Schaft ßsbaden. ^leinpe[. ' IHlfc^ 1hl dem Omfioge. B®darfs - ArtHcti ostenfrei -H, i^aten! ra^t«/aaÄ 1 ra^Ä ?^MhßchI OSf zur ig am ä W empfiei// die pMMMtur &nwt :ech W 1((, 1,75 Mr H * !ö qefa'ren, dmM- - > für idiwmn ftuj im Lerkaui- Lergsi^ ™cflr W* a der Moltk^ noch flOt, mit alle« '9M‘it "-. n X““?* >r ßnnen flul - ^«T^sohl^ dlö Ur. 68 Erstes Blatt. Donnerstag den 22. März 1900 Alle Anzeigen-BermiltlungSstellm des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auSwärlS 20 Pfg. ZZczugsprei» vierteljährl. Mk. 2,SG monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abholestelle« vierteljährl. Mk. 1,91 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahr mit Bestellgeld. leeeN®» Anzeigen zu der nachmittags für bee erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. »deßellungen spätesten- abeeto vorher. frfMet U-Nch ■ü LnSnahmr de» Die Gießener »e*Wit*l(itUr Verden de« Anzeiger Nb Wechsel mit „Heff. Gandwrrt^ n. „Blätter Mr he«. Volkskunde" »tchrl. 4 »al deigelegt. Gießener Anzeiger Heneral-Nn^iger Anrts- unb Anzeigeblott für den Uveis Gieren. MtzvAtv«, Gffpedition und Druckerei: -chntßr.he Nr. 7. GrattsveUage«: Gießener Familienblätter, Der herrsche Kandwirt, Mütter für hessische UslKsKundr. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hießt Fernsprecher Nr. 51. Deutscher Reichstag. 172. Sitzung vom 20. Marz. 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der 2. Lesung des Etats. Etat für Einführung des Checkverkehrs. Die Kommission hat folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Ist die vorläufige Regelung des Checkverkehrs in Gestalt eines neuen besonderen 8 8 in das Gutsgesetz ausgenommen, also dem bloßen Ermessen der Verwaltung entzogen; 2. Sind einerseits die Gebühren, andrerseits die Verzinsung dec Checkeinlagen gänzlich gestrichen worden. Demnächst hat auch der Einnahmen» und Ausgaben-Ansatz in diesem Etat eine starke Reduktion erfahren. Abg. von Brockhausen (kons) erklärt, in der vorliegenden Kann habe der Postcheckverkehr auch die Zustimmung seiner Freunde gefunden. Seine wesentlichsten Bedenken seien dadurch hinfällig geworden, dich die Verzinsung der Einlagen in Wegfall gekommen sei. Er empfehle die Beschlüsse der Kommission dem Hause zur Annahme. Abg. Singer (Soz.) bemerkt, seine Freunde ständen dem Grundgedanken der Vorlage sympathisch gegenüber. Allerdings habe er d«ck Bedenken, daß der Checkverkehr sich nicht in dem gewünschten Maße entwickeln werde, nachdem man die Zinslosigkeit der Einlagen beschlossen hckbe. Wenn sich, wie vorauszusehen sei, der Cheüverkehr nicht nach Vmnsch entwickele, dann möge sich doch der Herr Staatssekretär dafür bei- der Rechten bedanken. Schließlich werde man doch wohl dazu schreiten mLffen, die Einlagen zu verzinsen. Abg. G a m p (Rp ) versichert, daß er mit seinen Freunden durch- einverstanden sei mit den Beschlüssen der Kommission, insbesondere mit dem Wegfall der Gebühren. Nicht einverstanden sei er aber mit >enn völligen Wegfall der Verzinsung der Einlagen und auch damit nicht, daß die Aktivsaldos aus dem Checkverkehr der Reichsbank zuzuführen feien. Weshalb diese Vorschrift? Weshalb nicht an jede beliebige Bank, die in Bezug auf den offerierten Zinsfuß die meistbietende fei ? Abg. Müller- Sagan (frs Vp.) steht den Vorschlägen der Kom- Nifsion freundlich gegenüber, insbesondere der Gebührenfreiheit und der Zinslosigkeit, durch welche jede Gefahr einer Etablierung von Postsparkassen ausgeschlossen werde. Abz. Roesike-Kaiserslautern (Bd. d. Landw.) hat trotz der voi» der Kommission gefaßten Beschlüsse noch verschiedene Bedenken. Die Abführung der Ueberschüffe an die Reichsbank bedeute eine bedauerliche Centralisierung des Depositenverkehrs zum Nachteil der kleinen unk mittleren Leute, von denen das Geld stamme. Staatssekretär von Podbielski freut sich, wie die Kommissions- Verhandlungen bewiesen hätten, daß mit dem Postcheckverkehr keinerlei Einführung von Postsparkaffen beabsichtigt sei. Ebenso freue er sich, daß durch die Erfahrungen in Oesterreich bewiesen sei, daß der Post« cheikverkehr keine Gefahr für die Genossenschaften erschließe. Daß die Beizinsung der Einlagen ganz abgelehnt sei, bedauere er, er hätte sich aber kompetenten Sachverständigen gefügt. Wie sich der Bundesrat zu den Kommissionsbeschlüssen stellen werde, sei nicht vorauszusagen. Infolge des Checkverkehrs werde sich voraussichtlich ein Einnahmeausfall bei den Postanweisungen ergeben. Abg. Raab >Ant.) kann sich von den Beschlüssen der Kommission nichts Segensreiches versprechen. Er befürchte sogar, es werde daraus für die kleinen Gewerbetreibenden eine unliebsame Verpflichtung entstehen. Jeden Gewerbetreibenden, der noch etwas darstellen wolle, werde man zwingen, bei der Post mindestens 100 Mark zinslos einzu- ltgc-n. Auf diese Weise würden dem kleinen Gewerbebetrieb mindestens 10 Millionen Mark entzogen. Abg. Arendt (Rp) erblickt in dem Checkverkehr einen erheblichen Fortschritt. Die Bedenken wegen Abführung der Ueberschüffe an die Aeichsbank könne er nicht teilen. Daß es sich hier um eine Centralisierung des Depositenverkehrs handele, wie Abg. Roesicke behaupte, limne er, Redner, nicht anerkennen; er erblicke vielmehr in diesem ganzen lh^ckverkehr lediglich eine Reform im Postanweisungsverkehr. Redner !'b» noch zu erwägen, ob nicht die Grenze der Einlage noch tiefer als lOO Mark, etwa auf 50 Mark, gegriffen werden könne. Abg. Dasbach (Ztr.) ersucht den Staatssekretär dringend, nicht etwa später den Versuch zu machen, die Verzinsung der Checkeinlagen «och nachttäglich einzuführen Abg. v. Staudy (kons.) erklärt, seine Freunde würden den Kom- riissionsbeschlüffen zustimmen. Bedenken hätten sie gegen Abführung ier Ueberschüffe an die Reichsbank Der Etat für den Checkverkehr wird sodann genehmigt, ebenso bet Etat des Jnvalidensonds, nachdem Abg. Gamp (Rp.) ter Regierung dafür gedankt, daß jetzt Mittel des Fonds auch der Zentralgenosfenschaftskasse zur Verfügung gestellt würden, und nachdem Mg. Bachem (Ztr.) eine Erhöhung der Pensionssätze anempfohlen. ES folgt der R st de« Kolsnialetats, zunächst die Fordr- tungen für die ostasrikanischen Bahnen. Die Forderung für die Usambarabahn wird nach dem Anträge kr Kommission bewilligt. Die Summe von 120,000 Mk. für Vorarbeiten zur Zentral- kbn Hai d e Kommission gestrichen und nur 20,000 Mk. für eine Hegraphenlinte bewilligt. Abg. DaSbach (Ztr.) empfiehlt den Beschluß der Kommission. Abg. Hasse (nl.) beantragt, die Kosten der Vorarbeiten zu koHHgen. Kolon'aldirektor v. Buchka bittet ebenfalls um Bewilligung. Abg. Richter (sis. Vp.) wünscht Annahme des KommifsionS- klchlusses. In Deutschland selbst frage man bet jedem Bahr Projekt iflä) feinem voraussichtltchcn Nutzen. Eine solche Bahn aber mit !° vagen Aussichten würde in Deutschland niemals bewilligt werden. Ze mehr sich der Reichstag mit den Einzelheiten dieser Bahn beschäs- Nge, desto mehr müsse er zur Ueberzengung gelangen, daß eine solche Iu9 zabe nicht gerechtfertigt sei. Abg. Gras Stolberg (kons) ersucht den Kolonialdkrektor, str LaS nächste Jahr einen vollständig neuen Plan für diese Bahn MMlegen. Heute sei doch keine Aussicht auf Bewilligung. Adg. Gröber (Zentr.) erklärt, seine Freunde wollten sich voll- wibtg freie Hand behalten. Bei Plänen, wo man schon von IN Millionen spreche, sei sorgfältigste Prüfung nötig. Abg. Graf Arnim (Reichep.) bedauert den Beschluß d»r Immission. Abg. Dasbach (Zentr.) betont noch die Mangelhaftigkeit der Unterlagen für die Bahn. Der Kommisstonsantrag wird nunmehr angenommen. Morgen 1 Uhr: Fortsetzung der Etatsberatung, bann Patentanwaltsgesetz. Schluß 7 Uhr/ * Vom Kriegsschauplatz. London, 20. März. In London aus Washington eingetroffene Depeschen besagen, daß gestern der deutsche Botschafter von Holleben mit dem Staatssekretär Hay eine Konferenz gehabt habe, in welcher die Möglichkeit einer Z e r st ö r u n g der Johan^sburger Goldminen durch die Buren diskutiert worden sei. In Washington werde angenommen, Deutschland beabsichtige, von beiden kriegführenden Parteien Garantieen zu erlangen, daß Johannesburg nicht als Operationsbasis benutzt würde, damit die Eventualität der schweren Schädigung deutscher und anderer auswärtiger Interessen vermieden werde. Dagegen sei in dem hiesigen Auswärtigen Amt nahestehenden Kreisen die Ansicht verbreitet, Deutschland und Frankreich würden zum Schutze ihrer in Johannesburg auf dem Spiel stehenden Interessen durch ihre Vertreter in Pretoria energische Vorstellungen bei der Transvaalregierung erheben lassen. — Nach einer Bloemfonteiner Drahtung des „Daily Chronicle" haben sich fünf Freistaatburen-Kom- mandos ergeben. Kavallerie wurde entsandt, um Oliviers Kommando, das die Uebergabe verweigert, zu entwaffnen. Der Krieg sei, so fügt das Blatt hinzu, soweit die Freistaatler daran beteiligt seien, thatsächlich beendet. — Die Newyorker „World" veröffentlicht eine Unterredung ihres Vertreters in Pretoria mit dem Präsidenten Krüger. Letzterer bemerkte, die Buren, die 40 000 Mann stark seien, würden den Feldzug gewinnen; er habe stets britisches Eigentum geschätzt und würde dies auch ferner thun. Die Buren würden siegen oder sterben, und nur Frieden schließen, wenn ihnen vollkommende Unabhängigkeit gelassen werde. London, 20. März. Unter dem Befehl des Generals Earrington, der Samstag nach dem Kap abgereist ist, wird eine Streitmacht von 5000 Mann gebildet, zu dem Zwecke, einen Angriff auf R h o d e s i a oder einen etwaigen Trekk der Buren nach dem Norden zu verhindern. Die Truppe wird in der Hauptsache aus dem Kolonial- Kontingent zusammengesetzt werden, das zum Teil bereits in Südafrika ist, zum Teil sich auf dem Wege nach dort befindet. London, 20. März. Die Abendblätter melden aus Kapstadt, daß Kitch en er, ohne Widerstand zu finden, in Prieska einzog. Die Aufständischen legen die Waffen nieder. Bloemfontein, 20. März. Vergangene Nacht haben die Buren die Eisenbahnbrücke über den Modderfluß, 14 Meilen nördlich zwischen Bloemfontein und Brandfort in die Luft gesprengt. London, 20. März. Wie die hiesigen Blätter zu berichten wissen, ist Lord Kitchener mit einem bedeutenden Armeekorps nach Mafeking unterwegs. Von Mafeking wird Kitchener auf direktem Wege nach Pretoria aufbrechen. Die Entfernung zwischen Mafeking und Pretoria beträgt nur 120 englische Meilen, und das zu durchquerende Gebiet eignet sich ganz besonders für das Vordringen Kitcheners. General Buller wird die Buren an der Natalgrenze zurückhalten, während Lord Roberts seinen Einfall in Transvaal beginnen wird. London, 20. März. Die Gemahlin des Lord Roberts, welche sich auf dem Wsge nach Südafrika befindet, ist von ihren beiden Töchtern begleitet, und wird sich sofort nach ihrer Ankunft in Kapstadt nach Colenso begeben, um das Grab ihres dort gefallenen Sohnes zu besuchen. Alsdann wird sie zu ihrem Gemahl nach Bloemfontein Weiterreisen. * * * Telegramme des „Gießener Anzeiger". London, 21. März. Lord Roberts telegraphierte an das Kriegsamt: In ihrer Antwort auf seinen Protest gegen den verräterischen Gebrauch der weißen Flagge durch die Buren ber Bloemfontein erklärten die Präsidenten Krüger und Stein, daß sich keine derartigen Dinge ereignet hatten, während sich die britischen Truppen dieses völkerrechtwidrigen Vergehens schuldig gemacht hätten. Was den Gebrauch von Explosivgeschossen betreffe, so handle es sich um erbeutete englische Munition. Lord Roberts will die Verhandlungen abbrechen. o $7 k,° n' 21- März. Die hier eingetrofsenen Berichte Lord Roberts über die verschiedenen Gefechte bei S t o r m b e r g und M a g e r s f o n t e i n sind für die Generale Gatacre und Methuen so belastend, daß die ?^.^?bntsetzung derselben sich aufdrängt. Eine diesbezügliche ministerielle Verfügung wird für die nächste Zukunft erwartet. London, 21. März. Das Kriegsamt veröffentlicht folgendes Telegramm des Lord Roberts aus Bloemfontein vom 20. März 1 Uhr 20 Min. nachts: Lord Kitchener hat Prieska ohne Widerstand besetzt. Die Rebellen legten ihre Waffen nieder, und die Transvaalbürger retteten sich auf die andere Seite des Flusses. Präsident Stein läßt durch Spezial-Kouriere einen Aufruf zirkulieren, in welchem er als Antwort auf die Aufforderung des Lord Roberts alle Bürger, welche die Waffen nieder- leaen, als Verräter bezeichnet. Die Bevölkerung von Bloemfontein unterstützt uns auf das beste in der Organisation von Spitälern. Mit ihrer Hilfe haben wir bereits 500 Betten zusammenbringen können. Bei Prieska machten wir 31 Gefangene und erbeuteten eine Anzahl Waffen, Munition und Sprengstoffe. Die Buren haben begonnen, sich an die Grenze des Basutoland zurückzuziehen. London, 21. März. Die „Times" veröffentlichen folgendes Telegramm aus Kapstadt vom 19. März: Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß Mafeking in einigen Tagen entsetzt wird, da General Plumer bereits bis Pitsani vorgeorungen ist. London, 21. März. Aus Pretoria wird vom 19. telegraphiert: Folgende amtliche Meldung ist in der vergangenen Nacht angeschlagen worden: Am 14. März überschritten die Kaffern neuerdings die Grenze und stahlen uns 36 Zugochsen in dem Distrikt von Marika. Wir verfolgten dieselben und, nachdem wir sie eingeholt hatten, entspann sich ein Gefecht, bei welchem drei Kaffern getötet wurden. Unsererseits sind keine Verletzungen zu verzeichnen. London, 21. März. Aus Bloemfontein wird vom 20. gemeldet: Man berichtet, daß neuerdings eine große Anzahl Buren-Kommandos den Wunsch ausgedrückt haben, sich zu ergeben. Die englischen Behörden treffen Maßregeln, um den Buren in den östlichen und südwestlichen Distrikten iden Inhalt hey Proklamation Lord Roberts mitzuteilen. Ueberall haben uns die Bürger versprochen die Waffen niederzulegen, und den Unterwerfungseid zu unterzeichnen. Weiter wird berichtet, daß der 'Frachtverkehr nach Kapstadt wiederhergestellt ist. Paris, 21. März. Der französische Konsul in Pretoria wurde angewiesen, nachdrücklich für die absolute Sicherheit der Goldminen Sorge zu tragen. Die bevorstehende Konferenz Dr. Leyds mit dem Ministerpräsidenten Telcassee betrifft vornehmlich diese Frage. Deutsches Reich. Berlin, 20. März. Der Kaiser hörte heute vormittag im Königlichen Schlosse die Vorträge des Chefs des Militärkabinetts, v. Hahnke, des Chefs des Marinekabinetts, v. Senden-Bibran, des Vice-Admirals v. Die- derichs und nahm später militärische Meldungen entgegen. Heute abend wird der Kaiser beim Chef des Generalstabs, Grafen v. Schliessen, dinieren. Berlin, 20. März. Zu der von den Aeltesten dev Berliner Kaufmannschaft am letzten Sonntag veranstalteten P r o t e st v e r s a m m l u n g gegen das Fleischern- fuhrverbot sind nachträglich nock; einige Zustimmungserklärungen eingegangen. Darnach sind von insgesamt 145 deutschen Handelskammern, kaufmännischen Korporationen und ähnlichen Körperschaften offiziellen Charakters 43 in der Versammlung persönlich vertreten gewesen und 86 haben sich schriftlich oder telegraphisch dem Protest angeschlossen. Die gefaßte Resolution ist sofort dem Reichskanzler übermittelt worden. — Das preußische Abgeordnetenhaus hat endlich die dritte Lesung des Etats beendet. Von der Einbringung der Kan a l v o rl a g e, die offiziös ganz bestimmt am 2. März angekündigt war, ist es ganz still geworden. — Die U eberreich ungdesEhrenpallasches an den Kaiser, den die Stadt Solingen dem Monarchen als Dank für den vorjährigen Besuch im hergischen Lande gestiftet hat, wird am Donnerstag dieser Woche im Königlichen Schlosse erfolgen. Die Waffe, hervorragend schön gearbeitet, soll dem Monarchen durch eine Deputation von Stadtverordneten überreicht werden. — Zentralstelle für Arbeiter-Wohlfahrts-Einrichtungen. Am 23. und 24. April tagt in Berlin im Architektenhause, W.. Wilhelmstraße 90-91, die neunte Konferenz der Zentralstelle für Arbeiter-Wohl- fahrts-Einrichtungen. Auf der Tagesordnung stehen die Themata: 1. Die Erziehung des Volkes auf den Gebieten der Kunst und Wissenschaft und 2. Fürsorge für die schulentlassene Jugend. Hervorragende Gelehrte und Männer, die auf den zur Verhandlung stehenden Gebieten praktisch thätig gewesen sind, haben freundlichst die Referate übernommen. Anmeldungen zur Konferenz sind zu richten an die Zentralstelle für Arbeiter-Wohlfahrts-Einrichtungen, Berlin W., Köthenerstraße 23 II. MkM UPINGTOM (qRlQUflTOWn KEhH/RPT PETOWh 5KA TOWM CARNA VICTORIA HMOr 0 ALVI A5ER8URG IURRAY1 5UTHERL^P Massstab TULßftC iQOYeil ^GRfiAFF REIMET *. PHILIPS r X X TO WM DE AARA' j/be aufort < WEST MATJESFOWfEin gTgp^vchoq---||irv v iMfr/,''; kW VICTORIA ( \ 5;w_, des diplomatischen KorpS, und andere hohe Persönlichkeiten beiwohnten. Die Festsitzung wurde eröffne! mit einer Ansprache des vorsttzenden Sekretärs Professor Bahlen. Hieraus hielt Proseffor Harnack die Festrede. Nach derselben folgte der Empfang der Sö- ordnungen, dte in vier Gruppen geschieden waren. Nach einer Reihe von Reden wurde dte Feier durch dm vorsttzenden Sekretär geschloffen. Glucks »Iphigenie auf Tauris^ in der Bearbeitung von Richard Strauß ist in Weimar zur Aufführung angenommen worden. , . Irene Triefch wird vom 30. März bis 7. April mit dem Ensemble des Berliner „Lesfingtheaters" in Moskau gastieren. Direktor umcum-Hofer hat die Künstlerin unter glänzenden Bedingungen sür dieses Gastspiel gewonnen Ausland. Wie«, 20. März. In der heute vormittag stattgefundenen Sitzung der Verständigungs-Konferenz wurde bezüglich der Wahlreformfrage eine Einigung erzielt, und damit ein Schritt nach vorwärts gethan. Nachmittags legte Ministerpräsident Körber fein ExPosL über die Sprachenfrage bei den landesfürstlichen Behörden in Böhmen zur Beratung vor. Triest, 20. März. Die Trauung der Kronprinzessin - Witwe Stephanie mit dem Grafen Lonyay findet nächsten Donnerstag, vormittags 10 Uhr, in der Schloßkapelle zu Miramare statt. Nach der Trauung begiebt fich das neuvermählte Paar an die Riviera. Dijon, 20. März. Riciotti Garibaldi hat in einem Antwortschreiben an den Bürgermeister die Einladung zu dem Feste anläßlich der Einweihung des Garibaldi- denkmals abgelehnt. Brüssel, 20. März. Die Behörde hat wegen Anwerbung belgischer jungerLeute durchenglische Werbeagenten eine Untersuchung eingeleitet. Brüssel, 20. März. Den letzten Meldungen der belgischen Ambulanz aus Pretoria zufolge ist die Ambulanz vollständig zersprengt, verschiedene Mitglieder derselben find wegen Gehorsamsverweigerung, andere wegen Unfugs entlassen worden. London, 20. März. Unterhaus. Henncker I $acton fragt an, ob die Buren die Drohung ausgesprochen hätten, Johannesburg dem Erdboden gleich zu machen oder durchBrand zu zerstören, und ob, wenn dem so sei, die Buren darüber belehrt worden seien, daß sie für die mutwillige Vernichtung britischen Eigentums während des Krieges verantwortlich gemacht werden würden, und der Betrag des angerichteten Schadens als Auflage auf ihre Farmen und ihr übriges Eigentum gelegt werden würde. Wyndham erwiderte, die Frage liege außerhalb des Bereiches des Kriegsamtes. Doch höre er, daß Chamberlein beabsichtige, eine Proklamation über den Gegen I stand zu erlassen. Sofia, 20. März. Infolge Meinungsdifferenzen zwi- I «chen dem Fürsten und dem Minister Nacevic wegen I iec geplanten Errichtung einer russischen Kohlenstation in Burgas steht eine Ministerkrisis bevor. Das Aufstandsgebiet in Südafrika. Während die englischen Truppen von allen Seiten durch das Gebier des Oranje-Freistaats gegen Transvaal vorrücken, ist im Nordwesten der 8ah- kolonie ein Aufstand der Kapholländ^ ausgebrochen, durch den die rückwärtige Verbindung der Engländer aufs schwerste bedroht werden kann. Das Aufstandsgebiet liegt, wie aus unserer bei. folgenden Uebersichtskarte erhellt, westlich der Bahnlinie Kapstadt-Kimberley, und die beiden Orte Prieska uni Carnarvon sind die Hauptstützpunkte btt Aufständischen. Das Gebiet ist hügelig, an einigen Stellen, besonders bei den schon genannten Orten, erheben sich größere Gebirgszüge, die zur Ver. teidigung vorzüglich geeignet sind. Es gewinnt fast den Anschein, als ob sich von hier aus eine mächtige Bewegung gegen die englischen Truppen auSbreiten wird, und daß man in englischen Kreisen die Größe der Gefahr erkennt, wird am besten dadurch bewiesen, daß der Generalissimus Kitchener zur Nieder- werfung des Aufstandes abgesandt worden ist. UmversttSt und Hochschule. — Gestorben: In Stuttgart im Alter von 62 Jahren der Professor der Technischen Hochschule, Teichmann, Hauptlehrer für Maschinenbaufach. Er war auch litterarisch, sowie als praktischer Ingenieur thätig und machte sich namentlich als Erbauer von Wasserrädern bekannt. — Glasgow, 17. März. Während das Ende deS schottischen Wintersemesters herannaht, werden neue Anstrengungen gemacht, uir. Herrn Alexander Tille, der wegen der gegen ihn gerichteten Angriffe seitens einer Anzahl Studenten seine Entlassung eingereicht hat. der Universität Glasgow zu erhalten. Das University Court, die Verwaltungsbehörde, in deren Händen die Ernennung der akademischen Lehrer liegt, hat ihr lebhaftes Bedauern darüber ausgesprochen, daß er um Entlassung aus seinem Amte eingekommen sei, und seine Zuhörer haben öffentlich eine Adresse an ihn gerichtet, in der sie ihn" bitten seine Verbindung mit der Glasgower Universität nicht zu lösen. — Verschiedenes r Wie aus Stuttgart berichtet wird, wurde die an der Technischen Hochschule Stuttgart erledigte Profeffur für Botanik dem bisherigen Privatdozenten Prof. Dr. Fünfstück übertragen. — Dr. W. Bergt in Dresden ist zum Profeffor an der technischen Hoch^ schule in Dresden, nicht, wie irrtümlich berichtet, zum a.-o. Proseffor in Greifswald ernannt worden. — Der Privatdozent an der Universität Erlangen, Hauptmann a. D. Dr. Adolf v. Elterlein, ist auf Ansuchen seines Amtes enthoben worden. Kirchr und Schule. Der gemaßregelte Oberlehrer Baumann in «ampert» heim hat eine zweite Broschüre über seinen „Fall" veröffentlicht. Baumann wurde auf Grund familiärer Zwistigkeiten von zwei Lehrern seiner Schule, Deubler und Dölcher, beleidigt. Er behauptet, Kreisschulinspektor Karg in Bensheim habe sich dabei seiner (Baumannv' nicht genügend angenommen Die beiden Lehrer seien zwar auch versetzt worden, aber auf Stellen gleichen Ranges und Gehaltes. Ihn dagegen habe man vom Oberlehreramte enthoben, um Mk. 300 jährlich im Gehalt verkürzt und nach Hirschhorn im hintersten hessischen Oden, wald versetzt. Der Fall wird voraussichtlich in der Kammer zur Sprache gebracht werden. Arbeiterbewegung. Berlin, 20. März. Durch einen Vergleich vor dem Einigungsamte des Gewerbegerichts wurde abends der Ausstand in der Berliner Holzindustrie, wobei 15,000 Arbeiter beteiligt sind, beendet. Die Arbeitsaufnahme findet am nächsten Montag statt, falls die Or» ganisationen der Arbeitgeber und Arbeiter den Vergleich gutheißen. Landwirtschaft. In der letzten Generalversammlung des landwirtschaftliche« ProvinzialvereinS für Starkenburg im „Darmstädter Hof- zu Darmstadt berichtete Landwirt Fritsch von Dilshofen über den dem Reichstage vorliegenden Entwurf eines Reichs-Fleischbeschau gesetzes. Dabei beklagte er einleitend die Strenge der hessischen Fleischbeschau gegenüber derjenigen in Preußen und versicherte, daß an den hohen städtischen Fleischpretsen dieLand- wirte nicht schuld seien. Wie die Erfahrung der letzten P/t Jahre beim Schweinfleisch lehre, fühle das städttsche Publikum sofort einen Aufschlag, anders sei es jedoch mit dem Abschlag. So wie da« Fleischbeschaugesetz dem Reichstag vorliege, bedeute es eine große Gefahr für die Landwirtschaft. Hand in Hand mit der obligatorischen Fleischbeschau müsse eine obligatorische Schlachtviehversicherung gehen, zu welcher der Staat beizutragen habe. In Sachsen sei man diesem Gedanken bereits näher getreten. Die Frage, ob Deutschland vom Jahre 1904 an in der Lage sein werde, selbst seinen Viehbedarf zu decken, könne man bejahen. Unter allen Umständen sei dringend zu wünschen, daß der Reichstag bei der dritten Lesung dem Drängen der Regierung nicht nachgebe, indem er hiermit das Land zugunsten von Handel und Industrie aufopfern würde. Der Vorsitzende teilt mit, daß er dte Ansicht gewonnen habe, daß der Reichstag fest bleibe auf die Gefahr hin, daß die ganze Vorlage scheitere. Landtagsabgeordneter Heidenreich stellte unter Beifall fest, daß, wenn ein Schutzgesetz notig sei, dieses gleichmäßig für das Inland und das Ausland gelten müffe, und beantragte, die Versammlung möge einmütig ihre Zustimmung zu den Beschlüssen der Reichstagskommission aussprechen und dies an maßgebender Stelle zur Kenntnis bringen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Lokales und PrsvinMes. ** Stadttheater. Gestern abend wurde vor ausver- kaustem Hause CharleyS Tante als 21. Volksvorstellung gegeben. Gleich wie bei der Erstaufführung an unserer Bühne erfreuten sich das launige Werk sowie die ebenfalls gut gelaunten Darsteller freundlicher Anerkennung. Der rührigen Direktion sowie den strebsamen Kräften des Theaters unserer Stadt gönnen wir die vielen und reichen Erfolge umsomehr, als sie durchweg wohl verdiente waren und noch sind. .** Stadltheater. Nächsten Freitag findet das Be- nefiz für die allgemein beliebte Soubrette unseres Stadttheaters, Marie Eichenwald, statt. Zur Aufführung gelangt „Die Regiments kocht er", nach der gleichnamigen Oper bearbeitet, mit der Original-Musik von Donizetti. Fräulein Eichenwald wird die Titelparthie darstellen und uns dadurch wiederum Beweise ihres großen Gesangstalentes geben. Ein vollbesetztes Haus wäre der tüchtigen Künstlerin wohl sehr zu gönnen. ** Polizeibericht. Der in der gestrigen Notiz benannte Schwindler, welcher auch in Marburg Schwindeleien verübte, ist in Kaffel verhaftet. Auch die Uhr hat sich wieder vorgefunden. X Eschenrod (bei Schotten), 20. März. Ter Jaqd- pachter unserer Feldjagd hat dieselbe an Herrn Lehrer L, ch o m b e r t von Busenborn abgetreten. Herr Schombert wurde vor einigen Tagen von Bleidenrod (Kreis Alsfeld) mach Busenborn versetzt. Burkhards, 19. März. Bei der am vorigen E-amstage abgehaltenen Bürger meist er wähl erhielten beide Kandidaten gleichviel Stimmen. Da sich in der Wahlurne eine Stimme mehr vorfand, als solche ab- Meben werden durften, so steht nächsten Sanistag, den 24. d. M., eine zweite Wahl bevor. — Unser seitheriger Bürgermeister heißt nicht Kunkler, wie in Nr. 66 angegeben wurde, sondern „Kunkel". Darmstadt, 20. März. Der vom ersten Ausschuß der Zweiten Kammer erstattete Bericht liegt jetzt im Druck enthält u. a. einen Beschluß zu dem Kapitel: « r &J?au$ dem Familieneigentum des -«/bFerzoglichen Hauses". Die Minderheit will einen Abstrich von 800 Mark, die Mehrheit von 400 Mark an der Remuneration für den Badekommissär in Salz- Jfe- erhalt bisher 400 Mark, die Regierung forderte rme Erhöhung um 800 Mark. Die Minorität des Aus- schusses erachtet eine solche zurzeit überhaupt nicht für für die Bewilligung weiterer 400 Mark Mit dem Großherzoglichen Hause hat die Sache nichts weiter zu schaffen, als daß der Posten im Etat unter steht- — Ferner beantragt derselbe Ausschuß die Errichtung von zehn neuen Oberförstedeien. O^Dierung hat vier neue Oberförsterstellen und rebn Forstauistentenstellen verlangt, weil in den letzten Jahren Die Domamalwaldungen beträchtlich vermehrt worden sind «d em intensiverer und rationellerer Betrieb der Forst- Drltur durchgefuhrt werden sott. Der Finanzausschuß ist der Ansicht, daß es sich im Interesse einer gesteiaerten Ertragsfähiakeit der Domanialwaldungen emvieble statt der Forstassistentenstellen gleich Oberförstereien, somit im ganzen vierzehn neue Oberförstereien, zu schaffen. Außer der Rücksicht auf intensiveren Betrieb war dafür die Erwägung ausschlaggebend, daß es dadurch gelinge, eine größere Anzahl von Forstassessoren, die augenblicklich mangels freier Stellen in Staatsbetrieben, die dem eigentlichen Forstfach fernliegen, beschäftigt sind, ihrem Berufe wieder- Legeben werden. Die Regierung ist damit einverstanden. Krrmisthtes. * Krappitz, 19. März. (Selbsterkenntnis.) Im hiesigen „Stadtbl." befindet sich folgende Anzeige: „Ich, Julius Jokel aus Zywodczütz, warne hiermit ausdrücklich jeden Gastwirt, Gift- und Branniweinbudenbesitzer, mir von heute ab Schnaps auf Kredit zu verkaufen, da ich in Zukunft Schnaps, welcher mir in angetrunkenem Zustande gereicht wird, nicht bezahle." * Wien, 20. März. Der in der Kaiserstraße wohnhafte Fabrikant vonWagenbauartikeln Dominik Lang hat sich mißlicher Vermögensverhältnisse halber samt seinen vier Töchtern im Alter von 14 bis 24 Jahren mittels Cyankali vergiftet. DominikLang und eine Tochter sind bereits tot; die übrigen drei Töchter schweben in Lebensgefahr. * Graz, 20. März. Zwischen dem Mediziner Peinitzer und dem Rechtshörer Fuchs fand heute ein Pistolen- duell statt. Fuchs blieb tot. Die Ursache des Duells war ein Wortwechsel zwischen beiden guten Freunden. * Paris, 20. März. Heute vormittag wurden in dem Lokale der Nordbahn-Gesellschaft 400000 Franken gestohlen. Kunst und Wissenschaft. Berlin, 20. März. Anläßlich der Jubelfeier der preußi- ',Sen Akademie der Wissenschaften fand beute vormlttag um 10 Uhr im Sitzungssaals des Abgeordnetenhauses ein glän- zender Festakt statt, dem nfcer der Akademie und ihren Gästen der Reichskanzler Fürst Hohenlohe, die Minister Siudt, v. Rhein- Laben und Schönstedt, Staatssekretär Tirpitz, zahlreiche Mitglieder ! In bei gestrigen Generalversammlung des landwirtschaftlichen Provinzialvereins für die Provinz Starkenburg, die unter dem Vorsitz des Kreisrats Haas-Offenbach abgetzalten wurde, sprach man auch über das Fleischbeschaugesetz. Man erklärte sich mit den Beschlüssen der Reichstagskommission einverstanden. Geheimrat Haas, der bekanntlich nationalliberaler Reichstagsabgeordneter ist, teilte mit, daß er in Berlin die Ansicht gewonnen habe, daß der Reichstag fest bleibe, auf bie Gefahr hin, daß die ganze Vorlage scheitere. Eine entsprechende Resolution an den Reichstag wurde beschlossen. Salzböden, 19. März. In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag gegen 12 Uhr wurden die Bewohner unseres Dorfes durch den Klang der Feuerglocke auf- geschreckt. In der Scheune des Schreiners Johann Wagner hi er selb st, welcher zu dieser Zeit selbst gar nicht im Dorfe weilte, war ein Brand ausgebrochen, der an den in der Scheune vorhandenen leicht brennbaren Stoffen solche Nah- riing fand, oaß an diesem Gebäude bald nichts mehr zu retten war. Die hiesigen Löschmannschaften und die mit anerkennenswerter Schnelligkeit herbeigeeilte Hilfe aus unserer Nachbargemeinde Odenhausen mußte sich infolge dessen darauf beschränken, die Weiterverbreitung des Brandes zu verhindern. Dies gelang ihnen auch. Zwar hat das Wohnhaus des Wagner noch starke Beschädigungen erlitten, weiteres Unheil konnte jedoch verhütet werden. Die später eintreffende Feuerwehr fand dank dem kräftigen Eingreifen der hiesigen und Odenhäuser Löschmannschaften nichts mehr zu thun. Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt. Cassel, 20. März. Ein junges Mädchen sprang heute nachmittag kurz nach ein Uhr in selbst- mörderischer Absicht in der Nähe der Drahtbrücke in die Fulda. Ein Offizier vom Hess. Feld-Artillerie- Regt. Nr. 11, welcher in der Nähe vorbeiging und so Augenzeuge der Verzweiflungsthat der Lebensmüden wurde, sprang ohne langes Besinnen in vollen Kleidern dem jungen Mädchen nach, und es gelang ihm, dank seiner Schwimmkunst, dasselbe noch im letzten Momente zu erfassen und wieder aufs trockne zu bringen. Von Rettungsmannschaften der Sanitätskolonne wurde sodann das junge Mädchen zuerst in die Rettungsstation in der Fuldagasse und von hier später in das Landkrankenhaus überführt. Wie verlautet, war das junge Mädchen in einem Geschäft in der Frankfurter Straße thätig. Heben das Motiv zu dem verzweifelten Schritte ist noch nichts genaues ermittelt. — Heute erschoß sich in seiner Wohnung der Hoftheatermaler Ludwig Jacobs. Er war eben mit einer dekorativen Neuausstattung des „Lohengrin" beschäftigt. * *•* flbenb vor W ${j 1 b's 7. April r;. i°skau gastieren inMben Beding . 6. Dividenden-Verteilung. Kesselbach, den 20. März 1900. Der Vorsitzende: Schomber II. NB. Die Rechnung liegt vom 26. d. Mts. an acht Tage lang in unserem „6** denfcOi Markus Bauer Kirchenplatz ll. — Herrenkonfektion. — nfertigung n. Mass in eigener Werketfitte. BMkiner Uerem für Armen- und ßrnvkknpßese. Hrdentkiche Henerakversammkung Irettag den 30. März 1900, nachmittags 5 Ayr, im Saale des Schwesternhauses (Johannesftraße). Lagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Prüfung der Rechnung. 3. Statutenänderung mit Rücksicht auf das Bürgerliche Gesetzbuch. 4. Ergänzungswahl. Die Mitglieder des Vereins weiden hiermit auf Grund der 4, i mb 1 der Statuten ergebenst eingeladen. 2192 Der Vorstand: Schlosser. gliedern nicht erschienen, beschlußunfähig war. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Gegenstände unserer mdriung wird um allseitiges Erscheinen der Mitglieder gebeten. Gießen, am 20. März 1900. Heweröeöank zu Hießen eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht Carl Loos, Vorsitzender des Aufsichtsrates. 2. 3. 4. Submission. Zur Erbauung einer Maschmen- lalle Haven wir 390 qm gute Ausschutzdieleu nötig. Lieferungsbedingungen erbitten wir bis 1. Apr l. Lieferzeit etwa 15. bis aus Tuch, Serge, Posamentene Tüll und Spitzen wll I wundervolle Neuheiten. Mowack Ärmste Mrwunge«. Sepefdxn deS Bureau .Herold'. Berlin, 21. März. Heute mittag findet im königlichen Schlosse eine große Frühstückstafel statt, zu der die Botschafter der fremden Mächte, sowie die Militär beziehungsweise Marine-Attachees der hiesigen Botschaften geladen sind. Berlin, 21. März. Die Festlichkeiten aus Anlaß der 200-Jahr-Feier der Akademie der Wissenschaften haben gestern in dem großen Festsaale des Hotel Kaiserhof den offtziellen Abschluß gefunden, ktwa 300 Personen waren anwesend, darunter Finanz Minister von Miquel, der die Kaiserrede hielt, Kultusminister Dr. Studt und Fridtjof Nansen. Die ___ ordentliche Kenerat-Iersamml'ung dir Spar- und Borschutzkasse Kesselbach Eingetr. Genoffenschaft mit unbeschr. Haftpflicht soll Dienstag den 17. April, nachmittags um 1 Uhr, im Saale des Herrn Heinrich Schomber I. dahier stattfinden. Um recht zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten. Fages-Hrdunng: 1. Vorlesung des Nevistonsberichtes pro 1899. HfM Uhr m (! tu fmn, Nlle^n ’i ftw oll yttMn iS toautt w wi 6nbt btt Mülpi ifhtngimgtn gemalt, w jig/n ihn geri^leten It nllawg tingirtitt stl 5 Uniinrftt) Court, bit nnim; btt alabmi^ro ix bab ei , \t\, \i\M Mn t, 'm btt stt ibn litten M M zu liftn et betritt onb, kM ligte PtostM D Miiti Fünsstück tittW. - c an btt MP i’.v ichttt, jum latbojftit an bir'fc Iterlein, iß auf»* Bürg-ergesellschaft. Dienstag den 27. März, abends 9 Uhr: Hrueralverfnuimliiug im fronltfiidrr Hof. Tagesordnung: 1. Bericht. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. 5i9i Der Vorstand. Hihkre md timtilttk WchMulk zu Gietzeu. Das neue Schuljahr beginnt Montag den *83. April, an welchem Tage Anmeldungen von 10 Uhr ab im Schulhause, Schillerflraße 8, entgegengenommen werden. Geburts- und Impfscheine sind dabei vorzulegen, ev. auch Schulzeugnis. Anmeldungen von Kindern, die bereits eine Schute besucht haben, find jetzt schon erwünscht. mm ia W innen .W iat. 6t b^aupttl ffi babei jtintt iBv* bin feien i®® I und W itiich in bet 1 Dienstag den 27. Marz b. A. in der Wirtschaft von Max Becker zu Beltershain, von vormittags V.lO UHr an, aus den Distrikten BelterShainer« wald, Steinkaute, Esp, Steinweg, Hain, Wirberger Waldlache, Kaulhain, Neu- Hofstannen, Neuhofsheege, Lange Buchen und Hoherod der Forstwartei Reinhardshain Scheiter rm: 89 Buchen, 8 Birken, 33 (Sieben, 274 Nadelholz (hierunter 228 rm Rundscheit), 2 Aspen; Knüppel rm: 249 Buchen, 150 Eichen, 214 Nadelholz, 19 Aspen; Arista rm: 1294 Buchen, 284 Eicken, 209 Nadelholz 2C.; Stöcke rm: 10 Buchen, 10 Eichen, 78 Nadelholz. Die Nummern deS zur Versteigerung kommenden HolzeS sind blau unterstrichen. Grünberg, den 14. März 1900. Großh. Oberförsterei Grünberg. Vijitkarten In allen Schriftarten und Kartone werden schnell und billig angefertigt in der Brühl'schen Universität»- Buch' u. Stein- Druckerei (Pletoch Erben) Giessen Schulstrasse Holzverkauf. Aus den Domanialwalddistrikten Alter Haag, Großer Seng und Schafbusch der Oberförsterci Grünberg sollen ca. 12 fm Gichen-Schnittyokz und ca. 54 fm zu Bau- und Schwellenholz geeignetes, im laufenden Winter gefälltes Ktchenstamm- holz von 30 bis 66 cm mittl. Durchmesser auf dem Submifsionsweg verkauft werden. Kaufliebhaber wollen ihre Gebote getrennt nach Sortimenten verschlossen und mit der Aufschrift „SubmsssionSholzverkaus" versehen bis längstens den 6. April b. A. bei der unterzeichneten Stelle einreichen, woselbst die Eröffnung der Gebote am 7. April d. I, vormittags >/,10 Uhr, in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten erfolgen wird. Die Großh. Forstwarte Keißner und Klipstein zu Reinhardshain sind beauftragt, auf Verlangen das Holz vorzuzeigen. Grünberg, den 16. März 1900. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober. 2166 Verschönerungsverein?u Gießen General-V* er Sammlung Arettag de» 23. März, aöends 8 im Gas« Mälzer. Tage« Ordnung: Rechnungsablage für 1899/1900. 2167 Mtit!?1“ >» tand btr ©LOet liih den Ä, *><■*-> f,nb' i aU ob.; 'S' faeot W- «lernt, t Wut iut ftt, wanba abg(|1, ast. d-, »rtK? n «M Keichs-Fl-'4 Strenge bet W In Preußen tuna bet letzten s schlag..60 T ite es Itrung sei man . Liehbed-li s ■ Hülznersteigeruuz. Es werden versteigert: 1) Wontag den 26. Wärz d. I. aus den Distrikten Großer und Kleiner Seng, Sengkopf, Seilet eben, Schafbusch, Bausche!, Kälberstall und Breiteloh der Forstwartei Saasen Scheiter rm: 356 Bucken, 2 Birken, 53 Eichen, 19 Nadelholz, 4 Linde; Knüppel rm: 204 Buchen, 52 Eichen, 39 Nadelholz, 1 Linden; Aeistg rm: 678 Buchen, 208 Eichen, 106 Nadelholz; Stöcke rm: 34 Buchen, 30 Eichen, 28 Nadelholz, 2 Linden. Zusammenkunft vormittags VslO Uhr im Distrikt Großer Seng bei Reinhardshain bei Brennholz Nr. 240. Nur das Holz im Distrikt Großer Seng wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. Trautenau, 20. März. Im Schatzlarer «ohlenwerr ist der {regte Teil der Belegschaft angefahren. Der Rest hat dte Wteder- 'nähme der Arbeit angemeldet. Der Ausstand erschemt als l!'gelegt.__ Telegramme »es .Gießener «rrzeiger^. Berlin, 21. März. Nach mehrstündiger Beratung kam gestern .d-nd " dem Einigunßsamle M f ‘X’A“ ib ■ j v „ ttioi» htr Arbeitgeber un0 «trbett- iebmer des Tiscklergew er des ju stände. Voraussichtlich werden "or^n die Versammlungen staltflnden in denen beide Parteien na Logis erhalten. Mestauration KerVert. -Räder vereinigen Eie- wf ganz undDauer- haftigkeit bei billigsten Preisen. 2177 Fr- Leo Nachf., C. Herber, Fahrradhandlg. u. Reparaturwerkstätte. „in'1« 1,1 2lt Gute, gebrauchte Fahrräder eine große Partie, unter Preis bei Joh. Fr. Schlaf, Wetzft^nstratzeck""^ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schmerzlichen Verluste, sowie für die zahlreichen Blumen« spenden und trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Helbig am Grabe sagt innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Melchior Oswald. Wieseck, den 21. März 1900. . 2095 k. , ., Daß obiqe Meta durch U)“6e»< wird Mr fei. 2178 ‘■Alt **>**"5 ®lontnfl 91/, n, " 3 " " 4 . „ 11 " ' 12 " z, Wo«! Mittwoch den 21. b. abends 9 Uhr 217* Felsenkeller: - . 2175] Zum Wecktrage« wird jemand 2 tiicht. Sdjnribft ........6- 01091] A. Keiöertsyaufen, Lollar. Lehrling gesucht. 1425__________Eberhard Metzger. 1559] Spengterlehrling sucht G. A. Faber, Marktstraße 1. Stellenvermittlung ______________■ .(für Mitglieder und Geschäftsinhaber 2 tüchtige Wagner Bewerber stets vielseitig^ Verwendung, sucht Himmelreich, Wagnermeister, I Kaufmännischer Verein Frankfurt a. M. Aieder-Grlenöach bei Frankfurt a. M. 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