Mt. 300 Zweites Blatt. Samstag de« 22. Dezember Heneral-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen. beingiLge folgten. Die Spitze des Leichenzuges bildeten $ zM * a 53 7 Alle Anzcigen-DcrmittlungSstellm M In« und AuSlaub»S nehmm Anzügen für den Gießener Anzeiger tntgtf», Zeilenpreis: lokal 10 Pfg., auswärts 20 Pfg. IMMm, Expedition und FH.t-ratze Nr. 7. Sl»n>we von Anzeigen zu der nachmittag- für de« «tMweef erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 UH-. Aßbofiellungm fpStevenS abend- vorher. #** GrattsbeUaze«: Gießener FamUienblätter, Der hefßfthe Landwirt, Klätter Mr heMsche UolKsKun-e. Ldrefle für Depefchm: Zugiger chis-s», Fernsprecher Nr. 61. 15V. Jahrgang LDGL Die Bure«. Viir erhielten heute früh folgendes Telegramm: Kapstadt, 20. Dezember. I« zwölf Bezirken der Kap- foliMin ist Standrecht proklamiert worden. Die Regierung bet-t ÄipHolonie hat Einzelheiten für das Vordringen der Buren vemUillttlicht. Dieselben haben Enterstadt besetzt und 2(HI Ra nn gefangen genommen. Als englische Verstärkung anneijta, mußten die Buren die Stadt räumen und zogen sich naich L »h wein für 1 zurück, wo die Engländer bereits an- gcbtoiman waren. Die Buren fiud in ihrem Vordringen dadurch ftaiclWndert, daß an allen festen Plätzen englische Garnison tiewl Der Orangefluß ist aus seinen Ufern getreten. Das jraoiitt Buren-Kommando, das in die Kapkolonie einGdiMlgen ist, hat die Eisenbahnlinie zerstört bei der Btion Houtcraal. W Standerton wird vom 19. Dezember gemeldet: v S^ent haben gestern ein Landgut im hiesigen Bezirk ßtMnbitrt und 200 Stück Bieh dabei erbeutet. Es ver- laituiu, ttfn starkes Buren-Kommando lagere bei RobertS- d >''>!> via einer Entfernung von 24 Kilometer. Ein kleiner TiliHk Buren wurde gestern bei einer andern Farm 24 ÄiÄuuMtt nördlich gesehen; zwei Granatschiffe verscheuchten sie- D^ie Familien von Buren, die sich ergeben haben, find amSttinem Umkreise von wenigen Meilen in die Stadt ge- br^illvorden. ^»•lößspreU vrerteliährl. Mk. 2,88 monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn; durch die Abholrstecke» vierteljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vicrteljählt. mit Bestellgeld. Deutsches Reich. Berlin, 20. Dezember. Heute hörte der Kaiser die Dorträge des Kriegsministers v. Goßler und des Chefs des Militärkabinets v. Hahnke, — Der Kaiser sandte an die Gattin des verstorbenen Vorsitzenden des ProvinzialauSschufieS der Nheinprovinz, Landrat a. D. Janssen aus Neu-GatterSleben folgendes Telegramm: deutsche Konsul, der Militärgouverneur, der deutsche MÄSr-AttachS, der dritte Offizier der „Gneisenau" und den hasrnkommandant. Die schiffbrüchigen Seeleute bildeten Skullte in den Straßen, auf dem Friedhof die Mannschaften den liglischen und spanischen Kriegsschiffe die Ehrenkolonne. Eiwl ungeheuer große, schweigsame Menge sah der Beerdung des tapferen deutschen Seemanns zu. Als die Ec-d.ldröhnend auf den Sarg fiel, weinten viele. Dann srfreien Ehrensalven. Die Zahl der Toten der „Gneisenau" ist endgiltig «uiij <1 festgestellt. -Der Madrider AthenäumS-Klub hat eine Subskription erttMt für die Hinterbliebenen der spanischen Seeleute, die bcii Rettung der deutschen Seeleute umkamen. * » * Telegramm des Gießener Anzeiger-. Madrid, 21. Dezember. Bei Malaga ist die Leiche dess Schiffsjungen Becker aufgefischt worden. Sie zeigte sch!iMc Verletzungen am Kopfe. Die Fischer sagen, andere Lerch!» würden durch die Strömung der Meerenge zu- -edlniiben. ioi • mo. >«ft ist. sind mit 200 oähr.j In einer am Abend des 19. in Peking abgehaltenen Versammlung der Gesandten wurde über alle Punkte, einschließlich der britischenElbänderungen eine Einigung erzielt. D-ie Gesandten lehnten es jedoch ab, sich über den Inhalt des Abkommens zu äußern, da sie der Meinung sind, daß ihre Regierungen dieselben veröffentlichen werden. Man weiß, daß alle diejenigen Grundsätze niedergelegt worden sind, die von vornherein als die Mindestforderungen bezeichnet worden sind, die China KU erfüllen haben wird, um volle Sühne für die begangenen völkerrechtlichen Verbrechen und ausreichende Bürgschaft für die Zukunft zu bieten. Ten berechtigten deutschen Forderungen ist in dieser Rote in vollem Umfange Rechnung getragen. Der Reichskanzler Graf Bülow hat ihren wesentlichen Inhalt bereits in der Reichstagssitzung vom 19. November öffentlich mitgeteilt. Inzwischen ist daran lediglich insoweit eine Veränderung vorgenommen worden, als nicht mehr die Verhängung der Todesstrafe, sondern allgemeiner die Vollstreckung der „schwersten" Strafe an den Hauptschuldigen verlangt wird. Dagegen haben sich neuerdings die Gesandten in Peking wieder dahin geeinigt, daß die in dieser gemeinsamen Note ausgestellten Forderungen ausdrücklich al§ „irrevocables" bezeichnet werden; ferner ist auf Antrag des Londoner Kabinetts noch der sehr wesentliche Zusatz zur Note beschlossen worden, zu erklären, daß, bevor nicht China diesen Forderungen gefügt haben wird, die Gesandten in Peking keine Aussicht auf Zurückziehung der verbündeten Truppen aus Peking und der Provinz Tschili eröffnen können. Dieser Zusatz ist geeignet, den chinesischen Staatsmännern, die noch üach den jüngsten Anzeichen immer eine gewisse Vorliebe für Verschleppungen und Winkelzüge haben, vollends die Augen über den ganzen Ernst der Lage zu öffnen; sie erfahren dadurch, daß sie selbst, es in der.Hand haben, ob die Räumung des chinesischen Gebiets von allen Truppen der Verbündeten, abgesehen von der verstärkten Schutzwache für die Gesandtschaften in Peking und die Besetzung der Etappenstraße nach Peking, beschleunigt wird oder sich noch lange hinziehen muß. Die eine oder die andere Macht, die am Ausgange der Verhandlungen jetzt weniger interessiert ist, nachdem dieses einheitliche Friedens-Programm aufgestellt ist, mag ihre Truppen ganz oder teilweise zurückziehen, sei es aus Sparsamkeitsgründen, sei es, weil sie die Truppen anderweitig verwenden muß, aus der jetzigen Erklärung aber iverden die chinesischen Friedensunterhändler ersehen, daß jedenfalls die letzten Truppen erst dann den Boden Tschilis verlassen werden, wenn die Hauptschuldigen bestraft und wenn ausreichende Bürgschaften für die Erfüllung aller übrigen Forderungen und für die Zahlung der Geldentschädigungen geleistet sind. Nunmehr wird ohne weiteren Zeitverlust die gemeinsame Note dem Prinzen Tsching und Li-Hung-Tschang überreicht werden. Ihre Aufgabe wird es sein, recht bald den Kaiser und die Kaiserin-Regentin für die Annahme und Durchführung der darin festgestellten, unwiderruflichen Friedensbedingungen zu bestimmen. Telegramme de- Gießener Anzeiger-. London, 21. Dezember. Deutsche Truppen töteten bei der Expedition gegen Lungching 60 kaiserliche Soldaten und 30 andere Personen und machten 200 zu Gefangenen. Letztere wurden in Freiheit gesetzt, nachdem sie den Deutschen eine Summe von 20000 Taels ausgezahlt hatten. Peking, 21. Dezember. Der Kaiser von China sandte an den Zaren ein Telegramm, worin er ihm für seine freundliche Haltung dankt in der Frage der Wiedereinrichtung einer chinesischen Civil-Verwaltung in der Mandschurei. Der Zar antwortete telegraphisch in den ernstesten Ausdrücken. Indessen stehen die nördliche Mandschurei und die Amurgrenze immer noch unter russischer Militär-Verwaltung. Die wichtigsten Plätze, sowie alle Bahnstationen sind mit starken russischen Garnisonen belegt. Interessant ist, daß das Telegramm des Kaisers Kwanasü über Peking durch Vermittelung Li-Hung- Tschangs nach Livadia gegangen ist, aber über den Kopf des russisck)en Gesandten hinweg, der am 13. Dezember durch die Antwort des Zaren darüber Kenntnis erhielt. Fürst Uchtomski verläßt l>eute Peking und begiebt sich, ohne die Mandschurei zu berühren, nach Petersburg. Ni qefpuhe lausen. Soel-ch.« Wie ein Telegramm Lord Kitcheners aus Pretoria vom 19. meldet, ging eine Burenabteilung von 500 bis 800 Mann bei Rhenosterhoek über den Oranjefluß, eine zweite Abteilung soll in der Nähe von Zand- drift den Fluß überschritten haben. Britische Truppen folgten ihnen, und Kitchener hat eine beträchtliche Abteilung Berittener abgesandt, die fie zu umzingeln suchen. Den von Rhenosterhoek kommenden Buren folgten britische Trup« Pen bis Venterstaebt dicht auf dem Fuße. Die Buren verließen Venterstaedt in der Richtung auf SteijnSburg. Die wichtigen Punkte der Bahnlinie in der Nähe dieses Platzes werden sorgfältig bewacht, und Kitchener hofft, daß diese Burenabteilungen bald wieder nach Norden zurück- getrieben werden. 1000 Mann englischer Truppen sind am 19. d. M. von Kapstadt nach Norden abgesandt worden. „Morning Leader" verlangt in einem längeren Artikel, daß in Bloemfontein eine Konferenz abgehalten werde, zu der sämtliche Burenführer eingeladen werden und auf der ihnen die von England für die beiden Republiken geplante Autonomie in allen Einzelstaaten auseinandergesetzt werben soll. Dies sei, so sagt das Blatt, das einzige Mittel, die Ruhe und möglicherweise den Frieden wieder herzustellen. Die „Köln. Ztg." wendet sich an leitender Stelle in scharfen Worten gegen die fortgesetzten, gegen die südafrikanische Politik der deutschen Regierung gerichteten Agitationsversammlungen, da es sich nicht mehr um Bekundung von Sympathieen für die Buren handle, sondern um die Bekämpfung der Neutralitätspolitik der Regierung, die her gesamte Reichstag gebilligt habe. Wenn wir heute eine Politik verfolgten, die unfehlbar zum Kriege mit England, sowie zu unserem wirtschaftlichen Ruin führe, würden wir dieselbe Erfahrung mit Frankreich machen, wie 1896. Ein deutscher Reichskanzler aber, der dieses unternehme, der verdiene, daß ihm der Kopf vor die Füße gelegt werde. * * * Telegramme de- Gießener Anzeiger-. London, 21. Dezember. Die Invasion in der Kap-Kolonie dehnt sich aus. Die Buren haben ColeSberg besetzt. Hier herrscht große Unruhe wegen des zirkulierenden alamierenden Gerüchtes, die Regierung habe sehr ungünstige Nachrichten erhalten, die Lage in der Kapkolonie sei sehr drohend. London, 21. Dezember. Aus Pretoria wird gemeldet, daß die Buren im Süden der Stadt eine große Thätig- keit an den Tag legen. Der Kommandant Oppermann ist am 18. Dezember 7 Meilen südlich von Elandsfontein signalisiert worden. Er scheint die Absicht zu haben, die Eisenbahn-Verbindung abschneiden zu wollen. Sämtliche englische Posten sind verstärkt worden. London, 21. Dezember. Nach einer Kapstädter Meldung ist eine gemischte Truppe von 1000 Mann nach Norden abgegangen, um sich den Buren, welche die Grenze passiert haben, entgegenzustellen. DieUnruheiuderKapkolonie nimmt täglich zu. Gerüchtweise verlautet, General Broadwood werde in den nächsten Tagen nach England abreisen. London, 21. Dezember. Die Morgenblätter berichten, daß Lord Roberts zum Ritter des Hosenband-Ordens ernannt worden sei. Außerdem soll er, da er bisher nur den Baron-Titel führte, zum Grafen erhoben werden mit der Vergünstigung, daß feine Tochter diesen Titel erbt. Zurich, 21. Dezember. Hier hat sich ein Komitee aus hochangesehenen Männern gebildet zur Einleitung einer schweizerischen Sammlung für die Witwen und Waisen der gefallenen Buren. Der sympathische Aufruf findet in der Presse nur geteilte Aufnahme. j^-1 । । Die Friedeusverhandlungen mit China. In Shanghai liegen Nachrichten ans Amoy vor, wonach im Laufe des November die Japaner erneute Bestrebungen kundgegeben haben, in der der Insel Formosa gegenüber gelegenen Provinz Fukien festen Fuß zu fasten. So hat ein früherer japanischer Diplomat dem Generalgouverneur von Futschou japanische Unterstützung für den Fall zugesagt, daß in seinem Gebiete Unruhen ausbrechen sollten; der Generalgouverneur hat aber mit seinem Dank für dieses Anerbieten geantwortet, daß er zurzeit solche Unruhen nicht zu befürchten habe. Ebenso ist derselbe japanische Diplomat vor einigen Wochen auf einem japanischen Kreuzer in Swatau eingetroffen, um dort Landankäufe zur Gründung einer japanischen Niederlassung zu bewirken. SM , 5' et AH lUflleidi iV 'TV Offerten unter AR Bekanntmachung. ©egen Vornahme von Wasserleitungsarbeiten wird die soWgofse morgen SamStag, den 22. Dezember l. I., für eaFchrwerkSverkehr gesperrt. Ti eßen, den 21. Dezember 1900. GroßherKogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Die Strandung der „Gneisenau". Heber die Beerdigung des Kapitäns Kretschmann wiilld »och aus Madrid gemeldet: Im großen Saale des dewlfcheU Konsulats war die Leiche aufgebahrt worden, auf prunkvollem Trauergerüst, umgeben von Flaggen aller Nklionen. Am Kopfende stand die Büste Kaiser Wilhelms II., berni Sockel die deutsche Nationalfahne umhüllte. Ehe den Sarg auf den Wagen gehoben wurde, stimmte der S'Hifssprediger Kramm den Todespsalm an, den die über- lebtubtii Seeleute der „Gneisenau" nachbeteten. Dann pvk.tr der Prediger Kretschmanns Tapferkeit, seine Auf- vptMung und Vaterlandsliebe und gemahnte daran, daß biürjtmgEn, die fern der Heimat sterben, in der gemeinschaftlich Heimat in Gott vereinigt werden. Der Leichenzug hxu.timfiofant. Voran ritt eine Abteilung der „Guardia Civil", baynn fern der von vier Matrosen der „Gneisenau" auf den S Merm getragene Sarg. Es folgten die Seekadetten mit zahl- rei -chvKcänzen, dann die gesamte deutsche Kolonie, viele Damen, da'ni bas Regiment „Estremadura" mit Fahne und klingendem Sch«iil, befehligt vom Obersten. Alle Offiziere der Gar- nisc'm, bet Bürgermeister, der Stadtrat, Landrat, die Offi- zieim dar englischen und spanischen Kriegsschiffe schloffen sickh all. Im ganzen waren es über 20 000 Menschen, die MsKichmerAilMger '] M (406) 266 337 71: 75 91 72.5 26 69 803 > 4*12000] 122 [400] Sf 00 I.. 407 30 87 512? 40 (10001 53 915 30 i >6 208 11 400] 1317 41 45 [400] i) 3M 59 70 71 75 ß) 3 88 501 35 38 79 OT ' 400] 6170 [3000] ;Sl W 1 21 52 70 241 44 V'M M 50 58 516 43 >8 75 . 116 20000] 2 ?."M- 32 86 92 4on - Vw '•2 6189 884 M, MH 64 141 /E <ä-61l M ä 14 43 44 - 5 52 8'NM N M 2> & M M 3'2 M 73) »V ffi R VW« - 422 34 45 [400] K« KU 3 67 80 96 820 .36 60 464 87 99 MM 23 70 909 88 Z 66 [1000] 107 06 ji ■ • 1 83 4 *7 [2000] MV )] 16 18 28 53 8/[4WIa [6 18 63 90 [5001 J Oft 77 80 509 42 44 bo|- 0000] 813 24 [4001 oU [500] 28 701100« 86 92 411 23 29 39 60 14021 37 400] 49 * 4"! M] 4 3. (400] I J '11 [2000] 612 18 19 16011 15 [W 11 71I 7»3 hi vs. > , SK« U0 «»1949 7» l50Öi- [MO] 9« 6 EM«.« >« 'M 9471» .. 400] 74 7 ..... ,gB74«- 1 26 L & „Die Meldung von dem plötzlichen Ableben Ihres Gatten hat mich mit aufrichtiger Teilnahme erfüllt. Ich gedenke gern der verdienstvollen Tätigkeit des Verstorbenen als Landrat wie als Vorsitzender deS Provinzialausschusses der Rhetnprovtnz und als Präsident deS deutschen Vereins vom heiligen Lande. Gott der Herr wolle Ihnen und den Ihrigen in der großen Trübsal mit seinem Tröste betstehen. Wilhelm L R. — Im besonderen Auftrage des Sultans ist ein Flügeladjutant desselben von Konstantinopel nach Berlin abgereist. Der Beauftragte hat unserem Kaiser ein prachtvolles Geschenk zu überreichen. Dasselbe besteht auS zwei großen Kavalleriesäbeln, zwei Jnfanteriedegen und vier orientalischen Reitpeitschen. Die Säbel und Degen sind aus massivem Gold mit hoher Gravierung. Die Waffen sind mit Brillanten und Edelsteinen besetzt. Die Reitpeitschen find ebenfalls aus massivem Gold gefertigt und mit Edelsteinen garniert. Die Gegenstände sind antik und entstammen dem türkischen Kronschatz. — Der Urlaub, auf dem sich der Oberhofmeisster der Kaiserin, Frhr. v. Mirbach, befindet, wird mit den Vorkommnissen bei den Spielhagenbanken in Verbindung gebracht. Nach der „Berl. Ztg." soll Freiherr v. Mirbach vom Amte suspendiert worden sein, weil er Sanden zur Adelung vorgeschlagen hat. — Das „B. T." berichtet „auf Grund von Informationen an wohlunterrichteter Stelle" von einem Getreidezoll-Kompromiß, der bereits zwischen Centrum, Konservativen und Freikonservativen abgeschlossen sei, und „dem ein Teil • der Nationalliberalen bereits beige- treten sei". — Von einem deutsch-türkischen Geheimvertrag, der Deutschland die Perlenfischerei imper- sischen Golf zur Ausbeutung überläßt, und einige Stützpunkte zur Errichtung von Fischereistationen und Notbauten zugesteht, wird in Konstantinopel gesprochen. Eine Klausel in dem Vertrage soll besagen, daß die Ausbeutung durch eine private Gesellschaft und nicht durch den Staat zu erfolgen habe, und daß eine jährliche nominelle Pachtsumme zu erlegen ist. (Daraus, daß wir diese märchenhafte Nachricht hier mitteilen, darf nicht gefolgert werden, daß wir fie für wahr halten. D. Red.) — Die in Dar-es-Salaam erscheinende Deutschafr. Ztg. erhob Beschwerden gegen die subventionierteDeutsch- Ostafrikalinie, die Deutsch-Afrika mit seinen"Bedürfnissen und Wünschen vernachlässige. Demgegenüber erklärt die „Nord. Allg. Ztg." daß die Reichsbehörden bei dem Abschlüsse des neuen Vertrages mit der Deutsch Ostafrika- Linie in jeder Weise bestrebt gewesen find, das Interesse des deutsch-ostafrikanischen Schutzgebietes in jeder Weise wahrzunehmen, namentlich den Hafen Dar-eS-Salaam zu einem Hauptstützpunkt des ostafrikanischen Dampferverkehrs der subventionierten Linie zu machen. Dies Bestreben gelange u. A. darin zum Ausdruck, daß in diesem Hafen ab 1. Januar 1901' für sämtliche Postdampfer ein Mindesttarif und Mindeftaufenthalt von 24 Stunden festgesetzt wurde. Baden-Baden, 20. Dezember. Reichskanzler Graf Bülow traf heute mittag hier ein. Mit ihm kamen der badische Minister des Auswärtigen v. Brauer und der preußische Gesandte v. Eisendecher, die den Reichskanzler von Karlsruhe aus begleiteten. Graf Bülow wurde sofort vom Großherzog empfangen und zur Frühstückstafel zugezogen. Zu dem Diner, das im Schloß stattfand, erschienen sämtliche badischen Minister. Stuttgart, 20. Dezember. Reichskanzler Graf Bülow hat hier durch sein Auftreten den besten Eindruck erzielt, namentlich dadurch, daß er fich den Einzelstaaten gegenüber durchaus auf den Boden der den förderativen Charakter des Reiches verbürgenden Reichsverfassung stellt. Ausland. Paris, 20. Dezember. Kammer. Bei der heutigen -Beratung des Marinebudgets sagte Lockroy, ein un- . widerstehlicher Zug weise alle Mächte auf daS Meer hinaus. Redner beklagt ßch über den minderwertigen Stand der französischen Marine und die Langsamkeit deS Schiffsbaues. Die Marine Frankreichs habe nicht allein diejenige Englands, sondern auch die Deutschlands zu Konkurrenten und könne ihre Stellung verlieren, die sie jetzt einnehme. Lockroy bringt verschiedene Beschwerden vor und schließt, Frankreich sei jetzt weniger sicher vor einem Seekrieg als vor einigen Jahren. Cettiuje, 20. Dezember. Aus Anlaß des heutigen 40jährigen Regierungsjubiläums des Fürsten Nikolaus bat der Ministerpräsident den Fürsten in einer Ansprache, den Titel „Königliche Hoheit" sich beizulegen. Der Fürst nahm dies Anerbieten an und dankte in seiner Erwiderungsrede allen Herrschern Europas, die in dieser Angelegenheit ihm einen neuen Beweis ihrer Freundschaft durch Anerkennung des neuen Titels gegeben. Tanger, 20. Dezember. Die Regierung von Marokko zahlte der Familie Marcos 25000 FrS. Sühnegeld für die Ermordung des amerikanischen Staatsangehörigen Marcos, der in einem französischen Handelshause in Fez angestellt war. New-Nork, 20. Dezember. Der Achtundvierziger Hugo Wesendonk ist heute gestorben. — Der Nicaraguakanal-Vertrag wurde ratifizier^______________________________________________________________ Prozeß Sternberg. Berlin, 20. Dezember. Zu Beginn der heutigen Sitzung sind die ncugeladcnen Hwölf Zeugen zur Stelle, ebenso die Zeugin Schnörwange, die gestern Nacht in einem Quartier in der Alexandrinen- straße ermittelt worden ist. Prediger Griese bekundet, daß die Schnörwange in der Konfirmation zurückgestellt worden sei, weil ein Verfahren wegen Diebstahl gegen sie eingeleitel gewesen sei. Tie Zeugin Schnörwange bestätigt, daß sie nicht eingesegnet sei. Frau Semler weiß nur, daß die Schnörwange ein lockerer Vogel ist. Zeuge Steinke, Pfleger der Schnörwange, giebt derselben das Zeugnis, daß sie ein sittenverdorbenes Mädchen sei. Ueber ihre Unglaubwürdigkeit könne er nichts aussagen. Berwaltersfrau Grebowski bekundet, daß alle Augenblicke über die Schnörwange von den Leuten erzählt worden sei, daß sie gestohlen habe, sich herumtreibe re. Auf Befragen des Rechtsanwalts Fuchs I. beschränkt die Zeugin Schnörwange einige früher von ihr abgegebene bestimmte Aussagen, die zu Ungunsten des Angeklagten ausfielen, dahin, daß sie diese Daten nur vom Hörensagen hat. Die Zeugin wird jetzt vereidigt. Da von allen Seiten auf weitere Beweisaufnahme verzichtet wird, wird diese endgiltig ge-- schlossen und es ergreift das Wort zur Schuldfrage Staatsanwalt Braut. In seinem Plaidoyer zieht der Staatsanwalt zuerst Vergleiche zwischen dem ersten und dem zweiten Prozeß, dabei hauptsächlich auf die zweierlei Aussagen der Frieda Woyda hinweisend und auf das ungeheuere Maß von Beeinflussungen, das bei diesem Prozeß zur Anwendung gekommen sei. Der erste Gedanke sei gewesen, daß Blümkes die Woyda beeinflußt hätten; der Versucher sei ja früh an dieses Ehepaar herangetreten. Ein wirklicher Beweis, aber dafür, daß die Woyda von Blümkes bearbeitet worden sei, sei nicht erbracht. Blümkes hätten alle an sie herangetretenen Versuche, sie zu bestechen, der Polizei gemeldet. Daß die Woyda eine sehr große Augst vor dem Waisenhause habe, sei aus den Verhandlungen sehr deutlich hervorgegangen. Da sei es wohl möglich, daß sie hoffe, bei Blümkes bleiben zu können, wenn sie bestreite, daß mit ihr irgend etwas Un- sittliches passiert sei. Vielleicht sei auch, das alte Spruch- wort: Schweigen ist Gold! nicht ohne Einfluß aus das Mädchen gewesen. Vielleicht hoffe sie auf die spätere Dankbarkeit Sternbergs. Der Staatsanwalt geht auf die Ehlert ein, und, nachdem er bemerkt, daß er von derselben ganz absehen wolle, auf die Callis. Diese habe wochenlang gelogen, daß sich die Balken bogen, und erst, als sie gesehen, daß sie vor dem Eide stand, habe sie der Wahrheit die Ehre gegeben. Ganz anders aber sei es mit der Woyda. Von Reue könne bei diesem Mädchen keine Rede sein; man könne sich nicht sagen, sie sei ein Kjnd, das jetzt bereue, daß es durch Lügen einen Menschen unglücklich gemacht habe und nun die Wahrheit sagen wolle. Wenn sie sage, Stierstädter habe es ihr eingeredet, -so sei das nicht wahr. Diese Behauptung liege in demselben scheußlichen System, in der Art, wie Stier'städter hier angegriffen worden sei. Und was sei von allen diesen Angriffen an Stierstädter hängen geblieben? Er habe sich als. ein Mann gezeigt, der durch keine Verlockungen vom Wege der Pflicht abzubringen gewesen sei. Allerdings habe er sich als Beamter des Ehebruchs schuldig gemacht, und dafür werde er die Folgen zu tragen haben. Aber er habe unter seinem Eide erklärt, daß es nur einmal geschehen sei. Ter Staatsanwalt rekapituliert nun die Vorgänge bei der Vernehmung der Frieda Woyda vor dem Kriminalkommissar v. Tresckow und stellt dann die Frage: Was war das Motiv, was giebt uns eine Erklärung für die Annahme, daß Frieda Woyda früher gelogen haben sollte? Es sei ja richtig, daß die Frieda Woyda kleine Unwahrheiten gesagt habe; aber daraus könne man doch nicht folgern, daß sie fähig ses, eine so große und, wenn es eine Lüge wäre, über alle Maßen und über alle Begriffe hinaus schamlose und rücksichtslose Lüge zu sagen. Wenn die Sach^- verständigen sagten, daß die Woyda sexuelle Anlagen habe, dann frage er, aber weshalb? Der Fall Sternberg habe die Anregung dazu gegeben. Habe jemand sie beeinflußt, oder habe der Prozeß die Wirkung gehabt, daß sie den Entschluß gefaßt habe, so zu werden, dann möge den Fluch, dieses Kind verdorben zu haben, derjenige tragen, der sie dazu veranlaßte. Wenn es ausgeschlossen sei, daß Frieda Woyda bewußt gelogen, daß sie sich Die ganze Sache ausgedacht, so gebe es keine Motive für ihren Umfall, so müsse man zu dem Resultat kommen, daß die Woyda damals nach bestem Wissen Erlebtes erzählt habe. Das würde aber nicht ausreichen zur Ueberführung eines Mannes; die Aussagen eines solchen Kindes könnten keine bündigen Beweismittel abgeben und keine Richter würden darauf allein verurteilen. Aber es kämen noch viele Momente hinzu. Man wisse aus Sternbergs Vorle'ben, daß er seit vielen Jahren in ausgedehntem Maße Ehebruch mit jugendlichen Personen getrieben habe. Dank der eigenen Unvorsich? tigkeit Sternbergs sei eine ganze Reihe von Zeugen vorhanden, die gegen ihn sprechen. Tu sei z. B. die Zeugin Pfeffer, der wohl niemand im Saale die Glaubwürdigkeit versagen werde. Sternberg könne sich nicht über das hier aufmarschierende weibliche Zeugenmaterial beschweren. Die Schnörwange sei sicher keine Tugendperle, aber Geheimratstöchter würden sich Gottlob nicht mit ihm abgegeben haben. Er habe sich in dem Schlamm der Straße bewegt, und wenn die Gestalten aus diesem Schlamm hervorgeholt würden, so könne er sich nicht darüber beschwert. Sternberg habe im Kuppelquartier der Margarethe Fischer verkehrt und habe sicher noch mehr solcher Plauderboudoirs gehabt. Uebrigens habe ja die Margarethe Fischer selbst zugegeben, daß Sternberg der Maler sei. Aus seinem Verhalten der Fischer gegenüber gehe unzweifelhaft hervor, daß er Furcht vor dem Zeugnis der Margarethe Fischer gehabt habe, aus diesem Grunde habe er sie auch nicht aus Amerika herholen wollen. Nachdem der Staatsanwalt noch den Brief der Margarethe Fischer an die Pfeffer einer Besprechung unterzogen, bemerkt er, daß der Fall Callis als solcher auszuscheiden habe. Aber er churakterisiere doch den Angeklagten. Tie Teichert lüge ohne Zweifel. Dieselbe sei damals schon ein verdorbenes Mädchen gewesen. Sternberg hätte sich sagen müssen, daß sie auch unter 14 Jahre alt sein könne, und er habe sich dies auch gesagt. Es liege also mindestens der Dolus eventualis vor. Sei der Angeklagte also schuldig, so trete die Frage nach mildernden Umständen und nach dem Strafmaß heran. Die ersteren seien ihm rundweg abzuschlagen. Wer sich so verteidige, wie Sternberg sich verteidigt habe, gehe der mildernden Umstände unter allen Umständen verlustig. Er beantrage wegen des Falles Woyda die in der ersten b"11 “hn.V8 1 Memmen -Veni bas . N ton^" ,JSr • Aus Stadt und Land. Sieten, 21. Dezember 19W. * * Weihnachten steht nun unmittelbar bevor, dlndeo» so langen Abenden mit den traulichen Dämmerstunde» es sich gut träumen. Die Erinnerung trägt den SrvB' . den Fremdling zurück in die Heimat, in das väterW^^ wo die Mutter in solchen Dämmerstunden den & dem beschneiten Walde und den Wölfen erzählt . röschen und Rotkäppchen, Aschenbrödel und Schutt«> . und all die andern Gestalten der deutschen Märchens ihrer märchenhaften Pracht und Herrlichkeit ihren hielten. Und wenn die Mutter dann die Anw i Christkindleins verkündete, wie glänzten dann die y wie stürmisch pochten die Herzen! UnauSlöfW I ganze Leben hat sich uns die Erinnerung an W ,c lichen Dämmerstunden eingeprägt, als wir zu ven■ v * der Mutier am knisternden Feuer saßen, während die weißen Flocken in der Luft tanzten und m ihre schneebedeckten Häupter an die Fenster neig • etwas giebt es heute nicht mehr. Grauer Neve», A, und schmutzige Straßen, auf die man nur wider begiebt, das ist die heutige Signatur des naheno uachtsfeftes. Trotzdem wird uns diese sowohl Du$ “ Erinnerung an fröhliche, längst verklungene Kmverrag und wert, als auch um deswillen reizvoll, al 1 freudiger Ahnungen und Ueberraschungen ifl. £ oder weniger erwachsenen Töchter des pa s h । Stick-, Strick , Näh- und Häkelwerk beendet, uuv wo in den letzten Wochen und Tagen Die man w ßg glieder der Familie ungerufen eindrangen, f» tzrntunuugeu. I » umbtr bin Professor I ! ium ersten Direktor ul , Schmit in Mainz M I Germanischen Zentrale ! Hoftierarzt zu Franks i RxtiWnärarji W : ernannt " Hessische l Ziehung sielen 2 Gewi : 31936 -m 300( 11580, 13725, 1522 . - 9 ö 2000 Mk. ai . 12761, 18539, 21,57 !Ml. auf Nr. 2716, 36 115797, 16017, 17 36: ; 24442, 26658, 27 26- i 2W-, 64W. - 5 1167,1300,1551, 24 585, 5815, 6110, 10170, 10715, 120 : 13915, 13 994, 14 2 17 654,17 793, 181 19825, 20518, 2081 24753, 24 862, 2608 • 29856, 29969,31 321 * WW Stt i uns heute aus btm 1 Herr Vorredner aus 1 seine Grenze." Sola ..stequentierte'Llldn M ruhebedürftigen wert im Vergleiche r urteiUfttit Geschöpf ■ Mttmutt unb überföü ■ wMiftfyomttiffys L ' N so laut find ' bis früh .st : SP’W iit 4 jät Min kurzer Zeit e1 5jnWtb7t» ®ihuib m I »Qh W heute, |On leuer- mitten W| pi Md 's1111 i i* “',.'31 I «apaS iegen i , ! * m,Äw| ! ; ®ii । setzung des Urteils. Oberstaatsanwalt Dr. Jsenbie l erklärt, bafo i nur auf allgemeine Bemerkungen beschränken wolle u- zwar wende er sich zunächst der Presse zu, die eh Justiz schwer gemacht habe, ihres schweren Amtes. walten. Wenn der Vorwurf erhoben worden sei, > ein „jünger unerfahrener Staatsanwalt" beauftrag! > den sei, in diesem Prozesse gegen sechs der gewieM Berliner Rechtsanwälte zu plaidieren, so frage er man diese Behauptung wohl heute noch aufrecht erh^ werde. Während des Verlaufes des Prozesses feien 2^ Rechtsanwälte abgetreten, und der Staatsanwalk soeben eine Schlußrede gehalten, wie sie von feint anderen vortrefflicher hätte erwartet werden können ‘4 die Bemerkung der „Staatsbürgerztg.", es fei auHallin- daß Dr. Romen von der Bildfläche weggetreten sch n’ widere 'er, Staatsanwalt Dr. Romen habe sich qt Amt nicht fesseln lassen, als er eine Stelle betör' 3i ihm besser zusage. Der Oberstaatsanwalt weist ferm'^ von der Verteidigung gemachten Vorwurf, Lich Schatten würden nicht gleich verteilt, entschieden selten habe es einen ungerechteren Vorwurf gegeben, \ diesen. Nachdem Tr. Jsenbiel noch eingehend ein.ei- Vorkommnisse aus dem Verhandlungen erörtert hatte er hervor, daß kein Angeklagter jemals schlechter verleid, worden sei, als der reiche Sternberg. T^en Verteile: selbst sei kein Vorwurf zu machen, denn der Ange kl,r; selbst habe sich die Führung nicht nehmen lassen. Lier als reuiger Sünder gestanden haben, daß er •? Opfer seiner perversen Leidenschaften geworden sei, bc? würde man ihm mildernde Umstände haben bcroilhg- können; nun aber habe er sich jede Sympathie versche:, Rechtsanwalt Fuchs I findet es unbegreiflich, t im Falle Teichert eine Zuchthausstrafe beantragt iver?- könne. Ein derart hohes Strafmaß sei nur erflärlr wenn man berücksichtige, wie nervös dieser Prozeß *.< Beteiligten gemacht habe. Was den Fall Woyda anlQiinl so liege nichts vor, was das gestrige Zeugnis der Fricil als unglaubwürdig erschüttern könne. Wo die liege, ob bei bfi: ersten oder der letzten Aussage « Frieda, wisse man reicht, und auch der Gericbtsdl'r föi r daraufhin nicht sein Votum geben. In bubin pro r< j nach diesem alten Rechtssatze müsse auch hier verfahr n werden. Stierstädter l>abe gewiß nicht aus böfer Abir gehandelt, als er die Frieda beeinflußte, aber bie ^- wie er sich in der Sache benommen, sei wenig geM i gewesen. Der polizeiliche Trieb und der Ehrgeiz hält« Stierstädter verleitet, seine Befugnisse zu übersäMr Tas Gericht möge nicht die Wahrheit als Gesck>enk ar den Händen des Herrn Stierstädter entgegennehmen, c bitte um Freispruch des Angeklagten Sternberg. Oberstaatsanwalt Dr. Jsenbiel erwidert in länger1. Rede auf die Ausführungen des Rechtsanwaiks 3-nrb und geht dann auf die. Angelegenheit der Verteidig' ein, dabei bedauernd, daß er nun Namen nennen muss Dr. Werthauers Briefhandel könne er nimmermehr a! einen geraden Weg ansehen. Auch daran nehme t Anstoß, daß Justizrat Dr. Sello, trotzdem er gewiH: daß Thiel ein bestochener Beamter war, nock) rndjrin?-' mit ihm konferiert habe. Staatsanwalt Braut bemerkt, die Verhandlung Mi ein schauderhaftes Bild von der Berliner „AW Prostitution entrollt. Letztere könne nur unterdW - den, .wenn man gegen d ie Männer, die mißbrauchten und ihnen dann Goldstücke in die steckten, ganz energisch vorgehe. W . I Rechtsanwalt Fuchs tritt den beiden Vorrednern^ längeren Ausführrrngen entgegen. Nachdem nod) anwalt Wronker eine kurze Bemerkung gemach-. die Fortsetzung der Plaidoyers auf morgen vormum«) vertagt. > ,^'^j Die Voruntersuchung gegen den Kommissar Thi^ wegen Bestechung im Amte, ist geschstrssen worden. aedijtti, denn es gab vor ihnen stets etwa- zu verstecken. , oen»«*ttöitT' Wv« alio ohne Neberraschungsplan in diesen Tagen durch Me seiiir - vier Pfähle" ging, der hätte cs sich zur Pflicht r beanfr *0 W ««chn sollen, jede Leiselreterei zu unterlassen. Blind und ■ü ebinq Q)hC>ei Itf fic^tz vchtS merken lassen, daß man etwas merkt, dann macht •« reube und hat Freude an dem hochachtungsvoll und e i q n«.. .nnV i»7^r ut respektierten aroken Geheimnis, das über und um uvS 12 004, 12 138, 14 269, 14 596, 18 116, 20 862, 26 083, 31 322. 18 571, 21 226, 10 640, 25 065. 10 797, L 1000 15 481, 23 141, KD170,, 10 715, 1.38915,, 13 994, 1'77654„ 17 793, 1!M5„ 20 518, 2-W53„ 24 862, 2iHtzö6„ 29 969, 12 378, 17 096, 18 908, 21 607, 12 445, 13 147, 17 211, 17 505, 19 134, 19 358, 22 472, 23 006, 31.936, — 10 L 3000 Mk. auf Nr. 479, 7240, 1.11.580, 13 725, 15 220, 18 488, 20 991, 23 819, — 9 h 2000 Mk. auf Nr. 6553, 8809, 8839, 1:18781, 18 539, 21,576, 26 039, 30 837. — 22 M!!l.aif Nr. 2716, 3667, 5057, 8175, 13 475, US797, 16 017, 17 363, 18046, 18952, 19024, 26 442, 26 738, 26 923, 29165, (Ohne Gewähr.) u Wilrennlich sind; sie erstrahlen im hellsten Lichte und ' ausgestellten Waren leuchten in verführerischem Glanz. AAshl vird mancher Wunsch angesichts der Herrlichkeiten Ich!, Md manches Begehren geweckt, aber auch mancher Hafter gehört von denen, die sich als Stiefkinder des GMeS betrachten, die durch Schicksalsschläge in Ungemach g.DIM sind. Auch sie freuten sich einst aus das Kommen v(ütt Di ihnachtSfestes, auch ihnen erzählte die Mutter in der Tldoimi rstunde das sonnige Märchen vom Glück. . . . Möchte si sit diesser Unglücklichen werkthätige Menschenliebe annehmen, truötye auch ihnen ein Christbaum leuchten und sich der riebet: des Festes auch auf sie herabsenken. ES giebt ja f'MieO mildthätige Herzen, möchten sie der Armut gedenken i mb vom ihrem Ueberfluß mitteilen. " Ernennungen. Der Großherzog hat am 19. De- yf nabte den Professor Karl Schuhmacher in Karlsruhe yuv crfften Direktor und den Konservator Ludwig Linden- ' chml! in Mainz zum zweiten Direktor des Römisch- EfiManischen Zentralmuseums in Mainz, ferner den Schlacht- h ichiera rzt zu Frankfurt a. M Dr. Albert Scheibe! zum KstrriSl>nterinärarzt des Kreisveterinäramts Schotten ciniriri!. " Hessische Landes-Lotterie. In der heutestattgehabten fielen 2 Gewinne von 5000 Mk. auf Nr. 26084, Universität und Hochschule. — Der Obrrbibliothekar iet Universität Leipzig, Josef Förste- »ist gestorben. 2^442, 26 658, 27 264, 27 303, 27 720, 28 317, 29 385, 2M 632«. 31950. — 58 ä 500 Mk. auf Nr. 304, 711, 1 11167, 11300, 1551, 2408, 2666, 2714, 2720, 3777,5450, 5», 5815, 6110, 7861, 7950, 9110, 9162, 10 037, Vermischtes. U e b e r das Duell zwischen dem Schlachten- n n:11e■ st o s s a k und dem polnisä)en Maler F a l a t wird n Qt geschrieben: Der Schlachtenmaler Kossak traf dieser TaM bei der Einweihung eines neuen Kunstpalais in BAvichau mit dem gleichfalls berühmten Maler Falat Centimen. Falat reichte Kossak die §anb zur Begrüßung, Ivl.bltrGr aber übersah scheinbar die Hand Falats und ging w:«iicc. Ta sprang Falat hinzu und gab Kossak eine weit- hi! nsih-allende Ohrfeige. Kossak verließ in tiefer innerer Gimgning, aber äußerlich ruhig, in Gesellschaft zweier Spier' den jKunstfalon und sandte Falah seine,Sekundanten. 2uell verlief jedoch, trotz schärfster Bedingungen, gsMriich unblutig. Falat hat lange in Berlin gelebt. Er rmmlie oft den Kaiser, besonders in Jagdszenen, und föjchai das Beresina-Panorama. Falat ist jetzt als Nach- filDjcr Matej kos Leiter der Kunstakademie in Krakau. Das 8!§ni>iiicfnis zwischen den beiden Landsleuten und Kollegen, k-murei von der Gunst des Deutschen Kaisers gehobenen a ÄuchsHen Malern, stammt, wie verlautet, aus Falats 2 Dinner Zeit. " Nächtlicher Stratzenunsug ohne Ende. Man schreibt u! nii bemte aus dem Leserkreise: „Jawohl, hochverehrter Q|en Borredner aus Westanlage und Umgegend, „alles hat f' M Grenze." Solamen mieeris: Kommen Sie in die sehr Afwentierte" Ludwtgstraße, wohl bekunden Sie sicher: M ruhebedürftigen Bürger da draußen find beneidens- w>«im Vergleiche zu anderen." — Gewiß, jedes vor- u Msffreie Geschöpf freut sich ob harmlosen Jugend- MMtlits und überschäumender Jugendlust: liebliche Weisen, uuMsch homerisches Lachen, die philosophischsten Dialoge a io4 nmch so laut sind nicht mehr störend, allnächtlich fast vionspüt bis früh ist alles zu genießen. Doch AreS- qi|i:kü H ist allzu fürchterlich. Bethätigt sich nun gar ü t'chrudelnde Jugendkraft dergestalt, daß sie an demselben fljnaje in kurzer Zeit ein Fenster zertrümmert, vier S^utzgitter der Kellerfenster herausreißt, dann r«Hi die Geduld des nachsichtigsten Bewohners. Gegen bHirbic6 und Rüpel kämpfen Götter selbst vergebens." BLianir hören, sollen in der Nacht von Mittwoch auf TSmeiStag auch in der Bleichstraße mehrere Fenster eita|iiüorfen worden sein. * Aus dem Theaterbureau. Das zweite und tetzie Gastspiel des A f fe n d a r st e l l e r s F. Johnson fi intet nicht heute, sondern am Sonntag, den 23. d. Mts., ftHuH. Es gelangt alsdann noch einmal „Jockos Aben- t ne n" zur Ausführung. )t5 Strafmaß sei m wie nervös biejer - e- Was hen Fall 8* ' üas gestrige Zeuzu Hüttern könne. &: n oder der lebten’ und auch der 0t?: lohtm geben. In' tssahe müsse auck :be gewiß nicht er Frieda beeinflußt cke benommen, rM k' Trieb und eine Befugniß " t die Lahck W §//erDdte'^WMk AntzeklaMkwbn; r. yjffS/efetiummt nqen des KüMir t ber $ er m ’Rom mr anbei könne et wumm nsehen. Auch tau 4 Tr. Seiko, »«' ’r Beamter war, ncöt \ t bemerkt, die W ild von der W .tztere könne nur mir die Männer, die n dann Goldstücke voraehe. . ; tritt den beiden S -titaeaen. Nachdem ^ Bemerkung * As aui wE er.iUkmstt respektierten großen Geheimnis, daS über und um uns w*uL'd. Für manche unserer Leserinnen aber mag jetzt eine Zeit desSllkberhastens erschienen sein, damit nicht die unangenehme fiel .fit cimtTitt, eine gekaufte Arbeit als selbstgefertigt bescheren otaer gar nur einen Pantoffel in die Hände des guten P ' nachmittags * Uhrr Mchnachtg-AuMiMg f.N,L Märchenzauber. Märchen in 8 Bildern von «iechner.Nirchberg. Abends 8 Uhrr Zweites «nd letztes Hastsptt' der Kenn A Aockos Abenteutl. liefert schnell und billigst Brühl’sche Üniv.-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erbm Giessen — Schulstrasse 7. Abbruch Schlossgasse. Alter §ehm tonn Thüreu, Fenster, Diele», Dachziegel, sowie gutes Eichen-Nutz- und Brennholz diverse feinere Wurstsorten frisch und geräuchert. Passende Verpackung dazu von der ein- .achsten bis zur elegantesten Ausführung. p. Ludwig Sack, M-.". Wallthorstratze 4. WM KagUchrrKersaodt nach Au- n. A»sland. platz daselbst, Flur 33 Nr. 16 — 606 qm Acker am Altenfeld bei den Gärten, Flur 33 Nr. 17 - 344 qm Acker daselbst, Flur 88 Nr. 35 — 475 qm Acker am Altenfeld auf ein Gäßchen öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 7. Dezember 1900. Großh. OrtSgericht Gießen. I. A. . Bogt. 7936 Stadt jYiaM Am 2. WethnachtsfeiM Große TaiM wozu freundlichst einlabet „ 05316 Peter Berg. Statt besonderer Anzeige. Es hat Gott gefallen, unser ältester, unvergeßliches Töchterchen Liesel im Alter von 37a Jahren nach kurzer, schwerer Krankheü zu Prima Austern eingetroffen. 0517 SkidklM Weinstube, Mwigsplgtz. MB* Lebende Lahnhechte, Backfische 05314 und «arpfen "MB empfiehlt M. Simon, Asterwea 1. Photographische Apparate in allen Preislagen. Zomstag den 19. Januar 1901, nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Wilhelm Steinbach in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 27 Nr. 18166/101 — 412 qm Hof- raite am kleinen Steinweg links, Flur 27 Nr. 181M/ico — 170 qm Wohnhaus daselbst, Flur 27 Nr. 181«/1Co — 321 qm Grab- garten daselbst, Flur 27 Nr. 162ft8/l0 — 517 qm Hof- ujiiiptclilniuu'ii 7135 7714 Unterricht im MaWocasihttibei erteile Damen und Herren zu jeder Ellßlisihe Lektor Ehawerotz, M Ä. Bergstraße tb. _ 05:' Näheres brieflich oder mündnw. ÄW fi » PBeamteiim EamStag den SS Dezember abends 8 Uhr: srn Weihnactiief im Saale des ®uf< 8(l6> Zu bkMstrheg-ku frittlagro empfehle als praktische WtihachisgesiheÄk prima Rollschinken W, 19. Deze» i Obttbtrfltal8 TeckleV kPiltoria'Melita-W : richt erstattet. Zn» eil I Wilhelm dem Srbohm I Sericht a*tM FC. M 19- • ßtjttrn abtnb ein von l ö W W Pchrrende iröai Psird wurde so werben muhte. Der s du Sicherheit. Der A Fraukfmt a. 3Jt, i bahuhos die Susfich ■ öan bett Bergh h : schreiten des Geleises e^chcheu deu hinter il Dn^Miche f nur schwere Drrletzuu : auch rin Bein. Mai ! ein in der Nähe bete ' Dr. Küppers die erste I sieiwilligen RettunM ' tvo kurze Zett bm$\ i Bergh ftanb 6ibe her 1 Witwe mit fünf uuM Wfott a. ! kratisch-sortschrittlichrr ' Versammlung ringe suchen, an zuständiger • Lebensmittelzöll, 1 ^ttümen angenor i ont Ausnahme des Sie-, 8150] Wegen Verbeiratung meines Mädchens suche ich für Januar oder Anfang Februar ein AU" braves Mädchen- *SS Frau Aanyeimer, Bleichstraße 15. 05307] Braves Dienstmädchen, welches selbständig kochen kann, für kleinen Haushalt per sof. gesucht. Vruchstraße 9, II. $W* Wer schnell und billigst Stellung finden will, der verlange per Postkarte die Deutsche FaKanzeupofi in Eßlingen. Bekanntmachung, betreffend: Das städtische Elektrizitätswerk. Während der Zeit vom 11. Dezember a. e. bis zum 5. Januar 1901 haben die definitiven Anmeldungen zum Au» schlutz au daS Elektrizitätswerk zu erfolgen. Für die nachbenannten Straßen und Plätze ist die Legung der Kabel vorgesehen: Alicestroße, Am Brand, Asterweg, Bahnhofstraße, Bleichstraße, Brau- gaffe, Bergstraße, Dammstraße, Frankfurterstraße, Gartenstraße, Goethe- straße, Grünbergerstraße, In den neuen Bäuen, Johannesstraße, Kirchplatz, Liebigstraße, Lindenplatz, Ludwigstraße, Mäusburg, Marktstraße, Marktplatz, Marburgerstraße bis zur Steinstraße, Moltkestraße, Neustadt, Nordanlage, Ostanlage, Plockstraße, Senkenbergstraße, Sonnenstraße, Schulstraße, Schillrrstraße, Steinstraße, Seltersweg, Südanlage, Wallthorstraße, Westanlage, Wilhelmstraße. In den übrigen Straßen wird die Legung der Kabel nur dann erfolgen, wenn eine genügende Anzahl Anschlüsse gemeldet ist, sodaß sich die entstehenden Kosten rentieren. Von denjenigen Interessenten, welche auf unsere erste Aufforderung zur vorläufigen Anmeldung bereits Anmeldungen eingereicht haben, nehmen wir an, daß diese vorläufige Anmeldung als bindende anzusehen ist, so- ferne nicht innerhalb der vorgenannten Zeit eine absagende Antwort erfolgt. Der Stadtplan mit dem eingezeichneten Kabelnetz liegt im Bureau des städtischen Elektrizitätswerkes — Neumühle — aus. Dortselbst find auch die, für die Anmeldungen vorgeschriebenen Formulare, sowie die Bedingungen für den Bezug elektrischer Energie kostenlos erhältlich. Wegen näherer Auskunft wolle man sich an das vorgenannte Bureau wenden. 7014] Mehrere 3-Zimmerwohmmgen mit Zubehör per 1. Januar, evtl, früher, zu vermieten. Reubart Schottstratze 5. Näheres im Hinterhaus._____________ Eine Parterre-Wohnung, 3 Zimmer, Rui §"re„,'Michl, p «St: Offerten unter F S E 883 an Rudolf Mosse, Köln a. Rh., erbeten. 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Boeck, Steinstraße 15. 8,67] Schöne 4 , Zimmerwohnung, 2. Stock, per 1. April zu vermieten. Zu erfragen Liebigstraße 71, part. Kanzleiberg 9 eine 5-Zimmerwohnung sofort oder später zu vermieten. Näheres in der Expedition d. Blatteö. 8232] Ostaulage 30 Parterrewohnung, 6 Zimmer mit Zubehör, Veranda und Vorgarten, zu vermieten. Näheres burd)_______«. Klees, Südanlage 18. 8228| Bleichstraße 6 ist der untere Stock (5 ger. Zimmer, Badezimmer, Veranda, Küche) mit zwei Kellerräumen, Mägdekammer und Bodenverschlag vom 1. April 1901 an an eine ruhige Familie oder an einzelnen Herrn oder Dame zu vermieten.___________________________ Möbliertes Zimmer zu vermieten JJl 05304 Grünbergerstraße 3a, II. Awei gut möbl. Zimmer sofort zu ver- -0 mieten. Ludwigsplatz 4, III. 8163] Zwei möblierte Stübchen zu vermieten. Seltersweg 61. £)immet mit Kost sofort zu vermieten. -o 05237 Curl Reh, Wagengasse. 7849] Wohnung im 3. Stock, Grünbergerstratze 14, per 1. März, ev. schon per 1. Januar zu vermieten. Auskunft erteilt Prof. Dr. Pitz.______________ 8005] Infolge Wegzugs des Herrn Dr. Clemm ist dessen Wohnung, bestehend aus 7 Zimmern, Badezimmer mit Nn- richtung, Küwe und Mansardezimmer rc. per 1. April 1901 zu vermieten. I. Grüriewalv, Bankgeschäft. __Bahnhofstraße 50 Westanlage. 8160] Seltersweg 60, Part., zwei kleine Zimmer mit Küche und Nebenraum, sofort beziehbar, zu vermieten. Daselbst im Dacbstock 2 einzelne Zimmer.________ 05293] 6-Zimrnerwohnung im 2. Stock, mit allem Zubehör, per 1. April zu oer= mieten. I. P. Sann, Bismarckstr. 10. «ST Wilyelmstratze Villen-Neubauten tu verkaufen, auch zu vermieten._______Näheres Markt 15. Grünbergerstraße 5 ist der 2. Stock sofort zu vermieten. ion IlnztlS leindrnckerei (Bdt >ul>tras$e 7. ®d billigst Hasch rardtt, Jlttffr, Cttor kauft zu hohen t* . Kretzschma nächst der alfait. Eii-IiD ff :dior khavcroß, Mhries brieflii.*^ lachWDL men. 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