Erstes Blatt. Sonntag den 22. April 1900 Meßmer Anzeiger Mneral-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Ttveis Gieren i»Tten 'M' fite. 1 Der Kaiser in Altona * * mäßigen 31 Die „Ki lug. ölnische Zeitung" schreibt: lieber den In ha.lt Alle AnzelgeN'Bermittlung-stellm bei In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilrnprriS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Rtboftion, Expedition und Druckerei: Kchnlftraße Ar. 7. Lieh, welches an den Markttagen und an den vier nhergehenden Tagen in de» Bezirk der Gemarkungen Meßen, Wieseck und Heuchelheim eingebracht und daselbst er «gestellt wird, muß an dem ersten Standort mindestens 7 Sage lang verbleiben, und darf ihn innerhalb der nächsten Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Glätter für hessische Volkskunde. feW'ieiiLiefefced bestraft. Gießen, den 11. April 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. nv.d.BaWsuiu.btM Der Krieg in Südafrika. In Ermangelung wirklicher Nachrichten vom Kriegsschauplatz berichten die englischen Blätter allerhand neben- t( 10116« Gefunden: 3 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Samt- ULichng und 1 schwarze Schürze. Gießen, den 21. April 1900. in tue Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Das Handeln auf Straßen und Plätzen der Stadt Meßen,. der Orte Wieseck und Heuchelheim ist verboten. § 5. Lieh aus Gemarkungen, in welchen die Seuche herrscht, daicsnicht aufgetrieben werden und wird nicht zugelassen. § 6. Zuwiderhandlungen werden auf Grund des § 328 des Rkiichsstrafgesetzbuchs und § 66, Abs. 4, des Reichs-Vieh- von Anzeigen zu der nachmittags sür bin f jliffhm Tag erscheinenben Nummer dir vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. öne kleine Lilla p» 1. t Anlage oberDtw f. Dorten ft. Telegramme deS Giesteuer Anzeigers. L o n d o n, 21. April. Dem „Morning Herald" zufolge hat der Besuch Ceeil Rhodes in London keineswegs die gewünschten Resultate erzielt. Rhodes konnte nicht den geringsten Einfluß auf die Regierungs-Mitglieder ausüben. Chamberlain und Salisbury weigerten sich, Cecil Rhodes zu empfangen. Als er darauf bestand, empfangen zu werden, ließ ihm die Regierung mitteilen, seine Anwesenheit könne der Regierung nur Unannehmlichkeiten. bereiten. Sie würde in Kriegs-Angelegenheiten nur Heilung aus ihren gewöhnlichen Quellen entgeg^in hmem Man ließ Rhodes ferner mitteilen, datz ferne Abreise nach afTiT9n,enloTi21d>tS!rptir. Aus Pretoria wird berichtet, daß zwischen den Vorposten des Buren-Generals Delorey SchuMlä Graf®? Cke, MELLE Bl. ie allerbeste/ btutn knurrtet di-l riaUIMi Kluft I » cl OriM«KUfta ■ sächliche Dinge, die zu registrieren kaum der Mül)e lohnt. Das Gerücht von der Kapitulation der englischen Besatzung in Wepener, das in Londoner Börsenkreisen aufgetaucht war, hat sich bisher nicht bestätigt. Die letzten Telegramme berichten, daß die Stadt noch immer eng umzingelt und die Besatzung hart bedrängt werde. Man erwartet in London mit größter Spannung Einzelheiten über den Erfolg der von Roberts abgesandten Entsatztruppen. Diese beabsichtigen, sofort die Buren, die Wepener belagern, anzugreifen. Wie Londoner Blätter aus Bloemfontein berichten, sind aus Gl en Meldungen eingegangen, daß südlich von der Karree-Station und etwa sechs Meilen nördlich von Glen ein Gefecht stattfindet. Die englische Infanterie hat eine starke von der Artillerie unterstützte Stellung inne. Einzelheiten fehlen noch. — Aus Bloemfontein wird gemeldet, daß. die Buren ihre Stellung südlich von Karree Siding aufgeben und sich zurückziehen. Ein starkes Kommando wurde bei Thabanchu auf dem Marsche nach Norden gesehen. Es kam nur langsam vorwärts, weil die Wege infolge der schweren Regengüsse in schlechtem Zustande sind. — Der „Daily Mail" wird vom 16. aus Kroonstad berichtet: Der Kampf bei Wepener dauert fort. Die Buren haben begonnen, Forts zu bauen und haben vier Geschütze montiert. Sie sagen, die Engländer würden sich ergeben müssen. Mehrere Positionen wurden erobert. Bloemfonteiner Meldungen besagen ferner, beide Parteien bereiten sich, fortgesetzt für den Entscheidungskamps vor. Lord Roberts sei jetzt marschfertig. Die nötigen Re- monten seien angekommen, die Infanterie-Division mit Zelten versehen. Ein „Morning-Post"-Telegramm erklärt, in Bloemfontein sei die Luft voller Friedensgerüchte und eine Kap- städter Meldung behauptet, falls Vie Buren eine neue Schlappe erleiden würden, Krüger seinen Widerst an d aufgeben dürfte. (?). , Aus Aliwal North meldet das „Reuter,che Bureau", die Telegraphenlinie nach Ladygrey, über die der telegraphische Verkehr nach Basutoland geht, ist unterbrochen. General Brabant hat den Landdrosten von Rouxville Debeer sowie den früheren Landdrosten Hoffmann üer* haftet. — 259 Buren unter dem Kommandanten Oden- dard, die beim Anrücken des Generals Brabant in der Richtung auf Smithfield entkamen, sind nach Wepener marschiert. — Nack) Mitteilungen von Seiten der Buren beläuft sich die Zahl der Burenstreitkräfte bei Wepener auf 8000 bis 10 000 Mann mit 15 Geschützen. — Der Hauptlanddrost in Smithfield ist von den Buren gefangen genommen worden. x Die „Daily News" veröffentlicht eine vom 4. April datierte Korrespondenz aus M wfe k i n g, derzufolge in der belagerten Stadt alles befriedigend steht. Da die Eingeborenen das Gold zurückhalten, hat Baden-Powell es. für nötig gehalten, Zehn Schilling-Noten, die aus photographischem Papier hergestellt sind, auszugeben. Auf gleiche Weise hergestellte Drei Penny-Briefmarken Mit Baden-Powells Kopf darauf wurden ebenfalls emittiert. Das Kapstadter Amtsblatt veröffentlicht folgende Bekanntmachung: Da bestimmte Teile des als Oranje- Freistaat bekannten Gebietes von britischen Truppen besetzt sind, ist die Zufuhr jeder Art Waren aus der Kapkolonie nach diesen Gebietsteilen wieder gestattet. Der A fr ik an de raufstand in den nordwestlichen! Distrikten soll nach einer Kapstadter Meldung des „Daily Telegraph" vom Donnerstag thatsächlick) unterdrückt sein. Lord Methuen muß ober wobl dem Frieden nicht recht trauen. „Morning Post" meldet nämlich aus Kimberley vom 18. d. M.: Methuen hat heute eine Bekanntmachung erlassen, durch die er den Zivilisten verbietet, ohne militärische Genehmigung Waffen zu tragen, die Frist für die Uebergabe von Waffen seitens der Aufständischen bis zum 6. Mai festgesetzt und darauf besteht, daß die Aufständischen brauchbare moderne Waffen ausliefern. Unter der Beschuldigung des Hochverrats ist nach einem Londoner Telegramm des „B. T." der holländische Minister I. Bor st er in Burghersdorp verhaftet worden. der Unterredungen zwischen dem Kaiser und dem Prinzen von Wales sei nichts Zuverlässiges bekannt; indessen dürfte die Zusammenkunft da^u beitragen, die Mitteilung des „Standard" glaubwüroig erscheinen zu lassen, wonach der Kaiser im August in Cowes an den Regatta-Festen teilnehmen und später die Königin in O s - borne besuchen werde. Aezug5prels vierteljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Avholtsteklen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. 8vti möblierte Wem, MWch1 Mbl. ME vi tint Wl. Zimmer ju ta? Sektnr» ■LfmfliltA tblLig t l m IHK ÖUllVlL^Ug VUU «JVLllU LU 44UVUU. UH, UIU öeM ringen von Wales auf seiner Rückreise von Schagen nach England persönlich zu begrüßen. Es ist WÄ' ü mit B ein in jeder Betziehung natürliches, von jedem politischen Sn, «i«1“her BMjcschmack freies Gefühl, das den Neffen treibt, seinem beim Wiederbetreten deutschen Bodens die Hand ticj dmttcln und ihm zu sagen, wie er sich von Herzen ZrW ..u^fllfriw daß ihn Gottes Gnade vor der Kugel eines ruch- M Buben beschützt hat. Das lebhafte Empfinden Kaiser < hat in zahllosen Fällen, die ihn persönlich weit betrafen, den schönsten Ausdruck für die semHerz I betagenden Gedanken zu finden gewußt Diesmal kommt .----------- veirwandtschaftliche Zuneigung noch hinzu, die den veranlaßt hat, sich nicht mit einem telegraphischen aöfci brieflichen Gruß zu begnügen, sondern Auge in Auge, unb zu Mund dem Oheim einen herzlichen Gluck- darWbringcn. ... to dem B-chnhoft in fand >ich zur Be- jtiliun z auchPrinzHeinrich em, den berjelbe Wunsch dorthin geführt hatte. Ganz unerwartet traf am Abend 1 Mi 31 Min. Prinz Heinrich m Begleitung eines Ad- und zweier Adjutanten in Altona ein. Der Prinz W sogleich mit den erwähnten Herren in einer * stattnQgen 1,1,611 W in. °a ^sfihrn^ ' Equipage nach Hamburg, um im Restaurant Pfordte das Mittagessen einzunehmen. Gegen 9 Uhr 45 Min. traf! Prinz Heinrich dann wieder auf dem Altonaer Hauptbahn- $of ein und verblieb dort im Fürstenzimmer bis zur Ankunft des Kaisers. Kurz nach 9 Uhr 30 Min. stellte sich der kommandierende General v. Massow und die Hamburger Generalität ein. Bald darauf marschierte dann eine kriegsstarke Kompagnie des Infanterieregiments Graf Bose mit der Regimentsmusik und der Fahne des 1. Bat. auf und nahm auf dem Bahnsteig 3 mit der Front nach dem Geleise, auf dem der Zug des Prinzen von Wales einlaufen sollte, Aufstellung. Noch ahnte niemand, baß auch der Kaiser auf der Fahrt'nach Altona begriffen war., Selbst den Spitzen der Militärbehörde war von der bevorstehenden Ankunft des Kaisers keine Mitteilung geworden. Als das Militär aufmarschierte, wurden allerdings Vermutungen aller Art laut. Nichts desto weniger war, als' dann der kaiserliche Hofzug 10 Uhr 5 Min. langsam am Bahnsteig 3 einlief, alle Welt der Ueberzeugung, daß nicht der Kaiser, sondern der Prinz eingetroffen fei. Die Ueberraschung war vollständig, denn das Militär, der kommandierende General v. Massow, die Generalität und das Offizierkorps hatten ihre Blicke der entgegengesetzten Seite zugewandt. Wenige Minuten vor dem Eintreffen des kaiserlichen Hofzuges verließ Prinz Heinrich, der Ad- miralsuniform trug, das Fürstenzimmer. Er begab sich mit Herrn v. Massow auf den Bahnsteig. Der Kaiser verließ sofort nach dem Halten des Sonderzuges den Salonwagen und begrüßte seinen Bruder auf das freundlichste. Herzlich lachend äußerte der Kaiser, auf das Militär zeigend, ess reue ihn, daß ihm die Ueberraschung seiner Altonaer Garnison so vorzüglich gelungen sei, denn nun habe er doch einmal die seltene Gelegenheit gehabt, seine Soldaten von der Rückseite bewundern zu können. Darauf kommandierte der Kaiser „Kehrt!" und „Stillgestanden!" und rief den Truppen „Guten Abend, Soldaten!" zu; der kaiserliche Gruß wurde mit einem kräftigen „Guten Abend, Majestät!" erwidert. Der Kaiser, der Generalsuniform trug, begann sogleich eine lebhafte Unterhaltung mit seinem Bruder, in dessen Begleitung, er langsam den Perron auf- und abschritt. Während der Kaiser und Prinz Heinrich sich noch unterhielten, lief um 10 Uhr 18 Min. der Kieler Zug, in dem sich derPrinzvonWales befand, in den Hauptbahnhof ein. Der Salonwagen des Prinzen hatte seinen Platz gegenüber dem des Kaisers erhalten. Der Kaiser sowohl als Prinz Heinrich begrüßten den Prinzen herzlich durch Händedruck und Kuß, während die Truppen präsentierten und der Präsentiermarsch gespielt wurde. Nach kurzer Pause intonierte die Musikkapelle das! „God save the Queen". Der Kaiser begab sich mit seinem Gaste, der ihm zur Rechten ging, und dem Prinzen Heinrich in das Fürstenzimmer. Hier wurden Erfrischungen gereicht, die aus der im kaiserlichen Hofzuge befindlichen Hofküche geliefert wurden. Als die Zeit der auf 10 Uhr 51 Min. festgesetzten Abfahrt des Prinzen von Wales herangerückt war, nahm das Militär auf dem Bahnsteig 4 Aufstellung. Als der Kaiser und Prinz Heinrich aus dem Fürstenzimmer heraus- traten, Mm den Prinzen von Wales nach seinem Waggon zu geleiten, präsentierte die Ehrenkompagnie das Gewehr und die Musik intonierte wiederum den Präsentiermarsch, dem sie wie beim Empfang des Prinzen die englische Nationalhymne folgen ließ. Auch die Verabschiedung des Kaisers und des Prinzen Heinrich vom Prinzen von Wales waren herzlich und erfolgte durch Kuß und Händedruck. Um 11 Uhr 1 Min. setzte sich der Zug in Bewegung. Während sich der Kaiser mit dem Prinzen Heinrich und dem kommandierenden General unterhielt, formierten sich die Truppen, um auf dem Bahnsteig vor dem Kaiser den Parademarsch auszuführen. Dann wurde die Kompagnie in die Kaserne zurückgeführt. Einige Minuten nach Abmarsch der Truppen bestieg der Kaiser, der sich in lebhafter Unterhaltung mit dem General v. Massow befand, den am Bahnsteig 3 stehenden kaiserlichen Hofzug, der 11 Uhr 20 Min. die Rückfahrt nach Berlin antrat. — Prinz Heinrich betrübte zur Heimreise nach Kiel den 11 Uhr 32 Min. fahrenden fahrplan- Int Donnerstagabend 10 Uhr 5 Min. traf Kaiser Wilhelm mit Sonderzug von Berlin in Altona ein, unr tze«: Prinzen von Wales auf seiner Rückreise von Bekanntmachung. Hetr.: Die Viehmärkte zu Gießen. Die für Dienstag den 24. und Mittwoch den 2b. tyril l. Js. bestimmten Viehmärkte nehmen an beiden 27agen vormittags 7 Uhr ihren Anfang. Bor 7 Uhr darf Vieh nicht ans den Stallungen ge- bnecht, und innerhalb der Stadt auf den Straßen nicht arifgrstellt werden. Der Auftrieb muß um 9 Uhr vormittags beendet fein; z« dieser Stunde beginnt dann erst der Abtrieb des Viehes vx« Marktplatz. Zugleich weifen wir nochmals aus die nachstehenden, •ui Großh. KreiSamt festgesetzten Beschränkungen, die für beiden Viehmärkte maßgebend sind, mit dem Anfügen him, daß dieselben strengstens durchgeführt und Zuwider- t'iciblumgcn zur Anzeige gebracht werden. Gießen, den 21. April 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. 23.: Roth. W. 93 frftfidnt täglich i hi Ausnahme dcS Montags. 1 In Gießener ManMenvlätter toflrto bim Anzeiger tue Achsel mit „Hess. PWvirt" u. „Blätter füjr hfl. Volkskunde" tabtyi. 4 mal beigelegt. * W lang verbieiven, uno Darf lyu mneryaio oer na^yien Ä 14 läge nach Ablauf der siebentägigen Quarantäne nur MdI. MMN Uli «lassen, wenn eS nach dem Zeugnis des Großh. Kreis- eftriioM.,zuvkMü vsterinirarzteS keine seucheverdächtigen Erscheinungen ge- MiM imd den englischen Truppen bei H o p st a d t (ziemlich in der Mitte zwischen Kimberley und Kroonstad nördlich von Bloemfontein gelegen. D. Red.» ein Gefecht stattgefunden Hube. Die Buren, deren Zahl sich auf 150 belief, warfen die Engländer zurück, und diese räumten das Feld. London, 21. April. Die Depeschen-Zensur in K a p st a d t ist wegen der Truppenbewegungen bedeutend verschärft worden. — Es verlautet, in dem neuen Feldzugsplan werde dem General Buller wahrscheinlich eine bescheidene Rolle zugewiesen. Er wird jedenfalls den Buren-Rückzug aus Natal, den der Vorstoß der Armee Roberts zur Folge haben wird. Überwachen. Größere Operationen würden ihm nicht mehr anvertraut werden. General Warr en werde ebenfalls in Südafrika bleiben, aber ein anderes Kommando erhalten, da seine Division unter Führ- ung des Obersten Hunter bereits zu Roberts gestoßen ist. Drutsches Reich. Berlin, 20. April. Der Kaiser hatte heute vormittag im Auswärtigen Amt eine Konferenz mit dem Unterstaatssekretär Freiherrn von Richthofen und wohnte sodann im Schloß dem Empfang der Deputation des Chirurgen- KongresseS bei der Kaiserin bei. Um 11 Uhr begab sich der Kaiser nach dem Opernhause, wo eine Probe der Oper: „Das eherne Pferd" stattfand. Um 2 Uhr legten Oberbürgermeister Kirschner und Stadtbaurat Hofmann dem Kaiser die Pläne zur Ausschmückung des Pariser Platzes am Tage der Ankunft des Kaisers von Oesterreich vor. Am abend nahm der Kaiser das Diner beim sächsischen Gesandten Grafen Hohenthal ein. Morgen früh 8y2 Uhr gedenkt der Kaiser sich nach der Wartburg zu begeben und am Montag zur Geburtstagsfeier des Königs von Sachsen nach Dresden. Die Abreise von Dresden erfolgt am Montagabend, und zwar geht die Reise ohne Unterbrechung nach Schlitz. Während der Anwesenheit des Kaisers auf dem gräflich Goertzschen Herrensitze Hallenburg in Schlitz wird auf Befehl des Kaisers das Trompeterkorps des in Fulda garnisonierenden Feldartillerieregiments Nr. 47 die Tafelmusik ausführen. Am 26. erfolgt die Stückreise nach Berlin. — Die Teilung des PreußischenRegierungs- bezirks Arnsberg soll jetzt bevorstehen. Die preußische Regierung ist bereits mit der Stadt Dortmund in Verbindung getreten, sodaß die Errichtung einer Bezirksregierung in Dortmund nur noch eine Frage der Zeit sei. — Der Staatssekretär des ReichsmarineamtS hat gegenwärtig gelegentlich seines mehrtägigen Aufenthalts in Danzig Konferenzen zur weiteren Hebung der Industrie im Osten einberufen, soweit der deutsche Schiffsbau beteiligt ist.tz — General Hermann v. Treökow, Generaladjutant weiland Kaiser Wilhelm I, ist gestern auf seinem Rittergut Wartenberg in der Neumark gestorben. — Eine Extra-Ausgabe des Militär-Wochenblattes bringt eine größere Anzahl Veränderungen in den höheren und mittleren Kommandostellen der Armee. Unter den beförderten Obersten befinden sich der Abteilungschef im großen Generalstabe Budde, der s. Zt. auch im Abgeordnetenhause die Kanalvorlage verteidigte, der dienstthuende Flügeladjutant von Mackensen, der mit der Führung der 84. Jnfanteriebrigade beauftragte Oberst Garde (Zeuge im Prozeß Leckert-Lützow); von Mackensen ist zum dienstthuenden General ä la suite des Kaisers ernannt, Gaede ist Kommandeur der Brigade geworden. — Das preußische Kultusministerium hat eine ganze Reihe von Anordnungen getroffen, die auf die Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten hinzielen. ES findet Ende April eine Umfrage über das Vorkommen von Geschlechtskrankheiten mit Unterstützung der Aerzte- kammern bei den praktischen Aerzten in Preußen statt, die durch eine zweite Zählung ergänzt wird. Am selben Tage, wie die mit der Aerztekammer vereinbarte Zählung, welche die Kranken in der Civilbevölkerung zum Gegenstände hat, soll eine Zählung der Kranken der einschlägigen Art in der Landarmee und der Marine vorgenommen werden. — Heber den Besuch der Burenmission in Berlin liegen hier, noch immer keine offiziellen Ankündigungen vor. Man nimmt jedoch an, daß die holländische Regierung in der Lage ist, die Mission über die Situation an den europäischen Höfen aufzuklären. Es ist nicht unmöglich, daß die Gesandtschaft überhaupt auf den Berliner Besuch wegen seiner Aussichtslosigkeit verzichten wird. — Für die Ermordung des deutschen Kaufmanns Metzke durch Eingeborene der Admiralitätsinseln hat nunmehr die Strafexpedition des Kreuzers „Seeadler" sehr nachdrückliche Vergeltung geübt. Der „Seeadler" war Mitte Januar im Bismarckarchipel einge- troffen, und wurde gleichzeitig vom Gouvernement der HernSheim'sche Schooner „MaScotte" gechartert, der mit etwa 80 eingeborenen Polizisten einige Tage vorher nach den Admiralitätsinseln segelte. Es wurden etwa 60 Eingeborene getötet und eine kleine Anzahl gefangen genommen, ferner zahlreiche Häuser eingeäschert und mehrere Hundert Kanoes sowie anderes Eigentum zerstört. Auch auf Neu-Mecklenburg gelang es der Schutz- truppe, in dem Dorfe Kabien eine Anzahl von mörderischen Eingeborenen unerwartet zu beschleichen und die Haupt- rädelsführer zu töten. Der „Seeadler" ist darauf nach den Marschallinseln weiter gegangen und wird von da aus eine Tour durch den Karolinenarchipel antreten, um Eingeborene, namentlich auf der Insel Ponape, zu entwaffnen. Voraussichtlich wird der Kreuzer Ende April wieder im Archipel eintreffen. Eisenach, 20. April. Es wird daran erinnert, daß vor einigen Jahren Wilhelm II. seinen Besuch am Meininger Hof angekündigt hatte. Alle Vorbereitungen zum festlichen Empfange des Kaisers auf Schloß Altenstein waren bereits getroffen, als von dem Marschallamt in Berlin an das Meininger der Wunsch gerichtet wurde, die Gattin des Herzogs von Meiningen, Freifrau von Held bürg, einst Fräulein Ellen Franz, möge nicht in Altenstein erscheinen. Diesen Wunsch lehnte aber der Herzog von Meiningen entschieden ab. Der kaiserliche Besuch unterblieb und ist bis heute nicht nachgeholt worden. Cronberg, 20. April. Die Kaiserin Friedrich ist abends 6 Uhr zum Sommeraufenthalt aus Italien hier eingetroffen. In ihrer Begleitung befanden sich Prinz und Prinzessin Adolf von Schaumburg-Lippe und Prinz und Prinzessin Karl von Hessen. Die Kaiserin sah wohl aus und fuhr vom Bahnhofe nach Schloß Friedrichshof. Ausland. London, 20. April. Der Prinz von Wales ist abends auf Victoria-Station ein getroffen und amj Bahnhofe von dem Könige von Schweden und Norwegen) dem .Herzoge von York sowie dem belgischen und dänischen, Gesandten empfangen worden. — Schaerbeek beiBrüssel. Der Sonderzug des Prinzen ist heute Vormittag 11 Uhv 30 Mim eingetroffen. Dort wurde er sofort auf die Gürtel- balhn und darauf auf die Tournayer Linie übergeleitet, ohne Halt auf dem Brüsseler Südbahnhof. Paris, 20. April. Das Amtsblatt der Kolonie Da-, homey meldet die Absetzung des Königs Ago. Derselbe wird in Portonuovo interniert. — Der Besuch des Zarenpaares ist halbamtlich in der Septemberhälfte angemeldet worden. Wien, 20. Ylpril. Schoenerers Organ teilt mit, daß, die Neber dritte iiim Protestantismus nunmehv nach 14 monatlicher Bewegung die Zahl von 10 000 erreicht haben. Hiervon kommen auf Böhmen 5519, auf Niederösterreich 2124, auf Wien 1780, auf Steiermark 1398, Thatsänflich dürften die Uebertritte über 16 000 betragen, da viele nicht angemeldet worden find. Konstantinopel, 20. April. Eine H o ch f l u t von Verhaftungen ist eingetreten. Angeblich steht der Pariser Botschafter gleichfalls im Verdacht und! ist deshalb nach Konstantinopel berufen worden. Unter; den Briefschaften eines verhafteten Buchdruckers wurden Papiere gefunden, die den Botschafter belasten. Es sollen, ca. 80 Verhaftungen vorgenommen sein. S i m l a, 20. April. (Reuter.) Die Not nimmt überall in Indien zu, besonders in der Präsidentschaft Bombay und in den Rajputanastaaten. Jetzt erhalten etwa 5 einhalb Millionen Menschen Unterstützungen Accra, 20. April. (Reuter.) Ein Telegramm des, Gouverneurs aus Kumassi meldet, daß sich n o ch a n d e r e Stämme empören; er bittet um weitere Hilfstruppen. Die Aschantis haben die treugebliebenen Beckwai angegriffen und 500 derselben getötet. Es wird befürchtet, daß dies die Beckwais zwingt, sch dem Aufstande anzuschließen. Die Sage wird als äußerst ernst angesehen. Washington, 20. April. (Reuter.) Der türkische Gesandte Ali Ferruh Bey machte heute einen Besuch auf dem Staatsdepartement. Es verlautet, der Zweck des Besuches war vornehmlich, sich wegen der Schaden-Er- satzverHandlungen zu erkundigen. Der Gesandte erkennt zwar den großen Ernst der Sage an, hegt aber die Zuversicht, daß die Krisis ohne eine dauernde, Störung der guten Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten vorübergehen werde. New York, 20. April. Der Gouverneur Taylor in Kentucky ist im1 Falle Goebel unter Anklage wegen Mords gestellt worden. ______________________ Aus Stadt und Land. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 21. April 1900. •• Perfoualnachrichten. Regterungsrat Heinrich Nover ist zum vortragenden Rat im Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, unter Verleihung des AmtStitelS „OberregierungSrat", der KreiS- amtmann bei dem Kreisamte Offenbach Franz Hölzinger zum ständigen Hilfsarbeiter bei dem Ministerium des Innern unter Verleihung des Charakters als „Regierungsrat" und >er Kreisamtmann bei dem Kreisamte Lauterbach Heinrich Gennes zum Kreisamtmann bei dem Kreisamte Offenbach ernannt worden. Aus dem Militär-Wochenblatt vom 21. und 22. April Flaminius, Major und Bats.-Kommandeur im 3.Großh. Hess. Inf.-Regt. No. 117, mit Pension zur Disp. gestellt und zum Kommandeur des Landw.-Bezirks Meschede, Bachelin, Major aggreg. dem 3. Großh. Hess. Jnf.- Regt. No. 117, zum Bats.-Kommandeur im Regiment, Naumann, Major und Bats.-Kommandeur im 2. Nassau. Inf.-Regt. No. 88, mit Pension zur Disp. gestellt und zum Kommandeur des Landw.-Bezirks Mainz, Knoth, Hauptmann und Komp.-Chef im Jnf.-Regt. No. 41, zur Disp. gestellt und zum Bezirksoffizier beim Landw.-Bezirk Worms, Philgus, Hauptmann und Komp.-Chef im 2. Nassau. Jnf.-Regt. No. 88, zur Disp. gestellt und zum Bezirksoffizier beim Landw.-Bezirk Gießen, ernannt. — Ried es el Frhr. zu Eisenbach, Leutnant im 1. Großh. > )ess. Jnf.-Regt. No. 115, auf ein Jahr zur Dienstleistung beim 2. Großh. Hess. Drag.-Regt. No. 24 kommandiert. — Die Leutnants: Frhr. v. Hirschberg im 1. Großh. Hess. Feldart.-Regt. No. 25, Wordell im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) No. 116, unter Versetzung in das Jnf.-Regt. Prinz Moritz von Anhalt-Dessau (5. Pomm.) No. 42, Stifft im 5. Großh. Hess. Jnf.-Regt. No. 168, unter Versetzung in daS 2. Bad. Gren.-Regt. Kaiser Wilhelm I. No. 110 zu Oberlts, befördert. — Bauer, Hauptmann z. D. und Bezirksoffizier beim Landw.-Bezirk Worms, zum Landw.-Bezirk Oberlahnstein, Frhr. von Senden, Hauptmann im Gcueralstabe der Großh. Heff. (25.) Div., als Rittm. und Eskadr. Ches in das 2. Garde- Drag.-Regt., v. Kessel, Hauptmann im großen Generalstabe, in den Generalstab der Großh. Hess. (25.) Div., v. Hahn (Karl), Hauptmann und Battr.-Chef im 1. Großh. Hess- Feldart.-Regt. No. 25, zum Stabe des Feldart.-Regt. No. 51, Michelly, Oberleutnant im 2. Großh. Heff. etrafiam W, 6o1)n haut die Liefen uud Tisck Neidern Wege der »Ä ÄS W 6dm"1 Feldart.-Regt. No. 61, unter Beförderung zum fcantn J in das 1. Großh. Heff. Feldart.-Regt. No 25 oCrfe^l Frhr. Dael v. Köth-Wanscheid, Leutnant im 2. Hess. Feldart.-Regt. No. 61, a la suite des Regts. Bücking, Vizewachtmeister im Landw.-Bezirk Gießen Leutnant der Res. des Heff. TrainBats. No. 11, $0 Vizefeldwebel in demselben Bezirk, zum Leutnant' der d des Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) No. 1 befördert. — Hellwich, Majorz. D., von der GteUl als Bezirksoffizier beim Landw.-Bezirk Gießen entheb — Dehrberg, pens. Wachtmeister, bisher im 2. Hess- Drag. Reg. No. 24, der Charakter als Leutnan: > liehen. Doetsch, Hauptmann der Inf. 1. Aufgebot; Landw.-Bezirks Mainz, der Abschied bewilligt. Dr. Schr, Stabs- und Bats.-Arzt im Gren.-Regt. Graf -leist Nollendorf (1. Westpreuß.) No. 6, zum 3. Bat. ' Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) No. 116, versetzt. A Seligenstadt, 20. April. Die gesamte Wiif^ rinnenschaft trat heute mit der diktatorisch gehallt „Mitteilung" vor die Oeffentlichkeit, daß sie sich verarl;- sehe, vom 1. Mai an den Taglohn auf Mk. 1.50 ju v „messen". Zur Alters- und Invalidenversicherung fiz 10- Pfg. zuzulegen. Der Aufschlag wird durch die „in- größeren, an die Waschfrauen gestellten Anforderungen und durch die „teure Lebenshaltung" begründet. „größeren Anforderungen liegen wie allerwäris wohl tz- ganz anderer Seite!" A Seligenstadt, 20. April. Der hiesige Postamts steher Netzer feiert am 29. April mit seiner GattinAnr geb. Krimmer aus Offenbach das silberne Hochzeit« fest und gleichzeitig auch sein 25jährigeS AmtSjui> läum als Postverwalter. Von den 25 Dienstjahren er, fallen 23 auf unser Städtchen. A Klein-Auheim, 20. April. Der Landwirt ftoitü Gast aus Michelbach ist seit 3. April auf rätselt Werse verschwunden. Trotz sorgfältigster Nachsorst ungen ist seine Ermittelung bis jetzt nicht gelungen fr war ein geachteter, wohlhabender und charakterfester Mm Die bestürzten Angehörigen setzten für die Ausfindig machung eine Belohnung von 1 00 Mk. au«, glich viel, ob Gast tot oder lebendig gefunden wird. bm. Mainz, 20. April. Zu der aus Anlaß 6t Gutenbergfeier hier stattfindenden Gutenberg ausstellung, die im Akademiesaale des kurfürstliche: Schlosses abgehalten wird, sind nach der Mitteilung kl Professors Dr. Belke solche Schätze zugesagt, wie sie nos nie in solchen Mengen auf einer derartigen Ausstellung y sehen worden sind. Paris sendet die meisten seiner Schis- in photographischen Reproduktionen, ebenso haben die BW theken und Museen von Wien, Petersburg und Lisicki alles bereitwilligst zur Verfügung gestellt, was sie in BW auf Gutenberg besitzen. Desgleichen haben die Biblü theken der nordischen Länder, sowie von München, Leipzig, Frankfurt, Jena, Gießen u. s. w. ihre Schreine geössmi und äußerst intereffantes Material zur Verfügung gefüllt Die Ausstellung ist vorläufig auf vier bis fünf Wochee, berechnet. i SB Ko' sei r-«» m W-r i« jüigit i«1 tai MS-»/ suxbe, bit doch flut, «en MM nchren gegebenen öide - 3n Prrchl lichen W gehnM. ttx V&W Dvim. Dv und Pchon sodaß der G um ftilft er gtyofau ein konmandoS ß jüdischen Sinn' bürg schreib! SWy reit leute Sölument mit Steinen mürbe bai St bit fttnflerlabe Unternehmer 2 Gymnasiasten A m in der Ml Minimster n Atzbach-LaunSbach, 20. April. (Ernennung). Fr die hiesige Landbürgermeisterei ist der Gemeinde Vorsteher Pausch zu Wißmar zum Beigeordneten bt Bürgermeisterei Krofdorf für die gesetzliche sechsjährig-' Amtsdauer ernannt worden. — Gleichzeitig wurde für da StandesamtS-Bezirk Krofdorf der Gemeinde - Vorstrhc Pfeiffer widerruflich zum stellvertretenden Standesbeants ernannt. „i“ Krofdotf, 21. April. (Konfirmation), fol Sonntag nach Ostern findet im hiesigen Bezirke die KoO mation statt. Am Palmsonntag wurden die Kinder oorg-> stellt resp. geprüft. In der Osterwoche unternahm «4 diesmal unser Pfarrer Geibel mit seinen Konfirmanden bti gewohnten Spaziergang nach dem Staufenberg. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstari-r In Mainz gerieten in der Eisenbahnunterführung an d-i Mombacherstraße drei Husaren mit zirka zwölf Feldarilt- risten in Streit. Beiderseitig wurde von den Sabeln on 1897 wurde der Erreger dieser Krankheit deckt, welcher für Menschen und Affen pathogen ist. - kann die Krankl-eit sehr leicht mit Typhus verwech!« Bei der zunehmenden Ausdehnung der deutschen KoM» Politik, da die deutsche Marine in kurzer Zeit die Y-« dieser Krankheit betreten wird, da deutsche Architekten - bevorstehenden Bau der Eisenbahn in Kleinasien leit” wird diese Infektionskrankheit für uns aktuell. vergeben wc Die für ^Meinen Grohh. M 1883)und | tytn an b Mi3-5iy tawu offen. Offaten |i Mchender A M 17, ^ags 1 wMien Du- 1900. Gießen, @roH. Der Ph)t Für die B iS- St 8hfet 5? iS® ZLS1 1 Jw ®ied V;'< tjfc B'i ■ ■MiSf 'i“« 3. 8at ' m 4 b^JJ'laatn 'S i?«f $«.1.$ ÄAidnidnßj». y«b Uff 'Mttn liifotbtta. ** w 1 to,e allerem t: , ?et.Wöe J«{ leimte ^l^nges U den 25 DieW ?' Der Saahirt 111 ^-ril auf fl. 5 sorgfältigster U- 8 letzt nicht g!k-, : r nnd charakiG^'. ten für bitliM, >on 10u gchnden miß. Zn der am W ttßndM Sittidli mtfalt bd futfafilii 1 N btt S/Hlitilung z. 'n*. Die fit no i erartW . ie vchn tyut Ti tbtifotyibmbu$ JetttSbuTft Mb £r lestcllt, waft ßr in: hen Haven dir B it von MünchM . ihre Schreines zur Brrftgung^ vin bis fünf k': riL irrnenmug- 3- ierei ist der Mi ■ &um Leizeoldneün it btt geftfclity W#.' Ititytitig würbe sm' er Gemeinde-Leiste Mtnbtn StanMbear g MdwbirM-'i- Ostewochr um-'r mit seinen dck'-'^ )em Staufckz W* - mit zick wurde von btn^. Dorqefomment^^; ,5 E eine b-ß«E [ habe«, fi*.. •s,*! , *s$ wMi' »tt K- !»!«W iw* M*1« N i "n w M«-" ijesbadeN' bi- , PatE Mi ine" v (fibfi. . .fiebern unH; an nb E mphus v , ■ ;"L fc"6;? । Protest-Resolution angenommen. wir Aachener nnd Münchener bei der Börse vom 20. April 1900 Frankfurter 2977 höflichst ein. unLb.1907 100.00 I 4 >to. DeutsL«Brdsch.B.lwr.b.iSv4 99 so 14 etib C0X30 4.171/. 4.17 Americ. 228.8» »army. Bk -letten v llcvlkiiirrnuiicii. 100.00 99.30 99.30 98.95 98.50 00 00 8 8 81/. B*/i »rttl 16.31 20.45 4.20 »tief 00.00 OO.CO 98.05 98 00 25.60 42.50 «6.80 81/. 4 4 •tu 81 40 84.50 97.06 8625 93.90 00.00 000.00 Klein & Doemling, Hofmannstraeee 6. 90 FrarÄnrrEt. Lugt. SoorreignS Volar» io Octo In den nächsten Tagen gelangt der am 1. Mai d. I. in Kraft tretende Sommerahrplan des diesseitigen Direktionsbezirks zur Ausgabe. Der Fahrplan liegt in der Zeit vom 20. d. Mts. biS 1 Mai in den Bureaus der Stationen zur Einsichtnahme offen. . Abweichungen gegen den seitherigen Fahrplan sind daraus in einer Zusammen- tellung angegeben. 2986 Frankfurt a. M.. den 17. April 1900. Königliche Eisenbahndirektion. Offerten sind versiegelt, mit ent* prechender Aufschrift versehen und unter Beifügung von Probekartoffeln bi» zum Samstag dem 5. Mai 1900 vormittags 11 Uhr auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis 9. Mai 1900. 2963 Gießen, am 20. April 1900. Großh Verwaltung- - Direktion der psychiatrischen Klinik. Sommer. Submission. Für die psychiatrische Klin k so die Lieferung vou 1OO Zentnern guter Speisekartoffclu auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die für diese Lieferung gültigen allgemeinen Bedingungen (Erlaß der Großh. Ministerien vom 16. Jun 1893) und die speziellen Bedingungm liegen an den Wochentagen, nachm. von 3-5 Uhr, auf dem Verwaltung«- bureau offen. !. Syp. Bk unk. b. 1906 94.00 I 4 p.Sred.B.unk.b.1906 93.40 4 Versteigerung. Dienstag den 24. d. M., nachmittags 2 Uhr, werden im Spitalhof Seltecsweg 11 dahier eine Parti-. Frauenkleider und Weißzeuq, zwei Schließkörbe, sowie verschiedene andere Gegenstände gegm Barzahlung versteigert. 2974 I. A. i Schneider. Submission. Für die psychiatrische Klinik soll die Lieferung von Bett-, Leib- aud Tischwäsche und Frauen- Neidern pro 1900/01 auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die für diese Lieferung gü tigen allgemeinen Bedingungen (Erlaß der Großh. Ministerien vom 16. Juni 1898) und die speziellen Bedingungen liegen an den Wochentagen, nachm. von 3—5 Uhr, auf dem Verwaltung«- bureau offen. Offerten sind versiegelt, mit ent* sprechender Aufschrift versehen, vis zum 17. Mai 1900 vor mittags 11 Uhr auf dem er* wähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bi« 26. Ma 1900. 2962 Gießen, am 20. April 1900. Großh. Verwaltung-. Direktion der psychiatrischen Klinik. Sommer. Drucksachen, Kechmmgerr, Ilactnren, Hircutare, Briefbogen, AmschtLge mit Iirmeudruck fertigt billig Kröhl'sche Umv.-M- n. Stk'Mllckerei, Schulftratze 7. Bor den bevorstehenden Sommerreisen empfehlen dringend, Hausmobiliar und Wertgegenstände gegen 2983 Einbruch und Diebstahl Versteigerung. Dienstag den 24. «peil d. nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 65 dahier gegen Bar- L 11 HRegulator »Uhren, 10 silberne Taschenuhren, 10 desgl. Damenuhren, 10 Wand- und 2 Weckeruhren; 2 1 Dianino, 1 Break, 1 Rollwagen, eine Partie Sckuhwaren, mehrere Bilder und Bilderrahmen, sowie Möbel aller Art. Berpeigernng zu 1 findet bestimmt, zu 2 teilweise statt. . 2971 Boro, Gerichtsvollzieher. Proeent 47b Oesterr. Silberrente 4 Ung. Gold-Rente 8 Portugiesen 5 Mexicaner amort. S. I-Hl 4 Monopol-Griechen von 1887 I 4 Gisenb. Rentenb. D&L 14 BuderuS DbL die Küche und Haus von Ungeziefer frei- HilUSskitNtN, halten wollen, mögen einen.Versuch machn mit hpm non ton Brück. 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Eine jüdische Familie in stonib soll über Winter vor seinem Verschwinden auffällige rleußerungen gethan haben. In dem Geschäftslokal des Kaufmanns Matheus Meyer will die Frau des Tischler- I Leisters Wiwiovva gehört haben, wie die Tochter des Meyer I in ihrem Vater sagte: „Vater, wenn Du das unterschreibst, I ob C8 geschieht, das überlebe ich nicht." Ebenso behaupten zwei Leute aus Goersdorff, vernommen zu haben, daß die I Trau Meyer zu ihrem Manne gesagt habe : „Aber, Papa, I Senn Du das unterschreibst — es ist ja ein Mord." Frau I Meyer soll auch die Wiwiovva gefragt haben, ob sie ben jungen Winter kenne, und als dies bejaht L-urde, die Aeußerung gethan haben: ,.Ach, eS wäre I loch gut, wenn die Eltern den Sohn vom Gymnasium nehmen möchten!" Alle diese Aussagen bestreitet I He Familie Meyer unter Eid, dem nun die ebenfalls ab- «eaebenen Eide der genannten drei Zeugen gegenüberstehen. — In Prechlau, dem Wohnorte der Eltern des ungluck- Iiichen Ernst Winter, hat mittlerweile eine wahre Rebellion | geherrscht. Fast sämtliche Schaufenster undThüren "ct jüdischen Geschäftsleute find zertr.ümmert worden. Die Ortspolizei war nicht im stände, Eigentum ; nb Person der Bedrängten vor den Excedenten zu schützen, i »daß der Gemeindevorsteher Hinz wiederholt telegraphisch um Hilfe ersuchte. Ein Telegramm aus Prechlau lief m Schlochau ein, in dem um Absendung eines Gendarmene- lkommandos gebeten wurde. Auch in Segers sind die jüdischen Einwohner hart bedrängt worden. Aus Balden- fcurg schreibt man: Eine Menge Fenster ist in der Synagoge zertrümmert worden; die Schaufenster der Kauf- lieute Blumenthal und Friedländer sind durchschoffen und mit Steinen eingeworfen. Dem Händler Viktor Arndt ! wurde das Schaufenster eingeschlagen, und Nachts wurden Die Fensterladen und Thüren zertrümmert. — Der Bau- mnternehmer Winter in Prechlau, Vater des ermordeten -Gymnasiasten Winter, ist, wie verlautet, nach Berlin gereist, um in der Mordaffaire eine Audienz beim Kaiser bezw. Fustizminister nachzufuchen. 81/, Deutsche Reichsaul. 8 Prmß. Tonsolr Gr. Hrfstfch« DbL Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Worin- unk. b. 1901 Schott- Nauheim sprach über chronische Herzkrank- teiten infolge °°» Influenza. In der Temonstrationz- -eiat Mort «.München eine einfache Methode, um !.üni Röntgenoerfahren mit Hilfe der SchattenprojeNton Gr äste der Gegenstände zu ermitteln. Es ist zum elften Male daß das Rontgenoerfahren der ™ Levi,in zugLngltch^emacht^st^ atifalbtwife ouftteuno Minkowski Ctlaftbura berichtet über mehrere fcltene Fälle von chro. ^r^?Älbfärbunq, die sich hereditär in einer 3.50 bis . . - —— 4.50 X, Weißkraut perSt. 00—00, Awiebeln per Etr. X 9.00-9.50, ^^^^Dauer?er^Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nach- I mittags. Während der ersten drei Stunden der Marktzett darf tm Umherziehen nicht feilgeboten werden. v | Die Berawerksproduktion im Bezirke der Lahn-, Dcll- und benachbarten Reviere hat für 1899 einen Wert von 13,5 Mcll. Mk. gehabt, der Wert der Hüttenproduktion hat sich auf 19,5 Mill. Mk. be laufen. In der Bergwerksproduktion waren rund 10 000, m der Hüttenproduktion rund 5000 Arbeiter beschäftigt. I Bita, Berficherungs-Aktteu'Gesellschaft in Mannheim. Der uns vorliegende Rechenschaftsbericht der Vita pro 1899 zeugt von einer durchaus befriedigenden Entwicklung dieses Instituts, deffen Thättg- keit sich nur aus ein halbes Jahr erstreckte. Die nähme betrug Mk. 42276.65 und es verblieb am Schluffe des Jahre» I it,99 ein Bestand von 2100 Polizen mit Mk. 1 "7.8.05 Kapital. Die I Prärnien-Reserven stellten sich auf Mk. 30202 63 di«^Extta-Reserven I worunter der Unterstützungsfonds für Versicherteauf Mk. 166^0 In mündelsicheren Hypotheten waren 230000» und m I träge mit Mk. 2089755 Kapital zur Behandlung vor. Em mit 6r» läuterungen versehener Rechenschaftsbericht steht Jsü-reffenten durch Ve^ I Mittelung der Direktion in Mannheim, sowie der Vertreter der Vita un- I entgeltlich zur Verfügung Haftpstichtverficherttüg. Schon b'e vor dem 1. Januar d.Js. I abltig gewesenen gesetzlichen Bestimmungen über die Haftung für «er. I lebuna und Tötung von Personen und Beschädigung von Sachen machten I eö notwendig sich gegen diese Haftpflicht durch eme Versicherung zu schützen. Durch die schärferen Hastpflichtbestimmungen des Burgerlichen Gesetzbuches ist aber die Hastpflichtgefahr noch vewachsen. Deshalb sollte I niemand unterlaffen, bei einer leistungsfähigen Gesellscyaft, wie der Wilhelms in Magdeburg, eine Haftpflichtversich^ng zu^ nehmen, I die ihn für eine geringe feste Prämie nach feder Richtung hm schad- & rr i (oyaa ri oa ** w* w* **J U, -ttUUVllJUllVll eröffnet. W Heuchelheim arxxKxui 01692J Kleines möbl. Zimmer mit Kost 01678 01693 Gießen, den 15. April 1900. Kmer Zuge 4578 deutsche Gemeinden bei ihr versichert waren. ■■■ Auskünfte erteilen und Anträge nehmen entgegen: Khrlmg gesucht OO0OOOOCOOOO30OOQO0O0Q0C 2981 Beuuer Sf Krumm. 2953 Zuschneid.® -Lehranstalt. Montag den 23. April: 293k Avendtour nach AiefeL (Dorfeld) Abfahrt V,9 Uhr Hotel Schütz. 2961 I^ina Petri, gepr. Fehrem. 2973 Hirsch-Apothek-. Ifndifiiii'r loumfüliont Gefl. Offerten erbitte unter Nr. 01661 .01704] Mansardenwohnung, 4 Zimmer, Küche mit Wasserleitung zu vermieten. Bahnhofftratze 15, Ein kleiner Garten mit Obstbäumen, m der Nähe vom Nahrungsberg, wird zu kaufen gesucht. 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Januar 1900 in Kraft getretene Bürgerliche Gesetzbuch erheblich verschärft worden sind, gewährt die über Wieseck, Alten-Buseck, Großen-Busech Nodgen nach dem Schützenhaus, daselbk Geburtstagsfeier. Abfahrt präzis 8 Uhr vom Vereins lokal. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. 2970 Der Vorstand. Offenbar habe 1 d> Ostpreußen 1 triebiamen W toi dl. Mai die Qb dem ausgedroch Sammlung vers lauser des Reit Bundes niemals ö,e Äell durchs drenstein, ei sich..genötigt", vmzialausschus si Preußen niederz lpurde niemals L,des ftutibt Qwnbfyen (tttß Freiherrn v. < JX ihm unerträ Kunern, daß die Ucht hatten ui v. Wanaenb lnann v. i* 01675] Möbl. Zimmer zu vermieten. ____________Neustadt 8, Mansarde. 01666] Zwei ineinandergehende, schön möbl. Zimmer z. v. LudwigSplatz SIII 01694] Möbl. Zimmer zu vermieten. Dammstratze 30 I. fü/r Ha ?,eSenh&.'^ i Tüchtige Zur Ludwigsburg. Schönster Ausflugsort in der Mähe Giessens. a»Orf Verdienst 20 bis,, iwiutu. Schirmlaerik W. jn. 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