15V. Jahrgang Donnerstag den 20. Dezember IOOO .....Ul , „ ■e littet ISgNch WKchmerAMS« Henerat-Anzeiger Äil6ii|iie von Anzeigen zu der nachmittags für den Alle Anzeigen-Dermittlungsstellen deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen« Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. AZezugspreks vierteljährl. Mk. 2,29 monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn; durch die Abholestelle« vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. feW|ebra Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. t,*N ». 298 Blatt »----- atmen Q Aints- unb Anzeigeblcrtt für den Ureis (ßtcfeen Wtevtet Geschwister Erzeugt am Leben gestorben Amtliche Artikel jr Unterrichtet Bemerkungen wann? v. Bechtold. Mr öffentlichen Kenntnis bringen laffev. stocktaub Umfang der Taubheit wird es wo? von wem? der Vater Umtausche durch den sowie auf Religion. Bei der Geburt war alt die Mutter Das wie vielte Kind? taub geboren 11. Namen dtr Eltern und ihre Beschäftigung Mit waS jetzt beschäftigt? Geburtstag. wodurch MaMon, Expedition und Druckerei: Achntstraße Nr. 7. .ier-Mst Namen der Teubstummen. a 5 '9'2 IS)1- vorstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche We>ql Mr öffentlichen Kenntnis brinacn lallen. Gratisbeilagen: Gießener Famiiienbllttter, Der hesßfche Kandurirt, Slätter für hesßfche Uollrskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieh«« Fernsprecher Nr. 51. Die Kinder müssen am 1. Mai des Aufnahmejahres daS 7. Lebensjahr vollendet, dürfen aber daS 12. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben. Die Aufnahme erfolgt stets auf die Dauer von sieben Jahren. Sollten sich aufnahmefähige taubstumme Kinder in Ihren Gemeinden vorfinden, dann wollen Sie sich über die Verhältnisse der Eltern der Kinder ausführlich äußern und sich hierbei des nachstehend abgedruckten Formulars, deffen einzelne Rubriken sorgfältig auszufüllen find, bedienen. v. Bechtold. ete. 6t, Gießen, den 8. Dezember 1900. 88 tlr.: Erhebungen über die Lage der Landwirtschaft. M Großherzogliche Kreisamt Gießen Ml Mim J Pfg. an, eirp h. Herrn Telterswegi WlWch hat noch etwas Gehör 13. wurde es wo? ' von wem? 16. Bekanntmachung. *3 eilt: Sicherung der Kapitalien der Kirchenfonds. ter Stadtvorstand von Babenhausen hat gemäß § 806 MO. beschlossen, auf Antrag die städtischen Schuldver- schrMmgen zum Vorteil des Besitzers auf deffen Namen um «Mr eiben, um den Besitzer dadurch zu sichern. Hießen, den 17. Dezember 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. AtMtStW des Großherzoglichen Kreisamts Gießen betreffend. Die unterzeichnete Behörde wird GamStag, bett 5. Januar 1901, von vormittags 9 Uhr an, eine« ÄnitStag im Rathause zu Grüuberg abhalten und wirö dem KreiS-Eingeseffenen aus den Amtsgerichts-Bezirken Grriibirg, Homberg und Laubach anheimgestellt, etwaige ArMgen in diesem Termine vorzubringen. Sießen, den 17. Dezember 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gießen, den 17. Dezember 1900. Aertrefffendr Wie oben. DM Großherzogliche Kreisamt Gießen «vt bitt Großh. Bürgermeistereien der in bett AtmlsyerichtSbezirkeu Grünberg, Homberg «ub La«iacch gelegenen Gemeiubeu beS KreifeS Gießen. bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne weiteres zurückgegeben werden. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfuugs- Kommission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Grobherzogtum gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar deS Zahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. (Wenn z. B. mit Rück« sicht auf das Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugnis aber erst am Schlüsse des Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugnis bis 1. April nachfolgen werde. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Aktenformal (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch ist die nähere Adrefle anzugeben. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizusügen: a) Geburtszeuguis; b) Die Einwilligung des gesetzlichen Bertreters mit der Erklärung, daß für die Dauer des einjährigen Dienstes die Kosten des Unterhalts, mit Einschluß der Kosten der Ausrüstung, Bekleidung und Wohnung von dem Bewerber getragen werden sollen; statt dieser Erklärung genügt die Erklärung des gesetzlichen Vertreters oder eines Dritten, daß er sich dem Bewerber gegenüber zur Tragung der bezeichneten Kosten verpflichte und daß, soweit die Kosten von der Militärverwaltung bestritten werden, er sich dieser gegenüber für die Ersatzpflicht des Bewerbers als Selbstschuldner verbürge. Die Unterschrift des gesetzlichen Vertreters und des Dritten, sowie die Fähigkeit des Bewerbers, des gesetzlichen Vertreters oder des Dritten zur Bestreitung der Kosten ist obrigkeitlich zu bescheinigen. Uebernimmt der gesetzliche Vertreter oder der Dritte die in vorstehendem Absätze bezeichneten Verbindlichkeiten, so bedarf seine Erklärung, sofern er nicht schon kraft des Gesetzes zur (Bewährung des Unterhalts verpflichtet ist, der gerichtlichen oder notariellen Beurkundung. e) ein Unbescholtenheitszeuguis, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Real- progymnafien, höheren Bürgerschulen und sonstigen Militärberechtigten Anstalten) durch den Direktor der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist. d) das Schulzeugnis. Sodann wird noch besonders bemerkt: zu pos. d. daß die Schulzeugniffe, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen, und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober- Realschulen, sämtlich nach Muster 18 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg.-Bl. Nr. 27 von 1894 — ausgestellt sein müssen. Im übrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89,90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großherzogliche Prüfungs-Kommission für einjährigFreiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Wick. Gegensätze des Schicksals. Jubclklänge begrüßten in der Reichshauptstadt die he, mkehrcndcn Krieger, die in dein fernen Lande der Mitte sich des Ruhmes deutscher Tapferkeit würdig gezeigt, Orden wurden an ihre Brust geheftet, Blumen wurden ihnen gereicht, und ihr K a i s e r' begrüßte sie mit Dankesworten. Es waren vor allem Leute aus unserer Marine, „blaue Jungens", Mannschaften des See-Ba- taillons, die in den Schreckenstagen von Peking getreulich aushielten, Matrosen vom „Iltis", die in dem Sturm auf die T a k u f o r t s dem deutschen Namen neue Ehre gewannen, die jetzt den vornehmsten Teil der Ehren davontraaen, die ihnen an der Spitze eines glänzenden Stabes ihr oberster Kriegsherr spendete. In der Ferne oder, an der spanischen K ü st e, rangen fast zu der gleichen Stunde unglückselige Menschenkinder um ihr Leben mit deniselben Eleinent, das ihre Brüder so freundlich zuruckgefuhrt hat zur Heimat, uiid sie fanden ihr Grab in denselben Fluten, die über den Gebeinen so nianchcs Kameraden dahiurollen. Während die deutsche .Kriegsflotte neben den eroberten Boxerfahnen durch die Siegesstraße von Berlin getragen wird, sinkt an der Rhede von Malaga, im Angesicht ddr alten Mauren Veste Gibralfaro, dort, wo einst die Punier siedelten und Vandalen, Sueven und Gothen kämpften, der Wimpel vom Mast und mit dem Kapitän zugleich gehen zahllose junge Menschenleben zu Grunde. Auch sie sind als Helden gestorben, auch ihnen wird das Vaterland ein ehrendes Andenken sickern wenn gleich die Hoffnungen, die sie beseelten, sich nicht erfüllten wenngleich den meisten von ihnen es nicht beschieden war über das Jugendalter hinweg zur vollen Mannesrcife zu gelangen. Sie starben im Dienste der Pflicht. Schwer sind die Opfer, die unsere Flotte trotz ihrer Jugend erleiden mußte. Noch heute ist die furchtbare Katastrophe von Folkestone unvergessen, in der unser Panzerturmschiff „Großer Kurfürst" zu Grunde ging. Im Golf von Aden ruht die Besatzung der Kreuzerkörvette „Augusta", im Hafen von Apia, über dem heute die deutsche Flagge weht, sind „Adler" und „Eber" gestrandet. Mit einem Hoch auf Kaiser und Reich fuhren die Getreuen vom „Iltis" in die Tiefe. Jetzt ist der „Gneisenau" ein Opfer des Sturmes geworden, und während in der Reichshauptstadt Jubelklänge ertönten, blickten schaudernd von der Mole der alten Punierstadt herab dichtgedrängte Massen dem grauenvollen Schauspiel zu, in dem ungezählte junge Mensck-enleben verzweifelt mit dem unbarmherzigen Tode rangen. Während die Freude laut sich rüstet, lauert ihnen der Mörder, tvährend die Gefährten zum Festmahl schreiten, dringt den Anderen das Schwert an die Kehle. Ja, das Schicksal ist ein furchtbarer Regisseur, gleichmütig schiebt es die Kulissen, und während wir noch eben den Flug versuchten in die sonnige Höhe der Freude, schmettert es uns unbarmherzig zurück in herzzernagendes Leid. „Das Auge hat nicht gezuckt und die Hand nicht gezittert", so rühmte der Kaiser von denen, die er als Heimkehrende begrüßte. „Ich bin fest überzeugt, daß ein Jeder in schwerem Ringen seine Schuldigkeit gethau hat." Das gleiche Wort, so sind wir überzeugt, hat auch den blauen Jungens gegolten, die vor der Rhede von Malaga starben: Ihr Auge hat nicht gezuckt, und ihre Hand nicht gezittert, sie thaten ihre Schuldigkeit bis zuletzt. Und es soll ein Ruhmeswort für unsere Flotte sein, daß noch immer unter den Namen derer, die zu Grunde gingen, der Name des Kapitäns zu lesen iwar. Ein deutscher Offizier stirbt mit Heu Seinen. Und während dort die Armen, die von ihrer Jugend scheiden mußten, im letzten Kampfe rangen, flatterte in der alten Siegesstraße von Berlin die Reichskriegsflagge, und an den bizarren Farben chinesischer Boxerfahnen freute sich das Auge. Es sind die Ersten, die aus den Kämpfen im fernen Osten heimkehrten, unter ihnen jene Tapferen Von der Sodenschen Truppe, die in der chinesischen Kaiser- stadt durch furchtbare Wochen dem Ansturm eines hundertfach überlegenen Gegners stand hielten, mit ihnen zugleich bic Anderen, die unter der Führung des britischen Admirals Seymour den unglücklichen Vorstoß gegen Peking > ahmen und die dennoch, wenn auch der Versuchs mißlang, mit dem freudigen Bewußtsein zurückkehren konnten, daß ihnen vor allen die Rettung des gefährdeten Korps zu danken sei. In dem Sturmlauf gegen die Takuforts haben die Dritten sich bewährt, die auf den Ruf des fremden Offiziers „the Germans to the front" die rechte deutsche Antwort gaben. Sie haben Ruhm und Ehre verdient und Ruhm und Ehre seien ihnen in vollem Maße gewährt. Und doch hat die Festlichkeit ihres Empfanges in der Bevölkerung von Berlin nicht jenen freudigen Enthusiasmus erweckt, der sonst wohl heimkehrende Krieger begrüßt. Ob die rasche Improvisation des Empfanges die Ursache war? Ob vielleicht die Vergangenheit, die Erinnerung an den letzten Einzug siegreicher deutscher Truppen, die mit der Kaiserkrone heimkehrten aus Frankreich, Vergleiche heraufzwang? Oder ob das Uebermaß von Festen, die Gewohnheit, die Dekoration oft höher zu bewerten als den Inhalt, einen dämpfenden Einfluß geübt hat? Vielleicht haben die Ursachen gemeinsam gewirkt. Vielleicht hat auch nur die U n p o p u l a r i t ä t d e r g a n z e n ch i n e s i s ch e n E x- pedition, die zweifellos und für jeden erkennbar entstanden ist, seitdem die Diplomaten ihr graues Handwerk treiben, vielleicht hat nur das Gefühl Von der Z«ieHosig - leit des Feldzugs auf den Gemütern gelastet. Denn wo immer ein offenes Wort über die ferne Fahrt gesprochen wird, da klingt es aus in dem Wunsche, daß der Himmel in Gnaden bald ein Ende bescheren möge. Für einen offenen, ehrlichen Kampf hat das Volk ein offenes, ehrliches Gefühl, aber jene heimlichen Winkelzüge, in denen die Kabinette einander zu überlisten trachten, sind ihm in der Seele zuwider. Der vierte Kanzler hat das Schicksal einer unvorsichtigen Staatskunst geistreich geschildert nach Schillers Gedicht von den Idealen: „Doch ach! schon auf des Weges Mitte verloren'die Begleiter sich, sie wandten treulos ihre Schritte und einer nach dem andern wichs' — gilt dieses Wort nicht in frappanter Weise für China? Amerikaner und Russen haben sich auf des Weges Mitte verloren, andere Nationen schicken sich zur Nachfolge an, uns, den Deutschen, bleibt der Nest „zu tragen peinlich". Wie trefflich hätte darum, bei der Neichstagsdebatte über China, Graf Bülow aus dem gleichen Gedicht die Verse eitleren können: „Wie groß war diese Welt gestaltet, so laug' die Kuospe sie noch barg; Wie weuig, ach, hat sich entfaltet dies Wenige, wie klein und karg." So mußte der innere Widerspruch zwischen dem gewaltigen Apparat, wie er in den Jubeltagen der Abreise des Weltmarschalls zutage trat, und der Enge aller Ziele auch seine Wirkung auf die Votksstimmung üben. Es war gewiß ein buntes und erhebendes Schauspiel, aber es war doch eben nur ein Schauspiel, und die Zuschauer folgten ihm wohUmehr mit Neugierde, als mit tiefinnerer Teilnahme. Vielleicht lag über dem Fest in der Neichshauptstadt eine Ahnung von dem furchtbaren Unheil, von dem die -Kunde schon in wenigen Stunden herüberdringen sollte aus dem sonnigen Lande des Cervantes. Denn der Tag, an dem der Kaiser die Kämpfer von Taku und Tientsin ehrte, ist zugleich ein Tag der Trauer für unsere junge Marine und" für unser Volk geworden, und wer immer sich freudig des Anblicks der Wackeren erinnert, die durch das Brandenburger Thor ihren Einzug hielten, dem wird auch ein stilles Gebet durch die Seele ziehen für jene, die auf der Rhede von Malaga den Ehrentod für Kaiser und Reich gestorben sind. Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Stände. M.G. Darmstadt, 18. Dezember. Präsident Haas macht von einer Neueinrichtung Mitteilung, die im Interesse einer rascheren Erledigung der dem Landtage vorliegenden Arbeiten und der Erleichterung der Ausschüsse getroffen werden soll. Es sollen sämtliche Gegenstände, die nicht an den Ausschuß verwiesen werben müssen, zur vorläufigen Beratung Vor das Plenum gebracht werden. Dieses soll nur entscheiden, ob die Sachen an den Ausschuß verwiesen werden sollen ober ob sie ohne Ausschußberatung auf bie bemnächstige Tages- orbnung gesetzt ober über sie sogleich zur Tagesorbnung übergegnagen werben soll. lieber bic Zweckmäßigkeit ber Neuerung, bie ein Ueber- gangsstabium zu ber Durchführung ber schon öfters von der Kammer gewünschten ersten Lesung aller Vorlagen und lediglich ein Versuch sein soll, und die Frage, ivelckw Vorlagen von ihr nicht betroffen werben, entspinnt sich, tft Die ärztl'V r«6alf, kvaS wohl außer ■ 3»rf der BekanntmD iut in Statt gesetzt w| SiPmmng, wonach tmW wohl nach der » na Lateinischen, auch V gunmnafien und Oder «itilhinbt fttigeatben wn dmrch diese »enbening bi ti i btn beulten llniverfitc KklMich steigen tM roiimvWchaflen und in naturwissenschaftlich v nlb Oberrealschiller sich |iml t aS medizinische St! Luttd)i, zu den Brodstul Sachlage ist es eine dri »tiiltnngtn, bei Zeiten für pstzi schon unzulänglich V. ernünnchiungeu zu hiabin das gernünsam, l Kreilkunde verlängert und Daraufhin Wicken , bi ienzeit von 9 auf 10 < Lümfllhrulig des prattif Rechnung des prrtifätn i:n Zukunft Don btt ttfttt ?:ur Staatsprüfung mindes ffirühuen neun, auszuwer UMbijinttl in der tzol kiAndestzest wie 4 zu 3. Infche Verteuerung des S Gefahr vor, daß in Mecker Familien die ! Hetzen wird. Mrolh u Werers k'EMchen ivorbtn. I Mw g^tt n>t "" W«i$ tätlich ft «d Hebung’ Mw? ? $t*i 11’W und daß HMnttt eint „ । ftrtuöen e « tal II» tot m “'tat! Kwwung in h ? $iuU Wem outri,H W,dte Ä S"”’ f®"« Mil T ä ÄÄ 4" & M v„ Achter? Ht 'Su9ltr ‘tat । M er bcnl ri.cben. wu>?" g-r bi " tiativantrag müsse auf Gruud des Art. 33 an den Ausschü verwiesen werden, denn dieser Artikel schreibe es dingt vor für Finanz- und Gesetzvorlagen, Initiativantrag sei als eine Gesetzessache anzusehe» denn andernfalls könnten auf dem Wege des Initiativ antrags bie wichtigsten Gesetzvorlagen ber Ausschußberai ung entzogen werben. An der Debatte nahmen weiter Teil bie Schmitt, Ulrich, Dr. D a v i b, Köhler- Langsdorf. Der Initiativantrag wirb schließlich dem Ausschuh über, -viesen. Präsident Haas erklärt, daß er in den Fällen, rv» ber Antrag auf Ueberweisung an ben Ausschuß nicht stellt werbe, er annehme, baß ber betr. Gegenstand demnächst auf bie Tagesorbnung, unter Stellung eines Referenten, gesetzt werben solle. Der Mitantrag bes Abg. Reinhart, mit dem fach lich bie Regierung einverstanben ist, bezweckt bie Schafjunz eines b r i 11 e n Präsidenten. — Die Anträge des Abg. Ulrich und Genossen, die Revision ber lan bständi- scheu Geschäftsorbnung, und bie Abändeca «z bes Artikel 54 ber landstänbischen Geschäfte orbnung betreffend, werben einem Sonberausschusst anbere Vorlagen teilweise bei« zweiten Ausschüsse ober bem Finanzausschüsse überwiesen, zum geringeren leih 1 bemuächst zur sofortigen Beratung auf bie Tagesordnung gesetzt. Die Ulrich'scheu Anträge haben bie Einführung einer ersten Lesung für alle Vorlagen, Erhöhung ber Tage- gelber ber Abgeorbneten im Auge. Abg. Ulrich hat auch einen Antrag, bie Errichtung einer technischen Mittelschule in Offenbach betreffeub, eingebracht. Er entwirft ein Bild von ber außergewöhnlichen inbustriellen Entwickelung Offenbachs, besonbers auf bem Gebiete bes Maschinenwesens, und bittet, dein Anträge auf Errichtung einer Wtafäinen- fach-Mittelschule zur Ausbildung von Vorarbeitern uni Werkführern freundlich zu begegnen. Abg. N o ack teilt mit, daß durch den Ausschuß des Landesgewerbevereins eine Kommission gebildet worden sei, bie sich mit biefer Frage beschäftigen werde. Er hoffe, daß demnächst auch materielle Hilfe durch das Haus gewährt werde. Zur Verhandlung kommt der Antrag des Abg. Ulrich und Genossen, die Besoldung ber Kreistierärzte betreffend». Er lautet: Die Kammer wolle bic Regierung um Vorlegung eines Gesetzentwurfs ersuchen, ivotmdi die Kreistierärzte als voll besoldete Staatsbeamten anzusrellen und alle aus veterinär-polizeilichen Anforderungen entstehenden Gebühren und Spesen aufzuheben sind. Tir Majorität des Ausschusses beantragt, bie Regierung zu ersuchen, alle burch bie Fleischbeschau ber Tierärzte, und zwar ber beamteten wie nicht beamteten, entstehenden Kosten auf bie Staatskasse zu übernehmen, im übriger dem Antrag Ulrich und Genossen keine Folge zu geben. Die Minorität (ein Mitglied) beantragt : bem Antrag über Haupt keine Folge zu geben, eine weitere Minorität (ein Mitglieb), dem Antrag überhaupt Folge zu geben Abg. Ulrich begründet ben Antrag mit einem Bc dürfnis ber länblichen Kreise, die als ungerecht erscheinenden Gebühren beseitigt zu sehen, andrerseits damü. daß vielfach die Kreistierärzte nur auf Kosten ber snr den Staat zu leistenden Aufgaben ihrer Privatpraxis nach- gehen müßten. Abg. Weidner klagt über bie oft 10—15 Ml.dk- tragenbeu Gebühren und hält bie Schäbigungen der Ticr- besitzer, bie sie unschnlbig erleiden müßten, für so Han, daß sich die Uebernahme auf den Staat empfehle. Geheimrat E m m c r l i n g und Geh. Obermebizinalrcn Dr. Lorenz weisen bie Anträge Ulrich unb der Aus- schußmehrheit zurück unb baraufhin, baß bei Annahme des Antrags bie Gebühren bes Auslandes ohne tzV' leiftung übernommen werben würden. Die Regelung dulcr Frage werbe übrigens bei Ausführung bes FleischdeM'' gesetzes zur Sprache kommen unb erfolgen. Gleickswohl wirb bie Sache zur Beachtung ^r‘ gierungsseitig eröffneten Gesickstspunkte nochmals an t Ausschuß zurückverwiesen. . b Zur Beratung kommt noidj* der Antrag Ulndp Genossen, bie Volksschule betreffeub. Er wm < staatlichuug ber Volksschulen, Sck-affung der oongaw scheu Volksschule, bie unentgeltliche Lieferung der rey mittel auf Staatskosten unb en blich bie Ausbildung u Unterhaltung aller zum Besuch ber höheren Bildung anftaltcn befähigten Kinder unbemittelter Eltern bw b Abschluß ihrer Studien aus öffentlichen Mittelst. Regierung verhält sich ablehnend, ber Ausschuß vc tragt mit allen gegen 2 Stimmen, ben Antrag aale h n e n. Abg. Dr. Davib entwickelt bie für Stellung - Antrags maßgebenben Gesichtspunkte. Es sei ein Programm, dem bie Kammer gewiß prinzipiell mit gr n* Mehrheit zu stimm en werbe. Das heutige k,r seinen Schulgattungen ohne Zusammenhang Schürf Reform. Der Rebner führt u. a. aus, baß jdes. zunächst b i e V o l k s s ch u l e b u r ch l a u s e n soUte, bann, wenn bazu befähigt, in bie höhere x, zutreten. Vom päbagogischen Standpunkt sei oies führbar. Der Redner sucht dies nachzuwersen und auf das Frankfurter R e fo r m g Y m n a s i u m zu U . Die shessische Regierung möge doch ähnliche Versuche unb besonders auf die Herabminderung fremdsprachlichen Unterrichts und I ,.eJ| gänzliche Beseitigung in den unteren hinwirken. Auf der Muttersprache beruhe ou düng, nid)t auf fremden und toten Spracksen. ~~ Pl-flärt mit bem Jbeal ber Einheitsschule beschaUrgen -,. ber Rebner, bic ganze Bilbung ziele noch daraus teil b L^öhler-, ückwärts schreitend die konfessionelle Schule und bfi?: iiinjsluß der .stirchc im. Auge habe. Die obligatorische y«iiOrid)iiife allein sei das wahre Fundament aller Bil- du i i^. Mit dem Zwang für alle, in die Volksschule zu qclwn, würden deren Einrichtungen selbtjh die beste Förden ung erfahren. Er bitte, dem Antrag Ulrich zuzu- Kiirnmen und der Regierung wenigstens den Beweis zu i icrtin, daß die Ideen, die er verkörpere, die Mehrheit dej^'Harses gefunden hätten. Hier wird die Beratung abgebrochen. Schluß der Siiflung 1.10 Uhr. Nächste Sitzung: Mittwoch vormittag M«,. beuih Die Staatsprüfung ;tna Deutsschen Reiche wird in sehr wichtigen Punkten geändert, foBtab, roas wohl außer Frage steht, der gestern mitgeteilte LoMurs der Bekanntmachung über die Approbation als Arilin Kraft gesetzt wird. Mit am wesentlichsten ist die Be>flmmmng, wonach „unter bestimmten Voraussetzungen", da «heiß» wohl nach der Ablegung einer Ergänzungsprüfung Lateinischen, auch den Abiturienten der Real- ghinnasien und Oberrealschulen das Studium der vLÜlkunte freigegeben wird. Es ist vorauszusehen, daß buir^ biiefe Aenderung die Zahl der Medizinstudierenden onii dm deutschen Universitäten alsbald und nicht ganz un- le-dichtlöch steigen wird. Bei der Verwandtschaft zwischen iro-Mivilsenschaften und Medizin werden von vornherein ritt »atmwissenschaftlich besser geschulten Realgymnasiasten unr> Ob«errealschüler sich gern der Heilkunde zuwenden, ;AUtjiü! ns medizinische Studium noch immer, wenn auch zu i Eicht, zu den Brodstudien gerechnet wird. Bei dieser Scieflage ist es eine dringliche Pflicht der Unterrichtsver- wa.;hingen, bei Zeiten für die Vermehrung der vielfach letzx schm unzulänglich en medizinischen Lehr- und Lelmirinrichtungeu zu sorgen. Die weiteren Neuerungen naljrnn U8 gemeinsam, daß durch sie das Studium der HeMllnd»e verlängert und verteuert wird. Daraufhin wirken einmal die Verlängerung der Stu- c ieimjtit von 9 auf 10 Halbjahre und sodann zugleich die Entführung des praktischen Jahres hin. Nach Hinzu- recchtmgj des praktischen Jahres hat der Medizinstudierende in lAkuulft von der ersten Einschreibung bis zur Meldung zum Staatsprüfung mindestens zwölf Halbjahre, anstatt der siüihmn neun, aufzuwenden, d. h. die Studierzeit des M-Mimr- in der Folge verhält sich zu der bisherigen MMtstzeit wie 4 zu 3. Das bedeutet eine sehr beträchtlich^ Leitteuerung des Studiums der Heilkunde. Es liegt ötei Sefcchr vor, daß in der Zukunft nur den Söhnen be- gätierttr Familien die Wahl des ärztlichen Berufes offen ’tetyei wirb. Billroth u. a. haben das freilich für wilnschens- we'utt er klärt. Andererseits aber ist dieser Anschauung wittcisprochen worden. Wir meinen, der Verlängerung des Sturms gegenüber werden die Unterrichtsbehörden auf ein im Ausgleich dadurch hinzuwirken haben, daß die Vor- lesimgS- und Uebungshonorare, die gerade bei den MiÄMrn im Verhältnis besonders hoch sind, herab- ge»sitzt werden und daß die Zahl der Stipendien für Sotfii Ministers müsse neben dem ärmsten Mnde sitzen, davnil ks frühzeitig von hochgestochenen Einbildungen sich bcfjrw. Aber diese Konsequenz wolle man nid)t Wie dem Etaat die höheren Bildungsanstalten unterstütze, so so! .tt er and) für die Bildung der Armen des Volkes dui:as.juschüsse zu den Erziehungskosten Sorge tragen, ti'it Unentgeltlichkeit der Lehrmittel entsprech^ schon einer N er in ben ?. ?n den Ausschuß 8 bett. unter Stells 'Reinhart, mip, 1611 ht, bezweckt bie > Antrag D,Honber(flnp g'.unddieAbjlch oitandischenGesj >en einem Sonbiit *ent Zeiten te "«en, zum geringer*- °tung auf die TaM trage haben die ir Vorlagen, Erhöhung! i Auge. einen Antrag, die i: Mittelschule • Er entwirft ei* - ftriellen EntwM Gebiete des $a|fc Errichtung eine: düng von Von ' legegnen. daß durch den P Kommission gi&tf beschäftigen - lle Hilfe burdx-: der der am» «»- di- X wi/rfi erfufyn, mr - eiaaUheaxntw an M aufMw D icantiagt, bif Nuk chbeschau du Ärch/e,. ftcht beamtet», m zu übernehm e ür assen keine W '■ ■ beantragt: bemirr.: eine weitere w Haupt Folge zu/ den Antrag m> ife, die als ir zu i*”' te nur auf Wf ben ihrer PrM- kSUba' s bem ®eae h»? • ^°«°g°n der q ?; <• dem i ngen Leuten besser situierter Klassen Bretter vor den hpr Kohp s zu machen über alles, was das Volk angehe. Der •«iStit Afen ,........______________________.... 1*jen sich in anderen Staaten längst geübten Praxis (Schnu'iz), die «W. Der hnrr t.wahrt habe. Der Redner wendet sich schließlich scharf o °es Art. 33 Jp" - dne Stellungnahme des Zentrums in sold)en Fragen, Mediziner vermehrt wird. Mit der Einführung des praktischen Jahres wird einem alten und sehr berechtigten Verlangen der deutschen Aerzteschaft entsprochen. Gerade diese Neuerung greift in ben ganzen Betrieb ber Heilkunbe im Deutschen Reiche ein. Die Universitätsanstalten für Medizin reichen bei weitem nicht aus, einen nur irgendwie erheblichen Teil ber von ber Universität kommenben Kandidaten der Medizin unterzubringen. Cs werden die öffentlichen und privaten Hospi- täler und vielleicht auch die geeigneten Polikliniken in Anspruch genommen werden müssen. Das wird zur Folge haben, daß auch kleinere Stadlkrankenhäuser viel mehr als bisher den Charakter wiffenschaftlicher Anstalten annehmen werden. Wie verlautet, werden auch unter Umständen praktischen Aerzten, die lediglich Privatpraxis treiben (es kommen dabei an erster Stelle, wenn nicht ausschließlich, stark beschäftigte Kaffen- und Armenärzte in Betracht) Medizinkandidaten während des prakischen Jahres zugcwiefen werden. Auch das hat fein gutes. Der Verkehr mit dem eben von der Universität kommenden, mit dem neuesten Anschauungen und mit ber jüngsten Technik mehr ober weniger bekannten Mediziner wird für den oft in der Praxis ganz ausgehenden älteren Arzt nicht ohne Reiz fein. Sicher wird ber Kandidat dem alten Praktiker Hilfsarbeitern, wie die chemischen, bakteriologischen und mikroskopisch diagnostischen Prüfungen, abaehmen können. Bedenken muß die Bestimmung erregen, daß beim verschuldeten Aussetzen ber Prüfung unter Umständen die ganze Prüfung oder einzelne Fächer für „nicht bestanden" erklärt werden. Es soll dadurch der Verschleppung der Prüfung vorgebeugt werden. Wahr ist, baß sich mancher medizinischer Prüfling jetzt viel Zeit läßt, ehe er von einem Prüfungsabschnitt in den andern eintritt. Hierbei wurde immer Nachsicht geübt. Und das bat sich bewährt. Unter den „verbummelten" Studierten sind im Verhältnisse die Mediziner am schwächsten vertreten. Der Mediziner macht in der Regel sein Staatsexamen, wenn auch mancher etwas langsam. Unter den wissenschaftlich bekannt gewordenen Medizinern und den bewährten Praktikern finden sich solche, die einst zur Staatsprüfung viel mehr als üblich Zeit brauchten. Neu sind die Bestimmungen, daß Studierenden wegen schwerer strafrechtlicher oder sittlicher Verfehlungen die Zulassung zu der Staatsprüfung versagt werden kann. Durch die Regierung wird eine Lücke ausgefüllt. ES kam bisher vor, wenn auch ganz vereinzelt, daß ein Mediziner, der wegen Verfehlungen gerichtlich bestraft worden war, sich zur Staatsprüfung meldete. Bisher konnte er nicht zurückgewiesen werden. Aus Stadt und Zand. Gießen, 19. Dezember. ♦* Postalisches. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Verzollung der steuerpflichtigen Postsendungen am 23. und 25. d. M. in der Zeit von 10—12 Uhr Vormittags bei dem Großh. Hauptsteueramt hier stattfindet. •• Eine interessante Wette zwischen dem Besitzer der Wirtschäft „Zum Jagdschlößchen" in Dutenhofen und dem Stallmeister des hiesigen Reitinstituts fand dieser Tage ihren Austrag. Im Laufe einer Unterhaltung über Reiten erbot sich der Wirt zu einer Wette um 40 Flaschen Sekt, daß er in 12 Stunden von Gießen nach Lauterbach reite. Der Weg beträgt 16 Stunden und ist bekanntlich sehr schwierig, da er über den Vogelsberg führt. Der Stallmeister nahm die Wette an und begab sich mit einigen Herren per Bahn nach Lauterbach, während der Gasthalter und ein wegekundiger Mann abends um 11 Uhr ablitten. Der Ritt ging über Reiskirchen, Grünberg, Mücke, Ulrichstein, Eugelrvd und Eisenbach nach Lauterbach, wo die beiden Reiter um 10>/2 Uhr vormittags eintrafen. Der Wirt hatte feine Wette gewonnen. ** Haushaltungsschule. Gestern wurde der Herbstkursus der hiesigen HauShaltungsschule mit einer theoretischen und praktischen Prüfung geschlossen. Als Vertreter der Stadt war der Beigeordnete Wolff erschienen, der sich in anerkennenden Worten über die Leistungen anSfprach. Es wurden in diesem Jahre wieder 36 Mädchen im Alter von 14 bis 21 Jahren in den Kenntniffen und Fertigkeiten unterrichtet, die zur Führung eines ordentlichen Haushaltes notwendig sind, und es ist an dieser Stelle schon oft darauf hingewiesen worden, daß ein gut geführter Haushalt ein wesentlicher Faktor des Familienglückes ist. Darum wird auch in Versammlungen, die sich mit volkswirtschaftlichen Fragen beschäftigen, häufig die Errichtung von Haushaltungsschulen gefordert. Eltern sollten es deshalb nicht versäumen, ihre Töchter an dem Unterricht teilnehmen zu lassen, ber geringe Aufwand an Zeit und Geld wird reichlich belohnte KnsMtz BBS örn Kirchenbücher» ter Stadt Gieße». Evangelische Gent rinde. Getraute. Matthäusgemeinde. Den 12. Dezember. Johannes Käfer, Schneider zu Gießen und Johannette Karoline Vogt geb. Höpfner, Witwe des Uhrmachers Martin Vogt zu Gießen. Lukasgemeinde. Den 8. Dezember. Ludwig Schneider, Taglöhner zu Gießen und Karoline Zimmermann, Tochter des verstorbenen Ackermanns Andreas Zimmermann zu Kirchheimerborn. Denselben. Heinrich Haberkorn, Sergeant zu Butzbach und Marie Volpert. Tochter des Postschaffners Heinrich Volpert zu Gießen. Den 12. Dezember. Ludwig Leun, Gerichtsaccessist zu Gießen und Ottilie Paula Quabeck, Tochter des verstorbenen Lehrers Heinrich Quabeck zu Mühlheim. JohanneSgemeinde. Den 12. Dezember. Karl Martin Schäfer, Eisendreher zu Gießen und Margarethe Katharine Simon, Tochter des verstorbenen Schuhmachers Friedrich Simon II. zu Gießen. Getuuftr. Matthäusgemeinde. Den 9. Dezember. Dem Bahnarbeiter Heinrich Berg ein Sohn, Heinrich Karl Ewald, geboren den 16. Oktober. Denselben. Dem Oberlehrer zu Mainz, Dr. Wilhelm Schottler eine Tochter, Gertrud Anna Ida,, geboren den 2. November. Denselben. Dem Friseur Heinrich Insel ein Sohn, Wilhelm, geboren den 9. November. Markusgemeinde. Den 8. Dezember. Dem Buchbindermeister Adolf Bourgeois ein Sohn, August Karl, geboren den 9. Oktober. Denselben. Dem Schneider Seibert Möhl ein Sohn, Heinrich Ernst Karl, geboren den 10. November. JohanneSgemeinde. Den 9. Dezember. Dem Professor Dr. Pitz, Oberlehrer, eine Tochter, Gertrud Marie, geboren den 25. Oktober. Beerdigte. Matthäusgemeind e. Den 13. Dezember. Louis Scheid, Cigarrenfabrikant, ein Witwer, 72 Jahre alt, starb den 11. Dezember. Markusgemeinde. Den 14. Dezember. Heinrich Ferdinand Becker, Sohn des Schuldieners Friedrich Becker und dessen Ehesrau Elisabeth geb. Hönig, 8 Jahre alt, starb den 7. Dezember. Lukasgemeinde. Den 12. Dezember. Bernhard Schwarz, stad, ehern., 24 Jahre alt, starb den 9. Dezember. JohanneSgemeinde. Den 8. Dezember. Margarethe Jnderthal, Dienstmädchen, Tochter des Müllers Jakob Jnderthal zu Großen-Buseck, 28 Jahre alt, starb den 6. Dezember Den 12. Dezember. Otto Deichert, Postsekretür i. P., 46 Jahre alt, starb den IC. Dezember. ber die ojt die ZW/gungeft, ttiöen müßten, F Mi Staat etf- nnb rüge Ulrich s aufhüt, W6. , Auslande- w®. )ürben. E fübrung des' und erfolg^ zur W; sM ÄS. i eit W&'S hif F r«' 1« '«LÄ; ebenso wie den der erzählenden Dichtung, der Parabel, selbst den der Ballade. Wer seinem Nächsten dieses schlicht geschmackvoll auSge- stattete Büchlein auf den Weihnachtstisch legt, der trägt dazu bet, daß auch in der greisen Dichte'n engem Stübchm, das sie auch im Winter mit blühenden Veilchen und Maiblumen schmückt, und in dem ihres einsamen LedenS Abendrot bleich verdämmert, herzliche Weibnachtsfreude dringt. Mözcn für die Dichterin und ihr Buch, durch deffen Herausgabe sich Herr Alfred Bock verdient gemacht bat, die nachfolgenden Verse sprechen auS dem Gedicht „Mein Vöglein": Gern möcht ich dir die Freihe't geben, Mein kleines Tier, Allein es kostet dir dein Lebm, Dies glaube mir. Die Freiheit muß man auch verstehen, Sonst schadet sie, Du würdest darin untergehen, Genießen nie. Dein LoS, mein Tierchen, ist entschieden, Das meine auch, Die Freiheit finden wir hienieden Beim letzten Hauch. Ein gutes Nachschlagebuch liegt jetzt in 3. Denn. Auflage vor: „Weltliche Text«^^, Aphorismenschatz der Welllitteratur, gesammelt von Fritz Hoddick (Verlag von Haude u. Spener in Berlin). Der stattliche und elegant gebundene Band ist die Frucht eines staunenswerten Sammelfleißes, einer enormen Belesenheit. Das Buch ist namentlich für den Redner, den Schriftgelehrten kaum entbehrlich. Es bringt chm eine Fülle von Anregungen und Silbern und versucht für jede Stimmung eine Grundmelodie anzuschlagen. Nichts Fertiges für den Vorttag findet sich hier; dagegen sind die meisten großen Zeitfragen auf die Tagesordnung gesetzt, die widersprechendsten Ansichten zur freien Diskussion gestellt. Der Verfaffer hat den Versuch gemacht, eine aphoristische Entwickelungsgeschichte der Philosophie zu bringen. Ein erschöpfendes alphabetisches Hauptregister der Zitate befindet sich am Schluß des BucheS. Vielleicht entschließt sich der Verfaffer bei einer wohl bald zu erwartenden 4. Auflage zur Beigabe auch eines Autoren- Registers. Im Examen. Wie groß ist die Entfernung zwischen der Sonn^ und dem Mond? Student: (schweigt.) Vierundzwanzigeinhalb Millionen Mellen ..und wie finden Sie da-? Student: Großartig! Feuilleton. Dar Gießener Stadttheater führte am Dienstag dem Bo ll! einen vieraktigen „Bureaukraten" vor. Das bemalet eine Reihe drolliger Verschrobenheiten und unmögliche Situationen und trägt daher nach altem Mißbrauch oie'Bezeichnung „Lustspiel". Der alte Leffing dreht sich latpci im Grabe um. Herr v. Moser hat bessere und lnstii.zere Stücke geschrieben als diesen Schwank aus einer läirgtf überstandenen Possenzeit, dessen Dialog anspruchloS, fafil iriwial, und dessen Handlung ebenso mühsam konstruiert ist im die gewaltsame Komik, mit der der Zuschauer häufig \uam Lachen gebracht wird. In harmlos drastische Szenen ler^iht Moser die schablonenmäßig angelegten Leiden und FruM von drei Liebespaaren, die dem Ehchafen zustrebcU unk cor1 dem letzten Fallen des Vorhangs wenigstens glücklich iis zum Brautstand gelangen. Gegenüber der Dar- fteWwng stand man anfangs unter dem Gefühl, als sei da rinn ver lorene Sache zu verteidigen. Späterhin aber kam StlMllill.ng in das Spiel wenigstens einzelner Darsteller. Dm Titelrolle spielte Herr Liebscher und erzielte mit feinem ontrierten Humor kräftige Wirkungen. Er war ein gai.1« ergötzlicher kgl. sächsischer „Biamter" und packte das bgwar* Publikum so, daß ihm zuweilen recht lauter Beifall gefijwbe t wurde. Zu der Rolle der Frau Karoline Lemke, diei ihr« wandelnde Rechenmaschine von Ehegatten mit (Snsigie und List zum Menschen machen will, gehört neEiei großer Tapferkeit auch eine Portion er- m'tfcfmbotr Komik. Frau Ernst besitzt davon wenig. KoMm:!! aber hatte sie das Richtige getroffen. Moser rhMdtM erschütternd geistreichen Ausspruch: „Fettwerden gehört nicht zu den Pflichten eines deutschen Beamten", uttk juboilterne Haustöchterlein stellt man sich daher zumeist atm fliöetn Herd mit schlichter Schürze und in schlichtem vor. Die Damen Korn und Wohlbrück führten übmizM sonst ihre kleinen Rollen mit Geschick und An- mutt in rechter Tonart durch. Ihre vornehme Freundin, Frii-lsuiigler, trat in schlichter Einfachheit auf, vielleicht gar zu schlicht, in Kostüm und Haltung zu wenig Komtesse, aber wieder mit sehr anerkennenswerter Ungezwungenheit. Vetter Eberhard war Herr Ramsey er, der ganz in seiner Rolle aufging und, mit seiner Partnerin, mit liebenswürdiger Munterkeit eine wirklich gute Lustspielfigur zu geben sich bemühte. Es fehlte auch nur sehr wenig daran: ber rechte Schliff. Als alter Graf Meng erschien Herr Reinhardt wieder zu steif und kalt. Man sieht diesen jungen Darsteller immer zu befangen, feine Sprechart ist stets gekünstelt, nie findet er den rechten, freien Ton. Und doch giebt er sich allem Anscheine nach Mühe, große Mühe, und scheint auch Streben zu haben. Es ist da jüngst eine Broschüre erschienen von dem vormaligen Dramaturgen des Hamburger Thalia-Theaters, P. A. Kleimann, „Prakt. Anleitung zum Erlernen des stummen Spiels auf der Bühne". (Verlag von Fr. Baffermann in München). Vielleicht findet Herr Reinhardt zunächst hierin einige Anregungen und schreitet dann in seinen Sprechstudien weiter fort. Die Herren Lachmann, di Balthyni und Marlitz befriebigten. Eine berbe braße Dienstmagb von ungeschminkter Realistik war Frl. Eichenwalb; sie fanb befonberen Beifall. — Klage müffen wir barüber führen, daß das Theater nicht geheizt wird. Das macht den Aufenthalt im Saale recht ungemütlich. p yy Weiynachts Litteratur. W. Zum bevorstehenden Weihnachtsfeste sei auf die Gedichte iUnA?TeMn ^"bürgerin Jobannette Lein (Rtcker'sche Ver- U”^) binsewiesen. Die 81jährige Dichterin wird noch ^rmer nicht nach ihrem vollen Werte gewürdigt. Unsere hessische Earn>ho überragt die im Reiche wett bekanntere Johanna AmbrosiuS W?18' durch die schlichteJnnigkttt ihres Tones, ^" lauteren Humor, während allerdings die offpreußische Dichterin reichere Töne kn;usch!agen weiß. AuS den icho^oen Versen der Gießener Poetin spricht die abgeklärte weise Milde h“ 4lne WrUanschauung, herztiefe dorrn iyrer Gedichte ist durchweg von ursprüng« lM0Cla?Ul6*‘< «w. — »nt tus eKU. Ur aeMKdrm UatMtUti»««*. tust euMradari («UtM *» Aie Heutige Wummer umfaßt 18 Seite»- ' "fj .al dnadegt. | Chrktias | Wagner Bahnhofstrasse No. 22 I zu Giessen im Hause des Lederfabrikanten Herrn Louis Lotz I empfiehlt als Specialität: Feinere, erstklassige fertige Garderoben I für Herren, Knaben I und (beste konkurrenzfreie Lage) ist eint neu gebaute wo nebenbei, da PHlnilu, genüflfflbeunb t\v gante Räume vorhanden, txn dßl» passendes Restaurant in Sein, Chokc- lade und Kaffee errichtet werden kann, alsbald bei müßiger Anzahlung und fontt günstigen Bedingungen zu verkausiN/ eventl. auch zu verpachten. Für einen Bäcker, der auch zugleich Feinbäcker, evn. Konditor ist, sichere Existenz. Fr. 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