1900 Samstag den 21. April ED Amts- und Zlnzeigeblatt für den Ureis Gießen Wratisbrilggt«: ^rt’ | "S ylOß ßottidi --—---^-——————————— l-gggggggg^ggg^gggggg Adreffc für Depeschen: Anzeiger HießO« Fernsprecher Nr. 5L !?icf,ei“ im tarn, Die spanische Ministerkrisis - ension p« Sofort »Mt nter MOIM wteM'''.’- und & 1750 62. - 1 fymöeitfein der bewaffneten Macht genügen, um jeden Aus- Wid) einer ernsteren, der nationalen Einheit Spaniens ' Erlichen Rebellion zu verhüten. Er kann sich fre.luh -uh irren, denn Spanien ist, wie kaum em anderes, das 0^ » sSb der Unwahrscheinlichkeiten. Aus der ganzen Lage der Dmge ergiebt sich, daß durch .Mf (lU.vv. . . ° ■ ■ r. ....___r.r^t tnoiorm trhpÄ npan» e Kczusisprkls Bitttcliähil. Ml 2,20 monaNlch 75 Psg. mit Brrngerlohn; durch die Abholestelle« vikrieiMrl. Mk. 1,90 monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mi. 2,40 Vierteljahrs mit Bestellgeld. i int täfltidi irsnahmc deS kivntagS. nungen knüpfen dürfen, sondern zufrieden sein müssen, wenn Spanien das verhältnismäßige Stillleben, in das es seit einiger Zeit stumpfsinnig versenkt ist, fortsetzt und nicht Eiiropa durch „Cosas de Espana" in Verwunderung oder Schrecken setzt. gle Ilnzrigen-BermittlmtgSstellen M In- und «uSlande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeg«. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. thunlich. Bei der Audienz der Mitglieder der südafrikanischen Mission im königlichen Palais in Haag stellten Dr. Leyds und Müller die Mitglieder der Mission der Königin vor, später in besonderer Audienz auch der Königin-Mutter. Die Unterredung mit der Königin dauerte eine Viertelstunde. Die Königin antwortete auf die Ansprache des Mitgliedes des Ausführenden Raades des, Oranjefreistaates Fischer in sehr freundlicher Weise. Die Mitglieder sind von dem Empfange, der ihnen von beiden Königinnen zu Teil wurde, befriedigt. Major Frhr. v. Reitzenstein, der bekanntlich im Herbste v. I. einen neunmonatlichen Urlaub nahm und den südafrikanischen Kriegsschauplatz besuchte, ist am 17. April von Transvaal kommend in Neapel eingetroffen. Den Rest seines am 5.- Mai ablaufenden Urlaubs gedenkt er in *V eti- Ä- Der Krieg in Südafrika. Die Berichte über die Situation um Wepener sind sehr dunkel. Ein bisher noch nid)t bestätigtes Londoner Privat-Telegramm meldet aus Pretoria, die Entfahr truppen unter Brabant zwischen Wittesprmt und Kres- berg seien umzingelt. Wepener kapitulierte angeblich am letzten Sonntag. Die gesamten Entsatztruppen Brabants sollen umzingelt sein. Dagegen wird andererseits aus London telegraphiert: Die wahre Lage tm Freistaat wird verschwiegen, doch liegt iedensalls noch keine authentische Nachricht über das Schicksal von Wepener 92 Erstes Blatt. Mchener Anzeiger General-Anzeiger in London vor. , ... Eine neue Schwierigkeit für die Engländer durste daraus erivachsen sein, daß anhaltendeRegengusse das Trupvenlager bei Bloemfontein überschwemmt haben und den Transport sehr behindern. Im Feldhospckale m Bloemfontein liegen 2000 Kranke, meist an Typhus und Dysenterie. Die Transportschwierigkeiten verzögern die Einrichtung des allgemeinen Hospitals. , General Carrington ist nunmehr in Beira an- aekommen. Eine Abteilung Australier ist bereits im voraus auf der Eisenbahn nach Salisbury befördert worden. Die Engländer hegen die optimistische Hoffnung, daß diese Truppen sehr bald nach Mafeking gelangen werden. Eine große Abteilung Buren ist nach Rhod esia ab- qeqangen, um die Kolonne Carringtons aufzuhalten. Aus Pretoria wird gemeldet, dqß die Buren die Betdulie-Bahnbrücke in die Luft sprengten. Bethulie-Bahnbrücke in die Luft sprengten. I lieber die auffällige Kritik, die Lord Roberts- an den Generalen B u l l e r und W a r r e n übte, und die Kriegsamt veröffentlicht hat, wird aus London telegraphiert: In politischen und militärischen Kreisen erblickte Man den Grund zu der Veröffentlichung von Roberts Depesche darin, daß die Regierung die Entfernung von Buller wünschte, aber wegen der notorisch großen Beliebtheit desi Generals in hohen Kreisen nicht durchsetzen konnte, ^urtf) Veröffentlichung der Depesche glaubt man ihn unmöglich gemacht zu haben. Bestärkt wird diese Annahme dadurch, daß das Regierungsorgan „Standard", nachdem es gestern das Gerücht von Warrens Abberufung verbreitete, heute । energisch zur Abberufung Bullers und Warrens auffordert. Die Buren in Natal sollen uneinig sein. (?) Ihre Kommandos, heißt es, sind über die Hügelkette zwischen dem Sundaysflusse und Dundee verstreut. — Da die Buren den britischen Vormarsch erwarten, legten ste Befestigungen an, die in jedem Teil der Höhenzüge Widerstand ermöglichen. Ihr Hauptquartier soll in Platikulu, ihre Stärke 15 000 Mann sein. Die „Mercury" berichtet: Nach zugegangenen verläßlichen Mitteilungen von Flüchtlingen aus Transvaal । sind in Johannesburg Vorbereitungen getroffen, bie dortigen Minen mit Dynamit zu zerstören. Das Blatt meint, die Regierung beabsichtige damit nichts weiteres, als einen Schreckschuß, um Frankreich und Deutschland zu veranlassen, für ihre auswärtigen Aktionäre einzutreten. Von der Strafkammer zu Kapstadt wurden zwei Deutsche zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Sie waren jüngst in Kapstadt eingetroffen, hatten hier vier Pferde gemietet, und waren emtge Tage später 160 Ktto^ meter von Kapstadt verhaftet worden, da man bei ihnen I Gewehre und 600 Corditpatronen gefunden hatte. Aus London sind am 19. April 31 Offiziere, 1245 I Mann und eine große Anzahl Pferde nach dem Kriegs- I schauplatz eingeschifft worden. I Der portugiesische Minister des Aeußern erklärte in I der Kammer zu Lissabon, daß keine Nation wegen der An- I gelegenhett des Transports von Truppen durch I portugiesisches Gebiet reklamiert habe, nur Transvaal habe I dagegen protestiert. Die Abmachungen seien jedoch I korrekt und die Regierung werde später ihr Verfahren I rechtfertigen. Für jetzt seien Auseinandersetzungen nicht 6 Mr! Vinston Churchill schreibt in der „MormngPost '• „Früh am Morgen des 24. Februar ritt ich in Begleitung des Hauptmann« Brooke hinaus, um zu sehen, was sich die Nacht über zugetragen hatte. Wir hatten eben die Senkung erreicht hinter dem vorgeschobenen Kopje, von dem ich den erfolglosen Angriff der Jnniskillings auf Pieters Hill am Abeiü, vorher beobachtet hatte, als plötzlich em Shrapnel- q e s ch o ß in der Luft über unfern Köpfen mit einem scharfen, erschreckenden Gekrach barst. Die Senkung und der Ab- Hang des Hügels waren voller Infanterie, deren Bataillone in Viertelkolonnen Niederlagen. Die Kugeln und Splitter des Geschosses überstreuten den Boden auf allen Setten. Wir waren beide zu Pferde und im Zentrum des AuS- streuungskonus. Ich wandte mich zu Brooke, und war tm Begriff, meine Theorie zu entwickeln, daß das Shrapnel verhältnismäßig harmlos sei, als ich Unruhen und Beweg- 1 ungen umher bemerkte und nun sah, daß nicht weniger als acht Leute aufgehoben wurden, die diese eine Explosion verwundet oder getötet hatte. Zwei weitere Geschoße wurden in rascher Folge abgefeuert. Die erste schlug vier Mann nieder und zerschmetterte das Bein eines Pferdes, so daß das arme Vieh mit seinem Offizier im Kreise um- hergaloppierte und ihn am Absteigen verhinderte; die zweite strich an der Haubitzenbatterie hin, tötete einen Sol- I baten und verwundete einen Offizier, fünf Mann und drei Pferde. All das ereignete sich in I einem Zeitraum von kaum zwei Minuten, und die drei I Geschosse hatten zusammen 19 Mann und 4 Pferde I auf ihrem Konto. Und dann wandte das Geschütz, das I auf gut Glück hin feuerte und seinen Erfolg nicht sehen I konnte, seine Aufmerksamkeit wo anders hin. Mir aber I drängte sich der Gedanke auf: „Angenommen, das wäre eine I Batterie gewesen!" Die dichtgedrängte Infanterie, die zur I Unterstützung der Operation dort wartete, wäre jedenfalls I unter furchtbarem Gemetzel vertrieben worden, und hätte in I den Kampf nicht eingreifen können, und doch wäre in einem I europäischen Kriege dort nicht eine, sondern drei oder vier I Batterien gewesen. t.ln.tm »°° «nz.ig-n ,u >.r nachmittags für b« ffotesltti Lag erscheinenden Nummer b»S vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. ’XTiw ÄMS Der ganzen r.agr un ''Leu v-ollzogenen Mimsterwechsel nichts wesentliche, gean- & ISert i»irb. Ob Silvela sich mit diesen oder, jenen Munnern urnuirbt, er bekommt dadurch keine neue »aut, fenwi an- Aereii Charakter; er bekommt vor allem nicht jene Gigen- J Wen, die der wahre Reformator Spaniens haben mußte: tiefe Einsicht und fast übermenschliche Thatkraft. Man $W rnb Ibarum an den Ministerwechsel feine besonderen Hoff- ' ßnibii »- 5/ Gießener Monate tu ieuvkätter ’ 6. J, j . tai .ftüf-l mit ,Heff. renfifM . u. „Blätter kfi. Volkskunde- K t mal brigelegt. Italien zuzubringen, um dann nach Berlin zurückzukb^bw und seine Aufzeichnungen und Erlebnisse demnächst als größeres kriegsgeschichtliches Werk herauszugeben, in dem bann die eingereichten Berichte ebenfalls Platz finden dürften. Aeußerst interessant und packend ist darin der Tod des bekannten ehemaligen Leutnants v. Brüsewitz geschildert, der mit einer kleinen Schar Buren bis aus wenige Schritte an die Mündung der englischen Gewehre berangekommen, von den feindlichen Kugeln in Hals und Herz getroffen, sofort tot niederstürzte Den berftorbenen Oberkommandierenden General Joubert halt der Berichterstatter als Führer durchaus nicht für so bedeutend, wie er meistens hingestellt wird. Abgesehen davon daß er eine große Portion unglaublichen Eigensinns und Selbstüberhebung nicht nur in rein militärischen Dingen besessen habe; er habe auch, seiner Frait einen vrei zu großen Einfluß auf sich eingeräumt, die thatsächlich selbst bei militärischen Anordnungen und Unternehmungen verwirrend emge- Telegramme deS Gietzever Anzeigers. London, 20. April. Das Kolomalantt ersuchte« gestern den Lord-Mayor, einen erneuten dringenden Auf- ruf an das Land wegen fernerer Beiträge zum Unter- stützungsfonds für englische Flüchtlinge in Lonrenzo Marquez zu richten. 200 000 Pfund seien nötig; und nur 60 000 Pfund, die nur für zwei Monate genügten, seien vorhanden. Hieraus geht hervor, daß Chamberlain mit einer längeren Dauer des Krieges rechnet. — Ein Detachement von den Truppen Roberts bemächtigte sich am 16. ds. Dewetsdorps und besetzte den Ort London, 20. April. Aus Kapstadt wird der „Exchange Telegrahhen-Cornpany" berichtet, daß Wepener noch immer isoliert ist und daß Truppen unterwegs' sind, um die Besatzung zu befreien. London, 20. April. In hiesigen militärischem Kreisen bespricht man heftig die Art und Weise, in der die Berichte Lord Roberts veröffentlicht worden, sind; besonders die Thatsache, daß die Kritik über den Gatacre veröffentlicht wurde, ohne daß dies mit jener über Lord Methuen der Fall gewesen, wird sehr abfällig beurteilt. Eine diesbezügliche Frage an die Regierung wird bei Wiederzusammentritt des Unterhauses gestellt werden. . , London, 20. April. Aus Lourenzo Marquez tmrh gemeldet: Mehrere Gefechte fanden in der Nahe der Biggar sb er ge statt. Die Buren sind noch immer start “"Taag, 20. April. Die Mitglieder der Buren-Se- s a n d t s ch a f t empfingen gestern eine Abordnung hollan- —I In einer in den achtziger Jahren viel gegebenen I , lt iW ÄU,2u-etette findet sich ein Walzerlied, dessen Strophen sämtliche Ausbiiiln» ■ ücto bei Rundreim haben: „Ja in Spanien, za in Spanien | ie. Ä?finin!eblftl ti schwer Minister sein." Das hat auch der spanische I igung OTbbS,6:;- $tiM-mann Silvela wahrend seiner über em ^ahr I age, von groSoti bereits währenden Thätigkeit als Ministerpräsident er- I l’ unb lurnflJÄ foßtien Er ist aber auch nicht der Mann, den Spanien in I n. k Liren oegenwärtigen 9töten braucht. Silvela arbeitet m I «ölbtiSteK1 prüuglichem Sinne des Wortes nach konservativer Me- I V* Spanien hraucht aber einen Staatsmann, be^abifat I 0OBe«jn01ffe unb Methode. Nicht radikal im gewöhnlichen I VlUa ' "Eschen Sinne, daß gründlick; aufgeräumt werden muß I rten mm o l mit bet ganzen bisherigen Politik und daß auf utten Ge- I oluten des öffentlichen Lebens Uef einschneidende Maß- \ U regeln getroffen werden müssen. Zu solchem radikalen, \ Jakob, Si-Ü^ PoWM haben sich seit Jahren Konservative wie Liberale 1166, adi; qi-nd) unfähig erwiesen und feit dem Kriege, der den Rr- I saMajor doppelt notig macht, ist ihre Unfähig^kett noch I r SlItPÄIfc t! f-tnhimbiger geworden, lieber die Lage des Landes hat I einiger Zeit ein unverdächtiger Kug^ der ^neral idit btiuätn iM Domlngnez, der Erbe und Neffe Serranos^ mtt I u fw unumfit;- ihpulfo igenb'n Worten ausgesprochen: „Fünfundzwanzig ^ayre l fynjurMtyunj. ouifeeiC Niestauration, während welcher die liberale und die I r in M ^rtiiion d. A. konjert'stive Partei in der Herrschaft miteinander abwech- I W ömen können je M eine Zeit ohne Bürgerkriege und fühlbare Störungen I iaMsckmh. Siephanstr^^ deck ßri edens laluf der Halbinsel, geben uns als Resultat I Jbcc !Heflierung der beiden Parteien folgendes: Verlust I uirjete- großen Kolonialreiches; Ruin unserer nationalen ___ FMilzm; die öffentliche Verwaltung, von Unmoralttat ck sofort von einem bi^di^rchseucht und mit einem ungemein großen Beamten- iten gegen gute Zinsen ri-cmona l; ein völlig zerfahrenes öffentliches Unterrichte > Wlung fltfudp. n>eil hinter den Fortschritten des Zivillfierten miet B.01568 an bit^,^ ;urückbleibend; öffentliche Arbeiten in einem völlig 6 _________verwahrlosten Zustande; eine Justizpflege, welche die Ziel- VAn fchtibe Der strengsten Kritik ist; ein unzufriedenes Heer; LW Uto üllM NeqionalismuS mit Tendenzen, welche öie nationale ” ........"(Ejkit ernstlich gefährden; ein allgemeines Elend das diEschiversten Gefahren für die spanische Nationalität.vor- aiMhen läßt. Parteien, welche in Regung solche 9iüfiiltnte erzielt haben, sind nach Ansulst des m nfiens als gescheitert zu betradjten." Dav ist em trostloses, alve: leider nur zu wahres Zeugnis. Der Grundfehler Silvelas ist, daß er bie Machte, die SMiicn ins Unglück stürzten und darm festhalten, Nicht erkennt oder wenn er sie erkennt, nicht überwältigen kann. Ehsind auf"der"einen Seite die oberen Klassen, die allen ei'^neidenden innerpolitischen Neuerungeri «ns nahe Vv Menben egoistischen Gründen abhold sind, andererseits irl (5 die nvck) tief im Mittelalter steckende stockkatholische Wmmiität des Volkes. Der Klerus allein regiert Spanien, d.M.'Mtholikenkongrcß von Burgos. Silvela kann nichts kirnen mackien, denn der Klerus arbeitet mit der steten ^ahninfl er werde sich dem Karlismus zuwenden, wenn d.j-ibestehende Regiment seine Wünsche nicht erfülle. Don Elmlvä der Thronprätendent, ist natürlich mit Versprech- uMiian die Geistlichkeit sehr freigebig unt> er besitzt be- Qa uine sehr starke Partei, in der sogar die höchsten des spanischen Klerus vertreten sind. Unter diesen .Uulnsiai iden kann Silvela nichts gegen den Klerus uuter- £ ~ nidiiten, sondern er muß vielmehr froh sem, wenn dieser lebnuD der Krankheit bringen. Reg.-Rat Pfeiffer beqriÄ I als Vertreter der Staatsregierung die Anwesende? I änb U^rbr/Cn9t. ständigen Sekretär des Konaresse- I ?errn^r‘- E "V eiffer - Wiesbaden, die Grnennunq ^AunraL Oberstabsarzt Müller spricht namen? des deutsck-en Sanitatskorps, Hoffat N o t h n a g e l-Vjeu I "" Auftrage des österreichischen Ministeriums und münfdit I gemeinsamen Arbeit den beiden Nationen viel Glüä Stadtrat Kalle heißt die Aerzte in Wiesbaden n< I kommen M u l l e r - Basel gedenkt der verstorbenen Mu glieder Darauf beginnt das erste Referat: die Behänd- Syngenentjünöung. Referent: Koia - ?bue Forschungen des Referenten Haden PeE Lungenentzündung der Kochsalzgehaü des Blutes vermindert, der Geftierpunkt erhöht fei und daß durch Oxygeneinwirkung das Blut des Kranken wieder normal werde. Redner empfiehlt Oxygeninhalatümen ?er zweite Referent P e l - Amsterdam betont die V^errgkeit der therapeutischen Eingriffe und stellt ab. obersten Grundsatz bei der Behandlung der Lungenentzün» nng eine genaue, objektive Beobachtung am tfranlenbett ! „ oEspricht die einzelnen Mittel und kommt zu dem ^hlusse, daß dem Arzte die wichtige und herrliche Ärbeii übrig bleibt, dem Pneumoniker den Segen einer sorgfäl tigen Pflege und möglichen Linderung zu Teil werden zu lassen. Besonders lasse man den Krankeü nicht zu ffüh aufstehen: für den gesunden Körper wirtt längere Bettruhe schwächend, für den kranken stärkend. Der Alkohol wirke anregend und kräftigend, doch müssen große Dosen wegen der Gefahr der Ueberhitzung vermieden werden. Stabsarzt Müller giebt eine Statistik der Lungenentzündung in der Armee. Danach besteht allerdings eine Verminderung der Morbilität seit 20 Jahren, aber noch eme Erblich,keitsziffer, die nach der Tuberkulose am Ochsten ist. Bei der Armee hält jeder Pneumoniker vier Wochen Urlaub, eine Bewilligung, der auch die Kassen S”*™ sollten. Le »Hartz-Hamburg will au» dem ftJrrJn 1 ?*Itur btef Prognose der Lungenentzündung ...r^° f 5 1" 2ö-ien unb Senator Berlin ^ten für die Hydrotherapie ein, besonders lä&t ber letz tere heißes Wasser zum Zwecke der Expektoration trinken. Ba um l e r - Freiburg hat akute Gehirnkrankheiten nach der Lungenentzündung beobachtet. '' 1 . ^Etwas Neues ist bei diesen Referaten allerdings nicht herausgekommen, auch im voraus nicht er wartet worden Man hat sich nunmehr dahin geeinigt, datz bei der Behandlung der Pneumonie die a l l g e m e i n e Krankenpflege und die Sorge für die Erhaltung der Kräfte von der größten Wichtigkeit seien Berlin, 19. April. Das Kaiserpaar unternahm! gestern nachmittag eine gemeinsame Spazierfahrt. Zur Abendtafel war Zeremonienmeister von Hessenthal geladen. Heute vormittag machte der Kaiser den gewohnten Spazier- daraus eme Konferenz mit dem Unter-Staats- fekretar Frhrn. v. Rlchthofen im Auswärtigen Amt, und L d'e Vortrage des "Kriegsministers Generals der In- santerie v Goßler, des Genercllinspektors der Fußartillerie llii'vekEdlen v. d. Planitz und des General- rnspetteurs des Jngemeurkorps Generalleutnants Frhrn. v. o. Goltz, ferner den Vortrag des Chefs des Militär- kabinets Generaladjutattten Generals der Infanterie von h^%pr ^lgte der Kaiser einer Einladung § ^E^Hof- und Haus-Marschalls Grafen zu Eulenburg Aus Altona wird von heute gemeldet' Gaur ^af Kaiser Wilhelm abends 10 Uhr hier ein, uni ben durchreisenden Prinzen von Wales zu be- beglückwünschen. Auch Prinz &£!££ £ ^I ^M^btroffeu. Die Begrüßung war und Musik spielte den Präsentiermarsch und. God save the Queen. Eine kriegsstarke Ehren-Kom- L^^^ufgestellt. Im Fürstenzimmer des L- Ln^n^s/« rOuPiert. Der Kaiser fuhr 11,20 im Sonder- I 8 0 P^nz Heinrich 11,30 nach .Kiel zurück. .. . Kaiser wird am 15. Mai in Wiesbaden JUS?^eU/ S11 b€r Generalprobe des „Oberon" bei- 6U wmetIiq Wn- bes Kaisers daselbst dürfte viS zum 19. Mai abends dauern. frprm Telegraph" meldet: Kaiser Wil- gebeten worden, Tau spät he des jüngsten Kaiser ^zogs von York zu werden. Der Kaiser habe erwidert, er nehme die Einladung mit großem I Man glaube in der kaiserlichen Familie, I MMp^pui nadl Rückkehr der Königin von Irland I X Gegenüber einer Meldung der Wiener „N Fr Pr " des 7? Sm betreffs der bevorstehenden Feier des <0 Geburtstages des Kaisers Franz Josef noch I auch^nock^^0bn getroffen sind, insbesondere ste§ auch noch nicht fest, ob in Wien fürstlicher Besuch zu er- I Ä Jedenfalls aber erfolgte die Anmeldung des I E-is-rs Franz Josef in Berlin außer allem Ä 9 ">ateT stattfinbenben Geburtskags-, I ffäiX n alC ®2.r ei"e sp°nl°ne Kunbgebnng bcS gegangen £ °efterie^ der keine Einlab7ng /oran- daß deren Urheber besttaft werden k. n erhobenen »ntlagcn hat bcr Songoftaat g tid,« *e b" faxten emgektlct, obwohl für einige ißoraätme hi. nLr Bestätigung noch auSsteht. 9 R8C b,e Belgrad, 19. April. Die Anklage gegen den s. minifter Tauschanowitsch in bet Angelegendei,^' Sant Selgrabafo Zabruga lautet aus D^ebstäh,^ Fälschung. ' »eto-Sürf, 19. April. Der .Sun- zufolge Hegt Ultimatum der Ber. Staaten an die Ortet tnpjj Nichtbezahlung des Schadenersatzes für das Eigentum der Missionäre fertig vor, indessen sollen hn? läufig nur die diplomatischen Beziehungen b roch en und keine Kriegsschiffe abgeschickt werden, einer Meldung der .New-Yorker StaatSzeitung" aus 1 ylugton ist die ganze Angelegenheit ein Wahlmauüvkr um das kirchliche Element zu gewinnen. Jakstatld. Graz, 19. April. Von einer Anzahl slowenischer Landgemeinden erschien eine Abordnung im Landtage und bat die deutschen Landtags-Abgeordneten sich der wirtschaftlichen und kulturellen Interessen des slowenischen Landesteiles anzunehmen, weil die Landgemeinden mit der Obstruktion der slovenischen Abgeordneten und deren Forderungen betreffs der Lostrennung Unter-Steier- marks und der Errichtung einer slowenischen Universität nicht einverstanden sind. Die deutschen Abgeordneten gaben eine zusagende Antwort. Paris, 19. April. Die Ausstellungsleitung läßt jetzt offiziös erklären, die Ausstellung werde am 1. Mai völlig fertig sein. Die Fertigstellung werde ebenso wie die Eröffnung der beiden PalaiS an der Avenue Nicolas festlich gefeiert werden. (Der erste Teil dieser Versicherungen ist wohl etwas skeptisch aufzunehmen. D. Red.) Madrid, 19. April. Der Finanzminifter teilte mit, daß gemäß der Abrechnung mit der Bank von Spanien dem Schatzamt in genanntem Institut ein Guthaben von 71 Millionen bleibt. Er erklärt, die Arbeiten hinsichtlich einer großen Anleihe zur Konsolidierung der schwebenden Schuld dauerten fort, doch hätten sie keine । Eile. Der Minister beabsichtigt eine Abänderung ber i Verträge mit Bezug auf die Monopole von Tabak, Zündhölzern uud Sprengstoffen. Loudo«, 19. April. Die „Moruing Post" meldet aus Washington vom 18. April: Infolge der Drohung, daß die Italiener, die an den Arbeiterunruhen am Crotonflusse beteiligt und innerhalb des letzten Jahres nach Amerika gekommen sind, nach Italien zurückgesandt werden sollen, reichte der italienische Botschafter Fava einen energischen Protest beim Staatsdepartement ein. Auf Grund der Instruktionen, die er heute von seiner I Regierung erhalten, erklärt er, daß das gegen die italienischen Arbeiter geplante Vorgehen ungesetzlich sei, und I mit den zwischen Italien und Amerika bestehenden Verträgen I nicht im Einklänge stehe. ,»«1*5 d-ß-° 2 tM “ B Alle! 5‘n’Ä I"1’ Init E gif i ij «TM **?,;>* ,n «öwer ( f „itÄ d-b»' , fceori«'” jc.gmnfli- 3n’f® - Safanltn seine M' Älott. $on ” uni iolgtnbti r lei 1. b. Mti. M V to W M he L^hrnrhMng, ba^ t' Mglc unb jwti S' di irotite W1, UIJ' matt mit dn 1 e ? nicht baxa^ ai iml besserem Erft ipbt bitftr Wai fcnnt ju geben, rot ®iirbe meine bieil hllnseniade auffassen •* Welche Attw yj.Ti 6nbt bei 19.. l^ten statistischen I Muß bei Jahres lk ti. artig im itut^en m) 8660000 Sinbt tnien unterritye! wer liii etwa 341700000 Ti il bit ßtmeinben m Kdch unb Staat zci 5m Gmeinben wär jaber LolttschÜler jä lHrenb bie Soften fii) aus rund '39,50 1 W btm m W der sich in ein im Obenivaibe ooQjoj 5i:em jungen Schw' ajid) das W ta hart r ttoui sich K bit dktnMch, n durch die m,dMaultvurf! Unzufiiedenhe Mflissenen Schwei Maulwurfsfänger Behörde ein. Di »W allein schon ti ^"rgessene Nacht» ^ebitnft iu nem Porter, der 5 dis wP“.*** «1 W, nämlich 700 X?enJönne- wolle S? Nachtwächter txeulo en Timina ihr 1- ? & Mn WiKs to!1 101 -D. am Hre Spien. Ä umii *9 Hause. I ^rde von allen Menschen seiner Art verabscheut. I Er" Orleans als König, schloß er, könne das Land vielleicht I nod; retten. Kaiser Wilhelm habe an der Rede nicht viel I Geschmack gefunden, und geantwortet: „Die Frauen aus I hem Hause Orleans waren immer vortrefflich. Ich hege I erne wahre Verehrung für die Königen von Portugal". , München, 19. April. Die heutige Kammer-Ver- I Handlung brachte eine Debatte über die ler Heinze. Der Ministerpräses Freiherr v. C r a i l s h e i m führte aus : £ie bairische Regierung stehe vollkommen a u f dem Standpunkt der Gesetzesvorlage, wie sie vom Bundesrat an den Reichstag gelangte, billige auch die von dem bairischen Gesandten in Berlin abgegebene Er- tlarung, obwohl Lerchenfeld nicht ausdrücklich zur Abgabe dieser Erklärung beauftragt worden sei. Die bairische Re- gierung sei sich der OLotwendigkeit der Freiheit für das' künstlerische Schaffen voll bewußt; diese Freiheit habe aber mit dem Gesetzentwurf, wie er vom Bundesrat dem Reichstage angegangen, nichts zu schaffen. (?) Etwaigen | Mißbrauchen werde die bairische Regierung durch entsprechende Anweisungen an Polizei und Staatsanwaltschaft vorbeugen. Die seit kurzem einsetzende Protestbewegung- sei von der bairischen Regierung aufmerksam verfolgt worden, habe aber keinen 2lnlaß geboten, die bisherige Stellungnahme zu ändern. Einzelne Beschlüsse des Reichstages gaben allerdings der bairischen Regierung zu erheb- lichen Bedenken Anlaß. — Am Schlüsse der Sitzung gab der Mmister-Präsident Freiherr von Crailsheim mit Be- ^ugnahme auf den Flaggenerlaß eine Erklärung ab, die bairische Regierung habe jederzeit die nationale Fahne hochgehalten, und gedenke dies auch in Zukunft zu thun., ^J^ternug sei jederzeit für Deutschlands Größe u n d M a ch t eingetreten, und habe nie ein Hehl aus ihrer Freude gemacht, Baiern als ein Glied des deutschen Reiches zu sehen, von dessen Glanz auch ein Schimmer unter engeres Vaterland falle. Die Stellung der bai- , Regierung zum Reiche sei so offensichtig, daß er | es nicht für notwendig hulte, diese erst durch eine Flagge äu bohtmeniieren. In der Presse seien aber Anschauungen ju Sage getreten, die vom nationalen Standpunkte aus tief bedauert werden müssen. Um nun aller Welt zu beweisen, daß die bairische Regierung damit nichts zu thun habe und ufrn allen Mißdeutungen zu begegnen, habe sie es sur notwendig erachtet, sich die allerhöchste Genehwi- gung dafür zu erbitten, daß fortan die Staatsgebäude am ©efcurtgtage Kaisers beflaggt werden, und diese Genehmigung sei bereits erteilt worden. Die Er-" tlarung des Ministers wurde von den Liberalen mit leb- I haftem Beifall ausgenommen. Außer drei Personen, die von der Besatzung des ge- Denne gesucht worden, bei der sie Aufwcrrtedienste verrichtete. Die Dame hatte im Zimmer das tote Kind bemerkt und sofort die Hausbewohner alarmiert, worauf die Polizei geholt wurde. So konnte die Mörderin bereits bei ihrer Heimkehr verhaftet tverden, und sie gestand auch sofort ihre That ein. Nach den von ihr geschriebenen Briefen hatte die etwas schwärmerisch veranlagte Frau geglaubt, mit der Ermordung ihres Kindes ein gutes Werk zu thun. Sie wollte es den Mühsalen dieser Welt entziehen und ihm zu einem besseren Jenseits verhelfen. Nunmehr zeigt sie über ihre schreckliche That tiefe Reue. wurde, als es sich mutig einen Weg durch die wütende See zu dem verunglückten Fischerkahn bahnte, von einer gewaltigen Welle erfaßt, die es vollständig umstülpte; von den elf Mann der Besatzung konnten nur drei gerettet werden. Die letzteren hatten einen furchtbaren Kampf mit dem Wasser zu kämpfen; das Boot war eine Seemeile vom Ufer entfernt, als das Unglück sich ereignete. Einer der Geretteten hatte eine volle Stunde mit den Wogen zu ringen, bis er einen Felsen erreichte, und dort mußte er noch eine weitere Stunde warten, bis Hilfe kam. Die Küste von Cornwall ist überaus gefährlich; die schlimmste Stelle derselben ist vielleicht die, wo die Felsen den Eingang zum Hafen von Padstow halb versperren. Manches Unglück ist hier schon geschehen, und die Schiffer, die diesen Küstenstrich kennen, hören mit Schrecken Doorn Bar und Hell Bay, die Namen der beiden gefährlichsten dieser Felsen schuldigten. * Ein schweres Unglück hat sich am Donnerstag bei Padstow an der englischen Küste ereignet. Ein Fischerboot strandete, und ein zu seiner Rettung Kermifihtes. • Berlin, 19. April. Eine Aufsehen erregende Verhaftung in der Medenwaldt'schen Mordsache ist heute erfolgt. Der in demselben Hause wie die Ermordete wohnhafte Tischlermeister Gluth ist mit seinen beiden Söhnen Georg und Willy zur Aufklärung ge- wiffer Widersprüche festgenommen worden. Nach dem von der Polizei zusammengetragenen Belastungsmaterial ist der jugendliche Willy Gluth schwer verdächtigt. Auch der Vater wird sich von gewiffen Verdachtsgründen zu reinigen haben. Hiergegen steht die Haftentlaffung Georg Gluths, die der Staatsanwaltschaft Vorbehalten bleibt, für morgen bevor. Der Verhaftung war eine eingehende Haussuchung sowohl in der Medenwaldt'schen, als in der Gluch'schen Wohnung vorangegangen; das Ergebnis war belastend für die Be- Arbeiterbewegung. Telegramme des Sitfctutt «meiOer». Wien, 20. April. In einer stark besuchten Versammlung der hiesigen Bäckergesellen wurde beschlosien, falls die Merfler auf dre Resormvorschläge der Gesellen nicht eingehen, einen allgemeinen St rite zu inszenieren. Depesche» deS Bureau ,SeroU>'. Zürich, 20. April. Staatsrat Jlg begab sich nach London, um mit der englischen Regierung wegen der Fortführung der zentral-afrikanischen Bahn über abeffynisches Gebiet zu verhandeln. England bietet Menelik für die Erlaubnis zum Bahnbau gewiffe Gebietsvorteile au. Paris, 20. April. In den Kreisen der russischen Botschaft versichert man mit Bestimmtheit, daß der Zar und die Zarin im September die Weltausstellung besuchen werden. . ,, , r, Paris, 20. April. Mehrere Unfälle ereigneten sich im Laufe des vorgestrigen Nachmittags in der Aus- stellung. In der deutschen Abteilung wurden vier deutsche Arbeiter durch die Explosion einer Alkohol- Lampe schwer verwundet. Im Forstgebäude stürzten zwei Arbeiter aus einer Höhe von 15 Meter herab. Beide erlitten schwere Verletzungen und mußten nach dem Krankenhause gebracht werden. , Loudon, 20. April. Der britische Resident in Gaman im Nordosten des Aschanti-Gebietes bestätigt die Meldung, daß neuerlich Unruhen wie vor einem Jahre wiederum ausgebrochen find. Die Behörden haben Maßregeln getroffen, um einem allgemeinen Aufstande vorzubeugen. 300 Scharfschützen sind unterwegs, um den Aufstand zu unterdrücken. Dieselben werden innerhalb acht Tagen erwartet. , Loudon, 20. April. Einer Meldung der Westminster- Gazette zufolge beabsichtigen der Prinz und die Prinzessin von Wales zu Pfingsten auf 14 Tage nach Paris zu kommen. Gleichzeitig wird auch der König vonDäne- mark dort Aufenthalt nehmen. London, 20. April. Sieben Torpedobootjäger sind gestern in Portsmouth in Bereitschaft gestellt worden. Sie werden dem Mittelmeer-Geschwader, deffen Bestimmungsort Malta ist, beigefügt werden. Konstantinopel, 20. April. Der Pforte nahe stehende Kreise versichern, daß der Sultan bereits seine Zustimmung zur Erfüllung der amerikanischen Forderungen gegeben habe und daß die Zahlung der von Amerika geforderten Summe in Raten erfolgen werde. Washington, 20. April. Bom Marineamt wird berichtet, daß ein Fahrzeug von 5000 Tonnen nach Indien abge- gaugen sei, um der bedüftigen Bevölkerung Geschenke an Lebens Mitteln seitens Amerikas zu überbringen. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten: Earl LooS und I. W. Schulhof. Bremen, 19. April. (Per transatlantischen Telegraph.) D« Doppelschrauben-Postdampfer „Bremen". W 9L N'"ich, vom Norddeutschen Lloyd im Bremen, ist gestern 9 Uhr vormittags wohlbe halten in Newyork angekommen. nach in evy/vwi La-'tXwö eBauer SCitcftenp-Tafs 11 9er 11. hallsemade auffassen." •* Welche Entwicklung das deutsche Bolksschulwesen bis zm Ende des 19. Jahrhunderts erlangt hat, zeigen die tyttit statistischen Feststellungen, wie sie jetzt für den Ab- iichlllß des Jahres 1899 vorliegen. Darnach gibt es gegen- mrtifl im Deutschen Reiche 59300 Volksschulen, in welchen cunt) 8660000 Kinder von 137 500 Lehrern und Lehrer- innen unterrichtet werden. Für diese Schulen werden jährlich etwa 341700000 Mk. aufgewendet, wovon den größten Teil die Gemeinden mit 243310000 Mk. zu tragen haben. Keich und Staat zahlen also noch nicht 100 Millionen. Den Gemeinden würde also bei gleichmäßiger Belastung jeder Bolksschüler jährlich etwas über 28 Mk. kosten, wahrend die Kosten von Staat und Gemeinde zusammen sich aus rund 39,50 Mk. pro Volksschüler stellen. A Aus dem Mümlingthale, 19. April. Folgender Vor- sua, oer sich in einer wohlhabenden Gemeinde bei Höchst im Odenwalde vollzog, dürfte deutlicher als Zahlen sprechen: Lm jungen Schweinehirten des Ortes übertrug man ich das Amt des Nachtwächters und bewilligte ihm p-to Nacht bare 17 Pfennig. Doch der Schwemehirte kiwie-s sich für diese generöse Begünstigung keineswegs er- kmttich, ja er verschwendete sogar seine schätzenswerte Kiaft durch die Nebenämter: Chausseesteineklopfer mdMaulwurfsfänger. Dieser Amtsmißbrauch erregte fc.it Unzufriedenheit manches Bürgers und trug dem dienst- bMssenen Schweinehirten, Nachtwächter, Steinklopfer und llkulwurfsfänger eine Beschwerde bei der Verwaltungs- lchörde ein. Die Maulwürfe und Chausseesteine würden ihm allein schon jährlich 700 Mark einbringen. Der pflicht- vageffene Nachtwächter gab dies lächelnd zu und meinte, ti verdiene so nebenher, ohne seinen Hüter- und Nacht- »ichcdienst zu vernachlässigen, genau so viel wie ein junger S-ümter, der 5 bis 8 Jahre studiere, so und soviel Examina , Dzend bestehe und obendrein noch als Einjähriger dienen nämlich 700 Mark. Damit er aber noch mehr ver- I jiititn könne, wolle er sofort die Aemter als Schweinehirte p«d Nachtwächter quittieren. Nach längeren Unterhand- J tagen entschloß sich die Dorfregierung zur Wiedergewinnung r«! treulosen Hirten. Der Versuch gelang, und man läßt l )ei Nachtwächter jetzt unbehelligt seiner Nebenämter walten; rrein selbst im dicken Odenwalde sehen die Bauern ein, -Hman zum Schweinehirten nicht jedenbrauchen ttaiin. , ’ Mainz, 18. April. Die zwanzigiahrige Frau des LMöhners Karl Feuer aus Wickers hat in ihrer hiesigen rMnung ihr sieben Wochen altes Kind in einer Bütte »enitcän f t. Die Frau hatte erst vor vier Wochen geheiratet und das Kind mit in die Ehe gebracht. Sie glaubte sta wegen des Kindes von ihrem Manne vernachlässigt, Mrrde darüber schwermütig und beschloß, sich und dem ilinbe das Leben zu nehmen. Sie schrieb einige Briefe an ?klrpebörige, entkleidete dann ihr Kind, und hielt dessen .;Hps so lange in eine mit Wasser gefüllte Bütte, bis das !.Hnö tot war. Hierauf verließ sie ihre Wohnung und i'ttte am Rhein umher in der Absicht, sich das Leben zu Tiefcnt.cn. Dies scheint ihr aber wieder leid geworden zu f ein;Benn sie begab sich in den Dom, um zu beten. Nachdem ffjie hrer lange verweilt, wollte sie dem Dompfarrer em 8mg«ndes Anliegen vortragen, wurde aber an den Pfarrer Vianet. Josef verwiesen, dem sie dann ihre That gestand. Pfarrer ermahnte die Frau, sich selbst ber Polizei tZM slerllen. Dies that sie jedock; nicht, sondern begab sich .ZMckhst nach Hause. Hier aber war sie bereits von einer nennen. ___________________ Universität und Hochschule. — Geftorbeu: Der Profesior der Rechtswissenschaften an der Universität Berlin Dr. Leonhard Jacobi im Alter von 68 Jahren in Wie die Nationalzeitung mitteilt, ist der Dekan der Juristen-Fakultät zu Berlin, Geheimer Justizrat Professor Dr Eck durch ein asthmatisches Leiden verhindert, im Sommerhalbiahr seine Amts- und Lehrthätigkeit auszuüben. Die Dekanatsgeschäfte übernimmt Geh. Rat Kahl; die von Eck ongekündigten römisch-rechtlichen Vorlesungen und Uebungen werden auf seinen Wunsch von Professor Dr. Seckel gehalten. — Die deutsche Reichsregierung uud daS kaiserliche Gesundheitsamt entsenden zum Tuberkulose-Kongreß nach Neapel die Geheimräte Prof. Rubner.Berlin und Prof. Löffler-Greifswald als Delegierte. WW-cki-n-, tangMftlrtJ fern ernannt »o* iH* t H-chl-r Hechtold, 5nt*" Ob«» taW1' w fit!B ich! (jijijtrf1' M* N" Ift, ""l’te füt S - 1 3,^'^ ab9t tit. nn,"i J'wdt »etbt ...71'"«ns- «ntmn. ’1|"‘ le^Uen,419\ mtnte ber ti*® S1 ^onen Wb Ä in Siesbafct- verstorb^ ,e Zierat; bieyf n 9- Referent; Jen Referenz. Jnbun9 her l-Amstkta fw ■ u Eingch M W "dluNM W Stankt?. bittet iinb lommi in ? W wib fenliäi -rbl ben aytti einet sorgs ^9 öU Teil werden sankst nicht zu fr. r wirkt längere K. stärkend. Der M st müssen große Ä vermieden toetbtr ■ Statistik der übe besteht allerdm 20 Zähren, akr ) der tuberhik; sider ^nenmonik: g, der auch die M -Hamburg miliausk e der ?ungenen$nte unb Senator^rlr bei*? lüft bet Ifp er TlpeNrätion trinten Gchinkra^üen nach r geraten (Mw ch im wraub nicht a umehr dahin geeiniu Lniedieakkaemeir e ssrr die i»nenteit tut Nachmittags um 4 Uhr und abendS um 8 Uhr. Gelegeny eil zur hell. Beichte. Sonntag den 22. Aprll. Weitzer «omttag. BormittagS von 6«/« Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste Herl. Messe; vor und in derselben AuSteiluna der hell. Kommunw«. , um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. „ um 9V» Uhr: Hochamt mit Predigt. Weier ersten hl. Kommunion der Kinder. Nachmittags um 3 Uhr: Andacht mit Segen. ..... beitragen, Befriedigung zu gewähren, lieber gj ärtrag und deffen Verwendung wird in kürzester Zeit , L.,t werden Alles Weitere wolle man aus dem Jn- ML der heutigen Nummer dieses Blattes ersehen ** Unalücksfall. Der Zimmergeselle Johannes Enler . c ; {f s»r gestern beim Umbau des alten . r ro,;- wurde in die Klinik gebracht. ± Am 17. d. M. abends wurde 1 Mechaniker auS der Werkstütte ein Fahrrad alsbald ermittelt. Das Rad r ie'denfalls hier oder in der Umgebung verkauft oder ’ Ljt $n jedem Falle dürfte der Erwerber deS Rades Gr. Polizeiamt Mitteilung zu machen haben. »* Wiedergefange«. Der vorgestern nach seiner Ver- ; ehmung dem Gcrichtsdiener entsprungene Einbrecher ^mmermann von hier wurde heute morgen im Gertchtsge- 'MgniS wieder eingebracht. o , A •re. Hebet die Schießaffaire,. der der hiesige Lehrling Hermann Böhmer am 7. d. Mts. zum Opfer fiel, Sfctn wir bereit« berichtet. Auch waren wir schon tn der Lqe, mitzuteilen, daß der Attentäter, Lud wig Rinn, ern Ueller deS Ermordeten — die Mütter der beiden sind Zchivestern — zur Milderung seiner That in der Vor- mlersuchung die Behauptung aufgestellt hat, em zufällig lB(einen Händen befindlicher Revolver sei,unversehens loSgegangen und habe die verhängnisvolle Richtung ynommen. Indes wird von einigen Zeugen be- huptet, daß R. am nämlichen Nachmittage noch auf andere ----------- ------- o- . - Passanten seine Waffe gerichtet und Schüsse abgeseuert I .^ .ommenesRettungsboot schlug infolge heftigen WmdeS riben soll. Bon der Schilderung emeS Belastungszeugen I um gujer brci Personen, die von der Besatzung des ge- vird uns folgendes mitgeteilt: „Ich fuhr am Samstag, I ttranbeten Fischerbootes ertranken, kamen noch acht Mann >en 7. d. MtS. von Rod heim a. d. Bieber hierher. I ügn bem Rettungsboot in den Wellen um. Das Boot In der Nähe von Heuchelheim machte ich die erschreckende - — ‘ ' CI- 'a-'Ä Lästrnehmung, daß ein Bursche einen Revolver aus mich avlegte und zwei Schüsse gegen mich abgab, von denen ;>ic zweite Kugel unmittelbar an meinem Ohre vorbelpstff. & wäre mir ein leichtes gewesen, eine erfolgreiche Jagd auf den Fliehenden zu unternehmen, wenn ich nicht geglaubt batte, der Flüchtling sei ein entsprungener Tollhäusler dem e; nicht darauf ankommen würde, nochmals, und vielleicht mit besserem Erfolg, seine Waffe auf mich zu richten. Ich habe bisher Abstand davon genommen, diesen Vorfall bekannt zu geben, weil ich glaubte, befürchten zu müssen, man würde meine diesbezügliche Mitteilung als eine Münch- Gerichtssaat. A KleiN-SrotztNdura, IS. April. Der Gestellungspflichtige Andreas Bopp erschien vollständig betrunken vor der Ersatzkommission zu Seligenstadt. Er wurde sofort auf einige Stunden in Polizeigewahrsam genommen, war aber bei seiner nochmaligen Vorführung immer noch nicht musterungsfähig. Erst am folgenden Tage konnte seine Ausmusterung erfolgen. Der junge Mann hatte sich heute wegen groben Unfugs vor dem Seligenstädter Schöffengerichte zu verantworten, wurde aber von Strafe und Kosten freigesprochen, weil nach den obwaltenden Umständen weder in subjektiver, noch in objektiver Beziehung der Thatbestand des „groben Unfugs" vorlag. Der Amtsanwalt hatte eine Geldstrafe von 30 Mark beantragt. Die deutsche Wehrordnung hat für den vorliegenden Fall keine Bestrafung vorgesehen; also konnte auch von der Militärbehörde gegen den betrunkenen Rekruten strafrechtlich nichteingeschritten werden. Ä Vom Londe, 19. April. Um der ins Stocken geratenen Unterhaltung wieder Leben und höheren Schwung zu verleihen, gab in einer Wirtschaft zu O. der Tagelöhner O. B. den Gästen das geistreiche Rätsel auf, was für ein Unterschied zwischen einem Krebs und einem „Schulmeister" sei. Die hochherzige Idee fand leider nicht den erhofften Anklang, zumal zufällig 4 Lehrer anwesend waren. Lehrer G- machte dem Rätselsabrckanten wegen des Ausdrucks „Schulmeister" sofort Vorhalt. Der Zurechtgewiesene suchte seinen Beteuerungen, keinen der 4 Lehrer zu kennen, dadurch Nachdruck zu verleihen, daß er da8 Wort „Schulmeister" noch häufiger brauchte. Auf den von den Lehrern gestellten Strafantrag hin diktierte ihm das zuständige Schöffengericht wegen öffentlicher B eru f s b e l ei d i g un g 8 Tage Gefängnis. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Samstag den 21. April. Nachmittags 2 Uhr: Beichte für die mit Konfirmation am Sonntag verbundene Abendmahlsfeier. Pfarrer Schlosser. In bet Johnnneskirche. Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Dr. Naumann. Sonntng den 22. April. Quasimodogeniti. Gottesdienst. der Ttndttirche. Bormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Schlosser. Konfirmatton der Kinder aus der MatthäuZgemeinde, sowie Feier des heil. Abendmahls. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Heußel. Zugleich feierliche Entlassung der konfirmierten Chorschüler. Donnerstag den 26. April, abends 8 Uhr: Bereinigung ! der konfirmierten Mädchen aus der Markusgemeinde. ei(kmstüffe, Sammle von Elten & Keussen und Velvets M« tat. an£fabrftCTfortUiaa. — Zeit und Mühe sparen, das ist das Zeichen unserer Zeit, welches auch im Haushalt seine Rechte fordert. Mit Mack'S Pyramiden-Glanz-Stärke wird Zeit und Mühe gespart, deshalb hat sich dieselbe auch in unglaublich kurzer Zeil bei Tausenden von Familwn eingebürgert. Die kleine, bMige Packung zu 10 und 20 Pfg, gestatt« leicht einen Versuch, sich von den eminenten Vorzügen dieses neuen Stärkemittels zu überzeugen. 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Schwarz. 2911 Lebende Lahnhechte und Backfische. 01651 M. Simon, Asterweg 1. Lebende Krebse gJ.M.ScliulhoL Der Ausverkauf von Konserven, Kotoniakworen etc. im Laden des Emil O r b i g, Bahnhofstraße 31, dauert nur noch einige Tage, und werden die noch vorhandenen Vorräte 2924 zusehrbilligenFreisen abgegeben. Mache auf die Preisauszeichnungen in den Schaufenstern aufmerksam. Fh. Herrmann. kirnte 4 lWm Haupt-Kollektur Südanlage 5. Die planmäßig vor dem 28. April vorzunehmende Erneuerung der Lose zur 2. Klaffe kann täglich bei uns erfolgen. 2925 Gleichzeitig empfehlen wir Kauflose zur 2. Klasse. . Artikel zum Putzen: Aotzpomade und ZSeuzi«, Keusterschwämmt, -Leder, Wiener Nuhkalk, chtein, Vrauchl zum Nutze» jeder. Schmirgelpufver, Saudpapier, Wichse, Kid Hream. Lederschmier', Wesserpuhstetu', Zeter empfiehlt 2905 Adler-Drogerie, Seltersweg 39. 3ii verhüllten Vogelhecken,01648 zwei große, zu verkaufen. Schulstraße 9. 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