ir: Siebenen: eller. :u«r 1900. ir- nachmittag« °u- statt. nz. dagegen tUdt 'M Mavaerchor. Voretand. ■am vier! Kit •6, Kaiwiti Kraosse. ivtri? SO ff(, W tnfragen ttitti unwrteiM bendunterh- ^eweu hsk her müßen n en aulegen, lom'te. r. 1900: tW .„rrfli«' ‘ W- flöt* ufsch'^ ing ffrfaifflf- . guWle. abe^° - SauSyML »itt»o»adtnd 81- ,9, rs.E, «-ns'MU Off Zweites Blatt Samstag den 24. Februar WOO Gießener Anzeiger Keneral-^nzeiger Amts- «nd Anzeigeblatt für den Kreis Gieszen KZejugsprei« Vierteljahr!. Mk 3M monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohu; durch die AbholesteLe« Vierteljahr!. Mk. IM monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährt. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. !■*•**< »»« Anzeigen zu der nachmittags für den tatftubfrv 1*8 erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. ZwbesteSungen spätestens abend» vorher. »r. 46 ^scheint täglich Wit Ausnahme de« Montag». Die Gießener pitetHtitf (Itter »»erben dem Anzeiger ta Wechsel wtt ,Hefl. kaadwirt" *. „B«t»er pr Hess, »olkskunde» »Schtl. 4 mal beigelegt. RiHMm, «rptdition und Druckerei: Kchnlstraße Nr. 7. Gratisbeilage«: Gießener Famiiienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische UalKsKunde. ________ ~ 1 ■"* Adreffe für Depeschen: N»reiger $U|t*e Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Bettenhausen, Kreis Gießen. Nachdem sich in dem AbstimmungS - Termin vom 23. November vor. IS. 68 Grundeigentümer, welche mit 86,8220 Hektar Fläche beteiligt sind, gegen die Feldbereinigung der Gemarkung Bettenhausen erklärt haben, während im ganzen 229 Grundeigentümer mit 416,1113 Hektar Fläche an dem Unternehmen beteiligt sind, hiernach also mehr als die nach Art. 6 des Feldbereinigungsgesetzes erforderliche Mehrheit für die rubr. Feldbereinigung vorhanden ist, und nachdem innerhalb der gesetzlichen Frist keine Einwendungen gegen die Zulässigkeit, bezw. Rechts- bestLndigkeit des Abstimmungsergebnisses erhoben worden sind, hat die Großherzogliche Obere landwirtschaftliche Behörde den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten angeordnet imb den Unterzeichneten zum Bereinigungskommiffär ernannt. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntnis bringe, lade ich in Gemäßheit des Art. 16 des Gesetzes vom 28. Sep- lember 1887 die sämtlichen beteiligten Grundbesitzer zu einer am Dienstag dem 20. März 1900, vormittags 11 Uhr,' toi Gemeindehause zu Bettenhausen stattfindenden -Versammlung ein. Diese Versammlung hat: 1. darüber zu beschließen, ob die im Grund-(Flur-) Buch enthaltenen Größenangaben, oder ob die durch eine Vermessung zu ermittelnden Flächengehalte der Bereinigung zu Grunde zu legen sind; 2. zu bestimmen, wie die Bereinigungskoften aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt, oder den Abschätzungswert der Grund- stücke, oder durch Bildung und Verkauf von Massengrundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfnis erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalaufnahme aufgebracht werden sollen; 3. die zur Vollzugskommission zu berufenden Sach- verständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seilens der beteiligten vorgebracht und beraten werden. In dieser Versammlung hat ein jeder anwesende, be- Mgte Grundeigentümer eine Stimme; die Beschlüsse er- 1-rdern zu ihrer Giltigkeit eine Mehrheit von Zweidritt- teilen der Anwesenden, und sind unter dieser Voraussetzung «vlh für die nichterschienenen Beteiligten verbindlich. Kommen giltige Beschlüsse nicht zu stände, so hat zu 1. durch Vermessung der Grundstücke die Ermittelung des Flächengehaltes derselben zu erfolgen, zu 2. die Bollzugskommission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen, zu 3. die Großherzogliche Obere landwirtschaftliche Behörde die Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Friedberg, 17. Februar 1900. Der Großherzogliche Bereinigungskommissär: Süffert, Regierungsrat. △ Die lex Heintze. Gießen, den 22. Februar. 1900. Schon seit mehreren Jahren steht im Reichstage die lex Heintze, d. h. ein Gesetzentwurf auf der Tagesordnung, »sicher den Zweck hat, alle Unsittlichkeit zu bannen, das Tvlk vor jeder Verführung zu schützen und die Verführer durch hohe Strafen zu treffen. Schon der Umstand, daß dir Vorlage bisher unerledigt geblieben ist und von einer Srssion in die andere übernommen werden mußte, ist ein Am eis dafür, wie schwierig die Materie ist, wie verschieden die Anschauungen sind über die Mittel und Wege, die wirkte Abhilfe bringen sollen gegen die angeblich immer mehr zmlhmende Verderbtheit der Moral. Man sollte meinen, öaß die Zeit, während welcher der Gesetzentwurf zur Ver- ^inbilung stand, wahrlich genügt hätte, um etwas Brauch- brre-s zu schaffen, falls überhaupt ein Bedürfnis zu den mrg.eschlagenen Gesetzesbestimmungen vorlag. Jedenfalls ist di ese Bedürfnisfrage nicht auf allen Seiten bejaht worden, «sd die Erfahrung sollte längst gelehrt haben, daß es vergebene Mühe ist, die Sitten durch strenge Strafbestimmungen zu bessern. Der Reichstag hat sich auch in der laufenden Session eingehend mit der lex Heintze beschäftigt, er lieferte jedoch einen Beweis für die Thatsache, daß man auch des Guten zu viel thun kann. Die Mehrheit hat Bestimmungen in die Vorlage ausgenommen, von denen die Regierungsvertreter erklärten, daß sie unannehmbar seien und voraussichtlich das ganze Gesetz zum Scheitern bringen würden. Ein großes Unglück wäre das nun nicht gewesen, aber neuerdings heißt es ja, daß auf Grund von vertraulichen Besprechungen, die zwischen Vertretern der Mehrheitsparteien im Reichstage und des Reichsjustizamts stattgefunden haben, eine Form gefunden worden ist, die zu einem Einvernehmen bezüglich der lex Heintze führen wird. Als unannehmbar für die Regierung war u. a. auch der sogenannte Theaterparagraph bezeichnet worden; da nach einer offiziösen Verlautbarung die Regierung bezüglich dieses Paragraphen auf ihrer Anficht beharrt, so wird also, falls wirklich eine Verständigung erzielt werden soll, das Zentrum nachgeben müssen. Es liegt uns gänzlich fern, der Unmoralität das Wort zu reden, aber wir sind doch der Ansicht, daß das Zurückgehen auf den Standpunkt, welchen die Regierung bezüglich der lex Heintze einnimmt, einen Gewinn bedeutet. Die vom Zentrum beantragten rigorosen Bestimmungen mögen ganz gut gemeint sein, aber sie treffen doch in den weitaus meisten Fällen nicht diejenigen, für welche sie bestimmt sind. Ueberhaupt ist die Hoffnung, daß durch das Gesetz eine Hebung der Sittlichkeit herbeigeführt werden wird, überaus gering; es wird aller Wahrscheinlichkeit nach alles beim alten bleiben. Man hatte auch bei dieser Gelegenheit von Meinungsverschiedenheiten unter den maßgebenden Stellen gesprochen, aber offiziös wird ja betont, daß in der Regierung über die der lex Heintze gegenüber gellenden Anschauungen völlige Uebereinstimmung herrsche. Es ist demnach, wenn die obige Meldung bezüglich der erzielten Verständigung richtig ist, nicht ausgeschlossen, daß die Vorlage noch in dieser Session Gesetz wird. Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Landftäude. nn. Darmstadt, 22. Februar 1900. Die Sitzung wird um einhalbzehn Uhr eröffnet. Am Ministertisch Staatsminister Rothe, Finanzminister Küchler, Justizminister Dittmar, sowie die Räte des Staatsministeriums. Die Debatte über die Verlängerung des F i - nanzgesetzes wird heute nochmals fortgesetzt. Abg. Sch mehl bedauert, das; sich die Debatten so lange hinausziehen und wünscht, daß man endlich doch Zeit und Geld sparen möge. — Den Standpunkt des Herrn Finanzministers bezüglich des Verhältnisses der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft zu Darmstadt teile er nicht. Er könne nicht anerkennen, daß man derselben das Durchfuhrrecht für eine andere Betriebsart als für eine Dampfstraßenbahn erweitern wolle. Hierdurch werde die Stadt Darmstadt bedeutend geschädigt. — Der Rückzug des Abg. Schmitt sei selbstverständlich gewesen, und mit seiner abgegebenen Erklärung habe er sein Unrecht an der Persoit des Herrn Staatsministers anerkannt. Gründe zu seinem Vorstoß seien nicht vorhanden gewesen. Seine Partei werde den konfessionellen Frieden wohl zu wahren wissen. Greife man sie aber auf politischem Gebiet an, so werde sie auch auf dem Plan sein. Ministerialrat Braun nimmt zunächst den von dem Abg. Bähr angegriffenen Landwirtschaftsrat in Oberhessen, insbesondere die Herren Hofmann, Hahn-Wenigs, v. Oven und Schade in Schutz. Diesen um die Landwirtschaft verdienten Männern habe der Abgeordnete den Vorwurf gemacht, daß sie ihre Stellung im Landwirtschaftsrat dazu ausgenutzt hätten, um sich pekuniäre Vorteile zu ver- . schaffen. Diesen Vorwurf weise er entschieden zurück. Das “ stärkste habe sich der Herr Abgeordnete geleistet, als er sagte: er müsse sich schämen, wolle er Herrn Schade mit der Thätigkeit des verstorbenen Abgeordneten Glaser vergleichen. Er stellt fest, daß Herr Schade bedeutende Verdienste um die Landwirtschaft habe, und daß es daher ganz unqualifizierbar sei, in solcher Weise aufzutreten. Was die vorgebrachten Klagen bezüglich der Organisation der Landwirtschaft betreffe, so werde Abhilfe eintreten, soweit es der Regierung mit den vorhandenen Mitteln möglich sei. Bestehende Differenzen würden, wo sie hervortreten, ausgeglichen. Ministerialrat Eisenhut h giebt Auskunft über die Anfrage oes Abgeordneten Schmitt wegen der Gymnasi- umsfrage. Bezüglich der Thätigkeit der Kreisschulinspek- toren bei Prüfungen habe er die gleiche Ansicht wie der Abg. Backes. Den Kreisschulinspektor dürfe man nicht un- thätig in die Ecke setzen, während andere prüfen. Hier müsse eine Aenderung eintreten. Abg. Reinhardt weist mit Entschiedenheit den ihnr gemachten Vorwurf zurück, als habe er zum Kulturkampf aufgefordert. Seiner Rede habe man eine Bedeutung gegeben, die er nicht hineingelegt habe. Er bespricht sodann auch den Bau der Wormser Eisenbahnbrücke. Ungeheuerlich erscheine es ihm, daß man dieselbe erst int nächsten Jahre dem Betrieb übergeben wolle, weil die Bal)nhofsfrge anoch nicht entschieden sei. Nicht nur die Stadt Worms, sondern ganz Rheinhessen sei an dieser Frage interessiert und es erscheine daher wünschenswert, daß mit dem Winterhalbjahr der Betrieb eröffnet werde. Abg. Se eling er polemisiert gegen die Beiträge der forst- und landwirtschaftlichen Unfalls- und Berufsgenossenschaft, welche sich seit dem Bestehen derselben vervierfacht haben. Ein Unrecht sei es, daß von den Grundbesitzern die Pächter zu Beitragsleistungen gepreßt würden^ Abg. Schroeder bedauert die überaus langen Debatten im Interesse des Geldbeutels des Staates. Ein Bild, wie es demnächst bei den Budgetdebatten aussehen werde, könne sich das Haus heute schon machen. Bei seiner Ministerattacke vom Freitag habe der Abg. Schmitt die Abänderung der Verfassung gewünscht, und Erlaß einest Wahlgesetzes beantragt. Für diese Wüpsche hat er große Bedenken, weil deren Realisierung ganz bedeutende Schwierigkeiten Hervorrufen würden. Bezüglich der Eisenbahnfrage steht er auf dem Standpunkt des Herrn Finanz- ministxrs, daß zuviel auf diesem Gebiet geschehen sei. Jetzt müsse es heißen: bis hierher und nicht weiter. Er bespricht noch die Schulfragen und insbesondere diejenigen der Seminar - Reform, deren Durchführung er der' Reglung empfiehlt. Ministerialrat E i s e n h u t h stellt fest, daß es keine Frage gebe, die schwerer zu lösen sei, als die Seminar-Reform, weil sich deren Konsequenzen nicht übersehen lassen. Die jetzt noch schwebende Frage der Miilitärdienst- pflichtder Lehrer mache diese Lösung noch schwieriger. Er kommt hierbei auf die agitatorische Thätigkeit des Landeslehrer-Vereins und dessen Versammlungen zu sprechen. Die Regierung werde sich aber nicht irre machen lassen. Gerechte Wünsche werde die Regierung prüfe«, aber sie gehe auch mit Bedacht vor, weil sie sich der schweren Verantwortlichkeit ihrer Stellung wohl bewußt sei. Aus diesen Versammlungen seien in letzter Zeit Aeußerungen gefallen über die B e s o l d u n g s f r a g e , die im Interesse der Lehrer nicht hätten fallen sollen. Die Regierung habe in dieser Frage ein überaus gutes Gewissen. Er habe abdr von einer ganzer: Reihe von sehr vorurteilsfreien Herren die Erklärung erhalten, daß hierhin die Regierung über das Maß der Billigkeit weit hinausgegangen sei. Bei dieser Gelegenheit will er aber auch, damit es im ganzen Land gehört werde, den Mahnruf an die Lehrer richten: dieselben nröchten sich nicht die Freunde, welche sie so sehr nötig haben, durch ihr Auftreten verscherzen. Dieses würde niemand mehr wie er bedauern. Finanzminister Küchler kommt auf deu Eisenbahnbrückenbau in Worms zurück, und stellt fest, daß durch eine Erweiterung des Bahnhofsprojektes von zwei einhalb Millionen auf sechs einhalb Millionen Kosten eine neue Vorlage an die Kammern gelangen werde. Nachdem dieses Projekt soweit gediehen war, habe sich die Frage der Bezahlung des Mehrs von vier Millionen Mark aufgeworfen. Dank dem Entgegenkommen der Betriebsgemeinsck>aft sei diese Frage durchaus im Sinne unserer Finanzverwaltung gelöst worden. Was die Indienststellung der Brücke betreffe, so werde seinerseits alles eingesetzt werden, um so schnell wie möglich einen Zustand zu beseitigen, der nicht im Interesse der Finanzgemeinschaft liege. Damit ist die Generaldebatte geschlossen, und erfolgt die einstimmige Annahme des Gesetz-Entwurfs. Zur Beratung gelangen nunmehr die Regierungsforderungen von 90000 Mark für weitere Tiefbohrungen in Bad-Nauheim nni) 590000 Mark für Ankauf des Grunerschen Wasserwerks daselbst. Der Ausschuß beantragt Bewilligung unter der Bedingung, daß die Betriebsüberschüsse des Wasserwerks in die Staatskasse fließen. Abg. Schroeder hält den Ankauf für sehr bedenklich, und will die Stadt Nauheim für Erwerbung des Objektes verantwortlich machen. Auch der Abg. Schönberger steht auf demselben Standpunkt. Eine Verantwortung für diese Forderung kann er nicht übernehmen, weil er die Stadt für die Wasser- Versorgung ihrer Einwohner und Kurgäste verantwortlich hält. Abg. Ullrich spricht sich für die Erwerbung des Wasserwerks aus, weil es im Interesse des Bades unb dessen Emporblühen erforderlich sei. Er weist an der Hand eigener Erfahrungen nach, daß das Bad ohne eine reichliche Wasserversorgung zurückgehen werde. Die Soolwasser- und die Süßwasserfrage gehen Hand in Hand. Finanzminister Küchler weist die Notwendigkeit der Erwerbung nach und bittet die Sache nicht von der Hand zu weisen, weil der Staat nur Vorteil davon habe. Geh. Hofrat Tr. Lepsins gibt über die Leistungsfähigkeit des Bcldes Nauheim und dessen Soolquellen eingehende Auskunft und kann die Annahme der Vorlage im Interesse des Bades ebenfalls nur empfehlen. Der Finanzminister tritt nochmals für den Erwerb des Wasserwerks ein und hält die Bedenken des Abg. Schönberger für nicht stichhaltig. Der Hauptkonsument des Wasserwerks in Nauheim sei der Staat, und dessen Bedarf sei jetzt durch die Bäderfrequenz auf 100 pCt gestiegen. 'Durch eine teilweise Sperrung desselben sei es nur möglich 'gewesen, den Wasserbedarf zu decken. Die Erwerbung liege im Interesse des ganzen Landes. Nachdem noch der Abgeordnete I o u tz für den Erwerb des Wasserwerks eingctreten, wird die Vorlage einstimmig angenommen. Ferner werden für die Süßwasserleitung zu Bad Salzhausen 119 000 Mark bewilligt. Für Anlegung einer Waldbahn zwischen Mainz- Frankfurt und Darmstadt fordert die Regierung HOOOOM. Abgeordneter Schlenger begrüßt die Vorlage mit Freuden, und richtet an den Finanzminister die Aufforderung, wo es notig sei, mit der weiteren Anlage von Waldbahnen vorzugehen. Der Sympathie der beteiligten Kreise könne er sicher sein. Die Forderung wird hierauf einstimmig angenommen. Ebenso wird die Regierungsvorlage auf Erweiterung des Betriebs der Braunkohlengrube Ludwigs- Hoffnung, sowie der Gesetz-Entwurf, betreffend Aufhebung des Gesetzes vom 9. Dezember 1876 di e Besteuerung des Weins ohne Debatte angenommen. Die Wahlprüfungen finden ohne Bemerkung die Zustimmung des Hauses. Die Verhandlungen werden hier abgebrochen. Fortsetzung der Beratungen morgen früh 9 Uhr. Lokales und Provinzielles. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 23. Februar 1900. ** «eschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 33 Jahren, am 24. Februar 1867, wurde In Berlin der erste norddeutsche Reichstag eröffnet, der aus unmittelbaren Bolkswahlen hervor- aegangen war, und unter dem Vorsitz deS Abgeordneten Simson, des ehemaligen Präsidenten des Frankfurter Parlaments, tagte. Die erste Beratung bildete die Dersassungsurkunde deS Norddeutschen Bundesstaates, die nach längeren eingehenden Verhandlungen mit 230 gegen 53 Stimmen angenommen wurde. ** Das Wohlthiitigkeits - Konzert des Kronbauer'scheu Quartett-Vereins hat ein schönes Ergebnis geliefert, und dem Zweck einen reichen Zuschuß gebracht. Einschließlich der Zuwendungen ist der Reinertrag Mk. 765,40. ♦* Die Tellsage und SchUlerS Wilhelm Tell. lieber dieses Thema hielt Mittwoch abend, wie bereits 'kurz berichtet, Herr Geh. Hofrat Dr. Oncken den vom Kaufmännischen Verein und Ortsgewerbeverein angesetzten Vortrag. Das dem Stoffe entgegengebrachte allgemeine Interesse rechtfertigt es, daß wir heute darauf zurückkommcn. Redner führte ungefähr folgendes aus. Schiller hat seinem Drama zu Grunde gelegt die Fassung, wie sie die Sage bereits im 16. Jahrhundert durch Aegidius Tschudi gefunden hat. Lange blieb diese Ueberlieferung unwidersprochen. Erft als 1734 Tschudis Werk zum erstenmal in Druck erschien, wurde sie von Voltaire, dann von eidgenössischer Seite angegriffen. Die 1760 anonym erschienene Schrift des Berner Pfarrers Freudenberger bezeichnet die Geschichte von Tell als Fabel, den Apfelschuß als dänischen Ursprunges. Entrüstung darob im Schweizerland; durch Gegenschriften und strenge Handhabung deS Preßknebels gelang es, in der freien Schweiz die neue Ansicht zu unterdrücken-. schon Johannes von Müllers Schweizer Geschichte (1786) stimmt in der Geschichte von Tell mit Tschudi überein, und als 1804 Schillers Drama erschien, waren alle Zweifler besiegt. Erst 1835 stellt der Luzerner Euty- chyus Klopp wieder die Behauptung auf, daß es eine Tyrannei österreichischer Vögte nie gegeben, noch weniger einen Landvogt Hermann Geßler. Von Häufler in Heidelberg wurde dann 1840 die Tellfrage behandelt. Danach gehört die gewöhnliche Ueberlieferung der Sage an. Aber man hat keinen Grund, das Vorhandensein einer solchen Persönlichkeit überhaupt in Abrtzde zu stellen, die irgend etwas Verdienstliches gethan haben muß, was s. Zt. als bedeutsame That angesehen wurde. Als historischer Kern bleibt nach Häufler die Tyrannei der Vögte, das Aufstecken des Hutes und die Grußverweigerung. Zur Bestätigung dessen haben neuere Forschungen ergeben: daß das Aufsteck.n eines HuteS im 14. Jahrhundert in der Schweiz allgemein Brauch war, um ein angezweifeltes Recht als unbestritten zu bezeichnen, ferner, daß die Tellsage in ihrer jetzigen Gestalt nicht Erfindung Tschudis. sondern be- reitS in viel älteren Chroniken zu finden ist. Tell erscheint als die Verkörperung des heldenhaften Anteils, den der Kanton Uri an der Befreiuung des Landes genommen hat. Am wichtigsten sind in dieser Hinsicht die Chroniken aus den Kantonen Unterwalden und Schwyz, die doch wahrlich kein Interesse daran haben konnten, zugunsten der Urer etwas derartiges zu erfinden. Auch von den Leugnern des Tell wird anerkannt, daß diese Gestalt in ihrer jetzigen Ueberlieferung von unzweifelhafter Echtheit und natürlicher Treue erscheint. Ausführlich wi'd dann besprochen das Bild, das Goethe, der sich selbst mit dem Gedanken einer epischen Behandlung des Stoffes trug, in seinem Briefe an Schiller 1797 von Tell entworfen har. Seine Mitteilung fiel auf empfänglichen Boden bei Schiller, der fich in jener Stimmung befand, wie sie „der Spaziergang- und der Aufsatz über naive und sentimentalische Dichtung wiederspiegeln. In der Zeichnung des Helden selbst folgt Schiller den Spuren Goethes und Tschudis Ueberlieferung mit größter Treue. Redner gab sodann eine eingehende Darstellung der umfassenden Vorarbeiten, der mühsamen Studien und der Quellen, aus denen der Dichter, der die Schweiz nie gesehen hat, die Kenntnis der landschaftlichen Szenerie und der wirtschaftlichen Verhältnisse schöpft, sowie eine Würdigung des ganzen Dramas. z. cf Vom Lande, 22. Februar. Zur Leutenot. Vor noch nicht allzulanger Zeit war das Los der Arbeitslosen und „das Recht auf Arbeit" Gegenstand der Diskussion. Letzteres wurde sogar von Staatsmännern ausdrücklich anerkannt. Heute hört man von der sog. „Leutenot", vornehmlich auf dem Lande, d. i. von dem Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitern und infolge deren von der eminenten Steigerung der Löhne derselben. Die Sache ist thatsächlich zu einer Kalamität geworden. Ich sprach in letzter Zeit mit verschiedenen Gutspächtern. Dieselben sprachen offen aus, daß, wenn die Löhne in dem Maße, wie seither, weiter stiegen, sie außer Stande seien, die seitherigen Pächte zu zahlen. Auch bei Verpachtungen von Gütern an Privatleuten, welche damit dem notwendigen Minus bei eigener Bebauung ihrer Ländereien aus dem Wege gehen wollen, zeigt sich ein Minder erlös, der der obengenannten Kalamität entspringt. Woher die Leutenot? Ist doch unsere Bevölkerung, besonders in den unteren Schichten, in steter Zunahme begriffen. Man sucht mit Recht zum Teil die Ursache der Not in dem Zug der Leute nach der Stadt, wohin allerdings mancherlei lockt. Keine anstrengende Feldarbeit, keine besondere Anforderung, wie sie der Landmann zur Erntezeit an die Ausdauer seiner Leute stellen muß. Ferner eine gute Bezahlung und nicht zum wenigsten Abwechselung und Vergnügen um ein Geringes. Und da lockt der eine den anderen. Kommt z. B. ein Dienstmädchen aus der Stadt zu Besuch nach Hause, mit Hut und Schleier ausgestattet, vielleicht auch in Begleitung eines dort gewonnenen Herzensfreundes; dazu mit weißem Teint und glatten Händen und erzählt von den Herrlichkeiten der Stadt, so findet es leicht Nachfolger, die nach den Schattenseiten des Stadtlebens nicht fragen. Das ist aber nicht der einzige und nicht der tiefere Grund der Leutenot. Der liegt vielmehr in der Erziehung des Volkes, seitens des Elternhauses. Früher rekrutierten sich die Dienstboten nicht blos aus dem geringen Stande, auch bessere Leute scheuten sich nicht, ihre Kinder eine zeit- lang dienen zu lassen. Aus meinem Aufenthalt in Rheinhessen vor 20 Jahren ist mir ein Fall bekannt, daß eine sehr vermögende Witwe eine ihrer zwei Töchter als gewöhnliches Dienstmädchen in ein Pfarrhaus auf dem Lande mit Landwirtschaft vermietete. Auf meine Frage, warum sie das thue, bekam ich die Antwort, ihre Tochter solle auch einmal sehen, wie es in anderen Häusern zugehe, und etwas lernen, sie werde dann das eigene Heim mehr schätzen lernen. Zehn Jahre später fand ich es in einem oberhessischen Dorfe schon anders. Wieder eine Witwe mit zwei Töchtern in knappen Verhältnissen; sie sollte mir eine derselben auf kurze Zeit zur Aushilfe überlassen, — aber sie zog es vor, mit ihren Töchtern Kartoffeln und Kaffee zu speisen und hinter dem Ofen zu sitzen, „ihre Töchter seien die Arbeit nicht gewöhnt". Das Streben nach leichterer Arbeit und größerem Genüsse, die ganz falsche Ansicht, gewöhnliche Arbeit schände den Menschen, — Ansichten, die im Elternhaus, statt zurückgewiesen zu werden, gehegt und genährt werden, führen schließlich zu solchen Nöten, wie sie die Landwirte gegenwärtig durchzumachen haben. Wenn gegenwärtig eine Erhebung gemacht würde, wieviel Prozent der zu Ostern der Schule entlassenen, durch ihre Verhältnisse auf Arbeit angewiesenen Kinder der Arbeit auf dem Lande aus dem Wege gehen, so würde das Ergebnis Staunen erregen. Wie hier Wandel schaffen? Das zu ergründen, wäre keine unwürdige Aufgabe. Vorerst wird die Folge der Leutenot die vermehrte Anschaffung von Maschinen sein; vielleicht ist es der Elektrizität Vorbehalten, die fehlenden Menschenkräfte zu ersetzen! F. Aus dem Kreise Friedberg, 22. Februar. Die anhaltend nasse Witterung hat auch bei uns wieder Hochwasser im Gefolge gehabt, welches glücklicherweise langsam zu sinken beginnt. Das Grundwafler ist dermaßen in die Höhe gegangen, daß Leute Waffer in die Keller bekamen, welche seit vielen Jahren nichts derartiges erlebten. — Die Witterung ist ungesund geworden, Halsentzündungen, schwere Katarrhe, Heiserkeit, Diphtherie und Influenza sind an der Tagesordnung. — Unsere Kreisstadt, die schon seit längerer Zeit die Filiale eines Großkaffeehauses besitzt, soll nun auch eine Filiale des Wronker'schen Großwarenhauses in Frankfurt a. M. erhalten. Die Kaufleute, Gewerbetreibenden und Handwerksmeister aller Erwerbszweige sind sehr wenig angenehm berührt von dieser Aussicht. Sollte hier nicht ein genossenschaftlicher Zusammenschluß aller Gewerbetreibenden am Platze fein? A Grebenhai«, 21. Februar. Der Artikel in Nr. 41 des „Gießener Anzeigers" aus Breungeshain bei Schotten, welcher besagt, daß die ältesten Linden in den Dörfern der Forstwarteien Breungeshain, Sichenhausen und Herchen- Hain, auf Veranlassung Großh. Oberförsterei Grebenhain gemessen werden u. s. w., bedarf einer Richtigstellung. Der eigentliche Zweck dieser Messung ist nicht, wie der Einsender obengenannten Artikels meint, man gehe mit dem Gedanken um, im Oberwalde einen Versuch mit Lindenpflanzungen zu machen, sondern es sollen diese alten Bäume der Nachwelt erhalten werden. Aus diesem Grunde werden nicht allein die Linden, sondern alle alten, großen Bäume von Zeit zu Zeit gemessen, um deren Wachstum zu beobachten. Ferner soll für Erhaltung dieser Bäume gesorgt werden durch Ausbesserung schadhafter Stellen, fauler Astlöcher u. s. w. Wie verlautet, sollen diese Bäume sogar Namen erhalten haben. Nidda, 22. Februar. Heute nachmittag hatte beim Holzaufladen im benachbarten Wald ein Mann aus Borsdorf das Unglück, daß ihm ein schwerer Spalten ftoh auf den Unterschenkel eines Beines fiel, was einen Bruch des Beines zur Folge hatte. Der Verunglückte mußte Wagen nach Hause gebracht werden. — Der Storch seine Residenz unter lautem Jubel der Kinder bezogen In den infolge des Regens unter Wasser gesetzten Wiesen unterhalb der Stadt sind Scharen von Wildenten zu beobachten, leider aber schwer zu strecken, da sie beim ersten Nahen des Jägers das Weite suchen. A Ober Lais bet Nidda, 21. Februar. Wie bereite früher im „Gießener Anzeiger" mitgeteilt wurde, so beabsichtigt unsere Nachbargemeinde Fauerbach, welche bekanntlich sehr wasserarm ist, durch Ankauf von Quellen aus unferer Gemarkung eine Wasserleitung anzulegen. Um nun auch unsere Gemeinde vor etwaigem Wassermangel zu sichern, hat dieselbe von einzelnen Besitzern ein Quellen, gebiet für 3000 Mk. angekauft, welches an die alten Quellen grenzt und soll dies Wasser durch eine Wasserleitung nach unserem Ort geführt werden. §§ Crainfeld, 22. Februar. Seit den letzten Jahren ist nicht allein der Pachtpreis der Jagden in die Höhe gegangen, sondern auch derjenige der Fischereien. So hat z. V. die Fischerei der Gemeinde Vaitshain früher pro Jahr 36 Mk. gekostet, jetzt beträgt der Pachtpreis 74 Mk jährlich; Pächterin ist gegenwärtig eine hier wohnende Frau von Grolmann. Der hiesige Gemeinde-Fischbach kostete früher ebenfalls sehr wenig, bei der diesjährigen Verpach tuug kam derselbe auf 58 Mk. Die Verpachtung lautete nur auf 6 Jahre; sie wurde deshalb nicht genehmigt. Gestern fand eine nochmalige Verpachtung auf 12 Jahre statt, wobei nur ein Pachtpreis von 44 Mk. jährlich erzielt wurde. Pächter sind diesmal einige hiesige Landwirte. m Dillich (Kreis Homberg), 22. Februar. Auf eine traurige Weise büßte gestern nachmittag der im benachbarten Dorfe Verna ansässige Schreinermeister Fey sein Leben ein. Derselbe war auf der in Nassenerfurth abgehaltenen Holz- auktion gewesen und hatte dem Branntwein zu viel zu gesprochen. In recht aufgeheiterter Stimmung kam Fey daher nachmittags hierher und, nachdem er noch einige Kunden besucht hatte, trat er auf äußerst wackeligen Füßen die Heimreise an. Bald fiel er auf diese, bald auf jene Seite der vvn hier nach Frielendorf-Verna führenden Land straße. Fey hatte sich kaum 15 Minuten von hier entfernt, als er dem am Straßenrande angebrachten 1 Meter tiefen und vollständig mit Waffer angefüllten Graben zu nahe kam, in denselben fiel und vollständig mit dem Gesicht auf dem .Boden lag. Der gerade zufällig von Frielendorf kommende Kaufmann N. Israel von hier sah denselben in diesem lebensgefährlichen Zustande im Graben liegen, requirierte sofort die in der Nähe im hiesigen Interessenten- wald beschäftigten Holzarbeiter Menge! und Klippert, welche Fey jedoch leider bereits als Leiche herauszogen. Der schleunigst benachrichtigte Bürgermeister Burkhardt - Dillich nahm von der Leiche Besitz und traf sofort die nötigen Anordnungen, daß der Verunglückte in seine Heimat gebracht wurde. Der Schrecken der schon vorher erkrankten Ehefrau ist nicht in Worten zu schildern. Fey war ein recht fleißiger und strebsamer Arbeiter, der sich leider in letzter Zeit dem Trünke ergeben hatte. Er steht im 50. Lebensalter und hinterläßt eine Witwe mit zwei bereits erwachsenen Töchtern. 4- Alsfeld, 20. Februar. Als gestern durch Beamte des hiesigen Kreisamtes eine unvermutete Revision der Gemeindekasse zu Schwarz vorgenommen werden sollte, war der Gemeinderechner angeblich nicht zu Hause, infolgedessen die Beamten nach Versiegelung der Kaffe unverrichteter Dinge wieder zurückfahren mußten. Noch während ihrer Anwesenheit im Dorfe aber wurde der Rechner von Dorfbewohnern gesehen und dies den Beamten hinterbracht, worauf sie nochmals in der Wohnung des Rechners nachfragten, aber mit negativem Erfolg. Was dieser, der als ein rechtschaffener Mann gilt, und das Ber trauen der Gemeinde schon lange Jahre genießt, mit diesem sonderbaren Benehmen bezwecken wollte, ist bis jetzt noch nicht aufgeklärt. § D a r m st a d t, 22. Februar. Der am Fastnachts - dienstaa hier stattfindende Karnevalszuß spricht großartig und imposant zu werden. Fast sämtliche größere Vereine beteiligen sich an ihm, und so ist es möglich, daß in ca. 60 Nummern, darunter fast oie Halste große Wagengruppen, so ziemlich alles in heiterer Form dargestellt wird, was die Darmstädter und wohl das^ganzo Hessenland in der letzten Zeit erregt hat: Englische „Siege" und Hessische Fälle, Steuervorlagen und Frauentage, Moderne Kunst und Theater, alles dies und noch manchem andere wird sich den Zuschauern darbieten, wozu noch bte prachtvollen Prunkwagen für Prinz und Prinzessin Knr- neval, das Komitee u. s. w. kommen. Nicht weniger al£ zehn Musikkorps, darunter vier berittene, sorgen für bt< nötige Musik, alle, wie auch der ganze übrige Zug, neu, kostümiert, was nur durch die überaus reichlichen Geld-, mittel, die von der Bürgerschaft dem veranstaltenden Narr hallakomitee überwiesen wurden, zu ermöglichen war. D« der Zug in den frühen Nachmittagsstunden 2—6 Uhr statt' finden wird, ist auch den auswärts Wohnenden Gelegenheit geboten, sich durch Besichtigung desselben einen froher Tag zu machen. A. Ans Starkenburg, 21. Februar. Von der oberft« Finanzbehörde wird eine staatliche Betriebskran len taffe für das ganze Großherzogtum Hessen geplant, welch! von den segensreichsten Folgen für diejenigen ^crfonei werden wird, die dieser Kasse anzugehören haben. Am Personen die in Staatsbetrieben beschäftigt sind, sollen Ml glieder werden, mit Ausnahme von solchen, die bei bei Slaatseisenbahnen arbeiten. Der Staat will das und Rechnungswesen auf eigene Kosten besorgen lasser wodurch den Kassemitgliedern große Kosten erspart werder Die Mitglieder erhalten ein gleichmäßig hohes Krankengeu welches sich nach dem Arbeitsverdienst richtet, und es v- unabhängig von dem Ort der Beschäftigung. Wetter. ei halten sie nicht blos Krankenunterstützung bis zu 26 Woqei, ,.».<*** 'fe *w» *L !««” I b fall” E UM*#*1 darMn1 nvr$tD0' & «"" “ti f! <»*a7ts«a« seit»!” «•” L,.t w ”»6 $illt SÄ-a; oW";'V Dir Mre tfXS?- 2 mW«»* WM*», Htaenrt wirten. -Nainz-Dwbach ! Vischofsheini, übet . hach schon vor einig i ift, werden zur Zeit r ■ w bet neuen Wi unb Vermessungen v jjß Vorhandensein ' ali nachträglich ersä dadurch veranlaßt । bet projezierten n J Spekulationssucht i I hat und sowohl in । wie auch aus dem einzelne Grundstücke , fallen, exorbitant hl i nehmnngSlustigen uni - eine- lutratinen &efd)i l&ptfulalion, btt butt Dtt -MM I gegen die Wahl be« [ • Nn, beide von hier, i gericht der Stadt Gieße i vom 15. Dezember v.; • Beisitzer für da» G l die beiden oben Genannt W‘112 Stimmen gemal Ersatz durch da» La» Lch- Rai Beisitzer si Mutant Louis 7 Spenglermeister 5 Gustav ^mneister Fr 7* Murateur 3« o Mmnn Eduai 9 Aerdermeister *8» -Lirr- fSte. i »fite *■ te foui j 1-1! pW Stoß, 112. §!?^°iocher 7 beit v '(i? 'M I« rttW °* ®*WSl *?tn. ich!« %! bie.W önqereicn ®aft» I*; Pachtpreis 7fl e-Yr lvohMk!. ^de-Fischbach '■'■ *"«l%iäen :„,.t aenua kann sogar in Ausnahmefallen einem Kasse- r:ilgliedaucheineGenesungSfürsorgebtSzurDa->eretnesJahres nt?ü werden. Was die Höhe der Mttgliederbeitrage anbelangt, । fallen diese stärker aus, als bei Gemeinde oder anderen Lrankenkasien, es wird aber auch viel besseres geboten und um werden die Beiträge doch verhältmsmäß'g geringer -iü als °°d°rsw°. W-r bei der staatlichen Krankenkasse iniritt muß bei den anderen Kassen austreteu. Die Ver- »rllung der Kasse geschieht durch den Vorstand und die S.^eralversammlung. Der Vorsitzende und der Rechner werden vom Finanzministerium ernannt; bte General- w'ammlung ernennt drei Beisitzer und drei Ersatzmänner für letztere. Wiederwahl ist zulässig. Die Generalversammlung besteht aus Vertretern der Kassemitglieder und aus ben Vertretern der staatlichen Behörden und Betriebsver mltuagen. Für die in der Provinz Rheinhessen beschaf. tisten Kassemitglieder werden 5, für Starkenburg und Oberbessen je 10 Vertreter gewählt, weil in diesen Pro- viiizen die doppelte Anzahl von Arbeitern in Staatsbetrieben itiitig sind. Die Vertreter» die an den Vorstandssitzungen od:r Generalversammlungen teilnehmen, erhalten Reisekosten ve gütungen und mindestens 4 Mk. für Lohnausfälle pro Tug. Die Kaffe soll am 1. April d. Js. ins Leben treten, sliis diesen ganz kurzen, die wichtige Sache bei weitem nicht erschöpfenden Mitteilungen ergibt sich, daß das geplante W rk von hoher Wichtigkeit ist und daß auch die Mitglieder gehört werden, sodaß ein gutes Stück Selbstverwaltung dabei zum Vorschein kommt. Wir sind überzeugt, es wird stgenSreich wirken. ? Mainz, 22. Februar. Für die neue Bahnlinie N 9 6770.83 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1898 93 1406 Während 1899 gingen ab £ 89 W H » 8^1 _____£ Daher Stand der Mitglieder Ende 1899 96 Landwirtschaft!. Ksnsnm-Nttriv, 6. G. m. u. H., jn StanfkBderg. Heinrich <&ttVfyan, Dtrek or. Philipp Meyer, Rechner. Wilhelm Heibertshansen, Lagerhalter. Holzversteigerung. Donnerstag den 1. März 1. J. sollen im Freiherrlich Riedesel« scher» Revier Ober-Ohmen, in den Distrikten Wadenhäufer-Erlen, Plätze, Mauer, Dornhecke, Wildhecke, Hasenrain und Vollwinkel versteigert werden: 200 rm Buchen-Scheit, 45 „ Eichen-Scheit, 14 „ Weickholz-Sckeit, 2 „ Nadelholz-Scheit, 59,1 „ Buchen-Prügel, 38,7 „ Eichen- w 170 „ Erlen- 2,5 „ Eschen- „ 1 „ Nadelholz-Prügel, 155 Stück Eichen-Bau- und Wagner Durchmesser mit 77,75 fm. 83 „ Buchen-Abschnitte von 4— 8 rm Nadelholz-Stöcke, 15,5 „ Elchen-Nutzrollen in 2 u. 8 Meter Länge aufgeschichtet, 2 „ Hainbuchen-Nutzrollen, 129 „ Fichten-Nutzreis in Schichthaufen, »u Bohnenstangen geeignet, 363 „ Buchen-Oberholzreisig, 327 0 Eichen-Oberholzreisig. lamme von 3—14 m Länge und 12—54 cm 12 m Länge und 32—54 cm Durchmesser mit 28,97 fm. 2 „ Fichten-Bauholzstämme von 18—22 m Länge und 12—26 cm Durchmesser Mit 1,41 fm 1 „ Linden-Werkholzstamm von 7,6 m Länge und 24 cm Durchirr, mit 0,34 fm. Anfang morgens 8 Uhr in den Wadenhäuser Erlen, bei der Wadenhäuser Mühle (7» Stunde von der Station Mücke). Fortsetzung der Versteigerung gegen 10 Uhr im Distrikt Dornhecke, bei Ruppertenrod. Bemerkt wird, daß in den Wadenhäuser Erlen blos das Erlen-Brennholz und 8 Eschenstämme liegen und daß das übrige Holz in den Distrikten bei Ruppertenrod aufgearbeitet ist. Der Freiherrlich Riedesel'sche Förster: 1414 Eichenauer. Der Gesundheit ebenso zuträglich, als wohlschmeckend sind 815 MAGGI Empfohlen von August Yotr, Irog. zum rot. Kreuz, Bahnhofstr. 51. Gemüse* und Kraftsuppen Bouillon-Kapseln Suppen-Wurze freiherrl. ßiedesel’sche gurgbrauerei Lauterbach, Hessen empfiehlt ihr Dortmund.-Filsener Bräu (hochfeines Hopfen-Aroma) m.d Münchener Bräu (hochfeines Malz-Aroma) In Gebinden und Flaschen, unter Garantie, den sogenannten echten Bieres in Qualität mindestens vollständig gleich Ferner ihr Spezial-Bier ^BurgbrÜll"AUSStlCh6 hochfeines und kräftiges ©■»r Sanitäts-Bier. 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