360 1900. eluetigung. juaum 13 («tragen. im vorzüglicia i. o. Ni. 13559) i der ser-Fabrik i 36'1 Röhrle. fcw\w\V sstärle r§me en. G&rta M ;Kg. MaterialwB- < Veuheit Seife. et 15 ilf«' irn, d- •t U Mark«- ed a- B»®n - It M. 142 Erstes Blatt. Donnerstag den 2t. Juni 1900 ießener Anzeiger Heuerst-Anzeiger Anrts- und Anzeigeblntt für den Tireis Gieren. V ZSezugspret» dierteljährl. Mk. SM monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«; durch bic Abholestela» vierteljährl. Mk. 1,M monatlich 65 Pf». Bei Postbezug VN. 2,40 vierteljLhrt. mit Bestellgeld. Alle vLjeigen-8ermittlungSstellen deS In- und Au»l«rd«U Lehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZcilenpreiS: lokal 12 Pfg., ouitoärtB 20 Pf». d»««hme »»« Anzeigen zu der nachmittags für de« senden Lag erscheinender. Nummer bi» vorm. M) Uhr. Adste-eLmtgen spätesten» adesd» vorher. #;r(^d«t tägNch in Ausnahme des Montag». Die Gießener pkmilie« 5 lätter Nrtut dem Anzeiger V Wechsel mit „Heff. stndwirt- e. glätter ßr heff. 8o(tt!unbew »lchü. 4 mal beigelegt. Adresse für Depeschen: Anzeiger ch letze«. Fernsprecher Nr. 5L AidaVio«, Expedition und Druckerei: SO»kßrabe Nr. 7. GratisbeUagev: Gießener Familrenblätter, Der hessische Kandwirl, Klätter für hessische Uolksknude. Die Wirre« in China. Heber die Lage in Peking liegen noch immer keine, leg (aubig teil Meldungen vor. Die Nachrichten, über einen gegen die Gesandtschaften unternommenen An- ötift bei dem der deutsche Gesandte zu Schaden gekommen sein ^soll, wird weder bestätigt noch widerlegt. Die Rückkehr der «vom Admiral Seymour gegen Peking geführten ge- «nnschten Truppenabteilung nach Tientsin scheint festzu- fieijcn; indessen fehlt noch jede Aufklärung über die Mnbe, welche die Rückkehr veranlaßt haben. Englische Nckdurtgen wissen $u berichten, daß auch der Komm an - baut des „Iltis", Korvettenkapitän Laus, rrusllich verwundet und das Schiff selbst schwer beschädigt worden sei. Nach Erkundigungen an Berliner amtlichen Stellen ist bis jetzt keinerlei Bestätigung dieser Meldung eingegangen. Die Namen der iei ? aku gefallenen und verwundeten deutschen Matrosen sind noch nicht bekannt, jedoch erwartet man im Reichs- man neamt das Eintreffen einer Depesche hierüber stündlich. — lieber die Schlacht bei Taku werden folgende Details aus Shanghai telegraphiert: Sonntag Nacht um 1 Ufrc eröffneten die Forts unerwartetdas Feuer auf die ruhig vor Anker liegenden Schiffe. Ter.„I ltis" und das britische Schiff „A l g e r i n e" Nrinen total überrascht und litten schwer; sie rrhirlten an 14 Treffer. Hierauf eröffnete die kombinierte Flotte ein furchtbaresFeuer. 2 Forts! Itnninen buchstäblich in Stücke geblasen. Hierauf lan- fceten die Schiffe 2000 Mann, bestehend aus Engländeric, -mmikanern, Deutschen, Russen, Franzosen, Oesterreichern, Italienern und Japanern. Diese erstürmten die Zoits; diefliehendenChinesen wurden der russi- jdjen Landtruppe in die Arme getrieben. An 400 .Sffiiuefen sollen gefallen sein. Mehrere Schiffe sollen Don iben zwölfzölligen Geschützen der Forts getroffen sein, iknr itter der „Iltis". Eine Granate sprengte das Pulver-Magazin des russischen Kanonen- lbaots „Mandschur", das Schiff flog in die Luft. Sitte kamen nm. Der Angriff der Chinesen soll auf persönliches Edikt der Kaiserin erfolgt fein. Die Hhint fische Garnison floh nordwärts, dnrchschnitt die Tele- Mphendrähte und äscherte die Dörfer ein. Die Verluste «auf iöer „Algerine" seien leicht, die Verluste der Sturm- Lloimen seien unbekannt. Die vereinigten Admiräle gelten die chinesischen Kreuzer zweiter Klasse auf der Äiftt nseite von Taku zurück. Dem britischen Kontreadmiral fn b-is 2 Uhr am Nachmittag des 17. keine Nachricht zu- ztga ngen, daß der kommandierende Admiral nach Tientsin Airückkehrte. Diese Meldung sei neuer als die gestern ein- gtgangene Nachricht eines japanischen Torpedoboots von Mc Rückkehr des Admirals. 'Was die Nachricht von der Einnahme der Gesandt- zckoften «undder Ermordung des Frhrn. v. Ketteler betrifft, f> hat man nach wie vor allen Grund, außerordentlich! Sfeptisch zu sein. Die Meldung stammte von Shanghai irl war von Hongkong datiert, um die Spur zu vermischen. Entweder vorn Taotai Scheng, dem Haupte der Mesischen Telegraphenverwaltung, oder doch aus dessen flui-rau muß sie h?rvorgegangen sein. Shanghai selbst Man sich ein schlimmer Ursprungsort für Nachrichten, Ao-nders in aufgeregter Zeit, allein es ist ein Punkt, too vieles zusammenläuft, iind der Taotai Scheng soll ein Titeauensmann der Kaiserin sein und in ihrem Namen uir.tex anberm Depeschen durchmustern. Wie es scheinst, Hon dieser Biedermann oder jemand in seiner nächsten Ache von einem oder mehreren Berichtejrstattern, die wahr- steinlich Mitarbeiter dort erscheinender Zeitungen sind, L-°e bohrt worden. Möglich auch daß einer glückliche Mrrversuche gemacht hat, die auf gemeinsame Kosten idrlexttommen und dem Agenee Nationale, den Agenturen' Man und einem New Yorker Blatte zugute gekommen iteb In London erklärte man in dem einen oder anderen «Me mit der Unfehlbarkeit, die dem Mangel an Kenntnis ar Verhältnisse außerhalb Londons entspringt, die Hin- tiflitung auf chinesische Zensur für lächerlich Es scheint. Ec doch etwas daran gewesen zu fein, und der Taotcn Sbena wurde, wie dem Daily Expreß aus Shanghai ge- ttldet wurde, seit Samstag abend vergeblich ge- ulb»t Es mag dem Bertrauensmanne der Kaiserin bet U meueften Wendung der Dinge wohl etwas unbeimh^ E^DerÄrre'spondent der „Daily Telegraphen Shanghai Ö3nrnn ketteler habe 5 bis 6 Wochen vor Äus-^ 6,1 bet jetzig Unruhen vor einer Versammlung des- dwlMmatischen Korps bestimmt erklärt, alle bisher zum/ Zchiutze der Europäer in China und auch zum Schutze der MKdtschasten in Peking getroffenen Maßregeln seienl un- MXiüchend. Wenn nicht bessere Maßregeln getroffen wur- §tn, werde binnen kurzer Zei^ine große ^bderme^rung von Christen stattfinden, und selbst dte Gesandtschaften niirtoen nicht geschont werden. . . . Der japanische Konsul in Tschifu hat nichts davon gemeldet, daß die fremden Gesandtschaften in Peking genommen feien. Die Missionsgesellschaft in London hat ein Telegramm aus Hankau am 18. d. M. erhalten, wonach die Missionsgebäude in Tsaoschih in der Nähe von Hankau von einem Pöbelhaufen zerstört worden sind. Die Missionare seien wohlbehalten in Hankau eingetroffen. * ♦ • Wie fast alle andern Großmächte Truppen nach China senden, um ihre Staatsangehörigen und ihre Interessen zu schätzen, so hat nun auch. Kaiser Wilhelm die Mobilmachung des 1. und 2. Seebataillons zur Entsendung nach China befohlen. Unsere Marine hat drei Seebataillone, das erste steht in Kiel, das zweite in Wilhelmshaven und das dritte mobile Bataillon in Tsingtau im Gouvernement Kiaulschou; alle drei zusammen bilden unsere Marine-Infanterie. Kommandeur des 1. Bataillons ist Major v. Madai, Adjutant Oberleutnant Vitzthum v. Eckstädt; Kompagnieführer sind die Hauptleute Frhr. v. Seherr-Thoß, v. Schmid, Frhr. v. Rheinbaben, v. Busse. Kommandeur des 2. Seebataillons ist Major v. Kronheim, Adjutant Leutnant Schultz, Kompagnieführer sind die Hauptleute v. Falkenhayn, Fricke, Wellenkamp und Gudewill. Beide Seebataillone, zusammen 2400 Mann, ergänzt durch Mannschaften aus der Armee, werden innerhalb 8 Tagen nach China in Marsch gesetzt. Der Panzerkreuzer „Fürst Bismarck" nimmt 300Soldaten. Das neu erbaute Kanonenboot „Luchs", ursprünglich, nach Amerika besttmmt, geht gleichfalls nach China. Das Kommando überninfmt Generalmajor v. Höpfner. — S. M. S. Irene ist am 19. d. M. mit 240 Seesoldaten von Tsingtau nach Taku abgegangen. In Tsingtau ist ist alles in Ruhe. Ueber die gemetnfaineir-^ör er ß n a h men der Mächte erfährt ein Berliner Blatt von angeblich gut unterrichteter Seite, daß, falls Japan die ihm non bett Mächten an- gebotene Mission, die militärische Exekution in China zu übernehmen, ablehnetr sollte, dem deutschen Reiche die führende Rolle zufallen würde. Es soll aiuf), eventuell die Entsendung einer deutschen Jnfanteriebrigade, die mutmaßlich dem schleswig-holsteinischen Armeekorps entnommen werden mürbe, in Aussicht genommen fein. Von den eingeborenen englischen Truppen in Indien sollen sechs Regimenter, eine Kompagnie Genie- folbaten und eine Batterie Artillerie nach China gehen. Japan beschloß 3000 Mann nach China zu senden. Im französischen Kriegshasen Toulon, herrscht eine rege Tätigkeit, doch haben bis jetzt nur zwei Kreuzer Befehl erhalten, zur Abfahrt bereit zu sein. Es ist auch die Rede davon, daß eine Division leichter Kreuzer gebildet werden soll. Die 4. Brigade der Marine-Infanterie hält sich zur etwaigen Verstärkung der kolonialen Kontingente bereit. In dem am Dienstag abgehaltenen französischen Ministerrat machte der Ministerrat machte der Minister des Auswärtigen, Delcasse, Mitteilungen über die Vorgänge in China und stellte fest, daß zwischen allen Mächten stets eine vollkommene Ucbercinftimmung in allen Punkten herrschte. Wie ein Telegramm des französischen Konsuls in Shanghai meldet, sandte der Vizekönig am Sonntag an die Zivil- und Militärbehörden den dringenden Befehl, für die Sicherheit der Ausländer zu sorgen. Die Befürchtungen wegen Verwicklungen am Dangtse- kiang und in Szetschuan haben sich vermindert. (Nach einem Reutertelegramm soll jedoch auch in Szetschuan ein Aufruhr ausgebrochen fein. Szetschuan ist die nördlich vom oberen Lause des Yangtsekiang gelegene Provinz, deren Hauptstadt Tschungking 1500 Kilom. westlich von Shanghai liegt.) In dem Telegramm wird ferner mitgeteilt, daß Lihungtschang die dringende Aufforderung erhielt, nach Peking zu kommen, er werde daher am 22. d. M. Kanton verlaßen. Der Marineminister de Lanessan teilt mit, daß der Kreuzer ^Guichen" am 23. d. M. nach Taku und die Kreuzer „Admiral Charner" und „Friantt am 29. d. M. ebendorthin in See gehen werden. Gleichzeitig sollen 2 Bataillone und 2 Batterieen auf dem Tranportschiff „Nive" eingeschifft werden. Die italienischen Panzerkreuzer „Carlo Alberto", „Strombolino" und „Vesuvio" erhielten Befehl, sich zur Abfahrt nach China bereit zu halten. Die russische Regierung zeigte in einer Circular- note den Kabinetten an, daß sie neuerlich 4000 Mann in China landen laße zu einer gemeinsamen Operation mit den (Kontingenten der anderen Mächte. — Nach anderen Meldungen schickt Rußland sofort noch weitere 20000 Mann ab. Heber Niedermetzelungen der Ausländer in Peking sind in Shanghai die wildesten Gerüchte im Umlauf, denen aber bester informierte Personen keinen Glauben schenken. Der sensationelle Bericht ist in Shanghai eingetrosten, daß Tientsin von chinesischen Soldaten verbrannt fei, daß Yulu, der Vizekömg von Petschili, geflohen fei, um der Degradation zu entgehen. — Nach der „Times" ist über die Lage in Peking nichts weiter bekannt, als daß die Chinesen und Mandschus zwei Angriffe auf die Gesanddtschaften unternommen haben, daß sie aber durch die Schnellfeuerkanonen nieder gemäht worden sind, namentlich durch diejenigen Geschütze, die sich vor den Thoren der englischen und der russischen Gesandtschaft befinden. Viele hohe Beamte sollen getötet worden sein. — In der chinesischen Armee sollen massenhaft Degradationen vorgenommen worden sein. General Sung Ching, General Tungfuhstang, der Gouverneur von Peking und andere hohe Beamte, die dem Tsungli Damen versprochen chatten, die Ausländer und die widerspenstigen chinesischen Vizekynige,,zu vertreiben, sollen degradiert fein. • • ♦ Telegramme deS Gieheuer Anzeigers. Berlin, 10. Juni. In einem längeren Artikel schreibt die „National-Zeitung": Vor der Hand bleibt noch die Hoffnung bestehen, daß es sich bet dem Aufstande in Tschili nur um eine, durch die Haltung der chinesischen Zentral- Regierung ungewöhnlich verschärfte und verwickelte Bewegung von provinzieller Ausdehnung handelt (?). Die Aufgabe, die das deutsche Reich bei dieser Sachlage habe, bestehe in dem Schutze der eigenen Interessen in Shantung und in der Mitwirkung bei der möglichst raschen Wiederherstellung der Ordnung in Peking. ES fei’ keine Frage, wenn gegenwärtig seitens irgend einer Regierung selbstsüchtige Gelüste nach Ausdehnung der eigenen Macht in China hervortreten würden, diese sofort mit den anderen Mächten in einen schweren Konflikt geraten würde, besten AuSgang nach keiner Richtung zu übersehen sein würde. Kiel, 20. Juni. In Marinekreisen verlautet, die Einschiffung der Marine-Infanterie nach China erfolge Ende Juni. Der Transport der beiden See-Bataillone soll durch ein Detachement Marine-Matrosen verstärkt werden. DaS gestern aus Danzig angetommene Kanonenboot „Luchs" muß feine Ausrüstung derart beschleunigen, daß die'Abreise nachOstasien amDonnerS- tag erfolgen kann. Der im Keffel-Umbau befindliche Kreuzer „Gazelle" soll in 4 Wochen reisefertig sein mit gleicher Bestimmung. Die Marine- und Werftbehörden entfalten eine fieberhafte Thätigkeit. London, 20. Juni. Aus Shangai wird gemeldet: Der Taotat (Provinzialdirektor), von Shanghai hatte eine Konferenz mit dem britischen Konsul und versprach diesem er werde mit den britischen Truppen zur Wahrung der Ordnung zusammenwirken. Eine Anzahl chinesischer Kreuzer ankert vor den ausländischen Niederlastungen in Shangai, die nur durch ein kleines japanisches Kanonenboot geschützt seien, während zwei 49 Pfänder und 1000 chinesische Soldaten die Forts außerhalb Shangais besetzt halten. Ein von gestern 9 Uhr 45 Min. datiertes Telegramm besagt: Der britische Konsul ist bisher ohne Nachricht über die Vorgänge bei Taku. Er weiß nur, daß ein japanischer Kapitän, 5 fremde Offiziere und 40 Matrosen getötet, 35 verwundet wurden. London, 20. Juni. Den Blättern zufolge wurde der größte Teil der chinesischen Garnison von Taku infolge des glänzenden Angriffes der vereinigten europäischen Truppen getötet. Zwei chinesische Festungen wurden vollständig zerstört. Wien, 20. Juni. Dem „Fremdenblatt" zufolge wird versichert, daß dem in den chinesischen Gewässern statto- nierten österreichischen Kriegsschiff „Zenta" ein zweites Kriegsschiff beigegeben werden solle, dagegen sei es selbstverständlich, daß die Absendung von Landtruppen nicht in Frage komme. Wien, 20. Juni. Wie aus Triest gemeldet wird, hat das dortige Platz-Kommando die Weisung erhalten, ein Bataillon des 97. Infanterie Regiments zu mobilisieren für den Fall, daß die Verwendung des Bataillons auf dem Kreuzer „Maria Theresia" nach China verfügt werden soll. Der Krieg i« Südafrika. Lord Roberts hat es für cmaezeigt erachtet, in seiner Depesche vorn 12. ds. ausdrücklich hervorzuheben, daß die. Sicherheit seiner vordersten Truppen in keiner Weise bedroht erscl-eine. Aber die Ereignisse zwischen Kwoonstav und dem Vaal beleuchten doch die von den Engländern zu überwindenden Schwierigkeiten aufs grellste. Nicht weniger als viereinhalb Divisionen, das ist mehr als ein Drittel der gesamten Operationstruppen und ungefähr zwei Drittel der Hauptarmee, standen im Freistaat, vermochten aber nicht zu verhindern, daß sowohl die Telegraphen- wie Eisenbahnverbindung der nördlich des Vaal stehenden Truppen mit dem Kaplande auf 6 Tage unterbrochen wurde. Und noch mehr: diese viereinhalb Divisionen reichten nicht aus, die Bahnlinie wieder frei zu machen; es mußten von Süden und Norden Verstärkungen herangezogen werden, die Hauptsache selbstverständ- liri) vom Norden, d. i. von Johannesburg und Pretoria! her. Die Zusammensetzung dieser, vom Reise-Generalstabs- rfjef Kitchener befehligten Abteilung ist nicht bekannt. Da es sich aber um eilige Unternehmung handelte und die Benutzbarkeit der Eisenbahn bis dicht ans Ziel fraglich erschien, dürften vorzugsweise berittene Truppen dazu bestimmt gewesen sein. So erklärt sich denn auch zwanglos die Thutsache, daß Lord Roberts am 11. und 12. einen Tagemarsch östlich von Pretoria mit seinem bewährten Uebermacht-Rezept — „Berittne rechts, Berittne links, das Fußvolk in der Mitten" — nicht glatt durchkam, sondern an den Flügeln festgehalten wurde, bis ein Erfolg im Zentrum, der auf Rechnung der immer noch vorhandenen Uebermacht zu setzen ist, die Buren in eine zweite Stellung zurück!rieb. In der Nacht zum 13. zogen sie dann ganz ab. Was für einen Zweck Louis Botha mit diesem hartnäckigen Nachhutgefecht verfolgt hat, ist nicht recht zu ersehen, da es sich um Zeitgewinn zur Fortschaffung von Vorräten und Kriegsmaterial nicht wohl handeln konnte und Roberts! kaum daran gedacht haben würde, dem Gegner auf den Fersen zu folgen. Daß dieser ihm bei Pretoria so dicht auf dem Nacken faß, konnte er freilich nicht dulden. Ist Botha geschlagen? Trotz der Meldung, daß General Hamilton seine Nachhut zersprengt habe, bleibt das sehr fraglich. In der Siegesdepesche heißt es: „Man glaubt, daß Bothas Heer sich auf Middelburg zurückgezogen hat." Mit andern Worten: die Fühlung ist alsbald wieder verloren gegangen. Auch die Truppen Methuen-Kitcheners hatten angeblich den Feind am 12. in der Nähe des Rhenoster „nach allen Richtungen hin zersprengt". Das hinderte letzteren aber nicht, ein Eisenbahn-ÄuKbesserungskommando zwei Tage später genau an derselbe^'Stelle wieder anzugreifen. Aller Wahrscheinlichketr nach wird Lord Roberts dem nach Osten ausgewichenen Gegner nicht folgen, sondern zur Sammlung seiner zerstreuten Streitkräfte zunächst bei Pretoria bleiben. Baden-Powell mit einer Abteilung, deren Stärke halbwegs zuverlässig nicht angegeben ist, War am 15. in Rustenburg, er ist am 18. in Pretoria eingetroffen, Hunter am 12. in Potchefstroom mit der Bestimmung, am 19. in Johannesburg einzutreffen. Die militärische Bedeutung dieser Durchzüge von Westen her ist nur gering. Vermutlich hat die englische Heeresleitung von vornherein nur auf den moralischen Eindruck, die Unterwerfung des Landes, gerechnet. Inwieweit diese Hoffnungen sich erfüllt haben mögen, entzieht sich selbswer- ständlich sachlicher Beurteilung ganz und gar. M e 1 h u e n Weint den Befehl zum Marsch nordwärts erhalten zu haben, denn es heißt in der Depesche vom 12.: „Mechuen wird bei seinem Vormarsch die Eisenbahnlinie bewachen." Weiterhin scheint — die Nachrichten sind außerordentlich dürftig — eine Truppenentsenduna nach Heidelberg im Werke oder doch geplant zu sein. Lord Roberts bemerkt, daß nach erfolgter Besetzung Heidelbergs der Freistaat gänzlich von Transvaal abgeschnitten sei. Das ist eine stark optimistische Auffassung, denn nach dem Eintreffen Hunters, der sicherlich keine kleine Besatzung an seinem Wege zurücklassen wird, in Johannesburg ist die Grenzlinie westlick> von der Bahn Kroonstad-Pretoria ganz frei von englischen Truppen, und die Entfernung von Heidelberg bis Volksrust, wo die vordersten Truppen Bullers stel^n, beträgt gegen 170 Kilometer: eine recht weite Masche in dem „Netz"! Nun telegraphiert Roberts zwar, „daß Buller seine Anwesenheit auf dem Schlachtfelde (?) ohne Zweifel bald geltend machen werde". Buller ist, nachdem die Buren nach achtmonatiger Kriegsführung den letzten Fußbreit englischen Kolonialbodens wieder aufgegeben haben, von Volksrust zunächst wieder rückwärts, und zwar nach Charlestown gegangen, vermutlich, um seine rückwärtigen Verbindungen zu regeln. Der Laingsnek-Tunnel kann nur leicht beschädigt worden sein. Aus Laingsnek wird vom 18. Juni gemeldet: Heute ist der erste Eisenbahnzug durch den wieder instand gesetzten Tunnel nach Charles- toton abgegangen. Da haben die Buren wieder einmal eine grobe Fahrlässigkeit begangen, die sich vielleicht an ihnen bitter rächen wird. Man erwartet nun, daß Buller demnächst — aber wann? — längs der Eisenbahn nach Pretoria vorrücken und den ersten stärkeren Widerstand am Paardekop finden werde. Klüger wäre es freilich, wenn die Waren auch hier lediglich die ümckwärtigen Verbindungen aufs Korn nehmen wollten. Noch sind sie Herren der Pässe durch die Drakensberge. Etappentruppen in beträchtlicher Stärke kann Buller kaum an der Bahn zurückgelassen haben. Das Gelände im Norden Natals ist für Handstteick-e der Art geradezu ideal. Es muß sich bald zeigen, ob die Buren wirklich fortan den kleinen Krieg systematisch betreiben werden oder ob es am Rhenoster einzelnen energischen Führern gelungen ist, ihre Leute zu der Unternehmung zu überreden. Eine „Times"-Drahtung aus Lourenco-Marques vom 18. Juni besagt: Der Richter von Leeuwen, der vorigen Mittwoch Pretoria mit einem Passierschein des britischen Militärgouverneurs verließ, sei der Träger einer mündlichen Versicherung der britischen Behörden an Krüger, daß, wenn er sich sofort ergebe, er nicht außer Landes gesandt werden würde. Krüger schlief, als der Zug Leeuwens sein Hauptquartier passierte, aber die Botschaft wurde Reitz übermittelt. Dieser erklärte, der Präsident würde den Vorschlag nicht annehmen, viele Leute seien anderer Meinung. Reitz scheine der Fortsetzung des Kampfes geneigt zu fein und dürste Krüger die Bot- schast vorenthalten. Feldmarschall Lord Roberts telegrapUert vom 18 b. M aus Pretoria: In Pretoria und Johannesburg ist alles ruhig. Seit der Besetzung Pretorias sind Ausrüstungen für 2000 Soldaten abgeliefert worden, die zur Ausrüstung für die freigewordenen Gefangenen benützt worden sind. Die Zahl der letzteren beträgt 318 7. Der Berliner Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet: Kaiser Wilhelm sandte am Waterloo Tage olgendes Telegramm an sein Regiment, die Royal- Dragons in Süd-Afrika: „Wärmsten Glückwunsch den Royal an diesem stets denkwür- rigen Tage. Wilhelm." * ♦ * Telegramme des Gießener Anzeigers. London, 20. Juni. Bon verschiedenen Seiten und von verschiedenen Stellen gemachte Friedensversuche ind von den Transvaalern abgelehnt worden. Äeneral Botha verlangte auf eine sehr schmeichelhaft abqefaßte Forderung, die Waffen niederzulegen, eine echstägige Waffenruhe. Roberts wollte nur fünf Lage bewilligen, worauf Botho dankend ab lehnte. L o n d o n, 19. Juni. Unterhaus. Hazell fragt an, tob die Regierung der gegenwärtigen Sachlage in Marokko ihre Aufmerksamkeit schenke. Angeblich sei diese Lage derartig, daß die leitenden Klassen in Marokko es gern sehen würden, wenn eine europäische Macht den Einwohnern den Rechtszustand sichern würde. Hazell trugt weiter, ob die Regierung den Augenblick für passend erachte, eine europäische Konferenz zusammenzuberufen, welche die Aufgabe hätte, die Maurische Regierung unter europäische Kontrolle zu stellen, um namentlich dem jetzt in Marokko offen betriebenen Sklavenhandel ein Ende zu machen. Brodrick erwidert, er habe keine Nachricht erhalten, die den Glauben erwecken könnte, daß eine europäische Macht in Marokko willkommen fei. Brodrick erklärt weiter, daß er die zweite Frage Hazells Verneinen müsse. 1898 seien die an die Gouverneure der Kilstenstadte erteilten Befehle, den öffentlichen Sklavenhandel zu verhindern, erneuert worden und zwar auf Verlangen des britischen Gesandten, welclM bei der Maurischen Regierung Vorstellungen erheben würde, wenn er erfahren sollte, daß diese Befehle amßer Acht gelassen würden. — Das Oberhaus nahm die zweite Lesung der M a - rinebillan. ,. „ Madrid, 19. Juni. Der M inisterrat hielt unter Vorsitz der Königin - Regentin gestern eine Sitzung ab. Eine offiziöse Note besagt, das Ergebnis der Anleihe sei sehr zufriedenstellend. Währeiid das Ausland dieselbe als einen großen Erfolg für die Finanzen Spaniens Deutsches Mich. Berlin, 19. Juni. Das Armee - Verordnungsblatt veröffentlicht folgenden kaiserlichen Armeebefehl: Die Trauerkunde von dem unerwarteten Hinscheiden des Großherzogs Peter von Oldenburg hat Mich mit tiefstem Schmerze erfüllt; mit Mir beklagt trauernd das ganze deutsche Vaterland den Heimgang dieses edlen deutschen Fürsten. Auch Meine Armee hät indem Entschlafenen einen aufrichtigen Freund und hohen Gönner verloren, der ihr in langen Jahren fortdauernde Beweise wärmsten Wohlwollens und lebhaften Interesses gegeben hat. Um den Empfindungen schmerzlicher Trauer und ehrender Erinnerung für den Dahingeschiedenen noch besonders Ausdruck zu geben, bestimme Ich usw. (Folgen Anordnungen betreffend Anlegung der Trauer, Teilnahme, an der Trauer feier.) — Der Kais er hörte gestern vormittag den Vortrag des Chefs des Marinekabinetts von Senden-Bibran. Nach feiner Rückkehr von Oldenburg nach Wilhelmshaven schiffte sich dort der Kaiser mit dem Prinzen Heinrich auf der Pacht „Hohenzollern" ein, die einhalb 2 Uhr nachmittags abdampfte. — In Sigmaringen ist die Fürstin-Mutter Josephine von Hohenzollern heute mittag gestorben. Die verwittwete Fürstin-Muttes Mt bas hohe Alter von fast 87 Jahren erreicht und war'Vas älteste weibliche Mitglied aller souveränen Häuser Europas. Sie worein« geborene Prinzessin von Baden, geboren am 21. Oktober 1813, vermählt zu Karlsruhe am 21. Oktober 1834. Sie war die Mutter des 1835 geborenen Fürsten Leopold und des Königs Karl von Rumänien. Infolge des Ablebens der Fürstin ist die Vermählung des Prinzen Albert von Belgien (dessen Schwester Josesine mit dem Prinzen Karl Anton von Hohenzollern, einem Enkel der verstorbenen Fürstin, vermählt ist. D. Red.) mit der Prinzessin Elisabeth von Bayern auf den Dezember verschoben worden. Graf von Flandern und Prinz Albert von Belgien reifen heute nach Sigmaringen. König Leopold von Belgien sendet jedenfalls einen Vertreter. — Das Militärwochenbl. meldet: Dem Graf v. Warte n s l e b e n, General Lt. z. D„ ä. l. s. des Westfälischen Dragoner-Regiments Nr. 7, wurde der Charakter als General der Kavallerie verliehen, von Deines, Gen. Lt, Gen. Adjutant und Obergouverneur der Prinzen Söhne Seiner Majestät, wurde, unter Belassung in dem Verhältnis als Gen. Adjutant des Kaisers, zum Kommän- beur der 21. Div., Frhr. v. Rechenberg, Gen. Lt. und Oberquartiermeister, zum Direktor der Kriegsakademie^er- nannt v. G o ß l e r, Gen. Major und Inspekteur der Inf. Schulen, unter Versetzung in den Generalstab der Armee, mit Wahrnehmung der Geschäfte eines Oberquartier- meisters beauftragt. Dem Kommandeur der 21. Division, Generalleutnant Perthes (in Frankfurt a. M.) wurde der A b s ch i e d bewilligt. Davidson, Gen. Lt. und Kom- manbant von Koblenz und Ehrenbreitstein, Dietz, Oten. Major und Kommandeur der 3. Feldart. Brig., mit dem Charakter als Gen. Lt., C r u d u p, Gen. Major u. Kommandeur der 77. Ins. Brig., Klockmann, Gen. Major und Kommandeur der 10. Kav. Brig., — in Genehmigung ihrer Abschiedsgesuche mit Pension, Schmidt, Gen. Ha;or und Kommandeur der 65. Inf. Brig., in Genehmigung seines Abschiedsgesuches, mit Pension und dem Charakter als Gen Lt., Brinckmann, Gen. Major und Kommandeur der 21. Kav. Brig., in Genehmigung seines Abschieds-Gesuches mit Pension, — zur Disp. gestellt. Hornburg, v. d. H., 19. Ium. Der König von D ä n e in a r k ist heute Nachmittag zum Besuch der K a i s e - rin hier eingetroffen. ansehe, beurteilten zahlreiche Leute in Spanien selbst dieselbe in herabsetzender Weise. In der Note heißt es ferner, )er Erfolg, den die Anleihe hatte, rege die politischen Leidenschaften an, daher rühre die Kampagne voll Ber- läumdungen und Beleidigungen. Die Anleihe verbessere den Kredit Spaniens. Die Finanzen könntennicht mehr als in schlechtem Zustand befindlich angesehen werden. Rom, 19. Juni. „Popolo Romano" giebt eine Darstellung der Verhandlungen mit den Oppositionsparteien und sagt, das Ministerium habe nicht zögern können, ein» stimmig die Forderung der äußersten Linken nach Aufhebung der am 3. Mai angenommenen Geschäftsordnung zurückzuweisen, aber da dieser Entschluß als unvermeidlichs Folge hsie Wiederaufnahme der Tumulte in der Kammer und die Notwendigkeit nach sich ziehen würde, zu den äußersten Maßregeln seine Zuflucht zu nehmen, so habe das Ministerium seine Entlassung gegeben, um dem König die Freiheit der Entschließung zu lassen. Der König be-- auftragte Saracco mit der Bildung des Kabinetts. Aus Stadt und Land. (Unsere ständigen und gelegentlichen Herren Mitarbeiter werden g«, beten, bei Einsendungen stets nur eine Seite ihres Manuskripts zu beschreiben und die Rückseite frei zu lassen im Interesse der schnelleren Druckherstellung.) Ortskrankenkasse Gießen. Die gestern abend abge. haltene Generalversammlung war besucht von 69 Ber. treten» der Arbeiter und 14 Vertretern der Arbeitgeber. Auf der Tagesordnung standen: 1. Rechnungsablage. 2. Hauskauf, 3. Berichterstattung von der Generalversamm. lung der freien Vereinigung der Krankenkassen im Groß- Herzogtum Hessen. Ju Punkt 1 referiert von der Prüfungskommission Herr Holtberg. Aus dem Referat war zu entnehmen, daß, obschon einige Rechenfehler vorgekommeu find, die jedoch bei jeder Kaffe im Umfange der Orts- krankenkaffe Gießen vorkommen dürsten, im großen Ganzen die Geschäftsleitung eine mustergiltige sei. Der gesamten Geschäftsleitung wurde schließlich Decharge erteilt. Eine größere, lebhafte und zum Teile auf das persönliche Gebiet sich hinüberspielende Debatte wurde veranlaßt durch den im Rechenschaftsbericht schon aufgeführten Verlust bei Verkauf von Wertpapieren. ES wurde nämlich beanttagt, den früheren Vorsitzenden, Herrn Winn, für diesen Verlust haftbar zu machen, und demgemäß dem Vorstand Klage* auftrag zu erteilen, da Herr Winn seinerzeit eigenmächtig diese Papiere nicht mündelficher angelegt hat. Der Antrag wurde mit großer Majorität angenommen. — Zu Punkt 2 wurde der vom Vorstände bereits geschehene Sauf eines eigenen Heims einstimmig sanktioniert. — Zu Punkt 3 referiert Herr Beckmann in knappen Zügen. Auf das Referat brauchen wir nicht näher einzugehen, da seinerzeit die Verhandlungen der Generalversammlung der freien Ber* einigung von unS ausführlich gebracht worden sind. ** Ein schweres Gewitter entlud sich heute Mittag 1 Uhr über unserer Stadt, daS einen ca. 10 Minuten anhaltenden Hagelschlag mit sich brachte, der die Hoffnungen f« manche« Landwirts zunichte gemacht haben dürste. Der Regen fiel so stark, daß die Waffermaffen ganze Straßen überfluteten. *• W. Kindestötung. Verdächtig deS Verbrechens der Kindestötung ist die unverheiratete Katharine Hämmerlse aus Staufenberg, die bereits vor Jahren, damals im 17. Lebensjahre stehend, wegen gleichen Vergehens eine Zuchthausstrafe verbüßt hat. Die Verhaftung der Ver* dächtigen konnte jedoch ihrer Erkrankung wegen nicht verfügt werden; dagegen ist in vergangener Nacht ihre mitverdächtige, 60jährige Mutter im hiesigen Untersuchungsgefängnis einstweilen interniert worden. ** Militärisches. Clausius, Major aggreg. dem Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, als Bat.* Kom. in das Inf.-Regt. Nr. 155 (Ofttowo), Schmidt- hals, Hauptm. und Komp.-Chef im Gren.-Regt. König Friedrich Wilhelm II. (1. Schles.) Nr. 10, in das 4. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Prinz Karl) Nr. 118, T Horb eck, Oberlt. im 4. Großh. Heff. Jnf.-Regt. (Prinz Karl) Nr. 118, unter Stellung ä 1. s. des RegtS., als Mitglied zur Gewehr- Prüfungskommission versetzt; Frhr. Rüdt v. Collenberg, Oberstlt. beim Stabe des Inf.-RegtS. Alt-Württem- berg (3. Württemberg.) Nr. 121, unter Enthebung von dm Kommando nach Württemberg und Versetzung zum 1. Großh. Heff. Inf. (Leibgarde-)Regt. Nr. 115 mit der Führung des letzteren beauftragt. Luckwald, Hauptm. und Komp.-Chef im Jnf.-Regt. Graf Bülow von Dennewitz (6. Westfal.) Nr. 55, unter Versetzung zum 5. Großh. Heff. Jnf-'Regt. Nr. 168, zum überzähl. Major, Bartsch, Oberlt. im Jnf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, zu» überzähl. Hauptm., Rommel, Major in der 3. Inge«. Inspektion und Jngen.-Offizier vom Platz in Mainz, zu» Oberstlt., Gold mann, Unteroffizier im 5. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 168, zum Fähnrich befördert; Vogt, Vizefeldw. im Landw.-Bezirk I Kassel, zum Lt. der Res. deS Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. Uv, die Vizefeldw. im Landw.-Bezirk I Darmstadt: Neuroth, zum Lt. der Res. deS 1. Großh. Hess. Inf. (Leibgarde-) ReatS. Nr. 115, Goertz zum Lt. der Res. deS Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, Wißmann zum Lt. der Res. d. 4. Gr. Hess. Jnf.-Reg. (Prinz Karl) Nr. IIS. die Vizewachtmeister in demselben Landw.-Bezirk: Schm»" zum Lt. der Res. deS Nassau. Feldart.-RegtS. Nr. 2J, Werner zum Lt. der Res. deS 2. Großh. Heff. Feldart.- Reats. Nr. 61 befördert; Boerner, Hauptm. uno Komp.-Chef im 4. Großh. Hess. Jnf.-Regt (Pnnz Sarfl Nr. 118, in Genehmigung s. AbschiedSges. mit und der RegtS.-Uniform, zur Disp. gestellt; dre Lls. v. Goerck im 1. Großh. Heff. Drag.-Regt. (Garde-Dra-.- Reqt.) Nr. 23, Ko epp en im 2. Großh. Heff. Drag.-Neg- (Leib-Drag.-Regl.) Nr. 24, zu den R-s.-Osfiz,-«»- de» bett. RegtS. übcigetreten; v. Hartmann Oberst - Kommandeur des 1. Großh. v-ss- Jnf.cLeibgarde.)Reg«-. bet Dr. h o, stulile ° ? Dberäti«" 13- bewilligt- ** $a5 7,1 . i» @r*r* M w «L miednM h°' 25 adeliges ro. «'-d-I-la«. bm. Der S> -Hessen-«»!" Strecke M W C50000 Stück « I-arpsen, 500 tinj Mgrnbogensorem Ifamttofttnaufwaw ' Jahre sollen wie! -Fischarten vorgen Idem Rhein auch -der Lahn berück § Butzbach, ibie unlängst ihrer Patte in einer hi Haben, nach dnr Minz. 9 -ZMalanSschust i Stadtverordnete 1 Das Budget g 140,000 M. Ausgaben 20,1 gesehen, die to und die popui 12,500 Mk. Der Regierun von hier Der* 1 Leid zugefügt Urteil in dem bahndirett Worms und ■ gäbe von Gel wurden mit i Eisenbahnöirel an die ©runbi bm. Mair Grohhnzoy hier ein und nehmen. Dei folgenden 6rc sich am Nbend täfel", sowie ( digung, und it mittag. Den j tribibit auf ben Thorwalbsei । denkmals, wird • Gesandten in 9 ! Johannistage e I baren Stadt ü blassen. * Berlin,: in der fünften worden. Der i Angestellte 16j, Bert ! Ar . Liangs DL?' iS” tBorÜ 2.™ a"( Mutsfl Ne, -=» L'L n tönnÄ 'SÄ W? 'N I** Lernen,?* :tL $er K? Mvbrit« ml, = tre8 jA btt Astern abtnb ß, besucht non 69 fr 01 drr Mrbeüod .* AchlllUWr ’et «enetaiötrfZ Mafien im gn. ^von derH a Referat »c, Mr botgtlE!r Wange btt C: '» M große» se'- Der geja charge erteilt, t ar Persönliche tz> mich durch k Verlast bei $c llich beantragt, i . für diese» W dm Lorstaut fc ewerzeit eigtmij: liegt hat. fltrfc angenom - ireitS gGu M nierl. - ZttH'Me in W. Inf hi ugehen, ba seirevtt düng btt freien Bw ttotbtn N- Mr Magills ittuftn an^alttnbn ie Hoffnungen fi Ln. Wfyv W W- der Verbrechen! k athacke -S»«eeh zchn. banal! ii ichen 8*1 fil Lerhaftnz b« nng weg« # M‘ generM«^ iefigen Irt#* :ajor n Nr. Ilö, tüivk im M*£ ■10'“ Xty ffl*5 "S«s K»'L $*•„?, S4> s. 3* ■i”. ” jn $*]] " 5 greM n k>! » lef‘i ft Ul"».« *•' $at«P ' 6«Ä% ft* S-°^ jfÄL[t; i'L *ft|. D-« Ken ist. Zu bemerken ist noch, daß Landecker wegen seisteS bescheidenen Wesens und redlichen Sinnes bei der Landbevölkerung sonst recht beliebt und gern gesehen — sozusagen überall Hausfreund war. Steinbruchbesitzer Gg Ph. Knieß v»n Bruchenbrücken ist der f«hr^ lässigen Tötung beschuldigt, weil chm vorgewersen wird, daß er durch gesetzwidrige Handhabung des Betriebes in einem gepachteten in der Ge- marfung Dtckfiadt gelegenen Steinbruchs den Tod deS Steinbrecher- Peter Ludwig Diemer von Rieder-Florstadt verschuldet habe. Dieser war am 14. März durch herabstürzende Erd- und Steinmaffen verschüttet worden und hatte dadurch sein Leben eingebüßt. Obwohl bei dem Betriebe verschiedene Fahrlässigkeiten vorgekommen sind, so kann doch nicht der unumstößliche Beweis geliefert werden, daß der Angeklagte, der seinen Arbeitern jederzeit die größte Vorsicht anempfohlen hat, für diese Unregelmäßigkeiten verantwortlich zu machen ist. ES erfolgt deshalb die Freisprechung des Angeklagten. — Der Gefängniswärter Joh. Lainstadt aus Rockenberg, der in Marienschloß den verantwortungsvollen Posten eines Pförtners bekleidet, hat am 16. Januar d. I. den mit Mantel, Mütze und Uniformhose ausgerüsteten Zuchthausstraflmg Jos. Müller abendS um 6'/, Uhr in der Annahme, eS fei der HilfS- gefängniswärter Ratz, durch das Thor passieren lassen und dadurch dessen Flucht bewerkstelligen helfen. Wegen fahrlässiger Gefangnen- befreiung erhält der Angeklagte unter Zubilligung mildernder Umstände eine Geldstrafe von 15 Mk. — Der Flüchtling Jos.Müller von Ober-Reden, der kurz nach seiner Flucht in Butzbach festgenommen werden konnte, hat sich nunmehr wegen Diebstahls eines Aufsehermantelsund Unterschlagung einer ihm in seiner Eigenschaft als Schneider zur stellung anvertrauten Diensthose zu verantworten. Der Angeklagte hat in Marienschloß wegen des Verbrechens des schweren Diebstahls erne Zuchthausstrafe von 15 Jahren zu verbüßen. Er ist geständig, sich m den Besitz der genannten Gegenstände gesetzt und sich aus vorhandenen Tuchresten eine Dienstmütze angefertigt zu haben. Wie er in den Besitz der Schlüssel-Falsifikate gelangt ist, darüber verweigert er jede Aus- kunft. Die Strafkammer erkennt, mlldernde Umstände zubilligend, aus eine Gefängnisstrafe von l Jahr und 2 Monaten. — Gegen ein Urteil des Schöffengerichts Alsfeld hatte der Handelsmann Adolf Sperer von Angerod Berufung eingelegt und Freisprechung von dem -ur Last gelegten Vergehen des Betrugsversuchs beantragt. Das Urteil, lautete indeß auf kostenpflichtige Verwerfung der Berufung, weil der Gerichtshof aus den betr. Manipulationen des Angeklagten (er hatte unter Vorspiegelung von falschen Thatsachen eine Krch als Zuchtkuh erworben und dieselbe später unter ebenfalls falscher Vorspiegelung als Schlachtvieh zu einem geringeren Preis erwerben wollen. Sport, Spiet, Jagd. — Der Rad-Klub .«ermania^Gietzen beteiftgte sich ebenfalls an der großen Dauerwettfahrt des Deutschen Radfahrerbunde» m der Nacht vom 16. zum 17. Juni nach Frankfurt a. M. und errang m der Gruppe A, unter sehr starker Konkurrenz den 1. Gaupreis nebst Ehrenurkunde. Die Sttecke, die der Verein durchfuhr, war 202,4 Kilometer lang und führte über Grünberg, Lich, Hungen, Echzell, Hanau, Aschaffenburg, Darmstadt nach Frankfurt a. M. Die Abfahrt erfolgte Samstag abend um 10 Uhr 45 Min., die Ankunft in Frankfurt a. St. um 11 Uhr 15 Min. vormittags. Der auf 100 Mk. bewertete Preis ist im Schaufenster des Herrn Julius Schulze, Kreuzplatz, ausgestellt- Arbeiterbewegung. Mainz, 19. Juni. Die Arbeiter der städt. GaSfabrik find heute abend sämtlich in den Ausstand eingetreten, weil ihnen ihre Forderungen, die sie wiederholt eingereicht haben, von der Bürgermeisterei bis jetzt noch nicht bewilligt worden sind. Markus Bauer Spezial-Geschäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener lverkstätte. Gießen,Mirchenplatz U- 718 Unübertroffen zur Haut- u. Schönheitspflege. Myrrholin-Seife ’ Als beste Kinderseife ärztlich empfohlen. Neueste Meldungen. Könitz, 20. Juni. Ein Matrose von hier, der mitt dem ermordeten Gymnasiasten Winter am Tage des Mordes zusammen gewesen sein sollte, erklärte bei seiner Vernehmung in Wilhelmshaven, Winter nicht gesehen zu haben.. Rom, 20. Juni. Saracco wurde von einem befreundeten Abgeordneten über die Kabinettsbildung befragt. Derselbe erklärte, er wolle den Versuch fachen, doch hege er keine Hoffnung auf Erfolg. lickiinntiiiiidjiiiigeii Verdingung ir gesamten Arbeiten zur Ausführung k'r i-HmpfangSgebäudeS nevstGüter« ptvvpen, RebengebLuden irnd einer »mpe ans Bahnhof r Hartenrod siriNeubaustrecke Weidenhausen—Herborn dcitil. Lieferung aller Materialien am «. Juni 1900, mittag- 12 Uhr, m Amtszimmer des Vorstandes der Nm'bteilung. , , . Sühnungen, Maffenberechnungen und Serbi H0unfl3untertagen liegen hur zur Bnfidbt aus. t . 4J95 Die; zu den Angeboten zu benutzten Bcrbrude können gegen kostenfreie Em- fesbititg von l,5ü Mk. (m bar) von ßmn. Betriebssekretär Welker hur be. |o;cn werden. Zuschlagsfnst 3 Wochen. her born (Nassau), den 13. Ium 1900. «Smigliche Eisenbahn-Bauabteilung. ßMkursllusverkliuf. Dm der Laden de» <£• L- Gail Nii Gude dieses Monat» geräumt jjeir muß, werden die noch vor- 11 itiflße« Hüte zu bedeutend l^iera bgesetzteu Preisen werkauft. Der Konkursverwalter. Vergebung vm Kauarbetten. Die zu verschiedenen Herstellungen im Anatomiehof zu Gießen nötigen Erd- uud ChaussieruugS-, Pflasterer-, Gteiuhauer-, Schlosser- und Speugler« arbeiten werben hierdurch unter Hinweis auf den Mtnisterialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submisstonsweg aus« geschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitrbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote find bis zum 30. Juni 1900, vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an un» abzugeben. Zuschlagsfrist drei Wochen. Gießen, dm 19. Juni 1900. Großherzogliches Hochbauamt. Neuling. 4309 Bekanntmachung. Donnerstag den 21. d. M., nachmittag» 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 55 Haus- und Küchengeräte aller Art, sowie ein größerer Posten Schuhwaren zwangsweise gegen bar versteigert werden. Gießen, den 20. Juni 1900. 4316______Seipel, Gerichtsvollzieher. Mobiliar-Versteigerung. Samstag den 23. Juni er., nachmittags 2 Uhr anfangend, werden mehrere MSbel, sowie HauS« und Küchen» gerütschafte« an den Meistbietenden gegen Barzahlung zur öffentlichen Versteigerung gebracht. 4302 __________Ebelftratze 14, II. Samstag de« 23. d. M., vormittag- IO Uhr, versteigere ich das EcträgniS der diesjährigen Kirfcheuerute. Zusammenkunft beim Hofe. Winnerod, 20. Juni 1900. 4323 Steinmaurr. Täglich frische m* Erdbeerbowle. Schotts Weinstube, ii'iiipfrhliiiiiicii SM. Schlachthaus. Freibank, 4279 Heute «Hb morgen: SchweinesteM 40 Usg. Srdbrttk« (großfriilhtigk) 4807 Hardthof 18. 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Todes-Anzeige Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass mein lieber Mann Herr Franz Schneider heute nacht 2S|4 Uhr nach langem, schweren Leiden verschieden ist. 4303 Giessen, den 19. Juni 1900. Babette Schneider, geb. Köhler. Die Beerdigung findet Donnerstag den 21. Juni, vormittags 10 Uhr, von der alten Klinik aus statt. 02569] Einige Stücke geputzte Weiden Tiefenweg 8. zu verkaufen. 02574] Gut erhaltene Gitzba-ewanne wegzugshalber zu verk. Bahnhofstr. 29,11. 4314 I. V.: Wolff. Der Vorstand. 4317 4315 aus geführt von der Etoträe 50 Pfg, Anfang 8 Uhr. vom Sterbehause, Östanlage 3, aus statt. 4313 Gießen. 4324 Otto Kutscher Junker. 4318 Mainz, den 19. Juni 1900. Der Vorstand: Beck. 4310 Tages-Ordnung: Ämif-Gesuche Vermietungen Mietgelnche (Mene stellen Capitalien Stellt'il-Gkfuchl' Vereine Zur Unterbringung von 10biS 20 Stuck Rindvieh wird für dauernd ein ®to8 mit erforderlichen Räumlichkeiten und Wohn« ung gesucht. Offerten mit Preisangabe unter A. T. 02614 an die Exped. d. Bt- 02617] Jüngeres Mädchen, 17 Jahre, sucht Stelle in kleinen Haushalt. Näheres Ludwigftratze 4, IV. Kapelle des Grossh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116, Kaiser Wilhels unter persönlicher Leitung des Groaah. Musikdirektors Herrn C. Krausse. 43 U] Reflektant.» für die Oskar Höpfner'fchen ____ Krankenkasse für das Großheyogtnm Hessen „Humanität" E. H. Nr. 7, mit dem Sitz in Mainz. Zu der am 8. Juli d. I., nachmittags 3 Uhr, zu Mainz im Central-Hotel stattftndenden 2. außerordentlichen Generalversammlung ladet hiermit ergebenst ein 70 bis 80°|o Provifiou für Herren, sowie Damen mit Bekanntenkreis durch Bestellung-Annahme meines hochfeinen, konkurrenzlos billigen Gravier • Gebrauchsartikels. Bei Adreffenangabe sende franko Muster und Bedingungen. 4304 Haps Berger, Gravieranstalt, München, Westermühtstraße 20. 02611] «eibener Regenschirm verloren. Gegen Belohnung abzugeben Etephanstratze 88, II. Steins Garten. Donnerstag den 21. Juni: II. Abonnements-Konzert Donnerstag den 21. Juni, abends 8 Uhrr Uebuna. Das Kommando. Gesellschaflsverein. Die für den 23. l. Ms. vorgesehene Hanzgesellschaft wird nicht verlegt. Gebhardt. Stachelbeeren kauft 02606 Konditorei Hettler. Bekamltmachmig, betreffend: Die Vergebung der Zinsen des Christian Gerhard Hast'schen Vermächtniffes. Aus obigem Vermächtnis sind zehn Gaben zu 19.71 Mk. an zehn bedürftige Famllien bezw. Witwer oder Witwen zu vergeben. Anmeldungen um Bezug ftaglicher Zinsen find bis zum 14. n. Mts. einschließlich bei rem Armenamt (Zimmer Nr. 2) mündlich oder schriftlich vorzubringen. Gießen, am 18. Juni 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Schützenverem. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die verehrlichen Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Schützenbruders Herrn Franz Schneider in Kenntnis zu setzen. — Die Beerdigung findet Donnerstag den 21. Juni, vormittags 10 Uhr, von der alten Klinik aus statt, und bitten wir um zahlreiche Beteiligung. Die Stelle eines Sekretärs bei der israelitischen Religions-Gemeinde hier, die wöchentlich nur einige Stunden in Anspruch nimmt, ist per 1. Juli a. c. zu besetzen. Auf schriftliche Anfragen erteilt nähere Auskunft Der Vorstand der israelitischen Religio ns Gemeinde Locken, ein« Zierde in lunar Zeit ohne Brennen mit Her® Mn.che’e gee. gesch. Locke» Eniinr AdonU^,Macht< ebenso hängendes Kindurnaiu schnell lockig und wollig. Fl O,eo. Buthaaranr-P"l»e*’.1® sofortigen Entfernung lästige. Haxro 1,60. »Echt nur nut Firma Henn. Musche, Part. Megdeberfl. Hier ratubeabe» Schaaf, Drog , Seltersweg 89. 1. Ergänzungswahl des Vorstandes. — 2. Ergänzung zu einzelnen Paragraphen der Statuten. — 3. Verschiedenes. NB. Zur SegUtmotion hat M« Mitglied feine Juni-Beitrags- quittung mitzubringen und dem Kontrolleur vorzuzeigen. 4308 ” ' " .. 12000 W Offerten unter Nr. e26i3 an die pebition dieses BlatteS. Statt jeder Vesouderen Anzeige. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber, guter, unvergeßlicher Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Johannes Feller heute morgen 71/« Uhr nach langem, mit Geduld getragenem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabeth Feller Witwe. ö: W?"" 1 «-»>- • «• Gießen, den 20. Juni 1900. 4325 Die Beerdigung findet Freitag den 22. Juni, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Katharinengaffe 12, auS statt. Einzelne Dame sucht in guter Lage 2 bis 3 Zimwer mit Küche und Zubehör. Evtl, auch Teil von größerer Wohnung. Gest. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 02615 an die Expedition d. Bl. Suche per 1. Juli in der Nähe des Justizgebäudes hübsch möbliertes Zimmer, part. oder 1. Stock, womöglich mit Pension. Offerten unter R. 4306 an die Ex- pedition dieses Blattes. 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