1900 Freitag den 20. April Zweites Blatt „Snahme des Amts- und Anzeigeblntt für den Ttreis Giefzen H«7 *5« AjontagS. x Gießener Uczugspreis vierteljährl. Ml. 2,20 monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn; durch die dlbholestellen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. 15 Mark im Halbjahr. kann die Entrichtung des Schul- Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Auslande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Ittafiion, Spedition und Druckerei: Schnkstrahe Ar. 7. »°n Stnjeigen z» d.r »4mUta0 für ben lotaütmlae «ffrincnber. to.mmer blä Oorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. iiu Betracht gezogen. Anmeldungen und Gesuche sind an die Unterzeichneten , ii richten, welche weitere Auskunft erteilen. Schulprogramm kostenlos. Erbach i. O., 8. April 1900. Borsitzende des Aufsichtsrats: Der Großh. Hauptlehrer: Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hessische DotbsKunde._________________ Adreste für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Hessischer Landtag. Erste Kammer der Laudstäude.^ M. GL Darmstadt, 17. April 1900. Die Erste Kammer der Stände trat heute zur Beratung über die jüngst in der Zweiten Kammer erledigten Regierungsvorlagen zusammen. HöuMdersamrnlung, sowie iMlerstützt. Das Schulgeld beträgt Grotzh. Fachschule fir Wendkinschnihmi unb oetwinbtt Gewerbe. Aunstgewervliche Aachschule mit LehrwerLflLtten. zu Erbach i. O. Beginn de8 Sommerhalbjahres 19. April 1900. Unterrichtet wird von 4 Fachlehrern und 2 HilfS- tthierr. Gründliche fachmännische, praktische und theo- r itische Ausbildung von jungen Leuten in den gesamten Zeichen- und Modellierfächern, sowie in Werk- ftfltten für Elfenbeinschnitzer, Holzbildhauer, Drechsler und ®ijtkute. Die Anstalt enthält eine Aorükaffe und zwei Aach- Amse. Die Borklasse hat einjährigen Lehrplan: Planimetrie, M>jek!ionSzeichnen, Schattenkonstruktion, Beleuchtungskunde, Arihilekturzeichnen, Ornamentzeichnen, Figurenzeichnen, jji |ijtf>en auswärtigen Politik störten und das Ministerium ?>?r siurzen suchten, um ihre eigenen einseitigen Plane zu o U>chlgen. Ob das Vaterland dabei zu Grunde gehe, sei ' ^Erlich stnd^dic^Nationalisten Uber die ihnen er. Gießen, den 17. April 1900. Bezirkstierschau. Direktor des landwirtschaftlichen Gießener Anzeiger Heneral-Nnzeiger Ucuhzeichnen und Skizzieren. Die Fachkurse haben je einjährigen Lehrplan: .i 'ißureiv und Ornamentmodellieren, Figurenzeichnen, Aquarell- i5-gmÜller, Bürgermeister.Klein. Der Patriotismus der französischen Ur Nationalisten. HM 5*' .er . "Lr brauner MgT. Diicass lflart8„ treff' tii-siin aftiu -uuu ..tv— y-------........o —,v-- die sich die französischen Nationalisten kaum vor den band vi (WW stecken werden. Er sprach von den Leuten, die unter ' dittn Vorwande der Vaterlandsliebe die Zirkel der fran-- I XeleoTnu. ^oiClenßfätter ?™9tt Nni rt" u. „Blätter ch bereit« - ®ol,6tunbc" DiewW4mal b°9tltflt- Unbemittelten Schülern Mlbes nachgelassen, sowie Auswärtigen der Besuch der durch einen Unterstützungsbeitrag erleichtert werden. amv°nm8- ig,d besuchen um Gewährung der einen oder anderen Art oiö^3_u_--Erleichterungen werden neben der Vermögenslage des ^sjilkrs auch die Vermögensverhältnisse der Heimats- gMinde oder das Vorhandensein geeigneter Stiftungsmittel zeichnet, um! auf diese Weise, getreu dem englischen Aus- weiter, „wird schon dafür sorgen, daß in St. Helena ein Kriegführung wie den Gefangenen gegenüber. Trotzdem, als Dr. Vangreldt zu demissionieren drohte. Perioden aus den Erfahrungen der Vergangenheit. Die Frage der durch die Neuregelung bewirkten Machtverschiebung zu Gunsten der Stände habe nur Bedeutung für einen Macht konflikt. Die Wahrscheinlichkeit spreche aber dafür, daß sich in 3 Jahren weit mehr Zündstoff anhäufe, als in 1 Jahr. Heute, im Gegensatz zu den Verhältnissen vor 10 Jahren, müsse die Regierung sich gegenüber dem Ansturm der Volksvertretung in der Ausgabebewilligung abwehrend verhalten, und man dürfe nicht annehmen, daß eine nur wünschende Volksvertretung die Hand dazu bieten werde, die Arbeit der Staatsmaschine auf ein Minimum zu beschränken. Er glaube auch nicht an einen Konflikt. — Eine zweijährige Budgetperiode zeige fast alle Schwächen der dreijährigen und gar keine Vorteile der einjährigen Budgetperiode. „ein toter Feind ist nicht gefährlich, und die Achtung ist- billig". An wen sollen aber die Teilnahme-Telegramme versandt werden, wenn hunderte an Typhus gestorben sein werden! Will man keine abgefeimte Grausamkeit darin erblicken, feine Gefangenen so umkommen zu lassen, so ist rottungsprinzip, unbequeme Feinde aus dem Wege zu räumen. „England", so sagt Professor Wefers-Bettink ter Gefangener auf verseuchten Schiffen nach St. S?elena Englands Humanität gewissermaßen als Brutalität be- keiten und Erleichterungen zu erhalten. Es wird gleicherweise berichtet, daß die Gefangenen^ bei Waterval gezwungen find, auf offenem Felde zu biwakieren, ohne Schutzdächer und nur mit Stroh ccks Lager, während die Kranken in einem offenen Schuppen ohne Dach gehalten werden. Es wird mir mitgeteilt, daß Medikamente und Matratzen erst geliefert wurden. mit entfernteren Städten in Sprachverkehr treten können Auch durch Herstellung neuer Leitungen wird für eine bessere und schnellere Abwickelung des Telegramm- und Sprech Verkehrs Sorge getragen. Der Ober-Postdirektion erwächs' durch diese und andere Neueinrichtungen begreiflicherweise eine bedeutende Arbeitslast, und es herrscht dort regste Die Buren sind zu gutherzig und zu religiös, um( in diesem Punkte Englands Beispiel zu folgen. Allent^ halben heißt es, daß sie zu milde seien, sowohl in der es doch zum mindesten eine furchtbare Nachlässigkeit, die England sich hierdurch zu schulden kommen läßt." dem Hudson Lowe ebenbürtiger Gefangenwärter vorhanden ist. (Hrerbietung bringt England dem toten Joubert; denn Thätigkeit, um L. __________ ,, , , Naturgemäß können die neuen Anstalten nur nach und nack ins Leben treten, da die dazu erforderlichen AuSkundunger «Der Wher von Gar We Zonnrchabe 9 Laden nebst i tiltr ic. soll p« 1. vmM we klcMnamt. Aen, den 9. fy- tot SW < Die „Londoner amtliche Zeitung" veröffentlicht De- peschenjderGeneräleBullerundWarrenüber die Vorgänge beim Spionskop, und ferner eine Depesche des Feldmarschalls Roberts, in der die erwähnten Depeschen der beiden anderen Generäle besprochen werden und die Haltung der Generäle scharf kritisiert wird. Nachdem Roberts betont hat, daß in diesen Depeschen der Operationsplan nicht klar dar gelegt sei, tadelt er, daß Warren an dem von Buller vorgeschriebenen Plane Aenderungen vorgenommen habe und bedauert, sich der Ansicht Bullers nicht anschließen zu können, daß der Oberst Torneykroft vorsichtig gehandelt habe, dadurch, daß er den Rückzug vom Spionskop anordnete. Lord Roberts findet im Gegenteile, daß dieser Offizier, über dessen persönliche Tapferkeit er sich höchst lobend ausspricht, nicht zu entschuldigen sei, da er eine solche Verantwortung übernommen habe. Lord Roberts bedauert, daß General Warren, obgleich er die kritische Läge der Truppen gekannt, nicht persönlich den Spionskop aufgesucht habe, und stimmt mit General Buller darin überein, daß es an der nötigen Organisation und an einem systematischen Vorgehen gefehlt, was sehr ungünstig auf die Verteidigung dieser Stellung zurückgewirkt habe. Auch hält Feldmarschall Roberts dafür, daß dieser Versuch, Ladysmith zu befreien, der gut vorbereitet gewesen sei, hätte gelingen müssen. Der Mißerfolg fei teilweise den Terrainschwierigkeiten und den dominierenden Stellungen des Feindes, wahrscheinlich aber auch dem Mangel an Urteilsfähigkeit und administrativer Tüchtigkeit Warrens zuzuschreiben. Was für Fehler auch Warren begangen habe, so müsse man auch den Mißerfolg dem Umstande zu- schreiben, daß der Oberbefehlshaber seine Autorität nicht genügend habe zur Geltung zu bringen wissen und es unterlassen habe, sich davon zu überzeugen, daß seine Befehle auch ausgeführt wurden. Lord Roberts stellt mit Genugthuung fest, daß, wie aus den Depeschen der Generäle Buller und Warren hervorgehe, die Haltung der Truppen bewundernswert gewesen fei. Nach einer solchen Kritik muß es nur Wunder nehmen, daß Warren und Buller noch in leitenden Stellungen sind A Vrünvttg, fifUHfl !am hier ein s iitfertlfitren bütfie. A m, ige ßofyn ttttf ben fr-'iHung bei tfutftja Ithrtfrfiiben Swieinde be Ich Mm. Er gab an, UrNeladet vernrsacht n H atf bem bezeichneten bi dlt ebn auch dabei, de fr isch auSgerisjen waren, H cchen staltgefunbenm A »rrncJimzÄ, ttllitie bet 8 tibffln Sine SntftyMgu. Ich kann kaum glauben, daß Ew. Ehren das bekanntist, oder daß dieselben die harte Behandlung billigt, welche den Gefangenen der kolonialen Streitkräfte zu Teil wird, und den Mangel an Berücksichtigung, der den britischen Gefangenen bei Waterval gezeigt wird, welche britische Unterthanen und regelmäßig angeworben ÄS |N "Ä«»’5’ -ME »»Hilf »' 410 er. wu 1 „4, 6,1 J v bmchtet, >di! itt6tubenten Hen ^8662. WoMt tont M ' ÜMkMtch uv bl fn Wdtri btt w «dgaitg i-schMbi f llDj) auf Die »W W bir m ÜniarchM treten bei» sich nicht wW 1 S&elii find, und nack Kriegsbrauch daher Anspruch haben auf gleiche Behandlung, wie andere Soldaten. Ich muß Ew. Ehren daran erinnern, daß alle unter meinem Befehl stehenden Gefangenen gleich gut behandelt werden, gleichviel, ob dieselben Burgher oder Ausländer sind. Ihre Kranken und Verwundeten werden auf das sorgfältigste behandelt, und keinerlei Unterschied zwischen ihnen und unseren Soldaten gemacht. Ich erbitte .Ew. Ehren baldige Aufmerksamkeit auf diese Zeilen und ermuche darum, daß Befehle gegeben werden mögen, dahingehend, daß die Leute der Kolonial- Streitkräfte aus dem Gefängnisse entlassen und als Kriegsgefangene behandelt werden, wie auch, daß man. die Gefangenen bei Waterval mit Schutzdächern (Obdach) versieht, und die Kranken und Verwundeten ordentlich pflegt, in Uebereinstimmung mit Artikel 6 der Genfer Konvention. gez. Roberts. .. ^rr Ludwig Habich, der Schöpfer unseres am 10. Mar zu enthüllenden Kriegerdenkmals, weilt gegenwärtig hier, um die Aufstellung desselben persönlich zu leiten. y ** Postalisches. Man schreibt uns: Der ReichShauS- haltSetat für 1900 hat für die ErWeiterung der Post- und Telegraphenanlagen wieder bedeutende Mittel vorgesehen, bei deren Verteilung der Bezirk der Ober-Post: direktion Darmstadt besonders reichlich bedacht worden ist. So ist die Schaffung von Postämtern I in Darmstadt - (Bhf.) und Alsfeld an Stelle der seitherigen Äem/er II, und die Errichtung von Postämtern UI in GustMbm^ und Hochheim an Stelle der seither bestandenen Postagen tuten vorgesehen, während an neuen Poftagenturen nicht weniger als 9 in Hessen zur Einrichtung gelangen werden. Am 1. Mai wird Bad Salzhausen, Ockstadt und Dorheim, am 16. Mai Pfaffenbeerfurth, Okarben und Holzheim eine Postagentur erhalten. Weiter werden solche in Hofheim (Kr. Großgerau), Dietesheim und Pfaffen schwabenheim folgen. Acht davon werden mit Telegraphen anstalten vereinigt werden. Bei den bereits bestehenden Postagenturen in Zell (Odenwald) und Kempten (Rheinhessen) und bei den Pofthilfstellen in Niedermodau, Nieder Hilbersheim, Weschnitz, Aspisheim, Wintersheim, Schwad bürg, Oberwöllstadt, Burggräfenrodc, Bornheim (Kr. Ahec und Lonsheim wird im Laufe des Jahres der Ielt< graphenbetrieb eingerichtet und damit wieder eineW fernab vom Verkehr belegener Orte der Wohlthat einer telegraphischen Verbindung teilhaftig. Dem zu ungeahnte« Aufschwung gekommenen Fernsprechverkehr wird besonders reichlich Rechnung getragen. Nicht weniger als H neue Stadtfernsprech-Einrichtungen werden hergestellt »erben, nämlich in Oppenheim, Michelstadt, Osthofen, Lich, Groß karben und voraussichtlich auch in Sprendlingen (Rhein Hessen), Vilbel, Heppenheim, Seligenstadt, Eberstadt uni Groß-Umstadt. Bon den Orten mit bereits bestehender öffentlicher Fernsprechftelle werden 32 in derProvirn Oberheffen (darunter Lauterbach, Heldenbergen, Herbstein Mücke, Grebenhain, Großfelda) durch VerbindungSleitunger an das allgemeine Fernsprechnetz angeschlossen, wodurch ft< Kn V- Tfi«»' ütti »I* iitr S wundeten von Elandslaagte, welche Behandlungen ein Mann wie der gefangene Kommandant Kock auf dem Wege nach und in Ladysmith erdulden mußte, und die wirkliche Leidensgeschichte der unglücklichen Gefangenen wird erst geschrieben werden, wenn der Tag der Freiheit für sie angebrochen und der englische Zensor sein Veto nicht mehr einlegen kann. Daß in einem langen Feldzuge durch die klimatischen Einflüsse und Strapazen selbst die Konstitution der abgehärtesten Krieger leiden muß, wird niemand bezweifeln; um wie viel mehr mußte dieses bei dem Heere Cronjes der Fall sein, das unter körperlichen Entbehrungen und physischen Qualen heldenmütig 10 Tage lang einer- gewaltigen englischen Uebermacht Stand hielt. Daß ein derartiges Gefangenenheer in Kürze der Herd ansteckender Krankheiten bilden mußte, daß nur Licht, Luft und gute Ernährung diese Helden gesundheitlich erhalten konnte, sollte dieses alles den Engländern unbekannt geblieben sein?" — Gewiß nicht! Und Professor Wefers-Bettink hat so unrecht nicht, wenn er in der Versendung eingepferch- Politische Tagesschau. In dem Streit der Geister um die Lex Heinze hat, wie erinnerlich, der Münchener Professor Lipps erklärt, es könne, in den deutschen Richterstand heutzutage nicht so viel Vertrauen mehr gesetzt werden, als daß man ihm so dehnbare Strafbestimmungen, wie die in den Kunstparagraphen jenes Gesetzes enthaltenen zur Entscheidung von Fall zu Fall in die Hand geben dürfe. Diese Meinungs-, Äußerung hat begreiflicherweise lebhaften Widerspruch, hervorgerufen; hierauf antwortet nun Professor Lipps in einem Briefe an die „Münchener Neuesten Nachrichten" aus Lugano. Er erhält darin feine Erklärung aufrecht, daß er das absolute Vertrauen in unsere Rechtsprechung ver- koren habe. Er habe dies als Ausdruck seiner ganz persön- kichen Empfindung gesagt. Unsere Richter mögen gute Menschen sein, aber vielleicht seien sie bisweilen schwache Menschen und unterliegen gelegentlich einmal der Neigung, allzuscharf zu urteilen. Sie können sich der Strömung chrer Umgebung nicht entziehen. Gesetzt man nehme das Wort Unbestechlichkeit so, daß man darunter die Unbestechlichkeit in jedem Sinne verstehe, so müsse er bekennen, die ehemals vielgerühmte Unbestechlichkeit des deutschen Richterstandes sei für ihn zur Legende geworden. Lipps ist der Meinung, daß dieser Wortlaut den Gedanken einer m a - e 1c n Bestechlichkeit ausschließe, wie er auch in Wirk- nchkeit nur die Beeinflußbarkeit gemeint habe. Im übrigen nabe jein Vorwurf nicht den Richtern allein, sondern unserer ganzen heutigen Zeit gegolten. Im „Nieuwe Roterd. Courent" erhebt Professor We- fers-Bettcnk von Utrecht im Namen der Menschlichkeit Einbruch gegen die Verschiffung der gefangenen Buren nach St. Helena mit folgenden Worten- „Von Epidemien in den gefangenen Heeren der Engländer fn den Freistaaten hört man nichts. Und warum! nicht? Weil dort alle Bedingungen zur Erhaltung der Kraft und damit die größte Widerstandsfähigkeit gegen Krankheits-Infektionen gegeben find: „Licht, Luft und gute Ernährung". Wie sehr sticht gegen diese gesittete Kriegs- Hührung der von England so verleumdeten Buren die englische Kriegsführung in der Behandlung Verwundeter und Gefangener ab? Wir wissen heute schon in Europa, trotz englischer Zensur, welche Leiden die Gefangenen und Ver- Ein späteres Telegramm aus London meldet baß s. I Generäle Sir Redvers Buller und Charles Warr? I auch- «ichrer Kommandos verlustig gehen werden infni I der scharfen Kritik, die Lord Roberts an ihrem Verbal - I bei den Operationen am Spionskop geübt hat. Tie »f I berufung resp. Demission beider wird demnächst erfofo, 29^ Chirur gev-^ougretz. Aus allen Gauen Deutschlands und aus Oesterrei^,,. die Meister des Messers, die Chirurgen, herbeigeM I nach altem Brauch in der Woche nach dem Osters', Jahresversammlung in der deutschen ReichshauptsW >' I zuhalten. Nach Vorbegrüßung im Hotel de Rome fand die nii, Sftlle Eröffnung des 29. Chirurgen-Kongresses heute mittag durch Geh. Medizinalrat Professor v. Bergmanr I statt. Von hervorragenden Operateuren waren u. a er schienen Geh. Rat Dr. v. Esmarch (Kiel), der Generol' stabsarzt der Armee Exzellenz v. Coler, der Generalair, Schiernrng vom Kriegsmimsteriurn, v. Bramann ^rendelenburg (Leipzig), Gussenbaur (Wien), Waqnq | (Komgshütte), Schade (Bonn), Richter (Breslau) u. a n I In seiner Begrüßungsrede wies der Vorsitzende mi I ^e hohe Bedeutung des verflossenen Jahrhunderts Wr. die Entwickelung der chirurgischen Kunst und Wissenschch I m Den ersten Vortrag hielt der Heidelberger Chirur Professor Czerny über „die Behandlung inopc I able r Krebs e." Etwa 45 Prozent der an Krebs er | ir?liiten Patienten eignen sich nicht für einen operativer Eingriff, ungefähr 40 000 Meusckjen sterben jährlich in I Deutschland an bösartigen Geschwülsten, und vielleicht drei mal so viele führen als Opfer des tückischen Leidens ein I qualvolles Dasein. Als ein Fortschritt in dem Kamps gegen I die Krebskrankheit ist die im März dieses Jahres in &ri:i I ",nber der Aegide des Kultusministers vorgenommene I Gründung einer „Gesellschaft zur Erforschung des Krebse. I zu bezeichnen. Wichtiger ist aber die Einrichtung d- sonder er Krebs-Hospitäler nach dem Muster I iands und Newyorks. Die sicher festgestellte stetige Zu nähme der Krebskrankheit, besonders in den Städten, recht fertigt die Gründung solcher Spezialkrarrkenhäuser ir * vollem Maße. Die folgenden Vorträge behandelten sämtlich die Ergebnisse der operativen Technik bei Krebsgeschwülsten. Eine interessante Uebersicht über die operativen Ergebnisse an elf verschiedenen Kliniken gab Professor Krönlein | (Zürich). Bei 881 operierten Fällen, welche er aus den letzten zwei Jahrzehnten zusammengestellt hat, fand er im Durchschnitt -eine Sterblichkeit von 19,4 Prozent; also -ein Fünftel der Kranken starb trotz der Operation. Bemerkenswerte Verbesserungen in der Technik des operativen Eingriffs gab Professor Rehe (Frankfurt a. M.) an. Mit dem Kongresse ist auch in diesem Jahre eine reich beschickte Ausstellung von Instrumenten, Apparaten und Medikamenten aller Art verbunden. und nuht langst Ordre erhalten haben, nach England rur>, ■ •# M-Hren; aber tn Ermangelung guter Führer m° h m» ® eben mit Mittelgut vorlieb nehmen, llustände di- Mil1 ?lUt^Ianb unmöglich ivären. Mittlcrwelle fällt die öfkr £it id;« Meinung über den Höchstkommandicrenden in «loer dH föntet" selbst e.n Nicht um em 5>°ar schmeichel^ M Staatsminister a. D. Finger findet, daß Vieles für die einjährige Budgetperiode spricht. Die erhoffte Klarheit des Budgets, wie sie der Finanzminister wolle, sei bei uns aber im Hinblick auf die Art der Einnahmen und Ausgaben nicht zu erhalten. Die politische Seite der Vorlage sei die, daß der Großherzog auf fein verfassungsmäßiges Recht, die Stände mindestens alle 3 Jahre zu berufen, verzichte und dem ständischen Wesen mehr Einfluß eingeräumt werde. Man müsse auch böse Zeiten im Auge haben und der Volksvertretung nicht zu viel Macht in die Hände geben. Er bitte den Antrag der Minderheit anzunehmen; doch wolle er bei dessen Ablehnung gleichwohl der Regierungsvorlage zustimmen. — Geh. Kommerzienrat Michel stellt fest, daß von diesem verfassungsmäßigen Rechte des Landesherrn, die Stände nur alle 3 Jahre zu berufen, kein Gebrauch gemacht werde. Die Vorlage fei notwendig aus finanzpolitischen Gründen. Die von der Minderheit beantragte Verfassungsänderung erscheine ihm gegenüber der bestehenden Verfassung als große Einschränkung der ständischen Rechte; denn bei 0^ ^sährlgen Budgetperiode sei der Regierung nur die Er- I hat Lord Roberts einen Protest an Präsident Krüger ge- mächtigung erteilt, bei nicht erfolgter rechtzeitiger Bewilligung I langen lassen, der also lautet: 6 Monate weiter Umlagen zu erheben, durch den Antrag I t Ew. Ehren. der Minorität werde dies Recht sür unbestimmte 8eit aus I '34 erfahre, daß die kolonialen Gefangenen in Pre- g-d-hnt. Di- zweite Kammer werde einem solchen Anträge I toria6 T,. ^""Wisse sestgehalten werden und schlecht Ä' efnen"schweren^du‘1'*1«t8 fW in der Vor- He ^“ön^’Mf niAf S t finanzpolitischen Erwägungen I Dysenterie unter den (befangenen befinden und der Arzt (y gerechtfertigten Eingriff tn die Verfassung und glaubt, I demissioniert hat, weil er es unmöglich fand, die rich- oatz man die fett 80 Jahren übliche 3jährige Budgetperiode I tige Medizin und entsprechenden medikalen Bequemlich- recht wohl noch weiter beibehalten könne. ■ - Staatsminister Rothe erklärt, daß die Regierung die politischen Bedenken sorgsam in Erwägung gezogen habe, diese jedoch durch das Gewicht der finanztechnischen Gesichtspunkte beseitigt seien. cw F^fi Isenburg-Büdingen war niemals Anhänger der abgekürzten Budgetperioden, stimmt aber aus praktischen Gründen und um der Regierung sein volles Vertrauen auszudrücken für die Vorlage. Bei der Abstimmung wird der Antrag der Minderheit des Ausschusses abgelehnt und die beiden Vorlagen entsprechend den Beschlüssen der Zweiten Kammer angenommen. Die Regierungsvorlagen, die Bewilligung eines Beitrags von 25000 Mk. für das in Mainz zu errichtende Guten- bergmuseum, die etatsmäßigen Stellen bei der Main- Neckarbahn u. der Nebenbahn Weinheim-Fürth, endlich die Nachtragsfordernngen des Staatsminifteriums, der Ministerien des Innern, der Justiz und der Finanzen pro 1900/01 zu dem auf dieses Etatsjahr erstreckten Hauptvoranschlag für 1897/1900 und die Errichtung 10 neuer Oberförstereien betr., werden sämtlich entsprechend den Beschlüssen der Zeiten Kammer angenommen und hierauf die Sitzung geschlossen. Die Kammer wird voraussichtlich Anfang Juni wieder zusammentreten. Aepfe] _____( , Ber-tis VN (litt ig •Mch. Arn Aroensrafl, uno es yerr,cyl oorr icgi»1 GIL, gk die Arbeiten möglichst rasch durchzuführen 'n rinen hii» tteucn Anstalten nur nack und nack ötz Mttt. «zÄ- XgLOBUS / PUTZ- Ets'.nTuirr'Vz xSsiSs ttifi/die z-:-.CjKagS 1 K .'-l- ZLz Hut SiM mit _, Firm v.GIAb/ Za HÜÄSWBZ^Jj Betten- und Wäsche-Geschäft empfiehlt in solider Arbeit zu billigsten Preisen Spezialität 2391 Hinder-Betten und Erstlings-Wäsche : Bettstellen in Holz und Eisen • Patent-Bettstellen ® Reform-Bettstellen S Kinder-Bettstellen Patent-Matratzen vieler bewährter Systeme WM Rosshaar-Matratzen • Kapok-Matratzen Seegras-Matratzen. 2536 Jür Auswärtige Z^eustsu im Kaufe. 2333 Albert Hess, Ofensetzer 2525 Großherzogliche Direktion. Dr. Stoeriko. Wohnungsveränderung Meine Wohnung befindet fich ab 1. April Höhere md emeikrle Wölheislhule zu Gießen. Das neue Schuljahr beginnt Montag den 588. April, an welchem Tage Anmeldungen von 10 Uhr ab im Schulhause, Schiller- straße 8, eutgegengenommen werden. Dabei sind Geburts« und Impfschein, bei Kindern über 12 Jahre Bescheinigung der zweiten Impfung vorzulegen. ßMömöritsslhulk von ftöukin (aaimmnn Gießen, Südanlage 7. Wiederbeginn de» Unterrichts in allen weiblichen Handarbeiten, sowie Knuftarbeiteu 2840 Montag den 23. April 1900. 0^* Für Auswärtige ganze oder teilweise Pension im Hause. Töchter-Institut, Merstratze 24. Junge Mädchen, die Ostern die Schule verlassen, und solche, die aus Gesundheitsrücksichten durch wenig Stunden gefördert werden sollen, finden Ostern Aufnahme zur weiteren Ausbildung in allen Fächern. Aegirm des Unterrichts am 30. Aprit. Außerdem wird Unterricht erteilt in Sprachen, Musik, Malen und Handarbeiten, auch in Einzelkursen für Damen. das 2783 Marktftraße 28. Bekanntmachung. Der seither von Gärtner Lietz im traute Sonnenstraße Nr. 28 iune- gWt< Laden nebst Wohnräumen, Mller ic. soll per 1. Juli d. I». aubtrmtit vermietet werden. Universität und Hochschule. — verschiedene- r Im gegenwärtigen Lehrjahre hat sich, wie )>iMg. Ztg." berichtet, in den russischen Universitäten die i ihl der Studenten gegen das Vorjahr verkleinert. In der St. Peters- d^ulzer Universität zählte man im vorigen Lehrjahre 8867 Studenten, jrtt 8662. Die Moskauer Universität hat gegenwärtig 4408 Studenten, ßMit 382 weniger als im Vorjahr- Die Zahl der Studenten der zt Nn Universität ist um 290 gefallen. Man bezeichnet als Ursache 1 litte Rückschrittes die Ereignisse im vorigen Jahre und deren Folgen. ;)tr Mckgang beschränkt sich aber nicht nur auf die Studenten, sondern auf die ohnehin nicht zahlreichen Lehrkräfte. Aus der St. Peters- Blurger Universität traten 19 Prosefforen und Privatdozenten aus, unter Itenm sich nicht wenige hervorragende Gelehrte befanden. Aepfelwein (eigene Kelterung) Nähere Auskunft erteilt SCfcaenomt gießen, den 9. April 1900. Die Armen - Deputation der Stadt Gießen. SKÜS» ' AO 'riuin, h V/. der Sptrlt ’ n W und . ‘teWbfctj ^Handlung,. ! PWnt der an V '. ^K fijr einen oL » sterben fc. Wflen,unb61(lte tückischen JJW indem fc;-- Earz dieses uismlmsters jur Erforschung^' der die Ginti:..-, -ä ler nach der t icher festgestM sch onto in bn Stüiir, v. er SpejiaMn^uffr ibanMten /amtlich die 6 -//MsgeMvitlften. (r Mrativen Ergebnisse: Professor fttönle llen, weiche er aus V liengestellt hat, fand wn 19,4 Prozent: also c : Operation. Bemerk nif des operativen t nsinrt a. M.) an. r diesem Jahre eine n mto, Dchdaraten e den. s) Bauarbeiten baS Baupcrsonal bis tief in den Herbst Anspruch nehmen werden. Neue größere Po st gerade »erden in Michelstadt, Alsfeld und Oppenheim er- niiet und in diesem Jahre in Betrieb genommen werden; .^„größerer Erweiterungsbau ist in Osthofen nahezu Ijeenoiat, wahrend ein neues Postgebäude in Grünberg . «ItH bezogen worden ist. Weitere Postgebäude sind in Stötten unb Neu-JLenburg in der Ausführung begriffen, : M Nierstein und andere Orte stehen sie in Aussicht, wäh- :«b für eine größere Zahl kleinerer Postämter neue Dienst- ciiine auf dem Wege der Anmietung beschafft worden sind, ub noch weitere werden beschafft werden, da der unauf- Mam wachsende Verkehr fast überall Betriebserweiterungen >«msvrucht, die natürlich auch beträchtliche Personal- ictstärkungen zur Voraussetzung haben. Auch in letz- ■K(l Beziehung hat der neue Etat reichlich Mittel gebracht, fobajj insgesamt das Personal um mehrere hundert Köpfe - »itb verstärkt werden können. (Personalverstärkungen haben tdi in Gießen längst als sehr wünschenswert erwiesen.) Kriegerdenkmal. Die Anmeldefrist für die KriegS- urttranen des 2. Regiments, die fich an der Denkmals- «ithiillung und dem Festessen beteiligen wollen, läuft am 20. er. ab, worauf wir die Kameraden, die hier wohnen, mb sich biß jetzt noch nicht gemeldet haben sollten, hin- -lQti|eti. Die Söhne Gießens, deren Adressen bekannt sind, ; .galten wohl direkte Aufforderung, jedoch können sie sich uch kurzer Hand bei Kamerad Bruchhäuser melden. Gerichtssaal. A Vrünberg, 18 April. In der letzten Schöffengerichts - kam hier ein Fall zur Verhandlung, der weitere ländliche Kreise interessieren dürste. In einer Nachbargemarkung befand fich im Herbste e naige Wochen nach den Herbstmanövern die Abschätzungskommission zur yefflellung des Flurschadens. Ein Schuhmacher und Landwirt aus der Ärdesserrden Gemeinde befand sich unter der Zahl der vermeintlich Ge- len. Er gab an, daß ihm beträchllicher Schaden auf einem fdarioffdadet verursacht worden sei. Die Abschätzungskommission fand .1,11hl auf dem bezeichneten Acker geringfügige Manöverschäden, sie ent- :eilt ater auch dabei, daß auf dem Acker Kartoffelstauden zweifellos f r l((f) »usgerissen waren, ein Schaden, der keineswegs von den vor Mcchen stattgefundenen Mänövern herrühren konnte. Darüber sofort -r-mmmen, erklärte der Besitzer, an der frischen Beschädigung unschuldig jm sein. Sine Entschädigung aber wurde ihm verweigert. Die An- Md M h, der Ml wM' am gerbenf* M W ig des/M^M v ibt und: Der'Siii^! ffeTtotiternng her V i toubtt Wuttnbt 5 m reichlch Wwk stLmtrrnNnDm . der seitherigen fr Ämtern DI in seither bestandenen f n neuen Postas Roth II.785 iffenbeerfurth, W- .—---------------------------------- ftJfS i:. Eier-Abschlag! iiSon®irbe””ÄI 1b.friste Eier;nmAustrillkeil Sei d-» Dtte“ 's per eMtf S°t Globus-putz-fxtrakt von Fritz Schulz jun., Leipzig. Nur echt mit Schutzmarke: Globus im roten Querstreifen. Ueberall vorrätig! 2418 gelegenheit kam in der Osterwoche zur gerichtlichen Verhandlung. Der Angeklagte, ein durchaus ehrlicher und biederer Mann, betonte auch hier seine Unschuld, wurde aber vom Gericht des versuchten Betrugs für schuldig besunden und zu drei Tagen Haft und zur Tragung der namhaften Kosten verurtellt. Handel und UerKehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 18. April. Wechsel auf New-York zu 4.211/r221/i. Prämien auf Kredit per ult April 1.00 %, do. per ult. Mai 2.10%. Diskonto Kommandit per ult. April 0.85%s do. per ult. Mai 1.80%. Lombarden per ult April 0.4M/o, do. per ult. Mai 0.75%, Spanier per ult. Mai 0.00. Notierungen: Kreditaktien 229.90-50-00, Diskonto- Kommandit 191.00-00, Staatsbahn 137-136.70-00, Gotthard 142.00, Lombarden 27.90-00.00, Ungar. Goldrente 97.50, Italiener 94 70, 3proz. Mexikaner 25.90, Oesterr. Coupons 84.%, Amerik. Coupons 4.19, Privat-Diskont 4% Lr. 4% G. l%-2% Uhu Kreditaktien 229.20-229.00 Diskonto-Kommandit 190,90-30-50 Staatsbahn 186.60, Lombarden 27 90-00. Märkte. Gieße«, 19. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemnarkt kosteten: Butter per Pfd. X 1.00—1.65, Hühnereier per St. 5—6 H, 2 St. 00—00 Enteneier 1 St. 6—0 A, Gänse« eier per St. 9—10 Käse 1 St. 5—7 Käsematte 2 St. 5—6 Verichtigung. In der in der gestrigen Nummer gebrachten Besprechung von Ibsens „Hedda Gabler" muß es in Spalte 3, Zeile 27 statt Physiologie „Psychologie" heißen.__ Briefkasten. Unsere auswärtigen Herren Mitarbeiter bitten wir nochmals drtngmd, bei allen ihren schriftlichen Mitteilungen jedesmal ihre volle Adresse in die linke Ecke ihres Manuskripts zu setzen, auch stets ihr Korrespondentenzeichen hinzuzufügen. Die Redaktion. Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 -3?, Tauben per Paar X .63—1.00, Hübner per St. A 1.10—2.20, Hahnen per Stück -X 1.40—2.40, Enten per St. 2.20—2.50 Gänse per Pfmw *0 00-0.00, Ochsenfleisch per Pfd. es-" Kuh'und Rindfleisch per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60—72^, Schweine- eijch, gesalzen, per Pfd. 76 «albflei ch per Pfd>. &4—66 A, . .ammeMelsch per Pfd. 50—66 Kartoffeln per 100 Kiw 4.00 bÄ 4.E , WAkaut perbt. 00-00, Zwiebeln per Ett. cM 8.50-9.«, 1>lild,SD”erit”r1^rtt8eit von 7 Uhr sorgens bis 1 Uhr nach, mittags. Während der ersten drei Stunden der Marktzeil darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. cc Grotz-rdelda, 18. April. Gestern fand unser Ost er markt statt. Der Viehmarkt aber fiel wegen der stark auftretenden Maul» und Klauenseuche aus. Da unser Markt einer der ersten Fruhlings- märkte für den Schweinehandel der Umgegend ist, so war der Ausfall des Viehmarktes für die Verkäufer aus der Umgegend sehr unangeneym. Der Krammarkt war mit Verkaufsständen sehr gut besetzt und gut besucht. Limburg a. d. Lahn, 18. April. Frucht^arkt. Durch, schnittspreis pro Malter. Roter Weizen 13.30 Mk-, Weißer Weizen 13.20 Mk., Korn 11.40 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 7.15 Mk., Erbsen —.— Mk., Kartoffeln —M. bm. Die heutige Generalversammlung der Mainzer Volks. bank e. G. m. b. H. beschloß, gemäß dem Vorschlag des Aufsichtsrates für 1899 eine Dividende von sechs Prozent an die dividende-- berechttgte Stammteile zu bezahlen. Dem Reservefonds wurden Mk. 4220, dem Garantiefonds Mk. 10,000 überwiesen und Mk. 13,350 auf neue Rechnung übergetragen. Weiter wurde der Aussichtsrat ermächtigt, das Gebäude, in dem sich gegenwärttg die Volksbank befindet, zu vcräuhern. — Vieh-Versicherung. Die Rheinische Vieh-Vcrsicherungs- Gesrllschaft zu Köln, welche am 5. April 1875 oom König!. Preuh. Ministerium für Landwirtschaft rc. konzessioniert worden, blickt nunmehr auf eine 25jährige Thäligkett zurück. Die Rheinische Gesellschaft hat, w«S bei der Vieh-Versicherung wohl äußerst selten vor^ kommt, deute noch sehr viele Mitglieder, welche ununterbrochen 15 bi8 20 Jahre hindurch große V:ehdestände bet ihr versichert haben, ja, sogar noch solche, welche bereits im Gründungsjahre 1875 der G-sellsch!»ft beigetreten find. Während ihres 25jährtgen Bestehen« bat die Rheinische Gesellschast im Ganzen für Mk. 229,981,460 Vieh- werte verstchert gehabt, und über 13,000 Schäden mit Mk. 3,772,184 Entschädigung reguliert. Die Solidität und Koulanz der Rheinischen Gesellschaft wird aber erst recht dadurch bestätigt, daß sie während ihres 25jährigen Bestehens im ganzen nur 26 Schadenprozesse hatte. Die Gesellschaft wird denn auch vom landwirtschaftlichen Verein für Rheinpreußen und vielen anderen landwirtschaftlichen Vereinen und Behörden sehr warm empfohlen. Hatten doch im Jahre 1899 nicht weniger al« 12 Kreise, bezw. KreiShilftzkasfm, 129 Bürgermeistereien und Gemeinden, die auS öff-ntlichrn Mitteln beschafften Tiere, ferner auch 38 Zucht- und Landwirtschaftliche Vereine, 13 Krankenhäuser und Wohlthätigkeit«,Anstalten ihre Viehbestände, sowie 250 Magistrate und freiwillige Feuerwehren die zur Bespannung der Brandspritze erforderlichen Pserbe bei der Rheinischen Gesellschaft versichert. Landwirtschaft. Areieusteinau, 17. April. In einer Versammlung deS Gauverbandes Nieder-Moos hielt der Kreiskulturtechniker Kunz einen Vortrag über Viehhaltung und Bodendüngung. Redner führte aus, daß klimattsche und Bodenverhältniffe die Gebirge auf die Viehzucht Hinweisen. Die wirtschaftlichen Verhältniffe zwingen die Landwirtschaft, den Körnerbau gegenüber der Vi-Hzucht zurücktteten zu laffen. Richtig angefaht, bringt letztere Rente Staat und lanbro. Vereine gewähren reiche Beihilfe. Zum Ziel müffe man sich setzen, die Millionen, die bis jetzt noch für gutes Zuchtmaterial ins Ausland gehen, im Lande, speziell im Vogelsberg und im Odenwald, zu verausgaben. Mit der Viehzucht sollen sich die kleineren und mittleren Besitzer befaffen. Sollen fie nutzbringend arbeiten, so müffen sie in Zuchtvereinigungen zusammengefaßt werden, wie dies in Oberdeutschland in so überaüs erfolgreicher Weise geschehen fei. Erstes Erfordernis für daS Gelingen des Unternehmens sei gutes Zuchtmaterial. Im Kreffe Lauterbach habe man fich auf die Züchtung des Simmenthaler Rindes geworfen. Zu bedauern sei, daß die ursprüngliche Landraffe verdrängt sei. Aber da diese nun einmal dahin, hieße es mit den gegebenen Ver- hältniffen rechnen und sein Augenmerk auf Reinzucht zu lenken. Hand in Hand mit der Züchtung gehe die Haltung. Ein mangelhaft ernährtes Stück Vieh werfe keinen Nutzen ab, weder an Milch, notf) an Fleisch, noch an Dung. Daher solle man nur soviel Vieh halten, als man gut ernähren könne. Wolle man geeignetes Zuchtvieh heranziehen, so müffe oem Jungvieh entsprechende Aufmerksamkeit zugewendet werden. Voraussetzung seien Hutweiden und Tummelplätze, zu deren Schaffung reiche Mittel vom Staate bereit gestellt wären. Zum zweiten Thema übergehend, bemerkte Referent, daß Getreide nur noch für den eigenen Bedarf gezogen werden müsse. Jedoch habe eine intensivere Bewirtschaftung platzzugreifen, also daß man auf derselben Fläche mit derselben Arbeitsleistung höhere Erträge erziele. Wolle man dies erreichen, dann genüge der in der Wirtschaft gewonnene Mist in den meisten Fällen nicht, weshalb Hilfsdüuger zugeführt werden müßten. Ein Rezept über die Anwendung der Kunstdünger aufzustellen, wäre unmöglich, da hierbei mancherlei zu berücksichtigen wäre, um das Was und Wieviel zu bestimmen. Zum Schluß sprach Redner noch über die Anwendung der verschiedenen Kunstdünger bei den verschiedenen Kulturpflanzen. Soeben wieder eingetroffen: Lösliche Frühstücks-Suppen Gemüse- und Kraft-Suppen Bouillon-Kapseln 2468 Suppen -Würze b-i H. Wallach, SeltrrSweg. E5f Mer seine Zahne lieb hat, \= f träufele morgens nach dem Aufftehen und abends \ vor dem Schlafengehen einige Tropfen Kosmin in ein Glas Wasser, behalte einen Schluck von der Mischung eine Zeit lang im Munde und bewege die Flüssigkeit zwischen den Zähnen hin und her, damit dieselbe überall gut eindringen kann. Mit dem Rest spüle man wiederholt den Mund und gurgele. Wer dies täglich thut, wird bald die wohlthuende Wirkung des Kosmin auf Zähne und Zahnfleisch verspüren. 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