Donnerstag den 22. Februar 1^00 Zweites Blatt Aints- und Zlnzeiseblatt für den Kreis Gieren S Mall * rstagabend Bezugspreis viertcljährl. Mk 2,9t monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle» vierleljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. RtHftWn, Expedition und Druckerei: F4»kstratze Nr. 7. QU «,v-a____________ , , ungen einen anderen Modus bezüglich dieser Inspektionen zu schaffen. Die Prüfungen gruppenweise vorzunehmen, enipfehle sich keinesfalls. Der Grund, warum er diese Frage- tamfwerfe, sei der, daß der Kreisschulinspektor bei dec Prüfung unthätig sein müsse, während der Verwaltungsbeamte dieselbe leite. Er habe allen Respekt vor den Le-rwaltungsbeamten, aber hier müsse er doch sagen, daß ebne Aendcrung erwünscht sei. Zum Schluß weist er noch- nmls auf den schlechten Zustand des Bahnhofs Griesheim hin und wünscht Abhilfe. Abg. Jöckel betont, der Rückzug der Herren vom Zentrum beweise, daß man den Angriff auf Seine Exzellenz den Herrn Staatsminister als abgeschlagen betrachte. Abg. Ulrich bedauert, daß dem Abg. Schmitt bei seinem Husarenritt auf das Portefeuille des Herrn Staats- iilünisters das Pulver ausgegangen sei, und seine Ansicht, das; man in der Generaldebatte alle möglichen Schmerzen vorbringen könne, habe sich bestätigt. Denn das sei sicher, daß man dem Herrn Staatsminister nur deshalb grolle. hier nicht vorzugehen. Die Abg. Bähr und Köhler versichern dem Herrn Staatsminister nochmals ihre Sympathieen und sprechen dabei den Wunsch aus, daß er noch recht lange an der Spitze der Staatsgeschäfte stehenumöge. Dem Herrn Justizminister können sie nur beipflichten, daß er die Anstellung jüdischer Richter möglichst weit hinausschiebe. . Abg. Bähr bespricht noch die Mangel in der Landwirtschaft und wünscht hier Abhilfe. Wegen vorgerückter Stunde wird die Sitzung um 1 Uhr- abgebrochen. Nächste Sitzung morgen vormittag 9 Uhr. Sühne zu fordern. Denn wenn s , vergessen konnten, nicht etwa sachlich zu besprechen, sondern den Justizniinister zul verunglimpfen, so wäre es seinerseits eine Pflichtvergessenheit gewesen, Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische Datkskunde. Ldreff« für Depeschen: Anzeiger Hieß««. Fernsprecher Nr. 51, Mehener Anzeiger Heneral-Anzeiger Lokales und UrsvityieUes. (Akronyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte«, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, den 21. Februar 1900. ** GeschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) 93dt 112 Jahren, am 22. Februar 1788, wurde der berühmte deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer zu Danzig geboren. Sein Hauptwerk ist „Die Welt als Wille und Vorstellung". Dieser Tuet brürf. trefflich den Grundgedanken der Schopenhauer'schen Philosophie aus. Er verteidigte seine pesstmistische Weltanschauung mit glänzender Beredsamkeit und Darstellungsgabe. Sch. starb am 21. S ptember 1860 zu Frankfurt a- M. ____________ ** Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 22. Januar dem früheren Bürgermeister Georg Reitz in Södel die Krone zum Silbernen Kreuze des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. •* Saalbau Verein. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß das Kammermusik-Konzert in der Aula der Universität um 7 Uhr beginnt. *• Ständchen Der unter der bewährten Leitung des Herrn Paul Polster stehende „Bäuerische Gesangverein" erfreute gestern abend Herrn Kaufmann Heinrich Belloff II. und dessen Ehefrau zur Feier ihrer silbernen Hochzeit durch ein in bekannt mustergültiger Weise zu Gehör gebrachtes Ständchen. Lich, 19. Februar. Der hiesige Turnverein veranstaltet am Sonntag, dem 25. d. M. ein Tanzkränzchen, verbunden mit dem Stiftungsfeste der vor einem Jahr gegründeten Damenriege. Es soll ein genußreicher Abend bevorstehen, der schon garantiert wird durch die bekannte Kapelle Walk aus der Pfalz, welche der Turnverein engagiert hat. Besondere Anziehungskraft werden die turnerischen Aufführungen der Damenriege ausüben, die abwechselnd mit Theateraufführung, komischen Vorträgen und Tänzen, dem Publikum vorgeführt werden. Nachmittags von */,4 Uhr ab findet in der Turnhalle Konzert statt. O Burkhards, 19. Februar. Biele Personen sind hier an der Ohrspeicheldrüsenentzündung, auch Mumps, Ziegenpeter oder Bauerwetzel genannt, erkrankt. § SelterS, 20. Februar. In unserem Pfarrhause, einem der ältesten Gebäude des Dorfes, wohnte im Jahre 1662 der aus W. O. von Horns Erzählung: „Die Schreckensjahre von Lindheim" bekannte gefürchtete Hexen« Verbrenner Amtmann Georg Ludwig Geiß. Im Jahre 1662 wurden elf Weiber aus verschiedenen Orten de- Amtes Ortenberg der Hexerei angeklagt, und auf der „Haardt", eine halbe Stunde von unserem Dorfe entfernt, hingerichtet. Von den Weibern waren zwei aus Enzheim, zwei von Gelnhaar, vier aus Selters und drei aus Bleichenbach. Die drei Weiber von Bleichenbach hießen: Maria Kröll, reformiert, Maria Konus, luth., und Eva Evaldis, Vei genannt. Die letztere war Hebamme. Ihr ward noch besonders zur Last gelegt, daß sie, vom Teufel angetrieben, viele Kindlein bei der Geburt ums Leben gebracht, und dabei teuflisch gelacht habe. Nachdem die anderen Weiber ■•■•»MC »•" Anzeigen zu der nachmittags für de» UfaiBfcai »scheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. MtzefteSungen spätesten- abend- vorher. Theater. Satisfaktion. Schauspiel in 4 Aufzügen von Alex. Baron von Roberts. (Gastspiel von Hubert Dietzsch im Theaterverein, Freitag, den 23. Februar.) Wenn man einen ausgereiften Künstler fragt, an ivelchen Orten er seine künstlerische Laufbahn begonnen habe, so wird man in den meisten Fällen die Antwort erholten, daß er zuerst an kleinen oder an kleinsten Bühnen gewirkt habe, und vielfach wird er das Bekenntnis hinzu- riigen, daß gerade die kleinen Verhältnisse für seine Aus- biEbung von größtem Wert gewesen seien. Denn an einer tlemcn Bühne werden ihm am ehesten größere Aufgaben Mellt, er wird vor allem auch vielseitiger beschäftigt, und mideckt vielfach auf diese Weise, daß er für ein anderes flollenfach mehr talentiert ist, als das zuerst gewählte. So ist es für den jungen Künstler kein Schaden, wenn er zuerst an kleineren Bühnen wirkt, und andererseits thun diese gut daran, vorzugsweise mit jüngeren Kräften zu arbeiten, da sie ältere Künstler von Bedeutung doch nicht zu Mein vermögen; für das Publikum aber liegt ein «enoisser Reiz darin, die Entwickelung eines jungen Talents zu beobachten, und ist diese eine fortschreitende auch in den joMeren Engagements gewesen, dann wird es einen ganz Daß die Leistungen des Herrn Dietzsch auch über die Mauern diürnbergs hinaus Beachtung gesunden haben, beweist eine große Zahl ihm zugegangener Engagementsanträge. Vorläufig ist er freilich noch an Nürnberg gefesselt, bis Herbst 1901, aber schon jetzt hat er einen Kontrakt mit einer preußischen Hofbühne unterzeichnet, die ihn unter glänzenden Bedingungen auf eine längere Reihe von Jahren gewinnen will. An dieser Bühne wird er demnächst ein Probegastspiel absolvieren. Für sein hiesiges Gastspiel hat Herr Dietzsch die schöne Rolle des Malers Werner Voltz in dem spannenden Schauspiel „Satisfaktion" gewählt. Dasselbe behandelt die Frage, ob eine Herausforderung zum Duell unter gewissen Verhältnissen abgelehnt werden kann. Während der General v. Witterstedt für absolute Verneinung der Frage ist, meint der Maler, sie bejahen zu müssen; trotzdem glaubt auch er die Lösung eines Konflikts schließlich nicht anders herbeiführen zu können, als indem er selbst den Vetter seiner Frau zum Zweikampf herausfordert. Die große Rolle der Elly Voltz, Werners Frau, wird Frl. Hammer spielen. Wir wollen auch an dieser Stelle darauf aufmerkfam nrachen, daß wegen des voraussichtlich starken Besuchs dieser Gastvorstellung aus allen Kreisen unserer Bevölkerung außer den bekannten Plätzen zu Mk. 4. 3,50. 2,25 und 0,60 (für Studenten und Schüler zu Mk. 1 und 0,40) auch Plätze zu Mk. 1,25 (nummerierte Sitzplatze auf der Mrttel- gallerie) verkauft werden. Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Landstäude. nn. Darmstadt, 20. Februar 1900. Die Sitzung tvird'um|10 UHr! eröffnet. Am Ministertisch Staatsminister Rothe, Finanzminister K ü ch l e r, Justiz- Minister Dittmar sowie die Ministerialräte Braun, Breid ert, Ewald und Eis en Huth. Die General-Debatte über das Finanzgesetz wird heute noch fortgesetzt. Abg. v. Brentano weist den feiner Partei von der Mehrheit der Kammer gemachten Vornmrf, als beabsichtige sie den Sturz des Staatsministers Rothe, mit Entschieden- hc it zurück. Die Pflicht eines jeden Abgeordneten sei es, Mängel im Staatswesen zur Sprache zu bringen, und wenn al<' Grund der Unzufriedenheit die Mainzer Bischofswahl in 5 Treffen geführt worden sei, so sei die Rede des Abg. Schmitt nach dieser Seite hin falsch aufgefaßt worden. Cü ine Partei wolle den konfessionellen Frieden, und durch Anerkennung der Gleichberechtigung aller christlichen Kon- sc,sionen gebe sich dieselbe im Interesse der Allgemeinheit Mühe, jeden hervortretenden Gegensatz zu mildern und möglichst wenig in die Erscheinung treten zu lassen. Wenn di«e Rede des Abg. Schinitt in anderem Sinne aufgefaßt werden sei, so müsse er dieses im Interesse seiner Partei richtig stellen. Dieses seien die Bemerkungen, welche er iilc Steuer der Wahrheit abzugeben habe. Abg. Pennrich unterstützt die Worte des Vorredners umd weist ebenfalls die Absicht, als sei man mit der Persönlichkeit des Herrn Staatsministers nicht zufrieden, mit Entschiedenheit zurück. Er bespricht Mißstände im Bahnhof zu Bingen und hofft hier auf Abhilfe, insbesondere da bte Stadt Bingen für Hafenbauten bedeutende Mittel verausgabt habe. Er sagt dem Finanzminister Dank für die rasche Einführung der Staatslotterie, welche sicher der Süaatskasse bedeutende Einnahmen ergeben werde. Der Ec ledigung der Wohnungsfrage im Sinne der bereits gestellten Anträge kann er nur zustimmen, ebenso bezüglich der Errichtung von neuen Gymnasien, insbesondere in eib. etc. ** Mm. harten so VereiH. *«» M: MAtzj besonderen Reiz gewähren, den Künstler von Zeit zu Zeit auf der heimischen Bühne wiederzusehen, und sich von dem Wachsen seines Könnens zu überzeugen. In dieser angenehmen Lage befindet sich das Gietzener Publikum am kommenden Freitag: Herr Dietzsch, welcher im vergangenen Winter Heldendarsteller an unserem Theater war, wird an diesem Abend als Gast auftreten. Bekanntlich wurde er von hier aus an das Stadttheater in Nürnberg engagiert, und wie uns vorliegende Rezensionen Nürnberger Zeitungen beweisen, erfreut er sich dort derselben Beliebtheit wie in Gießen, lieber seinen Bolingbroke im „Glas Wasser" schreibt z. B. die Kritik: „Herr Dietzsch hat sich mit seinem Bolingbroke den ungeteilten Beifall aller errungen. Geistvoll und weltgewandt, als echten Diplomaten, als Gesellschafter mit köstlichem, geradezu bestrickendem Humor begabt, treu als Freund, und ehrlich als Feind, so haben wir, danß der trefflichen Darstellung des Herrn Dietzsch, den Lord Bolingbroke kennen gelernt". Und Dom einer Aufführung des Egmout heißt es: „Vor allem war der Egmont des Herrn Dietzsch eine prächtige Leistung. Seine schöne, stattliche Erscheinung erfüllte eine wichtige Vorbedingung. Seine vornehme Natürlichkeit in Spiel und Vortrag kam dieser ritterlichen Gestalt nicht minder zugute. Ihr Wesen, die sonnige Lebensfreude, das starke von einer liebenswürdigen Eitelkeit nicht freie Selbstvertrauen, die unbekümmerte Zuversicht des Helden sand vollen Ausdruck." Bangen. , r ... Abg. Backes fragt, ob es sich nicht empfehlen wurde, Stelle der regelmäßigen Kreisschul-Kommissions-Prüf- ? Leib M 7. d. Mts. »dm. sind an der Kasse fiten Vorsitzenden, Hem ? Der Versteh AchK BEck hr 31 KipM fln,m er-AiHÜ. Entree fr c, Hütter. weil Derselbe einen derjenigen Kandidaten gestrichen, die der Abg. Schmitt nicht gestrichen haben wollte. Bedauerlich sei es, daß ein Abgeordneter über nicht verliehene Ordensdekorationen und Eharaktererteilungen Klage führe, und für Dienerseelen, die am Knopflochfieber leiden, eintrete. Mit der Arbeit des Herrn Staatsministers sei seine Partei zufrieden, weil ein frischer Zug durch das Ministerium gehe, und weil auf dem Gebiete der Sozialpolitik und auf wirtschaftlichem Gebiete bedeutende Fortschritte zu verzeichnen seien. Bei der Eisenbahn-Politik des Herrn Finanzministers sei es bedauerlich, daß derselbe den Privat-Gesellschasten zu viel Raum gebe. Augenblicklich bestehe ein Projekt, ganz Starkenburg mit elektrischen Bahnen zu überziehen, er hält dieses für sehr gefährlich, weil nach dem hessischen Eisenbahngesetz es den Städten nicht einmal möglich sei, zu verhindern, daß diese Bahnen durch die Straßen der Städte geführt werden. Damit aber würden alle Straßen der Stadt diesen Bahnen ausgeliefert werden. Der Finanzminister müsse diese Gefahr erkennen, und er müsse hier mit Rat und That eintreten, um dieses Vordringen der Privat-Gesellschaften zurückzuweisen. Der Herr Justizminister habe seine, des Redners, Anschuldigungen für nicht richtig hingestellt bezüglich des Gießener Falles und des Falles Wolff- Offenbach. Er stelle hier fest, daß er alles Gesagte aufrecht erhalte. Was die Anklage der Frankfurter Zeitung und der zwei Mainzer Blätter betreffe, so hätte die Regierung besser gethan, hier nicht einzugreifen. _ Im Volk habe man hierfür kein Verständnis gefunden, daß Zeitungen, weil sie Mißstände aufgedeckt, auch noch bestraft würden. Die Regierung hätte' hier sagen sollen: „Alle heran oder gar keiner". Wegen des unparlamentarischen Ausdruckes „Dienerseelen und ins Knopfloch spucken" wird der Abg. Ulrich zur Ordnung gerufen. Justizminister Dittmar stellt fest, daß die Erhebungen über einzelne Fälle noch nicht abgeschlossen; nach Schluß derselben werde er Auskunft geben. Bezüglich der Wolff-Köhlerschen Affaire habe die Staatsanwaltschaft aus dem Grund keine Anklage erhoben, weil der § 193 des Str. G. B. nicht erfüllt worden sei. Die Strafverfolgung verschiedener Zeitungen beleuchtet er nochmals in eingehender Weise, um so vor dem ganzen Land zu beweisen, daß das Eingreifen der Staatsanwaltschaft wohl nötig gewesen sei. Dem in seinem juristischen Gefühl gekränkten hessischem Volk sei er es schuldig gewesen, eine — * ~ sich diele Blätter so weit rchlich die Angelegenheit inz, * Siitfilnn n ।wir. «trolle M. onnnM uar, abends 8|| »fest rlöau. 'M men, Der VeteUid Nr. 44 eh drS Die Gießener gieeUiteirattcr •erben beei Anzeiger ie wechsel Mh „M- 8eebD*t" ». „BUtter Mr Heß. Volkskunde" beigelegt. durch den Scharfrichter aus Ortenberg hingerichtet, wurde sie erst gefoltert, dann hingerichtet, und der tote Körper auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Der blutdürstige Amtmann liegt, nach Bericht einer Chronik, auf dem Friedhöfe zu Ortenberg begraben.- Hungen, 20. Februar. Der hiesige Radfahrerverein verbindet bekanntlich mit seiner ersten Stiftungsfeier am 20. Mai zwei Wett fahr en für seine Mitglieder; ein kleines über ca. 3 Kilometer und ein größeres über ca. 15 Kilometer, auf der sehr schönen Staatsstraße Lich— Hungen. Die Kapelle Grüninger spielt nachmittags im Garten der „Traube"; hierbei wird von Nichtmitgliedern und Radfahrern, welche keinem Vereine angehören, ein kleines Eintrittsgeld erhoben. Abends findet Ball statt, der bei der zu erhoffenden großen auswärtigen Beteiligung sehr schon zu werden verspricht. — Der Hungener Radfahrerverein erfreut sich steten Mitgliederzuwachses, namentlich auch von auswärts. Alle Nachbarvereine stehen mit demselben in besten Beziehungen und wird Hungen in nächster Saison öfter Sonntagsausflüge auswärtiger Vereine zu empfangen haben. Die Möglichkeit für Laubach ist vorhanden, dortselbst auch einen Radfahrerverein zu gründen und soll es uns freuen, denselben schon beim Hungener Radfahrerfeste in corpore begrüßen zu können. (Landpost). -i- Eichelsdorf, 20. Februar. Zwar nicht ganz so stolz wie im mittleren Niddathale, aber immerhin recht annehmbar, fallen auch bei uns die Holzpreise aus, denn wir kommen immerhin auf 20 Prozent über den Tarifpreis. Wir könnten aber jetzt dringend trockene Witterung brauchen, weil die schweren Holzwagen tief in den schwammigen Boden einsinken und die Äbfuhrwege schwer schädigen. Offenbach, 20. Februar. In dem benachbarten Urberach ist die Gensert'sche Thonwarenfabrik infolge Ueberlastung ein gestürzt. Der Schaden ist, da ein beträchtlicher Warenvorrat vernichtet wurde, erheblich. Mainz, 20. Februar. Heute vormittag erschoß sich der 60jährige Bäcker David Heiderich, der früher selbstständig ein Geschäft hier betrieb, in seinen Verhältnissen aber zurückgekommen war. △ Mainz, 20. Februar. Seitens der Gemüsezüchter aus den umliegenden Gemüseorten Gonsenheim, Mombach, Finthen, Bretzenheim usw. agitiert man eben für die Ein sührung eines Einfuhrzolles für ausländisches Gemüse nach Ablauf Der bestehenden Handelsverträge. In einer vor einigen Tagen stattgehabten Versammlung der Gemüsezüchter wurde allseits betont, daß der Gemüsebau nicht mehr lohne, indem das inländische Gemüse von den Massen ausländischer Gemüse, welche auf die deutschen Märkte gebracht werden, vollständig verdrängt würde. Man beschloß, sich mit den übrigen Gemüsezüchtern in Verbindung zu setzen, um gemeinschaftlich wegen Einführung des Gemüsezolles Schritte zu thun. A Mainz, 20. Februar. Im Anschluß an die der „Deutschen Weinzeitung" jüngster Tage über die von maßgebenden Kreisen beabsichtigte vorläufige Lösung der Weinfrage entlehnte Mitteilung hort das genannte Fach organ, daß ein bezüglicher Entwurf sofort ausgearbeitet und den Einzelregierungen zur Aeußerung vorgelegt werden soll. Darnach würde einfach der § 4 des 1892 er Gesetzes, welcher die Herstellung und den Vertrieb von Trester-, Hefen- und Rosinenweinen, sowie die Kunstweinbereitung mit Säuren und dgl. gestattet, wenn die derart hergestellten Getränke unter einer, feinere Weine unterscheidenden Bezeichnung feilgehalten oder verkauft würden, aufzuheben sein. An dessen Stelle werde sich die Bestimmung finden, daß die vorerwähnte gewerbsmäßige Herstellung von Weinen unter Verwendung der angebeuteten Stoffe kurzweg verboten ist. Die Stimmung in Reichstagskreisen ist nach der „Deutschen Weinzeitung", bei dem Widerspruch, den der seitherige Weingesetzentwurf fast überall gefunden hat, dieser Lösungsart sehr geneigt und erscheint die SUZajorttät dafür gesichert. — Den hiesigen Steuerzahlern wird eben die freudige Mitteilung gemacht, daß, trotzdem eine Herabsetzung des Gas- und Wasserpreises bevorsteht, für das Rechnungsjahr 1900/1901 eine Erhöhung des Gemeindesteuer-Koiffi- zienten nicht einzutreten braucht. Man erwartet, daß man alle notwendigen Ausgaben bei dem seitherigen Steuer- Koeffizienten bestreiten kann. Wetzlar, 20. Februar. Zufolge ergangener Einladung hatten sich gestern abend eine größere Anzahl hiesiger Karnevalsfreunde in der „Alten Post" zusammengefunden, um über die Veranstaltung eines Maskenzuges am nächsten Sonntag Beratung zu pflegen. Der Plan fand bei den Versammelten allseitige Zustimmung, und es. wurde ein Komitee mit dem Auftrage erwählt, alle zum Gelingen des Unternehmens geeignet erscheinenden Schritte in die Wege zu leiten. Die in dem Komitee vertretenen Personen sind samt und sonders Persönlichkeiten, die sich auf das Arrangement karnevalistischer Veranstaltungen aus dem Grunde verstehen; dazu kommt, daß bereits viele Vereine und Einzelpersonen ihre Mitwirkung an dem Zuge durch Gestellung schon dekorierter Wagen und Gruppen zugesagt haben. Die Anmeldung vieler anderer steht noch aus, und so ist mit Sicherheit zu erwarten, daß die am nächsten Sonntag aus dem Kreise und den Nachbarstädten Hierselbst zusammenströmenden Zuschauer ein Schauspiel genießen werden, das den Besuch unserer Stadt an diesem Tage reichlich lohnt. Marburg, 18. Februar. Eine Versammlung des hiesigen Bürgervereins beschloß, eine Audienz bet Sr. Majestät dem Kaiser nachzusuchen, »m die Erhaltung der königlichen Polizei für Marburg zu erwirken, da bekanntlich am 1. April 0. I. die hiesige Polizei in städtische Verwaltung übergehen soll. Es soll sich hauptsächlich auf einen Passus in dem Annexions-Akt von 1866, in dem versprochen wurde, den kurhessischen Städten auch unter preußischem Regime ihre alten Privilegien zu bewahren, gestützt werden.' Der Vorsitzende des Bürgervereins, der als Stadtverordneter die Ueberzeugung hegt, daß alle Bemühungen zwecklos sind, entzog sich der Ausführung dieses Beschlusses dadurch, daß er mit allen Vorstandsmitgliedern sein Amt niederlegte. Aus diesem Anlasse fand nun gestern abend auf Freidhofs Terrasse eine stark besuchte Bürgerversammlung statt. Nach lebhafter Diskussion einigte man sich, entgegen den Stimmen des alten Vorstandes und einiger Anhänger desselben, das Gesuch um die Gewährung einer Audienz beim Kaiser doch auszuführen. Man wählte hierzu aus Der Mitte der Versammlung eine besondere Kommission. Hierauf erklärte sich der seitherige Vorstand bereit, Die Leitung des Vereins weiter zu behalten. Bemerkt sei hierzu, daß bereits früher eine Jmmediat Eingabe des Magistrats an den Kaiser abgelehnt worden ist. A Bebra, 20. Februar. Ein recht bedauernswerter Unfall ereignete sich in dem benachbarten Nocken- süß. Eine Anzahl junge Burschen und Mädchen aus Hoheneiche hatten nach Dort eine Schlittenparthie unternommen. Dort angekommen, stiegen sic in der Holstein'schen Wirtschaft ab. Dem Vernehmen nach befand sich in dem Nebenzimmer ein Teschiug. Ein Bursche machte sich damit zu schaffen und legte aus Ulk auf ein Mädchen an. Gegen sein Wissen war dasselbe geladen, entlud sich und die Kugel drang dem Mädchen in die Wange. Die Betroffene wurde nach Göttingen in die Klinik überführt. §§ Hann. Münden, 20. Februar. Gestern mittag 12 Uhr bot sich an der Weser auf dem Tanzwerder für unsere Mündenser ein eigenartiges hochinteressantes Schauspiel dar, welches darin bestand, daß ein Mann mittels sogen. Wasserschuhe auf der Weser heru«mspazierte. Der Wassersportsmann nennt sich -Kapitän Großmann aus Bremen. Die benutzten Wasserschuhe haben ungefähr die Länge von Schneeschuhen, ca. 4 Meter, sind jedoch kahnartig gebaut, inwendig hohl d. h. mit Luft gefüllt und aus Zinkblech her- gestellt. Um das Divergieren der Schuhe zu verhindern, sind diese mit einer Kette, welche genau eine Schrittlänge Spielraum zuläßt, mit einander verbunden. Herr Großmann marschierte mittels dieser von ihm selbst erfundenen Wasserschuhe mehrmals eine Strecke stromaufwärts und abwärts, nach beiden Richtungen hin erzielte er eine ganz respektable Geschwindigkeit. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Bom Mehl zum Leder. Wie man uns von auswärts berichtet werden seit einiger Zeit die Schuhmacher und Sattler unserer Umgegend stundenlang in zudringlicher Weise von dem seitherigen Mehlreisenden und jetzigen Lederprinzipale I..... belästigt. Die Leute haben die größte Mühe, den sie auf Schritt und Tritt verfolgenden Händler IoS- zuwerden, der manchmal nur dann geht, wenn er einfach stehen gelassen wird, um aber des öftern nach ein par Tagen, event. schon nach zwei Stunden, wiederzukommen. In mehreren Fällen sendet 3..... die Ware, ohne Bestellung zu haben. Bei Annahmeverweigerung werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Annahme zu erzwingen und schließlich, wenn alles Zureden nichts hilft — ein besonders prägnanter Spezialfall liegt momentan vor —, unter Einschreibebrief mit Rechtsanwalt und Gericht gedroht. Das Interesse an der Würde des Handelsstandes erheischt es, daß dieses Gebühren, durch welches auch der anständige Kaufmann in den Augen der Landleute moralische Einbuße erleidet, öffentlich gekennzeichnet wird. Dies sei hiermit geschehen und gleichzeitig unsere Landbevölkerung darüber aufgeklärt, daß unter keinen Umständen jemand die Verpflichtung hat, unbestellte Ware in Empfang zu nehmen. x. Gerichtssaat. W. Gießen, 21. Februar 1900. Urteil in Sachen der verwitweten Gräfin Margarete zu Altleiningen. Gestern vormittag wurde in der Strafsache gegen die Gräfin Margarete zu Altleiningen-Westerburg durch den Vorsitzenden unserer Strafkammer, Landgerichtsrat vr. Schäfer folgendes Urteil verkündet: Die Angeklagte sei des ihr zur Last gelegten Ehebruchs, begangen mit ihrem Schwager, dem Grafen Friedrich nicht schuldig, weshalb das die Gräfin zu vier Wochen Gefängnis verurteilende Erkenntnis der Strafkammer Gießen vom 26. November 1897 aufzuheben sei. Gründe: Die Angeklagte habe in Amerika den Bruder des Grafen Friedrich zu Altleiningen Westerburg aus Ilbenstadt, den Grafen Heßo, geheiratet und sei im Jahre 1891 von dort mittellos nach Deutschland zurückgekehrt. Kurze Zeit nach ihrer Rückkehr habe sie ihren Schwager aufgesucht und kennen gelernt und habe dieser sie seit jener Zeit dauernd unterstützt. — Die ehelichen Verhältnisse des Grafen Friedrich mit seiner Gemahlin der Gräfin Olga, waren, als der erstere seine Schwägerin kennen lernte, bereits getrübt. Die rechtmäßige Ehegattin habe damals schon vom Jlbenstädter Schlosse entfernt gelebt und da habe während dieser Zeit die Gräfin Margarete mit ihrem Schwager in einem sehr intimen Verhältnis gestanden, welches die gezogenen Schranken der zulässigen Moral erheblich überschritt. Dieses gehe zur Evidenz aus den Aussagen der als Zeugen vernommenen Dienerschaft, welche damals in Ilbenstadt thätig war, hervor. Später ist die Gräfin Margarete in Koblenz in einem Hotel mit ihrem Schwager zusammengetroffen, was Den Verdacht, daß dort Ehebruch getrieben, rechtfertige, aber dieser Verdacht genüge nicht, um daraufhin ein Schuldig sprechen zu können. Das Reichsgericht verlange für das Vorliegen des begangenen Ehebruchs die bestimmte That- sache, daß zwischen Personen ein sexueller Verkehr stattgefunden habe, und dies sei im vorliegenden Falle nicht genügend erwiesen. Der Zeuge Sürich habe allerdings Bekundungen gemacht, nach denen man die Schuld als erwiesen annehmen könnte. Dieser Zeuge, ein sehr intelligenter und offener Mensch, will in später Nachtstunde auf dem Korridor des Jlbenstädter Schlosses die beiden Angeklagten schwer belastende Wahrnehmungen gemacht haben. Der Zeuge hat diese Wahrnehmung noch am selben Abend einem Teil der Dienerschaft mitgeteilt; er ist, als der Graf Kunde erhielt, daß Sürich beobachte, wie er mit feinet Schwägerin verkehre, entlassen worden, wie überhaupt qQc Diener, welche hinter das verderbliche und lichtscheue Thun des Grafen kamen, aus dem Schlöffe mußten. Sürichs Zeugnis würde allein genügen, im vorliegenden Falle zu einer Verurteilung aus § 172 d. Str. G. zu kommen, wenn nicht mehrfach« Bedenken gegen die volle Glaubwürdigkeit dieses Zeugen beim Gerichtshof obgewaltet hätten. Zeuge Sürich hat bei seinen mehrfachen Vernehmungen hin und her geschwankt, er hat sich in mehrfacher Hinsicht widersprochen. Der stattgehabte Augenschein im Jlbenstädter Schlosse habe dir Möglichkeit dargethan, zu beobachten, was dieser Zeuge gesehen haben will. Es war aber unmöglich mit Sicherheit festzustellen, in welcher Beleuchtung sich die Oertlichkeit damals befunden hat, als Sürich seine Wahrnehmungen machte. Der Gerichtshof hat angenommen, Sürich hat sich in einer Sinnestäuschung befunden, wenn er die Gräfin in der angebeuteten Art beobachtet haben will. Er kann sich auch in der Person, die in's gräfliche Zimmer gegangen ist, geirrt haben. Der Gerichtshof, der im Jahre 1897 zu einer Verurteilung in dieser Sache kam, hat in seiner Verhandlung den Zeugen Sürich nicht in Person vor sich gehabt, es konnte daher zu den Zweifeln nicht kommen, die die Strafkammer nach Lage der Sache in die volle Zuverlässigkeit der Bekundungen Sürich's hat. Vermischtes. • Vom Rhein, 18. Februar. Zwei Bürgermeisterstellen auf einmal sind dem früheren Bürgermeistereisekretär Herrn Rentner Spieker aus Wiesbaden zugefallen. In Camp entschied das Los zu seinen Gunsten gegen einen anderen Mitbewerber. Außerdem wurde er aber auch zum Stadtoberhaupt von Erbach erkoren und ist, wie Rhein gauer Blätter melden, für letztere Stelle inzwischen durch den Landrat auf acht Jahre bestätigt worden. Die Camper sind also trotz der vier Wahlgänge nach wie vor ohne Bürgermeister. * Eisenach, 20. Febr. Ein großes Unglück hätte leicht an der Ueberfahrtsstelle über die Thüringer Bahn bei Eichrodt entstehen können. Dortselbst befand sich eben ein von Eisenach kommendes Bierfuhrwerk aus den Gleisen, die durch Barrieren zu versperren unterlassen worden waren, als plötzlich der von hier 1 Uhr 45 Minuten abgehende Schnellzug herangebraust kam. Der Geschirrführer bemerkte den Bahntrain erst ziemlich spät. Gleichwohl besaß er die Geistesgegenwart, die Pferde nach Möglichkeit Herumzureißen, so daß nur das eine derselben von der Lokomotive erfaßt und so schwer verletzt wurde, daß es verendete. Wäre der schwere, stark beladene Bierwagen unter die Räder des Zuges geraten, so hätte dies für die Zuginsassen die übelsten Folgen nach sich ziehen können. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 80. Februar- Wechsel auf New-York zu 4.21-22. Prämien auf Kredit per ult Februar 0.70%, do. per ult März 2.10%, Diskonto Kommandit per ult. Febr. 0.65%, do. per ult März 1.70%, Lombarden per ult. Februar 0,65% do. per ult März l.lO /o, Deutsche Bank per ult. März O.°/o, Dresdener Bank per ult. Febr. 0 00%, Berliner Handelsges. per ult. Febr. 0.00. Notierungen: Kreditaktien 236.70-60, Diskonto-Kom- mandit 194 70-00, Staatsb. 140.40-00, Gotthard 142.80-00, Lombarden 30.20-00.00-00, Ungar. Goldrente 98.80, Italiener 94 30, Sproi. Mexikaner 26.35, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 4%% Brief. 1% bis 2% Uhr: Kredit 236.50-237, Diskonto 194 70-90-00. Staatsbahn 140.40-00, Lombarden 30.20-00.00, Bert Handelsg. OOO, Bochumer —.— Um die Benutzung derselben Teilnehmerleitung für mehrere Fern- sprechanschlüsse zu erleichtern und auf diese Wnse eine Verbilligung br einzelnen Anschlüsse zu ermöglichen, find vom Herrn Reichskanzler folgende, vom I. April ab gültige Bestimmungen über Fernsprech.Rebenanschlüsse getroffen worden I. Zulassung von Nebenanschlüssen. 1. Die Teilnehmer an den Fernsprechnetzen können in ihren auf dem Grundstück ihres Hauptanschlusses befindlichen Wohn- oder Geschäftsräumen Nebenstellen errichten und mit dem Haupi- anschluffe verbinden lassen. . 2. Diejenigen Teilnehmer an den Fernsprechnetzen, welche bie Bauschgebühr zahlen, können in den auf dem Grundstück ihreS Haup^ anschluffes befindlichen Wohn- oder Geschäftsräume andere: Personen oder in Wohn- und Geschäftsräumen auf andere' Gründstücken, mit Zustimmung der Berechtigten, Nebenstellen, di- nicht weiter als 15 km von der (Haupt) Vermittelungsanstalt-nt fernt find, errichten und mit ihrem Hauptanschluffe verbinden lasfr^ 3. Mehr als 5 Nebenanschlüsse dürfen mit demselben Hauptanschluss nicht verbunden werden. Den Teilnehmern ist überlassen, d.e H» stellung und Instandhaltung der auf dem Grundstücke des haupr anschluffes befindlichen Nebenanschlüffe durch die Reichs-Telegraphen Verwaltung oder durch Dritte bewirken zu lasten; die Nicht vm der Reichs Telegraphenverwaltung hergestellten Nebenanschlüste mOflei den von der Reichs-Telegraphenverwaltung festzusetzenden technisch« Anforderungen ent prechen. Vor der Inbetriebnahme sind die Nebenanschlüffe dem Pofiam. Telegraphenamt oder Stadt-Fernsprechamt anzumelden, welchem du Vermittelungsanstalt unterstellt ist. Dieses ist befugt, jeder Z« zu prüfen, ob die Nebenanschlüsse den technischen Anforderung« genügen. . Die Herstellung und Instandhaltung der nicht auf dem Grun^ stücke des Hauptanschluffes befindlichen Nebenanschlüffe wird der Reichs-Telegraphenverwaltung vorbehalten. . 4. Die Inhaber der Nebenstellen sind zum Sprechverkehr mit 0« Hauplftelle sowie mit anderen an dieselbe Hauptstelle angeschloflen« Nebenstellen befugt. Sprechverbindungen m't dritten Person« werden ihnen in demselben Umfange gewährt, wie dem Jny" der Hauptstelle. , .. Soweit nichts Abweichendes bestimmt ist, finden für die »' Nutzung des Nebenanschluffes die für den Hauptanschluß g-ltenv» Bestimmungen entsprechend Anwendung. Die unter 2 bezeichneten Nebenanschlüsse werden, fofetn Gegenteiliges verlangt wird, in das Teilnehmerverzeichnis angenommen. _ c , vU SV# 5. Der Inhaber des HauptanschluffeS ist Schuldner der durch die« Nutzung des Rebenanschluffes erwachsenden Gebühren. 6. Das Recht z'-.r Benutzung des Nebenanschlusses erlischt mit Rechte zur Benutzung des Hauptanschluffes. Außerdem rann durch die R ichs T-legraphenverwaltung entzogen werden: «n j®1 mißbräuchlicher Benutzung des Nebenanschlusses, oderwenn,es rj ergiebt, daß dieser den technischen Anforderungen nicht genug!, ®iww ^Hunnen wer| WM dr c M. W.2 $ für einen Mmn Nachfrage Süferbuifdje, 2 Sa tyijer, 1 Sthtnieb, 22 fahren, 1 ältere 4 Dienstmädchen, 3 Wegen Aöb 19. fiebrnar ab flut trMei Ate zu G ams Bav- Hohl- und Ferner eine gii scheibe», Klasth The Siebente Vors Grich , W W' wta HEM < Lackier- ’Wjrt habe nnb weiten. Um Alfa se «•s 1 Stzk 'HZ 3.6®H,1OO1 .KZ •<£g rftl-nd-E und D. ». Ju . i Milli &?!*!} diitn W, g in. MWinbl 8 fbm 21t LM \ burkn OdiottMtetrotnW Itx uWMOt* \\\ W GmihmiM v Warn in em (3t Zchb-rs täimütbtii, Ca4st' Muhe, Mk. AiU®te bei karten',’JA 125 8chüi( s. • gJtDei Bürgttllch 'Burgrrllleistnris^ " geguffi» lutbe er aber-tz m !, ist, äleDe '"MN H ?/ lootbtn. $i( f N »ie vor ohw '' h)ie hüt 'm ÄfcM LK .ä:r£fc d--r SÄ”?' Mb' iM" 7"°K «Hl 4 W*2r* *iS? ata. 'Ä.,n bite< $. In technischer Hinsicht gelten hierzu noch folgende Vorschriften: Die Sprech m b Hörapparate der nicht von der Telegraphen- vircoaltung errichteten oder von dieser nicht instand zu haltenden Nebenanschlüsse dürfen dm von der Telegraphenverwaltung für den Osloer kehr verwendeten Apparaten nicht nachstehen. Wenn für die Nebenanschlüsse Systeme verwendet werden sollen, die Amderungen der llmschalievorrtchtungen der Vermittelungsanstalteu erfordern, so ist die Genehmigung de« RüchSpastLMi« notwendig. Wenn in ein Grundstück mehrere Fernsprechanschlüsse deSsrlben Inhabers einmünden, so ist der Sprechoerkehr zwischen allen mit saAs sonst aus der Benutzung des Nebenanschlusses erhebliche Schwierigkeiten für den Fernsprechbetrieb entstehen. II. Gebühren für Nebenanschlüsse Die Gebühren für Nebenanschlüsse werden auf Grund des 8 10 der Fernfprechgebühren-Ordnung vom 20. Dezember 1899 (Reichs-Gesetzbl. S. 711), wie folgt, festgesetzt: Für die Errichtung und Instandhaltung des Nebenanschlusses durch »auptan. schlusses befindlichen Wohn- oder ^lchäsisräumen des ^tchabers L;a für jeden Nebenanschluß ,ährlrch 20 Mk. 2 für knd7r N b!nanschlüsse für jeden Nebenanschluß jährl.ch 30 Mk 3. Sind zur Verbindung der Nebenstelle m,t dem Hauptanschlüsse als 100 Meter Leitung erforderlich, so werden außerdem für iede angefangenen weiteren 100 Meter Leitung erhoben bei einfacher L-itun/jährlich 3 Mk., bei Doppelleitung jährlich, 5 3RL 4 bei Nebenanschlüssen, die weiter als 10 Kilometer von der (Haupt) 'Vermittelungsanstalt entfernt sind, werden für dieüberschleßende, von der Haupt-Sprechstelle zu messende Leitungslänge dieselben Baukostenzuschüsse erhoben, wie bei Hauptanschlüssen. Für Nebenanschlüsse, die nicht von der Reichs-Telegraphenverwaltung hergestellt und instandzuhalten sind, werden erhoben: 1 für Nkbenanschlüsse in den auf dem Grundstücke des Hauptanschlusses befindlichen Wohn- oder Geschäftsräumen des Inhabers des Hauptanschlusses für jeden Nebenanschluß jährlich 10 Mk. 2 . für andere Nebenanschlüsse für jeden Nebenanschluß jährlich 15 Mk. In Bezirks Fernsprechnetzen wird sür Nebenanschlüsse an Wege Hauptanschlüsse, Deren Inhaber die Bauschgebuhr für die Benutzung der BerbtndunMettungen zahlen, zu den nach II A 2 unb B. 2 zu entrichtenden Gebühren ein Zuschlag von 100 Mk. Miltch für jeden N-benanschluß erhoben. Für Nebenanschlüss gieren Inhaber die Vergütung nach II. A. 1 und B. 1 zu entrichten haben, wird dieser Zufcklag nicht erhoben. III. Votstehmde Bestimmungen treten mit dem 1. April 1900 diesen Hauptanschlüssen verbundenen Nebenanschlüssen gestattet. Sind jedoch außer den Nebenansch'üssen noch Prtoatapparate Vorhände!«, für welch- Gebühren nach II. B. der Bekannimachung nicht gezahlt werden, so sind die techn-'chen Etnlichiungm so zu gestalten, daß G sprächtzoerdindungen zwischen den P ioatapparakn und der Ve. mitt«-lungsanstalt nicht dergestellt werden können, Wetterbericht. Das Depressionszentrum ist unter Beibehaltung seiner Tiefe der Hauptsache nach in nordöstlicher Richtung fortgeschritten, und liegt heute über der Nordsee. Dabei hat dasselbe seine Herrschaft weit über die kontinentalen Lagen ausgedehnt, und sind an seinen Rändern mehrere Minima zu erkennen. Ein Teilgebilde von erheblicher Tiefe befindet sich am Südfuße der Alpen. Im Nordosten des Erdteils hat der strenge Frost bedeutend nachgelassen. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst immer noch trüb, später kühles, zu Niederschlägen geneigtes Wetter. Aus dem Geschäftsleben. Deutsche Schreibfedern. Die deutsche Industrie in Stahl und Stahlwaren hat in den letzten Jahrzehnten so große Fortschritte gemacht, daß englische Erzeugnisse auf dem deutschen Markte mehr und mehr verdrängt worden sind. Eine Ausnahme hiervon bildet der Artikel Stahl-Schreibfedern, von welchem leider gesagt werden muß, daß zurzeit noch ungefähr 80 Prozent des deutschen Bedarfs von England gedeckt werden. Diese Thassache muß befremden, angesichts des Umstandes, daß die meisten bei uns im Handel vorkommenden Federn mit dem Namen deutscher Grossisten, ober mit deutschen Benennungen ge- stempelt sind. Es besteht eben der eigentümliche Umstand, daß in Deutschland englische Stahlfedern mit deutschen Benennungen, wie: Deutsche Bank-, Gerichts-, Post- und Schulfedern unbehindert zur Einfuhr zugelaffen werden, während in England deutsche Artikel, welche nicht ausdrücklich den Vermerk „made in Germany“ tragen, unrettbar der Konfiskation verfallen. Im übrigen darf mit Genugthuung darauf hingewiesen werden, daß die deutsche Industrie sich in letzter Zeit mehr aus die Herstellung von Schreibfedern verlegt hat und sollte es Aufgabe des Publikums sein, in allen Fällen, in denen sich deutsche Federn ebenso gut und billig als englische erweisen, dem deutschen Erzeugnis den Vorzug zu geben, damit nicht unnützerweise deutsches Geld ins Ausland getragen wird. Ein besonderes Verdienst um die Herstellung einer guten deutschen Schreibfeder hat sich die Firma Brause & Co. in Iserlohn (Westfalen) erworben, welche feit einigen Jahren diese Fabrikation in großem Maßstabe betreibt. Die Erzeugnisse dieses Unternehmens, welche unter dem 'Namen „Brause-Federn* in den Handel kommen, liefern den vollen Beweis für die Leistungsfähigkeit der deutfchrtr Industrie und sind den besten englischen Fabrikaten mindestens ebenbürtig. Jeder Freund deutschen Gewerbefleißes hat Gelegenheit, sich durch die von der genannten Firma herausgegebenen Auswahlfedern von der Gute des einheimischen Fabrikats zu Übelzeugen. — Also: Deutscher, schreib' mit deutschen Federn! Amajl-Skid.-RlldkiM. 1L.20 und höher — 12 Meter! — porto- und zollfrei zugesandtl Muster umgehend; ebenso von schwarzer, weißer und farbiger „Henneberg-Seioe* von 75 Pfg. bis 18,65 per Meter. 122 G. Henneberg, Seiden-Fabrikant (k. a. k. Hail.) Zürich. werden alle die Damen bewundert Will und machen Furore wegen ihres tadellos reinen sympathischen Teints und ihrer zarten lucipen Haut, welche die Neuen Creme-Iris-Präparate gebrauchen. Verlangen Sie jedoch ausdrücklich verbesserte Neue Creme-Iris in blauer Packung von Apotheker Walter Weiss, Berlin 80. 33 (früher Gießen). Neue Creme-Iris Topf Mk. 1.— (auch schon in Tuben ä 60 und 20 Pfg.), dazugehöriger Puder (elegante Blechdose) Mk. 1.—, Neue Creme-Iris-Seife Stück 50 Pfg. Eventuell direkter Versandt. 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ÜWSDfM Städtischer Arbeitsnachweis Gichm Garteuftratzr ‘4. «ugetzot der «rbetwehmer r 1 Glaser, 1 Weißbinder, 1 Bauschlosser, 2 §,?pr. Heizer, 2 Schuhmacher, 1 Bauschreiner, 2 Taglöhner, 1 Fuhrknecht, 1 Frau für einen leichteren Laufdienst, 1 Flickerin, i Schreibgehilfe, 1 Anwaltsgehilfe. Nachfrage der «rbettgederr 1 Buchbinder, 1 Friseurgehilfe, i junger Merbursche, 2 Sattler- und Tapeziergehilfen im Alter von 18—20 Jahren, 1 gepr Heizer, 1 Schmied, 1 Wagner, 1 Schneider, 2 Bauschreiner im Alter von 18 bis 22 Jahren, 1 älterer tücht. Bauschreiner, 2 Hausburjchen, 1 gewandter Fahrbursche, 4 Dienstmädchen, 3 Flickerinnen. verlegt habe, mit dem Bemerken, daß ich das dortselbst von Herrn Heuser seit 25 Jahren betriebene Geschäft mit übernommen habe. Ich bitte, das seither Herrn Heuser und mir bewiesene Verträum an# weiter auf mich übertragen zu wollen und halte mich bei Bedarf unter Zusicherung reellster Bedienung bestens empfohlen. Hochachtungsvoll Georg- Pfaff, Schneidenneister Gießen, den 1. Februar 1900. 1186 z Grösstes Möbellager Lieferung vollständiger Wohnungseinrichtungen Jeder Preislage. uche überall Wiedervrrk. u. Sgenteir GR v 5s e g— Sdi ~ ZZ S Grösstes Bettenlager Eiserne Matrateen mit ges. geseb. ver- stellb. Kopfteil, Eisenmöbel. Spezialabteilang für Vorhänge, Teppiche, Möbelstotte, Linoleum aller Fabrikate u. Qualitäten. Beste Referenzen zur gefl. Einsichtnahme. ist das Beste für die Haare v wiederholtprämiiert m. d höchst.Auszeichnungen Neuestes, an Güte unerreichtes Haarverjüngungsmittel. Einzige und beste giftfreie Nahrung für die Haare. Unfehlbarer Haarfarbe-Wiederhersteller. Grossartiger Haarwuchs-Beförderer. Sicherster Kopfschuppen-Beseitiger. 1298 Preis per Flasche Mk. 1. und 1.50. mr Nur echt aus dem chemischen Laboratorium zu Dresden, Dr. Werlhof & Feige. Zu beziehen in Drogerien, Parfümerien, Friseurgeschäften und einigen Apotheken, event. auch direkt. 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Roeglct. — Druck uh> Verlag der Brühl 'scheu UnioerjüätL-Buch- und Snmdruüerei (Plkljch Erden) in G'eßcn. Uhu p fehl ini (i en WMMM • 50 12 2153.13 2837.56 167 152 4 316 65 14 Eichen-Scheitholz, EicheN'K^'üppelholz, Nadel-Scheitholz, Nadel-Knüppelholz, Eichen-Stockholz, Nadel-Stockholz, 3619.09 36.08 913.84 Mitglieder Warenschulden n n H 29 82 72 2460 3000 6 145 14 12 37 17 291 13 132,5 780 3670 rm // Das Stadtbauamt. Schmandt. Mobilien nach 10 Proz. Abschreibung Grünbergerstraße an der 5. Schneise. Gießen, den 20. Februar 1900. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Reingewinn 1899: Mk. 47397.51. Mitgliederstand bei Errichtung am 23. März 1899 Zugang in 1899 Abgang in 1899 Mitgliederbestand Ende 1899 Grüningen, den 19. Februar 1900. Dienstag ven 27. Februar, vormittags 9 Uhrr Eichenstämme, 98 fm haltend, 50 58 cm Durchmesser, Nadelstämme, 4,39 fm haltend, Stück Eichen-Derbstangen, 20 haltend. Mittwoch den 28. Februar, vormittags 9 Uhrr 1000.— 371.43 800.- 11821.60 350.- 1100.— Summe der Aktiva 14526.82 Gesamt'Kasienumsatz in 40- 41.92 —.87 am Activa: Warenvorrat (nach Einkauf) Kaffenvorrat Ausstände 134.- 162.63 Eichenstämme mit 21,98 fm, Kiefern- und Fichtenstämme mit 66,08 fm, Eichenstangen mit 10,64 fm, Fichtenssangen mit 2,02 fm, Passiva. Geschäftsguthaben der Genoffen Anlehen einschließlich Spareinlagen Bankschuld Schuld in laufender Rechnung an Genoffen Spar- und Leiykasse Hrüningen Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Aktiva. Kassenbestand Wertpapierebestand Guthaben in laufender Rechnung bei Genossen Darlehen auf Schuldscheine Hypotheken Geschäftsmobiliar und Utensilien Stückzinsen und Zinsenreste Ausstehende Provision Heute frische Sekellfisek®, Kabliau, Zander, Schollen, Flußhechte, lebende Karpfen, Schleie, rm Buchen-Slöcke, „ Eicken Stöcke. Donnerstag den 1. März, vormittags 9 Uhrr rm Bucken-Scteit, „ Bucken-Knüppel, „ Eichen-Knüppel, Buchen Wellen, Eichen-Wellen, rm Buchen-Stöcke. Die Zahl der Mtglieder betrug Ende 1898 Während 1899 gingen zu e n w ß6 Daher Stand der Mtglieder Ende 1899 Kegierungsbeiirk Wiesbade«. Kvtzhoh - Dersteigerung. Montag den 12. März, vormittags 10 Uhr beginnend, wird zu Dillenburg (Deutz-Gießener Bahn) im Gasthof „Zur Stadt Frankfurt" folgendes Nutzholz öffentlich meistbietend in gröberen und kleineren Losen versteigert. 197 Eichenstämme — 81 fm, 7 Buchen- flämme = 7 fm, i Rüsternst — 0,91 fm, 1 Eschenst — 0,75 fm, 23 Slhorust = 9 fm, 2 rm Etchen-NutzscheU, 8677 Fichten-, Kiefern- und Lärchenstämme — 1306 fm, 900 Stangen 1., 7t8 2, 376 3. Kl. (die Stangen meist Fichten), 37 rm Nadelholz-Schichtnutzholz. Die betr. Förster zeigen das Holz auf Verlangen vor und erteilt die Unterzeichnete nähere Auskunft. Auf Wunsch erfolgt Angabe der Hölzer nach Distrikten. Auszüge beim Forstsekretär Bäbler zu Dillenburg, 100 Nummern zu 50 Pfg. König!. Oberförsterei Oberscheld Emil Horst, Gießen, Zemeutwareu- und Knuftfteiu-Fabrik. Passiva: 1. Aufgenommenes Kapital 2. Geschäftsguthaben der 4. Reservefond 5. Spezial Reservefoud 6. Betriebsrücklage 7. Reingewinn Hohversteigerung. Im Walde der Gemeinde Södel kommt folgendes Holz zur Versteigerung: Nutz- u. Brennholz- Versteigerung. in der Gräfliche« Oderförflerei Arnsburg. Donnerstag den 1. März, nach Zusammenkunft 9 Uhr vormittags am Eingang zum Distrikt Scheibe!, nächst der Straße Hungen —Inheiden, werden im Feld- Heimer Wald aus den Distrikten Scheibe!, Tannengarten, Tisch, Hinter- wald versteigert: 2 Eichenabschnitte (Glaserholz), 40 cm Durchmesser, mit 0,48 fm, 21 Fichtenstämme, 11 bis 18 cm Durchmesser, 10 bis 14 m lang, mit 3,67 fm, 34 Buchen Langwieden. 294 rm Buchen«Scheiter, 238 rm Buchen- und Eichen-Prügel, 99 rm Buchen- und Eichen-Stöcke, 487 rm Buchen-Reifer, 775 rm Eichen-Reiser, 1. und 3. Durchforstung, undAstreiser. Die Reiser aus Hinterwald XI werden nicht vorgezeigt, die Eichenabschnitte alsbald nach Beginn der Versteigerung, die Fichtenstämme 2. 3. 4. Wasserdichtes iLetoli in Dosen A 10, 20 und 30 Pfg. [empfiehlt als Spezialität die lt3i Löwen-Drogerie W. Kilbioger. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lich pro 1900/1901 liegt vom 23. d. Mts. an acht Tage lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. Lich, den 19. Februar 1900. Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich. Verdingung. Das Liefern und Versetzen von 35,62 lfd. m Lnugfteiurahmen zur Anlage von Gruppengräbern auf dem hiesigen Friedhöfe soll Mittwoch, 28. d. Ms., vormittags ll9/t Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, ArbeitSbeschretbung und Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin einzureichen. Gießen, 19. Februar 1900. »$1 $« •M d-r»» 6,11 s.»*: inten iw '>»' !? Ui. Wii M tnmtatloS wtb« . BnK21,: W d" «' beugen Pojll veShalbtzene! wärtskonzentr Bete. Natal wird fGh toitb * dn TraMoM hin 0), Ladysmith einzi wird!) Bonbon, 21 hält man btn z Erdrücken de den Marsch c Ein entscheidend^ bilrfte nicht vor Bonbon, 21. bit l Bonbon, 21, Z ibtt bie XBenbi fchauylatz baue vrrsschi nimmt wenn ti Mgt, ans das Haupt zr Ende reden kan Roberts einer Bur die seinige, und im Mm, 21. Ladysmith gestrigen Tage: < r Bullers Jon Ladysmith au veedachtetr das B M Tvnntatz, ui üesthrn mndrn, vortrtsslichr Pof Hill, Namens Mrbe, die Eise und. Gipfel bt« «wartet vorn i nJhnn gedienter 'Uhren wird. Prima Heidelbeerweii per Liter 80 Pfg. Restauration Seng, Seltersweg 50. 123' Cacao garantiert rein, per Pfd. Mk. 1,50, Mk. 1,80, Mk f und Mk. 2,40, Hchmcao M Chocoladen per Pfd. OE Pfennig an biS zu Se.i von OU feinsten, Naulllk-Klock-Choaladk besonders preiswert und vorzüglich- Qualität, per Pfd. Mk. 1.—. H.F. Kassauer, Müller, Direktor. Hofmauv, Rechner. »•K- ,81t Bilanz des landwirtschaftlichen Konsumvereins zu Kausen Eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht 857) Ueber 43 000 Stellen wutto bisher durch unsere Stellenvermittlung (für Mitglieder und Geschäftsinh L ■ kostenfrei) besetzt. Für gut empfehl- Bewerber stets vielseitige Verwend eng- Kaufmännischer Verein Frankfurt a "• Vergebung. Die Lieferung der nachverzeichneten Gegenstände für das Rechnungsjahr 1900/19 1 soll vergeben werden: A Verzehrungsgegerrstände, ungefähr: 1. 3300 kg Rindfleisch, 2. 150 kg Hammelfleisch, 3. 3000 kg Rindsnierenfett, 4. 50 kg Kalbfleisch, 5. 2000 kg Schweinefleisch, 6. 80 kg Speck, roher, 7. 200 kg Speck, geräucherter, 8. 16000 Liter Kuhmilch, 9. 50 kg Butter, 10. 3000 kg Schweineschmalz, deutsches, ausael., 11. 1000 Stück Eier, 12. 2500 kg Handkäse, 13 1250 Liter Bier, 14. 5000 kg Bohnen, weiße, 15. 5500 kg Erbsen, geschälte, 16. 5000 kg Linsen, 17. 60000 kg Roggen- und Weizenmehl (Bedarf bis 1. Oktober 1900), 18. 100 kg Pfeffer, ganzer, 19. 1000 Liter Elsig, 20. 2500 kg Gerste, geschälte, 21. 4500 kg Reis, 22. 2000 kg Gerstengrütze, 23. 2000 kg Hafergrütze, 24. 2000 kg Weizengrütze, 25. 2000 kg Bohnen- und Malz-Kaffee, 26. 75 kg Fadennudeln, 27. 100 kg Maccaroni, 28. 5 kg Majoran, 29. 50 kg Kümmel, 30. 400 kg gedörrte Zwetscken, 31. 4500 kg Kochsalz. B Berbrauchsgegenstände, ungefähr: 32. 380000 kg Coats, 33. 30000 kg Anthracitkohlen, 34. 320000 kg Nußkohlen, 35. 30 Raummeter Scheitholz, tannen, 36. 25 000 Liter Petroleum, amerikan., 37. 12000 Liter Diamant-Salon-Petroleum, 38. 100 Dtzd. Lampenzylinder, 39. 250 Meter Lampendochte, 40. 2000 kg Kernseife, weiße, 41. 2500 kg Schmierseife, 42. 3000 kg Soda, 43. 200 Liter Thran, 44. 30000 Bogen Fenfterpapier, 45. 600 kg Makulaturpapier, 46. 30 Dtzd. Kämme, 47. 1500 Meter Putzlumpenzeug, 48. 200 Packe Zündhölzer, 49. 200 Stück Wassergläser, 50. 10 Dtzd. Eßlöffel, 51. Papierwaren lt. Verzeichnis, 52. Drucksachen lt. Verzeichnis. C Stoffe zum Verarbeiten, ungefähr: 53. 5 Waggon tannene Dielen, Latten und Rähmlmge, 54. 800 kg Sohlleder, 55. 200 kg Rind-, Raupen- und Kalbleder, 56. Verschiedene Schubmacherartikel, 57. Farbwaren und Droguen, 58. 3200 kg Eisen-, Stahl-, Zink-, Weiß- und Messingblech, Eisen-, Stahl-, Zink- und Ringdraht, Schmiede- und Bandeisen, Holzschrauben, Nieten und Drahtstifte, 59. 525 kg Lein- und Terpentinöl, 60. 25 kg Maschinenöl, 61. 2600 kg Leinen- und Baumwollgarne, 62. Verschiedene Sckneiderartikel, 63. 350 kg Strickgarn aus reiner Schafwolle, 64. 6500 kg Holz- und Schmiedekohlen, 65. 200 kg köln. Leim. Die Gegenstände unter Ord.-Nr. 1—8, 4—7, 8 und 9, 11 und 12, 14—16, 18—31, 38 und 39, 40—42 werden zusammen vergeben, und sind zu Ord.-Nr. 14—30, 40—43, 44—48, 50 und 51, 54—56, 60—63 und 65 Muster — von den Angeboten getrennt — vorzulegen. Kostenfreie Angebote werden bis zur Erössnungsstunde: Dienstag den 6. März 1900, vormittags 9 Uhr, erbeten. Dieselben müssen verschlossen sein und die Ausschrift tragen: „Lieferung für die Zellenstrafanstalt". Zur gleichen Stunde sollen geöffnet werden die bis dahin eingelaufenen Angebote betr. Fuhren, Bezug der Knochen, deS GespülS (Kochküche- und Bäckerei-Abfälle), der Lumpen (einschließlich alter Strümpfe), des alten Eisens, der Zinkbleckabfälle und des alten Zeitungspapiers für 1900/01. Bezüglich der Bedingungen für die Bewerbung um die Lieferungen wird auf den Mimsterialerlaß vom 16. Juni 1893 verwiesen. Derselbe kann, nebst den übrigen festgesetzten allgemeinen und besonderen Bedingungen, an den Werktagen vormittags zwischen 10 und 11 Uhr und nachmittags zwischen 8 und 4 Uhr auf der Gesckäftsstube des Oekonomen und der Werkmeister eingesehen, auch gegen Erstattung der entsprechenden Schreibgebühr absckriftlich bezogen werden. (Im Gesuche um Abschrift ist der betr. Lieferungsgeqenstand näher zu bezeichnen.) Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Für die Angebote ist ein besonderes Formular vorgeschrieben, welches zum Preise von 10 Pfg. pro Stück auf unserer Schreibstube erhältlich ist. Butzbach, am 14. Februar 1900. Großherzogliche Direktion der Zellenstrafanstalt. Dachfalzziegel in vorzüglicher Ware, liefert billigst Apfelringe Apfelspalten Apricosen Birnen Brünellen, Kirschen Zwetschen türkische und californiscke, per Pfund von 25 Pfennig an, Gemischtes Obst, hochfeine Qualität, per Pfund 50 Pfennig, Utf empfiehlt Emil Fischbach. Wäsche zum Waschen und Büge!" wird jederzeit angenommen. M könnin daselbst noch einige MädH-§ das Bügeln gründlich erlernen. 1091 Neuenweg 40^ Vorzügl. Miibti zu 60 Pfg. «’ Restauration Seng, Seltersweg 50. 625.— 1168.14 750.15 162.63 417.68 742.04 4865.64 66 Södel, den 20. Februar 1900. Großh. Bürgermeisterei Södel Hensel, Beigeordneter. 1360 Wellen Eichen-Reisig, „ Nadel-Reisig. 96 rm Bucken-Scheit, 22 „ Eicken-Scheit 1. Klaffe, 48 „ Buchen-Knüppel, 16 „ Eicken-Knüppel, 12 „ Aspen-Knüppel, 3000 Buchen-Wcllen, 400 Eichen-Wellen, 660 Aspen-Wellen, Lehrerin-Gesuch. Für die höhere und erweiterte Mädchenschule zu Gießen wird auf Beginn des nächsten Schuljahres eine Lehrerin gesucht, welche die Prüfung für das Lehramt an höheren Mädchenschulen bestanden hat, bereits im Schuldienst thätig war und in erster Linie eine besondere Lehrbefähigung für den deutschen Unterricht besitzt. Mit der Stelle ist ein noch dem Dienstalter von drei zu drei Jahren um 160 Mk. steigender Gehalt von 1600 bis 2700 Mk. verbunden. Bewerberinnen wollen ihre Meldungen unter Anschluß von Lebenslauf und Zeugnisabschriften bis spätesten» 5. k. Mts. hierher einretchen. Gießen, dm 17. Februar 1900. Da» Kuratorium der höherm und erweiterten Mädchenschule zu Gießen. ^eIeflram g,,/*, 22. .... hnbllng jy, A^licht eine M Nr tatet«® IfsS 3^* »aal ejn'ta»Jöf| Ms “hl fionbileni und Läckerei Carl Spanier, Neuenweg 2, empfiehlt 201 täglich frifcheKreppeln in bekannter Güte. Nur reine Naturbutter-Zuthaten. Prompter Versandt nack auswärts. mTT- I. W. Schulhof, Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft Eier-Abschlag? Ia. frische Eier M Auür'uüki per Stück 7 Psg. empfiehlt 128t Hch. Arnold II. Marktftraße 28. Eiergemüsenudeln extrafeine Wiener, Gemüsenudeln per Pfd. 40 Pfg., Maccaroni extrafeine Wiener, Maccaroni eckte Italiener, Bruchmaccaroni per Pfd. so Pfg. n ( empM,t Emil Fischbach Täglich frische Kreppei Kaffeekuchen, Torten, Thee- und Weingebäck empfiehlt in großer Auswahl bie Konditorei Ludwig Döll, 588 Marktftratze 32. 5 5 66 Bekanntmachung. Alle diejenigen, welche noch Forderungen an den Nachlaß des verstorbenen Steinbruchsbesitzers Herrn Georg Brömer in Gietzen zu macken haben, werden gebeten, ihre Forderungen bis spätestens Freitag den 2. März 1900 in der Wohnung Liebigstraße 63 einzureichen. Gießen, den 20. Februar 1900. 1350 Georg Brömer Erben. Hulzversteigerung im Gießener Stobfwnlh. Montag den 26. Februar 1900, vormittags 9*/r Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, im Distrikt Haingesbodeu, versteigert werden: