Nr. S47 Zweites Blatt. Sonntag den Ll Oktober 150. Jahrgang 190« Gießener Anzeiger General-Anzeiger Alle Anzeigen.Bermittlungsstellen deS In- und Ausländer nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen« Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. ZSezugspreis Vierteljahr!. Ml. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestellea vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mt. 2,40 Vierteljahr-, mit Bestellgeld. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für deu folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abends vorher. Grfchelnt täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener AnmiltenSlStter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" wöchtl. 4mal beigelcgt. Amts- und Anzeigeblatt für den ICwtf Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblatter, Der hessische Landwirt, Mittler für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hie-«. Fernsprecher Nr. 51. Der neue Reichskanzler. Die Ernennung des Grafen von Bülow zum Reichs- tkanzler ist nicht gerade unerwartet gekommen, aber überraschend durch ihre „Plötzlichkeit". Der Mangel eines jeglichen „UebergangsftadiumS" von größerer oder kürzerer Dauer hat gewisse Politiker unangenehm berührt; eS gab nicht den geringsten Raum für Treibereien und persönliche Machinationen. Während die Artikler noch darüber grübelten, wie weit sie die Hohenlohe'sche Kanzlerschaft limitieren sollten, hatte der Telegraph schon den Rücktritt des Fürsten und die Ernennung von Bülows gebracht. DaS paßte nicht so recht ins Programm; man hatte doch eine ganze Kollektion von zukünftigen Kanzlern auf dem Lager und wie schön wäre eS gewesen, wenn man diese ganze Gallerie der „Setzlinge" in den anmutigen Farbentönen der Berliner Sensationspresse hätte porträtieren dürfen! ES ist richtig, daß Graf v. Bülow von vielen Seiten als der „kommende Mann" betrachtet wurde; allein man wußte auch, daß eine lange Reihe von Anwärtern aus dem hochfeudaleu Lager vorhanden war, die durch ihr soziales Schwergewicht auch politisch in Betracht kommen. Der Kaiser hat sich aber hieran nicht gekehrt und den Mann gewählt, der thatsächlich unter allen politischen Größen der letzten zwei Jahre den meisten öffentlich-politischen Kredit besaß. So finden fich denn auch die Parteien Mit dem Neuernannten im ganzen gut ab. Nur auf den äußersten Flügeln unseres politischen Parteilebens, bei Sozialdemokraten und Extrem-Konservativen, wird dem „neuen Mann" ein Empfang zuteil, in den keinerlei Zärtlichkeit gemischt ist. Das Centrum kommt dem neuen Kanzler „neutral" entgegen. Gras v. Bülow hat eine katholische Italienerin zur Frau, das verschafft ihm in den Augen der CentrumS- partei jedenfalls kein ungünstiges Vorurteil, und da der Gras sich bis jetzt überhaupt nicht kulturkämpferisch irgendwie engagiert hat, so hat das Zentrum um so mehr Ursache, eine „wohlwollende Haltung des Abwartens" zu beobachten. Wenn es für den neuen Reichskanzler eine Schwierigkeit geben wird, so kann sie nur aus den innerpolitischen Verhältniffen Herkommen. Graf von Bülow ist bekanntlich gleichzeitig preußischer Ministerpräsident geworden und als solcher Vorgesetzter des Herrn von Miquel. Unter Hohenlohe ging dieser seine eigenen Wege, d. h. Miquel war der eigentliche preußische Ministerpräsident. Das wird unter dem Grafen von Bülow sicherlich anders werden, wenn auch nicht plötzlich, so doch mit der Zeit. Hier wird 28 sich darum handeln — wir haben die Frage schon in unserem gestrigen Artikel aufgeworfen — in wie weit Herr von Bülow in dem großen Komplex der innerpolitischen, der wirtschaftlichen und sozialen Fragen zu Hause ist. Von dem Maße dieses Verständnisses wird das Maß des Ein- fluffes Miquels abhängen. Eugen Richter in seiner „Freis. Ztg." behandelt diese Seite der Angelegenheit ziemlich eingehend und er kommt dabei zu solgenden Auslaffungen: Er wird daher voraussichtlich auch als Reichskanzler die Dinge »e-!S gehen lassen, wie sie Graf Posadowsky nahezu selbständig im mu S bel3nnetn nach den Inspirationen des Herrn v. Miquel aus- SJ K' x » ?ugen werden dem Grafen v. Bülow sich erst öffnen, biefet Handelspolitik in eine Aera der Zollkriegs i KÄr fljh'«iS®““ ist es zu spät. Gras v. Bülow und Herr sind, nicht gerade die dicksten Freunde. Graf v. Bülow würde Sftpn ff1! ?me Thräne nachweinen, wenn er dem Bei- Hohenlohe folgen wollte. Die beiden Herren sind schon bisher mehr nebeneinander als miteinander aeaanaen Aber bei der Geschmeidigkeit und Akkomodationsfähigkeit, welchebeide Herren aus« zeichnet, ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, das sie auchf XTto wenn akute Fragen nicht besonders scharf in den Vordergrund treten noch so lange nebeneinander hergehen, bis auch Herr v Miouel bk Bürde des Alters stärker empfindet. Auch braucht Graf v. Bülow Zeit um sich tiefer in die preußischen Angelegenheiten einzuarbeiten. Aber es giebt doch Fragen, wie diejenige des Mittellandkanals, bei denen die Rolle des preußischen Ministerpräsidenten dem Grasen Bülow die Pflicht auferlegt, klarer Stellung zu nehmen, als beispielsweise Herr v. Miquel. Die Schwierigkeiten auf innerpolitischem Gebiete sind in der That keine geringen und es wird der ganzen, viel- gerühmten „Anpassungsfähigkeit" des Grafen bedürfen, wenn er sich in die Materien so rasch und tüchtig hineinarbeiten will, daß er nicht zum „Handlanger" anderer Instanzen wird. Das Programm des Schutzes der nationalen Arbeit wird Herr von Bülow unbedingt adoptieren, denn es ist nicht einzusehen, wie wir ohne ein solches Programm ous dem Labyrinth der wirtschaftlichen Fragen und Jn- veresien herauskommen könnten. Es handelt sich aber auch mer um einen ausgleichend versöhnlichen Standpunkt, um sine Abwehr der Extremen von rechts und links. Im Ausland hat der Kanzlerwechsel, wie schon gestern hervorgehoben, keine unangenehmen Wirkungen gezeitigt. Die englischen, französischen, österreichischen, italienischen, belgischen rc. Stimmen stellen übereinstimmend fest, daß der deutsche Kanzlerwechsel die internationale Politik nicht im mindesten tangiere, daß er die Fortsetzung der bisherigen Politik, die eine freundliche zu allen Mächten ist, bedeute. So hat das Ereignis sowohl auf dem nationalen wie aus dem internationalen politischen Markt keinerlei „Eruption" zur Folge gehabt, ein Beweis für das allgemeine Vertrauen in die Stätigkeit der deutschen Politik. Der Krieg itt China. Aus Peking wird unter dem 17. telegraphiert: Feldmarschall Gras Waldersee ift.in P eking eingetroffen und mit allen militärischen Ehren empfangen worden. Eine internationale Begleitmannschaft geleitete den Feldmarschall nach dem Palast der Kaiserin-Witwe. Am Morgen seiner Ankunft besichtigte Feldmarschall Graf Waldersee alle Truppen, ausgenommen die durch anderweitigen Dienst behinderten, in den Straßen der Stadt. Die Truppen begleiteten sodann den Feldmarschall nach seinem Absteigquartier. Das Ganze bot ein glänzendes Schauspiel. Ein Telegramm aus Tientsin vom 18. lautet: Der deutsche Gesandte v. Mumm trifft Vorbereitungen zu seiner Abreise nach Peking. Die „Nordd. Allg. Ztg." macht folgende Mitteilungen über den Vormarsch auf Paotingfu: Die vom Oberkommando angeordnete Operation auf Paotingfu hat am 12. ds. begonnen. Der Vormarsch geschieht gleichzeitig von Peking und Tientsin aus in folgender Weise: Die Pekinger Kolonne, Führer der englische General Gaselee setzt fich zusammen aus 8 Bataillonen, 4 Schwadronen und mindestens 2 Batterien. Die verschiedenen Nationen sind hieran wie folgt beteiligt: Die Deutschen unter Generalmajor v.Höpfner bilden mit den beiden Seebataillonen und ihrer Batterie die Avantgarde, welcher voraussichtlich Kavallerie vom 16. indischen Lancer-Regiment zugeteilt ist. Im Gros marschieren das französische 17. Marine-Jnfanterie-Regi- ment, die indischen 1. Sikhs, das 26. Bombay Regiment und ein italienisches Infanterie-Bataillon. Die aus Tientsin abmarschierte Kolonne steht unter dem Befehl des französischen Brigadegenerals Bailloud und marschierte mit ihren Hauptkräften, 6 Bataillonen mit Kavallerie und Artillerie, wahrscheinlich über Aangtsun, mit einer linken Seitenkolonne: 4 Bataillone, 4 Schwadronen und eine reitende Batterie, südlich der im Westen von Tientsin liegenden Seenkette. Die Zusammensetzung dieser Kolonnen gestaltet sich folgendermaßen: Hauptkolonne, Avantgarde: 2 deutsche Bataillone vom 3. ostasiatischen Infanterie-Regiment unter Oberst Frhrn. v. Ledebur mit entsprechender Kavallerie und Artillerie; GroS: französisches 16. Marine-Infanterie-Regiment, 1 Bataillon italienische Bersaglieri. Heber die Zuteilung von Kavallerie und Artillerie bei dieser Kolonne ist nichts bekannt. Linke Seitenkolonne: englischer Oberst Campbell, Hongkong-Regiment, 20. Punjab Regiment, 1. Madras-Regiment, australisches Bataillon, 3. Bombay- Kavallerie-Regiment, eine reitende Batterie. Den Schutz von Tientsin gegen Unternehmungen von Süden her hat der Oberkommandierende einem französischen Detachement übertragen. Der linken Seilenkolonne um einige Tagemärsche voraus war ein französisches Bataillon über Tuliutschoen nach Hsiunghsien marschiert, um dort eingeschlossene französische Priester zu befreien. Ob dieses Bataillon an dem Vormarsch auf Paotingfu teilnehmen wird, ist nicht bekannt. Bis zum 14. Oktober waren die Kolonnen von Tientsin auf keinen Widerstand gestoßen. Die Pekinger Kolonne hatte am 12. Oktober Lukukiao, den Uebergang über den Iunho, erreicht; am 16. war sie 10 Klm. südlich Tschorschou angelangt. Beide Kolonnen haben anscheinend Boxerschwärme- vor sich. Bei Paotingfu sollen auch stärkere reguläre Truppen in größerer Zahl stehen. Die Entfernung von Peking-Tientsin noch Paotingfu beträgt etwa 150 Kilometer, welche in zehn Tagen zurückgelegt werden kann. Am 20. oder 21. ds. müßten die Kämpfe vor Paotingfu beginnen, falls der Gegner dort standhält, oder, falls er ausweicht, das Marschziel erreicht werden. Aus Peking wird vom 17. gemeldet: Die Boxe' r in der Umgegend von Tunischou entwickeln lebhafte Thätigkeit. An mehreren Plätzen sind Aufrufe an die Bevölkerung angeschlagen, die Waffen gegen die Fremden zu ergreifen. Darin wird zugleich behauptet, Li-Hung- Tschang sei nflch dem Norden zu dem besonderen Zlveck gekommen, den Widerstand gegen die Europäer' zu organisieren. Unter seiner Führung sei Erfolg gesichert. Diese Beh'auptung hat offenbar nur den Zweck, die Unentschlossenen unter den Boxern zu veranlassen, von neuem für eine hoffnungsvolle Sache emzutreten; sie kann nicht begründet sein. lieber die Bewegung in Südchina wird der „Times" aus Hongkong berichtet, die Aufständischen in Hu Lisch au am Ostflusse — wo sie also trotz aller Siegesmeldungen der kaiserlichen Truppen noch ihren Sitz, zu haben scheinen — hätten einen Aufruf veröffentlicht, worin sie bekannt gäben, ihr politisches Ziel sei die Beseitigung der Unterdrückung. Auch der Reformer Kangyu- wei soll jetzt in die Unruhen eingegriffen haben. DaS Land unmittelbar an der nördlichen Grenze des Kaulungebiets ist ruhig. Nach Meldungen Reuters aus Kanton, herrscht unter den dortigen Europäern große Entrüstung über die Entweihung der Gräber von Europäern durch chinesische Truppen. Der britische Konsul ist im Begriff, Schritte zur Bestrafung der Schuldigen zu thun. Die gegen die Christen gerichteten Unruhen, die einige Tage angehalten hatten, haben wieder aufgehört. Wie es heißt, sind die chinesischen Beamten zur Bezahlung einer Entschädigung für die Zerstörung christlicher Ka^- pellen bereit. Nach einem Telegramm des Berichterstatters des „Daily Telegraph" in Shanghai tritt immer bestimmter hervor, daß nur dann auf die Vicekönige des ^angtsethales zu zählen sei, wenn ihnen der britische Schutz gewährleistet werde für den Fall, daß fie den Nachschub von Mannschaften, Geld, Kriegsvorräten und Lebensmitteln für den Hof einstellen. — Ein vom Hofe einge- trofsener hoher Beamter wird als Quelle des Gerüchtes bezeichnet, daß Prinz Tuans Sohn, der Thronerbe, tot sei. Das erkläre den Selbstmord seiner Gouverneure Hsütung und Herzog Tschungyis und lasse auch die Angabe glaubhaft erscheinen, hvß Tuan sich-des kaiserlichen Siegels bemächtigt habe. Nach derselben Quelle hält Tuan die Kaiserin in Furcht. — Die Chinesen verstärken schleunigst die Bewaffnung der Wusung- und Kiangyingforts. Nach dem Shanghaier Berichterstatter der „Morning Post" verspricht der Auf st and in Südchina den Taiping-Auf- stand noch an Bedeutung zu übertreffen. Der Befehlshaber der Schwarzflaggen habe Befehl erhalten, mit seinen. Truppen nach Kanton zurückzukehren. • * « Telegramme des Gießener Anzeigers. London, 20. Oktober. Aus Tientsin wird gemeldet: Die Zahl der Kranken unter den Truppen nimmt zu. Täglich sind 2 bis 3 Todesfälle an Fieber zu verzeichnen. Der Militär-Kirchhof von Tientsin mußte vergrößert werden. London, 20. Oktober. Nach einer Meldung aus Shanghai hält eine aus 1000 Mann bestehende Kolonne französischer Truppen die Stadt T a l ch a n unweit oer nördlichen Grenze von Shanghai besetzt. Berlin, 20. Oktober. Aus Shanghai wird gemeldet: Die Mächte ersuchten die Vizekönige des Yangtse- thales, die Geldsendungen nach Singanfu einzustellen. London, 20. ^Oktober. „Daily Mail" meldet aus Shanghai: Kapitän Potts habe von einem chinesischen Soldaten für einige Heller die Abzeichen des Schwärzen» Adlerordens, der seinerzeit der Kaiserin von China durch Vermittelung des Prinzen Heinri ch überreicht worden ist, gekauft. — Der russische Gesandte ist in Shanghai e i n g e t r o f f e n. Washington, 20. Oktober. In einem Briefe an Mac Kinley bittet der K a i s e r v o n C h i n a denselben, seinen Einfluß bei den Großmächten geltend zu machen, damit diese das Geschehene vergessen und die Friedensverhandlungen beginnen. Südafrikanisches. Ein amtliches Telegramm aus Mafeking vom 18. Oktober besagt: Lord Methuen und Oberst Douglas trafen in Zeeruit nach mehrtägigem Gefecht mit Delarey und Lemmer ein. Aus Lvurenzo-Marques wird vom 19. gemeldet: Die hiesigen Eisenbahnbehörden erhielten die Anweisung, sämtliches niederländische rollende Material der britischen Militär-Eisenbahnverwaltung, sowie sie es wünscht, zur Verfügung zu stellen. Ein Telegramm Lord Roberts aus Pretoria vom 18. ds. meldei: Einer Abteilung Buren gelang eS, in der Nacht zum 16. ds. in Jagersfontein einzudringen. Am nächsten Morgen entspann sich ein Kampf, wobei die Verluste der Engländer 9 Tote und zwei tötlich Verwundete betrugen. Die Buren verloren ihren Kommandanten und 20 Tote. — General Kelly-Kenny sandte gestern abend Truppen ab, die heute in Jagersfontein eintreffen sollen- Nach einer Meldung der „Daily Mail" aus Lou- * renzo MarqueS vom 19. ist Krügers Gold immer noch nicht gesunden. — Das holländische Kriegsschiff „Gelderland" wird heute zu Ehren der Verlobung der Königin _ dekoriert sein und 101 Schüsse feuern. Krüger wird wahrscheinlich heute an Bord gehen, und eine besondere Veranstaltung um seinetwillen könnte so vermieden werden. — Eine weitere Depesche auS Lourenzo Marques vom 19. Oktober meldet: Präsident Krüger hat sich heute an Bord des holländischen Kriegsschiffes „Gelderland" ern- geschifft. Sein Gepäck wurde ihm zugestellt. Aus Pretoria wird berichtet, die telegraphtsche Verbindung zwischen Pretoria und Johannesburg ist abgeschnitten. Die Delagoabai-Bahn wird durch tägliche Angriffe der Buren unsicher gemacht. Lord Roberts hat eine Proklamation erlassen, worin er die Ausfuhr von Waren aus Transvaal und dem Freistaate, mit Ausschluß von Gold in Barren und Kriegsmunition, erlaubt. Der frühere Parlamentsabgeordnete Michael Davitt hat, wie dem „Daily Chronicle" aus Dublin gemeldet wird, eine Adresse veröffentlicht, die dem Präsidenten Krüger nach seiner Ankunst in Holland im Namen deS irischen Volkes vorgelesen werden soll. Die Adresse wird in irischer Sprache abgefaßt sein und in dieser Sprache auch verlesen werden. Daraus wird man sie holländisch verlesen. e * * Telegramme des Gießener Anzeigers. London, 20. Oktober. Aus lourenzo Marques wird gemeldet: Präsident Krü g e r wurde gestern früh 5 Uhr heimlich auf die „Gelderland" gebracht. Der Grund hierzu ist darin zu suchen, daß Krüger einen Angriff der Buren-Flüchtlinge befürchtete. Er verließ das Haus des Gouverneurs in einem Mietwagen, begleitet von Dr. Heymann. Der Gouverneur folgte ihm in einem Privatwagen. Sie fuhren durch das Zollhaus und gingen über die Zollbrücke -auf das Schsff. L o n d o n, 20. Oktober. Aus Lourenzo Marques wird gemeldet: Eine große Anzahl Buren aus Baberton stellte sich unter den Befehl von I o s u a I o u b e r t, der nach Baberton vordringt, um diese Stadt wieder einzunehmen. London, 20. Oktober. Nach einem Telegramm aus Lourenzo Marques fand gestern nachmittag 3 Uhr an Bord der „Gelderland" ein Empfang statt, zu welchem kein englischer Offizier oder Beamter eingeladen war. Tie Abreise nach Europa erfolgt jedenfalls heute nachmittag. Deutsches Reich. Berlin, 19. Oktober. Aus Homburg v. d. H. wird gemeldet: Gestern vormittag unternahm das Kaiser- paar einen Spaziergang im Kurparke. Der Kaiser sprach später den Geheimrat Mießner und den Hofjuwelier Sy. Dann unternahm die kaiserliche Familie und die hier anwesenden Würdenträger mit der elektrischen Bahn einen Ausflug nach der Saalburg. Beii dieser Gelegenheit wurde dem Kaiser mitgeteilt, daß die elektrische Bahn von der Saalburg nach Homburg in nächster Zeit bis nach Frankfurt ausgebaut werden solle. Der Kaiser sagte hierauf, er begrüße dieH Projekt mit Freuden, denn eine jede Verkehrserweiterung könne für diese Gegend nur von großem Nutzen sein. Heute morgen "nahm die kaiserliche Familie im Bibliotheksaale des Königlichen Schlosses das heilige Abendmahl. Reichskanzler Graf Bülow ist heute vormittag 11 Uhr nach Berlin zurückgereist. Der Kronprinz reist erst heute abend ab. Er begiebt sich direkt nach Berlin. — Heute abend 11 Uhr trifft de'r Kriegsminister v. Goßler hier ein. — Aus Cron berg wird gemeldet: Heute nachmittag war der Kaiser mit dem Prinzen Ädalbert auf Schloß Friedrichshof. Das Befinden der Kaiserin Friedrich ist dem Vernehmen nach unverändert. Die Hoffnungen auf eine längere Erhaltung der Kaiserin gründen sich in erster Linie auf den Umstand, daß die Natur der Kranken eine ursprünglich außerordentlich kräftige und dazu das ganze Leben hindurch systematisch gestählt ist. Noch vor 7—8 Jahren war von einer Erkrankung oder auch einer Schwächung eines edlen inneren Organs keine Rede. Personen, die die Kaiserin noch vor 14 Tagen, also unmittelbar vor dem Ausbruch der jetzigen Krise gesehen haben, bekunden, daß sie damals noch sehr blühend aussah und äußerlich keine Spur eines schweren Leidens zeigte. — Nach einer Meldung aus Baden-Baden ist Fürst Hohenlohe heute abend dort eingetroffen. — Tie „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Der Kolonial- rat tritt Ende November zusammen. Der genaue Termin ist noch nicht bestimmt. T r e s d e n, 19. Oktober. Von Moritzburg liegt heute über das Befinden des Königs folgende Nachricht vor: „Se. Majestät der König haben in der vergangenen Nacht gut geschlafen und ist das Allerhöchste Befinden heute ein wesentlich besseres. Auch die Nervenschmerzen im linken Bein haben abgenommen." — Prinz Georg und Prinzessin Mathilde, die seit vorgestern abend zu Besuch bei Ihren Majestäten weilten, haben heute vormittag Schloß Moritzburg wieder verlassen und sind nach Hosterwitz zurückgekehrt. — Der letzte Hofbericht schreibt: Die über dasBe- f i n den des Königs vorliegenden Nachrichten lauten: Der König brachte den größten Teil des Tages außer Bett zu und schlief vergangene Nacht recht gut. Die Kräfte heben sich sichtlich. München, 19. Oktober. In der Kohlenfrage ist eine Ministerialentschließung an den Nürnberger Magistrat gelangt, worin festgestellt wird, daß Produktion und Bedarf die jetzigen Preise nicht gerechtfertigt erscheinen lassen. Die Preise würden durch den Zwischenhandel gesteigert. Es empfehle sich die Bildung und die Förderung von Kohleneinkaufsgenossen- schaften, sowie der direkte Bezug größerer Mengen durchdieVerwaltungendergrößerenStädte. Diese Kohlen könnten dann zu billigen Preisen an die Gemeindeangehörigen abgelassen werden. Ter Magistrat wird die Ministerialentschließungen in Beratung ziehen. Ausland. Stockholm, 19. Oktober. Der König verbrachte eine gute Nacht. Die Kräfte nahmen zu, der Husten läßt nach. Tägliche Krankheitsberichte werden nicht mehr ausgegeben. Kopenhagen, 19. Oktober. Die Prinzessin von Wales wird ihre Abreise von hier beschleunigen, um ihrer Schwägerin, der Kaiserin Friedrich, einen Besuch in Friedrichshof abzustatten. London, 19. Oktober.KUnter Vorsitz der Königin sand gestern in Balmoral eine Sitzung des Geheimen Rates statt. Es heißt, das Parlament werde vorläufig aus 6 Wochen vertagt. Paris, 19. Oktober. Unter dem Vorsitz Millerands fand heute ein Banket der Arbeiter statt, die bei der Weltausstellung mitwirkten. 1500 Arbeiter aller Nationen, darunter besonders stark vertreten die deutschen Arbeiter, nahmen an dem Banket teil. Millerand feierte unter enthusiastischem Beifall die Solidarität der Arbeiter und deren Mitwirkung an dem internationalen FriedenSwerke der Ausstellung. Madrid, 19. Oktober. Silvela bezeichnete die Meldung über eine Abtretung Ceutas an Frankreich als Blödsinn. Solche Abtretungen seien überhaupt bedenkliche Unternehmen, in die sich einzulassen Spanien keine Lust trage. Budapest, 19. Oktober. Im Iustizausschusse des Abgeordnetenhauses wird heute über die Gesetzesvorlage betr. biie Eheschließung des Erzherzogs Franz Ferdinand verhandelt. Gegenüber den von der Opposition erhobenen .Eüuväudeu erklärte Wer Ministerpräsident von Szell, die morganatische Ehe sei ein auf dem ganzen Kontinent anerkanntes Rechtsinstitut. Die Erklärung des Erzherzogs besage, daß er eine morganatische Ehe schließe. Die aus dieser Ehe etwa hervorgehenden Kinder seien keine Erzherzöge. Nur Erzherzöge seien aber im Sinne der pragmatischen Sanktion thronfolgeberechtigt. Die Kinder aus dieser Ehe des Erzherzogs Franz Ferdinand seien also von der Thronfolge ausgeschlossen, eine Aenderung der Thronfolgeordnung sei nicht eingetreten. Der Ministerpräsident sei der Ansicht gewesen, daß dieser Vorgang im Herrscherhause dem Reichstage habe zur Kenntnis gebracht werden müssen und daß die Erklärung des Erzherzogs in die Gesetzsammlung ausgenommen werden solle. Die Hausgesetze der Dynastie enthielten nichts, was der pragmatischen Sanktion widerspreche. Die Verhandlung soll morgen fortgesetzt werden. Petersburg, 19. Oktober. In den nächsten Tagen trifft hier eine Kommission ein, die von der japanischen Regierung nach Rußland gesandt ist, um Handel und Industrie zu studieren. Der Führer der Kommission, Jesaki, überbringt einen Brief des japanischen Handelsministers an den Finanzminister Witte. N e w A o r k, 18. Oktober. Der Streik der Kohlen- gruben -Arbeiter ist noch nicht beendet. Die Arbeiter verlangen eine absolute Lohnerhöhung ohne Verrechnung einer Ermäßigung des Preises für Pulver. Jedenfalls wird der Abschluß eliner weiteren Konvention notwendig. — In den Bergwerken werden zur Wiederaufnahme der Arbeit Vorbereitungen getroffen. Die Wiederaufnahme erfolgt, sobald der Führer der ausständigen Arbeiter Mitchell den Minenarbeitern den Befehl giebt, wieder an die Arbeit zu gehen. Mitchell sagt, er werde die Wiederaufnahme der Arbeit nicht anordnen, bis nicht alle Bergwerksbesitzer die Forderungen des Grubenarbeiterverbandes bewilligt hätten. Es scheint nämlich, daß dies von einigen Bergwerksbesitzern noch nicht geschehen ist. Politische Tagesschau. Durch eine kaiserliche KabinettSordre vom 26. September wird bestimmt, daß die folgenden, von Teilen der Schutztruppen für Deutsch-Oftasrika und Kamerun im Jahre 1899 gelieferten Gefechte und aus geführten KriegSzüge als ein Feldzug gelten sollen, für welchen den daran beteiligt gewesenen Deutschen ein Kriegsjahr in Anrechnung zu bringen ist. I. Schutztruppe für D e u t s ch - O st a f r i k a. 1. Zug nach Upo- goro im Februar 1899. 2. Gefecht mit Ben Watende am 13. und 14. April 1899. 3. Zug nach Ssekke im Juni 1899. 4. Gefecht mit den Waburungu am 12. Juni 1899. 5. Expedition gegen den Sultan Matschemba im Juni und Juli 1899 und Einnahme des Dorfes desselben am 9. und 10. Juni 1899. 6. Strafzug gegen den Muezi von Urundi vom 31. Mai bis 9. August 1899. II. Schutztruppc für Kamerun. 1. Die Wute-Adamaua-Expe- dition vom 13. Dezember 1898 bis 10. November 1899. 2. Strafexpedition gegen die Bakoe vom 19. August bis 10. November 1899 3. Strafzug gegen die Soghe-Gane vom 27. bis 31. Dezember 1899. Die Proklamation der Königin von Hollandj, deren Wortlaut im Haager RegierungS- und Staatsblatt veröffentlicht, und an allen Rathäusern des Reiches angeschlagen ist, lautet: Wir, Wilhelmina, von Gottes Gnaden Königin der Niederlande, Prinzessin von Oranien-Naffau rc. rc. „An mein Volk! „Es ist Mir ein Bedürfnis, dem Niederländischen Volke, von dessen inniger Teilnahme an Meinem und Meines Hauses Glück ich so tief überzeugt bin, persönlich Mitteilung zu machen von Meiner Verlobung mit Seiner Hoheit Herzog Heinrich von Mecklenburg Schwerm. Möge dieses Ereignis, unter Gottes Segen, der Wohlfahrt Unseres Landes und seiner Besitzungen in Ost und West förderlich fein. Wir beauftragen und befehlen, daß diese Proklamation tm Staats- anzeiger und Staatsblatt ausgenommen und an den hierfür gebräuchlichen Plätzen angeschlagen werden soll Gegeben auf „het Loo", heute am 16. Oktober 1900. Wilhelmina. Die Proklamation ist von sämtlichen Ministern gegen« gezeichnet. _____ Aus Stadt und Kund. Gießen, den 20. Oktober 1900. •• Auszeichnung. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu AlSseld: Karl Ramspeck II., Georg Ludwig Heidelbach, Werner Müller IV., Gustav Schmidt, Werner Melchior, Johannes Ernst Plauz, Heinrich Kemmer III. verliehen. ** Vortrag. Im Anschluß an die General-Versammlung der Gewerkschaften, die morgen Nachmittag 4 Uhr im Lokale O r big stattfindet, wird Gewerbe- Inspektor Engeln in einem Vortrage schildern, was von dem auf der Pariser Weltausstellung auf technischem, fach- gewerblichem und sozialpolitischem Gebiete Dargebotene das besondere Interesse der Arbeiter beansprucht. M. Stadttheater. Der Name Oskar Blumenthal scheint auch berm hiesigen Publikum seinen zauberhaften Klang und Duft noch nicht eingebüßt zu haben, denn das von Blumenthal verfaßte Lustspiel „Gräfin Fritzi" hatte gestern abend ein gut besetztes Haus angelockt. Der „berühmte Bühnenschriststeller" hat dieses Stück allein, ohne einen seiner Compagnons und Complicen verbrochen, zu seinem Tantiömenvorteil, aber zum Nachteil des Stücks, das als Fabrikat der „Firma" vielleicht etwas besser, wenn auch nur witziger geworden wäre. Wer die Lust verspürt, auch mal so ein „Lustspiel" zu schreiben, dem sei das Rezept verraten. Man nehme einen alten Jahrgang „Fliegende Blätter", suche eine spaßhafte Situation, in der womöglich einer in der Klemme sitzt, und erfinde eine kleine Vorgeschichte dazu; das braucht man sich nicht schwer zu machen, aus Motivierung usw. kommt nichts an. Die betreffende Situation verbräme man mit ein paar Witzen, die man zweckmäßig einem noch älteren Jahrgang der „Fliegenden Blätter" entlehnt. Das alles mache man unter Beibehaltung der Personennamen so ost, als das Stück Akte haben soll. Wenn es möglich ist, zwischen den einzelnen Akten ein bischen Zusammenhang herzustellen, so ist das ganz gut; geht es nicht, so tröste man sich mit Blumenthal, der thuts auch manchmal nicht. Damit nun allerdings ein so fabriziertes Stück auf dem Theatermarkt Anklang findet, dazu muß man schon den Namen eines „berühmten Bühnenschriftstellers" tragen, man muß schon Kabelburg ober Schönthan oder Blumenthal heißen; Etikette ist alles, das Publikum trinkt Etiketten. — Die Gräfin Fritzi deS Fräulein Schoelermann war nett, graziös, liebenswürdig. Die Operettendiva Zerline Grundel hatte in Fräulein Eich enw ald ein passende Verkörperung gesunden, wenn auch die Darstellerin zu Anfang mit dem „weanerischm" Dialekt nicht recht heraus konnte. Herr Helm beutete die im Kommerzienrat Meinhardt liegenden schauspielerischen Chancen in altgewohnt kräftiger Weise aus. Flott und sicher spielten Herr di Ba lt hy ni den Franz Helling und Herr Ramsey er den Rechtsanwalt Opitz. Für Frau Ernst ist die Rolle der Frau Kommerzienrat wie geschaffen; auch die ihrer Tochter wurde von Fräulein Kugler gut gespielt. Trefflich wie immer war Herr Lie b sch er als Kapellmeister Ambrosius. -e- Launsbach, 19. Oktober. Die durch die Versetzung des Herrn Hoffmann hier sreigewordene 1. Lehrerstelle kann erst mit dem 15. November besetzt werden. Beide Schulklassen werden zurzeit von dem 2. Lehrer verwaltet. Wie wir hören, ist die vakante Stelle dem Lehrer Bender aus Simmern a. d. D. übertragen. -i- Krofdorf, 20. Oktober. Für die Lehrer und Schulen der östlichen Hälfte des Kreises Wetzlar steht eine wichtige Veränderung bezüglich des Wechsels der Kreisschulinspektion bevor. Bisher war Superintendent Schöler-Wetzlar Kreisschulinspektor des Wetzlarer Bezirks. Wie uns nun aus sicherer Quelle mitgeteilt wird, übernimmt Pfarrer Geibel-Dutenhofen vom 1. November ab das Amt eines Kreisschulinspektors. § Butzbach, 20. Oktober. Seit einigen Tagen zirkuliert in den Kreisen der Manufaktur- und Spezereiwarengeschäfte hier eine Liste wegen Einführung des 2 Uhr Ladenschlusses und eine Gegenliste, die die Beibehaltung des bisherigen 4 Uhr-Ladenschlusses an Sonntagen erstrebt. Letzteres Zirkular hatte bis gestern die Mehrheit von Unterschriften und zwar jener Ladenbesitzer, die der Ansicht sind, daß auch den Kunden aus der näheren Umgegend Rechnung getragen werden muß, die der häuslichen Verhältnisse halber nicht so frühzeitig Sonntags mittags nach der Stadt gehen können. △ Gederu, 19. Oktober. In diesen Tagen wurde em hiesiger Fischteich, dem Fürsten zu Stolberg-Wernigerode gehörig, behufs Ausfischung abgelaffen. Der Teich umfaßt zirka 70 Normalmorgen und wurden zirka 25 Gentner Karpfen ausgehoben. Im seichten Wasser und dünnflüssigen Schlamm zappeln nun hier und da noch Fische, die Fisch- reiher, Raben rc. anlocken. Mannshohes Rohr, Schilf und Gras/ die waldreiche Umgebung, Getier mancherlei Art geben'dem nun ausgefischten See ein eigentümliches, wild- schönes Gepräge. Der Fischer ist abgetreten und der Jäger waltet nun seines Amtes. So wurde gestern eine Fischreiherfamilie im Röhricht von einigen Jägern angetroffen. Zwei Reiher wurden tätlich getroffen, während ein dritter nur geflügelt wurde und einem wertvollen Jagdhunde empfindliche Hiebe außteilte. Einen der Jäger nahm der angeschossene Reiher an, wurde aber durch einen wohlgezielten Schlag mit dem Jagdstuhl unschädlich gemacht. Darmstadt, 19. Oktober. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen trafen heute vormittag zum Besuch auf Schloß Wolfsgarten ein, nahmen an der Fruh- stückstafel teil und begaben sich am Abend nach Kiel zurück. Worms, 17. Oktober. Die Städte Germersheim, Speyer und WormS haben eine Eingabe an den Reichskanzler gerichtet mit der Bitte, die von den Stabten Karlsruhe und Mannheim beabsichtigte Einführung ihrer Fäkalien in den Rhein zu untersagen. Limvura a. d. Lahn, 19. Oktober: Der Bürgermeister »nte? dessen 22jähriger Amtszeit die Stabt Limburg einen sthr ^erfreulichen Aufschwung genommen, hat sich infolge eines leichtm m August erlittenen Schlaganfalls genötigt gesehen, dem Stadt- verordneten-Kollegium schriftlich anzuzeigen, daß ihn sein ©efunb; bettSrustand zwingt, sein Amt auszugeben. In der Sitzung der Stadtoertr-tung sprachen verschiedene Redner ihr tiefes Bedauern über dm der Stadt drohenden Verlust auS. Eine Kommission, die all-8 für die notwendig werdende Neuwahl oor bereiten soll, wird XSär \ : Migr infpettioB . Wetzlar un6 nun t Psaner Imt eines derlei W ches, der M lurde ei» rnigerode fr uvM Zentner flüssige« i# scheint ln9 und 'luven- Seflerv Mfatt einen 'inem als >Uch M W btt-. Hie» OAöglich Ile Vvr- machrn, äffende 'e man 'tzenden Ken fot tten ein »I gut; 'er thuts üzirrtcs nah man tstälnL" an ober n trinft otVut yereNen- alb ein irMm'it Merans l Mein- gewohnt W HM wseyer lie SloUt die ihrer Treßlich vKM chtzMS lte tm > Schulet. Wie der aus nsefli« tag «“* i zirkulictt ngesch^ ensch!^ hMen Letz- Unter» ht sind, echnung : hAn öt tzchen ? H •‘»tri,, ’«»01 Hi a-lS" 9» eniDt," •S'S s-r ä OÄ -x-' Handel und UerKchr. Nslksmrtschaft. »ie-e«, l20.'Oktober. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.90—1.10, fiübnereni per St. 7—8 2 St. 00—00 Enteneier 2 St. 00—16 A, Gänse» eierperSt.00-00 A, Käse 1 St. 5-7 Käsematte 2 @L 5-6 i Erbsen per Liter 24 Linsen per Ltter 84 Tauben per Paa;' Auszug aus den Standesamtsregistern -er Stadt Gießen. Sufgrbote. Oktober. 10. Emi! Hambsch, Fabrikant zu Bruchsal, mit Johanna Elisabethe Emma Moll hierselbst. 13. Johannes Käfer, Schneider in Gießen, mit Johannette Karoline Vogt Witwe hter- selbst. 15. Wilhelm Schmidt, Führer in Rüttenscheid, mit Marie Weigand Hierselbst. 15. Heinrich Karl Martin Christian Wilke, Bürgermeisterei-Gehilfe in Bad-Nauheim, mit Marte Euler Hierselbst. 16. Georg Kling, Architekt in Gießen, mit Katharine Elisabethe Abermann hierselbst. 16. Karl Schneider, Schmied in Gießen, mit Marie Fißler in Grünberg. 17. Wilhelm Mendel I., Maurer in Griesheim, mit Sophie Schupp daselbst. 18. Johannes Vomend, Hoboist dahier, mit Katharine Preiß von Winnen. 18. Jakob Knipp, Maurer in Dreietchenbain, mit Gertrude Groß daselbst. Eheschltetzungen. Oktober. 13 Christian Karl Emil Bork, Reisender zu Frankfurt a. M., mit Charlotte Johanna Wilhelmine Schultz Hierselbst. 13. Theodor Friedrich Karl Otto Dupont, Gerichtssssissor zu Alzey, mit Wilhelmine Johanna Antonie Emma Weidig hierselbst. 13. Johann Heinrich Hermann Silbernagel, Kutscher dahier, mit Anna Elisabethe Stehr Hierselbst. 13. Adolf Röria, Lokomotivheizer zu Au a. d. S., mit Elisabethe Wilhelmine KlaeS Witwe hierselbst. 13. Heinrich Keil, Wagenmetster-DtStar daheri, mit Bertha Mathilde Jacobi von Windhausen. 13. Karl Konrad Christian Philipp Friedrich Gottfried Belloff, Installateur dahier, mit Elisabethe Kern hierselbst. 13. Heinrich Wilhelm Bollmann, Postbote dahier, mit Marte Frank zu Beddelhausen. 16. Gustav Adolf Lessing, Kaufmann zu Rüsseldorf, mit Katbarive Amalie Elsbeth Riegel hierselbst. 16. Martin Stockerl, Kellner dahier, mit Helene Ortmüller hierselbst. 18. Gustav Adolf Teichmann, Kaufmann zu Koblenz, mit Johanna Marie Christine Salziger Witwe von Bonn. Gevrrrten. Oktober. 10. Dem Küfer und Wirt Julius Wellhöfer ein Sobn, Johann Arthur. 15. Dem Schutzmann Heinrich Schnabel eine Tochter, Else. 17. Dem Schutzmann Karl Haas eine Tochter, Auguste Amalie Marie. , Gestorbene. Oktober. 14. Konrad Will, 37 Jahre alt, Taglöhner dahier. 14. Bertha Willius, geb. Schmtdi, 53 Jahre alt, Witwe, von Mar- ?“r0- 15. Amalie Rieß, geb. Kloch, 83 Jahre alt, Witwe dahier. 16. August Heinrich Christian Georg Hattenhauer, 47 Jabre alt, Kaufmann dahier. 16. Emilie Steu?rwatt>, 20 Jahre alt, Kleidei- macherin dahier. 16. Ernst Lenz, 46 Jahre alt, Taglöhner babier. 16 Konrad Steinbach, 43 Jabre alt, Platzmeister dahier. 17. Wtl- belm Reiber. 81 Jahr- alt, Möbelvändler dahier. liche Verletzung von Absperrungs- und Aufsichtsmaßregeln unter Strafe stellt, wohl aber wegen Fahrlässigkeit aus Grund der §§ 22, 66 4 des Reichsviehseuchengesetzes zu einer Geldstrafe von 20 Mk. Das Gericht gab der Berufung der Staatsanwaltschaft teilweise statt und erhöhte die Strafe, ebenfalls auf Grund der cit. Paragraphen des Reichsviehseucheges-etzes, auf 50 Mk. event. 10 Tage Haft. — Wegen Diebstahls im Sinne des § 242 Str.-G.-B. erhält der Taglöhner Konrad S ch n e i d e r von Groß-Erda, zurzeit dahier, eine Woche Gefängnis, welche durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wird. —l Als letzte Sache kam die Anklage gegen Wilhelm Bommer s h e i m I. von Wohnbach, wegen Betrugsversuchs zum Nachteil der Ortskrankenkasse für Btttzbach und Umgebung, sowie einer schweren Urkundenfälschung im Sinne der §§ 267, 268 Str.-G.-B. zur Verhandlung. Auf Grund der Beweisaufnahme erachtete das Gericht den Angeklagten der ihm zur- Last gelegten Strafthaten für nichtschuldig und erkannte aus Freisprechung. Sönitz, 19. Oktober. Im Konitzer Krawall-Prozesse wurden vier Angeklagte wegen Sachbeschädigung verurteilt. Studzinski, Rekowski, Moschke zu je 3 Monaten 14 Tagen, Ziemer zu 4 Monaten Gefängnis. Allen wird die Untersuchungshaft angerechnet. Der fünfte Angeklagte, Trapp, wurde freigesprochen. 2. Gros. 6909 Born, Gerichtsvollzieher. 6920 in einer auf nächsten Freitagabend anberaumten Sitzung ge- dilbet werden. — Mit dem hiesigen Elektrizitätswerk der Deutschen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen in Frankfurt em Main ist unser« Stadtverwaltung in Differenzen geraten. DaS zwischen beiden abgeschlossene Abkommen, für eine Pauschalsumme die elektrische Beleuchtung der Stadt zu beschaffen, wünscht ersteres laut einer Zuschrift an den Magistrat gelöst zu sehen, weil verschiedene Stromabnehmer das ihnen gelieferte Licht durch Aufschrauben höher kerziger Brenner verstärkt und da8 Werk erheblich geschädigt hätten. Die Stadtoerordnetn- Bersammlung beschloß, der Verwaltung in Frankfurt a. M. zu erwidern, daß man die Pauschalsumme aufrecht erhalte und ihr Überreste, gegen etwaige Defraudanten vorzugehen. Versteigerung. Dienstag den 23. Oktober d. IS. versteigere ich im Auftrag der Konkursverwaltung des I. Conrad dahier gegen Barzahlung: 1. Vormittags 10 Uhr MLuSburg 15 eine Baveeinrichtung, bestehend in Die Versteigerungen finden bestimmt statt. ML SrhlchthM. Freibawk. 6877 Heute und Montag: »«-Ws» 56 to. Bekanntmachung. Das 4. Ziel Gemeindesteuer, sowie die fälligen Holz- und HeugraSgelder können bis zum 1. November noch ohne Kosten anher entrichtet werden. Zahltage: Dienstag, Donnerstag und Samstag. Gießen, den 20. Oktober 1900. Stadtkaffe Gießen: Doepfer. 2 Badewannen, Leitung, Wasserreservoire und Zelleneinrichtung, mit einer Partie Bade« und Handtüchern, 1 doppelten Glassch rank, 2 Glaskasten und 2 Spiegel, sowie einen ca. 4 Meter großen Linoleumbelag. Nachmittags L Uhr Neustadt 55 diverse Toiletten - Artikel, als Kosmetik, Zahnwasser, «Lmme,Rafierpinsel mit Streich- 5fEMen, medizinische Seife, Bürsten, ^rntAi ^ Äd)ut,c u. Tücher re. Bett mit Sprungfedermatratze, Sofa, Kommode, 19 Bände Meyers ??lÄ"*f--Lexikon, Klappseffel, Tische, Vorhänge, WaschkSrbe, Trockengestell, Ntaskenanzüae Porz.-Eßserviee und alte Kisten und Koffer, altes Eisen, diverse Flaschen und Ein machgläser, 1 alte Theke, Bütten Zuber und 2 Fäßchen re. Die Lieferung von 2000 obm Pflafter- ries soll am Mittwoch, dem 24. Oktober, vormittags 11 Uhr bei der Unterzeichneten nn ganzen oder geteilt öffentlich vergeben werden. Angebotformulare mit den näheren Lieferungsbedingungen können von dort gegen porto- und bestellgeldfreie Tms-ndung »°n °,°0Mk. boogen »erben. »Ä J'11« bet Abschrift: **r l f?1 Bahnhof Gießen" zu versehen und biS zum genannten Termin postfrei unter Beifügung von Proben smzusenden. 6865 Gießen, den 17. Oktober 1900. Gr. Hess. Eisenbahn-Betriebsinspektion 1. Dienstag den 23. Oktober 1900, nachmittags LVe Uhr, sollen die Grundstücke der Carl Sack L Eheleute Erben, wie solche im „Gießener Anzeiger" vom 13. und 14. Oktober näher bezeichnet sind, auf hiesigem Ortsgericht nochmals öffentlich meistbietend freiwillig erbverteilungshalbec versteigert werden. Der Zuschlag wird sofort erteilt. Gießen, den 18. Oktober 1900. Großh. Ortsgericht Gießen. Oerichtssaal. G. C. Gießen, 19. Oktober. (Strafkammer.) Die Strafkammer verhandelte heute zunächst als Berufungsinstanz in der Strafsache gegen Ernst Karl Theiß zu Flensungen wegen Bedrohung. Der Angeklagte war durch Urteil des Schöffengerichts Grünberg des ihm zur Last gelegten Vergehens für schuldig erkannt und zu acht Tagen Gefängnis verurteilt worden. Der Thatbestand ist nach der heutigen Beweisaufnahme der folgende: Am 19. März l. I. war der Lehrer Becker zu Flensungen in der Wirtschaft von Karl Theiß daselbst. Hier hörte er, wie an einem Nebentische von mehreren Gästen, unter denen sich auch der Angeklagte befand, über ihn und die Schule höhnische Reden geführt wurden. Er verbat sich dies, darauf äußerte der Angeklagte in Bezug auf Lehrer Becker, nach dessen eidlicher Aussage: „wenn ich ihn einmal kriege, dann schlage ich ihm den Schädel ein" und zu dem Lehrer selbst gewendet, er solle seine Schnauze halten. Mit dieser Aussage des Lehrers stehen die eidlichen Aussagen der Personen, die mit dem Angeklagten an demselben Tische saßen, in direktem Widerspruch. Alle.diese wollen die genannten Aeußerungen des Angeklagten nicht gehört haben. — Das Gericht hielt die Möglichkeit eines Mißverständnisses auf feiten des Lehrers nicht für ausgeschlossen und sprach den Angeklagten, seiner Berufung stattgebend, von Strafe und Kosten frei. In der Urteilsbegründung wurde besonders hervorgehoben, daß das Gericht an der Wahrheitsliebe des Lehrers nicht den geringsten Zweifel hege. — Der Gärtner Karl Fr. Schmidt zu Butzbach war von dem Schöffengericht Butzbach von der Anschuldigung, den Bäcker Jakob Heil daselbst dadurch beleidigt zu haben, daß er zu Heil geäußert habe, „Sie verstehen von einem Baum soviel wie ein Ochs", freigesprochen worden. Die Strafkammer verwarf die von dem Privat- cktäger gegen dieses Urteil eingelegte Berufung, da sie den Wortlaut der fragt. Aeußerung nicht für zweifellos festgestellt erachtete. — Dem Schreiner August ©eiter, zurzeit in Groß-Karben, war in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1900 im Wartesaal des Bahnhofs zu Groß- Karben aus seinem Portemonnaie der Betrag von ca. 8Mk. abhanden gekommen. Der Verdacht, das Geld gestohlen zu haben, richtete sich gegen Christian Borger von Schönberg, einen vielfach vorbestraften Menschen, welcher an dem frag!. Abende mit ©eiter in dem Wartesaal gewesen war. In erster Instanz wurde Borger wegen Diebstahls, unter Berücksichtigung der Vorstrafen, zu sieben Wochen Gefängnis verurteilt. Die Strafkammer hob, entsprechend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, das Urteil auf, da festgestellt wurde, daß ©eiter an dem fragt. Abend angetrunken war, die Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist, daß er das Geld verloren hat, und erkannte auf Freisprechung. — Der Metzger Heinrich © e i b II. zu Bad-Nauheim war beschuldigt, sich am 14. Mai 1900 eines Vergehens gegen § 328 Str.-G.-B. dadurch schuldig gemacht zu haben, daß er einen Ochs von Ober-Hörgern nach Butzbach durch die Gemarkung Gambach trieb, obwohl diese Gemarkung wegen herrschender Maul- und Klauenseuche durch Verfügung des Kreisamts Friedberg gesperrt worden war und Angeklagter von dieser Verfügung Kenntnis gehabt habe. Das Schöffengericht Friedberg verurteilte den Angeklagten zwar nicht auf Grund des § 328 Str.-G.-B., welcher die wissent- »■■!! ■■■111111111 I I.........— IM ............llllll X 0.50—0.80, Hühner per St. X 0.90—1.20, Hahnen per Stück > X 0.50—1.00, Knten per St. X 1.80—2.20, Gänse per Pfun X 0.50—0.60 Ochsenfieitch per Pfd. 68—74 Kuh. und Rindfleisch ver Pfd. 62—64 4 Schweinefleisch per Pfd. 50—70 Ä, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 74 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 4, Hammelfleisch per Pfd. 50—70 Kartoffeln per 100 Kilo 4.50 biS * 5.50 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 4.50—5.00. Milch per Liter 18 Zwetschen X 2 80—3.00. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. Aus dem Geschästsleben. Der Schutzverein der deutschen Seifenindustrie hat 34 000 Doppelstücke deutscher Einheitsseife dem Kriegsministenum für unsere Truppen in Ostasien zur Verfügung gestellt. Die Sendung im Reingewicht von 27 792 Pfund ist bereits über Bremen abgegangen und wird unseren wackeren Truppen schon deshalb hoch willkommen sein, weil sie dazu berufen ist, unter dem chinesischen Schmutze gründlich aufzuräumen. — Die deutsche Einheitsseife, eines der besten Erzeugniffe der deutschen Industrie, wird von den Mitgliedern des Schutzvereins hergestellt, um dem in Deutschland eingebrochenen englischen Wettbewerb den deutschen Markt zu verschließen. Auf der Weltausstellung in Paris erhielt die Schreibmaschine „Empire" die goldene Medaille. Ein gewiß erfreuliches Ereignis, wenn man bedenkt, daß bis jetzt nur ausländische Erzeugnisse als die allein bevorzugten galten. Die Schreibmaschine ist bei dem hiesigen Vertreter der Firma, Heinrich Roll, Mäusburg 7, in Augenschein zu nehmen. Neueste Meldungen. Berlin, 20. Oktober. Fürst Hohenlohe trifft am 8. November in München ein, um sich vom Prinzregenten zu verabschieden. Der Kaiser soll persönlich im Anfang dieses Monats den bevorstehenden Rücktritt des Fürsten Hohenlohe den bayerischen Regierungskreisen bekannt gegeben haben. — Wie ein hiesiges Blatt meldet, ist die Ernennung des Grafen Bülow mit dem Einverständnis der Bundesfürsten erfolgt, mit denen der Kaiser persönlich korrespondierte. Berlin, 20. Oktober. Wie aus Brandenburg gemeldet wird, finden die Reichstags-Stichwahlen im dortigen Kreise am 26. Oktober statt. London, 20. Oktober. Die „Times" veröffentlicht ein Telegramm aus Sebastopol, das besagt, daß die dortige russische Polizei einen Studenten aus Moskau verhaftete, der eine Bombe neben das Geleise gelegt hatte, das der kaiserliche Zug passieren sollte. Der Vater des Verhafteten war russischer Marine- Offizier. Rom, 20. Oktober. Nach hier vorliegenden Meldungen wurde in Assalasi in Afrika eine aus 200 Mann bestehende französische Expedition niedergemacht. Eine zweite Expedition, welche zur Hilfe abgesandt war, wird vermißt. Telephonischer Kursbericht Frankfurt, den 20. Oktober. 3Vi % Reichsanleihe S% do Tendenz: fest. Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . , Harpener . . . . 202.20 '. 170.40 . 130.20 . 140.50 . 143.50 . 136.90 . 139.— . 194.50 . 173 60 . 175.80 . 85.85 . 91.60 . 94.— 41.70 . 23.70 : . 25.60 1 . 75.50 J 3i/i % Konsole . . . 3°/o do ... 31/2 % Hessen . . . 5 n/g Italien. Rente . . 40/0 Griech. Monop.-Anl. 3 0/0 Portugiesen . . 3°/o Mexikaner . . . 4*/a % Chinesen . . . . 94.30 Kreditaktien . . . . 85.85 Diskonto-Kommandit . 94.30 Darmstädter Bank . 2. Reform- Beinkleider $«wätag d-n 27. Mtsöer- «uSflug «ach Willingshausen a. d. Schwalm. Abfahrt 8.18 Uhr nach Nmstadt (M.W.B.), an 10 Uhr. 28. Hkt-ver, 11% Mr- Hauptversammlung. Tages-Ordnung: 1. Bericht über das Vereinsjahr und Winterprogramm. 2. Rechnungs- ablage. 3. Vorstandswahl. 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