7590 c. zu cent Möblierte ft- ffi M F »Agen Herrn, ’orbtn. ’ Bnnmer billig R rabenhiftfee 12, y - big, Stulßra^ M. 6 JO» bpeMgeschäft, ifln-, anbmoeitn l'chen Stadtteil L mi, massivem & ’• Näheres bei "s,durchau-W sich dem Vrrsli- n unter sehr A s IM i kann un«M n L°bn M mber ober spv -rä-chk! ausarbeU. tttUtgt«fo£: s, befferii eS Ich# w ->««? I ■ ffit 2,1 g*r »Ot* M S'S're 150. Jahrgang 1900 Freitag dm 23. November Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt f8» den Areis Gieyen »t Trödelbude gekauft worden. P. W. LZezugspreis üiertcliäbrl. M 2,26 monatlich 75 pfg. mit Bringerlohn; durch die AbholksteLe« vierteljährl. Mk. 1,96 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljähN. mit Bestellgeld. Alle Anzrigen-BermittlungSstellen deS In- und Au-lan-e» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgego». Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. HiliKt—, Expedition und Druckerei: Fchnkftraße Nr. 1. — Dreyers bekanntes effektvolles Schauspiel »Der Probekandidat" wurde neulich in einer Stadt deS Groß- herzogtums Hesien zur Aufführung gebracht. In der darüber in einer dorUgen nattonalliberalen Zeitung erfolgenden Besprechung hat der Berichterstatter einen bösen Sckerz gemacht. Die Ironie, mit der der Hilfslehrer Benefeld dem Probeklmdt'caten Fritz H ilmaon nuruft: „Geh doch nach Preußen! Dort hat jeder das verbriefte Recht, durch Wort, Schrift und Druck seine Meinung frei zu äußern" — hat er ernst genommen und folgenden Kommentar dazu gegeben: „Der aller idealen Begeisterung verlustig gewordene Freund Benefeld weiß dann schließlich das rechte Wort zu finden, und mit der Aufzählung der großer, Vorzüge der p eutzischen Verwaltung gegenüber der des Kleinstaates, in dem alles nach dem Satze „Lieb Vaterland, magst rubig sein" verwaltet wird, ist auch dem schwer Geprüsten und vom S'andpunkte der Wahrheit glänzend bestandenen Probekandidaten der Wea gezeigt/ E n eigertümlicher Sehnsuchts» seufzer, der in unserem Lande wahrlich keine Berechtigung hat, ja sogar kränkend für dasselbe ist. Der „bestandene" Probekandidat ist übrigens gutl Vertrag mit einem Schlag seine Interessensphäre in China so weit südlich ausgedehnt, daß es sämtliche Provinzen nördlich des Hwang ho kommerziell auszubeuten in der Lage ist. Telegramme deS Oieheuer Anzeigers. London, 22. November. Aus Shanghai wird gemeldet: Ein Telegramm berichtet, daß die Deutschen einen Vormarsch längs der chinesischen Arsenale unternommen haben und die Grenze der fremden Konzessionen überschritten. Die chinesischen Beamten sind infolgedessen sehr beunruhigt und haben ihre Häuser verbarrikadiert. Der Tao tai ist den Offizieren entgegen gekommen und erteilte ihnen die Erlaubnis, die Stadt zu betreten, ihre Truppen mußten jedoch draußen bleiben. New-York, 22. November. Gin Telegramm aus Tientsin berichtet, daß in der letzten Zeit Gewehrfeuer in der Nähe der Stadt vernommen worden ist. Infolgedessen verbreitete sich das Gerücht, das deutsche Quartier sei von Boxern angegriffen worden. Man verdoppelte daher die Posten. Eine Regiments Patrouille auf dem jenseitigen Peihoufer und die übrigen Truppen erhielten Befehl, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Die Befürchtungen haben sich jedoch nicht begütigt. Ein Angriff seitens der Boxer ist btsher nicht erfolgt. Die chinesischen Diener haben ihre europäischen Herrschaften verlassen unter dem Vorwande, sie hätten auß guter Quelle vernommen, daß Boxer gegen Tientsin und Peking vorrückten. Die Engländer und Amerikaner glauben an ein solches Vorgehen. Washington, 22. November. Der Gesandte Conger telegraphierte, daß die in dem kaiserlichen Erlaß vom 13. November enthaltene Lifte der zu bestrafenden Personen wenig befriedigend und durchaus ungenügend ist. Peking, 22. November. In ihrer vorgestrigen Sitzung haben die Gesandten keinen Beschluß gefaßt, da mehrere derselben von ihren Regierungen noch keine Antwort auf ihre Anfrage erhalten hatten. Man Hot sich infolgedessen auf unbestimmte Zeit vertagt. Einstimmig ist man der Ansicht, daß die in dem kaiserlichen Erlaß angekündigten Strafen ungenügend sind und der Erlaß L»»tzme t»n Anzeigen zu der nachmittag- für den senden Lag erscheinenden Stummer bi- vorm. 10 Uhr. Addestellungen spätestens «bendS vorher. Gratisbeilage»: Gießener Familienblütter, Der hessische Landwirt, Blätter für helsische Volkskunde._____ Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Englische Blätter melden aud Peking, daß die Gesundheitsverhältnisse in der Stadt zu ernsten Bedenken Anlaß geben. Seit der Besetzung der Stadt seien eine Menge Chinesen an Pocken und an anderen ansteckenden Krankheiten gestorben, und da die Leute sich trotz aller entgegengesetzten Erklärungen fürchten, daß die Fremden die Begräbnisse stören, bleiben die Leichen in Särgen in den Häusern und auf den Höfen stehen. Den Eingeborenen sei verboten worden, Abfälle auf die Straße zu werfen, und so hätten sich ungeheure Mengen davon in den Häusern und Höfen angesammelt. Wenn das so bliebe, sei die größte Gefahr einer schrecklichen Epidemie nahe. Im Winter seien stets Die Pocken in Peking häufig, bei der großen Anzahl der fremden Truppen wurde also Epidemie eine furchtbare Verheerungen anrichten. Interessante Mitteilungen macht der bekannte For- schungsreisende Eugen Wolf in seinem Werke „Meine Wanderungen", von dem der 1. Band unter dem Titel „Im Innern Chinas" soeben erschienen ist. Aus der Beschreibung der Beschaffung des höchst komplizierten Reiseapparates, wie er für eine Reise in das Innere Chinas unumgänglich notwendig ist, lernt man die Art des chinesischen Geschäftsverkehrs kennen, bei dem fortgesetzte Betrügereien und Prellereiversuche an der Tagesordnung sind. Die gemieteten Diener, Köche und Dolmetscher stehlen trotz guten Lohnes, was sie können, und laufen schließlich einfach davon. Allein nicht nur völlig unzuverlässig ist der Chinese, er ist auch von einer bestialischen Grausamkeit gegen Mensch und Tier. Schlauheit, Durchtriebenheit, Falschheit und Verlogenheit dingt aus jedem Wort oes „gebdbeten" Chinesen heraus. Die Einrichtungen und Erfindungen Europas haßt und verachtet der konservative chinesische Politiker, aber mit Falschheit und Unaufrichtigkeit täuscht er den Europäer. Es ist dem Chinesen überhaupt nicht möglich, die Wahrheit zu sprechen, es ist ihm deshalb auch nicht möglich, fie zu glauben. Der chinesisch russische Geheimvertrag, den der gewandte russische Gesandte Cassini abgeschlossen hat, hat erreicht, daß Rußland vom gesamten nördlichen China inklusive Mandschurei und Mongolei jederzeit Besitz nehmen kann. Das Datum dieses Vertrags wird in der Geschichte des chinesischen Kaiserreichs als die Anfangsperiode der Aufteilung Chinas gelten können. Rußland hat durch den Rt. 275 Zweites Blatt Der Krieg itt China. Der „Franks. Ztg." wird auß New-York gemeldet: «ach dem Kabinetsrat verlautet, daß die Gesandten in Peking noch bezüglich der Indemnität und der Garantien uneinig feien und eine Einigung im weiten Felde liege. Die Bundesregierung sei ungeduldig und werde sich dem Verlangen gewisser Regierungen auf hohe Entschädigung widersetzen. — In maßgebenden russischen Kreisen wird, wie verlautet, gegenwärtig beraten, ob dem Plan, eine Eisen- bahn von BlagoweStschenSk nach Tiziko zu bauen, das Projekt einer Eisenbahn Blagowestschensk-Chailar nicht vor- zuziehen sei. Man meldet aus Schanghai: In Hank au find jetzt drei Kanonenboote, ein deutsches, ein franzö- ssischeS und ein englisches, in Ksühaug ein englisches, in Wuhu ein englisches, in Nanking ein englisches und ein französischer Kreuzer und ein französisches Kanonenboot, in Tschingkiang ein englischer und zwei deutsche Kreuzer, darunter der „Kurfürst". Generalkonsul Dr. Knappe ist auf einem Pafiagierboote hierher zurückgekehrt. Mehrere Torpedoboote vermitteln den Nachrichtendienst pichen den genannten Stationen. Wegen dieser großen Mrchtentfaltung betrachten die Eingeborenen einen Angriff auf die Yangtsee Provinz als sicher. — Die Konsuln in Schanghai beschlossen, Verhaftungen von Reformern in den europäischen Niederlassungen nicht mehr zu gestatten. — Die Verbündeten haben Wnkuun und Ts chi lisch in besetzt, von wo aus die Wege aus der Tschili- in die Schansi Provinz führen. „Daily Telegraph" meldet aus Schanghai vom 20 November: Ein geheimes Dekret der Kaiserin, M heute telegraphisch verbreitet wurde, ermahnt alle Vize- lönige und Gouverneure, sich sofort zum Kriege gegen die Verbündeten in allen Teilen des Landes bereit zu halten. — „Daily News" meldet ans Schanghai, 20. ds.: Der Hof wünsche dringend, infolge der Ent behrungen und Unbequemlichkeiten, die er in Sing an fu ju erdulden habe, den Ort zu verlassen. Der Hof be- jhbe sich jedoch völlig in den Händen Tungfühsiangs, der entgegen früheren Meldungen, daß er nach Kansu gegangen sei, sich noch in Singanfu befinde und dort über 16,000 Mann verfüge. Srftetat täglich mit AuSitahmc dcS Montag». Dir Gießener Poikienötttter »erden dem Anzeiger t» Wrchfel mit „Heff. kabtntrt* m. .Matter Dr heff. Volkskunde" »dchtl. 4 mal drigelegt. sprechen, was von den meisten der anderen so sehr beliebt und doch so unkünstlerisch ist. Dieser oder jener meint vielleicht," Frl. Sch. ginge in dieser Beziehung bisweilen sogar zu weit und nehme zu wenig Rücksicht auf das Publikum; das ist aber doch wohl nur in sehr seltenen Fällen richtig. Der brave, aber schüchterne und linkische Sannäs kann ganz gewiß ergötzlicher, sympathischer und geschickter dargestellt werden als dies Herr di B a l t h y n i that, der oft ganze Szenen lang unbeweglich und apathisch dastand. Frl. Kuglers Signe war eine frische und übermütige, aber doch wohl nicht mehr zu bezopfende Liebhaberin, und Launenhaftigkeit und Gelangtweiltsein zu charakterisieren gelang ihr vollkommen. Wärmer aber hätte auch selbst die oberflächliche Signe das hereingebrochene Unglück empfinden können, wärmer und zugleich kapriziöser. Den Leutnant Hamar zeichnete Herr M a r l i tz schablonenhaft und ohne die erforderliche Gewandtheit. Die kleineren Rollen waren meist angemessen besetzt. Die dekorative Ausstattung des Stückes konnte auf Beifall keinen Anspruch machen, sah doch einzelnes in der vom Advokaten Berent als luxuriös bezeichneten Behausung des Großhändlers Tjälde, z. B. das famose Pultgestell, so aus, als sei es in einer und Angst des den unvermeidlichen Zusammenbruch seines Geschäftes vor Augen sehenden und ihn dennoch unter krampfhaften Anstrengungen vor den Blicken der Welt möglichst verbergenden Kaufmanns lebenswahr zum Ausdruck zu bringen, vermochte Herr R. nicht. Nach Björnson ist dieser Großspekulant Tjälde ein Phantast, der nicht sowohl andere, als vielmehr sich selber belügt, mit ewig hastendem Geist und Körper, ein in manchen Dingen fast naiv zu nennender Optimist, dazu ein gewandter, liebenswürdiger Weltmann in Art und Aussehen. Es ist zuzugeben, daß die Rolle außerordentliche darstellerische Fähigkeiten und vor allem — was ja leider bei unseren Verhältnissen unmöglich ist — ein sehr eingehendes und geraume Zeit erforderndes Studium erheischt. So bringt z. B. die durch das nüaneenreiche Spiel des Herrn Jürgensen so packend sich gestaltende große Szene im dritten Akte mit Berent, in der Tjälde mehr und mehr in die Enge getrieben, von Verzweiflung gepackt wird und zu den äußersten Mitteln greift um seiner Position willen, gewiß eine überaus schwierige Aufgabe dem Darsteller des Tjälde. Es kommt ferner dazu die infolge des Gastspiels sehr beschränkte Anzahl der Proben und noch manches andere, was, wenn man's zusammen nimmt, den Wert der Leistungen notwendigerweise herabdrücken muß. Und wenn wir das alles berücksichtigen, dann bleibt immerhin für den doch einheitlichen Tjälde des frerrn Ramseyer der Respekt des wohlwollenden Beurteilers übrig. Frau Ernst bemühte sich als btl2 Studentenausschuß, der sämtliche Korporationen der Gießener Hochschule vertritt (Das ist nicht ganz richtig; ble piefigen Corps werden durch den Studentenausschuß nicht vertreten. D. Red.), daß daher von einer Klassifikation der Studenten, wie sie in jenem Artikel des SprechsaalS beliebt wurde, keine Rede sein kann; (vier Korporationen warm in Mainz durch Deputationen anwesend, und für sie gilt d«S oben über daS Auftreten der Gießener Studierenden gelegmtlich btt Gutenberg-Feier Gesagte) giebt der Herr Redakteur bk Er- daß nach dem Borg tragenen der Inhalt jenesZb- tiktls im Sprechsaal, insoweit er sich auf Studierende der Hochschule zu Gießen und die durch sie vertretenen Verbindungm bezieht, nicht den Thatsachen und der Wirklichkeit entsprecht und in Unkenntnis der Verhältnisse seitens der Redaktion der Mainz. Reuest. Nachr." leider ausgenommen worden sei. Mit dieser Erklärung, die am schwarzm Brett der Universität Gießen veröffentlicht werben soll, geben sich die durch die Herren Lucius und Frenay vertretenen Kläger zufrieden und werden ooa Fortführung der Klage Abstand nehmen. Die Rechtsanwälte Mendelsohn-Gießen und Beilstein-Grünberg schlossen sich ihnen an. Für die Zahlung sämtlicher Kosten werden die Herren Hirsch und Malten Sorge tragen. *• Personalnachrichtm. Der Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Theodor Kolb wurde zum Landgerichtsdirektor bei diesem Gericht, der Amtsrichter bet dem Amtsgericht Darmstadt I Jakob Hofmann zum Landrichter bet dem Landgericht der Provinz Starkenburg, der Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Starken, bürg Dr. Ferdinand Stein zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I, der GerichtSaffeffor Wilhelm Kilian aus Reinheim zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach ernannt; der Amtsrichter bei dem Amts- gencht Hirschhorn Franz Karl Walter wurde auf sei» Nachsuchen seines Dienstes entlaffen. Der Amtsrichter btt bem Amtsgericht Groß-Gerau Franz Hoßinger wur^ zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Hirschhorn ernannt. , LandgerichtSräte Dr. Buff in Darmstadt, Dr. MöbinS n ®j.cBen und Laist in Mainz wurden zu Vorsitzenden und die Landgerichtsräte Dr. Zimmermann in Darm- nabt, Dr. Schäfer in Gießen und Zimmermann in Mainz zu Stellvertretern der Vorsitzenden der Kammer für Handelssachen bei den Landgerichten mit dem Sitz io Darmstadt, bezw. Gießen und Mainz, für die Zeit vo« 1. Januar 1901 bis 31. Dezember 1903 bestellt. -nn. Personalnachricht. Der Kreisveterinärarzt und 2. Lehrer der Tierheilkunde Prof. Dr. Ludwig Winkler . in Gießen wurde auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner mit Eifer und Treue geleisteten Dienste mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers in den Ruhestand versetzt. ** Tunnelverbindung. Man schreibt uns: Unter dieser Stichmarke berichteten Sie dieser Tage über eine neu geplante unterirdische Verbindung der Personenbahnhofs-Geleise. Die Anregung, die Sie gaben, diesen: Tunnel für den allgemeinen Verkehr von dem Platz au den Bahnhöfen bis zum Güterschuppen an der verlängerten Hammstraße durchzuführen, trifft den Nagel auf de» Buren und Engländer. Vor einiger ßeit wurde berichtet, daß die Regierung von Transvaal sich im Besitz w i ch t i g e r Sch r i f t st ü ck e befinde, die für den englischen Kolonialminister Charnber- •?in .und Cecil Rhodes in hohem Maße belastend seien In diesen Schriftstücken wird der Nachweis geführt daß der fetzige Krieg mit privaten Fiuanzspe kula- t l o n e n j e n e r Staatsmänner zusammenhängt und ferner, daß Chamberlain bei dem Einfall Iamesons in Dransvaal gleichfalls seine Hand im Spiele hatte. Vor die)en Schriftstücken hat Chamberlain fast noch mehr Furcht als vor der Möglichkeit, daß die Buren die Goldminen J« J?ie ?u.ft sprengen und ihn um seinen Anteil am Gewinn bringen könnten. Chamberlain war deshalb darauf bedacht, diese Schriftstücke um jeden Preis in die Hände zu bekommen. Aus diesem Grunde drängte Chamberlain auf die Annektierung der Burenstaaten, umJ damit auf MiL®erm°9£n hnb/?Lbie Archive der früheren Repu! . b j>ob?PL preise. ®a3 britische Kolonialamt berichtet, däß die Wert- papiere, die der „früheren Regierung des Oranje- 5r a a te s" zur Aufbewahrung von den verschiedenen Versicherungsgesellschaften, die im Freistaate Geschäfte machten, anvertraut waren, wieder aufqefunben sind ft a atVi fin Bloemfontein wieder in die - chatzkammer gebracht werden. Eine Liste 1mrbrs°m folonialaint mitgeteilt werden, das am h "m ‘& C 2mit Krüger an Bord, toeoen hpr21^."' Marseille landen sollte, ist ben ffinp etUfimTOaU’ i,m" Mittelmeer ausgeblie - Seaen b, W9„rr6'r?”e^e Neugieriger, die im Stiirm und Siegen in Marseille Krugers Ankunst erwartete verioa iufola°^Snnh9V*nera3l,Dkifd,enflllL Dem „Petit Journ" nt L „Gelderland" am 20. abends 7 Uhr SenV imr '^p™™ e-11,6ont Marseiller 5^afen entfernt. Dr. unb firff n? ® P^l'denten Krüger entgegengefahren fein “ „ft, " Bord der „Gelderland" befinden Die Ge- SÄXft"8 und Orleans beschlossen, Kinger Ionifdn^™)nin?h bref|e-au überreichen. Auch eine lata« ft* /?°"dnung ist in Marseille eingetroffen, um Sjaltuno (SnatMh2Pat^-Mtlrrehr jiy betrachte», boß bei turnte nach kein U n M R ma\! ti'betft 6 i>t ja be t^-r Lisenbahnbehorde ■ tat, am Mchgang vc sich einen hochwas Vorteile dieser Weg, । tooch dessen Anlage n mut so großen Kosten mürbe, wenn der B ton Aahngeleise vom lonmenbet würde. Ar pur -en geforderten "fcnmit eine vorzügü ^schaffen würde. *• Theater-Verei t:ilt, wird die viert Mder ftMnden. Mt die Titelrolle " EtLdttheater {y^Titben: Als ( i tag WogS Liebscher fyielt 40 Pfg. unb 20 ’ , Ibsens neuestes i ,Wenn wir Toi ^'Vortrag. ! unb des OrtSgeü - Hvlel ^Grcherzog »an» ans Offenb ioer „bie Erbauu - LerfiSM diebegli 1 trugen. Herr Brvä 1 Jungfrnu ein, g ! Lergriefen unb Th I fau bitten. Dam Wau unb bis fort Wtiatifäilbemig bi W pljotograpfyifä ^bnie r erlebt Mnunterne^ens, i njenden Vortrag mit h 4t fa, eine b k " ett«”Mfenbe] «tlfther an dem m, 1 »iffen ml lui 5,We’W««ii lob £ L?,af5w < ?ta8 ' ”m 11 Ar 2( ^malen S Sat ')otl 5p'-' °bt«°hl 6? Sr»-^ g[§n "^ießener^ ^drich ju Abevollin, ?^eVsufc£e|nin8en N des in Ä?runb LtzS'K Telegramme des Oieheuer Anzeigers. London, 22. November. Aus Mafeking wirb qe- I ^ublbet: 500 Einwohner von Rustenburg sinb aus Furcht I der^Nähe signalisierten Buren aus Mafeking gefluchtet. Sie fuhren zahlreiche Ochsen mit sich. c l/ , 22. November. Einem Bericht aus St. Helena I zufolge hat bie englische Behörbe bem ehemaligen Buren- ®.eneraI Cron ie unb bessen Familie ein Haus mit vier Zimmern zur Verfügung gestellt. c 22. November. Die hiesige Polizei Hut um- fangreiche Maßregeln zur Auftechterhaltung der Ordnuna wahrend des hiesigen Aufenthaltes des Präsi- e^"^n Kluger getroffen. Die englische Botschaft soll streng bewacht werden. Zahlreiche Mgeordnete und Senatoren haben beschlossen, den Präsidenten feierlich st zu nx? ^nr»?nb^eine Schärpe als Abzeichen ihrer ?“rbe ?ls Volksvertreter anzulegen. Im Rathause wer- Delegationen dem Präsidenten Krüger 6e^Uien-- ?? Lyon soll dem Präsidenten eine goldene Medaille überreicht werden. Deutsches Reich. Berlin, 21. November Aus Cronberq wird von 1^^Übr9emitIhHp-^er Kaiser traf heute mittag kurz nach arJ ^rfIentem Gefolge in Friedrichsh 0 f ein W der Galatafel nahmen Teil der Kaiser, der Prinz und die Prinzessen Heinrich von Preußen Prinz und rc t!n.-^boy. von Schaumburg-Lippe, Erbprinz und Erbpnnzessin von Sachsen-Meiningen Prinz und Prinzessin Friedrich Carl von Hessen Sm?; ^^ cHoswarschall Graf Eulenburg und der hPr T?fprbC-r ^Äbrrn Friedrich. Der Kaiser brachte bei der Tafel emen Trinkspruch auf die Kaiserin Friedrich aus o. Iwm heutigen Geburtstage der Kaiserin! Blumen^non «Ä ““s Schloß Friedrichshof große Mengen I » üon n?Ä.unb fern eingetroffen, desgleichen viele | Mitgliedern des königlichen Hauses. Der | Ui nicht ganz rlitii bentaiau8ld)uB m KlchM :8 Sprtchlaair •■ Dotationen r > für fit ßUI1. enden gelt?** r Sebiftet* ’ der Zih« ®*Ä Sfdt tntfpi 'Set WTtloii t worden W , «tt der Untsr t durch Mt F M und wwj Die Rich>^ lofl«- MÄ; liitünt l'i obor Äolf* jt, der Aü" t Hos»««' M S'°Ä f)tooin$ e- BM#rt «» »*?«» ir hi *>; r ®ulb‘ i 3et »tu®* tzoßitti«' fff* -»«” ,5.ii 8'«®‘ V *Jw * "X bi« 3^ >3 W'Li ♦ jptof. Diese Verbindung i.fl nicht nur unbedingt zu fördern für die Bewohner des südlichen Stadtteiles, sie liegt auch besonders im Interesse der Personen, die mit der Staatsbahn hier ankommen und mit der Bieberthal- dahu weitersahren, oder die umgekehrt in der Weise eine Reise vorhaben. Früher gingen die Personenzüge der Bieberthalbahn auch vom neuen Güterschuppen an der Hammstraße gegenüber den Bahnhöfen der Staatsbahn ab und kamen auch dort an, wobei man an eine möglichst nahe Verbindung der Vollbahn mit der Schmal- ipnrbahn für die Reisenden dachte. Der Verkehr bis zum Güterschuppen wurde aber eingestellt, weil der Wetz vom «eustädter Thor bis zu den Bahnhöfen nicht Wetter ist, als wenn die Reisenden vom Güterschuppen, da von dgrt eine direkte Verbindung nicht vorhanden ist, den Umweg über die Brücke im Zuge der Klinikstraße zu den Bahn- hufcn oder umgekehrt gehen. Wie wichtig die geforderte runnelverbindung im Interesse der zahlreichen Handels- lluie ist die unsere Viehmärkte besuchen, kann man an üdem Markttage beobachten. Alle diese Handelsleute, die mit der Staatsbahn hier ankommen und abfahren, haben auf dem Güterbahnhof persönlich zu.thun um bei der -ii und Abfahrt ihrer Ware die Kontrolle und Aufsicht zu führen, und müssen jetzt erhebliche Umwege machen, die viel Zeit erfordern. Aber auch im Interesse dec zahlreichen Beamten, die heute die Schienengeleise queren müssen, um vory Personen- nach dem Güterbahn- bof und umgekehrt gelangen zu können, ist die geforderte Verbindung sehr wichtig. Es ist fast als ein Wunder zu betrachten, daß beim Ueberschreiten der Geleise durch tarnte noch kein Unglück passiert ist^wäre dies der Fall, so hätte man den Brunnen vielleicht bereits zu- gedeckt. Es ist ja bekannt, daß die Stadt Gießen sich der Eisenbahnbehörde gegenüber gewissermaßen verpflichtet hat, am Durchgang vom Felsenkeller aus nach der Hamm- snoße einen hochwasserfreien Weg anzulegen. So viel Pur teile dieser Weg, wenn er da wäre, auch böte, scheint doch dessen Anlage wenn auch nicht unmöglich, so doch mit so großen Kosten verknüpft, daß es sicher besser sein würde, wenn der Betrag dafür zu einer Unterführung der Bahngeleise vom Personen- nach dem Güterbahnhof verwendet würde. Auch die Bieberthalbahn würde gewiß für pen geforderten Tunnel ein Geldopfer bringen, da damit eine vorzügliche Verbindung für ihre Reisenden geschaffen würde. Theater-Verein. Wie der gestrige Theaterzettel mtb teilt, wird die vierte Vorstellung Mittwoch den 5. Dezember stattfinden. Herr Bauer aus Frankfurt a. M. spielt die Titelrolle in Ibsen'S ,, Volks feind". •• Stadttheater. Aus dem Theaterbureau wird uns geschrieben: Als 6. DolkSvorstellnng geht am Frei- tag Lesfings „Nathan der Weise" in Szene. Herr Liebscher spielt die Titelrolle. Eintrittspreise: 1 Mk., 40 Pfg. und 20 Pfg. Für nächsten Sonntag ist Henrik JbfenS neuestes Werk, der dreiaktige dramatische Epilog ,Wenn wir Toten erwachen" in Vorbereitung. *• Vortrag. Aus Veranlassung des kaufmännischen anb des Ortsgewerbevereins hielt gestern abend im Hotel „Großherzog von Hessen" Herr Ingenieur Brock- nann aus Offenbach einen recht interessanten Vortrag -ibew „die Erbauung der Jungfraubahn", zu dessen Verständnis die begleitenden, scharfen Lichtbilder erheblich bei- tnigeo. Herr Brockmann führte uns zunächst in die Regionen der Jungfrau ein, gewährte uns Ausblick auf die benachbarten Lergriesen und Thäler, die sich beim Besteigen der Jungfrau bieten. Dann ging er auf die Inangriffnahme, den flau und die Fortführung der Jungfraubahn ein, bei deren Detailschilderung die großenteils von Herrn Brockmann selbst photographisch aufgenommenen Lichtbilder das Ver- MdniS sehr erleichterten. Auch in die Kraftanlage des MsemmternehmenS, in das Elektrizitätswerk, gewannen die zahlreich Erschienenen einen getrauen Einblick, die dem anregenden Vortrag mit größtem Interesse folgten und mit tzrem Beifall nicht kargten. Für den Alpenverein dürfte die Darbietung eine bedeutende Propaganda gewesen sein, der den veranstaltenden Vereinen, ebenso wie die sonstigen Teilnehmer an dem wohlgelungenen Vortragsabend, dafür feinen Dank wissen wird. •• Sonnenfinsternis. Heute, 22. November, vormittags fand eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die jedoch in unseren Breiten nicht sichtbar war. Sie begann tun 5 Uhr 20 Min. morgens (mitteleuropäische Zeit) und endigte um 11 Uhr 20 Min. vormittags. Als partielle Finsternis sollte sie (im nördlichen Afrika) bis herauf zum 20. Breitengrad sichtbar sein. Nur auf einem ziemlich schmalen Streifen der Erdoberfläche, der im Atlantischen Ozean beginnt, Südafrika durchquert, am südlichsten Punkt »ort Madagaskar vorbeigeht, dann den Indischen Ozean Larchzieht und im Nordoften von Australien end'gt, war die Finsternis zentral (ringförmig). •• In der Gräflich Leiningen Westerburg'schen Angelegenheit «Hatten wir aus Friedberg folgende „Berichtigung", die wir, obwohl sie den Bestimmungen des §11 des Reichs- preßgesetzeS nicht vollständig entspricht, ungekürzt zum Abdruck bringen. Die Zuschrift lautet: An den „Gießener Anzeiger, General-Anzeiger", Gießen! Als Generalbevollmächtigter Seiner Erlaucht des Herrn Grafen Diedrich zu Alt-Letningen-Westerburg und in dessen speziellen Auftrag «suche ich Sie auf Grund deS § 11 des Gesetzes über die Presse be. Mich des in Nr. 262 Ihres Blattes auf der 3. Seite mit ,fc. Limburg (Lahn), 6. November" überschriebenen Artikels folgende Berichtigung »fjunehm«^rr $ . in fcie Standesherrschaft Westerburg und Schadeck, dnen letzte Inhaberin die in Innsbruck kinderlos verstorbene Gräfin Franziska Seraphine zu Neu-Leiningen-Westerburg war nicht auf Grund einer letztwilligen Verfügung dieser, die solcher gar nicht zustand sondern euf Grund des von dem Grafen August zu Letmngen-Westerburg am 1.3Rai 1819 errichteten Familienstatuts succedrert. Das von der Gräfin Franziska Seraphine hinterlassene Testament hatte nur deren Allod- -lachlaß zum Gegenstand. Dieselbe hatte den Herrn Grafen zum Erben derselben ernannt, allein solchen derart mit Legaten belastet, daß der Herr Graf die Erbschaft unter der Rechtswohlthat be5 Inventars an- tvtrelen sich veranlaßt sah. Die Verhandlungen über die Ausemander- setzuirg mit den Legataren zogen sich viele Jahre hin, endigten schließ- Nh durch einen im Jahre 1896 mit solchen abgeschlossenen Vergleich und ÄiLegatare fanden auf Grund desselben ihre Befriedigung. Von diesem Vergleich wurden nur zwei Legate nicht getroffen, nämlich da» hier fragliche an die Armen in der Standesherrlchaft Westerburg und Schadeck und ein solches an einen Verwandten. Dieser ist ebenfalls infolge eines mit demselben in 1897 geschloffenen Vergleichs abgefunden worden. Bezüglich des hier fraglichen Legats hatte der Herr Graf schon in 1895 bezw. 1897 seinen Rentbeamten in Westerburg angewiesen, dessen Aus- zahlung zu bewerkstelligen und eS find von diesem anch die Listen über die Armen eingezogen worden. Daß der Beamte den ihm gewordenen Auftrag nicht ausgeführt haben sollte, davon hat der Herr Graf biS jetzt keine Kenntnis erhalten. Die hierüber eingeleitete Untersuchung wird ergeben, wie es sich damit verhält. Schließlich sei noch bemerkt, daß die Erblafferin in ihrem Testament einen Testamentsvollstrecker bestellt hatte, dem die Verpflichtung oblag, für die Auszahlung der Legate be sorgt zu sein. Der dem Herrn Grafen gemachte Borwurf der absichtlichen Verschweigung und Hinterziehung des fraglichen Legats entbehrt hiermit jeder thatsächlichen Grundlage. Hochachtungsvoll Jockel, Justizrat. -n- Grnuinge«, 21. November. Unser seitheriger Post' verkehr hat mit dem 16. dsS. Mts. eine Aenderung erfahren. Grüuingeu gehört nunmehr zur Post Steinberg, seither zu Gießen. Unsere Fahrpost geht von nun an das ganze Jahr täglich nur morgens nach Gießen und zurück. Vom 1. April 1901 an geht sie außerdem noch nachmittags um 5 Uhr an die Haltestelle Schiffenberg. Seither ging der Postwagen vom 1. April bis 1. Oktober auch mittags nach Gießen. Man bezweifelt hier, ob obige Aenderung eine Verkehrserleichterung ist. Noch weniger will es gefallen, daß am Sonntag der Postwagen überhaupt nicht mehr nach Gießen sahn unb Dem Postsuhrmanu zugemuttt wird, die Strecke Grüningen—Gießen und zurück, d. h. rund 22 Km., auch im Winter zu Fuß zurückzulegen. Bad-Nauheim, 21. November. Wie der „Bad-N. A." meldet, ist ein Angestellter der Firma Rudolph & Co. in Frankfurt a. M., der nach der hiesigen Filiale 1500 Mk. bringen sollte, mit dieser Summe feit gestern spurlos verschwunden. Darmstadt, 21. November. Der Geburtstag des Großherzogs und der Großherzogin wird seiten's der Angehörigen der Technischen Hochschule durch Veranstaltung eines Festaktes in der Aula am Samstag dem 24. November, vormittags 117a Uhr, feierlich begangen werden. Professor Pütz er wird die Festrede „lieber Denkmalskunst" halten. Mainz, 21. November. In der verflossenen Nacht wurde der 25 jährige Metzger Karl Friedrich Fischer aus Reichenbach (Württemberg), der bei den Gebrüdern Schramm in der Korbgaffe beschäftigt ist, auf dem Braudplatz hinterrücks von den Schiffern Karl Schimpf ans Mannheim und Jakob Faix aus Mainz überfallen und durch einen Stich ins Herz getötet. Die Thäter wurden heute nacht noch verhaftet. — Gestern nachmittag wurde ein Mann verhaftet, der seine ehemalige Braut mit einem Revolver erschießen wollte. Als der Mann darüber zur Rede gestellt wurde, erklärte er, er würde seine Braut erschießen, und wenn er 5 Monate Gefängnis bekomme. Der thut'S recht billig! Vermischtes. • Berlin, 21. November. Auf der Bühne der Gebrüder Herrefeld, eines Theaters in Berlin, ist gestern abend ein Schauspielerin infolge eines Schlaganfalles wenige Minuten vor der Vorstellung gestorben. * Regensburg, 21. November. Ein 14 Jahre alter Schüler der vierten Lateinklssse hat einen Selbstmordversuch begangen, weil er nicht wie die übrigen Schüler den Zirkus Barnum besuchen durfte. Der Knabe versetzte seine Uhr und kaufte sich einen Revolver, mit dem er sich in die Schläfe schoß. Er liegt jetzt schwer verwundet im Krankenhause. * Admiral Canevaro, der frühere Marineminister und Minister des Aeußern von Italien, hat in Dax, wo der französische Südexpreß entgleist ist, die Leiche seines Bruders in Empfang genommen. Francesco Canevaro, der Getötete, erhielt als reicher Grundbesitzer Liguriens von König Humbert den Titel „Herzog von Zoagli" nach einer feiner Besitzungen. Er war feit Jahren in Paris ansässig und wollte als Gesandter Peru'S an dem ibero-amerikanischen Kongreß in Liffabon teilnehmen. Mit ihm fand sein Privatsekretär Alfred Elster den Tod und auch die Gesellschaftsdame der Herzogin von Canevaro-Zoagli, Frau Dalenzuela. * Sofia, 21. November. Auf der Eisenbahn- linieRu st schuk-Tirnowa entgleiste ein Perfonen- zug. Ein Offizier wurde getötet. 9 Reifende schwer verwundet. * Algier, 21. November. An der Küste von Oran herrscht ein heftiger Sturm. Die Barke „Carmen" ist unter gegangen und mehrere Menschenleben find zu beklagen. An dem Küsten Verteidigungs-Material ist großer Schaden angerichtet worden. Die Torpedoboote haben nur wenig gelitten. Der Leuchtturm vor dem Hasen ist von den Wellen weggerissen worden. Man hat eine provisorische Notbeleuchtung eingerichtet. Kunst und Wissenschaft. — In Brüssel wurde am 20. November in der königl. Oper Wagners „Tristan und Isolde" aufgeführt. Die Vorstellung hatte einen riesigen Erfolg und bildet das größte theatralische Ereignis der Saison. schule in Darmstadt, Geh. Saurat Berndt wurde der preußische Note Adler-Orden dritter Klaffe verliehe». Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen. 46. Woche vom 11. November bis It. November 1900 (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, intt. 1600 Mann Militär.) SterblichkeitSziffer: 8,38’/«, »ach Abzug der Ortsfremden 6,30%». Linder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1, Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Lungenschwindsucht 2 (1) 2 (1) — Lungenentzündung 2 1______________1 ~ Summa: 4 (1) 3 (1) 1 Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betteffenden Krankheit auf wm auswärts nach Gießen gebrachte Ätanle kommen. Kottcsdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Wetigiousgemeinde. Samstag den 24. November 1900. Vorabend 4» Uhr, morgens v Uhr, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 5" Ubr. Bem. In Verbindung mit dem Freitag-Albend-GotteS- dienste findet die Feier des Geburtstages Ihrer «önigU Hoheiten des GroßherrogS und der Großherzogin statt. Gottesdienst der israelttischen Keligiousgesellschast. Sabbathfeier am 24. November 1900. Freitag abend 4 Uhr, Samstag vormittag 8“ Ubr Aeier des Geburtstages Ihrer König!. Hoheiten des Grotzherzogs und der Großherzogin, nawmittags &*> Uhr, SabbachauSgang 5* Uhr. WochengotteSdienft: morgens 7 Uhr, abends 4 Uhr. Familien Nachrichten. Gestorben r Rosalie Eigenbrodt geb. Weyland, Witwe des Geh.- Rats Dc. K. Eigenbrodt, In Darmstadt. — Leontine Noack geb. Fro- benius in Darmstadt. — Kail Petri, Schreiner, in Darmstadt. Kriefkasten der Redaktion. S. Sie irren sich, wenn sie glauben, daß ein junger Fuchs nicht aufzuztehen sei, denn Unfreut verdirbt nicht. Man muß nur einen gut gemauerten Stall für ihn haben, aus dem er nicht aus- br^chen oder sich durcharaben kann. Neueste Meldungen. (Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".) nn. Darmstadt, 22 November. In der Znselstraße, nahe dem großen Woog, ist heute vormittag 11 Uhr ein nahezu fertiggestellter Neubau, dem Bauunternehmer Meier von Beffungen gehörig, zu s am men gestürzt, wobei eine ganze Anzahl Arbeiter verschüttet wurde. Bei den Aus- grabungsarbeiteu fand man bis jetzt sechs meist Sch werverletzte, die nach dem Keanfeuhause gebracht wurden. Man befürchtet, daß man noch mehrere Tote zu beklagen haben wird. -d Petersburg, 22. November. Das Befinden des Zaren ist andauernd günstig. Zn allen Kirchen werden Bittgebete für die Gesundheit des Zaren gesprochen. -d. Rom, 22. November. Der englische Kolonialminifier Chamberlain ist gestern abend abgereist. Ko n itz, 22. November. Die Strafkammer verurteilte den Gutsbesitzer Szukalski aus Witkowo wegen Beleidigung der mit der UntersuiHftng'iu der Konitzer Mord- afsaire betrauten Behörden zu 200 M k. Geldstrafe. Brü sfei, 22. November. Infolge des befriedigenden Resultats, das mit der drahtlosen Telegraphie zwischen der belgischen K ü st c und den Post- dampfern, die nach England gehen, erzielt worden ist, wird diese Telegraphie vom 1. Dezember ab den Passagieren der betreffenden Dampfer zur Verfügung gestellt werden. t Brüssel, 22. November. In der gestrigen Kammersitzung verursachte der nationalistische Abg. Demblon einen Zwischenfall, indem er erklärte, seiner Ansicht nach seiderPrinzvonWalesschuldigeralsSipido, weiter die Ermordung der armen Buren zu- ließ. Der JustiAminister nahm sofort das Wort und drückte sein Bedauern darüber aus, daß ein Redner sich in so abfälliger Weise gegenüber der englischen Königsfamilie habe äußern können. Nach längerer Debatte wurde ein Vertrauensvotum des Abgeordneten Wöfte für die Regierung mit großer Mehrheit angenommen. Paris, 22. November. Nach einer New-Porker Meldung ist die Stadt Columbia infolge eines C y c l o n s vollständig zerstört. Bis jetzt sind 17 Weiße und 22 Schwarze tot aufgefunden. Moskau, 22. sicovember. Die feit einigen Wochen grassierende Influenza nimmt immer mehr einen epe- demifchen Charakter an. Die städtischen Krankenhäuser sind mit Lungenkranken überfüllt. Täglich sterben viele Personen an Influenza. Jekater inoslaw, 22. November. In der Steinkohlengrube zu Malinowskaja stürzte infolge Reißens deK Seiles ein Fahrstuhl in bde Tiefe, in dem sich 18 Arbeiter befanden. Nach den bisherigen Nachrichten erlitten alle den Tod. W a s h i n g t o n, 22. November. Hier herrscht große Unruhe über den columbischen Zwischenfall, besonders seit der Abfahrt des englischen Kriegsschiffes! Pleasand aus dem Hafen, das den Zwischenfall zwischen England und Columbien regeln sollte. Man glaubt, daß England eine schwere Genugthuung Der* langen wird. Universität un- Hochschule. Darmstadt, 21. November. Die Zahl der Studierenden und Hospitanten an der Technischen Hochschule hat im laufenden Wintersemester die höchste bisher erreichte Frequenzziffer bereits überschritten. Bis heute sind eingeschrieben an Studierenden, bezw. Hospitanten in folgenden Abtellungen: Architektur 111, bezw. 39; Jn- genieurwefen 184, bezw. 16; Maschinenbau 374, bezw. 44; Elettrotechnik 552, bezw. 73; Chemie 123, bezw. 10; Mathematik und Naturwissenschaften 23, bezw. 9'2, zus. 1367 Studierende und 274 Hospitanten. Darnach sind es 1641 Hörer gegen 1638 im Wintersemester 1899/1900 und 1563 im Sommersemester 1900. Unter obigen 274 Hospitanten befinden sich 54 Damen. — Dem o. Professor an der Technischen Hoch- Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 22. November. 31/> % Reichsanleihe . . 94.85 Kreditaktien ..... 206.30 3 % do 86 7( Diskonto-Kommandit . 177.50 3i/i °l0 Konsole . . . 3 °/o do ... 3V« °/o Heesen . . . 5 "/„ Italien. Rente . . 4 0/o Griech. Monop.-Anl. 3 0/0 Portugiesen . . 3 o/q Mexikaner . . . 41/« °/i Chinesen . . . Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . 92.90 Berliner Handelsges. 94.80 Oesterr. Staatsbahn 94.90 86.05 41 85 24.7» 25.25 75.40 Gotthardbahn Laurahütte Bochum Hxrpener . . 131.60 . 146 30 . 149.30 . 140.50 . 147 50 . 206.50 . 188 50 . 183.— Tendenz; schwach. tr ** MW« y*tf|i(Utunbte Gestern Tormittag 11 Vr Uhr entschlief sanft unser lieber Vater und Schwiegervater Giessen, Freudenberg, den 22. November 1900. 7597 Die Beerdigung findet Freitag den 23. November, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause^ Gartenstrasse 30, aus statt. Xrnylrtr 14 Zrltrrrmg 18 5782 C. Köhr & Co TeimiciiB umfassen ein reiches Lager in c^ücbtige Büglerin sucht Privatkunden, * nimmt auch Wäsche im Hause an. Echlotzgasse. Brandplatz. Neustadt 12, III. 04822 M 6 empfiehlt 7599 7281 Owei ineinandergeh. möbl. Z»mmer zu -O vermieten.Sck'llerstraße 29. 7603 Der Borstand. ^ücht. Mädchen für Küche und Hausarb. ™ geg. guten Lohn ges. Ludwigstr 34,111. Kirchenplatz 11, Eingang Schloßgaffe. Restauration Steinmeyer Prima Calmbaiher vktzbrSu «MT- im Zapf. 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