Mittwoch dm 9 Dezember 150. Jahrgang AUGG Irtxf tLgtich Gießener Anzeiger lufwocme de- ■v Ließen er le: hem Anzeiger General-Anzeiger ZltzntS- rrnd AnzergeblLLtt filv deM Avei§ Gieren M Amtlicher Heil. BekannlmachuuL unk! Schafen aus den Kreisen Gießen und Wetzlar zu den der n 20. dS. Mts. in Dillenburg und am 22. und 2®. dS, Mts. in Herborn stattfindenden Märkten ver- RSt Anzeigen-VerrnittlungSstellen de- In- und Au-lan-eO aehrnen Anzeigen für den Gießener Anzeiger tntgegm. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., au-wärtS 20 Pfg. Isnüne »s« Anzeigen zu der nachmittag- für den f tag erscheinmden Nummer hi8 vorm. 10 Uhr. ÄfeffifHungen spätestmS «brnd- vorher. Dillenburg, den 14. Dezember 1900. gez. von Beckerath. Gratisbeilagen: Gießener Faurilienblütter, Der heische Kandunrt, Müller für hessische Volkskunde. wirck, daß das Vieh seit mindestens 7 Tagen vor den ge- namvtrn Markttagen innerhalb der genannten Bürger- mevßneirn gestanden hat. Klezugsprcli oicrtcliäljrl. Mk. 2L» monatlich 75 Pfg. mit Brmqcrloyu; durch die Abholestelle« vikncljährl. Mk. 1,SS monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vicrleljähU. mit Bestellgeld. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hietzr». Fernsprecher Nr. 51. Telegramme des Gießener Anzeigers. Berlin, 18. Dezember. In später Nachtstunde ist an amtlicher Stelle die Nachricht eingegavgen, daß von der Besatzung der „Gneisenau", die 452 Mann zählte, bisher 38 Personen vermißt werden. Die Entwickelung der Katastrophe ist durch das Versagen einer Maschine des Schiffes und Vas Ausgleiten der Anker begünstigt worden. Neber die Einzelheiten des Unglücks fehlen noch Nachrichten. Der Staatssekretär von Tirpitz hielt dem Kaiser über das Unglück nach den bisherigen Meldungen gestern Nachmittag Vortrag und kehrte erst abends nach Berlin zurück. Er veranlaßte, daß das Reichsmarineamt sich durch die ganze Nacht in Permanenz erklärte, um auf alle Fälle beim Eintreffen der Liste der Opfer der Katastrophe möglichst bald Auskunft geben zu können. — Zwei Freunde, die im April d.Is. in die Marine eintraten, sind gerettet worden. Es sind die See-Kadetten Curt Dortzsjchy und Walter Becker. Ueber den Sohn des Hofjuweliers Schaper, Joachim Schaper, fehlt bisher jede Kunde, obwohl wiederholt an das Konsulat in Malaga von den Eltern telegraphiert wurde. Auch der See-Kadett von Rosenberg-GruszczinSki, ein Sohn des General-MajorS von Rosenberg Gruszczinski in Hannover ist gerettet worden. Im Adligen-Spital in Madrid liegen 30 Verwundete, darunter einige Schwerverletzte. Ueber hundert sind im ganzen leicht verletzt. Die Ueberlebenden werden auf Kosten der Stadt-Verwaltung verpflegt. Etwa 15 Spanier find bei dem Rettungswerk ertrunken und haben Witwen und Waisen im Elend hinterlassen. Ein deutscher Matrose hat den Verstand verloren. Die meisten aufgefischten Toten haben Kopf, Arme und Beine zerschlagen. London, 18. Dezember. Nach einer Meldung aus Malaga ankerte die „Gneisenau" zum Gottesdienst, als der Sturm so zunahm, daß Kapitän Kretzschmann beschloß, in See zu gehen. Doch ehe die Feuer Dampf aufbringen konnten, traf das Schiff ein furchtbarer Windstoß, sodaß es den Anker mitreißend gegen die Klippen trieb. Kretzschmann that alles, was in seiner Macht stand, die Besatzung zu retten Infolge der Brandung wurden die mit Rettung-- gürieln Ringenden gegen die Klippen geworfen und schrecklich verletzt. Madrid, 18. Dezember. Folgende Einzelheiten werden noch über den Untergang des Schulschiffes „Gneis en au" bekannt: Der Schiffökommandant Kretzschmann stand auf seinem Posten und verweigerte jeden Beistand zu seiner Rettung. Als der spanische Matrose Fons die „Gneisenau" erreichte und dem Kommandanten eine Leine zuwarf, warf dieser ihm den Degen hin. Der zweite Offizier kämpfte während einer ganzen Stunde gegen die Wellen, unterlag aber schließlich aus Ermüdung. Die Ueberlebenden vereinigten sich gestern beim deutschen Konsul. Es fanden sich noch mehrere Matrosen ein, die bereits für verloren gehalten wurden. Das Kanonenboot „Nuevo Hifpania" ist aus Cadix in Malaga eingetroffen, um sich an den Rettungsarbeiten zu beteiligen. Auf die Beileidsdepesche des Lübecker Senats aus Anlaß des Schicksals der „Gneisenau" antwortete Kaiser: Für den Ausdruck der Teilnahme an dem schweren Unglück, welches die Marine heimgesucht hat, spreche ich dem Senat meinen wärmsten Dunk aus. Ich bin tief erschüttert durch den jähen Tod der erprobten Aach einem dem Reichsmarineamt zugegangenen Te- lGMHmn werden von der Besatzung der „Gneisenau" ver- Kapitän Kretschmann, Kapitänleutnant Berning- Ingenieur Prüfer, Maschinist Seher, Seekadett Beeck,. Maschinistenmaac Grewe, Feuermeistermaate Mi'nriciu, Rühe und Vierling, die Heizer Werschoer und AMr, die Schiffsjungen Riemer, Heisel, Richard, Jaserich, Hamert, Becker, Petz, Delitz, Philippsen, Johann- sem Moeller, Friedrich, Beehs, Scharf, Kahl, von Sperl, xFv' JVe Matrosen Herwangen, Meyer, Wilhelm Weiß, Jimmermannsmaat Deilehsen, Verwaltersapplikant Rappe, Steward Schröder und Barbier Rudloff. Bezüglich der Namen Meyer, Wilhelm Weiß ist es zweifelhaft, ob Wilhelm zu Meyer oder Weiß gehört. Aus Madrid wird amtlich gemeldet, daß bei der Schiffskatastrophe 60 Deutsche und 12 Spanier ertrunken und über 100 Pers onen verwundet worden sind. Unter den Geretteten befindet sich der Marinepfarrer Kramm. Bei dem Schwager Kramms in Friedrichsfeld lief ein Telegramm ein, das mit den Worten: „Aus schwerem Schiffbruch glücklich gerettet", anzeigt, daß der Seelsorger der „Gneisenau" der furchtbaren Katastrophe entronnen ist. Zu den Geretteten her „Gneisenau" gehört ferner ein Berliner, ein Sohn des Regierungsrates Dr. Heyroth, ständiges Mitglied des Reichs-Versicherungs- amtes. Sein Sohn befand sich) als Seekadett an Bord des gescheiterten Schiffes. An amtlicher Berliner Stelle wird der Tod des Kommandanten der „Gneisenau", Kretschmann und des ersten Offiziers Berninghaus bestätigt. Auch die Zahl der Opfer der Katastrophe steht noch nicht fest. tbii'VEf tr.-2 ML SS*??*} ‘i’/W rr-VA Männer und hoffnungsvollen Jünglinge, denen die Elemente ein frühes Grab bereiteten, während ihre Kameraden aus China bejubelt fiegesftohe Heimkehr hielten. Wilhelm". Das Schulschiff „Gneisenau" lag feit dem 15. November ds. Js. vor Malaga und hatte den Auftrag, sich zur Abholung des deutschen Gesandten Frhrn. v. Mentzingen aus Mazagan bereit zu halten. DerLlusenthalt vor Malaga wurde hauptsächlich zu Schießübungen benutzt. An Schiffsbooten standen zur Verfügung ein Dampfboot und zehn Ruderboote. Der Stab besteht aus 14 Offizieren, einem Marine-Ingenieur, zwei Aerzten, einem Zahlmeister und einem Geistlichen. Außerdem befanden sich auf dem Schiffe 49 See-Kadetten und 200 Schiffsjungen, insgesamt 460 Mann. Laut einem in Kiel eingetroffenen Privat-Telegramm eines Unteroffiziers der „Gneisenau" ist die halbe Besatzung ertrunken. Aus Madrid berichtet man: Ganz Malaga wetteifert aus Anlaß der Gneisenau-Katastrophe in Hilfeleistungen. Alle Vereine und Gesellschaften sowie Aerzte boten ihre Hilfe an. Der Bürgermeister telegraphierte an den deutschen Botschafter sein Beileid. Alle Theater suspendierten ihre Vorstellungen, die Konsulate flaggten Halbmast. Nach einem Telegramm des Gouverneurs befinden sich 38 Schwerverletzte mit zerschmetterten Gliedmaßen im Nobel- Hospital, 140 Mann in den Kasernen, 82 im Nathause und etwa 100 Mann in Privathäusern, namentlich solchen der deutschen Kolonie. In Malaga herrscht die größte Bestürzung. Der Kommandant, Kapitän Kretschmann, hielt bis zuletzt aus. Bei ihm befanden sich mehrere Kameraden, die ihn nicht verlassen wollten. Die Witwen und Waisen der beim Rettungswerk umgekommenen spanischen Seeleute wohnten der furchtbaren Szene des Unterganges vom Strande aus bei. Im Sitzungssaale des Rathauses sind Betten aufgeschlagen. Die Stadt liefert Speisen aus dem ersten Hotel. Die deutsche Nation nimmt den innigsten Anteil an allen Schicksalen ihrer Seemacht. Sie trauert in tiefstem Herzen um die Opfer des Unglücks von Malaga, in der .Hoffnung und mit dem Wunsche, daß ein aütiges Geschick die deutsche Marine in Zukunft mit ähnttchen Schlägen verschonen möge. rl**t m Gießen qesuchl bei' düngen finö |U ruW» n W Aattes untgj r Evers, Zahlmeister Arndt, Pfarrer Kramm. im heute bald nach Mitternacht bei uns angelangtes Äei-rzramm aus Berlin lautet: . „Ter kaiserl. Konsul in Malaga meldet: Von der „GMemau" sind vermutliche38 Mann umgekommen, dckramlea Kommandant Kretschmann, erster Offizier Berninghaus und erster Ingenieur Prüfer. Das Re ch-marineamt bemerkt, die Feststellung der Namen beri Äcrunglückten ist anscheinend schwierig, weil die wtetlcten in der ganzen Stadt zerstreut untergebracht iiir Sie Strandung der „Gneisenau . lie „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Ein furchtbares Un- glürihat unsere Marine ereilt. Vor Malaga ist am Sonn- ioai vormittag das Schulschiff „Gneisenau" gestrandet. Ein le ellder Besatzung hat ihr Grab in den Fluten gefunden, obtMhl i hre Rettung aufopfernd versucht wurde. In tiefer Treier beklagt Deutschland den Verlust dieser wackeren 2eideuk.,_bie in treuer Pflichterfüllung den Tod erlitten, uni) es -st ein tragisches Zusammentreffen, daß etwa um bie utfbe Stunde, wo die deutsche Reichshauptstadt sich an- idmdit', her Marine mit dem Empfang der aus China heim- tchümden Mannschaften einen besonderen Ehrentag zu be- lei-hai, ihre Kameraden von Sr. Majestät Schiff < >■' utifenau" mit den Wellen des Mittelmeeres um ihr 2cltien rangen. Für manche Familie im Deutschen Reicks miicä nun statt der Freude des nahen Weihnachtsfestes tiefes Leid einkehren. iic Trauerkunde von dem Untergänge des Schul- <.chiHs „Gneisenau verbreitete sich in Berlin wie ein Laus- leiiiw Ihre Wirkung war um sy tiefer, als sie dem glän- ■ eir^'tn Einzuge der aus China gekommenen Marinemann- -haisien unmitelbar folgte. Das Admiralitätsgebäude und das: ^'ichsmarineamt wurden alsdann von den in Berlin h'btmben Angehörigen bestürmt. Jeder fürchtete für die Ujtrn Nahestehenden das Schlimmste, und schon die Un- enptiheit führte zu ergreifenden Szenen. Kurz nach neun dhuUs gestern ein Telegramm mit der Kunde ein, daß der gr Hte Teil der Besatzung gerettet und die BerMiig noch im Gange sei. Das Telegramm ist unter» sacifjict von dem allsten Schiffs-Offizier Kapitänleutnant We-mr. !ie Offizierbesatzung der „Gneisenau" war die 'olijniöe: Kommandant: Kapitän zur See Kretschmann; ?cW k Offizier: Kapitänleutnants Berninghaus, Werner; ObMutnantd zur See: Lüdecke, Boland (Max), Brehmer, Krc'ih, v. Koch; Leutnants zur See: Pundt, Habedanck, 'Wit (Bruno), Wehner, Möller; See k adelten : Aye tEmi! Barckhausen, Baum, Becker (Friedrich), Beckert, Becch Robert), Behrendt, Berndt, Bieber, Bredschneider Die Buren. General D e W e t ist mit 2000 bis 3000 Mann wieder in der Umgegend von Th ab auchu erschienen und hat Lapberg und Warringhams Store angegriffen. Er unternahm drei entschlossene Angriffe auf die britischen Linien. Den dritten Sturm leitete General De Wet persönlick) und drang mit dem Reste feiner T rnppen durch. Die Engländer erbeuteten einen 15-Psünder und 15 Wagen, die mit Munition, Dynamit und Lebensmitteln beladen waren. Ein anderes Burenkommando, das den Thabanchupaß nehmen wollte, wurde abgeschlagen. Kommandant Haasbroek, der mit seinem Kommando durch den Springkantspaß bei Thabanchu sich freie Bahn erzwingen wollte, und zwei Geschütze mit sich führte, wurde ebenfalls geschlagen und verlor 40 Mann. Dieser nicht amtliche Bericht über De Wets erfolgreichen Durchbruch bei Thabanchu giebt brauchbare Ausschlüsse. Danach scheint es, daß die zwischen Thabanchu und Ladybrand ausgestellten englischen Truppen eine rein passive Rolle gespielt haben. Nicht sie griffen an, sondern De Wet war der Angreifer. Offenbar hat nicht unwesentlich dazu beigetragen, daß Kommandant Haasbroek von Norden her mit De Wet zusammen operierte. Der Berichterstatter stellt es so dar, als ob Haasbroek sich den Durchgang nach Süden erzwingen wollte. Das war gewiß nicht die Absicht des Bärenführers, da er wissen mußte, daß Knok De Wet auf dem Fuße folgte. Dieser Durchbruch ist eine der interessantesten Episoden des Krieges. Schade, daß Berichte von bnrischer Seite darüber nicht zu erwarten sind. Ueber dieSchlappedesenglischenGenerals Clements giebt eine Standardmeldung aus Pretoria nähere Auskunft. Die von denBuren abgefangene ^dteilung Infanterie gehörte größtenteils zum 2. Bataillon der Northumberland - Füsiliere, das vor Jahresfrist auch ein halbes Bataillon bei Stormbera durch Gefangennahme verlor. Das Regiment zählt zu den berühmtesten in der englischen Kriegsgeschichte. Ans dem Magaliesberg lagerten die Füsiliere inmitten einer hufeisenförmigen Plateau-Einsenkung, während "General Clements 1000 Meter unterhalb mit der Hauptabteilung, uamlich zwei reitenden, zwei Feldbatterien, einem schweren Aesthütz und dem zugehörigen Train kampierte und zier Deckung seinerseits den Obersten Segge mit einer kleinern Truppe auf 800 Meter vorgeschoben hatte. An die letztere, auf einem flachen Bergvorsprung stehende Abteilung kam bei Tagesanbruch eine Burentruppe in britischer Khaki- Uniform, die infolge dessen für eine britifdye gehalten wurde, bis auf 100 Schritt heran. Sie wurde formell vori der Feldwache angerufen, erwiderte den Ruf mit einer Salve und hatte beinahe Legges Abteilung über» ((md, v. Bülow, Detring (aus Gießen, bekanntlich gereM), Freiherr v. Dörnbera, Dortschy, Engelkiug, Feldt, i'>D':.btnftebt, Groos, Hernmark, Heyroth, v. Joeden, Kaiser tFr-ickich), Killmann, v. Koblinski, Koch, Kolbe, Loewen- ver H Lvmberg, Rebesky, Orb, Pauli, Quaatz, Rettberg, } EW- v. Rosenberg-Gruszczinski, Schauer, Freiherr von ^chqitinitz, Schlenzka, Schoett, Schumacher, Schwerdtfeger PoW, ^iewert, Stabbert, Steinbrinck, Wagenfuehr, Wer- n c:>L Wiersbitzky, Wilcke, Wolff. Ferner Leutnant Nie- nptflleü,. Ingenieur Pruefer, Stabsarzt Dr. Mtz, Ober- ein Bote gifuit !>' ibeiung de« Garner! dort. 1,1 vatn. Eine Ausnahme wird hinsichtlich des aus den nw** '? uicgertMiftereien Aßlar und Hohensolms des letztgenannten tnancabefl^ r stammenden Viehs zugelassen, sofern durch eine preis unttt'k 052?*' des Gemeindevorstehers der Nachweis erbracht »n dieses BML ” *------------- Zwei tüchtige Amk dkl Giuskst «oderru Fnrüer«»» (eoenil. Accord) /n KeßkM ickttMh Ära an bie lenei Anreion' lernber und lchneck sucht per i Weilvohnunfl, Diögiiih Ä mr?önerN: i? &Deb hnn ?rtten mn‘n'' Verhütung btt Verschleppung der Maul- und ---:uiensMche wird der Auftrieb von Rindvieh, Schweinen Mtil _ M 297 Zweites Blatt. gss M loder infif Iber ßrf v in n»v3^ I^ÄLd. jA«Mll!'AökL1ter F58) »rtHei lern Anzeiger - IWif< mit »Hess, u. „Blätter <■ M Volkskunde^ l hrigelegt. f“:'®rei“szit ZsW „ ............— püinterbayfe g.oiLÄ?1 Und ivüet r Expedition und Druckerei: Nr. 7. rumpelt. Legges reitende Infanterie Yeomanry griffen jebod) rechtzeitig ein, unterstützt durch ein Positwns- geschütz, trieben die 400 Khakiburen zurück und verfolgten sie. Mittlerweile hatte die Hauptabteilung des Feindes unter Telarey, dessen 1000 Mann von Warmbath her zu diesem Zwecke 3000 Mann Verstärkung unter dem Kommandanten Beyers erhalten hatten, den Kranz der obern Plateau-Einsenkung besetzt und ein heftiges Feuer aus die Northumberland-Füsiliere eröffnet. General Elements, der zur Deckung seiner Artillerie und seines Trains über wenig mehr als 700 Mann verfügte, war s e l b st i n sch w i e r i g e r L a g e. Er verteilte den kleinen Rest seiner Infanterie auf die Flanken und den Rucken und sandte reitende Infanterie den Abhang hinauf, doch ohne nennenswerten Erfolg. Tas Northumberland- Bataillon, das, ohne Geschütz und Munitionsersatz, völlig isoliert war, erwehrte sich des Feindes bis halb 7 Uhr morgens, wo es sich verschossen hatte und dre Waffen streckte. Unter dem heftigsten Feuer der Buren gelang es dann Clements um 4 Uhr nachmittags, den Rückzug unzutreten und unter Rückendeckung durch die Yeomanry in einem scharfen Nachtmarsche sämtliche Geschütze und den größten Teil des Trosses zu retten und um 4 Uhr morgens in Rietfontein einzudringen. Der Erfolg der Buren ist wesentlich von moralischer Bedeutung, denn er wird zweifellos bei den Buren aufs neue die Hoffnung erwecken und stärken, daß ihre Sache nicht verloren sei und neue Scharen solcher Leute, die schon verzagten, zu den Waffen zurückführen. Der materielle Vorteil ist nicht so groß. Die Engländer sind durch Verluste an Toten nur rocirig geschwächt, und die Gefangenen werden sic bald wieder in ihren Reihen haben, da den Buren die Möglichkeit fehlt, Gefangene ,zu halten und zu ernähren. So werden sie diesen ihre Waffen und sonstige Kriegsausrüstung abnehmen und, wie bisher immer, laufen lassen, vielleicht unter Zurückhaltung der Offiziere. 315 Mann, darunter fünf Offiziere, sind bereits wieder in Freiheit und in Rustenburg eingetroffen. Doch der kühne Zug De Wets hat, ohne das eigentliche Ziel, den Einfasl in die Kapkolonie, erreicht zu haben, eine Stärkung der Burensache bewirkt, wie ja auch aus der Thatsache hervorgeht, daß De Wets Abteilung, statt sich zu verringern, trotz der erheblichen Anforderungen an den einzelnen, bei Thabanchu nach Knox' Schätzung auf 3000 Mann angewachsen ist. Ein Telegramm Lord Kitcheners meldet: Bei dem Angriff auf V r y h e i d am 10. ds. hatten die Buren 100 Tote und Verwundete, die Engländer 6 Tote und 19 Schwerverletzte; 30 Mann, darunter ein Offizier, werden vermißt. Am 13. ds. schlugen die Engländer bei Schee - persnek 600 Buren zurück und erbeuteten Waffen. Die Buren erlitten empfindliche Verluste. In einem Engpaß im L a st r o n - Distrikt nahmen die Buren kürzlich 120 Mann Kavallerie gefangen. Eine Depesche Lord Methuens bestätigt den Tod des B u r e n g e n e r a l s Hemmer. In der Depesche heißt es weiter, Methuen griff am 14. ds. eine Stellung der Buren an und erbeutete das Lager mit einer Menge Munition und Vieh. Ein Engländer wurde verwundet, zwei Buren wurden getötet, fünf verwundet. Die österreichische Gesellschaft der Friedensfreunde veröffentlicht folgende Mitteilung: Bezug nehmend auf die im deutschen Reichstage vom Grafen Bülow abgegebene Erklärung, Krüger habe eine schiedsgerichtliche Vermittelung zurückgewiesen, sind wir in der Lage, nachstehende authentische Korrespondenz in Erinnerung zu bringen. Am 23. September 1899, also 14 Tage vor Ausbruch des Krieges, hat das internationale Friedens-Bureau in Bern sowohl an Krüger als auch an die britische Regierung eine Depesche geschickt, worin die südafrikanischen Republiken und England beschworen wurden, die Feindseligkeiten zu ver- nreiden und sich gemäß den Beschlüssen der Haager. Konferenz einem Schiedsgericht zu unterwerfen. Während die britische Regierung sich»auf die einfache Empfangsbestätigung beschränkte, ontroortete Krüger durch folgendes Telegramm: Pretoria, 25. 9. 1899. „Ich danke für Ihre Depesche. Wir haben immer auf das SchiedsgerichtderNeutralengedrungenund wünschen nichts anderes als ein solches Schiedsgericht, gez. Krüger." Das Berner Burkau hat damals diese Depesche umgehend zur Kenntnis der britischen Regierung gebracht. * * * Telegramme des Wietzener Anzeigers. Brüssel, 18. Dezember. Das hiesige Burenkomitee beschloß in einer Sitzung, an der Delegierte von 600 Gesellschaften teilnahmen, eine Petition an das Parlament zu richten wegen Einleitung des Schiedsgerichtsverfahrens zur Beendigung des Transvaalkrieges. Tie Petition ersucht die Regierung, sofort die Nation, welche die Mediation zur Beendigung des Krieges anbieten soll, anzugeben. Der Wortlaut dieser Petition wurde durch Akklamation angenommen. Eine Delegation soll nach dem Haag abgehen, um dem Präsidenten Krüger eine Huldigung zu überreichen, welche die Unterschrift sämtlicher Mitglieder der 600 Gesellschaften enthält. London, 18. Dezember. Aus St. Helena wird gemeldet: Ter Dampfer Canada hat mit Lord Roberts an Bord St. Helena gestern morgen verlassen. Der Krieg in Chiua. Nach einer Kabelmeldung der „PariS-Nvuvekles" aus Peking war das kaiserliche Siegel einer Haremsdame anvertraut worden und mehrere Beamte des kaiserl. Hofes haben sich des Siegels bedient, um gewissen Akten den Charakter der Echtheit zu verleihen. — „Daily News" meldet aus Shanghai vom 16. ds.: Der Kaiser ordnete die Ausfertigung neuer Vollmachten für Lihungtschang und Tsching an als Kommissare Chinas, sodaß sie mit den Verbündeten verhandeln können mit der Berechtigung, sein Siegel zu verwenden, das er in Peking zurückgelassen habe. Vom amerkanischen General Chaffee ist eine Nachricht eingegangen, nach der die Chinesen darüber Beschwerde führen, daß ganze Banden von eingeborenen Christen in der Gegend von Ho-Hsj-Wei das Land unsicher machen. AuS Peking wird vom 16. Dezember gemeldet: Li- Hung-Tschang ist an Influenza erkrankt und befindet fich in der Behandlung des deutschen Gesandtschaftsarztes Dr. Velde. Die „Times" meldet vom 16. ds.: Li Hung-Tschang richtete auf Drängen des Fürsten Uch- tomsky ein Telegramm an den Kaiser von Rußland, worin er der Dankbarkeit Chinas Ausdruck gibt, für die von Rußland erteilte Erlaubnis, daß China unter russischem Protektorat die Civilverwaltung in der Mandschurei wieder übernehme. In der Abfassung und Zusammenstellung der Kollektivnote find neue Verzögerungen eingetreten, infolge des von England geäußerten Wunsches, gewisse Punkte der Note abzuändern. Die [übrigen Gesandten sind gegen diese Abänderung, weil sie befürchten, daß dadurch die ganze Frage wieder aufs Tapet gebracht werden könnte. Amtlich wird aus Tientsin gemeldet: Gefreiter Römer, die Seesoldaten Lischka und Schüler vom 1. Seebataillon und der Sergeant Marschner von der Pionierabteilung sind gestorben. — Wie aus Lausigk depeschiert wird, fand nach einer Nachricht des Infanterie-Regiments Nr. 107 der Unteroffizier Otto Türpe als Chinakämpfer den Tod. Ob er einer feindlichen Kugel oder einer ansteckenden Krank- -eit erlegen, ist nicht bekannt. ♦ • * Telegramm des Gietzener Anzeiger-. Washington, 18. Dezember. In offiziellen Kreisen wird versichert, daß die amerikanische Regierung keine Einwendungen gegen die von der englischen Regierung verlangten Abänderungen des Vertrages mit China erheben wird. Deutsches Reich. Berlin, 17. Dezember. Der Kaiser hörte heute auf )er Fahrt nach der Wildparkstation den Vortrag des Chefs >es Civil-KabinetS von Lucanus und später im Neuen Palais die Vorträge des Staatssekretärs des Reichsmarineamts und des Chefs des Marine-KabinetS. Um 12 Uhr meldete sich Prinz Joachim, der jüngste Sohn des Kaisers, dessen 10. Geburtstag heute ist, als Leutnant des 1. Garde-Regiments zu Fuß beim Kaiser. — Dem „Reichs-Anzeiger" zufolge wurde dem Prinzen Joachim von Preußen, der Schwarze Adlerorden verliehen. — Der Kaiser hat gestern anläßlich des Einzuges der China-Krieger an die verwitwete Frau Korvetten- Kapitän Buchholz ein Telegramm gerichtet. Von den Matrosen- und Marinesoldaten, die gestern in Berlin einzogen, erhielten 7 Mann des Marineinfanteriedetachements, die unter dem Grafen Soden die Gesandtschaft in Peking verteidigt haben, das Militärehrenzeichen 1. Klasse, 40 Mann des „Iltis" erhielten das Militärehrenzeichen 2. Klasse. — Dem Bundesrat ging der Entwurf einer Be- anntmachung betr. die Approbation als Arzt zu, deren § 2 lautet: Die Approbation wird demjenigen erteilt, welcher die ärztliche Prüfung vollständig bestanden und den Bestimmungen über das praktische Jahr entsprochen hat. Der ärztlichen Prüfung hat die Ablegung der Vorprüfung vorherzugehen. Die Zulassung zu den Prüfungen und dem praktischen Jahre sowie die Erteilung der Approbation sind zu versagen, wenn schwere strafrechtliche oder sittliche Verfehlungen vorliegeu. Die Begründung hebt als Aenderung gegenüber dem geltenden Rechtszustande Verlängerung der Studienzeit auf fünf Jahre hervor infolge Zunahme des Lehrstoffs der sämtlichen Disziplinen, die Notwendigkeit, Spezialfächer, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben, dem Lehrplane einzufügen und andere Lehrzweige, vor allem die Jrrenheilkunde in erweitertem Maße zu berücksichtigen. Bezüglich der Einführung des praktischen Jahres sagt die Begründung: Nach Ablegung der ärztlichen Prüfung sollen die Kandidaten unter den Augen erfahrener und bewährter Aerzte noch einen praktischen Vorbereitungsdienst durchmachen, von dessen ordnungsmäßiger Zurücklegung die Erteilung der Approbation abhängig ist. Die Begründung spricht ausdrücklich die Zulassung von Abiturienten der Realgymnasien und Oberrealschulen zu medizinischenPrüsungen unter bestimmten Voraussetzungen aus. Wiesbaden, 17. Dezember. Der „Rh. Courier" berichtet von einem vertraulichen Rundschreiben, das der badisch^ Minister des Innern, Dr. Schenkel an sämtliche großherzoglichen Amtsvorstände gerichtet hat. In diesem Schreiben wird kategorisch erklärt, daß die beamteten Stellen im Volke keinerlei Zweifel darüber aufkommen laffen sollten, daß die badische Regierung auf das indirekte Wahlrecht nur dann verzichte, wenn zu den vorhandenen Abgeordneten ein großer Bruchteil solcher Abgeordneten hinzukommt, die von den wirtschaftlichen Jntereffen-Verbänden gewählt werden. München, 17. Dezember. Graf Bülow wurde heute Vormittag vom Prinz-Regenten in besonderer Audienz empfangen. Bülow wurde der St. Hubertus-Orden verliehen, deffen Insignien ihm der Prinz-Regent persönlich überreichte. Demnächst hatte der Reichskanzler eine Audienz bei dem Prinzen Ludwig. Bülow stattete dem Minister v. Crailsheim einen längeren Besuch ab. Der Prinzregent erwiderte im Laufe des Vormittags den Besuch des Reichskanzlers in deffen Hotel. Zu Ehren des Reichskanzlers fand heute Nachmittag um 4 Uhr bei dem Prinzregenten eine größere Tafel statt, woran die Erzherzogin Adelgunde von Modena, die Prinzessin Therese von Bayern und sämtliche Minister teilnahmen. Nach der Tafel besuchte der Reichskanzler das Rathaus und besichtigte mit Profeffor Lenbach das Künstlerhaus. Am Abend gab Minister v. Crailsheim zu Ehren des Reichskanzlers eine größere Soiree. Aus Stadt Md Land. Gießen, 18. Dezember. •* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordueteu. Versammlung am 20. Dezember, nachmittags 4Uhr- 1. Baugesuch des Georg Schubecker für den Erdkautertvea- fier: Dispens. 2. Baugesuch des W. Weigel für die Land! grafenstraße; hier: DiSpenS. 3. DeSgl. des H. SchafiM für die Schanzenstraße; hier: Dispens von Anbringung eines Hydranten. 4. Desgl. des Georg Becker hier für btt Goethestraße; hier: Gesuch um Belassung von Dachgauben. 5. Gesuch der Gebr. Bär um Herstellung eines erhöhtet! Trottoirs vor ihrem Hause an der Rittergaffe. 6. richtung eines Erweiterungsbaues für das städtische und Wasserwerk. 7. Die Zufahrtstraße zwischen den neun medizinischen Kliniken und der psychiatrischen Klinik. 8. Dei Steinbruch im Distrikt Hochwarte; hier: Pachtung von @e, ände seitens des Steinbruchpächters Johannes Nickel. 9. Unterhaltung der Stadtknabenschule; hier: Verbesserung f )er Heizanlage. 10. Schaffung von Lagerräumen. 11. Ankauf der Margarethenhütte; hier: Verpachtung des Ge- ländes als Lagerplätze. 12. Gesuch des Karl Steinberger um pachtweise Ueberlaffung eines Holzlagerplatzes. 13. H-, richtung eines Kriegerdenkmals; hier: Unterhaltung des. selben. 14. Die v. Krug'schen Stiftungen; hier: Nu- Haltung der Gräber der Stifter. 15. Die Vergebung btt Lohnes für das Entrinden des Kiefernfiangenholzes. 16. tiity zählung am 1. Dezember; hier: Vergütung für die Zähler. 17. Abänderung des Statuts der Gemeindekrankenverficht. rung. 18. Einführung von Lagerbüchern im Gas. und Wasserwerk; hier: Annahme eines Gehilfen. 19 Gesuch des Joh. Georg Pfaff um Fortsetzung der Gas- und Wasser leitung am Schiffenbergerweg. 20. Die Beleuchtung bet Marktplatzes; hier: Aufstellung eines neuen Kandelaber«. 21. Gesuch des Kaspar Fehl um Erlaubnis zum Wirtschaft betrieb im Hause Wolfstraße 21. 22. Gesuch des Georg Stiehl um Erlaubnis zum Ausschank von Branntwein im Hause Krofdorferstraße 13. 23. Desgl. des Karl Petri zum Branntweinausschank über die Straße im Hause Marktplatz 18. ** Hessische Handelsrichter. Der Großherzog halben Kommerzrenrat Ferdinand Jakobi, den Kaufmann Ludwig Fröhlich, den Kaufmann Konrad Egeuolf und den Geh. Kommerzienrat Dr. Louis Merk, sämtlich in Darmstadt, zu Handelsrichtern in Darmstadt, den Kommerzienrat Louis Röder und den Fabrikanten Albrecht Buschbaum in Darmstadt zu Ergänzungsrichtern an dieser Kammer, ben Kommerzienrat Friedrich Stroh, den Fabrikanten Eduard Sievers, den Fabrikanten Adolf Krafft und den Fad- rikanten Otto Mohr in Offenbach zu HandelSrichttrn w Offenbach, den Kommerzienrat Hermann Wecker und ben Fabrikanten Ferdinand Böhm in Offenbach zu Ergänzungsrichtern an dieser Kammer, den Kommerzienrat Sigmuno Heichelheim, den Fabrikanten Gustav Mueller, Den Fabrikanten Heinrich Schirmer und den Fabnkanten Karl Klingspor in Gießen zu Handelsrichtern in Gießen, den Fabrikanten Heinrich Emmelins und den Kaufmann Rudolf No w ack in Gießen zu Ergänzungsrichtern an dieser Kammer, die Kommerzienräte Georg Hirsch, Paul Melchers, Wilhelm PreetoriuS jun., Karl Andrea- Probst und Karl WeiSmann in Mainz zu Handels, richtern, den Fabrikanten Karl Georg Michel, den Fabrikanten Hermann Heß, den Geh. Kommerzienrat Dr. Ludwig Strecker, den Fabrikanten Eugen Röder unb ben Kaufmann Jakob Kölsch in Mainz zu Ergänzungsrich/ern an dieser Kammer, den Geh. Kommerzienrat Wilhelm Ms Valckenberg, den Fabrikanten Wilhelm Kölsch, den Fabrikanten Clemens Trumpler und den 0atitbvteuot August Schöneck in Worms zu Handelsrichtern in Worms, den Kommerzienrat Moritz Baruch und den Fabrikanten Fritz Dörr in Worms zu Ergänzungsrichtern an bitter Kammer, sämtlich mit Wirkung vom 1. Januar 1901 bi» 31. Dezember 1903 ernannt. o Befitzwechsel. Das HauS, Franksurterstraße 8d, der Frau Witwe Dern gehörig, wurde an den Lokomoti^ sichrer Noll für 33000 Mk. verkauft. — DaS HauS det Bauunternehmers Keßler von Annerod wurde für 37uw Mark an den Kaufmann Ernst Balser verkauft. ** Herr Oberst a. D. Spohr schreibt unS: In Ihn« heutigen 3. Blatt (vom 18. d. M.) bin ich — nach s» „Frkf. Zeitg." — als ein „grimmer Feind jeder Medizin" bezeichnet. Ich gestatte mir, hiergegen euM^ zu protestieren mit der Erklärung, daß ich ledignto abgesagter Feind jedes auf dem Heilgebiete gettWW HumbagS bin, gleichviel ob derselbe innerhalb oder wv halb der Schulmedizin seinen Platz findet. sr. Rödgen, 17. Dezember. Gestern kam unser IW und mühsam vorbereitetes Weihnachtsspiel zurj maligen Aufführung. Wir dürfen sagen, daß der in » alle Mühe reichlich belohnte, daß die Erwartungender i 9 reichen Zuschauer weit übertroffen wurden. Schon Aeußere, die sehr geschmackvoll eingerichtete Bühne w erhebend, und das Spiel der 22 Kinder, die in ihren zückenden Kostümen frisch und sicher auftraten, Ersetzte in die rechte, erbauliche Stimmung, die in mächtig den durchbrausenden Chorälen zum Ausdruck kam. ES fri m aufmerksam gemacht, daß das Spiel kommenden Dte unb Freitag abends 6i/4, und Mittwoch unb Sonntag am 7 bezüglich 6i/2 Uhr zur weiteren Aufführung gelang - -t- Beuern, 17. Dezember. Am ersten Wechnach feiertage, abends 7 Uhr foeginnenb, soll in bas Weihnachtsoratorium von H- Barty (j b mischten Chor, Soli, Harmonium unb Streichquartett) Leitung bes Lehrer« Musch hier aufgeführt werden, wirkenbe ftnb neben bem Kirchengesaagvereme und sämtlich aus diesem genommenen Solisten em zu Zwecke besonders gebildetes Streichquartett und d d i - Posaunenchor, zu denen die Lehrer Bürstlem (R Saab EI ’X hie AuW WM SM®! ;m bah'" E& t ■ . rMiSslraßenwart Py- W i)|(er unb Schlosser Johl Mgedachte derhMgel । aas bie passiven M I Menzel, der seinen I rni M bezeugte Gesolg» :nl Kaiser unb ben Großhel unb lebende ÄlldeV ):( Illtzöach, 18. Dez ! üihr nahm sich Ml „n hier ba5 Leben burc . -c '5 Acht U Uhr Ihr itti hatten. Webberg, 16. Dezei chhigeS, unb wir wollen tistide srenbiges Ereignis tu ;in geheimer Sitzung, n iixrhenbe Vorberatungen 10• höheren technisch llabemie) beschlossen, w I \ux dar Ban- .'iBne die chemische In i| l-b)mebebingnng wird bi yiilätbieni ober eine i hsprcchenbe Praktische S ■eilen nur zwei Anstalten !Äye Ziele verschen, näi nrbeschule >u tyemty ^»erbe-Wemie- genanv -chnische Mnl» in W die setzt bereits in vlrdbeutschlanb vvrhande^ imfchschule nicht Verbund mit ben zahlreichen I ->"rall errichteten Fachschi Iofynif, den fogenannttn »W mit den technischen w9trn\ da ^en TU'° $e Wu Mit dieses dessen Leitung zw. etoä^lcn N «tourten 1 «t1 »-■ h°ra»< ■ - ■ FC. »1 feto i । Hl?: iNne ui; ’/’wi’agnie ( ö«6 d» I -lb fe%'kSla,i' ■ % J« Daab (BerSrod) Tenorsolo und Lindenstruth P.CI. Frankfurt a. M., 17. Dezember. Gestern Abend geae«.I0>Nhr stürzte sich die Frau des Fuhrmanns •'"i auS einem Fenster ihrer im 2. Stock eines at rin geheimer Sitzung, nachdem eine Kommission mehrere inKLheiidr Vorberatungen abgehalten hatte, die Errichtung inec höheren technischen Lehranstalt (Gewerbe- vlfci btm ie) beschlossen, welche Abteilungen für das Archi- lektitlisach, für das Bau- und Maschinen-Jngenieur Wesen, sowi«sti die chemische Industrie erhalten wird. Als Auf- uahsttiebedingung wird die Berechtigung zum Einjährigen WEii tärbienft oder eine ähnliche Vorbildung, sowie fine üsMchlnde praktische Vorbildung gefordert. Bisher 6e= >teht-n nvr zwei Anstalten im Deutschen Reiche, welche ähn- ich^ Ziele verfolgen, nämlich die Königliche höhere Ge- verfalle zu Chemnitz — seit Jahresfrist: „König!. Semabe-Nademie" genannt — und das „höhere poly- cchchilche Institut" in Cöthen (Anhalt.) Eine Baugewerk- chu^, büe jetzt bereits in genügender Anzahl besonders in Novdtm! schland vorhanden sind, wird mit der Friedberger Fachschule nicht verbunden werden; desgl. wird dieselbe nichü mit den zahlreichen besonders in den letzten 10 Jahren übe7>rM errichteten Fachschulen für Maschinenbau und Elektro- chck il, den sogenannten Technikums und natürlich ebenso -veniis mit den technischen Fachschulen in Konkurrenz treten, •nfciiem eben zwischen diesen Lehranstalten rangieren. Da ■ tnei solche höhere Fachschule feit längerer Zeit schon von der Großindustrie und Praxis gefordert wird, so ist eine rasche Entwickelung dieses neuzeitlich zu organisierenden Mck!s, dessen Leitung zwei im Preußischen Fachschuldienst Unc^rig bewährten Fachleuten anvertraut wurde, mit Sichcheit zu erwarten. Dieses höhere polytechnische In ÜituTl toirb im Herbst 1901 ins Leben treten, worüber die n Kchjahr n. Js. herauszugebenden ausführlichen Pro- iraixic deren Erscheinen man in interessierten Kreisen vereitel mit großem Interesse entgegensieht, nähere Auskunft Wir wollen hoffen und wünschen, daß das geplante littunchmen unserer Stadt und seinen Bewohnern zum gereicht. Äarmstadt, 17. Dezember. Dem in der Zeit vom ' öwember bis 9. Dezember a. c. hier abgehaltenen Stuaisexamen für das höhere Finanzfach unterzogen ch »acht Kameralisten, von denen sechs die Prüfung be- ■tatt M Das Alter der acht Examinanden schwankt zwischen 24 ub 33 Jahren. Die Geprüften werden in aller Kürze m s ihr: en Steuerfache als Assessoren verwendet. w. Mainz, 17. Dezember. Eine Waggonsendung Ku^scr im Werte von 14 000 Mk., die von Karlsruhe 'hter^rr lgekommen war, wurde hier durch badische Eilend-ihn bedien stete gestohlen. Das Kupfer wurde ;n eine hiesige Alteisenhandlung verkauft. — Als dem b e ffi-n Schützenim Unteroffizier - Kaiserpreis - Schießen Le- 18. Armeekorps wurde gestern dem Feldwebel Alker bon litr 12. Kompagnie Regiments 87 der Kaiserpreis, eine goltcknr lühr, von Major Sunkel überreicht. Alker hat bei sieben Schuß löO Ringe geschossen. Fo»! fthaus hier erbaut wird. Der Gesamtgemeinderat hat zu dissem Zwecke 6000 Mk. bewilligt. ? Lang.Göns, 16. Dezember. Am Samstag abend feierte die FmilMige Feuerwehr ihr 2Ojähriges Stiftungsfest r Saale des Wirts Wenzel. Die Vereine „Germania" unb i ,Frohsinn", der Kriegerverein, der Turnverein, und >r Ocl^orftand hatten sich eingefunden. Hauptmann 'sinn 'hielt über das Entstehen der Freiw. Fen^webr -ineaSlebe, worauf er Ehrendiplome für 20jährige Dienstzeit i HeiSsltraßenwart PH. Schmied, Schmiedemeister Heinrich Bolllsr iw d Schlosser Johs. Müller, überreichte. Obmann )er gedachte der Heimgegangenen Kameraden. W. Boller nN aif die passiven Mitglieder ein Hoch aus. Hauptbüro Wrnzel, der seinen Austritt erklärte, dankte für die chmri ßcls bezeugte Gefolgschaft und brachte ein Hoch auf n i Hülfen und den Großherzog aus. Das Fest wurde durch 'tomqttl iinb lebende Bilder sehr verschönert. ):( Butzbach, 18. Dezember. Heute Morgen gegen Mlhr nahm sich und seiner Frau ein bekannter Fabrikant onn hier das Leben durch Erschießen, nachdem sie est »in Nacht 11 Uhr ihr letztes Kind durch den Tod verlöre«» hallen. Friedberg, 16. Dezember. Ein für unsere Stadt wichtiges, und wir wollen hoffen in seinen Folgen auch für -'ies'De freudiges Ereignis ist zu melden. Der Gemeinderat Hamj« am Gretenweg belegenen Wohnung auf die Straße. SieriM einen Schädelbruch und einen Bruch der Wirbel- säuU^sodaß der Tod sofort eintrat. Vor dem Sturze aus- V Fenster hatte die Frau, einen Streit mit ihrem Jcom — Ein Stationsgehilfe und ein Gehilfe der LZa^iNnisterei des HauplbahnhofS, beide verheiratete und Familienväter, wurden verhaftet, weil sie .die der Wagenputzer-Genossenschaft gehören, nnter- 1p. “ Luben. — Nach einer Mitteilung des Magistrats .)iwitn inne Gemeinden Hausen, Ginnheim, Praunheim und 1 ®e19ütung fär jj I™ Smelnbefranfni Mligerbiichttn iw fine6 Gehilfen. 19, | der Gas- M I 20. Die Belenchir 9 eines neuen te. iSrlaubniä MW 22, Aefnch bti/ Schank von Biqmik 3. DeSgi. des L die Sbahe im HE Der Grohherzos!. obi, den Aaufm: ionrab Egenolf.. Merk, sämtlich n. irmflabt, den Hob unten Albrecht 8i hiern an dieser! >h, den Fabrik''- Idols Krafft M nbach zu HatM^ Hnmann ; in Offenbai#^^ en KomVsmat W fii SuKv er Hob bin 8^ ßoBieUtijua iuN x Georg tytli ; oriuS Jan, NN in in Maasf Georg MMd.ch h, SowwerzMd^ en Eugen Rödri'' lainz zu ErgaF »llunerzienrat M ten Wilhelm t [er und den r Handelsrichters .uch und den S- -aänmngsricht^ • vom !,$*** , Mtbe an Tlault. - ««*? innttob Ballet «erf* it U.) bin A ®«$«"b l'b : mir, o, d°ß 4 5,’s*»* ’Urrn I« rr,B Itr i ,'L fleaenlO Li und^.A)' ^leitrlit «ch fcji KÄ btt '■ Groch-Secau) Bratsche kommen. In Anbetracht des nicht Stoffes ist die Aufführung für ein Dorf jedenfalls Iec!et für und ungewöhnliches Unternehmen. Da dieselbe I? ^-lLtiati -ine" kichliche Feier darfiellt, so ist der Eintritt unentgeldlich. I -vir hören, ist für den Nachmittag des Neujahrtages I Di-peng hiJÄ ' w beginnend) eine Wiederholung geplant. I66 ®eot9 Ntt v" Etzbach, 17. Dezember. Für die Ortschaften Atz- I Belafsnng n loriar, Binzenbach und Dutenhofen, die alle nicht I Hi1viel Duldungen besitzen, ist ein gemeinsamer Waldwärter In der besteht. Derselbe hat in Atzbach ober Dorlar, da beide les f^ kJW Drhh ziemlich nahe am Wald gelegen sind, auch unter den Ihrlfiraße im'r* fyier »wähnten Dörfern die größten Wälder besitzen, seinen Wchiulrikck b"^^ohchilitz, In Ermangelung einer Dienstwohnung war bei Itr hier-« ' diesen:vereinigten Kommunalförfterstelle ein steter Wechsel zu ' Muilg: vemvAfen. Der jetzige Inhaber, Förster Schauß, der beim |cn(j.U|9 MM- BürMmeisteramt zu Krofdorf vorstellig geworden war, hat lohnHo’ Lch 'N' M Bescheid erhalten, daß mit nächstem Jahr ein Kier ^ttSnwern ' ' ‘ ra ««»ria r I’ Jw: ll»I«hch L hi« ■f 151 D« Bergti: Eckenheim Anträge auf Eingemeindung gestellt. Die Verhandlungen sind noch im Gange. Den genannten Orten dürfte sich noch Rödelheim anschließen. FC. Höchst a. M., 16. Dezember. Gestern abend entstand in einem Außengebäude der Farbwerke eine Kesselexplosion, die das betreffende Fabrikgebäude sofort in Brand setzte. Die eigne Feuerwehr der Fabrik beschränkte das Feuer auf seinen Herd. Der Schaden ist erheblich. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Der wissenschaftliche Direktor, Geh. Regierungsrat Dr. Laubenheimer, der bei den Rettungsarbeiten mit thätig war, verstauchte sich dabei den Fuß, so daß er nach seiner Wohnung getragen werden mußte. ** Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Der vollzählich versammelte Kreistag hat unter Verzicht auf sein Vorschlagsrecht einstimmig den Wunsch ausgesprochen, daß der bisherige Landratsamtsverwalter, Regierungsassessor Dr. Sartorius, zum Landrat des Kreises Wetzlar ernannt werde. — JnOber-Ramstadt brannte die Breitwieser'sche Mühle nieder. Zahlreiche Tiere kamen in den Flammen um. Einige Kühe und Ochsen konnten jedoch noch mit Mühe gerettet werden. Man vermutet Brandstiftung. Ein an demselben Tage entlassener Knecht soll das Feuer angelegt haben. Das Vieh, soweit es Überhaupt gerettet wurde, mußte zum größten Teil geschlachtet werben. Vermischtes. * München, 17; Dezember. Ein großartiger Wucherprozeß ist in Vorbereitung. Eine Anzahl jüdischer und christlicher Ehrenmänner haben geldbedürftige Kavaliere, Offiziere, Studenten, Künstler und Geschäftsleute in der schamlosesten Weise ausgeplündert. In der Presse werden die Namen dreier solcher Vampyre genannt. Unter diesen drei Biedermännern soll eine ganze Anzahl zum Teil sehr geachteter Geschäftsleute stehen. Diese Räuberbande arbeitet mit 60 bis 120 Prozent. So ist ihnen ein bekannter hiesiger Künstler, der vor drei Jahren 24000 Mk. erhielt und seine Schuld bisher nicht einlöfen konnte, gegenwärtig 60000 Mk. schuldig. Die Wucherer und ihre Opfer sehen dem Prozeß und den damit verbundenen Enthüllungen mit Angst und Schrecken entgegen. * Warschau, 17.Dezember. Bei der Eröffnung des neuen Kunst Palastes insultierte der Direktor der Krakauer Akademie, Julius Falat, den bekannten Maler Kossak thätlich. Ein Pistolen-Duell unter den schwersten Bedingungen ist die Folge. Handel und Uerlrehr. Uolkswirtschast. — Deutsche Gruudschuld Bauk, Berlin. Die Vertreter und der Ausschuß der Besitzer von Obligationen veröffentlichen weitere Einzelheiten über den Befund ihrer Revision. Sie fanden geradezu h aarsträubende Dinge! Seit 1 J/s Jahren sind aus dem Hypotheken- bestand 41 Millionen — beinahe die Hälfte'der Hypotheken— verschwunden! Und das sollen lauter gute, erstklassige gewesen sein. Fragt man sich, wie das möglich sein konnte, so muß man vor allen Dingen den Treuh ändern, denen die Hypotheken unterstellt sind, diese Frage vorlegen. Wie konnten diese zugeben, daß Hypotheken in solchem Umfang aus ihrem Verschluß herauskamen? Oder falls die Herausnahme — mit anderen Worten Diebstahl — vor Jnkraftreten der Staatsaufsicht (am 1. Januar 1900) erfolgt war, wie konnte dieser staatliche Treuhänder das Vorhandensein bescheinigen? Aufklärung von feiten der Staatsregierung bleibt abzuwarten. Inzwischen müssen die Besitzer sich selbst helfen und durch sofortige Einreichung ihrer Stücke vermeiden, daß das Institut zusammenbricht. P o m m e r s ch, e .H y p o t h e k e n - A k t i e n - B a nk. In der dieser Tage abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsrats machte die Direktion von der zeitigen Geschäftslage Mitteilung. Die Direktion erklärte, daß sowohl formell als materiell die für die Pfandbriefe notwendigen Unterlagen vorhanden sind und daß irgend welche Besorgnisse wegen etwaiger Verluste nicht in Aussicht stehen. Die Geschäfte der Bank bewegen sich durchaus in dem Rahmen der gesetzlichen und statutarischen Vorschriften. Es wurde angeregt, sogleich den zeitigen Status zu veröffentlichen. Da aber die Bearbeitung eines genauen mit Erläuterungen versehenen Status — und nur ein solcher gewährt einen richtigen Einblick — immerhin eine gewisse Zeit in Anspruchi nimmt, so wurde in Rücksicht auf den bevorstehenden Jahresabschluß beschlossen, den Abschluß pro 31- Dezember 1900 so schnell als möglich fertigzustellen und denselben alsdann sofort zur Kenntnis der Interessenten zu bringen. Tie Beziehungen zur Jmmobilien- Verkehrsbank, die aus der vor 10 Jahren stattgehabten Reorganisation der Pommerschen Hypotheken-Aktien-Bank herrühren, beschränken sich auf Beleihungen, die nach pflichtmäßigem Ermessen der Direktion durchaus sicher sind. Aktien der Jmmobilien-Verkehrsbank, deren Liquidation übrigens von deren Verwaltung bereits beschlossen ist, besitzt die Pommersche 5zypotheken-Aktien-Bank nicht. Vietze», 18. Dezember. Marktbericht. Au? beurioer Lochenmartt kosteten: Butter ver Pfd. JL 1.10—1.20, Hühneren: per St. 8—10 4, 2 St. 00—00 4, Enteneier 2 St. 00—16 4, ®anfe» eier ver St. 00—00 4, Käse 1 St. 5—8 4, Käsematte 2 St. 6—6 4, Erbsen per Liter 22 4, Linsen per Liter 34 4, Tauben per Daa, A 0.60—0.90, Hühner per St. X 0.90—1.30, Hahnen per Stück X 0.66—1.00, Enten per St. X 2.00—2.20, Gänse per Pfund A 0.60—0.60, Ochfenfleisch ver Pfd. 68—74 4, Kuh. und Rindfleisch ver Pfd. 60—64 4 Schweinefleisch per Pfd. 60—70 4, Schweine- Atsch, gesalzen, per Pfd. 74 4, Kalbfleisch per Pfd. 60-64 4 Hammelfleisch per Pfd. 60—60 4, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 biß 5.50 A, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 5.00—0.(0 Milch per Lite'- 18 4. Arbeiterbewegung. Amsterdam, 15. Dezember. Der Streik der 5)afen = ?a<6 Ju zichcn. Die hiesigen »Si c Arn bereits Mußnahmm getroffen, um die Aus- d" Generalstreik erklärt werden sollte, durch andere l!fra,te iU "sHen, die aus Holland, England unb S)eutfä= werden sollen. Die gesamte Bürgerwehr wird ItDcnteus tut diesen Tag aufgeboten werden. in ft™ Dezember Die Angestellten der Viktoria-Bergwerke eme Petüwn an das Parlament gerichtet, worin rtL?lCs?n?te ®"roeI!^un0 des Gesetzes betreffend die fremden Arbeiter gegen die amertkanhchen Arbetter verlangen. Dieselben beschweren sich. daß die Arbeitgeber den Amerikanern höhere Löhne als ihnen selbst, bezahlen. SchWuschriäste« Der Postdampfe'. „Switzerland" der „SRcb Star Line" ta Antwerpen ist taut Telegramm am 14. Dezember wohlbehalten in Phila« delphia angekommen. Gerichtssaal. Düsseldors, 17. Dezember. Der Rechtsanwalt Hugo Krüger in Oplad-ri wurde von dcr entaffammer wegen Unterschlagung von 6000 Mk. Geldern aus verschiedenen Konkursmassen zu acht Monaten Gesängnrs D er urteilt. Berlin, 17. De ember. Wie die „Welt am Montag" mttteilk, rst gegen d-rr Rechtsanwalt Dr. Mendel, einen weiteren Vertrtbiger Sternbergs, das Disziplinarverfahren eingeleitet worden, wegen seiner Versuche, Artikel in der Sternbergsache in die Zäiungen zu lancieren. Dünkirchen, 15.Dezember. Der englische Schiffskapitän Morrison, der vor einigen Tagen einen französischen Arzt mißhandelt hatte, ist genern vom Seegericht zu 40 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Kriefkasten der Redaktion. M. Sie haben wohl die letzten Kammerverhandlungen nicht ge» lesen. Unser Finanzmimster Gnauth bekennt sich zu den Ansichten des badischen Mimsters Buchenberger, der die Warenhaussteuer nach preußischem Muster ablehnt und die bestehende Gewerbesteuer Les richtigen will. Neueste Meldungen. (Telephon Meldungen des „Gießener Anzeigers".) Darmstadt, 18. Dezember. Bei der heutigen Kammersitzung über den Antrag der Abgg. Dr. David und Haas-Mainz betr. die Bahndammführung der Linie Mainz—Wiesbaden teilt die Regierung durch Ministerialrat Emmerling mit, daß sie dem Projekt die landespolizeiliche Genehmigung versagt habe. — Der Antrag Ulrich und Genossen, betr. die Errichtung einer teck)- nischen Mittelschule in Offenbach wurde dem Ausschuß überwiesen, nachdem Abg. Noack als Vertreter der Zentralstelle der Gewerbe mitgeteilt hatte, daß das Bedürfnis für die Errichtung einer derartigen Schule von feiten der Regierung anerkannt sei, und man beabsichtige eine Kommission einzusetzen, in welcher auch Juteressenteir Offenbachs hinreichend vertreten sind. Berlin, 18. Dezember. Ter Alldeutsche Verband, Ortsgruppe Berlin, hatte zu gestern abend eine Volksversammlung nad); der Tonhalle einberufen, die von etwa 500 Personen besncyt war, unter denen sich die in Berlin lebenden, aus Transvaal ausgewiesenen Deutschen befanden. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende der mit dem Schulschiff „G n e i s e n a u" ums 'Leben gekommenen deutschen Söhne, die - das deutsche Volk nicht vergessen rverde. Die Versammlung ehrte das Andenken der Toten durch Erheben von den Plätzen. Die für die Buren geplante Sammlung wurde zu Gunsten der Hinterbliebenen der auf der „Gneisenau" ums Leben Gekommenen veranstaltet. Zur Ausweisung der Deutschen aus Transvaal sprack). Redakteur Eichler sowie die aus Transvaal ausgewiesenen Jakob aus Johannesburg, Hirsch aus Pretoria und andere. Sämtlick^e Redner tadelten, daß die deutschen Konsuln meistens die In t e r e s se n d e r De u t sch e n den Engländern gegenüber sehr schlecht gewahrt hätten. Jakob erklärte mit ziemlickfer Bestimmtheit, daß General Joubert von den Engländern bestochen gewesen fei. Es wurde eine Resolution einstimmig angenommen, worin nach, wie vor gebeten wird, die vorgebrachten Beschwerden der Ausgewiesenen anzu- erkemien. Ferner beschloß die Versammlung, dem Abg. Dr. Hasse für sein energisches Einschreiten zu Gunsten der Buren im Reichstage den herzlichsten Dank auszusprechen. An den Präsidenten Krüger wurde ein Telegramm gesandt, in dem die Versammlung ihm 5)eil und Gruß entbietet Saloniki, 18. Dezember. Die Polizei entdeckte ein gegen die hiesige rumänische Handelsschule geplantes Attentat. Die Schule sollte während der Feier des heiligen Michael in die Luft gesprengt werden. • Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. New-Nork, 18. Dezember. Die „Umbria" von der Gunard-Ltnie ist hier eingetroffen, nachdem sie 9 Tage lang einen schweren Seesturm abzuhalten hatte. 223 Passagiere erster Klasse waren während dieser Zeit gewissermaßen Gefangene in den Kabinen des Zwischendecks. Die Kabine des Kapitäns, der Mufiksaal und die Bibliothek waren von Wasser angefüllt. Alle auf Deck befind- uchen Gegenstände wurden von den Wogen weggespült. BörsennachricMen. Berlin, 17. Dezember. 4 % Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 40 56 M. 4% do. 8. 5/6 unk. b. 1904 40. 0 3Vs 0/ do. • 8. 7/8, unk. b. 1906 00 00 ” 4 0/0 D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 96 50 ” SV/Vo üo. unk. 1905 87.50 40/0 Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12| 77.6O * 4 0/0 do. 8. 15-18. unk. b. 1900 77^60 M. 4 % do. 8. 19-20, unk. b. 1905 77.60 81'- % do. 8. 13, 14 72.50 ” 3V1 % do. 8. 21, 22, unk. b. 1905 72 50 ” Telephonisches« Kursbericht. Frankfurt, den 18. Dezember. S'/'i % Reichsanleihe 3% do -Anl. Kreditaktien . . Diskonto-KomSandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handels^es. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbabn Laurahüite Bochum , . . H vrpener schwach. . 96.60 . 87.80 . 96.6t . 87.8« . 93.80 . 95.15 !. 43.8t . 25.3t . 25.40 . 79 0< Tendenz: 8*/i °/o Konsols . 3 % do SVg % Hessen 5 °/q Italien. Rente 40/0 Griech. Monop 3 °/o Portugiesen 3 o/.j Mexikaner . 4*/a % Chinesen . . 210.30 . 175.40 . 132.00 . 14600 . 147.80 • 142 40 . 15 .80 . 197.00 . J 78 00 . 170 10 8178 Die Giessen, den 17. Dezember 1900. 8177 Die Beerdigung findet statt: Mittwoch den 19. Dezember, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Dammstrasse 4, aus. Der EPnbL' za sehr billigen Preisen. 20 Löwengasse 20. Fernsprecher 243. 27 27 27 Flur 27 Flur 27 Z Hanswasserleitungeu. I. A : Bogt. 8171 Petroleumlampen. Emaillierte Waren. Haushaltungsgegenstände. 8179 Gesckäften. 8175 10 bis 12 Körbe Bux 8099 abzugebcn. Der Vorstand. So wie wir'8 meinen! Zu erfragen in der Expedition. •nmto.rttl* ft. Ke Otmtlxoi «,! ». ■IttR. ftr K. *M«*X^**»1 M - tat ut Kt jSäjäÜÜij »> «Makrutcd «UH* «.»»»> *■ **“ Punsch-Essenzen Medicinal-Lebe rthran ■ MUene KAM lirr®rbriic5 ♦ r» v Geyer Söhne, Frankfurt a. M. Teilnahme bitten trauernden Hinterbliebenen. (Backpulver, Vanille-Zucker, Pudding-Pulver A io Pfg. Millionenfach bewährte Rezepte gratis von den besten Schlossermeister nach langem Leiden sanft verschieden ist. Um stille Am Freitag dem 21. d. 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