HU, 3! * ötluit 010Ü * von Sr, »nm i*erflefeUe öejuit ^L^Ntrofeui 1 alsbald ©L,- E^Den-dllji^ ^'SMnDer^iraittR Mr iöfortijen «Lnttiu , 18« vavnü «Ufa, ■n W unb Rolle» ;en Wtfttn, ttijliyi eiter. I« Nm. *7 tüchtiger^ »eiter | .i1 Ermann iw ’/M Galten. Xa tm |M)V Wtzl. [2085 >. Berrmtoi, Imren u. Maltfltn, tltttfäty 38. r DM eit gebucht. i ^veVN^n di. U Atz« Vvm Lande ßi tV ÄtVMtt tttti. ig gesucht rberhard M*. Mrliflg -- t>,r, MaMr^ April ein Achen, 1V01 Howack. und LaMNM^ vau^rbntOL ,7 . . *' der MS v iw &. i« * &2?** Rr. 67 Erstes Blatt» Mittwoch den 21. März mo Alle Anzeigen-BermittlungSstellm deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., anSwSrtS 20 Pfg Bezugspreis Vierteljahr!. Mk. 2,-k monatlich 75 Pjg. mit Bringerlodn; durch die Abholesiell« vicrteljährl. Mk. 1,9< monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahr mit Bestellgeld Gießener Anzeiger General-Anzeiger laeelie« Anzeigen zu der nachmittags für den |«temtew IN «scheinenden Nummer bis vorm. 10 Ute. RddefteSungen spätesten- abends vorher. ftfeittet tttzNch «tt BMteMhme deS Rextoe». Die Gießener »a«itte«»kttter »erden de« Anzeiger « »echsel «tt „Heff. tenbettt* e. ^Blätter Wt Hess, «»»»künde- »dchrl. 4 «al del gelegt. Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis Gieren. «Litton und Druckerei: Fchroßra-e Nr. 7. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der heMche Landwirt, Mütter für heMche UscksKundr. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Gießen Fernsprecher Nr. 51. Deutscher Reichstag. 171. Sitzung vom 19. März. 1 Uhr. Da» Haus ist ungemein schwach besucht. Tagesordnung: Fortsetzung der 2. Etatsberatung. Etat deS Stetchseisenbahnamts. «bg. Pachnicke (frs. Vp.) beklagt lebhaft, daß für eine Personen, tarifreforrn gar keine Aussicht sei. Preußen sei das Haupthindernis, und zwar sowohl der Landtag, wie der Minister. In Preußen fürchte man den aus einer Tarifherabsetzung entstehenden Einnahmeausfall. DieseS Bedenken entbehre aber jeder Berechtigung, da erfahrungsgemäß billige Tarife den Verkehr erhöhten. Die Herabsetzung der Tarife sei sogar ein verfaffungsmäßiges Gebot. Und daS Reich, der Reichstag versäumten ihre Pflicht, wenn sie nicht auf dieses Ziel hinwirkten. Und rote stelle sich zu den Erklärungen des Ministers Thielen das Reichs- liscnbahnamt? Direktor des Reichseisenbahnamts Schulz findet die Ungeduld bc6 Vorredners begreiflich. Er selbst sei von einer derartigen Empfindung nicht ganz frei. Es lägen aber erhebliche Schwierigkeiten in der Sache, da auf die Finanzen der Einzelstaaten gebührende Rücksicht genommen werden müsse. Betrefls der letzteren Frage des Vorredners fei zu erwidern, daß vas Eisenbahnamt mit der Stellung der preußischen Ätgietung als mit einer gegebenen Thatsache zu rechnen habe. Die Nuzelstaaten seien in Bezug auf Tarifermäßiguugen unabhängig vom Rktche. Wenn man von dem besonderen Falle eines Notstandes, Artikel 46 der Verfassung, absehe, könne das Reich keinen Zwang ausüben. Abg. Calw er (Soz.) beklagt sich über die Vergewaltigung der braunschweigischen Eisenbahnen durch die preußische Verwaltung durch Zug-Jnstradierungen, vermöge deren Braunschweig umgangen werde. Direktor Schulz entgegnet, an ihn seien Beschwerden über Ber- gevaltigung der vom Vorredner bezeichneten Art nicht gelangt. Mit der Betriebssicherheit stehe es auf den braunschweigischen Bahnen ebenso gut wie sonst im Reiche. Uebrigens möge man sich mit speziellen Beschwerden an die Einzellandtage wenden. Abg. Müller-Sagan (frs. Bp.) meint, hier sähe man wieder, wie wenig sich die Erwartungen erfüllt hätten, die seinerzeit an das Rkichsetsenbahnamt geknüpft worden seien. Das Amt habe gar keine Macht, um die Staatsbahiwerwaltungen der Einzelstaaten zu zwingen, die Versprechungen einzulösen, welche sie vor der Verstaatlichung der Lahnen gegeben haben. Nur an die öffentliche Meinung könne man hier appellieren. Nur der gelinge es vielleicht schließlich, die Eisenbahnver- woltungen endlich zur Nachgiebigkeit gegen die Wünsche des Publikums zu zwingen. Redner wiederholt noch den schon neulich laut gewordenen Wunsch betr. Tarifherabsetzung für die Urlauber. Präsident des Reichseisenbahnamts Schulz erwidert, es sei ab- zuwarten, wie sich der Bundesrat zu der bezüglichen Resolution stellen werde. Abg. Stolle (Soz.) verbreitet sich über Ueberbürdung von Zugbeamten als Ursache von Bahnunfällen. Der Minister von Thielen habe an die Betriebsdirektionen eine Anweisung ergehen lassen, wonach eine Personalersparnis herbeigeführt werden könne, indem die Leute nach dem regemäßigen Dienst noch zum Weichenstellungsdienst herange- zogen werden könnten. Und seien dann die Leute wegen Ueberbürdung unfähig, im gegebenen Augenblick das nötige zu thun, so kommen sie inS Zuchthaus. Präsident Schulz bestreitet eine Zunahme der Eisenbahnunfälle. Daiö Gegenteil sei vielmehr der Fall» Von 1880 bis 1897 habe die Zahl der Verunglückten pro 10 Millionen Zugkilometer abgenommen eon 47 auf 17Va im Durchschnitt. Sächs. Bevolln:. Graf Hohenthal geht auf eine Aeußerung des Abg. Stolle ein, wonach das Koalitionsrecht der Eisenbahnbedien- peten erschwert werde, wobei er betont, daß die Erschwerung desselben gar nicht in Zusammenhang stehe mit den Angelegenheiten, die dem kisenbahnamt unterstellt seien. Abg. Stolle übersehe auch, daß auf die Kisenbahnarbeiter die Gewerbeordnung gar keine Anwendung finde. Ausgenommen seien in diesem Punkte allerdings die Werkstättenarbeiter. Hebner stellt alsdann noch entschieden in Abrede, daß zwischen der sächsischen und preußischen Staatslahnverwaltung durch Schuld der Letzteren fein gutes Verhältnis bestehe. Abg. Br äs icke (frs. Vp.) erblickt in Herrn v. Miquel den haupthemmsLuh für Tarifresormen, und ruft demfelden zu: Qaousque tandem, Catilina, abutere patientia nostra? (Heiterkeit.) Abg. Schrader (frs. Vg.) bedauert die geringe Kompetenz deS r.senbahnamts und die Ftskalttät der Staatsbahnen. Präsident Schulz teilt mit, daß die Absicht bestehe, auf den dmtfchin Bahnen daS amerikanische Wagenkuppelungssystem ein- >us ühren. Abg. Stolle (Soz) polemisiert nochmals gegen die sächsische ktaatsbahnverwaltung. Präsident Schulz bemerkt, die sächsische Verwaltung zahle hren Arbeitern höhere Löhne, als irgend eine andere Staatsbahn- mwaltung. Sächsischer Bevollmächtigter Graf Hohenthal bemerkt noch, daß die Verwaltung in einem fo verantwortungsvollen Betriebe un- DSgltch sozialdemokratische Agilatoren dulden könne. Abg. Hoch (Soz.) spricht sich lebhaft im Sinne Stolle's aus. Sachs. Bevollmächtigter Graf Hohenthal betont nochmals dir Disziplin und die Sicherheit deS Verkehrs. Der Etat wird genehmigt. Auch der Pensionsetat gelangt zur Annahme. Morgen 1 Uhr: Fortsetzung der Etatsberatung. Schluß 6 Uhr. * Vom Kriegsschauplätze liegen heute folgende Meldungen vor: — Ein „Daily Mail"-Telegramm aus Kimberley oo® 17. b. Mts. berichtet, daß eine starke Kavallerie-Ab- ttilung unter Oberst Pretyman auf dem Marsche nach Mafeking bei Warrenton, gegenüber von Fourteen Streams am Vaalfluß, vor einem starken Shrapnel- und Gewehr- srurr der auf dem Nordufer stehenden Buren unter Verlust m wieder zurückkehren mußte. — „Central News" meldet aus Durban vom Samstag : Eine fliegende Kolonne unter Oberst Bethune wurde von Ladysmith durch den Greytown-Distrikt nordwärts geschickt, um die Stellung der Buren zu umgehen, und, wenn möglich, ihnen den Rückzug durch Zerstörung der Eisenbahnbrücke bei Waschbank abzuschneiden. Eine Abteilung Freiwilliger rückte auch mit Dynamitvorräten gegen die Brücke vor, aber starke Regengüsse verzögerten ihren Marsch, und als sie die Brücke erreichten, sahen sie, daß die Buren bereits mit allen ihrenGeschützen den Fluß überschritten hatten. Die Engländer zogen ihnen nach, und stießen bei Tomeroy auf die Buren, wo sie sich verschanzt halten. Es wurden nun vier Stunden lang Schüsse gewechselt. — Der Afrikanderaufstand im nordwestlichen Kapland umfaßt das ganze Gebiet von Carnarvon bis hinüber nach Ramaqualand. — Lord Methuen ist am 16. März gerade zu rechter Zeit in Warrenton eingetroffen, um die völlige Zerstörung der dortigen Drehbrücke zu verhindern, und sich einer Uebergangsstelle über den Baalfluß zu bemächtigen. — Die „Daily News" meldet aus Kapstadt vom 16. d. Mts. abends: Britische und deutsche Truppen sind nach der Walfischbai abgegangen, wo in Damaraland ansässige Buren eingefallen seien, um die jüngsten Niederlagen der Buren an den Engländern zu rächen. (??) London, 19. März. Die „Times" veröffentlicht ein Telegramm aus Aliwal North vom 19. d. Mts., worin berichtet wird, daß der Burenkommandant Olivier den Rückzug in der Richtung auf Krvonstadt zu angetreten hat, nachdem er in der ganzen Umgegend alle aufzutreibenden Lebensmittel requiriert hatte. London, 19. März. Die Mitglieder der Opposition werden die Regierung über die Frage der Annexion der beiden Burenrepubliken interpellieren. Die Regierung wird, wie halbamtlich verlautet, diese Gelegenheit wahrnchmen, um mitzuteilen, daß die südafrikanischen Republiken einem ähnlichen militärischen Regime unterworfen werden sollen, wie dieses die Bereinigten Staaten nach dem Sezessionskriege mit den Südstaaten gemacht haben. * * * Telegramme deS „Gießener Anzeiger". London, 20. März. Ein Telegramm aus Peters- bürg berichtet, daß augenblicklich 400 Russen in der Buren-Armee kämpfen. London, 20. März. „Daily Mail" berichtet aus Ladysmith: Die Armee Bullers beziffert sich auf vier Infanterie-Divisionen und eine Kavallerie-Division, im ganzen etwa 40 000 Mann. Dieselbe wird sich bereit halten, gegen Anfang April die Operationen wieder aufzunehmen. General Buller soll beauftragt sein, die Buren in Schach zu halten und die Natal-Grenze, die Pässe und die Eisenbahnübergänge zu besetzen, während Lord Roberts mit 50000 Mann und bedeutender Artillerie gegen Prätoria vorgeht, wo er gegen Mitte Mai einzutreffen gedenkt. Die Verpflegung der englischen Truppen wird, wie man hofft, durch die mit Port Elisabeth und East London in Verbindung stehende Eisenbahn ohne Schwierigkeiten vor sich gehen. Loudon, 20. März. Die „Times" veröffentlicht folgendes Telegramm aus Lorenzo Marquez vom 19. ds. In der vergangenen Nacht sandte die portugiesische Behörde mittelst Sonderzuges eine Abteilung Infanterie nach der Grenze, um die verschiedenen Posten zu verstärken. Der portugiesische Gouverneur begleitete die Truppen einen Teil des Weges. London, 20. März. Oberst Schiel ist einem Telegramm aus Kapstadt zufolge wegen seines zänkischen Betragens (?) auf ein englisches Transportschiff gebracht worden. Ein anderes Telegramm meldet sogar, er sei bereits unterwegs nach St. Helena. London, 20. März. Die heutigen Morgenblätter stellen fest, daß die englischen Truppen sich augenblicklich für spätere Anstrengungen erholen. Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß Lord Roberts keine neue Bewegung ausführen wird, bevor ein militärisches Regime in Bloemfontein organisiert ist, und vollständige Ruhe in dem besetzten Gebiete herrscht. Kapstadt, 20. März. Lord Roberts hat Befehl gegeben, daß zwei von ihm bestimmte Banken in Bloemfontein ihre Geschäfte unter gewissen Bedingungen wieder aufnehmen sollen. Es wird beiden Bankhäusern z. B. untersagt, irgend Ausland. Wien, 19. März. Wie die „Neue Freie Presse" erfährt, äst eine Einigung in der Sprachen frage, soweit es sich um die autonomen Behörden in Böhmen handelt, zwischen den deutschen und czechischen Vertretern der Verständigungskonferenz bereits gesichert. Paris, 19. März. Heute nachmittag fand unter dem Vorsitz des Präsidenten Loubet ein außergewöhnlich e r M'i n i st e r r a t statt, dessen Resultat aufs strengste geheim gehalten wird. Es handelte sich, wie es heißt, um die Küstenverteidigungsfrage. London, 19. März. Der Papst beglückwünschte die Königin telegraphisch zu ihrem Entschluß, Irland zu besuchen, und drückte die Hoffnung aus, daß durch den Besuch die Zwietracht zwischen beiden Völkern beseitigt werden dürfte. London, 13. März. Nach Meldungen aus Pretoria hat sich dort ein Amazonenkorps von 2000 weiblichen Schützen gebildet. Weiter verlautet, Präsident Krüger habe den König von Italien telegraphisch um Friedensvermittelung gebeten. Belgrad, 19. März. Offiziös wird die Meldung, daß da der russische Geschäftsträger Mansurow wegen der Nichterledigung der Amn estiefrage der Nationalfeier nicht beigewohnt hatte, die diplomatischen Beziehungen sistiert seien, als auf böswilliger Erfindung beruhend, bezeichnet. Mansurow sei wegen eines Unwohlseins an der Teilnahme verhindert gewesen; dafür hätte . das Gesandtschaftspersonal der Feier und dem Galadmer bergewohntn, März. Ein französisches Konsortium übernahm den Bahnbau vom Piräus nach Lärm«. welche Geschäfte abzuschließen mit einer Stadt Transvaals oder des Oranje-FreistaateS, welche noch vom Feinde besetzt ist. Brüssel, 20. März. Dr. L e y d s ist hierher zurückgekehrt. Dem „Etoile beige" zufolge galt sein Besuch der Hauptstadt der Niederlande, dem Haag. Der Vertreter Transvaals hatte mit den holländischen Staatsmännern wichtige Besprechungen. Dr. Leybs begiebt sich nun wieder auf einige Tage nach Paris. Brüffel, 20. März. Die Meldungen über die Waffenstreckungen der Freistaatler finden auf der hiesigen Transvaal-Gesandtschaft keinen Glauben und man sagt, daß sämtliche diesbezüglichen Meldungen lediglich den Zweck hätten, die Buren- freunde in Europa einzuschüchtern und umzustimmen. Paris, 20. März. Der „Gaulois" hat in London eine Umfrage angestellt über die Frage, ob England Frankreich den Krieg erklären werde. Das Blatt veröffentlicht bereits heute eine Anzahl Antworten von hervorragenden englischen politischen Persönlichkeiten, welche die gestellte Frage amtlich verneinen. Unter denselben befinden sich solche von Kardinal Vaughan, Erzbischof von London, Lord Rosebery, Dilke und anderen. Deutsches Reich- Berlin, 19. März. Der Kaiser hatte heute vormittag um 9 Uhr im Auswärtigen Amte eine Besprechung mit dem Staatssekretär Grafen Bülow und empfing alsdann im Königlichen Schlosse den Chef des Zivilkabinetts, v. Lucanus, und später den Staatssekretär Tirpitz zum Vortrag. Berlin, 19. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt offiziös: Durch eine rheinische Zeitung ist neuerdings die Nachricht verbreitet worden, daß in Regierungskreisen die Absicht bestehe, die Steuerfreiheit des Branntweins aufzuheben, insoweit dieselbe xur Bereitung des Speiseessigs dient. Wir sino ermächtigt, zu erklären, daß die Regierung eine derartige Absicht nicht gehegt hat, und bedauern, daß durch eine aus der Luft gegriffene Nachricht unnötige Beunruhigung in die beteiligten Erwerbskreise hineingetragen worden ist. Berlin, 19. März. Gegenüber der heutigen Meldung des „Kleinen Journal" über Friedensverhandlungen betreffs Südafrikas durch die deutsche und amerikanische Diplomatie, kann der „Börsen- Cour." feststellen, daß diese Mitteilungen nicht nur jeder autoritativen Grundlage entbehren, sondern überhaupt aus der Luft gegriffen sind. Berlin, 19. März. Die Kaiserin Friedrich trifft am 10. April zum Sommeraufenthalt auf Schloß Friedrichshof ein. Dresden, 19. März. Die Regierung lehnte es heute im Landtage ab, für das Fleischschaugesetz in der Fassung der zweiten Lesung des Reichstages im Bundesrat einzutreten. Kskales md Uroviiyielles Geschmack. 302 Universität und Hochschule dn> 20 giebt dem Kaffee nicht nur eine schöne Farbe, sondern auch einen exquisiten Email m'111 Niet** Linde’s Essenz SUMfyti MWtM AeM Gibt Wo(m4 Äobttilio$ ÜhnHlj Üwttät lms, IS jährig, ca. 201 WW NNt »eh Lavrstag de «tM. WMei Hohensolllis, b( 11182 ernannt. ** Polizeibericht. Gestern abend wurde der Bergmann Heinrich Söhn aus Leun, welcher auf Grube „Marie" der we im ®6nera Wh In bem Scsells : gtlragm, daß die ieiie' ^sMaft mit -mtchlür Mckbnb .Berlin, 20. März. Der Abgeordnete Dr. Lieber verbringt erneu großen Teil des Tages außer Bett, (fr empfing bereits, im Sessel sitzend. Besuche seiner Freunde und Fraktionsgenossen. Am geftrigen Montage, dem Namensfeste seiner Frau, kamen viele Gratulanten, welche tZ-rau Dr. Lieber ihre Glückwünsche zu der anhaltenden Besserung im Befinden ihres Gatten darbrachten. Paris, 20. März. Als Gäste der Weltausstell- ung werden folgende gekrönte Häupter erwartet: Der König von Griechenland, der Schah von Persien, der König von Serbien und vielleicht auch der Zar; ferner der Prinz von Wales, ein österreichischer Erzherzog und der Prinz von Neapel. Der Besuch des Negus Menelik ist noch nicht sicher. London, 20. März. Aus Peking wird gemeldet: Der Einfluß, welchen die Partei der den Fremden feindlich Gesinnten gewinnt, nimmt von Tag zu Tag zu. Die Kaiserin-Mutter scheint es sich zum Prinzip gemacht zu haben, in Zukunft nur solche Beamte, welche wegen ihrer fremdewfeindlichen Haltung bekannt find, mit den höchsten chinesischen Orden auSzuzeichnen. London, 20. März. Aus Rangoon wird gemeldet: Seit der Niederlage, welche die Kolonne Hertz erlitten hat, nehmen die Unruhen unter den Chinesen und die englandfeindliche Haltung derselben zu. Die Engländer haben sich veranlaßt gesehen, zahlreiche Truppen-Abteilungen nach den bedrohten Gebieten abzusenden. Lex Heinze. Berlin, 20. März. Nach der in BundeSratskreisen vorherrschenden Stimmung zu urteilen, muß es dem Lokal- Anzeiger zufolge als ausgeschlossen betrachtet werden, daß die sogenannte Lex Heinze die Zustimmung des BundeSrats finden könnte. Die wachsende Erregung in liberalen und Künstlerkreisen hat auch auf die maßgebenden Regierungsstellen Eindruck gemacht. Der Bundesrat legt ferner daS größte Gewicht auf den Wohnungs-Paragraphen, der in dritter Lesung gestrichen worden ist. Nr. Erstes! jpTStaSaren. 'VersW'8 ,. Essbestecke! Briefkasten. . Herrn Dr. G. in Die Dampfer der deutschen Ostafrita- Lmie brauchen zur Fahrt nach Lorenzo-Marquez von Neapel aus 27 bU 34 Tage. Sie verlaßen Neapel am 1. und 15. jeden Monats. Heber den Gegenkurs sind wir leider nicht unterrichtet. Kirchliche Nachrichten. Evasgeltsche Gemeinde. In der Stadttirche. . den 21. März, abends 6 Uhr: 4. Dasfionz, andacht. Pfarrer Dr. Grein. m de§ Bur-su e« ttn,t.Jni königlichen Opernhause fand gestern abend auf Befehl des Kaisers eine Fest-Bor- ber 200 Jahr-Feier der Akademie "■, ^Osonschaften statt, und zwar wurde auf Wunsch der Mitglieder derselben der „Fliegende Holländer" gegeben. Der Kaiser wohnte mit zahlreichem Gefolge der Vorstellung bei. Berkin, 20. März. Dem „Börsen-Courier" zufolge werden im Reichstage die Osterferien, soweit es jetzt an maßgebender Stelle bestimmt worden ist, bereits cV?reri ^Uang nehmen. Die zweite Beratung def Etats hofft man heute zu Ende führen zu können. Di? dritte Beratung wird sich alsdann bald anschließen Der Etat wird demnach rechtzeitig fertiggestellt werden können. « Ue&er etn angeblich im Einver nehmen Mit Deutschland, und Frankreich abgefaßtes r u s s i. sch es Commnniguee betreffs der Friedensver Mittelung in Südafrika, das bereits die ßuftinv mung des Zaren gefunden haben soll, wird einem hiesigen Blatte berichtet. Von unterrichteter Seite erfährt 'die „Rational-Zeitung", daß diese Angabe, soweit sie eine deutsche Mitwirkung betreffe, den thatsächlichen Verhältnissen in keiner Weise entspreche. Die deutsche Regierung hat die Note des Präsidenten Krüger für sich allein be- antwortet. Kunst und Wissenschaft. brr mäe3; Die 200 Jahr-Feier der Akademie JL!fiSel U Ä-Jn B* Astern abend mit einer Begrüßung der Gäste «nfö?9genommen. Die eigentliche Feier fand des fiaiferä9 finH 3Bei^en. ®aafe des königlichen Schlosses in Gegenwart rL8 des Lrs ^°ßem Pomp- vor sich. Um den Ein- ?ie etatitdmTnlftPr ^rtten Vxd) eingefunden: der Reichskanzler, ^toi^ börbTn K und Staatssekretäre, die Spitzen der Militär- und die^Vlrsammlung^ wurde der Festakt mit einem Chorgesange^eröffnet^ AlSd^n°bi vorfitzende Sekretär der Akadem?- X^Ä biJ Tages hmwies, an welchem vor 200 Jahren Kurfürst Fnedrtch III. seine Entschließung zur Errichtung einer A,ahhÜ. ShffenUaften kundgeben ließ. Der Kultusminister brachte 'einen Erlaß Kaisers zur Derlesung, wonach die Zahl der Stellet? für ordeittlich? Mitglieder der Akademie m jeder Klasse von 27 auf 30 erhöht wird Letter wurde m tgeteilt, daß der Kaiser an eine Anzahl um die Arbeit der Akademie besonders verdienter Männer Ordens-Auszeichnungen verliehet, hat. U a. wurde Professor Theodor Mommsen der Role Adlerorden I. Klasse verliehen. Weiterhin sprach der vorsitzende Sekretär der Akademie deren Dank für die derselben gewährten Bewilligungen und die den Mitarbeitern verliehenen Auszeichnungen aus und verkündete die von der Akademie anläßlich ihrer Jubelfeier vollzogene Ehrenwahl. tjn t® jini»« itblotf dlüMald, Jw liier' zu Sörzen! Mltül If- Sirße«, bttt 13. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden u. a. Reichskanzler Fürst Hohen, lohe, die Staatsminister Dr. Falk, von Goßler, Dr Studt, der bayrische Gesandte Graf Lerchenfeld und der Minist-rial-Direktor Dr. Althoff. Hierauf ergriff der Kaiser das Wort zu einer längeren Rede, in der er u. a. ausführte: Er erinnere sich gern der Beziehungen, welche die Akademie mit dem Dohenzollernhause verknüpften. Alle Könige Preußens । ?ätten als unmittelbare Protektoren teilnehmend, leitend und fördernd I "ber dieser Schöpfung des Kurfürsten Friedrich III. gewaltet. Er freue sich, heute anerkennen zu können, daß die Akademie der Wiffenschaften I nUl? i$on durch zwei Jahrhunderte ihre unversiegte Lebenskraft bewahrt I und daß sie den Erwartungen, die seine Borfahren in sie gesetzt haben, I wollig entsprochen hat und wenn die Akademie die Wiffenschaft von vorn- | he"in in ihrer Universität erfaßt habe, so könne man es ihr andererseits I nachrühmen, daß sie sich der Verfolgung aller außerhalb der Wiffenschaften I liegenden Interessen gänzlich fern gehalten habe. Sie habe es stets | verschmäht, in das Gebiet der politischen Leidenschaften hinab zu I neigen und ihre oberste Pflicht vielmehr allezeit in der reinen und | interesselosen Pflege der Wiffenschaft erblickt. In dieser selbstlosen | Angabe, der sie großes zu danken habe, und die ihr weiterhin den I Erfolg ihres Schaffens verbürgt, diene sie zugleich dem gottgewollten | Ziele alles Wissens, die Menschheit in die Erkenntnis der göttlichen | Wahrheit einzuführen. Daß dies allezeit geschehe, so schloß der Kaiser, I walte der Segen des Höchsten über der Akademie auch im neuen | Jahrhundert. Der Vorsitzende Sekretär der Akademie antwortete mit I einem Hoch auf den Kaiser, und ein Chorgesang schloß die Feier. Nach I Schluß derselben fand im festlich geschmückten Uhrsaal der Akademie I der Wiffenschaft der Empfang der auswärtigen Delegationen statt. I — Der „Reichsanz." bringt einen ausführlichen Bericht über den heutigen I Festakt im Weißen Saale des königl. Schlaffes und teilt mit, daß zu | Ehrenmitgliedern der Akademie ernannt wurden: Reichskanzler | Fürst Hohenlohe, Staatsminister Falk, Kriegsminister Goßler, Kultus- I Minister Studt, der bayerische Gesandte Graf Lerchenfeld, der Direktor I «n Kultusministerium Althoff, der Generaldirektor der Museen Schöne, I Frau Maria Wentzel geb. Heckmann; ferner wurde eine Anzahl zu aus- | wärtigen Mitgliedern ernannt. Bei dem Festakte teilte der Kultus. I Amskr Studt mit, daß der Kaiser für die Herausgabe der Werke I Wilhelm v. Humboldts und füc ein Wörterbuch der klassischen I Rechtswissenschaft die erforderlichen Mittel aus dem Dispofittons. I l?uds zur Verfügung stelle, daß ferner zur Erhöhung des wiffenschaft- | lichen Fo tds der Akademie für größere Unternehmungen ein Mehrbetrag | "VN 25,000 Mk. und gleichzeitig die Mittel zur Begründung von vier I sür bestimmte Unternehmungen in Aussicht genommenen wiffenschaft- I "chen Beamtenstellen in den Entwurf des Etats für 1900 eingestellt t”Ur— Z" korrespondierenden Mitgliedern der Akademie der Wiffenschaften wurden ernannt: Benecke, Friedländer, Groeber und Theodor Noeldeke, sämtlich in Straßburg, Spengel in Gießen, Schroeder und Karl Gegenbauer in Heidelberg. Paul Heyse's 70. Geburtstag. Aus Gardone-Riviera | vom io März wird berichtet: An einem milden Frühlingssonntage 1 Amgen heute die Deutschen an der Riviera des Gardasees Paul Heyse's 70 Geburtstag. Am tiefblauen Himmel war fein Wölkchen zu erblicken Der See schimmerte in seiner blauen Pracht. Unter den leuchtenden Sonnenstrahlen gewann selbst das fahle Grün der Olivenhaine ringsum ö-arhe und Leben. Die Mandelbäume erstrahlten in ihrem Blütenschmuck, war em so wunderbarer Frühlingstag, wie wir deren selbst am Gardasee nur wenige erleben Der Dichter hatte gewünscht, den Tag : im engsten Familienkreise, in seiner sonnigen Villa am Seeufer zu ver- | onngen. Seine Gattin und seine Schwägerin, seine Tochter v:rw. Frau Dr. Baumgarten mit ihren vier Kindern, sein Schwiegersohn Oberst- leuinant Layriz aus München, seine Schwägerin Fpgu Geheimrat Kugler aus Tübingen sollten allein bei chm sein. Aber Freunde des Dichters hatten es sich nicht nehmen lassen, persönlich ihre Glückwünsche darzubringen, und so ging es in Heyse's Haus sehr lebhaft zu. Nachdem schon gestern zahlreiche Gratulattoncn eingelaufen waren, traf heute fnM l2eC eine solche Fülle von Geschenken, Telegram,nen und Glückvunschschre'ben ein, daß sie sich zur Stunde, in der wir diesen Bericht schreiben, noch gar nicht übersehen lasten. Vormittags begab sich I ?ur”itfia,lVon Gardone zur V.lla Heys-, um die Glückwünsche I ?rP;hbeUtKen/°l?n,e?U überbringen. Deutsche Mädchen in Frühlings- 1 kle'dern überbrachten dem Dichter Rosen, Veilchen und Narcissen. Paul Heyse war in heiterster Stimmung und dankte für die Huldigung in I s-mer liebenswürdigen Weise. Mit „Evviva-“ und Hochrufen auf den I „poeta Paolo Heyse“ klang die herzliche Ovation aus. Der Abend I vereinigte die Festgäste mit der Familie des Dichters in seiner Villa. I Sin Feuerwerk und eine Serenade, von den Besuchern Gardones dar- I gebracht, lockten die Leute aus Fasano und Gardone herbei: es war wie I em Volksfest. Stilbs 8 i 8e#N«, — Grnarmtr Der provisorische Leiter der Kunstgewerbeschule des österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien Professor F- Freiherr v. Myrbach-Rheinfeld zum Direktor dieser Anstalt — An Stelle des nach Marburg übersiedelnden Pathologen Hugo Rib'bert der a.-o. Profeffor m der medizinischm Fakultät der Universität Heidelberg Dr. Paul Ernst, ein geborener Züricher, zum o. Profeffor für allgemeine und spezielle pathologische Anatomie und Histologie an der Züricher Hochschule, sowie zum Direktor des pathologischen Instituts. — Der a.-o. Profeffor Dr. Jakob Krall an der Universität Wien zum o. Profeffor der alten Geschichte des Orients. — Habilitiert: In der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig Dr. med. Hirsch als Privatdozent für inner Medizin. r — Gestorben: Am 17. März der Senior der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Breslau Professor I. H. Friedlieb im 90. Lebensjahr. — Der Nestor ver dänischen Chirurgen, Profeffor Saxtorph in Kopenhagen, im Alter von 77 Jahren. Er war ein Schuler des berühmten französischen Chirurgen NÄaton und der erste, der int Jahre 1870 die antiseptische Methode Lister« hier einführte. — Verschiedene-r Aus Rostock wird geschrieben: Der Nervenarzt Dr. Otto DornblÜth verläßt Rostock, seine Vaterstadt, um in Frankfurt a. M. ein größeres Sanatorium für Nervöse zu begründen. — Aus Krakau wird gemeldet: Hier wurde zum erstenmale eine Dame -um Doktor der gesamten Heilkunde promoviert: Frau Sophie Cholewa- Moraczewska, welche bereits in Zürich den Dottorgrad besaß und denselben nun hier nostrifizieren ließ. verunglückt war, mittelst Bahn hierher verbracht, um in der Klinik Aufnahme zu finden. Derselbe verstarb jedoch schon auf dem Transport hierher in der Bahn. — Gestern abend 10y3 Uhr brach in Großen-Buseck Feuer aus, und äscherte die Scheuer des Landwirts Konrad Rohrbach ein. Nur durch das frühzeitige Entdecken des Feuers wurden die Anwohner der Brandstelle vor größerem Schaden bewahrt. — Es werden Bauunternehmer, Unternehmer von Tiefbauten, Hausbesitzer und sonstige Handwerksmeister darauf aufmerksam gemacht, daß Gruben, Löcher und sonstige Vertiefungen derart zu verwahren sind, daß niemand zu Schaden kommt, da sonst das Gesetz ihn dafür verantwortlich macht. — Ein angeblicher Student, der sich von Boden nannte, erschwindelte gestern nachmittag bet einem hiesigen Uhrmacher eine goldene Uhr mit Kette rm Werte von 160 Mk. Der Fremde ist identisch mit einem Schwindler, der unter dem Namen Freiherr v. Herzenberg am 15. I. Mts. in Jena ein Fahrrad erschwindelte. Man konnte des Schwindlers hier nicht mehr habhaft werden. Verfolgung ist eingeleitet. () Aus den Gewerbevereinen. Für die Ge- ??or Büdingen ist der namhafte Betrag von H und für diejenige in Nidda von 700 Mk. als |tt)ette§alfte für jede Anstalt bewilligt worden, und werden diese Summen in aller Kürze zur Auszahlung kommen. schließen, daß das Schulwesen für gewerbliche Anstalten bedeutend gefördert wird; denn in anderen Städten, wo sich derartige Anstalten befinden, werden ficher ähnliche Zuschüsse geleistet. ™ der Wetterau, 19. März. Für Freunde von Wittern nbsbeob ach tun gen geben wir fol- gende kurre Nachrichten: Die Tage vom 18. bis 26. März >ur die Witterung bis in die erste Juniwoche von hervorragender Bedeutung. Herrscht in dieser Zeit Frost und Ostwind, so giebt es ein trockenes, tauhes Frühjahr; i herrschen Sturm und Schneetreiben, so d«s man sich aus ka"en, nassen Frühling gefaßt machen; Feuchtigkeit, milde Winde und Westwind deuten auf einen milden, hei- ^ren gewächsigen Lenz. Wie sich der Wind in den Tagen vom 8. bis 26. Marz stellt, so bleibt er mit wenig Abwechslung bis Anfang Juni stehen. Für den Vogelsreund bemerken wir, daß die Elster um die jetzige Zeit ihr Nest Et und das Flugloch so anlegt, daß es vorder während des Fruchahrv herrschenden Windrichtung abgewendet er- I steint. Madame Elster will also während des Brut- I gescliastes und in der Zeit, wo die Jungen ausgepäppelt I werden, nicht von lästigen Winden gezaust werden. Unsere I Xfinbkute geben genau auf den Bau des Elster- oder Atzel- nestes acht und machen Schlüsse auf die kommende Witte- I Eg. Da die hier vorgebrachten Thatsachen auf langjähriger Beobachtung beruhen, so ist immerhin etwas da- I van, und es nimmt vielleicht mancher Naturfreund Ver- f onlaHung, der Sache einige Aufmerksamkeit zu widmen. Kögelsberg, 19. März. Die wieder- Yvlten Ruckfalle in den Winter, nachdem schon sommerlich I loarnie iage zu Ende Februar aufgetreten, mahnen den I Imker zur besonderen Aufmerksamkeit für seine Völker. I <9. in^e Winter, sowie das warme Februarwetter ließen I frühe Brut ansetzen. Wir konnten Mche schon int Februar in der That beim Nachsehen der stocke entdecken. Das Brutgeschäft erfordert aber vielen -iQomg, da die Bienen den FuUerbrei für die Brut aus Honig und Blütenstaub bereiten. An Honig war jedoch im vorigen Herbste nicht Ueberfluß, sondern Mangel. Fehlt eben den Bienen die Nahrung, deren sie aus angeführtem Grunde mehr bedürfen als im Winter während der Ruhe so muß ^etzt noch ein Volk elendiglich am Hungertode sterben, ^a, dieser Umstand kann noch im April und selbst in der ersten Hälfte des Mai eintreten, wenn nämlich ein gleicher Futtermangel bei gleich ungünstiger Witterung herrscht. Mag auch draußen in der Natur manch Früh- linasblumchen seinen Kelch öffnen und mögen auch die Haselnußstauden mit reichem Blütenstaub ihre goldenen Kätzchen darbieten, es nützt den Bienen nichts, wenn kaltes Wetter sie in ihre Wohnungen bannt. Darum heißt es setzt für den Imker, die Stöcke ob ihres Honigvorrates aenau untersuchen. Wo er fehlt oder wo nur Mangel §u befurchten, da reiche man sofort Notfutter und zwar den vekannten, bestbewährten Fruchtzucker. Gerade eine frühe Brutanlage laßt starke Völker zurzeit der Frühjahrshaupt- ttacht, der Rapsblüte, erhoffen. ** Anläßlich der Jubelfeier der Akademie der Wissenschaften in Berlin wurde u. a. auch Herr Professor Doktor Spengel in Gießen zum korrespondierenden Mitglied »tttchnt, Biittau ftagm von to 11185 ßUj toeil b0,t no*bit Handel und Uerkehr. NslkswirWP. Frankfurter Börse vom 19. März Wechsel auf New-York zu 4.211/r221/|. Prämien auf Kredit per ult März 0.75 %, do. per Du April 1.80% Diskonto Kommandit per ult. März 0.75%, do n« ' ult April 1.80% Lombarden per ult März 0.55%, do. per' nh April 0.80%, Berl. Handelsges per ult. April 1.60%. Notierungen: Kreditaktien 285-285.40.00-00, Diskonto. Kommandit 197.60-000, Staatsb. 138.40, Gotthard 142.20, Lorn- barden 28.40-80.00, Ungar. Goldrente 96.80, Italiener 94.70, Zp«, Mexikaner 26.00, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4 Privat-Diskont 5%6 Geld. ’ 1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 235.30-00.000, Dißkonto-Komman- dit 197.60-50, Staatsbahn 188 40-000, Lombarden 28.90 Portugiesen 25 00 B. 00 G. Bochumer 00.00. Arbeiterbewegung. Brüx, 19. März. Infolge energischer Intervention der Re- gierung erklärten sich die Werkbesitzer bereit, nach Beendigung deS Streiks eine Lohnerhöhung zu bewilligen. Mährisch»Ostr i abgefaDnii'- ■ Frie-eM'. bereits bie M vird einem hichP Seite erfährt te k, foweit sie eint atfäKlhen Perhali- e beutle Amm- r für fich W -■ irduete Tr. Sieber ^es außer »ett. -suche seiner jjK- gen Montage ! Uatulante^ zu der anhM >n darbracht«. , der EeltE tötet erw^;,* >W Leicht auch W o 6r ö-ertt/chtf 9?eu-el. De^ sicher. - wird gemeldet - ,, ben $-«• «w»' scheint es 14" H-» S*®. ? bin g°°n »«b s” :- Ä< «616*1*^’ Dtotten »'■ in »s'A 1, m6 in«« Äs-* senersweg Brüder Schmidt, Nr. 83. Erstes|Spezialgeschäft der Haus- u. Küchengerätebranche am Platze Emailwaren Mickelwaren Lackierwaren Feine Holzwaren __ Pa. Stahlwaren* Versilberte Essbestecke] Eisschränke. empfehlen: # Vollständige Köcheneinrichhingen 4 Küchenmöbel Waschmaschinen Waschmangeln | Wringmaschinen Leitern ß Eiserne Bettstellen Haushaltungs- Maschinen Blumentische Petroleum- Kochapparate Vogelkäfige Sportwagen Eiserne Waschtische Rasenmäher G'9.PtjOHinÖlD©l Garten^eräte Rollschutzwände. Bekanntmachung. In dem Handelsregister unterfertigten Gerichts wurde gewahrt, daß Kkolaus Grünewald, Kaufmann in Klingenberg, der Firma „Hermann llöhler" zu Schwarzenberg mit Zweigniederlassung Gießen als Teilhaber btigetreten ist. Gießen, den 13. März 1900. 2148 Großherzogltches Amtsgericht. Bekanntmachung. In dem Gefellfchaftsregister unterfertigten Gerichts wurde ein- getragen, daß die seitens der Firma „Brennöfen-Bauanstalt, Gesellschaft mit beschränkter Haftung" zu Hamburg in Gießen errichtete Zweigniederlassung erloschen ist. Gießen, am 14. März 1900. Grobherzogliches Amtsgericht. 2148 Lohrinden-Verkauf. Ahrdt 12/13 jährig, ca. 30 Centner, „ Distrikt Bilzrain. Altenkirchen 18 „ // 90 M 16 „ , 120 „ u Buchenberg. Altenstädteu 15 „ „ 270 M Bermoll 15 tf n 60 H Erda 18 „ z, 60 // Hohensolms 15 .. „ 30 n Mudersbach 15 , , 150 tf Sämtlich Qualität I und Taxe überall 3 Mk. per Centner. ©5er* Itmp, 15 jährig, ca. 20 Centner, Qualität II, Toxe 2 Mk- per Centner. schriftliche Angebote nehme ich bis Samstag de« 31. d. Mts., mittags 12 Uhr, entgegen. Höchstgebote über der Taxe erhalten im Termin den-^Zuschlag. Hohensolms, den 10. März 1900. 2132 Der Bürgermeister: Huttel. A uterefienten diene zur Nachricht, daß unser vl Viirean zur Entgegennahme von An- - V fragen an jedem Wochentage vormittags kJ von 10 bis 12 Uhr geöffnet ist. »so Grotzh. Handelskammer. ßießener Ommbus-Gesellschast. E. G. m. b. H. in Gießen. Mittwoch den 28. März 1900, abends 81/, Mr: im Casö Bavaria (Feidel): General-Versammlung*. Fages-Hrdnung: Bilarz. Wahl des Vorstandes. Wahl des Aufsichtsrater. Allgemeines. Gießen, dm 20. März 1900. Der Vorstand: Helfrich. Hanau. Kirch. Die Bilanz liegt während der üblichen Geschäftsstunden auf dem ?Mreau des Bankhauses A. Heichelheim hier zur Einsicht der Be« Ättn offen. 2142 kaufmännischer Herein. Wir laden hierdurch unsere verchrlichen Mitglieder mit ihren werten ^gehörigen auf Samstag den 24. März, abends 8 Aßr, in Steins Saaköau zu einer Abend.-TJnterhaltung- lohend in Konzert und Tanz, ergebenst ein und bitten um zahlreiche S9deil.ie.ung. 2108 Ter Vorstand. Freiwillige Gail'sche Feuerwehr. Samstag den S4. März, abends 8'/r Uhr: General-V er Sammlung* bei Kamerad Häuser, Schiffenbergerthal. Kages-Hrdnung: 1. Bericht über den Stand des Korps. 2. Rechnungs-Ablage. 1946 3. Wahl des Vorstandes. 4. Etwaige Anträge gemäß § 12. Außerdem wird auf § 14, Absatz 2, bett. Stimmrecht, aufmerksam gemacht.Der Vorstaud. in'kiiinitiniiilimiiuii Hiesiener Kmniöus-Gesellschaft. Der Hufbeschlag der Pferde soll vom 1. April 1900 bis 31. März 1901 vom Vorstand vergeben werben. Offerten werden bis zum 26. ds. Mts., mittags 12 Uhr, in der Wohnung des Betriebsleiters, Mar- burqerstraße 29, erbeten. 2141 Hohmrsteigerung. Dienstag den 87. März 1900, vormittags 9 Uhr, soll im Gemeindewald der Gemeinde Staufenberg, in den Distrikten Strackeloh, Eichwald, Maistrauch und Mark, nachoerzetchnrte- Holz versteigert werden: 94 Stück Fichten-Derbstangen, 90 Stück Fichtrn-Reisstangen, 12 rm Buchen-Scheit, 12 „ Eichen-Scheit, darunter 6 rm Küferholz, 8 Aspen-Scheit, 159 „ Buchen-, Eichen-, Nadel* und ASpen-Knüppel, 4600 Buchen-Wkllen, 6575 Elchen Wellen, 1638 Nadel-Wellen, 61 rm Buchen-, Etchen- und Radel Stöcke. Dir Zusammenkunft ist beim Gemeinde-Sandsteinbruch. Staufenberg, am 19. März 1900. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. _______Stephan._____2150 Die am 7. b. Mts. in Altenkirchen stattgesundene Eicheustammholz- Versteigerrng ist nicht genehmigt. Das Quantum: 6,39 fm 1. Kl. 20,70 H 2. „ 60,84 „ 3. „ 21,41 „ 4. „ kommt am Montag dem 26. ds. MtS., vormittags 11 Uhr, aus dem Gemeindesaal zu Altenkirchen nochmals zum öffentlichen Aurgebot Die Versteigerung des Holzes der Gemeinde Ahrdt ist genehmigt. Hohensolms, den 17. März 1900 2147 Der Bürgermeister Hnttel. Miliar-Derstkiseruns. Donnerstag den 22. b. M., r achmittagS 2 Uhr, versteigere ich rni Bieker'schen Saal, Neustadt 55 dahier: Tische, Stühle, 1 Sofa, 1 Spiegel, 2 Betten, 1 Kleider- schrauk, Haus- und Küchengeräte, sowie eine Partie Früh- und Spätkartoffeln. 2160 I. A.: Schneider. Hol^versteigerung. Nächsten Donnerstag, den 22. März l. Js., von vormittags 9 Uhr an, sollen im Großen - Busecker Gemeindewald, Distrikt Galgen berg und Oeleberg, bei der Ganseburg, versteigert werden: 159 rm Tannen-Knüppel, 24 Tünnen-Stöcke, 2500 Nadel-Wellen. Der Anfang ist im Distrikt Galgenberg, 10 Minuten von der Bahnstation entfernt. Großen-Buscck, am 19. März 1900. Gr. Bürgermeisterei Großen - Buseck. Meyer.2151 Zu verkaufen 01084) Aammstratze 16. Ein Wohnhaus mit 3 kleinen Wohnungen unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näheres bei _________Emil Euler, Asterweg 16. 01069] Ein gut erhaltener Restau* ralionsherd zu verkaufen. 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Auskunft erteilt auch Stationsverwalter Dörr in Nieder-Gemünden.1749 (Offene '.'testen .Im Plakat- und Reklamedruck leistungsfähige, süddeutsche Kunstanstalt sucht__ 2144 Vertreter an allen größeren Jndusirieplätzen gegen hohe Provision. Keine Loger- artrkel, nuriErtraanfertigung. — Offerten mit Angabe seitheriger Thätigkeit unter M.C.4795 an Bud. Moese, Müuchcu. 15821 Zwei tüchtige Schreinergesellen finden dauernde Beschäftigung. LouiS Beil, Grünbergerstraße. 01074] Ein Hausbursche sofort gesucht. Walllhorflraße 7. Ei« Krankenpsteger zum 1. April I. Js. gesucht. Jährlicher Lohn 350 Mk. nebst freier Station und teilweise freier Kleidung. 2146 PsychiMHe Klinik Gikßktr. 01085] Ein jüngerer Kauröurfchc. der mit Pferden umgehen kann, sofort gesucht. ________________Heörüder Schwan. HmsdmHe gesillhl. 1761_______Steins Garte«. Tüchtiger Junge für Gartenarbeit gesucht. Meldungen in der Expedition d?. Bl. KüIlgbUslllk 01080] Ariseurlehrling gesucht. 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: ».Mw* Gestern abend 9 Uhr verschied nach kurzem Krankenlagergunsere gute Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter erster Ehe, Anina, s. zweite Frau, .bans Lutz, Apotheker, Fritz Hart, Handlungs- reisender, Professor Brause" Professorin Brause (ün Hauptmann a. D. Der Pastor Ein altes Fräulein Marie, Dienstmädchen, Möbliertes Zimmer gesucht zum 1. April. —""©eft Offerten unter R. 01079 an die Expedition d. Bl. J. Güngerich Giessen, den 19. März 1900. Mk. 25-30000 Kapital auf erste Hypothl k gesucht. Offerten unt. 01068 an d. Expedition. Ca. 50000 Mk. auf 1. Hypothek sind auszuleihen. 01087 Näheres bei g. Katz, Asterweg 10. 01071] Schön möbl. Zimm- i. d. Nähe d. neu. Klin. z. verm. Krankfurterstr. 36. & v Feiuftes Slrfl^nrgtrSauttktflut und Esfiggnrkk« «Mpfiehlt 2138 J> M. Schulhof. Emma Seuling Wehst«iaftr-ß« 45 2154 empfiehlt w. u. dekonertk Maschgarnitmen in größter Auswahl von Mk. 1.50 an. Toiletten-Eimer, lack. 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