m. 145 Sonntag den 24. Ami Abonnements - Einladung der Mto AsbülS üb Jalkrvikw beim jopumfdjtn «tfonMra in Strlia. ? an Uparst^ Alle Lnzrigen-BermittlungSstellm btf I«- snb «uÜaAel nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger mtgtge*. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., «mSwLrlS 90 Pfg. •pebitum «nd Drucker«: -ch»tstr«tze Mr. 7. Einem Berliner Journalisten gewährte dieser Tage «»«japanische Gesandte in Berlin eine Unterredung, die Gratisbeilage«: Gießener FamiUenblätter, Der hessische Landwirt _________Matter für hessische Volkskunde. beme|ee »•« Lnzeig,« zu der nachmittags für bm Ml®*® *N «rf^FWge. ob wohl die in China vorhandenen InTE"" 'EZieitkräfte der Bewegung gegenüber genügend rfüflimg. ttütn Nach der verneinenden Antwort und einem' wLLhU. LsiWeis darauf, daß es für die westeuropäischen Staaten K,y|e« «Jia;':! sehr schwierig sein würde, eine so große Macht IN V‘ zu entfalten, daß günstiger gestellte Machte Nicht v«niucht sein würden, einen überwiegenden Einfluß zu er- 'lßbmen, entgegnete der Staatsmann rasch: ^apan wird stets im Einvernehmen mit den übrigen M»übtLN handeln; wir wollen Vorteile für alle Kultur- MOn en in China erkämpfen, und immer mit den übrigen M»NtLN zusammen, nicht für uns «Nein. Wenn wir darum rLMp.en in China landen sollten — die Sendung von Mann ist schon gemeldet, und weitere Sendungen <Ä!Mein folgen, wie auch die Entsendung vmi weiteren bester ^«fichen Kriegsschiffen an die chinesische Küste —, so -- das nach vorheriger Verständigung mit den r geschehen. Ein Stück Land werden wir auch ® Tr b e r n, wenn es an die Aufteilung Chinas -Äi wir werden aber keine Ansprüche stellen, welche die «betnsi :Äeni Machte nicht gewahren könnten Unsere Stellung lllV™ um for:ea ist sebr sicher. Japan fühlt sich durch Rußland ' nicht beunruhigt. s^ll^.an< w /TflljflW 3^ling- unb Korea haben sollte, ist nicht glaubhaft, später tl - aber jetzt hat es so. viel mit der ttan^ J .„fflh ttlWittüiÄen Bahn nock> zu thun, daß ich Nicht an die 80 000 ' Si'-jgßaiin Russen im fernen Osten glmwe. Deshalb giebt । flT Ai zur keinen Gegensatz zwischen -^opanund -.i^ßl.rnd; dieser Gegensatz ist nur für die oberflach- > L3eurteilung, besteht in der That aber nicht. Eine Abmachung mit England besteht nicht, und was eine eventuelle Gebietsforderung seilens meiner Regierung betrifft, kann jetzt noch nid# gesagt werden, wo wir uns dieses Gebiet denken. Wir hören in Deutschland, daß Japan gegenwärtig in einer finanziellen Krise steckt; die großen .Aufwendungen der letzten Jahre haben den Geldmarkt etwas erschöpft. Sollte nicht Es diesem Grunde die japanische Regierung auf ein Vorgeben in größerem Stile verzichten? „Das Geld läuft etwas langsam ein, das gebe ich zu ; aber wenn wir vorläufig auch nicht die Mittel haben möchten, etwaige Erwerbungen sofort gehörig auszubauen, zu kolonisieren, so werden wir doch an die Zukunft denken An Eisen haben wir in Japan Mangel; wir müssen, sogar Roheisen aus China beziehen. Deshalb wird die Meldung von beabsichtigten japanischen Bahnunternehm- ungen in China wohl auf einem Irrtum beruhen. Wir wollen mit allen Handelsnationen in Beziehung bleiben, auch von etwaigen Erwerbungen niemand ausschließen. Mit den Boxern wird die chinesische Regierung wohl! im geheimen gemeinsame Sache machen; sie und die Aufständischen eint der Fremdenhaß. Doch darf man nicht sp weit gehen, wie es einige Blätter thun, daß nach der Einnahme der Forts von Taku es gleich zum Kriege mit China kommen werde. Die Truppen der ftemden Mächte sind lediglich Dolizeitruppen. An die Ermordung des deutschen Gesandten, die Zerstörung der Gesandtschaften glaube ich nicht. Wie sollten die Chinesen in Peking so alle Besonnenheit verloren haben, daß sie das gethan hätten?! Bis jetzt lag ja noch kein Grund vor für ein solches Ueberschäumen der Volkswut, daß die chinesisches Behörden dagegen machtlos gewesen wären; aber jetzt, nach den Vorgängen bei Taku, könnten Ereignisse wie di« gemeldeten schon eintreten. Die Deutlichkeit ist einer Verteidigung nicht günstig, und da über 1000 Mann europäischer Truppen in Peking stehen, können dieselben sich wohl eine zeitlang halten. Uebrigens, fuhr der Diplomat ganz Unvermittelt fort, meine ich, daß die Unruhen in' China nicht von langer Dauer sein werden. Zehntausend Japaner nach China zu den Truppen dev übrigen Mächte, und der Aufstand ist bald beendet. Schwurgericht. Gießen, 23. Juni. Gestern wurde gegen den Landbriefträger Johannes S e m m l e r III. zu Groß-Felda wegen Verbrechens im Amt verhandelt. Der Gerichtshof ist gebildet vom Landgerichtsrat Holzapfel, Vorsitzender, und den Landgerichtsräten Dr. Dornseiff und Seeger, Beisitzer. Die Anklagebehörde wird durch Ge-, richtsassessor Pfeiffer vertreten. Die Verteidigung führt Rechtsanwalt Geh. Justizrat Batst. Als Geschworene werden ausgelost 1) Kaufmann Friedrich Heimer -Meßen, 2) Kaufmann Philipp Frey-Lang-Göns, 3) Landwirt Heinrich Winter-Glauberg, 4) Professor Dr. Friedrich Eichbaum- Gießen, 5) Landwirt Georg Mö.bs-Gettenau, 6) Landwirt Conrad Blei II. - Burkhardsfelden, 7) Kanrmerrat Louis Dern-Assenheim, 8) Landwirt Philipp Mengel-Großkarben, 9) Drechsler Jakob Neidel-Wieseck, 10) Professor Dr. Karl Fromme-Gießen, 11) Landwirt Heinrich Riehm II. - Lollar, 12) Privatier Conrad Jakob Rupp-Dortelweil. Zu dieser auf zwei Tage anberaumten Verhandlung sind 43 Zeugen geladen. Semmler wird beschuldigt, tn den Jahren 1898, 1899 und im Januar 1900 in einer Reihe selbständiger Handlungen als Beamter Gelder, die er in amtlicher Eigenschaft empfangen, unterschlagen zu haben und die zur Eintragung oder Kontrolle der Einoder Ausgaben bestimmten Register oder Bücher unrichtig geführt, gefälscht oder unrichtige Beläge zu denselben erbracht zu haben, und durch ein und dieselbe Handlung als Postbeamter Briefe in anderer als in den vom Gesetz vorgesehenen Fällen eröffnet oder unterdrückt zu haben. Ein weiterer Anklagepunkt bezieht sich darauf, daß Semm- ler eine Urkunde, die ihm amtlich zugänglich war, vorsätzlich beiseite geschafft habe. Zum Schluß sind noch drei Fälle wegen Betruges, darunter einer in amtlicher Eigenschaft begangen, unter Anklage gestellt. — Semmler erklärt, er sei bisher unbestraft, 1868 zu Groß-Felda als Sohn eines Polizeidieners geboren, habe das Korbmacher- Handwerk erlernt, habe drei Jahre in Metz als Soldat gedient, sei verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er besitze ein Haus und etwas Acker. Nach seiner Militärzeit sei er zur Post als Hilfsbriefträger gegangen und habe pro! Tag 1.80 Mark verdient. Seit einigen Jahren sei er als Landbriefträger mit 63 Mark Monatsgehalt beim Postamt Groß-Felda für den Bestellbezirk Köstrich-Stum- pertenrod-Windhausen fest angestellt. Er sei täglich etwa 10 eine halbe Stunde beschäftigt gewesen und mit dem Gehalt gut ausgekommen, wenn er auch unterwegs auf seinen Botengängen für Beköstigung Ausgaben gehabt habe. Der Angeklagte erklärt, er wolle die Straf- thaten, die er verübt, eingestehen, wie er dies bereits in der Voruntersuchung gethan. Er gestehe zu, daß er in Geldsachen dienstlich sehr nachlässig verfahren fei. Anfang 1898 habe ihm ein Geldbetrag von etwa 100 Mk. gefehlt; um diesen zu decken, habe er die ersten unred-, lichen Handlungen begangen. Wieviel einzelne Unterschlagungen er seit der Zeit verübt, könne er nicht an* beben, doch gestehe er die in der Anklage angeführte^ einzelnen 15 Fälle zu. Der Angeklagte erzählt nun, wie er Postanweisungen, die er auszuzahlen gehabt, erst verspätet an die Adressaten abgeliefert, und wie er umpe-i kehrt Posteinzahlungen auf seinen Bestellgängen zuruckgehalten habe, um mit diesen Beträaen die Auszahlungen vorzunehmen. Die Quittungen für die Auszahlungen, die seitens der Empfänger für empfangene Postauszahlungen zu geben waren, sind vom Angeklagten selbst geschrieben. Semmler hat so stets mit den später unterschlagenen Beträgen früher hinterzogene Summen gedeckt. Er hat, unt die Manipulationen dem Postamt gegenüber zu verdecken, die Kontrollbücher, in denen er die Ablieferung zu bescheinigen hatte, unrichtig geführt. Der Angeklagte gesteht auch zu, erhaltene Porto- und Geldbeträge für verkaufte Postwertzeichen in feinem Nutzen verwendet zu haben. Doch habe er stets am Samstag mit dem Vorsteher des Postamtes in Groß-Felda diese Eingänge ausgerechnet und das Ergebnis dann sofort glatt berichtigt. 5m1 Januar hatte der Angeklagte eine Postanweisung im Betrage von 600 Mark auszuzahlen, die er jedoch unterschlug. Nach einigen Ta^en fand Semmler im Briefkasten einen Brief vom Empfänger der unterschlagenen Summe an den Absender derselben gerichtet; statt nun diesen Brief zur Weiterbeförderung abzugeben, ließ er denselben bis zum andern Tage im Briefkasten liegen, unterschlug einen Geldbrief, entnahm den Inhalt und zahlte die früher sich zu- geeigneten 600 Mark ans. Der Empfänger des Betrages teilte bei dieser Gelegenheit dem Semmler mit, daß er auf das Geld gewartet hat und bereits wegen desselben den Absender gemahnt hat. Der Angeklagte erklärte, weil das! Schloß des Briefkastens nicht schlösse, in den der Mahnbrief vorher geworfen wäre, habe er die Post nicht entleert. Der Schreiber des Briefes war froh, daß ihm Semmler denselben, der ja Idurchkven Empfang, Les Betrages gegenstandslos geworden war, wieder zurückgeben konnte. In dieser Handlung erblickt die Staatsbehörde Vergehen der widerrechtlichen Unterdrückung eines Briefes, die als Einzelfall unter .Anklage steht. — Dem Postamt in Groß-Felda waren einzelne Unregelmäßigkeiten, besonders geänderte Daten im Geld-Annahmebuch der Postagentur Stumpertenrod auffällig geworden. Man stellte Semmler darüber zur Rede; dieser schob die Schuld auf den Agentur-Inhaber. Das Postamt Groß-Felda rügte in einem Brief an diese Agentur die Unregelmäßigkeiten als unzulässig. Dieser Bmef wurde verschlossen dem Angeklagten zur Aushändigung mitgegeben. Er gesteht zu, den Brief geöffnet und gelesen zu haben und ihn offen an den Agentur- Inhaber ausgeliefert zu haben, der dabei nichts gefunden und ihn, nachdem er ihn gelesen, achtlos auf den Tisch gelegt hat. Auch dieser Fall der widerrechtlichen Brieföfsnung steht als gesonderter Punkt unter Anklage. Dieses Schrecheni will nun der Postagentur-Jnhaber von Stumpertenrod in einem dem Angeklagten zugänglichen Schrank aufbewahrt haben, aus dem es verschwunden ist. Die Anklage behauptet, Semmler habe sich diese Urkunde aus dem Schrank angeeignet; er bestreitet dies aber mit aller Entschiedene heit und bemerkt, er könne gar nicht einsehen, welchen Sinn es gehabt oder welchen Vorteil er gehabt haben würde, wenn er den betreffenden Brief an sich gebracht hätte. Ebenso entschieden bestreitet der Angeklagte, die ihm weiter zur Last gelegten drei selbständigen Betrugst fälle begangen zu haben, bei denen es sich um Beträge von 3, 5 und 15 Mark handelt. — Angesichts der Geständnisse des Angeklagten verzichtet der Vertreter der Staatsbehörde auf die Vernehmung von 33 der erschienenen Zeugen. — Der Angeklagte bekundet weiter, wie nun der Stein gegen ihn ins Rollen kam. Der Adressat des von ihm zuletzt unterschlagenen Geldbriefes wartete so dringend auf den Inhalt oesselben. Er hatte für den Absender des Geldes Getreide angekauft und brauchte den Betrag, um die Lieferanten des Getreides zu befriedigen. Semmler hatte den Geldbrief drei Tage vorher zur Ablieferung erhalten und erfuhr in Köstrich, daß der Adressat nach Groß- Felda 'äufs Amt gegangen sei, um zu hören, ob kein Geld angekommen sei. Der Angeklagte merkte Unrat; er borgte; eiligst vom Lehrer und Darlehnskassen^echner in Groß- Feloa den Bettag von 600 Mark und trug den geöffneten Geldbrief dem rechtmäßigen Empfänger zu, den er noch in Groß-Aelda traf. Er bat diesen, auf das Amt zu gehem und zu erklären, er habe den Brief mit Inhalt inzwischen uneröffnet vom Briefträger erhalten. Jener war aber bereits muf dem Postamt gewesen und hatte dort nach dem Gelde Nachftage gehalten. Man erklärte ihm, dcch er vor drei Tagen ja den erwarteten Geldbetrag in einem Briese erhalten hätte, und es hatte sich herausHestellt, daß die Unterschrift der in Händen der Post befindlichen M,,«zsprets vierleljährl. Mk. 2M monatlich 76 Pfz. mit Oringerlohri; durch die ttb^rlldke »ktteljährl. Mk. 1A4 monatlich 65 Pfg. Bei Paslbtzug Mk. 2,40 BÜrtdiAfcfl mit «tfielgeto. HM We Pl alt. Juli Bert V« M Dr an den bt führt. 2" gestellt wo Scheiben ' Bezug photographischer Papiere zu machen. — Am Dienstag wurden hier 3 Leute verhaftet, die in der Brauerei von E. Windecker altes Kupfer im Werte von 70 Mk. gestohlen hatten. r . ! Grünberg, 23. Juni. Der Gemeinderat nahm den Antrag des GemeinderatS Sehrt, ob.die Firma A. Schäffer > Frankfurt a. M. vor Bau des Elektrizitätswerks in baarem Gelde oder Wertpapieren eine Sicherheit in der Höhe von 15 000 Mk. der Stadt hinterlegen soll, und ob nach vertragsmäßiger Anlage und unfehlerhafter Funktion nach 3 Jahren Schäfer y3 Teil der Summe zurückerhalten soll, mit 7 gegen 2 Stimmen an. !§ Herchenhain, 23. Juni. Nächsten Dienstag und Mittwoch findet der bekannte Johannismarkt statt und dürste sich besonders am Mittwoch starken Besuches zu erfreuen haben, da er dieses Jahr mit dem in verschiedenen Orten der Umgegend gefeierten Kieseltag zusammensällt. !? Kaulstos (Kr. Schotten), 22. Juni. Vor einigen Tagen wurde hier eine recht rohe That verübt. Als der Landwirt Jöckel abends seine etwas abgelegene Wohnung aufsuchen wollte und fast sein Heim erreicht hatte, kamen ihm zwei Burschen entgegen, fragten nach dem Fußpfad, der nach Eschenrod führt, und baten Jöckel, ihnen den Weg zu zeigen, was dieser auch bereitwilligst that. Als sie nun das Dorf eine Strecke hinter sich hatten, fielen beide plötzlich über den Ahnungslosen her und schlugen auf den bejahrten Mann derart ein, daß er mit knapper Mühe fern Heim erreichen konnte. Verschiedene Wunden im Gesicht und am Hinterkopf zeigen deutlich, mit welcher Unmenschlichkeit geschlagen wurde. Jöckel will die Thäter erkannt haben und hat Anzeige erstattet. !§ Gedern, 23. Juni. Die hiesige Sektion des V. H.-K. hat am großen See ein Badehaus errichtet. Touristen ist es dadurch ermöglicht, in den klaren Gebirgsfluten ein erfrischendes Bad zu nehmen. Laubach, 22. Juni. Der Verein für Ferienkolonieen tn Frankfurt a. M. hatte einen Vertreter nach hier behufs Unterbringung einer zweiten Ferienkolonie gesandt. Dem Vernehmen nach wird außer der wie in früheren Jahren im Gasthaus „3ur Traube" untergebrachten Ko lonie noch eine solche zweite im „Solmser Hof" eingerichtet werden. Die beiden Kolonieen werden am 2. Juli hier eintreffen. Es ist dies ein neuer Beweis, wie Laubach infolge seiner Lage in unmittelbarer Nähe größerer Waldungen als Luftkurort hochgeschätzt wird. 4- Grenzhause«, 23. Juni. Heute besuchten Fürst und Fürstin zu Wied mit Gefolge die hiesige keramische Ausstellung für den Unterwesterwaldkreis. Morgen abend wird die Ausstellung geschloffen. Darmstadt, 23. Juni. Der Großherzog reiste gestern abend zu dreitägigem Aufenthalt nach Mainz anläßlich der »litt Guteubergfeier. Darmstadt, 22. Juni. Der aus dem Staatsdienst ent- I laffene Regierungs-Assessor Philipp Kuhl ist, wie wir bereits kurz mitteilten, seit einiger Zeit spurlos verschwunden. I K. hatte sich dem Trünke ergeben und kam nicht mehr zum I Dienst, was seine alsbaldige Entlassung zur Folge hatte. I Er verübte nun Betrug auf Betrug, indem er sich aller- I orten auf seinen Titel berief und unter Vorspiegelung I falscher Thatsachen Darlehen aufnahm, was ihn schließlich I wiederholt mit der Polizei und den Gerichten in Berührung I brachte. In der letzten Zeit machte er sich auch Zech- I Prellereien schuldig und borgte dabei noch die Wirte an. I Oft trank er 20 Glas Bier an einem Tage und zu jedem I Glas einen Kognak. Zu einem seiner zahlreichen Gläubiger I äußerle er kurz vor feinem Verschwinden, daß er sich schon I längst hätte das Leben nehmen wollen, doch sei er bisher I zu feige hierzu gewesen. Die Ehefrau des Verkommenen, I eine Tochter des Direktors der Außenbahnen, trennte sich I von ihm schon im Januar ds. IS. unter Mitnahme ihres I gesamten Mobiliars und leitete die Ehescheidung ein, die gegenwärtig noch schwebt. n , I Mainz, 22. Juni. Aus dem Journallstentag find I 16 Vereine vertreten. Den Vorfitz führt Direktor Wenzel- I Berlin. Im übrigen setzt sich daS Bureau aus folgenden I Herren zusammen: Dr. Steinbach-Wien, Otto Hürth-Frank- I surt, Ludwig-Mainz, Kastner-Müncheu, Lichtblau Wien, I v. Hahn-Leipzig, Dr. WaSner Berlin, Wilhelm-Wien. Der Verband zählt 24 Vereine mit zusammen rund 1400 Mitgliedern. Hebet die Entwickelung des Verbandes und seine Thätigkeit konnte günstiges berichtet werden. Das Stellen- BermittelungSbureau des Verbandes wurde nicht in ge- । nügender Weise in Anspruch genommen. Zu Kassarevlsoren wurden Direktor Levy-Frankfurt und Lichtblau-Wien be- stellt. Dem Delegiertentag, der ausschließlich interne Angelegenheiten behandelte, folgte um 1 Uhr eine gemeinsame , Festtafel. Der Nachmittag wurde durch zwei intereffante! Referate über die Münchener PensionSanftalt und den Plan der Gründung einer statistischen Zentrale für die deutsche Publizistik auSgesüllt. In der darauf folgenden Fortsetzung des Delegiertentages wurde der Antrag der deutsch-öfter- I reichischen Schriftsteller-Genossenschaft in Wien auf Auf- I nähme in den Verband abgelehnt. Als Vorort des Ver- I bandeS wurde München gewählt. Mainz, 22. Juni. In der Druckerei der hiesigen I „N. Nacht." fand heute auf Verfügung der StaatSanwalt- I schäft eine Haussuchung und Beschlagnahme der Festschrift zur Gutenbergfeier statt. Der Grund dieser I Maßregelung ist, daß der Herausgeber deS Blattes einen I Aufsatz über den historischen Feftzug abgedruckt hat, wo- I gegen der Verleger deS offiziellen Programms bei der I Staatsanwaltschaft vorstellig wurde. Auch in der Druckerei I von Hertzog und bei einem Buchhändler wurden Zug- I Programme beschlagnahmt. | Frankfurt, 22. Juni. Am 21. Juni find unter den I Gefangenen, die dem städtischen Krankenhaus zur Bcobach- I tung überwiesen worden sind, zwei weitere Blatterner- | krankungen eingetreten, sodaß die Gesamtzahl der Ec- Aus Stadt und Land. Gießen, 23. Juni 1900. Theater. Die aus Mitgliedern mehrerer guter I deutscher Bühnen, wie Bremen, Halle rc., zusammengesetzte I Schauspielergesellschaft unter der Leitung des Herrn Robert Friedrich, die zurzeit eine Reihe von Sommergastspieleu I in Wetzlar absolviert, hat sich entschloffen, das Versprechen I nachträglich einzulösen, hier einige Vorstellungen zu geben. I Am nächsten Dienstag beginnt die Gesellschaft ihre Vor- I fiellunqen im Cafs Leib mit einer Aufführung des guten alten bürgerlichen Stückes „Wohlthätige Frauen" vom Zollen ehrlichen" L'Arronge. Eine zweite Vorstellung soll eine Novität bringen, einen drastischen Schwank, „Cacao" betitelt, von Behrens, Mitglied des Zentral-TheaterS m Berlin. Endlich ist in Aussicht genommen eine Aufführung von Ibsens letztem, viel kommentierten Werke „ffienn wir Toten erwachen". Es steht uns also eine Reihe interessanter Theaterabende in Aussicht, die hoffentlich die | Unterstützung unseres Publikums finden werden. •• Kunstverein. Neu ausgestellt ist ein Porträt von C. Stockmayer, Malch (Baden-Baden). ** Konzert. Am Montagabend findet, wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, im Garten des BrauereiausschankeS des Gießener Brauhauses A. Dennighof ein Konzert der Liese'schen Kapelle aus Friedberg statt. Der Wirt gedenkt eine Gutenbergfeier damit zu verbinden. Friedberg, 22. Juni. Ein Beweis, wie sehr die Japaner, im Gegensatz zu den jetzt viel besprochenen Chinesen, bestrebt sind, direkte Beziehungen mit der europäischen Handelswelt anzuknüpfen ist der, daß vor einigen Tagen japanische Großkaufleute und Dolmetscher hierher kamen, um mit der Firma Trapp & Münch Abschlüffe für den krankten jetzt 14 beträgt. Die zur Beobachtung überwieg (, Gefangenen, deren Zahl 61 beträgt, befinden sich in z racken, die vom Krankenhaus vollständig getrennt sind. $ zur Bewachung erforderlichen Maßnahmen sind so gciio^ daß ein Entweichen nicht möglich ist. Fälle von Ung Mäßigkeiten sind unter den Gefangenen nicht vorgekomr« — Mit Rücksicht auf die in Frankfurt a. M. und u gebung vereinzelt aufgetretenen Blatternfälle hat die hj^ kgl. Eisenbahndirektion vorsorglich die Impfung ihres oj den hiesigen Bahnhöfen stationierten Personals angeoth * Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaitü Der Mädchenmörder Georg Pfläging, der vom Schdr gericht in Kassel zum Tode verurteilt wurde, hat dieses Urteil Revision an das Reichsgericht eingelegt, 4 gleich sein Verteidiger ihm geraten haben soll, die EinleM der Revision zu unterlassen, da er sich davon keinen i wünschten Erfolg versprechen könne. — DaS Bad schürf ist wie nie zuvor besucht. Die Zahl der KuM ist um die Hälfte höher als im Vorjahre zur gleichen 550 gegen 850. Fürst Radolin und Gemahlin waren a Mittwoch zu der Kaiserin Friedrich in Kronberg zur M gezogen und kehrten mit dem Frühzug nach Bad schlirf zurück. — Am Dienstag abend verunglückte auf i- Straße von Ettingshausen nach Münster zu ein Wagens Firma Wallenfels aus Gießen. Die scheu geworden durchgegangenen Pferde wurden in Ettingshausen gefangen, wohin auch der in den Graben geschiente Fuhrmann gebracht wurde. Der Firma ist ein grch Schaden erwachsen, da sämtliche Flaschen mit Inhalt (kohln saures Wasser) zertrümmert wurden. — Die Einweihsi der Saalburg, die im August stattsindet, soll in choi. teristisch festlicher Weise erfolgen und ein allrömisches H präge tragen. Beim Eintritt deS Kaisers in die reftaurir Römerburg wird ein Herold in Gestalt eines römity Legionärs den Monarchen mit einer Ansprache begrüß deren Dichtung auf Einladung deS Intendanten von Hüls! der das Saalburgsest künstlerisch vorbereitet, Josef Lu übernommen hat. zi« 'SSie s«l* * 35000 Wfi-Si »» ‘,.»5) @ Oll dem um «M ou^demh-ben' SSÄ. den mittieren U genommen, Gö 41 Prozent, vti ober 26 Prozen bei den kleinem von 422 oder 6 sich also den mi ift von 396 auf bedeutet; « LehrthätiM.d nariui an bw Mftigen F" ftotbener War Dit Zinsen d> der ÜnwerM - Lie M dir theol SemwatS bi i«m). P Uchtvoüen U W exfolfti wahrer unb M Zwrthv WW Küchi - 2« tU tonferen; regung chr Ablieferungsquittung gefälscht war. ^an schenkte fettens I der Post der Versicherung, daß der fragliche Geldbrref I uneröffnet nachträglich! in den Besitz des Empfängers ge- I kommen sei, keinen Glauben. Der Angeklagte gestand dm I Vorsteher des Postamtes ferne That bald nachher ein und wurde daraufhin im Februar d. .j. in Haft genommen. I Dem Semmler wird das Zeugnis eines tuchttgen, sehr I beliebten Beamten ausgestellt, der nur ^ Geldsachen sehr nachlässig gewesen ist. Die Zeugen bekunden uberemstnn- rnend, daß Semmler kein Verschwender und auch kem Trinker war, Niemand kann sich eine Erklärung geben,. I wozu der Angeklagte den unterschlagenen Betrag verbraucht I bat De Unterdrückung der Urkunde der Postagentur Stum- I vertenrod wird durch die Zeugenvernehmung m Frage gestellt. Ebenso wird die Anschuldigung betreffs der drn Betrugsfälle nicht erwiesen. Es wird noch festgestellt. daß I ein Schaden durch das Thun des Angeklagten überhaupt nicht entstanden ist. Den Betrag, den der Lehrer hergegeben, ist durch Bürgschaft gedectt. , . Den Geschworenen werden sieben Fragen borgelegt, I und da, wo es nach dem Gesetz zulässig ist, je die Nebenfrage nach mildernden Umständen gestellt. Der Vertreter der Staatsbehörde, Gerichtsassessor Pfeiffer, erkennt an, daß aus des Angeklagten erstes Verfehlung sich dessen ganze Handlung erklären und be- areifen läßt. Der Angeklagte sei ein intelligenter Mensch, der es verstanden hat, seine vorgesetzte Behörde so langö zu täuschen, bis es durch einen Zufall geglückt ist, ftmen^ Treiben ein Ende zu machen. Der Staatsanwalt plädiert für Freisprechung in den drei Betrugsfällen, ebenso mochten die Geschworenen die Frage, ob der Angeklagte ieme der Postagentur Stumpertenrod gehörige Urkunde untere drückt hätte, verneinen. Das Verbrechen im Amt aber, die Unterschlagungen der Postanweisungsbeträge solle man als einheitlich begangene Strafthat ansehen, bei der gleiche- zeitig die Verfälschung der Kontrollregister durch den Angeklagten und die widerrechtliche Briefösfnung als durch ein und dieselbe Handlung begangenes Verbrechen in Frage komme. Diese Frage bitte er die Geschworenen zu bejahen ebenso aber die Frage, ob mildernde Umstände vorliegen. Ebenso sei die Schuldfrage über die noch übrig bleibendes beiden selbständigen Vergehen der Brieföffnung und der Briefunterdrückung voll und ganz zu bejahen. Der Verteidiger, Justizrat Bai st, erklärt, er fei mit ben Ausführungen des Staatsanwalts bis auf einen Punkt einverstanden. Dies sie die Frage der Briefunterdrückung. Der Angeklagte hätte einen Bries, von dem er wußte, daß, I wenn er ihn in die Hände des Adressaten gelangen ließ, j feine Strasthaten endeckt werden würden, nicht etwa an sich! genommen und dadurch dem postlichen Verkehr ent- Kogen, sondern er hat den Brief einfach« im Postkasten liegen lassen, und zwar nur 24 Stunden, und ihn dann dem Schreiber zurückgegeben. Es liege hier keine ffrafbare Handlung vor, es handle sich höchstens um eine Pflicht- Widrigkeit. Nach, einer sehr eingehenden Rechtsbelehrung durch den Vorsitzenden, Landgerichtsrat Holzapfel, zogen fick; die Geschworenen zu einer einhalbstündigen Beratung zurück, worauf der Obmann, Professor Dr. Fromme, deren Wahrspruch^ dahin verkündet, daß der Angeklagte der ihm zur Last gelegten mehrfachen Amtsverbrechen und Vergehen, begangen in einer fortgesetzten einheitlichen Handlung, schuldig, daß aber mildernde Umstände vorliegen. Weiter werden die zwei Fragen wegen eines Falles der widerrechtlichen Briesöfsnung.und Briefunterdrückung bejaht, während die weiteren vier Schuldfragen durch die Jury verneint werden Der Staatsanwalt beantragt darauf für das in Frage kommende sAmlsverbrechM 1 Jahr Gefängnis, für Die beiden Vergehen je 3 Monate, zusammen auf eine Gesamt- Gefängnisstrafe von 1 Jahr 4 Monaten zu erkennen, auf die er drei Monate der verbüßten Untersuchungshaft anzurechnen bittet. Der Verteidiger weist darauf hin, daß. fichi wohl selten so viel Milderungsgründe zusammenhausen, wie im vorliegenden Falle. Er bitte auf die geringste zulässige Strafe zu erkennen und die ganze viermonatliche! Untersuchungshaft darauf anzurechnen Weiter aber gehe sein Antrag dahin, einen Teil der Kosten der Staatskasse aufzuerlegen. Der Gerichtshof erkannte auf eine Gesamtstrafe von 1 Jglhx 3 Monaten Gefängnis unter Anrech^ nunq der vier Monate Untersuchungshaft. Zwei Drittel -der Kosten hat der Angeklagte zu tragen, so daß em Drittel auf die Staatskasse zu übernehmen ist. • Berlin, 22. Juni. In der Wrangelstraße hat vormittag die Ehefrau deS Klempners SogolewSkinj einem Streite mit ihrem Manne ihre vier Kind er ii Alter von 8 Monaten bis zu 6 Jahren getötet, inbt sie dieselben aus dem Fenster des vierten Stockes a den Hof hinabwarf. Sie selbst sprang nach unb di letzte sich Lebensgefährlich. ♦ Berlin, 22. Juni. Die Nachforschungen nach d- Raubmörder, der in der Nacht zum letzten Montagh Maurer Thiede auf offener Landstraße bei Wernech erschlagen und alsdann seines Fahrrades, seiner schäft, Wertsachen und eines Teiles seiner Kleidung veW hatte, sind alsbald nach Bekanntgabe der PersonalbefchrM des mutmaßlichen ThäterS von raschem Erfolge M wordeu. Gestern abend konnten Polizeibeamte Und für alle hatte er ein offenes Ohr und eine offene M Angenehm freilich ist der landesväterliche Beruf, so « ihn auf faßte, ihm nicht immer geworden. Es warwch! der siebziger Jahre im Schloß zu Birkenfeld. , großen Saale summte und surrte es von ben meld, sich zur Aubienz angemelbet hatten. Die meisten v oldenburgische unb preußische Würbenträger, die g«>® waren, bem Großherzog ihre Reverenz zu bezeigen, ü ihnen befanb sich bet Bischof von Trier, Dr. Kortus I zwei Prälaten. Aber auch eine stattliche Schar von hatte sich eingefunben. Der Mittelpunkt ber Sauen ein Ackerer, ber in höchster Aufregung barüber pui baß man ihm seinen dritten und letzten Sohn uniei Militär gesteckt habe. Nun solle der Großherzog denn er komme um unter all der Last und «rbeii dabei blieb er, obgleich ihm eingeredet wurde, das M unterstehe nach der Konvention mit Preußen dem Gro^ I nicht mehr, unb also werbe bieser ihm nicht helft" I Die Audienzen begannen, unb es dauerte nicht W ries der di-nsilhu-nde Flüg-ladjutant». Wedderkopp: .» I Becker aus Hirstein!" Erhobenen Haupte» fl'B8 bem verschwiegenen «ubienzzimmer entgegen. I lange währte es, unb man hörte seine krerschenbe e laut unb deutlich: „Was? Sie wollen Gr°ßherr°g st können bar nicht einmal?" Still unb stumm wurt- I dem Vorzimmer; alles lauschte gespannt, und nur ber I lächelte leise vor sich hin; kannte er doch seine PaPM vom Hochwald, Und dann hörte man weiter: „<$< I dazu da, daß uns die Preußen nicht völlig die Hi I Leibe ziehen." Kurz darauf öffneten sich ™lebtr bl j thilren „Ob's was geholfen hat", meineda-e-, Bäuerlein zu seinen Freunden, weiß ich - ! hab' ich's ihm gehörig." Einige Wochen später «« I die Lokalblätter, der dritte Sohn des Ackerers S' I Hirstein fei vom Militär entlassen worden. 2,1 Sir |*"*t«!{*> ft"1«* SrrK ÄMt tiM, SM ■'Fft ME *9 na% 5 vernnM, ®* jithe n • m " W** f» 0» «Uinm; ‘“ d-» ®wb« ®« Jfau ife e »laschen tnim-. tourben. - Dir fc. >ust ftattfinbet, jolc 9en und ein uhrör- d" Kaisers in bit n * in Gestalt eim it einer «chrch!, des Intendanten k: vorbereitet, fr W«. i der Wrangelstrch V Irmpntrt Togslezs .nnt ihre vierliiii u 6 Jahren gilim ister des virckL-ii. ilbst sprangt mV Vie NachsockiM ck! Rächt zu« :r Laobstrch bei eine- Aa-mdtt, |wr r.eüet feinerMrv gäbe her ^rfontWj n raschem Erfolg tu ,u.W,wx» «Ml yi doch r.; erbeten Thiede gchm'» rber zweifellos gelte' e Beschreibung W >en paßt. SnbraH er Mert Krügels c sich seit längere ;, Lorgefiern HL' - ab in GberSwalde t e< an ben verstsrbw!'. e Sufzeichuungeu w - ,«■ Das gesawt""' k und auch er &. --1« * I »'P *f SWx atibdeü* *• eet gitW'bW' ® I 54106 1« $ltV et hatte"- „M ch- ®ätb[ntI*^« I« »«“!>’ Jtotw bof«” IÄa.W»! 111 ’f « fi* • -n«lu,.s und Ansprüchen werden bis! D»llarS in Sold nebst Zub. SelterSweg SV per 1. Ok- tober er. zu vermieten.___________________ 4328] 4 - Zimmer - Wohnung im 2. Stock (Bel-Etage) per 1. Oktober zu vermieten. Sicher straffe 8. 4340] Mittlerer Stock, 5 Zimmer, Küche, Bodenraum, Keller, BleichplaN rc. per 1. Oktober zu verm. Steinstraße 42, III. Oesterr. Staatsbahn v. 1885 82.60 4 Jtal. staatSgar. Tisenb. 56.70 4 2892] Möbl. Zimmer zu vermieten. -________Warönrgerstraße 2V. 4298] Gut möbliertes Zimmer mit im zweiten^ock p^l?§tti'zu"vermieten. I E 3uU N-okkengaste 21, I._ I /jj♦ 8045 Steinstraße 33. | 02597] Schön möblierte Zimmer sofort I ^||| U 3845] Srankfurterstraffe s». 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