Freitag bett 23. März 1900 Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. dwirt, toreffe für Depeschen: A»,etger chtetz«. Alle Anzeigen.Vermittlungsstellen deS In« und HutianNI nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger nttgcgte, Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. ZZezugrprels vierleljährl. Mk 2M monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle» vierteljährl. Mk. IM monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 DicrteliOit mit Bestellgeld. »»nehme »♦» Anzeigen zu der nachmittags für de« Leg erscheinenden Nummer bis vor«. 10 Uhr. WtMu*yn spätesten« abends vorher. Gießener Anzeiger Keneral-Anzeiger Ätz«. ZM Million PgssOt ne Men. Den n. 6it" ly*« Mkäö'et «taai’te* ' M. 69 tt(er Waggon bezahlt werden mußte, so ergiebt sich eine sachste wurde es jtm, Die ^resoruiwn imzunryinrn. Abg. v. Kardorff (Rp.) äußert sich ungefähr in dem gleichen Sinne. Abg. Bebel (Soz.) hält die Theorie des Abg. Gröber, der jetzt der Entscheidung aus dem Wege gehen wolle, doch für sehr bedenklich. Eine Rechtsfrage muffe eben entschieden werden, sobald sie auftauche (Rufe: Sehr richtigl) Er und seine Freunde beantragten daher, in der Resolution der Kommission das Wort „thunlichst" zu streichen. Abg. Hasse (nl.) meint bezüglich der Resolution, man wisse gar nicht, was man eigentlich mit derselben wolle. Entweder man werfe eine Rechtsfrage überhaupt auf, dann müsse man sie auch beantworten Fernsprecher Nr. 51. i. Die Resolution lasse ja ohnehin alles beim alten, denn jordre besage schon, daß möglichst nur Freiwillige in den beschäft werden sollten. Man könne wohl für die timen, denn, wenn man gegen sie stimme, würde das auf ng des bestehenden Zustandes hinauslaufen (Sehr richtig!). . Levetzow (kons.) erklärt, genau aus diesem Grunde seine Freunde für die Resolution stimmen. ner kurzen Bemerkung des Abg Groeber (Zentr.) hält r-Sagan (fr. Vp.) diese Frage für so wichtig für die Mietung, daß sie unter allen Umständen gelöst werden Freunde könnten unmöglich die Resolution mit dem „thun- ien. Debatte beteiligen sich noch die Abgg. Arendt (Rp.), kons.) und Eickhoff (frs. Vp), worauf bei Anwesenheit rbneten, unter Ablehnung des Antrages B?bel auf Streichung .thunlichst", die Resolution unverändert angenommen wird. ttschou-Etat wird genehmigt. tat des Reichsschatzamts erklärt auf eine Anfrage v. Thielmann, an deutschen Goldmünzen seien bis ausländischen Münzen insgesamt 386 Millionen Mark zur gelangt. eihe kleinerer Etats wird erledigt. tat des Bankwesens richtet Abg. Arendt (Rp.) zriffe gegen die Diskontpolitik der Reichsbank. inkpräsident Dr. Koch tritt denselben wiederum entgegen, ich auf konservative Blätter, wie „Reichsbote" und „Schleiezug nehmend, die die Gründe der vorübergehenden Dis- auf 7 Prozent, den industriellen Aufschwung und den da- n Geldbedarf durchaus richtig gewürdigt hätten. Der Abg. eine eigentümliche Rolle in der bimetallistischen Bewegung, »ch nicht die Zahlen so tendenziös herausgreifen, wie Ab- endt es thue. Die Reichsbank arbeite nur zum Wohle Staudy (kons.) beklagt die Kampfesweise, die der gegen die Konservativen einschlage. Letztere griffen den in durchaus nicht persönlich an. nkpräsident Dr. Koch antwortet, auch er habe keineswegs ven angegriffen. Er sei auch kein Freund eines hohen bei solchen Geldmarktsverhältnissen, wie wir sie hätten, sei vermeiden. üsing (nl.) bemerkt gegenüber der Rechten, daß die ic doch wohl nunmehr entschieden sei. Daß der hohe Erwerbskreise schädige, sei nicht zu leugnen, aber zu ran nichts angesichts der Thatsache, daß kolossale Geld- an die Reichsbank heranträten. rendt (Rp.) erklärt, er müsse den ihm vom Bankpräsi- )ten Vorwurf tendenziöser Zusammenstellung von Ziffern geschäftsordnungsmäßig zustehenden Entschiedenheit zurück- er verbreitet sich dann nochmals eingehend über die Dis- Reichsbank. r wird auch dieser Etat genehmigt. 1 Uhr: Reste deS Etats, Gesetz betr. Verwendung über- Lseinnahmen pro 1910, Nachtragsetat Gesetz betr. Be- Oiebstahl an elektrischer Arbeit und Gesetz betr. Patent- )luß 6 Uhr. * Vom Kriegsschauplatz. , 21. März. Die englischen Gesamtver- zum 17. März betragen nach amtlicher Fest- 447; biß zu demselben Zeitpunkt verloren die em Exchange Telegramm aus Kapstadt zufolge, nur 7722 Mann. s Kapstadt und Ladysmith wird übereinstim- det, daß ein neuer Vorstoß unmittelbar bevor- Lage in Ladysmith ist noch sehr trau- erselben Stadt liegen noch 2400 Personen an den Hospitälern. Die erste öffentliche Brot- onnte erst gestern stattsin'den. ? gestern von dem Parlamentssekretär des Krieges )end angekündigte Proklamation Chamber- sich nicht nur auf die Johannesburger Goldern auf die Zerstörung allen britischen s beziehen. Hierfür sollen mit ihrer Person im alle diejenigen verantwortlich gemacht wer- die Zerstörung veranlaßt haben. Daß Chamber- cht das Kriegsamt die Proklamation erläßt, be- die Burenrepubliken von dem Kolonial amt erden sollen. Kapstadt hat sich unter den Engländern ein parlamentarisches Wachsamkeitskomitee gebildet, milde Behandlung der Bureurepu- rhindern, und den Ausschluß der Kapburen tentarischen Leben zunächst dadurch bewirken e Kapburenkolonie zwei Jahre lang als Kron- altet wird. * * * Telegramme deS „Gießener Anzeiger". London, 22. März. Ein Telegramm aus Spring- fontein berichtet, daß die Buren in Gruppen von Hunderten sich unterwerfen. — In militärischen Kreisen ist man wegen der Verzögerung der Entsetzung von Mafeking durch Plumer sehr überrascht. Da aber Plumer über nur geringe Streitkräfte verfügt, um den Widerstand der Belagerer zu überwinden, und außerdem noch eme 2 Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben im Zahre 1899 ®ie6en, 6. Aewei Besten 3129 Brauyacn a r iscner 4 Neuenweg 4 1860 HWWWM MrDigerMW kraft, ist aber furchtbar schwer klein zu machen. Man muß es förmlich kunstgerecht tranchieren, ähnlich wie das Geflügel. Wer die Vorteile dabei los hat, kann ausgezeichnetes Brennholz für billigen Preis erhalten, d. h. er muß immerhin 1 Mk. bis 1,50 Mk. mehr zahlen, als der Tarif beträgt. Wer aber Stockholz klein machen will, und hat die Kunstgriffe nicht los, der verdient das Wasser nicht dabei, das'er allenfalls trinkt. f Büdingen, 18. März. Gestern fand hier eine Versammlung sämtlicher Ortsgerichtsvorsteher des diesseitigen Bezirks statt, in welcher Herr Oberamtsrichter Rabenau in ca. dreistündigem Vortrag die neue Dienst- instruktion und die einschlägigen Gesetze und Verordnungen erläuterte, und den genannten Herren Gelegenheit gab, durch Fragestellung u. s. w. über etwa bestehende Zweifel in der Bearbeitung der neuen Vorschriften sich Gewißheit zu verschaffen. — Auch in unserer Stadt grassiert die Influenza sehr stark und hat schon verschiedene Opfer gefordert. — Ter Voranschlag des hiesigen Kreises pro 1900/01 weist eine Mehrausgabe von 20 000 Mark auf, die durch Kreissteuer gedeckt werden müssen. D a r m st a d t, 21. März. Seine Königli^»c>"K->'t der Großherzog haben Allergnädi am 13. März den ordentlichen Professor in d Fakultät der Landesuniversität Geh. H o f r a Laspeyres auf sein Nachsuchen unter seiner langjährigen mit Treue und Eifer gelei mit Wirkung vom Tage der Ernennung ft Nachfolgers an in den Ruhestand zu versetze selben am gleichen Tage das Komthurkre' Philipps des Großmütigen zu verleihen. Hohversteigerung iw Gießener Sta-tmld. Montag beu 36. März 1900, vormittags 91/, Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald im Distrikt Walbshnte versteigert werden: Offenbach, 17. März. Ein in einer hiesigen Lederfabrik beschäftigt gewesener Arbeiter ist an Milzbrandvergiftung gestorben. Er hatte während der Arbeit einen Gesichtspickel aufgekratzt und dabei das Gift auf sich übertragen. , liqiiibirten Zu Lmoalümgskc a. für MM hing ic. . b. sürLrucksach Materialien, $ c. für Gehalten rationell . d. für Diverse Mftytibuiigeii: a. auf Mo bes Hauses der A b. auf Milien-(! c. „ Effecten-Cl Reingewinn . Mobiliar-Versteigerung. M DorrverStag dem 23. b. M., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Saat, Neustabt 55 1 Sofa, «nertannt lei 1 Spiegel, 2 Betten, 1 Kleiber schrank, Haus- und Küchengerät Versandt nach sowie eine Partie Früh, und Spät- ----------- kartoffeln. 2160 __I- A.: Schueiber. Hochfeines Fohlensteisch zu haben. 2126 Kessler, pfrrifmetgrr. /»pomcKcr vr »iter w eise, Berlin SO. 33 (früher Giessen). Hauptdepot: 816 Pelikan-rrpotheke «ietz-a. Vermischtes. * Elberfeld, 18. März. Der Militärbefreiungsprozeß hat nunmehr begonnen. Die Angeklagten sind zum kleinen Teil vernommen worden und leugnen natürlich alle Schuld. Der Dr. Ziel, ein kleiner, sehr nervöser Mann von 58 Jahren, mit völlig ergrautem Haar, giebt zu, Atteste, auch auf Verlangen des Strundsberg, des verstorbenen Hauptmachers, ausgestellt zu haben, leugnet aber, Mittel gegeben zu haben, die eine beschleunigte Herzthätigkeit ?c. Hervorrufen konnten. Er ist Hausarzt bei Strundsberg und wie es scheint, finanziell von ihm abhängig gewesen. Die Väter der bereits von dem Militärgerichte abgeurteilten jungen Leute wollen überhaupt nichts her nanzpn Slicks missen, nbalsick sie bis ru 3000 Mk. VS UUUVIV1 UV1 0VIIVU Marke P. D Korsett „Hygiene“. Zurückgesetzte Korsetts bedeutend unter Preis, ^367 Robert Haas Nacht. chießener Kmniöus-Gesellschaft.1 ? Der Httfbeschlag bet Pferbe soll vom 1. April 1900 bis 31. März 1901 vom Vorstand vergeben werden, errichtet h Offerten werden bis zum 26. bs. s MtS., mittags 12 Uhr, in der ' Wohnung des Betriebsleiters, Mar« bestens em burgerstraße 29. erbeten. 2141 kamp, em hochangesehener, allgemein geachteter mit wohlhabendsten Familien Burgs verschwägerter 70 ähriaer Mann, war auch königlich preußischer Lvtterie-Koll"kwu^ und wurde vor 14 Tagen durch einen Revisor überrasche Er ließ denselben durch einen Buck-Halter ins Kontor letten, ging ms Nebenzimmer und erschoß sich. Sckilimme« ahnte nian, aber unglaubliches hat sich herausgestellt sS Bucher waren verbrannt, die Depots verbraucht. Wells« ramp, der das uneingeschränkteste Vertrauen von Arm uns ^ch ln und bei Burg genoß, hat von den verschiedensten Leuten Betrage bis zu ganz bedeutender Höhe in Kr Wahrung erhalten, aber diese durch seit Jahren mißglücke Spekulation an der Börse zugesetzt, so daß jetzt nach den ersten Anmeldungen rund eine Million Passiven nur etw^ 100 000 Mark Aktiven gegenüberstehen. Man alaubk aber daß die Gesamtschuld sich auf ein einhalb Milnonen Mart ^euten Beträge bis zu ganz bedeutender Höhe in Ver mögen zum großen Teil in W.'s Händen war durch schon hochbetagte Mutter, verlieren 400 000 Mark neben werden Beträge von 30, 24, 10 Tausend Mark Qc' nannt, auch nach Hunderten zählende Ersparnisse kleiner Lents, du»_nlls böckstsns ein Asknitel des binterleoten Geldes anerkannt schönste und tadelloseste Ausführung. Schnellste Lieferung. Billigste Preise. Tier-iri. rtltft'-c #r»a?tfur; 3>. fr ettlct — Bru-- unk Wrri»« --, ’ Brrta1 lernijl ,dxn Umocurei»-.- ^4. un6 »tu) m Gte-nr. 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Provisions-Coirto — । — 112,222 84 112,222 84 34,044 22 119,256 28 153,300 50 Gewinn- und Verliist-Coiito — — 121,407 20 121,407 1,867,428 88 7,268,402 13 9,135,831 01 . . . Summa . . • 1,867,428 88 7,268,402 13 9,135,831 IH 243 Kiefernstämme mit 139,64 fml M M Ein (darunter Scheitholz), 3 Birkenstämme mit 0,94 km, 250 Fichten-Reisstangen mit l,86km,! 65 rm Nadel-Scheitholz, 180 „ Nadel-Knüppelholz, - 85 „ Nadel-Stockholz, Ult* 5051 Wellen Nadel-Reisig (darunter! bi Durchforstung). Unterricht in Die Zusammenkunft. Ast auf der Licherstraße an der ß.rSchueise. Gießen, 19. März 1900. —— Großh. Bürgermeisterei Gießen. ___Gnauth. 21341