Gneisenau Fischerei. HccfenJ^ r^HLi-ck t WaJirKKeuu m 298 Zweites Blatt. Donnerstag den 20. Dezember 150. Jahrgang Heneral-AnMger Anrts- unb Anzeigeblertt für den Ttreis Giefzen Die Stranduug der ■'Zx&ichloSS 5tra>tdungSst»{Ze hnJerfda.it i hdag \u Qtrer der deutschen Kolonie stattsinden. Der 9' ii ?b Alle Anzeigen-BermitttungSstellen beß In- und Slußlanbet nehmen Anzeigm für den Gießener Anzeiger entge-«^ Zeilenpreis: lokal 12 Pfg,, auswärts 20 Pfg. rj Giessei ’ägewerk MHHimi, Expedition und Srutati: -chnkßratze Nr. 7. »en Anzeigen zu der nachmittag- für den »ßMcki Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr, KbbtfkQuRgtn spätesten- abend- vorher. Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. t: Mehen-Parfium Z3e,»a-preii vierteljährl. Mk. 2,96 monatlich 75 Pfg. mit Lringcrlohnr durch die Abholestellnr vierteljährl. Mk. 1,96 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. *W5 Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Kapitünlcutnant Werner verbleibt mit einem Wacht-Kommando der Besatzung der Gneisenau vorläufig in Malaga. Madrid, 19. Dezember. Der Kaiser dankte der Königin-Regentin für ihre Beileids-Kundgebung anläßlich der Gneisenau Katastrophe. — Am Samstag wird die Charlotte in Malaga erwartet. bringen der Arte franko. w tu, K Ms 6« । 7W'W qam t xT*H äS-J rr toi Bekleidung t« i fcßfühnmg. Auch to. c täte Sorten), Sockelt h |uf Lager. iaatischlereiarf hiesigen und aus» c. meine aosgeir ir Säge-, Frili- j Westen dri -- konkunenzfreie W IM Räume Vorhände- «6 Restaura«!- ü> Kaffee emtle - bei mäßiger AnDo >n Bedingungen z«- ^auchluvttE b>r auch Nei* rmpM W H* K. ZL Die Buren. Außer dem Mißgeschick Clements ber Nooitgedacht und dem glücklichen Durchbruch De Wets bei Thabanchu gab es dieser Tage noch eine Reihe anderer für d i e Engländer w e n i g erfreu- l ich er Kri e g s e re i g n i sse. Freilich, der Bericht Methuens war in London nicht unwillkommen. Dieser General, dessen Operationsfeld das südwestliche Transvaal ist, hat nach langer Ruhepause am 14. Dezember den General Lemmer bei Lichtenburg angegriffen. Der Angriff geschah überraschend und endete mit der völligen Weg- uähnie des Burenlagers, von 15 Ochsenwagen, einigen Kap-Karren, 15 000 Patronen, 1460 Rindern und 2000 Schafen. Ein Kampf hat kaum stattgefunden, denn auf englischer Seite wurde nur ein Mann der Momanry leicht verwundet, auf burischer zloei Mann getötet und fünf gefangen genommen. Unter diesen Toten befindet sich G e n e r a l L e in m e r, einer der tüchtigsten Burengeneräle, bekannt durch seinen kühnen, zusammen mit Olivier und Grobler ausgeführten Rückzug vou Storm- berg. Lemmer hat seit dem Einbruch der Briten in Transvaal beständig im Westen und Südwesten von Pretoria operiert und bei Zeerust und Rustenburg Baden-Powelt, Earringtou und Methuen viel zu schaffen gemacht. Im südöstlichen Zipfel von Transvaal indessen ist die Entwickelung den .Engländern wenig günstig. Hier werden sie bei B r y h e i d durch Louis und Christian Botha beständig beunruhigt. Am 10. Dezember wurde ein burischer Angriff, angeblich unter einem Verlust von 100 Toten und Verwundeten, abgeschlagen, aber die englischen Verluste waren auch nicht leicht: 2 Offiziere und 19 Mann fielen, 1 Offizier und 29 Mann wurden gefangen genommen. Am 13. fand bei Vryheid ein neuer Kampf gegen £00—600 Buren statt, die vom .Scheepers Nek, angeblich unter schweren Verlusten und unter Wegnahme von Waffen und Vorräten, vertrieben wurdet,, während die Briten nur zwei Tote hatten. Sehr unglücklich verlief die Unternehmung einer Abteilung von Brabants Reitern im Bezirk Zastron (südöstl. Oranjestaat). Sie wurden am 13. in einem Passe eingeschlossen und alle 120 Mann gefangen geil omme n. Zur Entschuldigung wird beigefügt, daß es sich fast ausschließlich um Rekruten handelte und daß sich die alten Leute wacker schlugen. Dieser Erfolg hat den beteiligten Burentrupp kühn gemacht. Eine Depesche des „Evening Standard" wollte wissen, sie wären am Oranjefluß umzingelt und vollständig geschlagen. Eine neuere Meldung aus Kapstadt vom 17. 'besagt indessen, daß ein Trupp von 700 Buren bei Aliwal N o r t h in die K a p k o l o n i e eingedrungen ist und Knapdaar nördlich von Albert Junction erreicht hat. Hierüber liegen bereits zwei spätere Nachrichten vor. Nach der einen, aus Kapstadt vom 17: ds. datierten, übersch r i tt d i e s e s B u r e n k o m m a n d o am Samstag den Fluß w e st l i'ch von A l i w a l N o r t h und« warf eine aus berittenen Kapschützen und Brabants Reitern bestehende Abteilung, die sich ihnen entgegenstellte, zurück, nachdem es ihr Verluste beigebracht hatte. Nach der andern, die in Aliwal North am 17. ds. aufgegeben ist, erfolgte der Uebergang am Sonntag zwischen Odendäl- stroom (wo De Wet jüngst den Uebergang versuchte) und Bethulie; Hertzog soll das 600 Mann starke Kommando führen, eine Angabe, die wenig wahrscheinlich ist, da dieser Kommandant bisher bei Luckhosf operierte. Nach dieser Meldung sind die englischen Abteilungen nicfyt geschlagen: vielmehr verfolgt das 2. Bataillon von Brabants Reitern die Buren, während die aus Aliwal North entsandte Käppolizei ihnen den Weg versperrt hat. Möglicherweise ist die Kapstädter Depesche die spätere, sodaß nur bezüglich des Tages, au dem der Oranjefluß überschritten wurde, ein Widerspruch bestehen bliebe, lieber den vorausgegangenen Kampf von Brabants Reitern bei Zastron meldet ein Telegramm aus Aliwal North vom 17. weiter: An dem Gefecht, das am 13. ds. jenseits Noux- ville (also zwischen Rouxville und Zastron) stättfand, nahm nur eine Schwadron von Brabants Reitern teil. Die Verluste der Briten betrugen: 8 Tote, 18 Verwundete, von denen in ber Zwischenzeit 3 gestorben sind, und 48 Gefangene. Demnach würde sich der anfänglich gemeldete Verlust von 120 Mann auf 74 verringern. Nach einer in London vorliegenden, bisher u n b c => [tätigten Depesche aus Johannesburg soll eine Abteilung von 2 000 Buren, die auf dem Vormarsch nach, dem Süden begriffen waren, vollstan'bigu m z i n g e l t wor- m, Mutche s flölSCto. HnvM &n. »IIII., Diogmp mn.c Bahnhoft^-^ er habe in Malaga Hilfe durch ein britisches Kriegsschiff erbeten lassen, falls ein solches von Nutzen sein könne. — Der italienische Botschafter Graf Lanza brachte dem Auswärtigen Amte auf telegraphische Weisung Visconti Venostas das Beileid der italienischen Regierung zur Kenntnis. Der S u l t-a n ließ in den wärmsten Worten durch deu deutschen Botschafter in Konstantinopel dem Kaiser seine Sympathie bezeugen. Der griechische Gesandte in Berlin übermittelte die Teilnahme seiner Negierung. Die argentinische Republik sprach durch die Vermittelung des deutschen Geschäftsträgers in Buenos Ayres sein tiefstes Beileid aus. Ter Staatssekretär des Auswärtigen, Frhr. v. Richthofen, stattete dem spanischen Botschafter in Berlin einen Besuch ab, um den Dank der deutschen Regierung für die von Spanien erwiesene Teilnahme und thätige Hilfe auszudrücken. Der Kaiser erließ au den Reichskanzler (Reichsmarineamt) am 17. Dezember folgende Ordre: Während ich am gestrigen Tage die Freude hatte, deu heimgekehrten Offizieren und Mannschaften Meiner Marine im Zeughause zu Berlin Meine Anerkennung für ihr tapferes Verhalten in China auszusprechen, tobte ein schwerer Sturm bei Malaga, welcher für Mein Schulschiff „Gneisenau" verhängnisvoll geworden ist. Das Schiff hat der Gewalt der Wogen erliegen müssen, mit ihm sein braver Kommandant, sowie ein Teil ber tapfer kämpfenden Besatzung, der hoffnungsvolle Nachwuchs . Meiner Marine. Eine erschütternde Fügung, auf die Ich mit tiefer Wehmut blicke! Meine Marine hat wiederum schwere Opfer gebracht, aber sie wird sich nicht irre machen lassen in dem stolzen Berufe des Kampfes und des Ausharrens, was Gottes Wille auch bringt. Dessen bin Ich gewiß, und Ich beauftrage Sie, diesen Erlaß zur Kenntnis Meiner Marine zu bringen. Auf das Telegramm des P r i u z r e g e n t e n vou Bayern an den Kaiser traf in München nachfolgende telegraphische Antwort ein: „Deine warmen Worte der Mittrauer um den schweren Verlust, der gestern unsere aufstrebende Marine betroffen hat, verpflichten Mich, Dir zu aufrichtigem Dank. Ich zweifle nicht, daß die Mannschaft int Kampf mit den Elementen ebenso ihre Schuldigkeit gethau habeu wird, wie im Kampf mit dem Feind die Tapferen, die Ich gestern int Beisein Deines Enkels bei der Heimkehr begrüßen konnte. Ehre den so früh ins Grab gesunkenen Männern und Jünglingen, gez. Wflhelm. Der Kaiser richtete ferner an den Stadtältesten Kretschma n n in Magdeburg folgendes Telegramm: Zu dem großen Verlust, der' Sie und Ihre Enkelkinder durch deu Tod Ihres Sohnes bei dem Untergang der „Gneisenau" betroffen hat, spreche Ich Ihnen meine herzlichste Teilnahme aus. Möge es Ihnen zum Tröste gereichen, daß Ihr Sohn int Dienste des Vaterlandes sein Leben hingegeben hat und daß sein Name fort- leben wird auf der Ehrentafel der Marine, qez. Wilhelm. Reichskagspräsident.Gras Ballestrem richtete an den Staatssekretär des Reichsmarineamts nachstehendes Telegramm: Tieferschüttert durch das schwere Unglück, welches den Kaiser und das Deutsche Reich durch den Verlust der „Gneisenau" und zahlreicher blühender, hoffnungsvoller Menschenleben getroffen hat, spreche ich Eurer Exzellenz als Vertreter der Marine namens des Reichstages meine tiefgefühlteste Teilnahme aus. Nach einer Meldung aus Kiel befahl der Kaiser die schleunige Instandsetzung des Schulschiffes Stein an Stelle der Gneisenau. Die Madrider Preise widmet dem heldenmütigen Kommandanten der „Gneisenau" ehrenvolle Nachruse und beklagt das traurige Schicksal der untergegangenen tapferen Jugend, hebt aber auch das heroische Verhalten der spanischen Seeleute bei der Rettung hervor. • * • Telegramm des Gießener Anzeiger-. Kiel, 19. Dezember. Kontre-Admiral von Arnim, Inspektor des Bildungswesens der Marine, hat folgenden Nachruf erlassen: „Am Sonntag, 16. Dezember ist Sr. Majestät Schiff „Gneisenau" in der Bucht von Malaga gestrandet und total verloren gegangen. Als brave, unerschrockene Männer haben der Kommandant und erste Offizier, der leitende Ingenieur sowie 33 Deck Offiziere, Seekadetten und Mannschaften ihren Tod gefunden. Schmerzlich be. trauern Vorgesetzte und Kameraden den herben Verlust und nehmen regen Anteil an der Trauer, die über so viele Familien kurz vor dem Weihnachtssefte hereingebrochen ist. Die Namen der für Kaiser und Vaterland Dahingeschiedenen werden in ber Geschichte der Marine aber glänzen und voranleuchten für alle Zeiten zum Nacheifern in treuer Hwgabe für Kaiser und Reich und in gewissenhafter Pflichterfüllung selbst bis zum Tode. Ehre ihrem Andenken." — letzte deutsche, der gerettet wurde, hatte fünf Stunden . gegen die Wogen gekämpft. Als er endlich an Land tum; wurde er plötzlich wahnsinnig. — Die deutsche Kolonie in 'Ülnbrib bereitet ein prunkvolles Begräbnis für die !igjlÄlichen Opfer der Katastrophe vor. Im spanischen Zenahüie in der Deputiertenkammer wurde der Beschluß lete, der deutschen Regierung das Beileid Spaniens iu4fibrütfen. Verschiedene Mitglieder der deutschen KvlW dienen als Dolmetscher zwischen den Kranken and ihren Pflegern. Die Gendarmerie bewacht den 5tdM um die angespülten Leichen aufzulesen. Zu den ' ü c hn beten gehört auch) der Leutnant zur See und Adj.Mmt Martin Pund t. Weiter wird aus Madrid be- ■ ichm daß der erste an Land gespülte Leichnam vou dSrndemtschen Botschaft in London und dem deutschen w arineamt ihre tiefste Teilnahme. Auch der frühere Leilet foer Admiralität, Lord Goschen, ließ durch den Av Ms ter dem Kaiser fein tiefgefühltes Beileid aus- örütiin. Admiral Fisher ersuchte telegraphisch von Malta dem englischen Geschäftsträger in Berlin, dem Kaiser mitt den Marine im Namen der britischen Mittelmeer- slvM diie wärmste Sympathie auszudrücken. Der Admiral füanhiimzu, bie britischen See-Offiziere hatten erwartet, bnrnm kurzem die „Gneisenau" in Malta zu sel>en und hattH idem deutschen Schulschiff ein herzliches Willkomm jlirin A'eihnachtsfest bereiten wollen. Fisher teilte mit, lickt r die fürchtbare Katasttophe von Malaga, von der ur^obmfstehend einen Situationsplan veröffentlichen, wer- benn'jcute: verschiedene Einzelheiten bekannt. Die N amen- i i fi i k den Vermißten ist zu ergänzen durch die Namen der 1 Naürosen SPeckma n n und Schilchtma n n (oder HchstHsm ann). Tie frühere amtliche Liste ist dahin zu der '.adligen, daß vermißt werden Schiffsjunge Friedrich. M öl Iler, nicht Friedrich und Möller, ferner Matrose Wil Win M aber, nicht Wilhelm und Mayer. Hiermit .st die V e r m i ß t e n l i st e abgeschlossen. Ter .Nrmdd. Allg. Ztg." zufolge soll nach neuesten Meldungen topfie >!,ahl der Toten thatsächlich auf 38 beziffern. — Am sollte an Bord der „Gneisenau" ein Abschiedsfest d t.„"ttteijenau" der des Kapitäns Kretschmann I in Uniform und Handschuhen. An Gesicht und , .ioar die Leiche blutig. Die Leiche wurde in eine beirjfte Nationalfahne gehüllt und nach dem Friedhof gi [ciMit. Der Kapitän der.englischen Gesellschaft, „Neptun" .‘i c:üt drahtlich Rettungsschiffe. Es ist Hoffnung vor- 1)311^'111, daß die „Gneisenau" doch noch geborgen wird. JeyiÄ ünd blos die Mastspitzen sichtbar. Am 17. ereignete s >ck> l hi Malaga noch ein anderes Unglück. Das Fisch^r- '.'ootn Carmen sank und drei Mann ertranken. Zu - hi Verlustliste ist noch hinzuzufügen, daß auch der Marnpse Nagel und der Schiffsjunge Hieck schwer- v e:‘f ton n b et find. klivat-Telegramme aus Malaga besagen, daß der Ki-ik-ornmandant dem Kapitän Kretschmann an- Ü ber nahenden Gefahr geraten hätte, fein Schiff btn Hafen schleppen zu lassen. Kretschmann befolgte ■jp Ratschlag nicht. Die aufgeregte See hat es den Hierin bisher nicht ermöglicht, das Schiff zu unteren deutschen Auswärtigen Amte sind zahlreiche yfboungen der Teilnahme zugegangen, die das Aus- 'lanih dein Verlust entgegenbringt. Das englische Aus- toäiifici' Amt und die britische Admiralität bekundeten ä Sichener Anzeiger den sein. Teilweise hmrben sie nieder gemacht, ber Nest gefangen genommen. Amtliche portugiesische Berichte' aus Lourenzo Marquez stellen bie englischen Zeitungsberichte richtig. Danach hatte General Botha einen Angrisf auf Komätipoort vorbereitet. Die llmzingelung fand über portugiesisches Gebiet statt. Portugiesische Truppen sinb zum Schulz ber Grenze äbgegangen, gleichzeitig würben bie Engländer in Komatipoort verstärkt, woburch die Absichten ber Buren vereitelt würben. ♦ • Telegramme deS Gießener Anzeigers. London, 19. Dezember. „Daily Expreß" melbet aus dem Haag: Aus guter Quelle verlaute, baß die Unterredung des Herrn Stead, Direktor ber Review, mit bem Präsi- benten Krüger auf diesen einen solchen Eindruck gemacht habe, daß er entschlossen ist, nach England zu gehen, um mit den dortigen burenfreunblichen Kreisen zu unterhandeln. Bonbon, 19. Dezember. Die „St'. James-Gazette" veröffentlicht ben Brief eines Ansiedlers in Johannesburg, in welchem dieser erklärt, Lukas Meyer sei unter bem Verbacht des Verrats von Buren erschossen worben. L o n b o n, 19. Dezember. „Daily Mail" versichert, Lorb K'itchener habe um. eine Verstärkung von 40000 Mann gebeten. Der Krieg iu China. Nach einer ber Londoner „Daily Mail" aus Peking zugegangenen Melbung hat bie englische Regierung den Gesandten Satow in Peking angewiesen, darauf zu dringen, baß das Wort „unwiderruflich" in der Einleitung der gemeinsamen Note der Mächte erhalten bleibe; ferner solle Satow auf der Einschaltung der Er- . klärung in der Einleitung bestehen bleiben, daß, solange die chinesische Regierung nicht bie Forderungen der Mächte erfüllt habe, Peking und die Provinz Tschili von den verbündeten Truppen nicht geräumt werden sollen. — Infolge einer Konferenz, die Präsident Mac Kinley mit dem Staatssekretär Hay hatte, wurde der Gesandte (Songer telegraphisch angewiesen, die englischen Vorschläge aus Abänderung der an China zu richtenden Kollektivnote anzunehmen. In offiziellen amerikanischen Kreisen ist man der Ansicht, ' daß die Note in kürzester Frist unterzeichnet werden wird. In dem Dreieck, das durch den Peiho, die Straße Peking-Nungphing und die Straße Aungphing-Tientsin gebildet wird, rühren sich bie Boxer umsomehr, als bisher noch nie ein Zug bet verbündeten Truppen das Innere dieses Dreiecks abgestreift hat. Nunmehr ift aus die Nachricht eines Angriffs der Boxer auf die Stadt Hohsiwu (am Peiho, Halbwegs zwischen Tientsin und Peking) von dem amerikanischen General Chaffee eine Abteilung Reiterei und Fußtruppen dorthin entsandt worden, die ihre Streifung auch auf bie Umgegend von Hohsiwu ausdehnen soll. Der provisorische Verwaltungsausschuß von Peking hielt am 17. Dezember eine Sitzung ab, ber auch fünf hervorragende Chinesen, die darum ersucht worden waren, beiwohnten. Die französische Regierung ließ in Marseille 35 aus China angekommene Kisten beschlagnahmen, in denen sich erbeutete Gegenstände von französischen Offizieren und Soldaten befanden. * * Telegramme deS Gieheuer Anzeigers. Berlin, 19. Dezember. Die „Voff. Ztg." schreibt: Nach zuverlässigen Meldungen können wir bie Mitteilungen über die neuen Vorschläge Englands zu der gemeinsamen Note an China bestätigen, soweit darin die Räumung PetschiliS von der Erfüllung der Forderungen der Mächte durch die chinesische R-gierung abhängig gemacht ist. Dagegen ist es nicht zutreffend, daß England die Note als „unwiderrufliche Entscheidung" aufgefaßt haben will. Ueber die Haltung der andern Mächte zu diesem neuen Vorschläge verlautet noch nichts. Doch bestätigt es sich, daß der deutsche Gesandte ihn nicht wohl unterstütz en kann, nachdem er zur Unterzeichnung der Note in der von den Gesandten vereinbarten Form aufgefordert worden ist. Gelänge eS, die Mächte dem englischen Amendement geneigt zu machen, so würde dadurch die Stellung der europäischen Mächte China gegenüber bedeutend gebessert werden. Kiel, 18. Dezember. Der Seesoldat Wilhelm Schulze von der 1. Kompagnie des Marine-Regiments ist in Peking am Typhus gestorben. Deutsches Reich. Berlin, 18. Dezember. Der Kaiser hörte heute bie Vorträge bes Generals v. Hahnke und des Vice-Ab- micals v. Dieberichs. feilte nachmittag begab sich per Kaiser nach Neu-Gattersleben zur Jagb, uachbem er in besonderer Audienz den Botschafter Grasen Szocgyeny empfangen hatte, der ein Handschreiben des Kaisers Franz Josef überbrachte. — Der Bundesrat überwies den Entwurf der Be- kanntmachuug über die Approbation als Arzt dem zuständigen Ausschuß. Tie Nechnungsergebuisse der B c - rufsaenossenschaften für 1899 und Nachweisung ber Geschäfts- und Rechnungsergebnisse der Jnvaliditäts- und Altersversicherungs-Anstalten für 1899 wurden zur Kenntnis genommen. Den Anträgen Bayerns, Sachsens und Badens, betreffend die Genehmigung von Mehrleistungen auf Grund des § 45 des Invalidenversicherungs- Gesetzes, dem Entwürfe einer Verordnung über die Gerichtsbarkeit des deutschen Konsul s in Egypten und der Vorlage, betreffend die Wahl der Mitglieder des Reichs-Gesundheitsrytes wurde ntgestimmt. Außer der chinesische n Fahne, Die gelegentlich deS Einzuges der Chinakämpfer in Berlin mit nach der Reichshauptstadt gebracht wurde, befanden sich an Bord des Dampfers „Cöln" zwei chinesische Boxer sahnen, die erst später nach Berlin gelangen werden Die eine derselben wurde bei der Erstürmung des Südforts von Taku erobert, während die zweite im Kampfe bei Laugsang dem Boxer-Fahnenträger abgenommen wurde. Die gegenwärtig in ber hiesigen Kommandantur beftnbliche chinesische Fahne war seinerzeit ber Militärschule zu Tientsin vom Kaiser von China geschenkt worben. — Einige nationalliberale Blätter haben bestritten, daß ber Abg. Frhr. v. Hey l eine Erhöhung ber Tabak st euer erstrebe. Demgegenüber schreibt ber ebenfalls nationalliberale Syndikus des Tabakvereins Jos. Schloß macher an die „Wormser Ztg.": Herr v. Heyl hat meiner ausdrücklichen Annahme, baß er bie nationalliberale Partei bes Reichstages veranlassen werde, einen Antrag auf Erhöhung des Tabakzolles einzubringen, mit keinem Wort widersprochen. Im Gegenteil! Als ich ihm in meiner Entgegnung zu bedenken gab, baß dieser Antrag bei unseren sehr zahlreichen Parteigenossen innerhalb des deutschen Tabakgewerbes und insbesondere Westfalens böses Blut mack;en und unserer Partei sehr viel Abbruch thun werbe, hat er mir erwibert, er werbe sich von ber Stellung dieses Antrages nicl;t abhalten lassen, „selbst auf die Gefahr hin, baß in Westfalen eine Revolution ausbrechen würbe". — In der dieser Tage abgehaltenen Generalversammlung des D e u t s ch e u Z u ck e r s y n d i k a t s wurde über bas erste Kartelljahr Bericht erstattet. Es ergab sich, baß basselbe für die Rübenzuckerfabriken keinen Kartell- n u tz e n gebracht hat, und daß infolge der unerwarteten Höhe ber Vorverkäufe, die insgesamt fast 9 Mill. Zentner betragen, auch der S)Z utzen des zweiten Geschäftsjahres beträchtlich geschmälert ist. Nach dem Gesetz vom 24. Juni 1887 treten die Vorschriften über bie Erhebung der Brenn st euer am 30. September 1901 außer Kraft. Offiziös wirb jetzt mitgeteilt, dem Reichstage werbe bald nach dem Wiederbeginn seiner Sitzungen eine Vorlage zugehen, welche bie Forterhebung der Steuer wegen ihrer bie heimische Braun tweinprobuktion fördernden Wirkung auch nach dem 30. September nächsten Jahres sichert. - lieber :bie Bewegung der Bevölkerung des Deutschen Reichs im Jahre 1899 bringt ber „Reichsanz." folgende Angaben: Die Zähl der Ee h e sch l ie ß u n g e u war absolut wie relativ erheblich größer als im Dnrchi- schnitt ber letzten zehn Jahre; sie betrug 471 519 gegen 422 732 im Durchschnitt 1890 bis 1899. Auf 1000 ber Bevölkerung kamen 8,55 Eheschließungen gegen 8,14 im zehnjährigen Durchschnitt. Die Zahl ber Geburten bes Jahres einschl. ber Totgeburten belief sich auf 2 045 286 gegen 1940 068 im Durchschnitt ber Jahre 1890/1899, sodaß auf 1000 der Bevölkerung 37,11 Geburten entfallen gegen 37,38 im zehnjährigen Durchschnitt. Tie absolute Geburtenziffer überragt also den zehnjährigen Durchschnitt etwas, blieb aber in ihrer relativen Höhe noch dahinter zurück. Die Zahl ber Sterbefälle, wieber einschl. ,®t. ««f * Uü ‘S 16189. ‘ 5"1. 161„o a -2000 9 rM -20- io3i ff* . 20340, L 8H! 2» 30 6023, < 1*0. 3? ggg 12010, 12 ’ S 32999. (£* ® 3.WM ji iNN Ä -I ■ bie IbflB. । , r aud) >e W Mer habe >h« irrtümh gi-Fferlertung wW ^hMbmn MWanb ab ant bie Soften der Was tflbltow; die Kosten fu ic sjHauZbesitzer. Da- -- S: yinT) einer Einschätzung bi en nach Maßguöe bet vm, NW bEt &=* rji tu, Mr SroßabnehMi Eifern erforderlich. DaS lijpd betragt 3, 5, 8, 1! :',it an die Wafserleitung ;j :öffemlichen Brunnen d Wfk der für die betre toe an Wafsergeld zu en HÄHerzozl. Kreisgefundhe btanftanbeten öffenl IC. bei st eige Gemeinde baut eil iOrsSlen unb zwei Lehrer vergeben. § Butzbach, 18. Dez zunbrilbeslher.^ermann gu ■iie bereits gchrn kurz gei 3?wung erschossen im 9 «::cm MRMenen M ihren einzigen Svhn< -IVN unheilbaren Leider :Mten. Dieser Umstand, ichgdgeivehr Küchels bestä 2' Jahre alten id, •« 20. Lebensjahre gefegt hatten. wtatbe Ration in ui ÄÜJ» »li« a-hJJ'-9I’6'n ftäbHft w’ «?rxiäb"6ä -sWZ ib. Rub/,, ,n wohlh «k*fe * bei 1 Wt ra«« ®!n l'Äfltt änS ,&t’ Di-K M *Wet .W” :t: tiit "»ch 8,81mÄV-?9 Vermischtes. * Würzburg, 18. Dezember. In das Untersuchungsgefängnis wurde der Rechtsanwalt Schott aus Marktbreit eingeliefert, der vor vier Wochen nach mehrfachen Unterschlagungen die Flucht ergriffen hat, und steckbrieflich verfolgt worden ist. * Paris, 18. Dezember. Gestern fand zwischen einem jüdischen und einem katholischen Offizier ein Duell statt. Der israelitische Offizier ist Korrespondent des Jndependance belge und hat kürzlich das Kreuz der Ehrenlegion erhalten. e Petersburg, 18. Dezember. Ein amtlicher Bericht bestätigt den Ausbruch der Pest in Sibirien im Gouvernement Saratow. Die Behörden trafen umfassende Maßregeln behufs Lokalisierung der Epidemie. * Kingston, 13. Dezember. Unter den schwarzen Soldaten des Regiments British Weftindia ist eine ernste Meuterei ausgebrochen. Die Offiziere haben absolut keine Autorität mehr, und zwischen den Negersoldaten und der weißen Bevölkerung finden blutige Zusammenstöße statt. Die Zahl der Verletzten ist sehr bedeutend. sei. DragunM iC. Waldgirmes bei Wetzlar, 18. Dezember. Die er Bulgaren unlv';, Semeinbc baut ein neues Schulhaus mit zwei erMen seien. eh r'Men und zwei Lehrerwohnungen. Die Arbeiten sind habe bei ber.^( rei-US vergeben. Milie -eS M^Mv ZVrtzbach, 18. Dezember. Der sehr wohlhabende reichen. FrbvMrsitzer Hermann Küchel und seine Frau wurden, -"wie »Nitis gestern kurz gemeldet, heute vormittag in ihrer S der Orlsgruppk Gi-ß-il d-s Mdkutschen "^elt rßanii*s ftatt, wie aus dem Inseratenteil ersichtlich ist. mit **" htsfilche Landes Lotterie. In der heute stattgrhabten huuia firl ein Gewinn von 200 000 Mk. auf Nr. 23451 ente iHonft; 1 ä 50 000 Mk. auf Nr. 11771 (Mainz). — ^^Gesckz^ cL 2A M Mk. auf Nr. 5116 (Darmstadt). — 1 ä 15000 'MpreHn11ütr ai«I Nr. 17 886 (WormS). — 1 ä 12 000 Mk. auf >e darauf .,' ^^, llsM (Langen). — 2 ä 10 000 Mk. auf Nr. 2808, M 0341 sWorrns). — 3 L 5000 Mk. auf Nr. 8383,15741, tiger 7241. - 3 ä 4000 Mk. auf Nr. 2088, 17 600, 32129. m 12N3000 Mk. auf Nr. 3870, 5009, 11 208, 12 464, ie ßarnm • ii,G< 1111.16 152, 16 789, 18625, 19864, 26341, 26616, 20 L 2000 Mk. auf Nr. 1048, 5087, 5178, ber wl« ' =01, t 7355, 9783, 10 357, 11 566, 12 287, 13506, nf h. ^'e QÖt,। « i»j 015, 20 340, 22 634, 24 153, 25 519, 29 399, nL 72 3,30 785, 31 903. — 32 L 1000 Mk. auf Nr. 548, 5 an dev Tag MO i 3075, 5884, 6023, 6114, 10 059, 10 066, 11 122, Boißevill s,,i 694U 11 899, 12 010, 12 170, 13 817, 16 867, 16 887, "" °le Amnestie in- 612,17 710. 17 763, 19 596, 19 620, 21 164, 21 676, "Endung kommen st'2 0«!ll, 85 741, 25 783, 26 643, 27 415, 30 697, 31 097, E Nationalist '2 34 H 32 999. (Ohne Gewähr.) ^Swärtigenzus. Kdakteur Erdmannsdörfser aus Marburg teilt uns sich an derFäH BK>schlr.ß an unseren Bericht über die SonntagS- deteiligt zn haben, rscmMlnng des Deutschen Vereins mit, daß er nicht Ordnungsruf ein. V Wliieitag. Werner und Hirsche! zu sprechen gekommen llvbat angenommen - wruch nicht die Absicht hatte, dies zu thun. Der Abg. die Urheber der EinH hade ihm irrtümlicher Weise diese Absicht unter« 1 soll. Tdeä. Nach Schluß einer!!' Sroßen-Buseck, 18. Dezember. Durch Anlage einer n be6 8hnrr " • f Iptrh itung in hiesiger Gemeinde wird einem lange olksstimme" debM^ipfuNldekrn Mißstand abgeholfen. Die Gemeinde über« lrbeitern aus her sV ;nt die Kosten der Wasserzuleitung bis an die Grund- -obei mehre t 8 hn‘,' die Kosten sür Anlage der Hausleitung trägt m ec yiail3bi Das zu entrichtende Wassergeld wird auf r)fl6 i u 'p> einer Einschätzung durch die Kommission in Klaffen Dburdib^r Hhmsip1 nach Maßgabe der Größe und Zahl der Wohn« '°«chderfrühereNn umr” rr.zahl der Hausbewohner, nach dem Biehstand rtMitUJ?k9Un93B*:i'L s- KUr Großabnehmer ist die Einsetzung von Wasser- uem muve. sse,'n erforderlich. DaS Wassergeld für die einzelnen ber. General ''sstn beträgt 3, 5, 8, 12, 15, 18, 22, 25 Mk. Wer, h heute nach BeA d . ll;. . fln Wasserleitung angeschloffen zu sein, Wasser uergeschutzenM. . Z .jssentlichen Brunnen der Leitung entnehmen will, hat e sie für die tilgte jifte ber für die betreffenden Klaffen festgesetzten Be- k- qh Wassergeld zu entrichten. Die bestehenden, von Deputierter! ,o^jh,rzogl. Kceisgesundheitsamt Gießen als gesundheits« Beweguug deSh - 90 M beanftanbeten öffentlichen Brunnen sollen geschloffen kolarrou in C -verbuk. 'i'erb'im am Donnerstag beerbigt werben. 22. ds. Mts. Walbwirt- BC. Bad Nauheim, 17. Dezember. Der Gemeinberat ladttheattts' ....... •SSfjS «JW1 ^5 nft !ur ' 1 *K K uvu,;uc cul 'ö.lnwvyner auf offener «Straße ■SiibaiW&} dehm Nachhausegehen von einer unbekannten Person übertrat ?aP‘®n unb mit einem spitzen Gegenstanb so mißhanbelt, hi flfort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußZe. Die Verletzungen sind hauptsächlich am Kopf. - f Von der mittleren Ridda, 18. Dezember. Für Bad A lu S aLZsa«sen ist die Kanalisation geplant. Die Abwäffer Lttia ei^?-F solleiüi nach der Klärung durch einen kleinen Bach in die her $ geüeitct werden. —In Staden fing man heute L 11116 M Fallen auf eine merkwürdige, vielleicht einzig da- t,it Derselbe stieß dicht an der hiesigen Synagoge !f > jflt ^eturtatn Inacjj cjncm kleinen Vogel. Dabei geriet ein Flügel & für d je’?tr^a1te zwischen zwei der meterhohen Fensterflügel 1110 , hr jArtin' 7{ddi Gebäude, die gequollen sind und oben auS- n ' ; A.jjrf . klaffen, während sie unten geschloffen sind, sodaß ind'l"B x J oec «paMt öon oben nach unten enger wird. Durch die ' f Abwärtsbewegung des Falken wurde der Flügel ttfl 4,1t F m'!! engen Teil des Spaltes getrieben, daß sich •< 1 । ccc p®1 befreien konnte und gefangen wurde. — ffli frtttiL '!-wrmag erschossen im Bette liegend aufgefunden. Auf ® * uerauzurßlckgelaffenen Zettel haben sie angegeben, daß sie 19. ttyßi ;,ne-j ihrem einzigen Sohn Gustav, der in verflossener Nacht Mr. Wir kir xinerzu un heilbaren Leiden erlegen ist, nicht mehr leben )r kurzem mW4 rooÖOer. Dieser Umstand, und ein bei den Leichen gefundenes alten, für dieW ‘ .aglKjxrn'elhr Küchels bestätigten den Doppelselbstmord ost um in 2Q1JÄ bet 12. Jahre alten weit bekannten Eheleute, die au tostüm ist jetzl W hren im 20. Lebensjahre entrissenen Sohn, ihre größte Absendung nach 1-- jofffntins gesetzt hatten. Das tragische Geschick erregt be- jenroalber Trat beutczinie Sensation in unserer Stadt, die drei Leichen Lslrag gegeben^ er. Axs. Dr. 1 ‘c Mossen, das W e i n b er gh a u s mit etwa 2000 Qmtr. ’ sowie Dr • WeimTemneländt' rinnfitim. ptnrn hnn hprr Sitrnnftpn nprn wIl > WeirMggelände ringsum, einen von den Kurgästen gern Udert. succhM Platz, als Kaffeewirtschaft auf drei Jahre xk PHtrenftein’ ' achten. Die Offerten auf das Weinberghaus, das firfi beu!f: "w.iM veS großen städtischen Weinbergs am Süd-Ost- Lr v Ibhodig des Johannisbergs liegt, werden am glückssau. vdffiait. Am gleichen Tage wird auch die iderM . ^chaifilim Hochwald auf drei Jahre neu verpachtet. Die «. Sa Züge ist nunmehr von morgens 5 Uhr ab der Speisewagen-Gesellschaft gestattet worden. Die Thüren der Personenwagen im Bereiche der Preußisch- Hessischen Eisenbahngemeinschaft werden j-tzt nach und nach mit einer neuen Verschlußeinrichtung versehen, die das Oeffnen der Thüren auch von innen ermöglicht. Diejenigen Thüren, an denen die neue Verschlußeinrichtung angebracht ist, tragen auf der Innenseite die Aufschrtft: „Nicht öffnen, bevor der Zug hält. Thür schließen." Garnmelsahrkarlen. Vom 1. Februar 1901 ab werden bte einfachen Personenzugfahrkarten 3. und 4. Klasse sowie Militärfahrkarten nach verschiedenen Stationen, für die an den einzelnen Wagenklassen der gleiche Fahrpreis besteht, zu sogen. Sammelfahrkarten vereinigt. Die Sammelfahrkarte berechtigt zu einer einmaligen Fahrt von der Ausgabestation bis zu einer der auf der Fahrkarte aufgedruckten Zielstationen. Handel und Verkehr. Uolkswirtschast. — Preußische Psandbrief-Bank. Rach der im Inseratenteil veröffentlichten Bekanntmachung werden die am 2. Januar 1901 fälligen Zinsscheine der Emissionspapiere der Bank bereits vom 15. Dezember ab kostenfrei eingelöst. Die Einlösung erfolgt außer bei der Bank selbst bei der Mehrzahl der deutschen Bankfirmen und Bankinstitute, die den Verkauf der Pfandbriefe, Kommunal- und Kleinbahn-Obltgationen übernommen haben. Ebendaselbst wird eine Broschüre unentgeltlich verabreicht, welche über die durch die neue Gesetzgebung erhöhte Sicherheit der Pfandbriefe Aufschluß giefct. Neueste Meldungen. Ha § 9^,19. Dezember. .Herzog Heinrich, der Verlobte der Königin Wilhelmina, ist hier eingetroffen. Wie verlautet, wird der Großfürst Wladimir den Vermählungsfeierlichkeiten beiwohnen. Brüssel, 19. Dezember. Der „Soir" glaubt zu wissen, daß Hie belgische Regierung einen neuen Vertrag mit dem Kongostaat abschließen wird, in dem die Frist der ttebernahme des Kongostaates auf 10 Jahre verlängert wird. Als Entschädigung für diese Verlängerung der Frist soll der Kongostaat von der Ver- pflick)tung entbunden werden, die Zinsen der vorgestreckten 25 Millionen auf der Basis von 3 Prozent während der kommenden zehn Jahre zu zahlen. Paris, 19. Dezember. Die Kammer nahm heute nacht 2 einviertel Uhr itftf) fünf Sitzungen unter heftigem Tumult die Amnestie-Vorlage mit 156 gegen zwei Stimmen an. Alsdann vertagte sich die Kammer auf Donnerstag. Börsennachrichten. Berlin, 18. Dezember. 4 % Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 40.10 M. 4% do. 8. 5/a unk. b. 1904 40.10 3‘/2% do. 8. 7/8, unk. b. 1906 37.30 4 o/o D . Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 96 50 3V,% do. unk. 1905 87.50 4 o/o Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 77.80 4 o/o do. 8. 15-18| unk. b. 1900 77.80 M. 4 % do. 3. 19-20, unk. b. 1905 77.80 3,;o/0 do. 8. 13, 14 72.10 3V» % do. 8. 21, 22, unk. b. 1905 72 10 T» Telepfconsschss* Kursbericht, Frankfurt, den 19. Dezember. BVi % Reichsanleihe . . 8% do . . 8I/s°/o Konsols . . . . 8% do . . . . 8Vs °/o Hessen . . . . 5% Italien. Rente . . . 4c7o Griech. Monop.-Anl. 8 o/o Portugiesen . . . 3°/u Mexikaner . . . . 4*/i % Chinesen . . . . 96.45 Kreditaktien . . . 87 80 Diskonto-Kommandit 96.4C 87.3/ 93.7b 95.00 43.85 25.5C Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handeleges. Oesterr. ßtaatsbahn Gotthardbuhn . . Laurahütte . . . 25.60 Bochum 78 9> Harpener Tendenz: fest. . . 210.00 . . 175.90 . . 182.20 . . 146.00 . . 148.00 . . 142.20 . . 152.10 . . 198.00 . . 178 30 . . 171.20 Arbeiterbewegung. Antwerpen, 18. Dezember. Infolge des Hafenarbeiter- Aus st andes sind zahlreiche Dampfer mit halber Ladung oder ohne zu löschen, abgefahren. Bis gestern abend 10 Uhr waren keinerlei Anschläge gegen die Arbeitsfrecheit zu verzeichnen. eröffnet seine o 8198 Telephon No. 65 Selters weg No. 70 Schirme ikostenMg abgeroiejtti Och Hagel auf den Kopf v 8202 Giessen, Potsdam, Weihnachten 1900. Z Cmnts mit Finns MnM Elegante englische Wagen Kinderwagen Luxuriöse Ausstattung. Hochmoderne Ausführung. Neu! 19 Seltersweg 19 2633 Vermietung^ o 3 0 c s 8 0 0 s ö 6 Feine Punschessenzen Deutsche und französische Kognaks, alten Arrak und Rum empfiehlt die Löwen-Drogerie W. Kilbinger. 8201 |W,M N-diti-n uni treffen alle praktischen Hausfrauen, die das triebfähigste und seit 27 Jahren bewährte I ißhin’8 Backpulver LluUly .mitdemBäckerjungsn, (D. R. P. A. No. 7402) verwenden- lieber all käuflich. Meine & Liebig, Hannover. Aeltesto Backpulv.-Fabr. Deutschi. Einen großen Posten Schirmt, bestes Kölner Fabrikat, verkauft weil unter Pms liefert billigst Krötzl'schk NmvkrßtStS'DnilNerki. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Der- lüfte unserer Kinder Otto und Martha sagen wir innigen Dank. 0o281 - Georg Hahn und Frau. Reh im Anschnitt sowie schwere Hasen empfiehlt 05290 Wildhändler Ebel. Wonen. - Die Bev Bit nach der neuestenZäl «»orten. Davon entfall, 1 Wichen Gemeinden 7( ler Stobt Ostenbach 3l rmM gezählt, mithin ei \ MnAWnl? 1 »veugemMen VLiger mit ihrer Mataatto» Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Berluste unserer lieben, unvergeßlichen Mutter Fra« Anna Elisabethe Bayer sagen herzlichsten Dank 8194 Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 19. Dezember 1900. Ebcrh. Metzger Kolonialwaren und Delikatessen Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Ma Marie Wsadethe Mareim Witwe geb. Neidhöser insbesondere für die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Vümel und den erhebenden Grabgesang des Gesangvereins „Eintracht", sowie für die zahlreichen Blumenspenden sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. 8192 Familie Maxeiuer. Rodheim a. d. Bieder, den 18. Dezember 1900. PrimHiMelsteisih Keule 50 Pfennig per Pfund empfiehlt E. • 0^287 Fritz Schlörb Marktplatz 23. AM. Wchym. Freibank. 6166 Hente und «orgen: Gchsmßrisrh 56 Ms- RrudSeisü! 50 M. Prima HammetßkiH Keule 50 Pfennig per Pfund empfiehlt 05286 Julius Rosenbaum, KirLenplatz 4. Giessener Stadltheater Donnerstag den 20. Dezember i™ Mittlere Preise! Abonnementsbillets haben mit Zup^- Gültigkeit. Gastspiel des bertih-U Affeudarstellers d. Kerrn K. 306*' Sottos 'llbcntt»«- Burleske in 3 Akten- Freitag den 21. Dezember * Zweites und letztes des Kerru A. Dom,hkrnmeri!tlin.A^' Melodrama in 3 Akten KK ' Met i Frist abermals Eins] -'itzstm Instanz, dem P - vorige Woche übermalt i rufen. Da bit fäntvenb fit ufet I 1 Kibestelluilg'" fPfll A» mit Federgestell, hellem Klappverdeck, Randpolst Ledertuchausschlag, Mk. 17.—« Braune Wagen mit Verdeck Hk. VO. • Neu! Zchiilstrsßt 5. Gustav Haustein i w Berufung bei der ■ stch ÄS vdn Ä »warten, daß auch der ^Zewöhltrn abermals l wie! uns erinnerlich - ÄB« wäre dies auch im M wünschen, da bei ein W«for jeffi, »Mtnjifa, 17, < Sinberbei •ff“ ,ft i" ’)em großen G SS'«L sÄäs /Line 2-Zimmerwohnung mit abgrit 13/ Korridor und Wasserleitung zu mieten. Ottttrrgaffe^. neuen I^ekalitäten verbunden mit FffÄhstÄCkS^StubC teil örtis.?M°iberg fc* liltbal16™ B,e fi«b ,.7 ?° i t(W»ri|fw H« «’M 0 nnb werben a« Gie •• Weitere Er-tbni (- M\. der eingemeind liutg 93605 (4- 72 i(4- 2411), Meß 5841 k gegangen, weil ein Zeil Fbttkgt ijt.) WarmS i 128624 ober Lunahme^ 6 Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Weißbinder Heinrich Eisenseller (Etsenfäller), geboren am 4. Oktober 1875 zu Hattenrod, Kr. Gießen, welcher flüchtig ist, ist die |Unter« < suchungshast wegen Diebstahls verhängt. Es wird ersucht, denselben zu ver hasten, ihn an das nächste Gerichtsgefängnis abzuliefern und zu den hiesigen Akten 3 -J. Nr. 1072/00 sofort Mitteilung zu machen. Hagen, den 17. Dezember 1900. Der Königliche Erste Staatsanwalt. Beschreibung: Alter 25 Jahre. Größe: 1 m 68 cm. Statur: gesetzt. Haare: blond. Stirn: ge« wöhnlich. Augenbrauen: blond. Augen: grau. Nase: gewöhnlich. Mund: gewöhnlich. Zähne: gut. Kinn: rund. Gesicht: oval. Gesichtsfarbe: gesund. Sprache deutsch. Besondere Kennzeichen: Stottert «stark.__________________________________ Hekanntmachrmg. Donnerstag der, 20. d. M., nach» mittags 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 55 I Haus- und Küchengeräte aller Art, sowie em Kasienschrank, ein Fahrrad und eine Ladeneinrichtung zwangsweise gegen bar I versteigert werden. Gießen, den 19. Dezember 1900. I 05285 ___Seipel, Gerichtsvollzieher. "Aufforderung. Diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß der Frau Anna Elisabeth Bayer in Gießen haben, werden ersucht, solche bis zum 1. Januar 1901 beim Unterzeichneten einzureichen. 8196 Adam Bayer, Schulflraße 4. B®- Lebende Lahnhechi^.«-^)4 und Karpfen 'If ü : empfiehlt Martin Siam-, Asterwe^ 05289] Heute Donnerstag triff! tuf WWm in großer Auswahl ein. __Aerber, Dtenstmann. 8203] Die noch vorhandenen Wemarea verkaufe zu jedem annehmbaren tyti- Garl Lony Witwe, Seltersweg 18, H. Alldeutscher Verband. Ortsgruppe Gießen. 0S!il ZusllMkkkmift im Knistthof (im oberen M Freitag den 21. Dezember, abends 3.9 Uhr. Dringende Tagesordnung. Näheres auf den besonderen Einladungska ten. 8200 Der Geschäftsleiter. Meine Verlobung mit Fräulein Elsa Kahm, Tochter des Königlich preussischen Forstmeisters Kahm in Potsdam, beehre ich mich ergebens! anzuzeigen. Dra medc Köster, Oberarzt im 1. Bad. Leib-Dragoner-Regiment No. 20, z. Zt. kommandiert zur Universität Giessen. 05293] 6'Zimmerwohnung mit allem Zubehör, per 1. April mieten. I. P. Sann, BisMraM^ Wilhelmstraße-M Villm-Neubauten zu verkaufen, uii® vermieten. Näheres Markt Billigste Preise. Sicherheits-Gürtel -W em61det. das HerausfaUen der Kinder aus Kinderwagen, Bettchen und Stühlen unmöglich machend. D. R- M. ft S v.lt Awgust SCilfoiageyJ •crentwottii^ für bn afifemeine« Seit: P. »’«!•; f*t tes |mI Wt*. — Bau« unk 8ed*| der WttichVtchs« Uai*tr1UÄtl»Cu4e uad ®tti*fcni«nd (Pietsch Erbe») tu Gt«ß«- Abbruch Schlossgasse. Alter Fehm tann fZÄeMlcn Thüre». *gei»f»er, Dielen. Dachziegel, foroie gutes EichenNntz- und Brennholz zu verkaufen- 05284