta W auf bet fidr rhe ber Wetepr !ppt. Ltaatssek^ \ tot ^t\Wt d läjtte tox Kaiser c suchte die mitt tu, die wegen hav.x . Abend begab sich V des Kaiserliän n offen ist, begann, r Oft'SM Md NM n 10 U Ter W- eor" mit Md KP mt", „SybE -DieLange derba lasse A Teemckr , ebenso für W die Bahnlänge a. Klassen bleiben len, ungefähr^- aird, begrebt sch nlabung des * am nich!«» * rtfcWftStl anbenW*1' ^geÜ^Snt»"" SS in J Gunter bei" SZ-S Ss- W^i SZH KSi l< Ä im 9’51» TlietlHl» j 55 «m'L, ber Infanterie 85, bei der Kavallerie nur einer unter 55 bürgerlich. Bei der Feldartillerie aber 40 unter 49, bei der Fußartillerie 7 von 8, beim JngenieurkorpH 7 von 8, beim Traün 3 b»on 4. Der eine Oberst der Verkehrstruppen ist bürgerlich. Von sämtlichen Oberstleutnants sind 52 pCt. bürgerlich, von den Majors 55,2 pCt. Unter aUen 2145 Stabsoffizieren sind 1130 Bürgerliche. 31 Regimenter, im vorigen Jahre 3, 2 haben ein durchweg adeliges Ofsizierkorps. Keinen bürgerlichen Leutnant haben 40 Regimenter, 29 Regimenter iuib 33 selbständige Bataillone haben nur bürgerliche Leutnants. Drei Regimenter (das 31. Feld- und das 3. Fußartillerie-Regiment, sowie das 3. Eisenbahn-Regiment) haben überhaupt keinen adeligen Offizier. Homburg v. d. Höhe, 22. Juni. Die Kaiserin reist am 29. d. M. nach Wilhelmshaven, wo sie sich vor der Nordlandreise des Kaisers von diesem verabschiedet. Nach zweitägiger Abwesenheit seht sie hier die Badekur fort, die bis zum 19. Juli währt; dann reist die Kaiserin nach Wilhelmshöhe bei Kassel. Gestern trafen die Kronprinzessin von Griechenland, bie Prinzessin Fr iebrich Carl von Hessen abends' von Friebrichhof hier ein. Bad Kreuznach, 22. Juni. Der König von Dänemark unb sein BruderJohann trafen heute mittag zum Besuch bes Großfürsten Dimitri unb ber Großfürstin Maria Paulowna, bie hier bie shir gebrauchen, ein. Amt Nachmittag fanb im Oranienhof Familientafel statt. Am Abend kehrte ber König nach Wiesbaben zurück. KuÄsn-. London, 22. Juni. Das Oberhaus nahm bie dritte Lesung der Ugandw-Eisenbahnbill und die zweite L-esung der Bill betr. die Einberufung der Reserven an. Paris, 22. Juni. Die Amnestie-Kommission ber Kammer nahm nach langer Beratung einen Antrag an, dahingehend, die Regierung aufzufordern, kraft ihres A echts die Initiative für eine vollständige Amnestievorlage ei nzubringen. Rom, 22. Juni. Der König empfing Rittmeister Spielberg vom westfälischen Dragoner-Regiment Nr. 7, der den Weg von der Garnison Saarbrücken nach Rom im 13 Tagen zu Pferde nach Rom zurückgelegt hat. Spielberg wurde vom König zum Frühstück eingeladen. Nach dem Frühstück besichtigte der König Spielbergs Pferd, das sich in ausgezeichneter Verfassung befindet. Lissabon, 22. Juni. Das Kabinett überreichte bt*m König gestern seine Demission. Es verlautet, der Führer der Konservativen, Hintze Ribeiro, werde mit der Kabinettsbildung betraut. W i e n , 22. Juni. Die Regierung wird am Ende dieses Monats ein halbjährliches Budget-Proviso- riium auf Grund des § 14 erlassen. Dasselbe wird biet Ermächtigung zur Aufnahme einer schwebenben Schuld itm Betrage von 50 Millionen Kronen enthalten. Konstantinopel, 22. Juni. Im Ministerrate mcachte der Scheik-ml-Jslam gewichtige Bedenken gegen leit Bau einer Bahn Damaskus — Mekka geltend. Der M inisterrat beschloß von den Gehältern aller Be - einnten und Offiziere zwölf Monate hindurch ze hn Prozent abzuziehen, als Beitrag zum Bahn- 6(ru. Man rechnet dabei auf eine Million Pfund. — Die Pforte sandte an die Botschafter ein Rundschreiben, indem sie darauf besteht, daß dieselben die Entscheidung, betreffend die Erhöhung der Einfuhr- zö»lle von 8 auf 11 Prozent annehmen. Accra, 22. Juni. Nach Meldungen von Eingeborenen wurden beim letzten Ausfälle aus Kumassi der v-ouverneur verwundet und achtOffiziere ge- tö te t. Yokohama, 22. Juni. Die Ergebnisse der letzten Volkszählung in Japan, die für das Jahr 182)8 gilt, zeigen, daß die Bevölkerung des japanischen Reichs, ohne Formosa, 45193605 Köpfe betrug. Das be- beuitet eine Zunahme von nicht weniger als 1960 000 gegen das Jahr 1897. Wenn Japans Bevölkerung in demselben leinpo weiter wächst, wird es in 27 oder 28 Jahren bei 100 Millionen amgekommen sein. (Man sieht, daß Japan dazu berufen ist, in Zukunft in Asien eine noch ungleich bedeutsamere Rolle zu spielen, als es bereits jetzt spielt. D. Red.) Aus Stadt und Land. Gieße«, den 23. Juni 1900. •* Persoualnachrichten. Dem Aufseher Valentin Haxaire zu Horchheim und dem Werkmeister Philipp Dietrich zu Worms, beide im Dienste der Firma Cornelius Heyl zu Worms, wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" verliehen; der Maschinist Johannes Hübner aus Rockenberg wurde zum zweiten Werkmeister der elektrischen Zentralstation der Technischen Hochschule und der provisorische Diener am physikalischen Institut der Landes-Universität Karl Hermann Fischer aus Gießen zum Diener am physikalischen Institut der LandeS-Universität ernannt. '* Zu dem Bericht über die Generalversammlung der Ortskrankenkasse geht uns von Herrn H. Winn eine Erklärung zu, in der es u. a. heißt: „Die Behauptung einzelner Mitglieder des Vorstandes der Ortskrankenkasse Gießen, daß mir beim Ankauf nicht mündelsicherer Papiere eine Fahrlässikkeit zur Last falle, ist unwahr. Ich habe s. Zt. die fraglichen Papiere nach eingehender Beratung mit dem Bankier und auf Empfehlung desselben gekauft, die Aufsichtsbehörde hat den Ankauf nicht beanstandet, und wenn die Papiere im Kurs zurückgegangen sind, (Frankfurter Hypothekenpfandbriefe und ähnliche), so vermochte ich dies so wenig vorauszusehen, wie andere in diesen Dingen kundige Leute. Die jetzigen Kläger haben selbst s. Zt. die Rechnung geprüft und gut- geheißen, die den Ankauf der Papiere enthält; der Kontrolleur hat aber den angeblichen Fehler nicht entdeckt." Nidda, 22. Juni. Zu der Notiz in Nr. 141 unseres Blattes können wir ergänzend berichten, daß die Wittwe Uhl in Unter-Schmitten, so lange sie sich nicht wieder verheiratet, von der Bahn eine Rente von 20 Prozent des Jahreseinkommens ihres Mannes bezieht, jedes der 7 Kinder, wie auch das zu erwartende je 15 Prozent bis zum 16. Jahre, im ganzen jedoch nicht mehr als 60 Prozent des betreffenden Einkommens, und 50 Mk. Beerdigungskosten. Da der Verunglückte als Arbeiter in einer Möbelfabrik einen schönen Verdienst hatte, so ist die Frau doch nunmehr vor der größten Not bewahrt. Darmstadt, 23. Juni. Die Erste Kammer der Stände wird am Mittwoch den 4. Juli zusammentreten. S. Darmstadt, 22. Juni. Der Hessische Goethe- bund hielt heute abend im Kaisersaal eine öffentliche Versammlung ab, die sehr zahlreich u. a. auch von einem großen Damenflor besucht war. Nach einer einleitenden Ansprache des Vorsitzenden Prof. Dr. Haruack hielt Oberlehrer H. Werner (Bensheim), Sohn des hiesigen Hoftheaterdirektors, einen sehr interessanten Vortrag über das Thema „Aus der Werkstatt der bildenden Kunst". In sachlicher, klarer und verständiger Weise behandelte der Vortragende das Thema, indem er von ihrer Entstehung an die Weiterentwicklung, das abwechselnde Emporblühen und Stillstehen besonders der Malkunst und der Bildhauerei und deren außerordentliche Blüte in unserer Zeit behandelte. Er verbreitete sich besonders über die verschiedenen Arten der Malerei in den entsprechenden Zeitaltern, über die hauptsächlichsten Meister in der alten und der Neuzeit und gab in gewandter Rede ein sehr anschauliches Bild über die gesamte Maltechnik, die auch für den Laien leicht faßlich und intereffant war. — Eine reichhaltige Anzahl von Kunstblättern 2C. in den verschiedensten Ausführungen erläuterte die gewandte Rede des Vortragenden, dem zahlreicher Beifall zu Teil wurde. •* Kleine Mitteilungen aus Hefftn und dm Nachbarstaaten. In der Strafanstalt in Ziegenhain wurde bei einem Gefangenen der Ausbruch der echten Pocken festgestellt. Es sind sofort alle nötigen Maßregeln getroffen worden, um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Gerichtssaal. —l. Gießen, 22. Juni. Strafkammer. Der Berufung des Händlers Adolf Stegltnger in Gießen gegen ein schöffengericht- ltcheS Urteil vom 15. Mai, wird verworfen. Er hatte beim Schöffengericht Einspruch gegen einen wider ihn erlaffenm Polizetbefehl wegen Tierquälerei erhoben. Er war beschuldigt, am 23. Febr. d. I. sein sehr schlecht genährte» Pferd in der Sandgrube mit einer Auf- ladefchippe mehrmals an den Kopf und über den Rücken geschlagen zu haben. Dafür wurde eine Haftstrafe von 6 Tagen über ihn verhängt, bei der eS verbleibt. — Die gegenseitige Prtoatbelet- dtsgungsklage Bieler-Schreiner, über die bereits vor dem Schöffengericht verhandelt worden war, wird durch Vergleich erledigt, wobei die Kosten von den Streitenden in dem Derbältntffe 5:3 über-^ nommen werden. — ES wird nunmehr in die Verhandlung gegen den Lehrling Ludwig Rinn von Heuchelheim wegen fahrlässiger Tötung eiagetreten. Der 1881 ,u Heuchelheim geborene Angeklagte ist beschuldigt, am 7. April den Tod des 16jährigen Lehrlings Hermann Böhmer suS Heuchelheim tu fahrlässiger Weise durch einen Schuß herbetgeführt zu haben. Die Mutter dcS Angeklagten und des Getöteten sind Geschwister. Beide junge Leute waren auf dem Komptoir zweier verschiedener Etgarrenfabriken in Gießen beschäftigt. Sie sollen in gutem Einvernehmen gelebt haben, weshalb d»S Gericht die Anklage auf vorsätzlichen Mord hat fallen lasten un* eine solche auf fahrlässige Tötung erhoben hat. Der Angeklagte behauptet heute, daß ihm seine Schußwaffe beim Laden loS- gegangen fei. Der Verletzte wurde s. Z. zunächst auf die Ltndenburg verbracht und von hier, nachdem seine Wunde gereinigt und ihm ein Notoerband angelegt wo,den war, nach der Klinik überführt, wo er kurze Zeit darauf, ohne -am Bewußtsein zurückgekehrt zu sein, verstarb, und zwar an Lungenentzündung, entstanden infolge Eintritts fremder Körper in die Lunge. Die Kugel war vom Hinterhaupt von links hinten nach vorn rechts in das Gehirn gedrungen und absolut tätlich. In Berücksichtigung zahlreicher anderer erwiesener Leichtfertigkeiten im Umgeben mit Schußwaffen festenS deS Angeklagten beantragt der Staaisanwalt eine Gefängnisstrafe von nicht unter einem Jahr. Das Gericht erkannte wegen fahrlässiger Tötung auf eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr 3 Monaten, unter Abrechnung von 2 Monaten der Untersuchungshaft. — Gegen ein Urteil des Schöffengerichts Friedberg, in dem wegen Betrugs eine Gefängnisstrafe von 1 Woche gegen die Angeklagte ausgesprochen war, hatte dieselbe, die damalige Witwe Katharine Jäger, Fabrikarbeiterin zu Friedberg, jetzt Ehefrau des Jakob Hieronimus zu Schotten, Berufung eingelegt. Sie wird beschuldigt, vom Schuhmachermeifier Fritz Weckerling zu Friedberg unter Vorspiegelung falscher Thatsachen ein Paar Schuhe im Werte von 6 Mk. erschwindelt zu haben. Da die Angeklagte noch nicht vorbestraft ist und sich damals in Not befand, so wird der Berufung teilweise stattgegeben und auf eine Geldstrafe in Höhe von 20 Mk. erkannt. — In dem früber Katzenstein'schen Garten, nächst der Frankfurter- und Klinikstraße, befindet sich ein Gartenhaus, das seit längerer Zeit von mutwilligen Knaben dazu benutzt wird, Allotria darin zu treiben und ihre Zerstörungslust daran zu bethätigen. Der Fiskus, der jetzt Eigentümer des betreffenden Gartens und deS Häuschens ist, setzte die Polizei von den Vorgängen in Kenntnis und stellte Strafantrag. Heute stehen infolgedessen neun Knaben im Alter von 12 bis 14 Jahren vor den Schranken der Strafkammer. Der Thatbestand ist im großen ganzen ein harmloser; es sind Bubenstreiche, die nach Ansicht des Staatsanwalts am besten von der Familie geahndet worden wären. Da indes Strafantrag gestellt ist, so beantragt er für zwei Angeklagte Freisprechung für die übrigen einen Verweis. Das Gericht erkennt wegen Sachbeschädigung resp.Versuch- dem Antrag des Staatsanwalts entsprechend. — In der Straffache gegen den Wagner Johs. Dietz V. zu Landenhausen, der der Endwendung eines Stückes Kernholz beschuldigt, vom Schöffengericht Lauterbach aber fteigesprochen war, hatte die Staatsanwalffchaft Berufung eingelegt, die indessen verworfen wird. — Zum Schluß erhält der Schirmmacher Hch. Fey-Aßbach wegen Betrugs eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten. In der Höhe von zusammen 1,36 Mk. hatte er an drei verschiedenen Tagen in den Jahren 1896, 1899 und 1900 gegen den Gastwirt Konrad Schwarz in Lauterbach Zechprellereien begangen. Da er aber bereits zweimal wegen Betrugs vorbestraft ist, so muß bei Gericht und zwar unter Zubilligung mildernder Umstände auf diese verhältnismäßig hohe Strafe erkennen. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeßen am 23 Juni, zwischen 11 und 12 Uhr mittag«: Wasser 15% Luft 13p. Rübsamen^sche Badeanstalt. Neueste Meldungen. 5 B. Mainz? 23. Juni. (Original-Telegramm des „Gieß. Anz." 1250 mittags). In Gegenwart des Großherzogs, sowie zahlreicher Gelehrte» n»d Schriftsteller wurde die Gutenberg- Ausstellung soeben eröffnet. Rom, 23. Juni. Das Kabinett Sarraeco dürste heute offiziell publiziert werden. Außer der alten Mehrheit werden in demselben auch die Fraktionen Rudini und Zanardelli vertreten sein. Sarracco wird das Portefeuille des Innern übernehmen, Chimirri das der öffentlichen Arbeiten, Gianturco die Justiz, Gallo den Unterricht, Franca den Ackerbau, Morin die Marine, Sandartino den Krieg, Visconti Venosta das Aeußere. Das Kammer-Präsidium wird Biancheri angeboten werden. — Preußische Pfandbrief-Bank. Nach der im Inseratenteil veröffentlichten Bekanntmachung werden die am 1. Juli er. fälligen Zinsscheine der EmissionSpapiere der Bank bereits vom 15. Juni ab, bei sämtlichen Verkaufsstellen kostenfrei eingelöst. Den Verkauf der Pfandbriefe, Kommunal- und Kleinbahn-Obligationen hat die Mehrzahl der deuffchen Bankfirmen übernommen. Die Sicherheit der Pfandbriefe ist mit Rücksicht auf die neue Gesetzgebung in einer von der Bank verfaßten Broschüre, welche bei den Verkaufsstellen unentgeltlich verabreicht wird, eingehend behandelt. Die Kommunal-Obligationen sind mündelsicher. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Varteuftrahe Angebot ber «rbettuehmerr 1 Heizer, 1 TaglShner, 1 Haus bursche- 1 Hoteldiener, 1 Mechanikerlehrling, 1 Dienstmädchen im Alter von 16 Jahren, . 1 ältere Frau für leichteren Laufdienst, 1 Lauffrau. Nachfrage ber Arbeitgeber r 1 Metzger, 1 tüchtiger Küfer, 2—3 tücht. schmiede, 1 jüngerer Schneider, 2 Bauschreiner, 6 Ziegeleiarbeiter 2 Fuhrknechte, I landwirtschaftlicher Arbeiter, 1 Lauffrau, 1 Laufmädchen, 2 Dienstmädchen. Lehrlinge r 2 Bäcker. 1 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Friseur, 1 Glaser, 1 Kellner, 1 Kupferschmied, 1 Mechaniker, 1 Sattler, 8 Schneider, 2 Schuhmacher, 1 Schirm- racher, 2 Schreiner, mehrere Spengler gegen tägliche Vergütung, 1 Wagner. tlklr n n nt m mlj n iißfu Aufforderung. Alle diejenigen, welche an den Nachlaß der Heinrich SchnegelS- tevger Eheleute zu Gießen For- krwngen haben, werden ersucht, solche iir zum 1. Juli d. IS. bei Unter- Mlietem eiuzureichen, da spätere ^Meldungen nicht berücksichtigt werrben; etwaige Zahlungen zur Nach- lsMaffe sind ebenfalls bis zu gemaltem Termin zu leisten, bei Sermeidung der gerichtlichen Bet- chriböang. 4401 Schneider, Gerlchts-Taxator. Vier, in der Gemarkung Klein-Linden, bei Weickenstellerposten XXV der Bahnstrecke Gießen—Wetzlar liegende SluS- fchachtungerr, welche sich zu Fischereizwecken eignen, werden daselbst am Montag, dem 25. d. Mts., vormittags 81/i Uhr, verpachtet. Gießen, 22. Juni 1900. 4897 Großh. Eisenbahn-Betriebsinspektion 1. Ikrlkirimiwii, SkUWS-Verjleigeruug. Das diesjährige Heugras von den Wiesen der Gemeinde Wteseck soll nächsten Mittwoch den 587, Juui d. Js. versteigert werden. Der Anfang zu den Wiesen bei Wteseck ist des vormittag» 10 Uhr in dem Dorfeld'schen Garten !dahter, und zu den Wiesen bet der Baden- bürg des nachmittag» 5 Uhr auf der Badenburg. Wieseck, am 22. Juni 1900. Großh. Bürgermeisterei Wteseck. _______Sommerlad. 4399 Hkugrasverstkigerullg. Das diesjährige Heugras von den Wiesen der Pfarrei Wteseck wird sogleich rnch Beendigung der Herr- grasversteigerung von dm Wiesen der Gemeinde Wteseck, in dem Dorfeld'schen Garten dahier versteigert. Wteseck, am 22. Juni 1900. imo Sommerlad, Bürgermeister. Hellgras-Dttflkjgeruug. Das Heugras von den Gemeinde wiesen der Gemeinde Trohe soll Montag bin 585. Juui d. Js., vormittags 8 Uhr, versteigert werden. 4392 Der Anfang ist in der Weisburg. Trohe, am 23. Juni 1900. Großherzogl. Bürgermeisterei Trohe. Schmidt. Pferde-NerstkiserMg. Douuerstag deu 28. d. M., vormittags IO Uhr, sollen im Großherzoglichen Hofmarstalle dahier zwei ausrangterte Landgestütsbeschäler unter der Bedingung des sofortigen Abschlachtens versteigert werden. Darmstadt, den 22. Juni 1900. Großh. Landgestüts-Direktion. _________von Willich. 4885 Grasversteigerung. Mittwoch deu 27. d. Mts., vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Heugras von den dem Marienstift Ltch zustehenden etwa 100 Morgen Wiesen in dm Gemarkungen Lich, Nieder- und Oberbessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof, an der Straße nach Grünberg. Lich, den 18. Juni 1900. Winheim. 4389 ?•!! ucrhiuifeu zu verkaufen. 4376 B»r, Nordanlage 1. 2 Drechslerbänke, aut erhaltenes Drechslerwerkzeug und ein Tret-Schleifstein zu verkaufen. 4408 Näheres Korbanlage 15. Stabt. Schlachthaus. kreidauk. 4279 Heute uud Moutag: Gchskvsteislh 30 W. ßchmiurüeisch 30 Psß. Wb Die Freibank ist bU 9 Uhr abends geöffnet. 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Ende 1899 verblieben JL A Kein Hühnerauge mehr beim Gebrauche meines HHiinerangt nstift. Wirkung ohne Schmerzen überraschend, wie viele Anerkennung» beweisen. Nur zu beziehen pro Siück zu Mk. L— franko gegen Nachnahme oder Voreinsendung von Paul Koch, Gelsenkirchen. <4. zu haben bei: ger, Löwen-Drogerie. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1898 In 1899 gingen ab In 1899 gingen zu Bleiben 1899 Mitglieder sucht Aushilfsstellung. AluUkl 02652______Hiefenweg 15 an Wert Hiervon 1 Prozent Abnutzung für 1899: a) barer Kaffenvorrat b) In liquidierten Ausständen, ausschließlich der liquidierten Güterkauf- schillinge a) Das Aktiv-Vermögen beträgt b) Die Schulden betragen Verglichen, bleiben als Betriebs-Rücklage und zur Verfügung der General- Versammlung 02559] Wövr. Zimmer zu vermieten. K. Jette«, Dammstraße 42. 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Berlin, im Juni 1900. Preussische Pfandbrief-Bank. Gasthaus zum Adler. Ausschank des sehr öetieöten Ihrings Mer, per 8/io Liter 10 Psg., V2 LUer 15 Pfg.; [4404 über die Straße in eigenen Gläsern per Vr Liter 12 Pfg. Treis a. ßbo., am 1. Januar 1900. Der Direktor: Der Rechner: W. Becker 1. J. Becker XII. MlknhauttMrlius gesicht. Heinrich Lehr, Feilenhauermstr., Avllar. 02653] Tücht. Näh- ««d ANckfra« für einen Tag in jeder Woche gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl. 02657] Einige ordentliche Mädchen, welche längere Jahre in einer SteÜewaren, suchen Stellung nach hier als Mädchen allein. Näheres Aammstraße 22, I. 4396] Ein braves, tücht. ^andmädche« für Hausarbeit auf den 1 August L I. gesucht._____________Zskelchstraße 32, III. Zum 1 Juli oder 15. September gegen | hohen Lohn eine tüchtige, erfahrene Köchin, die auch etwas Hausarbeit mit übernimmt, gesucht. Näheres in der Expedition. 4378 B. Passiva. Aufgenommene Kapitalien: Laut Verzeichnis betragen diese Ende 1899 Mitgliederguthaben: Laut Verzeichnis betragen dieselben Reservefonds: Laut Verzeichnis betrug derselbe in 1898 3868.81 In 1899 gehen zu Eintrittsgelder 55.— Bleiben Ende 1899 Reservefonds __ Schuster's Kaffee Schuster* W viklsach preisgekrönt BonnlSx Schwank von Fritz Verend. Sonntag den 1. Juli: Wem wir Toten trwfldjti _________Von Hendrick Ibsen. 4891 Smcrts mit fitmo liefert billigst »rü-Nsch« Nniv.-V«u»"«t. Kapelle des Grossh. Hess. Inf.-Regiments Nr. H6, Kaiser WiUisla unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Anfang 8 Uhr. Entree 80 Pfg. Bier im Glas. 23088.99 Ein Prinnf-Gilltaer auf dauernd gesucht. Kost und LogiS außer dem Hause. Offerten mit Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen unter 4250 an die Expedition einzureichen. 02659] Gelbfiünvlger Sattler, in Geschirr- und Treibriemenarbeit erfahren, sucht Stelle. Gute Zeugniffe. Näheres in der Expedition d. 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Für die uns bewiesene h-'zUch- Teilnahme an dem schweren Verluste, der uns betroffen, sür di- trostreichen Worte des Herrn Pjarrer Enler am Grabe und für die Blnmenspenden sprechen wir unfern innigsten Dark aus. 02650 Gießen, dm 29. Juni 1900. Elisabeth Feller, geb. Bierau, Familie M«ckeosteiu, 1 Griethelm Kamille Petri, I a. M. Vermietungen Capital ien Vereine Offene Stellen RI »H |r nt*“"1 1*$N**l SfkM \ f-r«ckreich ij Hkhrdiie Kunst. mb Mschmledt i SttMtih Dli Büchn. — l In den rei ! liden-Esplanadi nalem Gebiet i ' sich Frankreich den Wohnung- des Mnstgewe Hinsicht Fran! vielen Steller doch noch übe ansaebildeter geübte Techni «ll das Schöi Bewunderung den Reichtun so zu hatsche wie es in F: Nicht da von so Vielei sonst die Abu Beziehungen in so überra ersten Range billige, rnlnve der - wer schauen, weif weniger behi uns die ärm mehr auf eil liches Heim- den!a 6er firn Wohnstätten, sehen wird - ^rüffelet Tept Zellan, aus ? Unischau halte nicht das Gle möchte, wie i stände ist, ha sehen, aber um mit dem dazu fehlt il lener Klasser den Trieb, si Bkrlinei -..„.Der Ber fernen Verb 5?" '^ndsma uch handelt, i l*er. und n W Genug nicht »s« 1 die ut ®«Iiner a» ff?6 G-word ÖQ'J unter de» Wirklichk SK stie i Ultet %bt’' die