!MM Sonntag den 20. Mai idoe Aints- unb 2lnzeigebltttt für den ICrcis Giefzen $8cjngspreU viertehährl. Mk. 2,90 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestell« viertcljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierleljährt. mit Bestellgeld. Alle Snzeigen-BermittlungSstellen deS In« und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. ter Höhe ÄcWignng i äusser den ■dkitellm RMtiM, Expedition und Druckerei: >4*(flr»6e Nr. 7. b*-r^ 6»raitl( Siechenanstalt einfacher eingerichtet werden als z. B. in Grünberg oder Alsfeld, Wo Vorkehrungen für solche Fälle (Operationsraum, Ueberwachungszimmer usw.) getroffen werden müßten. 3. Das allgemeine medizinische Interesse an der Erkennung und Verhütung von Krankheiten. Das Beispiel mehrerer Siecheininstalten, besonders des Auslandes, lehrt, daß die in einer solches Anstalt untergebrachf- ten Krankheitsfälle, mit denen der praktische Arzt im einzelnen zunächst nichts anfangen kann, einem wissenschaftlich weitergebildeten Anstaltsarzt Gelegenheit zu wichtigen Studien über Natur und Verhütung der Krankheiten geben können. Durch die Nähe der Universität würde dieses Interesse sicher gefördert werden. Dazu kommt, daß die hessischen Kreisärzte, die in bestimmtem Turnus in Gießen zu Fortbildungskursen vereinigt werden, dadurch Gelegenheit 'bekommen würden, diese Zustände, die vom Standpunkt der allgemeinen Fürsorge für Kranke im Lande Interesse haben, im Zusammenhang genauer kennen zu lernen. An eine Verwendung für den Unterricht der Studierenden ist nicht zu denken, besonders da das wesentliche Interesse der Provinz nur auf eine sachgemäße Verpflegung dieser Personen gerichtet sein kann. Die genannten drei Momente sprechen, abgesehen von der Platzfrage im einzelnen, die dem allgemein hygienischer Ermessen überlassen werden muß, für die Wahl von einander zu bringen. Sollte die bauliche Anlage bei den weiteren Verhandlungen nochmals erörtert werden, so empfiehlt es sich, das zuletzt entwickelte Prinzip festzuhalten, wenn sich auch vom bautechnischen Standpunkt manche Modifikationen des dargelegten Planes als notwendig erweisen würden. Keinesfalls sollte ein allen Kundigen durchaus notwendig erscheinendes Werk durch ungerechtfertigte Einwände und durch die noch bestehenden Bedenken wegen der Platzfrage länger hinausgeschoben oder vielleicht für immer zerstört werden. Am besten wäre es, die Vorlage des Provinzialausschusses ohne weiteres zum Beschluß zu erheben. schäftSlnhaber dementsprechend disponieren, zumal dies auch sehr in deren eigenem Interesse liegt; denn in den Fällen, in welchen ein Kassaposten unrichtig oder über« Haupt nicht gebucht ist, oder sonst eine Differenz vor« liegt, wird es sich meist nicht ohne weiteres feststellen lassen, wer daS Geld angenommen hat, zumal eS bei größerem Personal häufig vorkommt, daß der Ches die Schrift aller seiner Angestellten nicht so genau kennt. Noch viel schwieriger wird natürlich irgend eine Feststellung sein, wenn auch noch das Empfangsdatum auf der Quittung fehlt und es sich womöglich um einen zur betreffenden Zeit in dem Geschäfte nicht mehr thätigen Gehilfen handelt. Die Beisetzung des Datums wird nämlich mindestens eben so oft versäumt wie die Hinzufügung des Namens des persönlichen Empfängers, und trotzdem bezüglich des Ersteren keine gesetzlichen Vorschriften bestehen, ist eS schon aus den angeführten Gründen sehr wünschenswert, dasselbe stets mit Gratisbeilagen: Gießener Famitienblätter, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische Volkskunde. ___________ Lacher aus Schaafheim, 84 Jahre alt; Wwe. Julia Johanna Rothschild, geb. Wise, aus Cassel, 75 Jahre alt; Fritz Holle aus Frankfurt a. M., 59 Jahre alt. — Peoria, Jll.: Phil. Zell aus dem Großherzogtum Hessen, 70 Jahre alt. •• Um die Rückkehr von Dienstboten in die verlassenen Dienststellen herbeizuführen, ist das polizeiliche Zwangsverfahren durch wiederholte Verhängung von Geldstrafen ausgeübt worden. Da in den meisten Fällen die betreffenden Leute mittellos find, entstehen hierdurch nur längere Verzögerungen. Zur Vermeidung derselben sind jetzt die zuständigen Behörden angewiesen worden, daS entwichene Gesinde im unmittelbaren Zwangswege den Herrschaften wieder zuzusühren. teeetmt een Anzeigen zu der nachmittags für den f»tgenden La« erfcheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Lddtsttüungkn spätestens abends vorher. Frauen. .,. 4) Sieche, die wenig soziale Bedürfnisse haben, die bettlägerig sind oder im Lehnstuhl außer Bett sein können; ca. 120, beide Geschlechter zur Hälfte. Hierbei ist die Erzielung von möglichster Aufsicht nut geringem Personal im Auge zu behalten. Die Anstalt ist zweistöckig gedacht (Erdgeschoß, Obergeschoß) mit Benutzung der Souterrainräume. Ter ganze Entwurf ist ein Versuch, Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. anzugeben. *♦ In Amerika verstorbene Hesien, New-York: Elise Harth, geb. Buschmann aus Mainz, 71 Jahre alt. Cath. Rothenbusch, geb, Schultheis, aus Oberhessen; Adam Pitz aus Rai-Breitenbach, 58 Jahre alt. Washington, D. C.: Schuhmachermeister Jos. Conr. Herbert aus Marburg, 61 Jahre alt. — Bergen, N. I.: Maschinist Beruh. Müller aus Frankfurt a. M., 36 Jahre alt. — Baltimore, Md.: Cath. Born aus Marburg, 56Jahre । alt; Ferdinand Hahn aus Cassel, 66 Jahre alt. — e I Ossian, Ja.: Nikolaus Milbret aus Nieder-LieberS- bach, 75 Jahre alt. — Tell City, Jnd.: Valentin Reß aus dem Großh. Hesien 67 Jahre alt. - New-Melle, Mo.: Elisabeths Holt, geb. Lotz, aus Villingen, 76 Jahre alt. — Philadelphia, Pa.: Wein- und Sprithändler Georg Schleicher aus Hillesheim, 41 Jahre alt. — Quincy, I. M.: Anna Maria Georgens, geb. Pohl, aus Hesien, 76 Jahre alt. — Springfield, O.: Marie E. Reisig, geb. Bickel, aus Oberschönau, 36 Jahre alt. — Mascoutah, In.: Christian Mathias aus Oppenheim, 81 Jahre alt. — Sheboygan, Wis.: Elisabeths Schreiner, geb. Schätze! aus Guntersblum, 67 Jahre alt. — Schöpps Valley, Buff. Co.: Elisabethe Hohmann aus Butzbach, 76 Jahre alt. — Reading, Pa.: John F. Fett aus Marburg, 70 Jahre alt. — Elmira, Ont.: Prediger Diedrich Dippel aus Ibra, 74 Jahre alt. — Arcadia, Wis.: Georg Arnold aus Ober-Kinzig, 70 Jahre alt. — Oakville, Conn.: Charles Gerisch aus Hochstädten. —Detroit, Mich.: Elisabethe Wittels- berget aus Amöneburg. 79Jahre alt. — Jersey City, N. I.: Frau Knell, verw. Rübsam aus Butzbach, 63 Jahre alt. — New-York: Carl Bernhard aus Cassel; Friedrich Molitor aus Pleitersheim, 62 Jahre alt; Annie Becker aus Gießen 52 Jahre alt; Simon Zinn aus Kurhesien, 60 Jahre alt; Georg Reich mann aus Alsfeld; Julius Binq aus Frankfurt a. M., 74 Jahre alt. — Brooklyn, N. Y.: PH. Jac. Volz aus Lich, 93 Jahre alt. — Dayton, O.: Wilhelm Miller aus Homburg v. d. H., 51 Jahre alt. — Bellevue, O.: Johann Lachner aus Neunkirchen, 71 Jahre alt. — St. Louis, Mo.: Wittwe Anna Marie Eckert geb. Presch- eopfohlen'. t 3556 Viertes Blstt. Errichtung einer Siechenanstatt für Oberheffen. Gießen, 18. Mai. Unter dieser Ueberschrift liegt uns eine längere Abhandlung des Prof. Dr. Sommer-Gießen vor, die sick) an die in derj Sitzung des Provinzialtages der Provinz vberhessen am 8. Mai 1899 gegebenen Ausführungen au- Meßt. Da diese Angelegenheit in der Sitzung des Provinzialtages am 26. Mai zur Erörterung und hoffentlich zum endgiltigen Abschluß gelangen wird und die weitesten Kreise interessieren dürste, verfehlen wir nicht, des näheren darauf einzugehen. Der Verfasser erhebt zunächst die Frage, ob eine Acchenanstalt für Oberhessen überhaupt notwendig ist. Infolge jahrelanger Beschäftigung mit dieser Frage wird sie in Uebereinstimmung mit den Gutachten der Kreisämter und Kreis-Gesundheitsämter bejaht, da sich in der Provinz eine große Zahl von hilfsbedürftigen Personen, die weder in die bestehenden Krankenhäuser, Irrenanstalten noch Pfiünden hineinpassen. Die Zahl der aufzunehmenden Kranken wird auf 300 veranschlagt. Doch läßt sich eine genaue Zahl niemals festlegen. Keinesfalls sollte durch längeres Suchen nach der absolut richtigen Zahl die Aus- bie von vornherein anzunehmenden Gruppen von Kranken ihrem inneren Zustande entsprechend zu verpflegen und die verschiede- nen Abteilungen in eine richtige Lage zu nd: Giessen en e Aus Stadt und Land. *• Kuustverein. Die Aquarelle von Prof. M a e n n ch e n bleiben nur noch Sonntag und Montag ausgestellt. Ferner gelangt auch ein weiterer Teil der gegenwärtig reichhaltigen Ausstellung zur Weitersendung, da voraussichtlich nächste Woche wieder ein größerer Wechsel der Gemälde stattfindet. Beim Quittieren der Rechnungen wird in vielen Detailgeschäften der Fehler gemacht, daß irgend ein Bevollmächtigter, der den Betrag in Empfang nimmt, unter die Worte „Betrag empfangen" oder „Dankend quittiert" nur „per" und den Namen der Firma setzt, ohne seinen eigenen Namen hinzuzufügen. Es dürfte deshalb im allgemeinen Interesse liegen, darauf hinzuweisen, daß nach den gesetz. lichen Vorschriften der Name des Betreffenden unbedingt auch mit dastehen muß, weil sonst die Quittung ungiltig ist. Es wäre also sehr zu wünschen, daß die Herren Ge- Gießener Anzeiger Henerat-'Unzeiger ad Glas- laft gentur Gie* V. Gießen. . Am Schluß dieser Erörterungen finden rotr einen Entwurf einer Siechen an st alt für 300 bis 330 Kranke. Bei der Konstruktion ist auszugehen von der ver-, mutlichen Beschaffenheit der zu verpflegenden Kranken. Die einzelnen Abteilungen müssen dem verschiedenen Charakter der einzelnen Gruppen von Kranken angepaßt sein. Es! wird angenommen, daß unter 300 Kranken sich folgende Gruppen" ergeben: . ... 1) Sieche, die nicht dauernd bettlägerig sind, noch eine Anzahl soziale Eigenschaften und noch das Bedürfnis haben, mit der Außenwelt in Beziehung zu treten, denen eine gewisse Selbständigkeit gelassen werden kann. Diese sind für eine relativ freie Art der Unterbringung geeignet. Zahl ca. 80, zur Hälfte Männer, zur Hälfte Frauen. 2) Nicht geisteskranke Epileptische, Zahl ca. 50, beide Geschlechter zur Hälfte. Diese sind möglichst nahe an den Ort der Arbeitsgelegenheit heranzurücken und dabei von den Siechen nach Möglichkeit zu trennen. 3) Harmlose Geisteskranke, die der Pfleae in den Landesanstalten nicht mehr bedürftig sind. Auch hier ist die Verwendung der Arbeitskräfte möglichst im Auge zu behalten. Zahl ca. 50, halb und halb Männer und Vermischtes. * Weimar, 18. Mai. Das angesehene Bankhaus A. Callmann Ist zusammengebrochen. Eine Reihe wohlhabender Familien in Weimar und in der Umgegend hat bei dem Bankhaus bedeutende Depots. Die Firma befand sich schon seit Wochen in Zahlungsschwierigkeiten, die durcy ihre Beteiligung an verschiedenen industriellen UErneym- ungen entstanden zu sein scheinen. Grundmig wai die Aktiengesellschaft für Metallindustrie m Apolda, die vor einigen Tagen m Konkurs geraten A bar darauf ist der Zusammenbruch der Bankfirma gefolgt. tuser ÄS führung des Werkes verzögert werden. Bei der Frage, I ob gewisse Arten von Geisteskranken oder Epileptischen auf- I genommen werden sollen, wird dringend abgeraten, Harm- I lose Geisteskranke, soweit sie die Ordnung des Siechen- I Hauses nicht stören, prinzipiell auszuschließen. Z. B. be- I weise die Erfahrung im Juliusspital in Würzburg, daß I der Aufenthalt solcher mit körperlich Kranken in einem | Hause bei richtiger Lage und Einrichtung der! Abteilungen unter ärztlicher Leitung sehr wohl möglich» ist. Auch Epileptiker, bei denen nur Krarnpfzu- stände vorliegen und sich deshalb die häusliche Pflege unthunlich erweist, sollen aufgenommen werden. Epileptische Geisteskranke gehören selbstverständlich in die staatlichen Irrenanstalten. Ideal wäre natürlich eine staatliche Lpileptikeranstalt für das Großherzogtum, in der die Erforschung und Behandlung dieser dunklen und verheerenden Krankheit zur besonderen Aufgabe gemacht werden könnte. Solange wir diese aber nicht haben, müssen u ich t-geistes- franfe Epileptische als das betrachtet werden, was sie thatsächlich durch ihre Krampfanfälle sind, als Sieche, ter Verfasser nimmt dann Stellung zu den Vorschlägen, gemeinsam für Oberhessen und Starkenburg eine Siechen- anstalt zu bauen und zwei getrennte Anstalten für männ-i üche und weibliche Sieche anzulegen. Beide Vorschläge scheinen dem Verfasser ungeeignet, weil sie einen in Oberhessen bisher völlig konsequent und mit allgemeiner Ueber- emstimmung entwickelten Plan verwirren und eine Verzögerung des durchaus notwendigen Baues hervorbringen. Schpn aus diesem praktischen Grunde sollten sie abgelehnt werden. Außerdem ist es bei der eigenartig abgeschlossenen Lage von Oberhessen in; dieser die Selbstverwaltung der Provinz betreffenden Sache auch territorial richtiger, die Lage der Anstalt lediglich nach dem Bedürfnis der Provinz zu. wählen, mag maiti sich nun von diesem Prinzip aus bei Ansehung der besonderen Umstände für Gießen, Grün- berq oder Alsfeld entscheiden., Ferner liegen stichhaltige Münde für getrennte Anstalten für Männer und Frauen nicht vor. Die Trennung! der Geschlechter kann bei dem Anstaltsbau in viel einfacherer Weise unter einheitlicher Leitung baulich bewirkt werden. Nur ein Einwand wäre geeignet den Plan aus dem Fundament umzustoßen, wenn nämlich nachgewiesen werden könnte, daß durch den an sich wünschenswerten Bau nach anderer Richtung ein kdtoben entstehen würde, speziell für den Aerztestaud im Moßherzogtum. Der Verfasser weist indessen überzeugend nach, daß durch die Errichtung eines Zentral-Siechenhauses in Gießen, Grünberg oder Alsfeld die kleineren Kranken- . amtalten und der Aerztestaud nicht geschädigt würden Die deinen Anstalten sollten vielmehr in erhöhtem Maße für MMl die Aufnahme akuter Fälle, nicht als Bewah- z lunqs-An st alten für chronisch Sieche dienen, a . Dann würden sie dem wissenschaftlichen und praktischen Jn- 7 ^flßkOCl' Messe der ärztlichen Kollegen am besten entsprechen. igßgaSavV ber Erörterung der. Platzfrage sind für den ' Verfasser folgende Gesichtspunkte bestimmend gewesen: 1 Die Erleichterung des Transportes durch eine zentrale Lage der Anstalt, d. h. eine solche, bei der die vorhandenen Eisenbahnstrecken unter möglichster Vermeidung von Wagenwechsel und Aufenthalt auf Zwischenstationen benutzt werden können Dabei ist zu bedenken daß es sich vielfach um körperlich völlig Sieche handelt deren Transport möglichst abgekürzt werden muß Es ist sichtlich, daß sich bei dem z. Z. vorhandenen Eisenbahnnetz ließen von diesem Gesichtspunkt aus am besten eignet. 2 Die Nähe der Universitätskliniken, die es ermöglichen würden, schwere Krankheitsfälle in die besonders für solche Fälle eingerichteten nahen Anstalten zu bringen. Es könnte bei dieser Lage, d. h. m Gi e ß e n, die Mieten, Ar. 117 Hrscheiul täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener -amtlteu-lälter ■ttben dem Anzeiger ta Wechsel mit „Hess Landwirt" tt. „Blätter ßr Hess Volkskunde" Nbchtl. 4 mal beigelegt. I Emil Pistor Nachfolger | Inhaber: H. Selbst und L. Schussler Telephon 61 Warktstraße 10 Velen und Herde in grosser Auswahl SallshaltunWrtikkl Gartevmöbkl hierher erbeten. 3597 in jeder Preislage. 3482 Eier 5x/a und 5 Pfg. 2665 Topktkil G ist im Glas, verkauft. 8133 2083 Ernst Bloedner, Mmwq. Neckarsulmer Fahrenlernen gratis. "W 1 3:29 sich in den Kochelsee während der Jüngere zweite Sohn Robert städtischen Bauamte, hiesigen Staats- Er soll sich umfang- Betrage von 7 5000 Heppenheim a. d. Bergstraße (Hess.), 15. Mai 1900. Großherzogliche Direktion der LanderJrrenanstalt. Medizinalrat Dr. Bieberbach. Täglich frische Maibowle Emil Horst, Hießen, Zerueutwareu- und Krrrrftsteiu-Fabrik. eprechstirnderr der Redaktion des Gießener Anzeigers täglich (mit Ausnahme von Samstag und Sonntag) von 6—7 Uhr nachmittags. Eingang von der Kaplaneigaffe aus. die neuesten Muster iu größter Auswahl, vorjährige und ältere Muster, sowie Reste jeder Stückzahl werden fortwährend zu bedeutend herabgesetzten Preism • e • Kein Rad übertrifft Familien Nachrichten. „?Aobter Marie Strauß mit Jakob Wenk. Mannheim« Eschollbrücken b. Darmstadt. Gestorben r Herr Friedrich Becker in Wetzlar. — Herr Wilhelm Ruppel m Darmstadt. — Herr Georg Dönges in Darmstadt. — Fran Anna Katharina Müller, geb. Sonnthal, in Darmstadt. — Fräulein Gretha Willenbücher in Darmstadt. Die Gebrüder Callmann stürzten (Oberbayern). Der Aeltere ertrank, gerettet wurde. * Leipzig, 18. Mai. Der Blums, der Bau-Inspektor am Richard Blum, hat sich der anwaltschaft freiwillig gestellt, reiche Wechsetfälschungen im Mark haben zu schulden kommen lassen und ebenso betrügerischen Bankerott. Er wurde verhaftet. Im Gefängnis machte er einen Selbstmordversuch. * Eine sensationelle Mitteilung kommt auf Beeskow: Der Rittergutsbesitzer Buchholz in Cossenblatt schoß zwischen Giesensdorf und Cossenblatt aus kurze Distanz auf vier Personen, die in einer Gerichtsverhandlung zu Frankfurt a. O. als belastende Zeugen gegen ihn aufgetreten waren. Zwei Personen, darunter der Gutsgärtner Ponath in Cossenblatt, sind tätlich, zwei andere sowie der Kutscher leicht verwundet. Die Untersuchung ist eingeleitet. Hroßßerzogtiche Landes-Irrenanstalt. Die Stelle des 2. Assistenz-Arztes der hiesigen Anstalt (jährlicher Bar« qehalt neben freier Station 1500 Mk.) soll wieder besetzt werden mit einem jüngeren, unverheirateten Arzte. Psychiatrische Vorbildung ist erwünscht. Bewerbungen werden bis zum 10. Juni l. Js., vorerst brieflich, Marktstratze 28, 3097 Gerichtssaal. Caffel, 17. Mal. Ein weitere Kreise interessier render Strafprozeß beschäftigte die hiesige Strafkammer. Ein hiesiger Gastwirt hatte in der Absicht, seinen Stammgästen einen Spaß zu machen, und ferner, um neue Kneipgenoffen anzuziehen, gelegentlich der Abhaltung der Bockbiersaison öffentlich angekündigt, daß in seinem Konzertlokal ein Ziegenbock unter den Besuchern des Bockbierfestes zur Verlosung gelangen solle. Der Gedanke, auf einem Bockfeste nicht nur von dem sprichwörtlichen Bierbock, sondern sogar von einem veritabeln Bock gestoßen werden zu können, hatte denn auch in den Kreisen der Bockbierfreunde, namentlich bei denjenigen großen Anklang gefunden, für die das Plakat berechnet ist: „Hier finden tüchtige Biertrinker fortwährend Beschäftigung " Der Zudrang zu dem auf zwei Abende ausgedehnten Bockbierfest war riesig, und der Ziegenbock kam unter großem Halloh zur Verlosung. Das dicke Ende kam aber für den Veranstalter noch in Gestalt einer Anklage des Staatsanwalts wegen Veranstaltung einer öffentlichen Lotterie ohne obrigkeitliche Erlaubnis. Der Angeklagte machte glaubhaft geltend, daß er bei der Bockoerlosung an etwas Unerlaultes, Strafbares nicht ge, dacht habe. Das Gericht war aber der Ansicht, daß hier die Merkmale einer öffentlichen Ausspielung im Sinne des Paragraph 289 des Reichsstrafgesetzbuches zweifellos vorliegen, wenngleich keine Lose für einen bestimmten Preis verkauft worden seien, denn jeder Gast habe eine Losnummer erholten, es sei öffentlich in der Zeitung dazu aufgefordert worden rc. Die ©träfe wurde jedoch nur auf 20 Mk. oder 4 Tage Gefängnis bemeffen. Ferner hat der Beurteilte sämtliche Kosten zu tragen. 1 Es verleiht der Wäsche einen anhaltend angenehmen Geruch, üeberall erhältlich. 224 Man achte auf das Wort „Jnka“ ein unübertreffliches, allgemein beliebtes Wasch- und Bleichmittel zur 1^'85" Bedeutung emporgearbeitet hat, stolz auf ihre Entwicklung sein. W.e wir erfahren, beschäftigt die Firma . 8 14 Beamt- und etwa 100 Arbeiter. Ein großer Teil des Personals ist auswärts beschäftigt hauptsächlich mit Bau und Einrichtung von Badeanlaaen größeren Stils nach eigenem System. In den letzten Jahren sind nebn emer ^oßen Anzahl von Arbeiterbädern in industriellen Anlagen di! städtischen Bäder für Breslau (2 Anlagen), Esten, Fürth Landsb^ Finsterwalde, Posen, Duisburg, Krefeld, Gießen, Eisenach, b« uÄ des Hohenstaufenbades und das Achterbades in Köln, das Stadtbad it. Offenbach, sowie das Jnselbad in Paderborn und andere größere Tlri- vatanstalten ausgeführt worden. Jetzt sind der Firma noch das aroke städtische Schwimmbad in der Bärwaldstraße zu Berlin mit großem Schwimmbassin zur Ausführung übertragen worden, ferner die städtischen Schwimmbäder in Zwickau und Weimar, die Lieferung für »wei städtische Bäder in Christiania, das städtische Volksbad in Krefeld b»e Wafferheil-Anstalt von Dr. med Mueller-Gotha, eine große anjage für die herzoglich meiningischen Schiefer-Brüche in 2e6eftett und eine ganze Anzahl Arbeiter- und Privatbadeanstalten. Die Firma darf sich rühmen, nut zur Hebung des Badewesens in Deutschland b i- getragen zu haben, namentlich aber bezüglich Einführung von Arbeite, bädern und Wascheinrichtungen bahnbrechend gewesen zu sein. Daß die Firma sämtliche Schiffe der deutschen Marine, des Norddeutschen Lloyds und anderer Schifffahrtsgesellschaften mit Bade- und Wascheinrichtungen versieht, setzen wir als bekannt voraus. Auf eine Einladung des Reichs- gesundheitüamts in Berlin hat sich die Firma entschloffen, m der Kollektivausstellung dieser Behörde auf der Pariser Weltausstellung initzuwirkeu Es werden von ihr ausgestellt: ein Modell der ftabt. Badeanstalt in Essen und ein Modell der Arbeiterbadeanstalt bet JWntjjI. Geschoßfabrik in Siegburg. Beide sind im Maßstabe 1:20 und genau nach der Natur ausgeführt mit allen inneren Einrichtungen versehen. Dachfalzziegel in vorzüglicher Ware, liefert billigst Vertreter für Giessen und Oberhessen: Friedrich Hainer, Tiefenweg 4. 3476 Schaufeln, Spaten, Archen, Kacken DM- Eisschränke -w Aras- und Kleesamen, Wagen und Kewichte. I62t Alle Arten Werkzeuge, Aauöeschläge. (SiihHrfl etn Mittel, das alle Haus- und Küchenküfer »erttlat. »rückolirr heißt das gesetzlich geschützte Fabrikat des Erfinders Gg. Brüik, Darmstadt. Preis per Pack.t Mk. 1,80. Üeberall erhältlich. 2093 Deutschlands Musterrad. Fahren Sie nur „A lexande r". 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Die Gesetzgebung und ihre Folgen, den Einfluß der Ver- fassungskämpfe auf die sozialen Erscheinungen, die Entwickelung der sozialen Schichten hauptsächlich der Arbeiterschaft, ihre Organisation, ihre Lehren und Bestrebungen sollen ebenso dargestellt werden wie die übrigen privaten und staatlichen sozialen Reformen und Reformbestrebungen. Auf eine knappe und möglichst gemeinverständliche Darstellungsform wird besonderes Gewicht gelegt. Als Endtermin für Einsendung der Wettbewerbsschriften ist der l. Januar 1901 bestimmt. Für die Errichtung einer Handelshochschule in Berlin tritt der Syndikus der Berliner Korporation der Kaufmannschaft Dr. Max Axt ein. Rach Beleuchtung der Notwendigkeit und der Ziele einer solchen Anstalt, sowie nach Niederlegung der gegen ihre Zweckmäßigkeit vorgebrachten Bedenken 'gelangt der Verfasser zu folgendem Vorschlag: Da die Hochschule nicht dem Berliner Handel, sondern dem gesamten deutschen Handel und damit auch der deutschen Industrie zu gute kommen wird, so müßte die gesamte deutsche Kaufmannschaft und Industrie ihre Beisteuer zu einem Fonds bieten, aus dessen Zinsen die Handelshochschule zu erhalten wäre. Die zahlreichen Großbetriebe, insbesondere die großen Aktiengesellschaften müßten es als Ehrenpflicht empfinden, alljährlich eine Rücklage zu machen für die Reichshandelshochschule in Berlin. Und an die Spitze dieser Bewegung müßte sich das Berliner' Aeltesten-Kollegium stellen, die Vertretung von Berlins! Handel und Industrie. Ist dieser Fonds beisammen, so werden Reich und Staat ihre moralische und finanzielle Unterstützung nicht versagen, und der Kaufmannschaft bliebe der ihr gebührende Einfluß auf die Verwaltung der Anstalt gewahrt. Aus unserer heimischen Industrien ' Gietzen, 19. Mai. Wir freuen uns, berichten zu können, daß unsere heimische Industrie in weiten Kreisen immer größere Anerkennung findet. So kann die hiesige Firma H. S ch a f f st ä d t, die aus kleinen Anfängen B ist io in 8891 Besonders empfehlenswert. Aachener und Münchener bei der 10. 2280 den meisten Kolonialwaren-, Drogen- und Seifen-Handlungen. MEY’s SKwäsche O1 Bergens Germania- Oacao 3338 Die Schulleitung. 3514 Hill Weissweine per Flasche ohne GlaS. Kognak deutsch franz. ■£\ äusserst vortheilhaft. W trägt jedes Stück. Im Gebrauch Diese Handelsmarke Rotweine. Jtal. Rotwein Marca Italia Ingelheimer Oberingelheimer Zur Eröffnung der Sommer-Saison. Steins Garten. 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Op. „Undine“ v. Lortaing. 6. U°6arif™ Variationen für Trompete-Solo v. Eghardt (vorgetragen von Herrn von war-,. 7. Frühlingslied v. Gounod. 8 Gavotte v. Lobitzki w . III. Teil. 9. Jagd-Ouverture v. L. Hintze. 10. Ueber den Wellen, Waber Iv. Rosas. 11. Aus meinem Album, Potpourri v. Latann. 12. Kinderlieaer, I Marsch v. Ziehrer. n. Programm. I Teil. 1. Hessen-Kassel! Marsch v. Bohmann. 2. Ouvertüre z. Op- n“ftr und Zimmermann“ v. Lortzing. 3. Die Liebe zum Volke, Divertissement für Tromba- Solo v. Supp6 (vorgetragen von Herrn Schwarz). 4. Rheinsagen, Waber v. btaiu. II. Teil. 5. Parade-Marsch v. Möllendorf. 6. Fantasie a. d. Op. Iv. Gounod. 7. Altdeutscher Liebesreim, Lied, v.Fegernsee. 8. Waidmanns Jubel, | Quadrille v. Carl. „ . „ „ • III. Teil. 9. Ouvertüre z. Optte. „Leichte Kavallerie v. Fr v öuppe. II10. Auf Glückes Wogen, Walzer v. Waldteufel. 11. Die Kunst für Alle, Potpourri. Iv. Redding. 12 „En avant“, Marsch v. Lang.__ „ 30,000 dto. ,> 15.— Prospekte werden auf Wunsch kostenfrei zugesandt. Auskunft erteilt Louis Wittich, fianptagtnf, Kahllhosstraße 27, Mk Wolätngaflft. Ichmßer ©Inn; auf WWt wird selbst der ungeübten Hand garantiert durch den höchst einfachen Gebrauch der weltberühmten Aimikimischkü Glauz-Mrke von Fritz Schulz jr., Leipzig. Nur echt, wenn jedes Paket nebenstehenden Globus (Schutzmarke) trägt. Preis pro Paket 20 Pfg., käuflich in Kaffee Thee Cacao Chocolade Biskuits etc. lauft 8601 jede Hausfrau preiswert bei Carl F. Müller ßhocokaderrhans Giessen Kreurplad 15. Kahnhofstr. 23. oFuesers Kaffee § O unüvertrofie« A und äußerst preiswert! 0 Alleinverkauf bei 0 ö Carl F. Müller, 9 tzyokoladeuyans 0 Q Giessen Q Q Kren-platz 16. Nahnhofstr. 23. Q OOOOOOOQOOOOQ per Fl. ohne Gl. 90 Pfg. Malaga, Madeira, Sherrp, Portwein, Marsala, Vino Vermouth. Ausführliche Preisliste gratis 2582 und franko. Prompter Versandt. Louis Lind Weinhandlung. Kirchenpiatz 10. Echt nlmbacher Bier (G. 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Der Vorsitzende: Pros. Dr. W Ducke« Eintl*ittSk WH I*«*" d.Q( dortigen Jw gemacht I 30 vpanicn, von feinem Reiche nan W fQ9en. li.chchnivird, di jgnechtfntlSi ist- jietrieben, unb b kein noch rn den CvNrS ; -avn bin WvNaurn jui fiabtn, die ü md daher im ES ift zi ZtaaiS ftrf)enö um sich bie St roit letzteren Au svtS Landes nid sollte das ganze ^hrn, durch tii «es Landes entg uinb feine soziale Ker auf ein M Aber bie maßg Kihiügrn, b\t l !W^n. Jw' Mui t ziehen der A tragen werden : verschiedenen I predigt wird, Essig-Essenz von Max Elb, Dresden zur augenblicklichen Selbstbereitung des besten Speise-Essigs und zuverlässigsten Einmache- EssiflS; empfohlen von den höchsten medizinischen Autoritäten als der gesündeste Essig. In abgeteilten Original- Flacons zu 10 Literflasohen Essig I Mark. 2455 ä Festragon I Mk. 25 Pf., aux flnes herbes I Mk.50 Pf. Man hüte sich vor Nachahmungen ! In Giessen echt zu haben bei A. & 6. Wallenfels, Ph. 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Euler, Pfarrer der Lukasgemeinde. w " H-ntsgr- „ichlftmai KG Geistliches Konzert zum Besten des Ausbaues der Gedächtniskirche der Protestation zu Speyer Mittwoch den 23. Mai, abends 6*/, Uhr, in der Stadtkirche zu Giessen. Mitwirkende: Fräulein Marie Kayser, Konzertsängerin (Sopran), Frl. Martha Stapelfeldt, Konzertsängerin (Alt), Herr Adolf Rebner(Violine), sämtlich aus Frankfurt; Herr Organist Otto Görlach aus Giessen, der Evangel. Kircheogesang-Verein zu Giessen unter Leitung seines Dirigenten, des Herrn Universitäts-Musikdirektors Trautmann. Programm. 1. E. Köhler: Fantasie über „Halleluja“ aus G. Fr. Händels Messias, für Orgel. 2. F. Mendelssohn: „Höre, Israel höre“. Arie für Sopran aus „Elias’. 8. L. v. Beethoven: Larghetto für Violine. 4. J. 8. Bach: In deine Hände befehle ich m.Geist. Arief.Alta.d Cant. .GottesZeit* 5. G. F. Händel: Duett aus „Judas Maccabäus“, für Sopran und Alt. 6. a) A. Becker: Sehet, welch eine Liebe, b) H. Schütz: „Ehre sei Dir, Chrisie, für Chor a capelia. 7. R. Emmerich: „Meine Seele ist stille!* für Sopran. 8. J. 8. Bach: „Air“, für Violine. 9. G. F. Händel: Arie aus „Xerxcs“, für Alt. 01845] Bruteier in großer Auswahl, von Minorka und verschiedenen Raffen, pro Stück 15 und 20 Pfg. bei <£. Kekkmold, Gießen, Steinstraße Bi. GQQQQQ&OQODÖ3OO0QQ Zur Ludwigsburg 2 Minuten 2 Minuten von der Haltestelle. %-lllle von der Haltestelle. Kroßes ßtavttffement, 500 Aersonen fassend, • mit Daal, Terraffe und Garten. Ai« Ausflllssssti für familitn, EtselWsten nnb Zchulk« gtkignet. ff. Bier aus dem Gießener Brauhaus per Glas 10 Pfg., per Schoppen 12 Pfg. Gchsmmaul'lalaL in Fäßchen von 5 KiloS L Mk. 2.50, 10 Kilos ä Mk. 4.80 incl. 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