Sw »cÄ?1 feg* r Li*er 80 P|q Nation Sei pIswenT Äcao «sw?,. und "" "»V 4 ocoladei 85 *”8®» yJjjWR Wassw^ ylwo^ \a t-IMty/ it ?itr iBMhfe Per Ltü« 7 Pfg. h. Arnold B, Narkiftraße iDW zu 60 Pfg, iiirata Sem Settersveg 50. ringe Apfelspatte' isen Birnen allen, Kirschen sehen rfifie und califotnifit, jfunb von 25 Pfennig ß nischtes Obst bockfeine Qualität, er Pfund 50 Pfennig emvsiehlt W.KiW’" ■ Tke»110’ 20 •Sl «t. Myes Blatt. ^rettaq den 23. Februar 1900 Alle Nnzeigen-DermittlungSstellen deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2,2O monatlich 75 Pfg. mit Bringerlvhn; durch die Abholcftelle» vierteljährl. Mk. 1,91 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Gießener Anzeiger E-eneral-Anzeiger «»».hme een Anzeigen zu der nachmittags für bet leternben Lag erscheinenden Nummer bis Berat. 10 Uhr. «Hbestellimgen spätesten- abends vorher. M. 45 Grfchetnt ILgNch Bit Ausnahme deS MontagS. Di« Gießener »erden dem Anzeiger dm Wechsel mit „Heff. Saudwirt" n. „Blätter ftr heff. Volkskunde^ »Schtt. 4 mal brigelegt. Aiirts- unb Anzeigebltttt fiit? den Kreis Gieren. neMtteR, «Spedition und Druckerei: Achnkstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Famitienbtätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger chletzSL. Fernsprecher Nr. 51. * Dom Kriegsschauplatz. Der Anfang vom Ende. Die letzten Siegesnachrichten der Engländer, die von jedem, der die Ereignisse auf dem Kriegsschauplätze aufmerksam verfolgt, mit großem Zweifel ausgenommen wurden, hsben nun ihre, wahrscheinlich endgiltige, Erledigung gefunden. Wir registrieren die Meldungen, wie sie uns zu« grgangen sind, und geben auch die letzten Depeschen kommentarlos wieder, da sie an Deutlichkeit nichts mehr zu wünschen übrig lassen. Brüssel, 21. Februar. Die Burenkreise bezeichnen in» folge der veränderten Kriegslage alle bisherigen Positionen in Natal als unhaltbar, w eShalb General Joubert die vollständige Rückwärtskonzentrierungaller Streitkräfte anord- n» t e. Natal wird sonach geräumt. Die Belagerung von Lady- sinyth wird aufgehoben, um die Truppen zur Verteidigung bt t Transvaalgrenze zur Verfügung zu haben. Man glaubt hier(!), daß General Buller noch im Laufe der Woche in Ladysmith einziehen wird. (WaS nicht alles „geglaubt" n ird!) Loudon, 21. Februar. In militärischen Kreisen hdlt man den zweifachen Plan Lord Roberts, das Erdrücken der Armee deS Generals Cronje und btn Marsch gegen Bloemfontein als vereitelt. Bin entscheidender Zusammenstoß aus dem Freistaat^Gebicte dürfte nicht vor nächster Woche zu erwarten sein. Loudon, 21. Februar. Lord Roberts verlangte tele# graphisch die Absendung von Offizieren. Loudon, 21. Februar. Der nicht unberechtigte Jub ejl über die Wendung der Dinge auf dem Kriegsschauplatz dauert in London fort, und die Zuversicht nimmt zu. Doch herrscht die Ansicht, daß nun, WENN eS gelingt, General Cronje vor der Konzentration auf das Haupt zu schlagen, man vom Anfang vom Ende reden kann. Geschieht daS nicht, so steht General Roberts einer Burenarmee gegenüber, die so stark ist, Witz die seinige, uud im eigenen Lande kämpft. London, 21. Februar. Die „Central News" meldet a»8 Ladysmith durch Heliogramm nach Weenen vom gestrigen Tage: Hier herrscht große Befriedigung über Bullers Einnahme des Bloys Hill, welcher von Ladysmith aus vollkommen sichtbar ist. Die Garnison beobachtete das Bombardement aus die Stellungen der Buren am Sonntag, und die englische Infanterie konnte genau gesehen werden, wie sie den Hügel erstieg. Es giebt eine vortreffliche Position diesseits des Tugela gegenüber Bloys HM, Namens ASvogel Krantz, welche, wenn sie besetzt würde, die Eisenbahn bis nach Nelthorpe und den Rücken und Gipfel des Bulwane Hill beherrschen würde. Man .rvvärtet vom Aufruf der Königin, daß er 45000 Mann gedienter Soldaten den Royal-Reservebataillonen zu- sühren wird. * Telegramme des „Gietzeuer Anzeiger". Loudon, 22. Februar. „Daily Mail" fordert die Nbsendung weiterer Truppen. Das Blatt veröffentlicht eine Meldung aus Lorenzo Marquez, wonach der Auren-Kommandant Wite eine großen Sieg über die Eng- läuder davougetragen habe. Loudon, 22. Februar. Im Kriegsamt erwartet man für heute das Resultat der Schlacht zwischen der englischen Armee unter dem Befehl von Lord kstchener und General French und den Buren unter der Leitung von Cronje und Joubert. Die kngländer verfügen über etwa 50000 Mann gegenüber 30 000 Buren. Das ganze Schicksal des Feldzuges dürfte sich daher in dieser Woche zeigen. Marseille, 22. Februar. Mit jedem Dampfer, der tiach Madagaskar und Südafrika abgeht, schiffen sich^z a h l- reiche französische Freiwillige nach Trans- vaal ein. London, 22. Februar. Seit gestern mittag herrscht Jiffic unbeschreibliche Begeisterung. In allen Kreisen >it man der Meinung, daß das Ende des Krieges gekommen ist- Nach der in Schloß Windsor eingetroffenen Meldung to'ti dem Entsatz von Ladysmith haben die meisten Häuser geflaggt und heute abend soll die Stadt illuminiert iverden. London, 22. Februar. Die Morgenblätter be- spue-chen die letzten Gefechte der Armee Lord Roberts, und jimd der Ansicht, daß derselbe sich in fortwährenden Sühnpfen mit General Cronje befindet. Mehrere Blätter Halben, daß eine mehrtägige Schlacht im Gange sei, b e i der die Verluste der Engländer sehr bedeutend seien. London, 22. Februar. „Daily Mail" veröffentlicht ein Telegramm aus Kapstadt, worin berichtet wird, daß das Blatt „Cap Argus" das Vorhandensein von mindestens 250 000 Mann englischer Truppen für erforderlich hält, um Herr der Situation werden zu können. Der Korrespondent der „Daily Mail" versichert, aus bester Quelle zu wissen, daß die Afrikanderpartei mit dem allgemeinen Aufstande droht, falls die englische- Invasion im Oranje-Freistaat fortdauere. Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß der Krieg jetzt erst begonnen habe. Brüssel, 22. Februar. Alle hier eingetroffenen Nachrichten bestätigen den Rückzug der Buren aus Natal, dessen Räumung bereits vollzogen ist. Die hiesigen Burenkreise erklären jedoch, daß jetzt der Buren- Krieg erst beginne, da die Buren entschlossen sind, bis zum äußersten zu kämpfen; auch wenn die Engländer Blömfontein und Natal besetzen, werden die Kämpfe fort- dauern. Kapstadt, 22. Februar. General Cronje ist bei Paardsberg eingeschlossen. Diese Nachricht ist bis jetzt nicht bestätigt. Ebensowenig die im Schlosse von Windsor eingetroffene Nachricht, daß Ladysmith entsetzt sei, noch nicht vom Kriegsamt bestätigt worden. (Die Depesche ift bereits durch neuere, vgl. unten, überholt. D. Red.) London, 22. Februar. „Daily Mail" veröffentlicht eine Meldung aus Lorenzo Marquez, wonach der Buren-Kommandant Wite auch einen großen Sieg über die Engländer davon getragen habe. Desgleichen wird von dort unterm 21- ds. Mts. gemeldet: Delarey habe die Kolonne des General French angegriffen und geschlagen und 80 Wagen und 2800 Ochsen den Engländern abgenommen. Wien, 22. Februar. Nach hier eingelaufenen, angeblich von authentischer Seite kommenden Meldungen soll die Einschließung des General Cronje nicht gelungen fein. Die Engländer hätten vielmehr eine große Schlappe erlitten, und mehrere englische Generale, unter ihnen Kelly-Kenny, seien verwundet. General Roberts sei nur mit knapper Not der Gefangenschaft entgangen. Hessischer Landtag. Zweit»- Kammer der Larrdstände. nn. Darmstadt, 21. Februar 1900. Die Sitzung wird um einviertelzehn Uhr eröffnet. Am Ministertisch: Staatsminister Rothe, Finanzminister K ü ch l e r, Justizminister Dittmar sowie die Ministerial- Räte Braun, Ewald und B r e i b e r t. Vor Eintritt in die Tagesordnung nimmt der Justizminister Veranlassung, einen Bericht der „Frankfurter Ztg." richtig zu stellen, wonach der Abg. Ulrich gesagt haben soll, die Reden des Herrn Justizministers entsprächen nicht immer den Thatsacheu. Solche Redewendung sei ihm nicht zu Ohren gekommen, sonst hätte er hierzu nicht geschwiegen. Abg. Leun-Gießen (Land) weißt auf ben schlechten Zustand des Bahnhofs Großen- Lin den hin. Die Prä miierungssrage halte er für sehr wichtig, und die Wünsche des Abg'. Weidner seien nicht von der Hand zu weisen. Abg. Weidner kritisiert in längerer und äußerst scharfer Rede die Thätigkeit des hessischen Landwirtschaftsrates und sucht die Ausführungen des Abg. Haas- Offenbach zu widerlegen. Er bemängelt die Thätigkeit der Zuchtinspektoren und der Körkommissionen hinsichtlich der Auswahl der Zuchtrassen, und erbittet Abhilfe von der Regierung. Abg. Hei den re ich wünscht von der Regierung genaue Nachweisungen Über die Richtigkeit der Anschuldigungen, die der Abg. Weidner ins Land geschleudert habe. Er wisse aber heute schon, daß es dem Abgeordneten nicht gelingen werde, den Beweis der Wahrheit anzutreten. Unsere ganze landwirtschaftliche Organisation in Hessen habe es sicher nicht verdient, daß man dieselbe so herabsetze, wie dies von dem Redner geschehen sei. Abg. Schmitt weist es entschieden von der Hand, als habe er ober seine Partei das Ministerium Rothe stürzen wollen. Er zollt dem Staatsminister hinsichtlich seiner Loyalität und Arbeitslust die höchste Anerkennung. Die Bischofsfrage könne nicht in Betracht gezogen werden; denn hier sei eine Mißstimmung nicht zu Tage getreten, weil dieselbe von der Großh. Regierung in raschester Weise erledigt worden. Die Erklärung der nationalliberaleu Partei für den Herrn Staatsminister sei seiner Ansicht nach nicht nötig gewesen, und wenn dabei noch gesagt wurde „einen Kulturkampf wolle sie nicht, wenn sie nicht dazu gezwungen werde", so müsse er doch erklären, daß er bas Gefühl habe, baß entweder hier eine bestimmte Absicht ober ein unrichtiger Ausdruck vorliege. Er nehme bas letztere an; benn er würbe es lebhaft bebauern, wenn bie Zeit der Ausnahmegesetze wiederkehren werde. Die Männer des Ministeriums seien ihm alle sympathisch, und bezüglich des Schulministeriums habe er sich nur orientieren wollen; ein Vorwurf habe in seiner Rede nicht gelegen. — Abg. Schmitt, in seiner Rede fortfahrend, kommt nochmals auf die Bischofswahl in Mainz zurück und stellt namens seiner politischen Freunde fest, daß die ihm angedichtete Erzählung, als habe er von der Regierung Zusagen bezüglich der Bischofswahl erhalten, die gebrochen worden seien, von A bis Z jeder Grundlage entbehrte. Eine Reihe von Anerkennungen, aber auch scharfe Tadel habe er für seine Rede erhalten. Der Tadel sei erfolgt, weil er den Justizminister zu sehr gelobt habe. Er bedauert noch, daß die Wirkung seiner Rede weit über das hinausgegangen, was beabsichtigt worden sei. Die Versicherung könne er aber geben, daß alles, was er vorgebracht habe, nur im Interesse des Landes und der Kirche geschehen sei. Staatsminister Rothe betont, daß er der letzte sei, der dem Abg. Schmitt grolle; er bedauert aber, daß derselbe ihm insofern unrecht gethan habe, als er an feiner Arbeitsfreudigkeit zweifele. Bezüglich der Landwirtschaft könne er konstatieren, daß hier ein frischer Wind wehe, und daß auch bei der Universität und der Technischen Hochschule Klagen nicht laut geworden seien. Die Arbeitsüberhäufung im Ministerium sei so groß, daß an eine Beamtenvermehrung gedacht werden müsse. Dabei wolle er noch feststellen, daß im Ministerium vom 1. April 1900 an eine besondere Abteilung für Handel, Landwirtschaft und Gewerbe gebildet werde, weil dieselbe int Interesse der einzelnen wichtigen Erwerbszweige notwendig sei. Im einzelnen auf die ihm gemachten Vorwürfe nochmals einzugehen, hält er nicht für nötig, und stellt die Thätigkeit seiner Person unter das Urteil des Hauses. Anerkennend nehme er Akt von dem ihm so wertvollen Beweis des Vertrauens, und es werde ihm dies von neuem ein Sporn sein, dieses Vertrauen zu rechtfertigen. Aus den Vorfällen in dem letzten Jahre werde sich jeder seine Lehre ziehen können. Der Schulabteilung habe der Abgeordnete besonderes Lob gespendet, und er freue sich, wenigstens hier Anerkennung zu finden. Sein ganzes Bestreben werde es aber sein, das hessische Schulwesen immer noch besser auszugestalten durch Heranziehung junger Kräste, welche sich in die Arbeit teilen. Mit dem Wunsche, daß jeder dem Lande dienen, und die Interessen desselben fördern helfen möge, schloß der Staatsminister seine Rede. Nach einer kurzen Pause ergreift der Abg. Kohler- Darmstadt das Wort und stellt fest, daß es richtig sei, daß er den Standpunkt des Herrn Finanzministers bezüglich der Süddeutschen Eisenbahugesellschaft nicht teile. Man mache ihm den Vorwurf, daß er sich hierüber ausgeschwiegen habe, aber auf Grund der Geschäftsordnung sei es ihm nicht möglich gewesen, früher zu reden. Durch das Nebenbahngesetz seien die Städte vollständig in die Hände der Bahngesellschaften geliefert, ohne ein entscheidendes Wort in ihrer eigenen Sache sprechen zu dürfen. Diesen Gang auf dem Holzweg lehne er ab. Der von dem Abg. Schmitt am Freitag unternommene „Husarenritt" auf die Person des Herrn Staatsministers sei durch die Versöhnungsschalmeien des Abg. Brentano bedeutend abgeschwächt worden. Das wichtigste aber sei, daß der Abg. Schmitt selbst zugestehen müsse, zu weit gegangen zu sein, und deshalb auf einmal die Friedensharfe schlage. Das Recht, ein Vertrauens-Votum zu stellen, halte er für sich und seine Partei in vollstem Maße aufrecht,, und lasse sich dieses auch nicht bestreiten. Abg. Haas-Offenbach weist auf die großartigen Erfolge hin, welche in Hessen mit der landwirtschaftlichen Organisation erzielt worden seien. Die Silagen des Abg. Weidner würden geprüft, aber er könne heute schon sagen, daß vieles belanglos sei. Er fordert die Kammer auf, die Regierung in ihren Bestrebungen für die Hebung der Landwirtschaft zu unterstützen. Schluß der Sitzung um 1 Uhr. Donnerstag um 9 Uhr Fortsetzung der Debatte über das Finanzgesetz. Deutscher Reichstag. 151. Sitzung vom 21. Februar. 1 Uhr. Am Bundesratstische: Für st Hohenlohe und Gras Posada w s k y. Bei fast leerem Hause beginnt die Beratung des Antrages Winterer und Genossen (Els) auf Aufhebung des sogen. D ikt a tu r p a r agrap h e n indem Verfassungs- und Verwaltungs- gesetz für Elsaß-Lothringen. Abg. Winterer (Els) weist darauf hin, wie dieser ausnahme- gesetzliche Zustand noch älter sei, als das Jesuitengesetz. Seit 28 Jahren befinde sich Elsaß-Lothnngen fortdauernd unter dem kleinen Belagerungszustand. Der gegenwärtige Reichskanzler habe ja den Paragraphen etwas milder gehandhabt, aber die grundsätzliche Auslegung desselben sei unter allen Statthaltern die gleiche gewesen. Ein Ausnahmerecht, welches gestatte, harmlose Bürger auszuweisen ohne Vernehmung, sei exorbitant. Dabei sei das elsässische Volk ein friedliches, ordnungsliebendes, selbst die Ausstände daselbst seien stets ruhig verlaufen. Im Jahre 1895 habe der Reichstag den Antrag mit großer Mehrheit angenommen. Möge das auch diesmal geschehen. Abend entschädigt werden. Pr. tragenden für diesen fesselnden Vortrag. —n Der „Manchester Guardian" Flottenliga verlange den Frankreich bestellte auf den zwei Panzerkreuzer für Genua, 21. Februar. Schiffswerften von Ausaloi 60 Millionen Franks. London, 21. Februar, meldet, das Komitee der Bau von 30 neuen Kreuzern und Vermehrung der Marinemannschaften um 70000 Mann. Das Komitee stellt ferner die Forderung, die englische Regierung möge den Verkauf von Kohlen an fremde Marinen der Regierung von Neusüdwales untersagen. am Samstag voi mittags: Hnijügt große Parade at Ministeriums be! ZWeMdn 11 W: * mit Absingen v urkohlige Auffi ^eftrebe f)ält . Dremmel. Nb der Stadt. M 11 Minuten: $ korso durch die fahrt, welche i find btnitS zahl: Originelles bitter Mtäftnlrttötn it Astrales und Provinzielles. ** Von der Universität. Dem Assistenten am chemischen Laboratorium, approb. Apotheker und NahrungS- mittelchemiker Dr. Will). Eid mann ist die venia legendi für Chemie erteilt worden. Sperr Eidmann, aus Stockhausen, Kreis Lauterbach, Oberhessen, gebürtig, steht im 29. Lebensjahre. ** Lesehallenverein. Wir machen auch an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß morgen, Freitagabend, im Cafee Ebel die diesjährige -Mitgliederversammlung des Lesehallenvereins stattfindet. Eine recht zahlreiche Beteiligung ist wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung erwünscht. ** „lieber die Tellfrage und Schillers Wilhelm T e l l" sprach im gestrigen gemeinsachaftlichen Vortragsabend des kaufmännischen und des Gewerbe-Vereins Herr Geheimrat Professor Dr.O n ck e n in einem etwa zweistündigen fesselnden Vortrag im Einhornsaale zu einer aufmerksam lauschenden Zuhörerschaft. — Was die Sage über diesen Gegenstand überliefert, und ältere und neuere Geschichtsforscher darüber festgestellt, und wie ein Schiller dem allem, was eine freiheitsliebende Volksseele bewegt, treffenden poetischen Ausdruck verliehen, und an den geschichtlich festgestellten Kern angegliedert hat,, insbesondere auch der Einblick in die Geistesarbeiten der Geschichtsforscher wie in die gründlichen „Vorarbeiten" eines Schiller, welcher nie an die Formgestaltung eines größeren Werkes ging, ehe das ganze Material gleich einer flüssigen Erzmasse wohl vorbereitet war — das alles aus einem solch berufenen Munde schildern zu hören, war ein besonders belehrender Genuß. — Wie die Heldengestalt des „deutschen Michael" mit dem „d e r T e l l" in eine gewisse Parallele gestellt wurde, so hat auch dieser seine starken, wie anfechtbaren Seiten aufzuweisen; der „Wilhelm Tell" von Schiller aber wird fortleben bis in die fernsten Zeiten! — Reicher Beifall lohnte dem Herrn Vor- tL Körber, daß er, falls keine Restitution der tschechischen Sprache bei den landesfürstlichen Behörden bewilligt werde, die Obstruktion beschließen werde. Wien, 21. Februar. Der Polenklub beschloß in seiner heutigen Konferenz, dahin zu wirken, daß das Rekrutengesetz im Reichsrat auf das Rascheste erledigt wird. Budapest, 21. Februar. Das Befinden des Kaisers ist wieder vollständig befriedigend. Die Audienzen sind wieder ausgenommen. Morgen wird der Kaiser das Opernhaus besuchen. Drr Krcka gegen die Wahl Henn, beide von gericht der Stadt vorn 15. Dtzembe der «rifltzrr für d die beiden oben Ge -nlt 12 Stimmen ■ Ersatz durch das Ausland. Wien, 21. Februar. Infolge der morgen stattsindenden Eröffnung des Reichsrates hielten heute sämtliche parlamentarische Klubs Konferenzen ab. Wien, 21. Februar. Nach Meldungen tschechischer Blätter verständigte der Tschechenklub den Ministerpräsidenten Idiom und schien nicht ganz sicher in seiner Rolle rir sein, wenigstens hörte man in seiner Szene die ©ouffleuf.- etwas zu stark. Alles in allem aber war der Abend eir wirklicher Ehrenabend für den Benefiziaten. ** Saalbauverein. Der gestrige zweite Vereinsabend dieser Saison war der Kammermusik gewidmet, un > zwar war es die in Gießen bisher noch nicht bekannt Quartettvereinigung der Herren Hock, Dippel, A l l e- kokte und Appunn aus Frankfurt a. M., welch Kammermusikwerke von Beethoven, Dvorak und Haydi zum Vortrag brachte. Ter Besuch des Konzerts war nu ein mäßiger, doch ist es nach den vielen musikalischen Gc nüssen, welche in den letzten Wochen hier geboten wurden kein Wunder, wenn unser Musik liebendes Publikum ettoa? konzertmüde wird, um so mehr, als auch sonst noch genug Anforderungen geselliger Art an den Teil unseres Publi kums gestellt werden, welcher die Konzerte zu besuche» pflegt. Das Streichquartett (opus 18 Nr. 6) von Beethoven, welches das gestrige Konzert eröffnete, ist hier nicht unbekannt, da es vor einigen Jahren in einem Kammermusü- abend des Konzertvereins gespielt wurde. Ob die mäßige Besetzung der Universitätsaula auf die Künstler lähmend wirkte, oder ob sonst eine Indisposition sie an der vollen Entfaltung -ihres Könnens hinderte, soll hier nicht entschieden werden: jedenfalls vermochte die gestrige Wiedergabe des Werkes das Publikum nicht zu starken Beifallsäußerungen zu veranlassen. Gleichwohl wollen wir gern anerkennen, daß die Herren auch im Vortrag dieses Werkes sich als ein gut eingespieltes Ensemble erwiesen und das, es namentlich im ersten und letzten Satz an hervorragenden Glanzstellen nicht fehlte. Eine interessante Novität war das Trio für zwei Violinen und Viola von Dvorak, dessen Wiedergabe man um so mehr bewundern mußte, als nicht nur die hohe Künstlerschaft der Vortragenden dabei im schönsten Lichte erschien, sondern auch die prachtvolle Ton fülle, welche bei dieser an sich seltenen Zusammenstellung von Streichinstrumenten entfaltet wird, in ganz hervor ragender Weise zur Geltung kam. Den Schluß des Konzerts bildete das Quartett (opus 64 Nr. 5) in D-dur von Haydn, dessen Vortrag gleichfalls ein vorzüglicher war, und in welchem die Vorzüge des Herrn Hock als Primgeiger beson ders günstig hervortraten. Große technische Fertigkeit und seine musikalische Nüancierung sind die Hauptvorziige, die der Wiedergabe dieses interessanten Werkes in erster Linie nachzurühmen sind. So viel uns bekannt, ist im Saalbau verein noch ein zweiter Kammermusikabend mit der Quartettvereinigung der Herren Hock und Genossen geplant, und hoffen wir, daß die geehrten Künstler im nächsten Konzert durch recht zahlreichen Besuch für den gestrigen 2 ®el 5«f*' ** Theater. Als Benefiz für Herrn Walther wurde am Dienstag „Der G'wissenswurm" von Anzengruber zur Darstellung gebracht. Der Besuch der Vorstellung war leider nur ein mäßiger, trotzdem sich Herr Walther in Gießen allgemeiner Beliebtheit erfreut. Vielleicht lag der geringe Besuch daran, daß gleichzeitig verschiedene Festlichkeiten in der Stadt stattfanden, vielleicht hat sich auch mancher Hurch die Dialekt- und Bauernkomödiö abschrecken lassen. Sehr mit Unrecht, denn „Der G'wissens- wurm" ist, wenn er auch verhältnismäßig seltener zur Aufführung gelangt als die anderen Anzengruberschen Bauernkomödien, doch eine prächtige, litterarisch hochbedeutende Arbeit. Die Gestalten des Stückes sind durchweg echt aus dem Leben gegriffen, mit einem gesunden Humor gezeichnet, und frei von jeder falschen Sentimentalität, naturwahr, wie eben nur ein Anzengruber, der sein Volk durch und durch kannte, und in ihm lebte, sie schaffen konnte. Freilich machen sich bei allen Dialekb- aufführungen, wenn sie nicht gerade von den Schlierseeroder Tegernseer-Bauern selbst aufgeführt werden, allerlei Dialektfehler seitens der Darsteller bemerkbar, im großen und ganzen aber war die Aufführung am Dienstag eine sehr wohl gelungene, und die Besucher des Theaters werden sowohl an dem Stück wie an der Darstellung Gefallen gefunden haben. Vor allem bot der Benefiziant eine prächtige Leistung. Wir hatten schon oft Gelegenheit, das große schauspielerische Talent des Herrn Walther in der Darstellung von Bauerntypen zu bewundern, fein „Dusterer" aber ist in der That eine hervorragende, in jeder Beziehung mustergiltige Leistung, die dem Künstler an jeder größeren Bühne einen durchschlagenden Erfolg sichern wird. Durchaus dialektsicher, in jeder Miene, jeder Bewegung echt, stellte Herr Walther den Dusterer dar in seiner bäurisch, listigen Verschlagenheit, wie er den reichen Grillhofer durch die Schilderung der ewigen Höllenqualen zu verleiten sucht, sein Gut den Armen, das heißt ihm zu verschreiben, und durch diese Büßfertigkeit der Verdammnis zu entgehen. Bis in die geringsten Details war die Leistung durchgearbeitet, z. B. das Spiel mit der Tabakspfeife, an welcher dem Dusterer die Lust verging, sobald die Situation bedenklich wurde, um desto eifriger weiter zu paffen, wenn er den Erfolg feiner Beredsamkeit sah — „beispielmäßig" . Auch die übrigen Darsteller thaten ihr bestes, dem Eene- fiziaten, und dem von ihm gewählten Stück Ehre zu machen. Herr R o l a n spielte den Grillhofer und war das Zu- fammenfpiel mit dem Dusterer ein wohlgelungenes. Eine brillante Leistung bot ferner Frl. Eichenw a l d als Hor- lacher Lies. Ihr Spiel war frisch, natürlich und dialekt- sicher, so daß sie die Sympathien des Prcblrkums sofort auf ihrer Seite hatte. Herr Henry als Großknecht Wastl sah brillant aus und spielte, wenn auch fein Dialekt nicht immer einwandsfrei war, den Bauersjungen, als wäre er in den Bergen groß geworden. Die übrigen Darsteller waren gut am Platze. Hervorzuheben sind Frau Kruse als Ros'l;1 Herr Wilhelmi iäls Polderer Bauer mit feinen zwei Jungen (Kirchhof und Eckertz) erregten viel Heiterkeit. Frl. Zimmermann beherrschte den Dialekt zwar sehr mangelhaft, spielte aber sonst gut. Herr Paren als Lehud'l sprach ein zum Teil nicht verständliches eigenes irr gS8 dk Schuhinch 2- Fabrikant j «• Spenglern ’• Friseur ®u « Umneisti ® Restaurateu Kaufmann q efineibetmi ,'Ss - rw L rSM«« 5 t ®i • jtyejfer P ft SfenMer «■ tiS® @le6en, j. ** Bürgergesellschaft. Arn vergangenen Sonntagabend fand in den Räumen von Steins Saalbau die diesjährige karnevalistische Abendunterhaltung der hiesigen Bürgergesellschaft unter ungemein zahlreicher Teilnahme der Mitglieder und vieler Gäste statt. Das Programm setzte sich aus Chorgesängen, vokalen Solovorträgen, einem humoristischen Operetten-Einakter und Instrumentalmusik zusammen. Die Chorgesänge wurden unter der gewandten und verständigen Leitung des Dirigenten, Herrn Lehrer Mulch, sehr exakt und vokal wie textlich mit bewundernswerter Sauberkeit vorgetragen. Nicht ein einziges Mal trat, wie sonst bei dergleichen größeren Aufführungen zu passieren Pflegt, eine Entgleisung ein, fein Vorschlag allzu eifriger und fein Nachklappen säumiger Sänger war zu hören; der Taktstock wurde in jeder Hinsicht musterhaft gehandhabt. Auch die Sologesänge gelangen dem Tenor- Solisten des Vereins, Herrn Martin Dörr, ganz trefflich und wir dürfen dem Verein zu dieser gesanglichen Kraft unseren Glückwunsch nicht versagen. Ein ganz allerliebstes Terzett führten die Herren Roth, Brückner und Arnold auf, das gesanglich wie darstellerisch großen Beifall fand. Nach Erledigung des musikalischen Teiles entwickelte sich im Nebensaale ein äußerst geschmackvoll und geschickt arran gierter „Gießener Jahrmarkt", der bald an Originalität und drolligen Lokalsituationen nichts zu wünschen übrig ließ. Den Schluß bildete ein fröhliches und langandauern des Tanzvergnügen. ** Dem Marine Verein ging auf die am Samstag an Se. Kgl. Hoheit den Prinzen Heinrich von Preußen gerichtete Begrüßungsdepesche folgende Antwort zu: An den Vorstand des Marine-Vereins, Gießen. Kiel, 16 Februar 1900. Seine Königliche Hoheit Prinz Heinrich von Preußen lasten den Marine-Verein Gießen für die telegraphische Begrüßung vielmals danken Aus Höchsten Befehl Freiherr von Seckendorff. Hofmarschall. ** Reicher Kindersegen. Man schreibt uns unterm 18. d. Mts. aus Gießen: Heute wurde dem Schausteller I. W. von hier das 20. Kind (ein Mädchen) geboren. — Lollar, 21. Februar. Hier wurde diese Wocht während der Nachtzeit in zwei Wirtschaften ein gebrochen. Der oder die Diebe schnitten die Fenster aus und stiegen ein. Einige Kistchen Zigarren und ein Fahrrad fielen ihnen zuw Opfer. Das ist in den letzen Jahren das siebente Mal. daß hier und besonders in Wirtschaften Einbrüche verüb! werden. Wann wird einmal die nötige Sühne eintreten 7 A Von der Lahu, 21. Februar. Nachdem vor mehi denn Jahresfrist eine Anzahl der an der Straße Ruttershausen—Wißmar stehender junger Ob st bäume von ruch loser Hand abgebrochen worden war, wiederholte ftd dieser Frevel wieder an einem Abend dieser Woche. Biei schöne Bäumchen wurden geknickt. Hoffentlich werden btt gemütsrohen Attentäter entdeckt. Eine exemplarische ©traft dürfte ihnen sicher sein. (§) Elpenrod, 21. Februar. Von anderen Gegender ist schon verschiedentlich über die Erhöhung der Holj' preise in diesem Jahre berichtet worden. Auch die hier und in der Nachbargemeinde Hainbach aus den Waldungen der Oberförsterei Hainbach abgehaltenen Holzversteigerun^ bestätigen die anderenorts gemachten Erfahrungen. S» stark hatte man aber doch nicht die Preiserhöhung gehauer, wie sie thatsächlich die Versteigerungen brachten. Dtest Preisunterschiede gegen das Vorjahr gehen am besten aus einem Vergleich hervor: Es kosteten jetzt 4 Raummeter Buchenscheit 30-32 Mk. gegen 20-24 Mk. im Vonahrc. Reichskanzler Fürst Hohenlohe bemerkt, der Herr Vorredner habe die Wünsche des Landes dargelegt, er, Redner, könne dem nur wenig praktischen Wert beilegen, weil er nicht in der Lage sei, die Erfüllung dieser Wünsche in Aussicht zu stellen. Er selbst habe neun Jahre dort gelebt, und müsse sagen, daß man sich damals nur wenig um den betreffenden Paragraphen bekümmert habe. Wenn neuerdings mehr von demselben die Rede sei, so könne er der dortigen Minderheit nicht den Vorwurf ersparen, daß sie damit, mit solchen Agitationen, Mißstimmung erregen wolle. Die Bevölkerung sei zumeist deutsch gesinnt, aber eine Minderheit hege doch antideutsche Gesinnungen. Das zeige sich jetzt wieder bei der Errichtung einer katholisch-theologischen Fakultät in Straßburg. Was die außerordentlichen Gewalten auf Grund dieses Paragraphen betreffe, so erklärten sie sich durch die außerordentlichen Umstände Die Beziehungen Deutschlands seien zu der französischen Regierung die denkbar besten, aber Angesichts der Thatsache, daß unsere Nachbarn an der Grenze leicht erregbar seien, sei eine Gewähr für die Dauer bi-fer Gesinnung nicht gegeben. Wir haben Elsaß-Lothringen nicht erlangt, schließt Redner durch eine Volksabstimmung, sondern durch Waffengewalt. Wir wollen Elsaß-Lothringen nicht aufgeben, sondern wollen es in dauerndem Besitz behalten. Abg Riff (frs. Vg.) bedauert lebhaft die Erklärung des Reichskanzlers. Die große Mehrheit der Bevölkerung von Elsaß-Lothringen sei patriotisch und habe schwer zu leiden unter der Anwendung des Diktaturparagraphen Die Reichsregierung unterschätze das Gefühl der Demütigung, welches angesichts der Diktatur in den Elsaß-Lothringern Platz greife. Dieselben wollten nicht deutsche Staatsbürger zweiter Klaffe, minderen Rechts, sein Abg Hauß (Els.) meint, gegen unzulässige Agitation vom Auslande habe die Regierung ja schon im Preßgesetz und im Vereinsrecht Waffen genug, daher sei dieser Paragraph wohl zu entbehren. Abg Prinz Hohenlohe (b. k. F ) bemerkt, es sei wahr, daß im allgemeinen die Bevölkerung in Elsaß-Lothringen ruhig, friedlich und deutschgesinnt sei. Aber nicht die ganze Bevölkerung sei so. Ein Teil der Presse, und zwar gerade derjenige, der von katholischen Geistlichen geleitet werde, suche die bestehende Kluft noch zu erweitern. Und bei diesen habe sich die Bevölkerung zu bedanken, wenn der Diktaturparagraph immer noch nicht aufgehoben werden könne Abg Hoeffel (Rp.) führt aus, der Diktaturparagraph schädige Elsaß-Lothringen politisch und wirtschaftspolitisch. Im Interesse des ganzen deutschen Vaterlandes liege es, endlich den Ausnahmerechtszustand aufzuheben. Abg Groeber (Zentr.) plaidiert gleichfalls für den Antrag. Was die Frage der Errichtung einer katholisch-theologischen Fakultät in Straßburg mit dieser Frage zu thun habe, sei unerfindlich Dies sei doch eine innere Frage der katholischen Kirche. Kein einziger stichhaltiger Grund sei für die Aufrechterhaltung des Diktaturparagraphen geltend gemacht worden Abg Singer (Soz.) ist ebenfalls für den Antrag und findet es etwas verwunderlich, wi: ein Mitglied der so ganz „internationalen" Familie Hohenlohe in den Verhältnissen Elsaß Lothringens, in dortigen internattonalen Bestrebungen und in Preßstimmen dortiger Blätter einen Grund erblicke für Aufrechterhaltung der Diktatur daselbst. Abg Büsing (nl.) ist peinlich berührt von den vor 5 Jahren abgegebenen Erklärungen des Reichskanzlers und den heutigen. Damals habe Fürst Hohenlohe ausdrücklich erklärt, der Paragraph richte sich nicht gegen die Bevölkerung, heute habe er gesagt, der Paragraph sei nötig wegen einer Minderheit im Lande Gr, Redner, könne nicht glauben, daß die Verhältnisse in Elsaß-Lothringen sich seit 5 Jahren so verschlechtert haben sollten, wie das hiernach der Fall sein müffe Wenn der Reichskanzler sage, der § werde überhaupt kaum angewendet, so wolle er, Redner, sagen, daß er eben dann überflüssig sei. Der Schaden, der aus der Beibehaltung entfiebe, sei unendlich viel größer, als der Nachteil, der aus der Aufhebung des § entstehen könnte. Geh. Rat Halley bittet um Ablehnung des Antrages, desgleichen Abg. Arendt Rp.) im Namen des größten Teiles seiner Freunde. Abg. Werner (Antis.) empfiehlt den Antrag zur Annahme, desgleichen Abg. Rickert (frs. Bg). Abg. Vonderscheer (Els.) hält dem Abg. Prinzen Hohenlohe vor, daß er in seiner Kandidaturrede bei den Wahlen sich für Aufhebung des S ausgesprochen habe. Derselbe habe sich damit in Widerspruch zu seinem Wahlkreise und zu dem ganzen Lande Elsaß-Lothringen gesetzt. Freilich sei derselbe ja auch Bezirkspräsident. (Präsident von Frege erinnert den Redner daran, daß es nicht Gebrauch sei, die Berufsstellung eines Abgeordneten in die Debatte zu ziehen). Nach weiterer kurzer Debatte wird der Antrag mit sehr großer Mehrheit angenommen. Morgen 1 Uhr: MUitäretat. Schluß 6 Uhr. Deutsches Reich. Berlin, 21. Februar. Der Kaiser hörte heute vormittag im Jagdschloß Hubertusstock den Vortrag des Chefs des Zivilkabinets von Lucanus. — Nach einem Londoner Telegramm der „Voss. Ztg." erfährt die „Trnth", die Königin Viktoria reife am 7. bber 8. März über die St. Gotthard-Tunnelroute nach Bordighera; der Kaiser und Prinz Heinrich würden wahr- scheinttch die Königin auf dem Babuhof in Straßburg begrüßen. Auf der Rückreise würde die Königin wahrscheinlich dem Darmstädter Hof einen kurzen Besuch abstatten. Wenn diese Absicht ausgeführt werde, würden das Kaiser- paar mit dem Kronprinzen und der Herzog und die Herzogin von Coburg der Königin in Darmstadt begegnen. — Der Vater des Oberpräfidenten der Provinz Brandenburg. Landrat a. D. Felix v. Bethmann-Holl- w e g, Mitglied des Herrenhauses, ist heute auf Hohenfinow, im Kreise Oberbarnim im Alter von 75 Jajhren gestorben. — Das Befinden des Abg. Lieber war am heutigen Vormittag andauernd gut. Auch die vergangene Nacht hatte der Kranke in ruhigem Schlafe verbracht. — In der Budgetkommission des Reichstages wird am Donnerstag die Beratung des Marineetats beginnen. Die Beratung der Flottenvorlage wird, wie jetzt offiziell feststeht, erst nach völliger Durchberatung des Etats in Angriff genommen werden. — Der Marine-Attachee bei der hiesigen russischen Botschaft, Korvettenkapitän Paulis, überbrachte heute im Auftrage des Kaisers von Rußland dem Staatssekretär des ReichsMarineamts, Vizeadmiral Tirpitz, den Weißen Adlerorden. — Der nationalliberale Abgeordnete Dr. Kruse, welcher den l-annoverschen Wahlkreis Aurich vertritt, wurde heute vormittag im Reichstagsgebäude von einem Schlagansall betroffen. In einem der Kommissionszimmer wurde em provisorisches Krankenlager für ihn her- gerichtet. Nach der „Natztg." ist der Zustand sehr bedenklich. -fes tncng% Jb tret s&ä Sn«*; i?.Ss «SS Ad AM!", Nach btn W mchuMMli., iWtzWMM a' |ein. M bem Markus Bauer Unterkleider .Wäsche Kirchenplatz No. 11. r°- Gr°J±L • statt Lager m eleganter F Herren-Garderobe. Anfertigung nach Mass in eigener Werkstätte, Erwachsene: vom Zusammen: 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: (1) Unbekannte Krankheit 1 1391 mit 239 KallsniiimWe Fachschule an im An der Weinstube in Empfang nehmen. HO 2 3 2 239 239 236 238 238 289 239 239 239 239 239 12 13 12 13 13 12 12 13 13 13 13 12 2 3 (1) 2 Stadt Abends 7 Uhr 11 Min. folgt dann in der Stadthalle der beliebte erste große Maskenball mit zwei Ballorchestern. Dienstag, 27. Februar, morgens: Generalmarsch der Garden, Paroleausgabe an dieselben auf dem Schillerplatz, Umzug der Prinzen-- und Ranzengarde. Großes Maskentreiben in der Stadt und in den Hotels. Abends 7 Uhr 11 Min. in der Narrhalla (Stadthalle) zweiter großer Maskenball mit zwei Ballorchestern. Mittwochs feierlicher Einzug des allgemeinen Katzenjammers. — Wir können allen, welche sich einmal recht vergnügte, heitere Stunden bereiten wollen, den Besuch während der Fastnachtstage in Mainz, und besonders der großen Maskenbälle, nur wärmstens empfehlen. Alle Arten Manufaktur- u. Weisswaren, mit M n u e H ff Herren- Wäsche, Kragen, Hemden, Vorhemden, Manschetten, Kragenschoner, Hosenträger Kravatten-Nadeln, Unterkleider, Sweaters. Stimmen n n n H ff ff ff ff ff "1403 Stimmen ff ft rr ft zweiten Unterrichts Kursus Schreiben auf der Schreibmaschine abzuhaltm gedenken. Anmeldungen zur Teilnahme werden vom 22.-27. Februar, abends Als Beisitzer sind nun als gewählt anzusehen: A. Für die Arbeitgeber. Schuhmachermeister Karl Berg Fabrikant Louis Emmelius Spenglermeister C. A. Faber Friseur Gustav Gerhardt Als Wahlkommissär wird Herr C. W. Nowack fungieren. Gießen, den 22. Februar 1900. Großherzogliche Handelskammer. Koch. Arokstr Mr»»«,«. Depeschen deS Bureau .Herold'. Dr. Miquel. Berlin, 22. Februar. Der Finanzminister Dr. Miquel ist gestern plötzlich von neuem erkrankt; aus diesem Grunde ist die erste Beratung des Gesetzes über die Warenhaus Steuer bis zur nächsten Woche verschoben worden. Emil Horst, Hießen, Zementwareu- und Kuuftsteiu-Fabrik. 1342 Gebhardt. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß wir vorn 28. c. einen 1390 Es starben an: . Altersschwäche Krebs Lungenschwindsucht Herzleiden von 8—9 Uhr in der Schule — Nordanlage 15 — entgegengenommen. Dir Schülkounnilßlm der Ksufmauuischeu Fachschule. i. 2. 8. 4. Bekanntmachung. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen hat der Beschwerde, welche gegen die Wahl des Ofensetzers Karl Busch und des Tapezier« Jacob Henn, beide von hier, als Beisitzer der Arbeitgeber für das Gewerbegericht der Stadt Gießen, eingelegt war, durch rechtskräftige Entscheidung Dom 15. Dezember v. Js. stattgegeben. Die Kommission für die Wahl der Beisitzer für das Gewerbegericht hatte in ihrer heutigen Sitzung für die beiden oben Genannten au« der Zahl der bei der am 21. Oktober 1899 mU 12 Stimmen gewählten und als Arbeitgeber zu betrachtenden Personen Ersatz durch das Los zu bestimmen. Das Los entfiel auf: Schuhmachcrmeister Karl Berg und Kaufmann Eduard Krumm dahier. Gießen, den 17. Februar 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Arbeiterbewegung. Berlin, 21. Februar. In dem Massenstreik der Tischler sind heute noch gegen 5500 Mann ausständisch, nachdem im Laufe des gestrigen Tages einige größere Arbeitgeber eine Verständigung mit ihren Arbeitern herbeiführten und diese zur Wiederaufnahme der Arbeit veranlaßten. Berlin, 21. Februar. Eine große Gewerkschaft tn ^eplitz entsandte, nach einem Telegramm der „Voss. Ztg." aus Wien, einen Beamten zur Aufnahme von 600 Bergarbeitern nach Krain und Kroatien. — Nach dem „Berl. Tgbl." ist das Einigungsverfahren in Halle gescheitert und in Zwickau der Streik zurückgegangen Mährisch-Ostran, 21. Februar. Die Zahl der Ausfiändischen betagt nahezu 25 000. Die Arbeiterführer erklären, daß, bevor die Gewerke nicht in irgend einer Form Entgegenkommen bezüglich der Herabsetzung der Arbeitszeit zeigen würden, die Wiederaufnahme der Arbeit gänzlich ausgeschlossen sei. Telegramme des »Gießener Anzeiger". fSv Berlin, 22. Februar. Aus dem Streikgebiet wird gemeldet: Im Zeitz er Revier sind auf den Wilhelmsschächten alle Arbeiter bis auf wenige Mann ausständisch. Von den übrigen Gruben liegen keine Nachrichten vor, doch wird ein allgemeiner Anschluß an den Streik erwartet. — In Zwickau wurde in der gestrigen Nachmittags-Besprechung des Streik-Komitees mit dem Vorstande der Knappschafts-Kassen beschlossen, die Forderungen zu ermäßigen. Der Lohn soll nur im allgemeinen erhöht und ebenso die Schichtzeit beschränkt werden Heute finden neue Verhandlungen statt. Im Halle'schen Revier gewährte ein Werk eine Lohnerhöhung von 20 Pfg. unter 2,50 Mk. Lohn, von 15 Pfg. über 2,50 Mk. Lohn und von 10 Pfg. über 3 Mk. Lohn. Gerichtssaal. Marburg, 21. Februar. Die Revolveraffaire am Neujahrsmorgen, welche den Tod eines braven Familienvaters, des Kutschers Mühl zur Folge hatte, beschäftigte heute in umfangreicher Verhandlung die Strafkammer des hiesigen Landgerichts. Die Anklage gegen den Diamantschleiser und Kaufmann Houy aus Hanau lautete auf Körperverletzung und Raufhandel. Vorgeladen waren 17 Zeugen und zwei ärztliche Sachverständige. Der Zuhörerraum war besonders von Studenten, mit denen der Angeklagte verkehrt, dicht besetzt. Houy hat trotz seiner 28 Jahre schon eine recht interessante Vergangenheit, u. a. hat er 8 Jahre in Australien gelebt, wo er sich auch verheiratete. Die Zeugenaussagen über den zur Verhandlung stehender: Fall widersprachen sich sehr. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis. Unterröcke für Damen, Tischdecken, Bett- Übernahme voUständ. Ausstattungen. 5. Bäckermeister Friedrich Henning« 6 Restaurateur Jean Kirch 7. Kaufmann Eduard Krumm 8. Schneidermeister Heinrich Leib 9. Schreinermeister E. H. Müller 10. Metzgermeister Ludwig Pirr 11. Schloffermeister Karl Stohr 12. Maurermeister Heinrich Winn B. Für die Arbeitnehmer: 1. Glaser Heinrich Baum 2. Drechsler August Bock 3. Spengler Georg Dahnler 4. Schriftsitzer Adolf Hensel 5. Brauer Gustav Holtberg 6. Tapezier Paul Kretz'g 7. Eisendreher Gustav Krüger 8. Maurer Wilhelm Laucht von Gleiberg 9. Schreiner Heinrich Männche 10. Schneider Christian Petersen 11. Cigarrenmacher Johannes Rudolph von Wieseck 12. Lackierer Johann Schäfer von Steinberg Bekanntmachung, betreffend: Die Ergänzungswahl der Grohh. Handelskammer zu Gießen. Da Herr C. Klingspor am 8. Februar 1900 seinen Austritt als Mitglied der Handelskammer angezeigt hat, so ist zur Ergänzung der Mitgliederzahl der Handelskammer die Ersatzwahl eines Mitgliedes erforderlich. Wahlberechtigt sind hierbei diejenigen Kaufleute und Gesellschaften, welche als Inhaber einer Firma in dem für den Bezirk der hiesigen Handelskammer geführten Handelsregister eingetragen stehen, in der Stadt Gießen ihren Sitz haben und einer der vier ersten Gewerbesteuerklassen angehören. Die Liste der Wahlberechtigten liegt zehn Tage lang, und zwar vom 23. Februar bis 5. März 1900, auf dem Büreau der Firma A. Heichelheim von 9 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 6 Uhr nachmittags zur Einsicht offen. Einwendungen gegen den Inhalt der Liste, welche nur innerhalb der erwähnten zehntägigen Frist zulässig sind, müssen bei der Handelskammer vorgebracht werden. Nur diejenigen sind zur Teilnahme an der Wahl berechtigt, welche in die festgestellte Liste ausgenommen sind. Termin zur Wahl ist bestimmt aus Donnerstag den 8. März t. nachmittags von 2-6 Ahr. Gefellfchastsverem. Die maskierten Besucher des Fastnachts-Balles können die Beheimkarteu Samstag den 24. l. Mts., nachmittag» zwischen 2 und 4 Uhr, Sonntag den 25. l. Mts., vormittag« zwischen 11 und 1 Uhr Dachfalzziegel in vorzüglicher Ware, liefert billigst 4 Meter Stammprügel 28-30 Mk gegen 15-18; TO vorjährig, Oberholzreiser das Meter 1.50Mk. gegen 60 6t« 70 Pfg., 2 Meter 8 Mk. bi« 8,50 Mk. gegen 5 Mk, Tannen Oberholzprügel 2 Meter 8 Mk und hoher gegen 5 Mk. früher. Diese Erhöhung der Holzpr^se muß zurück geführt werden auf die hohen Kohlenpretse. Dadurch werden b\l Holzhändler herzugezogen, welche die Pretse tn dte Hohe frtlirf, 20. Februar. Am Montag wurden wir hier von Hoch wasser überrascht; die aus dem Vogels- 6euHommenb? Alteseld brachte Plötzlich so enorme Wasser- mcnaen, daß die oberste Böschung deS regulierten Fluß- ,,ttes al«bald erreicht wurde, während die von der ent- acaenaesetzten (nordwestlichen) Seite in unser Thal dringende Lauterbach sehr rasch den Wiesenplan rechts der Bahnhofstraße (wo das Bonifaciuskrankenhaus steht) in einen großen Sce verwandelte. Auf der kurzen Strecke zwischen den beiden über die Lauterbach führenden Brücken der Bahnltme Salzschlirf-Schlitz stürzte ein Teil der hohen Dammböschung ein doch wurde der Schaden alsbald wieder besetttgt. — c>n unserem Badeort sind die Vorarbeiten für die kommende Kursaison bereits stark im Gange, überall sind die Handwerker in voller Thätigkert. Nach den vorliegenden Anmeldungen scheint das Bad in diesem Jahre einem gesteigerten Besuch entgegenzugehen, wie dies nach den außerordentlichen Heilerfolgen nicht anders zu erwarten ist. — Wie wir hören, beteiligt sich die Aktiengesellschaft Bad Salzschlirf an der in Kürze stattfindenden balneolog- i scheu Ausstellung in Frankfurt a. M. Mainz, 21. Februar. Mainzer Karn ev al-Verein. Nach den bisher getroffenen Vorbereitungen für die Fastnachtsfestlichkeiten, dürften die drei Fastnachtstage ihren Vorgängerinnen an Originalität und Humor bedeutend über sein. Nach dem offiziellen Fastnachtsprogramm sind, außer dem herkömmlichen Rekruteneinzug und großem Fackelzug am Samstag, vorgesehen: Sonntag den 25. Februar, vormittags : Umzüge der Garden durch die Straßen der Stadt, große Parade auf den Lagerplätzen, Besuch des närrischen Ministeriums bei den Garden, Empfang der auswärtigen Schützenbrüder an den Bahnhöfen und Schiffen und Zug derselben durch die Stadt. Nachmittags 2 Uhr bis abends 11 Uhr: großes Volksfest in der Narrhalla (Stadthalle) mit Absingen von Chorliedern, Theater VarivteS und sonstige urkohlige Aufführungen, „Schützefest uff'm Blocksberg", die Festrede hält hierbei der preisgekrönte Schützenkönig Jean Dremmel. Abends zwangloses großes Maskentreiben in der Stadt. Montag den 26. Februar, vormittags 11 Uhr 11 Minuten: große kostümierte Kappenfahrt und Blumenkorso durch die Hauptstraßen der Stadt. Zu der Kappenfahrt, welche in diesem Jahre an Stelle des Zuges tritt, sind bereits zahlreiche Gruppen und Wagen, die hervorragend Originelles bieten, angemeldet, dem Zuge folgt dann großes Maskentreiben in den Straßen und Restaurationen der Äfex . der M- K°ten. UM C te"Ctfä * ete k TMob «Amte * ourbe K t l- ^ler nicht t ,l ,ou starken Beikb' ,?rortra9 di-sks 2?-Miesen unbf A.°n hervorraqer! ^"°nte NovA °la von Tvoral, to Wwgeitben i*, J d'- pr-chM-, " " Nie . 011 ^chlllg ,ln &biir von Hay! Wer mar, uub ^vPrimgerM bfh- fische Fertigkeit rx rie hau-tvorzucu Werte- in erstem tmt, ist im fok rmujikabend mit: k und Genossen g^- . Wnstler im such für den gchp fr/ Im üerpmyntn Sonn- m Ste taalboM bii lteMungderM' jühireicher %til* ‘ TarProgramms! Solovorträgen, r- nb Instruments, i ! unter der getofl'.- geriten, Herrn ich Mch mit benjunbme titfr em einziges Wc tttn Sufsührungen ji i, kein Porschtag al^ liger Sänger mar i. r Hinsicht mstech gelangen dem Ire:: Dörr, ganz :ser gesanglicher k:.' Gin ganz aller - cückner und Awck- ßen Beisall fanti. & es entwickelte sich" ll und geschickt am : halb an M zu wünschen r ches und langMLN ms die om MM ch von Preußen M Antwort ju: »6, , .. .uw _ fdrtibt uns vQTbt dein Scho: ' Mdchrn) •4 fff* a **@ltÖ b-°d w(rM ®"e S ’ L, !mn0eB ggi w/ °hr S- , 4 *5 Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Giehen. 6. Woche vom 11. Februar bis 17. Februar 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 16,776/go, nach Abzug der Ortsfremden 14,67°/«. Kinder (auch m ÜmUudi gestt UtcH-®Wark«) sowie alle andern Bücher Udert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an yl HL Q, Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VH» Verdingung. Die zur Herstellung eine« rd. 250 m langen und 10 m breiten Weges auf dem vorderen Tell des Trieb erforderlichen Erd- und Maurer- bezw. Pflasterarbeiten sollen Samstag, 3. März d. I., vormittags W/, Uhr, öffentlich verdungen roetben. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 7 zur Einsichtnahme offen. Angebote auf Vordruck find bis zum genannten Termin einzureichen. Gießen, 21. Februar 1900. Das Stadtbauamt. Schmandt. 1314 Summa: 9 (1) 9 (1) — Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Hottradienft der israelitischen Keligiou«tzr^8^hsfi. Sabbathfeier am 24. Februar 1900. Freitag abend 53-’ Uhr, Samstag vormittag 8°° Uhr Predigt, nachmittags 8 Uhr, Sabbathausgang 6«> Uhr. Wochengottestüenst morgens 7 Uhr, abends 580 Uhr. ; Meyers Konvet sdhons - Lexikon lirliimiitnuiri)iiiii|iii Leihgestern, den 21. Februar 1900. 1391 zu vermieten. Tiefenweg 10. Bahnhofstraße 27, C. F. Hackenberg Nachf. Lindenplatz 12, Streng reell I J&ler lesen! Bahnhofstrasse 27. Lindenplatz 12. Bleichstratze 12. 1380 MVWWß ■■ Per schiedckes ?«n uerkmifeu MMxiuW (Osten e Siesten 62 65 Jung. Mann sucht zum 1. März eins möbl. Zimmer mit bürge, l. Soft. Am liebst, bei e. Metzger. Offerten mit Preisangabe unter P. K. 0664 an bk Expedition. 0665) Werkftütte mit Aeueranlage, auch als Lagerraum benutzbar, ist ander« weit zu vermieten bei JnftuS Kreiling Erben, Aus b. Bach 4. 27 „ 29 „ 30 „ 28 „ 26st- , Warnung. Warne hiermit j?dermann, meinem Manne Georg Panz, Dachdecker, etwas zu borgen, da ich für nichts hafte. 0668 Lina Panz. Kchfmlmgchcht. 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In diffn D teilrgtk Grundeigi /ordern zu ihrer re»en der »ntvese °«ch für die nich, Kommen güt iu !• durchs, des Fläo 2. die Vollz. in 7 ? ia 3- die G^ß Hörde die ct .pennen, «urbbrrg, ■___ e kfl an * R Bahre DE