Samstag den 24. März Erstes Blatt. 1900 «n a. !fW r Anrts- und Anzeigeblutt ffli den Tkveis Gieren. Feuilleton. ichtigkr - Pachter "V 53.oll üben im hjitn Mn; Uör WWi/n ne Birtfafiaii^ Tb im Itjitn M 150 Män «Dtttine k., butti N.?sr *y,le iWillj® Jerusalem, auf der der Kaiser sich habe vom Staatssekretär begleiten lassen. Hier frage es sich, ob die Ausgaben vom Reiche oder vom Kaiser zu bestreiten seien. Er beantrage, die Ueberficht an die Rechnungskommission zurückzuweisen. Dieser Antrag wird gegen Rechte und Rationalliberale angenommen. Mit der Minorität stimmte Abg. Schmidt-Elberfeld (frs. Bp.) Es folgt die 2. Beratung der Vorlage betr. die Patentanwälte. Zum S 1 beantragt Abg. Heine (Soz.), in einem Absätze 2 die Bildung einer PatentanwaltSkammer mit dem Sitze in Berlin vorzuschretben. So wie die Vorlage jetzt sei, unterordne sie die Patentanwälte nur einem bureaukratischen VerwaltungsorgantSmus. Unterstaattzsekretär Rothe wendet gegen den Antrag ein, die Patentanwälte seien einstweilen in der Thal eine zu gemischte Gesellschaft mit zu verschiedenem Vorbildungsgange: teils Ingenieure, Chemiker, Kaufleute und Leute ohne jede Berufsbildung. Einer so lose zusammenhängenden Gesellschaft so wichtige Rechte einzurLumen sei verfrüht. Der Antrag sei unannehmbar. Aba. Oertel-Sachsen (kons.) hält den Wunsch der Patentanwälte grundsätzlich für berechtigt. Die Durchführung desselben sei jedoch noch nicht möglich. Abg. Pauli-Potsdam (Reichsp.) erklärt sich namens seiner Freunde ebenfalls für unveränderte Annahme der KommisfionS- beschlüffe. Die Patentanwälte müßten als Stand erst einmal dreißig bis vierzig Jahre älter werden, ehe ihre Organisation in einer Kammer möglich sei. Abg. Hoffmeister (frs. Vg.) meint, die unlauteren Elemente in diesem Stande hätten sich erst in letzterer Zeit in denselben htnein- gedrängt. Man solle doch den Patentanwälten das Vertrauen schenken, daß sie selbständig ihre Angelegenheiten ordnen könnten, umsomehr, als man gerade jetzt da« Patentanwaltswesen gesetzlich re0eIe'9I6g. Träger (frs. Vp.) äußert sich in gleichem Sinne. Abg. Möller-Duisburg (nl.) bezeichnet ebenfalls die Patentanwälte als eine ungemein gemischte Gesellschaft, sowohl nach ihrer Vorbildung, wie auch sonst. o . Geheimerat HauS widerspricht der Auffassung deS Abgeordneten Heine, al« ob bei diesem Gesetz bureaukiatische Bestrebungen obwalten. Die Regierung wolle nur den Schutz deS Publikum?. ES gebe sehr ehrenwerte Patentanwälte, aber auch andere, die man nicht so bezeichnen dürfe. Zuerst müsse eine Sanierung dieses Standes eintreten, ehe man eine Kammer mit ehrenamtlichen Funktionen errichte. „ , r Abg. Kirsch (Zentrum) wünscht gleichfalls erst ein UebergangS- stadium, ehe man die Kammer errichte. Der Antrag Heine wird a b g e l e h n t. Es folgt S 2. Diesem zufolge darf u. a. die Eintragung als Patentanwalt versagt werden: wenn der Antragsteller sich eines unwürdigen Verhaltens schuldig gemacht hat. Abg. Heine (Soz ) beantragt, diese Bestimmung zu fasten: wenn der Antragsteller sich durch sein Verhalten der Achtung unwürdtg gezeigt hat, welche sein Beruf erfordert. Politische, wissenschaftltche, künstlerische und religiöse Ansichten oder Handlungen als solche können nicht als ein Verhalten angesehen werden, welches dieser Achtung un« würdig macht." Vaterstadt Gießen, austverfen. Es galt früher als selbstverständlich, daß sie germanischen Ursprunges seren, und unter diesem Eindruck stand auch ich während des größten Teils meines Lebens, bis allmählich Zweifel in nur auftauchten. Die Entwickelungsgeschichte dieser Zwerfel erlaube ich mir nun 5>en hessischen Forschern vorzulegen, da ich selbst durch meinen Beruf der Heimat ferngehalten brn und leider darauf verzichten muß, die Angelegenhert an Ort und Stelle weiter zu verfolgen. v d Als ich vor längeren Jahren das Museum des hr,torischen Vereins zu Gießen besuchte, wurde nur eine schüsselförmige Goldmünze und das Bruchstück einer steinernen Handmühle gezeigt, welche beide „am Dünsberg" gefunden seien. Schon die Handmühle erschien mir als „altgermanisches" Werkzeug höchst verdächtig. Bei der Goldmünze war aber an germanischen Ursprung gar Nicht zu denken. Die Herren, mit welchen ich darüber sprach, waren gleicher Meinung, hielten aber die Münze für ein verschlepptes Beutestück. Von welchem Volke die Münze stammte, blieb ungewiß. Vermutungsweise wurden zwar schon damals die sogen. „Regenbogenschüsselchen" den Kelten zugeschrieben, aber selbst bei den Münzforschern von Fach war die Frage noch unentschieden. — Bald darauf wurde das Interesse weiterer Kreise auf derartige Münzen gelenkt durch den großen Fund bei Mardorf in Kurhessen. Erst später aber wurde mir bekannt, daß auch die Mardorfer Goldmünzen in der Nähe eines urzeitlichen Ringwalles gefunden wurden — also gerade wie beim Dünsberg. Ties fiel mir sogleich auf, allein es fügte sich für mich erst später, die Keltenfrage eingehender zu prüfen und auch Münzstudien wieder näher zu treten. So ersah ich, daß die Frage nach dem Ursprung jener Goldmünzen als gelöst angesehen werden kann. Der berühmte Münzforscher Dannenberg sagt in seinen „Grundzügen der Münzkunde" (Leipzig, Weber) S. 34: „Man wird nach den gründlichen Ausführungen Strebers in seiner Schrift über die Regenbogenschüsselchen, die im südwestlichen Deutschland so oft und zahlreich gefundenen dicken, schüsselförmigen Blaßgoldmünzen von sehr rohem Gepräge, fürErzeugnisse des deutschen Bodens halten können, die zwar nicht von den Germanen, wohl aber von den in jenen damals goldreichen Gegenden angesessenen, schon zu einer gewissen Gesittung und Wohlhabenheit gelangten Kelten herrühren. . . . Andere durchaus ebenso ursprüngliche Münzen, aber von gutem Golde, werden öfters in Böhmen gefunden und den Bojern zugeschrieben." Bekanntlich waren die Bojer Kelten. — Wenn wir nun die am Dünsberg und bei Mardorf gefundenen Goldmünzen als Hinterlassenschaft der einst keltischen Anwohner ansehen dürfen, so liegt der Schluß auf den gleichen Ursprung der dort befindlichen Umwallungen nahe. Dasselbe gilt für etwa dort gemachte oder bei Nachforschungen auftauchende Kleinfunde anderer Art, wie z. B. die erwähnte Handmühle, welche auf einen höheren Kulturgrad schließen lassen, als er den Germanen der Urzeit eigen wat. Vielleicht gelingt es doch noch, bei genauerem Vergleich der verschiedenen „urzeitlichen" Rinawälle, technische Unterschiede aufzufinden, welche zwei Gruppen, keltische und germanische, erkennen lassen. Ein ähnlicher Fortschritt vollzog sich neuerdings un nordwestlichen Deutschland, wo es den verdienstlichen Untersuchungen Schuchhardts (Direktor des Kestnermuseums zu Hannover) gelang, sichere Unterscheidungs-Merkmale zwischen Befestigungen der „Urzeit" einerseits und der „Sachsen" andererseits, ebenso zwischen römischen und fränkischen Kastellen aufzufinden. Aber ich muß auch hier darauf Hinweisen, daß die Bezeichnung „urzeitlich" immer noch die Frage offen läßt: keltisch oder germanisch? Müllenhoff ist durchaus geneigt, den Namen der Lahn und einiger ihrer Nebenflüßchen aus dem Keltischen au erklären (vergl. „Deutsche Altertumskunde" II 220 und 226). — Eine „gallische Schanze" auf badischem Gebiet beschreibt K. Schumacher in den „Veröffentlichungen der Großherzogl. Badischen Sammlungen für Altertums- und Völkerkunde" (Karlsruhe 1899 II. Heft). Ueberraschenderweise ist diese Schanze quadratisch und von einem Spitzgraben umgeben, was zu den Umwallungen des Dünsberges und dem „Ring- wall" bei Mardorf nicht stimmen würde. — Dem Versuch Meißens, die westfälischen Einzelhöfe als Erbteil ails der Keltenzeit zu deuten, stehe ich mit zunehmenden Znn f-ln qeqenüber, «Vergl, Beilage der Münchener Allgemeinen Achtung" 1899 Nr, 258.) (Starmft. Ztg ) lieber den Ursprung »er Ringwälle laut Dünsberg bei Gieße«. Von Professor Dr. Julius Milbrand in Bielefeld. Die für die Urgeschichte Deutschlands so wichtige Frage: haben vor den Germanen Kelten in Deutschland gewohnt? wird noch immer von Vertretern verschiedener Zweige der Altertumswissenschaft verschieden beantwortet. Während Sprachforscher und Historiker sie bejahen, verhalten sich die Anthropologen und die Archäologen im engeren Sinne Mifelnd oder verneinend. Ich selbst bin auf Grund der sprachwissenschaftlichen Beweismittel durchaus überzeugt, iafi nicht bloß in Süddeutfchland, sondern auch im nord- ' pesllichen Deutschland Kelten Vorläufer der Germanen gelesen sind. Aber wo sind ihre greifbaren Spuren? Unsere Jiufeen füllen sich mit Fundstücken aus der Urzeit. Welche gehören den Kelten an, welche den Germanen? Die Kataloge lassen uns im Stich. Der Landeskonservator einer Aovinz, welche ganz unbestritten zuerst von Kelten bewohnt war, und um welche dann Römer und Germanen sümpften, sagte mir ganz unverhohlen: er sei bei Gräbern kr eigentlichen Urzeit nicht imstande, zu entscheiden, ob ne von Kelten ober Germanen herrührten. Die Masse dir dortigen Fundstücke ist demnach, soweit sie nicht römisch oder mittelalterlich sind, als ein vorläufig nicht zu entwirrendes Gemisch von Ueberbleibseln beider Rassen onzusehen. Dieselbe Unsicherheit, wie bei den Grabfunden, herrscht in Bezug auf die Befestigungen der Urzeit. Die Selten Waren ein wehrhaftes Volk, und wenn sie auch den .Germanen überall unterlagen, so werden sie ihre Heimat nicht ohne Widerstand geräumt haben. Es ist daher auch bei Befestigungen der Urzeit immer noch die Frage berechtigt, ob sie von den Kelten oder den Germanen an- ylcgt seien, selbst wenn sich keine technischen Unterschiede finden liefen, welche auf zwei verschiedene Völker als Verfertiger hitideuten. Diese Frage möchte ich nun auch in Bezug auf die gkioaltigen Ringwälle des Dünsberges, westlich meiner Abg. Heine (Soz.) begründet diesen Antrag unter Hinweis auf tzie Maßregelungen von Beamten rc, die im vorigen Sommer gegen die Kanalvorlage gestimmt. Er wendet sich auch gegen jede weitere Einschachtelung von Ständen in die bureaukratische Disziplin. Redner geht dabei auf den Fall Arons ein. Staatssekretär Graf Posadowsky bittet, den Antrag abzu- lehnen, weil demselben von dem Antragsteller ein hochtendenziöser Charakter beigem eff en werde. Abg. Detlef Sachsen (kons.) ist mit der Disziplinierung Arons einverstanden. Arons habe als Beamter nicht mehr auf monarchischem Boden gestanden. Anders liege doch die Sache bei den Anwälten. Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antis.) beantragt, Ausländer vom Patentanwaltsstande auszuschliehen bezw. als Patentanwälte bei uns nur Angehörige aus solchen anderen Staaten zuzulasien, die uns Reciprocität gewähren. Abg Träger (frf. Bolksp.) ist mit dem Antrag Heine einverstanden. , Geh. Rat H au s meint, der Antrag Liebermann werde nur ge. ringe Folgen haben. Bei Zulaffung von Ausländern würde eß sich doch nur um sehr seltene Fälle handeln Abg Singer (Soz) befürwortet den Antrag Herne. Gegenüber den neueren Vorkommnissen seien Vorsichtsmaßregeln nötig, um den Patentanwälten die Möglichkeit des freien Ausdrucks ihrer Ueberzeugung zu sichln- 3(ntr Q@ Schmidt-Warburg (Centr.) will die Fassung der Vorlage hinzufügen: „als solches (unwürdiges Verhalten) sind politische, wissenschaftliche oder religiöse Ansichten ober Handlungen als solche nicht anzusehen." Staatssekretär Graf Posadowsky bemerkt, die ganzen Ausführungen des Abg. Singer seien hinfällig, weil die Patentanwälte kerne Beamten seien. Wenn Herr Singer sage, bürgerliche Vergehen von Be« amten würden mit dem Mantel der Liebe zugedeckt, und zwar viel eher als politische mißliebige Betätigung, so könne er, Redner, das, wenn es vorkäme, nur bedauern. Abg. Möller-Duisburg (nl.) hält die Besorgnisse Singers für unbegründet. Er könne daher mit einem Teil seiner Freunde für eine so überflüssige Bestickmung nicht eintreten. Redner erklärt sich noch gegen den Antrag Liebermann. Abg. Heine (Soz.) verbreitet sich nochmals über die Intoleranz gegenüber Arons. Wenn das Gesetz den Begriff „unwürdig" aufstelle, dann müsse es ihn auch erläutern, wie sein Antrag es wolle. Rach weiteren längeren Ausführungen zieht Redner seinen Antrag zu gunsten des Antrages Schmidt-Warburg zurück. Abg. Oertel»Sa chsen (kons) erklärt sich namens seiner Freunde gegen den Antrag Schmidt, aber für den Antrag Liebermann. Abg. Schrader (frs. Vg.) ist der Ansicht, daß eine solche Bestimmung, wie hier beantragt, nicht in ein solches Gesetz hineingehört. Daß politische Ansichten und Handlungen niemanden für seinen Brus unwürdig machen könnten; sollte eigentlich jedermann in Fleisch und Blut übergegangen sein. Nötigenfalls gehörte eine derartige Bestimmung in die Verfassung hinein. Redner geht hierauf auf bte Beamtenmaßregelungen ein unb schließt, was in Preußen passiert sei, könne doch auch im Reiche passieren. Amtlicher Keil. Bekanntmachung. Der am 27. und 28. I. Mts. stattfindende Biehmarkt kginnt an beiden Tagen um 7 Uhr vormittags. Der Auftrieb des Viehes ist um 9 Uhr beendigt und kginnt dann erst der Abtrieb. Vieh, welches bis 9 Uhr nicht aus dem Markt aufgetrieben ist, muß sieben Tage in den Stallungen, in denen es eingestellt ist, unter Sperre stehen bleiben. Gießen, den 23. März 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ________________I. B.: Roth. __ Deutscher Reichstag. 174. Sitzung vom 22. Marz. 1 Uhr. Auf bet Tagesorbnung stehen zunächst einige kleine Etatsrefie zweiter Lesung. Diese sowie bas Etatsgesetz unb baS Anleihegesetz ■erben bebatteloS erlebigt. Die von der Kommission beantragte 8 f»lution, den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstag mit dem nächsten ttalsentwurf die Grundsätze der Reichsverwaltung über Deckung von Ausgaben deS Reichs burch Ausnahme von Anleihen mitzutellen, würbe angenommen. Unter ben noch unerledigt gebliebenen Petitionen befindet sich eine stiche der Stettiner Gesellschaft VUlcan um Ablehnung der von der Ludqetkommission vorgeschlagenen Resolution betr. Aufhebung der Zoll- fteitzeit für Schiffsausrüstungsgegenstände. Die. Petition ersucht außerdem um Einberufung von Sachverständigen behufs deren Anhörung iier die Zollfrage. Diesen Teil der Petition beantragt die Kommission lern Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen. Rach einigen zustimmenden Worten des Abg. Brömel (frs. Bg.) beschließt bas HauS bemgemäh. Es folgt bie 2. Beratung ber Vorlage wegen Verwenbung überschüssiger Reichseinnahmen aus 1900. Die Vorlage schlägt vor, biefe Ueberschüsse zur Verstärkung ber Betriebsmittel ber Reichskasse zu verwenden. Die Kommission hat bies abgelehnt unb schlägt vor, bte Ueberschüsse aus 1900 zur Schulbentilgung zu verwenben, leboch nur zu bret Sier teilen. . . Rach kurzer Debatte beschließt bas Haus gemäß bem Anträge ber Xemmission. t . o Die 2. Lesung bes Reichshaushaltsetats nebst Nebengesetzen ist damit beenbet. Es folgen Rechnungssachen. . Qr = , 1onQ Bei ber Ueberficht über Einnahmen unb Ausgaben pro 1898 bemerkt Abg. Singer (Soz), es seien beim Auswärtigen Amt starke ßlatsüberschreitungen vorgekommen infolge ber Reise bes Kaisers nach Interessante Autogramme 7Z5 <0 4t. O. WJ U,"b Mefi*L°Reih7 Damenhaften j^üüc (Sbamberlaind f31 Tonnen nnfere (Strflhftn< Cnvnt» oi;«»* c\n.,t,AW* /m ___u n-_____• ,, r . S 8 * * 3n unsrer vorstehenden Illustration haben wir eine Anzahl von Autographen vereinigt, die von Männern her- rühren, die zum südafrikanischen Krieg in naher Beziehung stehen. Da finden wir die beiden englischen Oberbefehls- sind Cecil Rhodes (5), und sein Bruder (13), sowie m der Kapregierung Milner (4), Patrick (7), und Boruet (10'. vertreten. Natürlich gehört auch der Raubgeselle Jameso« (8), der neben Cecil Rhodes der eigentliche Anstifter der 22. 3 'JWfjin Wit 111 Uhr stattgefm ngnttifa iatti fid ßch die Stör Wftt« besetztet g May in düer Fassung der Borlage angenommen, jedoch mit dem Zusatze Schmidt-Warburg. Als Konsequenz der Annahme des Anträge- erhält auch $ 6 einen entsprechenden Zusatz. Beim § 18 wird auf Antrag des Abg. Hoffmeister die Bestimmung wieder gestrichen, die dem Präsidenten des Patentamtes die Befugnis entziehen sollte, auch Borsteher der Patentbureaus industrieller Firmen von der berufsmäßigen Vertretung vor dem Patentamte avs- -uschließen. Der Rest des Gesetzes wird debattelos erledigt. Hierauf wird die Vorlage betr. Bestrafung der Entziehung elektrischer Arbeit debattelos in der Kommissionsfassung angenommen. Schließlich gelangt noch der Antrag Küchly auf Reform der Wahlen zum elsässisch-lothringischen Landesausschuß in 3. Lesung zur Annahme. Morgen 1 Ahr: 3. Lesungen der Gesetze betr. Patentanwälte und »etr. Entziehung der elektrischen Arbeit. Dann Petüionen. Schluß 6«/< Uhr. Deutsches Deich. Berlin, 22. März. Der Kaiser empfing heute mittag halb 1 Uhr im Schlosse den Oberbürgermeister und den Vertreter des Stadtverordnetenkollegiums von Solingen, welche einen Ehrenpallasch überreichten. Berlin, 22. März. Heute, am Geburtstage Kaiser Wilhelms I., wurden in der Siegesallee vier neue Standbilder, und zwar Markgraf Waldemar der Große Heinrich das Kind, Friedrich Wilhelm II. und das k.er Markgrafen Johann I. und Otto III., 2lll prächtige Wetter hatte eine ungemein zahl- icye ..censchenmenge angelockt. Die Umgebung der Denk- Ml, 4 ,,aeN»i ■659 w L“ »urch tato 3? faren. @em MSr, u der j hilfst cv bad), die verschiedenen Gruppen und sprach den Zerren seuie Anerkennung aus. Nach Beendigung der Feier begab UH das Kaiserpaar in offenem Wagen in das Königliche Schloß. Am Denkmal Friedrich Wilhelms II. legte Oberst w Wrochem im Namen seines Regiments einen kostbaren Kranz meder. Der Kaiser verlieh Professor Reinhold Begas ^."Stern zum Kronenorden 2. Klasse, dem Bildhaue» ben Kronenorden 4. Klasse, Professor Baumbach den Roten Adlerorden 4. Klasse und Professor Brütt de» Kronenorden 3. Klasse. " . Am heutigen Geburtstage Kaiser Wilhelm I. war das innere des Mausoleums zu Charlottenburg mit ^rrrs^en Blumenflor geschmückt. Zahlreiche K^anzk wurden am Sarkophag niedergelegt. Um 10 Uh» 15 Min. erschien das Kaiserpaar im Mausoleum. Am Na- tionalbcnfmal Kaiser Wilhelm I. wurden heute moroen zwei Kranze niedergelegt. ~ „Nordd. Allg. Ztg." erklärt gegenüber den» „Kleinen Jounal" wiederholt, daß keinerlei Verhandlungen zwischen Berlin, Washington und London übe» oic Frage des Friedensschlusses in Südafrika fdjtveben. ~ Abg. Kolisch (frs. Vg.) wurde heute vormittag im Abgeordnetenhause vom Schlage getroffen, während er an einer Sitzung der Justizkommission teil- nahm. Sein Zustand ist besorgniserregend. — Wie der „Lok. Anz." meldet, joll das Denkmal K a i s e r F riedrichs vor dem Brandenburger Thor zwischen Friedensallee und Charlottenburger Chaussee errichtet werden. Win, 22. M ttiunbntn gtfonbtrttn nib czrchischrn Deleg wutbt bn Am Titzes zm Ri cäiibeSftistlichrn AG möglich, daß nt fomiitti borgenommei MiglingSkonftmiz ui 9iti, 22. Wz. buiifi bn M, fiot MMg behufs Desai l kc angeblichen v» •fW ttfllttx, bafc RoljUnfta ‘.’.U"?Q9 in dieS JWiert von den' 8’ 9-rtte »,r0J I ZT1' btj Es!.» ®t««a /f,« 11'“; L-Z T,r Mit« ^tr!? «r 6»*bi" Wdchmi-Z«s .illll«»»« -oulurrrnz adk flch mit einem ober thtn unb biefeiben «ch für brnAnfan btn EtenerzGem werben. Sein i. «h.,. ■ > fordert den W. lloamffion anf, ivielfach befyrv ! StubV ’onbiene an btn Aiärlfi Ehe bieSachet nicht ein einz '.Mit unbestimmten iber Öiarineüeröalt wolle Slatyit ütrlü ibie Marineverivalti : arbeite, jonbern nm Urteil bat bilden können. Die Granaten, die sie in die englischen Reihen sandten, richteten anfangs nicht viel Sck)aderl an. Erst in der letzten Zeit wurde das Material be!Jer und der Schaden entsprechend größer. Ihre größten Verluste aber erlitten die Engländer stets durch das Gewehrfeuer der Buren. Ihre Treffsicherheit war erstaunlich. Um so verhängnisvoller wurde den englischen Offizieren ihr ursprüngliches Verhalten. Die Offiziere betrachteten das Schlachtfeld anfangs viel zu sehr als Sportplatz und erschienen viel zu viel in prunkhaften Uniformen. Die großen Verluste an Offizieren führten aber dahin, daß sie allen Prunk, die blanken Knöpfe u. s w. beseitigten, ihre Uniformen denen der Mann- tchasten möglichst gleich machten, und es auch nicht verschmähten, gleich diesen ein Gewehr auf die Schulter * Dom Kriegsschauplatz. lieber den Verbleib der Burenkommandos, die bei Nor- valSJßont, Bethulie und Aliwal North das Vordringen der Engländer über den Oranjefluß möglichst lange aufzu- yalten hatten, nach dem Einzuge Roberts in Bloemfontein aber i,hre unhaltbar gewordenen Stellungen aufgaben, herrscht noch immer völliges Dunkel. Dem „Standard" wird heute aus Bloemfontein gemeldet, daß 4000 Transvaalburen von Colesberg nack) der Grenze des Basutolandes zu entkommen suchen; voraussichtlich würden sie gefangen merben Ferner meldet die „Times", daß die Engländer Smithfield, zwei Ortschaften nördlich und nordwestlich von Aliwal North besetzt hatten. Danach müßte man annehmen, daß der ganze Südosten des Freistaates bereits von den Buren geräumt ist. Smj0.JaWoher wird aber dann die Frage nach dem Verbleib jener Kommandos, zumal ein Reutersches Tele- granun aus Herschel meldet, daß noch am letzten Sonntag ?^rth gekämpft worden sei, und zwar haupt- sachlich auf der Freistaatseite des Flusses, obwohl die britischen Kanonen auf der Südseite standen. Die Buren wurden angeblich vollkommen überrumpelt und zogen sich über den Fluß zurück. Tas Gefeckjt auf dem kleinen Ber^ r.U lS?ar ^hr heftig. Die Briten verloren vier Tote i unb 15 Verwundete. Die Buren haben noch ihre Stellung i auf den großen Hügeln auf der Freistaatseite inne. Die ®u}-enGrtinerie war während des Gefechtes auf der Ali- ^U(Je JJ^en-trIert ~ Danach ist an diesem östlickisten ^unfr$e des Oranjeflusses der Einbruch in den Freistaal von cn.otJ> nicht erzwungen worden. Rouxville ltT1^ Smithfield durften daher nidjt von Truppen des Ge- I t^abai1 k Jokern von Springfontein und Bethulie I ^.besetzt worden fein Damit hätte dann Kommandant befehligt, den Feind auch im b 1 blrebe ihm in der Thal nichts weiter übrig, borf Basutoland auszubiegen. Ob ihm von °o-taus noch die Vereinigung mit einer der Hauptarmeen I her Buren gelingen kann, erscheint sehr fraglich. I Wie,a>us Kiel gemeldet wird, fand daselbst heute mittag in Abwesenheit des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen und unter Beteiligung der Admiralität und des Seeoffizierkorps der S t a p e l l a u f des Panzerkreuzers A statt. Admiral Köster hielt die Tauf, rede. Die Prinzessin Heinrich vollzog sodann die Taufe, in welcher der Kreuzer den Namen „Prinz Heinrich" erhielt. — Nach einer Meldung des „Berl. Tgbl." wird Freiherr von Hertling in den nächsten Tagen wieder in Rom erwartet. Am Zustandekommen der katholisch-theologischen (tanutat an der Universität Straßburg nach dem Wunsche der Reichsregierung sei nicht mehr zu zweifeln. — Die „Nat. Ztg." schreibt: Die Ver ha n o lu n gen über das Fleischoeschaugesetz zwischen der Regie- rung und der Mehrheit der zweiten Lesung ruhen vollständig. Es scheint überhaupt, als ob für die gesamte innere Politik die Parole: Vertagung bis nach Ostern aus- gegeben wäre. a« e11'1 SÄ i mäler war mit prachtvollen Blumen geschmückt. Bereits gegen halb 11 Uhr hatte sich vor dem Standbilde „Heinrich dav Kind" eine ansehnliche Versammlung eingefunden Es waren u.a. erschienen: Herzog Albrecht von Württem- verg, Flugeladjutant Generalmajor v. Scholl, Freiherr ,v. Senden-Bibran, die Minister v Thielen, Studt, v.Mi quel und v Rheinbaben, Staatssekretär Gras Bülow, General v. Hahnke, Oberbürgermeister Kirschner unb Prinz Sstlm-Horltmar. Gegen 11 Uhr kamen die drei jüngsten Prinzen, welche Matrosenunisorm trugen, unb t -Bittoria Luise, ganz in weiß gekleidet. Etwas ”acyi ußr erschien das Kaiserpaar. Der Kaiser trug die Uniform des Grenadierregiments Friedrich Wilhelm II. dem grauen Mantel, die Kaiserin war in tiefe Trauer v । gekleidet. Der Kaiser begrüßte die anwesenden Herren und .sonders hatten es die Buren auf die I zeichnete mehrere Künstler durch Ansprachen au? Nachdem Senb 91fanemnm', hnT ^^bcrröcke sie nicht leiden der Kaiser das Zeichen zur Enthüllung der Denkniüler Rollte daher auch den Hochländern die I gegeben, besichtigte .er unter Führuna der Schöpfer der- gewöhnlichen Hosen anziehen, aber dieser wohlgemeinte I leiben, Reinhold Begas, August .>eraus Brütt und Baum- Plan scheiterte daran, daß die Leute mit der größten | bad), die verschiedenen Gruppen und'sprach den Herren Hartnäckigkeit die Ho|en zuruckwiesen. Auffallend war ' die fortgesetzte Abneigung der Buren gegen Nachtgefechte. Nur ein einziges Mal, als sie einen zähen Angriff der Eiiglander zurückschlugen, feuerten sie auch des Nachts noch; sonst kämpften sie stets nur am Tage und zogen sich bei Eintritt der Dunkelheit jedesmal wieder zurück. Tie Engländer waren damit natürlich sehr zufrieden, wenn sie ungünstig engagiert waren. Heber den Mißbrauch der weißen Flagge und die Mißachtung des Roten Kreuzes ist viel geschrieben worden. Dr. Krummacher hat von einem erwiesenen Mißbrauch oder einer nachgewiesenen Mißachtung nichts erfahren. Seine Sanitätsabteilung wurde von den Buren öfter mit Granaten beworfen; sie stand dann aber dicht hinter der Gefechts- üme und außerdem durch Kavallerie verdeckt, so daß die Granaten wahrscheinlich dieser gegolten haben. Wie bekannt, brachten die Engländer einen Sanitätswagen ber Buren auf, aus dem vier Aerzte gefangen nach Kapstadt abgeführt wurden. Die Gefangennahme geschah, weil man die Betreffenden nicht für Aerzte hielt, und' weck aus dem Wagen heraus auf die Engländer geschossen worden sein soll. Erst in Kapstadt wurde festgestellt, daß man es in der Thal mit Aerzten, zwei deutschen, einem französischen und einem englischen zu thun hatte. Alle vier wurden zu den Buren zurückgesandt. Daß aus dem Wagen geschossen worden sei, bestreiten nicht nur )ie, sondern auch ihre Begleitmannschaften. Als die Buren ihre Stellungen räumten, machte dqs nicht den Eindruck eines großen Erfolges der Engländer. Es schien vielmehr, als ob die Buren des Scheibenschießens über- brüssig geworden und plötzlich davongegangen feien. Bei beginn des Krieges lehnten bekanntlich die Engländer die Hilfe des deutschen Roten Kreuzes ab, während die Buren sie dankbar annahmen. Nun sind beim Rückzug I der Buren ihre wenigen beweglichen Sanitätskolonnen Zum Teil soweit zurückgeblieben, daß sie hinter die Front der Engländer gerieten. Ob diese Abteilungen den Buren wieder zugesandt worden sind, ist nicht bekannt. Was die klimatischen Verhältnisse betrifft, so hatten unter diesen die Engländer natürlich am meisten zu leiden, aber auch die Buren waren gegen sie nicht ganz gefeit Die Stimmung der englischen Truppen war nach den wiederholten Niederlagen oft sehr gedrückt und hob sich erst I mit Lord Roberts und Kitchener's Landung. Telegramme deS „Gietzever Anzeiger". London, 23. März. Lord Roberts wird, wenn die zurzeit noch unterwegs befindlichen Verstär-dngen alle bei ihm emgerroffen sind, über eine Gesamtarmee von über 240 000 Mann verfügen. London, 23. März. Die Nachricht von der Schlappe die das Plumer'sche Korps in den Tagen vom 13. bis «ÜL bei Lobatsi erlitten hat, bereitet hier größere Enttäuschung, als manch schwere Niederlage im früheren Verlaus des Feldzuges. Seit mehreren Tagen rechnet man hier beinahe stündlich auf de« Entsatz von Maseking, ebenso mn Kap, wo schon der Tag von dem Bekanntwerden des Entsatzes als Feiertag bestimmt war. Der Erfolg der Buren bei Lobatsi setzt dem englischen SiegeS- Ivbel einen bedeutenden Dämpfer auf. Londo», 23. März. Laffans Bureau veröffentlicht ein Telegramm aus Kronstadt vom 21. d. M.. Hier herrscht große Aufregung. Es wird berichtet, daß General G a t a c r e m i t ’*1 ”e” ganzen Stabe gefangen genommen worden sei. Es wird behauptet, daß er von dem Gros seiner Truppen adgeschnitten wurde und von dem Kommandanten Olivier, welcher augenblicklich an der Grenze operiert, gefangen 'ge »ommen worden ist. Es geht ferner das Gerücht, daß die Engländer 11 Geschütze verloren haben. London, 23. März. Die „Times" veröffentlicht folgendes Telegramm aus L o r e n z o M a r q u e z vom 22 März • i Den Burenblättern zufolge bessert sich die militärische L.age Transvaals mit jedem Tage, weil sich die Freistaates den Burentruppen anschließen. N-u- Truppen treffen täglich in Trans- vaai ein. r südafrikanischen Kriegsschauplätze e $ en S?nnta9 die Stabsärzte Tr Krummacher «tobe Wilhelms-Akademie und Tr. Schmidt vom »inQben®Ütp'tSm^nt ScTli" zurückgckehrt Beide »nt8H«oW>ra5wJl ber auf Anordnung des Kriegsministers »or Maa!?skome ' IDUrb.™ in diese als Sanitätsoffiziere vor Magerssontem eingereiht und verweilten bis 21 ftebr $-nmmn«hnä lh^?aut)Ia6e' um baun nach Ablauf ihres tsntomne uno Eindrücke plaudern zu hören • Die sanitären Einrichtungen der englischen Armee waren nach Tr. Krnmmachers Mitteilung u gut ^n dieser Beziehung tonten alle Vorbereitungen n^ofkn flum Sd)u() gegen d,e Äitze am Tage und die Kälte bei Nacht führten die Engländer große gelte mit d e Tropen bei Magerssontein fefr z°n statten käme ü Von her Anwendung der Dum Dum-Geschosse oder der Marke 4 der Gewehrgeschosse (mit eingedrückter Spitze) haben beide deutsche Aerzte nichts wahrgenommen, obwohl fkb unter den 2000 Verwundeten, die sie zu Gesicht bekamen auch zahlreiche Buren befanden. Die Kriegführung der Buren hat auf Dr. Krummacher einen ausgezeichneten Emdruck gemacht, soweit er sich als Sanitätsoffizier ein 6- //. -___jg Sm (I3?' <* 11 W unb gonill ÄWt WMhib len geschmückt. F m Standbilde>• Eng eingefuO.7 "brecht von $- or v. Scholl, h Wlen, Stndl-' ■Wetar Graf 5- lneister KWe, 1 Uhr tarnen die ^nunifom trugen, und weiß MM yr/Mr paar T« Mr tnia ti MnchLAüNL. ’m mr ra MÄMi fyttm uni Wachen aus. 'Nbia iilliuig der Ttnhnakt mg der Töpfer du- /y, KM und Saum > sprach den herrei Mtz der ^ever begab M \n das LümgH tzelms II. letzte Obnj Mrets einen tostbam, eches^or Reinhold 8p Klasse, dem AM-, Professor BaMd» Professor Ar. M taifer MMm Lw u Charlottenburg m chmückt. $#reit- rergelegt. Um 10 lld , Mausoleum. Am mrden heute moryei erklärt gegenüber drn z keinerlei derbar?- ,gton und Non neu i Südasck^^ Sa.) roini< htÄ/el' 1 «torr« r JustiMMMM T Brandenburger ttenburger Lpss« en und der W Mejligungder er Stapellau - Köster Velt die^. KW W ?Ä kSjsJ füÄi gg!sr- r$.$s* :;*5S nsallv t t-DNtek nt von in letzter Zeit ben diesem lossagte, teilte auf einer Reise in den letzten Lagen dem Ersteren folgendes mit: In der Budgetkommission des Reichstages hat man den Ge- schäftSgewinn der Firma Krupp aus den Lieferungen für das Reich noch viel zu gering geschätzt. Dor einiger Zeit lieferte Krupp Rohre zu Feldgeschützen mit 4800 Mark. Die Konkurrenz erhielt dann einen Auftrag für die gleiche Sorte mit 1950 Mark. Darauf setzte Krupp seinen Preis von 4800 auf 1900 herab. Granaten liefert Krupp mit 8,50 Mark, die Konkurrenz hat sie mit 5 Mk. geliefert. ES ist ein Irrtum, daß Krupp allein Nickelstahl für die Flotte liefern könne. Die Fabrikationsmethode ist fein Geheimnis und stammt aus Frankreich. Jeder intelligente Fabrikant kennt die Methode. Wenn nur eine Konkurrenz geschaffen würde für Krupp und Stumm, so könnte der Bedarf um die Hälfte billiger gegen den an Krupp gezahlten Preis gedeckt werden. Aber das ReichSmarine- amt stellt Bedingungen, welche das Aufkommen einer Konkurrenz unmöglich machen. So verlangte daS ReichS- marineamt die Einrichtung eines Schießplatzes zu Proben in demselben Umfange, wie der Krupp'sche Schießplatz. Der letztere aber ist der Firma Krupp vom Staate gegen eine Pachtsumme überwiesen worden. Diese Einrichtung für Schießproben verlangt für 24.Zenttmetergeschütze 2 bis 3 Millionen, für 15-Zentimetergeschütze 300,000 Mk. Ohne bestimmte Zusicherung der Legierung kann niemand so große Summen von vornherein riskieren. Stumm macht selbst wenig Nickelstahl, aber er wird von Krupp mit hohen Summen für die Unterlassung einer Konkurrenz abgefunden. Würde die Regierung sich mit einem oder mehreren Fabrikanten in Verbindung setzen und dieselben mit Aufträgen versehen, beziehungsweise für den Anfang mit Kapital unterstützen, so könnten den Steuerzahlern viele Dutzend Millionen erspart werden. Köln a. Rh., 22. März. Die „Köln. Volksztg." fordert den Reichstag und insbesondere die Budgettonmission auf, allen Ernstes in eine Prüfung der vielfach besprochenen Angaben einzutreten, Srnpp verdiene allein bei dem Flottenprojekt an den Nickelstahlplatten 176 Millionen Mark, tzhe dieSachenicht völlig klar gestellt sei, könne licht ein einziges Schiff bewilligt werden. 3M unbestimmten Redensarten dürfe der Reichstag von drc Marineverwaltung sich nicht abspeisen lassen. Er müffe volle Klarheit verlangen. Es komme nicht in Betracht, ob die Marineverwaltung am liebsten mit gereiften Firmen arbeite, sondern nur ob andere es billiger machen könnten. Ausland. Wien, 22. März. Bei den heute vormittag statt- jtfmibencn gesonderten Besprechungen zwischen den deutschen mb czechischen Delegierten der Verständigungskonirren z wurde der Anregung, ein Subkomitee zur Beratung eines Gesetzes zur Regelung der Sprachenfrage bei den landesfürstlichen Behörden einzusetzen, zugestimmt. Es ist Aher möglich, daß noch heute abend die Wahl des Sub- lomitceS vorgenommen und dann die Sitzung der 93er» WdlgungSkonferenz vertagt wird. töten, 22. März. Einer ofsiziösen Petersburger Mel- fcung der „Polit. Korresp." zufolge ließ die russische Regierung behufs Desavouierung aller Gerüchte, betreffend die angeblichen russischen Pläne auf dem Balkan in Sosia Hziell erklären, daß Rußland keinerlei Erwerbung einer Ko h len st ation im bulgarischen Litoral e b»eab sichtige. Triest, 22. März. Die Trauung der Kron- vmvzessin Witwe Stefanie hat heute vormittag 1.1 Ähr stattgefunden. Der Tag, anfangs trübe und regnerisch, hatte sich vollständig aufgeheitert. Um 11 Uhr begab sich die Kronprinzessin in taubengrauer, reich mit Spitzen besetzter Seidenrobe an der Seite des Grafen Lonya y in die Schloßkapelle, wo der Bischof Dr. Mayer, lchstiert von den Hofkaplanen Fischer und Eolbrie, hm Trauung vornahm. Als Trauzeuge der Kronprinzessin 1 rangierte der Oberhofmeifter Graf Cholonienski, als fmzeuge des Grafen Lonyay, dessen Bruder Gabriel. die Frage des Bischofs, ob sie die Ehe eingehen i Men, antworteten beide sehr laut und vernehmlich: „Ja!" 5v'ic Neuvermählten verbleiben noch mehrere Tage im ^loß Miramare und begaben sich sodann an die Riviera. Paris, 22. März. Der „Temps" veröffentlicht ein * Wegramm aus Petersburg, in welchem mitgeteilt wird, die russische Regierung bei der englischen Negierung das Recht beansprucht hat, in Nombay ein Generalkonsulat zu errichten. Die emlische Regierung habe sich zuerst geweigert, Rußland Mmngthuung zu geben. Die Unterhandlungen wurden jijidch wieder ausgenommen, nachdem Rußland geltend gemalt, daß eS durch den russisch-englischen Vertrag von 10859 als bevorzugte Macht behandelt werden müsse, und btrf die übrigen Staaten, die in demselben Verhältnis zu Gugland stehen, Generalkonsulate in Bombay errichtet HMn. Lvndou, 22. März. Die Tochter Parnells, des be- Meiten Verfechters der Freiheit in Irland, hat einen Brief am „QFreeman Journal" gerichtet, in welchem die Reise der Wolgin Viktoria nach Irland besprochen wird, und eS am Scblnfse heißt, daß die Reise bestimmte politische Zwecke v'chlge, nämlich, die Einstellung von Irländern in d'ieArmee zu begünstigen. K^nstautinrprl, 22. März. Der Finanzminister richtete «’ii sämtliche Valis ein Rundschreiben, in dem er ihnen anlzeigt e, daß infolge eines Beschlusses der Finanzkommission unter Zustimmung des Sultans demnächst eine sechS- prozentige Erhöhung der Zehntabgaben, sowie der Hammelsteuer in Kraft treten wird. Lokales xnb Provinzielles. *• Kaufmännischer Verein Gieße». Auf die am Sams- tag den 24. März im Steins Saalbau stattfindende Abendunterhaltung sei auch an dieser Stelle aufmerksam gemacht. *• Polizei? nicht. Gestern nachmittag verunglückten zwei Zrmmerleute an einem Neubau in der Frank- furterstraße dahier dadurch, daß das zum Aufziehen des Gebälks verwendete Seil sich an der Schlinge löste und demzufolge ein schwerer Balken herunterfiel. Hierbei wurde der Meister Wilhelm Bruck von Oppenrod getroffen und brach beide Beine, während der Zimmergeselle Ludwig Arnold mit einer leichten Verletzung am Rücken davonkam. — Der im gestrigen Anzeiger benannte, wegen Ein- bruchsdiebstahl verfolgte August Rink von Wieseck stelltetzsich gestern abend freiwillig auf der Polizeiwache. W. Friedberg, 22. März. Gestern mittag kurz vor 3 Uhr sprang der letzte Wagen eines Güterzuges beim Rangieren aus dem Geleise. Der Zug fuhr zum Glück sehr langsam und konnte fofoit zum Stehen gebracht werden, sodaß kein Materialschaden entstand. Dem Lokomotivführer des gerade von Frankfurt heransausenden Per- sonenzuges 779 konnten durch Winken noch rechtzeitig die notwendigen Signale gegeben werden, sodaß der Zug noch vor der Stelle, an welcher der herausgesprungene Wagen nahe am Geleise dieses Zuges stand, hielt. Auf einem anderen, als seinem gewöhnlichen Geleise, verließ dieser dann die hiesige Station. Das Hindernis war rasch beseitigt. — Seit Anfang dieser Woche sind wir auch mit einem Warenhaus beglückt. Es befindet sich in dem der neuen Post gegenüberliegenden Eckhaus. Der Zudrang des Publikums zu diesem Laden ist ein ungemein starker. In den Verkaufsräumen herrscht den ganzen Tag über ein Gedränge, das kaum den Durchgang gestattet. Man hatte eine solche Frequenz in einem Städtchen wie Friedberg nicht erwartet. Die tägliche Einnahme beträgt dem Vernehmen nach zwischen 700 und 1000 Mark. Den größten Teil der Käufer stellt die Umgegend. Wie weit der Reiz der Neuheit die Leute in das Geschäft treibt, muß die nächste Zukunft lehren. erfahrungsgemäß beim Quar- AH, talwechsel eintretende Störungen im Bezug zu vermeiden, ersuchen wir unsere verehr!. Abonnenten, schon jetzt die Erneuerung ihres Abonnements bei den betreffeudenPostanstalten,Zweigstellen und Zeitungsträgern bewirken zu wollen. Neuhinzutretende hiesige Abonnenten erhalten vom Tage der Bestellung bis 30. März den Anzeiger kostenfrei zugestellt. Verlag des Gießener Anzeigers. Universität und Hochschule. — Cmamttt Dr. phil. Hans Stumme, Privatdozent für semüische und hamitische Sprachen an der Universität Leipzig zum a.-o. Professor für Neu-Arabisch und afrikanische Sprachen. — Hadilittertr An der Universität München der geprüfte Rechtspraktikant Dr. August Köhler aus Erlangen für Strafrecht und Strafvrozeßrecht. Arbeiterbewegung. Telegramme des »Gießener Anreiger^. Berlin, 23. März. Die gestern abend stattgehabten Versammlungen der Arbeitnehmer des Tischlergewerbes haben sich sämtlich für die Fortsetzung des Streikes ausgesprochen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vem 81. März. Wechsel auf New-York zu 4.211/r221/|. Prämien auf Kredit per ult März 650. o/k do. per ult. April 1.75^/, Diskonto Kommandit per ult. März 0 6-0/0, do. per ult. April 1.7C*/o Lombarden per ult März 0.65r/o, do. per ult. April 0.80%, Berl. Hondelages per ult. April 0.00%. Notierungen: Kreditaktien 234.90.00-00-000, Diskonto- Kommandit 197.30-00-000-00, Staatsbahn 136.50, Gotthard 142.—, Lombarden 28.60, Ungar. Goldrente 97.10, Italiener 94.70, 3proz Mexikaner 26.00, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.20V* Privat-Diskont 53/a°/o Geld. D/i bis 2®/< Uhr: Kreditaktien 234.90-000.00, Diskonlo-Komman- dit 197-20, Staatsbahn 136 50-80, Lombarden 28.60. Schiffsnachrichteu Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten- Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen. 22. März (Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrauben-Schnellpostdampfer Kaiserin Maria Theresia, Capt. L. Störner, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Postdampfer Darmstadt, Capt. B. Wilhelmi, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Poftdampfer „Switzerland* der „Red Star Sink*, in Antwerpen, ist laut Telegramm am 21. März wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Kirchliche Nachrichten. Evs»,elifche • emeiikt. IW der Stadtttrche. Gottesdienst. Gvnntag den 28. März. Lätare. Vormittags 9 Vt Uhr: Pfarrassifient Dr. Heußel. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MatlhäuSgemeind«. Pfarrer Schlosser. Abend- 6 Uhr: Siehe JohanneSkirch«. Mittwoch den 28. März, abend» 6 Uhr: *« PasfionS- andacht. Pfarrer Dr. Grein. In der Johannedkirche» Vormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: KindergotteSdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die LukaS- und Johannes- gemeinde im AbendgotteSdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. — Zu dieser Abendmahlsfeier in der Passionszeit werden mit der Gemeinde insbesondere auch die Neukonfirmierten des vorigen JahreS und der vorangehenden Jah>e herzlich eingeladen. Montaa den 26. März, abends 8 Uhr: »ttelstrrnde tm Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: 2. Theffalonicherbrief. Kap. 2. Die Zeit und die Zeichen der Wiederkunft des Herrn. Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. SamStag den 24.März. ^tachmtttagS um 4>/» Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit tut heil. Beichte. Sonntag den 25. März. 4. Aastensonntag. Vormittag- von 61/» Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Eommunwn; , um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. „ um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5 Uhr: Ehristenlehre; darauf PasfionSandacht. Mittwochabend um 6 Uhr ist Fasten-Andacht. Pottrrdirnst in btr Iymryoge. Samstag den 24. März 1900. Vorabend 6« Uhr, morgens 9 Uhr Predi-t, nachmittag« S Uhr, Sabbathausgang l36 Uhr Gottrrdirust btr israelitischen Keligio«ztßM>Mft, Sabbathfeier am 24. März 1900. Freitag abend 6" Uhr, Samstag vormittag 8» Uhr, nachmittags 38» Uhr, Sabbathausgang 790 Uhr. Nachmittag 3 Uhr: Gesetzeslehre. WochengotteSdienft morgens 7 Uhr, abendS 6« Uhr. Krurste Meldungen Depeschcv deS Bureau »Herold'. Derli», 23. März. Die Budget-Kornrnission deS Reichstages hat sich, nachdem Abg. Müller-Fulda wieder genesen ist, nunmehr entschlossen, am Dienstag nächster Woche zu- sammenzutreten und über die Flotten-Vorlage eine Generaldebatte zu veranstalten. Wien, 23. März. Die neue Wiener Gemeinde- wahl-Ordnung, durch welche die Herrschaft der Christlich-Sozialen im Gemeinderat fest begründet werden soll, und den größten Teil der Arbeiter von dem Wahlrecht in der Gemeinde ausschließt, ist trotz aller Proteste sanktioniert worden. Es ist nun eine stürmische Gegen-Agitation der Sozial-Demokraten zu erwarten. Die liberalen Gemeinderäte werden wohl auch chr Mandat niederlegen. Triest, 23. März. Erzherzog Franz Ferdinand hat der Kronprinzessin Stephanie ein Glück- wunsch-Telegramm gesandt, ebenso die Erzherzogin Marie Valerie und der Erzherzog Eugen. Das junge Paar wird am 18. April an der Riviera eintreffen und bis zum 1. Mai dort verbleiben. Sodann reisen sie nach Ungarn. Paris, 23. März. Die letzten Nachrichten aus M a r o k k o melden, daß die Spannung zwischen der marokkanischen und französischen Regierung infolge der Besetzung von Jnsala durch die französischen Truppen einen sehr ernsten Charakter angenommen hat. Die Lage giebt Anlaß zu sehr ernsten Besorgnissen, und die Regierung hat beschlossen, sofort zwei Kriegsschiffe nach Tanger zu entsenden, um allen Eventualitäten vorzubeugen. Im Notfälle soll sogar ein ganzes Geschwader nach der marokkanischen Küste gesandt werden. Kirchenplatz II. — Herrenkonfektion. — iH Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckers! des Giessener Anzeigers, Schuleträsse 7, die schnellste Anfertigung von Trauer* brlefen und Danksagungskarten, welche auf Wunsch couvertief geliefert werden. Butzbach, den 22. März 1900. 2288 Die Beerdigung findet Sonntag den 25. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, statt. Im Namen aller Hinterbliebenen: Gustav Bock. Statt besonderer Anzeige. Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass unser teurer, unvergesslicher Vater, Bruder, Schwiegervater und Grossvater Herr Christoph Dietrich Stoeriko heute mittag 12 Uhr sanft dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Dr. A. Stoeriko. Todes-Anzeige. Der Tod entriss mir meine heissgeliebte Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Tochter, Schwägerin und Tante Helene Boek, geb. Sternfeld, im Alter von 35 Jahren. 2240 Berlin W., Tauenzienstrasse 13. Bekanntmachung. Der von der Stadtverordneten - Versammlung in ihrer gestrigen Sitzung festgesetzte Voranschlag der Stadt Gießen für das Etatsjahr 1900/1901 nebst Voranschlag des Stadterweiterungsfonds und des städtischen Gas- und Wasserwerks liegt in Gemäßheit des Art. 83 der Städteordnung während acht Tagen zur Einsicht jedes Beteiligten in dem Bureau, Zimmer Nr. 15, der unterzeichneten Stelle offen. Gießen, den 23. März 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2243 Gnauth. Bekanntmachung. Der Sprechverkehr zwischen Gießen einerseits, sowie Tauberbischofsheim und Wertheim andererseits wird am 1. April eröffnet werden. Darmstadt, den 16. März 1900. Kaiserliche Ober Postdirektion. ________________________Maier.____ Herein zur Jörderung des Handwerks unter Israeliten. Zu dem Sonntag den 25. März, abends sy2 Uhr, im Saale des „Grotzherzog von Hessen" stattfindenden Vortrag des Hm« lehret Marx übet: Mendelssohn und die sittliche und geistige Wiedergeburt der Jude» werden die verehrlichen Mitglieder des Vereins nebst ihren Damen ergebenst eingeladen. Gäste find willkommen. 2239 Der Vorstand. K-huhofstr. Westendhalle. sahnhofkr. Morgen Samstagabend: 2245 Großes, fidel. Bierkonzert. Anfang 7 Uhr. Eintritt frei. Es ladet ergebest ein C. Kuller. Soeben bei Pierson erschienen: „Die reiche Frau“ Studie in 3 Akten von Ph. Ohler. Zu beziehen von der Fehsenfeld’schen Univ.-Buchhandlung. Preis Mk. 1.—. . . . Das flott geschriebene Werkchen, von einem Kollegen geschrieben, behandelt die Sucht nach der reichen Frau und den Leichtsinn der jungen Leute in der Grossstadt und spielt im Juwelierladen. Wir empfehlen die Anschaffung des Werkchens .... 2241 Deutsche Goldschmiede-Zeitung. ' lichiinntmiiiljiniiiiii Die KslMsteiseruns vom 21. d. Mts. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 3. April an bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Mittwoch den 4. April, morgens 8 Uhr. Gießen, 22. März 1900. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. ___________Heyer._______2232 Ausverkauf deS Warenlagers des Hutmachers C. L. Gail, DDE" Seltersweg 25, zu herabgesetzten Preisen. 2249 Die Koukursverwaltnug. 11‘iiipfi’liliiiiiirii Notschlachtung. Kuhfleisch per Pfund 40 Pfennig von Freitag vormittags 8 Uhr ab 01139 Lahnstrasse 5. Ämtf-Gelnche 01135] Einige Körbe ZSmc zu kaufen gesucht. £. K. Müller, _________________________Schillerstraße 26. lürrniirtnnrieii 2247] Eine Wohnung von 4 Zimmern nebst Küche per 1. Juli zu vermieten. Näheres Neustadt 6._______________ 01188] Schön möbl. Zimmer und zwei Schlafstellen zu verm. Wallthorstr. 46. Offene Stellen Tttcht. Schuhmacher gesucht. Katl Müller, Liebigstr. 64. 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Dir LlhlltznlhnlsiS Davbkillzrli in Wirs Dir rtlchn T« «uv hchsarnrnln ott SMÖnngtn anfhalten. öen: ®ro Das GkHnzi an die Großh, ßi Ullleüshaafro, ßt gi rofiea ßafttf, Die vorstehende',B lt> vEiche Weise ve v. I -detr.: Lorschriften vorn 1. zu Brschäfligutii beiierinnen. 3)a8 EroßdeP 6* P°Uzri "ürgrrweisie AWi^ahn Die des 3Jla- Sraiienle, Ke ® tihmcn ein 1 b' £*« tönen. Ä * .'1 einer V 5 enW ,ch-- Nren"5? KrziL rtetr U'chx