1900 Dienstag den 22. Mai Amts- und Anzeigeblertt füv den Urcts Gieren Der Krieg in Südafrika. fast gebuug. * tzrMa-rspawde beiwohnen. und und am für - on Prinzess in'I Kompromiß-Antrags. fa - Annahme ivv nunmehr feststeht, | Mehrheit finbet^ narf» ben Informationen ReWftwn, Expedition und Druckerei: -chntstratze Nr. 7. E^de dieses MonätHch Berlin kommen und'der großen I ^i"besrar Di^er^ntrag der Zugeständ- S.riiftfn.hrAiMT4lbe beiwohnen. 1 öeß Bwnnw zurückkehren. — Der Kronprinz und btc Kr von Griechenland werden, wie i Bezugspreis viertcljährl. Mk. 9,20 monatlich 75 Pjg. mit Bringcrlohn; durch die Abhoigleüe« vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahr, mit Bestellgeld. Adresse für Depeschen: -nzeiger $14«• Fernsprecher Nr. 51. Eine Kroonstadter Drahtung des „Standard" schätzt die Bur en streit kraft am Rhenosterkopf auf 12,000 Man. Sie scheinen unentschlossen zu sein, ob sie den Vorstoß der Engländer abwarten oder sich nach dem Vaalflusie zurückziehen solle. Die Buren-Abgeordneten find m WashtNgton eingetroffen und begeistert begrüßt worden. Auf dem Bahnhofe wurden sie von einem Ausschuß erwartet, und sodann im Wagen nach dem Gasthof geleitet. In dem Speisesaal des Hotels hieß daH-Kongreßmitglied Sulzer die Abgeordneten willkommen. Am Sonntag Abend fand im Opernhause eine Versammlung statt, in der Mitglieder des Senats und des Abgeordnetenhauses sprachen. Die Versammlung hatte den Charakter eines Empfanges, nicht einer Kund- tflUli wMrofebanu [litt # Faß.NeuE Telegramme deS Gießener Anzeigers. London, 21. Mai. Die Königin Viktoria erhielt in ihrem Schlosse zu Windsor ein Telegramm ihres Enkels, des Herzogs von Jork, worin dieser ihr die Entsetzung von Mafeking mitteilt. London, 21. Mai. Nach einer Meldung aus Kron- | stadt haben die Kommandanten Wilhelm Botha und Swanepven sich unterworfen. . London, 21. Mai. Wie aus Kronstadt gemeldet wird, hatten die Buren, um den Tunnel bei Laingsneck zu zerstören, zwei mit Dynamit beladene Automobilwagen mit Volldampf in den Tunnel einfahren lassen. London, 21. Mai. Nach einer Kronstadter Meldung der „Daily Mail" hat Präsident Stein sein Haupt- Quartier nach Wrede verlegt. Loudon, 21. Mai. Lord Roberts telegraphiert aus Kronstadt vom 20. d. Mts., 3 Uhr nachmittags: Erne amtliche Meldung über die Entsetzung Mafe- kings ist hier noch nicht eiugetroffen. General Rund le berichtet, daß er mit seinen Truppen BreslerS Falt i Trommel und Clocolan besetzt hat. Der Feind zog sich I auf Senecal und Pietsburg zurück. Washington, 21. Mai. Die hiesigen Behörden glauben bestimmt zu wissen, daß England entschlossen ist, den Kampf in Südafrika fortzusetzen., Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Mndwirt Mütter für hessische Volkskunde. Der Jubel über den Entsatz von Mafeking ist in England ganz ungeheuer, und hat kaum seines Gleichen, ganz London herrscht der tollste Karneval. Ueberall wird gelärmt, gesungen, überall sieht man Fahnen, Flaggen, Ander, Festzeichen, selbst jede Droschke ist beflaggt. Die «menge ist ausgelassen. Der Wagenverkehr m ~ * sämtlichen Hauptstraßen ist unterbrochen. Im Westen den Klubgegenden sah man am Sonntag Illumination SrüiJ Mw? W c Arbeiter 1— «gtte Mtittiim «ung bei iMipv Fraerwerk. r — Wie aus Paris telegraphiert wird, schlug Samstagvormittag ein Engländer in der Abteilung Nahrungsmittel in der Weltausstellung die Depesche von der Nachricht über die Befreiung Mafekings an. Die zahlreich anwesenden Engländer sangen die englische Nationalhymne. Franzosen eilten herbei, und antworteten mit dem M:. „Hoch die Buren!" Es begann eine Prügelei; die Polizisten machten den Kundgebungen bald ftfll E tz-r; Ml KDMu-E N1' ta 12,4 TS*1’*“ M« «ä, 3i, । 5^ M, ««wÄ«"1 Deutsches Mich. Berlin, 20. Mai. Aus Wiesbaden wird gemel- I bet: Am Samstagmorgen unternahm der K a is e r eine I Ausfahrt mit daran schließendern Spaziergang im Walde I hinter dem Nerothate. Um 10 Uhr fand au dem Platze vor dem Kurhause eine Parade der hiesigen Garnison und I der Unteroffizierschule in Biebrich statt. Die gruppen I hatten in einem offenen Viereck Aufstelttmg genommen. Der Kaiser erschien zu Pferde mit dem Bande des russischen Andreas-Ordens, Hegleitet von den Generalen von Hahnke, v. Plessen und v. Mackensen, sowie dem Flugel- adjutanten Major v. Boehn. Vor dem Kurhause hatte sich auch der russische Botschafter eingefunden. Wahres die Truppen das Gewehr präsentierten, ritt der Kaiser die I ^ront ab und nahm daim den Vorbeimarsch in Kompagnie- | tolonnen ab. Sodann kehrte der Kaiser an der Spitze der Fahnenkompagnie ins Schloß zuruck. Zu der Frühstücks- I täfel war auch der russische Botschafter Et den Herren der Botschaft geladen. - Der Kaiser bewegt sichhier recht ungezwungen.' Gestern beim Spazierritt im Walde trat ein cüter Invalide an ihn heran und ubeneichte ein Bittgesuch, das der Kaiser persönlich in Empfang nahm. Er unterhielt sich mit dem Bittsteller und gab dann das! Schreiben dem Adjutanten. — P r i n z u n d P r i n z e s s i n ! H ei nrich trafen am Samstagnachmittag uou Cronberg bier ein - Heute mittag sand beim Kaiser anläßlich beä Geburtstages des Kaisers von Rußland em I Diner statt. 'Der Kaiser trank auf das Wohl des Zaren; die Musik spielte die russisckfe Nationalhymne. Nach der Tafel hörte der Kaiser den Vortrag des Staatssekretärs Grafen Bülow und unternahm dann rn Begleitung des Prinzen Heinrich eine Spazierfahrt durch da^ Rerothal, und geleitete den Prinzen zum Bahnhof. Ins Schloß zurückgekehrt, erledigte der Kaiser Regierungsangelegen- I Der „Post" wird aus Amsterdam vorn gestrigen I Tage gemeldet: Sehr zuverlässigen Nachrichten zufolge I können wir Nntteilen, daß die Verlobun g der Ko- I nigin Wilhelmina bevorsteht. Die Königin durfte I von Schwarzburg aus als Braut nach den Niederlanden. ^J^fchgE'er Entgleisung zweier Eisenbahn- ,«ge am Vetsluß kann bet Eisenbahnbau erst in einigen Tagen fortgesetzt werden. . t f Rundles Division und die Division der Kolonial« triivven laaern jetzt bei Clocolan. Wie verlautet, find große Burenabteilungen, die in der Richtung nach Btthlehem Marschierten, wieder umgekehrt, um dm Truppen RundleS Widerstand zu leisten. Die Buren beabfichtigen zunachst sich nach einem schwer zugänglichen Gelände zwischen Traksburg und Bethlehem zurückzuziehen, das sich besonders für Hinterhalte eignet. — Dem Präsidenten des Reichsgerichts v. Oehl- schläger ist der Schwarze Adlerorden verliehen worden. $ Heinze erlassen eine Anzahl von Professoren des Strafrechts folgende ^Erklärung: Der unter dem Namen „Lex Heinze" bekannte Gesetzentwurf leidet an solcher Unbestimmtheit der Be-i griffe, daß er, zum Gesetz erhoben, m verschiedenstem. Sinne ausgelegt und angewendet werden konnte. Verurteilung oder Freisprechung waren vollig vom suchek tiven Empfinden des Richters abhängig, und es ist schon ohnehin das Vertrauen des Volkes zur Rechtspflege infolge unklar erund m angel- 6aft ge a6ter Strafgesetze schwer -tschb . tert Durch die Annahme der „Lex Heinze" wurde e» « erheblichemMaße weiter gefährdet und so da-s deutsche Volk in einem seiner idealsten Guter । geschädigt." Unterzeichnet sind dieordentlichen Pvo-. sessoren: Allfeld (Erlangen), v. Bar (Göttingen), Belina ^Gieüen) Binding (Leipzig), Birkmeyer (Munchchi), v Calter (Straßburg), Frank (Halle), Güterbock (Königs-, bcra) b SiKentbal ®tibetberg), v. Ätzt (Berlin,, Lömmg (Jena), b. Wer (-Tübingen), 0. Rohlanb (Freiburg > Buh Sdjinibt (Freiburg j. Br.), b. Seeger (Tübingen), ©tein «n Ende. .. . I Heute liegen auch einige Meldungen vor, die das I Dunkel lichten, in das die zum Entsatz von Mafeking I führende englische Unternehmung bisher gehüllt war. Aus I Kapstadt via London wird gemeldet: „Wir näherten uns I der Stadt von Süden und wurden von den Buren in I großer Stärke angegriffen. Der Angriff wurde zurück- I geschlagen, und wir drangen vorwärts. Die Buren hielten I nicht Stand, sondern zogen sich eiligst zurück. Wir verfolgten dieselben. Unsere Verluste sind gering." Ferner I liegt uns aus Kapstadt folgende Reuterdepesche vom 19. ds. I ÖDr „Aus dem Betschuanaland sind jetzt Meldungen über I den Marsch der zum Entsatz Mafekings entsandten Abteilung I rmaeaangen. Danach verließ sie Kimberley in aller Stille I kam durch die Bezirke von Taungs und Vryburg, ohne I auf Buren zu stoßen. Am 11. Mai wurde 20 englische Meilen südlich von Mafeking der Marotsamfluß erreicht. Ursprünglich bestand die Abteilung aus i Z Maximgeschützen. Nach dem Marsche durch Barkly^West I surde ein Regiment wegen des schlechten Zustandes der I Pferde abgetrennt. Die Entsatztruppe^ die mit geringem Gepäck marschierte, legte 20 englische Meilen (32 Kilometer) | I^Der^D'aNy Mail" wird aus Pretoria telegraphiert: I „Das Exeeutiv-Komite verhandelte in langer geheimer Sitzung über die Ratsamkeit der Zerstörung der Gold- «iinen Aus bester Quelle wird versichert, die Transvaal- Regierung beschloß, sie nicht zu zerstören. — „New-York perald" veröffentlicht ein Telegramm aus Pretoria, wonach Präsident Stein trotz der schlimmen Lage eine entschlossene Haltung bewahrt und Präsident Krüger in Pretoria die amiae Person ist, die Ruhe und Besonnenheit in der jetzigen aeiahrvollen Lage an den Tag legt. Die Regierung hat | Geschloffen, eine Botschaft an Lord Roberts zu entsenden, worin sie das Einstellen der Feindselig- keiten sowie die Versicherung verlangt, daß man den Trans-Kolonisten und den Bewohnern Natals, die in den Leihen der Buren kämpfen, Schonung angedeihen laffe. der Botschaft wird hinzugefügt, daß, wenn diese Bergungen iftcht erfüllt würden die Gruben von ^obannesburg in die Luft gesprengt und Johannesburg selbst zerstört werden würde. - Der kisenbahntunnel bei Langsueck ist bereits mit Dynamit unter furchtbarer Explosion von den Buren zerstört worden. Jede Verbindung ist auf Wochen hinaus un- noalich. Die Burenkommandos nehmen infolge dessen die lenkbar besten strategischen Positionen ein, die eme Erstürmung des Passes an dieser Stelle unmöglich machen. Der Berichterstatter von LaffanS Bureau m Pretoria labtet, er habe Grund zur Annahme, die Transvaal- Keaierung werde demnächst um Frieden bitten. Vie jüngsten Niederlagen hätten eine sehr demoralisierende Wirkung auf die Buren ausgeübt und es herrsche eine ver- (6aI-' Zur brüten Lesung ber Lex Heinze haben im- Reichstage Dr. Spahn und Dr. v. Levetzow beantragt, daü das Gesetz am 1. August 1900 in Kraft treten soll. b - Für die am Montag zu erwartende Fortsetzung ber dritten Beratung der Le x He i n ze ist an a lleMi t tzlie^ der der konservativen und deutsch en Reichs^ Partei die dringende Mahnung ergangen, Mann für Mannen erscheinen.im Zirkus Renz seitt^ des Goethebundes eine große öffentliche Protestversammlung gegen die le? S5e 1 näe fiatt — In der Budgetkommission des R e i ch s- tags wurde heute die Beratung der Novelle zum Rei^- stempelqesetz fortgesetzt. Artikel 3 betreffend die Stempel- abgabe von den! „Genußscheinen" wurde nach in ber Fassung erster Lesung angenommen. Artikel 4 bett, die Ermäßigungen" auf gewisse Arbitrage-Geschäfte ivurde vorläufig zurückgestellt. Die Verhandlung wandte sich au Artikel 5, der den abgeänderten und ergänzten Uri? enthält unb zwar zunächst zur Position. Kauf- und sonstige Anschaffungsgesck)afte. Em Antrag des Abg. B u 1 fing '(nl.), Renten und Schuldverschreibungen auslan- bischer Staaten sowie ausländische Ettenbahnobligationen. nur mit zwei Zehntel vom Tausend zu besteuern, wahrend tti erster Lesung drei Zehntel beschlo sen waren, wurde angenommen^ Ls folgk die Beratung des Stempels für Ka u f - u n d A n scha f s un g s ge s ch a f t e der An teile gewerkschaftlich betriebener Bergwerke oder der darüber MsgestellteU Urkunden (Ku^scheme, Bezugsscheine M- tretunasscheine). Bei der Absttmmung wird der Umsatz- stempel für Kuxe, wie in der ersten Lesung festgesetzt, kn be? tzohe °°N l vom Tnusenb beibehalten, hterauf wird der Umsatz stempel für sonstige Wert-Papier e, der in erster Lesung mit drei Zehntel vom Tause"^ beschlos en ist, in dieser Fassung angenommen Alvdaun wird der Kunststempel für börseumaßig gekaufte Ware» erörtert. Dieser war in erster Losung in Hohe von fünf Zehntel vom Tausend beschlossen worden. Auf Anttag befe Abg. Müller-Fulda wird er heute auf vier Zehntel herabgesetzt. Der vorher zurückgestellte Artikel 4 wird nunmehr angenommen, ebenso ein Antrag Mül^r-Fulda betreffend die Aufliebung der Befreiungen un Tarif des SternM (Mefccs Ziffer 1 und 2. Es folgt die Beratung den Steuer ' auf Schiffsfrachturkunden. Hierüber wird am Dienstag die Beratung fortgesetzt. In dieser Sitzung sol auch der vom Abg. Müller-Fulda verfaßte Bericht über: das Flottengesetz beraten werden. I — Im preußischen A b g e 0 r d n e t e n h a u s e wurde der Gesetzentwurf betreffend die evangelisch-lutherisch«». Kirchen-Verbände in Hannover und der Gese^ntwurf bett, die Bewilligung weiterer 5 Millionen zum Bau von Ä r- beiterwohnungen in dritter ^fung angenommen. hierauf wurde in zweiter Lesung die Maaren- Haussteuer-Vorlage beraten und mit unwesentlichen I Aenderungen angenommen. . . _ Zum Fleischbeschau-Gesetz schreibt heute die „Nordd. Allq. Ztg.", sie habe allen Grund anzunehmen, daß die verbündeten Regierungen dem agrarischen Auttage ihre Zustimmung nicht geben werden, eben 0 me fie I ieden Antrag ablehnen werden, ber für einen bestimmten I Zeitpunkt weitergehende Fleischeinfuhr-Verbote gegem ^m Auslande festsetzt, der den vollständigen ;NW b-s Pökelfleisches,enthält ber I ik>r von znberlässiger v«üe Reichstage eine . .. c ar « n a A tu » inr tbeir. beoorj. In lßaltEdelwk^ üiwT esuchl für bäum ... ibihon diese? Eiufer Kellen kann, m Itihtrn btt fomftlbtn 18 9k 1 bttrUuhi iu ex» ' Jfr. 1599 an Vu rt__________________ fort tzäuLi. ftttui 11 bang, für ti egeusosoch .3.2441 an: MIA. iit. 118 Erstes Blatt. L Meßmer Anzeiger ,« >l.4mcü beigelegt. X —I S * . I A* zV 44* All- »ozeigea-BermittlungSstellm d-s In- und Auslandes Iiv ahme »an «nzeigea zu der nachmtttaqS für d« | VA/) |T /j | /T | M |T 3 01 || 01 nehmen Anzeigen für den Gießener Anznger enlgege«. senden Tag «scheinender. Nummer bis vorm. 10 Uhr. X?L/V VW V VI V VVVV V Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auSwaNS 20 Pfg. Abbestellungen spätestens abends vorher. J gejocht w-Skoßhandlm en an die U 1628. iäA esuchl. 36,1 Ul Victoria^ M« ,«««)»«ft , offenen unter w Wchen. und lief davon. Werbegerichts erklärt, daß sie sich der Berufung nicht anzuschließen vermöge. Gestern mittag fand bei dem Geh. Oberregierungsrat Friedheim, dem Vertreter des Polizei-Präsidenten, im Beisein von Polizei-Beamten mit den Direktoren und Vertretern der Straßenbahn-Gesellschaft eine Konferenz statt, »ifFe, zu denen die Regierungen im Interesse eines Zustandekommens des Gesetzes sich glauben verstehen zu können. München, 19. Mai. Wie die „Münch Ztg." von bestunterrichteter Seite erfährt, fand gestern abend die Verlobung der Herzogin Elisabeth in Baiern mit dem Prinzen Albert von Belgien statt. welche die Maßnahmen zur Beilegung des Streiks zum I Gegenstand hatte. Das Polizei-Präsidium hält das Ent- I gegenkommen der Gesellschaft zunächst für ausreichend. I Man hofft, daß füfy der Streik allmählich abflaut und damit | der Verkehr wieder geordnet wird. Andernfalls würden I schleunigst Hilfskräfte herangezogen werden. Gestern Nach- I mittag fanden zwei äußerst zahlreich besuchte Versamm- I hingen statt, in denen über den Stand des Streiks Bericht I erstattet wurde. Der Stand des Streiks sei insofern sehr I günstig, als gestern morgen nur ein ganz kleiner Teil der I Wagen in Betrieb gesetzt werden konnte. Die Straßenbahn- I Direktion habe bis zur Stunde noch nicht den Wunsch ge- I äußert, mit den Ausständigen in Unterhandlungen zu [ ungen vor den Reichshallen am Dönhoffsplatz und auf I dem Spittelmarkt wurden 11 Personen von der Polizei festgenommen. Am Halleschen User entgleiste ein Motor- I wagen. Da der Führer keinen Rat wußte, wurde tele- I phonisch ein Inspektor der Gesellschaft herbeigerufen, | Wilhelm Braun T.-8. Heinrich Geitz T.-8. Karl Kellermaon M.T.- V. Wilhelm Brühl 1-8. Wilhelm «rück T.-8. Karl Erb T.-B. Heinrich Len, T.-L. Otto Witttopp T.--». Gustav Wdhl W 'T Ang. Eger T.-8. von den tSraßen fern. Von den Streiken d en ist das Gewerbegericht als I Einigungsamt angerufen worden. Me Direktion der I Straßenbahn-Gesellschaft hat auf eine Anfrage des Ge- I ** Von der Uuiverfitat. Die Zahl der bei bei drei ordentlichen Immatrikulationen neu eingeschriebene» Studierenden beträgt 254 und zwar 17, 49, 92, 96 der Reihe nach in der theologischen, juristischen, medizinischen und philosophischen Fakultät. Es ist kein Zweifel, daß die bisher höchste Frequenzziffer, die des Sommer- semester- 1899, noch erheblich übertroffen werden wird. ** Perfoaaluachrichtei. (Telephonische Meldung des Kurz nach halb 9 Uhr war die Ruhe gänzlich nneber* herbestellt. Auf den seitens des kommandierenden Polizei- Offiziers erstatteten Bericht war höheren Orts verfügt worden, daß eine Kompagnie des Kaiser-Alexander-RegimenE! in der Kaserne bis auf weiteres konsigniert werden sollte. I Auch an anderen Stellen kam es im Laufe des Tages zu Ausschreitungen, die aber gegenüber den am Rosenthaler Thor unbedeutend waren. Die Gesamtzahl der Verhafteten beträgt 103. Von den Ausständischen hat sich niemand an den Ruhestörungen beteiligt, sie waren sämtlich während des ganzen Tages von Berlin abwesend. es weg. In den Vororten kamen Ausschreitungen nicht vor, da aus Anordnung der Landräte ein Polizeibeamter, Gensdarm oder Gemeindediener jeden Wagen begleitete. Ein Gesuch an das Polizeipräsidium, auch in Berlin den Wagen eine polizeiliche Bedeckung mitzugeben, wurde ab- gelehnt. Daher wurde bald nach Mittag der Betrieb ganz eingestellt. Die Ausschreitungen in den verschiedensten Stadtteilen führten dahin, daß die Leute, die einige Fahrten gemacht hatten, sich weigerten, den Dienst fortzusetzen, da sie glaubten, ihres Lebens nicht mehr sicher zu sein. Mit der Einstellung des Betriebes hörten die Ausschreitungen von selbst auf. An den Bahnhöfen, die geschlossen wurden, war alles ruhig. Die Ausständigem- hielten sich nicht nur von den Bahnhöfen, sondern auch I „G. A." aus Darmstadt.) Der Großherzog hat am I 19. Mai den Steuerkommiffär am Steuerkommiffariat I Gießen, Karl Bähr in den Ruhestand versetzt und ihm die I Krone zum Ritterkreuz 1. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen, ferner am 19. Mai den Lehrer Johann Höhn aus Ensheim zum Hauptlehrer an der Ge- werbeschule zu Nidda ernannt. Zum Steueraufseher wurde ernannt mit Wirkung vom 1. Juni der Militäranwärter Vicefeldwebel Heinrich Reuhl aus Griedel. *• Au8 de» Militarwochenblatt. Dingel dein, Oberstleutnant in der 1. Ingen.-Jnsp. und Inspekteur der 2. Festungsinspektion, ist für die Dauer der diesjährigen Flottenmannöver an Bord eines Schiffes der UebungSflotte kommandiert. ** SOjährigeS Stiftungsfest. Die studentische Reformverbindung „Adelphia" beging am Samstagabend die Vorfeier zu ihrem 30jährigen Stiftungsfest durch einen Kommers, zu dem zahlreiche Alte Herren der Adelphia und Gäste geladen und erschienen waren, darunter auch der Rektor der Landesuniversität, Prof. Dr. Netto. Auf die Begrüßungsworte des stud. phil. Köser erwiderte der Rektor, er freue sich, daß die Adelphen als Hauptzweck ihrer Verbindung betrachteten, die ihnen von den Eltern anvertrauten jungen Leute vor allen Dingen zum Studium anzuhalten. Von den Gründern der Verbindung waren Medizinalrat Dr. Haberkorn und Stadtverordneter E»- melius anwesend. Gestern Mittag vereinte ein offizieller Frühschoppen die Adelphia mit ihren Gästen von neuem. Daran schloß sich am Nachmittag eine Wagevfahrt durch die Stadt nach Burg Gleiberg, um deren innere Renovierung sich die Adelphia ein wesentliches Verdienst erworben hat. Nach der Rückkehr vereinte eine recht fidele Abschiedskneipe die Adelphia mit ihren Gästen nochmals im Cafö Ebel. Geschieden wurde mit dem Wunsche: Auf Wiedersehen am 5. Juni in Bingen! *• Kaifer Regatta Biebrich. Den von der Stadt Biebrich gestiftete Ehrenpreis, den unser Mitbürger Rübsamen auf der Kaiserregatta unter zahlreichen Bewerbern errungen hat, finden wir im Schaufenster der Wilhelm Reiber' schen Möbelfabrik am Seltersweg, nebst Medaille ausgestellt. Mit Stolz darf die Rudergesellschaft 1877 auf diesen folg im Anfang der diesjährigen Renn-Saison zurück- blicken. *♦ Turnerisches. Bei dem gestern gelegentlich der Gau- turn fahrt des Turngaues Hoffen nach Grüuberg veranstalteten Wettturnen in volkstümlichen Hebungen (Weit- Hochsprung, Stabhochsprung, Steinstoßen und Zeithangeln) errang die hiesige Turnerschaft den 1. Preis mit 841/, Punkten Karl Müller T.«8. Jakob Frey T.-8. Polizei mit blanker ®affe auseinandergetrieben werden Bis gegen Mittag kam es zu verschiedenen kleinen Plänkeleien zwischen Polizei und Publikum. Um diese üeitmürbe wiederum auf einen Wagen geschossen, doch wurde niemand verletzt. Derselbe Wagen erhielt in Sckwnebera einen zweiten Schuß. Nach wie vor wurden die Waaeu mit einem Steinhagel empfangen und die Scheiben ein* geworfen. Durch das Gejohle und Geschreie werden die Pferde der Schutzleute wild. Auch schlug man ihnen mit Stöcken gegen die Hinterbeine, sodaß mehrere Polizisten abgeworfen wurden und zwei von ihnen schwere Verletzungen davontrugen. Zwei Personen aus dem Publikum sind im Krankenhause an den erhaltenen Säbelhieben gestorben, eine dritte ist schwer verletzt. Die Zahl der Leichtverwundeten betrug über 50. Um die in Dienst befindlichen Schaffner und Wagenführer zu schützen, befand sich auf dem Vorder- und Hinter-Perron eines jeden Wagens I je ein Schutzmann. Einzelne benutzte Strecken waren durch I starke Patrouillen besetzt. Abends um 7 Uhr verfügte das I Polizei - Präsidium auf Anweisung des Ministers des I Innern die vollständige Einstellung des Betriebes, da es I während der Dunkelheit für den Schutz der Passagiere und I Beamten keine Bürgschaft übernehmen konnte. Die Polizei I wurde, nachdem die Wagen auf die Bahnhöfe zurückgekehrt I waren, zurückgezogen. Kaum hatten die Mannschaften die I Reviere erreicht, als der Tumult von neuem losging. Eine | große Menge griff den Bahnhof am Weinbergsweg mit I einem Steinhagel an, und als die Polizei wieder erschien, I richteten sich die Steinwürfe gegen die Schutzleute selbst, | von denen mehrere schwer verletzt wurden. Mit blanker I Daffe hieb die Polizei auf die Menge ein und trieb diese in I die angrenzenden Straßen. Dieser wurde von der Menge umringt, die ihn über bad', Geländer hinweg in den Kanal zu drängen versuchte. Die Polizei mußte ihn befreien. Auch leichtere Verletzungen werden gemeldet, die sich Sttaßenbahmangestellte bei der Fahrt zugezogen haben. In Rixdorf wurde aus einer Schankwirtschaft auf einen Wagen geschossen. Die Kugel durchschlug beide Scheiben, verletzte aber niemand. In der alten Jakobstraße wurden an einem Wagen der Treptower Linie die Scheiben zertrümmert, der Schaffner wurde geschlagen, der Führer ließ den Wagen stehen . In der Leipzigerstraße wurden einem Wagen die Pferde ausgespannt. Man schirrte die Pferde ab und ließ sie laufen, das Geschirr zerriß man und warf treten. Die Höchstzahl der im Dienst Gebliebenen betrug gestern nach! Angabe der Direttion, Schaffner und Fahrer zusammen etwa 600 Mann. 200 Wagen sind im Betrieb geblieben. Das Straßenbild war heute schon in den Vormittags- I stunden sehr bewegt. In den Hauptverkehrsgegenden, | hauptsächlich an denjenigen Stellen, wo gestern Aus- I schreitungen vorgekommen sind, staut sich die Menge. Die I Polizei ist in großer Anzahl vertreten, um Exzesse zu ver- I hindern. Ansammlungen werden nicht geduldet. Straßen- I bahnangestellte in Uniform erblickt man nicht. Seit heute I morgen ist ein Teil der elektrischen Wagen wieder in Betrieb. I Jeder Wagen wird von mehreren Beamten der Straßen- I bahngeseklschaft begleitet. Der Streik ist auch heute vollständig. Die Behaupt I tung der Direktion der Gesellschaft, daß die AusständigM I die gestrigen Exzesse veranlaßt und sich an ihnen beteiligt I hätten, wird von der gesamten Presse als absolut unzu- I treffend bezeichnet. Das „Berliner Tageblatt" schreibt, es I müsse als in hohem Grade bedauerlich bezeichnet werden, I daß die Direktion mit solchen Waffen kämpft. Wie das- I selbe Blatt erfährt, wird die Streik-Kommission, da eine I Verhandlung vor dem Gewerbegericht an dem Widerstande I der Straßenbahn-Gesellschaft gescheitert ist, an den Ober- I bürgermeister Kirschner und den Geheimrat Friedheim zur I Intervention appellieren. Dieser Weg habe Aussicht, denn I Streikenden zum Erfolge zu verhelfen, wenn auch ein I Ende des Streiks vorläufig nicht abzusehen I ist. Aus ;ber gestrigen Konferenz im Polizeipräsidium, I wird noch berichtet, daß die Frage, ob die Straßenbahn- I Gesellschaft alles gethan habe, was in ihren Kräften stand, I um den Streik zu verhüten, bejaht worden ist. Die Polizei- I behörde sehe sich dieserhalb nicht veranlaßt, in den Streik I einzugreifen, werde vielmehr eine völlig unparteiische und I abwartende Stellung bewahren und nur dafür Sorge tra- I gen, daß keine Ruhestörungen Vorkommen. Wie das I „Kleine Journal" hört, ist unter den Abonnenten der I Großen Berliner Straßenbahn eine Bewegung im Gange, I Schadenersatz-Ansprüche für die Zeit des Ausstandes gel- I tend zu machen. Ein Komitee ist in der Bildung begriffen I und beabsichtigt, eine Versammlung der Abonnenten ssin- I zuberufen, in der die vor zunehmenden Schritte beraten I werden sollen. Aktionäre und Interessenten aus dem Pu- I blikum bereiten eine Petition an die Militärbehörde vor, I daß der Direktion der Großen Berliner Straßenbahitgesell- I sclwsi eine genügende Anzahl von Mannschaften des Garde- I Pionier-Bataillons oder der Eisenbahn-Brigade zur Ver- I fügung gestellt wurde, um den Betrieb ganz oder teilweise I aufrecht zu erhalten. Der „Vorwärts" ermuntert natürlich I in einem längeren Artikel die Streikenden, im Ausstande I zu verharren. Das Blatt sagt, die Ablehnung des Eini- I gungsamtes des Gewerbegerichts seitens der Direktion | beweise, daß die Herren nicht den Mut haben, ihre Hand- I lungsweise einem unparteiischen Gericht zur Aburteilung I zu unterbreiten. — Die Ausständiger machten heute einen I gemeinsamen Ausflug nach Schlachtensee. An verschiedenen Puntten der Stadt kam es zu Ex- I zessen. Am schwersten waren diese am Rosenthaler Thor. I Dort sammelte sich schon in der fünften Morgenstunde eine I Menschenmenge an, um den Arbeitswilligen den Zugang I zum Bahnhof im Weinbergsweg zu verwehren. Die Po- I lizei mußte ihnen den Zugang frei machen. Um 7 Uhr I morgens mußte die Volksmenge, die zu Thätlichkeiten I überging und die Scheiben der Wagen einwarf, durch die | AsslanS. Paris, 20. Mai. Offiziös wird dementiert, daß der Minister des Auswärtigem auf amtlichem Wege von der bevorstehenden Reise des Zaren nach Paris benachrichtigt worden sei. Die Reise sei zwar wahrscheinlich, aber bis jetzt habe der Zar seine diesbezüglichen Intentionen der französischen Regierung nicht mitgeteilt. Der Minister des Auswärtigen weiß ebenfalls nichts von der von verschiedenen Seiten als bevorstehend gemeldeten Reise des deutschen Kronprinzen nach Paris. Wien, 20. Mai. Die „Reichswehr" meldet aus Smyrna, daß das dortige österreichische Postamt von türkischen Wachen vollständig bewacht und jedem der Eintritt gewaltsam verwehrt wird. Der Briefträger des Postamts ist ohne Grund verhaftet und über acht Tage gefangen gehalten worden. Prag, 20. Mai. Der deutsche Verein hielt unter dem Vorsitz des Obmannes Forchheimer eine Plenar- Versammlung ab, und beschloß, das Körber'sche Sprachengesetz als unanehmbar für die Deutschen Prags zu erklären. Die Deutschen müßten unbedingt auf dem Pfingstprogramm bestehen. Triest, 20. Mai. DaS russische Mittelmeergeschwader traf hier zu fünftägigem Aufenthalt ein. Mtt demselben tarn der Großfürst Michael Nikolajewitsch an und reifte sofort nach Wien weiter. Konstantinopel, 20. Mai. Der Sultan ersuchte die Generaldirektion der Anatolischen Bahnen um Einsetzung zweier erprobter technischer Beiräte, welche an den Beratungen der im Aildiz Kiosk tagenden Kommission, die sich mit dem Bahnprojekt Damaskus-Mekka beschäftigt, teilnehmen und mit ihrem Rat die türkische Kommission unterstützen sollen. Die Anatolischen Bahnen entsprachen dem Wunsch des Sultans. — Die Konvention betr. die j von dem französischen Syndikat zu erbauende Bahn Beirut- DamaskuS-Rajak-Hama wurde gestern fanctionicrt und von den Parteien unterzeichnet. New-Hort, 20. Mai. Der Dampfer „Larinthia" von New-Orleans mit 1450 Maultieren für die britische Armee ist an der Südküste von Haiti aufgelaufen. Die Besatzung beträgt 150 Mann. Der Streik bei der Große« Berliner Straßenbahn. Berlin, 20 Mai. Der allgemeine Ausstvnd bei der Großen Berliner Sttaßenbahn-Gesellschaft ist vorgestern vormittag zur That- sache geworden. Er zieht die weitesten Kreise in Mitleidenschaft- Die Durchführung des Ausstandes vollzog sich in kurzer Ze't. Zur ersten Fahrt erschienen noch auf mehreren I Bahnhöfen einige Schaffner und. Führer, aber sie traten I entweder den Dienst nicht an oder legten ihn nach kurzer I Zeit wieder nieder. Neu angeworbenen Führern, die nod> I feine Fahrscheine vom Kommissariat für das öffentliche I Fuhrwesen besitzen, vertraute man elektrische Wagen an. I Zuweilen begleitete den Neuling ein Kontroleur noch ein I Stück Weges, dann aber war er sich selbst überlassen. Auch I das Bureau-Personal wurde zum Fahrdienst herangezogen. I Ungenügende Kenntnis der einzelnen Linien führte zu I mancherlei Konfusion, wobei Zusammenstöße mit I anderen Gefährten nicht ausblieben. Das Publikum, das I vielfach an einen so baldigen Ausbruch des Ausstands- I nicht geglaubt hatte, war zu einem guten Teil in nicht I geringer Verlegenheit. Verspätungen auf den Arbeits- I stellen, in den Gesck>äften, Schulen usw. sind sehr zahlreich I gewesen. Die Droschken waren so stark in Anspruch ge- I nommen, daß auch diejenigen, welche Nachttour hatten und I sonst um 7 Uhr morgens nach Hause fahren, weiter im I Dienst geblieben sind. Die Leitung der Straßenbahn-Ge- I sellschaft sucht durch Säulenanschlag neues Personal. Die I älteren Leute fahren meistens. Auf einzelnen Bahnhöfen I wurden neu angestellte Leute, die den Dienst bereits an- I getreten hatten, polizeilich von den Wagen entfernt, da I sie nichts im Besitz von konzessionierten Fahrscheinen waren. I Sie (mußten mit ihren Wagen nach den Depots zurückkehreu. I In der Nähe von sämtlichen Depots sind Polizeiwacht- I meister und Schutzleute postiert, um etwaige Aus- I schreitungen zu verhindern. Das Publikum äußert feine I Svwpathieen für die Ausständischen. Die Direktion macht I öffeuilio) bekannt, daß diejenigen Angestellten, die bis zum I Montag mittag den Dienst nicht "wieder aufgenommen I haben, wegen Vertragsbruches als entlassen zu betrachten I und auf ihre Wiederaufnahme nicht zu rechnen haben. Gestern mittag kam es in einigen Hauptverkehrsstraßen I zu ganz erheblichen Ausschreitungen. Auf dem Spit- I telmarkt und dem Dönhoffsplatz wurden Wagen aus den I Schienen gehoben und quer über den Straßendamm ae- I fihoben, wodurch der Verkehr einige Zeit gestört wurde. I Am Alexanderplatz wurde ein Kutscher mit Gewalt vom I Wagen heruntergeholt. Er ergriff die Flucht, um Mißhandlungen zu entgehen. Am Moritzplatz wurden um 2 Uhr mehrere Verhaft- I ungen vorgenommen. Auf jedem den Platz passierenden Wagen stand ein Schutzmann. Kutscher und Kondutteure I wurden mit faulen Aepfeln und anderen Gegenständen I beworfen. Man sprang auf Vorder- und Hinterperrons I der Pferdebahnwagen, tim durch übermäßige. Belastung I das Vorwärtskommen zu erschweren. Trupps von Schutz- I Teuten zogen auf den Platz. Berittene Schutzleute teilten | die Menge. Das Gejohle war ohrenbetäubend. Um 2 Uhr 1 15 Min. hatte die Polizei die Ruhe einigermaßen wieder | hergestellt. Das Publikum zerteilte sich zu Gruppen. Im Laufe des Nachmittags mußte mehrmals die I Feuerwehr zur Hilfe gerufen werden, um entgleiste Wagen wieder auf die Schienen' zu bringen, yei Ausschreit - 1 6. H 26'/, ■ 7. • • 26«/, ■ 7. w e 25Ve • 8. ■ ■ 25 • 8. H N 25 • ie. W ■ 23 ■ 18. ■ 217, ■ 14. w N 207, • 14. W 20'/- ■ 16. w • 19 V, ■ 17. a H 18 ■ Coursbericht do« Conrad »letz, Bankgeschäft, Gießen, Schulstraße 10 bei bti tret itbma Stu- 'S btt Reche ijdjtn uub , daß die Sommn» i wird, lduig des z hat am imviiffaml ib ihm die S Philippen Lehrer ä Ee- \tiyx wkU MvMün rücklings die Treppe herunter und war sofort tot. — Deo Rabbiner Dr. Schlesinger aus Bingen wird von der Mamzer Staatsanwaltschaft wegen Sittl ich keil sver- gehens steckbrieflich verfolgt. __________________r ,8. r? Gerichtssaal. A Gieße«, 21. Mai. Schwurgericht. Dem Vernehmen nach wird das am 11. kommenden Monats beginnende Schwurgericht länger "ne Woche in Anspruch nehmen. Esters i Klebes, fo, ^ssagiere u [ TieM • ^rückaetki- '^Neni Wng. * bngsweq b '^der ersG ^bleute |e[ti Mit blaut Jagd und Spart. Gieße«, 21. Mai. Vom Mainzer Radrennen. Hier ist die telegraphische Meldung eingelaufen, daß beim gestrigen Rennen zu Mainz im Vorgabefahren Duill-Gießen und im Tandemfahren Duill-Goertz (Gießen) je den 1 Preis errangen ___ iuzlich miebe enden Posj^ verfügt^ Werben solides Tagt-,, n Rosens- l der 1 hat sich mt. varen fite oefenb. Neueste Meldungen. Könitz, 21. Mai. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurden gestern nachmittag die Leichenteile des Gymnasiasten Winter bestattet. Auf dem Kirchhofe waren auch ein Kriminal-Polizei-Kommissar, sowie zahlreiche Polizeibeamte in Civil erschienen. Man gab sich der Hoffnung hin, daß der wirkliche Thäter sich auf dem Kirchhofe einfinden würde, um der Beerdigung beizuwohnen, und sich hierbei durch sein Verhalten verraten würde. Die Hoffnung der Polizei wurde aber nicht erfüllt. — Das Justizministerium sandte eine Kommission hierher, bestehend aus dem Ministerial-Direktor Lukas und dem Geheimen Ober-Justizrat Przeweloka zwecks Orientierung in der Mordsache. Paris, 21. Mai. Die Vorgänge an der marokkanischen Grenze geben der Kolonialverwaltung Anlaß zu ernsten Besorgnissen. DaS Kabinett hat beschlossen, die französischen Grenztruppen bei Tonad neuerdings zu verstärken. Ein Bataillon algerischer Schützen ist nach Ain Seura abgesandt worden. Die Truppen-Abteilungen zwischen Jgnig und Jgli werden ebenfalls verstärkt werden. Die Offiziere sämtlicher Grenztruppen erhielten Befehl, sich ausschließlich auf die Defensive zu beschränken. r rill, OW thtui btt 2. t bichhrigti- : MvgchNt W Ntfotia- itagM bit ■ buch Mkl DrW M rach >tto. iivsbu ermibertt b« ils )B den Ätm Studie inbung wor» totbntltt ii- 1 ck HM tu voll «1* trtroM W ßttitbeW ja Lafi Oersehe» AadtBiebr^ ■bernttrN rl« litte ausrf au! diese»' Saiso» $ der ® 'jj Artretterbewesung. Gießen, 21. Mai Dis hiesigen organisierten Steinmetzen "teilten vor kurzem an ihre Arbeitgeber das Ersuchen um Einführung der lOftilnbigen Arbeitszeit ohne Lohnabzug. Die Arbeitgeber zeigte« Entgegenkommen und bewilligten die Forderung, sodaß hier ein für beide Teile schädigender Ausstand vermieden wurde Die Vereinbarungen lOstündige Arbeitszeit mit entsprechender Erhöhung des StundenlohnS treten mit dem 18. Juni d. I. in Kraft. . Mainz, 21. Mai. Im Glasergewerbe droht, dem „Mainz. Anz." zufolge, ein Ausstand der Arbeiter. Auf gütlichem Wege haben sich jedoch die Meister und Gesellen geeinigt. Die Ersteren bewilligten eine Lohnerhöhung von 12 bis 15 Prozent. Die Arbeitszeit rst jedoch zehnstündig geblieben. — Im Barbier- und Frrseur-Gewerbe wurde in der gestrigen Sitzung der Lohnkommrssion der Meister und Gehilfen eine beiderseitige Einigung erzielt. In einer zum Dienstag etnberufenen Jnnungs-Versammlung (Turnhalle, Schießgartenstraße) werden die Beschlüsse zur Genehmigung vorgelegt. EXwkw^- wvvd nacfv STLaa» in cvyAXM, c&a/vve/t- StwcktHplate 11 Set StaSUvitcAe eKM. »Lr sfe W <»&/»- ‘SÄ em LS ÄS leben ungen usw. den neuen Oberhirten zur kirchlichen Zere- 1 monie abholten. Die Konsekrationsfeier fand im West- 1 chor des Domes statt, in dessen beiden Seitenhallen rechts und links vor t>cm' Hochaltar in reservierten Plätzen der Vertreter der Staatsregierung, Freiherr v. Gagern, mehrere Regierungsräte, der Oberbürgermeister nebst zwei Beigeordneten, verschiedene höhere Offiziere, der Gerichtspräsident mit mehreren Räten, der Reichstagsabgeordnete Dr. Schmitt, die Landtagsabgeordneten Dr. Frenay, Dr. Brentano, Pennerich Und Molthan, der Handelskammerpräsident sowie mehrere Stadtverordnete Platz genommen hatten. Der Vertreter der StaatSregierung wurde bei seiner Ankunft an dem Portal des Domes von dem Domkapitular Dr. Schneider feierlichst empfangen und nach seinem Platz geleitet. Die Konsekration nahm volle drei Stunden in Anspruch und wurde durch den Erzbischof Nörber von Freiburg unter Assistenz der Bischöfe von Fulda, Limburg und Rottenburg vollzogen. Nach Schluß der Feier nahm der neuerwählte Bischof im bischöflichen Palais die Gratulationen der Geistlichkeit, der katholischen Korporationen und verschiedener Deputationen entgegen. Am Nachmittag folgte alsdann in der festlich geschmückten Stadthalle ein Festbankett, an rvelchem nahezu 500 Personen teilnahmen, darunter außer den Spitzen der Behörden die auswärtigen Bischöfe und Domkapitulare. Den ersten Toast brachte der Bischof Dr. Brück auS. Er toastete auf die geistlichen und weltlichen Mächte, auf den Papst, I den Kaiser und den Grobherzog. Nach ihm toastete der I Regierungsvertreter, Provinzialdirektor Frhr. v. Gagern, dessen Hoch dem neugewählten Bischof Dr. Brück galt. Oberbürgermeister Dr. Ganer widmete sein Glas den auswärtigen Gästen, insbesondere den erschienenen Bischöfen und Erzbischöfen. Den vierten und letzten Toast brachte hierauf Erzbischof Nörber von Freiburg aus, der das „goldene Mainz" hochleben ließ. — Unser Oberbürgermeister Dr. Gaßner, Handelskammerpräsident Geh. Kommerzienrat Michel, Regierungsrat Steeg sowie noch zwei Sherren der hiesigen städtischen Verwaltung waren I heute mittag zu einer Audienz zum Kaiser nach I Wiesbaden befohlen. Wie wir hören, drehte es! I sich bei der Audienz hauptsächlich um eine Besprechung I über die geplante Niederlegung eines Teiles der hiesigen I Befestigungsanlagen. — Nach einer Berechnung wird der I Gutenbergfestzug, an dem neben 700 Pferden und I 50 Wagen nahezu 2800 Personen, darunter 200 Damev, I teilnehmen, eine Länge von annähernd drei Kilometern I erreichen. Wenn das Ende des Zuges sich noch auf dem I Ausstellungsplatz befindet, würde die Spitze nach Pafsie- I rung der ausgedehnten Bahnhofstraße, Schillerstraße, I Ludwigsstraße, Höfchen, Markt, Fischthorstraße und Rhem- I Straße bereits die Stadthalle erreicht haben. — In I Gernsheim, der Geburtsstätte von Peter Schöffer, des I Miterfinders der Buchdruckerkunst, wird die Feier haupt- I sächlich in einer Huldigung vor dem Schöfferdenkmal be- I ppenheim, 20. Mai. Auf die bei Anwesenheit I der Torpedoflottille an den K a i s e r und den G r 0 ß h e r - »zog gerichteten Huldigungstelegramme trafen folgende I telegraphische Antworten ein: „Herrn Bürgermeister Schmidt, Oppenheim. Jagdschloß Wolfsgarten, 16. Mai 1900. Für die I freundlichen Grüße gelegentlich des Empfanges der Tor- | pedoboote herzlichen Dank. Ernst Ludwig". I „Herrn Bürgermeister Schmidt, Oppenheim. Wiesbaden, Schloß, 17. Mai 1900. Seine Majestät I der Kaiser und König lassen den Bewohnern Oppenheims I für den telegraphischen Gruß bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl von Lucanus, Geheimer Kabinettsrat". •* Kleine Mitteilungen auS Hessen und den Nachbarstaaten. Prof. Behring in Marburg ist in Anerkennung seiner Verdienste um die Begründung der Serum therapiezum Mitaliede der Akademie der Medizin in Paris ernannt korben. Die Auszeichnung ist im Hinblicke auf Ansprüche der französischen Preffe zugunsten der Franzosen Roux und Jersin gegenüber Behring in der Schaffung der Serumtherapie von Interesse. — In einer Versammlung der Cigarren- und Tabakshändler in Mainz wurde mit großer Mehrheit beschlossen, die Läden Sonn- und Feiertags nicht mehr um 7 Uhr abends, sondern um 3 Uhr nachmittags zu schließen. — In Westhofen, stürzte der Vater des Lehrers Lotz im neuen Schulhause *♦ Personaluachrichte«. Der Großherzig I empfing am 18. Mai in Jagdschloß Wolssgarten den Ober- rintsrichter I t t m a n n und den Bürgermeister M e tz g e r | »im Langen, sowie den Oberförster Hiller ich von Mittel- I frief in Audienz und erteilte am 5. Mai die Erlaubnis zur I Annahme und zum Tragen der ihnen von Sr. Maj. dem 1 Deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Or- I Oensbeforationen: dem Obersteuerrat Seip zu Darmstadt I des Kronen-Ordens 3. Klasse, dem Rechnungsrat Neuß ui Darmstadt des Kronen--Ordens 4. Klasse. . I ** Der Wohlthätigkeitsverem Sontentia feierte gestern auf der „Schönen Aussicht" fein Oommerfeft das sich durch den reichen Besuch zu einem wahren Volksfest gestaltete Als Vertreter der Stadt waren Beigeordneter I ja 0 r f f und einige Stadtverordnete erschienen. Der regen I Beteiligung entsprach die Einnahme, sodaß wieder eine namhafte Summe an Herrn Wolff abgehefert wertien konnte. Bekanntlich werden die Ertragnisse der Feste dieses I Vereins dazu verwendet, armen Kindern warmes frühstück I KU bieten^ ^Mofieu eiugebracht und in UntersucMingShast genommen wurde heuiefmorgen einMann Namens Schneider I ans Ulfa, der der Wilddieberei verdächtig ist. *♦ Der gestrige Sonntag, der erste Sonntag vor Pfingsten, an dem die Geschäfte die gesetzlich gewährleistete verlängerte Verkaufszeit bis 7 Uhr abends benutzen konnten, ist für die Ladeninhaber nicht von sonderlich gutem klingenden Erfolg begleitet gewesen. Am SelterSweg, wo man mehr mit der Stadtkundschast zu rechnen hat, waren auch die meisten Läden um 4 Uhr bereits geschlossen, während Die Geschäfte der Neustadt, der Marktstraße und des Marktplatzes größtenteils erst um 5 Uhr zugcmacht wurden. Die Higarrenhänbler allerdings verkauften mit wenigen Ausnahmen bis 7 Uhr. Die nur spärlich zum Einkauf in bk Stadt gekommene Landbevölkerung war zum größtenteil vor 6 Uhr bereits wieder von dannen. ** Abkürzung der Geschäftszeit am Souutag. Kürzlich । wurde in unserer Stadt eine Umfrage bei den Inhabern der größeren Detailgeschäfte unternommen, dahingehend, ob es nicht zu ermöglichen wäre, die Geschäftszeit am Sonntag um 1 Stunde zu verkürzen, statt um 3 Uhr, um 2 Uhr nachmittags die Läden am Sonntag zu schließen. Die Mehrzahl der befragten Geschäftsleute, besonders die mit Landkundschaft zu thun haben, sprachen sich mit aller Entschiedenheit gegen eine Verkürzung der Verkaufszeit an den Sonntagen au«. Teilweise wurde erklärt, daß man ge rabe in der Stunbe zwischen 2 unb 3 Uhr nachmittags an Sonntagen Lösungen habe, welche bie Annahme manches Wochentages überschreiten. 2\ Nidda, 20. Mai. Mit dem Bau des neuen Stenerkommissariatsgebäudes wirb sicherem Ver nehmen nach in Kürze begonnen. Alle Vorbereitungen sinb so gefördert, daß er zum Spätherbst noch unter Dach kommen soll' Es kommt in den vom Staat gekauften Garten des ehemaligen Dr. Franz'schen Besitztums zu stehen. Das nebenanstehende Wohnhaus gibt Oberförfterwohnung. — In Bad Salzhausen werden gegenwärtig wieder drei neue Villen in Angriff genommen; zwei davon werden von Gieße mr Herrn gebaut. S. Darmstadt, 21. Mai. (Telephon-Meldung des „(K. A.") Ihre Königl. Hoheiten der Großherzog und Prinz Heinrich von Preußen begaben sich gestern mittelst Extrazuges 4 Uhr 25 Mim nach Wiesbaden zum Besuche des Kaisers, nahmen an der kaiserlichen Abendtafel sowie an der FestvorsteMng von „Oberon" teil und kehrten mit Sonderzug abends 10 Uhr 50 Min. wieder hierher zurück. Im Gefolge befanden sich der funktionierende Generaladjutant Oberst Freiherr von Gr auch, der Flügeladjutant Rittmeister Kramer, Oberstallmeister Freiherr v. Riedesel zu Eisenbach, sowie der persönliche Adjutant des Prinzen Heinrich von Preußen, Oberleutnant zur See v. Egidy. bm. Mainz, 20. Mai. Unter sehr festlichem Gepränge fand heute die Konsekration d e s D r. Brück 1 um Bischos von Mainz statt. Die Feier wurde gestern abend mit großem Geläute sämtlicher katholischen Kirchen der Diözese Mainz eingeleitet und begann an dem heutigen Morgen mit einem feierlichen Festzug, von dem bis in die äußersten Spitzen seiner Türme in reichem Flaggenschmuck stehenden Dome nach dem bischöflichen Paläste, von wo die Geistlichkeit, die katholischen Vereinig- Vermischtes. IV* Hannover, 19. Mai. Als gestern Abend bet Sattler Lübicke nach Hause kam, gewahrte er in seiner Wohnung, die verschloffen war, Qualm. Er fand beim Betreten des Schlafzimmers, daß es vollständig mit Kohlengas ungefüllt war. In dem Bette lag, nur mit einem Hemde bekleidet, seine Frau und neben ihr sein neunjähriges Töchterchen. Beide waren tot. Die Frau ist offenbar mit dem Kind durch das Kohlengas erstickt. Vorher hatte sie ihre elfjährige Tochter mit einem Briefe an ihre im Hamburg lebende Tochter fortgeschickt. Als das Kind zurückkam, fand es die Thür verschloffen. Man kennt noch nicht die Ur- ache des Selbstmordes, doch ist bekannt, daß die Frau mit ihrem Manne in Unfrieden gelebt hat. __ — Gvvrse vom I 19./5 I 11./5.I i T»«ikso vom 19./5. | 11./5. •otttfe vom 19/5. | 11./5. 1 W, flfonef« 00m 19./5. | 11./5 i ttottrl 19./5. • vom 11/5. | Iw fOtttft DOW 19./5 |11V5. ÄohtfBftfrt. 4 Ung. Goldrte.. 97.— 97.40 «srnd.'Nrisril. Dfurd Kiest. 87, Westdeutsche Der. Königs- u. 260.80 263.60 8 do. Anl. 77 80 78.50 4 Gothaer unkb. Boden credit Laura . . . 95.60 85.70 4 do.Staatsrte. 91.— 91.90 4 Braunschweig. 1903 .... 99.50 99.50 in Cöln . . 92.80 93.— «seLtz-rttt». Oest. Staatsb. 8 D. Reich«.»«!, do...... 95.15 86.20 41/. do.G.B.Gold v 89 . 100.80 101.30 31/e Lds.-E.-B.UE. do I E. I I 1* f 1 1 *1 1 4 Grundschbk. Ser. V—VI 99.50 99.50 4 Ung. Lds.-Ctr. 91.30 91.50 136.80 135.60 61/1 Preuß EonsolS 95.— 95.25 5 Arg. tnn. Anl. 4 Allg.dt.Kleinb. 97.20 97.50 4 do. i-n 99.10 99.10 Diverse. do. Südbahn 26.15 141.50 26 10 141.70 8 do...... 86.25 86 10 47, 5 do. üuß. v. 88 71.70 72.40 87, do. unk. 1906 92.— 92.— 4 BuderuS . . . — — Gotthardbahn. B1/, Badische v. 86 93.50 —.— ChinesischeAnl. 97.80 98.10 4 Elisab.-B.ftrfr. 98.80 99.40 4 Frist. Hypbk. 4 Eisenb.Rtbk. . 98.— 98.50 JurcuSimplon 120*— 121*.— 81/1 Bayr.St.-Obl. 93.30 93.30 4 Egypt. unific. . Mexico v. 99 . — . — 4 Kaschau-Oder- XIV..... 99.50 99.50 47. Hirzh. u. Lollar - —.— Princ Henry . 1 a.Heff.Si^Obl. 102.— 101.70 5 98.80 99 — berger v. 91 —.— —— — 87, bo.xn-xni 93.— 93 — lieft 5i/i do...... 93.10 92.95 5 do. Ser.I-UI 41.65 41.75 4 Lombarden. . 92.10 92 30 87, do. XV. . . 93.60 93.80 157.50 6 do...... 83 — 82.95 3 do. Silber. . 25.35 26 10 3 do...... 68.50 68.85 4 Frkst. HYP - Dtsch.Reichsbk. 157.— 4 Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Regul. Cöln-Minden. 141.25 141 10 S’/t Württemberg. 93.40 93.30 4 Oest. Staatsb. 98,50 99.10 Ereditverein 99.— 99.— Berliner Hand. 159.20 160.40 4 161 15 5 ■ueHMifdH. Griech.S.B.v. 39.80 45.70 95 — 58.10 4 871 87, 87, 4 87, 4 4 87, Darmstädter . do...... 91.70 91*80 3 3 do. I-VHI . do. v. 85 . . do. Grg.-Retz Prag-Dux 96 . Raab-Oedenb. (alte) . . . 87.65 85.85 76.55 73.50 88.10 83.65 4 37, do. Ser. 27 . do. Ser. 28, 30, 33 . . . do. Ser. 29 . Ldw.Gred.-Bk. Hambg.Hypbk. Ser.141-250 do. 46—190 Meining. Hyp. do. neue . . 99.80 92.70 92.70 98.95 99.— 92.25 99.30 99.70 99.80 92.80 92.80 98.95 99.25 92.25 99.30 99.70 Darmstädt. Bk. Deutsche Bk. . Dt. Genoffbk.. Disct. - Comm. Dresdener . . Mitteldt. . . . Rationalbk. . . Oest.Cred^'Aet. -»daßrir-Me» 138.40, 200.— 112.40 186.10 155.40 112.40 138 20 225 90 138.50 200.- 112.90 186.60 156.20 112.65 139.20 225.10 5 37, 129.— 135.— 128.70 135.10 4 5 3 1890 .... Griech.Monop. Italiener Rte. do...... 40.— 94.70 Gießen er(alte) do. v. 96 . . Mainzer . . . 99.80 100.20 3 8 3 86.— 76.50 74.— 87. 4 4 3 4 5 3 Madrider. . . Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb.Th.40 Raab-Grazer . Türk. frs. 400 per Stück tu KL 41.50 130.20 136.50 130 30 137.— 125 75 4 4'/° Wt Oest. Goldrte.. Oest. Silberrte. Portug. Staat do...... Rum. am. Rte. Ruffen v. 80 . Schweden» 80 Serben v. 95 . Spanier . . . Türk.Zoll-Obl. bD.a?rroJjitC. do. UV. 97.70 96.75 37.65 25.25 98.70 97.50 37 — 24.70 Offenbacher. . Wormser . . . do...... I I 1 ’ f 1’8 92*.— 68.10 96.40 3 4 3 3 do. v. 97 . . Rudolf Gold . Jtal. gar.E.B. Livorneser . . 70.50 98.15 57.60 60.— 70.90 99.20 57.85 60.20 37, 4 4 27. 3 98.10 117.20 98.30 117.60 5 93'50 99. 98.35 99.— 4 4 Lissaboner . . Rom n—ym 95 80 4 5 Sicil. v. 91 . Toöcanier . . 97.50 96.85 98.— 97.- 37, 4 do. unk. 1907 Pomm. Hypbk. 92.50 98.75 92.50 98.75 Kleyer Fahrrad Henninger —.— 189.— Ansbacher fl. 7 Augsburg, fl. 7 24>5 42 85 97.60 47, Buenos - NireS —.— -•— 4 Ruff. Südost . — .— 4 Preuß. Hypbk. Brauerei. . 134.50 136.— Brschw.Thlr20 —•— 130 60 4 62*10 62.40 72.40 4 StaitilrriJxL S.-Braunf.. . _ _ 4 do. Südwest Rjäsan.UralSk 97.50 97.50 96.60 4 VIII—XII do. neue. . . 99.10 99.50 99.10 99.50 Farbw. Höchst. Rordd. Lloyd . 383.— 126.60 385.— 127.15 Freiburg, fs.10 MailLnd.fS.10 13 40 24.90 12.70 100.— 87, do...... « ■ I . — Wladikawkas. 97.10 —.— 37, do. 1906 . . 92.— 92- Bochumer Guß 253.50 257.— Meininger fl. 7 Pappenh. fl. 7 Venediger L. 30 24 85 1L :,1 27.- 23.10 22*75 »7, 37, do. Sich . . . Usnbg.-Vierst. 88 30 88 60 5 3 Anatolier. . . Salow-Mon. . 98.80 57.80 99.60 57.50 37« Rhein. Hypbk. unk. 1904 . 91.20 91.30 Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. 217.50 229.50 219.— 230.10 23*10 28.10 trltessen Section ■ X tv-t? 'w#. M M'? Statt jeder besonderen Anzeige Herr Louis Bramm 3665 Xidjtufitt«' nach langem, schwerem Leiden im Alter von 64 Jahren sanft entschlafen ist. (Spratts Patent) empfiehlt 02249 Gustav Walter, Musbmg 13. Giessen, den 21. Mai 1900. Fe RHuSCk, Lehrer, und Kinder Frieda und Ottilie. Beuern, den 20. Mai 1900. 3667 Die Beerdigung erfolgt Dienstag den 22. Mai, nachmittags 2*/2 Uhr. C. Röhr & Co. 2889 Giessen, den 21. Mai 1900. 0 Deine yreirnde 02247 Hammstratze 10, ni. Hause. Schweinelleisch 40 Kfz 3672 Seltersweg 71, bei. mit von 3679 r Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass gestern nachmittag 4 Uhr mein innigst geliebter Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Abteilung für Forst, uud Sameralverwaltuug. Guntrum. Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 22. Mai, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Ostanlage 31, aus. Blumenspenden sind nicht im Sinne des Entschlafenen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elise Bramm, geb. Schaecker. 3678 GrassÄMLN-Submiffion. < r JIu8rl)ctl Hess« Domanialwalduugeu soll der sämtliche Grassamen im Suburifsiouswege unter den seither üblichen Bedingungen verkauft werden. Kaufliebhaber wollen ihre nach den einzelnen Oberförstereien zu trennenden und für jede Oberförsterei auf ein besonderes Blatt einzutragenden Offerten unter genauer Bezeichnung der Walddistrikte mit der Aufschrift: ,,Submission«,Grassamenverkauf" bis längstens den <6. Jnui l. IS. bei dem unterfertigten Sekretariate, woselbst die Er- öftnung der Gebote an dem darauf folgenden Tage, Donnerstag den vormittags 11 Uhr, in Gegenwart der erschienenen Sub- mUtenten er olgen wird, schriftlich einreichen. Die Submittenten erkennen Me Submissionsbedingungen, welche auf Verlangen von der unterzeichneten Srelle portofrei bezogen werden können, durch Einreichung ihrer Offerten als rechtsverbindlich an und find dieselben 14 Tage an ih^ Gebote ae" bunden. Wegen Auskunftsertellung beliebe man fich an die betreffenden Oberförstereiea zu wenden. " Darmstadt, am 16. Mat 1900. Aas Sekretariat Kroßy. Ministeriums der Ainanze«, frei;. Kmmstim wünscht an einigen Nachmittagen in der Woche ein Herr zu nehmen. Offerten mit Honorarforderung wolle man an Kaasenstein & Wogker, A K., Hießen, unter P 1000 senden. 3591 Wir bringen unserem lieben Freunde Ludwig Keßker im ,Löwen' zu seinem 48. Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche dar. Großen-Linden, 22. Mai 1900. Mittwoch den 28. Mair 5. Hauptmonatssitzung mit Vortrag (Kaiseehof). T.-O. laut dir. ges. Zirkular. Beginn 9 Uhr abends. Donnerstag 24 Mai Himmelfahrttag: Dünsbergtour (mit flamm) Abfahrt Bieberthalbahn 7.40 Uhr. V. Sektionsausttug (1 Vr Tage). Mai 26 /27.: TaunuStouer Cronberg—Altkünig-Aetdöerg- (Nachtlager) Schmitten—PferdSkopf—Alt- und Neuweilnau— (Mittageffen) Laubuseschbach per Bahn Weilburg retour. Abfahrt Samstag 12.5 Uhr. 8674 Stadt. Frei Heute und Zum Jahrmarkt. Zum Jahrmarkt. Artikel für Jedermann. Krbeitsmrgedung. Die zur Erneuerung des Kalk und Oelfarbanstrichs des Innern der Kirche zu Oppenrod nötigen Arbeiten sollen auf dem Submissions- wege vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen können bei Großh. Bürgermeisterei Oppenrod vom 28. bis 30. d. M. eingesehen werden, woselbst auch die Offerten portofrei abzugeben find. Lich, den 21. Mai 1900. 3676 Braun. Kreisstraßenmeister. Privatmittagstisch. 8253 Wo? zu erfragen in der Exped. d. Bl. Für Metzger. Ein fast neuer Eisschrank, sowie ein vierräderiger Handwagen zu verkaufen. Näheres Hrünvergerstraße 15. 3102 Gardinen crSme und weiß, abgepaßt und im Stück, in großer Auswahl. Neste »nter Nrei». Kouleaur-Itoffe in allen Breiten empfehlen billigst 3605] Zwei gut erhaltene Aepf lweinpresien und eine Aepfelmühle, sowie mehrere gebrauchte HalbstüS sind billig zu verkaufen. Restauration Seng, Seltersweg 50. 02211] Eine sehr schöne, große Palme zu verkaufen. Marburgerstraße 13, III. Todes-Anzeige. Heute morgen entschlief nach längerem Leiden sanft und ergeben unsere liebe, gute Gattin und Mutter Herren-Pantoffeln von 75 Pfg. an. Frauen-Pantoffeln nur 90 $fa Kinder-Pantoffeln nur 60 Pfg. 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