1900 Mittwoch den 23. Mai Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren )90 zliiß Deutsches Mich Hessische, h lall sr et Kfl)11 ien Expedition und Druckerei: Achnkstraße Ar. 7. 2998 I $ ich». Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Glätter für hessische Volkskunde. Der Krieg in Südafrika. Im englischen Unterhause hat Balfour am Montag unter dem lauten Beifall des Hauses mitgeteilt, daß die Entsetzung Mafekings sich bestätige. Chamberlain erhielt von Sir Alfred Milner folgendes Telegramm: Kapstadt, den 31. Mai. General Barton telegraphiert aus Taungsnack, daß Mafeking am 17. Mai durch eine aus 2500 Mann bestehende, von Oberst Mahon befehligte Kolonne entsetzt worden ist. Oberst Baden-Powell ist zum Generalmajor befördert worden als Anerkennung für seine tapfer« Verteidigung Mafekings. Der Entsatz Mafekings bringt die Engländer aus dem »««ahme von Anzeigen zu der nachmittag« für de» senden leg erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Sacken und Staatssekretär Gras v. Bülow. — Heute vormittag begab sich der Kaiser nach Cronberg zum Besuch der Kaiserin Friedrich, in Uniform ihres Husaren-Regi- ments. Die Rückkehr erfolgte heute nachmittag. Abends wohnte der Kaiser wieder der „Fra Diavolo"-Borstellung bei. — Mn 23. Mai erfolgt die Ankunft der Kaiserin. Die Abreise von Wiesbaden erfolgt am Freitagabend über Straßburg, Schlettstadt zur Besichtigung von Hohkönigs- burg, dann erfolgt die Rückkehr nach Berlin. — Am Sams-' lag erfolgt in Wiesbaden die Ankunft der vom Magistrat eingelade'nen Torpedo-Offiziere. Am Abend findet«. em Fest im Kurhaus statt. — Generalintendant v. Hülsen erhielt den Roten Adlerorden zweiter Klasse. Gosterni fand ein Bierabend im Königlichen Schlosse statt, woran u. a. Herr v. Hülsen, der Dramaturg Major Laufs und der Marinemaler Saltzmann Teilnahmen. — Wie man der „Nat. Ztg." aus Thüringen schreibt, erneuert sich mit größerer Bestimmtheit das Gerücht von ! einer Verlobung der Königin Wilhelmine von Holland mit dem Prinzen Bernhard Heinrich, dem am 18. April 1878 geborenen Enkel des Großherzogs Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Z ft 5* 6 e*- N | W S Ä Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Mvmtlieuvtätter »erden dem Anzeiger ta Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. ,Mäkler für Hess. Volkskunde- »bchÜ. 4 mal beigelegt. und Mac Kinley es nicht für angezeigt halten, ihre strikte Neutralitätspflicht zu verletzen. Washington, 22. Mai. Mit 36 gegen 21 Stimmen lehnte der Senat die Frage des Empfanges der Buren-Delegation durch den Senat ab. m. 119 Erstes Blatt. liberalen, die Polen und auch die Mehrheit der Reichspartei, wie jetzt bekannt wird, nicht mehr mitmachen wollen, so dürfte den Konservativen und dem Zentrum der weitere Kampf gegen die Obstruktion aussichtslos erscheinen. — Nach der „Franks. Ztg." hatte die Konferenz der Vertreter aller Parteien im Reichstage das Ergebnis, daß das Zentrum und die Reckste auf die beiden angefochtenen Paragraphen der Lex Heinze verzichten wollen, wenn dafür wenigstens eine Bestimmung in das Gesetz ausgenommen wird, wonach derjenige bestraft wird, der Kindern unter 16 Jahren Darstellungen verkauft oder anbietet, die ohne unzüchtig zu sein, die Schamhaftigkeit gröblich verletzen. Die Parteien sind bereit, das einzuräumen. Es finden letzt Besprechungen der einzelnen Fraktionen statt, und davon wird es abhängen, ob das oben gekennzeichnete Kompromiß, als Initiativantrag in Gestalt eines besonderen Gesetzes einqebracht und die Lex Heinze fallen gelassen wird. — Der Zentral-Ausschuß der Freisinnigen V o l k s p a r t e i, der am Samstag getagt hat, hat sich mit der parlamentarischen Haltung der Partei auch m der Flotten Vorlage einverstanden erklärt. Der nächste allgemeine Parteitag soll im Herbst in Görlitz stattfinden. — Im preußischen Abgeordnetenhaus wurden heute von dem Gesetzentwurf betreffend die Zwangs- Erziehung Minderjähriger die 88 1 bis 15 nach, den Kommissionsvorschlägen angenommen, ^.der Hebet- I schrift wird das Wort Zwangserziehung m „Fursorge-Er- ziehung umgeändert. Liste MM.extra autzgebiete. ige (i Berli«. ilbir «he M m BW ™ i lark 10« )0« io * )0 ■ IMtir 'fried, Patent« iß h- li Ausland. § Wie aus London telegraphiert wird, wird der nächste Schlag des Marschalls Robert -rsolgen sobald er tone Flanken gesichert hat, und für Proviant hinreichend besorgt ist. Ersteres scheint nach den eingehenden Telegrammen geschehen zu sein, an dem letzteren arbeitet Lord KUchene? der plötzlich in Kroonstad aufgetaucht ist. Lord Roberts telegraphiert aus Kioonstadt: General Buller berichtet, sein Vormarsch verzögere sich wegen her Serstörung der Eisenbahn einige Tage. Rund le meldet, daß er Ladybrand besetzte. Hunter rückt liinas der Eisenbahn mit Vorräten sür Maseking vor und nicktet -in Hospital ein für die Beförderung der Kranken nach Kimberley. Lord Mcthuen verließ Hoopstad, um sich mit HuuterS Abteilung zu Bereinigen. Telegramme des Gietzruer Anzeigers. Washington, 22. Mai. Ein Kommunique, das nach dem i^Pfang der B u r e n - D e l e g a t, o n durch den Staats, sikretär Hay an die Presse gesandt wurde, berichtet, daß die Delegierten die amerikanische Negierung ersucht haben, in Interesse des Friedens zu wirken und ihren Einfluß in dieser Hinsicht gegenüber England geltend zu inad)«n. « Inert an die Unterhandlungen, d.e zwischen England und «merika in dieser Hinsicht bereits staltgesunden haben, und schließt mit der Erklärung, daß, obgleich der Präsident und das Volk den Frieden herbeiwünschen, die Regierung von Sachsen-Weimar. , , . . , . . - Der Präsident Graf B a l l e st r e m benef heute oen । Reichstaqs-Seniorenkonvent. Er schlug vor, bezüglich der Weiterberatung der Lex Heinze eine freie Kommission aus allen Parteien mit der Losung dieser^Ausgabe zu bettauen, und inzwischen die Beratung der Lex Heinze auszusetzen. Engen Richter schlug! vor, die Lex Heinze unerledigt zu lassen und den ersten Teil^desiJ 184 als besonderes Gesetz durch Initiativantrag zu befchließen. sDurch Aushang gestern bereits bekannt gegeben. D. Red.) — Ueber diese Sitzung macht der „Lok. Anz." noch folgende Mitteilungen: Graf Ballesttem berichtete über die Lage und schlug vor, eine Besttmmung in die Lex Heinze aufzunehmen, wonach alle Produktionen von künstlerischem oder literarischem Wert von den Besttmmungen der §§ 184 a und b auszunehmen seien. Nur auf diesem Wege werde man zu einem gedeihlichen Ausgang kommen. Abg. Richter regte an, das ganze Gesetz fallen zu lassen, und m einem Initiativantrag den ersten Teil, der nur von dem Zuhälterwesen handelt, wieder aufzunehmen, und zu genehmigen. Abg. v. Levetzow bekämpfte die Obstruktionsbestrebungen, die schließlich dahin führen könnten, daß ohne den Reichstag regiert werde. Die Abgg. Bebel und Bassermann traten durchaus auf den Standpunkt Richters. Schließlich einigte man sich dahin, die Lex Heinze vorläufig von der Tagesordnung abzusetzen und den Parteien Zeit zu lassen zu einer Stellungnahme ihrerseits. In wohlunterrichteten parlamentarischen Kreisen hält man das Schicksal der Lex Heinze in ihrer jetzigen Fassung für besiegelt. Der Vorschlag Richters dürfte durchdringen. Da die National- Die deutsche Torpedobootsdivifio« in Mannheim-Ludwigshafen. Einen glänzenden Abschluß der Festlichkeiten anläßlich der Anwesenheit der Torpedoboot-Division in Mannheim- Ludwigshafen bildete der Ausflug in das pfälzische Weinqebiet, der am Samstagnachmittag stattfand. Nachmittags 2 Uhr marschierten die Mannschaften der Division unter dem Vorantritt der Kapelle des in Landau garnisonierenden 23 bayerischen Infanterie-Regiments vom GesellschaftShauft in Ludwigshafen, in dem sie bewirtet worden waren, nach dem Bahnhof in Ludwigshafen, wo bald darauf auch die Offiziere der Torpedodivision in Begleitung der Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden von Mannheim und Ludwigshafen, sowie des aktiven Offizierkorps des Mannheimer Grenadier-Regiments erschienen. Hierauf erfolgte mittelst Extrazugs die Abfahrt in das pfälzische Weingebiet. Dieser Ausflug bildete einen wahren Triumphzug. Enthusiastischer und begeisterter, wie in der Pfalz können dre Gäste am ganzen Rhein nicht begrüßt worden fern. Der Ertrazug machte halt in Frankenthal, Freinsheim, Dürkheim. Unter den Klängen der 23er Kapelle ging es zunächst in den Kurgarten, wo die Gäste die große offene Veranda bereits gedeckt fanden. Köstliche Weine edelster Sorten und sonstige Erfrischungen standen in großer Menge auf den Tischen. Bald entwickelte sich ein fröhliches Bankett. Bürgermeister Barth begrüßte die Gäste, Kapitänleutnant Funke dankte mit einem Hoch auf Dürkheim, Dr. Bischof toastete auf Kaiser und Prinzregent, an welche Begrüßungstelegramme abgesandt wurden. Nach zweistündigem Aufenthalt wurde die Fahrt nach Deidesheim fortgesetzt. An derselben nahmen nur die Offiziere der Torpedodivision und die Gäste von Mannheim und Ludwigshafen teil, während die Mannschaften unter Führung von Dürkheimer Bürgern einen Ausflug nach der Limburg machten, wo Erfrischungen dargeboten wurden. Nach der Rückkehr von der Limburg reisten die Mannschaften Abends gegen 8 Uhr direkt nach Mannheim-Ludwigshafen zurück. Die Offiziere setzten nach einstündigem Aufenthalt die Fahrt nach Neustadt fort und kehrten erst gegen 3/4ll Uhr nach Ludwigshafen zurück. Gestern, Sonntagvormittag 10 Uhr, erfolgte die Abfahrt der Division von Mannheim - Ludwigshafen nach Spei er. Die Fahrt wurde auf den Torpedos von zahlreichen Mannheimer und Ludwigshafener Herren, sowie von verschiedenen aktiven Offizieren des hiesigen Grenadier- Regiments mitgemacht. Karlsruhe, 21. Mai. Kapitän Leutnant Funke telegraphierte heute aus Mannheim an Oberbürgermeister Schnetzler, daß der Aufenthalt der Torpedoflottille in Karlsruhe um einen Tag verkürzt werden muß, da der Kaiser über die Torpedoboote verfügt habe. Dieselben werden Montag Nachmittag 4 Uhr m Maxau eintreffen, und Mittwoch, 23. Mai, morgend, Demgemäß muß die für die Offiziere und M°nnfchaften für kommenden Mittwoch in Aussicht ^genommene Festfahrt u°-h ®a“b21.™aLIei6^e nach Taufenden zählende I Bolksmenge^empfing heute nachmittag 4 Uhr in Maxau d.e (IIIIIH* 1 ßB *■ 1 Mv * I li lO, | Berlin, 21. Mai. Von den Kais er tag en in! Wiesbaden wird gemeldet: Am Sonntag früh besuchte I der Kaiser den Garnisongottesdienst und unternahm sodann eine Spazierfahrt mit anschließendem Spaziergang in der Näl>e der Rabenschlucht. Um 12 Uhr 15 Min. hörte der Monarck) nach der Rückkehr ins Schloß in Gegenwart des Chefs des Militärkabinetts, Generals v. Hahnke, den Vortrag des Gouverneurs von Mainz, Barons Collas. Um halb 1 Uhr empfing der Kaiser eine Abordnung der Mainzer Stadtvertretung, bestehend ans bem. | Oberbürgermeister Dr. Gaßner, den Geh. Kommerzienräten Reinach und Michel, sowie dem Medizinalrat Dr. Heß, die I den Dank der Stadt Mainz für die genehmigte Auslassung der Nordwestfront der Festung aussprach. Um 12 Uhp 45 Min. empfing der Kaiser in Gegenwart des Chefs des Civilkabinetts, Wirkt. Geh. Rats v. Lucanus, den Besuch des Stcchtv. Freiherrn von der Heydt-Elberfeld und des, Bildhauers Coubilier, der ein Modell zum Brunnen sur Schloß Burg vorlegte. Zur Frühstückstafel waren geladen: Staatssekretär Staatsminister Graf v. Bulow, Graf und Gräfin Görtz, Flügeladjutant Oberst Gras Moltke, Professor Salzmann, General Baron Collas. Am Nachmittag unternahm der Monarch mit dem Staatssekretär Grafen Bülow eine Spazierfahrt und wurde beim Passieren des vom Gauverband 9 des Deutschen Radfahrerbundes veranstalteten großen Preis-Blumenkorsos von der Menschenmenge begrüßt. Später fuhr der Kaiser zum Bahnbos, um den Großherzog von Hessen abzw- holen. Bei der heutigen „Oberon^-Anfsührung laß der Kaiser in der Hofloge. Neben ihm saßen rechts der Groß- I Herzog von Hessen, links der Großherzog von Sachsen- | Weimar und die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen. Häuschen. , . In Dover kam es anläßlich der Mafekmg-Fner zu zu Exzessen. Beim Fackelzuq am Samstag abend begann eine Anzahl der Teilnehmer vor dem großen Geschäfte von I. Browne, der als Gegner des Krieges bekannt ist, zu johlen und erst mit Eiern und dann mit Kieselsteinen, Mauersteinen und eisernen Gewichten so lange zu werfen, bis der ganze Laden zertrümmert war. Die Polizei und das Militär konnten lange Zeit nichts anSrichten. Auch die Fenster der benachbarten Lüden wurden eingeworfen. Nachdem der Tumult drei Stunden gedauert hatte, kamen verschiedene hundert Mann Artillerie vom Schlosse herunter marschiert, die die Menge zerstreuten. In Leeds wurden in der Nacht vom Freitag zum SamStag einem als Gegner des Krieges bekannten Bürger von etwa 3000 Personen ebenfalls bei Gelegenheit eines Fackelzuges die Fenster eingeworfen und anderer Schaden angerichtet. In Harlesden wurde der Laden eines Gemüse Händlers, der mit den Buren sympathisiert, zerstört. Die Polizei, die die Menge angriff, wurde mit Eiern beworfen. In Northarnpton explodierte beim Fackelzuge in einem illuminierten Wagen ein Packet Schießpulver. Ein Rechtsanwalt wurde dadurch an: Gesicht und Händen i Heinrich, Prinz Friedrich furchtbar verletzt. In Ayto« in Berwickshire. gab es auch I ( üon Reffen, der russische Botschafter Gras v. d. Osten- eine Explosion, wodurch einige Kinder zum Teil schwer ver- ■ - - — fett wurden. In London wurde im Gedränge vor dem Mansion House ein offener Straßenraub ausgeführt. Der Lordmayor selbst mußte vom Balkon Mit ansehen, wie eine Bande Taschendiebe einfach ihre Opfer m ihre Mitte nahm, ihnen alle Wertsachen stahl und dann den Raub teilte. Beinahe zwanzig dieser Diebe wurden verhaftet. Mehrere von ihnen hatten vier bis fünf Uhren und einer mindestens 70 Pfund Sterling Gold bei sich. w Daily Expreß" will wissen, im Londoner Auswärtigen Amt sei in den letzten 24 Stunden eine an Salisbury persönlich gerichtete Depesche Krügers eingegangen, worin dieser neue Friedensanträge mache. Die Botschaft sei angeblich in überaus demütige Ausdrücke gekleidet Eine Kapstädter Meldung besagt, unter den fortschrittlichen Holländern in Transvaal sei eme Bewegung im Gange, Krüger abzusetzen und alsdann Lord Roberts die Unterwerfung Transvaals " Uezugsprci» @ vierteljährl. Mk. 2F0 Keßener Anzeigers ^Xrx 44t AA* A I WA A* A AA* Anzeigen.vermittlungSstclle« des In- und Ausländer lyllz||iz| (I i *■ vV M li J|7| |||7| nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. V -i VV X*' M V Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. (!) Gründ erg, 20. Mai. Herrliches Frühlingswettec' begünstigte die diesjährige Gauturnfahrt. Aus nah und fern hatten sich, die jugendfrischen Turner aufgemacht, um im gastlichen Grünberg in edlem Wettstreite ihre Kräfte zu messen. Um halbzwei Uhr ordneten sich die Vereine zu dem stattlichen Festzuge, der sich vom neuen Schulhause durch, die reich beflaggten Hauptstraßen nach der Turnhalle und dem angrenzenden geräumigen Festplatze bewegte. Hier entbot nach dem gemeinscl>aftlichen Gesang des Turnerliedes „Turner, auf zum Streite" Herr Bürgermeister Zimmer Namens der Stadt den Turnern ein herz- lict)es Willkommen. Herr K. H. Jockel hielt eine von echt turnerischem, vaterländischem Geiste getragene Begrüßungsund Festrede, die mit einem begeistert aufgenommenen „Gut Heil" auf das deutsche Vaterland schloß. In markiger Ansprache dankte der Vorsitzende des Gauausschusses, Helm- Gießen, für den herzlichen Empfang, den die Turner in Grünberg gefunden, indem er der Feststadt ein kräftiges „Gut Heil" widmete, lieber 100 Turner beteiligten sich dann an dem Aufmarsch zu den Stabübungen, die unter der Leitung des Gauturnwarts Schneider-Marburg in exakter Weise ausgeführt wurden. Hieran reihte sich das Preis turn en in den volkstümlichen Uebungen: Frei- weithochspringen, Stabhochsprung, Steinstoßen und Klimmen. Es wurde durchweg Tüchtiges geleistet, und mit großem Interesse folgten die Zuschauer den turnerischen Uebungen. Nach sieben Uhr abends wurde durch den Gau- turnwart die Preisverteilung vorgenommen. (Die Preise brachten wir bereits gestern.) Mit einer Ansprache des Gauturnwarts an die Turner war der turnerische Teil des Festes beendigt. Auf dem Festplatze und in der Turnhalle herrschte jedoch noch lange buntbewegtes Festestreiben, bis die Abendzüge den größten Teil der auswärtigen Gäste entführten. Ein Festball in der Turnhalle bildete den Schluß der in allen ihren Teilen schön und und würdig verlaufenen Gauturnfahrt. Bad-Salzschlirf, 21. Mai. Fürstin Radolin, die Gemahlin des deutschen Botschafters am russischen Hofe, ist mit Familie und Dienerschaft zu längerem Kurgebrauche hier eingetrossen. Der Fürst wird in einigen Tagen nachfolgen. Darmstadt, 21. Mai. Feldmarschall Graf v. Wal- dersee traf gestern abend hier ein und bleibt bis zum 25. hier. — In der Familie des Prinzen Ludwig von Battenberg sieht man demnächst einem freudigen Ereignis entgegen. Die Prinzessin Ludwig von Battenberg weilt zurzeit in England und wird vorerst dort verbleiben. 8. Darmstadt, 21. Mai. Landes-Versammlung des Bundes der Landwirte, Abt. Hessen. Gestern nachmittag fand im „Schützenhof"-Saale hier unter Vorsitz von Herrn Karl Fritsch-Dilshofen eine von über 600 Personen besuchte Versammlung statt, zu der Landwirte und Interessenten aus ganz Hessen und den angrenzenden Staaten, besonders der Pfalz herbeigeeilt waren. Nach Mrtteuung einiger statistischer Zahlen, nach welchen der Bund 177 000 kleinere und circa 15000 mittlere Landwirte, dagegen nur circa 1500 große, d. h. Gutsbesitzer rc., zählt, bringt der Vorsitzende ein Hoch S. M. dem Kaiser sowie unserem Landesfürsten. Der Vorsitzende des Bundes der Landwirte, Reichs- und Landtagsabgeordnete Frhr. v. Wangenheim, sprach über „Die gegenwärtige politische Lage mit besonderer Berücksichtigung des Fleischbeschaugesetzes." Der gewandte Redner er- i klärte die hauptsächlichsten Gründe, die vom Standpunkt des Landwirts aus wie auch in sanitärer Hinsicht entschieden für eine scharfe Kontrolle bei der Fleischeinfuhr, besonders des Pöckelfleisches, sprechen. Ferner gab er der Hoffnung Ausdruck, daß die neuen Zollgesetze im Jahre 1903 Besserung bringen. Mit Gewalt lasse sich nichts erreichen; er hoffe aber, mit seinen Kollegen im Reichstag dahin wirken zu können, daß das Gesetz ensprechend den verschärften Bestimmungen der zweiten Lesung durchgehen werde; doch sei der ganzen Ablehnung des Gesetzes immer noch eine lässige Handhabung der Kontrolle vorzuziehen. Man könne annehmen, daß Amerika, das an dem deutschen Import hauptsächlich interessirt sei, in ähnlicher Weise wie im Mutterlande, wo der ganze Fleisch- und Viehhandel von drei I Ringen beherrscht werde, auch bei uns dieselbe Absicht verfolge. Das Ganze sei aber doch nur ein Vorspiel zu dem I Kampf um die neuen Zollgesetze. Es sei deshalb notwendig, I auf die Vertreter in den Parlamenten einzuwirken, daß sie I die Interessen der deutschen Landwirtschaft in energischer Weise I vertreten. — Der Reichstagsabgeordnete Liebermann I von Sonnenberg entwickelte in seinen längeren AuS- I führungen, auf dem Boden seines bekannten Programms I stehend, für den am Erscheinen verhinderten Herrn v. Pfister I „Die nationale Bedeutung eines kräftigen Bauern-und Mittelstandes." „Angehörige deS Mtttel- standes vereinigt Euch im Kampfe um Eure Existenz." Da I Deutschland niemals gleich England Industriestaat werden könne, sei eS notwendig, daß man den ältesten und wichtigen Stand, den deutschen Nährstand, pflege und schütze, denn I mit seinem Niedergang beginne der Niedergang Deutschlands. Noch seien die kräftigen Bauernheere in erster Linie der Schutz Deutschlands. Würden diese erst entnervt, verweich- licht, dann werde es gehen wie in England, das trotz seines ungeheuren Reichtums mit seiner Söldnerschaar du I unglaublichsten Schwierigkeiten habe, das kleine, aber tapfere Burenvolk, welches die heimatliche Scholle verteidige, zu besiegen. (Lebhaftes Bravo.) — I Aus der Verschuldungsstatistik gehe heute schon hervor, daß I die Zustände bei uns keine zu günstigen seien, denn es ser festgestellt, daß, wenn man den Vorrat des deutschen Grundbesitzes auf 100 Milliarden annehme, 60 Proz. verschuldet seien. Dem müffe man eutgegenarbeiten; die Handelsverträge haben auch der Industrie bisher wemg Vorteile I gebracht, sie müffe daher Hand in Hand mit der Landwirtschaft, in der sie teilweise ihre besten Abnehmer habe, gehen. Auch eine andere Einrichtung der Innungen, die meist aus das Handwerk bisher nur nachteilig einwirkten, Jet not- [ wendig. Auf die heutigen Versprechungen dec Regierungen Aus Stadt und Sand. ** Auszeichnung. Dem Mitglied der freiwilligen Gail'- I schen Feuerwehr, Theodor Loos, Schriftsetzer in der I Brühl'schen UniversitätS- und Steindruckerei, ist in Aner- I kennung seines fünfundzwanzigjährigen treuen Dienstes in I der Feuerwehr heute das Ehrenzeichen für Mitglieder I der freiwilligen Feuerwehren verliehen und vom Provinzial- I direktor Geheimrat v. Bechtold in feierlicher Weise über- I reicht worden. •• Baron v. Gageru. Dem Vernehmen nach soll Pro- I vinzialdirektor v. Gagern in Mainz (bekanntlich früherer I Provinzialdirektor von Oberhessen) demnächst als hessischer I BundesratS-Bevollmächtigter in Berlin an Stelle des Herrn v. Neidhard treten. Die Bestätigung dieser Nachricht bleibt abzuwarten. •• Personalnachrichten. Am 19. Mai wurde der Kreisrat | des Kreises Groß-Gerau, Geh. Regierungsrat Freiherr Erwin Löw von und zu Steinfurth auf sein Nach- I suchen bis zur Wiederherstellung seiner geschwächten Gesund- I heil mit Wirkung vom 1. Juni d. Js. an in den Ruhestand versetzt, der Regierungsaffeffor Wilhelm Bohn aus Alzey zum Kreisamtmann bei dem Kreisamte Schotten ernannt, und der von dem Fürsten Franz Joseph zu Ysen- bura und Büdingen in Birstein präsentierte Oberlehrer an der Augustinerschule zu Friedberg Albert Kost zum Oberlehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Offenbach bestätigt. . . m r *♦ Uuiverfit'atsbuchhandlung. Der Rrcker schen Buchhandlung (Inh.: Alfred Töpelmann) ist das Prädikat „Um- versitätsbuchhandlung" erteilt worden. •* In Betteff des Kirchenkonzerts zum Besten be8 | Ausbaues der Speierer Protestationskirche, daS ' am Mittwochabend 6‘/2 Uhr in hiesiger Stadtkirche statt- ; finden soll, wird uns noch mitgeteilt, daß leider infolge ungünstiger Umstände das Zirkulieren der Subskriptionsliste erst so spät beginnen konnte, daß es unmöglich sein wird, sie allen den Bielen vorzulegen, die sich für dieses Konzert, sei es um seiner künstlerischen Bedeutung, sei es um des guten Zweckes willen, interessieren. Die Veranstalter bitten uns mitzuteilen, daß diejenigen, denen die Liste deshalb nicht rechtzeitig zukommen sollte, daS entschuldigen und Billette in den Musikalienhandlungen von Ehallier oder Eyserbcck beziehen mögen. ES wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß der mittlere Eingang von der Kirchstraße aus nur für die Plätze „unter der Emporbühne" bestimmt ist. ** Konzert-Verein. Verdis Reqiem am 31. Mai 19 00. Man schreibt uns: Die verflossene Saison hat der Konzert-Verein mit besonderen Ehren bestanden, fünf hervorragende Musikabende hat er bereite absolviert und den letzten schob der Vorstand möglichst, weit außerhalb der üblichen Konzertzeit hinaus, um fein anderes Unternehmen zu stören, aber auch um selbst nicht I gestört zu werden. Wenn das nicht vollständig gelang, sondern auch von anderer, ebenfalls berufener Seite Unter- I nehrnungen vorliegen, so ist daran nichts zu ändern. I Der Konzert-Verein hat sich für sein sechstes Konzert das I Requiem von Verdi ausgewählt, an das der mitwirkende. Akademische Gesang-Verein seit Monaten mit I allem Fleiße arbeitet. Nicht oft findet man dieses vor- I nehme Chorwerk auf dem Programm deutscher Konzert- I institute, was wohl durch zwei schwerwiegende Gründe be- I dingt ist. In erster Linie ist das Aufführungsrecht nur I durch ein größeres pekuniäres Opfer zu haben, dann aber | verlangt die Aufführung selbst einen Dirigenten ersten I Ranges, einen durchaus leistungsfähigen Chor und nur I erstklassige Solisten. Gießen ist in der glücklichen Lage, I mit den beiden ersten jederzeit zu dienen, und das Dritte I ist lediglich Sache des Säckelmeisters. Daß das hiesige I musikalische Publikum dem Aufführungstage mit vollstem I Interesse entgegenblickt, daran zweifeln wir keinen Augen- I blick, denn der 31. Mai wird einen Glanzpunkt in dem | Kunstleben unserer Stadt bilden. siatter gemeldeten Todesfälle nicht zur Folge. Die beiden Totgesagten befinden sich außer Gefahr. Nach einem amtlichen Berichte sind in Berlin am Samtag 226 und gestern 261 Personen verhaftet worden. In einem Artikel über den Ausstand der Berliner Straßenbahn-Angestellten sagt die „Nordd. Allg. Ztg.": Die Staatsregierung habe die Pflicht, den bewußt auf die diktatorische Beherrschung der Arbeiterschaft und des gesamten öffentlichen Lebens hinzielenden Bestrebungen der Sozialdemokratie ans das Entschiedenste entgegenzuwirken, und es könne versichert werden, daß sie dieser ihrer Pflicht nach! allen Richtungen hin entsprechen wird. Von der ihr nach dem Gesetze zustehenden weitgehenden Machtbefugnis zur Niederwerfung jeder Ausschreitung werde die Staatsregierung rücksichtslos Gebrauch machen, und für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung unter allen Umständen Sorge tragen. -.3 Im preußischen Abgeordnetenhause kam der Minister Freiherr v. Rheinbaben auf den Streik zu sprechen. Er betonte dabei, daß die Polizei in die Lohnstreitigkeiten sich nicht einmischen konnte. Sie müsse dies den Beteiligten überlassen. Die Ausständigen hätten einen sehr bedenk- lick)en Weg unter sozialistischer Führung beschritten und sich zu Forderungen hinreißen lassen, die mit der Fortführung eines derartigen Betriebes nicht vereinbar seien. Wenn die Verwaltung diese Forderungen bewilligt hätte, so würde sie damit ihre Autorität aufgegeben haben. Gestern seien schwere Ausschreitungen nur im Rosenthaler Viertel vorgekommen, wobei die Polizei mit Steinen beworfen, und auch geschossen wurde. Die beim Einschreiten der Polizei vorgekommenen'Verwundungen seien bedauerlich, aber nicht zu ändern. Nicht richtig sei, daß er, der Minister, die Einstellung des Betriebes gestern um 7 Uhr angeordnet habe. Das würde ein Zeichen der Schwäche gewesen fern. Er habe nur angekündigt, daß die Schutzleute um 7 Uhr den Dienst beendigen müßten. Er habe der Vorsicht halber veranlaßt, die Truppen zu konsignieren. Es müsse dem Janhagel gezeigt werden, daß man im stände sei, denjenigen zu Boden zu werfen, der es wagt, die Majestät des Gesetzes zu verletzen. Torpedoflottille. Der preußische Gesandte v. Eisen- I decher in Admiralsuniform begrüßte die Offiziere, und I Oberbürgermeister Schnetzler hieß sie namens der Stadt I willkommen. Ein Extrazug führte die Offiziere, wie Mann- I schäften nach der Residenz, wo sie unter den Klängen der Grenadierkapelle durch die Stadt nach dem Stadtgarten marschierten, wo heute abend verschiedene Festlichkeiten vor I sich gehen. Karlsruhe, 21. Mai. Dem Festbankett zu Ehren der Torpedodivision wohnten Prinz Karl, sämtliche I Minister, sowie die Spitzen aller Behörden bei. Ober- | bürgermeister Schnetzler begrüßte in humorvoller Rede die I Gäste mit einem Hoch aus den Kaiser und den Großherzog. I Eine größere Anzahl Redner feierte die! Flotte und das I Vaterland. Prinz Karl widmete sein GlaS dem Gedeihen I und Blühen der Residenz. Kapitän Funke dankte für die gastliche Aufnahme. I Straßburg, 21. Mai. Die zurzeit über den Waffer- stand des oberen Rheinlaufs vorliegenden Nachrichten lassen I eS fraglich erscheinen, ob die Torpedoboot-Division I ihre Fahrt stromaufwärts wirklich bis hier fortsetzen kann. Der Streik bei der Großen Berliner Straßenbahn. Gestern nachmittag ging uns aus Berlin folgende I telegraphische Meldung zu, die wir alsbald durch Aushang I bekannt gaben: Berlin, 21. Mai. Die unter dem Vorsitz des Ober- I bürgermeisters Kirschner ab gehaltene Konferenz zwi- I schen den Direktoren und den Abgeordneten der Streiken- I den hat zur Beilegung des Streikes geführt. Die I Kompromißvorschläge wurden einstimmig mit lebhaftem I Beifall angenommen, Md es wurde der Streik als! beendet' erklärt. Morgen früh beginnt der gesamte Be- I trieb wieder. Maßregelungen von Streikenden dürfen I nicht erfolgen. Heute wird uns nun über den Ausgang des Streiks I folgendes geschrieben: I Berlin, 21. Mai. Heute vormittag sand eine Be- I sprechung zwischen dem Kommissar für das öffentliche I Fuhrwesen und den Vertretern der Straßenbahn-Gesefl- I schäft statt. Diese erklärte, tausend Mann, die bereits I gefahren haben, zur Verfügung zu haben und mit diesen I im Laufe i>e§ Tages den Betrieb, der .heute früh auf I einigen Strecken iroieber aufgenommen wurde, erweitern I zu wollen. Die Polizei hat dementsprechend Sicherheits- I maßregeln ergriffen, namentlich auch für die Zeit der I Mittagspause. Die gestrigen Ruhestörungen dauer- I ten noch im kleinen bis 3 Uhr morgens. Bis dahin wur- I den auch noch! fortwährend angehaltene zur Feststellung I ihrer Persönlichkeit auf die Wache gebracht. Die bei den I gestrigen Ausschreitungen verletzten Personen sind viel- I fach Leute, b|ie sich an den Tumulten aktiv nicht beteiligt I haben, ebenso zu einem Teile die Verhafteten. Heute vor- I mittag herrschte überall Ruhe. Etwa hundert Straßaw- I bahnwagen waren im Verkehr. Das Polizeipräsidium I forderte in einem Anschläge an den öffentlichen Säulen I das Publikum angesichts der gestrigen und vorgestrigen I Ausschreitungen aus, sich von Zusammenrottungen fern zu I hallen, da es den Polizeimannschaften, die angewiesen I seien, zum Schutze des arbeitswilligen Bettiebspersonals I und zur Aufrechterhaltung der Ordnung mit unnachsichtlicher Strenge Ausschreitungen entgegenzutreten, nicht möglich sei, auf unbeteiligte Personen Rücksicht zu nehmen. Auf den Hauptverkehrsplätzen, auf denen in den letzten I Tagen Ausschreitungen vorgekommen sind, hatten die Po- I lizei-Reviere starke Posten aufgestellt. Soweit bisher be- I kannt geworden ist, kam es heute nur am Endpunkte der I Ringbahn, Ecke Acker- und Elsässerstraße, zu einem kleinen Krawall. Die Schutzmannschaft säuberte in kurzer Zett I den Platz mit der blanken Waffe. Einige Verhaftungen I wurden vorgenommen. Heute vormittag tagten zwei Versammlungen I der Streikenden. In der Hauptversammlung tm I Feenpalaste drückte der Schafsner Ascher sein lebhaftes Bedauern über die gestrigen Exzesse aus und konstatierte unter I stürmischem Beifall der Anwesenden, daß keiner der Aus- I ständigen sich an den Tumulten der letzten Tage beteiligt habe. Eine Widerholung solcher Exzesse könne nur vermieden werden, wenn eine Einigung beider Parteien her- I beigeführt werde. Er schlug vor, daß die Ausständigen sich an den Oberbürgermeister Kirschner wendeii, damit dieser die Vermittelung übernehme. Die Versammlung wählte darauf sofort eine Deputation und vertagte sich auf eine Stunde, während die Deputation sich nach dem! Rathause begab. Oberbürgermeister Kirschner empfing div Deputation und erklärte sich bereit, die Vermittelung zu übernehmen, falls diese der Direktion der Straßenbahn- Gesellscl)aft genehm sei. Er teilte gleichzeitig der Deputation mit, daß die Direktoren den Entwurf der Pensionskasse nach dem Anträge des Magisttats annehmen wolle. Hieraus begab sich die Deputation nach der Versammlung zurück und teilte unter jubelndem Beifall und unter stürmischen Hochrufen -auf Kirschner das Resultat der halbstündigen Audienz mit. Es gelangte eine Resolution ein- j stimmig zur Annahme, in der mit aller Entschiedenheit gegen die Behauptung der Straßenbahn-Gesellschaft, daß! die Streikenden Exzesse verübt haben, protestiert wird. — Später wurde die T-eputcttion von den Direktoren der Gesellschaft empfangen, die auch die Vermittelung des Oberbürgermeisters annähm und ihr Einverständnis zu weiteren Verhandlungen erklärte, die sofort beginnen sollten. Tie unter Vorsitz des Oberbürgermeisters abgehaltenen Beratungen zwisck)en der Direktion und den Abgesandten der Streikenden haben zur Beilegung des Stteiks geführt. Die Ausständigen traten bereits heute abend wieder in den verschiedenen Depots an. Die Arbeit wird morgen früh auf allen Linien wieder ausgenommen werden. Den Bedingungen ist zu entnehmen, daß am ersten Juli die Einrichtung der Pensionskasse aus Grund des mit dem Magistrat vereinbarten Statuts in Kraft tritt, daß die Dienstzeit für die Fahrer neun Stunden, für die Schaffner ctt Stunden beträgt, und daß die Gehälter von 85 Mark im Laufe der Dienstjahre bis aus 120 Mark steigen. Ten Angestellten werden vier freie Tage im Monat garantiert. Maßregelungen der Streikenden dürfen nicht ftatinnben. Der gestrige Krawall hatte die von einem Bencht-Er 6rl-irt MM" »tbinbunfl ' Seite« ttbing« I «irM " *** «-»*e ‘ b St ° ffldl dtt M M ««« ’.' nabt tut f« j(it initeW £ > Wdrua. vs .^n, Sauer | ftimmig würben die eine btm spricht, und il Fleilchbeschauge Meni> bit an Ibunb auffordert Ml, 22 Kaiser wirb i M Grohher zurUlehre. nehmen. ” Meint Sicherem Der Wir b. mb Qftmti durch bie Sch Mit M Zchng des 1 Diejenige zettel erhalter dah iie fteuerp1 bei Vermeid^ Zimmer 3h. 11 @lehen1 Mb l. AllSgeliehi tollen: 2. gegen Obli & Bürgschaft 4. fauffäiHin 6- Wertpapiei ftutt VW Mdn 18 ft. KGnvor Ausstand 8. Unersetzt, Mobilien Abschreib G( Dienst^ Inder । Bener , $ wngetr. Satibto Mitttz, ***** PS-N, * offen. Kadolin, h Wen i Kurgebrch en Tagen ich •'Wtteü LZ iw SN- u9t“W J1} nw Blses, hL, Turner, M kräftig ^erligten k !eer 600 Per- dwüte und >en Staaten, Mtteilung and 117000 )agegen nur bringt der ne unserem tzn Land- t tzMr^che ignng des itt Redner rr- m Standpunt! icht entschieden Einfuhr, begab er der mMet.W ichts erreiche«,- Min wirken rendr, noch tttt W Wn tonne «! «km®» tabtl w ta U «Wf Achill!' » ,15611b «0«!* nuroirtoX! ?*** te Li-b--"' >n länger» """ «s $*■« «S?x* *-*Ä jlSSj o it«' gU«-1» «-p"dk -s f fei »® fDt zu Schnür- n. Spangenschuhe Hrrttn-Zngstttskl Gnauth. 3705 1. Grüs-Unßkigkrmg an den Zubehörungen der Kreis H n H II n n H Donnerstag den 3i.Maid.J. Strecke: n tt n ff Stahl. 8688 » tf n Mitanz am 31. Dezember 1899 6. 7. Montag den 28. Mai d. I. Strecke: Gießen—Leihgestern,Anfang Samstag den 26. Mai d. I. Strecke: Gießen—Klein - Linden- Mittwoch de« 30. Mai d. I Strecke: Klein-Linden—Lützellinden, vormittags 8!/2 Uhr. KleiU'Linden—Dutenhofen, vormittags 91/, Uhr. Mendorf—Großen Linden, vormittag- 101/, Uhr. Großen Linden—Hörnsheim vormittags lP/2 Uhr. Großen «Linden—Leihgestern nachmittags P/2 Uhr. Gießen—Steinberg, Anfang an der Abzweigung nach Steinberg vormittags 8 Uhr. Steinberg—Grüningen, vormittags 91/2 Uhr. Grüningen—Lang-Göns, mittags 121/2 Uhr. bei Gießen vorm. 8 Uhr. Gießen—Gleiberg vorm. 9 Uhr. Gießen—Rodheim beim Feldschlößchen, vormittags 10 Uhr. Windhof—Heuchelheim, vor« mittags 11 Uhr. Heuchelheim—Kinzenbach, mittags I2V2 Uhr. Heuchelheim—Atzbach, nachmittags P/4 Uhr. Heuchelheim—Gießen, nachmittags 13/| Uhr. an der Aktien-Brauerei vormittag- 8 Uhr. Leihgestern—Steinberg- Watzenborn — Schiffenberg, vormittags 91/« Uhr. Haufen—Forstgarten— Gießen, am 21. Mai 1900. Der Großh Kreisbauinspektor. Abgang in 1899 Daher Stand Ende 1899 Großen-Linden, Anfang an den Kliniken vorm. 8 Uhr. Großen-Linden—Lang-Göns Anfang am Ortsende vormittags 10 Uhr. Lang-Göns—Hochelheim, vormittags 11 Uhr. Lang-Göns—Kirchgöns— Niederkleen, nachm. P/zUhr. Gießen, Anfang nachmittags 1 Uhr. 8. Unersetzte Vorlagen 3. Mobilien nach 5 pCt. Abschreibung Mtgliederstand Ende 1898 Zugang in 1899 Flur 26/233'N/ioo — 358q m Hofraite \ straßen des 1. Baubezirks findet an folgenden Tagen statt: Freitag de« 25. Mai d. I. Strecke: Gießen—Krofdorf, Anfang burger Gymnasiums vom 1. Oktober an, der bisherige Profeffor an der Landesschule zu Psorta Dr. Gustav Kettner ernannt worden. — In Kastel hat sich Sonntagnachmittag der Sergeant Keßler von der 7. Kompagnie des Jnf.-Rgts. Nr. 88 in der Reduit-Kaserne erschossen. Das Motiv der That dürfte darin zu suchen sein, daß der Sergeant wegen eines außerdienstlichen Vergehens eine kurze Arreststrafe erhalten hatte. — Ein Komitee aus der demokratischen, freisinnigen, nationalliberalen und sozialdemokratischen Partei in Mainz beschloß am nächsten Mittwochabend in der Stadthalle eine Protestkundgebung gegen die Lex-Heinze zu veranstalten. Die Parteien stellen je einen Redner in der Versammlung. Zum Schluß der Kundgebung wird die Gründung einer Sektion Mainz des Goethe-Bundes herbeigesührt. Riegelpfad auf das Bruch Activa: Ausgeltehene Kapitalien : gegen Obligation und Bürgschaft Kaufschillinge Wertpapiere nach dem Kurs vom 31. Dezember 1899 Kaffenvorrat Ausstände netie er nicht viel. Zu Bismarcks Zeiten stand die That in Vordergrund, unsere Regierungen kommen meist mit Erwägungen. Auch für das deutsche Handwerk sei daher ein Zusammenschluß notwendig, mit Hilfe der Elektrizität, die, entgegen dem Dampf, auch dem Kleinhaudwerker viele Erleichterungen verschaffen könne, sei wohl noch ein neues Aufblühen im Kampf gegen das Großkapital möglich. In Verbindung mit dem Bauernstand, dem Jungbrunnen des Gewerbes, könne man wohl gegen den Wahlspruch deS Großkapitals „Trenne und herrsche", auftreten. Grundbedingung sei allerdings eine stetige Entwickelung der Landwirtschaft und stetige Preise. — Landtagsabgeordneter Wolf-Stadecken sprach für die Einigung zwischen Bauernbund und Reformpartei, welche trotz einiger unbedeutenden Gegensätze sich sehr wohl zusammenfinden und besonders bei den Wahlen zusammenarbeiten könnten. Er begrüßt diese heute angebahnte Einigung und dankt auch der hessischen Regierung, die die Not der Landwirtschaft anerkannt hat und Abhilfe zu schaffen suche. Er werde mit seinen Parteigenossen die Regierung hrerm jederzeit unterstützen, ohne das Handwerk und andere Stände schädigen zu wollen. — Landtagsabgeordneter Korrell brachte Grüße der oberhessischen Bauern und gab seiner besonderen Freude über die zu stände gebrachte Einigung Ausdruck. Es sprachen noch Graf-Büttelborn, Vetter- Hahn, Bauer-Nieder-Modern, Walter-Lengfeld. Einstimmig wurden zwei Resolutionen angenommen, von denen die eine dem Bundesvorstand ihr volles Vertrauen ausspricht, und ihre ganze Zustimmung giebt zu dem in der Fleischbeschaugesetzvorlage eingenommenen Standpunkt, während die andere zum allgemeinen Beitritt in den Bauernbund auffordert. Mainz, 22. Mai. (Tel. des „Gieß. Anz."). Der Kaiser wird am Freilagnachmittag 2 Uhr in Gesellschaft des Großherzogs von Hessen eine Fahrt mit der zu rückkehrenden Torpedoflotte bis Bingen unternehmen. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Sicherem Vernehmen nach ist zum Direktor des Mar- $Iur26/233-./100-3nqm1 „„ untCTften Paar 4,40 „ General - Versammlung: DieuStag den 5. Juni l. Js., nachmittags 1 Uhr, in der Wohnung des Rechners Hch. Ad. Lindenstruth III. laaes-Grduuna: L Vorlage und Abhör der Rechnung pro 1899; * 8 2. Ergänzungswahl des Aufsichtsrates; 3. Verschiedenes. . Beuern, am 23. Mai 1900. Spar- unb Vorschuß-Aerein Neuem II. (Eingetr. Smoflenschasl mit unbeschränkter Haftpflicht zu Beuern.) Johs. Sommerlad III, Vorsitzender des Aufsichtsrats. 3691 Gießen—Annerod, Anfang am Schützenhaus vormittags 8 Uhr. Annerod—Steinbach, vormittags 91/2 Uhr. Steinbach—Gießen, nachmittags 12 Uhr. 2. Z. 4. Landwirtschaftl. Consumverein, Wieseck E. G. m. u. H. Mittwoch, de« 30. Mai, abevds SV2 Uhr Generalversammlung bei Karl Dorfeld. rsaeSorduung: 1. Vorlage der Rechnung, 2. Festsetzung der Dividenden, “ 3. Verschiedenes. Für den Auffichtsrat: Erb. KB Die Rechnung liegt 8 Tage lang bei Direktor Hildebrandt zur Ein- sicht offen. 3703 Arbeiterbewegung. Gent, 22. Mai. Die Delegierten der ausständigen Weber, in Begleitung des Abg. Anseele, wurden von dem Arbeitsminister in Audienz empfangen. Der Ausstand dauert vorläufig noch unverändert fort. Die Zimmermeister haben ihre Drohung betr. Arbeitssperre durchgeführt und werden von den Arbeitern wegen Entlassung ohne Kündigung verklagt. — Budapest, 22. Mai Auf der südungarischen Besitzung des Erzherzogs Friedrich ist es wegen Lohndifferenzen zu argen Arbeiterausschreitungen gekommen. Die Gendarmerie stellte die Ordnung wieder her und die Gutsverwaltung erhöhte sodann den Tagelohn von 40 auf 50 Kreuzer, womit sich die Arbeiter zufrieden gaben. Neueste Meldungen. Berlin, 22. Mai. Nach einem Telegramm ausLondo» wird dem „New-York Herald" aus Washington gemeldet: Inoffizielle Nachrichten deuten auf eine große Erhebung Mataafes und seiner Anhänger gegen die deutsche Regierung in Samoa hin, weil er die Königswürde nicht erhalten habe. Stolp i. P., 22. Mai. Wegen eines großen Volks- aufiaufs ist gestern durch eine Schwadron Husaren der kleine Belagerungszustand verhängt worden. Moskau, 22. Mai. Bei Michailow auf der Pawelczer Bahnstrecke entgleiste ein Lastzug. 35 Wagen wurden zertrümmert. Vier Kondukteure wurden gelötet, das übrige Zugpersonal mehr oder weniger verletzt. Gelbe Dame« Knopf- u«d Schnürstiefel in reichhaltiger Auswahl zu sehr niedrige« Preise«. Ferner einen großen Posten befserer Damen-Kuopf- und Schnürstiefel in Chevreaux» Kid und -uff. Kalbleder stUUNend öillig. 8lh«Ijtrchk 6, Adolf Baer, Srtjuifitofje 6. Aamen-Schnür-n. Spangenschuhe 3,50 „ Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Staats- tmb Gemeindesteuer-Zettel in den nächsten Tagen den Steuerpflichtigen durch die Schutzmannschafr zugestellt werden. Mit Rücksicht auf die verspätete Zustellung, erfolgt die Mahnung zur Zahlung des 1. Ziels der Gemeindesteuer nicht vor dem 15. Juni. Diejenigen Einwohner, welche bis zum 1. Juni keine« Steuerzettel erhalten haben, ihren Verhältniffen aber nach annehmen müssen, daß sie steuerpflichtig sind, werden hiermit aufgefordrrt, hiervon alsbald bei Vermeidung nachteiliger Folgen auf dem Bürgermeisterei-Bureau — Zimmer Nr. 15 — Anzeige zu erstatten. Gießen, den 20. Mai 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mittwoch äch 23. Mai 1. nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale, Neustadt, versteigert: Möbel aller Arten, ein Aquarium, 1 Linoleumbelag, 1 schweres Zugpferd, 4 Bilder, 1 Faß Rot- und 1 Faß Weißwein, 1 silb. Taschenuhr mit gold. Kette u. a. m. 02260 Geißler, Gerichtsvollzieher. Grosser, billiger SdinhwarenterW. Infolge günstiger Warenabschlüsse bin ich in der Lage, gute und gediegene Schuhe und Stiefel fehr billigen Preisen verkaufen zu können. Ich führe zur besseren Orientierung nur einige Artikel an: ÖOVO PW- n. Strnmnschuhe K P°°r 70 Pfg. Damen-Mch- n. Zengschnhe „ 1,20 Md. Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft. Gieße«, 22. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemnarkt kosteten: Butter per Pfd. X 1.00—1.15, Hühnereier per St. 5—6 A, 2 St. 10—11 H, Enteneier 2 St. 12—14 4, Gänse, eier per St. 10-11 Käse 1 St. 5-7 Käsematte 2 St. 5-6 A. Erbsen per Liter 19 Linsen per Liter 30 Tauben per Paar X ti.86—1.20, Hühner per St. X 1.20—1.80, Hahnen per Stück X 1.80—1,80, Enten per St. 2.00—2.50, Gänse per Pfund X 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh« und Rindfleisch per Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 50—70 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 74 A, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 4, Hammessieisch per Pfd. 50—66 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 bis 5.00 Weißkraut perSt. 00—00, Zwiebeln pet (Str. Jt 8.00—9.03, Milch per Liter 16 H. „ 2,40 „ vvadk 91Loo» vvx (Xcy/vwc Lcvr IVvK» e&cvwe/t- JCUckcnplats 11 102 1 103 2 101 Dienstag den 589. Mai d. I. Die Versteigerung der Grasecnte Strecke: Der von mir unterm 7. Mai 1900 gegen den Tischlergesellen Friedrich Theodor Hofmau« aus Hausen erlassene Steckbrief wird als erledigt zurückgezogen. 3684 Limburg, dm 18. Mai 1900. Der Erste Staatsanwalt. Mittwoch brn 6. )ani 1900, nachmittags 21/» Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die der Firma S. Ganß in Gemeinschaft mit der Firma Gebrüder Rosenbaum in Gießen vor Namen stehenden Immobilien der Gemarkung Gießen: Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Mittwoch den 23. Mai. Nachmittags um 4»/, Uhr und abends um 8 Uhr: GelegenheU zur heil. Beichte. Donnerstag den 24. Mai. Christi Himmelfahrt. Bormittags von 6«/a Uhr an: GelegenheU zur hl. Beutzt. _ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der bell. Kommumon. „ um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Mllitargottesdrenft , um 9!/^ Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2«/i Uhr: Festandacht mit Segen. Freitag abend um 6»/, Uhr ist Marandacht. unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich, meistbietend, teilungäyalber, freiwillig versteigert werden. Gießen, den 17. Mai 1900. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. 3610 Aleischverdingung. Am 1. Juni 1900, vormittags 10 Uhr, wird im diesseitigen Geschäftszimmer, Kaserne I, der Bedarf an Fleisch- und Wurstwaren für die Garnison Gießen auf die Zeit vom 1. Juli bis 81. Dezember 1900 verdungen. Die Lieferungsbedingungen liegen im Geschäftszimmer aus; dieselben können auch gegen Zahlung der Selbstkosten bezogen werden. Schriftliche und versiegelte Angebote find im Geschäftszimmer vor Beginn deS Termins mit der Aufschrift „Angebot auf Lieferung von Fleisch- und Wurstwaren" versehen abzugeben 3700 Garnisonverwaltung.__ Entlaufen. Ein jungerHühnerhund mit Marke33 entlaufen Abzugeb. Bleichstratze 5 III. Vor Ankauf wird gewarnt. 02262 149 427 44 14 815 40 44 051 92 11 588 86 15 599 63 7 16 77 86 Passiva: JL H 1. Aufgenemmene Kapitalien 220 251 37 2. Stammguthaben der Mitglieder 571 77 3. Reservefond 45 — 4. Betrtebsrücklage 13 727 20 5. Reingewinn 972 93 235 568 27 236 568 27 Giessen Giessen Herren-Stiefel von 4.50 Mk. an. zu den erdenklichst billigen Preisen. 02251 Karl Kaufmann aus Mörzheim. Ferner: Chevreaux-, Kalb- und Wichsleder-Knopf- «nd Schnürstiefel ÜBT Telegramm. Nur einige Tage. Nur einige Tage Neustadt 12, Neubau. Zm Kaufe des Kerrn Wilh. Kohlermann. Neustadt 12, Neubau. § Grosser billiger Schuhwaren-Ausverkauf. Z Die Ware wird zu noch nie dagewesenen Preisen abgegeben und ist daher einem jeden die günstige Gelegenheit geboten, für ganz wenig Geld gute und billige Schuhe uud Stiefel e'mkaufen zu können. — Es kommen zum V:rkaus: Großer Posten Plüsch- und Straminschuhe mit Fleck Paar 0.75 Mk. Gelbe und schwarze Schnür- und Spangenstiefel flr Siabtr MH 1M.«. „ „ Plüsch- und Zeugschuhe mit Absatz „ 1.75 „ Ä