4886 hr. e iNi lnb nn W, ^teltDtg 7, 6t$ gesucht. Helweiß gKcht 4499 Kreuz n, Mt ms NvigLpIatz 3. ~Ä ^Neußadu, vädche« 1 gesucht. ltttttvrg 2,1. lhm -September ge- 4895 »-thschlag, »chegeschäst. W Lieast. a Nassauer, nweg 15. ltunz zu Kindern lschastenn einer .en unter 02987 Blatter. olotWtttu je, ßzntmm der löstet Hüt zu Mr X. 4807 I UM erbeten, mgl t Tchchu m von Rattm, rauztU'Ameise« .uu-eziesn. Rcn rstellungen erbm MsgaM W‘ , Mbe«Si.M- 55s --G 5m Westen stark erschöpft den Rückzug ajn, nechts durch zwei deutsche Kompaguten als Reserve verstärkt. 3. Der >»esamtverluft der Verbündeten beträgt 775 Mann. i Q<$ telegraphischer Mitteilung ist darauf am 14. ds. die 7 »??e^nstellung einschließlich der umwallten Stadt und der Zitadelle vollständig genommen und 62 Geschütze ?Lt?e2i,W1K^n' Einzelheiten fehlen. 5. Der japanische Admiral SNItteiluna von dem japanischen Gesandten aus «En Juni die Fremden von allen Setten beschossen Xflge Ratten * 6c^>t0^t warcn und nur noch Lebensmittel für zwei Zur Erstürmung des Chinesenviertels durch die Alliir- ten wird noch aus London telegraphiert, daß, nachdem durch em morbert^s Feuer große Breschen in die Mauer gelegt worden waren deutsche russische, japanische, ame- "kam che und englische Truppen zum Sturm Borqtnqra. ®ie Mundeten avanzierten fo unerwartet schnell, daß I« auch Artillene aus die Mauern gebracht und somit ge- t^nnenes Spiel halten. Die Chinesen zogen sich schleu- itigft zurück. Drei der Forts waren unter dem Feuer der Artillerie in die Luft geflogen. Dieser große Sieg bedeutet einen wichtigen Abschnitt iw der Geschichte dieser militärischen Operationen. Bisher hielten sich die europäischen Mächte in Tientsin auf der D-efensive, und man muß fict), erinnern, daß noch vor ä rügen Tagen die Möglichkeit allen Ernstes erörtert wurde, ob die vereinigten Streitkräfte Europas nicht die Stadt aufgeben und auf Taku zurückweichen sollten. Dieser be- Mmende und insofern verhängnisvolle Entschluß, als er bitt Chinesen ganz gewaltig ermutigt haben würde, ist ums zum Glück erspart worden, und wenn der jetzt errun- geme Erfolg auch theuer erkauft ist, so gewinnt dadurch doch die Lage ein sehr viel besseres Aussehen. Es wird ja noch einiger Zeit bedürfen, bis man Tientsin zu einem sesslen Ausgangspunkt für die bevorstehenden Operationen zeinachtund weitere Verstärkungen herangezogen hat, dann «w wird sofort und mit allem Nachdruck und militärisch der Vormarsch gegen Peking anzutreten sein, um dort vor allem die Verüber der Schandthaten zu treffen und für das vergossene Blut Rechenschaft zu fordern. Die neue Lage bei Tientsin eröffnet die Aussicht auf ein baldiges offensives Vorgehen, durch das einmal den Chinesen die Möglichkeit zu weiterer Organisierung genommen, anderseits aber dem beleidigten Rechtsgefühl und der herausgeforderten Menschlichkeit Genugthuung geschafft wird. Je uneigennütziger die Mächte zu diesem Zwecke zusammenstehen, desto sckneller wird das Ziel erreicht werden. Je schneller aber oas Ziel erreicht wird, desto geringer werden die wirtschaftlichen Störungen sein und die Verluste, von denen jetzt das Erwerbsleben Europas in mehr als einem Zweige seiner Thätigkeit getroffen wird. Wie dem Reuterschen Bureau aus Shanghai vom 16. ds. telegraphiert wird, ist der Telegraphendirektor Scheug bereits zu seiner ersten Meldung, daß das Pekinger Blutbad eine That fache sei, zurückgekehrt. Der Bote, der das Schreiben des japanischen Gesandten Nischii vom 29. Juni nach Tientsin brachte, hat erzählt, am 2 9. Juni seien in der en g lisch en Ge sand tscha ft bereits vier Tote und 13 Verwundete gewesen, die Schutzwachen hätten 16 Tote und 17 Verwundete gehabt. Der belgische Minister des Auswärtigen erhielt ein Telegramm eines Ingenieurs der belgisch-französischen Hankau-Bahn, in dem berichtet wird, er, der Ingenieur, habe bernommen, daß ein T e i l d e r Fremden i n P e - king im Palaste des PrinzenTsching Zuflucht gesucht und gefunden habe. Ueber die Lage in Shanghai berichtet Reuter, es sei offenbar, daß die Wusungsfortsver stärkt würden. In den letzten Tagen hab: man bemerkt, tote ein kleiner chinesischer Dampfer öfters die Forts mit einem Frachtboote im Schlepptau mit Truppen für das Arsenal in Shanghai verließ und von dort wahrscheinlich mit Munition zurückkehrte. Die fremden Konsuln wünschten, daß die chinesischen Behörden die Fahrten des Dampfers untersagten, das Schiff sei jedoch am 15. wieder schwer beladen vorübergefahren. Die Konsuln seien am 16. zu einer Beratung zusammengetreten und hätten beschlossen, den Verkauf von Waffen in der FremdennieHerlassung an die Chinesen zu verhindern. Infolge der in der Stadt umlaufenden Gerüchte herrschte einige Aufregung. Der Chef des deutschen Kreuzergeschwaders meldet telegraphisch aus Taku vom 16. d. Mts.: Die regelmäßige Bahnverbindung Taku-Tientsiu wird am 18. eröffnet und laut dem heutigen Beschlüsse der ältesten Offiziere der Station mit russischem Militärbetrieb unterhalten, bis die militärischen Verhältnisse die Uebergabe an die Bahnverwaltung erlauben. Der englische Admiral hat die sofortige Uebergabe an diese gewünscht, die Russen haben die Bahn repariert und besetzt. Aus Tschifu wird gemeldet, Prinz Tuan habe bis zu 950000 (?) Mann mobilisiert, die in mehrere Korps geteilt seien. Das nördliche Korps Habe Befehl, die Fremden am Amur zu vertreiben, die Pekinger Armee sei in vier Korps geteilt: das erste solle gegen Mukden zu mar- schieren und ein Teil desselben die Straßen zwischen Peking, und Shanheikwau besetzen, das vierte Korps werde bei Tientsin, das dritte bei Peking, das vierte bei Nanking konzentriert, ein Teil des dritten Korps werde in der Stärke von 40 000 Mann gegen Weihaiwei und Tsingtau gerichtet werden. Gegenwärtig, so lautet diese Meldung weiter, ständen in China 23 000 Japaner, die Zahl der Schützen in Tschifu sei 3000. Eine Meldung dus Shanghai besagt, die chinesische Flotte sei im chinesischen'Meere konzentriert, wo Feindseligkeiten erwartet würden. Laut einer Nachricht aus Nanking herrsche infolge der Befehle des Prinzen Tuan eine große militärische Bewegung wegen des Erscheinens der Japaner auf chinesischem Boden. Der Vicekönig von Nanking Liukunyi habe den fremden Konsuln angezeigt, daß er für die Ereignisse in Schavosin (?), Ningpo und Tschutschau (?) die Verantwortung nicht übernehmen könne. Die Ausländer eilten nach Shanghai, wo wenig Truppen seien. Die Lage sei beunruhigend. Aus Ningpo, wo die Häuser der Ausländer in Brand gesteckt und die Missionare mißhandelt wurden, seien 16 Ausländer angekommen. Die aufständische Bewegung habe sich Südchinas bemächtigt. Es herrsche allgemeine Panik. Ueber die Ereignisse in der Mandschurei und an der sibirischen Grenze berichtet, laut einer Petersburger Meldung vom 18. os., General Gribski aus Bla- gowieschtschensk: Die Chinesen haben längs des Amur Aigun, das von den Chinesen schon genommen sein soll, und Blagowieschtschensk in der Ausdehnung von etwa 20 Kilometer Schanzenaufgewor- f e n und Batterien gebaut, die sie mit 40 Kanonen besetzten. Bei der Beschießung von Blagowieschtschensk hatten die Chinesen 8 Geschütze und 2000 Mann. Aus London liegt eine Nachricht vor, die besagt, daß es nach einem Petersburger Telegramm keinem Zweifel unterliege, daß China den Krieg gegen Rußland erklärt und Feindseligkeiten begonnen habe, deren Ende nicht abzusehen sei. Aus zuverlässiger Quelle verlaute, daß reguläre chinesische Truppen unweit Aigun am Amurfluß ein mit Munition beladenes russisches Transportboot beschlagnahmten und auf eine russische Eskorte feuerten, die sie fast gänzlich ausrieben. Daraus griffen sie Blagowieschtschensk an und brannten die Stadt nieder. Der Ministerrat in Washington beschloß, an China den Krieg nicht zu erklären und Truppensendungen auf eigene Verantwortung des Präsidenten nach China zu beordern, wodurch die Einberufung des Kongreffes ver- mieden wird. Li-Hung'Tfchang. „Daily Telegraph" meldet aus Kanton vom 16. Juli: Im Laufe einer Unterredung mit den Konsuln erklärte Li-Hung-Tschang, seine Reise nach Peking habe einen doppelten Zweck, das Leben der Gesandten zu retten und einen möglichst guten Frieden mit den verbündeten Mächten zu schließen. Er erklärte weiter, daß er von der englischen und französischen Regierung Mitteilungen erhalten habe, worin sie für ihre Gesandten Schutz verlangten und, falls diese getötet würden, die verantwortlichen hohen chinesischen Beamten mit Todesstrafe bedrohten. Li-Hung- Tschang habe diese Mitteilungen der Kaiserin-Witwe übermittelt Seit der letzten Woche, also seit dem 9. Juli, sei er ohne Nachrichten aus Peking. Li-Hung-Tschang behauptete, daß die von 11 Gouverneuren unterzeichnete Denkschrift an die Kaiserin-Regentin folgende fünf Punkte enthält, die der Pekinger Regierung zur BerÜcksichtignng empfohlen werden: 1. Schutz ber fremden Kaufleute und Missionare im ganzen Reich, gleichviel ob Krieg ooer nicht, um das Ansehen Chinas als Kulturstaat zu wahren. 2. Rettung der noch überlebenden Gesandten, da dann noch Verhandlungen möglich seien, wobei sich die Regierungen der Geretteten für China verwenden könnten. 3. Ein Entschuldigungsschreiben der Regierung an den deutschen Kaiser wegen der Ermordung des Gesandten v. Ketteler, sowie Vorschlag der Vermittlung anderer Mächte und schriftliche Zusicherung der guten Absichten Chinas an Frankreich und die Vereinigten Staaten von Amerika. 4. Voller Schadenersatz für alle Verluste an fremdem Leben und Eigentum. 5 Anweisung an die Militärbehörden und Zivilbeamten in der Provinz Tschili, die Räuber und marodierenden Truppen zu bestrafen Das belgische Ministerium des Aeußern erhielt von dem belgischen Konsul aus Hongkong ein Telegramm vom 18. d. M., das besagt, Li-Hung-Tschang habe heute vormittag auf der Reise nach dem Norden Hongkong berührt und eine lange Unterredung mit dem Gouverneur gehabt. * ♦ Das ostasia tische Reiter-Regiment sollte heute (Donnerstag) Potsdam verlassen und ins Feld rücken. Das Regiment war gestern bereits vollzählig, nachdem! die für dasselbe bestimmten Freiwilligen aus der ganzen deutschen Armee eingetroffen waren. Das Regiment geht nach Mautschou, um dort mit den Pferden, die der bekannte Herrenreiter Leutnant Graf Königsmarck in Australien auf^ kauft, beritten gemacht zu werden. In S p a n d a n ist infolge der Mobilmachung eine überaus starke Belastung der Geschäfte wahrnehmbar. Unaufhörlich bewegen sich Transporte mit Kriegs-Material durch die Straßen der Stadt und zahlreick)e Privatbetriebe klagen über drücken den M angelanArbeitskräf- te n. Zur Bewältigung der Mobilmachungs-Arbeiten sind auch Mannschaften der Berliner Garde-Regimenter herangezogen worden. — Wie man aus Harburg meldet, sind die Offiziere und Mannschaften des für China zu bildenden Pionier-Bataillons dort angekommen. Der Chef des Ingenieur- und Pionier-Korps, General von der Goltz, ist ebenfalls in Harburg eingetroffen, um die Kriegs^ Materialien für China zu besichtigen. Die zum Stabe kommandierten Mannschaften der nach China ausrückenden See-Brigade, etwa 200 Mann an der Zahl, sind in Berlin zusammengezogen und zum Teil auch sofort eingekleidet worden. — Mit der Bildung von zwei Musik-Kapellen für die nach China bestimmten Truppen ist der Armee-Musik-Jnspizient Roßberg beauftragt. Die ö st erreich isch - ungarische Regierung richtete ein Rundschreiben an die Mächte des Inhalts, sie sei gerne bereit, jede Aktion zu unterstützen, die zur Einigung der Mächte in der ckMesischen'Angelegenheit führe. In Anbetracht der relativ geringen Interessen, die Oesterreichs-Ungarn in China zu schützen habe, könne es jedoch nur Schiffe seiner Marine entsenden ohne Landungstruppen. Der „Temps" meldet aus London: Der französische Minister des Auswärtigen, Delcasse beabsichtige, die europäischen Mächte zu ersuchen, sofortige Maßregeln zu ergreifen, um die Ausfuhr von Waffen nach China zu verbieten. • O * Der Krieg in Südafrika. brachen den von lassen haben. _ I Loudon, 19. Juli. Die Blätter veröffentlichen aus I Taku vom 15. ds. solgende Bestätigung der Meldung über die Einnahme der Chinesenstadt von Trent- I sin: Die Verbündeten griffen die Stadt am 13. Juli an. I Die Truppen rückten um 2 Uhr nachts gegen die Chinesen- I stadt vor. Das Gesecht dauerte bis 8 Uhr abends ununter- I brochen fort. Die internationalen Truppen blieben die I Nacht über am Fuße der Mauern der Stadt. Am daraus- I folgenden Tage sprengten die Verbündeten das Eingangs- 1 thor und drangen ohne Widerstand zu stnden in die Stadt. I Loudon, 19. Juli. „Daily Expreß" meldet aus Tientsin: Wie verlautet, ist General Rieh in dem Gefecht bei der I Chinesenstadt von Tientsin getötet worden. Die Verluste der Chinesen in diesem Kampf sollen über 5000 Mann I betragen. _ , . - I London, 19. Juli. Nach einem Telegramm aus San I Franzisko haben sich die dort ansässigen Chinesen erboten, ein Regiment zu bilden, um in China zur Ausrechterhaltung I der Ordnung beizutragen. * . Loudon, 19. Juli. Nach einem Telegramm au« Washington bat der amerikanische Konsul in Shanghai telegra- I phisch um Zusendung weiterer Kriegsschiffe zur Aufrechterhaltung der Ordnung. Augenblicklich befinde sich vor Shanghai nur ein amerikanisches Kanonenboot. Paris, 19. Juli. Wie die Was f en-Einsuhr nach. China am wirksamsten zu verhindern wäre, ist gegenwärtig Gegenstand von Beratungen der Kabinette. Es handelt sich darum, eine Kontrolle, soweit sie überhaupt möglich ist, thunlichst schnell ins Werk zu setzen, um nament- | lich zu verhindern, daß die derzeit schwache ausgerüsteten südlichen Provinzen Massen erhalten. Wien, 19. Juli. Aus der Mandschurei wird gemeldet, daß der Chef-Ingenieur der ostchinesischen Eisenbahn am 10. Juli vom General-Gouverneur von Mukden Befehl erhielt, Bau-Material an China ab zu liefern und sich samt dem Bau-Personal und der Schutzmannschaft bestehend aus 400 Kosaken und 500 Mann Infanterie 8u entfernen. Der Ingenieur hat sich nach Charbin zurückgezogen, das zur Verteidigung mit Verschanzungen umgeben wurde. Die Unruhen entstanden infolge eines Verbotes seitens der Polizei, Opium zu verkaufen. Die Chinesen der Stadt griffen infolgedessen die Polizei an, wurden aber zurückgeschlagen und erlitten schwere Verluste. Die französische Mission in Mukden wurde zunächst nur von Boxern angegriffen, denen sich später 3000 Mann chinesischer Truppen zugesellten. Diesen gelang es die Mission zu erstürmen und die Insassen derselben nebst 200 Christen zu töten. ^Aus B e r r u ft wird gemeldet: General Delarey hat den Kommandanten S n v m a n von seinem Kommando enthoben Derselbe wurde degradiert — SnYmarm soll si chwegen seiner Grausamkeiten bereits langst vielfach verhaßt gemacht haben. r r __ Weiteren Depeschen aus Pretoria zufolge begann am Montag der V o r m a r s ch der Armee R o b e r t s. Hamilton der durch einen Paß unterhalb Wonderboomforts vorrückte, säuberte den Pyramidhügel von Buren und drang nach Waterval vor, wo er biwackierte. French marschierte mit einer großen Streitkraft und Maximkauonen in nordöstlicher Richtung. Von den Anhöhen beschossen die Buren mit Artillerie die schweren britischen Batterien, dw das Feuer nicht erwiderten. Bothas Streitfirnftesind letzt tbatsächlich von Delareys Kommando abgeschnitten. hat man die Adreffe eines Londoner Hutmachers entdeckt. Das bereitet seinen Feinden noch größere Freude, als die Züchtigung, die Morel ihm versetzen konnte. Em Nationalist, der seine Hüte aus der Fremde kommen laßt, dn wahrscheinlich auch mit seinen Vorhemden nicht zuftieden ist, wenn sie nicht in London gestärkt und gebügelt werden. Jetzt wundere man sich noch, wenn er nur noch Königsberger Klops, Prager Schinken, Italienischen Salat und Astrachan Kaviar ißt, Danziger Goldwasser und Pilsener Bier trinkt, Brasil-Cigarren raucht und sich mit Peruanischem Balsam parfümiert! . h Budapest, 18. Juli. Blättermeldungen Zufolge nur der Schah von Persien Budapest einen Besuch av ^^Konstantinopel, 17. Juli. Der russische Botschafter gab aus d-r Psorte die Erklärung ab, daß, MS die rumänischen Kriegsschiffe die Erlaubnis zum W»« des Bosporus erhielten, Rußland die Neutralität Meerengen nicht mehr respektieren werde. Türkei dürste in Folge dessen von der Ausnahme der beiden rumänischen Kriegsschiffe in den hiesigen Docks abstehen. - Gestern waren es 200 Jahre, daß die Türkei der russischen Regierung gestattet hatte, eine ö ’ ! ständige Gesandtschaft in Konstantinopel zu errichten. QUr Feier dieses Tages sand im Sommerpalast der russt- scheu Botschaft ein glänzendes Bankett statt, an dem als Vertreter des Sultans Marschall Schaklr Pascha und der Minister des Aeußeren Tewsik Pascha teilnahmen. 4xr Bot chaster Sinowiew brachte einen Trinkspruch auf den Sultan aus, dessen Weisheit, Friedensliebe und aufrichtige Freundschaft für den Zaren und Rußland er in den wärmsten Worten pnes. Der Minister des Aeußeren Tewsik toastete in ebenso herzlicher Weffe aus den Zaren Nikolai. Im Laufe des Tages erfolgte der I Austausch von Gratulationsdepeschen zwischen dem Zaren I und dem Sultan. __ Lord Roberts telegraphiert aus Pretoria: Der Feind machte am 15. d. M. einen entschlosssenen Angriff auf Pole Carews linke Flanke und längs unseres von .Hutton befehligten linken Flügels. Der Feind machte mehrere Versuche, unsere Stellung im Sturm zu nehmen, wobei es zum Handgemenge kam. Die Füsiliere wurden aufaeforbert, sich zu ergeben, die Stellung wurde aber von den irischen Füsilieren und von Kolonialtruppen tapfer verteidiat Der Feind hatte 15 Tote und 50 Verwundete sowie 4 Gefangen-! die Engländer 7 T°te 29 Verwundete 'und 23 Vermißte. 1500 Mann nut 5 Geschützen burch Ausland. Loudon, 18. Juli. Die „Times" meldet aus Ottawa von nettem• Htmschen Großbritannien, den Ver einigen Staaten und Rußland ist ein Abkommen getroffen, wonach beabsichtigt wird, bte * !?0iÄ6', die Beschlagnahme britischer und ®“len ,euae durch russische Kreuzer im nördlichen Teil des großen Ozeans einem Schiedsgericht zu unterbr«t-n. 0 «uvFifipt 18 c>uli Die Kammer wählte heute iyr Burekn und rnE.e S ad-leer zu« Präsidenten ffUrTa 18 ^u(t In dem Hute, der dem nationalistisch antisemitischen Gemeinderat Dnbuc am 14. Juli bei EMann'mit 5'Geschützen durch I feinet Käufer« mit dem scheinen', den Brigaden Hunters und Rundles ge- | und den bte Gegner als Kriegsbeute zu veway W bildeten Kordon zwischen Bethlehem und Fic^burg und | gingen auf Lindley vor, dicht gefolgt von den Brigaden j Pagels und Broadwoods. ._ . ' Reuter meldet aus Pretoria vom 17. b- M.. Gestern I griffen die Buren den linken Flügel der Stettung I Pole Carews erfolglos ati. Pole Carew hatte ^me schein- I bare Lücke in der Verteidigungsstellung gelassen, dre ledrntz I durch das Feuer der Schiffs- und Feldgeschütze bestrichen werden tonnte. Die Buren gingen mit Erficht vor, als I die britische Artillerie plötzlich ein heftiges Feuer eröffnete, I sodaß sie zurückgehen mußten. Auch) Springs wurde von I den Bur>e n angegriffen, wo sie nach) heftigem! Kampfe bis 50 Yards an das Royal-^rischregunent heran- I kamen. Das Regiment, aufgesordert sich zu ergeben, gab als Antwort eine Salve ab, die deii Feind nach allen Richtungen zerstreute. „ _ , Das Reutersche Büreau meldet ferner aus der Umgegend von Rooikranz vom 15.: General R u n d l e, der den Vormarsch fortgesetzt bat, kam der Rooikranz nord- | westlich von Ficksburg mit dem Feuer des Feindes in Be- ; rührnng. Die Buren, ungefähr 150 Mann stark, Sogen suh allmählich zurück. General Brabant besetzte Rooikranz. Die britische Artillerie nahm emenHugel und war den ganzen Tag unter Feuer, wahrend । Brabants Truppen und die Yeomanry aus Buchsenschußweite heftig feuernd vorrückten. Vor Sonnenuntergang wurden große B u r e n v e r st ä r k u n g e n bemerkt, bte ungefähr fünf Meilen entfernt über tue Berge kamen Der Feind beabsichtigt anscheinend, ans den Bergen vorzn- brechen. Der Kampf wird wahrscheinlich morgen wieder aufqenommen. . -__ 5)ier haben wir wieder ein paar Falle, die von dem ungebrochenen Unternehmungsgeist der Buren zeugen. Die Stellung des linken Flügels von Pole Carews 11 Division ist zur Zeit nicht bekannt; doch ist sie in der unmittelbaren I Nähe von Pretoria zu suchen. Springs ist dieKopfstatwn eines Bahnstrangs, der bei Elandsfontein östlich von Johannesburg von der Hauptlinie in östlicher Richwng ab- zweigt. Ficksburg liegt im Oranrefteistaat am Caledon- Aus Stadt und Land. ©feien, 19. Juli 1900. •• Von bet Universität. Der ordentliche Profeffor der Jurisprudenz Dr. Arthur Benno Schmidt, seitens der Gesamtsenats zum Rektor für 1900/01 gewählt, hat so- eben die landesherrliche Ernennung dazu erhalten. *• Personalnachrichten. Dem Befehlshaber der frei, willigen Feuerwehr zu Nidda, GerichtSvollz,eher Karl Betzberger, wurde das Silberne Kreuz des Verdi«_f>- erbens Philipps d-s Großmütigen verliehen; Georg Dame Strauß zu Goddelau wurde zum 1. Bureaugehttfen bet dem Landeshospital Hofheim mrt Wirkung vom 8. Ium an ertiat« Eisenbahnpersonalien. Dem Stationsassistenten Schad zu Gießen wurde der Kronenorden 4. Klaffe und de« Bremser Heuser I. zu Betzdorf das Sememe Ehren, ,eichen, und zwar beiden Beamten aus Anlaß des lleder tritts in den Ruhestand verliehen. 3u0Ma • «»•>«“ Berwaltungen: Technischer El enbahnsekretar Berget von Wetzlar nach Gießen, Kanzlist Keim °°" H°rb°rn n“ch Frankfurt a. M.; die Stationsvorsteher 2. Kl. Branden stein von Bad-Nauheim nach Siershahn, S'ägU vm ! Altenkirchen nach Bad-Nauheim; d.e StatwnSverwalter Lorz von Zollhaus nach Oberneisen und Rausch von Oberneisen nach Zollhaus; die Stationsassistenten Fehl vol^Wirges nach Ob?rur,'e, Fuchs ID von Ste-nan 4 Wirges. Ernannt: Bahnmeisterdiatar Kremer MB tz I alsiftenten- die Lokomotivheizer Konrad und Straft I. w Gießen zuLokomotivsührern. Pensioniert: StatwnSvorstehe 9 Slalie Drangenstein in Nauheim, StationSasfisteni Schad in Gl-ß?n. Gestorben: Lokomotivführer Her- mknn I in Frankfurt °. M. Die Prüfung 8™*». führet haben bestanden: die LokomoNvheizer Schultheih u Usingen, Eberhardt zu Friedberg. •* Stufe-Quartett. Das zweite Symphonte Kontert der Familie Stufe wird morgen ,abend ,» I Heuchelheim gegeben werden. Der großartige rfo s Fe« ersten Konzertes, über das wir in unseter l^^ I SonntaaS-Nummer berichteten, veranlaßt uns, h rnl.i dne« gediegenen musikalischen Genuffes heute nochmals daraus ausmerksam zu machen. uni) @treitfragen in | „ c Lpr ß 5- lautet das Thema für die am Frei- im Saale des „Cafe Ebel" stattsindende, w ff wohl^bei keiner Gewerbetreibenden-Klasse gesägt ist wie Vas notorisch bei dem KausmannsstaE d«. Zur Verfolgung der Ereignisse empfehlen tott unfern I Lesern die im Berlage von G. Frey tag ®e rnbt, . Wien VII/1 und Leipzig, erschienene Karte:v on Ehrn 1 : 10 Mill., die nebst der hübsch geatberteten Karte, m einem illustrierten Texte eine kurze Ueberftcht über all Interessierende betreffs China bretd: Geschichte Handel, Verkehr Industrie, Verwaltung, srnanzen, Münzen rc. I sind kurz, aber leicht faßlich behandelt.„?h?/'^te franko von TOt —.65 liefert fede Buchhandlung bte Karte franko. * * Telegramme deS Gießener Anzeigers. Berlin 19. Juli. Zu der über die Telegramme der I hiesigen chinesischen Gesandtschaft I Zensur schreiben die „Berliner Neuesten^ Nachrichten : Diese Maßnahme kann der allgemeinen Zustimmung sicher sein, und es scheint, daß man im Auswärtigen Amt eine schärfere Tonart gegenüber der chinesischen Diplomatie anzuschlagen für angezeigt hält. Die hiesige chinesische Gesandtschaft hat fortgesetzt Verbindungen mit ihrem Mutterlande unterhalten, sie hat chiffrierte oder in verabredeter Sprache abgefaßte Telegramme empfangen und abgesandt sie muß also geheime Wege kennen, auf denen em । Meinungs- und Meldungs-Austausch möglich ist. Diese Wege sind den Gesandten in Peking verschlossen worden. Die offizielle Regierung hat den Gesandten in Peking keine Hilfe geleistet, während sie selbst beständig in Verkehr mit dem Telegraphen-Jnspektor Scheng in Taku war. Wilhelmshaven, 19. Juli. Der ^oyddampfer „Stuttgart" wird am 4. September mit den Verwundeten des Kreuzergeschwaders tn der Heimat erntteffen. Das Lazarettschiff Gera und die Torpedoboote to. 3 bu 92 treten am 27. Juli die Ausreise nach China an. London, 19. Juli. Aus Shanghai wird gemeldet: Man versichert, daß die Kaiserin-Mutter voriges Jahr, als sie Japan em Offensiv -und Desensiv^ Bündnis an geboten, einen Vertreter nachi L o k i o entfanbt hat, um ein gemeinsames ^kommen zur Er- morduug sämtlicher Fremden m China »nd ^apan vorzuschlagen. Dieser Vorschlag wurde abgelehntt (Das ist eine unglaublich thörichte^ Sommerente. D. Red » London, 19. Juli. Ein Telegramm aus Washington meldet: Die Regierung in Washington giebt zu, einen wichtigen PaffuS in Admiral Remeh's letzter Depesche unter- drückt zu haben, worin von Streitigkeiten zwischen Admiral Seymour und anderen Osfizieren die Rede war. Admiral Seymour soll sich, weil er mit dem Antrag aus Aufschub des Angriffs auf das Chinesen-Viertel nicht durchdrang, grollend auf sein Flaggschiff zurückgezogen und dem rangältesten russischen Offizier das Oberkommando über- Deutsches Reich. Berlin, 18. Juli. Aus Drontheim wird gemeldet: Der Kaiser blieb gestern und heute an Bord. I der L>ohenWllern" und nahm die Vortrage der Kabinetts- I Vertreter entt,eqen. Das Wetter ist sehr kühl und wechselnd. I Morgen beginnt die Weiterfahrt in südlicher Richtung vor- I läufig bis Molde. An Bord ist alles wohl. I — Jur Regulierung der Grenze zwischen I Deutsch-Ostafrika und dem Kongostaat soll letzt I der 3 0 Längengrad wissenschaftlich festgestellt werden. I Deutscherseits wird hierzu Professor Lamp von der^Kö- I niglichen Sternwarte in Potsdam delegiert, der die Reise I nach Afrika!Äm -5, Wgust antritt. .. — Die Gerüchte von dem definitiven Ausscheiden des I l^eneralmaiors v Liebert aus seiner Stellung als Gou- verneur von Deutsch^Ostafrika scheinen, wie die -Krmizztg. vernimmt, verfrüht zu sein. Damit erledige sich bis auf weiteres die Frage seines Nachfolgers. Jedenfalls werde vor deni Eintreffen des neuen Kolonialdirektors und des Generals v. Liebert eine Entscheidung nicht getroffen WeTb- ®er VvlkswiMschaftsratslehrer an der technischen Hochschule in Aachen und natrE"'^rale ^^dtagsabge- nete für Magdeburg Prof. Dr van der B ö r g h t s nach einem Aachener Blatt als vortragender Rat । । Kultusministerium berufen vordem . — Der internationale Textilarveir Kongreß erklärte sich für Abschaffung beS und Einführung bes Wvchenlohnes. Dre Englanber sttmmten getrennt. Dem „Staatsanzeiger" zufolge hat be? König ben P o s e s so - d^: juristrschen Fakultät in Tübingen, Staatsrat vW.«»brh, s I mW, .k Ang.leg-nh.ii I im württembergischen Landtage, . I Arffn-H-p haft bei der Besetzung der Univer^iiaisiaas^D I fteffen konfessionelle Gründe nicht maßgebrnid gewesen den unb ftelüe an^rbem dem Wirken Mandrys em Mgt gefühN u^ bHalb?dn Abschiedsgesuch einge- I reicht hat. locken. Getränken. Das ** W a r n u n g v o r e i s k a l t e n G e r r a Berliner Polizeipräsidium teilt m ^^ß' die auf Nnttalwässer, wie Selters«, den Straßen ^seMtenen Qn bi€ Mnehmer meifi Sodawasser und andere m Y , . falten Wassers eiskalt verabfolgt werben ®a ber ®enu6 ^tauen “'“g“ S.-tzh-, thal- fd rt am Sonntag und Montag seme Fahn-' weibe u der auch Landrat v. Heimburg-B.ede-!« M tottbtRi “°J Königs n,t Peruanj, ;? wbttt ® b« hM " *QSt, btt infolge wirb Besuch ob, fche Bot- b, dH. M E Pafflurk alüLt btt Werbe. Du ®e btt btibti s abstthtv. 6 dit Türkei e, eine bi. zu em'chten. ch dn rusfi« «L bm A ifcha unb btt normen. Du kspruch auf ‘liebt unb auf. unb Rußland Ministtr dtt er Wtift auf s erfolfltt btt in btm Zaren Juli 1900. e Profeffor btt dt, stittns btt wM, hat st halten. )abtt btt frei' vollziehet JW । des Beryll . ©eor/MuV ireau§Äen Mten Schal Klaffe und den Oleine M deS^t M M anbntt Fr Birtzrl m hnbvrn N Ht, gjrattbeB p, M-l?" Staliottfwr»» mb 1 W WV ■aii(t to W« 6ttb8t«l*k -EL ?,äS “"ff# gr°iE \tw f’A it KwÄ Verband ittiateit gtoe®' >r ’eW3 »'Ätf KS ' , giti11 i® 'm selbstoerstandsich, und ss sehen wir auch diesem Teile der Veranstaltung in der zuversichtlichen Erwartung entgegen, daß nach den sorgsamen Vor- berettunaen alles gelingen und ein guter Besuch daS Fest krönen werde. eidenstoffe, Sammte von Elten & Keussen und Velvets ®t« hxl »fn ucHfuruttietM. Arbeiterbewegung. Mainz, 18. Juli. Mit den Holzbildhauern wurde bis jetzt eine volle Einigung noch nicht erzielt. Arbeitszeit und Lohnvcr- hältnisie wurden gemeinschastlich geregelt, es blieben jedoch nocb zwei streitige Hauptpunkte übrig und zwar die Anerkennung der Stellenvermittelung, sowie die Schaffung einer ständigen, von den organisierten Bildhauern gewählten Kommission zur Beilegung von Lohnstreitigkeiten. Der Mdbelfabrikanten- und Mersterverband will die beiben letzteren Forderungen für alle Geschäfte, in denen Bildhauer beschäftigt sind, regeln, und dafür wurde eine weitere Frist von acht Tagen angesetzt. ganz schließen und für Ladengeschäfte die bisher getrennte Verkaufszeit aufgehoben und dafür die Stunden von etwa 10 bis 1 Uhr ortsstatutarisch bestimmt werden sollen. — Auf höhere Anweisung hin hat daö hiesige Proviantamt mehreren 25 Jahre bei ihm beschäftigten Vorarbeitern und Arbeitern ansehnliche Geldprämien ausbezahlt. ES sind dies die Vorarbeiter Hensel, Huber, Krämer und I. Schmidt und die Arbeiter Karl Hermann, Kirchner, Schmidt und Stenner. Proviantamtsdireklor Boden- stein versammelte die Jubilare um sich, hielt eine herzliche Ansprache und überreichte den Vorarbeitern je 100 Mk, und den Arbeitern je 80 Mk. Seitens der Militärbehörde ist dies ein anerkennenswerter Zug gewesen, langjährige treue Arbeit zu belohnen. Die Jubilare bezeugten große Freude über die ihnen gewordene Auszeichnung. Kastel, 18. Juli. Gestern mittag badeten im sogen. „Kasteler Loch" zwei hier beschäftigte Bäckerburfchen. Als der eine nach einiger Zeit wieder an das Land ging, um sich anzuziehen, rief sein Kollege um Hilfe. Schnell sprang fein Kollege nochmals in das Wasser. ES gelang ihm auch, den Anderen zu packen, dieser hatte ihn aber am Halse erfaßt, und beide verschwanden in der Tiefe. In dieser gefährlichen Situation gelang es jedoch dem Retter, sich los zureißen und wieder an die Oberfläche des Wassers zu kommen, während der Andere ertrank. Es ist der 17- jährige Philipp Boniscr aus Bockenheim. Die Leiche wurde noch nicht gelandet. Kunst und Wissenschaft. — Der nattonalökonomische Schriftsteller Max Wirth, ebc mals Direktor deS Schweizer Statistischen Bureaus, ist am 18. o. 1H. in Wien gestorben. Max Wirth, ein Sohn deS politischen Pubti. ztsten Joh. Georg Aug. Wtrth, der durch seine Rede auf dem Hambacher Fest im Jahre 1832 in weiteren Kreisen bekannt geworden war, wurde 1822 in BreSlau geboren. Nach Beendigung seiner Studien in Heidelberg wandte sich der Verstorbene dem JournattS- mus zu, den er in Frankfurt a. M. und Wiesbaden auüübte. 1864 wurde er alS Direktor des Etat. BureauS nach Bern berufen. 1874 wurde er Mitarbeiter der „N. Fr. Pr.". Max Wirth war ein sehr fruchtbarer Schriftsteller, und mehrere seiner wtrtschastspolittschm Schriften haben daucrrden Wert. U. a. otrfajtc er Nc *®runbe züge der Nationalökonomie" (vier Bände. 1855 bis 187/)■ Gerichtssaal. Mainz, 18. Juli. Ein interessanter Prozeß zwischen dem hiesigen Militärfiskus und der städtischen Verwaltung hat nun in erster Instanz seine vorläufige Erledigung gesunden. Die MUitär. behörde ist durch einen Vertrag vom Jahre 1816 verpflichtet, für die eingeführten oktroipflichtigcn Gegenstände der hiesigen Garnison eine jährliche Paulchalsumme an die Stadt zu entrichten. Im vorigen Jahre verlangte nun der Militärfivkus Entbindung von diesem Vertrag und Oktroifreiheit für die gesamte hiesige Garnison. Die Stadt lehnte diese« Ansinnen ab, erklärte sich aber zur Festsetzung einer neuen Pauschalsumme bereit Dieser Vorschlag wurde von dem Militärfiskus abgelehnt, der auf Oktroifreiheit bestand Die Stadt verwies den Fiskus auf den Klageweg. Die Zivilkammer deü hiesigen Landgerichts lehnte jetzt tn erster Instanz die Klage des MilitärfiükuS als unbegründet ab. Stolp, Pommern, 18. Juli Die Strafkammer verurteilte von den 20 wegen Beteiligung an den Ruhestörungen am 21. Mar beteiligten Personen zwölf zu vier Wochen bis neun Monaten Gefängnis, acht wurden freigcsprochen. — Familien Nachrichten. Gestorben: Fräulein Margarete Jacobi tn Darmstadt. — Frau Margarete Weber, Ww., in Darmstadt. — Herr Georg Brertwieser HI. in Ober-Namstadt. — Herr Georg Stößel in Darmstadt. — Herr Georg Müller in Darnlstadt. - Vermischtes. * Eine witzige Bemerkung des Herrn v. Miquel. Aus Miquels Bürgermeisterzeit erzählt die „Köln. Ztg." eine charakteristische Anekdote. ES war im Jahre 1867, als König Wilhelm in Begleitung Bismarcks auch nach Osnabrück kam und sich aus dem Rathaus, in dem altehrwürdigen Friedenssaal, durch den damaligen Bürgermeister Miquel die städtischen Kollegien vorstellen ließ. Der jüngst ver. storbene Justizrat Graff war Worthalter des Bürger- vorsteherkollegS (Stadtverordnetenvorsteher), und auf ihn wies Miquel mit den Worten: „Majestät, dieser hier tst mein Steuerverweigerer! Diese Szene wurde viel belacht, und schließlich erhielt der „Steuerverweigerer" zur Besserung den Roten Adlerorden. Zu Miquel aber sagte der König: „Nun, Herr Oberbürgermeister, Ihnen darf ich wohl keinen Orden anbieten!" So ward Miquel Oberbürgermeister. z , * Berlin, 18. Juli. Die „Tägl. Rundschau ging, wie die „sJiori)b. Allg. Zig " hört, für 800 0 00 M k. in den Besitz, des Bibliograph, Instituts m Leipzig über. x * Eisenberg (S.-Altenburg», 17. Juli. Feuer. Heute nachinittag ging das Fabrikgebäude der Scha mottewarensabrik von Gebrüder Kämpfe tn Flammen auf. Das Gebäude brannte vollständig aus. Der Dampfkessel konnte gerettet werden. Glücklicherwelse konnte das Feuer auf seinen Herd beschränkt werden. * * Uesteraas (Schweden), 18. Juli. Der zum Tode verurteilte Massenmörder Nordlund verwundete heute früh z w e i W ä r t e r durch mehrere Hiebe mit einem eisernen Haken auf die Köpfe. Ein dritter Wärter feuerte zwei Revolverschüsse gegen Nordlund ab, letzterer wurde schwer in die Seite getroffen und stürzte zu Boden. Es ist noch Ungewiß, ob die Verwundung le bensgefährlich ist. Der Zustand des einen Wärters ist bedenklich. , . * * Wien, 18. Juli. Bei einem heute nachmittag auf der Kaiseifftraße erfolgten Zusammenstoß zwischen zwei elektrischen Straßenbahnwagen wurden mehrere Personen verwundet. Sainfeld Carpenter aus Amerika, des bekannten Er- siaderS der Carpenterbremse, um Genehmigung zur Aw bringung von Leitungsdrähten von den ?adehausernnach der Stadt zu dem Zweck, Fernzeiger in den Vermiethäusern usw. anbringen zu können, welche z. B. anzeigen, welche Nummer eben am Baden ist. Da die Sache von größtem Jntereffe für unsere Kurgäste ist und die Badedirektion auch bereits die Aufstellung der Apparate in den Badehäusern genehmigt hat, erteilt der Gemeinderat dem Gesuchsteller die Genehmigung gegen eine jährliche Anerkennungsgebühr. — Unter Führung M fßrof. berg besuchten am vergangenen Samstag eine «nzayl Studenten (38 Mediziner) aus Marburg unsere Stadt, um die Bade-Einrichtungen, die Siedehäuser, das und das Zander-Institut aus eigener Anschauung kennen zu lernen. — In Bensheim ist am letzten Sonntag Bergrat i. P. Jäger im 78. Lebensjahr gestorben. Der Verstorbene war von 1876 bis 1891 als Vorstand der Badedirektion und des Salinen- und Bergamts hier thatig. - Fürst Ferdinand von Bulgarien ist vergangene Nacht mit Gefolge zur Badekur hier eingetroffen unb in der Villa Tielemann abgeftiegen. . ... Darmstadt, 18. Juli. Gestern traf der Großbritannische Botschaftsrat Mr. Buchanan nebst Familie zu mehrtägigem Besuch der Allerhöchsten Herrschaften in WolfS- garten ein, und heute mittag Professor Olbrich. -nn. Darmstadt, 19. Juli. (Tel.-Meld. deS „G. A. ) Der Großherzog hat am 14. Juli den Kreisarzt des KreiS- gcsundheitSamtes Lauterbach Dr. Paul Weißgerber auf sein Nachfilchen mit Wirkung vom 1. September 1900 bis inr Wiederherstellung feiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt. Am 14. Juli wurde der Kreisassistenzarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Darmstadt Dr. Emil Nebel zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Lauterbach ernannt. Darmstadt, 18. Juli. Der Kreisrat von Offenbach, Geh. Retzierungsrat H a a s, der sich z. Z. in Urlaub befindet, hat definitiv per 1. Oktober hier in der Wilhelm- straße Wohnung gemietet, während die Bureaus für die am gleichen Tage hierher zu -verlegenden Bureaus der Deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften in die Ge- orgenstraße zu liegen kommen. Offenbach a. M., 18. Juli. Zur handelspolitischen Frage hat auch die hiesige Handelskammer m ihrem Jahresbericht für 1899 erneut ihren Standpunkt ausgedrückt. Im Anschluß an die eingehende Schilderung der Geschäftslage der bekanntlich sehr stark und mannigfaltig entwickelten Ausfuhr-Industrien des Bezirkes, für die das Jahr 1899 günstiger war als alle feine Vorgänger, heißt es in dem Jahresbericht: „Aus der Schilderung der wirtschaftlichen Verhaltniffe unseres Bezirkes ist ersichtlich, in wie hohem Maße die wirtschaftliche Entwicklung unseres Bezirkes mit seinem Wohl und Wehe von der Gestaltung .'m Auslandsinteressen Deutschlands abhängig ist. Wenn wir auch dankbar anerkennen, daß zurzeit die Wahrung der letzteren mit Geschick und gutem Erfolge geschieht, und daß die Reichsverwaltung es sich für die diesmalige Neugestaltung der Handelspolitik des Reichs ganz besonders angelegen sein läßt, die Wünsche der beteiligten Kreise in dieser Beziehung kennen zu lernen und sich bereit Sachkunde nutzbar zu machen, so können wir uns doch nicht der Befürchtung entschlagen, daß bet der Erneuerung der Handelsverträge Einflüsse die Oberhand gewinnen, welche einer dem fortgesetzten starken Bevölkerungszuwachs des Reiches entsprechend thatkräftigen Förderung der deutschen volkswirtschaftlichen Jutereffen nicht günstig sind. Wir würden dies nicht nur von unserem Standpunkte der wirtschaftspolitischen Vertretung unseres Bezirkes, sondern mehr noch für die Zukunft Deutschlands zu beklagen haben, welche mit seiner Vormachtstellung in der Weltwirtschaft steht und Mt." _ , Mainz, 18. Juli. Bekanntlich tritt am 1. Oktober das Ladenschlußgesetz in Kraft, und aus diesem Grunde haben die Vorstände der hiesigen kaufmännischen Vereine: Kaufmännischer Verein-Mainz, Katholischer Kaufmännischer Verein, Kaufmännisch^ Verein „Merkur" und Zweigverein Mainz des Vereins für HandlungS-Kommis von 1858 in einer am Dienstag abend stattgehabten gemeinsamen Beratung beschlossen, eine Bewegung ins Werk zu setzen zugunsten eines OrtsstatutS für den Achtuhrladenschluß, sowie gleichzeitig für Verbesserung der Sonntagsruhe. Letztere soll ähnlich wie die in Frankfurt a. M. geregelt werden, daß Fabrik-, Bank- unb EngroS-Geschäste an Sonntagen — Rad-Rermen zu Gießen. Die sämtlichen ausgeschriebenen sechs Nummern des Programms haben zahlreiche Besetzung gefunden, sodaß sich verschiedene Vorläufe als notwendig erweisen. Die besten deutschen Armateure geben sich hier am nächsten Sonntag ein Stelldichein, und nach ihrem Abschneiden auf hiesiger Bahn wird man schon mit einiger Sicherheit die Aussichten beurteilen können, die ihnen zu den drei großen Meisterschaften des D.-R.-B. blühen, die am 5. August in Magdeburg gelegentlich des deutschen Bundestages zum Austrag kommen. Auch das Ausland — besonders Italien — ist in dem Programm mehrfach vertreten, und der bestimmte Start auch dieser Herren scheint gesichert. — Nach Beendigung der Rennen findet auf der Terrasse die Preisverteilung und Konzert bei gänzlich freiem Eintritt statt, was wir noch besonders hervorheben, da ein angenehmerer Aufenthalt bei der warmen Witterung jetzt kaum zu finden sein dürfte. Daß die Braurrei Bichler eS an einem vorzüglichen Tropfen nicht fehlen laffen wird, ist Paris, 19. Juli. Hervorragende politische Persönlichkeiten in Mabrid ziehen eine Verheiratung der Prinzessin Maria Mercedes mit einem nickK der Familie Bourbon angehörenden Prinzen einer solchen mit dem Prinzen Charles von Bourbon vor. Vertraulicher Weise wurde in allerjüngster Zeit bei zwei deutschen Souveränen angefragt, die in ihren Familien Prmzen besitzen, die allen gestellten Bedingungen genügen. Man sagt, daß die am Madrider Hofe ziemlich einflußreiche Prinzessin Girgenti, die Tante des Prinzen Charles von Bourbon, dessen Kandidatur keineswegs niiterstütze. Cherbourg, 19. Juli. Der gestrige Einzug des Präsidenten Loubet vollzog sich bei schönstem Wetter und unter großartiger Begeisterung der Bevölkerung. Um 7 Uhr abends fand ein von dem Gemeinderat veranstaltetes Festessen zu 200 Gedecken stast. Nach dem Essen wohnte der Präsident einer Gefechtsübung der Kriegsschiffe bei und kehrte um 11 Uhr in das Präfekturgebäude zurück. Prag, 19. Juli. Das für Samstag bei Sobifsau ein- berufene südböhmischeVolks-Meeting ist polizeilich verboten worden mit der Motivierung, daß das Programm des Meetings geeignet fei, das Volk gegen die Regierung aufzureizen und die öffentliche Sicherheit zu gefährden. ____ _____ Kunst-Ausstellung. ausstollung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 8 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50 Pfg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. Achtung! Kaufleute! Freitag den 20. Juli, abends 9V< Uhr, im oberen Taale des Cas6 Ebelr Oeffentliche Versammlung. Vor trug des Herrn Paul Elberding, Elberfeld, über: 4973 Soziale Zeit- und Streitfragen im Kandelsgeweröe. Freie Aussprache. Ortsgruppe Gitßkll -es deutsch'uatioualeu KaMangsgehilfev-Pttbau-es Kmulmrg. Cöntentiä^^Ä" Samstag den 21. d. Mts. findet die statutengemäße Keneral-Wersammknng bei Mitglied Hartmann (Rheinischer Hof), Frankfurterstraße, statt. Tages-Ordnung: Rechnungsablage. Verschiedene». Anfang Punkt 9 Uhr. 4974 Der Borstand. Zu verkaufen: Gastwirtschaft mit sämtlichem Inventar. 550 HktUr. Bier rc. Wirtschaft, 1200 Hktltr. Bier. Wirtschaft auf dem Lande, sehr gut gehend. Kolonialwarengeschäft, beste Lage, sehr gut gehend. 4972 Näheres durch W. Hild, Nordanlagei. Telephon 240. Gasthaus znm weissen Ross Neuenweg. Mirmcr Kralen L Portion 20 Pfg. Ranchlleisch nach Hamburger Art ä Portion 10 Pfg. Warme Lleischwnrst a Portion 10 Pfg. 4967 GeseWaft für Erd- md Wkkkllmdr. Die außerordentliche Haupt-Versammlung wird auf Tamstag den 21. Juli er., SV2 Uhr, im Großherzog von Hessen verschoben. TageS-Ordnung: 4960 Rechnungsablage; Gründung einer Vereinszeüfchrift; Winterprogramm. Geschäfts-Empfehlung. 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