und Bq f beiten. Freitag den 22. Juni 1900 str. 143 Erstes Blatt. Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger ZZezugipreii viertrljährl. Mk. 2,9t monatlich 75 Psg. mit Bringcrlohn; durch die AbholksteÜ« vierteljährl. Mk. 1^1 monatlich 65 Pftz. Br» Postbezug Mk. 2,40 vicrteljährt. mit Bestellgeld. Alle LnzeigeN'BermittluugSstcllen deS In- und AuSlaudeL nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeh». ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., airLwärlS 20 Pfg. leee^ee Anzeigen zu der nachmittag» für bei felgende» Xeg «scheinenden Nummer bis »arm. 10 Nhr. AddeßeLnngen spätestens efceMfl vorher. #tAI«W »«Nch ml LuO«ahme des »»trtegl. Die Eichener Aide» dem Anzeiger te Wechsel mH „Hefl. imbtohrt* x. ^Blätter ► he«. Volkskunde- Hchtl. 4 mal deigelrgt. t während ber$orr saieuJe' Mfüii wirb föt S*«ÄV Sft*3* Sa gesucht. , ‘ewHT^r Kehler, Lol« i« Txvrdition bJft btüntlffofitl Happel, NeuÜLbl sche gejucht. "7 n Logt, Selterfoq «i 4trH«»rbmsch:i «livgS, Seltne: ü junger, jtK IM gesucht. & Seh». WM.' iödjtigi1 D 14 bis 17 Ich» r: chl. «H t Dvill, neue ftr Letoü igel fontot gtftti E. Z. 2855 btV \ 4jBW__ »Vma SÄ«' und W M, Men'Läui. it ein anders Soethtpch«.! ine ordlt^wN ro wird gefugt leustadt 13.___ bie Tn>eb d. G__7 jlmÄäc aesulst. ct Tür unser M , Modaoneugks^" SfiSSSt ÜE Selters«1 Nr. 83. aniPlat} «-'S- Blumentische Vogelkäfig6 ' Sport* Eiserne" 0«^ Amts- unb Anzeigeblatt für den Areis <8ichen. RedoAii», Expedition und Druckerei: >4»(#r»6t Nr. 7. Gratisbeilagea: Gießener Famitienblätter, Der heWhe Landwirt, Ktättrr für hrMche UMskundr. I ■ ■____s Adresse für Depeschen: Anzeiger chtch«, Fernsprecher Nr. 51. Abonnements - Einladung. Der erfteulicherweise andauernde Aöonnenteuzuwachs baxf als sprechender Beweis dafür gelten, dah der „Gießener Anzeiger" ben Anforderungen der Jetztzeit Rechnung zu tragen versteht. Er wird auch weiter ebensowenig Kosten als MLHe scheuen, seinen Berus als größte Tageszeitung Höerhesseus zu erfüllen und jede Gelegenheit ergreifen, die Interessen der gesamten Bevölkerung der Provinz wahr- Wehmen. Die „Gießener Famitienblätter" wahr- hafi unterhaltend und belehrend zu gestalten, den »Hessischen Landwirt" zum zuverlässigen Berater zu befähigen, und durch die „Blätter für Hessische Volkskunde" den Sinn für hessische Vtz-enart zu erhalten, gilt uns daneben als vor- nebmstes Ziel. — Daß mit der Mehmvdea SerbreitMy Steßenrr Avreigers seine Wirkung als Infertionsorgan immer nachhalttger wird, werden die ihn benutzenden Zmerentenkreise mit Genugthuung erfahren haben. Wir ersuchen namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post bezw. den Zweigstellen PaGbqefl. aufgeben zu wollen. S»hmMttwdt hlkßgk Dmnlleu ntzslik« vom Sage btt StfkMnng bis 30. Juni itg Jnitigtr bspraftti jageßtHt, wie wir auch gerne deneit find, Probe-Nummern nach auswärts postftei m versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden mr, wie seither, den Anzeiger wcitersenden und jm Wonnementsbetrag durch Quittung erheben I«ss«n, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben). Amtlicher Teil. Gießen, den 18. Juni 1900. Petr.: Ermittelung der landwirtschaftlichen Bodenbenutzung im deutschen Reich. ras Grotzherzogliche Kreisamt Gießen „.die Grosth. Bürgermeistereien des Kreise». Statt der nach dem Beschlüsse des BundeSra» vom ; ->uli 1892 im Jahr- 1903 auSzusührenden Ermittelung landwirtschaftlichen Bodcnbenutzung soll eine solche von ,>,i>tiem Umfangt schon im laufenden Jahr- ftaltfinden. ' B-i der bevorstehenden Ermittelung ist das (Ihnen nächster Post in zwei Exemplaren zugehend-) Formular 1 mvaebend Aus btt ersten Seite di-s-s Formulars ist M°r L der Fläch-ng-hal. d-r G-markung nach Kultur. h,„ aus Grund d-S Z-ntralkatast-rS -,ng-schri-b-n. Die Ermittelung des Umfanges der Hauptnotzuttg ll6 Ackerlandes, sowie des Umfanges d-r übrigen Kulturen ist im 3uni v°r,un°hm°n Dag-g-n bleibt als ^iivunkt für die Ermittelung des Umfanges der Nebeu- .«««a des Ackerlandes der Monat September bestehen. übrigen finden die von Großh. Ministerium des , 3m gongen I unter bcm 14 Oktober 1892 er- ichm°n "B-stimmung-u nebst «nleitung finngemäß- An- wollen mit Rücksicht aus die Anordnung d-S «timdeSratS über die Zeit der Aufnahme dieselbe möglichst L-uwg-n nnd dak auSg-Mt- Formular 1 in ttn-« kre'invlar (das andere verbleibt als Konzept bei Ihren L) biS spätestens 10. J«li l. IS einsenden. Zur Eintragung der Flächen der Nebennutzungen werden die Formulare den Gemeinden alsdann bis September wieder mitgeteilt werden. Weiter find auf dem Formular 2b (das Ihnen ebenfalls mit nächster Post zugehen wird) Nachweise über die Ernte an Wein, den Obstbau und die Obstnutzung im laufenden Jahre zu erbringen, sowie auf der Rückseite dieses Formulars die vorgeschriebenen Angaben über die Hagelund andere Feldschäden zu machen. Bon der von Großh. Ministerium deS Innern bezüglich der Zählung der Obstbäume genehmigten Anleitung erhalten Sie zwei Exemplare. Das ausgefüllte Formular 2d wollen Sie spätestens am 1. Dezember l. IS. hierhersenden. (Ein Exemplar bleibt als Konzept bei Ihren Akten.) v. Bechtold. Sir brutsch» lüifrtrfitötta nab bie jlotitubtrntgung. Es ist wiederholt an verschiedenen Stellen und von verschiedenen Seiten betont worden, ein wie großer Fonds von Idealismus in der Flottenbewegung zum Ausdruck ge- kommen ist. Der weitaus größte Teil der Nation begriff, um was es fich bei der neuen Marinepolitik handelte, und welche neuen Aufgaben die veränderte politische und wirtschaftliche Lage der deutschen Politik gestellt habe. Diese neuen Aufgaben dem Volke zu zeigen, auf Grundlage exakter, in wissenschaftlicher Weise gewonnener Beobachtungen das Bild zu entrollen, das die veränderten Verhältnisse, die Ausbildung der großen Weltmächte, die Verknüpfung der deutschen DorkSwirtschaft mit der Weltwirtschaft böten, find bereits beim Flottengesetz von 1898, vornehmlich aber seit dem denkwürdigen 18. Oktober v. I. eine große Anzahl der besten Männer unseres Volkes in selbstlosester Weise thätig gewesen. Gelehrte von europäischem Ruf wie Gustav Schmoller und Adolf Wagner haben sich nicht gescheut, die deutschen Gaue zu bereisen und in ihrer geistvollen Weise weitesten Kreisen die Erscheinungen der Gegenwart unter Aufdeckung ihrer Entwickelungstendenzen zu erklären und ihnen die Fragen der Gegenwart unter großen historischen und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu erläutern. Und dem Vorgehen Schmoller's und Wagner'S haben sich eine große Zahl unserer ersten Universitätslehrer, unter ihnen bekanntlich auch der weitbekannte Historiker unserer Universität, Geh. Hofrat Profeffor Dr. Oncken, ange- schlofien, immer bemüht, die Schätze ihres Gelehrtenfleißes für die nationale Politik der Gegenwart nutzbar zu machen. Ein loses äußeres Band verknüpfte sie in der freien Vereinigung für Flottenvorträge. Und es sind keineswegs vornehmlich protestantische Gelehrte zu Wort gekommen, in zahlreichen Artikeln, Universitätsreden und Vorträgen haben Männer der katholischen Wissenschaft, Schulte, Schröder, Englert, Pohle, Grauert, v. Tessen-Wesierski, ebenso fleißig für die Flotte gewirkt, wie Schmoller, Wagner, Onckeu, Schäfer, Ratzel, Brentano. Die Bedeutung der Universitäten für das geistige Leben unserer Nation kann nicht hoch genug geschätzt werden, und der Segen, der von ihnen auf unser Volk ausgeströmt ist, muß sehr hoch veranschlagt werden, wenn es gilt, einmal die Bilanz aufzumachen. Der deutsche Profeffor ist zeitweise eine originelle Figur gewesen. In der Enge der Universitäten in den kleineren deutschen Staaten lebte er mitunter weltabgewandt. Und doch, welche sittliche Größe lag so vielfach in dem stillen Gelehrtendaseiu, das unter Verzicht auf die äußeren Güter des Lebens nur dem einen Ideal, der Erforschung der wiffenschaftlichen Wahrheit lebte, häufig bedrängt und bedrückt von der Not des Lebens und doch immer nur bestrebt, die Schätze der Wissenschaft zu mehren, ohne zu fragen, ob ihm selbst dabei Gewinn erwüchse. Man vergegenwärtige sich einmal das Leben, das Deutschlands größter Philosoph, Kant, jahrzehntelang in Königsberg führte, und man wird begreifen, daß es nicht nur seine Lehre war, die für ein ganzes Geschlecht eine Quelle höchster Erhebung bildete, sondern daß seine Persönlichkeit hinzukam, die so zu sagen diese Lehre vorbildlich lebte. Die hohe geistige Kultur, deren wir uns heute in Deutschland rühmen können, ist entstanden durch die fahr- hundertelange Arbeit unserer Hochschulen, in deren Händen ihre Gegenwart und Zukunft noch immer ruht. Fast jede geistige Bewegung hat bei uus von den Universitäten ihren Ausgang genommen, in den Zeiten geistiger Wandlung haben sie im Vordergrund gestanden. Die Zeiten der Reformation sind unverständlich, wenn man nicht den Anteil berücksichtigt, den die deutschen Humanisten an der religiösen Bewegung haben. Die deutschen Universitäten find es auch gewesen, die die neue Lehre fortbildeten und vertieften. Und was an geistiger Kultur und Wiffenschaft durch die Stürme deS 30jährigen Krieges hinübergerettet wurde, ist durch die Pflege der Universitäten zu neuem Leben erweckt worden. Immerhin kann es scheinen, als ob erst das 19. Jahrhundert so recht die Blütezeit der deutschen Hochschulen gewesen sei, und zugleich die Zeit, wo sich ihr Einfluß auf das ganze Leben der Nation am deutlichsten offenbarte. Wir haben vorhin Kant'S und seiner Lehre Erwähnung ge- than, sie erzog das Geschlecht der Helden, die Deutschland aus seiner tiefsten Schmach erheben sollten. Unter den Trommelwirbeln der französischen Besatzung richteten in Berlin Schleiermacher und Fichte ihre Reden an die deutsche Jugend und erfüllten sie mit heißer Begeisterung für Deutschlands Größe und Deutschlands Freiheit. ES ist überflüssig, hier auf die große Rolle einzugehen, die die Universitäten in den trüben Zeiten von 1815—1848 spielten. Die glänzende Darstellung Treitschke's hat diese Kapitel unserer Geschichte zum Gemeingut deS ganzen Volkes gemacht. Auch die Schilderung der Teilnahme der deutschen Gelehrtenwelt an den Bestrebungen des Jahres 1848 sei uns erlaffen. Niemals hat ein Parlament so sehr die geistige Elite eines Volkes umfaßt, wie die vielgeschmähte Versammlung in Frankfurt a. M. Die deutschen Universitäten hatten im Volke den Gedanken der deutschen Einheit wachgehalten, eS war somit natürlich, daß sie die Männer stellten, die über die Neugestaltung des Vaterlandes beraten sollten. Daß das große Werk nicht im ersten Anlauf glückte, wer will deßhalb die Männer tadeln, die es mutig unternahmen? Haben sie doch immerhin einen großen Teil des Fundaments gelegt, auf dem später der stolze Bau errichtet wurde. ES kam die Zeit Kaiser Wilhelms I. Wer will heute schon im einzelnen klarlegen, welche Wechselwirkungen bestanden zwischen dem neu aufblühenden öffentlichen Leben und der deutschen Wiffenschaft! Eine ungeahnte Blüte, speziell der historischen und volkswirtschaftlichen Studien, brach herein, die Liebe zum Staat, das Verständnis für unsere grundlegenden deutschen Institutionen zu pflegen schien die besondere Aufgabe einer Anzahl unserer ersten Universitätslehrer. Treitschke, der begeisterte Verkündiger vaterländischer Macht und Größe, sammelte alljährlich Tausende um sein Katheder. Andere thaten dasselbe, und so kam es, daß sich da« Verständnis für das politisch Erreichbare vertiefte, daß man fich von der Wertschätzung fremder Staatseinrichtungen abwandte und nur von der Pflege und weiteren Ausbildung der Faktoren, die Deutschland groß gemacht haben, auch für die Zukunft das Heil erwartet. Die Früchte der letzten dreißig Universitätsjahre find der Bewegung der letzten Tage zugute gekommen. Ohne die Mitarbeit der Universitätslehrer, ohne ihre aufklärende Thätigkeit wäre schwerlich das große Werk sichergestellt worden. Sie haben das Material geliefert, das die Vereine und Vereinigungen bei ihrer Thätigkeit benutzten. Noch auf Jahre hinaus werden die Aufsätze über Handels- und Machtpolitik, die Schmoller, Wagner, Sering herauSgegebeu haben, eine Fundgrube der politischen und volkswirtschaftlichen Belehrung und Anregung bieten. So haben auch diesmal die deutschen Universitätslehrer ihren alten Ruhm, die geistigen Führer unseres Volkes zu sein, glänzend aufrecht erhalten. Und wir find es gewiß, daß es ihnen auch im kommenden Jahrhundert gelingen wird, die deutsche Jugend zu erfüllen mit echt patriotischem Geist und Verständnis für die großen Aufgaben unseres Volkslebens. Sie werden auch im 20. Jahrhundert ihre hohe Stellung im Geistesleben der Völker sich erhalten zum Heil und Segen unseres Vaterlandes. Aus Stadt und Land. ** Goethebund. Seit Monaten geht eine tief- tzreifende Bewegung, hervorgerufen durch die sogenannte lex Heinze durchi unser Vaterland. Der Gesetzentwurf, der den äußeren Anstoß zu dieser Bewegung gegeben hat, ist für diesmal glücklA> beseitigt, nicht aber die beständige Bedrohung der höchsten geistigen Güter der Nation. Nur für den Augenblick ist der geplante Ansturm auf die Freiheit unserer Litteratur und Kunst abgeschlagen: er wird immer wieder von neuem versucht werden, und einem Sieg der rückwärts strebenden Elemente auf diesem Gebiet wurde unfehlbar ihr Feldzug gegen Wissenschaft und freie Forschung folgen. Darum gilt es, in mannhas^m sammenstehen Wache zu halten, damit nicht der Einbruch in das geistige Besitztum unseres Volkes doch noch erfolge. Andere Stöbt- hoben bie Lösung dieser Ausgabe durch ine Bildung von Vereinigungen in die Hand genommen, für die der freieste Geist unseres Volkes zum Pathen gewählt worden ist, Goethe. Ihrem Beispiel zu folgen sind wir durch Gründung eines Goethe-Bundes in Gießen bestrebt. In die hier und dort ausgelegten Listen haben ftffy 46 Herren aus alten Kreisen unserer Gesellschaft als Mitglieder eingetragen. — Es ist an dieser Stelle der Vorschlag gemacht worden, der Gießener Goethebund möge bei gleichzeitiger Durchführung eines aufgedrungenen Kampfes, in Befriedigung eines unverkennbaren Bedürfnisses eine dauernde Stätte für die Pflege künst - lerischer, insbesondere li t t e r a r i sch e r Bestrebungen werden. An alleBewohner unserer Stadt, denen die ungebundene Bethätigung des Geisteslebens, die Sicherung freier Bewegung in Kunst und Wissenschaft am Herzen liegt, richten wir erneut die Aufforderung, dem Goethebund in Gießen sich anschließen zu wollen. Anmeldungen nimmt bis aus weiteres die Redaktion des Gießener Anzeigers entgegen. •• Perssnalnachrichten. Der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lorsch, Eugen Gerlach, wurde zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I mit Wirkung vom 1. Juli 1900, der Pfarrverwalter Kehr zu Londorf zum Pfarr- affistenten in Neu-Isenburg und der Pfarramtskandidat Scriba zu Alten-Buseck zum Verwalter der Pfarrgehilfenstelle zu Londorf ernannt. ** Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogtums Hessen Nr. 12 vom 18. Juni enthält: Bekanntmachung vom 2. Juni, den Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben des evangelischen Zentralkirchen- fouds für das Großherzogtum Hessen für das Jahr 1900 bis 1901 betreffend, mit folgender Anmerkung: Zu den Rubriken 2, 6, 11 der Ausgaben wird bemerkt, daß bei den Mitgliedern des OberkonfistoriumS, den Professoren des Predigerseminars und den Geistlichen für das Rechnungsjahr 1900/1901 die Differenz zwischen den gegenwärtigen Gehalten und den höheren Sätzen der neuen Gehaltsordnung wegen Mangels an ausreichenden Mitteln um 25 Prozent gekürzt werden muß. ** Zur Erleichterung des Besuches des vom 23. bis 26. Juni 1900 in Mainz stattsindenden Gutenbergfestes haben die beteiligten Eisenbahnverwaltungen folgende Maßnahmen getroffen. 1) Auf denjenigen Strecken des Direktionsibezirks Mainz, auf welchen Sonderzüge verkehren (siehe die auf allen Stationen aushängenden Plakate), werden zu diesen Zügen Sondex- rücksahrkarten zweiter und dritter Klasse nach Mainz zum einfachen Personenzugfahrpreise mit Giltigkeit bis zum 30. Juni 1900 verausgabt. Diese berechtigen auf der Hinfahrt ausschließlich zur Benutzung der Sonderzüge. Zur Rückfahrt gelten sie am 24. und 25. Juni nur für die Sonderzüge, pn d'en folgenden Tagen nur für die fahrplanmäßigen Personenzüge. Im übrigen gelten für diese Karten die Bestimmungen zu 2. Weitere FahrpreisevmäßU gungen treten für diese Strecken an den Tagen, an welchen Sonderzüge verkehren, nicht ein. 2) Aus den Strecken des Dtrektiionsbezirks Mainz, auf welchen Sonderzüge nicht verkehren, sowie von sämtlichen Strecken der Direktionsbezirke Frankfurt a. M., Köln, Saarbrücken, der Main- Neckarbahn, der Pfälzischen Bahnen, sowie der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft sind alle in der Zeit vom 21. bis einschl. 26. Juni 1900 nach Mainz gelösten einfachen Personen- und Schnellzugsfahrkarten erster, zweiter und dritter Klasse zur Rückfahrt nach der. Abgangsstation ohne weiteres bis einschließlich 30. Juni 1900 giftig. Die Rückreise muß vor Mitternacht des letzten Giltigkeitstages beendet sein. Einer Abstempelung vor dem Antritt der Rückreise bedarf es nicht. Auf dem Hin- und Rückwege ist je einmalige Fahrtunterbrechung gegen Bescheinigung des Sta- tionsbeamten gestattet. Kinder im Alter bis zu 10 Jahren genießen die tarifmäßigen Vergünstigungen. Personenzugsfahrkarten berechtigen bezüglich der Hin- und Rückfahrt nur zur Benutzung der Personenzüge, während die Fahrkarten für Hlle Züge auch zu den Schnellzügen Giltigkeit haben. Bei Benutzung der D- und L-Züge ist der tarif- nräßige Zuschlag zu zahlen. Freigepäck wird nicht gewährt. •• Radfahrer, die etwa die Absicht hatten, zum Guten- bergfest nach Mainz zu fahren, feien darauf aufmerksam gemacht, daß an den beiden Hauptfesttagen (24. u. 25. Juni) die Benutzung der Fahrräder und Motorwagen innerhalb des ganzen Mainzer Stadtgebietes unter Strass androhung verboten ist. ** Telegrammübermitteluug durch Telephon. Für die Benutzung des Fernsprechers zur Uebermittelung an die Teilnehmer der Stadtfernsprech-Einrichtungen und für die Aufnahme der Telegramme von diesen Teilnehmern gelten die folgenden Bestimmungen: A. Uebermittelung an« kommender Telegramme. Die Gebühr für das Zusprechen eines angekommenen Telegramms an den Teilnehmer beträgt ohne Rücksicht auf die Wortzahl 10 Pfg. Die Uebermittelung durch den Fernsprecher erfolgt nur auf schriftlichen, an die OrtSvermittelungsanstalt zu richtenden Antrag des Teilnehmers. Chiffrierte Telegramme und solche in fremder oder verabredeter Sprache können von der Ueber- mitteluug durch den Fernsprecher ausgeschlossen werden. — Die zugesprochenen Telegramme werden dem Empfänger in einem verschlossenen Umschläge unter gleichzeitiger Einziehung der Gebühr für das Zusprechen durch die Post zugestellt. — Die Gebühr für das Zusprechen eines Telegramms wird nicht erhoben, wenn der Aufgeber Eilbotenlohn vorauSbe- zahlt hat. Eine Rückzahlung des überschießenden Betrages des Eilbotenlohnes findet nicht statt. — B. Aufnahme abgehender Telegramme. Die Aufnahmegebühr beträgt 1 Pfg. für das Wort, mindestens aber 20 Pfg. für das Telegramm. Ueberfchießende Beträge werden auf die nächsthöhere durch 10 teilbare Summe abgerundet. Die für die Aufnahme und die Weiterbeförderung der Telegramme zu entrichtenden Gebühren werden am Schluffe eines jeden Monats oder früher, sobald sie den Betrag von 10 Mk. erreichen, erhoben. — Die Aufgabe von Telegrammen mittels Fernsprechers kann seitens der Teilnehmer jederzeit erfolgen, ohne daß es eines Antrages oder einer vorherigen Benachrichtigung der Vermittelungsanstalt bedarf. AevMerurigszunahme durch Heöurten. 11,15 AMERIKA 1526000- -PEUT5CHBNP77<3990i FRANKREICH!-.' •51520 • t » 5 11V ENGlflNP-^ 452861 -JAPAN 366096- ITALIEN i 3413256 ST . In fast allen Ländern der Erde macht sich das Anwachsen der Bevölkerung durch den Ueberschuß der Geburten über die Sterbefälle geltend, in einigen in höherem, in anderen in niedrigerem Maße. An der Spitze steht das Deutsche Reich, dessen Bevölkerung von Jahr zu Jahr steigt, am schlechtesten steht Frankreich da, hier sind die Geburten nicht imstande, die Sterbefälle zu erreichen, infolgedessen geht die Bevölkerung ständig zurück. In unserer beifolgenden Uebersicht sind nur die Geburten, nicht die Sterbefälle, bildlich dargestellt, und zwar durch die Größe der Kinder. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika stehen mit 1526 000 Geburten an erster Stelle, dann folgen da« Deutsche Reich mit 773990, England mit 452861, Japan mit 366096 und Italien mit 343256 Geburten. Frank« reich mit seinen 51520 Geburten kommt kaum in Betracht. Diese Zahlen gelten für 1899, sie bewegen sich — mit alleiniger Ausnahme Frankreichs — in aufsteigender Linie. Im prozentualen Verhältnis zur Bevölkerung ist die Zahl der Geburten bei uns am größten (14,6 %e)# sie beträgt in Amerika 11,16 •/«, in England 11,5 o/fle, in Italien 11%» in Japan 8,7 °/M, in Frankreich dagegen nur 1,2 «/w. anmm Bad Nauheim, 20. Juni. (Unterhaltungen). Donnerstag, den 21.: Konzert der Kurkapelle. Abends Sinfonie-Konzert. Freitag den 22.: Konzert der Kapelle des Ulanen-RegimentS aus Hanau. Bei gutem Wetter spielt die Kurkapelle nachmittags von 4 bis 6 am Teich- Hause. Abends 8 Uhr Theater: „Boccaccio". Samstag den 23.: Konzert der Kapelle des Jäger-BataillonS aus Marburg. Bei gutem Wetter spielt die Kurkapelle von 11 bis 12 Uhr vormittags am Teich. Abends von 8 bis 10 Uhr im Saale Tanz. Sonntag den 24. auf der Terrasse: Konzert der aus 60 Künstlern bestehenden amerikanischen Militärkapelle Sousa. BadNauhei«, 21. Juni. Am 28. Juni findet die Weihe des neuen Sprudels statt, wie man sagt, iu aller Stille. Am Abend des genannten Tages ist Feuerwerk und am nächsten Tage gelangt im Kurtheater das Bad-Nauheimer Festspiel „Hier geneset man!" von Wilhelm Wagner zur erstmaligen Aufführung. Darmstadt, 20. Juni. Der Großherzog empfing am 20. Juni u. a.: den Amtsrichter Dietz von Beer- selben, den Oberlehrer Dr. Bernbeck vom Gymnasium zu Gießen, deu Oberarzt Dr. Textor vom Laudeshospital Hofheim. Darmstadt, 21. Juni. Der Großherzog wird sich schon Freitag, 22. Ium, zu den Festlichkeiten nach Mainz begeben. Mainz, 21. Juni. Der von der Großh. Handelskammer Mainz verfaßte Entwurf eines neuen hessischen Handelskammergesetzes wurde vom Großh. Ministerium des Innern sämtlichen hessischen Handelskammern mit dem Ersuchen unterbreitet, eine Beratung des Entwurfs vorzunehmen und die erforderlichen Vorschläge dazu bis längstens 1. August dem Ministerium wieder zuzusenden. Mainz, 21. Juni. Die Zurüstungen zum Guten- bergfeste in Mainz sind nahezu vollendet. Eine reiche Zahl von Gästen wird zum Feste eintreffen. Seine Kgl. Hoheit, Großherzog Emst Ludwig von Hessen, Vertreter der verschiedenen Staaten und Städte und zahlreiche Gelehrte des In- und Auslandes haben ihr Erscheinen zu- ;esagt. Gleichzeitig tagen die Jahresversammlungen der Buchdrucker und Journalisten in Mainz. Zwei Festschriften, eine, an der Gelehrte aller Länder mitgearbeitet haben, und eine solche von Mainzer Herren, sind erschienen. Die überreich beschickte typographische Ausstellung wird pünktlich am Samstag, dem 23. Juni, eröffnet Am Sonntage ist große akademische Feier und darauf Huldigung am Denkmale. Ein Festessen am Nachmittage und ein Kommers am Abend füllen den Rest des Tages aus. Montag, den 25., findet der große Festzug statt. Zahlreiche Fremde haben bereits Fenster gemietet oder aus den Tribünen Plätze belegt. Man hat bereits eine Erweiterung >er Tribünen, die an bevorzugten Stellen errichtet sind, vornehmen müssen. Karten zu denselben sind zu 5 Mark in Mainz bei Heim und Rachor zu haben. Am Abend vereinigen sich die Zugteilnehmer zu einem Kostünffeste in der Stadthalle, zu deren Garten noch der Brückenplatz hinzugenommen wurde, um ein Lager der Zünfte zu arrangieren. Am Dienstag ist großes Volksfest in der Stadthalle und eine Rheinfahrt, die in der That großartig zu werden verspricht. In Bingen und Eltville hält die Flottille an. Ein vorzüglicher Trunk ist von den beiden Weinstädten für die Festeste bereit gestellt. Abends wird >as Rheinufer illuminiert. Wir sehen, die Mainzer trengen sich an, ihren größten Mitbürger gebührend zu feiern. Wetzlar, 18. Juni. Vor langen Jahren ist ein Herr Max Schäfer von hier nach Amerika auSgewandert, dem es durch feine Thatkrast, Geschicklichkeit und Umsicht ge- ungen ist, in dem fremden Lande zu großem Wohlstände und Einfluß zu gelangen. Herr Schäfer, welcher die zweitgrößte Bierbrauerei New Yorks fein eigen nennt, hat nun im Vorjahre feiner Vaterstadt Wetzlar einen Besuch abgestattet, und bei dieser Gelegenheit 3000 Mk. zu Gunsten )eS hiesigen Kinderheims mit der Bestimmung geschenkt, daß er über die Zinsen derselben durch einen mit ihm verwandten Herrn verfügen lassen werde. Nachdem nun die 11 - -L ..... Jahreszinsen fällig geworden find, hat der Bevollmächtigte des Stifters nach Verabredung mit den Herren des Armen« kollegiums verfügt: 3/s des fraglichen Einkommens sollen nach Bestimmungen des Armenkollegiums für Zwecke deS KinderheimS verwandt werden- Vs der jährlichen Zinfen soll dagegen am 16. Juni jeden Jahres, dem Geburtstage des Geschenkgebers, der jeweiligen Vorsteherin des Kinder« heimS übergeben werden, mit der Bestimmung, daß die Genannte diesen Betrag nach eigenem Ermessen für da- Wohl des Kinderheims verwenden soll. In tiefem Sinne find die Zinsen des Kapitals erstmalig zur Auszahlung gekommen. Vermischtes. * Vom Reichs-Limes-Mrrseum. Aus Bad Homburg, den 14. Juni, wird dem „B. T." geschrieben: Unser Kaiser liebt es, zu überraschen. Als unser Bürgermeister Dr. Tettenborn heute früh vom Reichs-Limes-Kommissar Baurat Jacobi gebeten wurde, einmal auf die Saalburg zu kommen, weil der Kaiser ihn zu sprechen wünsche, dachte er Aewiß eher an alles andere als daran, daß man ihn als Mitwirkenden bei der Zeremonie der Legung des ersten Steines für das Reichs-Limes-Musoum nötig habe. Auch der Gymnasialdirektor Dr. Schulze kam „wie von ungefähr" dazu. Er hat schon viel über die Saalburg und über das römische Soldatenleben im Taunus geschrieben und durste bei dieser Feierlichkeit natürlich nicht fehlen. Bildhauer Götz von Berlin war telegraphisch beordert worden; er soll bekanntlich die Statue des Antoninus Pius, ß>es Erbauers des Kastells, modellieren. Als Vierter im Bunde war noch Kommerzienrat Dessauer vom Aschaffenburg anwesend, der dem künftigen Museum bereits eine wertvolle Schenkung römischer Funde zugewandt hat. Nach dem Kaiser und der Kaiserin und ihrem Gefolge that jeder dieser Herren die drei üblichen Hammerfchläge auf einen Stein, der sich schon im alten Römerkastell befunden hat, und mit einem Hammer, von dem wenigstens der Stil römischen Ursprungs ist. Er ist aus jenem Holz gefertigt, H'as man in einem Brunnen der Saalburg gefunden hat und das durch das Alter und die Einwirkung das Wassers schwarz wie Ebenholz und hart wie Eisen geworden ist. Der Kaiser unterhielt sich lebhaft mit jedem der anwesenden Herren und sprach seine Befriedigung darüber aus, daß die Sammlungen für die Rekonstruierung der Saalburg einen so guten Fortgang nehmen. Er erklärte, sein liebes Homburg werde noch große Freude an der Saalburg erleben; er hoffe, den Platz zu einem Wallfahrtsort der europäischen Gelehrtenwelt auszugestalten. Die Saalburg im Süden müsse ein würdiges Gegenstück der Marienburg im Norden werden. — Als Kuriosum sei erwähnt, daß sowohl bei der Ankunft als auch bei bem Verlassen der Saalburg das Kaiserpaar durch die Klänge einer echten römischen Tuba begrüßt wurde. Das Jnstru- ment Ist, wie so viele andere Sachen, eines schönen Tages beim „Puddeln" gefunden worden. Ob sich der Ansatz bei diesem Musikwerkzeuge durch das lange Liegen verschlechtert hat, oder ob die Römer an ihre Militärmusiker höhere Anforderungen gestellt haben als die modernen Kulturstaaten, bleibt noch für die römischen Altertumsforscher zu entscheiden. Thatsache ist, daß es weit und breit nur einen einzigen Menschen giebt, der dem Ungetüm einige harmonische Töne entlocken kann; das ist der Kreisajusschuß- diener Kitz in Homburg. Der Mann war in jungen Jahren Trompeter bei der Reiterei. — Außer Kommerzienrat Dessauer — ,,Das ist ein vortrefflicher Mann!" sagte der Kaiser von ihm — haben auch der Prinz Solms- Braunfels und der Fürst zu Wied dem Kaiser ihre Sammlungen römischer Altertümer zur Verfügung gestellt. Diese werden nach Fertigstellung des Baues ebenso wie das im Homburger Kürhause befindliche Saalburg-Museum dem Reichs-Limes-Museum einverleibt werden. * Eine Duellforderung. Wie verlautet, ist das Verfahren gegen einen Assessor der königlichen Staatsanwaltschaft in Dresden, der einen Vorgesetzten wegen eines angeblich verletzenden Verhaltens im dienstlichen Verkehr eine Duellsorderung hatte zugehen lassen, durch Niederschlag beendet worden. Gegen den Förderer war sofort ein Haftbefehl erlassen worden, der erst nad). Stellung einer hohen Kaution aufgehoben wurde. wagen stehen. Die besonderen Sicherheitswagen fürGeld- transporte zogen bis jetzt regelmäßig die Aufmerksamkeit der professionellen Eisenbahnräuber auf sich, und um diese Virtuosen der Einbrecherzunft, die die schlimmste Plage der Pacific Railway sind, zu täuschen, sollte die Sendung so unauffällig wie möglich passieren. Der Erfolg entsprach allerdings nicht den Erwartungen, denn die ganze Ladung wurde gestohlen. Zur Transportation der 20 bis 25 Ztr., die das Gold und Silber zusammen wogen, müssen offenbar eine ganze Anzahl Personen geholfen haben, und es ist nicht ganz klar, wie das den Aufsehern entgehen konnte. Die gesamte Polizei Chicagos ist natürlich alarmiert, und Chef Prnkerton hat seine geschicktesten Leute ausgeschickt, um die Spitzbuben zu fangen. — Zum Zweiten: Im „Zentralbl. f. Jagd- und Hundeliebhaber" erzählt der Geologe am Polytechnikum in Zürich Prof. A. Heim von einem klugen Hündchen. Er besitzt einen kleinen, keineswegs rassereinen Glatthaarpinscher. Das Tier ist intelligent beanlagt. Es hat durch mehrmaliges Zeigen rasch begriffen, daß man an bestimmten Stellen für ein Geldstück ein gutes Brötchen erhalten könne. Giebt man jetzt dem „Foxli" ein Fünf-Rappenstück, so faßt er es im deutlichen Bewußtsein seines Wertes begierig, verbirgt es in einer Ecke unter der Holzwolle seines Lagers und schützt es. Rüstet sich seine Herrin am folgenden Tage zum Ausgang, und merkt „Foxli", daß er mitgehen darf, so holt er sein verstecktes Geldstück und trägt es verborgenj im Maul eine halbe Stunde oder noch länger mit. Kommt man an einem Bäckerladen vorbei, so legt „Foxli" das Geldstück vor dem Laden zu Boden und bellt und zupft seine Herrin, wenn sie sein Belle icht versteht, am Kleid, bis sie ihm für das Geldstück ein Brödchen kauft. Giebt man im Polytechnikum dem Hündchen ein Geldstück, so läuft es damit zu der Eßwarenverkäuferin in der unteren Halle, legt das Geldstück vor sie hin und dellt sie an, bis sie ihm eine Semmel giebt, und dann darf sie auch das Geldstück nehmen. Es kann vorkommen, daß „Foxli" zwei oder drei ihm geschenkte Geldstücke an verschiedenen Orten tagelang verborgen hält, bis ein Ausgang ihm Gelegenheit giebt, sie zu verwenden. Sicherlich vergißt er dann aber auch nicht, sein „Taschengeld" mitzunehmen. — Zum Dritten: Aus New Port wird berichtet: Die amerikanischen Millionärssöhnchen habe jetzt eine neue Art Ides Amüsements entdeckt. In den südlichen Staaten besonders ist ein neuer Jagdsport Mode geworden, der an Grausamkeit und Scheußlichkeit alles bisher dagewesene übertrifft. Es handelt sich um eine Menschenjagd mit Bluthunden. Ein Jagdklub von schwerreichen Leuten in Richmond, Virginia, unternahm dieser Tage eine aufregende Jagdpartie. Ein Weißer und ein Neger wurden^ für diesen Zweck gemietet. Man gab ihnen einen Vor-« sprung von zwei Stunden. Drei wilde Bluthunde wurden dann auf ihrer Fährte losgelassen und die Jagdgesellschaft folgte zu Pferde. Die Jagd nahm zum Ausgangspunkt das Dorf Suffolk. Nach einigen Meilen im Galopp nahmen die Hunde unter fürchterlichem Gebell die vorausge- schickten Menschen wahr, die in ihrer entsetzlichen Angst nur noch mit Mühe einen Baum erklettern konnten, und so noch der Gefahr entgingen, in Stücke gerissen zu werden. Dieser unmenschliche Sport ruft in der amerikanischen Presse scharfe Proteste hervor. — Nun wollen wir genug sein lassen des grausamen Spiels. Universität und Hochschule. — Der Lektor der englischen Sprache an der Universität Straß» bürg, Dr. John Robertsohn, hat den kürzlich erhaltenen Ruf an die nordamerikanische Universität Ann Arbor im Staate Michigan abgelehnt. — In Berlin beging der Philosoph und Pädagoge Profeffor Dr. Friedrich Paulsen das 25jährige Jubiläum als Universitätslehrer. Professor Daulsen hat seine Thätigkeit ausschließlich der Berliner Hochschule gewidmet. — Die Lehrstelle für Untersuchung der pflanzlichen und tierischen Fette, Oele und Wachsarten, der Mineralöle und übrigen Naphthaprodukte in Berlin ist dem Vorsteher der Abtellung für Oel- prüfung an der mechanisch-technischen Versuchsanstalt Dr. Holde vom 1. Oktober ab übertragen worden. — Der außerordentliche Profeffor Dr. Paul Schoen in Jena ist zum ordentlichen Profeffor der juristischen Fakultät ernannt worden. — Aus Würzburg wird geschrieben: Als Nachfolger des »erstorbenen Profeffors für Archäologie Dr. Sittl ist der Privatdozent Dr. Wiedemann, früher in Freiburg in der Schweiz, gegenwärtig in München, ausersehen. — Der Direktor des Verwaltungs'Departements des Reichs-Marineamts, Wirklicher Geheimer Admiralitätsrat Ferdinand Perels ist zum o. Honorar-Profeffor in der juristischen Fakultät der Universität zu Berlin ernannt worden. zandwirtschast. — Die «aschinen für die Landwirtschaft finden bei de«- anhaltenden und fortwährend steigenden Mangel an Arbeitskräften mehr und mehr Anwendung. Eine Maschine, die ganz besonder« geeignet ist, als Ersatz menschlicher Arbeitskräfte zu dienen, ist die Mähmaschine, deren Anschaffung jedem Landwirt anzuraten ist. Zweck dieser Zeilen ist es nun, auf eine Marke aufmerksam zu machen, deren Leistungen die Handarbeit nicht nur ersetzt, in viel kürzerer Zeit ausführt, sondern auch an Güte übertrifft. Wir meinen die „Maffey-Harris" Mähmaschinen .Brandford Nr. 3" für Gras und Klee, .Brandfort Nr. 3 mit Hand, ablage" und „Imperial mit Selbstablage- für Getreide und, last not least, den „Offenen Elevator-Binder*, der nicht nur mäht, sondern das Getreide auch in Garben bindet und ablegt, also das vollkommenste dar. stellt, was die Maschinentechnik zu gunsten der Landwirtschaft geschaffen hat. Die vorerwähnten Maschinen sind amerikanischen Ursprungs und von der rühmlichst bekannten Firma Ph. Mayfarth u. Co. in Frankfurt a. M. in Deutschland eingeführt Diese Firma, im Jahre 1872 begründet, führt die Marke „Maffey.Harris" seit 14 Jahren und hat davon in den letzten drei Jahren über 6000 Stück äbgesetzt, Heuer allem etwa 3000 Stück. — Die Zeit der Reife verschiedener Obstsorten, wie Erd-, JohanmS- und Stachelbeeren, Heidel- und Himbeeren, Kirschen, Aprikosen. Pfirsiche, Pflaumen, ist da oder steht nahe bevor und wir wollen daher alle Produzenten und Kaufliebhaber wieder auf die Frankfurter Zentral, stelle für Obstverwertung aufmerksam machen, die cs den Verkäufern und Käufern so sehr leicht macht, die Obsternte an den Mann zu bringen bezw. den Bedarf an Obst zu decken. Die Interessenten haben nur das zur Verfügung stehende Quantum oder die benötigte Menge der Zentralstelle anzugeben, um sofort von dieser, und zwar ohne daß irgend eine Vergütung für die Vermittlung zu zahlen wäre, mit einer größeren Zahl von Produzenten und Kaufliebhabrrn in Verbindung gesetzt zu werden. Bedingung ist nur, daß das abgesetzte oder erworbene Quantum immer sofort der Zentralstelle mitgeteflt wird. Es wird natürlich erwartet, daß immer nur gutes Obst geliefert wird; die Käufer sind gebeten, von nicht befriedigenden Lieferungen dem Komitee Mitteilung zu machen. Gut ist es, wenn mit den Anmeldungen nicht zu lange gezögert, sondern schon vor der Reife von dem erwarteten Ertrage bezw. der benötigten Menge der Zentralstelle Mitteilung gemacht wird, damit die Vorverhandlungen vor der Reifezeit erledigt werden können und seinerzeit auf Grund der geschehenen Abschlüffe sofort mit dem Versandt begonnen werden kann, denn manche Obstsorte verträgt ja kein langes Lagern. Es werden auch für Spätobst, insbesondere Aepfel und Birnen, etzt schon Anmeldungen angenommen. WöchentlicheNebersicht der Todesfälle in Gieße«. 24. Woche vom 10. Juni bis 16. Juni 1900. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 10,48»/<»o, nach Abzug der Ortsfremden 4,190/*. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Lungenschwindsucht 3 (1) 3 (1) — — Lungenentzündung 1 (1) 1 (1) — 1 Krämpfsn ______1 (1) —____________1 CO_____”_____ Summa : 5 (3) 4 (2) 1 (1) — Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse von SO. Jaul. Wechsel auf New-York zu 4.20Ve-21Vt- Prämien auf Kredit per ult Juni 1.20 %i do. per ult Juli 3.000/q, Diskonto-Kommandit per ult. Juni 1.20%, do. per ult. Juli 2.80 */», Lombarden per ulh Juni 0.40 "/o, do. per ult Juli 0.80°/, Deutsche Bank per ult. Juni 0.00, Staatsbahn-Aktien per ult. Juli 0.000 Berliner Handelsgesellschaft per ult. Juli 0.00 o/o. Notierungen: Kreditaktien 216.30-216-50, Diskonto Kommandit 178.50.90-60-80, Staatsbahn 142.20-000.00, Gotthard 138.00, Lombarden 27.80-00.00, Ungar. Goldrente 96.10, Italiener 94.10, Sproz. Mexikaner 24.80, Oesterr. Coupons 84, Amerik. Coupon! 4.171/* Privat-Diskont 5 % G. lV«-28/a Uhr: Kreditaktien 215.50-217.30-000.00 bz., Diskonto- Kommandit 178.90-179.70.00. b?, Staatsbahn 142.10-50 bz., Lombarden 27.80-00.00 bz., Laura 235-235.80-235.50 bz., Harpener 00-000 bz., Bochumer 222.60-223.60 bz., Portugiesen 00.00. Limbttrg tu d. Lahn, 20. Juni. Frachtmarkt. Durch, schntttspreis pro Malter. Roter Weizen 18.76 Mk., Weißer Weizen —Mk., Korn 12.00 Mk., Gerste 0 00 Mk., Hafer 7.70 Mk., Erbse« —Mk., Kartoffeln —.— Mk. Schiffsnachrichte« Norddeutscher Lloyd. Vertreten in Gießen durch die Agenten: Tarl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 20. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer Großer Kurfürst, Capt. W. Reimkasten, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr vormittags wohlbehalten in New-Kork angekommen. tUZÖtil (k ’6 Geburten, t. « kam x4; bergen sich J ?! aussteigendn h,' akknung ist di,. ÄW m Italien Ist. egen nur 1,2 L ! al bet ötUoQuit 'en Herren Mh w Einkovmnr ß MS für N der jährlichen Ki reS, dein klsteherin des M Bestimulwg, Hl em Ermfu fit k Q., Ja titla Sinni ralig pt -iSztzM Mdt- tseum. Au; In „Ä r." «schrick W unfet Mrgr e, einmal auf h \tx zu i M bann btt Zeremonie te teichs-Limes-MusM ftor Dr. Schulze kn schon viel über t? itenleben im Zaunui ?iqckl'chkeit naiM in war telegrapbil* bie Statue be» Anis, modellieren. W MWU MM V rin und ihrem W blichen W* alten MerM ' r, von dem roenitf; (ft ist aiiv jenem ? nen der Saalbur^ r und die knnB B har! wie ibsms sich lebhaft mit I- it die Aekonstru^- S nehmen, r- große Freck , q)|ab :u einem » 2t auszuM M ::'AK den ass t, daß dem ß’JgJj.jr pfifft i4« ®«l»' d« Vbem ■taii rf.’' J.JSÜ* Sie ö^n ZM er könig A S • Heidelberg, 20. Juni. Zu einem Studenten- krawall größeren Umfangs kam es gestern Nacht. Ein Student war wegen Unfugs und Widerstands festgenommen, und in das Amtsgefängnis gebracht worden. Seine Korps- brüder versuchten ihn zu befreien, indem sie erst dem Amts aefängniS zuliefen, und dann zum Nachtlokal im Rat- häuse stürmten und die Thür mit Fauftschlägen und Stockhieben bearbeiteten. Etwa 40 Studenten waren an dieser Ausschreitung beteiligt, während mehrere hundert Zuschauer sie durch Johlen und Pfeifen animierten. Erst rnchdem mehrere Studenten verhaftet, und einem verhör unterzogen worden waren, gelang es der Polizei, die Menge zu zerstreuen und die Ruhe wieder herzustellen. * Belagerte Professoren. Die Studenten der Universität Catania baten dieser Tage den Rektor der Hochschule, die Prüfungen zu verschieben, da sich! die Prüflinge noch nicht sicher fühlten. Der akademische Senat wies die Bitte jedoch zurück. Kürzlich nun zogen die Studenten scharenweise in die Universität und zerbrachen in der Vorhalle das Pförtnerhäuschen und sämtliche Fensterscheiben der Laboratorien. Dann verschlossen und ver- rmmmelten sie das große Thor, so daß die Professoren nicht ins Freie gelangen konnten. Die Polizei kam den Belagerten zu Hilfe. Sie mußte jedoch durch die Fenster in die Universitätsräume klettern, da sämtliche Thüren versperrt waren. Es wäre sicher zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen Studenten und Polizisten gekommen die letzteren standen schußbereit da — wenn nicht der Rektor Ricco die Polizei aufgefordert hätte, zu verschwin- den, da der Zwist nur die Hochschulkreise interessiere. Server beleidigt ^ogen sich die Polizisten zurück, indem sie wieder den Weg durchs Fenster nahmen. Die Belagerung der Professoren dauerte sieben Stunden. Dann trat der Senat zu einer neuen Sitzung zusammen und bewilligte tert verlangten Aufschub der Prüfungen. Die Studenten liefen sich, dann,noch das Versprechen geben, daß sie nicht disziplinarisch bestraft werden würden. Nachdem alles geordnet worden war, wurden die Thüren geöffnet, und die Professoren durften nach! Hause gehen! * Graf Tolstoi und die griechisch-katholische Kirche. Wir entnehmen dem „Swobodnoje Slowo" folgende Verfügung bei heiligen Synod« über den Dichter Leo Tolstoi. Ztrkularisch. Vertraulich. Gin Ukas Seiner kaiserlichen Majestät bei Herrschers aller Reußen, aus dem Wladimierskschen geistlichen Kon- fisckrium. Nach dem Ukas Seiner kaiserlichen Majestät hat daS Wladi- miacsksche geistliche Konsistorium die Mitteilung deS Vorsitzenden des heiligen Synods, des Kiewschen Metropolitan Johanniky angehört; in bietet war auSeinandergesetzt, daß Graf Leo Tolstoi in den Werken, wo er seine religiösen Anschauungen zum Ausdruck bringt, sich als Feind der orthodoxen christlichen Kirche klar und deutlich gezeigt hat. Den Zinsen Gott in drei Personen erkennt er nicht an, die zweite Person der Dreieinigkeit — Gottes Sohn — nennt er einen einfachen Menschen, «Mellt den heiligen Text des Evangeliums, tadelt die heilige Kirche, intern er sie eine menschliche Einrichtung nennt, verwirft die kirchliche Hierarchie und spottet über die heiligen Sakramente und Gebräuche der heiLgen orthodoxen Kirche. Solche Leute erklärt die orthodoxe Kirche feiarlich am ersten Sonntag der großen Fasten in Anwesenheit chrer tteeen Kinder für fremd der kirchlichen Gaben. Daher wird die i^ialtung einer Seelenmesse über Graf Leo Tolstoi, falls er stirbt, ohne flupe zu thun und sich mit der Kirche zu versöhnen, unzweifelhaft das gewissen der treuen Kinder der heiligen Kirche aufregen und eine Ser (edhing Hervorrufen, die verhütet werden muß. In Angesicht deffen hat der heilige Synod beschloffen, die Abhaltung der Gedächtnisfeier und Seelenmessen für Graf Leo Tolstoi im Fall seines Todes ohne Buße zu verbieten. Auch hat derselbe befohlen: vom Inhalt tief« Mitteilung die Probfie zu benachrichtigen, damit dieselben davon die untergeordneten Geistlichen in Kentnis setzen. 5 April 1900. Mitglied des Konsistoriums Oberpriester W. Kasatkin. Sekretär Grosdoff. Tischvorsteher I. Tschistjanoff. * Sommerliche Geschichten. Die große Hitze hat rwch vor den Hundstagen einige Seeschlangen, Enten und ähnliches Saure - Gurken - Gewürm ausgebrütet. In verschiedenen Zeitungen finden wir gleich drei hervorragende Züchtungen genannter Gattung. Zum Ersten: Gin „schwerer Diebstahl" soll in Chicago ausgeführt wo cden sein. Gestohlen wurden fünf Millionen Mark Gold und für einige 500000 Mark Silberbarren. Das Geld bk stand aus 48 Barren, die je 100 Pfund wogen, .und ivucde aus einem Wagen der Chicago Terminal Transfer Aailway Linie gestohlen. Die Eigentümer der Sendung, die an eine Bank in Kalifornien bestimmt war, wollten! die Sache besonders schlau anfangen, um die kostbare Ladung zu sichern und, so unglaublich es klingt, ließen sie die Barren in gewöhnlichen Frachtkisten in einem Güter- Präaiiiert: Butzbach 1898. Mein Geschäft verlege ich ab I. Oktober 1900 nach Bahnhofstrasse 30, Einige vorjährige Herren- und Damenräder billig abzugeben. Fr. 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In letzterem Falle sind die für die Terrasse gelösten Billets mit Zuschlag für das Saal-Konzert zu verwenden. 4827 ocmnnnocMK « x xxxxjooaoooocxxxxxjnnrxTXKi Danksagung Babette Schneider, geb. Köhler Giessen, den 22. Juni 1900. 4342 Steiustratze 33. 8045 vermieten. Hrmrvergerstraße 23. 347,079,400.— y> 4330 Schwarzer Mer Dr. Karl. Dr. Gelpcke. Dr. Bendixen. Perschjedenes i Al Utiu1*ud|v Olsten e 21,000,000.— 8,970,824.54 357.988,566.25 Das voll eingezahlte Aktienkapital beläuft sich auf................ Die Reserven der Bank betrugen inkl, Provisions- und Zinsreserve Ende 1899 ...... Die zur Ausführung gebrachten Hypothetengeschäfte erreichten am 31. März 1900 den Betrag von .......................... Die Gesamtsumme der Ende März 1900 im Umlauf befindlichen Hypothekenpfandbriefe belief sich auf............................ Für die mir bewiesene herzliche Teilnahme an dem schweren Verluste, der mich betroffen, spreche ich hierdurch meinen innigsten Dank aus. Schön möbliertes Zimmer zu vermieten. 4158 Bahnhofstraße 83, im Laden, links. (vor dem 3. Januar 1905 unkündbar und unverlosbar) eingekeilt in Stücke zu 5000 Mark, 2000 Mark, 1000 Mark, 500 Mark, 300 Mark, 100 Mark mit Zinsscheinen pr. Januar und Juli an den Börsen in Hamburg, Berlin und Frankfurt a. He zum Handel zugelassen. Die Hypothekenbank in Hamburg hat auf Grund des von dem Hohen Senate der freien und Hansestadt Hamburg bestätigten revidierten Statuts vom 16. Dezember 1899 die Berechtigung, auf den Inhaber lautende verzinsliche Hypothekenpfandbriefe auszugeben. Die Sicherheit der Hypothekenpfandbriefe und der Zinsen wird durch die von der Bank erworbenen hypothekarischen Forderungen und durch das Gesamtvermögen der Bank, insbesondere durch deren Grundkapital und Reservefonds gebildet. Die Bank erwirbt in der Regel nur ersstellige Hypotheken und zwar nur auf solche Grundstücke, welche einen dauernden und sicheren Ertrags- oder Verkehrswert haben. Die zur Pfandbriefunterlage dienenden Beleihungen müssen innerhalb 60 Prozent (drei Fünftel) des Wertes der zum Unterpfand zu bestellenden Objekte liegen. Die Pfandbriefe lauten auf den Inhaber, können jedoch auch auf den Namen in den Büchern der Bank eingeschrieben werden, in welchem Falle die eingetragenen Gläubiger von den Verlosungen etc. kostenfrei benachrichtigt werden. Rückzahlung erfolgt im Wege der Auslosung al pari. Die Nummern der ausgelosten oder gekündigten Stücke werden jedesmal alsbald nach der Ziehung oder Kündigung bekannt gemacht. Vor dem 2. Januar 1905 ist eine Verlosung und Kündigung ausgeschlossen. Die sämtlichen Serien dieser Hypothekenpfandbriefe müssen spätestens am 2. Januar 1965 al pari getilgt sein. Die zur Kündigung und Auslosung kommenden Pfandbriefe werden ebenso wie die Zinsscheine bei der Gesellschafts- kasse, sowie bei sämtlichen auswärtigen Verkaufsstellen unserer Pfandbriefe kostenlos eingelöst. Die Hypothekenpfandbriefe der Hypothekenbank in Hamburg sind zur Beleihung im Lombardverkehr der Reichsbank ued ihrer Zweiganstalten zugelassen. Hamburg, im Juni 1900. Hypothekenbank in Hamburg Suche per 1. Juli in der Nähe deS Justizgebäudes hübsch möbliertes Zimmer, pari, oder 1. Stock, Womöglich mit Pension. Offerten unter R. 4306 an die Ex- pebition dieses Blattes. Fadkv M vemiktea per 1. Juli d. I. 4166 Näheres Seltersweg 25, Cigarrengesch. 3823] Eine große, geräumige Scherrer per sofort zu vermieten. Robert Stuhl, Neustadt 23. Die Dividende der letzten 11 Jahre betrug 8% P- a- Die Geschäftsführung der Bank steht unter der Aufsicht des Hohen Senats der freien und Hansestadt Hamburg. Schreiukrskstlle N _______H. Sack, Große Mühlgafse 5. Tüchtige Aushilfskellner für Donnerstag gesucht. 4300 Stein- Garten. Hypothekenbank in Hamburg. 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Aschen Truppe- Zerstörun i.y.rem Per ^.esandi , leerst er gel i. ?)aL Die chii fctn, da der S ^bens möglüt 1 sonach ; . .D-^^Uidek ' Nachri . IPnt die £ber| iRrs ?: 5-V, 10 n a r e .[k'fe1 hab- 1 *»Tb g enf9" m Und 1 ^en "Da 1 "nd Bü Ui :kn?K'