°SMmekalwajser-FchI Eintritt gesuchi. ’ . kjiWM Schaffc»6"* i^E^affstaedl S", s-Iidkt fc riohn für meine tz °dor Wick, W-jk WrWM ; tyltlbfaitfl ? 2 leim./ >er KausW r besseren jüdisd^ B, womöglich tfR ert. BerM^ öWsiga« 4fL'”SiW«nbtoll ML ^<1 PKu^Äti I ■faönlteto ü-?: «•*»** .. ;.mfle Mdlbi» I«? SSäS WÄ “'4bLk». A?SS SHL M S-Ä*" in flefudit, MMuW, u|m6b(ito.?r7.rm M AM Ml. W w« üdnLrchTU, mM sann, Morl na ’ Wen üobn w'uibL D in btt (fypebition b, ® eS Mdchm oll £tw . M, §uufix. u r tau ^\u4>'„ Ml», Pü^vsswabe 21 smädLen at|uM Larbur-ttvesi tu, M lliihcr pitnhi^d M b pauS geluti (Oll// ^ob»igürchU,m l/MM en Kinbe bis 1. April» Frau Poly, FianisurleMch 21. j>'. M l.W em tzttl MMMl^enfk Z. MrrsL K»«»-|!' Rr. 69 Zweites Blatt Freitag dm 23. März 1900 Alle Aozeigen-vermittlungSstell« deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenprciS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. e JSejugspreb vie'rteljährl. Mk. 2JN monatlich 75 Pfg, mit Bringcrlohnr durch die Abholestell« vierteljährl. Mk. 1,Ä monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahrs, mit Bestellgeld. «„Ohme »Mi «n,-igen zu der nachmittag- für Ke jlj—^fch^nenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. liiflspätestens abends vorher. frf4rtxt »glich mit »uSeahme deS Die Gießener JleerlKtel Cattet awcbee dem Anzeiger he «echf-l mit ,M- aeebwltr e. „Blätter ®r m. »gchtl. 4 s-1 beigelegt. Meßmer Anzeiger Keneral-Anzeiger Amts- und Anzeiseblatt für den Ktcis Gieren. H**tee, Wpttbition und Drucker«: -chekstreße Nr. 7. Grattsbeiiage«: Gießener Zamilienblätter, Der hessische Kandwirt, Matter für hessische DMskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger chtaßs»« Fernsprecher Nr. 61. * Immer wieder England. Gießen, den 22. März 1900. „So sind wir denn am Ende dahin gelangt, daß die europäische Politik heute in Petersburg, in London, in faris, in Wien, kurz überall, nur nicht mehr in Berlin gemacht wird. Mit seinen zwei Millionen Soldaten kann -aö deutsche Reich freilich nicht ganz als unbeachtliche Größe behandelt werden. Aber wir sind längst nicht mehr Subjekt, sondern nur noch Objekt für die Spekulationen uud Kombinationen europäischer Diplomatie geworden". So schrieb Otto Mittelstäot im Jahre 1897, und die Ereignisse der letzten Woche haben die bittere Wahrheit dieser I3o cte wieder von neuem bewiesen. Der Schwerpunkt der gesamten europäischen Politik liegt heute in der Downing Street in London, in dem Hause, wo der allmächtige Chamberlain trotz des müden, alten Premierministers Ihrer Majestät der Königin herrscht und regiert. Daß sich das Interesse der zivilisierten Welt auf einen europäischen Staat, der Krieg führt, konzentrieren muß, ist eine so selbstverständliche Erscheinung, daß mau diese Binsenwahr- bcit gar nicht erst auszusprechen brauchte. Aber daß sämtliche Völker Europas in schweigender Thatenlosigkeit dem Kriege zuschauen, ohne auch nur daran zu denken, bic dadurch geschaffene günstige Situation für f icf) auszunutzen, wirkt so überraschend und beste, ndend, daß man es versteht, daß England jetzt trotz feiner offenkundigen militärischen Schwäche sein früheres Selbstbewußtsein wiedergewonnen hat. Daß augenblicklich -klein von London aus eine aktive oder sogar aggressive Politik betrieben wird, darüber besteht wohl kein Zweifel. Durch die Verhandlungen des famosen Jameson-Pro- zesses und die damit zusammenhängenden Veröffentlichungen und Indiskretionen haben wir erfahren, ein wie großer Faktor gewisse englische Zeitungen für die auswärtige Politik der Londoner Regierung sind. Es ist eine thatsache, daß die Londoner „Times" über den Plan des Jamesonputsches auf Johannesburg vorher ebensogut wie der Kolonialminister Chamberlain unterrichtet waren. „Times" und „Standard" halten sich vollkommen zur Verfügung der Regierrrng, und ihre Korrespondenten im Auslande werden nur mit gebundener Marschroute ausgesandt, und sie haben über die Ereignisse so zu berichten, wie man ei’ in London wünscht und braucht. Deshalb kann keine larstellung dieser Blätter als völlig objektiv gelten. Zum Leweise dafür, braucht nur an den berüchtigten Armenierstiwindel erinnert zu werden. Wie man nun diesen diplomatischen Apparat zweiter Ordnung in London systematisch zu gebrauchen versteht, dafür hat die letzte Woche sprechende Beispiele geliefert. Der größte Wunsch der englischen Regierung ist natürlich augenblicklich, die Aufmerksamkeit Europas von Südafrika abzulenken, damit es dort bie Burenrepubliken in aller Stille möglichst gründlich tbthun kann. Zu gleicher Zeit wünscht man aber Rußland möglichst kalt zu stellen, denn Rußland ist der einige Staat, der heute England mit Aussicht ui i einen durchschlagenden Erfolg zu Lande iitgr elfen kann, ohne zugleich einen großen handel den englischen Kreuzern ausliefern in müssen — der Verlust der wenigen russischen Ozean- ; Dampfer fst jedenfalls leicht zu verschmerzen. Die engli- j scheu Alarmmeldungeu über die russischen Truppender»- | schiebungen nach der afghanischen Grenze, wobei die Zahl I der Soldaten von Tag zu Tag von wenigen Tausend auf Zweihunderttausend stieg, sind noch zu frisch im Gedächtnis, pKs daß man noch einmal ausführlich darauf zurückkommen müßte. Vielleicht hat man in England diese Nachrichten wirklich geglaubt, jedenfalls sprach aus ihnen die Todesangst um den Besitz Indiens, und man hörte nicht auf, mit Fingern auf den bösen Friedensstörer Rußland zu weisen, der das arme, unschuldige England zu überfallen drohte. Das Alarmquartier für diese Falschmeldungen war in Odessa, wo der „Standard"-Karrespondent auf Wachtposten steht. Schließlich machte ein Petersburger offiziöses Dementi dem ganzen Unfug ein Ende und stellte fest, daß es sich nur um die Entsendung eines Schützen- Regiments nach Kuscht gehandelt habe. Seitdem schwieg auch der „Standard"-Mann. Um nun aber Rußland endgültig die Lust an Eroberungszügen auf Indien zu verderben, mußte Rußland auch im Westn beschäftigt werden. Diese Komödie ist in der letzten Woche in Szene gegangen, ohne allerdings auch nur den gewünschten Achtungserfolg zu erzielen. Ein reisender anonymer türkischer Staatsbeamter mußte zunächst durch Vermittelung eines Ausfragers in Budapest einem deutschen Blatte allerhand thörrchte Geständnisse übermitteln und unter anderem auch, daß England das deutsche Syndikat bei Erwerbung der Konzession für die Bagdadbahn unterstützt habe. Leider ist nun dieser Unsinn, der Deutschland auch neue Gebietserwerbungen in China in Aussicht stellte, von einem Teil der deutschen Presse nicht mit der gebührenden Lächerlichkeit behandelt worden. Vielleicht hat der von England bestellte Türke aber doch versehentlich die Wahrheit gesagt, und die Lüge mag ihm noch nicht so geläufig sein wie Herrn Chamberlain. Es ist thatsächlich möglich, daß England das deutsche Syndikat unterstützte, oder vielmehr ruhig gewähren ließ, allerdings nicht aus uneigennütziger Freundschaft, — solche Begriffe kennt die englische Politik nick)t — sondern, um Deutschland und Rußland aneinander zu Hetzen. Das wirklich schwere Geschütz fuhr aber erst der „Standard" auf, diesmal in Konstantinopel. Er meldete, die Türkei habe vier Geschütze nach Trapezunt geschickt, und infolge dessen habe Rußland seine, gesamten Streitkräfte zu Wasser uud zu Lande mobilisiert, um einen Druck auf die Pforte auszuüben, damit es Rußland die Konzession der Eisenbahnen im nördlichen Kleinasien bewillige. Diese unsäglich plumpe Erfindung ist nicht einmal von Petersburg aus eines Dementis gewürdigt worden; denn am nächsten Tage haben sich Rußland und die Türkei in allem Frieden darüber geeinigt, daß die betreffenden Bahnlinien einem russischen Syndikate übertragen werden sollen. Hinter dem „Standard" konnten natürlich die „Times" nicht zurückbleiben. Mit wichtiger Miene erzählten sie, Rußland wolle im ägäischen Meere eine Kohlenstation erwerben. Leider haben nur alle solche tendenziösen englischen Zeitungslügen dasselbe Schicksal, man glaubt ihnen nicht mehr; sie gleichen in ihren Erfolgen nur noch den berühmten Lyditegeschossen, die allerdings viel Lärm machen, aber außer etwas Gestank keinen Schaden verursachen. Als die „Magd Englands und Rothschilds" hat der russische „Grashdauin" vor einigen Tagen verächtlich Frankreich bezeichnet, und das Blatt hat damit nicht unzutreffend auf einen Umschwung in der politischen Stimmung in Frankreich hingewiesen, der sich förmlich über Nacht vollzogen hat. Vor vier Wochen wurde noch dec Zeichner einer die Queen verhöhnenden Karrikatur mit dem Orden der Ehrenlegion bedacht, und vor zwei Wochen wurde noch ganz ernsthaft von einem Kriege mit England, gesprochen. Aber man ist vielleicht zu ernsthaft dabei geworden, sodaß man vergaß, daß alle nationalen Forderungen und Revanchegelüste heute hinter den internationalen Interessen am Geschäft der bevorstehenden Weltausstellung rurückstehen müssen. Infolge dessen muß natürlich ein Krieg auf jeden Fall vermieden werden, und es aalt, sich schleunigst mit dem verstimmten englischen Nachbar zu versöhnen. Der erste, der dem Sieger von Faschöda eine höfliche Verbeugung machte, war Herr Des- chanel, der Allerweltsredner. Dann, als einige hinter bent neuesten Kurs noch zurückgebliebene Franzosen dem englischen Konsul in Bordeaux die Fenster einwarfen, folgte Herr Delcassee und drückte dem englischen Botschafter Monson, der seinerzeit vor der bekannten Karrikatur aen Süden uusriß, sein höchstes Bedauern über den Vorfall aus, und die Verzeihung wurde gnädigst gewährt. So ist denn nun wieder gut Wetter im Kanal, und wenn sich auf englischer Seite das papierne Kriegsgewitter nur langsam fernabdonnernd verzieht, so geschieht das nur, um die Franzosen berechnenoerweise die ganze Größe ihres hochherzigen Verzichtes auf einen Angriff auf England genießen zu lassen. Winkt ihnen doch auch eine kostbare Belohnung dafür; denn England schickt jetzt zum 1. Mai als wertvollstes Ausstellungsobjekt den Prinzen von Wales nach Paris, der dadurch allerdings seiner einzigen politischen Beschäftigung jäh entrissen wird, nämlich die abziehenden Freiwilligen mit seinem königlichen Händedruck, der freilich, seitdem er auch dem Buschräuber Jameson öffentlich zuteil geworden ist, bedeutend an Wert verloren hat, zu entlassen. Seitdem die englische Regierung von Frankreich nichts mehr zu fürchten hat, meint sie, es sich erlauben zu dürfen, ihr Mütchen oder vielmehr ihr Uebermütchen an Deutschland zu kühlen. Alle englischen Machenschaften, gepaart mit der traditionellen, widerlichen Heuchelei der englischen Politik, die den Gegner in Unrecht zu setzen sucht, haben bis jetzt noch nicht zu dem gewünschten Ziele geführt, die Völker Europas unter einander zu verhetzen. Wohl aber bilden sie eine stete Gefahr für den Frieden, wenn auch die Marke „Made in England" jedes Vertrauen verloren hat. Das eine ist aber klar, England fühlt sich jetzt wieder fest im Sattel, tauchen doch bereits Gerüchte auf, daß es seine Truppen nach Afghanistan einmarschieren läßt. Das wäre allerdings ein politischer Selbstmord; denn Englands sämtliche Streitkräfte in Indien würden nicht eine Woche den Russen standhalten können. Damit wäre die zentralasiatischindische Frage nicht allein angeschnitten, sondern bereits erledigt. Wie sicher England bereits wieder seiner Sache ist, hat sich in den letzten Tagen auch in der Ablehnung des Friedensgesuches der Burenrepubliken und in der ebenso, höflichen wie bestimmten Zurückweisung des amerikanischen Vermittelungsangebotes gezeigt. England wird keine In- Feuilleton Mephisto: Blast nur ihr Stürme, blast mit Macht, Mir soll darob nicht bangen, Auf leisen Sohlen, über Nacht, Kommt Lenz und Glück gegangen! — Vorschläge zur Verbesserung des „Faust" im Sinne 1tt lex Heinze. Von Willy Widmann. Schülerszene. • So nimmt ein Kind die Soxhlet-Flaschen Nicht gleich im Anfang willig an, Doch bald sieht man e8 darnach Haschen; So werdet an der Weisheit Flaschen Mit jedem Tag Ihr lieber naschen. Besonders lernt die Damen führen. Es ist ihr ewig Weh und Ach, So tausmdfach Zumeist durch Reisen zu kurieren. Forscht, welches Bad sie interessiert; Entsprechend Ihr dann ordiniert St. Moritz oder Zell am See, Ostmde oder Baden-Baden, Mentone, Heringsdorf, Vevey, 5ml, Ischl oder Berchtesgaden. . . . * Amrbach'ö K.ll:r. Siedel: Frosch (singt): Schwing' dich auf, Frau Nachtigall, Grüß' meine Tante tausendmall Frosch: (Singt): Der Tante keinen Gruß! Ich will davon nichts HLrev! Der Grbtant' Gruß und Segen! Du wirst mir's nicht verwehren! Tante, wenn in stiller Nacht Du Dein Testament gemacht, Hast Du mich auch gut bedacht? Mephisto: Es war eine Rat!' im Kellernest, gebt’ nur von Margarine, Halt' sich ein Ränzlein angemästlt, Als wie eia alter Bramine. Die Köchin h«tt' ihr Gift gestellt, Da ward so eng ihr in der Welt. Als hätte Lyddit sie im Leibe! * Insekt, Das liebt er gar nicht wenig, Als wie feinen eigenen Sohn. Da rief er seinen Kleidermacher, Der Kleidermacher kam heran: Da, messen Sie dem jungen Manne Kleider, Und meffen Sie ihm auch Beinkleider an! ES war einmal ein Kaufmann, Der hatte ein großes springendes und blutsaugendes In Sammet und in Seide War er nun angethan, Hatte Bänder aus dem Kleide Auch eine PreiSmedaille daran. Und war sogleich erster Buchhalter Und haft' einen großen Gehalt, Da wurden seine Geschwister Im Geschäft auch große Herren bald. Und Herr'n und Frau'n im Hause, Die waren sehr geplagt, Die Frau Prinzipaltn und die Zofe Gestochen und genagt. Und durften sie nicht knicken, Auch sonstwie entfernen nicht. Wir knicken und ersticken Doch gleich, wenn einer un8 oder unsere Hausgenossen inkommodiert. ♦ e * * Auf der Straße. Faust (Margarete züchtig nachblickend, in gemessenem Tone achtungsvoller Anerkennung): Beim Aegir! Dieses Kind ist klug Und fromm und sitt- und tugendreich! Wie sie die Augen niederschlug, Erfüllte mich mit Respekt sogleich. * * * Gretchens Zimmer. Margarete singt: Es war ein Kaiser in China, Gar treu bis in das Grab, Dem sterbend seine Schwester Lina (Sinen goldenen Becher gab. . . . Mieterverein. ii Dr. I. Collin. Lokales und Vroomzieüer. (Anonyme «insenynngen, gleichviel welchen Jn-aUe-, weryen -run-sätzlich nicht aufgenommen.) Gießen, 22. März 1900. 9-r**^k^!K^kazender. (Nachdruck verboten.) Bor 81 Jahren, aus MuÄi» 1819 wurde durch den Studkntm Karl Ludwig Sand ?rmArh br^r Dichter und russische Staatsrat Augusto. Kotzebue fih,r ?/lcher durch seine gehässigen Berichte an den russischen M. üb« die in Deutschland herrschende Stimmung den Haß der ÄrYLnh a 3u8fn? auf lich geladen, und daher als Verräter des °^°sehm wurde Sand büßte seine migltckselige That am 20. März 1820 auf dem Blutgerüst in Mannheim. Wei Am H, g ^orge get Aukntfcher H me em fcbemaift iß •• Empfang. Se. Königl. Hoheit der Großherzog I empfingen am 21. März u. a. den Major Freihcrrn 1^Normann, Kommandeur des Gendarmerie-Distrikts I Oberheffen. •• Aus dem Gerichtsdienst. Seine Königliche Hoheit der I Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 21. März den Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen I Eduard Holzapfel zum Landgerichtsrat bei diesem Ge- I cn ernennen; — dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht I Furth Ludwig Strein und dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld Alexander Fr.itz den Charakter als „Amts- genchtsrat" zu erteilen; - den Gerichtsassessor Franz I aus Büdingen zum Amtsrichter bei dem Amts- Sencht Friedberg, den Gerichtsassessor Wilhelm Trautwein I ?U1 Alsfeld zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offen- bach, den Gerichtsassessor Fritz Hanstein aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ulrichstein, den Ge. I richtSafsessor Fritz Dröll aus Langen zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld, den Ersten Staatsanwalts- dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Johann Dämel Flick zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht $ "7, den Gerichtsschreiber Heinrich Maus zu Alzey zum GenchtSschreiber bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach, | , ben Regif^ator bei dem Landgericht der Provinz Starken- 9d^ifer zum Registrator bei dem Oberlandesgericht zu ernennen. •• Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß. LV«?9 Ergnädigst geruht, am 3. März den in der Egenschaft als Bolksschullehrer angestellten Lehrer an der Viktoriaschule und dem Lehrerinnensemiuar in Darmstadt Georg G eiß zum Lehrer an dieser Anstalt mit den Rechten eines Zivilbeamten zu ernennen. m *’ Ass dem Verwaltungsdienst. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern ivurbe bcr RegierungSasseffor Lang ermann in Gießen mit Aushilfeleistung bei dem Großherzoglichen Kreisamt Groß-Gerau veauftragt. M . Erledigte Lehrerstellen. Erledigt ist: Eine mit ^nem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Neu-Isenburg, Kreis Offenbach, mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter sich bemessend?» Gehalt. " I rMarburg, 21. März. Mit dem 1. April tritt bekannt- I en ^nem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung für den hiesigen Stadtbezirk eine Immobilien-Umsatz- steuer m Höhe von 1 Prozent in Kraft. Man hofft auf diese Weise, unter Zugrundelegung von Berechnungen der auJ einc jährliche Einnahme von 22 bis V-MO Mk. was so ungefähr den Kosten der neuen Polizei gwchkäme. Für die ersten Jahre dürfte wohl diese Berechnung nicht stimmen, denn seit dem Bekanntwerden dieser neuen Steuer werden fast tagtäglich größere und kleinere Jmmobiliengeschafte zum Abschluß gebracht. Mehrere größere Wirtschafts-Etablissements, die in den letzten Wochen verkauft wurden, hätten eventl. allein mehrere tausend Mk. dem Stadtsäckel eingebracht. s 1°' Es ist nunmehr bestimmt, daß seitens der Militar-Jntendantur des 11. Armeekorps ein Proviant- ?mt^u(ba Errichtet wird. Die Militärverwaltung hat die Erbauung einer Magazinanlage in Fulda in Aussicht genommen, dagegen die Miteinrichtung einer Bäckerei nicht beabsichtigt. Das Proviantamt soll seine Dienstthätigkeit in Fulda möglichst schon am 1. Oktober ds. Jrs. aufnehmen Die Errichtung eines Nebenamtes bis zur betriebfertiaeu Herstellung des Neubaues liegt nicht im dienstlichen In. teresse. In der Zwischenzeit wird vielmehr der Pferde, futterbedarf von der Intendantur des 18. Armeekorps derart sicher gestellt, daß derselbe teils vom Proviantamt Hanau überwiesen, teils aber an den Truppenteil nach Maßgabe der verfügbaren Aufbewahrungsräume unmittelbar vom Produzenten eingeliefert wird. — Der hiesige Kriegerverein hat beschlossen, in Fulda ein Denkmal für Kaiser Friedrich zu errichten. § Ufingen, 21. März. In dem unweit von hier gelegenen Dorfe Maibach hat der etwa 60Jahre alte ver- heiratete Nachtwächter Ruppel, vorgestern abend, wie unterstellt wird, im Zustande des Tiefsinns, sich in seiner Wohnung aufgehängt. Nbm @tof Mch Beschluß bet € MtzteuBchuchll Rk. 33 bil 48 und der Art. 1 öffentlichen knnM, J'tawnn frei dteßrn.dm B- W Nidwb'.ul 6 ^nfNe. C’’ Die P Weit ftnbet Na« 3( 2. 8. Sächsische Jäger. Mit dem 1. April verschwindet einer der batälloü ^PPiC?teiIe «>er ^^lischen Armee, das bisherige 3. Jäger- S S11, Wr. 15 JU Wurzm, aus der Armeeliste. Es bestand nur 'VeflÄt/wr ’Ä ”??• b?Lr* 9ataiDoM beS neugebildeten Infanterie (die höchste Regimentsnummer, bilden. Da die sächsische „Schwarze Brigade , bestehend aus den Jägern und Schützen, fb?enf*mnrf?rn9tin Äor,p69ci.P p^C0t fo roirb eä bea 15. Jägern schwer, ch" schmucke Uniform hergeben zu müssen. Heer und Marine. Ueber Dienstverhältnisse der Bollsfchullehrer. aroat im Dienstverhältnisse jener Volksschullehrer, welche llenen Jahre ausgehoben wurden, wegen zu später Bor «Aushebungsgeschäftes in ihren Bezirken jedoch nicht mehr zu ° b August begonnenen zehnwöchentlichen BolkSschullehrer. Uebungen em^rufen werden konnten, hat man sich in den beteiligten k l' cn Besorgnissen insofern hingegeben, als diese Lehrer nach noch Anrecht auf die Ableistung ihrer aktiven Militärdienstpflicht nach den früheren milderen Bestimmungen infolge ihrer aus militärischen Gründen erfolgten Zurückstellung jedoch nunmehr unter die strengere Reuregelung (einjährige Dimstzeit) der militärischen Dienstverhältnisse der Volksschullehrer fallen. Wie nun <$at ?boch das Kriegsministerium aus Billig keitS- frnR.vJl » anorbn“n9 ««troffen, daß diese Lehrer noch nach de« KtflrV no?0nrmcn .B? e n ! Ganz abgesehen davon, alv blne als notwendig zu erachtende Ausgabe die Mittel immer finden müssen, möchte ich mir deshalb erlauben, jetzt bei Beratung des Hauptvoranschlags für J.WJ01 nur auf zwei Posten hinzuweisen, durch deren Ausfall die nötigen Mittel sich mehr als im doppelten Betrage finden würden. Da ist von feiten des Ministeriums des Innern unter Kapitel 65b: „Sonstige Förderung des (fünft- gewerbe s", der Betrag von 20 000 Mk. angefordert, von dem 16 000 Mk. zu Gehalten an die nach Darmstadt berufenen Künstler verwendet werden sollen. Wir haben noch nicht erfahren, ob die betreffenden Herren schon irgendwo in Beziehungen zu dem Gewerbestande getreten sind, wollen es auch unentschieden lassen, ob die von ihnen zu erwartende Thätigkeit überhaupt einem so reichlichen Aufwand von Mitteln entspricht, auch das möge unentschieden bleiben, ob die Berufung einer Künstlerkolonie Expeditionsschiffes. Mit der Erledigung der Bien*. . «otarBeUen wntbe eine ständige Kommission betraut^ die Oberleitung des Schiffsbaues bestimmten höheren Technik^ J Reichsmarmeamts angehören. Auf Gru»d der von dieser ausgearbetteten Bedingungen ist der Bau des ExpeditionSs»,«?« fii9e7fl^HU^ 4rei6Uni DOri9en 3^res den Howalbtsy^e«"? Kiel übertragen worben. Das Echiff wirb ein Holzbau lei« L" fXtC^Menbe Festigkeit und Elastizität ür die Ei-r^ K*" kann D'e Form des Schiffes wird etroaä voller in bet Werse abgeschrägt fern, wie es bei Dr. Nansens „fttanvS? ®orm die schweren Stürme unb ben\8^ fdbft 3J?eete ungeeignet erscheint, wie es LbA aul ben^ internationalen Geographenkongresse zu Berlin nlT Snbbc?6 Schiff so stark wie möglich gebaut wirb, ist sL k9n,l®tf Abstützungen mit gewachsenem Eichenkruw, Uwe t h $etI!*Unß b,d Zwischenbecks nahezu in die $$ Lnb S ?Cmflof1?”0n iu -rwaitenden Eisbrucke einen Ä etwa S,b”Pa.nb l"sten. Die Länge des Schiffes^,,» etwa 46 Meter, die Breite zwischen 10 und 11 Meter und Tiefgang unter der Wasserlinie etwa 5 Meter betragen. Das ^üffu^o Sn? K°hlenoorrats und der gesamten «uz. Mobn u- ? a V eingerichtet werden und behaM. Wenn 5 Gelehrte, 5 Offiziere und rtj 0 Mann Besatzung erhalten. Für jeden Gelehrten und Offizier iü tu, teHtnun^^Hhmmt6 ?'e Mannschaften werden auf 4 Räum? Z teilt und erhaltm außerdem eine gemeinsame Messe. Das Vorderfäii fernen Raum für 50 Polarhunde erhalten. Deckskammern stllq den 9“n9. DOnt Fffchereigerätschaften dienen und außerdem aui f itefttnT J? ^nehmen. Die Werft ist verpflichtet, das Sch? f.rV 5 1. Mar 1901 abzuliefern, so daß K wissenschaftliche und praktische Ausrüstung bis zum Abgänge d« KÄ ^^ugust 1901, noch fertig gestellt werden kni €m Modell des Schiffes soll noch für die Weltausstellung in Paris ar Kfi?«l9Lherben' 5)16 Spedition wird fünf wissenschastttche Teilnehmt- ein^-n ' o?r3roar ^"I.^hysischen Geographen als Leiter der Expedition einen Zoologen und Botaniker, einen Arzt und Bakteriologen etren ^efieitunXr (?^T!er' Einen Erdmagnetiker und Meteorologen. Für die Leitung der Expeditwn und die Ausführung der physisch-geographischen Ä 'st der außerordentliche Professor der GeoarLhi- an D^rn9?^?» ^^ Wilhelms-Universität in Berlin, Dr. Erich von "°rden, für die zoologisch.botanisOn Arbeiten Qnnfnni» nm *m. . L Vanhöffen, Privatdozent btr I «rX! bar lEniversität Kiek, für die ärztlichen und bakteriologischen Jsa^r ^M0n^n"E ?°LerV- ^lsistenzarzr am Krankenhause link« der "nd für die geologischen und chemischen Dr. Enul am, Ku^cum Naturkunde in Berlin. Der ßrd. mÄ 8?k« und Meteorologe ist noch nicht bestimmt, doch wird auch hier- über die Entscheidung in nächster Zeit erfolgen. terventwn annehmen, das steht jetzt fest. Aber trotz der etwas kläglichen letzten Erfolge nicht der englischen Waffen, lvndern dev englischen Taktik, scheint die blutigste Periode des Krieges wohl erst zu beginnen. Bei weiterem Vorrücken der Engländer werden die Buren jedenfalls aus Johannesburg, dem Ziel der englischen Wünsche, ein Moskau machen, und ob General Roberts dort nicht ein ähnliches Schicksal findet wie Napoleon I., steht noch dahin. Einen Frieden, der nicht die Unabhängigkeit der Buren garamtiert, kann England selbst noch nicht in Johannesburg und Pretoria diktieren: einen solchen Frieden aiebt es erst, wenn der letzte Bur gefallen ist und das Schn>eigen des Todes über dem verivüsteten und verödeten Lande ruht. Wohnungsfrage ist ohne Zweifel ein wesentliches Stuck der sozialen Fra^e. Das ist eine Erkenntnis, die sich immer mehr Bahn bricht. Es ist darum mit Freuden zu h™rÄ'rbaB Großherzogin am 9. Februar d. I. den Anstoß zur Gründung eines Vereines zur Besse- Wohnunasverhältnisse Minder- J fe rV in Stadt und Land gegeben hat — bpbfpfrinte^ ß”? el nxd)t Qttein' bie bei der Wohnungsfrage billigt fmd, sondern mit ihnen zusammen die große 3ah( tonnen re£,rb1^ «g°ncm Grund Ld Boden ?/A?bn. Zur Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen ©tähtPJl^rl-n' in ben ?kten Jahren in verschiedenen. Stahlen Bereinigungen der Mieter gebildet. Auch das Bürgerliche Gesetzbuch hat den Mietern als den im att- gemeinen wlrtschaftlich «schwächeren einen besseren Schutz SiPrSrem ^^hvltnisse zu den Vermietern gewährleistet i H^rhin gehören vor allem die §§ 536, 537, 538 die dem Pflicht auferlegen, die vermietete Sache in ft™™ äu dem vertragsmäßigen Gebrauche geeigneten Zu- stande zu übergeben und während der ganzen Mietszeit galten, und den Mieter berechtigen, Mängel auf Aufforderung nicht beseitigt werden, aus Kosteii des Vermieters zu beseitigen oder die Miete I 9n^nadffetK- ?ar$ "der teilweise innezubehalten u s w ! r L ie e Vorteile können durch die Art der Fassung I n^p^'^vertrages in Frage gestellt toerden, zu dessen I iinpnh^hp11«? Mieter aus Unkenntnis oder durch I irgendwelche Notlage bestimmen lassen kann. So ist es I j. ®. in Berlin nad) der Einführung des B. G. B vor- I gekommen, daß unberechtigterweise die Mitunterschrift der I unter den Mietsvertrag verlangt worden ist was I SÄ verhängnisvollen Folgen haben kann, ^n diesen und vielen anderen Beziehungen aufklärend zu I rech iät-u b-LSchutz „zu Ochern, ihn' durch L Ä1;” Selbstschutz zu ergänzen, ist die Sache der 1 aR reter üeretne Denn wir wollen hier ganz schweigen Sprf*/hpa ^'kanen, willkürlichen Eingriffen in das 5 Meters, denen er, wenn auch nicht überall so Sp?Jrel-Unb ba, ausgesetzt ist, besonders in der Zeit nach b w^p9h n9- °bert b-efler gesagt, der Medervermietun? ^....^^te^verelne bestehen in einer großen 3aht von ° £1 Eenburg, Berlin, Darmstadt, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Freiburg, Halle, Kassel, Wiesbaden ^^^r?^^alstelle befindet sich in Altenburg, ihr Lrgan ist „Der Wohuungsmieter". Aus einer Reihe von frphpnn9orra °?rile?en/ möchte ich einiges hervor- heben. Als Zweck wird stets betont: Wahrung der berech- ^en Jn^ressen in Bezug auf Miets- und Wohnungs- verhaltnisse Hinarbett auf Regelung und Verbesserung der letzteren, Anbahnung gesunder und wohlgeordneter Beziehungen zwischen Mieter und Vermieter auf Grund ae- recht verteilter Lasten und Pflichten. (Ausschluß politischer £nb /ellgioser Fragen.) - Die Mittel zur Erreichung dieses Zweckes smd überall dieselben; kleinere Vereine begnügen sich hierbei mit weniger. Es sind: 1. Errichtuna eines Auskunftsbüreaus, 2. Anstellung eines Rechtsbei- stanhes, 3. eines ärztlichen Beistandes, 4. Vorträge und Besprechungen 5. geeignete Anträge an die Behörden, 6. Stellungnahme zu kommunalen Angelegenheiten und l Einführung eines humanen, alle Teile gleich beschützenden Mietsvertrages. Der jährliche Beitrag schwankt Zwischen 1 und 2 Mark; das Eintrittsgeld zwischen ^rsonen ist die Mitgliedschaft selbstverständlich gestattet. Einzelne Vereine sind ävAwich auch „Spar- und Bauvereine", wodurch die Mieter befähigt ioerden, ihre eigenen Bauherrn zu werden. Das • zeckst des B. G. B. kommt ja solchen Bestrebungen I hpr om ’p @°r M Pölich die Versicherungsanstalt Kassel der Aktiengesellschaft für Heinere Wohnungen in Frank- n- M. aOOOOO Mark zu dreieinfünftel Prozent auf Erbbaurecht mit Amortisation in 80 Jahren gegeben. c„ ^Ife bwse Bestrebungen stehen in Zusammenhang mit den vom Bund der deutschen B o d e n r e f o r m e r ^Evetenen Ansichten. Sein Vorsitzender ist Ad. Damaschke inl Berlin, der entschiedenste Verbreiter der Lehren des I ?mcerJf?ner? Henry Georges. In ihnen wird der Grundsatz I verfochten: Jedem das «Seine: dem einzelnen das Erzeugnis I Inner ehrlichen Arbeit, der Gesamtheit aber, was kein einzelner hervorbringt, sondern was allein der Zusammen- arbeit aller zu danken ist. Das sind die unaufhörlichen Wertsteigermigen des Grundes und Bodens, die im Gefolge I .^^Bereicherung einiger wenigen auf Kosten der Ge- LpL^nffL ^,trk ö' ^?end eine gemeinnützige Einrichtung I geschaffen, zu deren Kosten alle beitragen (z. B. Bau einer I torun^^unh^nh0 ' J bie baöon' daß der angrenzende Sp q vlb Joden teuerer wird, also die Mieten steigen. Diese Zuwachsrente, die allein die Arbeit der Gesamtheit I w^de^den ^?erz1?fit9fi^^r.weise auch der Gesamtheit und EX» - gSf? a meiftcn anderen Steuern ermög- iichen. Diese Andeutungen müssen hier genügen. Sie I foHen nur bezwecken, zu zeigen, welche wichtige Stelle in I unserem sozialen Leben gerade di- Wohnungsfrage ein- nimmt: sic mögen ferner di- Anregung geben sich Darüber Har ju «erden, wie sehr hier bie Interessen ber bei totitem größeren Zah ,NI Spiele finb. Der Zusammenschluß alle" dabei beteiligten t)t darum ein Gebot des Vorteils unh ^.ne soziale. Pflicht Jede Lässigkeit und Gleichgiltigkeit rächt sich hier bitter. Wir wollen deshalb hoffen dass diese Zeilen dazu beitragen, daß sich auch in Gießen die I weitesten Kreise mit dem Gedanken der Gründung eines I Mieter Vereines befreunden jund bald mit seiner! Verwirklichung Ernst gemacht wird. arme. h* i. ML ^9la?a8octlhi'K * ÄL< 'd-cks SjJ’S "e Länü, 5» 'km ; !° unk’ Bittet k,u U) ts Da, kt Wet?* Beamten! w LVnb . »Wen aufÄ?s atnt 5Mr, V."*«» Raiten. ** y ä.w Sllt“’Ä|Ä NE rriützk ZE ™Ä n unb chemGn r, t ^be m A estnnmt.bsch wirk-' lg-n. btt voUWcha lener VolkiW^ «ben, öqidu jtty n:ti xfr ju ’ÜNtyr MifäiUtfrr, t® f41« kn bilt^kn to, aß dich iztjttt tot) ch auf bit MchM iSjtn n Mnw >tn «jGm elung (tinjihny i^uU’^rtr fallen. Bit ® ‘-trium au8 Sil/l-kM 5?// 2t$rtt not) nach di I zu zthimLchitzn attu )t tmy^lo^m « da aui --nVvMtn Srüni x\\i)t 6x\VMwij) |urü jpnl itrfösinbtl ms « it, bis diiich- 3. He» lmeelistr. #Wtaht« Hi ntugÄuM*^'-’ inummer) iilkn. i« 5 bin M-m mb tzM • aibrti /5.3iflt* märe. lanbt^ in Mm Mätztki z zewefm, toeldft ?r ,'ionsslandgk/tt- itigi^rM/0' die sanunern y* gewie^mM/r gerade te ein »*** n den WW " Ä; fflS*= S"Ä »EIS Satte Ui# lÄnstgM^ :en St«"*Ä 1 9troS”$ ,rr Ä»*" >irh ä$s. -v Wsd°ÄÄ -M sS-sS aerobe nach Darmstadt notwendig ist und der Zweck Förderung des Kunstgewerbes — bei der jetzigen Leichtigkeit des Verkehrs nicht auch im Anschluß an andere bedeutendere Kunststätten auf billigere Werse erreicht werden könnte. Auf jeden Fall betrachtet man im -anbe den angeforderten Betrag als eine Luxusabgabe und rechnet, daß man sich eine solche Luxusabgabe zur Befriedigung einer etwaigen Liebhaberei doch nur erlauben dürfe, wenn für das notwendige in vollkommen ausreichendem Maße Zorae aetraaen ist. Auch wrr betrachten diesen Posten vorläufig al/unnötig und seine Streichung, die wohl aller- wärts mit Beifall ausgenommen wurde, als wahlberechtigt. ... < _ ferner wird von dem Ministerium des Innern unter Kap. 41 ein nicht näher bestimmter Betrag zur Aufbesserung der Gehälter der provisorischen Lehrer von 1800—2000 Mk. auf 2100—2600 Mk. beansprucht und dazu bemerkt, daß auf die allgemeine, von dem Ministerium der Finanzen über die Erhöhung der Vergütungen der a k a - deniisch gebildeten StaatsdieNst-Aspiran- t e n gegebene Begründung verwiesen werden müsse. (Wir haben diese Begründungen unter den Anforderungen dieses Ministeriums gesucht, sie aber nicht aufzufinden vermocht.) Sollte, erlauben wir uns zu fragen, diese Erhöhung in dein angeführten Betrag wirklich unabweisbar sein? Wir hören im Geiste den Schrei der Entrüstung aus so und so vielen jugendlichen Kehlen über diesen unseren Zweifel! Aber gemach, meine lieben jungen Herren! Wir sind durchaus nicht der Ansicht, daß Ihre Bezüge bereits zu hoch feien und daß Sie diese Erhöhung nicht verdienten; aber angesichts der Thatsache, daß die pensionierten alten Herren unter so viel, viel ungünstigeren Verhältnissen in den öffentlichen Dienst eingetreten sind und während ihrer langen Dienstzeit niemals mit finanziellen Wohlthaten überschüttet wurden, halten wir es doch für ein Gebot der Billigkeit, daß zunächst die Alten berücksichtigt würden, und ihnen eine auskömmliche Pension bewilligt werden sollte, ehe man die beantragte Erhöhung eintreten läßt. Und vielleicht ließe sick) schon dadurch ein Ausgleich finden, dnß man die betreffenden Beträge einfach zwischen Alt und $nng teilte. Mit 2000—2200 Mk. kann unseres Erachtens ein junger Mann mit nicht allzu unbescheidenen Ansprüchen wohl existieren, und der Rest bliebe verfügbar. Die Zahl der Staatsdienst-Aspiranten können wir allerdings nicht berechnen; aber da allein 38 akademisch gebildete Lehrer in Ansatz gebracht worden sind, gehen wir wohl nicht fehl, »renn wir für die übrigen Zweige der inneren Verwaltung, des Justiz- und Finanzdienstes das Mehrfache dieser Zahl für wahrscheinlich halten. Wir wollen, um nicht zu weitläufig zu werden, von brr Namhaftmachung etwaiger weiterer Ersparnisse absehen. Es galt uns nur barum, an ben beiden Posten Beispiele aufzustellen, wie bei gutem Willen die nötigen Mittel inr Gewährung der gewiß nicht unberechtigten Ansprüche brr alten Pensionäre recht wohl aufgefunden werden können, und wir glauben die Entscheidung getrost den berufenen Instanzen überlassen zu können. Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Gießen. 11. Woche vom 11. März bis 17. März 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, inv. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 33,55%)( nach Abzug der Ortsfremden 18,87»/«. Kinder Es starken an: Zusammen: Eawachsene: 1. im Lebensjahr: vom 2.-15. Jahr: Diphthentrs 1 (1J — — 1 (1) Influenza 3 2 1 Lungenentzündung 1 1 — — Äingenschwindsucht 2 (1) 2 (1) — — Gchirnentzündung 2 (2) 1 (1) 1 (1) — Herzfehler 1 (1) 1 (1) — Darmentzündung 1 (') 1 (1) —- — Krebs 1 (1) 1 (1) —- — Atrophie 1 1 — Altersschwäche 2 2 — — Unbekannte Ursache 1 — 1 — Summa: 16 (7) 11 (5) 4 (1) 1 (1) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Handel uni) Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vem 81. März. Wechsel auf New-York zu 4.21l/g-22*/l. Prämien auf Kredit per ult. März 0 70 %, do. per ult April 1.80% Diskonto Kommandit per ult. März 0 7O;/o» do. per ult. April 1.80% Lombarden per ult- März 0.65%, do. per ult, April 0.80% Berl Handelsges per ult. April 0.00%. Notierungen: Kreditaktien 234.50.00-00-000, Diskonto- Kommandit 197.10-30-197-197.20, Btaatsb. 136.50, Gotthard 142 —, Lombarden 28.50, Ungar. Goldrente 97.—, Italiener 94.70, Sproz Mexikaner 26.05, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.20, Privat-Diskont 5%% Geld. 1% bis 2% Uhr; Kreditaktien 234.60-235.00, Diskonto-Komman- dit 197-7.40-20, Staatsbahn 136 50-137, Lombarden 28.60. Limburg a. d. Lahn, 21. März. Fruchtmarkt. Durch, schnittspreis pro Malter. Roter Weizen 13.20 Mk., Weißer Weizen —.— Mk., Korn 11.09 Mk., Gerste 9.04 Mk., Hafer 7.13 Mk., Erbsen —Mk., Kartoffeln —.— M. Kaffee. Das Geschäft bewegte sich in den engsten Grenzen, das Konsumgebiet hält mit Einkäufen zurück, weil gut versorgt. Jedermann kann jetzt sehen, wo die großen Ablieferungen der letzten Monate, die man irrigerweise der gesteigerten Berbrauchszunahme zuschrieb, hingeraten find. Die Terminpreise zeigen im ganzen wenig Veränderung, auch hier ist mit dem Worte Stagnation am besten die Situation gekennzeichnet. Direkte Brasil-Offerten sind niederer. Nachdem Zufuhren jedoch recht mäßig, so besteht kein Drang zum Verkaufe. Brasilzufuhren bis zum Tage belaufen sich auf ca. 8 Millionen. Bis zum offiziellen Beginn der neuen Ernte in Brasilien anfang Juli haben wir noch 3% Monate vor uns. Viel kommt darauf an, ob die neue Ernte eine frühzeitige ist, in welchem Falle also neue Kaffee's noch ins alte Kaffeerechnungsjahr hinein kämen, wie es in den letzten Kampagnen fast immer der Fall gewesen. Dann sind uns 10 Millionen Sack als rechnerisches Ergebnis für 1899/1900 bis Ende Juni sicher. Von einer Seite wurde behauptet, die neue brasilianische Ernte sei eine verspätete. „Nichts Gewisses weiß man nicht." Auch von Ernteschätzungen ist es stille geworden. Die neuen Kaffee's mittelamerikanischer Provenienz sind reichlicher angeboten, mußten auch schon im Preise nachgeben. Zucker. Laut Aufgabe der Herren Cohrs und Ammö in Hamburg stell. . sich der dieswüchentliche Lagerbestand auf 423 000 Sack gegen 475 000 in der Vorwoche und 532 000 Sack in der L-rgleichswoche des Vorjahres. Don Newyork werden die Vorräte in den Vereinigten Staaten unterm 14. März mit 146 000 Tons gegen 167 000 Tons im Vorjahre und 258 000 Tons 1898 angegeben- Trotz fortgesetzter starker Ablad- ungen nach Amerika zeigt sich auch dort keine Stockzunahme. Dre Preise haben sich zu anfang der Berichtswoche voll behauptet, und erfuhren die letzten Tage wiederum eine Erhöhung von ca. 10 Pfg. per Zentner. Der Raffinade Markt verkehrt in fortgesetzt fester Haltung und sind von den Raffinerien die Forderungen erhöht worden. — Nach ben statistischen Ermittelungen deS Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Äo»€ifemwobuttia* des Deutschen Reiches (einschließlich LuxemburaS) im Monrt Februar 1900 auf 620 707 Tonnen, darunter Puddelrohetsen und Spiegeletfen 121009 Tonnen, Beffemerrohetsen 32 768 Tonnen, Thomasroheisen 354985 Tonnen und Gießereiroheisen 111945 Tonnta. Die Produktion im Jannar 1900 betrug 658 512 Tonnen, im Februar 1899 626 158 Tonnen Vom 1. Januar bis 28. Februar 1900 wurden produziert 1 279 219 Tonnen gegen 1282 779 Tonne» im gleichen Zeiträume des Vorjahres. __ Wetterbericht. Im Norbosten des Erbteils hat sich ber Kern bes hohen Druckes bet Hauptsache nach un veränbert erhalten. Im Sübwesten dagegen bringt nunmehr eine Depression nach dem Mittelmeergebiet herein und beherrscht bereits das südliche Frankreich, lieber Süddeutschland befindet isich ein Teilminimum, welches im Zusammenhänge mit dem jenseits der Alpen bestehenden Teile relativ hohen Druckes für das diesseitige Alpen-Vorland leichte Föhnlage bedinat. Daher war am Morgen im Süden der Himmel nur schwach bewölkt. Die Tempera.- turen sind gegen gestern allgemein etwas gesunken. — Voraussichtliche Witterung: Neuerdings zunehmende Trübung und später teilweise Niederschläge und Abkühlung. Alle Leute die auf ihre Gesundheit achten, sollten an Stelle des schädlichen Bohnenkaffees Kathreiners Malzkaffee trinken, oder doch zum mindesten den Kaffee zur Hälfte mit Kathreiner mischen. 302 Seiden-Blusen m. &m und höher — 4 Meter I — porto- und zollfrei zugesandt l Muster umgehend; ebenso von schwarzer, weißer und farbiger „Henneberg-Seide" von 75 Pfg. bis 18,65 per Meter. , 128 G. Henneberg, Men-Fatont (k. u. L Hofl.) Zürich. fMeyerk Konversahons- Lexikon (auch ia UmtavMh gegen Utert-gWerke) sowie alle andern Bücher j , " liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an IL C» Sperling, Buchhandlung, Stattgart YIL * Bekanntmachung. Nachdem Großherzogliches Kreisamt Gießen den Plan über die durch Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 15. Februar d. I. festgesetzten Baufluchtlinien für den Seltersweg und zwar von den Häusern Ar. 33 bis 43 und 26 bis 34 genehmigt hat, bringen wir dies in Gr. mäßheit des Art. 7 der Allgemeinen Bauordnung mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß die Einsicht dieses Planes auf dem Stadtbauamt jedermann frei steht. Gießen, den 20. März 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2198 Gnauth. Pferdemarkt ;u Eichen. Am 11, April a. c. findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstrahe Pferbemarkt statt. Für Stallungen ist aus- reichend Sorge getragen; wegen derselben bittet man sich an Herrn Hof- lahukutscher Huhu zu wenden. Auskunft über sonstige Markt- mgelegenheiten erteilt Herr Stadtverordneter Helfrich dahier. Mit km Pferdemarkt ist eine IMF* Prämiierung "HW rerbunden, für welche 800 Mark zur Verfügung stehen. Zugleich findet eine !W* Verlosung "HW Satt von Pferden, landwirtschaftlichen Gerätschaften, HaushaltungSgegen- Sanden rc. Der Generalvertrieb der Lose, ä 1 Mark, ist dem Herrn ltichard Bvchacker dahier übertragen. Die Verlosung beginnt am II. April ». c., nachmittags 8 Uhr, in der Turnhalle der Stadt- krnrbenschule. Die Pferdemarktkommisfiou zu Gießen. Wolff, Beigeordneter. 2197 MkMiuer Dmi« für Amen- nnb Krankkupsikge. Ordentliche Generalversammlung Areitag de« 30. Wärz 1900, nachmittags 5 Ayr, im Saale des Schwesternhauses (Johannesstraße). .Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Prüfung ber Rechnung. 3. Statutenänberung mit Rücksicht auf.dar Bürgerliche Gesetzbuch. 4. Ergänzungswahl. Die Mitglieder des Vereins werben hiermit auf Grund der 4, i irnb 7 der Statuten ergebens! eingeladen. 2192 Der Vorstand: Schlosser. Portland- Cement-Werk Lollar (O b er hessen) empfiehlt seinen erstklassigen 677 Portland-Cement: Marke Diamant von absoluter Gleichmäßigkeit, feinster Mahlung, höchster Aestigkeit und Bolumenbeständigkeit. Ständige wiffenschaftliche Prüfung jeder Lieferung in eigenem Laboratorium, Amtliche Prüfungs-Atteste und zahlreiche Anerkennungsschreiben stehen zu Diensten. Ulli |i fch lu ini cn Krepp ein täglich frisch. 272 Kriedrich Roll, Hofbäcker, Mäusburg Milchzucker chemisch rein empfiehlt billiqst 2056 Fr. Feo NM., C. Kerber, Geltersweg 71. Eier-Abschlag! I a. frischt Sier M Austrinkk« per Stück 8% Pfg. empfiehlt 1284 Heb. Arnold H. Marktstraße 28. la. Salzgurken große, per Gtück 4 Pseuuig, empfiehlt 2088 Ph. 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April 1900 statt ? wozu bemerkt wird, daß auch Rinder aus den naheliegenden preußischen und M L ehemals nassauischen Orten, wenn keine Sperre eintritt, zugelaffen werden- D V Gleichzeitig findet auch die Ö 0 W" Verlosung Q Q von ca. 16 Rindern, 25 Schweinen, Ziege», 10 Stämmen Rasse- es Ov Hühnern «ud nützlichen Geräten für Oekonamte uud Hauswesen, * im «anzen ca. 400 Gewinne, statt. fl 0 8ofe ä 1 M.k find durch Rechner H. Aorbach zu beziehen. A Q Butzbach, den 8. März 1900. L Großherzogliche Bürgermeisterei. V Qiy0 3 V: Küchel, a Q Tapeten alle Neuheiten der Saison, von den allerbilligsten bis zu den hochfeinsten Qualitäten empfiehlt Heinrich Hochstätter, 1795 Tapeteugeschäft, Lchlofigafse 19. Kleiderstoffe in sämtlichen modernen Geweben, sowie gestickte Roben, nur hochaparte Neuheiten in grossartiger Auswahl. Jede bessere Robe verkaufe ich nur einmal hier am Platze. Seltersweg 85 Afowack Seltersweg 85 Spezial-Geschäft für feinste Damen-MocLen. ■> 1206 Jean Denn & Cie. 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